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Um vom Vorredner angepetzt zu werden.
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Beim Terminus "aussortieren" ist obenstehend eine virtuelle Aussortierung beim Schnittplan gemeint, während das gesamte Mustermarial abgestastet wird. Die Muster werden auf max. 600 m zusammengeschnitten und dann bildfeldgenau gescannt. Tpyische und ungewollte Eigenheit der Filme der letzten 8 Jahre: es sah bei 35mm-FIlmen über den D.I.-Prozess im Look wie ein Orwocolor-Dup aus. Eine Materialmatrix für alte Filme kannte ich aus dieser Stadt nicht. Bei unmaskierten FIlmen (wo im Negativ die Maske fehlte) war z.B. beim ersten Scanversuch fast nur Schwarz zu sehen. Individuelles Anpassen musste erst nach dem Prinzip "Trial and error" ingang gebracht werden. Haben sich evtl. einige andere Firmen für alte Filme eine Materialmatrix geschaffen und das perfekt hinbekommen? Könnte mich jemand korrigieren oder ergänzen? * Best Restoration of "CInerama" HOW THE WEST WAS WON: abgetastet auf dem Spirit in 6K; also nicht gescannt.
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@magentacine: Die systematische Herangehensweise an Scanner-Fragen stösst bei mir auf offene Türen. Menschliches Versagen / Unzulänglichkeit einer Technologie kann geschieden werden, damit in diesem Forum die Anhänger und Verteidiger (leider selten Anhänger des Menschen, sondern Verteidiger "perfekter" Geräte) sich nicht missverständlich in ihrem geordneten Weltbild gestört fühlen. Bei Anschlag der Arbeitsweisen (Zeit und Geld) sind aber auch Beschränkungen der Technologie, zugeschnitten auf nur gängige Standards, als Makel hinzustellen. So fehlt für alte Filmmaterialien an mir bekannten Scannern eine Materialmatrix. Dein Verdacht, dass man als "Verlust wahrnimmt" was "möglicherweise sogar beabsichtigt ist", würde dadurch aufgehoben werden, wenn die genannten FIlmbeispiele im Nebenthread eine Beachtung fänden und auch gesichtet würden. Die LAWRENCE-Bearbeitung vom Vorjahr (bearbeitet zum Digisat) als Trasnfer der Harris-Version in Erwägung zu ziehen ist kühn, aber interessant im Falle evtl. verfügbarer "Indizien" (oder auch Augenscheinlichkeiten). In diesem Falle würde ich anhand der Berichte und der 4K Files (im Stuido gesehen) herauslesen, dass das Kameranegativ gescannt wurde. Leider. Mit sehr wenigen Ausnahmen: einer HandvollSzenen über Scans vom Interpositiv der Harris-Fassung von 1989. Und meine Forderung wäre: es wäre begrüssenswert, wenn 2012 ausdrücklich nicht vom Originalnegativ gescannt worden wäre (so verlockend dieses Verkaufsargument auch zieht), sondern von der kompletten Harris-Version (-> das 65mm-Interpositiv) transferiert worden wäre. Dies ist farblich in sich (nicht zwingend authentisch, aber) ausgewogen und konsistent mit erkennbarem Filmlook bei allerinds leicht könrigerem Ergebnis gegenüber einerm Scan vom Kameranegativ. Nicht beipflchten kann ich dem Eindruck zu PLAY TIME: "Mir scheint die Farbabstimmung aber in sich schlüssig, und die neuen 70-mm-Kopien geben einen guten Eindruck vom Film. Tatis Inszenierungskonzept und die vielen feinen Details werden sichtbar und funktionieren." Die neue Fassung ist wegen der Dupkopierung grobkörniger als die Premierenfassung. Sie ist farblich inkonsistent, in der einen Kopie fast monochrom grau-blau, in der anderen Kopie grau-grün. Niemals hatte der FIlm einen solchen Look. Dein Frankfurter Kollege erinnerte übrigens eine VHS-Kassette mit normalen Eastman Color- (oder eben anderen) Farben. Die Herstellung der VHS-Kassentten lag wohl noch auf der Linie der alten Farbgebung. Sie war abgestimmt in wunderbarem, neutral abgemischten und gut gesättigtem Eastman Color. Es sind Legenden, wonach nach dem Willen Tatis die Kopien der Premiere grau-blau waren, um der Glas-Stahlarchitektur zu entsprechen. Das zu behaupten (ich las es im Zusammenhang mit der Restaurierung oder aus der Feder der Tochter Tatis) entspricht nicht dem Erscheinungsbild des Films bei seiner Erstaufführung. Es ist halt schade, wenn man das gebetsmühlenartig kritisiert, es aber anscheinend "egal" ist. Man will davon scheinbar nichts hören: die restaurierte Version ist eben "gelungen", weil sie halbswegs eine akeptable Bildschärfe anbot. Gelungen ist auch der Soundmix in keiner Weise: direktional und transparent war die Magnettonversion von 1967, in der Restaurierungsfassung alles in sich zusammengefallen und hölzern klingend. Diese Fehler hätte man vermeiden können. Ich hoffe auf nochmalige Restaurierung,
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Ach Du hast mir die anonyme Zusendung der HAMLET-Blu ray ins Haus beschert? Das ist ja nun kurios, zumal ich den Film auf Breitfilm mehrmals sah und die Scheibe noch vor dieser Zusendung als Gegenstand der Szenen-Benennung anführte. Die weiteren verbalen Aufklärungen dessen, was gemeint sein könnte, verwundern in Anbetracht Deiner Originalstatements. Aufgrund aber meiner Verärgerung über Deine (propagandistischen) "Filmwertungen" - gute Kopie PLAY TIME; schwache von MAGNIFICENT MEN, irgendwie als aufregend erwarteter GREAT RACE, interessante BLACK TIGHTS - anbei kurz 3 Screenshots (mangelhafter Qualität, aber ungefähr eine Tendenz aufzeigend, was einen im Groben erwartet). BLAck TIGHTS enstammt der gleichen Archivquelle, auf die sich @Stefan2 hinsichtlich der farblich intakten 70mm-Kopie von EARTHQUAKE bezieht. Zum Production Value von GREAT RACE oder THOSE MAGNIFICENT MEN irgendwann eine andere Debatte. Zu den Scanner-Beschreibungen kann auch noch einmal verständlicher formuliert werden oder es können Nachträge/Korrekturen erfolgen oder andere strengen sich einmal an. Völliges argumentatives "Verrennen" ist immer möglich, aber im Moment von hier aus nicht recht erkennbar. Die Aussage bleibt, dass im Rahmen des Scannens bearbeitete Farbnegative im Look massive Änderungen erfahren/erfuhren, die mit dem Originallook eines Films nur noch wenig zu tun haben. Evtl. interessiert dies aber nur wenige, und daher sind Vergleiche rar oder werden gar nicht erst angestrengt. Von Deiner Seite erfolgten nie Beiträge, ausgenommen zu einer Kinosichtung von LAWRENCE OF ARABIA als 4K-Version. Da hat Dich niemand angefeindet, Dich aber darauf hingewiesen, dass Du einem Irrtum aufsitzt, annehmend, diese Version sei eventuell von Duplikatmaterialien gescannt, nachdem Dir der Look zu "grobkörnig" erschien. Auch dieser Filmtitel ist ein Beispiel für ein gescanntes Negativ, dass weitestgehend farblich uneinheitlicher und schlechter aussieht als eine der von Robert A. Harris restaurierten Versionen in ihren ersten Kopien von 1989. Respektive der Superbit-DVD. Wenn Dir das "nicht wichtig" ist, tangiert Dich auch wenig der Überlieferungs-Stand eines Filmwerks, könnte man dreist unterstellen. Der Überlieferungs-Stand ist aber von Relevanz, wenn trotz hochwertigster oder hochauflösender elektronischer Bilderfassungssysteme besagte Filme mittlerweile schlechter aussehen als in früheren Kino-Filmkopien oder auf früheren DVDs. THOSE MAGNIFICENT MEN ist auf 70mm bei weitem nicht so missraten wie in der jetzigen Blu ray Disc. Ihn unter "bitte nicht wieder" zu klassifizieren, ist unverhältnismässig.
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Ergänzung: das Scannen von Farbnegativen wirft Fragen auf. Das Scannen von Schwarzweiss-Materialien finde ich herausragend gelungen!
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Alles mögliche sollte diskutiert werden. Was von meiner Seite aus dazu beigetragen wird, sind die unterschiedlchen Versionsvergleiche aus dem Blickwinkel von Filmmaterial-Kenntnissen. Und genannte augenscheinliche Ergebnisse. Mir sind nicht alle Ursachen bekannt. Es wird aber schwierig, wenn einige keine Versionsvergleiche unternehmen, aber sich ausschliesslich auf die Geräte-Standards beziehen. Darin quälte sich der Beginn dieses "unbequemen" Threads, wo man gescholten wurde, und wo erst nach und nach (etwa durch Captures) auf die Fehler von Transfers hingewiesen wurde. Diese Editionen wurden zuvor von der Industrie und vom Marketing überall angehimmelt, aber erstmalig in diesem Thread in Frage gestellt. Später wurde es augenscheinlich. Die Ursachen dessen kenne ich nicht alle oder nur wenige. Sofern ich mitdiskutieren kann und es etwas bringt, sind es nur die Versionsvergleiche, bedaure. Und ich kenne keine Scans von Negativen, die mich überzeugten, gleichwohl sich die Zeiten ändern....
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Dann musst Du Dich leider betrinken - wenn das weiterführt - denn anscheinend vermagst Du einiges nicht richtig einzuschätzen. Erinnert werden darf an Deine positiven Begutachtungen zu PLAY TIME (eine nicht nur aus meiner Sicht durchaus schwächere, körnige und extrem blaustichige Dupkopie!), denen ein Veriss von THOSE MAGNIFICENT MEN gegenübersteht (braunstichig und grobkörnig - wobei so einige Male darauf hingewiesen wurde, dass Deine Seherfahrung mit gefadeten Kopien aufgrund ihrer Grobkörnigkeit im Widerspruch steht zu den tatsächlich körnigeren Looks einer ungefadeten Filmkopie steht. Du wiederholtest das bei einer Digitalsichtung des LAWRENCE, die "vom Dup" digitalisiert sei, so Dein Eindruck. Und einige Filme indertat einen wärmeren Negativ-Look haben, insbesondere ICE STATION ZEBRA, GRAND PRIX. Gegenüberzustellen dem Versuch einiger Neueditionen, alte Film zwanghaft im Farb- und Lichtausgleich "neutral" abzustimmen. Wo Du zuletzt entsprechende Kopien ausserhalb Karlruhes gesehen hast, wüsste ich zu gerne. "Ryans Tochter sieht auch gefadet noch grossartig aus" wird in den Raum geworfen. Vielleicht sah dieser FIlm bei der Erstaufführung aber nicht ganz so grossartig aus [grün-blau-grün - nicht unbedingt vorteilhaft und für einige 1970 eine Enttäuschung gewesen). 40 Jahre später: eben grossartig, trotz Fading, dessen Eigenheiten noch nicht einmal erforscht sind. Zu THE GREAT RACE (@magentacine bringt damit die Absage eines Festivals in Verbindung): Schau' Dir bitte diese Kopie gerne an, wenn es Dir Gewissheit verschafft. Forscher haben auch ein Recht darauf. Aber eine - jetzt werde ich polemisch - Kopienruine positiv gegenüber THOSE MAGNIFICENT MEN heranzuziehen (vermutlich wegen Blake Edwards begabterer Schauspieler und zündenderer Pointen: aber diese sind auch als Heimkino nachvollziehbar), erkläre ich mir damit, dass Du GREAT RACE bis dato nicht auf 70mm-Film gesehen hast. Dann sollte man ihn zeigen oder sehen dürfen. Aber diese sehr subjektiven Film- und Kopienbeurteilungen wechseln ständig zwischen Statements über mangelnden Humor, Braunstichigkeit und Grobkörnigkeit, ohne Todd-AO-Wirkung usw. MAGNIFICENT MEN kann auch in der von Dir gesehenen Projekton nicht gut ausgesehen haben. Projiziert wurde in jenem Jahr mit einem von mir vermitteltem Lampenhaus, und der Spiegel war aufgrund von Alterung in seiner Farbtemperatur bereits umgeschlagen (grünstichig). "Wenn es von einem Film keine Kopie mehr gibt, kann man ihn nicht zeigen". Warum das? Von welchem Film gibt es keine Kopie mehr? Fast alle gibt es nachwievor auf 70mm. "Ryan's Daughter" in mehreren ausländischen Archiven (gekühlte Lagerung) so wie 3 Kopien im Inland. Wenn Du keine Kopie von BLACK TIGHTS kennst, dann höre eben zu. Ausser der Amsterdamer Kopie gibt es eine farblich hervorragende Kopie aus den beiden skandinavischen Archiven: war darüber sehr erfreut. Wir können den Disput allenfalls damit beilegen, als dass die 70mm-Repertoire-Spieler systemisch bedingt alle Versionen und Kopien thematisieren müssten; GREAT RACE und THOSE MAGNIFICENT MEN. Aber der Abwertung einer der indertat besseren Fox-Neukopierungen könnte dann m.E. die Forderungen oder die Bitte nach weiteren Nachkopierungen folgen. Stattdessen GREAT RACE als Alternative darzustellen, und so steht es geschrieben, ist überzogen. Einige Film, die Veranstalter zeigen, sollten auch augenscheinlich den Unterschied vermitteln können, sprich den Zweck eines teuren Breitfilms. Die Neukopierung von THOSE MAGNIFICENT MEN trotz einiger Abstriche ist eine der wenigen Möglichkeiten, sich diesem Verständnis zu nähern. Der Schluss von @magentacines Ausführungen sind Beleidigungen ("durchgeknallte" Kopierwerksdarstellung aus meiner Feder). Er darf sie gerne widerlegen. Zur Abtaster-Scanner-Debatte oder den digitalisierten Neueditionen hat @magentacine bislang kaum einen eigenen Beitrag geleistet. Er reagiert bisweilen darauf, berichtet aber über keine eigenen Neusichtungen und hat daher die Brücke zwischen der Rekonstruktion einer damaligen Premierenkopie und einer heutigen Edition nie betreten wollen. Es handelt sich um Restaurierungsvergleiche, die extrem kompliziert sind und auch Errata nach sich ziehen. Dahingehend kann ich mit @Ultra Panavisions Näherungen mehr anfangen, der mehr Aufwand in der Gegenüberstellung heutiger Nachbearbeitungen betreibt und dabei den Filmlook (der bei PLAY TIME wirklich abhanden gekommen ist) nicht aus den Augen verliert.
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Den Ankündigungen nach ein Projekt der vielen Formate. Reportiert mit massivem Einsatz von 35mm- und von 65mm-Film: http://screenrant.co...lmed-digitally/ (Erzählte auch ein Kollege vor nem Jahr über die Absicht in der `"Herrichtung einer kompletten 35mm- und 65mm-Entwicklungsstrecke" in L.A.). Dann wurde bezweifelt, ob das überhaupt noch kopierwerkstechnisch durchzuziehen ist - aber es bestehen auch Zweifel daran, ob es in diesem Sujet eines klassischen "Filmlooks" wirklich bedarf? Nun gibt es doch Informationen über IMAX-2D-Aufnahmen (in Tunesien aufgenommen?): http://www.slashfilm...-wars-7-imax-2/ Und ein Promo-Video:
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@magentacine aufgreifend: - Beantragt wird eine "farbige" Filmkopie von RYANS DAUGHTER: "verdammt schwer", steht ebendort. Nachkommentierend sei sie aber absolut nicht ausleihbar [er kennt die Kopien?]. - Kritisiert werden Kopien mit zu geringer Todd-AO-Wirkung (ALIENS), gefordert wird als Alternative THE GREAT RACE (diesen habe ich als 50 Jahre alte Blowup-Kopie in Holland gesehen: es war ein Ärgernis). Zu THE GREAT RACE wird die LPP-Neukopierung eines Todd-AO-Films, THOSE MAGNIFICENT MEN (wurde von Fox 2004 direkt vom 65mm-Originalnegativ gezogen), in Beziehung gesetzt, eingetragen in @magentacines Liste "Bitte nicht mehr [...]" (@magentacine mag zwei der Darsteller der MAGNIFICENT MEN nicht). - Von Film BLACK TIGHTS kennt @magentacine nach eigenen Worten keine Kopie - aber trotzdem zeige man, was man nicht kennt. Kondensierter Dissens: @cinerama: "aussagekräftige und visuell atemberaubende [...] Filme wie THOSE MAGNIFICENT MEN IN THEIR FLYING MACHINES" @magentacine widerspricht: "Wenn Du dann nicht selbst lachen mußt, kann ich auch nicht helfen!" THOSE MAGNIFICENT MEN in neuer Kopie war im Berliner "Delphi Filmpalast am Zoo" zum Lufthansa-Jubiläum vor fast 10 Jahren "in70mm" eine gute Projektion.
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"Die" [?] nächste Generation weiss vielleicht noch nicht, dass es etwas zu vermissen gäbe: eine am Leben orientierte, wahrhaftige und sich auch an gesellschaftlichen Fragen reibende "Filmkunst".Deren Entfaltung von den Blockbustern behindert wird.
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Auf Wunsch wurden Superbreitwandformate auch im Vorprogramm gezeigt, fiel mehr erstmalig 1979 auf bei Pelz-Lösche-Werbung als superscharfe CS-Direktkopie vom dem CS-Dupfilm MOONRAKER im "Zoo Palast", früher aber schon und bis in die 1990er Jahre beim Überblenden auf 70mm-FIlmtrailer. Was soll man erwarten von Broadcast-Verwertern? Bauen Panel für 1.9 : 1 maximale Bildbreite nicht unähnlich dem Heim-HD-Fernseher. (Einige Theater bauten sogar ihre ehemaligen, jahrzehntelang reüssierenden Breitleinwände aus, habe ich gehört).
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Das ist weiterzureichen an Experten aus der Scanner-Entwicklung - ich stelle hier selber Fragen in der Hoffnung, dass sich einiges klärt. Einige würden den Thesen zustimmen, andere widersprechen. Das letzte Verfahren bei der 35mm-Nachbearbeitung war, dass nach den Dreharbeiten und dem Abtasten der Dailies die Musterrollen mit dafür gespeicherten Randnummern aussortiert werden. Anhand einer Videoschnittliste werden beim Scannen dann aber nur die Teile aus einer Musterrolle bidlfeldgenau gescannt, die dem Endschnitt entsprechen. Es wird also nicht das gesamte Material an Musterrollen gescannt. Der Scan-Vorgang erfolgt mit 1 Lichtwert (unter- und fehlbelichtete Szenen werden mit einem Licht gescannt, was bereits bei der analogen Bearbeitung fatal war, so meine These). Beim Abtaster kann bei der Musterabtastung bei einer fraglichen Szene innerhalb einer 600m-Rolle noch korrigiert werden (gerade bei Tag- oder Nachtszenen). Beim Scannen läuft z.B. im Extremfall mal eine um 2 Blenden überbelichtete Tagaufnahme mit dem selben Licht wie die um 2 Blenden unterbelichtete Nachtaufnahme. Weiss nicht, ob jemand je versuchte, einen Licht- und Farbausgleich am Scanner zu kompensieren? Obwohl einiges möglich wäre. Die Materialmatrix = Materialkennung unterscheidet zwar 50 ASA und 500 ASA neuerer Materialien, aber nicht alter Negativtypen. mittlerweile wurden auch schon in bekannten Häusern die Scanner abgebaut, weil kaum jemand noch auf Film dreht. Die Blu ray Disc von THE KING AND I hat es somit nicht geschafft, dass CinemaScope 55-Verfahren für kommende Generationen nachvollziehbar zu machen. Nochmals in die 2. Laserdics (Jubiläumsausgabe von 1996) hineingesehen, und bis auf einige Szenen, in denen eine Korrektur vergessen wurde, ist das Gesamtergebnis farblich stimmig. Und - hierauf ist @Ultra Panavision besonders kritisch bei der Blu ray Disc eingegangen: die Blendenszenen sind in der Laserdics 1996 wunderbar angeglichen. Auf der Blu ray Disc von 2014 unfassbar schlimm geworden. Obwohl in der Laserdics 1996 das Bildformat von allen Versionen am unbeschnittendsten ist (auf den ersten Blick dentisch zu meiner 35mm-4-Kanal-Magnettonkopie aus USA), fehlt mir für eine 55-mm-Abtastung die Evidenz. Wäre auch Wahnsinn gewesen, bei diesem Grossformat mit erhöhter Geschwindigkeit über einen Abtaster zu jagen: das machen nur Irre... Schaut man in die Blu Ray Disc von SOUTH PACIFIC, wie ICE STATION ZEBRA vom 65mm-Interpositive transferriert, darf man staunen über das fantastische Ergebnis.
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SepMag gab es eher bei einigen Weltpremieren, so bspw. noch nicht marktgängiger Roadshowverfahren (URTEIL VON NÜRNBERG in 7-Kanal-Sprachfassung für die Premiere in der Berliner Kongresshalle, 1952 auch für die Weltpremieren von HOUSE OF WAX in 3D, im Jahr darauf für THE ROBE, später BEN HUR, AROUND THE WORLD IN 80 DAYS oder THE KING AND I). GONE WITH THE WIND wurde also in Academy Ratio in 8mm, 16mm und 35mm, in 35mm aber auch auf Metroscope so wie auf 70mm herausgebracht. Auf 70mm wie auf 35mm anläßlich der Wiederaufführung ab 1968 auch mit Commag-Magnettonbespurung. Auch FANTASIA wurde als Technicolor-Kopie anlässliche einer Wiederaufführung mit 4-Kanal-Magnetton herausgebracht und sogar noch Anfang der 1990er Jahre versehentlich in 3 neuen 4-Kanal.Magnettonkopien nachgezogen: in diesem Sonderfall übrigens mit Doby-A-Rauschunterdrückung (Einschalten der Cat. 22[2]) (Die Clips konnte ich wegen eines Browser-Problems leider noch nicht anschauen, freue mich aber darauf.)
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Sehe ich nicht so, da die Transport Spools nie völlig intakt sind (verbiegen oder vergraten durch Erschütterungen im Kontainer, und daher wird auch von der Verwendung als Projektionsspule abgeraten) und da auf Transport Spools der Film an der Kante einseitig hart oder intervallmässig aufschlagend geschleift wird (mögliche Einrisse oder Kerbenbildung). da sie auch nicht mittig auf der Achse sitzen, sondern aus der Flucht fallen, sind sie leider nicht für die Projektion geeignet. Beim Umrollen ist das ansatzweise deswegen filmschonender, da der Film schräg und kontinuierlich geführt wird! Du scheinst das nicht sehr oft zu machen?
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Außerdem verlieren analoge Magnetbandaufzeichnungen im Laufe der Jahre an Qualität. Durch Wärme, andere Einflüsse, aber auch das Erdmagnetfeld wird die Magnetisierung langsam aber sicher geschwächt. Die Qualität der Aufnahmen nimmt mit den Jahren ab. Video-Bänder fangen an, optisch zu rauschen, Musikaufnahmen verlieren merklich die Höhen. aus: www.nord-com.net/andreas.lenz/audio.htm Die obenstehend lobend betrachtete Stätte hatte nie Interesse gezeigt an Einlagerungen im DIF, BArch oder anderen Archiven. Man wolle die Materialien hin- und wieder doch zeigen (und somit griffbereit halten, ergänze ich). Archiveinlagerung wird mit "Enteignung" gleichgesetzt? Würde ich nachwievor auch so sehen. Wenn der pH-Wert aber niedrig ist, dann kann der Säuregrad reduziert werden. Der Verfall verlangsamt sich. Vielleicht könnten wir sie hier zu mal anschreiben?
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Bei allem Verständnis wegen bohrender Fragen stelle ich selbst welche in Erwartung, dass andere antworten und kenne nicht alle Ursachen. Scanner und Abtaster arbeiten mit verschiedenen Lichtquellen, beide mit einer Materialmatrix. Der Scanner erkennt anhand der Randkodierung die Materialtypen der Neuzeit. Die mir bekannten Scanner (Arri usw.) sind aber nicht auf die Farbmaskierungen älterer Materialtypen eingerichtet. Die Ergebnisse hingegen der Abtastungen bei historischen Filmen, transferiert idealerweise von damaligen Interpositiven oder notfalls von Original-Negativen mit dann neuem Grading, zeigen ausgewogenere Farbresultate bei eigentlich allen von hier aus ausgewerteten Blu ray Discs. Wegen des Scannens von Negativen (es ist auch für den Digital-Intermediate-Prozess und weiterzuverarbeitende 35mm-Theaterkopien entscheidend) hatte Kodak mehrmals die Eigenschaften nicht nur der Intermediatefilme, sondern sogar der Originalnegative verändert, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Die Veränderung der Farbstoffe im Negativ würde ich als Rückschritt gegenüber der Farbgüte der Negative der 1990er Jahre erachten, sofern hier der voll analoge Weiterverarbeitungsprozess noch in Betracht gezogen wird. Beim bekanntesten Fabrikat unter den Abtastern, dem Spiriit Data Cine, sind die Auflösungs- und Formatwandlungen (2K, 4K, 35mm-4perf, 35mm-8perf) problemlos einzurichten. Die Resutalte mit Blick auch den Heimkinomarkt überzeugen sehr. Bei THE TEN COMMANDMENTS würde ich eine Abtastung nicht ausschliessen: der engliche Text (etwas verwirrend von einem "4K VistaVision Scan bei einer Auflösung von 6000 mal 4000 pix redend) läßt sich dahingehend auslegen. "scan" kann hier wie beim Restaurationstext THE KING AND I (Abtastung von 1996) als Abtasten gelesen werden. Gescannt wurde auf jeden Fall das VistaVision-Negativ von NORTH BY NORTHWEST mit einem farblich sehr ermüdeten Ergebnis (man vgl. dagegen bitte die "strahlende" DVD von 2000). Gecannt wurde auch bei BEN-HUR und LAWRENCE OF ARABIA mit mit einem absaufenden Schatten und/oder einem farblich ermüdeten und uneinheitlichen Ergebnis gegenüber dene DVDs von 2000 oder dem 65mm-Interpositive von LOA von 1988. Jeder bisher gescannte Film sieht nicht mehr so aus wie bei seiner Kinoaufführung oder bei an diesen orientierten Abtastungen für frühere DVDs, sofern diese zu den guten Transfers gehören. Mit Bezug auf die Erwähnung von @magentacine, Negative würden durch ein Hin- und Herrangieren auf Abtastern beschädigt, kenne ich diese Arbeitsweise nicht. Üblich ist ein kontinuierlicher Durchlauf beim Abtasten. Würde angehalten werden oder hin und herrangiert werden, käme es auch rund um die Klebestellen zu deutlicher Bildung von Luftblasen. Die szenenweisen Licht- und Farbkorrekturen finden erst nach der Abtastungs statt. @magentacine aber suchte nach Erklärungen für eine mögliche Beschädigung des 55mm-Kameranegativs von THE KING AND I und CAROUSEL. Schäden z.B. beim Wetgate-Abtasten sind aber die Folge schlecht vorbereiteter Negative, auch aufgrund von Verwellung und Schrumpfung, sodass das Material reissen kann oder über Zahnrollen laufend auf "gerädert" werden kann. De CS55-Negative, so meine Frage, könnte ja auch während des Prozesses der Umkopierung des Negativs zu 35mm-Materialien auf unausgereiften Reduktionsprintern (wovon ich fast ausgehe) passiert sein. @magentacine: "Daß man das Kameranegativ von THE KING AND I für die Laserdisc-Erstellung - eine Restaurierung war es nicht - mechanisch gefährdet hat, wurde in Fachkreisen damals schon kritisch gesehen." Wenn es einen Abtaster für 55mm gäbe, führt er nur eine Seite der Perforation. Im Negativzustand KING AND I gibt es nun tatsächlich einseitige Beschädigungen, die aber auch bei der optischen Verkleinerung zu 35mm passiert (s.o.) sein können. die Fachkreise rekrutieren sich eher auf die Antwort von Robert A. Harris auf Hinweise des Journalisten auf 55-mm-Telecine-Transfers, welche Harris ablehnen würde, weil er sie auch bei 65mm-Telecine für inakzeptabel hält [was kaum stattfand, ausgenommen be der WEST SIDE STORY). Weitere "Fachkreise" konnte ich in diesen Heften nicht entdecken. @preston sturges zitiert aus http://www.questia.c...oduction-slate: ""When we looked at the element, we realized we could modify our aperture plates and optics to scan Cinemascope 55's unique 8-perf format, which was the initial challenge."" Haben sie einen Abtaster für 55mm gebaut? Klingt wie eine Vorstudie: man betrachtete 55-mm-Negative und hätte es als Herausforderung empfunden, benannte Abtaster dafür umzubauen. @Ultra Panavision70: "Jetzt wo man annähernd die maximale Auflösung aus den Materialien gewinnen könnte sind sie stattdessen so beschädigt und/oder gefadet, dass in den meisten Fällen nicht mehr vom Negativ gescannt wird sondern von Wetgate-Interpositiven sind für die Abtastung farblich besser geeigent als Negative. Die I.P.s sind meist optimal belichtet und ergeben den besten Filmlook (s.o.). Ausgenommen einige Large-Format I.P.s (wg. optischer Bearbeitungen und Blenden usw., Geschwindkeitsänderungen in der Entwicklung zwecks Ausgleich - stets abweichend von der Bearbeitungsnorm.). Die Opticals bei KING AND I wurden ausserden über Schwarzweiss-Auszüge hergestellt, sind aber offenbar nicht im 55-mm-Orignalneativ enthalten. Sie bestehen als Extra-Einstellungen (mit Kameraklappe Anfang und Ende). Evtl. könnten sie mit einer kleineren 55-mm-Aufahmekamera und einer anderen Kassette für den Rohfilm (-> Bipackverfahren) gefertigt worden sein (gängig bei Titelbandherstellungen auf Oxberry-Trickkopiermaschinen). Von dern s/w-Separations hätten Dups über einen optischen Printer mit Auf- und Abbenden angefertigt werden müssen. Wie aber sollen 1996 über eine 55-mm-Direktabtastung die separat gelagerten Blenden abgetastet worden sein? Mit eigenem Augen betrachtet verwundern die Bildstandsschwankungen der Laserdics-Jubiläumsausgabe von THE KING AND I von 1996. Sie sind sehr typisch nicht für Large-Format-Vorlagen, sondern für anamorphotisch wiedergegebene 35mm-Filmmaterialien mit KS-Perforation, die auf Durchlaufprintern (oder hier: Durchlaufabtastern) erstellt wurden. Die Theaterpraxis in der 35mm-Filmwiedergabe zeigt seit jeher Unterschiede inder anamorphotischen Vorführung von 35mm-Lichttonopien mit Normalperforation und der Vorführung von 35mm-Magnettonkopien mit Kleinlochperforation. Die Magnettonkopien hatten einen seitliche deutlich besseren Bildstand. Wenn bei der Jubililäumsausgabe von THE KING AND I von 1996 55mm-Negative (mit immerhin bildstandsoptimierter Kleinlochperforation) abgetastet worden sein sollen, so sollten Bildklarheit und Bildstand überzeugen. Defakto aber fällt diese Abtastung in qualitativer Hinsicht hinter denen anderer zuderzeit transferierten 35mm-Scope Filme deutlich zurück, sie zeigt aber die Charakterisika eines Interpositivs. In den Wide-Gauge-Heften (alle Ausgaben von 1996 gestern noch mal gelesen) finden sich keine wirklich substantiierten Erläuterungen, wie man das 55mm-Negativ auf den Abtaster brachte. In WideScreen-Review aus dem gleichen Jahr ist das von "transferred from the CinemaScope 55 Interpositive" die Rede. Betrachtet man "CinemaScope 55" als Markenname und schlussfolgert, dass das einzige als Komplettfilm existierende CinemaScope-Interpositiv eigentlich nur auf 35mm existieren kann, landen wir bei einer Abtastung eines 35mm Interpositivs aus dem CinemaScope55-Verfahren. Bevor wir bei Geräteauswertungen weitermachen oder Text-Exegese betreiben, bitte ich sehr darum, die benannten Editionen vorher mit eigenen Augen zu bewerten und hier konkret auf diese Symptome einzugehen. Das ist nur eine These, aber die Version von 1996 sieht nach einem 35-mm-Transfer aus. ;-)
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Bei allem Verständnis wegen bohrender Fragen stelle ich selbst welche in Erwartung, dass andere antworten und kenne nicht alle Ursachen. Scanner und Abtaster arbeiten mit verschiedenen Lichtquellen, beide mit einer Materialmatrix. Der Scanner erkennt anhand der Randkodierung die Materialtypen der Neuzeit. Die mir bekannten Scannen (Arri usw.) sind aber nicht auf die Farbmaskierungen älterer Materialtypen eingerichtet. Dier Ergebnisse der Abtastungen bei historischen Filmem. transferiert idealerweise von damaligen Interpositive oder notfalls von Original-Negativen mit dann neuem Grading zeigen ausgewogenere Farbresultate bei eigentlich allen von hier aus untersuchten Filmen. Wegen des Scannens von Negativen (auch für den Digital-Intermediate-Prozess und weiterzuverarbeitende 35mm-Theaterkopien entscheidend) hatte Kodak mehrmals die Eigenschaften nicht nur der Intermediatefilme, sondern sogar der Originalnegative verändert, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Die Veränderung der Farbstoffe im Negativ würde ich als Rückschritt gegenüber der Farbgüte der Negative der 1990er Jahre erachten, sofern der voll analoge Weiterverarbeitungsprozess noch in Betracht gezogen wird. Beim bekanntesten Fabrikat unter den Abtastern, dem Spriit Data Cine, sind die Auflösungs und Formatwandlungen (2K, 4K, 35mm-4perf, 35mm-8perf) problemlose einzurichten. Die Resutalte mit Blick auch den Heimkinomarkt überzeugen sehr. Bei THE TEN COMMANDMENTS würde ich eine Abtastung nicht ausschliessen: der engliche Text (etwas verwirrend von einem "4K VistaVision Scan bei einer Auflösung von 6000 mal 4000 pix redend) läßt sich dahingehend auslegen. "scan" kann hier wie beim Restaurationstext THE KING AND I (Abtastung von 1996) als Abtasten gelesen werden. Gescannt wurde auf jeden Fall das VistaVision-Negativ von NORTH BY NORTHWEST mit einem farblich sehr ermüdeten Ergebnis (man vgl. dagegen bitte die "strahlende" DVD von 2000). Gecannt wurde auch bei BEN-HUR und LAWRENCE OF ARABIA mit mit einem absaufenden Schatten und/oder einem farblich ermüdeten und uneinheitlichen Ergebnis gegenüber dene DVDs von 2000 oder dem 65mm-Interpositive von LOA von 1988. Jeder bisher gescannte Filme sieht nicht mehr so aus wie bei seiner Kinoaufführung oder bei an diesen orientierten Abtastungen für frühere DVDs, sofern diese zu den guten Transfers gehören. Bei der Erwähnung der Vorseite, Negative würden durch ein Hin- und Herrangieren auf Abtastern beschädigt, kenne ich diese Arbeitsweise nicht. Üblich ist ein kontinuierliche Durchlauf beim Abtasten. Würde angehalten werden oder hin und herrangiert werden, käme es auch rund um die Klebestellen zu deutlicher Bildung von Luftblasen. Die szenenweisen Licht- und Farbkorrekturen finden erst nach der Abtastungs statt. @magentacine aber suchte nach Erklärungen für eine mögliche Beschädigung des 55mm-Kameranegativs von THE KING AND I und CAROUSEL. Schäden z.B. beim Wetgate-Abtasten sind aber die Folge schlecht vorbereiteter Negative, auch aufgrund von Verwellung und Schrumpfung, sodass das Material reissen kann oder über Zahnrollen laufend auf "gerädert" werden kann. De CS55-Negative, so meine Frage, könnte ja auch während des Prozesses der Umkopierung des Negativs zu 35mm-Materialien auf unausgereiften Reduktionsprintern (wovon ich fast ausgehe) passiert sein. @magentacine: "Daß man das Kameranegativ von THE KING AND I für die Laserdisc-Erstellung - eine Restaurierung war es nicht - mechanisch gefährdet hat, wurde in Fachkreisen damals schon kritisch gesehen." Wenn es einen Abtaster für 55mm gäbe, führt er nur eine Seite der Perforation. Im Negativzustand KING AND I gibt es nun tatsächlich einseitige Beschädigungen, die aber auch bei der optischen Verkleinerung zu 35mm passiert (s.o.) sein können. die Fachkreise rekrutieren sich eher auf die Antwort von Robert A. Harris auf Hinweise des Journalisten auf 55-mm-Telecine-Transfer, die Harris ablehnen würde, weil er sie auch bei 65mm-Telecine für inakzeptabel hält. Weiter Fachkreise konnte ich nicht entdecken. @preston sturges zitiert aus http://www.questia.com/magazine/1P3-1134809851/production-slate: ""When we looked at the element, we realized we could modify our aperture plates and optics to scan Cinemascope 55's unique 8-perf format, which was the initial challenge."" Haben sie einen Abtaster für 55mm gebaut? Klingt wie eine Vorstudie: man betrachtete 55-mm-Negative und hätte es als Herausforderung empfunden, benannte Abtaster dafür umzubauen. @Ultra Panavision70: "Jetzt wo man annähernd die maximale Auflösung aus den Materialien gewinnen könnte sind sie stattdessen so beschädigt und/oder gefadet, dass in den meisten Fällen nicht mehr vom Negativ gescannt wird sondern von Wetgate-Interpositiven sind für die Abtastung farblich besser geeigent als Negative. Die I.P.s sind meist optimal belichtet und ergeben den besten Filmlook (s.o.). Ausgenommen einige Large-Format I.P.s (wg. optischer Bearbeitungen und Blenden usw., Geschwindikeitsänderungen zwecks Ausgleich - stets abweichend von der Bearbeitungsnorm.). Die Opticals bei KING AND I wurden ausserden über Schwarzweiss-Auszüge hergestellt, sind aber offenbar nicht im 55-mm-Orignalneativ enthalten. Sie bestehen als Extra-Einstellungen (mit Kameraklappe Anfang und Ende9. Evtl. könnten sie mit einer kleineren 55-mm-Aufahmekamera und einer anderen Kassette für den Rohfilm (-> Bipackverfahren) gefertigt worden sein (gängig bei Titelbandherstellungen auf Oxberry-Trickkopiermaschinen). Von dern s/w-SepArations hätteN Dups über einen optischen Printer mit Auf- und Abbenden geMacht werden müssen. Wie aber sollen 1996 über eine 55-mm-Direktabtastung die separat gelagerten Blenden abgetastet worden sein? Mit eigenem Augen betrachtet verwundern die Bildstandsschwankungen der Laserdics-Jubiläumsausgabe von THE KING AND I von 1996. Sie sind sehr typisch für anamorphotisch wiedergegebene 35mm-Filmmaterialien mit KS-Perforation, die auf Durchlaufprintern (oder hier: Durchlaufabtastern) erstellt wurden. Die Theaterpraxis in der 35mm-Filmwiedergabe zeigt seit jeher Unterschiede inder anamorphotischen Vorführung von 35mm-Lichttonopien mit Normalperforation und der Vorführung von 35mm-Magnettonkopien mit Kleinlochperforation. Die Magnettonkopien hatten einen seitliche deutlich besseren Bildstand. Wenn bei der Jubililäumsausgabe von THE KING AND I von 1996 55-mm-Negative (mit bildstandsoptimierter Kleinlochperforation!) abgetastet worden sein sollen, sollten Bildklarheit und Bildstand überzeugen. Defakto aber fällt diese Abtastung in qualitativenr Hinsicht hintet denen anderet zuderzeit transferierten 35mm-Scope Filme deutlich zurück, zeigt aber Charakterisika eines Interpositivs. In den Wide-Gauge-Heften (alle Ausgaben von 1996 gestern noch mal gelesen) finden sich keine wirklich substantiierten Erläuterungen, wie man das 55mm-Negativ auf den Abtaster brachte. In WideScreen-Review aus dem gleichen Jahr ist das von "transferred from the CinemaScope 55 Interpositive" die Rede. Betrachtet man "CinemaScope 55" als Markenname und schlussfolgert, dass das einzige als Komplettfilm existierende CinemaScope-Interpositiv eigentlich nur auf 35mm existieren kann, landen wir bei einer Abtastung eines 35mm Interpositivs aus dem CinemaScope55-Verfahren. Bevor wir bei Geräteauswertungen weitermachen oder Text-Exegese betreiben, bitte ich sehr darum, die benannten Editionen vorher mit eigenen Augen zu bewerten und hier konkret auf diese Symptome einzugehen. Das ist nur eine These, aber die Version von 1996 sieht nach einem 35-mm-Transfer aus. ;-)
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Auch besse nicht als Aufwickelspule - denn unten walten die gleichen Zugkräfte wie bei der oberen Friktion, nur in umgekehrter Reihenfolge. Zwar läuft der Film nicht (wie etwa bei einer nicht fluchtend sitzenden Abwickelspule) aus der Trommelkanalrolle heraus, ab der Drall auf die untere Trommelkanalrolle und den linken oder rechten Spulenflansch setzt sich auch in der Aufwickelfunktion fort. Hinzu kommt die Gefahr des Splittens om der unteren Trommelkanalrolle (die in der oberen Funktion als Abwickelspule weniger besteht) oder der Film klettert von unten nach oben (entgegen seiner Laufrichtung), gerade wenn die Spulenhälften nach innen verbogen sind und Film beim Aufwickelnblockiert wird. Fazit: die Projektion mit der giftigen Zinkspule, sofern sie nicht verbogen ist, in Auf- wie in Abwickelfunktion ist die einzige halbwegs sichere Betriebsmethode beim 70mm-Film. Im Innbrucker Kino LEO habe ich daher die besten Erfahrnungen der letzten Jahre gemacht: einfach und sicher, statt teurer (Kinotonspule) und instabil. Abenteuerlich ist übrigens der Tellerbetrieb, der bekanntich von den der La Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) angeschlossenen Kinos boykottiert wird. So staunte mich die abstruse Bettel-Liste eines Fanboys im Nachbarthread ("70mm-Event"), der mit Wunschtiteln wie Farbkopien von RYAN'S DAUGHTER so wie BLACK TIGHTS jongliert, ohne sich über die betreffenden Archive und ihre Anforderungen an den Spulenbetrieb informiert zu haben. Dass dann im gleichen Bausch und Bogen so aussagekräftige und visuell atemberaubende (und in diesem Tellerkino sogar spielbare) Filme wie THOSE MAGNIFICENT MEN IN THEIR FLYING MACHINES, THE GREATEST STORY EVER TOLD in einer Ausschluss-Liste wie von linksliberalen Bildgungsspiessern kommentiert werden, hat mich dazu bewogen, solche Zusammenkünfte tunlichst zu meiden!
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Textkorrektur: ich meinte die grauen Zinkguss-Spulen, welche besagte Auswirkungen haben [auch als sog. "Zink-Pest" bezeichnet].
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Beim Scan eine grundsätzlich neue Farb- und Lichtbestimmung: ein Risiko, wenn Mangel an Zeit und Fachleuten besteht. Abtasten alter Interpositive (sofern sie sich nicht verändert haben) sind recht einfach, da die Interpositive die authentische Farb- und Lichtbestimmung der Premierenzeit beinhalten (siehe auch ICE STATION ZEBRA) und nur selten Nachkorrekturen erfordern. Minimal körniger jedoch als eine Negativabtastung oder ein Scan des Negativs. THE TEN COMMANDMENTS ist abgetastet, nicht gescannt. Völlig neue Farb- und Lichtbestimmung, hier perfekt gelungen. Bei THE ROBE wurde der Grain Reducer massiv eingesetzt - sieht man und ist auch in Belston Bericht glaubhaft. Allerdings waren die Kopien voin Anfang der 1950er Jahre, gezogen vom Kameranegativ, auch nicht sonderlich körnig. Satt belichtete Negative der Zeit haben dieses Potential: eine ganz wichtige Ergänzung von @Klaus-Peter. FROM RUSSIA WITH LOVE wäre diesbezüglich noch zu analysieren: beachtliches Ergebnis.
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o.k. ist das der Erfahrung nach nicht: denn die Grauguss-Spulen sind neben den Transportkisten auf dem Bild (Ausstreuung von Metall-Ionen) und der nicht vorhandenen Klimatisierung in der Schauburg Karlsruhe eine archivarische Zeitbombe: dann gibt es später mal den 1. Preis für die Katalyiserung des Vinegar Syndroms. ;-) Vinegar Syndrom = Zersetzung der Triacetatunterlage, Schrumpfung, Wölbung und Verklebung der Filmschichten mit Rosastich und einem Schärfepumpen bei der Projektion. Alles vermeidbar. Vertikales Lagern von Magnettonkopien und Tonbändern: ein ziemliches No-go, liebe Kollegen! (Erdmagnetstrahlung.) Vor ein paar Jahren begannen wir mit der Umlagerung von Magnetton-Filmrollen auf 35mm und 70mm in anzufertigende Aktkartons und bei horizontaler Lagerung und 5 Grad Minus. Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen. Manches kommt zu spät: um 1 Monat zu spät (Umlagerung von DOKTOR DOLITTLE) oder um 40 Jahre zu spät, als man mit dem Einfrieren und Lagern in Kartons hätte beginnen sollen und keiner ahnte, dass man sich noch 2014 mit dem Format herumschlagen muss. Am wenigsten schaden die Transitspulen - sie sind aber auch die instabilsten (die Nieten lösen sich, der Wickelkern bricht heraus). Transit- wie Transportspulen (auch die dürftige Projektionsspie von Bauer) können aber leicht einen Grat an der Spuleninnenseite abbekommen, wodurch Filmeinrisse auf dem Umroller entstehen könnten. Während der Projektion also die Projektionsspulen von Philips EL 4070, die Grauguss-Spulen oder die Guss-Spulen von Technicolor, DeLuxe verwenden - aber bitte nach Möglichkeit nicht für Lagerungszwecke, das wäre keine gute Idee.
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Ernemann 8 B mit Kabelbinder "Kufendruck"
cinerama antwortete auf brotsuppe's Thema in Tips und Tricks
Bei der DEFA - Zentralstelle für Filmtechnik gab es dazu eine Untersuchungsreihe, die ich vor 20 Jahren mal in Babelsberg fand und fotokopierte. Anhand der Diagramme (ähnlich dem Verhalten von Beschleunigungskurven bei Schrittschaltwerken) wurde die Filmbühnen-Varianten differenziert. Praktisch könnte man den Unterschied auch bei Projektoren wie Cinemeccanica Viktoria 8 (bei 70mm-Film ausgetestet) heranziehen. DIe Variante "Stahl-Film-Stahl"-Kombination war filmschonend, aber die Klebestellen schaukelten sich auf. Neben anderen Viktoria-typischen Symptomen. Bei Samtbeklebung zeigte sich dann eine höhere Rissgefahr für Altmaterial, andererseits eine optimale Bildruhe. Beim Tongeräten, Bremsrollen und Spannrollen verhält es sich dann ähnlich. Klebestellen auf Philips-Tongeräten laufen sauber durch, alledings mit einem Jaulen wegen des Verzichts auch weitere Bremsrollen usw. Aber es geht ja hier um die -> Ernemann 8 (und ich schweife sträflichst vom Thema ab). -
Eine Projektion mit 70mm-Transportspulen (sie sind schmaler als Projektionsspulen) ist extrem gefährlich. Mit Glück "schleift und zupft" der Film intervallartig nur am Flansch der Trommelkanalrolle. Selbst wenn der Film dabei nicht gleich aus dem Flansch herausläuft, bleibt nicht aus: die stossweise Bewegung, die durch den Seitenteil der (fast immer verbogenen) Transportspule verursacht wird (zumal diese "schmalere Spule" eben nicht mittig läuft, sondern aus der Flucht fällt und immer zur Aussenseite strebt), überträgt sich auf die Vorwickel-Zahnkränze - unter Umständen bis zur Schaltrolle. Kleinere oder massive Perforeinrisse sind die Folge. 90% aller 70-mm-Einsätze sind ein Abenteuer. Die wenigsten sprechen es offen aus oder bemühen sich um ein Sicherheitsmanagement: ausreichend sind oft nur ganz wenige, einfache Hinweisen. Stattdessen viel Energie nach aussen hin zum Marketing, wie ich es zu Zeiten der Reprisen in den 70-iger Jahren, als noch alles intakter und stimmiger war, nie erlebte. Ein Monumental-Film lief seinerzeit einfach "in70mm 6-Kanal Magnetton", das Bild war vergleichsweise super (gegenüber den heutigen Dup-Nachkopierungen, die hier wieder "zelebriert" werden), der Magnetton unverfälscht, dei Bildwand gross und konkav. TRON, MAD MAD WORLD und DOCTOR DOLITTE im Programm überzeugen dann aber doch. Dabei war die Fox doch zuletzt zurückhaltend bei der Auslieferung der nachgezogenen Prints. Das Kino scheint aber auch hart am Markt zu kämpfen und ist nicht so reich, wie die Fassade es vermuten lässt.
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Ernemann 8 B mit Kabelbinder "Kufendruck"
cinerama antwortete auf brotsuppe's Thema in Tips und Tricks
Beim Lesen des Vorgänger-Thread eröffnen sich viele praktikable Alternativen. Ein paar Unterschiede aber wurden noch nicht diskutiert, die ganz interessant sind. Da stellt sich die Frage nach dem Abrieb, dem Reibungswiderstand, Longitudinalschwingen undsoweiter. Muss nicht dramatisch sein. Bei alten Versuchsanordnungen findet man aber Diagramme, die z.B. verschiedene Bildstandsqualitäten aufzeigen (materialabhängig oder sogar für alle Materialien geltend). Samt-Film-Samt-Kombination kommt am besten weg bei Bildstandsbetrachtungen, weniger aber bei der Filmschonung. Stahl-Film-Stahl ist der Erinnerung nach am filmschonendsten, zeigt aber die größte Toleranz gegenüber Bildstandsschwankungen und vertikalem Aufschaukeln. Delrin war schliesslich vor 40 Jahren ein sehr guter Kompromiss: aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Kann man dies vielleicht einmal verwissenschaftlichen, wenn jemand Lust dazu hätte? :) -
Ende der Vorstellung: Das Handwerk der Filmvorführer stirbt aus
cinerama antwortete auf rene rossi's Thema in Links
Und die führst Du noch mechanisch "sorgfältig und gewissenhaft" vor? (Nur kleine Verschiebungen der Tonspur als Folge?) Möchte ich gerne sehen und davon lernen. Aber angeblich wurde "Todd-AO so erfunden", hörte man aus Deiner Region.