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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. cinerama

    SPECTRE Premiere(n)

    Zum Sony-Text: Manche Werbeprosa feiert schon skurrille Sinkflüge - aufgeblähte Paraphrasen zur Leistungsfähigkeit eines Pojektionssystems, wo dessen Vorzüge beim diesem Filmtitel gar nicht zum Tragen kommen! Fotografisch und technisch weist diese Erfolgsproduktion so gut wie keine Substanz auf, um auf grossen Bildwänden oder avancierten Projektionssystemen zu triumphieren. Damit ungestörte Rendite verbuchbar bleibt, hat der Verleih nun ein 3-wöchiges "Freikarten-Verbot" für das bedeutende Kunstwerk SPECTRE verhängt. Dagegen sind die MISSIONS IMPOSSIBLE des Produzenten Cruise sensible, stilsichere Klassker.
  2. 26.05 x 19.02 m mass die vorherige IMAX-Bildwand des Hauses wohl und war doch etwas kleiner als die allererste Bildwand fuer IMAX, als die Spielstaette 2000 eroeffnete. M.W. wurden sämtliche Bildwaende dort gerollt mit einem Kran durch eine Aussparung an der Frontseite des Saals vom Hof des Sony-Centers eingelassen. Vor Ort beschichtet wurde aber die 32-Meter breite Bildwand in Melbourne 2013.
  3. Wenn es erlaubt ist, ausser den obigen Hinweisen/Ankuendigungen/Reviews noch eine andere Stätte mit 70mm reportieren zu dürfen, schreibe ich jetzt etwas zu Varnsdorf. Das Kino "Centrum Panorama" lud Anfang Oktober verschiedene Akteure der tschechischen Kinobranche (Betreiber, Vorführer, Theaterleiterinnen, Techiker, Buchhalter/innen) zur Gala-Veranstaltung mit Band, Film und Ausstellung ein. Die Ausstellung demonstrierte die hauseigene Sammlung von Bildwerfern aller Nationalitäten und vielfältiger Formate, aber auch Schnitt- und Fernsehtechnik. Eingeweiht wurde im Partybereich gen Abend der Neuzugang der Erneman Imperator-Maschine, aufgebaut und vorgeführt vom Betreiber selbst. Weitere Bilder zeigen das Dach diese "Zeltkino"-Baus, einen Drink, den ich genass, aber auch die offene Platte mit Verzehr auf standesgemässen Tellern. Das meint: "Filmelleranlagen und ihre letzendlich brauchbare Bestimung" [ironie-Modus Ende]. Sprach mit einigen Gästen aus Deutschland (dankeschön für diesen Besuch) und Tschechien über die Gegenwart des anlogen Films. Tschechien ist dieser Welt durchaus sehr zugeneigt, was mich immer wieder erstaunt. In der Unterhaltung mit Pavel T. und seinen Kollegen aus dem Kino "Mir" in Krnov mit jährlichem 70mm-Filmfestival wurde die Bedeutung des authentischen Magnettons der alten Kopien hervorgehoben, was sich ja in einigen Fällen qualitativ auch bestätigen lässt. Eingeladen war auch der tschechische Verband für Cinematografie, der für das Haus gewonnen werden sollte. Der gezeigte Film war eine 65mm "Panavision Super 70"-Produktion in fantastischen Farben: FAR AND AWAY von 1992 unter der Regie von Ron Howard mit dem damaligen Liebespaar Tom Cruise und Nicole Kidman. Im Anschluss liefen noch Kurzfilm aus der 65mm-Produktion, die teils mehr Interesse als der Hauptfilm evozierten. Zum Zeitpunkt der Aufnahme erfolgte die Projektion auf der derzeit grössten gebogenen Todd-AO-Bildwand Europas, währen aktuell einige Häuser m.W. auf Todd-AO nachrüsten. Die Fortsetzung der dortigen 70mm-Festivals ist beschlossene Sache, sodass für Anfang Mai 2016 eingeladen wird. Ob ein Thema wie "Die Filme in Ultra Panavision" für 2016 attraktiv genug ist, steht noch in Diskussion. Der Kinobau hat wirklich grandiose Optionen, und einige, eventuell sinnvolle Modernisierungen tun diesem Eindruck keinen Abbruch.
  4. cinerama

    Vermisst: René Rossi

    Dieser Beitrag ist nicht konstruktiv.
  5. Denke eher nicht, dass die Cinerama Corp. auf Ultra Panavision umstieg, um abrupt ihr 3-Streifen-Verfahren zu beenden oder weil das Aspect Ratio der ueber die Lange gemessenen Cinerama-Bildwand bei 2.68: 1 sich fuer Ultra Panavision mit 2.5 - 2.76: 1 eignen wuerde. Ultra Panavision-Produktionen waren einfach da und versprachen hohe Margen auch in Spielstaetten der Cinerama Corp. Um 1961 jedenfalls und Bezug nehmend auf MUTINY ON THE BOUNTY wurde bspw. im MGM-Theater Berlin die leicht gebogene Bildwand gegen eine Flachbildwand ausgetauscht. 2 Jahre zuvor spielte DELPHI Berlin im A.R. 2.5: 1 auf etwa 70 Grad gekruemmter Todd-AO-Bildwand. Nach Berichten eines Forumskollegen zeigte das COLLOSSEUM in Oslo BEN HUR um 1961 in 70mm und anamorphotisch auf der kompletten Cinerama-Bildwand von 146 Grad. Verwunderlich. QLetzteres sah ich in den 90er Jahren auf neueren Optiken im Pictureville in Bradford, vermute aber in dieser PRAXIS Probleme in den 1960er Jahren. Auf den Berliner 3-Streifen Cinerama-Leinwaenden mit der 146-Grad-Kruemmung und dem A.R. von ca. 2.68: 1 lief nie ein 70mm-Film auf voller Leinwandbreite, sondern in deutlich schmalerem A.R. Und das ist nur logisch und auch richtig. Der erste und lautstark beworbene 1-Linsen-Cinerama-Film, EINE TOTAL... VERRUECKTE WELT, lief hier ebenfalls auf der 3-Streifen-Cinerama-Bildwand auf schmalerer Breite. Wenn der rectified print im letztspielenden Kino Anfang Oktober diesen Jahres flankenverzerrt wirkte, haette ich angenommen, dass die Bildwandkruemmung keine 120 Grad beträgt. Oder die fuer den Betrieb sphaerischer 70mm-Kopien optimale und flankenvorverzerrende Optik ausnahmsweise fuer rectified prints nicht so gut geeignet ist.
  6. Heute wieder ab 22.00 Uhr das INDIANA JONES.Doppelprogramm (RAIDERS + TEMPLE OF DOOM )- Engl. O.V., 35mm, Scope-Projektion auf unsere Deep Curved Screen mit Dolby Stereo Sound. Filmrauschpalast in der Kulturfabrik, Lehrter Str. 35, 10557 Berlin - Nähe Hauptbahnhof.
  7. Danke fuer die rege Beteiligung! So wird die Forschung breiter aufgestellt. Auf produktive Beiträge darf man gespannt sein. Hat jemand besagte Filme gesehen und eine Meinung hierzu?
  8. War nicht dabei.Aber Gradationsänderungen beispielsweise führen zum Anstieg des Körnigkeitseindrucks. Bei einem deutschen Hersteller des Scannens war über Jahre gradationsmässig und in der Kornbildung viel zu beklagen. Bei Universal ist mir bei der Klassiker-Bearbeitung so gut wie nichts Negatives aufgefallen. In der Regel sollten heute keine dramatischen Veränderungen der Bildtextur mehr zu verzeichnen sein.Bei SCHWARZE TULPE kann man mutmassen: vielleicht wurde die falsche Materialtype eingegeben - oder das Negativ ist heute so dünn und ausgeblichen, dass die Kornhervorhebung daher rührt. Das Negativ wurde den Angaben nach mit einer Auflösung von 8K via Spirit Data Cine transferiert.Wenn andere sich einmal diesen Film auf ihren Anlagen ansähen und Eindrücke schilderten, fände ich das interessant, ob der Look gefällt oder nicht.
  9. Auf Video (sog. Blu ray Discs): DIE SCHWARZE TULPE, gescanntes Originalnegativ, folglich verstärktes Korn und ein neuer, wenig zeitgetreuer Farblook - wenngleich besser als die im Super Panorama-Prozess seinerzeit stets missglückten 35mm-Reduktionskopien. SPARTACUS, alte Fassung und alte Bonusmaterialien versehentlich ausgeliefert, aber in Verpackung der neuesten Restaurierung. Panne deutschlandweit. Die US-Version richtig bestückt: scharfer Transfer, missglücktes Farbgleichgewicht. Partielle Erfolge, partielle Desaster.
  10. Angeblich 21 Spielstaetten mittlerweile, auf Dome Screens in 2D, auf Flat Screens in 3D. # Neuerlich Symptome einer heutzutage nicht mehr konsistenten Negativentwicklung: bisweilen Bildunruhe und Flackern. Maschinen laufen nicht mehr kontinuierlich.
  11. Sehr schoene Erforschung, @Ultra Panavision, in früheren Posts zu diesem Bild gelangte ich zum gleichen Ergebnis. Wie erwaehnt sind Ultra Panavision- Kompensationskopien bestens fuer tief gekruemmte 70mm Cinerama-Kinos geeignet. Wenn dann vernünftige Optiken eingesetzt werden, erübrigen sich die Irritationen auf den vorherigen Seiten. Ist die Karlsruhe-Nachbesprechung damit erledigt oder folgen noch Fragen? Ich wuerde gern ein neues Thema aufmachen...
  12. Seit Jahrzehnten laueft natuerlich 35mm-Film im BABYLON. Chris: Es stimmt aber auch, dass man seit mindestens vier Jahren davon wegkommen moechte. Und fuer reputierte, aber auch hochsubventionierte Festivals Heimkino-Medien einsetzte anstelle leicht verfügbarer Theaterkopien. Propaganda betreffend: mir erscheint die FAU sympathisch, bin aber kein Mitglied dort. Und an der Auseinandersetzung nicht beteiligt. Dass dort Betriebsfrieden herstellbar ist, glaubt wohl keiner. Schuld hat am wenigsten die Belegschaft. Auch eine andere wuerde m.E. wieder in eine fast gleiche Fehde hineingezogen. Schoen, wenn sich Kultursenat, BKM und Hauptstadtkulturfond im Rahmen ihrer Moeglichkeiten der Sache annaehmen.
  13. cinerama

    Vermisst: René Rossi

    evtl. kennen Forumskollegen aus dem Raum Fft. Main/Schaumainkai ihn und bestenfalls auch seine Anschrift. Dann kaeme auch gesichert eine Vermisstenanzeige ingang.
  14. Dann waere es der rectified print, wie schon immer vermutet und deine Beschreibung stimmt! Eine durchgehend gleichmaessige gepresste Kopie (analog zum Negativ) hatte zumindest ich noch nicht in der Hand. Bitte gerne den Scan nachreichen!
  15. GROESSTE GESCHICHTE - Kontaktkopie? Quod erat demonstrandum? Das waere dann eine andere Kopie als die uns vorliegende, hier ein rectified print. Angelaufen war in Berlin im ROYAL PALAST 1965 aber die entzerrte Kopie in 2.2: 1. Der Scan eines frames wuerde Gewissheit verschaffen. Ausdrücklichen Dank dafuer!
  16. Sorry, aber Alkohol oder Haschisch sind unkontrollierbar überall im Gebrauch und geben dem Arbeitgeber keine Rechtfertigung an die Hand fuer das Brechen von Tarifen, Betriebsverfassungsrecht,Wahrheitsliebe, Vertragstexten und ggf. Lohnzusagen. Relevanter erscheinen mir z.B. Fragen zur Filmbeschaedigung. Hier liegt Unfaehigkeit in der Organisation und Ethik vor, die lange vor eventuellen Mitarbeiter-Versagen das Wesen von Herrn G. determinierten. Mehrmaliges Repetieren von "Ich bin der Boss" lassen spätestens hier auf eine Krankheit schließen.
  17. Dort war vor 9 Tagen nach allen lesbaren Schilderungen definitiv die falsche Optik im Einsatz. Erklaerung: "Gestauchte" Bildraender, wie hier berichtet, zu sehen auf 120-Grad gekruemmten 70mm Cinerama-Bildwaenden, gibt es bei Einsatz von rectified prints (Kompensationskopien) nicht. 146 Grad kam m.W. zum Glueck nie zur Anwendung (es sei denn, zeitweise in Bradford). Unter diesem massiven Bildbeschnitt auf 146 Grad leiden dann aber die normalen, sphaerischen Kopien genau so wie rectified prints. Die Aufwaertsprojektion (Steilprojektion) in besagtem Kino Karlsruhe hat allerdings Auswirkungen - wie von Stefan2 im Nebenthread angeführt. Trotzdem muss ich Dir zustimmen: die Vorfuehrung der durchgehend im Faktor 1.25x gepressten MEUTEREI AUF DER BOUNTY vor Jahren dort, vorgefuehrt mit altem Ultra Panavision-anamorphot plus moderner Grundoptik, fand auch ich erstaunlich gut. Bis auf die fehlenden etwa 12 Minuten Filmmaterial...
  18. Die Streikmittel der FAU erscheinen mir sehr probat. Auch Hauptstadtkulturfond, BKM, Murnau-Stiftung, FIAF und VdF sollten diesen Herrn GF "bestreiken". Den früheren Vorsitzenden des Hauptstadtkulturfonds, Hans Helmut P., hatte ich wegen fingierter Bewertungsmasstaebe bei den Projektantraegen des Babylon bereits mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde überzogen. Fazit: Berliner Sumpf, in dem sich einige Filmemacher und Filmwissenschaftler und Publizisten selbst besudelt haben.
  19. Das Todd-AO Bugeye (133° Bildwinkel, davon 128° nutzbar auf Film) war so berechnet, daß seine Verzeichnungen bei Projektion auf einer 120° Bildwand weitgehend kompensiert wurden. So ist es als gutmeinende Absichtserklärung nachlesbar. Und bleibt wieder einmal zweifelhaft. Schauen wir heute auf eine Flachbildwiedergabe (oder auf den Filmclip) von Bugeye-Szenen aus AROUND THE WOLRD IN 80 DAYS, zeigt sich ausser der Tonnenverzerrung auch eine zunehmend Bildpressung an den Flanken. Projiziert auf tief gebogener Bildwand gibt es durch die Flankendehnung auf der Bildwand eine leichte Gegenkorrektur der (von Manchen als störend empfundenen) seitlichen Pressung. Aber: die krummen Linien der "Tonnen" bleiben erhalten. Trotz dieser Abstriche ein m.E. genial erdachtes Verfahren. Davon, auch von Curved Screen und vom Dauereinsatz der Bug Eye Lens später schrittweise abgewichen zu sein, schwächte den "Showeffekt" des Todd-AO-Verfahrens. Historischer Höhepunkt: die Flat-70mm-Projektion des Films INTERSTELLAR im berliner ZOO PALAST. In allem das Gegenteil davon, was man mit diesem Verfahren, aber allgemein auch hochauflösenden Medien einmal in die Welt setzten wollte. Die gekrümmte Bildwand behielt man trotzdem bei und versuchte das Verzeichnungsproblem durch die Kompensationskopierung zu lösen. Eigentlich nicht im erwähnten Zusammenhang der Frühzeit (!) von Todd-AO: d.h. Mitte der 50er Jahre. Diese Frühzeit begann mit der Einführung des Verfahrens, gekoppelt an eine Curved Screen plus ein oder zwei Kompensationskopien für ein oder zwei Weltpremierentheater. Also die Ausnahme. Es könnte obenstehend mißverstanden werden, fortan hätte man diese Strategie weiterverfolgt. Es fehlt mir obenstehend im Text der Verweis auf die Beschränkung des Zeitraums. Dort wird dort eine korrigierte Kopie als unausweichlich angesehen, um die ungewollten Verzerrungen, die sich aus Abwärtsprojektion typischer Theater und Krümmung ergaben, zu vermeiden. Bei Betrachtung der Bilder jener Theater: indertat unausweichlich. Aber es bleibt es Experiment und ein Postulat, dass erst ca. 8 Jahre später wieder (für die 70mm-Präsentation auf tief gekrümmten Bildwänden der von der Cinerama Inc./Deutsche Cinerama GmbH betriebenenen Kino) wieder aufgegriffen würden. Diese Korrekturen wurden über eine optische Kopiermaschine durch "Projektion" auf den Kopierfilm erzielt, und mußte für jedes Kino nach örtlichen Verhältnissen anders gemacht werden. Angedacht waren wohl mehrere Varianten zur Einführung von Todd-AO, d.h. zumindest zwei für die Steilprojektion. Ich kenne bisher nur eine realisierte Version/Kompensationstype. Es ist aber kopierwerkstypisch, auf Anfrage reputierter Grosskinos Sonderkopien aller möglichen Abstungen herzustellen! Aber selbst hier scheint es bei einer Variante und nur einem Film geblieben zu sein. Bei 70mm Cinerama kann ich mir auch schlecht vorstellen, daß man hier große Mengen an verzerrten Kopien überhaupt hergestellt hat. Ich auch nicht: denn, auf die 8 Jahre später anberechende Zeit zu sprechen kommend: im Berliner ROYAL PALAST im Europacenter, betrieben von der Cinerama Inc. und der bis dato grössten Bildwand überhaupt, kam nur KHARTOUM als Kompensationskopie (hier: rectified print mit Entzerrung zur Bildmitte) zum Einsatz. Bei HALLELUJAH TRAIL kann sich keiner daran erinnern (aber die uns vorliegende dt. Kopie ist eine rectified print), der Eröffnungsfilm THE GREATEST STORY EVER TOLD lief als sphärische, also entzerrte Ultra Panavision-Kopie mit der A.R. 2,2 : 1. Passt die Entzerrung oder Stauchung nicht zur Neigung, dann sind die erzielten Bildverzerrungen sogar noch schlimmer, als ohne. Würde ich gerne ausprobieren. ROYAL PALAST Frankfurt hätte dann solche Probleme bei Kompensationskopien (rectified print) offeriert, nach der Darstellung aber auch SCHAUBURG Karlsruhe (mit seiner Aufwärtsprojektion). Dagegen waren m.E. GRINDEL in Hamburg, mit Sicherheit aber EUROPA PALAST in Essen und ROYAL PALAST Berlin neu errichtete Roadshowkinos, in denen die Projektion im 90 Grad-Winkel zur Bildwand verlief: strenge Einhaltung der optischen Achse, Die kompensierten Todd-AO-Kopien hat es wohl nur bei OKLAHOMA! gegeben, und auch dort nur wenige Exemplare in nicht optimaler Qualität Auch für AROUND THE WORLD IN 80 DAYS soll es eine Kompensationskopie gegeben. Einen Clip gesehen, über dessen Herkunft nicht viel zu erfahren ist [bild-Anlage] Extrem schlecht finde ich die Kompensationskopie von OKLAHOMA! nicht: etwas weich, aber überragend besser als eine 35mm-Projektion. Der Clip wird demnächst noch einmal gescannt, und dann kann man vergleichen mit einem anderen Positiv von OKLAHOMA!, das unverzerrt als Direktkopie vorliegt. Ich bin kein Freund dieser Kopiertricks, zugegeben 70 mm Negativ hat bei gleicher Auflösung des Negativmaterials mehr Reserven, als 35mm Film. Wenn diese aber durch Kopierprozesse zum Teil vernichtet werden, dann beginnt die Sache kritisch zu werden, weil der Vorteil des Breitfilms nicht mehr sichtbar ist. So schlecht fand ich es gar nicht. Aber im direkten A/B-Vergleich wird man etwas gesehen und kritisiert haben. Die Reprooptiken in Kopierwerken und Entzerrungen waren immer ein Problem. Zuletzt die Suche nach geeigneten Optiken im Super 35-Prozess, die vom spährischen Negativ ein anamorphotisches Interpositiv kreieren sollten. Alle Entzerrungoptiken etwa für "Flat"-version anamorphotisch gedrehter Film waren unbefriedigen: in 16mm wie 35mm. Bis hinein in die 1980er Jahre, wo noch immer Uralt-Entzerrungsoptiken auf den Oxberry-Maschinen eingesetzt wurden. Hier ist aber sorgfältig abzuwägen - und das ist sehr ausschlaggebened: Während die Reduktionskopien nie zufriedenstellten, gibt es diese Abstriche bei den Direkt-Blow ups nämlich nicht. Als Beispiel, so weiss man es aus den Kopierwerksüberlieferungen auch in Berliner FIrmen, hatten die Rank Laboratories in London Mitte der 60er Jahre ihre Blow Ups mit einfachen Möller-Projektionsanamorphoten bewerkstelligt. Und wohl einer Grundoptik mit einer Brennweite fast unendlicher, jedenfalls erheblicher Länge: Herausragende Resultate. Herausragend ist auch die Güte der entzerrten 70mm-Kopien von FALL OF THE ROMAN EMPIRE und BATTLE OF THE BULGE in 2,2 : 1 flat. Beide habe ich mehrmals gesehen. Herausragend ist auch die rectified version von KHARTOUM auf 70mm. In diesen Fällen aber fallen im Faktor 1,25x kaum relevante Einbussen an. Anders offenbar die Kompensationskopie von OKLAHOMA! in 1956: ein Grund für die Qualitätseinbuße ist die gleich doppelte Verzerrung: vertikal wie horizontal!
  20. Denke ich schon: er interessierte sich fuers kleinste Detail und guckte geduldig auch sehr "langweilige" 70mm- Kurzfilme bis ganz zum Schluss. Grenzt ja auch an Wunder, dass noch nie ein Ausfall auf dem kritischen Equipment auftrat. Sehr viel durch brandneue Zutaten aufgemoebelt, bis auf den Projektor selbst, der natürlich ein Oldtimer ist und dauerhaft verbleibt. Eben die "Dollar Prinzess" DP70. Wer weiss: womöglich lebt er (oder sie?) deutlich länger als der/die neuere FP75E?
  21. Besuch von Mr. R.R. und Gattin im Kinomuseum Berlin e.V. - Erkundung von Bildwerferraum und Kinosaal. Seit Jahren war der Zustand der noch offiziell in Betrieb befindlichen Phlips DP70-Projektoren überall zu monieren. R.R. mit seiner Firma http://www.rosbeekcinematech.com/en/ versteht es wie kaum ein anderer Service-Partner, mechanische Filmprojektoren bis zu einem Grad aufzuarbeiten, der an "Neuzustand" denken lässt. Dabei beziehen sich seine Fertigkeiten nicht nur auf Philips-Geräte, sondern auch auf andere Bildwerfer wie Bauer-Maschinen und auf die Vielfalt der Soundtechnologien. Anbei füge ich zwei Fotos und eine Kontaktadresse für die Bedürftigen: ROSBEEK CINEMA TECH. Sir Winston Churchilllaan 309 2287 AA Rijswijk The Netherlands +31 70 319 40 71
  22. Es sind doch die "Flat" Ultra Panavision-prints, die verfahrensbedingt (Bildueberbreite durch Anamorphose) wieder zum Rueckbau auf eher flachere Bildwaende zwangen. Kompensationskopien (rectified prints) fuer Ultra Panavision halte ich fuer grandios. Mit ihrer Hilfe kann eine halbwegs kreisrunde Geometrie von Links ueber Mitte bis Rechts erzielt werden. Die Guete ist vorzüglich in jeder Hinsicht. Leider gab es nur wenige Kopien in diesem Format. Mit KHARTOUM z.B. gelang im Berliner Royal Palast im Europacenter eine sehr manierliche Projektion, während die anderen 70mm-Titel (ausgenommen MUTINY ON THE BOUNTY und BEN HUR) im Flat-format 2,21: 1 herauskamen. Und so führten Letztere auf den stark gebogenen Bildwaenden zu deutlichen Flankendehnungen ("liegendes Ei").
  23. Das koennte aufgrund der Vielzahl der genannten Verfahren ein Mammut-Thread werden! Stichpunkte: Super Cinerama steht fuer die Einfuehrung von Grund auf neu errichteter Zweckbauten fuer das 3-streifige Projektionssystem der Cinerama Inc. Rectified Prints auf 70mm hergestellt fuer 120-Grad-Projektionen auf a. der 120 Grad entsprechenden Teilfläche einer 146-Grad-BW mit vormaliger Funktion nur fuer 3-streifige Cinerama-Bildwand oder b. fuer 120-Grad-Bildwaende der "70mm Cinerama"-Theater. Auch fuer klassische Todd-AO-Bildwaende oder Dimension 150-Bildwaende waeren rectified Prints geeignet, aber Dimension 150-Kinos korrigierten die Geometrie via Objektivvorsatz und waren wie auch konventionelle 70mm-Kinos m.W. kein Vertragspartner fuer Cineramas 70mm-Filmkopien. Fuer Ultra Panavisions extra neu installierte Leinwandrahmen bevorzugte man wie im MGM Theater Berlin eine Flachbildwand oder im Tabor Wien eine minimal gekruemmte BW. Fuer tief gekruemmte Bildwaende sollen keine geeigneten Projektionsoptiken greifbar gewesen sein - was mich wundert. In konventionellen Todd-AO-Kinos wurde bei Ultra Panavision die Hoehenkaschierung etwas zusammengefahren, um auf etwa 2.5: 1 zu gelangen. Rectified Prints von Technirama-Negativen sind mir ausser einer Einzelrolle von CIRCUS WORLD nicht bekannt. Sehr komplizierte Eroerterung!
  24. kompensationskopien
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