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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Wäre hier freundlicherweise auch die Bild-Quellenangabe möglich? Oder selber gezeichnet? *** LED-Bildwände sollen testweise schon in einigen US-Kino im Einsatz sein, der Gerüchteküche folgend. Nicht, wie erwartet, erst in 5 Jahren, sondern schneller am Markt. Und: absolut treffend die Anmerkungen hier im Thread: DLP-Projektion adé - mögllicherweise auch die Abschaffung der Projektoren (dann auch SXRD) und Projektionskabinen (mehr Raum für Sitzfläche!). DCI-Projektion war m.E. nur ein Übergangsmodell in Adaption von überkommenen Projektionsweisen des 19. Jhds.: aufbauend auf 35mm ähnliche Bildpanels (anstatt Laserprojektion oder LED-Wänden), Anlieferung von DCPs ähnlich der Anlieferung einer Filmkopie via Spediteur, Adapation von HDTV zum "HD" oder "Digital Cinema" doch nur als Ausfluss des 16: 9-DVD-Formats, Beibehaltung tradierter kinotechnischer Dienstleister usf. Eine "Revolution" war dies m.E. nicht.
  2. Vielen Dank für das recht mühselige Scannen (der "International Projectionist" wäre eine weitere Quelle, die ich vor drei Jahren hinsichtlich der Sonderverfahren mal durchscannte). "Philips Kinotechnik" ist auch aufschlussreicher als die "Bauer Filmpost" oder "Bild und Ton", was Todd-AO anbetrifft. Bei Bestuhlungsplänen bin ich etwas skeptisch geworden: beim Royal-Palast Bn fand ich somit zwei unterschiedliche Bildkrümmungen und sehe sie als "Schema" zur Veranschaulichung. Zur BOUNTY sagte Mentor A (der sie vorführte) "es wurde extra eine flache Leinwand eingebaut". Mentor B (der die Vorführung mehrmals besuchte, später Kopierwerksleiter wurde) meinte am Telefon. "eine eventuelle Krümmung kann aber nur minimal gewesen sein, vielleicht 20 cm zum Aufspannen der Bildwand, wenn überhaupt. Meinem Eindruck folgend war sie absolut flach"). Zur Gattung der leichten Krümmungen liesse sich bereits die Todd-AO-Bildwand im Zoo-Palast seit 1960 zählen. Mit Nachdruck äussert Mentor B (der die Scope-Projektion auf der 35mm-Philips FP im MGM verriss), und er sagt dies ohne Verklärung, Nostalgie und Abstriche: "In meinem Berufsleben in der Gesamtbewertung sämtlicher gesehener Filmkopien und Filmvorführungen war der Einsatz von MEUTEREI AUF DER BOUNTY im Berliner MGM-Theater die in Schärfe, Farbgüte, Bildstand, Raumtonqualität, Raumwirkung und Plastizität beste Darbietung aller Zeiten. Auch die Cinerama-Vorführungen im Sportpalast und im Capitol, so bei DAS WAR DER WILDE WESTEN!, erreichten wegen nachteiligem Farb- und Lichtausgleich, vielleicht auch aufgrund der Lamellenbildwand, eindeutig nicht die Auflösung, Raumwirkung und Brillanz der MEUTEREI AUF DER BOUNTY auf 70mm." Einwände aufgrund der grösseren Negativfläche bei Cinerama, aufgrund des Aufnahmewinkels von 146 Grad und des 7-Kanal Magnettons vom Perfobandspieler, die bei Cinerama eigentlich überlegen sein müssten, wurden gekontert mit dem Einwand der weniger professionellen Darbietungen besagter Cinerama-Häuser, aber auch mit der zweifelhaften Güte der Cinerama-Aufnahmeoptiken im 3-Streifenprozess. Auch der Einwand, der Einsatz von Vorsatzanamorphoten bei Ultra Panavision führe theoretisch zu Wiedergabeverlusten gegenüber einer rein sphärisch Projektion, wurde aufgrund des BOUNTY-Einsatzes in Berlin zurückgewiesen. Sämtliche späteren Ultra Panavision-Filme, so 40 WAGEN WESTWÄRTS; KHARTOUM oder DIE GRÖSSTE GESCHICHTE ALLER ZEITEN, hätten das BOUNTY-Niveau nicht erreicht (vielleicht auch aufgrund der optisch auf Kompensationskopie erzielten Ergebnisse, denke ich mir mal). Anhand der mir seit den 70er/80er Jahren dann in die Hände gelangten, bereits gefadeten 70mm-Kopien sind diese Wertungen heute leider nicht mehr rekonstruierbar. Auch nicht anhand neuzeitlicher Digisate (ausgenommen die sehr schöne Farbgüte, die ausnahmsweise auf der DVD gelungen ist). Fazit: das Zusammenkommen grandios fotografierter Szenen, perfekt gewarteter Projektionstechnik, bis ins I-Tüpfelchen vervollkommneter Filmkopierwerkskunst und eines modernen Auditoriums mit ausserordentlicher Bühnenbreite führte zu einer unwiederbringlichen Sternstunde des Kinos.
  3. Off- topic: OBLIVION-Enttäuschung: Abgesehen davon, dass führendste Megaplexe im "Zentrum" Berlins 15 bis 30 Minuten benötigten, um vom Counter noch jemand für die Projektion Zuständigen zu erreichen (falls dort noch Menschen arbeiten), wussten manche Projektionisten nicht, ob das DCP 2k oder 4k habe (ist doch am Display ablesbar...). Nachdem man etwas Frühjahrsport trieb, um von Plex zu Plex zu hüpfen und wieder zurück, kam überall freundlich-bemüht die Antwort, OBLIVION liefe als 2k DCP. Je nach Tagesstimmung: man könnte selbst noch über 1.4k reden, wenn DCI dies zuliesse - aber die Erfahrung mehrerer Plex-Söle bescherten nebe dem leicht elektronisch wirkenden DLP-Bild auch unscharf eingestellte Beamer. Was in den Monaten seit Betriebsaufnahme offenbar niemand gestört hatte. Da der mit ähnlichem Equipment gedrehte PROMETHEUS bildlich sehr überzeugte, war dies anhand von OBLIVION nun nicht überprüfbar und das Warten auf die Blu ray Disc wäre dann die nächste Etappe. Teilweise wusste ja auch das Personal am Counter mit "2k" und "4k" wenig anzufangen und schaute drein, als wenn die Frage zum ersten Mal gestellt würde.
  4. Schöne Erinnerungen aus Berlin, wo er in den 80er Jahren Gast im "Filmkunst 66" war und fleissig Autogramme austeilte. Der Kern seiner Sammlungen war fast 10 Jahre das "Wahrzeichen" der Ausstellung "Künstliche Welten" im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz. Nach Abzug derselben brach die gesamte Ausstellung zusammen und Berlin verlor sein bekanntestes und beliebtestes filmhistorisches Denkmal.
  5. Die Beiträge der Zeitzeugen ergaben ein paar weitere Details/Nachfragen: In der 2. Spielwoche der BOUNTY in 1962 taten sich noch gravierende Ausleuchtungprobleme auf. Man glaubte auf ein "Blulauge" zu schauen, da der Hotspot massiv hervortrat und die Rändern gravierend abfilelen. Nach einigen Wochen war das Problem behoben und das Bild wurde als aussergewöhnlich gut ausgeleuchtet, brillant, übergross und scharf beschrieben. Keine eine in Berlin später zu erlebende Projektion habe je wieder dieses Niveau erreicht: weder heutige 4k-Dijektionen, die Imax-Projektion, die ROYAL PALAST-Darbietungen noch die bisweilen hoch gelobten ZOO PALAST-Vorführungen. Obwohl das 70mm-Todd-A.O-Bild (2,2 : 1) kleiner als Ultra Pananvision 70 (2,5 - 2,75 : 1) ist und ohne lichtschluckenden Anamorphoten auskommt, sollen die Todd-A.O.-Projektionen im MGM Theater Kurfürstendamm nicht ganz die Güte der Ultra Panavision-Vorführungen gezeigt haben. Enttäuscht haben dort GRAND PRIX, EISSTATION ZEBRA und auch ERDEBEN, der schon recht dunkel wirkte. Herausragend dagegen zu allen zeiten die Magnettonwiedergabe (trotz oder wegen der Phillips-Verstärkerstechnik): nirgendwo sonst in Berlin seien derartig überwältigende Magnettonvorführungen geboten worden! DAS WAR DER WILDE WESTEN! in 35mm Scope und 4-Kanal-Magnetton wirkte tonlich brillanter und gewaltiger als in den technisch aufwendigeren und vom Tonformat weit überlegenenen Cinerama-Aufführungen im CAPITOL und im SPORTPALAST. Eben so die legendäre Vorführung des Films OPERATION CROSSBOW in 4-Kanal Magnetton und definitiv in 2,55 : 1-Format (für das das Bildgrössenmass zu erfahren mich sehr neugierig machen würde1) BOUNTY und BEN-HUR waren Anfang der 1970er Jahre auch als Wiederaufführung im MGM zu sehen: beide 70mm-Kopien bereits etwas bräunlich gefadet und daher auch sehr hell wirkend, waren die Aufführungen trotzdem bestechend und vom Ton her einsamer Rekord. Als sehr ärgerlich wird hingegen der Einsatz der 35mm-Theatermaschine (FP7?) beschrieben, die auch für Hauptfilme zum Einsatz kam und ob ihres "Konstruktionsfehlers" (gemeint ist die Schwäche der Einlaufröllchen an der Bildbühne) zu massiven Bildstandsschwankungen führte. Gerade auch bei Vorführungen mit der vergrösserten Scope-Variante (f = 80mm mit 19.20 m Breite) wirkten die Bilder sehr grobkörnig und unschön. Es tauchte jetzt die Frage auf, welche Bildwand vor dem Umbau für die BOUNTY installiert war? Und ob diese bereits eine beachtliche Grösse für CinemaScope-Magnetton auf 2,55 : 1 besaß? Warum wurde die Bühne schon 1956 auf eine so immenste Überbreite konzipiert? SInd die Ausleuchtungsfehler aus der Startwoche der BOUNTY unter Umständen ein Hinweis darauf, dass ähnlich dem MGM Frankfurt / Main von Anfang an zwar DP70-Maschinen installiert, aber nur für 35mm-Umrüstung installiert wurden - und dass die Nachrüstung in 1962 schleppend verlief? Fehlten in der Startwochen der BOUNTY die Leuchtfeldlinsen [eigentlich für mich undenkbar!]? Aber der einschlagende Hotspot der anfänglichen 70mm-Darbietung von BOUNTY ist nun mal verbigt....
  6. Den vorigen Beitrag (Dublette mit Schreibfehlern) ggf. bitte löschen, danke! Die MERCEDES PALÄSTE, CORSO/LICHTBURG oder TITANIA PALAST schlossen dann doch Mitte der 60er Jahre - zu Zeiten der von @AlbertK obenstehend bereits erläuterten "ökonomischen Kinokrise". Aber auch schon kurz nach dem Mauerbau. *** Frau Hänsel konnte keine Korrekturfassungen mehr erstellen, da das Gros der Arbeit ihrer Forschungsgruppe datentechnisch nicht erfasst werden konnte, wie sie am Telefon mal bedauerte. Jedoch ist der bibliographische Apparat sehr gelungen. *** Im Sammelbecken schauburg. de (welche Schauburg?) ist übrigens ein als MGM-Theater Kurfürstendamm debattiertes Kino mit einer Fotografie vermtulich aus der Frankfurter Schäfergasse verwechselt worden. Ursprünglich glaubte ich, preston sturges könnte sich evt. an seine Zeit in der Main-Metropole besser erinnern? *** Zu "CInemaScope" im "MGM Theater Kurfürstendamm" kommen dieser Tage noch zwei kleinere, recht interessante Beiträge von Kopierwerksleuten, welche gern an die vorigen Beiträge anzuknüpfen versuchen...
  7. Die MERCEDES PALÄSTE, CORSO/LICHTBURG oder TITANIA PALAST schlossen dann doch Mitte der 60er Jahre - zu Zeiten der von Albert ökonomisch erklärten "Kinokrise". Aber auch schon kuz#z nach derm Mauerbau. *** Frau Hänsel konnte keine Korrekturfassungen mehr erstellen, da das Gros der Arbeit ihrer Forschungsgruppe datentechnisch nicht erfasst werden konnte, wie sie am Telefon mal bedauerte. Jedoch ist der bibliographische Apparat sehr gelungen. *** Im Sammelbecken schauburg. de (weche Schauburg?) ist übrigens ein als MGM-Theater Kurfürstendamm debattiertes Kino mit einer Fotografie aus der Franfurter Schärfergasse verwechselt worden. Ursprünglich glaubte ich, preston sturges könnte sich evt. an seine Zeit in der Main-Metropole besser erinnern?
  8. Konnte man sich als Mitarbeiter auch mit dem Haus "identifizieren"? In späteren Jahren änderte sich ja die Branche sehr... Filme: Welche Flops - welche Hits?
  9. Schon vor 6 Wochen durchgelesen und eine schöne Forsetzung des Manuals. Autor T.S. ist in den Museums-, Kinematheken- und Festivalkreisen so wie bei der FIAF sehr bekannt. In Berlin 1996 kennengelernt (später holte er das Mle Senventy-Lampenhaus aus ROYAL Kino 1 nach der Umrüstung auf Kinoton für die Sammlung des Filmhus Oslo). Dort tätig, trafen sich auch alle zu den dortigen 70mm-Festivals. Auch für die Cineteca Ritrovata engagiert und für die IFB in 2009. SDDS-Installationen in Europa hat er eben so betreut. Er stellt so weit alle marktgängigen DCI-Beamer-Hersteller anhand von Abb. und Spezifikationen unparteiisch vor. Das mir liebste Kapitel: Chapter 4: "Te DCP File Format", S. 31-49 mit Darstellung der Wavelet-basierten Kompression. Ohne diese, sicherlich hocheffiziente und intelligente Kompression sind übrigens noch natürlichere Farben nach dem Scan von filmischen Negativen erzielbar: was eine Fortführung in den Bereich der Studio-Technik vor Ausgabe auf DCPs etc. reizvoll werden lässt.
  10. Ja, darüber könnte ruhig einmal offen und kritisch diskutiert werden. Auch über Gründe, die zum Bau von "Royal Palast" und "City" im Europacenter führten. Letzlich auch über die Gründe der Änderungen im "Capitol" am Lehniner Platz und die Gründe des Nicht-Überlebens aller hier benannten Kult-Filmstätten. Wollte das Publikum nicht mehr? Wollten die Grundstückseigentümer nicht mehr? Wollten die Verleiher nicht mehr?
  11. The famous and excellent program cinema in Denmark shows also it's manager as experienced film expert: a pair of DP70 in conjunction with the best platter system in market; the ST20-E, is very professional. Mr. Nielson is cinematographer, and so we can follow and admire his carefully handlings with film and all mechanical items... Congratulation for that a engaged cinema in the boring year 2013 with only few "true" panorama events!
  12. Teil der dort installierten PERSPECTA-Anlage?
  13. Die Tontechnik und die Saalregler hatte dann noch mein früherer Mentor ausgebaut, konkret den 4-Kanal-Magnettonvorverstärker und die MGM-Embleme. Auf die Mitnahahme der Endstufen wurde anscheinend verzichtet (warscheinlich unbefriedigende Übertragergüten, wie schon @stefan2 monierte?) Auch soll die Technik zum Zeitpunkt des Ausbaus eher desolat gewesen sein: typisch für OLYMPIC-OHG? War Heinz Riech schon Hausherr? Den 4-Kanal-Magnetton-VV mit Netzteil (1 Höheneinheit tiefer auf dem Foto) verdrahtete mir um 1985 damals Max Cich., Macher des 1. Berlner Kinomuseum e.V. aus Kreuzberg für meine zweite Heimkinoanlage: der Verstärker kam danach auch zum Einsatz während unserer 70mm-Vorführungen von UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART und SIE KANNTEN KEIN GESETZ im damaligen "Sputnik"-Kino in der Reinickendorfer Str. 113 in 1988 oder 1989. Letztmalig: danach wurde er zusammen mit den beiden Magnetton-Saaleglern an die heutige Deutsche Kinemathek als Spende weitergereicht. Die Schilder wanderten weiter in die Keller-Projektions-Anlage der Urania (in Betrieb von 1996 bis 2000): auch davon ein Foto. 2 der 3 Schilder haben wir im KMB e.V. behalten (das dritte Schild nebst einem hinsichtlich etlicher seiner Teile in seiner Herkunft unklaren DP70-Projektor ging an den Theaterleiter von Cineplex-Frankfurt, der sie mit nach Karlsruhe in sein neues Kinos nahm und wieder aufbaute). Unser DIN-Ingenieur befasst sich seit kurzen mit der Restaurierung eines DP70. Die Bestuhlung wurde von der Yorck-Kino-GmbH überwiegend in ihr Kino "Sylvia" in der Hauptstrasse in Berlin-Schöneberg wieder eingebaut : das Kino wurde später von der in "Odeon" Umbenannt. Gibt es weitere Anekdoten zur "Odyssee des Inventars"?
  14. Es könnten diese Screen-Shots gewesen sein: http://www.blu-ray.c...-Blu-ray/66015/ Deutlich gelber wäre in Ordnung (die neue 70mm-Kopie ist zu blau-grün, wie der Film nie gewesen war). Aber derart verkreuzte "Pückler"-Farben und Detailverluste in den Schürzen und Tüchern sind schon ärgerlich. Ein fast "komplettes" Desaster.
  15. cinerama

    Intermission

    Die Pause bei FALL OF THE ROMAN EMPIRE setzt in allen Fassungen von Commudus`(Christopher Plummern) Kniefall im Tempel des Jupiter ein. Allerdings wurde der Beginn des zweiten Teils in vielen Fassungen um etwa anderthalb Minuten gekürzt (Einzug ins Parlament).
  16. @lorbern40 sei Dank auch für die Spezifikationen. Gerne können wir auch über die Bauakten noch sprechen, sofern dies nicht zu "abstrakt" abgleitet. Ein interessanter Aspekt war die Bühnenbreite (36 Meter?), die Breite (brutto) der Bildwand im Verhältnis zur Höhe von 10 Metern und Detailfragen zur DP70, die zur Zeit der BOUNTY-Premiere Klagen zur Ausleuchtung auf sich zog. Eine Rolle verzeichnete minimale Perforanschläge, und ein US-Team kam eingeflogen, um mit Vergrösserungsgläsern an den Zahnrollen zu forschen. In der Zeit kurz vor (oder noch während?) Deines Engagements waren im MGM die DP70-Projektoren des im Mai/Juni eröffnenden ROYAL PALAST-Kinos zur Probe installiert worden. Man könnte dies wömglich durch einen Bildervergleich oder durch Deine Auskunft doch noch klären. Es war also nicht alles perfekt und super, aber der damalige Wartungsaufwand wohl einmalig. Was ist noch bekannt über die "Etage über dem BWR"? Es ranken sich darum Legenden. Das wirst Du scher rasch aufklären und auch etwas über die Wartungsfirmen berichten können... Was wir hier vielleicht machen könnten (wenn dies Freude bereitet?): den Thread fortsetzen auch mit Zeitungsannoncen. Einige bringe ich gerne mit ein, aber Hinweise auf ganz konkrete Zeiträume wären natürlich ein unschätzbarer Beitrag: muss dann nicht zu lange suchen. Also: dem Forum bitte treu bleiben! ;-)
  17. Hallo lorbern40, wunderbarer Beitrag - es gibt also noch mehr Überlebende aus der "Goldenen Ära"! Impressiv auch das Ventarc-Lampenhaus mit der wassergekühlten Kohle. Wenn Du beizeiten in Berlin einmal weilst, können wir gerne mal einen MGM-"Kultabend" veranstalten, bei dem auch Kinomuseum Berlin e.V. eine Bilderkollektion mitbringt, wo man die historischen Änderungen einmal erinnern könnte. Aus dem Altbestand des MGM, dass 1977 geschlossen wurde, hatte ich von einem meiner Mentoren technische Untensilien und Geräte übernommen. Ein anderer Mentor war mein erster Lehrmeister im Filmvorführen: er residierte dort im BWR um 1961 zur Zeit der BOUNTY-Premiere, als die neue (aber flache( Riesenleinwand eingebaut wurde. Ganz und gar verzweifelt sind jedoch alle, weil sich noch kein Foto der MGM-Bildwand und des Vorhanges hat auffinden lassen. "Aber Abwarten ist die Mutter der Porzellankiste"... Viele Grüsse aus Bln-Charlottenburg!
  18. Nochmal kurzer Blu ray-Abstecher: Beim MOONRAKER auch gerade das windoboxed im Binder-Vorspann entdeckt - warum ist das so gemacht? Seltsame Gradation und Farbabstimmung, Schärfe aber exzellent. THUNDERBALL leider mit Einschränkungen: offenbar von Zwischenmaterialien transferiert. Originalnegetiv ist ja leider kaputt. A VIEW TO A KILL: vorzüglich in Farben und Gradation! Das Eastman Color-Negativ 5248 von Anfang der 80er bis Ende der 90er Jahre (u.a. BRAVEHEART) war das beste, welches je fabriziert wurde: hervorragend, natürlich und feinkörnig. Kodak Vision III: leider ein deutlicher Rückschritt. NEVER SAY NEVER AGAIN: eine echte Wiederentdeckung. Seinerzeit in ganz guter Dupkopie von Arri-Contrast gesehen (im heutigen Astor Lounge-Kino in Bln, 200 Kopien gezogen), ist jetzt der Direkttransfer eine Offenbarung: ein absolutes, grandioses Meisterwerk der Bildgestaltung von Douglas Slocombe, der bilddramaturgisch gegenüber heutigen Marotten einen wahren "Lichtdom" kreierte (dabei oft 25mm-Panavision-Optiken einsetzt, Tonnenverzerrungen in kauf nimmt, aber Bild wie 3D produziert. Insbesondere in seinen in Untersicht aufgenommenen Ranfahrten an Objekte: ein Highlight auch der Spielberg-Filme!). Leider hat der Film eine furrrrrrrrchtbare Musik. Einfach Ohrstöpsel greifen und dann ungestört die Bilder geniessen! Ich empfehle wärmstens einen Vergleich für alle Filmliebhaber: NEVER SAY NEVER AGAIN einmal Seite-an-Seite mit SKY FALL von der Blu ray Disc rezipieren - das ist ein Schock, an dem man noch sehr lange zu knabbern hat! ;-)
  19. Frech, wie ich bin und mit diebischer Freude gerne alle ärgere, "beantrage" ich höflichst, die Analog- vs. Digital-Diskussion neuartig zu befeuern! Mehr als 100 000 Filme des 20. Jhds. - gibt es für sie denn digitale Rettungspakte? Die Antwort lautet: nein! Nicht finanzierbar! Geschieht dies auch mit en heutigen Digisaten? Man denkt schon mal an die "Nachkommen" und die "Nachwelt", die ja aus alten Filmen (wie Büchern) etwas "lernen" sollen. Und greift auf analoge Güter zurück.
  20. Seit wann ein verstellbarer Höhenkasch? BOUNTY auf Karlsruher Marienstrasse vor etwa 5 Jahren in letterboxed gesehen - und die gerühmte DP75-Maske kann nur ein "Schmetterling" sein (Erfordernis für curved screen-Projektion, damit keine Bildteile in den rundlaufenden Kasch rutschen). Das BIO am Kurfürstendamm projizierte noch in den 1960er Jahren viele bundesdeutsche Nachkriegsfilme mit 1.18er-Maske. Die Kadrierung durch den Kameramann/-frau und die Suchereinzeichnungen sind zwar entscheidend und zumeist auf Breitwand ab 1,66 aufwärts zielend, aber der überkorrekte Projektionst dürfte ein Liebhaber der 1.18er -Maske gewesen sein. Bei Reduktionskopien von VistaVision - Du hattest den Fall bereits erörtert - gab es auch 1.96 : 1 in der Projektion. Die Bildfenstermasken des alten Bauer U2-Projektors des ZOO PALAST (den wir gerne mal exponieren würden) besassen 1,96er Masken - vermutlich von Arnold Ladwig oder seinem Vorgänge Schläger ausgefeilt. Auch DELPHI FILMPALAST AM ZOO zeigte 1983 "DIe Zehn Gebote" in der WA-CRI-Kopie mit 1:2-Maskierung, wie mir Vorführer Klinger bestätigte (was ich aus der Parkettperspektive in etwa bestätigen konnte). Warscheinlich eine Jonigkeit-Anweisung mit Bezug auf die amerikanischen Empfehlungen. Generell aber wies Max Knapp, der stets Kontrollgänge in seinen Weddinger Kinos unternahm, die Vorführer in den 50er/60er Jahren an, generell in 1,85 : 1 zu projizieren. Er legte wohl mehr Wert auf den Effekt als auf die Bildkomposition, aber ihm war auch der 4-Kanal Magnetton letzlich ein entscheidenderer Aspekt der Kindarbietung, zumal er ihn selbst aussteuerte, sofern er durch die Häuser zog. "M" ist ja auf 35mm neuerlich in 1,18 kopiert. Und so auch auf "arte" ausgestrahlt worden. Ein "luftigerer" Kopf- und Fussraum sieht ja generell "besser" aus. Ob es noch Unterlagen zu Fritz Langs Vorführwünschen gibt?
  21. Falscher Titel, aber konsistenter Thread - daher eine Ergänzung: HELLO DOLLY als neuestes Geschöpf der Blau-Laser-Gemeind ist doch wohl ein Hohn auf Eastman Color? Gerade herausgekommen, sehnt man sich fast nach einer rotstichigen Altkopie. Extrem steiler Kontast und daher matte Rottöne, verfälschte, d.h. rostige Hauttöne, giftgrüner Kunstrasen und absaufende Details in helleren Partien machen diese Neuedition zur Makulatur. War die DVD vor einigen Jahren in sich völlig stimmig und akkurat, aber auch die neu gezogene Belston-70mm-Kopie annehmbar, wenngleich zu blaugrün (die Originalkopien neigten zur Betonung des Gelb), ist nun die Blu ray ein Schandmal der Endabstimmung geworden. Kurioserweise kursieren aber völlig einwandfreie Captures des Films im Internet - wie das? Allein eine exzellente Schärfe und hervoragender Ton lenken von dem Maleur ab. Kurzum: sieht aus wie Orwocolor auf zu steilem Gamma kopiert. Da das Negativ intakt ist, wie die 70mm-Neukopierung beweist, ist das Blauscheiben-Ergebnis von A bis Z erschütternd. [Gelungen bei Zufallssichtungen und zu empfehlen: DADDY LONGLEGS, NEVER SAY NEVER AGAIN]
  22. Bei der Kapazität schon recht enger Finanzieurngsrahmen... Soweit erkennbar, aber eine Neueröffnung? Auch gut. Allerdings könnte man sich vom Wohnzimmer-Design abheben, finde ich. Ich vermute, dass dieses Design der niedrigen Deckenhöhe geschuldet ist, um eine intensivere Atmosphäre zu verdichten, die jene Höhenbegrenzung ausgleicht. Die Bildwand ist nicht gerade riesig - also leider keine "Vierte-Wand-ist-die Leinwand"-Doktrin wie einst bei Flebbe.
  23. Direkmitteilung vom Zeughaus erhalten (den Film habe ich leider nie gesehen): Einstellen einer gewerbl. PM: ++++++++ Pressemitteilung Der fliegende Holländer in einer originalen 4-Kanal-Magnetton-Kopie Am 4. und 8. Mai im Zeughauskino So kraftvoll klingend haben sie die Tonanlage unseres Kinos noch nicht erlebt, und dann auch noch mit Wagner-Musik! In der Reihe Wagner-Kino wird der DEFA-Film Der fliegende Holländer (DDR 1964, R: Joachim Herz) in einer originalen 4-Kanal-Magnetton-Kopie aus den 1960er Jahren gezeigt. Der spätere Chefregisseur der Semperoper Joachim Herz unternimmt 1964 mit Der fliegende Holländer den Versuch, die Inszenierung einer Wagner-Oper nicht einfach abzufilmen, sondern sie mit filmischen Mitteln zu erzählen. Ein essentielles technisches Hilfsmittel, das die kraftvolle Einspielung des Gewandhausorchesters Leipzig und des Chors der Leipziger Oper zu einer überwältigenden Geltung bringt, ist die Arbeit mit 4-Kanal-Magnetton. Der vierkanalige Magnetton ist nach heutigem Standard ein 3.1 Surround-Verfahren, das aus drei Leinwandkanälen (links, Mitte, rechts) und einem Effektkanal besteht. Die Magnetbandbeschichtung wurde neben der Filmperforierung aufgeklebt bzw. aufgedampft. Vier Tonköpfe nahmen das Signal für jeden Kanal einzeln ab. Durch die hohe Durchlaufgeschwindigkeit hatte der Ton – trotz der schmalen Spuren – nahezu Studioqualität. Die vierte Tonspur, die Effektspur enthält besondere Toneffekte, die über die im Raum verteilten Lautsprecher wiedergegeben werden. Das 4-Kanal-Magnetton-Verfahren existierte bis in die späten 1970er Jahre und wurde durch die ersten Dolby-Verfahren abgelöst. Umso seltener sind Kopien und Vorführungen der entsprechenden Filme: im Zeughauskino ist Der fliegende Holländer die erste 4-Kanal-Magnetton-Vorführung seit 1994. Weitere Informationen zum Film und zum weiteren Programm von Wagner-Kino finden Sie auf den folgenden Seiten: http://www.dhm.de/ki...no.html#wagner8 http://wagner-kino.de/Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne Bildmaterial zur Verfügung. *** Progress-Information: http://www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=164&back=true
  24. BITTERER REIS war Mitte der 80er Jahre eine Wiederentdeckung eines Berliner Kleinverleihers und passionierten Filmsammlers - der den Film in neu gezogenen Kopien herausbrachte. Wir zeigten ihn oft in den damaligen Off-Kinos. Inhaltlich schwankt das Werk zwischen Neoralismus, aber auch bereits ansatzweise spekulativen oder voyeuristischen (sexistischen) Anklängen. Ob dieser Eindruck heute noch aufrechtzuerhalten ist, wäre also auf den Prüfstand zu stellen. Danke für den Programmhinweis! *** Am Montag laufen zudem im ZEUGHAUS KINO in Berlin restaurierte Frühfilme der Gebrüder Skladanowsky, die Jean-Paul Goergen und Egbert Koppe kompetent einführen. Am selben Ort eine 4-Kanal-Magnettonkopie von DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (DDR 1964, A.R. 1.66 : 1, schwarzweiss) noch in diesem Monat..
  25. Meines Erachtens wurde durch "Verkaufsthreads", die sich unter digitaler Projektion oder Nostalgie tarnen, jeder Ansatz von Analyse und Kritik, über die erst Werbung und Wirklichkeit in ein Verhältnis gesetzt werdeh können, mit Spott und Häme überzogen. Diese Marketing-Gurus hätten am liebsten auch gleich noch eine Moderatorenrolle und mehr inne. Irgendwann beginnt aber Schönfärberei zu langweilen. Dann verlassen die Werbenden die irritierte Community und suchen sich geschlossene Chatrooms, z.B. in dem als "Fratzenbuch" verschrieenen Selbstbeweihräucherungsplattformen. Mit den üblichen "likes", "nehme teil" und anderen eigentlich lachhaften Scheinbekundungen. Bleiben wird auf jeden Fall das Filmvorführerforum. Eine Reflexionsschleife für Teilnehmer, die sich nicht verstellen müssen und Standpunkte darzulegen wissen. Es bleiben meiner Ansicht auch die wirklich an filmischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung Interessierten, und die meisten sind noch immer an Bord, vom Nachwuchs ganz zu schweigen. ;-)
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