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Bundesregierung beschließt Urheberrechtsreform für verwaiste Werke
cinerama antwortete auf Womenzel's Thema in Allgemeines Board
Genau dies entspräche meinem Verständnis der Zusammenhänge. Analoge Reproduktion (also Film auf Film) hat man seitens der Berliner Kinemathek (Stiftung Deutsche Kinemathek/Deutsche Kinemathek/Museum für Film und Fernsehen) dem Bundesbeauftragten für Kultur und den Länderbehörden auszureden versucht. Schon vor Jahre ertönte stöhnend die für Restaurierungen zuständige Kinematheksstimme nahezu wörtlich: "Es gibt doch schon bald kein Filmmaterial mehr! Hauptsache, es wird überhaupt digitalisiert - dabei diskutieren wir heute bitte nicht über die Frage 1,3K oder 2K. Nachdem wir digitalisiert haben, werden wir unsere Filmkopien nicht mehr ausleihen". -
Buster Keaton: DER GENERAL in 4K auf Open Air
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Diesen Film gab es als Direkt-Filmkopie vom Kameranegativ auf der Buster-Keaton-Retrospektive der Berlinale zu sehen: das hervorragende Erghebnis in der Durchzeichnung und Sättigung der Schwarzweiss-Kontraste wie auch in der Schärfe dürfte das Optimum und das Wahrhaftigste gewesen sein. Mir erscheint daher die "K"-Frage in diesem Fall sekundär - oder wenn "K", so erst als "Kanzlerfrage" im September von Belang. Und generell nachgedacht: im Sinne eines Nostalgie-Forums oder um der historischen Authentizität verschwimmen hier leider sehr stark die Begrifflichkeiten: das Verständnis der Originaformate (Schwarzweis, silberhaltiger Film, Stummfilmformat, Normalfilm) oder auch 35mm ("Buster Keaton") versus 70mm ("Lawrence of Arabia") werden jetzt geschäftstüchtig in die 4K-Kiste gepackt und als wiedergeborene Mythen, jetzt als Clones aus "0" und "I" in Münze umgesetzt. -
Gerade die Teenie-Gruppe der 8 bis 22-Jährigen soll erstmals in der Geschichte mehrheitlich auf andere "Leitmedien" umgestiegen sein. Noch vor 20 Jahren war sie Hauptklientel des Multiplexbooms, der heute von den über 30-jährigen lebt und hernach Service und Konsumangebote umstellte. @rabust hat nicht unrecht, wo er die Dekonstruktion des Theaterabspiels als irreparablen Kulturverlust brandmarkt Es gibt wenig Grund anzunehmen "alles halb so schlimm", wie es im Artikel etwas anklingt und optimistisch auf temporäre Hemmnissen für das Vordrängen von OnDemand-Diensten und day-and-date-Starts zu bauen. Dem "Affen Zucker" zu geben, in dem man Auswertungsfenster verkürzt und gonnerhaft dem Filmtheater einen Teil der Leihmiete erläßt, würde eine Abwärtsspirale ingang setzen. Fernsehen ab 1951 und VHS ab Mitte der 70er Jahren führten doch durchaus zu einem Kinosterben und die heutige Zahl der Leinwände ist seither gesunken. Also ist "das" Kino schon immer gestorben und neue Hybridformen des Filmkonsums wurde von verbliebenen Kinounternehmen "integriert". Mit Verkürzung der Auswertungszeiträume, mit Overscreening so wie miz der Blockbusterverstopfung stürzten sich Kinos auf alternative content: und dieser wird antiproportional zum vermeintlich "puren" Kinofilm noch anwachsen - was die Entwertung der Kinoauswertung von Spielfilmen aufzeigt, die bereits vor 10 Jahren offenbar wurde, als erstmal der Home Cinema-Sektor an Umsatz den Kinoumsatz überflügelte. Vielleicht würde Kino auch durch den alternative content und digitale Vernetzungen oder Sonderveranstaltungen zum Ort sozialer Reintegration werden: durch Einbindung verschiedener Kulturgattungen, was gar nicht schlecht sein muss. Kaum aufzuhalten sein dürfte aber die Entwertung des klassischen, narrativen Spielfilms, der 120 Jahre das Hauptsegment des Geschäfts ausmachte. Dabei droht der Kinobetrieb auch seiner Magie und seiner Alleinstellungsmerkmale verlustig zu gehen und der euphorisch entdeckte alternative content unterstreicht dann nur die Entwertung des Theaters durch Angebote, die im Grunde schneller und günstiger per Smartphone, Ondemand, I-Phone, PC oder per Silberscheiben greifbar sind. Was bedeute überhaupt "alternative content" dem Ausdruck nach? Der Begriff sagt aus, dass das Kerngeschäft der Filmtheater nicht mehr funktioniert. Allein protektionistische Maßnahmen, aber auch die Verlängerung der Auswertungsfenster würden wohl ein Wegbrechen der ortsfesten Filmtheater verhindern. Alle anderem derzeit absehbaren oder bereits getätigten Maßnahmen (etwa die Wechsel der Bildwerfer in den Kinos auf HD/DCI-Beamer, Luxusessel, Sozialbedürfnis nach dem Ausgehen, Opern- und Sportbertragungen, Large Formats oder Surroundverfahren, aber auch Kunstkinoambitionen) können nicht als hinreichend für einen Ausgleich betrachtet werden, sobald erst einmal die Schutzfristen für die Kinoerstaufführungen ausgehebelt sind. Sowohl die Verbände der Kunstkinos wie auch der Kommerzkinos sind Sturm gegen diese Bestrebungen gelaufen. Beide haben recht und sollten ihre Klientels zum politischen Widerstand aufrufen.
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35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
IN BLICKPUNKT:FILM meint CineStar-Geschäftsführer Stephan Lehmann, die "Liberalisierung der Belieferung" auch an andere Mitbewerber habe CineStar Verluste gebracht. Nun gut, sei es so. Aber dann sagt er etwas von Relevanz: im Zuge dieser Umstellung der Marktsituation (in der CineStar trotz FFA-Abgaben keinerlei Zuschüsse für die Digitalisierung erhielt gegenüber den Kriterien- und anderen Kinos) hätten Filme immer kürzere Auswetungschancen und zeitgleich würden dann auch die Kinofenster (d.h. de Schutzfristen für die Kinoauswertung) verkürzt werden. Das wäre m.E. die schon früher im Forum angesprochene "Abwärtsspirale nach einem kurzen Aufschwung". Sein Kollege Oliver Fock indessen schwärmt munter weiter: "Kino wird es immer geben!". Na, wenn das so ist, dann stehen ja harte Kämpfe bevor. Der eine wird in den kommenden Tagen in Karlsruhe ausgefochten, wo durchaus die FFA (und daran ideell gekoppelt der BKM) eine Niederlage erleiden und die Ketten rechtlich einen Erfolge erzielen könnte, nach dem zwei Kinoketten wegen Diskriminierung geklagt hatten. *** Die nach der Kino-Umstellung auf Panel-Beamer vollzogene Scheinrevolution könnte von der echten Revolution kommender LED-Rollo-Vorhänge für Wohnstuben in z.B. 8k eingeholt werden. Vermutlich per Sprachsteuerung oder I-Phone aktivierter Hardware? Dann droht der Filmindustrie die "Implosion", von der George Lucas und Steven Spielberg letzte Woche in anderem Zusammenhang so sehr warnten. -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Nach der Vorwoche, in der offenbar alle aktuellen Filme in 35mm liefen, waren bei meinem gestrigen Besuch im Cubix Berlin anscheinend 2 Titel in 3D im Einsatz (also digital) und der Rest auf 35mm, wie mir ausdrücklich an der Kasse bestätigt wurde. Den Genuss des projektionstechnischen Aufwandes wollte ich mir nicht entgehen lassen und besuchte nacheinander 2 Filme: PURGE so wie DER GROSSE GATSBY. Beim Betreten des Saal habe ich erst gar nicht erkannt, ob digital gebeamt oder auf Filmbasis projiziert wurde: derart perfekt war der Bildstand (deransonsten unterschiedlich qualitätshaltigen Ernemann 15). Zumindest bei den ersten beiden Trailern, bis der dritte zu wackeln anfing, bis leichter Staub erkennbar war und somit die Frage gelöst war. Vorprogramm und Hauptfilm waren jedoch nicht sehr hell ausgeleuchtet, allerdings perfekt scharf projiziert. Ob Farben und Kontrast besser waren als in vergleichbaren DCPs, konnte ich nicht vergleichen - bisweilen aber kommt dies dank der Filmlichtbestimmung und des Schwarzwerts eines Filmpositivs durchaus vor. Danke also an CineStar für einige gute Vorführungen. Ja. Sofern es vom Raster erfasst wird, findet eine ungewollte Vergrösserung des realen Korns statt, das so nicht im Negativ vorhanden ist. Mit gar keinem Recht in Anbetracht einer verbogenen Wahrnehmung und Aufzwingung von Raumbildern, die dem natürlichen Sehen widersprechen. Zutreffend. Auch das ist schwer widerlegbar. Zur Darstellung eines historischen stereoskopischen Prozesses durchaus. Weniger aber als Dauerzustand der gesamten Filmgeschichte auf "Universal-Metallwand" wie mittlerweile üblich. Danke für die deutlichen Worte. *** Vorgestern im Nachbarhaus, IMAX digital: "schärfer als die Realität". Tonausfall nach zehn Minuten, wobei das Bildarmageddon eine halbe Stunde als "Stummfilm" weiterprojiziert wurde, währenddessen sich schubweise der Saal leerte. Ich erinnerte mich an den Schluss von TERMINATOR 3, als keiner mehr in das System hineinkam, Skylab den Dritten Weltkrieg auslöste und der letzte Zufluchtsort ein Bergwerk mit Technik des 20. Jahrhunderts war. In diesem Sinne: bitte weiter so! -
Gestriger Erstbesuch zur Hauptvorstellung endete mit SUPERMAN im Supergau: Ton fiel aus, Bild lief 30 Minuten stumm weiter. Ansage auf der Bühne "wir kommen nicht ins System ... bekommen wir es nicht hin, muss es eben ausfallen". Buhrufe. Oder "das hält bestimmt 25 Jahre und bleibt so". Dann die Zeremonie des Anstehens von 1 Stunde (!) an der Kasse, um üher Gutscheine einen Ersatz zu bekommen. Möglicherweise neue Bildwand (diesmal keine Nähte erkannt): Bildgrösse und Ton unterscheiden sich definitiv nicht vom vorherigen EVENT CINEMA, wie bereits erahnt wurde. Für das neue leichtgewichtige LIMAX-Format (Beamer) reichte die minimalimmersive Bildgrösse von 1.9 : 1 allemal, man bewirbt sie aber nachwievor mit "Berlins größter Bildwand" (Asche auf das Haupt des grandiosen ROYAL PALAST-Hauses am Tauentzien von noch ganz anderem Kaliber). 3D-Wirkung war akzeptabel. Ansonsten hat ja @manfred in allem recht. Steht oben schon geschrieben und bedarf keiner Kommentierung.
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SAVOY - Hamburg wieder offen ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Leider ja. Die sichtbar großen Kaschierungsbalken sind bereits das Ende der Fahnenstange. Da war mir das frühere Postulat von HJF "die vierte Wand ist die Leinwand" sympathischer: von dort ausgehend war doch mithin immer noch "alles möglich". Das Rad muß auch nicht zweimal erfunden werden und fast immmer war der aus der Bauzeit herrührende Originalentwurf prägnanter. Auch der Übergang zu Performationen und Formaten des Vorprogramms zum Hauptfilm sollte zelebriert werden. Ein Foto gibt es von Herrn C., das er freundlicherweise dem Thread "As Time goes bye" zur Verfügung stellte. Mit etwas gutem Willen wird HJF sicher noch etwas nachbessern, was ja zum Betriebskonzept gehört. So wurde der DP70-Projektor beim Umbau des Berliner "Ufa Plast" zum "Filmpalast Berlin" auch erst 1 knappes Jahr später vollendet mit hernach beachtlichem Erfolg bei der Heranbildung einer dem Haus geneigten Fangemeinde. Das dies diesmal wieder so sein wird, ist immerhin zu erhoffen. -
SAVOY - Hamburg wieder offen ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Unwarscheinlich, da die Geräte und Materialien nachweislich aus dem Hamburger Raum gekommen wären und dort zumeist vorgeschlagen/eingefordert wurden - u.a. seitens eines ebenfalls am SAVOY interessierten Hamburger Programmkino-Veteranen. Nach der Entscheidung zugunsten von HJF wurde lediglich versucht, eine für das SAVOY würdige Minimalausstattung hinüberzuretten. Ansonsten kein ganz so heisses Eisen für mein Gemüt: habe ich in Berlin ein anderes Projekt ... -
Hätte durchaus ein Potential, läuft aber in Berlin bislang sehr verhalten an. Man wird sehen.
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Day-and-Date Home Cinema Release ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Die Tarife werden rasant sinken eben so wie die Einstiegsbarrieren. Als ich darauf vor Jahren ansprechen wollte, wurde dies von preston sturges nicht als Bedrohung gesehen: eher werde die Angebotspallette über die Kaskadenauswertung etc. immer vielfältiger. Das hörte sich sogar für mich sehr positiv an! Warum ist das jetzt ein Thema - und was soll die Themeneinstellung disputativ bezwecken, wenn doch die Richtung stimme? -
SAVOY - Hamburg wieder offen ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Leider haben sich falsche Entscheidungen durchgesetzt und HJF ist vielleicht auch des Streitens und Kämpfens überdrüssig. Die Folgen seines Nachgebens gegenüber angeblich kompetenten Beratern: - Die Bildwand ist kleiner denn je zuvor. - Ein 1-Projektorsystem, gekoppelt an nur 1 Projektionsfenster, halte ich für einengend und kurzsichtig. - Geworben wurde auf der Astor-Seite und auf Facebook mit allen Superlativen der 70mm-Eröffnungs-Ära um 1957. - Nicht aufgenommen wurden die entweder im Fall a. günstigen oder gar im Fall b. kostenlosen Angebote, dort a. 4k und b. die frühere DP70-Maschine für 35mm und 70mm wieder einzbauen. - Verworfen wurde die Wiederherstellung weiteren anspruchsvollen Interieurs der Erstausstattung um 1957, wozu eine bessere Bestuhlung eben so gehören wie eine stilvolle und dynamische Gestaltung der Wandpanele. - Das noch vom "Metropoplis" kürzlich renovierte Savoy-Foyer hat sich nicht zum Guten verändert, insbesondere die Kassensituation. - Der Neon-Kasten der Aussenfassade wich gar einer Lösung aus Kunststoffkomponenten. Besser als Abriß mag das Engagement allemal sein. Es ändert aber nichts daran, dass mit gutem Willen sowohl preiswertere wie auch qualitativ hochwertigere und beständigere Maßnahmen sich hätten durchführen lassen. Herr Flebbe sollte sich endlich vom Einfuss seiner teils besserwisserischen oder einsilbigen Ratgeber lösen, die ihm Dinge schönreden, die oft weder hinten noch vorne Substanz haben. Wenn er dies nicht einsieht, wird er immer wieder Spätfolgen der planerischen Fehlentscheidungen zu korrigieren haben, die dann Strukturen einer Angebotsmonotonie den Weg ebnen. Sehr schade für verpasste Chancen und dort eingereichte Vorschläge, die mit einem Minimum an gutem Willen hätten Realität werden können. -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
35mm ist in meinen Augen schon seit 1997 und 1999 tot - mit der ersten 1,3-k-Projektion von PHANTOM MENACE oder FANTASIA 2000, welche schlagartig die Mißstände der Kinos und der ausufernden Massenkopierung aufzeigten, auf Postproduktionsebene seit 1999 mit Einführung des Digital Intermediates. Auf der Produktionsebene und bei den Kameras durch Red-One- und SONY-Markteindringungsverfahren (aus der Fernsehtechnik stammend) und hierzulande durch die Verbreitung der Arri Alexa. Denen einige Analogkameras und Formate gegenüberstehen, die nachwievor qualitativ hochwertiger sind. Zudem dürften die wenigsten Menschen unter 50 noch wirkich traumhafte Filmkopien erlebt haben, weswegen ihnen der Unmut über die letzten 12 Jahre verziehen sei. Eine sehr kleine, aber hartnäckige Minderzeit betrachtet den Fortschritt mit Skepsis oder Ablehnung. Einige Gründe hierfür könnten die Wertschätzung eher kleinfamiliärer Arbeitsstrukturen sein, aber auch die Werthaltigkeit händischer Arbeit und des Selfmade-Betriebes. Für die Vergangenheit spricht auch eine um 1958 fast vierfach höhere Kinobesucherzahl in Deutschland (noch ohne die heutige Bevölkerungsexplosion) oder aus meiner Sicht: relevante Filmtheatertypen so wie eine höhere Dichte an Filmklassikern in den 1920er und 1960er Jahren. Dem stehen gegenüber die derzeitige Aufhebung der Belieferungsengpässe bei einigen Kinos (bei anderen wirken sie fort), die Aufgebung der von Bildstandsfehlern behaftete Wiedergaben mit i.d.R. konstanten Farbgüten (oder auch konstant bleibender Farbverfäschung!), die Einsparung von Personal (zumal der komplexe elektromechanische Betrieb mit Filmband ein geübtes Handwerk nahelegte, aber im Kino schlechte Löhne entrichtet werden). Kontraproduktiv zum technischen Fortschritt verhalten sich die Interessen der Companies, die Aufnahme- und Wiedergabemedien weltweit auf 2000 Bildspalten einzudampfen, womit die Trennlinien zwischen Heimkino, Kino und anderen Medienplattformen verschwinden. Damit einhergehend kann auch die Auflösung der Auswertungsschutzfristen und sog. "Kinofenster" erwartet werden, wenn doch der Hauptumsatz heute mit den Konsum-Medienformaten erzielt wird und sich dieser Tatsacher sowohl Major Companies als auch unabhängige und alternative Filmemacher unideologisch öffnen. Also das Ideologem des "Glaubens an das Kino" insofern korrigieren, als dass diese Auswertunsplattform alleine im 3. Jahrtausend kein Garant für Wachstum und schnelle Rendite darstellt. Es bleibt also unklar, wohin die Reise geht. Zugleich finden viele unabhängige, autonome und freie Produktionen dank Internet und selbstgemachter Blu rays oder gar DCPs einen freieren und weniger vom Kostenrisiko befrachteten Zugang zu den HD-Spielern auf der Heimkino- und mitunter auch wieder auf der Kinoebene oder in kommenden Gastronomiekinos und anderen Subformen der Abspielkultur. Filmische Inhalte werden ihren Boom vermutlich fortsetzen können - ob aner ein heavy User-Boom auch für ortsfeste Kinostätten und das vorherrschende Overscreening zutrifft, werden vielleicht schon die nächsten 5 Jahre aufzeigen. Aus Sicht eines gepflegten Traditionskinos aber erstaunen die hier thematisierten Ausfälle digitaler Vorstellungen (entweder ganztätig in einem Saal, komplett in einem Multiplex oder sogar bundesweit wie bei einer Avatar-Premiere). Oder wie am gestrigen Tage erst erlebt der totale Zusammenbruch der digitalen Imax-Vorstellung in Berlin. Einige im Forum werden sofort Lösungsvorschläge für jene Probleme parat haben (das entspricht auch dem Ethos des Ingenieurs), aber ich würde darin eine Tendenz sehen wollen, sich immer schwerer durchschaubaren Netzwerken zu unterwerfen, die durch Menschen eines Tages nicht mehr beherrschbar sind: konkret im Kino durch ein Entgleiten veranstaltungsrelevanter Eingriffsmöglichkeiten in die Hände weniger Spezialisten oder gar durch das Anvertrauen möglichst vieler Aufgabenbereiche an den Computer wie auch durch die Unterwerfung unter die Kontrolle durch Distributionsunternehmen. -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Die Rückkehr der Metallbildwände hat fast alle Errungenschaften von 150 Jahren photochemischem Film ruiniert. Welch "perfekte" Technologien! Und die Shuttersysteme sind nicht frei von Risiken epileptischer Anfälle. Ganz zu schweigen von "bebrillen" Theaterbesuchen, die der Natur der offenen Wahrnehmungsweise (Bildwinkel und Seitenwahrnehmung) widersprechen. Das klassische Scope-Format der vergrösserten Inhalte und Auflösungen - analog zu seiet 1952 verbreiteten Saal- und Bühnenarchitekturen in sinnvoller Anpassung an menschliche Wahrnehmungsmodi, wurde von Digital Cinema ad acta gelegt und dem Letterbox-Verfahren der Breitbildfernseher angepaßt. Hieran bereits ist ableitbar, aus welchem Stall die Digitalisierung stammt. Diese ehnthusiastische 4k-Mantra löst wenig Begeisterung in mir aus, ebenso die Streitigkeiten über Aufbau der Kristall- oder Spiegelstrukturen der Beamer-Panels - was ich seit 20 Jahren amüsiert mitverfolgte und schon in vor DCI-Zeiten viel Geld an Systeme verlor, die schneller alterten als die Tageszeitung. Zu den genannten Filmbeispielen, die angeblich in DCI perfekt wiedergegeben würden: SAMSARA, oben genannt, ist ein in 65mm gedrehter Film. Leider zeigten mir die 4k-Beispiele eine evtl. effiziente Nutzung des gehulidgten Beamers, mitnichten aber Farb- und Auflösungsgüten des 70mm-Films. Selbst Vergleichsvorführungen des 20 Jahre alten, eher schlecht auf 70mm EXR kopierten 65mm-Films BARAKA mit einem 4k DCP in Los Angeles fiel zu ungunsten der Digitalprojektion aus. SAMSARA weist nun als "Nicht-Filmkopie" eine filmuntypische Farbcharakteristik und einen unnatürlich überzogenen Kontrast auf. Hier bin ich ensetzt, dass auf der einen Seiten Perfektion gepredig wird, aber auf der anderen Seite seit Jahren die Aungen vor diesen und anderen Symptomen verschlossen wurden. Ein schrammfreies, subjektiv scharf wirkendes Panelbild scheint vielen als Kriterium eine guten Bildwiedergabe zu genügen. Anderes wift man dafür über Bord: sogar ganze Kinobetriebe und Belegschaften. Es gehört dann mithin zur persönlichen Freiheit, sich, wo es geht, einem "Technofaschismus" auch entziehen zu dürfen. Das ewige Anpreisen eines bestimmten Gerätetyps hier im Forum mit untergejubelter Schleichwerbung ("4k Event in K." oder sonstwas) kann ja wohl nicht wahr sein. Die meisten Beamer sind überhaupt nicht 4k-fähig. Ich geniesse immer wieder gerne, direkt vom OCN kopierte Filme (solche auch selber kopiert), nicht nur deren "Transitionen" als Digisate mit veränderten Rasterungen, Skalierungen und Farbmodell-Kontrollen (wie LTU, Kodak Lookup Table, MTF - dies alles funktionierte nie befriedigend bei der Digitalisierung von Filmmaterial). Auch die für mich (und auch kleine Betriebe) befremdliche Nötigung, Geräte nicht mehr nach grundständigem elekrotechnischen Eigeneinsatz reparieren zu können, sondern aufwendige Serviceverträge einzugehen, ist für einen kreativen Theaterbetrieb eventuell auch knebelnd. Schrämmchen, wenn sie nicht überhand nehmen, gehören zum Leben. Unser Körper ist auch nicht unsterblich und schramm- oder schamfrei - besitzt aber eine längere Lebensdauer und Glaubwürdigkeit wie Digisate. Technischer Fortschritt ist immer spannend und auch aufnehmenswert. Aber nicht ganz abstreitbar ist auch die Tatsache, dass der Kinobesuch (bei nur halb so grosser Weltbevölkerung) um 1958 wohl dreifach höher lag als heute und auch die „unsterblichen Meisterwerke“ oder besser gesagte „kinotypischen Evergreens“ seltener geworden sind. Dass aber ganze Premieren bundesweit wie bei AVATAR ausfielen oder mal übers Wochenende ein Kinokomplex lahm liegen könnte, ist ebenfalls ein Novum des 21. Jahrhunderts - in welchem natürlich ALLES BESSER ist als man es sich je erträumt hatte.... -
Sachsen: Überhaupt noch irgendwo analog?
cinerama antwortete auf Holger Drosdeck's Thema in Allgemeines Board
Sehr konsequent und auch ein Teil der persönlichen Freiheit, dies einzufordern. Auch ich möchte weiter (möglichst gute, auch direkt vom OCN kopierte) Filme sehen, nicht nur Digisate mit artfremden Rasterungen, Skalierungen und Farbmodell-Wechseln. Auch die Erpressung, Geräte nicht mehr auf einfachem elekrotechnischem Wege reparieren zu können, sondern aufwendige Serviceverträge einzugehen, ist für einen kreativen Theaterbetrieb knebelnd. -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Zur Erklärung: wollten dort einen Film sehen, war aber nicht klar welcher und die Entscheidung war unklar. Auf allen Schirmen im Foyer leuchtete der Filmtitel und hinter jedem in Klammern "(35mm)" - auch bei geläufigen 3D-Titeln. Fragte an der Kasse, ob das auf bestimmte Titel oder Säle bezogen sei, und es hiess, überall laufe 35mm, "also der normale Film". Nun interessiert mich, ob dies Gründe hatte oder nicht. -
3-D Klassiker "Man in the Dark" (1953) .. Vorführung 15. Juni 2013
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Danke - wenn die endlosen Ziffern 2013-VBII-35JG12 weiterhelfen? (Ist das der Registereintrag "Gegen die Diskriminierung von antifaschistischem Engement"? Das ist die Story mit dem "Wut-Pfarrer". http://test.jg-stadt...ag-29-mai-2013/ Köstlich! Zumindest nicht anonym und opportunistisch, sondern mit "geballter Faust im Kampf für die Filmrolle! ;-) Einen schönen Tag noch mit Euren poststrukturalistischen DCPs. -
3-D Klassiker "Man in the Dark" (1953) .. Vorführung 15. Juni 2013
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Besten Dank, @Filmmuseum, für die Richtigstellungen. Ihren Vortrag über 3D haben ich gesehen (diverse Filmclips mit Sondeformaten, aber auch Pauschalisierungen über Nichtkopierbarkeit usw.). Obenstehend stellen Sie richtig, dass es von MAN IN THE DARK 35mm-Vorführfassungen gibt. Nichts anderes hatte ich auf der Vorseite erwähnt, als die Frage auftauchte, woher man eine Unikat- oder Sammlerkopie, womöglich von einem US-Festival unter restriktiven Bedingungen, noch entleihen könnte. Da mir fortlaufend Unwahrheit unterstellt wurde, nochmals Dank an Sie für diese Richtigstellung. Ihr Vortrag zu LOLA MONTÉS liegt aber nicht 4 Jahre zurück, worauf ich bzgl. Ihres 3D-Vortrags anspielte. Es sind mithin fast zehn Jahre vergangen: Ihr Vorgänger im Amte, E.P., sagte mir dereinst, Sie hätten die "Internationale Fassung" versprochen, aber dann nicht gebracht. Vielleicht lässt sich auch dieser Einwand ausräumen - dann besser in einem anderen Thread. Sie sagen leider darin nicht die Wahrheit, dass ich mich aus anonymisierter Perspektive geäussert hätte (ich korrigiere deutlich: Sie sind vergesslich und sind daher kein "Lügner"). Wir hatten im Thread http://www.filmvorfu...en/page__st__60 eine Personenzuordnung vorgenommen. Auch Sie sprechen aus anonymisierter Perspektive, sind aber personell und institutionell zuzuordnen. Was empärt Sie also? Schon im Thread http://www.filmvorfu...en/page__st__60 vertreten Sie Ihre Auffassungen überdeutlich, die man Ihnen nicht nehmen kann: Es ist sicher richtig, dass ich als Leiter des Filmmuseums München neuen Techniken aufgeschlossener gegenüberstehe als viele andere (Filmarchivare wie Filmvorführerforumsmitglieder). Daraus entehme ich, dass bisher mit Film befaßte Kollegen - oder auch Kollegen, die durchaus in der digitalen Postproduktion arbeiten, aber dennoch für filmhistorisch und stimmige Neukopierungen auf Filmband plädieren -, weniger "aufgeschlossen" sind als Sie. Eine Fraktion der Hinterwäldler, Utopisten oder Reaktionäre, könnte man daraus defätistisch ableiten, und der @User Brillo zog aus Ihren Darstellungen auch entsprechende Konsequenzen. Darüber könnte anderenorts sicher noch eine Debatte geführt werden, inwieweit der Begriff "aufgeschlossen" biegsam zum Marketing-Argument verkommen ist: das Filmarchiv Austria vertritt m.E. einen anderen Standpunkt also Sie. Sie schreiben weiter im Zusammenhang mit Ihren 3D-Anstrengungen: Seit 30 Jahren bin ich mit 3-D-Filmkopien durch die Gegend gereist, habe alle verfügbaren Optiken für einstreifige Systeme eingesetzt, zweistreifige Vorführkopien restauriert und wieder vorführbar gemacht und komplizierte Vorführtechniken nachgebaut, um kurzlebige Systeme wie das der Lumière-Filme, des ersten russischen Stereokinos oder das von Zeiss-Ikon wiederzubeleben. Irgendwie liefen fast alle Vorstellungen, und das 3-D funktionierte letztendlich, weil das Publikum es sehen wollte - auch wenn man manchmal die Augen doch arg verrenken und einigen guten Willen mitbringen musste. Die Augen musste auch ich schon auf meinen Reisen verrenken (seit 26 Jahren). Aber es würde mir nicht im Traum einfallen, die Filmbandprojektion ad acta zu legen. Obenstenhend verwies ich bereits auf die Berlinale-Retro, die Probleme aufwarf: beschönigt wurde nichts. Später gab es Neukopierungen, Restaurierungen und modernere Projektions-Optiken von ISCO. Nicht alle kenne ich. Aber bereits ein einziges positives Beispiel wäre für ein Filmmuseum ein vorzeigbares Gut. Leider sehe ich die Darstellung Ihrer Eigenbemühungen beschönigt, oder Sie sind anzuwenden und einzuschränken auf Ihre Projekte zum 3D-Film und zum Stummfilm. Sie haben andererseits in Ihrer Bonner Zeit nach meiner Wahrnehmung es leider nicht zuende geführt, die damals in Rede stehende Projektionsanlage FEDI für Archivkopien spielfähig einzurichten (oder durch Austausch derselben gegen ein anderes Fabrikat): gleichzeitig beanspruchten Sie von Sammlern aber die Ausleihe von Sonderformat-Material (der Fall "Play Time"). Sie konnten und wollten keine filmschonende Apparatur für jene Sondereinsätze herrichten [dazu im Gegensatz war der 35mm-Betrieb dort optimal und äusserst filmschonend hergerichtet und betrieben) und bezweifelten 1993 auch Neukopierungen des Sonderformats. Hierin hatten Sie leider nicht Recht: es wäre Ihnen ohne weiteres möglich gewesen, ohne weiteres auch für das andere Format (standardisiert) auf dem Markt Ersatz heranzuholen. Auch irrten Sie darin, sofern ich von Neukopierungen spräche, soe würde ich doch wohl "träumen": Zwischen 1999 und etwa 2009 gab es diese Neukopierungen zuhauf. Sie irrten sich grundlegend. Vor diesem Hintergrund zweifle ich an Ihrer Eignung, Richtlinien für die museale Arbeit propagieren zu wollen, in dem Sie einfach nur Ihre traumatischen Erfahrungen, auch die mit nicht-liefernden Filmverleihern (als Beispiel denke ich an Notausleihen von Disney-Filman aus der Videothek usw.), für Ihre Geschäftspraxis als Münchner Kurator für bevorzugt digitale Filmrestaurierungen ins Feld ziehen. Sie schreiben weiterhin: In einer Vorstellung verschiedene Filme und Filmausschnitte zu präsentieren, die in ein Dutzend verschiedener 3-D Systeme produziert wurden, ist unmöglich: Man bräuchte eine Batterie verschiedener, heute nicht mehr existierender Projektoren, mehrere heute nicht mehr zugängliche Objektive und mehrere Leinwände. Solche Maximalforderungen lassen sich leicht in einem Blog einfordern, gehen aber an der Realität vorbei. Es sollte lediglich für ein Grundanliegen die Bresche geschlagen werden, d.h. dort, wo es eben geht, diesen Rekonstruktionsprozess anzugehen. Wie bereits von Vorrednern treffend erwähnt, verfügen selbst private Sammler, aber auch das 3D-Filmfestival in L.A., über gewisse Grundausstattungen. Auch die Filmmuseen, über die sich ggf. über die Fremdleihe Equipment anfordern liesse. Das Norsk Filminstutt zeigte gleichfalls 3D-Retrospektiven, deutlich auch auf Film und auch 2-bandig, und deren Ansprüche an gutes Projektionsequipment stehen m.E. ausser Zweifel. Hier geht es mir um eine dem Museums-Auftrag unterliegende Gewährleistung des historischen Aufführungs- und Repräsentationsmodus, wie er weiterhin zu erhoffen ist. Keine der Aufführungen von ROBINSON KRUZO hat nach der Erstaufführung im Kino "Wostok", wo der Film 1947-1949 exklusiv lief, jemals noch einmal die Aufführungssituation authentisch wiedergegeben. Der 35mm-Film mit der Lichttonspur in der Bildmitte und einer Perforation, in der nur jedes vierte der herkömmlichen Perforationslöcher existierte und über einen Spiegel projiziert wurde, wurde später in ein herkömmliches 35mm-Format mit normaler Perforation und seitlicher Lichttonspur umkopiert. Dabei waren die Bilder immer seitenverkehrt und befanden sich in einem zu weiten Abstand zueinander, als dass sich dies mit Optiken für einstreifige 3-D-Filme ausgleichen ließ. Es mag ja sein, dass irgendein analoges Kopierwerk eine bessere Kopierung vom Originalmaterial (sofern es noch existiert) schaffen könnte, nur wird dies nicht gemacht werden und es liegen nur die beschriebenen Umkopierungen vor. Hier bietet die digitale Technik erstmals die Möglichkeit, die durch die Umkopierungen entstandenen Defekte auszugleichen und der ursprünglichen 3-D-Projektion zumindest näherzukommen, als es analog bisher möglich war. Hiermit ziehen sie ein exotisches Beispiel heran, das offensichtlich an Grenzen stösst. Es wird aber als Alibi von Ihnen funktionalisiert, generell einer filmbasierten Rekonstruktion und Wiedergabe eine Absage zu erteilen. Es wäre gut und richtig, das obige Beispiel im Detail zu erörtern - und gleichfalls Bemühungen für die Restaurierung der durchaus noch gängigen Verfahren zu ermuntern. Genau dies taten Sie nicht, weshalb die Argumentation einseitig und tendentiös verläuft. Im letzten Satz wird über "irgendein analoges Filmkopierwerk" gemutmaßt: aber in diesem Timbre erklingt zumindest in meinen Ohren, dass Sie zu diesem "Irgendeinem" [Chiffre] entweder nie Bezug hatten oder keinen mehr zu haben wünschen. Wie beim Thema 70mm, schliessen Sie auch hier schon wieder aus, dass es jemals neue Kopien geben könnte oder werde. Ich bedauere Ihren Pessimismus und finde den Widerspruch berechtigt. Im weiteren kritisieren Sie die amerikanische 3D-Festivals hinsichtlich Ihrer Digitaltransfers: Übrigens befand sich sehr wohl auch ganz offiziell ein digitaler 3-D-Film im Programm (der ziemlich überflüssige NIGHT OF THE LIVING DEAD 3D), und über die anderen digitaler Transfers, an denen Jeff Joseph arbeitete (wie z.B. THE STEWARDESSES) breitet man besser den Mantel des Schweigens aus. Um Jeff Joseph geht es mir nicht, aber hier keimt bereits Ihre richtige Kritik auf, dass diverse Transfer ebenfalls fehlerhafter Bearbeitung unterliegen. Diese Themen wurden bereits hier im Forum im Thread "Digitalisierter Ben.Hur" (leider ohne Ihre oder Ihrer Kollegen Beteiligung) angesprochen. Jedoch kritisiere ich generell und überall anzutreffende filmabstinente Aussagen vor dem Hintergrund einer Verantwortung als Museumskurator, als der Sie zu betrachten sind (und nicht des Leiters einer Vertriebsfirma digitaler Medienträger, der Sie nicht sind). Ich werde mich hier nicht auf lange fruchtlosen Diskussionen einlassen, da diesem Statement wenig zuzufügen ist. Und, lieber cinerama, ich bitte darum, mir nicht solchen Unsinn zu unterstellen, dass ich eine "mir nicht geläufige Lichttonschrift" als "auf Film nicht mehr kopierbar oder umkopierbar" klassifiziert hätte. Bei dieser Aussage bleibe ich, weil ich sie so gehört und verstanden habe. Ansonsten stimmten bereits Ihre Beispiele der heute randständigen Formate (s.o. ROBISON KRUZO) in den gleichen Kanon ein. Ihre Grundaussage wurde nicht verfälscht. Sprechen Sie sich bitte hier nicht frei davon, was Sie offen und vorwärtspreschend aktivieren, was Sie nicht mehr aktivieren oder allenfalls als abgeschlossene Phase zur erachten scheinen. Ich werde mich hier nicht auf lange fruchtlosen Diskussionen einlassen, da diesem Statement wenig zuzufügen ist. Hier möchte ich mein Anliegen gerne (und keinesfalls anonymisiert, wie hier unterstellt wird) an den Bundesverband der KoKi, die FIAF oder das Stadtmuseum München als Antrag einreichen, weil aus meiner Sicht die Aufgabenfelder eines Museumskurators Neuinterpretationen erfuhren, die mich fragen lassen, ob die dortige Verantwortungsübernahme ggf. durch qualifizierte Personen aus anderen Bereichen besser abgedeckt oder zumindest ergänzt werden könnte. Zumal Sie sich nach eigener Aussage vor unlösbare Problemen gestellt sehen (Neukopierung oder fachgerechte Vorführung von Filmbandrollen) und generell seit Jahren beklagen, wie unlösbar die Misstände seien. Aus meiner Sicht legen Sie den Fokus weniger auf die museale Film- und Kino-Praxis, als auf die Vermittung medienpädagischer Inhalte. Sie prognostizieten auch zur Zukunft des Kinos sehr streithafte, pessimistische Sichtweisen - Ihr gutes Recht. Nur finde ich es unterscheidenswert, dem Paradigmenwechsel der Filmmuseen insofern Rechnung zu tragen, als dass einige Häuser besser einer Umwidmung die Türen öffnen sollten: in Berlin heisst es ehrlich "Institut für Film- und Videokunst". Und Ihre Stärken sehe ich eher auf diesem Feld gegeben. Alles Gute für Ihre weiteren Vorträge. J.P. G. -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Genau die Information würde mich interessieren, was da passiert ist. Vielleicht ist es jetzt klarer formuliert? -
35mm Vollbetrieb nach Digitalblockaden
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Der Unterton meines Eingangspost war leicht ironisch. Zumal besagte Häuser seit Längerem digitalisiert sind. Wie ist eigentlich die Meinung in diesem Forum zu solchen Zuständen? -
3-D Klassiker "Man in the Dark" (1953) .. Vorführung 15. Juni 2013
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Wieso? In die richtige Richtung gedreht! Bin stolz drauf. -
Am Samstag im Beriner CineStar Cubix Alexanderplatz einer eher angenehme Rückkehr auch von 35mm-Projektion erlebt. Sämtliche Säle spielten im alten Format und scheinbar ohne Panne Anders in einigen renommierten First-Class- und 1-Saalkinos Berlins an einem Samstag vor zwei Wochen: in dem einem Haus leider keine 35mm-Kopie bestellt, und sämtliche (!) Vorstellungen fielen "aus technischen Gründen" aus.
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Sachsen: Überhaupt noch irgendwo analog?
cinerama antwortete auf Holger Drosdeck's Thema in Allgemeines Board
Überall und bei etwa 20% aller Kinos bundesweit. -
3-D Klassiker "Man in the Dark" (1953) .. Vorführung 15. Juni 2013
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Von Herrn Vita kommen regelmässig Aussagen wie "Unwahrheit gesagt" oder "dreister Lügner". Wer so spricht, sollte sich über Konsequenzen bewusst sein: dass sich der andere zurückzieht. Ebenfalls ein grosser Ferndiagnostiger, @preston! Der Vortrag bei dir ist auch schon 1 Jahr alt, und Du warst ja auch nicht in Frankfurt. *** Allgemein hat sich der Referent, St. Dr. vom MFM, am intensivsten mit 3D auseinandergesetzt und ist imstande, einen wiss. Forschungsvortrag zu halten. Ob noch versiertere Kenner (Promovenden oder Archivare?) unter uns sind, ist daher schwer herauszufinden. Interessant sind seine Vorträge immer, die er sich bald auch veröffentlicht. Interessant ist auch eine authentische, zeitgenössische Projektion, die eventuell andere (USA?) leisten müssen. Es gab 1980 eine reine 35mm-3-D-Retrospektive der SDK zur Berlinale in Berlin. Die Umrüstungen waren relativ aufwendig und schon damals brachen Probleme in der Wiedergabe alten oder fehlerhaften Materials evident hervor. Immerhin ein Kraftakt von Peter Hagemann, dem letzten Filmtraditionalisten der Kinemathek, der zu früh starb. Die Publikation ist eher nostalgisch und zum Blättern interessant, nicht auf dem Niveau der Stefan-Dr.-Erforschungen aus jüngerer Zeit. Aber dafür war es ein Glück, eine Marathon-Veranstaltung mit noch echtem Filmmaterial beiwohnen zu dürfen. -
3-D Klassiker "Man in the Dark" (1953) .. Vorführung 15. Juni 2013
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Den Vorvortrag hatte ich gehört, die zahlreichen Aufsätze von St. Dr. auch gelesen (ist gängige Lektüre bei mir), den russischen Beispielen mal wieder begegnet usw. Mit solchen Themen beschäftige ich mich seit 30 Jahren. "Verwirrend" finde ich Deine "seriösen" Kamellen und Programmankündigungen in Karlsruhe, die Du anbotest (Rotstich- und Kurzfassungen in einem Festival "so, wie Todd-AO erfunden wurde", wo man dies als "integrale Fassung mit mittlerem Farbfading" annoncierte, wenn immer wieder 15 Minuten Film fehlten und das keiner nachprüfte). Oder es werden vor der Veranstaltung noch Einzelfarmes aus der Filmkopie hier eingestellt mit Randbeschneidung (Art der Kopierung nicht mehr nachvollziehbar) und farblicher Auffrischung auf Deinem PC. Was soll man da nun herauslesen? Fern- und Nahdiagnose? Kenntnis der Archivkopienlage oder Filmkopiengüte scheinst Du m.E. eher bruchstückaft zu haben. Mehr in Werbung & Image & Rendite. Und die sagt nur die halbe Wahrheit. Filmforschung ist ein anderes Feld. -
Die Verrisse halte auch ich für übertrieben. Zudem waren im CP200 Änderungen möglich. Zusammen mit dem studioreifen SR-A-Adapter klang der Lichtton recht gut. Schrottklang? Ich denke nicht. Auschalten auch der Academy Kurve war möglich. Was schlecht klang, war meist ein ausserhalb der Arbeitspunkte agierender MPU-Verstärker und zumeist die Lautsprecher und die Akustik, die das Hauptübel darstellen. Warscheinlich müsste eher mit "Saalschrott" aufgeräumt werden, bevor man die Verstärker als unspielbar darstellt? Gab doch zu allen Zeiten gute Wandler. Damit kann ich mich schon eher anfreunden. Zeigt auch die Praxis in Filmkopierwerken, wo viel gemessen, aber wenig beurteilt wurde.