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Im Zweifelfalle wären sehr breite seitliche Balken in diesem Falle sogar zu bevorzugen - obwohl man sie dann auch kaschieren könnte. Um sich gegenüber CinemaScope abzusetzen, wäre auf den von der Cinerama Inc. oder der Deutschen Cinerama GmbH installierten Bildwänden eine Reduzierung des Seitenverhältnisses (oberstreng + obwerlehrerhaft besehen) eine Lösung. Da dies oder anderes nicht geschah (ausgenommen bei echten Cinerama-Bildwänden wie im Berliner CAPITOL, als erstmalig darauf 70mm-Filme liefen), muss man annehmen, dass diese Betreiber- und Verleihgesellschaft die SMPTE-Standards nicht gerade sklavisch einzuhalten trachtete. Die Folge sind Bildbeschnitte und Verzerrungen in allen Projektionsformaten, mit denen man aber leben kann, weil eine Biegung für einige Kinofans attraktiver wirkt als die Fläche. http://www.in70mm.co...es/DSC_8052.htm
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Das KINO IN DER BROTFABRIK in Berlin, u.a. betrieben von Claus Loeser (und auch in Bonn steht eine renommierte Spielstätte gleichen Namens, lange Zeit von Stefan Drössler betrieben), zeigt demonstrativ, regelmässig und auch in der DCI-"Zukunft" erhältliche Spiel- und Dokfilme auf 35mm-Filmbandoriginal - ergänzend und ersatzweise von Videoformaten. In der Programmtafel ist das Format nicht immer klar heruasgreifbar, bisweilen muss man sich mit Kennerblick erst zurechtfinden - aber die Entdeckung entsprechender Filmperlen lohnt über alle Massen: http://www.brotfabri...in.de/kino.html
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Und was sagen die Archive (eye Amsterdam?) und das Kopierwerk (Foto Kem?) zu den veränderten Looks von Revivals? Ändert sich etwas in der Einstellung und im Verhalten zu den Lieferanten? Auch die Bekundungen, Orwo-Stock verblasse oder fade nicht oder die angenommene Eigenschaft von CinemaScope-55 sei die Tiefenschärfe, haben in mir Irritationen ausgelöst. *** Artverwandt ist auch dies zu lesen: http://www.spiegel.d...d-13511711.html
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FEUCHTGEBIETE (Gute 35mm-Kopie!)
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Initiative: Schutz vor sexuellen Grenzverletzungen durch Filme
cinerama antwortete auf BugsBunny's Thema in Allgemeines Board
Die Regie macht mehr aus dem Stoff, als das banale Buch hergibt: auffallend ist ein ernsthaftes Interesse mit Respekt an den Figuren und eine durchkomponierte Bildgestaltung so wie ein Gespür für jugendliche Erprobungzwänge. Der Anspruch wird jedoch spätestens verspielt, sobald sich körperausscheidende "Delikatessen" verselbständigen, um die Aufmerksamkeit durch Fixierung zu halten. So meinen selbst junge Frauen durch die Bank: "harter Tobak". Zensiert werden muss der Film nirgendwo, finde ich. (Wunderbare, nagelneue 35mm-Kopie von 20th Century-Fox hier im Einsatz: gute Auslastung) -
PLANET OF APES und A SPACE ODYSSEY haben schon ein sehr "spektakuläres" Ende. Demnach hätte also GRAVITY ein bewusst kalkuliertes minimalistisches Ende, um die Bewußtwerdung der genuinen Erdanziehung zu zeigen: gut interpretiert. Trotzdem fehlt mir das Poetische, Philosophische, Schauspielerische und Musikalische. Man muss sich die Special Effects für einen Augenblick wegdenken und sich dann fragen, ob die anderen Bestandteile des Film tragfähig bleiben? Kann man sich den Film dreimal ansehen und immer wieder Neues entdecken? Wegen der toll bewegten "Kullisse" gehe ich auch noch mal rein. Die Kritiken und der Erfolg sind fulminant. Aber man muss nicht automatisch mitjubeln. PLANET OF THE APES und SPACE ODYSSEY waren knochenhart ausgeleuchtet und von superber Schärfe und Auflösung. Bei GRAVITY fielen mir Detailverluste bei Unterbelichtungen deutlich auf wie schon bei SKYFALL und ANONYMOUS. Schade!
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3D-Version in 2.39 : 1, bei IMAX Digital (Potsd. Pl., Bln) anscheindend Optikwechsel mit mehr Leuchtdichte? Die eine Szene der "imaginierten Wiederkehr" des verschollenen Clooney erinnerte mich sofort an Tarkowskys SOLARIS. Da davon auch ein Remake mit Clooney entstand (das ich verdrängte), ist die Szene ein Zitat eines Zitats. Viele gut erdachte Einfälle sind leider etwas kurz angerissen und reissen wieder ab wie "abgehackt": Der Übergang vom Melo-Soundteppisch zur prononcierten Stille setzt willkürlich, abrupt ein - und geht nicht kongruent zu einem damit zusammenklingenden Handlungsimpuls. Das wirkt dann (entgegen zu den Szenen in MAROONED oder SPACE ODYSSEY) deklamatorisch. Mit anderen Worten: man will damit etwas demonstrieren (oder durch Nichterklingen) einen emtionalen Extremumschlag herbeiführen. Der Handungsbogen aber läuft hierzu asynchron. Und das enttäuschte mich an der Eingangssequenz, die aufgrund ihrer langen Einstellung und geographischen Ausdehnung musikalisch und im Soundschnitt eine würdige Entsprechung verdient hätte. Solche Momente gekonnt miteinander zu verbinden konnte nur Mr. Kubrick wie kein anderer Filmemacher. Ansatzweise auch Mr. Scotts in ALIEN. Obwohl Momente der Isoliertheit, der Künstlichkeit eines Lebensraums (Raumfahrzeug), der Klaustrophie (oder des Gegenteils von Klaustrophie) noch nie so gut gelungen sind, reisst der Film leider dort ab, wo er hätte noch existentialistischer werden können (also die Rückkehr zur Erde, für die PLANETS OF THE APES ein zeitlos meisterliches Sinnbild fand, während GRAVITY am Ende nichts andeutet und mitteilt. Oder doch?). Die Dialoge waren vielleicht nicht das Highlight, auch nicht die Musik und die Spannungsmontagen: Schablone. Überragend aber der digitale, visuelle Naturalismus: auf diesem Gebiet ist GRAVITY das Gegenteil von AVATAR, der in Märchen, Kitsch und Mythen ersäuft. Wenn GRAVITY aber nach nur 90 Min. auf Fortsetzung spekuliert, darf man sich dennoch freuen.
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Habe ich bei Dir (mit mehr als ausreichender Helligkeit) gesehen - nicht aber in einem im Berliner Norden liegenden ehemalige Vorzeige-Miniplex (vor3 Jahren noch mit ausreichender Helligkeit gesegnet - selbst bei AVATAR). Anschliessend Gang zum Platz mit der angeblichen, aber leichtgewichtigen MAX-Bildwand, wo es ein wenig heller war. Bei leichten Kopfbewegungen aber ständiges Ghosting. Nichts gegen Raumbilder im Kino, wir brauchen sie. Aber die damit erkauften Rückschritte sind für mich nicht verkraftbar.
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3x Paradies von Uli Seidl - 3x 35mm (Aufnahmeformat: Super 16, Produktionsformat: 2k Digital Intermediate): PARADIES GLAUBE so wie PARADIES LIEBE Am Dienstag, 22.10.13 im "Filmrauschpalast" um 20.00 Uhr, Berlin-Moabit (Kulturfabrik, Lehrter Str. 35 Nähe Hauptbahnhof), projiziert auf FP30-D-Bildwerfern Fast den gesamten Oktober auch TRANCE und FEUCHTGEBIETE im 35mm-Regelbetrieb, 20.00 Uhr oder 2.00 Uhr (Der 3. Teil der PARADIES-Trilogie, PARADIES HOFFNUNG, läuft im November) Szenenausschnitt PARADIES HOFFNUNG: Musterung aus einer Gladiatorenschule? (eine vage Anspielung auf eine Bryna-Production von 1960?):
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Leider zeigen sich in der überwiegenden Zahl der Spielstätten mangelnde Leuchtdichten am Rande des "Dämmerungssehens". Hatte man noch vor Jahren helle, konstrastreiche und farbenfrohe Filme auf 35mm und 70mm erleben dürfen, sind die "Nebelbilder" dieser Tage doch sehr gewöhnungsbedürftig. Dass man immer öfter schon am Premierentrag seine Karte zürückgibt (so jüngst bei GRAVITY mit Bedauern passiert), scheint auf die jeweiligen Spielstätten keinen Eindruck zu hinterlassen. Das Personal hat dann eingeimpfte Ausreden parat wie "der Film ist dunkel gehalten, das war Absicht". Dürfte in dIeser Art kaum die Zukunft sein. Oder falls doch, dann stimmt auch das McDonald-Konzept von Anfang an. Anders gesagt: "Erfolg kann nicht irren - fresst Sch....e".
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Schon etwas älter, aber nachwievor im Einsatz: TRANCE (gute Dichte, tiefes Schwarz) HAIFISCHALARM (leider klatschhell) PARADIES-Trilogie (kein Befund, kommt erst nächste Woche rein - DCP war leider furchtbar) PLACE BYOND THE PINES (gute Dichte)
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Oliver Stones DIE GESCHICHTE AMERIKAS vermag erheblichen Eindruck zu hinterlassen (die Erstausstrahlung der kritischen Serie erfolgt ausgerechnet im Business-Sender n.tv). Massiv von der "Süddeutschen Zeitung" angeprangert (http://www.sueddeuts...icher-1.1783735), könnte ich nur einige der vorgeworfenen formalen Fehler bestätigen und würde den überwiegenden Anteil der Dokumentation und auch von Stones gescheiten Schlussfolgerungen nebst Wertungen mit Verve verteidigen. Die macht-strategischen Fragen und Hintergründe im Zweiten Weltkrieg sind äusserst klar herausgearbeitet und korrigieren Geschichtsklitterungen, die etwa die Motive und Fähigkeiten der Sowjetunion im "Zweiten Weltkrieg" zu schmälern suchen. Aus Sicht eines amerikanischen Patrioten, der Stone ist, zeugt dies von hoher Reife und internationalistischem Verständnis. Empfehlungsgrad für eine Kino-Nachverwertung: "ganz hoch".
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Was war das eigentlich für ein schwarzer Montag, gestern? (Aussentemperaturen bei mittlerweile nur noch 15 Grad). Unbegreiflich. Dabei hochspannende Arthouse-Filme im Einsatz: zündete nicht. In anderen Kinos soll selbst der Blockbuster WHITE HOUSE DOWN untergegangen sein.
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Sind diese Flächen in Nürnberg noch aktiv?
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Es gibt auch noch das MELODIE in Potsdam im fast gleichen, desolaten Zustand. Die Umrüstung auf Digi-Kiste ist vermutlich nicht der Grund für den obigen Zustand. Das MELDOIE jedenfalös ist ein generell ausgeweideter, entkernter Kinosaal mit erloschener Betriebsgenehmigung. Im Sommer hatte noch das "Mobile Cinema" von Jakob D. im vorgelagerten Gartenlokal sehr nette Stummfilmpantomimen geboten. Die Reaktivierung des Saals wurde nach meiner Anfrage ausgeschlossen
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Beim jährlich stattfindenden 70mm-Festival in Karlsruhe (Kino "Schauburg") soll dieser Tage oder morgen SPARTACUS (USA 1960) laufen. Über die Gerüchteküche erfahrt man, die restaurierte Fassung im 70mm-Format sei zugunsten einer anderen (besseren oder älteren oder leichter erhältlichen oder besser erhalten oder anderen) Version abgesetzt worden. Über das Filmvorführerforum, in dem sich sehr umfassend News und Kontakte bündeln, wird nun leider nicht informiert - obwohl auf den Vorseiten keine Gelegenheit für Großannoncierungen ausgelassen werden. In den Vorjahren der Vorstellungen in Karlsruhe fehlten überraschend Akte in Filmen wie SCHEHERAZADE, Halbakter in MUTINIY ON THE BOUNTY, THE GREATEST STORY EVER TOLD oder BEN-HUR oder Songs in PAINT YOUR WAGON - aber eine dezenter Hinweis darüber im Vorfeld fand nicht statt, obwohl die Anfälligkeit älterer Kopien doch keine Schande ist. Man kann durchaus davon ausgehen, dass sich wenige Tage vor Abhalten einer Veranstaltung eine gewisse Klarheit über den endgültigen Stand der Aufführung herauskristallisiert: so meine Kino- und Dispo-Erfahrung. Dann finde ich es seriöser, Hinweise zu geben, dass sich am Programm Änderungen ergeben. Offenheit und Transparenz wirken oft am sympathischsten, weil sich auch mit Eingeständnissen kleinerer Fehler (und der Unvollkommenheit dieser Welt) ein Vertrauen und ernsthaftes Interesse aufbauen lassen.
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Dennoch, dem Kino im eigentlichen Sinne hat die Digitalisierung nach MEINEN Erfahrungen nicht gut getan Das fing bereits an, mit MASSIVEM Einzug digitaler Trick- Effekttechnik in den frühen 90ern, und gipfelt heute darin, was man nun dadurch alltäglich beim "Film" sieht, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Film ist heute kein "Film" mehr, weder von der (oftmals ausschliesslich miesen) schauspielerischen "Leistung", über verheerende Drehbücher, schlechte Kameraführung, bis hin zu ätzendem Sound(track). Es wird sich einfach viel zu viel auf die digitalen Möglichkiten der (auch nachträglichen) (Bild)Bearbeitung verlassen, auf Effekt-Overkill, und nur noch Bumm-Sound. Gerade Filme des zeitgemäen Action-und SciFi-Genres sind am meisten betroffen. Es ist einfach nur noch lächerlich, was da geboten wird; wenn z.B. Autos auf Grund eines Schusses, etc., reihenweise u nd meterhoch durch die Luft wirbeln, jede noch so kleine Bombe gigantische Explosionen nach sich zieht, in SciFi-filmen die ET's nur noch lächerlich wirken, von Gigantomanie geplagt, und das ganze tricktechnisch oft so übertrieben, dass man es mehr als deutlich sieht, dass hier eigentlich nur noch ein 90-150 minütiges PC-spiel läuft, das ein paar Namen sogenannter "Stars" trägt. Sorry, aber jede, absolut jede einzelne einstellung in Kubricks "2001", jeder Trick, alles, wirkte "echter", als der heutige Trickmüll. Schnell, lieblos, massenhaft dahin geklatsch, Konsum eben, kurzlebiger, ohne jede liebe und Tiefgang. Planet of the Apes, Maskenkunst, schauspielkunst einst vom feinsten, was boten die Sequels, Prequels, das gleiche, wie jeder "dumme" Film heute. Eine Action-Szene mit Karren wie in Bullit, MadMax, Beverly hills Cop, gäbe es überhaupt heute noch welche, die sowas produzieren, koordienieren, umsetzren können....?? Bauten wie in Cleopatra, BenHur, Gone with the Wind, all die großen und kleinen klassiker, waren niemals perfekt, doch perfekter, als jede heutige Pixelschlcht. Und dann kam es wie es kommen musste, verzicht auf den chemischen Film, liebevolle Transfers, Kopien, auch und gerade auch oft behaftet mit Unzulänglichkeiten, welche widerum manchen Fehler der produktion kaschierte, starben aus.. Digitaler "Perfektionsmus" machte sich breit, nun ja, soviel auch nicht, Standard ist ja immer noch nur 2k.... Getauscht wurde gewohntes filmkorn gegen grobe Pixelraster, natürliche oder übertriebene, stilistische Farbgebungen durch billige Photoshop Optik; digital vom ersten "Shot", bis zum Shoot out im so geschimpften kino. Zu allem Überfluss wird der mittlerweile eigentlich perfekte digitale Kinoton fast ausschliesslich dazu missbraucht, selbst eine nur zufallende Tür wirken zu lassen, als wäre ein Ladung Dynamit hochgegangen.... Oftmals keine Spur von "natürlich", nur sinnloses gerummse, als Ergänzung zu den sinnlos künstlichen bildern. Nee, dass alles ist nur noch Bullshit. Und, bitte, mich nicht falsch verstehen... Kino ist, und war es schon immer, eine Illusion, tricks.... Nur, früher wurden die in Bild und ton trotz aller Schwierigkeiten eben mit oftmals Herzblut schwer 2erkämpft", es wurde auf Qualität statt Quantität geachtet; ein Musterbsp. hier auch "StarWars", neue gegen alte Episoden. Noch so vile CGI's, dazu "billig", können nicht die Tife eines "EmpireStrikesBack" erreichen, oder gar des ersten (vierten) Teils, welcher mit engsten finanziellen Mitteln, aber viel Herzblut, Filmgeschichte schrieb. Zustimmung in nahezu allen oder ausnahmslos allen Punkten. Die digitale Projektion muss nicht zwingend besser sein als eine analoge. Jedoch gleicht sie der Television mitsamt aller "Anschlusskriterien". Dadurch gibt der tradierte Kinobetrieb (aus dem einstigen Selbstverständnis heraus gedacht, er sei das primäre Leitmedium mit Erlebnissen höher, schöner, weiter und eindringlicher als sonstwo) einen Teil seiner Autonomie ab. Statt eines "Anschlusses" hätte es einer echten Revolution bedurft, die Front macht gegen den Massenkonsum und seine Austauschbarkeit. Die Digitalität im Film trägt also (trotz interessanter Varianten und Anpassungsaxiome an Konsumentenbedürfnisse) gleichzeitig den Keim der Selbstzerstörung in sich. Die Digitalität hat die Eigenheit, autonom von Filmtheatern Kunden und Distributionswege zu finden, die schneller und lukrativer sind als das noch an Theatergebäude haftende Filmtheatergewerbe. Das ist sehr traurig, aber die produzierende Industrie nivelliert damit die Alleinstellungsmerkmale der Filmtheaterbranche. Auch wenn das "Zurück zum Filmband" das Problem auch schon nicht mehr lösen wird, so bleibt das Ikon des Filmstreifens untrennbar mit der Hochblüte der Kinotheater und seiner Showmanship verbunden. *** "Chinese Theatre": warum baut IMAX nicht separat ein Haus in L.A.? Wäre doch vorteilhafter gewesen.
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Der Look des Films enttäuscht durchgehend: als würde man durch einen Schleier sehen, und an Auflösung und Schärfe in den DCPs ist gar nicht zu denken. Auffallend insbesondere auch die olivgründen Schatten bei unterbelichteten, absaufenden Szenen: sichtbar auch in den ebenfalls auf Alexa gedrehten Produktionen ANONYMOUS und SKYFALL. Was nützt die digitale Projektion, wenn selbst Vorgängerfilme des Regisseurs, THE DAY AFTER TOMORROW (2004) oder INDEPENDENCE DAY (1997) auf 35mm schärfer oder farbgetreuer waren?
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17 Tage (13.-29.9.2013) lang gibt Paul Allens Kino CINERAMA in Seattle, USA; ein breit angelegtes Breitfilm-, Panorama- und Multifilmfestival. Dazu ein Artikel der US-Presse: http://blogs.seattle...ng-to-cinerama/ http://www.cityartso...m-film-festival “Vertigo,” “Baraka,” “Lawrence of Arabia,” “2001: A Space Odyssey,” “The Sound of Music,” “Patton,” “Hamlet,” “Spartacus,” “How the West Was Won,” “This Is Cinerama," undsoweiter. 29.12.13 "My Fair Lady", Astor Lounge Berlin (DF)
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Da aber auch die "harmloseren" Plexe in den Randgebieten eben so wie CxX monströs sind, fragt sich, was "nach ihnen kommt" - sobald z.B. day-and-date-Starts flächendeckende Massenauswertungen auch in Filmtheatern unlukrativ werden lassen; und deswegen müssten man man vielleicht (vorhersehbare) Überkapazitäten und Anballungen unter einem Dach unterscheiden von segmentierten Kinos, die in der Tradition der "Tante-Emma-Läden" stehen. Folglich könnte man auch annehmen: wenn Supermärkte bleibende Profitakkumulation generieren, so Multiplexe eben so. Oder auch nicht? Was unterscheidet die Warenzirkulation noch voneinander? Möglicherweise dieses: Naturalien ausser Haus aufzugreifen, galt bislang als kulturell konditioniert und als hohes Individualprivileg (man möchte Naturalien "natürlich" im Original und aus erster Hand erwerben). Bei Filmen ist das anders. Man spricht miltterweile auch in Museen davon, nicht mehr Filmmuseum, sondern Museum für Audiovision sein zu wollen. Zur History der Umwertungen sei eine Anmerkung erlaubt: Erst die Abkehr vom Filmband, dann die Abkehr vom Personal, dann die Abkehr von Auswertungsfenstern, dann die Umnutzung von Kinosälen für alternative Contents - dieser Trend sollte dringend bis zum Ende gedacht werden. Das Ende heisst dann nicht Kino-maxX - sondern Mini-Flat.
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Das verstehe ich in meinem Empfinden anders (aber es lässt sich vieles variieren - und gerne spannend diskutieren): Die Vorverzerrung der seinerzeitigen 70mm-Kompensationskopie von THE GREATEST STORY EVER TOLD seitens TC London war sehr korrekt und akkurat für die curved screens und Super Cinerama-Theater berechnet. Wenn das in jüngeren Kino-Aufführungen plötzlich nicht klappt, ist dann die Kopie dran schuld? Aber sei es drum - betrachten wir die andere Variante: Wird mit durchgehend gepressten Kopien projiziert, so muß auch die Bildwandkurve zurückgenommen werden. Auch die inhärente Korrektur einiger Schneider-Optiken (in Relation zur D-150-Optik) ist nicht im Sinne des Erfinders (oder des Ultra Panavision-Verfahrens). MUTINY ON THE BOUNTY als komplett gepresste Kopie wurde deswegen im MGM-Theater Berlin bewußt auf nahezu flacher Bildwand projiziert. Über den Einbau der Bildwand sprach ich letzte Woche mit dem Vorführer des Hauses, der ihn mit durchführte. Fandest Du eigentlich diese KHARTOUM-Kopie (letztens auf der Berlinale 2009 gelaufen) gelungen? *** Super Technirama 70: Woher sollte eine verbesserte Kopie von "Spartacus" zu erwarten sein? Im letzten Jahr wurde übrigens eine neue gezogen. Besser war nichts daran. Die m.E. optisch beste aus der Restaurierungsversion war die 70mm-Verleih-Kopie aus Australien. Die schlechteste u.a. die 35mm archival print der Universal zur Berlinale 2001. *** @Klaus-Peter: Du hattest als junger Pimpf die Dekoration zur BRÜCKE AM KWAI-Premiere betreut? Echtes Volkskino, ganz prima. Dann eine Nachfrage zu Technicolor +4-Kanal-Magnetton: hierbei war die Piste für den Effektton etwas schmaler? FoxHole- oder KS-Perforation? Und existiert ein Clip? Bin sehr gespannt, ob sich davon etwas anfinden könnte. Wir grübeln schon eine Weile drüber, wie viele Versionen es von diesem Film gegeben haben mag. Danke dafür.
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Also dem Problem verkürzter Auswertungsfenster, um ein Beispiel zu nennen, stellt sich die Branche nicht gerade offensiv, nicht wahr? Die Defizite, erst hinterher erkannt, führen dann direkt zu einer Entwertung. Das nicht erkannte Problem ist nach dem Wert[e]verfall später nicht mehr lösbar. Konkret wäre eine Vorzugsbelieferung des Home Cinema mit günstigen HD-Systemen und maximal abrufbarem HD-Content ein Problem - der Point of Not Return in der Neubestimmung des zeitgenössischen "Leitmediums". Die Realität, die uns ereilt: Computerschirm in der Pole Position, Kino aber kein unbedingtes "Muß" (des Kinos Nachteile: perforierte Leinwand, Bildwandaufhellungen, Kontrast-Verluste durch Projektionsscheiben und DLP-Panels, Adaption des 16 : 9-Formats in baulich verunglückten Plexen, Verzicht auf Programm-Boni und Online-Verknüpfungen, mangelnde interaktive Schnittstellen mit dem Zuschauer und daraus hervorgehende Bevormundung, Popcorn-Schwemme usw.). Könnte durchaus noch problematisch werden...
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An der Trendwende zum magischen Jahr 2014 rücken nun auch aktuelle, mit Sonderaufwand zu würdigende Filmeinsätze ins Visier dieses Threads: Berlin-Moabits einziges Kino (Kulturfabrik Lehrter Str. 35 Nähe Hauptbahnhof) hat erst kürzlich mit FP30-D-Bildwerfern wiederholt zugerüstet und zeigt derzeit in 3 Abendvorstellungen 2 aktuelle Filme auf 35mm: HAIFISCHALARM AM MÜGGELSEE bis einschl. 11.9. täglich 20.00 Uhr (eine der letzten Kopien aus dem Hause Arri München, wo die Positiventwicklung derzeit zum Stehen gekommen ist) so wie THE PLACE BEYOUND THE PINES bis einschl. 11.9. täglich 22.00 Uhr Die cinephilen Mitarbeiter des Kinos führen höchst gerne durch die Betriebsräume - Zutritt tgl. ab 17.45 Uhr.
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Dennoch wird in Berlin in ein oder zwei Abspiel-Locations die eine oder andere Art von Curved Screen erstehen, weil es ein Anliegen Gleichgesinnter ist, nach vielen Jahren noch einmal Bildeindrücke aus der klassischen Epoche der Berliner Panorama-Bildprojektionen zurückzuholen. Für kommende Termine in 2013 und/oder 2014 und darüberhinaus. Auf immer, wenn möglich. Die Stoffsammlung (mit Rückblick auf 55 Jahre Todd-AO in Berlin): Im "Cinerama-Theater Capitol" am Lehniner Platz wurden zwischen 1959 und 1964 sowohl 3-Streifen-Filme wie auch 70mm-Filme und 35mm-CinemaScope-Filme in die dortige Kurve geworfen. Es gibt hierfür nur noch wenige Zeitzeugen. Mehr Erinnerungen liegen zum "Royal Palast im Europacenter" vor, dessen Bildgröße und Saalgeometrie alle anderen Roadshow-Theater überragte und sich wiederum mir eingeprägt hat, obwohl alle Projektionen beschnitten waren, weil (bis auf zwei Vorführungen, "Titanic" und "Spartacus" 1999 und 2001) niemals angepaßte Objektive für nötig befunden wurden. Andere schätzten daher den Bildeindruck im "Zoo Palast" mit "geringstmöglicher" Krümmung wegen vorteilhafter Lichtverteilung, unbeschnittener 2.2 - Aspect Ratio und herausragender Klangfilm-Übertrager - wogegen Kritiker die "Kastenbühne" und den zu kleinen Bildeindruck beklagten. Klanglich lag offenbar das "MGM-Theater Kurfüstendamm" Anfang der 1960er-Jahre an der Spitze aller spreeseitig gezeigten Magnettonvorführungen - das "MGM" trumpfte mit Ultra Panavision 70 in superbreiter Flachprojektion (nur 30 cm Tiefe bei 27 Metern Breite), um dann bei Todd-AO auf 2,2 : 1 ein zum Raumvolumen zu bescheiden wirkendes Bild anzubieten, das noch hinter CinemaScope-Breite zurücklag. In diesem Thread finden sich neben Ankündigungen auch Kritiken an der Praxis der letzten zehn Jahre. Entweder gibt es Grosskinos mit heller Decke so wie kontrastarmer und verwackelter Projektion, Kinos mit Steilprojektionen und/oder Bildbeschnitt, Häuser in Büroturmkellern mit Flachbildschirm, Bildwände aus Metall mit Hotspot-Symptomatik, Plex-Säle mit Einzelrollen-Wiedergabe, Beschallungen mit 3 Frontspeakern, komplett eingerichtete Kinos mit Betreibern als Sandalenfilmhasser, zugerüstete Stätten mit Uraltanlagen oder verschmutztem Bildschirm. Oder es schlummern fabrikneu eingerichtete "IFB"-Stätten darhin, die Steuergelder verbrieten für Anlagen, die nie zum Einsatz kamen. Die Liste ist lang. Trotzdem gab es auch in diesen Stätten ein dankbares Publikum, wann immer sie etwas zeigten, zumal fast jede 70mm-Projektion in ihrem Grundcharakter nicht "totzukriegen" ist. Im Moment arbeite ich an Verfeinerungen und unterschiedlichen Modellen: einer 90-Grad-Krümmung, einer 128-Grad-Krümmung und einer 146 bis150-Grad-Krümmung. Für den Versuchsaufbau, der auch in Betrieb gehen soll, kauften wir gestern eine schallundurchlässige Textilbildwand ohne Perforation - ein Leinwandttuch, das in Kürze bearbeitet werden soll und sich bei 3 Meter Höhe von Wand zu Wand erstreckt. Das Sehfeld ist dann optimal gefüllt! Neben moderneren Schneider- und Isco-Optiken sollen auch arteigene Roadshow-Optiken ausgetestet werden, darunter Modelle der Omnivision International und der Todd-AO-Corp. nebst Dimension-150-System. Betrachtet man die Richard-Vetter-Optik für D-150-Kinos, zeigt sie aus Messergebnissen gute Auflösungen von bis zu 80 lp/qmm. Ob in Zukunft auch eine Bildwand mit Unterdruck zur Herausbildung eines echten Kissens gewagt wird, hängt von den kommenden Versuchen ab. Es liegt der Antrag vor, die Bildwand mit Ösen an vorgebogenem Flachstahl (100 x 4 x 9000) oder an vorgebogenem Rundrohe (25mm) mit Gummispannern aufzuhängen oder im Idealfall zwei vorgebogene Schienen (an Decke und Boden) zu installieren, an denen die Bildwand seitwärts "wie ein Vorhang" zurückziehbar ist. Ein brandaktuelles Vorhaben für das schon in der kommenden Woche die Materialien bestellt werden sollen. Und daher meine Neugierde nach Ratschlägen und Erfahrungen der Forumsfreunde, die damit Erfahrungen sammeln konnten. Mit welchem Material funktioniert diese "Schienenfahrt" am besten? Herzlichen Dank für Eure Meinungen und Hinweise- ausdrücklichen Dank aber auch für's Anpacken, so bald es losgeht!