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Auch aus meiner Sicht ist das zu beklagen. (Mich traf es zwar nie oder nur selten, aber doch andere, die ohne etwas Verfängliches verbrochen zu haben, plötzlich als dumm, minderbemittelt oder als Troll bewertet wurden. Und sobald ein solcher Vorwurf von mehr als einer Person gegen den ungeliebten Diskutanten geführt wurde, sperrte man entweder ihn oder den Thread.)
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"Star Trek Into Darkness" (2013) - echtes 3D oder nicht?
cinerama antwortete auf Und tschüüüüsssss!'s Thema in Allgemeines Board
Es staunt also auch bei ihm der Kehrtwende zum Filmdreh. Scheint von Nolan gelernt zu haben.... -
Ja, von vorzüglicher Qualität: dank eines der besten Projektionisten/Kinofachleute.. Von daher sollte man durchaus hoffen: das "Cinema Paris" ist unsterblich! Eine Aufgabe können sich m.E. Bezirk und Kultursenat nicht leisten, da gerade die bürgerliche Klientel in diesem Kino einen festen Anlaufpunkt hat - seit Jahrzehnten.
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Stefan2 - damit das so nicht unkommentiert bleibt, könntest Du hier gelegentlich weiter ins Detail gehen? (Auf meiner Seite doch Irritationen nach der Aussage zumal einige Kinobetriebe einen Programmkinopreis vom BKM erhielten, jedoch nicht zu den Kriterienkinos, sondern m.E. zu den Marktkinos gehören. Woraus ich entnehme: Kultur muss wirtschaftlich sein und wird aus staatsrepräsentativen Gründen am liebsten an "Leuchtturm-Standorten" gefördert - obwohl die Peripherie evtl. relevanter, brisanter und volksnaher agieren könnte.)
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o.k, das ist zutreffend. Andererseits: einige Kinostätten werden konträr zu ihren Ursprungs-Mythen und Gründungszusammenhängen umgewidmet zum Kulturbetrieb. Im Connex Deiner Vereinsziele z.B. spielen diese Momente bereits eine elementare Rolle - bei einer ausnahmsweise auch historisch bedeutsamen Kinostätte ein guter Anfang, diese Idee der kommunalen Kinos weiterzutreiben. Auch hülfe es, bei Umwidmungen zu kommunalen Kinos Willkür und WIldwuchs (technisch wie geschäftlich) einzudämmen. Als einzigen Wermutstropfen bliebe anzumerken, dass leider zu selten die baulich, technisch und architektonisch herausragendsten Kinostätten einen Status als kommunales Kino erhielten oder Förderungen erlangten (die sich meist auf das "Programm", manchmal technische Innovationen, aber m.W. nicht auf architektonische Bedeutung einschwenkten). Förderung und Zuschüsse für Stätten mit Programmen jenseits der Blockbuster-Mentalität ist einsichtig - allerdings sind die Avantgarde, Quer- oder Repertoire-Programme zumeist nur in Stätten weit unter dem Immobilienwert der Flaggschifftheater durchsetzbar gewesen, weshalb diese Stätten keinen Leuchtturmcharakter erwerben können. Und so liefen interessante programmatisch Ausgrabungen zumeist in technisch und architektonisch bescheidenen Stätten, während das monotone Schielen auf das Auszehren des Blockbusters bis in die letzte Prolongationswoche stets in den stattlicheren Kinosälen stattfand und diese in den Augen der Filmkritiker und Politiker zu "Kommerztempeln" abstempelte, die keiner Förderungen bedürften. Auf diese Weise sind radikale Verjüngungen und Innovationen in stattlicheren Kinotempeln - sobald sie erst einmal in eine Krise geraten waren - kaum noch realisierbar gewesen: wirtschaftlich in Verruf geraten, versagten laut FFG plötzlich die Referenzförderung. Und programmatisch in Verruf geraten, war auch kein Programmpreis ex post abrufbar, um den Krisenpunkt zu überwinden und einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Und ohne das Dreisäulenmodel, VPF-Hub und andere Maßnahmen hätte die Etablierung der DCI-Verwertung vermutlich bis zu 30% der Kinos die Existenz gefordert. An diesem Punkt zieht allerdings Stefans Beobachtung, dass sehr viele Filmtheater unwirtschaftlich sind, indirekt subventioniert werden, dennoch aber Vorteile der im vollem Unternehmerrisiko stehenden Marktkinos mit in Anspruch nehmen. Zwar empört mich persönlich dies nicht - aber der Widerspruch ist schon evident und dürfte zu Auseinandersetzungen führen.
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Aus der Sicht des Konversators und Traditionalisten könnte man dem Schwarzwald-Family-Betrieb nostalgisch sogar alles Gute wünschen - ich auch und gerne. Mit diesem Beispiel aber - und hierin erkenne ich die Ursachen der rigorosen Kritik von @stefan2 - betreiben wir jedoch auch eine ziemliche Verschleierung der Widersprüche in einer Marktwirtschaft: wir benennen und kritsieren sie nicht mehr, sondern deckeln sie zu: so fungiert dieses Beispiel zweifellos. Staat und Steuerzahler und auch Multiplexbetriebe (durch FFA-Pflichtabgabe) retten zunehmend Kultur, die in früheren Zeit auch "wirtschaftlich" noch funktionierte: weil Kino als Leitmedium den ersten Platz innehatte. Einige der Schwarzwaldbetreiber (hier für einen Typus stehend) interessierten sich weder für Kunst, fortschrittliche oder zumindest gepflegt Technik noch für Avantgarde, sondern saugten die Immobilie nur aus, kauften sich einen Mercedes und investierten keinen Cent in ihre Bude. Plötzlich geraten sie in den Genuss von Kriterienförderung - und hier setzt Stefans Ablehnung einer solchen Sonderkonjunkturmassnahme ein - nicht zu unrecht. Durch die Digitalisierung ergeben sich neue Marktforderungen, die der tradierten Theaterwelt eine Umstrukturierung abverlangen. Mit Aufnahme neuer Medieninhalte, die oft auch schon on demand abrufbar sind, ändern sich die "Alleinstellungsmerkmale" der Kinos im tradierten Sinne trotz Subvention unaufhaltsam. Die letzte verbliebene avantgardistische oder auch kommerzielle Kulturstätte zeigt dann immer öfter Überschneidungen mit on demand oder anderen televisionären Angeboten, Übertragungen und Downloads, die leider auch auf nicht theaterbezogenen Plattformen aufrufbar sind. Bereits an diesem Widerspruch kollidierend, äusserten vor Jahren schon Kulturbeauftragte in Ländern und Städten lapidar (Fft Main. Mecklenburg-Vorpomern u.a.): der Verlust eines bestimmten Kinos sei verkraftbar, da durch eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Sendeanstalten, aber auch dem DVD-Angebot in Videotheken und Bibliotheken, der "Bedarf" trotzdem gedeckt werden könne. Natürlich ist das "Kulturbanausentum". Aber wir erkennen sozusagen "suborbital", dass Marktkräfte gegen eine Kinoauswertung oder deren Unterhöhlung arbeiten, um sich immer grössere Stücke vom Kuchen der Filmproduktion für andere Verwertungswege abzuschneiden. Schon vor 15 Jahren gab es einen Bedeutungswandel in der theaterbasierten Auswertung: und der eigentliche Paradigmenswechsel wurde vielleicht nicht durch digitale Kinoprojektoren, sondern durch die digitale DVD eingeleitet. Angenommen, das "Schwarzwaldkino" wäre prototypisch sogar eine "Kommerzbude", wenn ich frei von der Leber zwei o.g Beispiele einmal auf einen gemeinsamen Nenner hin (als Abstraktion) "zusammendenke", so steht es als Kriterienkino noch immer im Vorteil zur avancierten Programmkino-Klitsche (die äusserlich besehen heruntergerockt ist). Hier fördert der Staat aber nicht die textuellen Film-Inhalte, sondern als Vergeber von Krediten und Zuschüssen für Wirtschaftsförderung etablierte, "repräsentative" Lichtspielbetriebe, die als Standortfaktor einen weissen Fleck hinterliessen, wenn sie verschwänden. "Weg mit der Förderung" als Motto würde ich unter folgenden Bedingungen bei Stefan als keinesfalls merkantilistisch herauslesen, sondern anders deuten. Und auch in einer nochmaligen Thesenumkehrung neu interpretieren: 1. Gäbe es keine DCI-Einstiegshürden, sondern die Format- und Barrierefreiheit und 2. sänken dadurch die Beamer-/Server-Stückkosten, und 3. wäre durch barrierefreies Programm ein vitaler Spielbetrieb möglich, der seinen Mitarbeitern einen Lebensunterhalt sichert (dies ses ich als Stefans berechtigte Hauptkritik an der verschleierndern Subventionspolitik), dann bedürfte es der Förderung nicht. Aber einer anderen Marktordnung bedürfte es, die auf verzerrende Staatsverschuldung und Bürgschaften (ähnlich den Wiederaufräumarbeiten in der japanischen Atomindustrie oder dem Berliner Bankenskandal) nicht angewiesen wäre. Gerne würde ich hierzu noch einmal eine Präzisierung von Stefan hören, zumal ich einiges doch stark verkürzte. Vielen Dank und weiterhin spannende Diskussionen hier...
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Sehr interessant und sich objektiv anhörend. Von den Filmiteln her abwechslungsreich durchmischt. Die tschechischen Titel sind wohl superrar, während es von JEDI ("Blau in den Schatten" wundert mich, weil ich nur Kopien auf LPP kannte) noch andere Kopien gibt. Wünschenswert wären noch mehr Titel, die vom Large Format-Negativ direkt kopiert wären. Die DOLLY dürfte optiches Highlight gewesen sein? Enttäuschend seinerzeit die optische Leistung der Projektion: auch Th. Ha. kritisierte sie bei seinem seinerzeitigen Besuch ("issues of lenses"). Meine Frage oder Bitte wegen einer evtl. Suche oder Gebtrauchtankauf anderer Optiken kommentierte J. Kl. leider mit "have you the money?". Vielleicht klappts ja 2014!
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Preston Sturges, was hast Du Rick McCallum entlocken können, da Du am 13.4. vermutlich teilnahmst, dem Wortlaut Deiner Motivationsansprache folgend? Meine Frage an die Experten: reanimiert McCallum den 70mm-Film? Nun fand ich staunend folgendes Interview: "And once it'll get down to film, there'll be an amazing loss of resolution". "Jedes Pixel, dass der Zuschauer sieht, wollen wir kontrollieren." Und hier ein Kommentar von Bobby Handerson auf film-tech.com: Rick McCallum's comments make him sound just like some of the dishonest sales droids I have encountered in various electronics stores. Some sales guys like flat out lie about product specifications and other items just to make a sale. And I have to wonder if Lucas Digital is getting some kind of a payment from companies like Texas Instruments to lie about the strengths and limits of film and video. They're obviously pushing the DLP thing. If those guys really cared about having the very best image quality and presentation available, they would have filmed these Star Wars prequels on 65mm film and distributed a bunch of 70mm prints. I think the larger issue is the making money thing and tie-ins to consumer electronics, which is what the whole "digital projection" thing is realy about. It is just a slick way to sell more TVs. The sad thing is DLP is just not the best way to do it. http://www.film-tech...f1/t006775.html
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Von 35mm zu digital 4K in 3:44 min...
cinerama antwortete auf Sony Digital Cinema's Thema in Digitale Projektion
Eben - die Verhältnismässigkeit stimmt absolut nicht mehr. Unbenommen dessen, dass ich von den Möglichkeiten eines R 515 schon beeindruckt war, verläuft die gesamte 4k-Strategie nicht konzis - und verläuft sich möglicherweise. Ein Nebenschauplatz in der 4k Debatte - etwa auf Home Cinema Ebene - zeigt zwar Vorzüge auch des Heimbeamers VPL 1000 ES (falls er so heisst - ist aus dem Kopf zitiert), gepriesen werden dann jedoch in der "Audiovision" feinste (und kleinste!) Steward-Rollo-Bildwände als Analogon zur mächtig aufgemotzten Pixelschleuder. Es fehlen immer mehr die Grossbildwände weltweit (erst recht nach dem Abdanken der Roadshow-Kinos und später der Imax-Kinos). Die DCI-Formatstandards von nur 1.9 : 1 haben eine Renaissance derselben auch nicht gerade beflügeln können. Im Heimkinomarkt scheinen die Beamer sogar auf dem Rückzug zu sein: angeblich sollen Marantz und Yamaha die Produktion zurückgefahren oder eingestellt haben. Im Kommen sind die übergrossen Flachbildschirme fürs Heim. Und vermutlich auch die Riesendisplays für den Kinoeinsatz: aufgepasst! -
Von 35mm zu digital 4K in 3:44 min...
cinerama antwortete auf Sony Digital Cinema's Thema in Digitale Projektion
Sehr zutreffend. Und zeigt auch - bei allem Modernisierungswahn auf der Kinoseite [die der Modernisierungsresistenz der 70er folgte] - eine mittelalterliche Naivität auf seiten der Betreiber: einerseits die Hoffnung, alte Feudalstrukturen ins Medienzeitalter hinüberretten zu können, andererseits Unmündigkeit gegenüber dem Abspieldiktat der in California ansässigen "Film"-Firmen. Und da man denen schon nicht mehr traut, läuft seit Längerem die Siche nach "alternativem Content" (mit der Frage, ob dieser einen Eintritt oder eine Grossprojektion überhaupt rechtfertigt). Mit einer nicht selten schon seit 80 Jahren laufenden Bauer-35mm-Maschine (betriebsintern leicht in Gang zu halten) konnte man sich zumindest vom amerikanischen Markt und anderen Konzernen abkoppeln, so man dies wollte. -
Traurige Nachricht. Ebert konnte man fast immer zustimmen. Gleichwohl "wertkonservativ" eingestellt, war auf seine Einschätzungen Verlass.
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Selbstkorrektur: es wurden im Zuge neuerer Digital-Transfers wohl nicht alle Titel der Serie einheitlich bearbeitet. Staunte man noch über GOLDFINGER und fiel einem bei FROM RUSSIA WITH LOVE "die Kinnlade runter", macht sich in anbetracht der Digi-Transfers von YOU ONLY LIVE TWICE und ON HER MAJESTY`S SCRET SERVICE herbe Enttäuschung breit: farblich ausgemergelt und mit einme durchgängigem Mangel in der Sättigung der Cyan-Schicht gezeichnet, müssen evtl. Negativ-Fadings befürchtet werden. Bei der Produktionssteigerung, die bei Technicolor London in der Entwicklung von Eastman-Color-Negative Mitte der 1960er Jahre einsetzte, muss vermutet werden, dass die Beschleunigung des Durchlaufs in den ECN-I-Entwicklern bei gleichzeitig erhöhten Temperaturen jedoch zur Verschleppung von Bleichbad-Substanzen ins Fixierbad usw. führte: dementsprechend anfälliger sind Negative gegen Verschmutzung und in der Langzeitagerung beim Schwund von Farbschichten. Wer einen Riesenaufwand nun betreibt, um massenhaft Technicolor- u.a. vorzeigbare Kopien zusammenzutreiben und stimmig zu kompilieren, könnte - aus der puristischen Warte - vielleicht Ansätze des Original-Looks der Filme bewahren. Auf digitalem Wege zeigte sich nun, dass dies bei nicht allen Titeln durchführbar war. Bzgl. THUNDERBALL erzählte mir ein Produktionsfachmann der Zeit, das Originalnegativ sei bereits in den 1960er Jahren "zerstört" worden: 5 Blow-up-Kopien seien für den amerikanischen Markt für eine 70mm-Version hergestellt worden, und beim Kopiervorgang sei ein schwerwiegender Schaden fabriziert worden.
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Das freut den Werner-Experten und North-Anhänger Ma.Ha. ganz gewiss, mit dem wir in Berlin die Gedenkveranstaltung durchführten: im Astor auch der bis dato beste conventional magnetic-Klang der gerade angelaufenen Reihe: http://www.spirit-fa...tor-matinee.pdf http://www.in70mm.co...ounge/index.htm Die Blow-up-Technik war zuderzeit wohl auf dem Höhepunkt angelangt:und noch 30 Jahre später fiel erfahrenen Filmvorführern die Kinnlade runter, als ich ihnen den Film mal zeigte. Die Rolle für Werner wie massgeschneidert, was mir für NAPOLÉON vorzustellen schwierig fällt. Der Film war progressiv - die Gegenwart in den USA konservativ und halb-faschistoid. Ähnlich 2001: ODYSSEE IM WELTRAUM so wie ZABRISKIE POINT. Fime, mit denen eine Major Company seinerzeit Wagnisse einging. Warum IN DEN SCHUHEN DES FISCHERS derart floppte, bleibt mir ein Rätsel. Leider merkt man dem Schluss des Films die überstürzten Drehpläne an, da das Ende etwas abrupt daherkommt.
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Für ein Kino hatte ich erst heute früh [heute Nacht] Scope-Masken ausgefeilt, wobei die Unterscheidung zwischen 2.39 und 2.35 : 1 nicht der bestimmende und bildrelevante Faktor war. Es geht in der Diskussion, wie ich sie verstand, um den Gegensatz zwischen Cinema-Scope und 16 : 9. Anscheinend sind hier keine Kompromisse möglich, um einer "Vereinheitlichung" der Formatfrage ernsthaft Auftrieb zu geben. Also ist 16 9 vermutlich falsche Weg, oder? Was dank dieser Diskussion vielleicht etwas klarer geworden ist. :mrgreen:
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Sind halt die Fakten. Findest du in guten Postproduktionshäusern gerne bestätigt, wenn es dich einmal dort hin verschlägt?
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Es trifft in der Tendenz zu: 2.39 fungiert als Abkömmlung einer nativen 16:9-Filmproduktion. Die nur kurzfristig im Kino läuft (dort zwischen 2.35/9 / 2.41 : 1), aber den "Hauptmarkt" (das sind die Monitormedien) mit 1.78 : 1 bedient. "CinemaScope" bezeichnete zu seiner Zeit ein vollständiges anamorphotisches Prinzip von der Aufnahme bis zur Wiedergabe. Für abweichende und hybride Formate könnte man als Oberbegriff "Scope" verwenden, so mein Vorschlag. Es trifft eben so zu, dass ein Kompromiss zwischen westeuropäischer und US-amerikanischer Kino-Breitwand-Norm von der TV-Industrie angestrebt wurde. Eben so folgte darauf die fragwürdige Idee, ein "Globalformat" mit 16 : 9 zu kreieren, was selbst im American Cinematographer ansteckende Wirkung zeigte. Dabei stiess die CRT-Fertigung der billigeren Consumer-Fernsehr in 16 : 9 bereits an massive Schwierigkeiten, die Kathodenstrahlen gezielt so zu führen, dass keine Randunschärfen auftreten (nach zehn Fernsehern seinerzeit war erst der Panasonic Quntrix hierzu in der Lage, mich ruhen zu lassen: kostete aber auch das Fünffache). Die preston-sturges-Ergänzungen von AVATAR-Auswertungen auf dem US-Markt könnte man noch weiter treiben, als dass dieser Titel etwa 14 verschiedene Kinformate nach sich zog. Mit der SMPTE aber hat das nichts zu tun, hatten doch bereits die Windowbox-Formate bei IMAX mehr Verwirrung als Sinn angestiftet. preston sturges: "BTW: CS ist seit geraumer Zeit laut SMPTE als 1:2,39 festgelegt." So wohl als auch und ausserdem 2.41 : 1. 2.3942856 : 1 wurde erstmals ab 1972 in den USA für Bildfenstermasken der Kino standardisiert, aber für viele Kinos, gerade auch in Europa und die dortigen Kopierwerke war dies nicht maßgebend. 2.3942856 : 1 wurde neuerlich nochmals geändert auf 2.3913042 : 1 beim Wechsel der Spezifikation für die modernen Lichttonformate. Auf 2,41 schliesslich geändert zugunsten der Kaschierung von Negativblitzern bei geschnittenen 35mm-Negativen. 2.35 : aber dominierend für das Ground Glas der Arri Alexa-Kamera. Bei 35mm Panavision zum Vergleich sind es 2.3661201 : 1. Die derzeitige ANSI-Norm für 35mm-Scope-Projektion beträgt 2.39132915002852 [...] Arri spezifiert 2.3157894 : 1 als nutzbare Aperture für die 35mm-Aufnahmekamera und nur 2.3076922 : 1 für das Projektionsverhältnis. Ob man bei preston sturges in seinem Saal aber Unterschiede zwischen 2.76 : 1/2.5 : 1/2.35 : 1 oder zwischen 2.39 und 2.35 : 1 ausmachen kann, kann sicherlich nicht meine Ferndiagnose, wohl aber sein Screen Shot verraten. Wäre sehr spannend, dort eine Tagung der SMPTE abzuhalten? BEN HUR soll ja neulich im Originalformat gelaufen sein: http://www.filmvorfu...760#entry190632 Seit geraumer Zeit zeigt ja jeder, was er möchte.
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Ja, leider. Zum einen reüssiert seit 25 Jahren das Super-35-Format (sphärisch belichtet und später zur anamorphotischen Kinoversion umkopiert) und heute die HD-Digitaldrehs auf 16 : 9 (die wahlweise in 1,78, 1.85 oder 2.35 : 1 gezeigt werden können. Mit beinahe beliebig gewordene Bildkradrierung.) Siehe auch AVATAR, der 16 : 9 auf 70mm-Imax und ebenfalls un 16: 9 auf DVD und Blu ray Disc erschien, jedoch auf 35mm eine anamorphotische 2D-Kopie abgab und auf DCP (3D und 2D) 2.35 : 1 gezeigt wurde. Das Seitenverhältnis 16 : 9 kommt aus der Home Cinema-Industrie (Fernsehen wie seinerzeit PAL-Plus, später HDTV, später selbst in Kinofilm-Kameras (die bereits filmlosen Kameras sind gemeint. als Spin-Off-Produkt der HD-Fernsehkameras). Das Seitenverhältnis in 16 : 9 ist in kaum einer Weise kinotypisch und es verhält sich auch ignorant gegenüber allen Forschungsergebnissen zur menschlichen Wahrnehmung (für die Bildseitenverhältnisse von 2.55 : 1 bei einem Betrachtungswinkel von 30 Grad empfohlen werden).
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Mit E VIII-B fährt man m.E. etwas filmschonender und weicher als mit E IX: grundsätzlich haben die "Ärgermänner" ein Problem bei sehr sprödem Material (also besser Philips wählen: vielleicht auf 'ne FP30-D oder noch besser FP56 Ausschau halten - falls wirklich noch Uraltfilme gescreened werden sollen...). Technicolor-Prints laufen n.m.A. ohnehin etwas geschmeidiger durch den Zahnkranzweg als spätere Triacetat-Filme: keine übertriebene Vorsicht nötig aus meiner Sicht. Der Turmbetrieb muss nicht gefährlich sein: Ernemann Sidewinder wäre dem Spulen- und Überblendbetrieb sogar vorzuziehen. Allerdings gibt es einige gekürzte Fassungen wegen der späteren Altersfreigabe ab 12: bspw. wurde bei GOLDFINGER herausgeschnitten, dass der von S. Connery kurz vor der Titelsequenz ermordete Auftragsmörder nicht nur in eine volle Badewanne plumpst, sondern durch den Nachwurf eines eingeschalteten Heizstrahlers zuckend verreckt. Die TC-Kopien der 60er Jahre sind in den Farbtonwert-Differenzierungen schon etwas schöner als die ab den 70er Jahren nachgezogenen Mehrschichtenkopien. Die Dupschärfe der Mehrschichtenkopien in den 70er Jahren war bei den zeitgenössischen Titeln - ausgenommen THE SPY WHO LOVED ME - fast immer recht mulmig und besserte sich erst um 1985 mit OCTOPUSSY.. Insgesamt also keine archivalisch bedeutsamen Materialien, zumal Lowry Digital viele dieser Titel in 4k digtalisiert hat - und da eventuell auch vergleichbare 35mm-Kopien vor 15 Jahren in Sonderanfertigung hergestellt wurden (und zwar nicht von den Dup-, sondern von den Originalnegativen gezogen - gezeigt auf einem 007-Festival im englischen Bradford). Trotzdem sind die deutschen Uralt-UA/CIC/UIP-Kopien aus einem mich interessierenden Grund anhörenswert: bei den DVD-Editions wurde leider der deutsche Lichtton nicht vom Lichtton-Zweipo abgetastet, sondern inkompetenterweise vom Tonnegativ: mit gravierenden Modulationsverzerrungen infolge der für Abtastungen ungeeigneten Gradationskurven. Wobei die Höhen nun "entrauscht und entkirrt" (d.h. beschnitten) wurden, aber auch das Fundament der Bässe dahinschmolz. Wer die Filme gut kennt, leidet unter diesem Zusammenbruch eines noch in Mono einst sehr stimmigen und transparenten wie auch tiefen Klangbildes - ausgelöscht zugunsten einer sterilisierten, flachen und dumpf klingenden Mischung: die mit neu gemasterten englischen IT-Bändern gemixt wurde. So ist der Klangeindruck von IM GEHEIMDIENST IHRER MAJESTÄT, MAN LEBT NUR ZWEIMAL oder ganz besonders bei DIAMANTENFIEBER bei den neuesten DVDs/Blu rays und analog hierzu auch den TV-Fassungen einfach deprimierend abgesunken. Nur als Idee, wenn jemand evtl. die Töne von den Altfilmkopien mal überspielen möchte?
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EPISODE IV war 1977 auf fadendem Print-Material erschienen. EPISODE VI auf dem stabileren LPP-Material, kopiert vom 65mm-Duplikat-Negativ. Von EPIDOSE IV gab es sowohl Kopien vom Originalnegativ wie vom Duplikatnegativ. Es steht der Präsens im dt. Titel. Der Originaltitel ist "2010: ODYSSEY TWO"
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Filmkritikeransichten zur Digitalisierung
cinerama antwortete auf Sebastian's Thema in Allgemeines Board
Dies trifft grossenteils wohl den Kern. Zu ergänzen war meinerseits nur, dass unter Zugrundelegung des verabschiedeten Etats in einer professionellen Postproduktionsfirma allenfalls ein Dutzend an Filmtiteln digital restauriert werden könnten. Ein Rettung gerade auch des nachkriegsdeutschen Filmerbes (darunter auch viefach verpönter "Kommerz") ist nicht einmal als Rinnsal anzudenken: das ist unter Kollegen die entsetzte Reaktion auf die Selbstbeweihräucherung der Bundesregierung. Vor gerade mal ein paar Jahren wurde eine brandneues Filmkopierwerk im Bundesarchiv in Hoppegarten erbaut. Finden auch hier Etat-Ausstockungen statt? Der Staatsbeauftragte für Medien spricht hier ja schalkhaft von "guter alter Filmrolle", die weltweit immer weniger abspielbar sei. Die DCPs sind aber ebenfalls nicht überall abspielbar. 4k-Anlagen kenne ich aus keinem einzigen kommunalen oder musealen Kino. Wie lange halten eigentlich die vom Staatsbeauftragten finanzierten digitalen Sicherungspakete von gerade mal einem Dutzend Titeln? -
Eine aus verschiedenen Materialien zusammengefügte und restaurierte Kopie? In dem Werbefilmausschnitt s.o. springt es ein wenig hin und her. Zur Format-Historiographie: M-G-M verkaufte Mogelpackungen. Was von 2.76 : 1 auf 35mm TC tatsächlich übernommen, d.h. optisch reduziert wurde, sei anbeigefügt - für evtl. am Thema Interessierte:
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Filmkritikeransichten zur Digitalisierung
cinerama antwortete auf Sebastian's Thema in Allgemeines Board
Ist prima, wenn es mitunter auch mal weh tut. ;-) Wie sehr die Selbstverteidigungsreden der Instanzen (hier eine Ministerrede: http://www.bundesreg...n-filmerbe.html ) Neben der Einführung einer Pflichtregistrierung haben wir bereits weitere Maßnahmen zur Sicherung des klassischen Filmerbes getroffen, das Filme von Beginn der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts betrifft. Bereits in 2012 wurden für die Restaurierung und Digitalisierung unseres Filmerbes durch mein Haus fast eine halbe Million Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr sind es hierfür schon eine Million Euro zusätzlich. Diese Mittel fließen unter anderem an die DEFA-Stiftung, das Deutsche Filminstitut in Frankfurt, die Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung und die Stiftung Deutsche Kinemathek, die federführend einen Bestandskatalog erarbeitet, in dem alte Filmklassiker registriert werden. leider an der Wirklichkeit vorbeiziehen, kann jeder, der in der Postproduktion arbeitet, sofort bestätigen. Ein Schein-Aktionismus des Herrn Minister verschleiert dabei, dass ein Grossteil Filmgeschichte verloren ist und sich aus finanziellen Begrenzungen heraus nicht weiter sichern lässt. -
In der oben genannten Anordnung ist der Bildbeschnitt dieses Films so gross wie nie zuvor auf 35mm oder 70mm-Format, und der verstärkte Bildstrich wurde aufbelichtet (und beschneidet dabei die Bildhöhe neben der ohnehin schon beschnittenen Bildbreite auf den 35mm-TC-Matrizen). Dann wäre nicht die vermeintlich originale Formatwiedergabe des Films der Pluspunkt, sondern allenfalls der Film von der Inszenierung her - künstlerisch betrachtet. Anstatt nun, dass der Annoncierende kurz nachschiebt "habe mich geirrt", kommen völlig andere Botschaften zum Vorschein, etwa: der Thread würde ohne seine Beiträge verwaisen.
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Ist reiner Werbeschwindel. Verzeihung! Es fehlt dermassen viel Bild, dass einem fast schwindlig wird. Nichts für ungut, aber das sollte so nicht anderswo "abgeschrieben" werden, was sich hier jemand einfach zurechtfrisiert. ;-) *** Da es sich auch um ein Diskussionsforum handelt (nicht nur der Werbing verpflichtet), eine bescheidene Frage: finden wir eine Definition/ einKriterium für "wunderschön"? Kann man dieses Attribut ein wenig umschreiben - etwa anhand bestimmter Szenen dieses Films oder realer Clip-Scan-Abbildungen? Auch eine Camera-65-Kopie auf 70mm kann wunderschön sein. Für die ich keine Werbe-Slogans einsetzen würde, sondern die tatsächlichen Eigenschaften konkret umreissen würde: eine Breitfilmkopien ist "wunderschön" nicht mehr von der Farbe her, aber in der Bildruhe, Klarheit, Tiefe und Voluminösität des Magnettons (am Rande des Infra-Schalls) - hierin ist sie authentisch. Die heutige Fernsehausstrahlung kann ebenfalls schön sein, weil sie am ehesten Grundwerte des Eastman Color-Looks der Originalnegativs vermittelt. In Technicolor gibt esh inwiederum jene und solche Kopien - mit starken Unterscheidungen und Schaltungsfehlern (oft innerhalb einzelner Szenen), Deckungsproblemen, Fomatbeschneidungen usw. Zumeist aber mit gesättigten Farben und ohne dramatisches Color Fading. Könnte man bitte Annoncen mit Filminseraten in diesem Thread ein wenig detaillierter fassen, sofern superlative Attribute zum Einsatz kommen?
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Die Fragen waren klar an andere Teilnehmer gerichtet, da es sich bei den Statements der karlsruher Schauburg (Synonym via preston sturges, der hier in eigener Sache Firmenmarketing betreibt) auf Animositäten beruhende Posts handelt, die die Branchenzusammenhänge verschleiern oder beschönigen. An diesen Teilnehmer gewandt: bitte nicht mehr antworten! Danke.