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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Die Erläuterung ist schon wichtig - für die, die zunächst irritiert sind. Danke. Trotzdem: es bleibt Irritation, zumal sich die Format- und Zeitebenen wahrnehmungsphysiologisch nicht im Sinne des Wechsels (Paradigma) erschliessen oder im Langzeitgedächtnis haften bleiben. Weder ästhetisch, dramatisch, technisch noch photographisch. In der Epoche echter Panorama-Screens war der "Einschnitt" anders komponiert und ach "tiefgreifender": selbst ein Film wie PICASSO (Clouzot) profitierte vom Formatwechsel. NAPOLÈON (Gance) mit Sicherheit. Der Übergang von Wochenschauen (Normalformat) zur Cinerama-Show war erschlagend. Die erste Aufblende auf IMAX-Format in DARK KNIGHT (Nolan) erweckte ebenfalls Hoffnung auf mehr. Dramaturgisch gegliedert auch die Transitionen in BRAINSTORM (Trumbull), aber bereits "deklamatorisch" und aufdringlich. Oder der Epochenwechsel (ohne Formatwechsel!) in HOW THE WEST WAS WON (Hathaway: der Sprung von der "Eroberung" des Westens zu modernen Metropolen); der Match Cut in 2001, wo sich ein Knochenwerkzeug in einen Atomsatelliten verwandelt (Kubrick). Der Wechsel des Farbschemas in SPIEGELBILD IM GOLDENEN AUGE (Huston), Splitscreens in BOSTON STRANGLER (Frankenheimer), 35/65mm-Sprünge in BLADE RUNNER (Scott), TRON (LIsberger) oder LITTLE BUDDHA (Bertolucci); farblose zur farbigen Szenen in WIZZARD OF OZ (Fleming), ANDREJ RUBLJOW (Tarkowski), IVAN GROSNY (Eisenstein), THE CONGRESS (2013) ... sie bleiben in Erinnerung. BUDAPEST HOTEL agiert trotz talentiertester Schauspieler mehr wie ein Gimmick oder Comic denn als Epos. Den Junot-Brüdern, Terry Gilliam, Ken Russel, Fassbinder und anderen noch ist wie Anderson eine fast "selbstverliebte" Ästhetik zu eigen, vor der die Story als Klischee-Unterlage zurückzustecken hatte. bzw. infantilisiert wurde. Ein Resumee der Experimente der letzten 10 Jahre: Das zu häufige Hin- und Herspringen zerreist den dramatischen Bogen: Anfang und Ende greifen nicht mehr ineinander. Bei einem "Thesenfilm" von Lars von Trier wären diese selbstreflexiven Wechsel nachvollziehbar - im tradiert narrativen Film, selbst wenn er in Ellipsen montiert ist, meines Erachtens nicht. Projiziert auch noch aus dem Letterbox-Kontainer (so auch auf der Berlinale-Premiere) grenzt es fast schon an Lächerlichkeit! Ist aber eine subjektive Meinung.
  2. Da gab es doch schon so viele andere Firman, die exklusiv Digi-Projektion für Imax entwickeln wollten, so auch Kodak: http://www.heise.de/...AX-1362433.html Exklusivverträge mit der Imax Corp. einzugehen, ist betriebswirtschaftlich oft hinterfragt worden.
  3. Kritik ist frei. Oder doch nicht? Ansonsten mein Eindruck: sind das Fan-Boy-Ausraster der Hörigen und Hassenden, die solchen Tonfall nötig haben? Dazu auch noch aus der Anonymität gefeuert, obwohl @Salvatore hier oder anderswo nie Termine postet. Was möchte er hier, bei den internationalen Terminen? * 5 Jahren nicht nach Karlsruhe gefahren (in der Zwischenzeit auf anderen Festivals), reichen mir die Vorjahre als Chronik von Verkaufsmärchen völlig aus. Was im Forum hier süsslich beschrieben wurde, entsprach leider zu oft nicht den Tatsachen. Und wenn die Tatsachen nun einmal anders beschaffen sind, sollte man damit ehrlich umgehen. Den widerborstigen Thread hatte ich gegründet, um Alternativen zu Karlsruhe erörtern zu lassen. Nicht ganz einfach, sobald Fanboy-Schwärme hier umherwüten. *** Zur Aufdeckung von "Widersprüchlichkeit" von Ausführungen, wie sie obenstehend freundlich Herr sturges unterstellt, darf ich die Ausführungen erläutern (mir schlüssig erscheinend, für andere vermutlich wie eine Verdrehung erscheinend): Fall A: Ferndiagnose der deutschsprachigen 70mm-Kopien der 60er Jahre (u.a. BEN HUR, 55 TAGE IN PEKING, ONKEL TOMS HÜTTE, GRAND PRIX, RYANS TOCHTER und dreißig weitere Titel - bzw. Ferndiagnose einer anamorphotischen Projektion der karlsruher geschnittenen Version von DIE GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN: Ja. wie der besagte, in den Vorstellungen an Ort X unter den geschilderten Voraussetzungen sich ergebene Look (und Klang) charakterisiert ist, kann man voraussagen. Die Vorbedingungen hierfür sind: a. man hat die Filme dutzendemale gesehen, b. man hat selber Zugang zu diesem Material (das seinerzeit beim Start in geringer Kopienauflage in identischen Kopien die dt. Roadshowkinos erreichte und im Grossen und Ganzem heute das gleiche Color-Fading aufweist (mit leichten Abstufungen, geschuldet unterschiedlicher klimatischer Lagerung), c. man macht sich selber mal die Mühe, wie eine Kompressions-, Dekompressions- oder Kompensationskopie eines in UItra Panavision gedrehten Films bei Zuhilfenahme eines Panavision-Anamorphoten mit Dehnungsfaktor 1.25x auf einer Flach-und auf einer Konkavbildwand aussieht. Wenn das andere, die sicht entrüstet über eine Fernbetrachtung sbeschweren, nicht wahrhaben möchte, nehme ich an, dass sie diese Filme zum ersten Male im Kino erleben durften (also dankbar für eine karlsruher Vorführung sind), keine unmittelbare Vergleichsmöglichkeit haben und daher gereizt reagieren. Ist auch nachvollziehbar: Weil sie ihr tolles Erlebnis von gerade eben ganz einfach nicht mit Schmutz beworfen sehen möchten. Dankbar war auch ich bei ähnlichen Anlässen, erstmals dankbar in den 70er Jahren in einigen Revivals die noch nicht rotstichigen, aber stark magentastichigen 70mm-Kopien erleben zu dürfen -. mechanisch 1A in Schuss, aber bereits mit weggelassenen Musiken, Abspännen (es mussten ja 3 Vorstellungen am Tag laufen) oder ausgeschaltetem Surroundkanal. Mit einer Beurteilung von Farbgüten oder Projektionsgüten hatte solche Schwärmerei allerdings wenig zu tun. Es ist doch dann eine Entwicklung anderer Sichtweisen, wenn man nach intensivierer Beschäfttigung mit dem Material später kritischer wird und in der Tat eine Allergie gegen die (auch hier) ausgeschütteten Marketing-Märchen hat. Schliesslich handelt es sich nicht um kleine Autorenfilme - wohlgemerkt -, sondern um hoch kommerzträchtige Produkte - und um eben solche Filmtheater, die mit dieser Ware - oder einem Privileg ihrer "Perfektion" - am Markt agieren. Aggressiv agieren, wie es auch die betreffenden Roadshows in ihrer Zeit sich zueigen machten. Kurzum: man muss (wirklich!) nicht von den Fanboys nach K. gezwungen werden, um Urteile über Filme oder 70mm fällen zu können. Fast klingt es aber so, man müsste dazu gezwungen werden. Fall B: Beurteilung von SPARTACUS-Kopien für internationale Einsätze, zu denen ich anführte, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Kopierwerken nachkopiert wurden - denn dies sehe ich als Unterschied zur ersten Charge des Dutzends an 70mm-Premierenkopien der 60er Jahre an, die zur Startzeit in nahezu identischer Güte ausgeliefert wurden. Bei diesem Thema wurde nichts verschwiegen und versüsslicht: Während anderen Forenten eine 70mm-Kopie SPARTACUS; die sie aus Berliner Bestand kennen, gefiel (und farblich ist sie die stimmigste bekannte Film-Kopie, die ich kenne), schränkte ich die Güte wegen einer gewissen Rauchigkeit im Look ein, was technische Ursachen hat. @preston sturges verstand das nicht. Oder wollte es nicht verstehen. Oder meint; wenn man unterschiedliche SPARTACUS-Kopien der Revivals seit 1989 feststellt, müsste man Dasselbe auf die 60er Jahre-70mm-Kopierungen übertragen. *** Über die konkreten Ursachen (oder Referenzen, die auf eine Annäherung zum Original-Look beim einen wie auch anderen Film führen könnten oder ihn näherungsweise rekonstruierbar machen), habe ich auf den mit bekannten Karlsruher Veranstaltungen eigentlich keine fachlich überzeugenden Nahdiagnosen oder Thesen gehört. Und auch nicht im Forum. In späteren Jahren bin ich dann nicht mehr hingefahren - nicht weil schlechte Veranstaltungen und Vorführungen zu beklagen wären, sondern weil konkret hier im Forum Marketing-Beschreibungen Angaben lieferten, die niemals haltbar gewesen wären. ("Todd.AO, wie es erfunden wurde" usw.). Kurzum: man wäre evtl. kurz hingefahren bei einem noch nie gesehenen Film (MOTION war für mich dort eine Erstbegegnung), aber das verklärte Marketing wirkte auf mich (und einige, die nicht im Forum schreiben) nicht mehr sehr einladend. Sollten Fragen zur "Rauchigkeit" des oben genannten Films (SPARTACUS) bestehen - zumal meine Andeutung nicht verstanden wurde, könnte darauf kurz eingegangen werden. Es hat sogar mit der Marketing-Politik aus Karlsruhe nicht das Geringste zu tun. Könnte aber neuerlich als "Müll" abgetan werden. @preston sturges hatte mir einmal zum Vorwurf gemacht, wie man es hier wagen könnte, renommierte Restaurateure vom Namen eines RAH anzugreifen: oder dass die Annahmen zu dessen Statements alle nicht wahr seien. Nun: preston selber machte sich niemals die Mühe einer Analyse (kritisierte noch nie eine Kopierung, soweit ich mit entsinne). Allenfalls wurde mit Marketing-Geschick das Ergebnis schon im Vorfeld mit Superlativen überfrachtet. Widersprach man dem, wurde man von dafür gekreuzigt und subtil beschimpft. Aber wenn man sich fragt, ob Herr Sturges gewisse Fehlkopierungen oder Irrwege in der Restaurierung nun nicht erkennt oder nicht erkennen möchte, eben so auch Verfehlungen und Irrwege in der ideologischen Ausrichtung eines Films, bleibt nur dieses Resumee: er will so etwas nicht sehen, er kann so etwas nichts sehen, oder er muss so etwas (weil er Kaufmann ist) nicht sehen. Im Zuge aber der virulenten DCPs einstiger Todd-AO-Filme dürfte sich m.E. jetzt erweisen, dass die damalige Kriitk an Neueditionen und Restaurierungen richtig war - leider aber kaum geführt wurde! Das ist ein Kritikforum und nicht nur ein Marketingforum. Auf den Festivals wurde natürlich weitergeschwärmt und devot gedankt, und nachdem die Filme auf halbwegs ordentlich korrigierten DVDs und auch auf einigen akzeptablen Blu ray Discs erschienen, wunderten sich viele, wie das eigentlich passieren konnte, was in den letzten 26 Jahren neu kopiert wurde. Zeigen soll und kann man alles - unbedingt und auch in Zukunft. In Krnov, Karlsruhe, Oslo, Bradford, Bln, Paris, Alborg usw. Aber man sollte bitte aufhören von "Todd-AO, wie es erfunden wurde" zu reden. Danke, danke vielmals, aufrichtigsten und devoten Dank dafür, falls man sich herzlich zumindest auf diesen letzten Punkt endlich einigen könnte! [Erpart weitere Auseinandersetzungen----] Ist in Arbeit, wird so unterirdisch schlecht nicht sein - aber "Todd-AO, wie es erfunden wurde" wird nicht die Überschrift dieser Screenings werden. Es werden auch keine Gesten mit ausgebreitenen Armen [Penis-Allegorien] oder gen Himmel gehaltene Clips [so scharf das Bild, dass man die Sonnenbrille braucht] Teil des Marketings sein.
  4. Auch in Bln geregelter Bürobetrieb und Service. (Vorgestern etwas bestellt...)
  5. Das sind so die allgemeinen Spitzen im Forum. Zeigen auch, dass hier alle Unschuldsengel sind - die anderen Veranstalten "nur das Beste" wünschen... ;-)
  6. [...] Zu den hier aufgelisteten Vorführmängeln fällt mir nichts mehr ein, außer daß ich froh bin, nicht für die BOUNTY-Vorführung eigens eine Mehdorn-Gedächtnisabgabe entrichtet und einen Tag geopfert zu haben. Daß gerade der Film, für den letzten Endes der ganze Pyrcon-vs.-DP70-Zirkus betrieben wurde, so unzulänglich präsentiert wurde, ist ein besonders bittere Pointe. :roll: Einige der Ferndiagnosen oder Fernbewertungen von @magentacine. Nun sei es Lüge, daran zu erinnern. Na ja ... also das ist ja einigermassen aussagefähig. Aber der Inhalt war berechtigt!
  7. @magentacine berichtet bewusst oder unbewusst unrichtig: bspw. darüber, ich sei nur bei einem einzigen Todd-AO-Festival in Karlsruhe gewesen. Es ist die Unwahrheit. Höflich gesagt. Es kann ja wohl nicht angehen, das einem andere erzählen, wo man gewesen sein soll? Oder hingehen muss, um mitreden zu dürfen? Dann magentacines Hinweis auf dortige Diskussionen. Ja und? Frage: was bewirkten denn diese Diskussionen? Letzlich schrieben beeinflusste Fachblätter zu neueren Screenings "so wie Todd-AO erfunden wurde", und in Vorankündigungen werden gefadete FiImclips zur Vorlage von Veranstaltungsankündigungen, in denen sie überraschend farbig annonciert sind, so als wären auch die Screenngs ebenfalls farbiger Natur. http://www.filmvorfu.../page__st__1700 Mich würde nicht wundern, dass solche Prospekte dann auch bei den Anträgen für den Programmpreis vorgelegt werden. Die Vor- und Nachteile der Kopien wurden auch in diesen Threads beschrieben von den Anwesenden, und meine Mutmassungen trafen zu, sofern ich halt mal nicht dort war. Da ich etliche Filmtitel selber griffbereit habe, die dort liefen, kann man durchaus Ferndiagnosen anstellen. Denn die dt. Kopien stammen alle "aus dem selben Stall". Ich finde es daher bemerkenswert, Filme als "integrale Fassung" anzukündigen (BEN HUR in dt. Version, zerstückelt und fehlende Szene; MEUTEREI AUF DER BOUNTY; SCHEHERAZADE mit fehenden Rollen), aber Fragen hierzu im Vorfeld im Keim zu ersticken - und dann überraschend gestückelte Versionen am Veranstaltungsabend zu präsentieren. Dass preston sturges auf andere Festivals hinweist, ist unübersehbar und vollkommen verständlich. Um auch den Bogen zurück zur Eigenwerbung zu finden. Dabei ist vergessen worden, dass ein anderer Forent auf dieses Festival in 2014 zuerst hinwies. Und dass dieser Thread seinen Beginn in Krnov hatte, aber Parallelveranstaltungen seitens Herrn sturges zunächst nicht gern gesehen waren oder ironisch im Vorfeld (Hinweise auf angeblich fehlende Rechte, Lautsprecher-Layouts usw), ist ebenfalls einsehbar. Die Fans eines bestimmten Kinos werden hier weiterhin protestieren, aber in 1 oder 2 Jahren wird sich die Szene der Aktiven klären. Einige werden weiterhin 70mm-Filme (ohne DCP) zeigen, andere dann etwas anderes. Und daher freue ich mich über die Dokumentationen in diesem Thread: auch die der völlig unversöhnlichen Standpunkte! Während einige viel vermuten, bin ich durchaus mit Fachleuten in der Lage, Ursachen für die Symptome neuerer oder älterer Kopien auszumachen. Das geforderte Zitat, wo aus Frankfurt Ferndiagnosen/Bewertungen Richtung Berlin/IFB eintrafen, ist längst vorgebracht worden. Einfach nochmal nachblättern, auch wenn es schwer fällt. Und noch einmal: die Frankfurter Diagnose war in diesem Falle berechtigt. Frankfurt/Main ist sozusagen als 70mm-Spieler bedeutungslos geworden, seit dortige Protagonisten von Karlsruhe abgeworben wurden. Folgen Ausdrücke stören im übrigen den Tonfall: Kaffeesatzleserei, Glaskugelschauen, Gelbseher, Erbsenzähler, dreister Lügner. Ich gebrauchte sie nie. Das Vokabular ist aussagekräftig für eine Fanboy-Community, die durch Freikarten, Werbegeschenke u.a. Zuwendungen als sogenannter Multiplikator des Marketings eingespannt wurde. * Fazit: @magentacine war nach allen Ausführungen hier offenbar auf keiner anderen 70mm-Veranstaltung als in Frankfurt Main oder Karlsruhe. Richtig oder unrichtig? Wäre es nicht besser, dann in einem anderen Thread zu posten und diesen nicht unnötig zu belasten? Aufgrund der Verlagerung seiner diesbezüglichen Aktivitäten ist das Deutsche Filmmuseum Frankurt am Main kein ernstzunehmender Versammlungsort mehr für die an Filmformaten oder hier der 70mm Interessierten. Nicht nur äussere Umstände sind schuld, auch man selber trägt Schuld in sich. Mal einige wohlwollende Zitate:
  8. "preston sturges": Na, dann leg' mal Protest ein: bei den Companies, konkret wegen ihrer Ausschusskopierungen, wenn Du nicht nur opportunistisch agierst. W.S.S.: Das ist die bereits in Karlsruhe verrissene Version, von der sich einzelne Besucher wünschten "nicht schon wieder!" (neu gekaufte Archivkopie vom "eye" Amsterdam). Riesige Lettern mit "Super Panavision" - eben so gröbstes Korn und falsche Farben. * Frage in Informierte: warum ist der Screenshot bei "2001" auf dem Werbeplakat untertitelt? Testlauf einer älteren Kopie, allerdings doch ein Einsatz der Warner-Version von 2001? Das irritiert etwas. * "salvatore".: du hast anscheinend Langeweile.
  9. Freundlich auf Plauderer antwortend, legen magentacines Wendungen nahe, man sei nie in Kalrsruhe gewesen. als Du. - Festivalbesucher, die tatsächlich anwesend waren und "Karlsruhe" und das Programm nicht nur vom Hörensagen kennen, werden den Rest Deiner Anschuldigung einzuordnen wissen. Mehrere Festivals dieses Ortes der Neuzeit kenne ich ja (vier oder fünf), Veranstaltungen dort und anderswo auch 30 Jahre vorher schon (unter Fricker & Co und anderswo in NRW, Hamburg, Bln und sonstwo). Wenn einmal nicht in Karlsruhe weilend, erlaubte man sich eine Ferndiagnose über Filme, deren 70mm-Looks und Verfallssymptome, die ich halt aus anderen Archiven in Europa kenne,.wo ich sie selber gesehen habe oder auch aus eigenem Material einordnen könnte. Kein Verbrechen hoffentlich das zu tun, sondern eine Näherung an etwas, was man sich ansehen kann oder auch nicht wiederholen muss. Wie also Kompensationskopien in berichteter anamorphotischer Projektion auf curved screen aussehen, kann man sich per Ferndiagnose vorstellen. Wie einige Filme, deren Kürzungen einem bekannt sind ("Greatest Story Ever Told") wirken, kann man auch im Vorfeld für sich einschätzen, wenn man sie schon mal in jener Fassung anderswo gesehen nat. Oder wenn unangesagt Kopien mit fehlenden Akten gespielt werden usw. Welche Color Fading bei Kopien von DeLuxe, Technicolor, MGM Culver City etc. zu erwarten sind, kann man auch mit Ferndiagnose näherungsweise beschreiben. Der Kampfbegriff gegen die Ferndiagnostiker zeigt m.E: die Angst der fanatischen Fans, Dinge beim Namen zu benennen oder ihren heiligen Ort nicht akzeptiert zu sehen. In 25 Jahren einige Veranstaltungen durchgeführt (irgendwie um die 130 öffentliche Screenings in 70mm - nicht viel, aber auch nicht wenig), muss man sich nicht vorwerfen lassen, Nichtstuer zu sein. Daraus spricht eher Neid, Gift und Galle, dass man sie nicht befriedigt oder reumütig in einer Schauburg Karlsruhe auftaucht, um sich in irgendweine Fangruppe einzureihen, sagt mir gerade der Kollege hier am Tisch. Es hängt auch damit zusammen, weil einige halt nur diese Region bereisen (Raum Frankfurt bis Stuttgart) und auf auswärtigen Veranstaltungen niemals sein konnten. Andere aus dieser Fanboy-Gruppe hinwiederum besuchen auch andere Festivals. Sinn der Einrichtung dieses Threads war aber, auf andere Orte als Karlsruhe hinzuweisen. Wenn nun einzelne Beitragende den Thread damit schwächen, in dem sie immer wieder Karlsruher Freuden beschwören, verteidigen und hervorheben, oder dass ihnen alles andere zu weit ist, ist es einfach der falsche Thread - bedauere. Faktisch hat ein @Salvatore warscheinlich im Leben solche Veranstaltungen noch nicht durchgeführt/mitorganisiert/mitbeliefert, sondern führt nach Karlsruhe und schreibt hier Beiträge, die mich im Kopf und Herzen nicht ereichen. Dann beschwert er sich immer wieder, dass seine wichtige Person nicht eingeladen wurde. Sein Freund @magentacine (beide, wie ich hörte - engstens bei Sichtungen zusammen) waren auch noch nie auf anderen Festivals/Veranstaltungen dieses Threads (und in der Spreestadt noch nie). Ferndiagnosen gaben sie dennoch ab, wozu sie ein Recht haben - mich störten sie nicht. Faktisch hat @magentacine durch Beiträge in Karlsruhe das Deutsche Filmmuseum Frankfurt geschwächt: das Thema ist dort weitgehend nicht mehr gefragt. Zu erwarten wäre, dass jene Herren, die sich lautstark äussern, mal in Frankfurt irgendwas machen: wie sieht's aus? Im November ein grosses Festival am Main? Nein, der Festival-Termin im November bezieht sich nicht auf Karlsruhe. Und die beiden Frankfurter Vorredner werden vermutlich dort gar nicht hinfahren wollen. Aber vielleicht andere Interessierte dieser Region. ;-)
  10. Sehr früh die Vorankündigung eines weiteren mitteleuropäischen 70mm-Festivals. November 2014. Bildwand: 18 Meter. Eine fantastische Saalausstattung, war echt beeindruckt! Mehrsprachige Kopien. Seriöser Betreiber.
  11. Warum postest Du den Link nochmal? Grundsätzlich fürs dt. Vorführerforum verständlicher: Tschechische Titel bedürfen m.E. einer Übersetzung. @filmempire ist mit involviert und fährt auch dort hin. Mit seinen Kopien. Du brauchst also nicht die "Rechtsverteidigung" von preston sturges zu mimen, auch wenn bekannt ist, dass Du für seine Festivals arbeitest. Schon allein durch Deine Wortwahl (oder Übernahme der Kampfbegriffe von preston sturges wie "Erbsenzähler" oder "Ferndiagnostiker") äffst Du Herrn Sturges nach. preston sturges kann sich selber darstellen und braucht nicht Deiner oder Salvatores "Fanboy-Gemeinschaft Schauburg Karlsruhe", die erklären, warum und mit welcher PR-Zielsetzung er etwas postet. Warst Du schon mal in Krnov oder Tschechien oder plauderst Du nur? Um Kopienbereitstellung. Und meine Frage, welcher thematische Schwerpunkt gesetzt wird. Habe darauf verwiesen, dass preston sturges der bessere Partner ist und hilfreich in jeder Lage und abgesagt. Ohne Thema gibt es keinen Anreiz, zu einem Festival zu fahren.
  12. Kaum jemand aus dem Vorführerforum kann das lesen. Ungefilterte Verlinkung, die so nicht wirklich anzieht. Sollte man nicht besser die Berichterstattung Denjenigen überassen, die (wie @filmempire) wirklich vor Ort sind? Respekt und Gejubel nur aufgrund von Internet-Funden sind nicht so prickend, finde ich. - Ich warte jetzt aus Informationen aus erster Hand, ggf. von @filmempire. Und vielen Dank für seine Vorabinformationen. Auch hier steht schon Substantielles: http://www.in70mm.com/news/2014/krnov/index.htm
  13. Mit einer minimalen Tendenz zur "Rauchigkeit" ist die analoge Umkopierung/Restaurierung von SPARTACUS farblich als gelungen zu erachten, ohne die Streubreite einiger Kopien in unterschiedlichen Jahren seit 1989 zu verschweigen, wonach auch die Entwicklungsmaschinen auf ihrem Tagesstand anders reagierten oder sich bei der Vorfilterung in der Kopiermaschine ein Fehler einschlich. Schimme Exemplare der restaurierten Version sind der Rangfolge nach die jüngste HD-Ausstrahlung (ausgerechnet wieder einmal) auf Sender arte, gefolgt offenbar vom geschilderten DCP, und an dritter Stelle würde ich die noch vor ein paar Jahren kursierende 70mm-Kopie aus Westeuropa so wie die 35mm "Archivkopie" der Universal erachten. Zu den besseren Versionen gehört die deutsch untertitelte Bonner Kopie der selben Restaurationsfassung. Hinsichtlich des Farb- und Lichtausgleichs ist entgegen der 70mm-Kopie aus Westeuropa die Zwillingskopie aus Berlin von A bis Z ausgeglichen und nahe einem Eastman Color-Look der 1950er Jahre. Das Bild eines 70mm-Clips anbei - es wurde von einem minderwertigen Scanner gemacht, zeigt aber zumindest, dass man sich nicht unbedingt nur mit rotstichigen Filmkopien oder Blu ray Discs oder gar Museums-DCPs (kommunale Kinos, die inhaltlich, aber leider nicht werkkonform disponieren und zurechtkürzen) abspeisen lassen sollte. Ich habe gehört, die neue "Roadshow-Version" von SPARTACUS (also das hier gescholtene DCP) wird vom Frankfurter Deutschen Filmmuseum an das Berliner Arsenal - Institut für Film- und Videokunst weiterverschickt. Einsatz: 27.4.2014. ( http://www.arsenal-b...4/april/20.html ) Meine Ehrerbietung geht nach Frankfurt am Main, das Video weiterzubreiten: So können sich junge Menschen von "Exzess und Opulenz" (das ist der Titel der hochtrabenden Filmreihe) endlich eine authentische Vorstellung machen [ironie-Modus "aus"}
  14. cinerama

    Alte Kinos in Bonn

    Eine vorzügliche Standortrecherche von @Cineteatro. Die Architekturbibliotheken durchkämmt? (Mir würde evt. das Datum genügen als freundlicher Hinweis). Aus meiner laienhafte Fernsicht ist doch der Saal reaktivierbar? Fehlt die Auframpung, Rolltreppe entfernen, und in 20 Jahren (nach einem spekulierten "Ende der Multiplexkinos"?) wäre ja vieles vorstellbar und wünschenswert... da trügt das Grundgefühl von @manfred absolut nicht, weil alles andere als Kino oder Theater an diesem Ort in der Langzeitperspektive keinen Sinn macht. Die zeitweise in Bonn tätige Film-Professorin U.v.K. hatte einst ein Recherche- und Ausstellungsprojekt zu Bonner Kinos im Sinn, wie sie mir erzählte. Sollte man nicht aufgeben.
  15. cinerama

    Alte Kinos in Bonn

    Irgendwie zwischen dem hinteren Vorhang und dem vorderen? Es scheinen dazwischen rund 3 Meter Platz zu sein? Im GRAND REX Paris wurde die 70mm-Flachleinwand vor der Kastenbühne heruntergerollt. METROPOL hat stilistisch Ähnlichkeit mit den Theaterbauten Oskar Kaufmanns, später Art Déco: sparsam im Ornament, konservativ in drt Linienführung und grossbürgerlich im kulturellen Einschlag. Eher dekorativ als funktional, scheint mir, und im Vergleich finde ich Fraenkels LICHTBURG am Gesundbrunnen (Berlin) oder das Ufa-Theater Vandsbek in Hamburg kühler und hypnotisierender. Das Bonner METROPOL war vermutlich nicht das einzige seiner Art, aber auf unsere Generation wirkt es heute einmalig. Wie war die Akustik? Und die Höhenwiedergabe? *** unehrlich, was da mit Rolltreppe, Zwischengeschoß und Halogenliocht als Medienverkauf jetzt drin ist. Da wäre mir ein Vollabriß lieber gewesen. Umgekehrt würde ich es beurteilen: gerade weil es als Hybrid nun unehrlich ist, ist es gleichzeitig zum Dokument der Schande unserer Marktwirtschaft geworden: und für uns alle eine Mahnung, diese schnellstmöglich zu beseitigen. *** Der Sammler Zimmermann, der in den 80er Jahren Magnettonkopien verkaufte? Für Quadro 2 Lautsprecher in den hinteren Saalecken?
  16. Ja, das ist das Ziel. Aber die Not einiger Drop-Out-Kinos fordert auch längere Durststrecken, Improvisation und das Lernen auf allen Gebieten: zumal in en kreativ-autonomen Kinos zwar kein Geld vorhanden ist, wohl aber das Verlangen, jenseits blossen Verrichtens von "Dienst nach Vorschrift" (wie in grösseren kommerziellen Betrieben fast unvermeidbar) etwas aufzubauen. Die uns beiden bekannten unabhängigen Kinos (etwa in Berlin) haben sich dort heute ganz ansehnlich gemausert: das eine Kino (Eiszeit 2) mit einer schöneren Tonwiedergabe als in manchen Athmos-Stätten am Potsdamer Platz. Diese und andere Kleinkinos mit guter 35mm-Projektion (beibehalten) und aktuellem SXRD-Beamer (Bundesplatz, fsk u.a.), wohingegen die Riesenkinos und IFB-Säle mit DLPs dahindämmern. Es war also richtig, dass die kleinen Markteilnehmer nicht aufgaben, weil auch sie in der Zukunft mithalten/mitreden können Es ist eine Frage des Geldes und der Geduld. Persönlich empfinde auch ich rabiates Handling mit teuren Medien/Filmen und eine unnötig schlechte Bild.-Tonwiedergabe (wo oft nur wenige Handgriffe und Neuanschaffungen Wunder wirken) als "Katzenmusik" und Verletzung des Kunstwerks. Aber nur mit Geduld, Anregungen und Vergleichsanordnungen kann man da Bewegung ins Spiel bringen. Wäre die aktuelle Standardanforderung an den Ton, nur Atmos oder das Barco-System zu kaufen, würde auch ich ablehnen: es gibt betrieblich relevantere Forderungen zu erfüllen....
  17. Korrekt: jeder erste Versuchsaufbau ist eine bittere Lehrstunde. Weder unterseitig noch an den Seiten war das Tuch gespannt. Der "tückische" Eindruck (noch mit alter Bildwand durchschimmernd und den noch nicht endgültigen Lautsprechern) war notwendig, weil die Kollegen von weiteren Spezialanfertigungen überzeugt werden mussten: Danach wurden die Spannvorrichtungen aktiviert, das Tuch ist nun vollkommen faltenfrei, und die Kaschierungen (an Bild 2 unten links erkennbar) wurden variabel in alle Richtungen verdrehbar hergerichtet. Der Beamer wird versetzt. Die öffentlichen Veranstaltungen sahen dann schon weniger zerknittert aus. Über einen speziellen Vorhang wird nachgedacht, und über ein weiteres Leinwandtuch ebenfalls, bei dem die Bildhöhe erweitert wird (@Jeff Smart: Du fordertest ja den 70mm-Einbau, aber der jetzige Aspect Ratio ist zu breit und für 2.39 : 1 vorgesehen. Der Umbau auf ein höheres Leinwandtuch beginnt vorauss. in diesem Frühjahr). Obwohl es in Zoo Palast und Astor Lounge viele 70mm-Aufführungen schon gibt, käme es auch dem Indie-Kino-Sektor gut gelegen, das dort eher nicht bürgerliche Publikum für Kinogeschichte zu interessieren: mit einigen Raritäten, die sonst keine Chance erhielten. Auch @peston sturges war ja Gast in der "Spartacus"-Vorführung wie er schreibt. Sie war so langweilig, dass er mir eine Hotelübernachtung in Frankfurt arrangierte, obwohl eigentlich das Museum längst reserviert hatte. Irgendwie dämmerte mir später, er wollte irgendwas oder irgendwen dem Deutschen Filmmuseum "ausspannen". Ob ihm das evtl. später mit willigeren Personen gelang, weiss ich leider nicht. Eine weitere Konstruktion nach diesem Vorbild ist vorsichtig für den Sommer geplant: auf 14 Meter (Todd A.O) bis 18 Meter (Ultra Panavision) Bildbreite.
  18. Super breit auf sieben Metern. ;-) Für die Kulturfabrik in Moabit ist es schon jetzt KuFa-Vision. Schockiert waren die Kollegen noch bei Vorlage der Zeichnungen - und auch nach der ersten Begegnung fanden das alle "krass". Bis dann das erste flaue Beamer-Bild allen den Atem verschlug, womit das Potential unübersehbar war. Die DCI-Anbieter hatten nicht dazu geraten, zumal die DCI-Bildwerfer m.W. nicht einmal Keystone- und Trapezkorrekturen beherrschen oder jemals Kompensationsoptiken fabrizierten. Zwei ältere Damen, die das Fabrikkino von früher her kannten, waren auch erst mal starr vor Schreck, was da vorne "so gewaltig auf einen zukommt". Fanden es aber besser als das, was man sonst kennt und was zu sehr an Fernsehen erinnert (vorher war der Screen Flat 16 : 9 ... und das wirkte bei ständigen Breitwandprojektionen amateurhaft). Tatsächlich aber mindert sich die Immersionswirkung in den letzten 3 Reihen deutlich, sodass nur wenig Vorteile gegenüber einer breiten Flachbildwand auszumachen sind. Die totale Immersion klappte nur an einem einzigen Standort wohl, dem früheren Royal-Palast in Berlin, in dem sich einem die Bildwand selbst noch aus der Raucherloge betrachtet förmlich "entgegenwölbte". Diffizil lösbar ist ebenfalls die Reduzierung der Formatbeschneidungen, je länger die Brennweiten werden. (Ein "Löwen"-Bild aus 70mm.com füge ich anbei, das die Problematik auf standardmässig hergerichteten Screens vor Augen führt: Hier ist die späte Cinerama Inc. zu viele Kompromisse eingegangen?) Die Flankenverzerrungen auf dem neuen Screen halten m.E. sich in Grenzen - aber da bin ich nicht objektiv/selbstkritisch genug. Neuartig jedoch ist die "biegsame Kaschierung", die etliche Probleme in den Griff bekommt. Das Ganze ist nicht perfekt im Sinne der mathematischen Reinheit oder einer Bewertung an einem Display oder Studiomonitor oder nach dem Ideal, wonach niemals ein Pixel verloren werden dürfe. Aber was ist wo perfekt, in anbetracht der Herausforderung, mit analogen Medien und auf den Effekt zielenden Panorama-Projektionen zu hantieren? Darum sind, wie ich meine, viele Beiträge in diesem Thread (und im Parallel-Thread der "70mm-Termine") darüber, was angeblich an Ort X oder Y professionell sei, wie man die SMPTE-Normen erfüllte oder alles perfekt herrichtete oder gar Abblendobjektive einrichtete... ohne Grundlage - denn diese Zusagen werden gar nicht erfüllt. Es wäre auch nicht anzukreiden, wie weit professionell wirklich projiziert wird oder nicht, weil eigentlich der gute Wille schon genügt, wenn Leute experimentierfreudig sind. In der Kulturfabrik traf man auf auch branchenfremde Fachkräfte und ungewohnt erfindungsreiche Handwerker. Anders also als bei üblichen Kinoangestellten, die aus Angst sich gegenüber Chefs rechtfertigen zu müssen, befördert eine solche Freiheit und kreatives Denken einen erfreulichen Wettlauf der Ideen und Versuchsanordnungen. Dabei haben wir uns an diese Sache mit archaischen Mitteln herangetastet: mit Wasserwage und Lineal, die Kaschlösungen betreffend eben so wie die Krümmungen mittels Anfertigen eines Riesenzirkels, um eine kreisförmige 90-.Grad-Durchbiegung zu erzielen. Für die Durchbiegung der Kederprofile (in der die Bildwand ohne die für Curved Screens typische "Bauchbildung" in der Mitte aufgespannt ist), wurden in der Holzwerkstatt Kreissegmente in 20 verschiedenen Radien hergestellt, da wir das Elastizitätsmodul der Kederprofile nicht erkunden konnten und in kleinen Schritten bogen, so lange, bis die Profile nicht mehr in die gerade Form zurücksprangen, sondern eine Biegung nach dem 90-Grad-Entwurf annahmen. Trotzdem gibt es sehr viele Aspekte, die noch nicht realisiert werden konnten. Ausschlaggebend für den Versich war der dahinterstehende Gedanke, dass der Grossteil der Kinostarts auf 2.39 : 1-Format erfolgt und die Breitleinwand zeitlos ist - unabhängig vom Trägermedium, unabhängig von einer Projektionsapparatur oder einer projektionslosen LED-Wand und was sonst noch in Zukunft vorstellbar ist. Ausserdem ließe sich bei Hotspot-Bildungen etwa der 3D-Bildwände durch eine Konkavkrümmung Abhilfe schaffen. Auch so kann man ohne Einsatz von Shutterbrillen das RealD-Verfahren anwenden. Wenn mit dieser Beschreibung Interesse geweckt wurde, darf gesagt werden, dass die gemeinnützige Werkstatt der Kulturfabrik auf Wunsch anderer Kinos gerne kostengünstig entsprechende Vorrichtungen einzubauen imstande ist. ( http://www.kulturfab...moabit.de/kufa/ ) Es zeigte sich wieder einmal, dass eine Breitleinwand mit Durchbiegung in jedem, auch in kleineren Räumen, Vorteile bringt und das Raumempfinden nach den Seiten und unerwartet stark nach vorne hin erweitert. "2001: A Space Odyssey" läuft nicht mit voller 90-Grad-Krümmung, da der kopierte Aspect Ratio von 2.2 : 1 nicht weiter in die Breite aufgeblasen werden sollte. Die 35mm-Kopie empfinde ich als etwas weniger körnig als die neu gezogenen 70mm-Versionen - kopierwerkstechnisch ist das leicht erklärlich und ist zu bedauern. Eventuell werden wir zu einer künftigen Vorführung des Films den Koproduzenten der späteren Kubrick-Produktionen, Jan Harlan, einladen. Zugesagt hat er bereits.
  19. Eurocord Zweidoppelzackenschrift
  20. Wenn man einige ironische Überhöhungen von @magentacine beiseite liesse, kämen man den Gründen rasch näher. @magentacine ist, dachte ich schon, für die dortigen FIlmreihen mit engagiert und verantwortlich. spätetens dann, wenn Annoncen herausgehen? Wenn weitere Verantwortliche des DIF den Programmauftrag erläutern wollten, genügt hierfür ein Blick @magentacines über den Bürotisch, um Bewegung ins Spiel zu bringen. Oder Ausführungen in Kinema Kommunal, wie ich sie geleen habe. Nein: es gibt sicher keine Verpflichtung, jemanden "anzurufen". Aber die Freiheit hier zu schreiben, ohne vorher angefragt zu haben. Das DIF/DFM wie auch das Arsenal u.a. Museumskinos oder Kommunalen Kinos (die KoKis bereits mit verändertem Auftrag: primär kommunikative Vermittlung filmischer Abbilder und Absichten, auch auf real greifbaren Medien: das ist ganz und gar verständlich, wenn man nicht nur Zelluloid-Shows für Freaks betreiben möchte) sind nicht arm dran. Kleine Programmkinos oder Einzelbetreiber müssen oft mit höherem Risiko in die Tasche greifen als staatlich gesicherte Institutionen (vorbildlich: D. Z. in Innsbruck u.a.). Letzlich erwidert @magentacine, dass meine Vermutungen auf ein Aufweichen der Filmabspielpraxis ohnehin von seiner Seite aus nicht widerlegt werden könnten. Anders gesagt: kein Interesse an Transparenz. Zwei Filmtitel wurden genannt, die keineswegs "mehrere tausend EUROS" in der Bestellung kosteten. Wir zahlten 100 EUR Mindestgarantie für einen der genannten Titel (für den Science-Fiction-Film, fotochemisch auf 35mm kopiert, wie es auch der Regisseur selber in den 90er Jahren für sich veranslasste. er wollte 35mm und nicht 70mm). Und daß in diesem Thread beworbene DCP dürfte in der Bestellung kaum günstiger sein. Das DCP wiederum des Sandalenfilms dürfte über Universal USA ebenfalls dieselben MGs wie bei Einsatz einer Filmkopie kosten. Nur dass die 35mm- und 70mm-Kopien des Films für Euch in Bonn (oder Berlin) verfügbar waren. Es wurde gar nicht erst der Versuch unternommen, kostengünstig die Bonner Kopie heranzuholen, die besser ist als die Blu ray Disc des Films. DCP; keine Ahnung - aber mit dem "Technirama"-Prozess hat das gar nichts mehr zu tun. Zum Echtheitszertifikat von DCPs: was hat diese Betrachtung in einem 35mm-Thread verloren? Inwiefern ist die Anführung von DCPs eine vorbeugende Warnung? Ich habe das nicht verstanden. Das Ganze finde ich nur noch demotivierend .... Deine ironische Breitseite aufgreifend: "3-kanaliges Front-Layout" bei Todd-AO-Wiedergabe als Streitfall der Authentizität: Natürlich bekenne ich mich schudig. Aber eine bildtechnisch authentische Filmbandvorführung finde ich in anbetracht vieler ohnehin 3-kanalig abgemischter Todd-AO-Produktionen halbwegs zumutbar. Vorletzte Woche hatte ich 5 Frontlautsprecher hinter die Bühne verbracht - nach und nach ein kleiner Schritt zur Erweiterung. Verfügst demnach Du über 5-Kanal Layouts bei allen DCP-Todd-AO-Vorführungen? Hört man dies in den jeweiligen Sälen? Das ist dann ein Layout ähnlich der Kanal-Belegung früherer Todd-AO-Fiilme, aber keine Todd-AO oder 35mm-Archivfilmvorführung in der Weise, wie sie kinohistorisch belegt und verteidigenswert ist. Museen sollten darauf achten, finde ich, nicht nur Hochglanzprodukte zu präsentieren, sondern die Filmaura aus ihrer Entstehungszeit heraus materiell zu rekonstruieren. Der Übergang zur DCP-Praxis führt davon ein wenig weg, öffnet aber neue Geschäftsfelder. Daher eine weitere Sichtweise: auf jeden Fall befürworte ich 35mm-aufführungen der Filme PLAY TIME, 2001, SPARTACUS. PLAY TIME auf 70mm ist farblich nicht mehr repräsentativ (gefadet oder andererseits bei der Neukopierung farblich stark ins Monochrome tendierend), also kann eine gute 35mm-Kopie Korrekturen aufzeigen. Das kann auch auf 2001 zutreffen oder auf SPARTACUS. Weder die digitale Variante, noch die diversen 70mm-Kopierungen von SPARTACUS enthalten Sättigungswerte und Abstufungen einer zeitgenössischen 35mm-Technicolor-Kopie. Sofern dann das Negativ etwaige Dichterverluste aufweist (wir vermuten es bei LAWRENCE OF ARABIA oder auch bei SPARTACUS) führt uns die DCP-Wiedergabe zu keiner Erkenntnis über historische Aufführungspraxis. Neuzeitliche Methoden der Vergleichsvorführungen mehrerer Altfilmkopien führen und weiter. LOGANS RUN als historisch korrekte Vorführung der auch dt. Verleihfassung zu zeigen finde ich dagegen aufschlussreicher. Frankfurt hat sich nach Vorbild des Münchner Filmmuseums aus meiner Sicht andere Publika erschlossen, sodass ein Druck entstand, der Gefälligkeit anheimzufallen. Das ist eine Meinung und es gibt sicher andere.
  21. Auf einige Fragen der Versuch konkreterer Antworten: nicht alles an Fundamentalkritik von @cinerama muss zutreffen, aber einiges habe ich mir gründlich überlegt. Die Antwort kann eben so @magentacine geben, der damit zu tun hat. Das geht schneller als eine schriftliche Anfrage. Es hiess seinerzeit, wenn ich mich richtig erinnere, eine 35mm-Kopie vo 2001: A SPACE ODYSSEY sei nicht heranschaffbar gewesen. Ist das richtig? Neben Gründen, die ich nicht kenne, ist es aber auch keine Schande, daran zu erinnern, dass diverse 35mm-Kopien von 2001: A SPACE ODYSSEY greifbar sind: ältere wie neuere, aus Germany wie aus United Kingdom. Also: der dt. Verleih Warner Brothers hält zwei guterhaltene 35mm-Kopien in englischer Originalversion bereit, die so selten gespielt werden, dass man sie nicht einmal reservieren müsste. Von Filmmuseen erhoffe ich mir eine Recherche nach originalen Kopien. Meine Vermutung, dass aus vielleicht anderen Gründen von der Filmkopie abgegangen wurde, liesse sich doch widerlegen. Oder affirmativ thematisieren: Einige Entwicklungen bei Forumskollegen sind für mich neu. Während am Anfang dieses Threads @preston sturges im Wiedereinsatz/Neueinsatz von einst auf 35mm gedrehten Filmen sowohl 35mm wie auf DCP vereinigt, hatte @magentacine bisher ausschliesslich film-to-film-Ankündigungen vorgestellt (meinem Verständnis des Threads nach also 35mm-Vorführungen korrekt beworben). @preston sturges stellt in letzter Zeit nur noch 35mm-Einsätze hier vor. Die Gründe hierfür zu interpretieren, ist nicht meine Aufgabe, aber es macht m.E. marketing-technisch sogar Sinn, beides begrifflich zu trennen und Medien gesondert zu besprechen. @magentacine kumuliert im obigen Post die Medienträger unter dem Aufhänger "selten gezeigte Titel in 35mm-Archivkopien" und verweist als Zugabe auf DCPs - hier nicht nur "sogenannte" DCPs [seine Replik auf meine Polemik], sondern auf richtige DCPs - sozusagen auf die Echtheit als Gütesiegel. DCPs werden ja auch stolz in seinem Beitrag so gelistet. Fragen wir uns dann "was ist sog., was ist echt - was ist 35mm und was ein DCP", könnten wir schon darüber nachgrübeln, ob wir Begrifflichkeiten miteinander vermengen, sobald unsere Interessen und Bedürfnisse uns dahin treiben. So wie oben geschehen aber fände ich einen neuen Thread (oder eine Umbenennung dieses Thread in "Klassiker") dann viel sinnvoller, sobald die hier aufgezeigten geschäftlichen Interessen erkennen lassen, dass der gut gemeinte Ansatz von den "35mm Terminen" auf Dauer vielleicht nicht durchzuhalten ist? Da das DIF sowohl bei 2001: A SPACE ODYSSEY wie auch bei SPARTACUS den Filmkopieneinsatz nicht beschreitet (ohne die Gründe dafür zu kennen), darf man nach der Bewerbung einer DCP in diesem Thread doch ergänzend einen Kommentar eingefügen über die tatsächliche Archivlage? Nach 2001 ist als weiteres Beispiel vielleicht SPARTACUS archivarisch zu diskutieren, zumal aus dem damaligen Bestand des Amazonas-Filmverleihs von SPARTACUS eine restaurierte Originalfassung mit deutschen Untertiteln auf 35mm nach Bonn und eine entsprechende 70mm-Kopie nach Berlin ging. Das DIF weiss hiervon. Von einer DCP von SPARTACUS lassen sich nur in den Grenzen der damaligen Restaurierung Ergebnisse erhoffen, die nunmehr nach den Transfers für die 2k DLP-Projektion ein weiteres Derivat darstellen. Die HD-Versionen des Films auf HD-DVD und Blu ray überzeugten übrigens nicht, aber es sind ja immer mal Nachkorrekturen vorstellbar. Gleichwohl SPARTACUS in nächster Zeit auf wiederum anderem Wege einen Transfer erfahren wird... Nevertheless: möchten wir diesen Thread als 35mm-Thread schärfen oder auch die anderen Medien mit einbeziehen? Ist nur eine vorsichtige Frage. Vielleicht zu altmodisch gedacht: aber die Überschrift des Threads schien die Welt der Fünfunddreissig Millimeter erforschen zu wollen. Die DCPs in 2K und mit anderen Farbräumen usw. sind nochmals eine andere Welt, in der wie in einem Sammelbecken von Super-8 bis IMAX so ziemlich alles herumwimmelt, was sich aktuell nochmal zu Geld machen lässt. Auch wenn der 35mm-Träger schon gar keine Rolle mehr spielt... *** @Jeff Smart fragt zum obigen Bild aus einem Berliner Programmkino nach dem Stand der Ausführung: Die Decke ist noch unverputzt, Reflexionen gab es ebenfalls in der Anfangszeit. Mittlerweile ist oben eleganter kaschiert worden, folgend noch der untere Kasch: dabei war der ehemalige EUROPA PALAST in Düsseldorf der Ideengeber, wo einst die Kaschierung schräg verlief und somit schmalere Überlappungen und schmalere Kaschierungen zuliess. Das Konstrukt ist noch nicht ganz fertig. Die Wölbung siehe oben beträgt etwa 90 Grad. Es ist aber eine Verstellbarkeit angedacht oder eine Versetzung der Profile. Verstellbar ist auch die Krümmung der beiden Höhen-Kaschs! Die vorliegenden Optiken sind von Schneider, Isco und D-150 verkauft worden. Endgültige und "perfekte" Entscheidungen also gibt es noch nicht. Aber den Plan, Optiken über den Teleskop-Bau selber herzustellen und zu schleifen. Der Kontakt wurde schon aufgenommen, und ob das gelingt oder scheitert, kann ich nicht voraussagen. Es soll aber versucht werden. Und da die Programmkinos der Spree eher arm sind und keine sog. Museums-Subventionen bekommen, steht das Experiment im Vordergrund.
  22. Für uns schon! Sind Spätaufsteher und Nachtarbeiter! ;-) (Hauptsache: Film kommt cool rüber, meinten auch die Gäste..)
  23. Nach neuen Einblicken des Referenten und Kubrick-Experten Marc Hairapetian zu MGMs Science-Fiction-Klassiker, die am Wochenende viel Gesprächsstoff abgaben, haben wir die Spielzeiten auf die Samstag-Matinees stets 15.00 Uhr verlängert ("Filmrauschpalast", Lehrter Str. 35, 10557 Berlin). Wer kommen möchte ... und Kurven mag ... [Das DIF spielte letztens eine sog. DCP, weil 35mm nicht greifbar gewesen sei. Eigentlich nicht nachvollziehbar - schade.]
  24. Gibt es evtl. einen Beleg für die "Nichtveränderung"? Die 70-mm-Filme in 2009 wurden allesamt im Scope-Aspect Ratio projiziert, d.h. weit ausserhalb der DIN/SMPTE Norm von 2.21 : 1 (mit Ausnahme von MUTINY ON THE BOUNTY, für den eine extra Brennweite mit Vorsatzanamorphot eingesetzt wurde). Das bekam leider der gravimetrischen Charakter der Todd-AO-Kompositionen gar nicht so gut, die leicht aus dem Gleichgewicht kippten. Das haben alle so gesehen, und die Filme sind ja seit Jahrzehnten vielen in- und auswendig bekannt. Schade um diese überstürzten "Event"-Aktionen der Kinemathek, bei denen oft die Liebe zum Detail auf der Strecke bleibt... Vielleicht ändert Georg noch etwas daran, falls er mehr Interesse an dem Thema hat?
  25. Ist das eine Rede für eine nähere Beschäftigung mit den damaligen Grundanliegen beider Formate oder ist es bereits eine Fesstellung des Ergebnisses? Einige amerikanische und italiensche Filme wurden damit kadriert. Aber die Gründe hierfür sind nur schwach dokumentiert.
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