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Die Verwendung von Cinestage für 80 Tage macht durchaus Sinn. Überwiegend aus zollrechtlicher Sicht, denn 34.5 mm Film gilt als Schmalfilm, für den wesentlich niedrigere Importsätze, als für Breitfilm, der als USA Import damals erheblichst besteuert wurde, zu zahlen waren. Zudem lief wohl "80 Tage" in einer deutshfassung, Aufzeichnungsanlagen für 70 mm Magnetton gab es in Europa nicht, wohl aber Mehrkanal Magnetbandspieler. Die Situation ändert sich erst, mit der Installation einer 70 mm Straße bei Technicolor in London. Nun können Breitfilme zu vermindertem Steuersatz importiert werden. Ich selber besitze Bildchen aus der 34.5mm Nur-Bild Technicolor Schmalstummfilmkopie (zur Nutzung mit Sepmag), kann man sowas scannen? Capitol, möchte ich der Version von TomCat am ehesten zustimmen; Abriß und Neubau als "Schau-Bühne" Ich erinnere mich an einen Artikel in der Frankfurter Zeitung aus 1979, wo der Autor über Denkmalpflege Berliner Art nachdachte, unter dem Motto "Denkmalplege heißt Abriß und Neubau" - Über die widersinnige Zerstörung des Mendelsohn Kinopalastes" oder ähnlich, doch der ist in einer Kiste untergegangen, suchen versuche ich. Vielleicht sollte ich einmal Erich Mendelsohn anläßlich der Eröffnung des "Ufa Universums" zu Worte kommen lassen: "Kino? filmspiel, Theater der Bewegung! Bewegung ist Leben. Wirkliches Leben ist echt, einfach und wahr. deshalb keine Pose, keine Rührmätzchen. Im Film nicht, nicht auf der Leinwand, nicht im Bau. Zeigt, was drinsteht, was dranist, was draufgeht.- Bühnenhaus? - Keine Spur! Elevator für die Bildwand, wenn der Sketch den Film ablöst.- Reklameturm, Scheinarchitektur?- Im Gegenteil! Entlüftungsschlot! -Luftwechsel 3 mal die Stunde, herausgedrückt in Richtung Kurfürstendamm: Dann haltgemacht: UNIVERSUM- die ganze Welt!- Palastfassaden? - Und die Rentabilität: Läden machen Geld. Büros beleben und schaffen Publikum. Säulengang für Mondäne? Maul, groß aufgesperrt mit Lichtflut und Schaugepräge. Denn - du sollst hinein, ihr alle - ins Leben, zum Film an die Kasse! Domkuppeln? - Wozu! Schildkrötendach. Schutzwölbung der schrägen Decke, schrägzu auf die Bildleinwand.- Aha! Kamera! Richtig! Bildleinwand - Die Außenwelt. Filmbild - das bunte Leben, Tränen, Zirkus und Meermondschein. Wir Zuschauer - tausend, zweitausend Objektive, die aufsaugen und reflektieren, vergnügt sind oder erleben. Also kein Rokkokoschloß für Buster Keaton. Keine Stucktorten für Potemkin und Scapa Flow. Aber keine Angst auch! Keine trockene Sachlichkeit, keine Raumangst lebensmüder Gehirnakrobaten - Phantasie! Phantasie - aber kein Tollhaus - beherrscht durch den Raum, Farbe und Licht. Unter dem schwebenden Ring des Foyers verschwindet dir die Strasse, unter dem Scheinwerferkegel der Decke das Dunstlicht des Abends. Dann - links oder rechts vorbei am Leuchtturm der Kasse in das Helldunkel des Umganges - hier triffts Du "Sie" sicher. Duck dich in Spannung! Kompressor! Aber dann die volle Tour. Alle Flächen, Kurven, Orgelbänder und Lichtrollen der Decke laufen zur Leinwand über das Medium der Musikk ins flimmernde Bild - ins UNIVERSUM!" Das Ufa Universum am Leniner Platz galt in Europa gerazu als der Idealtypus des modernen Kinohauses, ein Vorbild an funktionalistischer Ästhetik und Schönheit. Mendelsohn legte in jeder Beziehung den FILM als Leitgedanken seiner Architektur zugrunde. Gerade hier liegt die Pervertierung des Denkmalschutzgedankens, aus einer FILMBÜHNE eine SCHAUBÜHNE zu machen, indem der Kinohausbau äußerlich erhalten, innerlich aber entkernt und völlig verunstaltet modern wiederentsteht. Ein völliger Abriß wäre die ehrlichere Lösung gewesen. Auch die diversen Umbauten der 50er und 60er Jahre hatten die Mendelssohnsche Kinohausarchitektur schon erheblich in Mitleidenschafdt gezogen, das von cinerama eingestellte Bild von 1952 verdeutlicht dieses in guter Weise, findet sich hier eine relativ geschmacklose Acella Innenausstattung der verarmten Nachkriegszeit.Ich hoffe, daß die beiden Bilder einer Innenansicht aus der Eröffnungszeit ganz gut illustrieren, was gemeint ist. Die Bilder sind schlecht, das aus historischem Buche stammend. Stefan
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Anamorphotische Objektive sind nicht rein "afokal", sondern können auch eine gewisse sphärische Vergrößerung aufweisen. Die Summe aller Toleranzen ergibt dann das Bild auf der Bildwand. Die Abmaskierung wird dann nach dem Bildwandergebnis eingestellt. Stefan
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Digital ist schlecht...frühere Technik ist überlegen
stefan2 antwortete auf Expert Grouper's Thema in Nostalgie
@ Expert Grouper und Cinerama. Vielen Dank für die ausführliche Kritik meines Beitrages. Ich glaube, daß cinerama eigentlich ganz gut weiß, welcxhes Verhältnis ich zu gepflegter und perfekter Filmwidergabe habe, und daß ich eigentlich die heutigen Strukturen keinesfalls gutheiße. Aber früher war halt auch die Zukunft besser. Von den rund 4200 Abspielsälen in Deutschland Werst und dem Land Westberlin waren wohl alle besser, als heutige Plexe? (Von der Ostzone, außerhalb des Küstenstreifens und einiger Vorzeige Bezirkskinos abgesehen, möchte ich gar nicht erst reden) Bestimmt icht, hattet Ihr auch unterstrichen. Gerade die Mehrzahl, der Abspielstellen hatte zwar irgendeinen Charme, aber von Perfektion entfernt. Und die paar Beispiele in Metropolen und außerhalb, die es gab, sind sicherlich erhaltenswert gewesen, doch ihre Zahl war beschränkt. Auch das Argument von moses: IMHO "putzen" nicht die MPs die anderen Kinos weg, sondern der Zuschauer scheint keinen bedarf mehr danach zu haben. Erinnert mich immer an die "Tante Emma"-Läden, jeder bedauert das es (fast) keine mehr gibt, aber alle fahren lieber zum Discounter auf die grüne Wiese. entbehrt nicht der Realität. Demokratie in diesem Lande beschränkt sich auf die Anzahl der im Supermarkt angebotenen Kaffesorten, die möglichst das ganze Marktspektrum umfassen müssen, von den angebotenen Sorten werden dann tatsächlich auch 2 in der Hauptsache gekauft. Demokratie im Kino heißt, alle aktuell startenden Filme (z.Zt. ca 8/ Woche) im Haus anzubieten, oder zumindest 70% davon. Daß dann nur 1 - 2 Titel gute Zahlen aufweisen, ist wie beim Kaffekauf. Häuser mit nicht genügend LW gelten unterschwellig als "undemokratische" Einrichtung, und ablehnenswert, unabhängig von deren Güte. Solche Theater müßten sich profilieren, mit besonderer Güte, wie es die "Einheitsmusical" in einer Stadt tun, diverse GEMA Nummern für ein und den selben "Musikschrott". Dann bedürfte es der Roadshow- Engagements, mit entsprechenden Exclusivauswertungen, ohne Video, DVD und AV oder 35 mm Kinoi. IMAX gehört dahin, wo das Osloer IMAX an Åkewrbrygge gelandet ist, in den Container. Stefan -
Wesentlicher Hinweis, danke. Paralellität der Rollen prüfen. Stefan
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Nicht nur die. Tristar Columbia war ja auch mal "Warner- Columbia". Oder kennt noch jemand "Columbia- Metronome"? Und alle US Majors zusammen firmierten nach dem Krieg / Ende des Krieges gemeinsam als "MPEA- Amerikanischer Filmverleih". Als Gegenpol zum DFV - Deutschen Filmverleih der NS Endzeit... ... Namen ändern sich. Stefan
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Hallo, die Grundbrennweite des alten Objektives kann stärker streuen, als bei moderneren Systemen, die enger toleriert sind ("Fokus guarantee" = Brennweitengarantie seit 1978). Gleiches gilt auch für die Vorsatzanamorphoten. Eine Toleranz von 5% fällt mit bloßem Auge nicht unbedingt ohne Vergleich auf. Wenn jetzt Anamo und Grundlinse entgegengesetzte Toleranzen hatten... dann sind es jene 10%, die dir jetzt fehlen. Altglas ist Rohstoff. Stefan
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Hallo, theoretisch könnten die Getriebe gegeneinander getauscht werde. Frage aber lieber mal den Theo, denn der hat eine Riesenanzahl U Maschinen in den letzten Monaten umgebaut und restauriert. Und anscheinend waren keine 2 gleichen dabei. Meine Maschinen waren/ sind alle identisch gewesen, U4 mit 4 kW Simens horizontal Lampe und AK Getriebe mit Einflügelblende / beschleunigt. Die Maschine im Foyer ist vert. 2500 und hat Zweiflügelblende und ganz andere Rollen. Laut best- Nrn. und Reparaturanleitung solls gehen. Wenn der Riemen springt, sind die Zähne abgenutzt, einfach mal tauschen, gibts im technischen Normteilehandel für bezahlbares Geld, nicht beim Kinohandel versuchen. Die beuten aus. Stefan
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Der an dieser Art Maschinen verwendete "Wickelmotor" ist eine Sonderkonstruktion des Asynchronmotors, der ein gegenüber der "normalen Baugroß0e" vermindertes Moment entwickelt. Das kann auf zweierlei Arten erfolgen. 1) Der Kurzschlußsteg im Läufer wird mit erhöhtem Widerstand versehen, die Ständerwicklung entspricht dem Serienmotor. 2) Ein Serienmotor wird verwendet, die Wicklung jedoch für z.B. 1/4 - 1/3 des Nennstromes ausgelegt. Der Motor hat dadurch eine weichere Charakteristik, ähnlich wie das Einschalten mit Vorwiderständen oder bei Schleifringläufern mit Widerständen im inneren Kurzschlußkreis der Asynchronmaschine. Der Effekt entspricht der Filzkupplung, Begrenzung des möglichen Motormomentes bei gleichzeitigem Erhalt der Enddrehzahl. Ein Problem ist die hohe Enddrehzahl, kann doch die Aufwickelspule ohne Begrenzung durch den Filmtransport, als bei Filmende bis zur Asynchrondrehzahl des Motors hochlaufen, z.B. bei verwendeter 6 poliger Maschine, 900 Upm., ein derartiger Motor wird gerne an ortsfesten Maschinen angebaut. Um die Baugröße für portable Anlagen zu reduzieren wird hier ein 2 poliger Motor mit 2800 er Asynchrondrehzahl verwendet, der über eine Zahnriemenuntersetzung die Filmspule antreibt, um die Enddrehzahl du begrenzen. Häufig wird ein Widerstand vorgeschaltet, um eine zusätzliche Begrenzung des Filmzuges zu erzielen, z.B. über Wippe mit Überbrückungsschalter. Bei portablen Projektoren wird der Spulen Antrieb aus dem Werk heraus gern vermieden, weil damit die Baugröße des Projektormotors anwachsen würde, was zu Gewichtserhöhung und Baugrößenvergrößerung führen kann. Der seperate Wickelmotor entlastet in dieser Frage den Ing. erheblich. Lediglich die Kinotone FP 23 hatte den Antrieb vom Werk, hier wurde aber auch der normale 127 V Asynchronmotor der FP 30 Maschine benutzt, von Baugröße und Drehzahl (2880) her ausreichend dimensioniert um 3000 m Film plus werk zu bedienen. Doch diese Konstruktion lehnt sich an die Phillips FP 3 an, wo ein fast identischer Motor eingesetzt wurde. Leicht waren beide nicht. All diesen Lösungen sind die Nachteile einer reinen Momentbegrenzung, wie bei der Friktion eigen, d.h. ungleichmäßiger Filmzug über den Wickelradius. Am Anfang zu stark, am Ende eventuell zu schwach. Eine filmschonende Aufwicklung nutzt Tänzerregelung und 4 Quadrantensteuerung des Wickelmotors, ist aber im Gegensatz zum oben beschriebenen Reluktanzmotor keine Fielmann- Lösung. Leider. Stefan
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Genau! Horizontal Shortened Cable = HSC verkürzte Bauform fuer Horizontalbetrieb mit Label.
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Versteh ich nicht, wie das gemeint ist? Bei Datenproblemen, solange die Zeitspur lesbar ist wired weiter wiedergegeben, und es klingt, wie sich der Algerithmus denkt, daß es richtig wäre. GSM Mobil mit gestörter Versorgung zeigt es ganz gut, jene metallischen "Sproing, etc" Geräusche als Resultat einer stabilen Zeitleiter, aber korrumpierter Daten. AC3 klingt genauso, ob da der Frequenzgang erhalten bleibt, vom ursprünglichen Dateninhalt sind ja eh nur noch 20% erhalten? Der Frequenzgang istein Aufnahmeparameter. Der Rest des Systems ist Umwandlung von komprimierten und reduzierten Daten in Linear PCM und Rückwandlung in Analog, oder? Stefan
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Digital ist schlecht...frühere Technik ist überlegen
stefan2 antwortete auf Expert Grouper's Thema in Nostalgie
Ist nicht von der Hand zu weisen. Nach dem verlorenen Krieg war Deutschland ein armes Land, der Reichtum den wir heute kennen, stammt aus den 1980ern, wo der Wiederaufbau beendet (1977) war, und ein großer wirtschaftlicher Fortschritt bei den Massen eintrat. Baumaterial in der ersten Nachkriegszeit, aber auch in der Zeit des Kinobooms (50/63) gab es vorwiegend zur Bekämpfung der Wohnungsnot, für Vergnügungsstätten mußte sehr rationell gearbeitet werden. Das Motto war mehr scheinen, als seien, also die ganze Trickkiste der Tarnung und billigen Vortäuschung wie vermessingtes Eisen etc. Jeder städter kennt sicher schöne und großartige Filmtheater, die auch gutes boten, im Hamburger Savoy z.B. in 20 cm Billigstbeton gegossen. Phillips Maschinen mit Cine Apergon Objektiven und Verstärker von Phillips (mit Kompressor) sowie 20 cm Breitbandlautsprecher mit Hochtonkegel vermochten dann auch beste 70 mm Qualität zu bieten? Ich bezweifele. Vieles ist Mythos und der Erinnerung an etwas neues und besonderes in einer Zeit der vorhandenen Entbehrungen geschuldet. Die meisten anderen Filmtheater dieser Zeit waren dann sogar häufig im Ziegelsplittverfahren aus Trümmern wiedererstandene Einfachstlösungen, deren technische Qualität häufig nicht überzeugend war, auch wenn gelegentlich sehr schöne und perfekte Bezirkskinos entstanden waren, so war dieses nicht die Regel Filmwidergabe hat in den letzten 15 Jahren einen wirklichen Schritt nach vorne gemacht, vergleiche doch einen Technicolor CinemaScope Film aus 1959 selbst mit einem Super 35 CS Film. Ersterer ist "echtes Schrot und Korn" im Bild. Andererseits 1959er Technologie, richtig angewandt, würde auch heute noch überwältigende Ergebnisse bringen. Stefan -
@ filmempire Die Angabe des "letzten Brötchenlehrlings" geht auf gewerkschaftliche Fertigung "IATSE" Verträge zurück. Ein fertiger Film ist keinesfalls das Produkt des Regisseurs, oder etwa einzelner DarstellerInnen, sondern der gesamten Filmcrew, die das Werk dann auch gemeinsam "verabschiedet". Ein "director's cut" macht daher eigentlich wenig Sinn. Für die Vollendung ist der Breötchenboy genauso wichtig, wie der Buchhalter oder Versicherungsagent, ohne Tonconsultant kein Ton, ohne Focus Puller keine Schärfe. Daher verdienen auch alle, gleichberechtigt genannt zu werden, das ist nur fair. Stefan
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Und der USL ist gedacht, als Analogtonteil zum dts XD 10, da direkt auf der Digitalebene verbindbar. Aber was solls, da werden gerne 13500 für CP 650 (plus Reader!) bezahlt, wos XD 10 mit einem der besten Analogtonproz. derzeit viel billiger gibt. Und ein Smart Mod 8 mit DA 20 dürfte die Hälfte kosten(1650 + 3500), bringt aber gleich Surround ES ohne Extrakosten mit. Markenqualität hat halt ihren Preis. (Ich fahre ja deshalb so gerne VW.) Stefan
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Meinst du jene Schalter, die wie Schalter eines alten Küchenherdes aussahen? St
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Hi. Eigentlich wollt ich mich heraushalten, aber 1) Zitat cinerama:Wie gesagt: Manager haben selten Gespür für Filmgeschichte, Qualität und Technik, aber sie betrachten es als KRIEGSERKLÄRUNG, wenn ihre multiplexalen Anschaffungen infrage gestellt werden. Managerberufe in den USA: Broil Manager, Soda Manager und Cash Manager. Ersterer kann nur Hamburger- Fleischscheiben braten, zweiter nur Limonade ausschenken und Sirup nachfüllen, Dritter nur Geld annehmen. Woher sollen also Manager ihr Wissen nehmen, Manager ist jemand, der eine einzelne Tätigkeit beherrscht (nach Anlernen), in keinem Fallen ist der Manager als Führungskraft eingesetzt. Zum digitalton: Mein Versuch, mir den Opernfilm Evita anzusehen endetete im Kaos. 1) SDDS, regelmäßige Ausfälle und Rückfall auf Backup Format. 2) SRD, nicht nur "doppelter Dreck", wies offiziell genannt ewird, sondern 300 facher Dreck. Töne wie bei schlechter GSM Mobilverbindung "Sproing Klang Bong2 aber wenns ging, dann gegenüber 1) ohne räumliche Wirkung, ohne Tiefenstaffelung , ohne Subbaß und nur gräßlich laut. Würde SDDS gehen, wars zumindest erträglich. Leider hat dieser Film nur Digitale Auf dem Film Spuren, kein dts. 3) Analog, vom AC 3 Master gefaltete und mit Über Schwellen Kompression aufgezeichnete Backupspur. Nicht schön, aber besser, als 2). Diese Kopie (ansonsten in Bestzustand, Verleihereigen) zeigt den Anspruch der Filmwirtschaft, gegen die Heimtechnologie zu bestehen. Man will untergehen, nicht einaml mit wehenden Fahnen. Um so wichtiger wird tatsächlich ein Paralellstart von Kino und DVD/ Pay per View, resp. ein Vorstart der Heimmedien. Damit Filme auch in guter Qualität gesehen- und gehört werden können. Zwar nicht in der Roadshow Qualität einer "My Fair Lady" oder einer "West Side Story", aber immerhin frei von jenen Trash- Sympthomen moder plexaler Kultur. Ins Kino kann dannimmer noch der/ die jenige gehen, die sich ein "Home Cinema System" nicht leisten können. Kino, das sich noch ernst nimmt, würde, statt über digitale Projektionsalternativen ernsthaft darüber nachdenken, darüber nachdenken, wie Erlebnisqualität einen gelungenen Abend sicherstellt, eventuell reicht der Blick zurück ins Jahr 1959. Ich bin mittlerweile zum häufigen Gast der Charlottenburger und Lindenoper, des Konzerthauses, der Philharmonie und des Hauses des Rundfunks geworden. Dort bekomme ich für mein Geld erstklassige, niveauvolle und von Pleiten und Pannen freie Unterhaltung. Zu nicht einmal sehr viel mehr Geld (+3dB), als im Plex. Grüße: Stefan
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Hallo filmempire: Laut EL 4000 Verkaufsbrochur sinds mit Brenkert Lampe 810 kg Totgewicht. Stefan
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Hi, bei den Friktionsriemen gibt es auch unterschiedliche Versionen, frühere waren aus mit gummiartiger Mase beschichteten Sisalfäden, die späteren aus PUR Kunststoff, der alterungsbedingt versprödet. Das Problem ist eigentlich eher, die kleinen Kugeln wieder in die Mitnehmerkupplung hineinzubekommen. Das kann ganz schön nervig werden. Erfolgreicher war ich, indem ich die Mitnehmerbahn mit Fett eingestrichen habe, die Kugeln hineingedrückt habe. Die Sache konnte dann einfach wieder in die Außenschale hineingesetzt werden. Nach erfolgter Montage muß das Fett mit Testbenzin wieder herausgewaschen werden, und die Sache mit dünnem Oel geschmiert werden. Trotzdem, es bleibt eine blöde Arbeit. Noch mal zu den Typen des P5. Die frühere Version hat zwei Motoren, einen Direktantrieb über Welle zum Schaltwerk/ Blendenwelle und einen Kühllüfter. Der Antrieb der Vor / Nachwickelrolle erfolgt über Kettenantrieb. Meist ist hier der Sisalriemen in den Friktionsarmen. Diese Version ist bei gelentlicher Pflege nahezu unverwüstlich. Die Lampe wird bei diesem Typ über einen Vorschaltetrafo betrieben, der je nach Ausführung für 500/750 oder 1 kW geliefert wurde. Dieser Projektor ist Asbestfrei. Die spätere Version hat nur einen Motor, der über Zahnriemen aus PUR die Werkkomponenten antreibt. Die Sache läuft theoretisch leiser, aber der Kunststoff altert, und die Riemen bröseln. Obwohl nicht teuer in der Herstellung, wissen diejenigen, die welche machen ließen, um den Bedarf und ihr Monopol, und verlangen halt unchristliche Preise, denn, wers braucht, muß es kaufen, da eine Sonderanfertigung nicht lohnt, bzw. min 100 Stück bedingt. Dieser spätere P5 ist die häufiger anzutreffende Version. Es gibt ihn nicht nur mit P28S Mittelspannungslampe, die wie beim S 2000 über Vorwiderstand (Asbesttype!) betrieben wurde, mit entsprechenden Verlusten. (Der Vorschalttrafo wurde Aufpreisartikel.) Die letzten Serien hatten dann Trafo und 250 Watt Halogen Zweistift oder sogar ELC Kaltlichtspiegellampe, die mit spezieller Halterung in dem Original Lampenhalter saß. Der Trafo war dort eingesetzt, wo bei der Frühversion der Lüftermotor saß. Alle Typen habe ich selbst schon in Händen gehabt. Stefan
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Die 50/60 Hz Netzversionen sind für Filmwidergabe nicht brauchbar, da Schwebung zwischen Flimmerfrequenz 40 ... 50 Hz und Netzfrequenz 50/60 Hz auftritt. Zudem ist die Lampenlebensdauer mit Sinusstrom geringer, als mit 400 Hz Rechteck, was zudem das Verhalten einer Dauerstrich Lichtquelle annähert. Hierbei wird mit Konstantleistungsnetzgerät und Überlagerungszündgerät gearbeitet. Durch die höhere Zündspannung (>20 kV) sind diese Lichtquellen heißzündefähig. Stefan
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Ton ist der Schlüssel zum Filmerlebnis, Stummfilm eine andere Kunstform, nicht des heutigen Kinos. "If you take the picture away, what do you get? --- RADIO, a very succesful medium. If you take the sound away, there's nothing left." Bild muß da sein, hell, kontrastreich und scharf, ohne Bildschwankungen, klar. Doch der Mensch ist zu 90% tongesteuert, Unser Sehvermögen vermag nur einen sehr kleinen Raumwinkel aufzunehmen, unser Ohr fast eine Kugel. Unser Auge hat einen Frequenzumfang von weniger als 2 Oktaven, unser Ohr vermag 10 Oktaven aufzulösen. Unsere Ohren können bis zu 110 dB Dynamik verkraften, weit mehr, als es unsere Augen vermögen. Ein Dachziegel, der sich löst muß zuerst gehört werden, wenn wir ihn sehen, steckt er bereits im Kopf. Die gesamte Orientierung geht über das Gehör und den dort integrierten Gleichgewichtssinn, sdie Augen, unterentwickelt und schlecht ausgebildet sind nur als ERgänzung gedacht. Für micht lebt eben der Film durch den Ton, und hier werden auch derartig viele Sünden, die das Gesamterlebnis zerstören, begangen. Dolby ist die schlimmste von allen. Stefan
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Hängt vom Justagezustand ab, jedoch ist die Effektivität in lm/W einer Metalldampflampe um einiges höher, als einer Xenonlampe, die i.W. ein IR Kontinuumsstrahler ist. Metalldampf erzeugt Linienspektren im sichtbaren Bereich. Stefan
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70 mm Projektion in Filmtheater in Deutschland
stefan2 antwortete auf filmempire's Thema in Nostalgie
Ich glaube nicht an ein Revival. Der letzte Film, den ich am Wochenende gesehen hatte war Ron Fricke's Baraka, ein Meisterwerk. In 70 mm, 6 Kanal SR Magnetton, 150 cd/m2 mit Isco 70mm 8 perf Optiken und Dolbyfreie Tonwiedergabe, überzeugten voll und ganz, einen besseren Werbefeldzug für klassische Entertainmenttechnologie des Jahres 1959 im Gegensatz zur Dijektion 2004 kann es kaum geben. (Mein Erlebnis war im privaten Rahmen eines Wohnzimmerkinos in HPS 4000 Technologie...) Vielleicht gelingt es mir ja, zum 50 jährigen Jubiläum im November 2005 diese Werbevorstellung durchzuführen? Die kommerzielle Machbarkeit ist heute nicht mehr gegeben. Ron Fricke hat für sewine Kopie (6 kleine Akte) 70.000 $ bezahlen müssen, allen anderen Kopien sind mittlerweile vernichtet in Filmabspielstätten, d.h. nicht mehr spielbar. In 2004 sind es mittlerweile mehr als 400 Filme, die in den Kinos anlaufen, 25% mehr als noch vor 2 Jahren. In einer nur noch auf das ERSTE Wochenende ausgerichteten Abspielkultur können die um den Faktor 1500 höheren Kopienpreise gegenüber Standard 35 mm Cyan-Lichttonspur nie aufgebracht werden. Und in Deutschland glaubt wohl keiner mehr an Vorführpersonal, welches schonendst 1200 Vorstellungen aus einer Kopie herausbekommt, und diese dann an den Nachspieler in gutem Zustand weiterzureichen vermag. Der thread lautete doch, wie viele Anlagen noch spielbereit sind, und 6 Kanal A/SR Magnet zu spielen vermögen? Ohne Dolby MPU, bitte, sonst ists vom Ansatz her schon sinnlos, aber bitte auch keine Phillips, Klangfilm, o.ä. Anlagen der 60 er Jahre. Dann wirds dünn. Erlebnisqualität in 70 mm bedingt 2 Projektoren mit den größten Lampen, moderne Optiken hoher Auflösungs- und Kontrastleistung und moderne Tonverstärker aus Australien, und Kopien. Wenn jemand ein günstigeres Kopierwerk hat, dann bitte Nachricht. Die Firma in LA kennt ihre Position nur zu gut, und berechnet entsprechend. Noch was zu den 10 Containern mit Film. Großkinos hatten einen Aufzug, mit dem die Kopien hochgebracht wurden, und die Filme liefen gern monatelang. Das war nicht das Problem. Stefan -
Vom Prinzip her gehts, hatte eine Microcine mit der 16 mm 400 W Lampe. Hell wie etwa 1600 Watt Xenon, aber von der Lichtfarbe bestenfalls für Außenkino im Rathausinnenhof geeignet. Das Speiseteil war leicht, da Schaltnetzteiltechnologie, aber das bieten Xenonlampennetzteile heute auch. Stefan
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Mal wieder was neues von Kieft/Greater Union
stefan2 antwortete auf HAPAHE's Thema in Allgemeines Board
"We sell theatre tickets - not movies." Marcus Loew, US- Amerikanischer Kinomogul der 20 er Jahre. ---> Auf den Film haben wir keinen Einfluss, wohl aber, wie er beim Publikum wirkt, so etwa die Übersetzung. Darüber läßt sich lange diskutieren. In dieser Tradition sehe ich Kino in D schon lange nicht mehr. Übrigens untersagen die Verleihbedingungen das Vorführen von Filmen mit Pause auch heute noch, sofern nicht durch die Filmschaffenden intentionell eine Pause vorgesehen ist. (Gilt auch für HDR etc!) Basierend auf dem Reichslichtspielgesetz von 1936 sind unsere heutigen Verleihbedingungen relativ unverändert geblieben. Das "pausenlose Vorführen" sollte damals gerade jene Praxis einiger Kleinstadtbetreiber nur 1 Maschine zu installieren, entgegengewirkt werden. Aber es ist nicht meine Aufgabe, darüber zu richten, das muß das Publikum vornehmen. Stefan -
Es ist dieses aber nicht nur Fall der Politik, sondern auch der Geschäftsführung und Programmgestaltung des Betreibervereines zuzuschreiben. Die vom Senat zugedachten Gelder haben in keinem Jahr ausgereicht, den Betrieb kostendeckend zu führen, seit Bestehen wurde der Etat um fast 50% überschritten. Dass es da irgendwann an der Zeit ist, den Stecker zu ziehen, ist klar. Wie ich es verstanden habe, ist der Berliner Senat jedoch daran interessiert, daß das Kino nicht untergeht, sondern ein neuer Betreiber(-verein), der eventuell besser und publikumswirksamer Programm zu machen versteht, mit den zugedachten Fördergeldern weiter zu versorgen, allerdings ohne irgendwelche "Haushaltsüberziehungen". Ehrliche Frage, die sich die Betreiber stellen müssen: Da wird das Haus KOSTENLOS, d.h. ohne Miete und Betriebskosten zur Verfügung gestellt, und es gelingt nicht einmal, den operativen Betrieb KOSTENDECKEND zu betreiben? Da muß etwas falsch sein. Demnach bedeutet das Ende des jetzigen Betreibervereines nicht unbedingt das Ende des Babylons, was durchaus auch ohne "radikale Kommerzialisierung" funktionieren kann. Babylon hat Potential - das es zu nutzen gilt! Glücklicherweise steht die Inneneinrichtung samt Orgel und Technik unter Vorbehalt, ein neuer Betreiber wird also nicht "bei Null anfangen müssen". Stefan
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Der Trailer heißt "Pyramid". Es gibt ihn in 2 Versionen Flat und Scope (3D, but without glasses), soll nen Witz sein. Es gibt tatsächlich 2 Versionen: 0 dBFS und -10 dBFS, für jene, deren Soundsysteme, besonders im Subbassbereich 0dBFS nicht aushalten. 2004 ist übrigens bis Oktober das erfolgreichste Jahr für SDDS Tonspuren, trotz der Schließung der Sony Cinema Products Company in 2002 wurden noch nie derartig viele Filme in SDDS herausgebracht, wie bis Oktober 2004. Sogar Policy Spots wie "No smoking" und "Visit our gift shop" wurden, wie fast alle Trailer, in SDDS herausgebracht. Auch in den nordischen Nachbarländern hat fast jeder Film SDDS und DTS. Ich glaube, das sagt einiges über die Qualitätsansprüche im deutschen Kino, wo das unterste gerade gut genug zu seien scheint. Grüße: Stefan