Zum Inhalt springen

cinerama

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    10.470
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    80

Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Genau. Ist eine Wartungsfrage. Das IMax-System hätte mit permanenten Bildstandsschwankungen sonst nie Marktreife erlangt. Aber vorkommen kann es schon das ein Bild gestört ist. Bei Digitalbetrieb ebenfalls. Jedenfalls echte 70mm-Auflösung und filmischer Kontrast im Gegensatz zur computerisierten DLP-Projektion - das ist ein sehr hoher und unerreichter Maßstab.
  2. So kam Herr Salvatore schon mehrmals hier rüber: bedaure das Mißverständnis, da ich Herrn Salvatore (ausserhalb seiner anonymen Posts) nicht kenne. Aber da man hier im "Verhör" zu stecken scheint, meine brave Antwort: St. Dr. hat darüber referiert auf dem Jahreskongress des Bundesverbandes Kommunaler Kinoarbeit (Arsenal, Berlin) - etwa vier Jahre her. Die Tage und auch zu anderen Theman war ich mal dabei. Also nicht ganz so "absent", wie von Dir & Laserhotline & Salvatore & preston sturges [karlsruher Boygroup] einem "Ferndiagnostiker" nachgesagt wird. Als gäbes es etwas wirklich "Exklusives" zu sehen - na ja. Dabei sind es ja nur alte Film- und Kino-Kamellen mit Ursprung in den 50er Jahren, über die bereits auch anderso eine gewisse Kenntnis und auch weltweit existiert (so auch in Los Angels, wie die 3D Expo ausweist). Der Vortrag on St. Dr.aus München wude gar nicht hinterfragt. Allein die Art der musealen Aufführungpraxis immer bequemer und häufiger über Computer-Festplatten. Gern helfe ich konkret mit, eine werkgetreue Zweibandvorführung von MAN IN THE DARK (Originalfassung, 35mm Polarisationsprojektion) zu organisieren, sofern Du einen Vorschlag hast, wo das technisch stattfinden kann. Vielleicht ebenfalls bei St. Dr. im Stadtmuseum in München, der zumindest 1 Vorführung auf seinem letzten Festival (vor etwas zwei Jahren) noch mir Filmkopie bestritt? Oder DFM macht endlich Parallel-Betrieb noch in einem anderen Kinosaal Frankfurts: für Sonder-Events - was ja bereits beantragt wurde. Will aber keiner, also lieber alles im eigenen Haus abwickeln.
  3. Die Ironie ist eher überflüssig: Ferndiagnose hin oder her: die Stätten und Filme kenne ich zu gut. Das betrifft auch Fading-Versionen in Euren Schauburger Ausflügen mit Schnittauflagen usw. Der überartbeitete Vortrag von Herrn Drössler ändert nichts an seinen grundständigen Ausrichtungen. Sie sind bekannt seit Vorträgen auf Jahrestagungen des Bundesverbands der Kommunalen Kinos, aus dem Film Dienst und er ist zudem ja auch ansprechbar. Die Vorträge hielt er mehrmals in mehreren Stätten, die auch stets informativ waren. Die beständigen Unterstellungen von dir und Salvatore, meine Auffassung basiere auf Hörensagen, weise ich zurück. Dieses Frankfurter Kino, aussendargestellt von Salvatore de Vita, werde ich künftig wohl unter anderem Blickwinkel betrachten müssen. Zu "Offenen Türen". Das DFM-Kino ist zu überhaupt keiner 2-Bandvorführung im 3D-Betrieb gerüstet (oder ohne weiteres umrüstbar, insbesondere Überblendbetrieb). Das hier vorzugeben, ist schon verwunderlich. Wie gesagt: 3D EXPO in USA wäre m.E. eine bessere Wahl.
  4. Das Projekt ist ein nur konsequenter Zugriff, Andersmenschen von heute und 2013 an ihren taktilen Körperzonen zu erreichen (vielleicht befinden wir uns mit all diesem Zubehör bereits in einem Übergangsstadium zum Cyborg - ohne darüber zu urteilen, wie diese Hybridform uns besser oder länger leben lässt). Weltweit hat sich in den letzten Jahren das kommunikative Verhalten massiv auf Mini-Dsiplays verschoben. verschoben auf die Fixierung eines Status-Symbols: für hyperaktive Vernetzung im sportiven Sinne, für endlos viele Freunde, für permanenten Liquidität und den Wahn ohne Pixelmorphing vom erfolgreichen Leben isoliert zu sein, und für den Kompensationsdrang schutzlos in den Schoss der rauen Natur zurückzufallen, sobald man das iPhone ausschaltet. Die aufgeklärten [dieser europäischen Richtungs entstammenden] Philosophen sagen uns, eine ungebrochene Wiederholung der Vergangenheit sei nicht möglich, nötig und werthalt: Wiederholung sei eine Illusion. In diesem aufklärerschen Duktus seit der Strömung der materialistischen Philosophie bis hin zu den Strukturalisten und DeLeuze wird das "fossilierte" Gedenken an Vergangenheit verbannt: strikte Authentizität wird quer durch alle Lager und politischen Fraktionen heutiger Gesellschaften stigmatisiert. Und man muss dieser Geisteshaltung durch offensives Einschreiten Rechnung tragen: sich vom modernen Menschen zu lösen, hiesse gar, ihn und das Vermittelbare (das ist die Vergangenheit und deren Kulturen) aufgeben zu müssen, wenn man sich ihren Umgangssprachen und Postfächern völlig verweigert. Das Risiko können wir nicht eingehen, sondern müssen in die uns oft erschreckenden Sphären medialer Körperprothesen, wie ich sie nenne, mit eintauchen. Mit @Filmtechniker fordere ich dennoch die Ungebrochenheit ein als museales Ideal. Am seinem Beispiel des historischen (und somit auch "echten") Kinos hiesse dies: nach jener Mobilisierung sämtlicher "medialer Acessoires" schweigen diese, sobald die Darbietung ihren Lauf nimmt: kongenialer Weise sammelte er besagte Geräte sogar ein. Im Heimkino und seiner digitalisierten Projektion müssen sie ebenfalls abgeschaltet werden, da schon der Begriff Heim-"Kino" auf eine theatrale Gattung rekurriert, nach der das heimelige/heimische/heimliche Surfen ein Ende findet. Womit die theatrale Performanz kreativen Einzug in die Wohnungen hält. Grundsätzlich also ist nichts einwendbar gegen Theatralität in Heim und Familie, jenseits der Lichtspiel- und Sprechbühnen. In einigen wenigen Fällen haben es Blu Ray-Zirkel erreicht, Filmanfänger in der Wahrnehmung für Geschichte zu schärfen und zu Festivalgästen analoger Filmaufführungen zu machen. In anderen Fällen boten die Boni aus Bilddokumenten viele visuell-didaktische Zugange zur Film History, der bislang in der Filmwissenschaft noch keinen Fuß gefaßt haben [aber es wird darüber derzeit diskutiert, inwiefern daraus nicht nur Illustration, sondern Information und Dialog ableitbar ist]. Das Multiplex bietet die Auseinandersetzung mit Film wie auch "Aufklärung der Massen" in keiner Weise, weil Klärung durch Konsum erstickt wird. Das kommunale Kino biete Auseinandersetzung mit Film nur selten, da es filmrollenlos ein Digisat abspult um der Vermittlung von "künsterischen Ideen" im abstrahierten Sinne. Oft werden Möglichkeiten der Boni der Blu ray Discs (oder vergleichbarer Einführungen und Vorträge) dort nicht genutzt, weil Usprung und Materialität eines Filmwerks als unwichtig erachtet werden. Aufgrund dieser Desiderate baut "CineParty App" nur die Brücken, die anderenortes abgerissen worden sind.
  5. Entweder liest man dies als nüchterne Infomation. Oder man liest es wie eine Vorwertung und Prädikatisierung von etwas, was so gut ist, wie es nie zuvor gewesen ist. Ganz einfach aus dem Grunde, weil es so (1953) nicht gewesen war und eine Nachbearbeitung mit heutigen Mitteln per se die Wünsche der verstorbenen Filmemacher repräsentiert, die glücklich mit einer digitalen Reinigung gewesen wären, wenn sie über sie 1953 verfügt hätten. (Davon träumen einige Restaurateure und auch KoKi- und Museumskuratoren, die immerhin das eigene Projekt auch rechtfertigen möchten). Dazu kommt dann auch ein neuzeiticher Kinosaal, der nur besser sein kann als ein Delphi-Palast oder ein Stachus Palast von 1953. Dazu tritt ein Publikum, das aufgrund moderner Seherfahrung nur klüger und gründlicher wahrnehmen muss als 1953. Und es zeigt sich eine bundesweite Kinoauslastung dieses Films dank der DCPs-Neustarts, die besser ist als 1953 (dank Volfoni-Brillen) usw. Rückständiger müssten in dieser Logigk die Kino-Reprisen von GONE WITH THE WIND bis in die 80er Jahre gewesen sein - da noch keine digitale Restaurierung vorlag. War das so? Sind wir also fortschrittlicher geworden, nur weil die Filmkopierung ad acta gelegt wurde? Das ist von mir nur arg überzogen, polemisiert und ironisiert. Aber warum sollte man dies nicht sagen und fragen dürfen? Hochachtung hätte ich vor einem Museum, das einen bestimmten Film nicht spielt, um auf dessen fragwürdigen Überlieferungsstand hinzuweisen. Anstatt die Fördergelder dadurch "abzusichern", in dem den Behörden ein Maximum an Programmfülle vorgewedelt wird (und dabei immer öfter auf DVDs zurückgegriffen wird bei gleichem Eintrittspreis wie dem einer 35mm-Vorstellung: letzteres auf Berliner Praktiken bezogen). Erstaunlicherweise ist ja @preston sturges in seinem Oktober-Festival bisher nicht in die Falle wie Bradford getappt, 70mm-Abspiel und DCPs zu kreuzen. Damit ist er als Geschäftsmann hellsichtiger (aus meiner Feder gegen seinen Willen, d.h. "unterstellend" gemeint) als die Musen [nicht Museen, sondern hier "Musen" von "Muse" kommend} und Kuratoren der kommunalen Kinos, die nicht immer zu wissen scheinen, was sie tun und wohin sie wollen.
  6. Ist es dann das Vorgängermodell des FP5, als Exportmodell der dt. Nitsche-Werke und verbunden mit amerikanischem Lampenhaus und amerikanischer Konsole? Weil ja das Rätsel noch nicht gelöst ist, versuche ich mir einen Reim darauf zu machen. Ich suche noch gute Abbildungen zur Ernemann II-Breitfilm aus US-Theatern. Der Tümmel-Nachlass soll ja in der Kippe gelandet sein, und frühe Ernemann-Informationen sind bei Sonderanfertigungen offenbar sehr rar. Danke für die Mithilfe!
  7. http://asia.cnet.com/reald-vs-imax-digital-3d-whats-the-difference-62208932.htmStimmt, gerade entdeckt. Das ist überall von cuved screen die Rede, und auch die gezeigte Imax-"Digitalbildwand" hat Überbreite.
  8. Wenn das hier glücklicherweise ein Filmvorführerforum ist, muss sich keiner schämen, nach der Filmrolle zu fragen. Die gereizten Reaktionen weiter oben klingen ein wenig doch wie ein schlechtes Gewissen, oder? Trennen wir die Bereiche ehrlich auf, ergeben sich halt einige Widersprüche: a. etwas Gucken, was auf einen ehemaigen Kinofilm hinweist (worunter eben auch Abschriften zählen: so wie Neudrucke oder Neubersetzungen der Bibel oder des Korans in immer neuen Varianten: das ist legitim in der Auslegung, in der Anpassung an die Moderne und als Neuinterpretation) b. etwas "Unerklärliches", dem man als Neuinterpretation begegnete (auf Silberscheibe, auf DCP oder im TV), das man gerne dorthin zurückverfolgen möchte, wo sein Ursprung lag: dazu gehören dann Artefakte und Rekonstruktionen der Technik oder der Filmrolle, wie sie das Premierpublikum erlebt haben könnte. Vieles ist natürlich nicht erreichbar, da ja die Originalkinobauten und Strassenzüge so nicht mehr existieren und einige (nicht alle) Kopierwerkstechniken derzeit nicht greifbar sind (@Filmtechniker aber arbeitet an der Sache, und er wird nicht alleine bleiben). c. die Alltagspfichten der "Grundversorgung", die sich aus dem Selbstverständnis des Bundesverbands Kommunaler Kinoarbeit in 2013 auftun und die Schnittmengen und Trennlinien zu Museen. Punkt b. wird aus meiner Sicht stiefmütterlich behandelt, bleibt aber eine Herausforderung. Die Website des KMB ist doch gar nicht so übel: besser als nichts oder besser wie das ewige Herumschwärmen über irgendwelche Klassiker, die jeder schon zu kennen glaubt, weil man ja alles auf youtube geboten bekommt. Für die Werbung von @preston danke ich somit, denn wer unvorbelastet mitliest, merkt s so wie so, dass mit ihm was nicht stimmt. Gibt es eigentlich auch 3D auf youtube oder nur exklusiv auf der 3k-Anlage [?] von @preston? Sein devoter Stammkunde @Salavator wird sicher Feuer und Flamme sein für die unerhörte Brillanz, digitale Perfektion und Freiheit von Artefakten sein. "Besser als es je war". Also danke für den Hinweis auf ein neues Festival in den Staaten. Auf die Schnelle ein Link und ein Zitat: Word. Expo II 35mm was better than most digital 3-D I've seen. I bet they do much better digital 3-D than most folk see as well. Oder: We are not running House of Wax in any "restored" or digital format; we are running dual 35mm, same as Expo I and Expo II. I'm not sure where this story got started, but it is not correct. Here's the complete schedule with the correct information. Thanks, Jeff Joseph Producer, 3-D Expo III And the Expo is from September 6th-15th; House of Wax is running opening night, right after "Hondo"! http://3-dfilmexpo.c...stival-schedule Aus: http://forums.steveh...er-2013.319809/ Nach der Auffassung aus München (des Referenten, der jetzt auch im DFM doziert), so wie sie mir zu Ohren kam, ist das eigentlich gar nicht mehr von Relevanz. Schade.
  9. Zumindest ist das Tablet im Format von etwa 17 : 9. Wenders sagte einmal "Video ist der Krebs!". Nun hat er seine visuelle Oase gefunden.
  10. Womit einige aus dem anglo-amerikanischen Raum gemeint sind, nicht der Referent der oben genannten Veranstaltung.
  11. Wird schon stimmen. Denn was gegenwärtig (oder schon seit Jahrzehnten?) läuft, hat auch die Abzocke und Standortverbrennung auf neue Höhenflüge getrieben. Das muss man sich mal vor Augen halten: IMAX schlug 1970 alle Rekorde, während in den meisten Haushalten noch Schwarzweiss-Fernseher residierten und AV-Aufnahme- und Wiedergabesysteme jenseits des TV-Empfangs utopisch schienen. 2012 werden in Media-Märkten weltiweit von LG und Sharp erste 4k-Fernseher verkauft und in Japan mit 8k Ultra HDTV experimentiert. Im gleichen Jahre betrieb die Imax Corporation die Verschrottung (vorsätzliche Vernichtung) ihrer 70mm-Güter (anstatt sie den Museen zu schenken) und speist im auf der "Flugschneide" jeweils letztgelegenen Saal der Multiplexe das Popcorn-Publikum ab mit 2k Doppelprojektion: http://asia.cnet.com...ce-62208932.htm Für Traditionalisten dieses Forums und leidenschaftliche Kinohasen ist das schon in "Kulturschock", wie hier die Trennlinien zunehmend verschwanden. Kürzlich warnten noch die Gurus Spielberg und Lucas die "Filmbranche" vor ihrem derzeit falschen Weg. Anscheinend sei diese nicht radikal genug auf die neuen Medienplattformen eingeschwenkt? Um also "lebensfähig" zu bleiben, müßte Imax dringend sein Merchandising als eine Art Franchise via I-Phone ausbreiten, um in der heutigen Welt überhaupt noch bemerkt zu werden. Denn wieviele zwischen 12 und 22 Jahren gehem heute denn noch ins Kino? Ist eine grosse Bildwand noch der herausragendste Markwert in der heutigen Wahrnehmung? Wenn "jein", so müssen wir uns über diese Hybridformen kaum wundern, die erkennen lassen, wohin die Reise geht...
  12. Es erreicht mich mittlerweile nicht mehr alles, was dem Zeitgeist geschuldet ist und hier als Legitimation angeführt ist: auch das Frankfurter Museum (ehemals "Deutsches Filmmuseum", jetzt DFM/DIF) ist meines Erachtens zwangsläufig und primär als medienpädagogisches Institut und nicht (oder nicht mehr) als kinematographisches Institut oder museal "reproduzierendes" Museum (was teils auch Aufgabe eines Technikmuseums ist) unterwegs. Eine spielbare Zweibandkopie des Films MAN IN THE DARK ist mir und anderen bekannt. Dass Filmmuseen und Kuratoren keine Archivrecherche betreiben (oder sich von der Sammlerszene beizeiten abkoppelten) oder bunten Neuerzeugnisse zuneigen, ist deren Defizit. Selbst wenn es so wäre, dass es nur eine Unikatkopie gäbe, "Eine Privatkopie, die unter strengsten Auflagen ein einziges Mal an ein Festival (3-D-Expo in New York, auf die Du sicher verweisen wirst) verliehen wurde, ist keine Antwort!" lege ich hier gern Widerspruch ein:wie in anderen Museen, ist auch eine solche Kopie mit entsprechenden Sicherheitsleistungen zu importieren. Davon weicht das Deutsche Filmmuseum Frankfurt ab, seither es sich schon nicht scheute, selbst im Verleihstock gängige Klassiker wie "2001: A Space Odyssey" (bei Warner in einerm m.E. guten 35mm-Kopie erhältlich) als qualitatv mißlungenes 2k DCP zu zeigen. Das war sicher kein Zufall und hat auf mich Eindruck hinterlassen: so etwas traute sich bei diesem Titel noch nicht einmal das Arsenal und die SDK in Berlin. Zur Deiner weiteren Frage: "Selbstverständlich ist es möglich, neue Filmkopien herzustellen - wer finanziert es? Jedes Studio, jede Kulturstiftung und jede Kinemathek muß sich fragen, wie groß der Interessentenkreis für eine B-Produktion von 1953 sein wird, die auch damals schon als Schnellschuß betrachtet wurde." Filmmuseen finanzierten es bisher über Jahrzehnte: Deutsche Kinemathek, Deutsches Filmmuseum, Filmmuseum München. 2013, folgt man Deinen Zeilen, scheint es das nie gegeben zu haben. "Ist es Aufgabe europäischer Kulturförderung, US-Studios die Erhaltung und Verfügbarmachung ihres Eigentums zu finanzieren?" Warum nicht? Ansonsten sollte man die Zustände anprangern, anstatt den Majors und einigen Restaurationsbetrügern hinterherzudackeln und sich von Übersee-DCPs abspeisen zu lassen. Man könnte auch einmal die Geschäftspolitik der Firma Kodak zur Diskussion stellen: in Frankfurt/Main meines Erachtes undenkbar. Mein Fazit: Ein Museum hat nicht nur die Aufgabe, brandneue "Transitionen" des ursprünglich auf Film gedrehten Materials in HD zu offerieren (das tut zeitgleich bereits der Blu ray-Markt), sondern auch den Mut aufzubringen, die Originalgüter in ihrem Verfallsprozess zu zeigen: Premierenkopien eben so wie Dokumente der Negative, falls diese wirklich nicht kopierfähig sind (letzteres tut der Referent der Veranstaltung auch, um anhand einiger Beispiel pauschale Nichtkopierbarkeit oder Sinnlosigkeit alternativer Unterfangen zu propagieren: und hier trennen sich die Auffassungen). "Welche sinnvolle Alternative hast Du anzubieten, wenn jemand diesen Film sehen möchte? Ein Foto des Kinos, in dem er damals lief?" Ich hätte eine Zweibandkopie anzubieten, während das von Dir verteidigte Museum nicht einmal über eine Abspielvorrichtung verfügt und sie auch, das garantiere ich Dir, niemals installieren wird. "[...]aber ich bitte doch artigst um Auskunft, wie Dein Vorschlag für eine bessere Lösung aussieht" In dem Du solche Praktiken, Filmgeschichte über HD-Medien verkaufsträchtig als Museumsarbeit zu deklarieren, boykottieren solltest und auf sozusagen "Reassemblierung" der Produktionsmittel hinwirken mögest. Allein die Nachfrag hier im Forum, ob der Film auch auf Blu ray verfügbar sein wird, zeigt doch auf, dass eine DCP-Aufführung kaum noch als Event oder museales Ereignise (zu welchem man früher Reisen antrat) herreichen kann. Auch Bradford dürfte alsbald eine Wende vollziehen, die seine Kernkompetenz aufzuweichen droht. Bei dt. Museen wundert es mich aber schon seit langem nicht mehr. "Schön zu wissen, wann und wie 3-D Filme der 1950er gezeigt wurden" Könnte und sollte auch Aufgabe von Museen sein. "Filminhalte" sind qualifizierter an Universitäten, auf Blu ray Discs und in Bibiotheken vermittelbar. Dafür bedarf es keiner DCP-Vorführung, zumal man diese im Gegensatz zur Blu ray nicht nach Haus nehmen darf. Und nicht einmal Vorträge in solchen Häusern, auch die von St. Dr. mitfilmen dürften. Vielen Dank für solchen Service! *** Jetzt folgt garantiert eine "Rechtfertigungsorgie" von @preston sturges, der sich diese Flanke nicht nehmenlassen wird. ;-)
  13. Woran ja auch Du einen kleinen, aber verdienstvollen Anteile hättest... oder?
  14. Sie wäre dann konform mit dem traditionellen 70mm-IMAX-Flat-System. Imax Digital verwendet m.W. breitere Aspect Ratios (also 1.9 : 1). Also weniger Bildhöhe bei diese "Innovation" wäre noch das Geringste an Beklagenswertem... :neutral: Besuchen wir eben IMAX Prag und IMAX London mit echtem 70mm-Bild. Und pflegen eines Tages unsere Erinnerungen an wirklich grosses Kino - das jedoch aufgrund des Mangels an Spielfilmen zugrunde gerichtet wurde.
  15. Aber nur bei 48,6 x 22.0 mm-Bildfeldöffnung ergibt sich ein Lichttzuwachs oberhalb von 4,5 kW, nicht bei Bildfeldern der Breite 21,3mm.. Was heisst "relativiert"? Ab 4,5 kW kommt nichts mehr durch bei vertikalen 35mm-Fomaten: Abblendungsgrenze. 3 kW genügen für 127 apb oder 55 cd/qmm. Aber keineswegs den der Kohlelampe.
  16. Die Lehrfilme in 70mm waren nicht ganz so schlimm, denke ich. Schade um das photochemische Bild auf höchstem Niveau. Immerhin bestellt Imax London bevorzugt die 70mm-Fassungen, obwohl mittlerweile ebenfalls digitalisiert wurde. Die Adaption von Blockbustern führte nun zum sog. LiMax-Format im Seitenverhältnis von etwa 1.8 : 1. Dies entspricht auch der jetzigen, installierten Bildwand im EVENT Cinema und ihrer Aspect Ratio. Die Bildwamd alter IMAX-Grösse zurückzuerhalten, erwarte ich eher nicht. Im EVENT Cinema, sicher ein attraktives Auditorium, lag sie bei 1.9 : 1 bei einer Bildbreite von 24 Metern. Lieber wäre mir 2.39 : 1 gewesen bei grösserer Bildbreite (was die Raumproportionen eindeutig zulassen). Die jetztige Metallbilwand (für RealD) war jedoch die grösstmögliche, die Harkness vor 2 Jahren herstellen konnte, sofern ich das einigermassen richtig erinnere. Werde mal hingehen a, 19.6., habe so wie so Geburtstag, wo sich die Ausgabe "lohnt". STAR TREK wäre mir lieber gewesen als SUPERMAN - MAN OF STEELS. Aber trotzdem toll, das nach dem misratenen 2k-Dreh von SUPERMAN RETURNS (2006) diesmal so immens photochemisches Filmmaterial bewegt wurde! Qualität setzt sich eben durch. ;-)
  17. Wenn Du vis-à-vis rüberläuft in das andere City-West-Kino (Bln), entdeckst Du womöglich ein neues Poster, das wir dort leidenschaftlich hingehangen haben, zwischenzeitlich wurde es auf DIN-A1 aufgepeppelt: Premiere im DELPHI FILMPALAST AM ZOO, und der Clou war dabei, dass Walter Jonigkeit zwei überblendungsfähige 3-D-Vorführmaschinen installierte! Später auch CinemaScope. Magnetton und Todd-AO. DER MANN IM DUNKEL lief somit in zweistreifiger 35mm-Projektion: Hut ab vor den technisch innovativen Kinopionieren! Es gibt sogar noch Kopien auf 35mm. 2013 macht es ja kaum einer noch richtig, und so muss halt ne "Festplatte" als Ersatz herhalten. Die der Blu ray sehr ähnlich ist, weshalb ich mir die Anfahrt nach Schaumainkai sparen möchte. Ist sicherlich Geschmackssache. ;-)
  18. Das wäre im Falle von erhoffenswerten "Rückwegungen" in den öffentlichen Raum anstrebenswert, um die Heimkinofraktion nicht zu ghettoisieren - oder ihr solche Tendenzen anzuhängen. Einen weiteren Anstoss unternimmt nun Enno Patalas: http://www.stadtrevu...er-zufaelliger/ Da er seinen Schlüsse aber auf die Praxis der KoKis und Museen anwendet, die m.E. eindeutig definierten Aufträgen zum Erhalt des Originals zu folgen hätten, folge ich ihm an diesem Punkt (DVD -> rein ins Kino!) in keiner Weise. Sehe darin einen Widerspruch zum Auftrag derartiger Institutionen- Aber solche (ideologischen?) Differenzen sind sicher auch eine Frage der Lebenserfahrung, des zu geringen oder zu hohen Lebensalters des jeweiligen Diskutanten. Je nach Welt- und Wertverständnis. Bei aller Wertschätzung von E.P.
  19. In vielen Fällen (der Mehrheit der Filmgeschichte) gibt es leider keine neueren Sicherheitsmaterialien. Die Kosten würden explodieren und die Etats fehlen. Zudem versucht die Deutsche Kinemathek in Berlin generell von der Sicherheitskopierung auf Film abzuweichen und sich in die geschäftlich tröstlichere Transition des Digisats hineinzubeamen. [sorry für das Wortmonstrum]. Allerdings sind nicht alle Nitromaterialien per se im Vorteil: eben so gute oder bessere Kopien lassen sich auch auf Sicherheitsfilm (noch heute, sofern das O-Negativ es vom Zustand her zulässt) neu herstellen. In nicht zu hoher Auflage, versteht sich.
  20. Das kann ich nach diversen Tests seit 1987 nur bestätigen. Allenfalls bei Kopien annehmbarer Dichte und geringen Fadings nützen diese Filter etwas. Allein das Vorsetzen der Filter vor der Frontlinse nimmt der optischen Güte ihren Wert. Dass die Gäste einer bestimmten 70mm-Veranstaltung in Süd-Dtld. derart verzweifelt agieren (d.h. sich teure Brillen neben der ohnehin teuren Einstrittskarte zusätzlich einzukaufen), lässt den Verfallszustand der dort gezeigten, scheinbar unklimatisiert archivierten Kopien erahnen... Als nächsten Versuch ernsthaft erwogen - Danke! (Kürzlich kompensierte ich etwas durch Verwendung ausgewählter Horizontalspiegel, die altersbedingt eine Verschiebung der Farbtemperatur aufweisen.)
  21. Anregender Artikel: http://www.morgenpost.de/kultur/article116941510/Hollywoods-Bade-Nixe-Esther-Williams-ist-gestorben.html
  22. Ja, solche Kinomacher braucht das Land. Der Spagat zwischen durchaus wertkonservatem Repertoire und prononciertem Politkino (auch mal mit Systemhinterfragung) gelingt hier fast nahtlos. In Berlin würden sich diese Lager bekämpfen oder ignorieren. Wo Repertoire in Berlin dann plötzlich doch wieder in angemessenem, architektonischem Ambiente die Matinee-Vorstellungen füllt, läßt sich leider der Hang zum Kitsch, zur Verklärung, zum Bestseller und zum technischen Substandard leider nie in den Griff bekommen. Wo anderenorts dann der Kitsch zwar vermieden wird (KoKi am Potsdamer Platz), strotzt man trotzdem vor Ignoranz jedweder kinematographischer und kinästhetischer Begriffsbildungen (von Large Formats herunterkopierte 16mm-Versionen in sprachlicher "Originalfassung", Projektionen auf Flat Screens oder bedenkenloser Einsatz neu gezogener, den Look oftmals verfälschender "Restaurationsfassungen" - ohne jede Kommentierung des Auswahl). *** Den Entwicklungs-Ing. des besagten Magnettonverstärkers lernte ich persönlich erstmals auf der ziemlich verunglückten IFB-Retrospektive von 1993 kennen: "CinemaScope - zur Geschichte der Breitwandfilme". Über die Projektionsbedingungen im damaligen "Filmpalast Berlin" und den Zustand der Scope-Versionen herrschte große Unzufriedenheit: selbst Frieda Grafe sprach nur noch von "Ruinen" und Berhard K. und auch der "Tagesspiegel" vom "CinemaScope-Schwindel" der Stiftung Deutsche Kinemathek, die die Retrospektiven der Berlinale ausrichtet. Es war weder der führenden kinotechnischen Betreuungsfirma der IFB, weder dem Technischen Leider der IFB (graduierter Ingenieur) noch dem Hauspersonal möglich, an der Cat. 93 die Filterung für den pfeifend durchlaufenden 12-kHz-Pilotton anzuheben: sozusagen die Scheusenfunktion angemessen einzupegeln. Clemens Sch, entwickelte aus diesen Erfahrungen diverse Optimierungen und Sonderanfertigungen, die über die 1996 gegründete Fa. Cinema Technologies verschiedenen KoKis angeboten wurden, aber auch an private Sammler und verschiedene Kinos verkauft wurden: erstmalig Mitte der 1990er Jahre an das Zentrum für Kunst und Medientechnik (ZKM) in Karlsruhe - wo übrigens auch DP70-Maschinen eingebaut wurden. Erst später folgten Kinos wie LEO in Innsbruck oder SCHAUBURG in Karlsruhe. Zeitgleich bot Clemens Sch. zum Vorsatz vor der Frontslinse der Kinooptik Cyan-Glasfilter (Serie 1492 und eine noch stärkere Version) zum Zweck der Kompensation von nicht allzu rotstichigen Theaterkopien. M.W. gelten diese Angebote nachwievor. Der besagte Magnettonverstärker fußt m.E. auf einem Schaltbild eines der letzten Magnettonvorverstärker der Fa. Klangfilm und vermeidet zu starke Filterungen, Equilizations oder manipulative Klangverschlechterer. Auch wird vom Ansatz her nicht, wie etwa beim CP650, das Magnettonsignal über eine digitale Strecke quantisiert, sondern in allen Übertragerketten analog gehalten. Obwohl die moderne Quantisierung der Digitalprozessoren bereits hervorragend funktioniert, würde ich immer eine authentische, also pure Übertragungsstrecke bevorzugen. Fotos von der Innsbrucker Einrichtung:
  23. Sorry, aber das ist der von Dir (und nicht Th. H.) verfasste Werbe-Artikel mit aufklärerischem Duktus. Darin stimmt wieder nur die Hälfte. Weder ist stereophonischer Ton nachvollziehbar noch ein Aufnahmeformat von 1.96 : 1. Wenn das halt zum Lachen ist, fragt man sich, was man aus den Artikeln von @preston abschreiben darf?. Einen schönen Tag noch! *** Lieber zurück zu den MGM-Kinos.
  24. Im Juni in Süddeutschland unterwegs, wollte ich wissen, ob die karlsruher Filmvorführungen ABYSS und IM RAUSCH DER TIEFE auf die regisseurseitig heute gewollten und editierten Fassungen eingestimmt sind? Es gibt ja nicht nur in Dtld. derzeit eine "Flutwelle", sondern auch als Highlight im Film THE ABYSS. Bei THOSE MAGNICENT MEN war es damals gelungen, zum Berliner Lufthansa-Jubiläum auch mal eine farbige Neukopie heranzuholen. Wäre das diesmal ein weiterer Ausflug der Kopie nach Germany? Am 8.6. im Los Angeles County Museum eine ungefadete 70mm-Darbietung von 2001: A SPACE ODYSSEY: http://www.lacma.org...space-odyssey-1
  25. Du hattest uns aber Deinen Aufsatz http://www.in70mm.co...009/vistavision vehement empfohlen - da dachte ich, es sei erlaubt, ihn kurz zu überfliegen? Auf www.schauburg.de finde ich dann Deine blauen Scrollbalken mit Hinweisen auf Neustarts, anstatt tiefergehender Erläuterungen. Bitte belege Dein VistaVision-Aufnahmeformat von 1.96 : 1, den stereophonischen Ton im Perspecta-Umschaltverfahren und das Piktogramm von Technicolor - zumal die hinter diesem Logo stehende Firma gar keine VistaVision-Bearbeitung mehr anbietet. Hast Du Dir das so ausgedacht, dass es so gewesen sein könnte? Nach meinem Verständnis ist da einiges durcheinandergeraten. Kann halt passieren - ist auch weiter kein Anlaß zu bösem Blut hier im Forum. Wir wollen doch alle nur herausfinden, was wirklich war.
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.