Zum Inhalt springen

cinerama

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    10.470
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    80

Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. cinerama

    HELLO DOLLY in 4K

    Beruht diese Version - so meine Frage - auf dem selben Scan, der für die Blu ray Disc als Vorlage diente? Vielen Dank für eine Info.
  2. Angedacht, aber 1977 nicht zuendegebracht: * In DARK KNIGHT schockierte bereits die erste Imax-Szene: der Tresoreinbruch der Jokers. So unscharfes, grünstichiges Fernsehspiel sah man selten. Auf Blu ray später besser ausgegelichten und plötzlich auch szenisch ansprechender. Meinungsäusserung: Ein unzureichend konzipiertes Bild kann einen dramatischen Bogen brachial auseinanderreissen, irritieren und eine unzutreffende Stimmung kommunuzieren. Die katastrophale Beleuchtung in INTERSTELLAR lässt die Intention des Darstellungsrealismus (Trickmodelle usw.) gnadenlos absaufen. Vergebene Liebesmüh, sehr schade- Schärfe (65mm) ist aber auch nicht alles. Überzeugt nicht auch das andere, dringt allenfalls nur die Hälfte der Ideen der Filmemacher zum Publikum vor. Nur die Todd-AO-Produktion der 50er und 60er Jahre - eingettet in einen laufenden, intakten, einträglichen und auf echtem Wettbewerb beruhenden Produktionskreislauf, konnte diesen Anspruch erfüllen. Alle Neuauflagen begannen als Tiger und endeten als Bettvorleger. Ähnliches wie 1955 Todd-AO versuchte der Filmemacher J. Cameron 2009 beim Durchdrücken des 1080p-3D-Systems - was bekanntlich in der Strategie aufging. Wie immer man zu AVTAR in digital (oder auch auf 70mm Imax) stehen mag. Das Vorhaben wurde auf allen Ebenen mit Rigorosität durchgezogen. * INTERSTELLAR läuft noch über die Weihnachtszeit im FLORA IMAX, Pag.
  3. Entschuldigung, also vom mir missverständlich dahergeschrieben. Es geht um die IFB-Retrokopien. Auch um die digitalisierten Fassungen (4K usw.), welche zum Programm gehören. Das finde ich primär interessant. Aber frühere Veranstaltungen dieser Art waren nicht sehr stark besucht. Der Kreis der Hardliner und ernsthaft an Gründen Interessierten ist sehr überschaubar. Das Regelpublikum erwartet eine gute Show, weniger das Vortragen von Kritik, Zweifeln oder das Einfordern von Alternativen. Ist mein bisheriger Eindruck - der hoffentlich revidiert werden kann.
  4. Es wird im Februar Vergleichssichtungen unterschiedlicher TC-Rollen geben. (Was in den früheren kinotechnischen Retros bedauerlicherweise nicht zum Anschlag kam). Ausserdem gibt es ja 700 km auf Distanz eine Gegenretrospektive laut einem Nebentread des Forums, in dem sich Berlin-Gegner betätigen dürfen... ;-)
  5. Ein paar Zeilen zu Prag auf http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuehrtermine-in-und-ausland/page__st__2920#entry244791 (weil ja hier 35mm und digital das Thema ist..)
  6. Flora IMAX in Prag: ein m.E. überdurchschnittlich ausgestattetes Multiplex. Allerdings ist man als Gast oder Ausländer durch die "Andersartigkeit in der Fremde" meist positiv beeindruckt. Ohne Kenntnis der firmellen und lokalen Zusammenhänge neigt man zur Schönfärberei, so auch ich. Aber der Imax-Saal ist bedeutend steiler und höher als das jetzige Berliner Auditorium. Auch hier hatte die Filmkopie keine Roadshow-Güte - betrachtet im Vergleich zu anderen gesehenen Imax-Produktionen. Bei DARK KNIGHT waren die Imax-Inserts noch vom Originalnegativ kopiert, dabei aber komplett falsch lichtbestimmt. INTERSTELLAR ist zwar im Look "konsistent", sieht aber aus wie andere, schwache Dup-Filmkopien zwischen 2000 und 2013, die man aus der Blockbuster-Küche und von Digital Intermediates kennt. Dass hier aufrichtig filmband-interessierte Freunde und Experten nun in diesen Film hineingetrommelt wurden, empfinde ich als Hohn auf die Vorzüge einer photochemischen Aufnahme- und Bearbeitungsstrecke. Hätte am von 35mm Academy Ratio auf IMAX aufgeblasen, es würde kaum einen Unterschied machen. Was in IMAX gedreht worden war, sah nicht danach aus. Das Verfahren, das am besten wirken könnte, sieht jetzt schlimmer aus, als fast alle anderen derzeitigen Aufnahme- und Produktionsprozesse. Fast jede zweite Aufnahme unscharf, alles unterbelichtet, farbverkreuzt und stichig. Zur Mikrofonisierung heutiger Filme: meinen einige, es stumpfe ab. Die Frage: Ist es wirklich ideenreich, normale Dialoge erklingen zu lassen, als spräche gerade Jabba the Hutt (die monströse Kreatur aus "Return of the Jedi"). Auch in O.V. war kaum etwas zu verstehen. Trotz eines guten Saals mit astronomischer Bildgrösse bin ich dann in der Szene mit dem Schwarzen Loch eingeschlafen.
  7. So unwissend ist der Getadelte nun nicht, wie gemutmasst wird (und wenn nun @magentacine mir auch noch vorwerfen möge, ich sei unfair etwa ggü. dem 3D-Chefkurator aus München und, auf Berlin bezogen, plötzlich altersmilde, wundere ich mich über seine Scharfzüngigkeit. Auch in Frankfurt ist doch nicht alles immer makellos. Da macht keiner den Mund auf, und auch nicht in Karlsruhe. Erstaunlich). Es gab lediglich Andeutungen des Benannten (Korrekur: "Kurator" ist die Forscherin B.F.), die vor einem Publikum, das sich mehrheitlich noch anderen Themen widmen muss, eine ungefähre Vorstellung und Differenzierung anbot, wonach man - ich bemühe mal ein eigenes oder hypothetisches, Beispiel - eine TC-Kopie von VERTIGO von 1958 von einer TC-Kopie von 1998 zu unterscheiden habe. Origiinalkopie ist nach diesem, meinem Verständnis dann eine Kino-Premieren-Kopie aus der Entstehungszeit des Films.
  8. Danke für den Hinweis auf das richtige Datum - Tippfehler peinlicherweise. Also Sonntag erster Termin BATMAN.
  9. .
  10. Inneralb der Reihe FANTASTIC WORLD von Kinomuseum Berlin: Aufgeführt im Berliner "Filmrauschpalast" in Moabit, Lehrter Strasse 35 - Nähe Hauptbahnhof: BATMAN /USA1989, R: Tim Burton) 35mm, O.V. - zusätzlich am Sa, 30.11.2014 15:00 so wie das Sekquel BATMAN RETURNS (USA 1992, R: Tim Burton) 35 mm, O.V. So, 07.12.2014 15:00 Uhr Fr, 12.12.2014 15:00 Uhr So, 21.12.2014 02:00 Uhr Fr, 26.12.2014 20:00 Uhr So, 28.12.2014 15:00 Uhr Mi, 31.12.2014 20:00 Uhr (Silvester-Abend!) Bildquelle: Warner Bros. Filmverleih
  11. Es sind im Februar nun 30 Filmtitel an der Zahl. Darunter auch einige Digisate - vornehmlich aber 35mm. Das Angebot an Kopien sei sehr reichhaltig gewesen, erwähnte vorgestern Kurator R.R. Jedoch wolle man Beispiele des letzten Prozesses (aus den 90er Jahren) nicht thematisieren. sondern Originalkopien aus der Zeit zeigen.
  12. Morgen, Donnerstag um 12.00 Uhr unser Treffpunkt vor dem Eingang des Cubix-Kinos am Alexanderplatz: es ist noch Platz für 2 weitere Personen für die Fahrt zum IMAX Flora nach Prag: "Interstellar" auf 70mm-Film mit 15 Perfoschritt. Die Vorstellung in Prag beginnt abends um 20.15 Uhr. Unsere Bitte: Sofortige Rückfahrt im Anschluss. Bildquelle: http://www.buildtec.cz/galerie.html
  13. Ab der Mitte dieser Seite entbrennt eine Diskussion darum. Aber Eure kritischen Eindrücke sind berechtigt. http://www.filmvorfu.../page__st__2860 70mm-Kopie und 2K sahen sich vom Color Timing her verblüffend ähnlich. Das ist eigentlich für eine Analogbearbeitung der 70mm-Strecke auszuschliessen: die anders, ungleichmässiger, aber dennoch schärfer aussehen sollte. Von "2001" haben wir eine 70mm-Kopie, dreimal schärfer als "Interstellar" von der Tiefenschärfe gar nicht zu reden. Leider hat die Fotografie von "Interstellar" einen anderen Charakter als in "2001" oder bei Kubrick. Es gibt allenfalls thematische Anspielungen, aber kein einziges Bild, das aus rein fotografisch-handwerklicher Sicht als Hommage an den SF-Klassiker von 1968 herhalten könnte. Nolan hat fotografisch m.E. alles, aber auch alles "falsch gemacht" [Meinungsäusserung]
  14. Drohungen aus Schauburg bin nicht nur ich gewohnt: in Werder waren es "gut gemeinte Warnungen" prestons vor angeblich nicht existierenden Verleihrechten für "Krieg und Frieden", damit alle noch schnell Angst bekommen (mag peston sturges nicht lieber Progress verklagen, wenn es ihm deren Lizenz nicht passt?), im Kino am Kudamm in Berlin warnte er vor der nur 3-kanaligen Frontbeschallung und der so abträglichen Silberbildwand und vielem mehr (als wenn m<n Neuling der Branche wäre oder "brüderlicher Hilfe" bedürfte). Jetzt könnte man sich auf seinen Rat hin - oder sonstwessen Rat - diese (professionelle?) 3-Flügelblende einbauen, vom dortigen Vorführer recht lässig fotografiert. Damit es richtig dunkel wird und der Schwarzwert des Weltraums unendlich zu sinken beginnt? [scherz am Rande]. Besonders bei 35mm wird das Bild kaum je wieder hell und brillant werden, oder? So überblende man bitte mal 35mm-Einzelakte zur anderen DP75, die noch unverbastelt ist, und man darf sich an unterschiedlichsten Leuchtdichten und Flimmerlimits erfreuen. So etwas empfiehlt man nun weiter und fordert "professionelles" Handeln ein... @preston: ein guter Werbefachmann, Lebens-Berater und neuerdings auch Veranstaltungstechniker. Im Oktober hatte ich selber einen 6-wöchigen Veranstaltungs-Fortbildungskurs besucht, zur Auffrischung der Alt-Lektüre aus dem "Filmtheaterkaufmann" und SAE. Das waren aber ganz andere Fachleute, denen man eher vertraut als windigen angeblichen "Hilfeleistern". Dass solche Dummheiten hier von einem Preisträger des BKM in die Welt gesetzt werden, steht nach meinem Verständnis im Widerspruch zum Ethos und akademischen Anspruch der Programmkinoszene. *** Donnerstag Abfahrt von Berlin nach Prag ins Flora-IMAX. Abendvorstellung: 19.15 Uhr. Kritische Betrachtung. Fazit: der eine Herr verkauft Träume und Verordnungen, die anderen erforschen die Gründe! ;-)
  15. Am morgigen Dienstag, 21.00 Uhr auf Rockradio: weiterer Versuch einer "Rekonstruktion". Zunächst eine Ex-Arbeitsstelle: das ASTOR Berlin. Dann das, was man nur als Hülle kennt: UNIVERSUM/LUXOR/CAPITOL Berlin. Ganz unmöglich ist die Annäherung nicht - hat man doch auch heute noch die seltene Gelegenheit, etwa 3-Streifen-Projektionen in Bradford oder Los Angeles nachholen zu können. Nochmals Notizen zu den Breitwandverfahren. Aber je mehr man am Lehniner Platz stöbert, deso stärker die Frage: ist es das vielfältigste Kino aller Zeiten?
  16. Das Flimmern lässt sich zwar messtechnisch erfassen, wird aber, wie Du ausführtest, immer zuerst subjektiv als "annehmbar" oder "inakzeptabel" empfunden. Einige Aspekte der Diskussion hätte ich doch gerne verdeutlicht: das Filmmern des DP75-Projektors trat im Zoo-Palast seit Jahren stark auf, also zur Betreiberzeit von UCI Kinowelt und selbst während der Filmfestspiele. Es sind zwei Projektoren, aber nur auf einem Projektor wurde das Flimmern bemängelt. Zu Zeiten also noch der Filmprojektion war dies auffallend und weit ausserhalb gängiger Standards, denn die Probleme des Flimmerns wurden in der Kinotechnik bereits vor 100 Jahren befriedigend gelöst (Lektüre-Hinweis: "Filmtechnik" / "Kinotechnik" dieser Jahre: hochspannend). Auf keinen Fall sollte daher eine heutige Überempfindlichkeit gegen das Flimmenr angenommen werden, die der heute digitalen Bildgwahrnehmung geschuldet sei. Wenn in der Presse die Rarität und Bedeutung der DP75-Projektoren im Zoo-Palast gelobt wurde, handelt es sich allerdings um Übernahme eines Altbestandes. Auch nicht aus UCI-Zeiten, sondern aus der Ägide des Zoo-Palast-Bauherrn und Betreibers Max Knapp, der sie 1988 gegen die Bauer U2-Maschinen tauschte. Zu einer, wie zu lesen war, teuren Generalüberholung (man habe keine Kosten und Mühen gescheut) gehört aber auch eine "Generalprobe": und zwar rechtzeitig vor Start einer damit einhergehenden Sonderveranstaltung. Wie teuer die Generalüberholung wirklich war, steht mir zu urteilen nicht zu. Allerdings zeugen die Faktoren der nicht vollständig ausgefeilten Masken, des falschen (dem Vernehmen nach brandneuen) Objektivs, der Doppelkonturen, des Bildbeschnitts und des seit mind. 10 Jahren bekannten Blendenflimmerns scheinbar nicht davon. Probleme und Herausforderungen gibt es immer, aber Ich bedaure derartige Entgleisungen des Marketings und auch die Einstellung von Journalisten zu objektiver Berichterstattung ausserordentlich. Die Einflügelblende des DP70-Projektors, so lange intakt, hat relativ befriedigende Eigenschaften hinsichtlich Flimmerfreiheit und vor allem Lichtausbeuten. Wenn, wie zu vernehmen ist, im Zoo-Palast derzeit mit 6000 Watt projiziert werden muss, wäre die gleiche Leuchtdichte bei Einsatz eines DP70-Projektors beiu weit unter 4000 Watt leicht herstellbar. Insofern, wie Du schreibst, die Umlaufblende des DP70-Projektors im Astor-Lounge.Kino Berlin ein sichtbares Filmmern offenbart, hat sie sich evtl. leicht dejustiert (bei 2880 U/min. und durch Abwärme sich lösende Blendenschrauben nicht auszuschliessen). Ein einfaches Nachstellen der Blende schafft rasch Abhilfe. Von "Filmmerfreihheit" würde ich generell aber nicht reden wollen. Übrigens sind wir in Lichtenberg teiwelse zufrieden mit der DP70-Wiedergabe an unserer Vorführstätte, jedenfalls sind Blendenziehen und Flackern im Moment kein Thema. Wer nach "Interstellar" noch andere 70mm-Beispiele sehen möchte, kann sich immer samstags an der Ecke Ruschestrasse/Normannenstrasse um 13.00 Uhr mit uns treffen. Der ganze Nachmittag und Abend gehört dann der Demonstration und vor allem der kritischen Erforschung (!) uralter oder auch neuerer Beispiele des 70mm-Erbes - der Eintritt ist frei. Ständige Änderungen sind Programm: unter anderem das spezielle Leinwandprojekt oder die Ankopplung von Deckenlautsprechern ähnlich den derzeit kursierenden Klang-Ausstattungssystemen, die im Marketing übertrieben als "3D für die Ohren" beschrieben werden. Ob im Arsenal-Kino Berlin die Umlaufblende der F75E-Projektoren flimmerte - wenn ich das aus Deiner Beschreibung richtig herauslas . weiss ich nicht. Unproblematisch sind diese Geräte aber auch nicht, aus dann anderen Gründen. * Am kommenden Donnerstag fährt eine Gruppe Interessierter von Berlin nach Prag, um den "Interstellar"-Streifen im dortigen Imax-Kino auf 70mm-Film anzuschauen und zu vergleichen. Möglicherweise treffen sich dort bekannte und noch nicht bekannte Gesicher? * Zur Beuteiltung der optischen Güte des Films empfinde ich die Debatte nur um die Projektions-Wartung nur als einen Part einer Gesamtbetrachtung. Die in der 70mm-Todd-AO-Kopie von "Interstellar" beobachteten Übergänge zum Imax-Format sind zwar warnehmbar, liegen aber unter dem Potential einer optischen Reduktion von Imax-Film. In Farbe und Schärfe überzeugen aber auch die 35mm-Drehanteile nicht sehr. Es stellt sich die Frage, ob man die Interessenten an einer 70mm-Darbietung tatsächlich mit richtigen Informationen versorgte? Wie erklärt sich das identische Aussehen des Films auch in der Digitalprojektion? Wie erklärt sich das Fehlen der Schaltwischer an Szenenübergängen? Der Look von "Interstellar" gleicht im Grunde dem, was wir seit 2000 an "Filmkopien" leider gewöhnt sind.
  17. Aufgeführt im Berliner "Filmrauschpalast" in Moabit - Nähe Hauptbahnhof: BATMAN (USA 1989, R: Tim Burton) 35 mm, O.V. So, 14.12.2014 15:00 Uhr Sa, 20.12.2014 23:59 Uhr Fr, 26.12.2014 18:00 Uhr Sa, 27.12.2014 15:00 Uhr Mi, 31.12.2014 18:00 Uhr (Kurator: Kinomuseum Berlin) Bildquelle: Warner Bros. Filmverleih
  18. Wie hätten wohl Kurt Enz, Klaus Bessert und Karl-Otto Frielinghaus über heutige Zustände geurteilt?
  19. Nach Prag gehts nächste Woche - hinsichtlich des IMAX-Eindrucks sollen die Formatwechsel sehr lohnen, obwohl m.E. die Syntax des Films dabei auseinanderdriftet. Noch ein Nachtrag zu ausserhalb von IMAX verfügbaren Kinoeinsätzen: Die 70mm-Einsätze nach dem Todd-A.O.-Bildverfahren stehen überall in der Kritik. Hierzulande begleitet von einer desaströsen technischen Vorbereitung und der Unmöglichkeit, selbst einfachste Projektorjustagen durchzuführen. Ein Vorredner, der vor 3 Tagen gelöscht wurde, begründete sein Kino-Flaming aufgrund der Vermessenheit der Werbung und Public Relatiion im Vorfeld dieser Roadshow. Verständllich, zuimal die Erwartungen nicht erfüllt werden. Er kritisiert weiters den schlechten Kontrast der dortigen Projektionen und die Matschigkeit der Filmkopie. Zur ersten These sei an dieser Stelle Einspruch erlaubt: nach einer Vergleichssichtung in einem 2K-DLP-Kino in Berlin-Wedding erwies sich die zuvor in Berlin-City-West gesehene 70mm-Kopie als kontrastreicher! Völlig erstaunt mich aber der verqueere Look: verkreuzte Falschfarben, die in diesem der Verlautbarung nach photochemisch postprodiziertem "70mm-Film" recht typisch für ein via Digital Intermediate nachbearbeitetes Filmnegativ sind. Sie konterkarrieren leider Ansatz photochemisch getreuer Aufnahmen komplett.. Die tendentiell als "trübes Matschbild" geschimpfte Bildchakteristik ist überdies kein Problem der Projektion. sondern der Postproduktion und ist in der 2K-DLP-Produktion in dieser Fehlerhaftigkeit identisch zur 70mm-Fassung. Der Gesamtlook von INTERSTELLAR (u.a. der Farb-. Licht- und Szenenausgleich) ist in beiden Fassungen identisch. Die Digital Cinema-Projektion ist dennoch bei INTERSTELLAR mitnichten schärfer als in der 70mm-Kopie, auch nicht in 4K-Kinos. Wie kann es sein, dass eine analoge 70mm-Kopie in ihrer Abstimmung fast indentisch zur Digital-Intermediate Version der Digitalkinos ausfällt? Warum lassen einen die vom IMAX-Negativ einkopierten Drehanteile der 70mm-Todd-A.O.-Kopie relativ kalt gegenüber einer echten IMAX-Projektion? Im Rahmen einer guten phototechnischen Bearbeitung dürften gerade die IMAX:Drehanteile in einer 70mm-Todd-A.O.-Kopie weitaus deutlichere Voteile evozieren, als der Publikumsresonanz zu entlehnen ist. Dieser Aha-Effekt tritt nicht ein. Mich würden die Antworten anderer hierzu interessieren, was Film und was digitalisiert ist. (Die Antwort meinerseits liegt erst einmal auf Eis.)
  20. Mein Bekannter war auch drin: sass eine Reihe hinter Dir... Auch von dieser Seite die Bestätigung, dass der Bildstand diesmal intakt war. (Vor noch 1 Woche in keiner Weise, aber manches bessert sich.) Unisono waren wir aber der Auffassung, dass es sich um eines der schlechtesten Blow-ups der letzten Jahrzehnte handelt: für 70mm einfach zu unscharf. Selbst eine durchschnittliche 35mm-Serienkopie brächte bessere Resultate. Auch der 2K-Digitalprojektion ist diese Filmkopie unterlegen. Überhaupt kommen mir tägl. immer mehr Zweifel an dem Verlautbarungen der Fachmagazine über die angebliche Postproduktionsweise. Die Symptome dieser Kopie widersprechen den Verlautbarungen Nolans. Warum fehen eigentlich die typischen Schaltwischer?
  21. IFB-Retrospektive 2015: „Glorious Technicolor. Filme aus dem George Eastman House und weiteren Archiven" Die Retrospektive der 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin bietet ein opulentes Farbspektakel. Sie feiert den 100. Geburtstag eines Farbfilm-Verfahrens, das weit über Hollywood hinaus zu einem Mythos wurde: Color by Technicolor. Die Retrospektive präsentiert rund 30 spektakuläre, zum Teil aufwendig restaurierte Technicolor-Filme aus den Anfängen bis 1953, darunter sechs britische Filme. Die Erfinder Herbert T. Kalmus, Daniel Comstock und W. Burton Wescott entwickelten ab 1915 in ihrer eigens gegründeten Firma, der Technicolor Motion Picture Corporation, das Zwei-Farben-Verfahren Technicolor Nr. I. Hierbei kamen ein Strahlenteiler sowie ein roter und ein grüner Filter zum Einsatz, um einen Film aufzuzeichnen und zu projizieren. Das Spektrum der Farbwiedergabe auf der Leinwand war folglich noch begrenzt. Zuschauer und Filmkritiker reagierten auf die ersten Filme mit ihren flackernden Farbsäumen eher zurückhaltend. Doch die Skepsis der Kinobetreiber und die eigenen Ansprüche trieben Kalmus und sein Team in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu immer neuen Verbesserungen an. Mit Technicolor Nr. IV, das ab 1932 mit den drei Farben Grün, Rot und Blau zum Einsatz kam, war dann jene Qualität erreicht, der Technicolor seine Strahlkraft verdankt: Erstmals konnte das gesamte Farbspektrum wiedergegeben werden. Technicolor Nr. V, eingeführt 1952, war nur mehr ein Kopier-, kein Aufnahmeverfahren. Technicolor war nicht auf einen Stil festgelegt, wenn es auch im Vergleich zur Transparenz anderer Farbfilmverfahren eine eher gesättigte Anmutung besaß. Vielmehr war es der Anspruch, Farbe sehr bewusst einsetzbar zu machen. Zu besonderer Wirkung gelangte Technicolor in (Melo-)Dramen, Musicals und Abenteuerfilmen. In Richard Boleslawskis Drama The Garden of Allah (Der Garten Allahs, USA 1936) wird die einsame Wüste in warmen Rotbrauntönen zur Seelenlandschaft. In dem Abenteuerfilm The Three Musketeers (Die drei Musketiere, USA 1948) in der Regie von George Sidney kämpfen tollkühne Männer in leuchtendem Rosa und Hellblau in einer gänzlich stilisierten, künstlichen Natur. Ein Kassenhit war das MGM-Musical The Wizard of Oz (Das zauberhafte Land, Victor Fleming, USA 1939). Es nahm die Konkurrenz zu den Technicolor-Filmen der Walt Disney Productions auf. Bei The Wizard of Oz kommt Farbe so exzessiv zum Einsatz, dass die Schauspieler in ihren Fantasiekostümen wie Kunstfiguren wirken. Marilyn Monroe ist in Gentlemen Prefer Blondes (Blondinen bevorzugt, USA 1953) von Howard Hawks vor sattrotem Hintergrund in ein unwiderstehliches Pink gehüllt, wenn sie singt „Diamonds are a girlʼs best friend“. Überwältigende Naturpanoramen prägen die Western in Technicolor. In Duel in the Sun (Duell in der Sonne, USA 1946) von King Vidor werden unter der sengend orangeroten Wüstensonne Hass und Liebe ausgelebt. In John Fords She Wore a Yellow Ribbon (Der Teufelshauptmann, USA 1949) liefert das Monument Valley in seinen erdigen Tönen die malerische Kulisse, mit der leuchtende Uniformen und Kostümdetails kontrastieren. 1953 war schließlich das Jahr, in dem der konkurrierende Farbnegativfilm zu boomen begann. Heute gilt es, sich den gloriosen Filmen in Technicolor möglichst originalgetreu anzunähern. „Der Kooperation mit dem George Eastman House in Rochester ist es zu danken, dass wir Filmkopien aus einer der weltweit größten und besterhaltenen Sammlungen von Technicolor-Filmen präsentieren können – und dies von der Originalkopie bis zu modernen Farbfilmkopien. Dank der Unterstützung weiterer Filmarchive und –studios zeigen wir auch zahlreiche restaurierte Fassungen“, kommentiert Rainer Rother, Leiter der Retrospektive und Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek. Zur Retrospektive erscheint im Bertz + Fischer Verlag die reich bebilderte Publikation „Glorious Technicolor“. Die Essays von renommierten Autoren – darunter Scott Higgins, Barbara Flückiger und Susanne Marschall – vertiefen erstmals in deutscher Sprache das Phänomen Technicolor in seinen vielfältigen, bisher teils unberücksichtigten Aspekten. Das Filmprogramm der Retrospektive wird ergänzt durch Veranstaltungen in der Deutschen Kinemathek. Das George Eastman House in Rochester, New York, initiierte das Thema der Retrospektive. Entwickelt wurde es in Partnerschaft zwischen der Deutschen Kinemathek, The Museum of Modern Art und dem Österreichischen Filmmuseum. Dank dieser Kooperation wird die Filmreihe 2015 auch in Wien (April 2015) und New York (Sommer 2015) präsentiert. Aus: https://www.berlinal...tive/index.html Anlass: die FIlmclip-Recherche der Filmwissenschaftlerin Barbara Flückiger (in direkter Verwandtschaft und Fortsetzung zu den Archivalien von Gert Koshofer, DGPh): http://zauberklang.ch/filmcolors/ Ein Film-Marathon, in dem noch immer die 35mm-Kopien (ggü. den Restaurations-Digisaten) in der Überzahl stehen. Dauer-Exponat des veranstaltenden Museums (Deutsche KInemathek) ist eine original Technicolor-Strahlenteilerkamera: Photo: J.P. Gutzeit
  22. Quentin Tarantino: We’re doing this 70 mm, and we are trying to create an event,” he said. “I need to know from all of you if this can last a month in your territory in that format, or two weeks. Then we roll it out in 35 and eventually digital. We’re not doing the usual 70 mm, where you shoot 35 mm and blow it up. We’re shooting 65 mm which, when you turn it into a print, is 70 mm. Panavision is not only behind this movie, they look at it as a legacy. They are inventing a lot of the stuff we need, and this is being supervised by my three-time Oscar-winning cinematographer Bob Richardson, who’s back with me after Kill Bill, Inglourious Basterds and Django Unchained. I couldn’t do this if he wasn’t in my corner. He went to Panavision to check out lenses for this big Sherman Tank of a camera he’ll use. He goes into the warehouse room and sees all these big crazy lenses. He asks, ‘What are those?’ It was the ultra-Panavision lenses that haven’t been used since How The West Was Won, Mutiny On The Bounty, Battle Of The Bulge and It’s A Mad Mad Mad Mad World, which were all bigger than the normal 70 mm. If the normal scope is 235, this is 278, the widest frame possible on film. The projectors need a decoder, an adapter, to blow it out that way. That’s why Mad Mad World, Battle Of The Bulge and Ice Station Zebra look the way they do. The last movie to use these lenses was Khartoum with Charlton Heston and Laurence Olivier. We’re using those lenses for this movie. We’ve been testing them the last month and everything is A-OK. They look amazing. We are literally coming out with the biggest widescreen movie shot in the last 40 years [...] I thought, ‘How can I make them show [the beauty of] film?’ Well, I can shoot in 70 mm and leave them asking, ‘What’s the point of showing it any other way?’ I had a plan and asked the Weinsteins to tell me how it could be realized. Now that film has become endangered, and the theatrical experience is become more and more a throwaway, what we could do was go back to the ’60s style, when there were big roadshow productions of big films like The Sand Pebbles, Mutiny On The Bounty, Battle Of The Bulge, or It’s A Mad Mad Mad Mad World. There would be an exclusive engagement in 70 mm in a big theater or opera house that would play for a month. It felt like a night at the theater or the symphony. Then they would cut it down and it would show up at the theaters and the drive-ins, near you. Aus: https://deadline.com/2014/11/quentin-tarantino-retirement-hateful-eight-international-release-1201280583/
  23. Und im Cinematography-Forum - kein Organ der A.S.C. (man ist durch den Vorredner korrigiert) - fallen Kommentare zu Tarantino und zu verfügbaren 70mm-Theatern. Die manche wie Geheimtips aus Ihrer Spezialistenecke herausfischen: heraus kommen dabei nur Kinos mit Mittel- oder Kleinstbildwänden wie Ziegfeld und Lincoln Plaza Cinemas in N.Y. City, Castro in San Fransisco, Music Box Theatre Chicago, Odeon Leicester Square and Odeon Westend in Londonj. Wenn's das dann wäre, es wäre furchtbar. Allerdings wird die Dunkelziffer höher liegen: nicht umsonst haben die Multiplexe in den 90ern in grossen Sälen extrem viele 70mm-Installationen durchgeführt, die zahlenmässig den 60er Jahren ungeführ gleichziehen (und die Todd-AO-Traditionskinos der gleichen Region, oft "um die Ecke", verdrängten). Dort befinden sich noch viele grosse Bildwände, auch leicht oder mittelstark gekrümmte. Platziert man den Start eines Roadshow-Film in einer jener Schlüsselstädte exklusiv in 1 Theater, verzichtet man zwar auf schnellen Margen und Rekord-Box-Offices an den Wochenendern, schafft aber einen Platz für die Langzeitsauswertung und die Herausbildung von Kultfilmen und Kultkinos. Sicher nicht die exakte Reproduktion der Produktionsverhältnisse der 60er Jahre, aber unter veränderten Marktbedingungen und dem Ringen um Alleinstellungsmerkmale ein Wiederaufgreifen von in sich schlüssigen Vertriebsmethoden aus der "Goldenen Zeit des Kinos" (als man gegen die Monitormedien ankämpfte). Ob das mit Tarantino oder einem anderen Beitrag neu aufgerollt wird, steht in den Sternen. Im Cinematography-Forum finden dann wieder die Erwähnungen der Schlüsselfilme PLAY TIME, LAWRENCE, VERTIGO usw. in dern leidvollen Restaurationsfassungen eine Ankerung, die aber m.E. nicht geeignet sind, ein 70mm-Revival auch technisch überzeugend zum Ausdruck zu bringen. Ausgenommen der Verweis auf THE MASTER. Mullen im Forum vermutet einen Dreh auf Super Panavision 70-Kameras. Zu fragen ist aber auch nach der Serie Panavision Super 70 (seit FAR AND AWAY im Gebrauch) oder ARRI 765 (seit TOUR EIFFEL und LITTLE BUDDHA im Gebrauch: seit Längerem aber "eingemottet"). INGLOURIOUS BASTERDS wurde mit Arri und Panavisio gedreht (seither in der Berliner Region bekannt) und DJANGO UNCHAINED nur auf Panavision-Kameras. http://www.cinematog...showtopic=64469
  24. Traumhaft wäre aber auch mal wieder eine ansprechend korrigierte 70mm-Kopie - anstelle des Jubiläums-Monstrums von Februar 2001. BFI hatte sich eine solche neu machen lassen. Wenn sie die "in 70mm 2K" abgetastet haben, wie sie auch ihre 35mm-Archivkopien abtasten, kann man sich ausmalen, wie greulich das Ganze wird. 4K bringt da auch keine Vorteile, wenn der Grundabgleich verkorkst ist und im Dup keine Schärfe vorliegt. Kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass solche eine Schandtat vollbracht wurde, Denn im Vergeich zur tlws. geglückten Blu ray Edition fiele dies deutlich auf. Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt hatte ja letztes Jahr ein DCP 2K eingesetzt, obwohl noch 35mm-Kopien bei Warner verfügbar sind. Es wird von Mal zum Mal billiger und schäbiger bei diesem Epos.
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.