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Herrlich. Lange nicht so herzhaft gelacht. Es fehlt aber noch der Hinweis auf die Spendendose. Und die Anwerbung von MAE-Kräften, wenn freiwillig keiner Dienst schieben möchte...
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"Die Digitalisierung des Filmerbes" klingt in meinen Ohren wie eine Farce: Man vernachlässigt als Folge des Hypes früher oder später die Lagerung der analogen Sicherungspakete der Filmbandoriginale und greift nach einem unsicheren Medium, das schon deswegen als Sicherung verkauft wird, weil damit einzelne Filme in die Zirkualation aktueller (aber vergänglicher) Medienträger verschoben werden können ("Transition" genannt). "Digitalisierung des Filmerbes" scheitert in diesem Anspruch. Sie ist immer nur 1 Tropfen auf den heissen Stein, begleitet von filmischer, kinematographischer und philosophischer Verwirrung bei sogenannten Museumskuratoren, Archivaren, Journalisten, Filmwissenschaftlern wie auch kuturpolitisch Verantwortlichen, die Digisate anstelle von Filmbandoriginalen propagieren. Sie alle dienen damit den Begehrlichkeiten kurzzeitig vorzeigbarer Erfolge im Rampenlicht von Multimedia (und damit angebich der letztmöglichen Repräsentanz von Kunst), nicht aber dem Wesen und Ursprungsgedanken von Kinokulturen und von Kunst im Original. Das müsste man dann bitte im Bundestag verlesen. Und den Fakt, dass für mehrere Millionen Euros erst kürzlich für das Bundesarchiv-Filmarchiv sinnvollerweise ein analoges Filmkopierwerk von Steuergeldern aufgebaut wurde.
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Die Postklarte mit DIE KATZE als Premierentransparent ist so geläufig im Internet und auf eBay, dass hier keine Sorge um das Einstellen im Diskussions- (und nicht Werbethread) aufkommen muss. Man muss sich nicht unnötig zum Richter über andere erheben. Und damit schlafende Hunde wecken. Man sollte einen Versuch unternehmen, den hier Kritisierten freundlicher und sublimer auf das hinzuweisen, worüber man sich ärgerte, und umgekehrt sollte der Kritisierte nicht auf alles reagieren und dabei Emotionalität (emotion icons) herauslassen. Nur ein Vorschlag. *** Die Ausstellung zum Architekten Gerhard Fritsche, die Maske + Suhren organisierte und die von uns (Kinomuseum Berlin e.V.) ergänzt wurde (weitere Bilder, Zeitzeugenaussagen), zieht nun um. Ab sofort ist sie überdacht in der Architektur-Fakultät der Technischen Universität am Einsteinufer zu besichtigen und wird noch an anderen Orten präsent bleiben. Andere Fotos, die in keine Ausstellung kamen, würde ich nach und nach hier einstellen wollen. Mit allgemeinem Interesse am diesem (und anderen!) Kinos, ohne Heiligenschein und Gloria-Hallelujah, wie auf den Vorseiten zu lesen. Insbesondere @mibere/@george lucas (m.E. sehr respektabel und informativ in anderen Threads) bitte ich hier Aussagen zur Person auf der Grundlage eigener Erfahrungen (persönlicher Kontakt bspw.) zu treffen. Anderes wäre m.E. ein Reflex auf den Mainstream. Einige haben damit ein Problem. Gerne via PN erläuterbar... Ein paar Fotos zur Erinnerung an die Wiedereröffnungszeit, als die Frische-Ausstellung direkt vor dem Kinoeingang positioniert wurde:
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Gut, dass erst einmal die herausgegebenen Texte mit Vorsicht zitiert werden. "Das Ergebnis soll sogar ganz anders sein, als wie es jemals im Kino zu sehen war". So steht es geschrieben. Wir wissen in vielen Fällen, dass derart vollmundige Ankündigungen fachlich und sachlicht danebengriffen und müssen vorsichtig bleiben. Ich wüsste es bei diesem Film derzeit nicht abzuschätzen, was zurtrifft oder nicht. Aber einige Fragen würde ich nachschieben: Soll es so sein? Muß es so sein? Gegenrede: Warum soll eine zeitgenössische Direktkopie von Originalnegativ (minimale Schrammen und geringfügiger Staub) schlechter gewesen sein als ein gescanntes Negativ mit anschliessender Projektion über kontrastlimitierte DLP-Panels? Über deren 2k-Raster sich angeblich originalgetreu das Bewegtmuster zeitgenössischen Filmkorns zu verteilen hat? Abgesehen von Schwächen der Über-Niveau-Entwicklung, die man kritisieren könnte, sollten die Marketing-Autoren der Restaurationsprojekte (u.a. Frau Wilkening) freundlicherweise kopierwerkstechnisch darlegen, warum der harte Kontrast der (noch greifbaren) zeitgenössischen Kopien eine zeitgenössischer Mangel gewesen sein soll, der erst jetzt behoben werden konnte. Oder ist es nicht eher eine Fehlkopierung, wie sie immer passieren könnte? Das Negativ soll doch in gutem Zustand sein (an anderer Stelle heisst es, eine Rolle fehlte). Wenn es in gutem Zustand ist, könnte man noch heute davon (etwa im Bunrdesarchiv oder bei Andec) im Kontaktkopierverfahren Kopien ziehen. Bei METROPOLIS wurden 2001 einige Rollen nochmals vom Orginalnegativ auf 35mm kopiert, bei FRAU IM MOND der komplette Film. Film ist nicht tot, es sei denn, man will damit nichts zu tun haben, weil man damit nicht umgehen kann. Ich halte wenig von der Mantra, erst nach gescannten Digisaten sehe ein Film so gut aus wie nie zuvor. Was kein Plädoyer gegen das Scannen sein sollte. Ansonsten stimme ich @Jeff Smart zu, den es anwidert, wie Restaurierungen oder einfach nur Revivals vor dem Hintergrund einer Neuvermarktung auf Heim- und Videomedien primär dort einen Zielmarkt anstreben, während sich die deutsche Archiv-, Museums- und Filmwissenschafts-Landschaft von der Verantwortung für Kinokultur (und Filmbandoriginale) zurückgezogen hat. Das ist also eine Systemkritik, die bedauerlicherweise eine möglicherweise gute Restaurierung mit einem fahlen Beigeschmack bereichert. Bisweilen wird es noch getan, zunehmend aber genügt das Digisat. Man stiehlt sich hier aus der Verantwortung davon und begründet dies mit der Erfordernis, möglichst effizient mit wenigen Mitteln und Geldern möglichst viele Filme vom inhaltlichen Anspruch aus betrachtet hinüberretten zu wollen. Für neue Technik gibt es immer Förderungen (egal, ob diese versagt oder nur auf Zeit stabil gehalten werden kann). Für bewährte Technik gibt es sie kaum noch, da diese nicht als "innovativ" gelten, obwohl sie grundständig auf hohem Niveau Dauersicherung gewährleisten können. Das dürfte auch das wertvolle Filmkopierwerk des Bundesarchivs m.E. in Gefahr bringen. Ein Desaster von A bis Z. Apopros: Schwarzweissfilme möchte ich auf der Berlinale bitte nie mehr kontrastschwachen Barcos im Friedrichstadt- und Berlinale-Palast zugemutet bekommen, sondern auf siberhaltigem 35mm-Schwarzweiss-Film vorgeführt bekommen. Wenn nicht, werbe ich dafür abzuwarten, bis der Film auf Blu ray Disc erscheint. Dann kann man ihn als Digisat besser gleich zuhause mit besserem Schwarzwert der Heimkinobeamer und ohne den störenden Einfluss von redundanter Saal-Beleuchtung (wie etwa an den Seiten und an der Decke im Berlinale-Palast) zu Gemüte ziehen. Mit Kino im traditionellen Sinne und mit historischem Auftrag aus archivethischer Provinienz hat die kritisierte Praxis m.E. kaum noch etwas zu tun.
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Sehe ich genau so. Aiuch hier die Ansage etlicher Arthaus-Verleiher, dass sie an ihre Stammkunden zur Erstaufführung Filmtitel auf Blu ray Disc weiterhin auszuliefern gewillt sind. Kein Grund also, ein Kino panisch zu schliessen!
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Gut erkannnt, Stefan. Monaural zusammengefasste IT-Bänder, wo bei der Mischung der dt. Synchro-Ton manchmal direktional mit Panoramaregler geschwenkt wurde. Also ein direktionaler Monoton. *** Am Sonntag, den 16. Februar wieder um 11.20 Uhr ÜBERRASCHUNGSFILM (historischer Monumentalfilm) in 70mm-Kopie mit Magnetton (Dolby A kodiert) Im Leo-Kino, Innsbruck. Anichstraße 36, Innsbruck (A), T +43 512 560470 Die Filmkopie ist ungefadet, im Vollformat 2,21 : 1. Dank des technischen Supports durch Stefan2 werden die bestmöglichen, mir bekannten Optiken eingesetzt: Ultra Star-Isco-Serie für die 8-Perf-70mm-Wiedergabe. Wegen der sehr unbeschnittenen Bildwiedergabemöglichkeit im LEO vermutlich die hinsichtlich des Bild-"Verlustes" verlustärmst und beste Wiedergabe weltweit. Im letzten Herbst lief bereits PORGY AND BESS in dieser Konstellation. Trotz Color Fading haben diese Optiken die Show gerettet: die "Botschaft kam rüber"...
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Texte und Bildmaterial für eine Veranstaltung des Filmrauschpalast, 10557 Berlin, Lehrter Strasse 35 - Nähe Hauptbahnhof. Bus M27 und 123) ab März 2014: 2001: A Space Odyssey ist im Filmrauschpalast Moabit auf englischer 35mm-Archivfilmkopie in der Originalfassung zu erleben. Das Weltraumabenteuer dient zudem als Vehikel für den Einbau einer Panorama-Bildwand im Filmrauschpalast - ausgestattet mit der stärksten Konkavkrümmung Ostdeutschlands. Diese Bildwand vertieft die Wirkung der Teilhabe am Geschehen und füllt den Sehwinkel aus. Bei zahlreichen Science-Fiction- und Monumentalfilmen sind die Panorama-Wirkungen besonders eindrücklich. Die Installation markiert auch die Absicht, Filmbandoriginale in ihrer eigentümlichen "Premierenanmutung" zurückzuholen. Die Filmrollenbreite soll bis zum 70mm-Filmformat ausgebaut werden. Somit müssen Filme als Schwerlastgut herangeschafft werden. Evtl. ist im Foyer eine Ausstellung zum Film angedacht. Anbei künstlerische Imaginationen für moderne Plakat-Motive. Quelle der Motive: "Feel the Films". http://feelthefilms....yssey-thoughts/
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Von den 60er-Jahre-70mm-Kopien ist THE DIRTY DOZEN (leider nicht mit deutschem Ton anbietbar) eines unser noch am besten erhaltenen Versionen. Dies hängt auch mit dem einsetzenden Zeitpunkt einer geänderten Lagerung zusammen. Wie es nun zu einer permanent rotstichigen 70mm-Reihung kam - gemischt mit Blu ray Discs ("Die beliebtesten Filme der Geschichte" heisst die Reihe? Laut der Vorseite mit buntem Ankündigungsplakat) könnte Herr Flebbe vielleicht erläutern.
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Von wem wurde diese Art des Kinos erdacht, geplant, organisiert und betrieben? Welcher Mensch kam auf Ideen, dort und in dieser speziellen Weise ein Filmtheater zu eröffnen?
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Besser wäre, es gäbe ausreichend Filmkopien! Sie können bessere Kontraste verarbeiten als DCI-DCPs. Ansonsten ist es traurig, dass Heimkinomedien und damit artverwandte DCPs den Weg in die Kinosäle finden konnten. Bisweilen aber gibt es Programmkinos, die verhungern würden, würden sie von verschiedenen Verleihern nicht mit Blu ray Discs beliefert werden. Mehrkosten verursachen diese keine. Ohne Ingest (DCI) und ohne Vorgeplänkel (Kauf-Blu ray Discs) ist der Einsatz unkompliziert und kosteneffizient. Traurig, aber die Wahrheit über die zu ähnlichen "Brüder" DCI-DCP und Blu ray Disc. Der Aufwand mit versenden Festplatten ist da anachronistisch in meinen Augen. Das mag schon stimmen. Aber wer hat es denn so gewollt? Was sollen die Drop-Out-Kinos in Europa tun? Schiessen, damit die Kommerzspieler mit ihrer Einheitsware den Markt zustopfen?
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Von den Verfilmungen von 1977 und 1979 dürften ungefadete 35mm-Kopien erst ab Ende der 1990er Jahre (Special Editions) erhalten geblieben sein. Mit Ausnahme der Technicolor-Druckkopien, von denen es von der Verfilmung von 1977 in der BRD nur wenige gab, von der von 1979 und 1982 m.E. gar keine. Eine Anekdote zur Verfilmung von 1977: Für die Illge-Film Berlin wurde zur Voransicht (vor dem 70mm-Start im Berliner `Royal Palast im Europacenter` von Frau J. (der technischen Beauftragten der 20th Century-Fox) eine englische Technicolor-Kopie mit Mono-Lichtton ausgeliehen. Dass die TC-Kopien des Titels von 1977 auch dolbysiert gewesen sein sollen, höre ich zum ersten Male. Die 70mm-Kopie im `Royal Palast`hatte viele Unausgeglichenheiten, war aber vom Originalmegativ kopiert - weswegen der Film inkl. der CRI-Inserts in keinem guten mechanischem Zustand mehr ist. Spätere Versionen auf Film unterlagen Farbmanipulationen. Erst die jüngste Blu ray Disc zeigt wieder den Look der Eastman Color-Premierenkopien. Die dritte Verfilmung von 1982 war von den 70mm-Fassungen die einzige farblich intakte Version der Trilogie, die mich je erreichte, weil auch die einzige 70mm-Version auf LPP (bis auf eine New Yorker Kopie der Special Edition der Verfilmung von 1977). Dass die TC-Kopien laut US-Report als "Heiliger Gral" bezeichnet werden, bedürfte einer Begründung Die Magnettonkopien auf 35mm und 70mm der Verfilmungen von 1977 und 1979 sind allesamt gefadet. Vom der Verfilmung von 1982 kenne ich keine Magnettonkopie auf 35mm. Kopierwerkstechnische und hochauflösende Highlights waren sie alle nicht. *** Heute gucke ich mir die Filme nur noch selten an, weil der vertraute Look und Klang der 70mm-Erstaufführung und die Umwölbung durch die damalige Mammutbildwand (am angestammten Platz) nicht mehr gegeben sind. *** Dank an @cosmin für einige Frame-Entdeckungen. Warum hier auf ihm herumgehackt wird, verstehe wer will. Man sollte froh sein, wenn historische Bildbelege herausgesucht werden, sie erscheinen mir als der einzige Lichtblick in einer digital verbogenen Unterhaltungskultur, die uns von morgens bis abends manipuliert. Wobei aber der Filmclip mit dem hard matted-1-85er Bildstrich vermutlich aus einem Trailer stammen dürfte?
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Bei "Simplex E7" wäre aber doch die Vorder-Umlaufblende von Nachteil? Schlechte Lichtausbeute und Flimmern? Und - weitere Frage meinerseits - welche Projektoren vor dem "Ernemann X Steilprojektion" hatten verschiebbare optische Achsen am Objektivträger und angekippte Bildbühnen? Die Steilprojektion müsste sich bei effizient auf max. Helligkeit eingestellter Spielgellampe doch nachteilig auf die Schärfe ausüben: es sei denn, die Petzval-Optik wurde abgeblendet? Die Steilprojektion im Berliner ROXY ist zum Glück nicht die steilste gewesen, weil mithin der BWR noch hinter der letzten Reihe auf dem Rang positioniert ist (kann man sich täglich in der Rheinstrasse ansehen, da der "Laden" bekanntlich offen ist und alles einsehbar. Steiler waren m.E. die mitten im Raum an der Decke hängenden BWRs auf einigen 20er Jahre Kinos.
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Durchaus ist das Digital Intermediate bisweilen von verschlechternder Auswirkung auf Transfers/Kopierungen vom photochemischen Negativ: Farbreinheit wie auch Auflösungsvermögen betreffend. In dieser Betrachtung geht es zunächst nicht um künstlerische und geschmackliche Erwägungen, sondern um "Erbsenzählerei": wie sonst fänden sich Bewertungskriterien? Eine echter Scope-Dreh auf 35mm kommt durchaus auch vorteilhaft in einem 4k DCP zum Ausdruck. Wenn jedoch der künstlerische Ausdruck zuletzt versagt, so in vielen Fällen nicht nur durch die beeinträchtigenden Einschränkungen der Postproduktion, sondern wegen eines Unvermögens, ein Handwerk auf Grundlage von allgemeinen Lehren der Photographie korrekt auszuführen. Dennoch kann das "entscheidende" Endergebnis auch genau dies diskreditieren, was die Aufnahme-Kompetenz und den Kunstwillen einiger Filmemacher ausmachte. Das Endergebnis z.B. der Nolan-Filme, die für die IMAX-Bildwand herausgebracht wurden, sind ein Desaster der Postproduktion. 16mm ist an diversen Filmhochschulen und auch bei Bildenden Künstlern in Gebrauch. Ob man aber aus einem Super-16-Dreh mit mittel- oder hochempfindlichen Material und Ausschnittsvergrößerung von 2.39 : 1 ein sinnvolles Bild komponieren sollte lasse ich dahingestellt. * Der neue STAR WARS-Film soll in den Real-Life-Szenen auf photochemischem Film gedreht werden. Läuft der Thread nicht besser im "Allgemeinen Board"?
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Dolby ATMOS - der neue Thread
cinerama antwortete auf Sony Digital Cinema's Thema in Allgemeines Board
Der schlechtere Standard setzte sich ("mal wieder" ;-) ) durch Aber in der Debatte geht es ja um Vorschläge des Normenausschusses der DKG. Todd verkaufte schon zu Lebzeiten das Verfahren. Rasche Übernahme des Todd-AO-Verfahrens durch die Fox und United Artists, zeitlich war MGM mit fast identischem Konkurrenzverfahren auf dem Markt angelangt (einziger Unterschied: leichte anamorphotische Bildpressung in den Theaterkopien der ersten beiden Filme). Die Adaption der SMPTE Normen zumeist mit wenigen Monaten Verzögerung im Ausschuss der DKG aufgenommen. In den Fachzeitschriften KT u.a. verzeichnet so wie im DIN-Institut am Din-Platz, Nähe Europa-Center Berlin. Das Blättern macht grossen Spass. Gruselig auch die Theaterpraxis: der Effektton wurde jahrzehntelang in diversen Roadshow-Häusern abgestellt ("Beschwerden" des Publikums als Begründung hierfür vorgeschoben) Vielleicht nur wenige, leider. So im Hamburger SAVOY vorbildlich errichtet. Die weiteren Häuser nach diesem Vorbild (verstellbarer Bildwandrahmen, Deckenlaussprecher) hätte ich gerne mal als Liste vorzuliegen. Durchgesetzt hat sich das Prinzip der Deckenlautsprecher m.W. nur in einigen Konferenzräumen (und singulären Cinerama-Kinos jenseits des Industriestandards). Oder doch mehr als bekannt? -
BLUE JASMINE 00 SCHNEIDER (bei GRAVITY sollte man vorher nach dem Zustand fragen)
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Dolby ATMOS - der neue Thread
cinerama antwortete auf Sony Digital Cinema's Thema in Allgemeines Board
Ist zwar ein Thread mit Verkaufsinteresse für Equipment, stets lizensiert für Mainstream mit aufwertenden Marken-Lables und angekoppeltem Merchandising. Ketzerisch und off-topic also angefragt, wüsste ich gerne, ob ich Analog-Archivalien über DSP-"upscales" aussteuern könnte? Nachgedacht wurde in den Diskussionen bereits über lizenzfreie Umnutzung der 16 DCI-Kanäle für nicht kodierte ATMOS-/Auro3D-/ImmSound-Eindrücke. Erwähnt ist ein DATASAT AP24, der ein Decoding vornimmt. Mir ist das zu kostenexpensiv und restriktiv, um wirklich Experimente ungehindert angehen zu können und barrierefrei Programm anzubieten. Konkret hätte ich mir mal den Scherz erlaubt, BEN-HUR als 55 Jahre alte Magnettonkopie experimentell über die Algorithmen aufzuspreizen und damit bei uns 9 Deckenlautsprecher anzusteuern. Ein Tabubruch wegen Eingriff ins Werk-Original, ist einzuwenden, aber es interessiert das Experiment, nicht der lizensierte Standard. Danke für Tips - haben ernstlich vor, dies auszutesten... -
Wir zeigen tägl. im "Filmrauschpalast" in Moabit, Lehrter Str. 35, 10557 Berlin (Nähe Hauptbahnhof): 00 SCHNEIDER - IM WENDEKREIS DER EIDECHSE tägl. 22.00 Uhr, ab Donnerstag, 9.1.2014 tägl. 18.00 Uhr. Ab Donnerstag, 16. Januar 2014 tägl. um 22.00 Uhr BLUE JASMINE Ebenfalls im Januar ersteht eine sog. multi-purpose-Breitbildwand - mit stark geschwungener Durchbiegung so wie hergerichtet für alle standardisierten Filmformate.
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Danke Dir herzlich für die Expertise - beim nächsten Objekt würde ich dies durchziehen wollen. Zwischenzeitlich haben wir uns hier auf eine erste Version geeinigt, an der Mitte Januar weitergebaut wird: eine lochlose, aber schalldurchlässige Textilbildwand, umgenäht von der Sattlerei. Und mit vorzubiegenden Keder-Profilen. Durch die umgenähte Falz sozusagen ist ein Seil gezogen. Beides wird dann durch bodenseitig wie deckenseitig gespannte Kederprofile gezogen, wodurch die Längstspannung gleichmässig verteilt wird. Die Erstausführung ist für 90 Grad vorgesehen, ähnlich dem CINEMIRACLE-Verfahren. Spätestens Ende Januar ist das Konstrukt dann fertig und zieht sich von Wand zu Wand auf die volle Saalbreite. (Zu früh hatte ich "2001: A Space Odyssey, O.V." bestellt, weil wir zwischen den Feiertagen eigentlich fertig werden wollten). Eine radikal abweichende Version entsteht für die 70mm-Projektion in Ultra Panavision 70: nur für dieses Format käme eine vollkommen fache Bildwand. Mit BEN-HUR ist der erste Film darauf geplant. Dieses Projekt wird noch nicht im Januar realisiert. ;-)
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Alleinstellungsmerkmale können ein einziger oder auch mehrere sein. 35mm-Film sehe ich seit 1895 als Alleinstellungsmermal ortsfester Filmtheater, nicht immer aber einen dunklen Raum (Theater und Oper nicht zu vergessen oder noch andere Etabissements, die darüber verfügen). Gesetzliche Rahmenbedingungen können auch restriktive (Verbots-)Maßnahmen tangieren. Auf Film bezogen gibt es sie seit jeher weltweit aus guten Gründen (Kartellrecht, Umweltmassnahmen, Jugendschutz, Auswertungsfenster). Eine Wildwest-Mentalität wäre oft die Alternative. Ich wünsche sie mir nicht. ;-) Sehr viele. http://www.uni-augsburg.de/akademische_frage/12_Richterspruch_oder_Gesetz.html
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Warum der wenig warmherzige Hieb auf unsere Mitdiskutanten? Menschen beeinträchtigter Wahrnehmung eben so wie Universitäts-Professoren haben ernstzunehmende Gründe jeweils zu sagen: "heute ist alles besser" / "früher war alles besser". @tk-bastler hat alles eingängig und einleuchtend beschrieben. Und gleichzeitig Dienenigen "Ewiggstrige" genannt, die blindem Marktutopismus nachhängen. Der Markt regelt leider nicht alles! Film ist nicht nur Massenprodukt, sondern auch Experiment, ist Kunst und Risiko. Auch politische Propaganda und damit oft mitnichten massentauglich. Leider schielen immer mehr Avantgarde-Regisseure und auch Major-Companies auf die bislang noch immer als Nachauswertungskette eingestuften Medienträger und Dienste - am Kino vorbei. Da sich in diesem Begehren Kommerz wie Avantgarde kreuzen, kann tatsächlich von der Entstehung neuer Leitmedien die Rede sein. Es gibt sicher Gründe dafür, die Kino-Rezeption als die eindringlichste zu erachten und zu verteidigen. Aber ein Garant für eine ewige Vorherrschaft der theaterbasierten Darbietung ist die derzeitige Entwicklung nicht. Durchaus ist möglich (und geschichtlich bewiesen), dass sich das Schlechtere durchsetzt. Darum führen m.E. sämtliche Kino-Typen seit Jahren einen Verteidigungskrieg, ohne an die Vorherrschaft der Zwanziger oder Fünfziger Jahre anknüpfen zu können. Der 35mm-Film konnte im Connex der Herausbildung marktwirtschaftlicher, sozialistischer oder standardisierter Forderungen lange Zeit als wirtschaftliches und technisches Alleinstelliungsmerkmal der ortsfesten Filmtheater gelten. Mit großen qualitativen Abstand zu anderen Medien wie Fernsehen oder Rundfunk. Dieser Abstand ist dahingeschmolzen und das Konsumverhalten ist flatterhafter als noch vor Jahrzehnten. Dabei hat sich das Wertebild soweit gewandelt, dass die Konsumtion eines Films quasi zum Nulltarif oder als illegaler Download zur Selbstverständlichkeit gehört. In einer Zeit grossgeworden, als diese Konkurrenz sich noch in Grenzen hielt, finde ich das beängstigend und sehe auch nicht, dass ungezügelte Märkte uns mehr Glück, Frieden und Ordnung bringen. Es bedarf also gewisser Eingriffe auf gesetzlicher Ebene, um das Schlimmste zu verhindern und Kultur zu schützen. Und des Überdrusses von Berieselungs-Medien.
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Die Sache nagt an meinem Gewissen ... und den entsprechenden Technikleiter, Herrn D, erreichte ich noch nicht. Sein Kollege ließ indessen verlautbaren, dass auf dem NuOptix-Aggregat ein Dolby-Emblem haftete. Demnach kann ich die Aussagen noch nicht revidieren. Kopierwerke mit angeschlossener Tonabteilung hätten somit Sondervereinbarungen mit Dolby schliessen können bzw haben sie in diesem Falle auch geschlossen. *** Ohne abzulenken - interimsweise einige Eindrücke neuerer Transfers (auf Blu ray - resp. auf DCP kaum anders zu erwarten): NIAGARA, EAST OF EDEN, CARMEN JONES: ein Desaster. WAR AND PEACE (VistaVision): enttäuschend. THE BIRDS: exzellent. Ein Super-Desaster: die HDTV-Ausstrahlung auf "arte" von SPARTACUS. Braun, dabie ohne Relief, Kontraste oder Schärfe. Dementgegen wurde vor einigen Jahren auf RTL ein im Bildformat auf 4:3 festgelegter Transfer gezeigt (und beide Transfers gehen auf die Harris-Restaurierung von 1989 zurück): auf RTL mit hervorragenden Farben und direktionalem, dynamischen deutschen Ton. "arte" nun kündigte seine Ausstrahlunge mit Superlativen ohne Gleichen an. Zu Erinnerung: Als der Film noch ordentlich in 70mm oder auf 35mm Technicolor gezeigt wurde, prahlte niemand mit der Qualität. Dass "arte" immer wieder unkritisiert davon kommt und dann die Nomenklatura an Filmexperten über ihren Lieblingssender schweigt, verstehe ich einfach nicht. Sowas fällt nun wirklich ins Auge, beleidigt doch sehr das Ohr. Es funktioniert wie in einer kollektiven Selbstbeweihräucherung: alle finden es "so gut wie noch nie". Die Motti: "HD - schärfer als die Realität ... Kino war gestern".
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"tagesthemen" strahlen nachher einen Report aus. Wer ein wenig Zeit zum Fernsehgucken hat, schalte doch die ARD ein gegen 22.15 Uhr.
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Ein Screen, der beim Bau einmal für 8-perf 70mm.Projektion ausgelegt war. Das Projektionssystem soll aber nie eingebaut worden sein. Seinerzeit ein Kind von Georg Fricker?
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Guter Bericht von @uly, danke dafür. Vorgestern auch dort gewesen, hätte ich nicht erwartet, wie gross die Enttäuschung dann doch ausfiel. In Farbabstimmung, Dichte, Szenenschärfe, Farbalance und Treue, Bildkomposition, Transfergüte, Auflösung und Projektionsschärfe (das Vorprogramm sogar total out of focus) ein Desaster in Anbetracht des versprochenen claims "IMAX is believing". Die Filmemacher sind von Schuld nicht ganz freizusprechen: denn gab es eine einzige Einstellung, die wirklich faszinierte und bezauberte? Irgend ein Shot, wo man sich sagen müsste, "das war`s auf IMAX 65mm" wirklich wert und man nagelt sich das Bild an die Wohnzimmerwand? Bereits an DARK KNIGHT teils DMR - teils in echter Analog-65mm-Direktkopierung zum 70mm-Positiv erarbeitet - schieden sich die Geister. CATCH OF FIRE aber ist der Tendenz nach der Abgesang des Gesamtanspruchs auf allen Gebieten. Die Bildwand übrigens etwas kleiner als zu Zeiten der IMAX-Analog-Projektion an diesem Standort. Der Sound war fast nur Mittelwellengüte, teils Sprachunverständlichkeit, wabblige Bässe, kraftlose Höhen, diffuses Panorama und verschwimmende Direktionalität. Gute 35mm-Projektion einer Referenzkopie hätte ich vorgezogen.
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Das Problem einer zu kleinen Bildwand (und daraus resultierende Anregungen eines neuen Bildwandrahmens) wurde doch noch angegangen. Nicht nach dem Extremvorschlag ausgelotet, den Rahmen vertieft im Bühnenböden (und leicht höher zum Deckenansatz) zu erweitern. Aber mithin im Rahmen des vorgegebenen Bühnenrahmens. Kein Höhengewinn, sondern um anderthalb Meter Breitengewinn, die Sinn machen. Das ist sicher nicht die Umsetzung die "Vierte Wand = Leinwand". Aber das Schimpfwort "das Zoo Palast-Bild war immer eine Briefmarke" (eine Folge unsinniger Kaschierungen bis 2009) ist damit vom Tisch. Der Vorhang mit der Bordüre der letzten Betriebsjahre in der Max Knapp Kommanditgesellschaft / Norden Knapp & Co /Berliner Filmtheater GmbH mit Übergang zu den H.-J-Flebbe-Betrieben - war er, so frage ich, auch so zur Eröffnung, oder handelte es sich 1957 um eine homogene Fläche ohne Zierde? Die Decke wurde schwarz gestrichen, und das ist gut so - und eine kleine Reminiszenz an den "Royal Palast", zumindest aber Ausdruck der Erfahrung mit CinemaxX Saal 7 am Potsdamer Platz. Vielleicht haben Sprechbühnen helle Decken (wer sie vermissen sollte), aber in Filmtheatern sind sie eher zu vermeiden. Die Beleuchtung kann changieren: Heute abend vielleicht ein wenig zu expressiv (geschmackliche Anm.). Die Vorstellung fürdar, durch einen besonders intensiven Farbton auf der eher neutralen Frontfassade des Kubus eine Signalwirkung zu entfachen, ist nachvollziehbar. Oft wird der Ansatz später ein wenig zurückgenommen und vielleicht einer dezenteren Farbbeleuchtung weichen. Die Anordnung der Kassenhäuschen knüpft an die UCI-Konfiguration an, die ich immer sehr gelungen fand. Der ursprünglich orthogonal angeordnete "Kassenriegel" der alten Kassenhalle um 1957 nämlich konnte zu wenige Besucher abfertigen und verursachte Schlangen fast bis zum Breitscheidplatz. Und der Riegel hatte ästhetisch eine geringere Wirkung als die triadische Kassenanordnung seit 1993 (Einstieg UCI Kinowelt) / 2013 (Einstieg Premium FTB), welche geradezu soghaft den Publikumsstrang in das Foyer überführt.