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War vor 20 Jahren ein grosser kommerzieller und genreprägender Erfolg (obwohl ich den Film und seine Fotografie nie mochte). GONE WITH THE WIND hatte fast 60 Jahre erfolgreiche (!) Kino-Revivals. Dass das heute nicht mehr funktioniert, zeigt den Mangel echter Klassiker oder von Klassikern, die explizit nur für Kinoauswertung komponiert wurden. JURASSIC PARK wirkt auf einem grossen Flachbildschirm "angenehmer" als auf einer grossen Kinobreitwand.
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Derart selbstsichere Prognosen ("wird" und "wird nicht") aufzustellen, finde ich gewagt. Vielleicht ist der Wettlauf zwischen 2k und 4k nur deshalb noch nicht entbrannt, weil grosse Teile der Postproduktion den 2k Work Flow bevorzugen. Aber auch hier brechen die Dämme. Für den Kinobetrieb ist die Wahl zw. 2k und 4k-Systemen jedoch weniger von Folgekosten belastet. Das 4k-DCP unterscheidet sich in den Kosten kaum noch vom 2k-DCP. Eine 35mm-Kopie um 1994 kostete einen dreistelligen Betrag, eine 70mm-Kopie von MY FAIR LADY wurde mit 50.000 DM genannt. Natürlich waren die 70mm-Häuser besser besucht als die Häuser mit 35mm-Auswertung klassischer 70mm-Todd-AO-Titel - und sie besassen grössere Bildwände. 4k zuhause ist wohl zu bald ähnlichen Preisen wie noch vor wenigen Jahren 1080p-Beamen zu haben. Sollte die Industrie LED-Vorhänge in 4k oder 8k für die Wohnstuben anbieten, dürfte dies der Tod der Home Cinema Beamer werden. Und den Gang in DLP 2k-Filmtheater hinsichtlich des Attraktionswertes und des "Zwanges", einen Film im Kino zu sehen und sich der dortigen Technologie zu unterwerfen, relativieren. Erinnern wir uns, wie in diesem Forum maßgebende Forumskollegen die Einführung von 3D-Systemen, die ja zum Motor der DCI-Umrüstung wurden, überschätzten und glatt abstritten, dass vergleichbarer Verfahren auf dem Blu ray-Markt erschienen. Sie alle sonnten sich im trügerischen Glück und im Wahn des Besitztes einer perfekten + ewigen Technologie. So etwas wünschen wir uns alle - und neigen dann zur Verabsolutierung des eigenen Besitzes. Laserprojektion wäre die einzige kinotechnische Revolution, die den Namen verdient. Wechseln dann weltweit die Wertschöpfungsketten auf solche Technologie um, könnten doch mithin die Wartung (und auch die Betriebskosten) für DLP- und SXRD-Geräte (entfernt ähnlich der Weiterbelieferung durch 35mm-Film nach DCI-Durchdringung) den Aufwand kaum noch lohnen. Selbst wenn man einräumt, dass auf den ersten Blick der Zuschauer "ahnungslos und deinteressiert" sei, zeigt sich aber auch, dass seit den 90er Jahren fast alle Kinos zumindest Dolby-Stereo-Sound und Objektive der Goldenen Serie als Standard anerkannten. Ein sehr lange Zeit hatten tatsächlich alte Mono-Transistorverstärker und unzureichend vergütete Petzval-Objektive überleben können. Aber irgendwann schlug auch deren Stunde als Fernsehen und Home Cinema heller und schärftere Bilder und AC-3-Ton lieferten. Sehen wir also ruhig das Home Cinema als heutigen Motor der Medientechnologie und bitte nicht primär die Heiligkeit "Filmtheater". Anderen den Glauben an "ewige" und "sehr lange" Zustände zu nehmen, ist zwar taktlos, aber der klare "Vorteil" von kommende Laserprojektion oder von I-Phone und Pads bei den Consumermedien entweder aus technischen oder konsumptorischen Gründe liegt auf der Hand. Dunkle und kontrastschwache 3D-Projektion wie in der gegenwärtigen "revolutionär-fortgeschrittenen" Kinotechnik kann ich mir beim besten Willen nicht als mehrheitlich überzeugenden Kinostandard noch in vielen Jahren vorstellen. Mich interessieren die Technologiewechsel des Films seit 1892 sehr. Und die Lehren daraus wären, dass die Unzulänglichkeit der Technologien, einen aus Sicht der Ingenieure durchaus wünschenswerten Abbildrealismus dauerhaft zu etablieren, zum ständigen Wechsel von Systemen führten. Laserprojektin sehe ich neben LED-Gardinen als die Zukunft der Audiovision - auch dann, wenn es flächendeckend präsente Kinos nicht mehr geben sollte.
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Korrekt, .@showmansship Anforderung der IFB auf "Beibehaltung". -- Die Reihe im Astor-Kino (Berlin) heisst "FilmClassics" und ist natürlich keine reine 70mm-Reihe. Der erste Durchgang von 2010 enthielt tatsächlich 6 Titel-Einsätze, die in den Folgejahren zurückgingen.
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Die Highlights der "DEFA-70"-Revivals erlebte ich im Rahmen der Initiative des Technikleiters im DELPHI Berlin, der Regisseure und Drehbauchautoren von SIGNALE - EIN WELTRAUM ABENTEUER so wie EOLOMEA als Gäste gewinnen konnte und auch KLK AN PTX - DIE ROTE KAPPELLE zeigte. Wenig später dort eine Jubiläumsvorführung von HAUPTMANN FLORIA VON DER MÜHLE, unterstützt von Dr. Ralf Schenk (bald ist ja auch sein DEFA-70.Forschungsprojekt abgeschlossen) und dem "Kino Mir" aus Krnov, Tschechien. Im "Kino Arsenal" in Berlin sah ich zuletzt "Goya", "Du bist Min", "Orpheus in der Unterwelt" u.a. Titel vor leider schwach gefülltem Saal (so wie einige Vorsichtungen zur Berlinale 2009, u.a. mit dem LENIN-Film und LÜTZOWER). Weitere Erleuchtungen erwarte ich nun nicht, aber immerhin ist Ralf Schenk ein Mann, der die Veranstaltungslücken wissenschaftlich füllen kann. Keiner der Filme war zu seiner Zeit für die "Curved Screen" konzipiert worden (die TGL-Norm der Filmtheater in der DDR ging immer von einem exakten Radius des Kreisbogens zum BWR aus, gleichwohl ich Verfechter gewölbter Bildwände bin. Man muss allerdings auch nicht die US-Begriffe "Cinerama" usw. werbetechnisch für Filme aus dem kommunistischen Ausland instrumentalisieren.) Es gibt in der Vorwerbung für diese Veranstaltung ein Ölbild des näselnden "Staatsratvorsitzenden" ... http://www.in70mm.co...images/eric.jpg ... man kann es natürlich lustig finden. Ihm wird das Credo "Ich liebe 70mm" in den Mund gelegt, aber in Wahrheit wurde unter seiner Ägide die 70mm-Produktion, noch von seinem Vorgänger Walter Ulbricht toleriert, eingestellt. Honecker setzte stattdessen auf Halbleitertechnologien und die Massenwirksamkeit des Fernsehfunks. Das alles wird der Referent Dr. Schenk hoffentlich noch im Detail klären können, damit die Sache ein wenig dem Humor-Marketing entzogen ist und auf Widersprüche in der DEFA-Produktion hingewiesen werden kann. Diskutiert wurde bereits in mehreren Threads zu diesem Thema: http://www.filmvorfu...c/3110-defa-70/ http://www.filmforen.de/index.php/topic/9168-defa-70-eine-frage-des-formats/ http://www.in70mm.com/news/2007/defa/
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CinePostproduktion insolvent ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Das ist doch wieder typisch! @preston sturges - Verkünder der Menschheit. Media-Biz abschreiben und keine eigene Meinung? Freude darüber? *** Jedenfalls war seit einem Dreivierteljahr bekannt, dass das Geyer-Kopierwerk zum Herbst 2013 schliesst. Schon vorher fanden im Rahmen des Sozialplans Entlassungen statt. Vor 2 Wochen wurde auch die Negativentwicklung bei Arri Film & TV Services Berlin GmbH abrupt eingestellt - die grandiose Calder.ECN II-Entwicklungsmaschine (Höchstbewertung beim Kodak Image Care erhalten) wird vernichtet. Geschäftsführer Prof. Krauss versprach noch im Vorjahr, nichts werde geschlossen, niemand werde entlassen. Die ganzen Lobhudeleien aus dessen Mund zeigten mir seit längerer Zeit, dass nichts mehr stimmt. Zwischenzeitlich gehört auch er zu den Geschassten. *** .@Jeff Smart liegt mit seiner bissigen Allegorie gar nicht falsch: ich rechne damit, dass auch die digitale Postproduction in Kürze am Ende ist. Alles längst verlagert in die Büros der "Film"-Produzenten, die "sich's selber machen". War absehbar. Ist ziemlich offenkundig der "Sieg des Fernsehens über das Kino". Kinos werden voraussichtlich ebenfalls marginalisiert. Diese Turboentsorgung bewährter Technologie geht dann Hand in Hand mit dem Wechsel des Distributionsmediums von Film auf Digisat. Kino wird leider ebenfalls eine Marginaliserung erleiden müssen. Es ist nicht schnell und abwechslungsreih genug in einer Konsumwelt vernetzter Kommunikationsformen. -
Was versteht man unter "Magnettonperfo"? Ein ausgedachter Fachbegriff? Gemeinhin würde ich von Kleinlochperforation, FoxHole perforation oder (mit Magenschmerzen) von CinemaScope-Perforation sprechen. Zitat: Das Bild ist sorgfältig [???]von einem Negativ für Magnettonkopien für den Einsatz auf Lichttonkopien umkopiert worden, dann aber doch auf Magnettonmaterial gelandet. Ich hoffe, diese umständliche Beschreibung ist halbwegs verständlich. Die Formulierungen "von einem Negativ für Magnettonkopien" so wie "für den Einsatz auf Lichttonkopien" und der Begriff "umkopiert" dürften in der Tat viel Verwirrung anstiften. Anstatt nun die Kopienausschnitte und Szenenübergänge zu scannen und für sich selbst sprechen zu lassen, verheddert sich der Leser in einer Amateursprache. ** Den Eintrag auf der dänischen Website hatte ich schon vor dem Hinweis gelesen. Dort stehen auch DCP-Einsätze, sodass ein Sammelsurium aus Fujicolor, Agfacolor, Eastman Color, Technicolor, 35mm, 70mm. DTS, Magnetton oder Festplatten eben wie "bigger than life" aussieht. Die Hälfte der Termine hätte ich rausgeschmissen ... verwässert nur das eigentlich gute Werk dieser Website-Enzyklpädie. Die Kurzfassung lief Anfang der 80er Jahren in allen westdeutschen Städten. Dafür wurde das 65mm-Originalnegativ umgeschnitten und der auf 35mm Stummfilmformat gedrehte Moontrip auf das voll Todd-AO-Seitenverhältnis aufgeblasen. Eine farblich neue 70mm-Kopie diesem gekürzten 65mm-Negativ kaufte ich seinerzeit aus USA. Neben den Schnitten waren auch die Bildunsauberkeiten bedenklich geworden. Dass dieses Negativ noch einmal in den alten Zustand zurückversetzt wird, bezweifle ich sehr. Aber es gibt nachwievor die Kopien von 1957 und 1968, die als Langversion die richtige Alternative darstellen. ** Dank für den Hinweis auf die Polanski-Reihe. Läuft auch TANZ DER VAMPIRE wirklich auf fünfunddreissig Millimetern? :?:
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Berliner MGM-Theater am Ku'damm
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
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Dieses "Masterband" wurde ständig von mir erwähnt: "kodiertes 2-Kanal Mischband". Was oceanic / Kinokunstbutter schreiben, ist nur wortstark und von Spekulationen getrieben. Natürlich wurden Schnürsenkel zur Lichtton-Negativ-Erstellung eingesetzt! Ist das so schwer zu verstehen? Das Ganze liest sich für mich zunehmend wie ein T..ll-Post, der nur provoziert. Anonymisiert ist das keine Kunst. Besser sollte man hier wie auch auf filmtech.com die namentliche Registrierung einführen. Danke!
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"2-Kanal-Magnetfilm-Masterbandband DIN 15552" heisst es wortwörtlich in der "Abb. D13.6 Prinzip des DOLBY-Lichttonverfahrens" in Webers "Handbuch der Film- und Videotechnik", 4. Aufl., 1993, S. 380. Der Streifen ist beidseitig perforiert. Auf S. 381 findet sich im Textteil dagegen die Bezeichnung "2-Spur-Magnetfilm". Und das greift mir zu kurz, weil dabei die Produktionsvielfalt unter den Tisch fällt.
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Abenteuerlich und "unkontrolliert" sind aber auch nicht die üblichen Panpot-Umspielungen der 70mm-Filme, was sich aus dem Fortgang dieser Diskussion aber herauslesen liesse. Am Sonntag war ich für einige Stunden bei befreundeten Zeitzeugen (Zuständigkeit: Technik, Mischung) in der Mühlenstrasse zu Besuch (sie wohnen noch immer direkt neben der BSG, sind aber seit langem pensioniert). Man wies eine Unkontrolliertheit von sich. Überblendungen mit Albrecht- oder Sondor-Bandspielern habe ich auch seit den 80ern zu genüge gemacht. Übrigens sind ja auch die Beschriftungen eines der grossen Synchronisations-Betriebe nicht immter stimmig gewesen. Auch nicht, als sie bei Arri Contrast in Ruhleben eintrafen. Auch nicht im Filmmessezentrum. Im Filmmessezentrum fand natürlich keine Herstellung von Lichttonnegativen statt. In Ruhleben gab es aber teilweise einen Exklusivstatus, der der Aussage nach wie behauptet auch ohne weitere Umspielung sogar diskrete bzw. unkodierte Bänder und unter Einschaltung von Dolby-Geräten zur Westrex-Lichttonkamera als kodiertes 2-Spur-Signal verarbeitet haben soll. Da aus dem Forum in diesem Kopierwerk sonst weiter keiner tätig war, sich aufhielt oder die Produktionsleiter oder den Technischen Leiter kennt, erhoffe ich präzisere Antworten erst ab September, sofern es gelingt, damit Beteiligte anzusprechen. Allerdings vermisse ich in der Diskussion die klare Bestätiogung, dass seinerzeit auch Dolby-kodierte Schnürsenkel, 16mm- und 17,5mm-Bänder zum Einsatz kamen. Darauf wurde bisher nie eingegangen, zeigt aber auf, wie variantenreich die Filmkopierung in dieser Zeit war. Im Standardwerk bei Webers findet sich immer nur ein kodiertes 35mm-2-Spurband als letzte Stufe vor der Dolby-Lichttonkopierung. Simmt so nicht.
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Mit Direktbeziehung zum Eingangsthema BEN-HUR meine Nachfrage, wer möglicherweise Kenntnisse zur angeblichen "8-Kanal-Magnetton"-Fassung hat? Auch hier ähnlich CineMiracle und CINERAMA aufgespielte Pilottöne zur Zuschaltung des Effektkanals auf Wand-Links, Wand-Rechts und Rückwand. Unterlagen oder Kenntnisse zur Weltpremiere? Oder sollte man das beim Studio erst anfordern müssen? Wegen der unproblematischen Aufspielung solcher Pilottöne ist evtl. mit noch so manchen Entdeckungen zu rechnen. *** Urlaubsbedngt nur Fernanfragen (und Ferndiagnosen - die aber m.E.legitim sind) bezüglich früherwe LCR- ider LCRS-Mischbänder. Angefragt bei einem früheren Mentor (Ex.-Technicher Leiter der IFB und Rechte Hand des damaligen Direktors.) Frage: Ist Dir aus einigen Postproduktionsstudios, etwa Arri-Contrast mit beigefügtem Tonstudio, aus 1985 bekannt, dass neben dem sich durchsetzenden Standard einer Left-total und Right-total Bespurung auf Perfoband (also 2-kanalig analog zur Lichttonkamera) auch noch Bänder mit diskreten Informationen wie zu 4-Kanal-Magnettonzeiten angeliefert wurden? Wahlweise sollen die bereits als 2-Kanal-Mischband vorliegenden Tonträger über NuOptix+Westrex-Lichttonkamera direkt in optische Signale umgesetzt worden sein. Bei anderen Bändern, offenbar mit diskreten Information und ohne Kodierung, seien Dolby-Aggregate eingeschleift worden sein und NuOptix wurde ausgeschaltet. Irgendwelche Erinnerungen? Ich erinnere mich, das im ehemaligen FMZ [damaliges Filmmessezentrum Berlin, Budapester Strasse. Ort auch der Vorsichtungen der Jurys der IFB bis zum Jahr 1999. Anmerkung von @cinerama] z. Zt. der Dolby- Einführung, 35mm-Magnetbänder mit 4 diskreten Tonspuren als SEPMAG zur Sichtung angeliefert wurden. Auch 2-kanalige 17,5er Bänder (kodiert) wurden manchmal geliefert, meistens von US-Majors! War jedesmal ein Abenteuer wg. der synchronen Überblendungen..... Vielleicht fällt mir ja noch mehr ein..... Auf die Kürze ein weiterer Denkanstoss, aber es bestehen noch viele Fragezeichen und Zweifel. Aber eben auch solche Aussagen, mit denen man umgehen muss. Auch zur jahrzehntelang gängigen Praxis der Panpot-Mischungen für HL und HR wären Neubewertungen interessant. Warum die Praxis in der vorliegenden Diskussion aber angezweifelt wird, verstehe ich nicht. :
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Ich gucke gerade fasziniert zum obigen schwarzweissen Szenenausschnitt: Den HOLLÄNDER habe ich in der hiesigen Stadt (sie ist mehr im Osten als auf der Südkurve gelegen - "arm und manchmal sexy") leider noch nie so RIESIG-BREIT gesehen. Und die Reise AROUND THE WORLD noch nie so kurz. Macht das der geschneiderte Premieren-Anamorphot? [nur 'ne Scherzanfrage]. Oder ernsthaft: was hat der "Schneider CineLux Première Anamorphic" dem letzten Kompaktanamorphoten der Isco-Serie voraus? If you want to see what is actually on the film...what the film maker actually saw...the ISCO is going to do that more faithfully. I've had a lab reject a Schneider lens on me because it altered the picture too much and could not use it for QC. If you don't see contrast with an ISCO, then it wasn't on the film to begin with. Some of the highest contrast ratios ever measured in a theatre (AMPAS) were on the ISCO red lenses. Also, the ISCO red lenses are more tolerant of film flutter too. The Schneider SCs are less so and very fussy about being perfectly aligned. http://www.film-tech...f1/t010817.html
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Wissen @filmempire und @stefan2 zu beantworten: letzterer kennt auch Mr. Crisp besser als ich. Wenn oder da LORD JIM nur für Links, Mitte, Rechts gemischt worden sein soll, wäre in der US-Version zumindest ein Effektonkanal auszuschliessen. Beim ausländischen Synchronisieren aber könnten Änderungen auftauchen: etwa Geräusche (Donner und Regen) auf den Effektkanal gemischt werden. Angeblich sollen auch von LAWRENCE OF A die Mischbänder wieder aufgetaucht sein (die Bänder sollen neben denen von LORD JIM gelegen haben). Jedenfalls ist die Harris-Version von 1988 tonlich Makulatur. Auch wenn bei frühen 5-Perf-70mm-Produktionen ein 6-Kanal "Printmaster" (also mit 5 diskreten Frontkanälen) vorlag, dürften dennoch Gesangspartien und Orchesteraufnahmen wie alle O-Tone mit nie mehr als 3 Mikrophonen aufgenommen worden war (""Ben-Hur" und "West Side Story"), was zwangsläufig des Einsatz eines Panorama-Potentiometers zur Phantommischung des Halb-links- und des Hallb-rechts-Kanals erfordert hätte. Mit anderen Worten: es sorgt für keinen grundsätzlich neuen Klangeindruck, ob der Einsatz des PanPots bereits bei der Endmischung, oder bei Erstellung des Produktionsbandes bei Überspielung auf die 6-kanalige 70-mm-Kopie eingesetzt wurde Bei der Berl. Synchr. W.L., so erklärte mir Senior-Techniker Kurt S. stets, wurde bei 6-Kanal-Magnetton-Filmkopien die Mischung immer mit PanPots vollzogen, sofern Halblinks und Halbrechts erforderlich schienen. SCHIWAGO in der dt. 70mm-Kopie war ebenfalls ein Sonderfall. Einige 70mm-Titel wie BARABBASS und FISCHER VON GALILÄA waren in Germany sogar monaural hinsichtlich ihrer Mischung. Anders bei den Cinerama-Produktion in englischer Fassung und mit 7-Kanal-Mischungen. Wie Cinerama-Produktionen in Deutschland synchronisiert wurden, hätte mich sehr interessiert.. Fehlerkorrekturen in diesen Passagen gerne willkommen - vielen Dank.
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Offenbar einige Mißverständnisse. Und sie auszuräumen braucht Zeit, wegen des Mangels an Zeitzeugen um 1985 oder an präzisen Erinnerungen. Bezüglich des Vorwurfs der Ausschusskopierung, die ich als These für gewagt halte und die von anderer Seite als Kränkung der Berufsehre erachtet wurde, fragte @magentacine: Die verärgerte Reaktion ist Folge dieser Behauptung seines Frankfurter Kollegen: - Wie viele Negative wurden falsch belichtet, weil bei der "on the fly Matrixcodierung" Artefakte aufgetreten sind? - Warum hat niemand diese Materialverschwendung gestoppt und den Workflow auf Zwischenspeicherung auf Magnetfilm umgestellt? Und hieraus schien mir ablesbar, Ihr nehmt Bezug auf fehlbelichtete/fehlkodierte Lichttonegative? Man könnte an der damaligen Arbeitsweise jederzeit qualitativ Kritik üben, aber es gab zumindest eines - was oben verächtigt wurde - ganz bestimmt nicht in diesem Kopierwerk: irgendeine Materialverschwendung! Einfach ungeheuerlich, das überhaupt rechtfertigen zu müssen. Deshalb verärgern leichtfertig in den Ring geworfene Anwürfe wie dieser sehr und man sollte damit nur jonglieren, wenn sich Hinweise darauf verdichten. Danke. Ja, das war eine beachtliche Leistung. Die Dupnegative waren selbstverständlich auf Triacetat-Stock, da Polyester-Dupnegative erst Anfang der 90er Jahre nach und nach in Gebrauch kamen. Auch ist die künsterische Leistung des Filmemachers hier mal kein Thema, denn durch das von ihm angelieferte Lichttonnegativ aus Los Angeles, wo auch die deutsche Fassung komplett gemischt wurde, hatte er eine der herausragendsten Leistungen für eine Dolby-A-Kopierung erzielen können, die je gehört wurde (hinsichtlich Dynamik und Direktionalität eines Dolby-A-Lichttons. Es kam aber zu Problemen auf der 70mm-Kopie eben so wie bei späteren Video-Revivals, an die ich mich zu erinnern glaube. Lies doch mal bitte richtig meine Ausführungen: es war darin bereits von verschiedenen Kopien die Rede, und die auf den IFB 2009 gezeigte Kopie ist makellos gewesen. Auch weitere Erläuterungen von Matrizierung/Kodierung verstehe ich nicht hinsichtlich der von mir gemachten Mitteilung. Die auf Cordbänder mit diskreten Kanälen verwies und die Möglichleit auch der Kopierwerke mit angeschlossener Tonabteilung, dies selber vorzunehmen: unter Aufsicht von Dolby und ohne unterstellte "Lizenzverletzten". Das ist halt wieder eine wilde Annahme, so etwas zu unterstellen, als seien bei Contrast-Film die Dolby.Auflagen verletzt worden.. Das hier unter "Lt und Rt" thematisierte sogenannte "Printmaster" hiess damals schlicht "kodiertes Band". Einige Jahre später scheint sich die Standardisierung so weit durchgesetzt zu haben, dass auch nichts anderes mehr in Gebrauch war aös das kodierte Band (in der neueren Terminologie: "Lt und Rt"). Allerdings erinnere ich mich noch an die Restaurierungen von REVUE NACH MITTERNACHT (DDR 1960), von dem noch Mitte der 1990er Jahre ein diskretes 4-Kanal-Mischband (also LCRS in der Dolby-Fachsprache) direkt zur MOD zu Dolby-Digitalton umgewandelt wurde. Weiters heisst es: Jetzt bist Du in den 90er Jahren und mit "Dolby" ist "Dolby Digital" gemeint? Und falls ja, willst Du damit sagen, die AC3-Codierung für "Dolby Digital" wurde auch im Kopierwerk gemacht? Und was machte der Herr von DTS dort, da gehts an der Stelle nur um einen Timecode. Oder meinst Du den analogen Lichtton? Falls ja, hier passt nur DTS oder Dolby auf den Film. Bitte besonders an dieser Stelle nochmal um Aufklärung und Präzisierung, um Fehlinterpretationen zu vermeiden. Hier kam von Dolby Mr. H.H. zur Überwachung der SR.D-Fassung und 1 Woche später der DTS-Beauftragte für mögiicherweise nur die Synchronisierung des Tüters auf dem Perfoband zum Einstarten des DTS-Timcodes. Der Hinweis wurde von mir nur als Nebendiskussion erwähnt, weil nicht wenige der Auffassung waren/sind, es gäbe generell unterschiedliche Mischungen für SR.D und DTS und alles sei digital. Damit wurde also gesagt: Beide (Dolby- wie DTS-Beauftragter) überspielten den noch voll-analog hergestellten Aufnahme- und Mischton dieser Zeit: d.h. SR.D auf die MOD und DTS zum Timecode. Mit Einführung der MOD verschlechterte sich der der Dolby-SR-Analogton allerdings schlagartig. **** Von BEN HUR habe ich nur wenige 4k Ausschnitte gesehen. Nicht die gesamte Version. Daraus wird von anderen abgeleitet, ich könne mir kein Urteil über den digitalisieten BEN HUR erlauben - konform zur Diktion des @preston sturges, der an Auflärung nach meiner Auffassung überhaupt kein Interesse hat. Es ist jeder eingeladen, eine längere, stichhaltigere und überzeugendere Analyse der neuen BEN HUR Version zu verfassen (in 4k kaum im Einsatz, als digitalisiete BEN HUR aber auc Blu ray weltweit im Umlauf). Man will aus diesem Thread etwas lernen, und dazu gehören die Nachweise, in welchen Szenen sich die 4k Version in Gradation, Farbcharakter und Abstimmung merklich von der zum grossen Teil beklagenswerten Blu ray-Edition unterscheidet. Bekommen wir Captures eines Vergleichs, oder vertrauen wir den Mythen der 4k-DCP-Projektion, die plötzlich einen gesunden BEN HUR zum Vorschein bringt? Neue Erkenntnisse zu BEN HUR? Schreibt jemand an die Firma? (Falls überhaupt wahrheitsgemäss geantwortet wird). Zur Erinnerung: es gab die Vorschau zur digitalisierten Version im Internet unter Musik von Rammstein, wo die Speerkammerszenen noch einwandrei waren. Waren dies eventuelle Abtastungen? Wogegen der Scan des Negativs erst zu besagten und vermuteten Fehlbearbeitungen führte? Oder basiert dieser Trailer auf einem bereits länger zurückliegenden HD-Transfer, zu einem Zeitpunkt, als noch keine Negativ-Dichterverluste wie jetzt als Vermutung in den Raum gestellt werden mussten?
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Nach den Humoristen noch ein paar Infos oder Hypothesen, zumal meine Erinnerungen an NuOptix und die Umspielung der frühen Dolby-Zeit im Kopierwerk Contrast Film stark vergraut sind, weil heute andere Themen mich beschäftigen. Entschuldigung dafür. Das, an was sich der dort Tätige noch erinnert: Eingeführt wurde Dolby-A- durch Aufträge einer Staffel der Orion Filme, u.a. GEFÄHRLICHE FREUNDIN, die ebenfalls bei der BSG genischt wurden und bei Contrast Film auch unter Betreuung der BSG umgespielt wurden. Sehr erfolgreich, weil auf der angeschaftten Westrex-Lichttonkamera Lichtonnegative ohne Koppelstelle belichtet werden konnten, was inderart von der Fox verlangt wurde, nachdem diese die Rank-Kopierwerke in London verlassen hatten, derweil dort nur 300-Meter-Rollen in die Kassetten passten. In Berlin wurde somit exklusiv auf 3 Jahre mit 600m-Kassetten gearbeitet und es wurden selbst für Technicolor in Rome wurden LT-Negative hergestellt. Daraufhin begann sich der Arri-Konzern für das Kopierwerk zu interessieren, woraus Arri-Contrast enstand. Anfänglich mieteten sich dort auch RC Productions oder Interopa für ihre Mischungen ein, bis dann Herr M.W., Betreiber von Contrast-Film, ein eigenständiges Tonstudio schuf. Der letzte Dolby-A-Film bei Contrast-Film beinhaltete die Serienkopien von ALIENS (1400 Kopien für fast alle europäischen Länder. darunter die synchronisierenden wie Spanien, Italien, Frankreich oder sogar England England für OVs) , wobei beschädigungsfrei von nur einem Dupnegativ kopiert wurde. Die Erstkopierungen aber litten noch unter einem Bildstrichfehler, woraufhin im Auftrag von Fox London ein neues Dup-Negative hergestellt wurde. An die Bildstrich-Problematik kann auch ich mich entsinnen. Bei ALIENS lag zunächst ein unvollständiges ein 3-Spurband vor. Die erste Kopie war dann bei Arri Kopiert vom LCR-Perfoband und der Surround fehlte. Die Kopierarbeiten wurden abgebrochen, in L.A. wurde ein neues Lichttonnegativ gezogen, weil Regisseur J.C. auf ein Kodak-Lichttonnegativ bestand (das in Dtl. nicht herstellbar war). Eigene Mischungen bei Contrast-Film wurden somit ab Mitte der 80er Jahre aufgebaut. Dafür wurde für über 1 Mio DM ein Harrison-Mischpult angeschafft. Unter anderem INDEPENDENCE DAY wurde vollständig nur bei Arri-Contrast-Film gemischt. Auch THELMA UND LOUISE oder BIG TROUBLE REISE NACH INDIEN dagegen in fremgelieferten LT-Negativen für Koperiungen in Dolby A und in Mono. Bejaht wird für diese frühe Phase der Dolby-Kopierung um 1985 speziell bei Contrast-Film die Anlieferung und der häufige Einsatz von Cord-Bändern mit diskreten Toninformationen/Tonkanälen, noch ohne Matrix- oder Surround-Kodierung. Die Dolby-Aggregate konnten somit diese für Dolby-A typische Matrizierung und Kodierung und auch Dolby-Rauschunterdrückung wahlweise oder zusammen genommen während der Umspielung der Cordbänder zur Lichttonkamera jederzeit durchführen. Bei Einsatz der Dolby-Aggregate wurde das NuOptix-Vorschaltgerät deaktiviert. Wenn beispielsweise das 35mm-Perfoband angeliefert wurde, erschien bisweilen in der ersten Wochen Herr H.H. von Dolby [die realen Namen möchte ich nicht ausschreiben) in der zweiten Woche sein Kollege von DTS, um ein und dasselbe Misch-Band bei der Umspielung zum Lichttonnegativ zu benutzen. Auch das ein Hinweis zur vielbeschworenen Unterscheidung von DTS oder DOLBY bei deutshcen Serienkopien. Vermutet wurde in unserem Diskussionthread, dass sich ein starker Ausschuss an Lichttonnegativen mangels nicht vorzeitig detektierte Artefakte der Matrix-Abhörung angehäuft haben soll oder eine nicht-professionelle Arbeitsweise vorrherrschte. Das wird als schwere Kränkung der Berufsehre zurückgewiesen, da gerade die Materialsparksamkeit in dieser Firma (entgegen dem Pendant in Berlin-Neukölln) eine strenge Auflage war. Irrtümer lassen sich aufklären, aber Häme und Spott führen hier nicht weiter. Von dieser Seite aus erst wieder im September weitere Informationen, falls die Ausführungen hier nicht kaputtgemacht werden. *** Zu den von @magentacine angeführten Restaurierungen des Monumentalfilms LORD JIM (wieder zurück zum Ausgangsthema der 65mm-Produktionen) scheint die in L.A. im Egyptian Theater um 2002 aufgeführte neue Kopie total unausgeglichen gewesen zu sein, die daraufhin auch in anderen US-Kinos tournierte und so von @Sebastian beschrieben wurde. Auch die in Karlsruhe gezeigte Kopie entspricht diesen Beschreibungen, zusätzlich um Kritik am Grünstich erweitert. Die während der IFB 2009 im CineStar 8 gezeigte LORD JIM-Kopie war perfekt farb- und lichbestimmt - mit einer hervorragenden Ausleuchtung und mit erstklassigem Bildstand. Ein absoluter Ausnahmefall für heutige Verhältnisse. Die Farbliche Grundstimmung war jedoch etwas wärmer als etwa in der Neukopierung von KHARTOUM oder der Fehlkopierung von FLYING CLIPPER, sodass mir keine Kenntnis zu diesem Film vorliegt, wie der Originalcharakter gewesen sein mag. Eine mir vorliegende 35mm-Technicolor-Kopie zeigt dies auf keinen Fall auf, eine von @magentacine in Frankfurt im DFM bestellte TC-Kopie (aus England) dagegen soll Vorzüge aufgewiesen haben. Der neue DTS-Ton bei LORD JIM war m.E. nur 3-kanalig, obwohl in einem US-Studio angeblich ein 6-Kanal Master liegen soll (dazu @Stefan2 eventuell?) PLAY TIME darf hingegen als Makulatur erachtet werden. Schade um den schönen Film.
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Hinsichtlich THE GODFATHER verhindere ich keine Vergleichsvorführung, wie @magentacine unterstellt. Ihn informierte ich, diesen Film bitte - welcher, das füge ich hinzu, seit Jahrzehnten nicht mehr in meinem Besitz ist - beim heutigen Besitzer, der SDK in Berlin über deren Verleih zu erfragen. Auf diese Kopie also habe ich kein Händchen mehr und kann in der Sache auch nicht vermitteln. Dennoch bin ich gespannt, welche schwerwiegenden Restaurierungsfehler (??) bei GODFATHER I und II begangen worden wären, wie die beiden Frankfurter Forumskollegen seit Längerem ausführen.
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Zur frühen Dolby-Umspielung in einem früheren Kopierwerk dieser Stadt: Einen der beiden Berliner Produktionsleiter erreichte ich heute, und er bestätigte mir die Erinnerung an die Fettstifteintragungen auf den Perfobändern, die direkt zur Lichttonkamera umgespielt wurden. Unterschiedlichste Einzeichnungen kamen dabei u.a. aus der Tonabteilung des eigenen Hauses, aus der Union in Berlin-Tempelhof, von der Bavaria München u.a. Gemeint ist die frühe Praxis der Dolby-A Lichtton-Kopierungen in Berlin ab etwa 1982, die meiner Erinnerung nach mit "Sag niemals nie" begann. Die Westrex-Lichttonkamera von mit NuOptix zusammen aus Los Angels angeliefert. Fast immer waren deutsche Bezeichnungen wie "Links Rechts" für die 2-Spur-Bänder oder sogar 4-Spurbänder mit "Links, Mitte, Rechts, Effekt" verwendet worden. Dasselbe für die 3-Spurbänder. Aber auch bereits Bezeichnungen englischer Herkunft wie "left, center, right" tauchten im Kopierwerk zur Direktumspielung auf die Lichttonkamera auf. Dabei waren oftmals alle 3 Spuren oder sogar 4 Spuren mit Nutzsignalen moduliert. Es wurden - und das ist als Aussage gravierend - Dolby-Geräte zwischen den Bandspieler und die Lichttonkamera geschaltet. Bei 2-Spur-Bändern allerdings wurden die Dolby-Geräte ausgeschaltet. In dieser Zeit wurde viel auf hohem Niveau improvisiert, aber es wurden viele Serienkopien von mehr als konkurrenzfähiger Güte hergestellt. Im damaligen Sprachgebrauch waren die Begriffe "left total", "right total" oder "Printmaster" dennoch unüblich bzw. unbekannt. Vielleicht (lässt sich bei Interesse und Vermeidung von Häme?) noch einiges rekonstruieren. Eine weiterführendes Gespräch bin ich bemüht mit der BSG zu führen.
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Gleich weiter zu Fachinhaltlichem, wolte ich doch daran erinnern, dass einige empörte Reaktionen aus meiner Sicht unverständlich sind. Einige der Auffassungen der Frankfurter Forumkollegen zeitigen gnadenlosen Spott gegen Berliner Zustände - und ich teile sie sogar. Auch klingen sie durchaus wie Ferndiagnosen ... was die Kollegen hier aber keinesfalls so verstanden wissen möchten. Fazit: meines Erachtens bedarf es (etwa im Falle zeitlicher Verhinderung) eines Hilfsmittels wie der Ferndiagnose, die durch Näherungssimulationen auch nicht "intellektuell unredlich ist, sondern legitim ist. Man bedenke: Ohne Ferndiagnosen sind überhaupt kein Austausch in diesem Forum und oftmals auch keine Hilfeleistungen möglich. Die Dialoge der Frankfurter Forumkollegen verliefen folgendermassen: Konkrete Äusserungen der beiden Kollegen zu Berliner Zuständen: Darauf eine Erwiderung zu den Berliner Zuständen eines Festivals: Und zur PLAY TIME-Restaurierung eine Einschätzung, die ich leider überhaupt nicht teile (andere 70mm-Neukopierungen wie HELLO DOLLY oder LORD JIM hätten stattdessen farblich und in der Gradation ein solches Lob verdient):
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Meines Erachtens gibt es immer Möglichkeiten der Beeinflussung von Meinungen und Kaufverhalten. Ein guter Kaufmann wie Sie weiss dies. Es gibt natürlich auch Grenzen des Geschmacks beim Einsatz von Methoden, Mitteln und Werbegeschenken. Dies hinterfragte ich erstmals, als zeitgleich eine Diskussion zu neuen Restaurierungen durch Abstreiten oder Herunterspielen von sogenannten Jüngern (oder Fans meinetwegen) verunmöglicht wurde. Es gab die Anwürfe seitens Herrn preston sturges wie "Gelbseher", "Querulanten", "Raubkopierer", "O-Safttrinker", "Erbsenzähler", "Ferndiagnostiker". Oder der der Akt der Lichtbestimmung wurde mt dem "Kochen" und Duplikatherstellunge mit der Schokoladensorte "Duplo" verglichen ... mal so gekocht - mal anders. Nachprüfen könnte heute keiner mehr frühere Farbgebungen der hier debattierten Filme. Der zunehmend harsche Ton in den Threads (oder auch meine Abkehr von Kontakten zu Ihnen, lieber preston sturges) sind nicht unerheblich Folge Ihrer Einstellung und Umgangsweise mit zeitkritischen Themen. Letzlich war freies Denken nicht aufzuhalten und die Themen sind nun in der Debatte. Einige wurden hier weltweit zum ersten Male angestossen, andererseits zerfielen die Bewertungen in Film- oder Videotechnik - letzlich aber bemühten sich selbst unterschiedlichste Nutzer von Medienmaterialien (Film oder heute Video/Digital) um Kritik und Erklärungsversuche: aus einer bestimmten Sicht auch die beiden Frankfurter Kritiker von Neueditionen. Nichts lernen konnte ich aus Beiträgen von preston sturges. Auch nicht aus den erstmals von ihm angestrengten Vergleichen Blu ray vs. 4kDCP, nachdem einige Fassungen mir auch in Berlin (Kino oder Postproduction) und auswärts von Berlin begegneten. Besagte 4kDCPs hatten den selben Grundcharakter wie Blu ray Discs und offerierten ähnich deutlich hier zurecht kritisierte Bearbeitungs- oder Materialfehler. Eine gänzlich durcheinander fallende Lichtbestimmung (unausgeglichene Szenenwechsel und viele mehr) wie bei LAWRENCE oder dessen filmuntypische Farben (noch im Gegensatz zur letzten DVD-Edition, die darin sehr ausgeglichen wirkte) wurden in den besagten Karlsruher Veranstaltungen nicht erkannt oder anders interpretiert. Statt sie gründlicher herauszuarbeiten, beharrt Herr preston sturges auf seine kalibrierten Anlagen und sein professionelles Equipment. Dort und nur dort sähe es ganz anders aus ... und wer`s nicht glaubt, ist ein Gelbseher oder Erbenszähler. Aus diesem Grunde schreiben hier kaum noch Zeitzeugen der filmtechnischen Bearbeitung von Anfang bis Ende der 1960er Jahre, weil sie sich darüber empörten. Zur NuOptix später mehr.
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Bitte aufwachen und sich lieber unverblümt der Wirklichkeit stellen! Die Ära der "Feudalherrlichkeit" exklusiver Kinoformate wurde doch durch die weltweite Digitalisierung des Lebenswelten abgelöst. Denselben pseudoprivilegierten Ausruf (akzeptabel versus nicht-akzeptabel) hörte ich in einer Matinee eines Berliner Kinos, "Blu ray ginge eigentlich nicht, eher DCP" -, wonach dann ein DCP von VERTIGO gezeigt wurde. Offenbar hatte sich keiner die Mühe eines Vergleichs gemacht. Das Ergebnis der eher präpotenten Entscheidung war dann ein Alptraum gegenüber der perfekt gemasterten Blu ray Disc. Dasselbe bei Todd-AO-Filmen: man akzeptiere nur 70mm. Was jedoch nicht mehr ganz ausreicht, würde ich sagen. Vergleiche sind doch überall und auf jedweder Grundlage sinnvoll. Von interessierte Seite aber wurden sie in diesem Forum lange Zeit vereitelt. Inzwischen hat sich das geändert, was erfreulich ist und als Erfolg der Kampagne anzusehen ist. Ist nicht Aufgabe eines einzelnen Forumsteilnehmers, der keine handverlesenen Premierenkopien herbeizaubern kann. Warum schaffst Du es nicht, deinen Einfluss im Frankfurter Filmmuseum geltend zu machen, entsprechende Materialien heranzuholen? Theoretisieren ist nur eine Seite der Medaille. Meines Erachtens sind Ferndiagnosen völlig legitim. Müssen Personen, die bestimmte Klassiker einwandfrei aus früheren Sichtungen kennen (oder selber welche kopierten) zu hier deklarierten Veranstaltungen in 700km Entfernung fahren, deren gefadete Kopien exakt so aussehen wir in dieser Stadt oder sonstwo lagernde aus der gleichen Zeit? Du bist ein jüngerer Jahrgang - da gibt es noch etwas zu entdecken, und das ist gut so. Aber zwinge bitte nicht ältere, die die Zeit erlebten, an Karsruher Veranstaltungen teilnehmen zu müssen. Dein Idealismus in Ehren, aber man sollte dann ehrlich sagen, man fährt dorthin, um nette Leute zu treffen, nicht aber, um etwas Neues aus der Vorführungen der problematischen Materialien zu erfahren, sofern einem die Filme aus früheren Dekaden bekannt sind. Daher zur Verteidigung: Ferndiagnosen sind Ferndiagnosen. Ein üblicher Vorgang, der sich kaum verbieten lässt. Übrigens: kaum jemand wie @magentacine und @AlbertK haben so aktiv Ferndiagnosen über Berliner Zustände und Festivals abgegeben. Und lagen damit in vielem richtig. Legitime Ferndiagnose - bitte weiter so!
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@magentacine schreibt: "Mit viel Wortgeklingel davon abzulenken und begrifflich wie ein Eichhörnchen von Ast zu Ast zu hüpfen, wenn konkret nachgefragt wird, ist kein Diskussionsstil. Auch wäre es nett, wenn Du nicht den einen Fragesteller dafür in Haftung zu nehmen versuchst, was der andere formuliert hat. Wir kommen bei der Aufklärung von interessanten Fragen nur weiter, wenn wir uns auf Fakten konzentrieren statt uns gegenseitig Inkompetenz, Böswilligkeit oder Denunziation zu unterstellen." Zum Post von @magentacine im kindischen Stil von @DeVita: nur global alles abfragen (Motto "erkläre mir die Welt" oder "dreister Lügner") oder was zu unterstellen (ich hätte etwas gegen einen Vergleich oder Godfather für beendet erklärt), das nervt, weil nichts daran wahr ist. @magentacine und vor allem sein Frankfurter Kollege @DiVita sind seit jeher zu bequem, hier im Forum entsprechende Bildkader einzustellen bzw. Restaurierungskritik ingang zu setzen und hinreichend zu grundieren. Sie verlangen Fakten, obwohl einige kommen, liefern aber selber keine aus der Praxis. Für mich ein Grund, nicht mehr nach Frankfurt zu fahren. Schon um solchen Personen nicht zu begegnen. Was an "Verwerflichem" hier geschah: a. nur einige Hinweise und Erfahrungsberichte konnte ich geben - vieles bleibt noch offen. b. nerven tun permanente Ungläubigkeit, Verdrehungen oder Unterstellungen. Und das Wiederkäuen von Wikipedia und Handbuch der Film- und Videotechnik c. nerven tut der Opportunismus, mit der "filmhistorische Nachhilfestunden" von zertifizierten Gurus, die der abenteuerlichste Rundschlag sind, den ich die letzten 30 Jahre las, hier seit Jahren hingenommen werden. Mit diesen in diesem Jargon umzugehen, das traut sich keiner: man wird entsprechend beeinflusst, um den Mund zu halten. d. anstatt mal danke zu sagen, dass man überhaupt noch ein paar heute weitgehend unbekannte Dinge aus uralten Zeiten ausgräbt und gegen den Strom schwimmt, wird durch theoretisierendes Mutmassen keine wirklich materialbasierte Arbeit geleistet. Es sind ja noch nicht einmal die unterschiedlichen Negativtypen bekannt, um annähernd den Zusammenhang zu verstehen. e. unter denen, die in den 80er Jahren die Dolby-Umspielungen machten, die ich kenne, hat noch nie jemand von Left total und Right total gehört. Die Funktion ist mir aufgrund der Wikipedia-Übersetzung durchaus verständlich. Offenbar sind das nun alles Idioten oder Hausmeister, die die Filme mischten und kopierten, wie @oceanicks oder @kinokunst schreibt. Wenn es aber hilft, kann man sich 2013 gerne auf "Lt und Rt" gerne verständigen. f. Im Zuge der ständigen Wechsel bei den Bespurungen (2-, 3- und 4-spurig), der von @Atrium durchaus richtig eingeordneten Zettelwirtschaft und Improvisation, wurden auch ständig die Magnetköpfe gewechselt. Es ist also schon ärgerlich, dass im "Handbuch der Film- und Videotechnik" nur eine einzige Variante vermerkt ist und auch noch als DIN-Norm verbindlich in den Raum gestellt wird.
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@magentacine: Du zitiertest jene Passage (@cinerama-post) Wenn etwa die Berliner Synchron GmbH z.B. bei Arri Contrast die Dolby-Mischungen anlieferte, waren sowohl die die Dolby-A- (zumeist 3-spurig aber auch 2-spurig) und SR-Überspielungen (zumeist 4-spurig) bei der Belegung der Kanäle individuell von der BSG beschriftet worden und nach Überprüfung und Korrektur von Beschriftungsfehlern über MW51 unter Einsatz des Vorschaltaggregats Nu-Optics zur Westrex-Lichttonkamera geführt worden. Daher verstehe ich nicht die folgene Replik: Wie kommst Du zu dieser Annahme? Das von einem anderen User eingebrachte Beispiel der Non-Surround-Filme war nämlich nur ein Sarkasmus des Users. Darauf habe ich mich aber zu keiner Zeit bezogen und antwortete darauf auch nicht. Hoffentlich wird das jetzt nicht alles durcheinandergeworfen. Welches Aggregat von Dolby es genau war, müsste ich erst wieder in Erfahrung bringen, weil es mir entfallen ist. Das zieht also einen Besuch beim ehemaligen Technischen Leiter der BSG nach sich. Oder Forschende aus diesem Thread kommen von selber drauf. Aber die beschriebene Praxis der Lichttonnegativ-Herstellung in dieser Stadt in den 1980er Jahren ist eine unverrückbare Aussage.
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preston sturges bietet dies gerade an. Seine Filmkopie kenne ich natürlich nicht, bezog mich auf die EA-Fassungen in Berlin.Wende Dich dafür also bitte an ihn und Deinen Frankfurter Kollegen @SalvatoreDiVita zwecks PN. Dies kann man polemisch (Hustinetten-Bär steht hier neben Coppola) auf andere Titel weitaus besser zuspitzen. Aber auch ein reiner Filmkopienvergleich bleibt unzureichend, weil Kenntnisse zur Intention der Aufnahme (Belichtung und Filterung) und zum Typ des Negativs zielführender sind als die unter Vorbehalt stehende Zufallsauswahl einer Theaterkopie von 1972, ob sie nun in Karlsruhe oder Berlin gerade auffindbar ist. Teil 1 als Theaterkopie ist problematisch, denn er hat in vielen Kopien nur eine Auflösung nahe an einer 16mm-Güte.
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Passierte auch in Berlin am Alexanderplatz. Seit Wochen so. Plötzlich mehr Schwarz im 35mm-Film erkennbar.
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zur Frage von @magentacine: Es ist keine Vergleichsprojektion ohne weiteres anstellbar mit dem Altmaterial, wenn ihr sie nicht bezahlt oder von anderswoher bestellt. Das tut mir leid. Bitte bei ernsthaftem Interesse an der TC-Kopie in OV von GODFATHER II Euch. an den Verleih der SDK zu wenden, womit ich nun die Adresse benannt habe. "Die Farbraumdifferenzen zwischen Bluray und DCP werden nicht so gravierend ausfallen, daß der gesamte Farbcharakter verändert wird!" Dem muss ich allerdings beipflichten. Jedenfalls reicht der Verweis auf ein DCP nicht aus, noch länger und immer wieder die Analyse einer Blu-ray in Abrede zu stellen, die auf den gleichen Mastern fusst wie das DCP. Weiterer Diskussionsanstoss (nach Abschluss der GODFATHER-Debatte): STAR WArS - NEW HOPE hat erstmals wieder seit 30 Jahren deutliche Ähnlichkeit mit dem Farbcharakter der Erstaufführungskopien des damals neuen Heissprozess-Negatives. Auch hier hat man sich - zumindest in diesem einen Aspekt der umstrittenen Special Edition - auf "Besserung" (= ausnahmsweise zurück zum Original) besonnen.