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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Eigene Beiträge nicht noch nach 10 Min. auf Schreibfehler korrigieren zu können nervt in dieser Software immens!
  2. Wäre dies - wie befürchtet und schon lange vor dem Roll-out thematisiert wurde - demnach eine Haltung, die das tradierte Ranking noch verschärft? Und das Gegenteil der erhofften "Heilungsprozesse" durch flächendeckende Digitialisierung bewirkt, wenn das Ranking zukünftig immer enger gezogen würde? Wie hoch liegen für den Verleih die Vorkosten eines auf a. Festplatte b. online (b. ist angestrebt) basierenden DCPs? Materialkosten Festplatte, Versandkosten, Encrypting und Watermarking? Hörte von ca. EUR 300,-, bei der 35mm-Kopie ab EUR 600,-. Verschiebt sich das Ranking bei Umstieg auf Online-DCPs merklich oder kaum? Kaum deshalb, weil liebsame Kunden bevorzugt beliefert werden, um ihren Standort nicht durch weniger liebsame Kriterienkinos und Mitbewerber "aufweichen" zu lassen? Werden somit Branchen-Neueinsteigern (Kleinstkinogründungen) nicht grössere Hemmnisse in den Weg gelegt denn je zuvor? Neueinsteiger, die sich in den 70er Jahren durch 16mm-Fassungen oder Repertoire über die Runden bringen und sogar in den erlauchten Kreis der A-Kinos aufsteigen konnten. Jetzt aber auf Blu ray umsteigen müssten, wenn sie die DCI-Umrüstung aus verschiedenen Gründen (noch) nicht vollzogen haben?
  3. "Clerks" - der Lieblingsfilm meiner früheren Freundin! Natürlich kann man Deiner Argumentation sehr wohl folgen - und auch bohrend nach Lücken suchen, die den vorgeblichen Fortschritt infrage stellen. Nun stehe ich nicht auf Seiten des derzeitigen Fortschritts, der m.E. aus der Balance gelaufen ist. Ein paar Gegenthesen wären zu bemühen, wonach Blu ray und DCP für viele Gäste kaum merkliche Unterscheidungen bieten und derzeitige Medienträger sind, die alsbald wieder verschwinden könnten. Darüberhinaus nehme ich an, dass unser lieb gewonnenes Traditionsmodell (dort hehres Kino - hier schnödes Home Cinema) zerbröselt - gerade aufgrund der inhärenten Kräfte und Optionen der Digitalisierung: die m.E. nicht für theaterbasierte Kulturen erfunden wurde, sondern für deren Rivalen. Einige jüngere Super-8-Kopien erreichen ohne Problem die Güte früherer 16mm-Fassungen, einige 4k DCPs beinhalten suppige und desaturierte Bilder. Leider: trotz bisweilen auch "fachmännisch" betreuten DCP-Masterings erreichen die wenigsten Repertoire-Titel das Licht der Kinobildwand: im Verhältnis deutlich weniger als zu Zeiten (guter wie schlechter) 16mm-, 35mm- und 70mm-Repertoirekopien. Der technische Fortschritt wie auch die realen Rationalisierungs-"Chancen" haben das Bild des Repertoirespiels nicht stärken können. Für die wenigen Repertoire-Spieler wäre also die Anfertigung eines werkgerechten Medienträgers (das ist aus Sicht einer Kulturhistoriker das per definitionem vorbestimmte "Filmband") eben so möglich und durchführbar. Diejenigen, die diesen Weg gehen, finden meinen Respekt. Mit vielleicht 5% stehen sie einem Heer an Digitalisierern gegenüber, deren Argumente mir sehr vertraut sind, deren Ansatz aber für artgerechte Filmrestaurierung wenig oder nichts einbringt. Sie möchten uns einreden, wir sollten uns vom Filmband verabschieden im Glauben, Dinge realistisch einzuschätzen. Diese Diskussion führt jedoch zu keinem Ergebnis, fürchte ich, da das Problem nicht lösbar ist, sondern sich verschärfen dürfte. Erstaunlich: Angeblich 1. Mio EUR an digitalen Restaurierungskosten für einen fragwürdigen BEN-HUR und für einen schlampig lichbestimmten LAWRENCE OF ARABIA sollten bitte auch den Kosten früherer Neukopierungen gegenübergestellt werden - nebst der Anzahl der diese DCP-Filme spielenden Kinos in 2013. Bezeichnenderweise spielt ja gerade das hier im Marketing auch mit DCP und angeblich allen Möglichkeiten hier werbetechnisch aggressiv auftretende Kino aus Karlsruhe einen BEN HUR an diesem Karfreitag auf 35mm-Uraltmaterial - nach in selbigem Hause exakt vor 1 Jahr grossmundig mit 4k DCP auf dem Niveau der von den "Trimmern von Technicolor" erreichbaren einstigen 70mm-Welt-Premierenkopien annonciert wurde. Also geht es (abgesehen von den Vorlieben für technsche Details bei analogen Kopierungen oder derzeit digitalen Transfers - die wir hier minoritär pflegen - um einen gewaltigen Schaden für das Repertoire auf Basis der Kinoverwertung. EinnSchaden als Folge der Verwurstung der letzten Jahre und Jahrzehnte (darunter primär die TV-Ausstrahlungen und dem nacheilend die schlampig gemasterten VHS-Kassetten und DVDs, die es aber mithin schafften, den Kinomarkt fortan unfruchtbar zu machen. Oder als Folge zerschitzter Filmband-Kopien der Kinofilm-Verleiher auf der anderen Seite). Da aber mit dem Filmbandabspiel einst ein nicht austauschbares technolgisches Medium erschaffen war, dass (in Zeiten vor Einführung von HD) den Verwertungs-Weg ins Kino unumgänglich machte, konnten 35mm und 70mm den Bestand der Kinos und ihren Stellenwert (Langzeitauswertungen zur Amortisation teurer Filmkopien) in etwa wahren. Heute bin ich mir nicht sicher, wie die Zukunft des Kinos aussieht, in der der HD-Medienträger überall verfügbar und abrufbereit gerade die "Nicht-Exklusivität" des Kinosspiels oder auch der Filmrepertoires propagiert. Mit der erfreulichen Seite allerdings, dass insgesamt auf elektronischen Medienträger die Filmauswahl für den Konsumenten reichhaltiger geworden ist. Nur muss er dazu nicht mehr zwingend ins Kino gehen. Diesen Paradigmenwechsel haben mittlerweile die Filmkritiker erkannt, bisweilen auch überdramatisiert, aber konsequent zum Thema gemacht. Hier im Forum wie in der Kinobranche ingesamt werden jedoch die zu erwartenden Entwicklungen heruntergespielt. Und hinter der angeblich "schönen" Aura von 70mm-Filmen, 4k DCPs oder traditionellen 35mm-Nostalgie verdrängt.
  4. Kam schon öfter vor - und ich hielt von diesem "kultur-europa-chauvinistischen" Sender (Verzeihung) noch nie viel. Teilweise rückständigste Mazzen, die den DVDs selbst hinterherstanden: so hatte ich mal vor einer Redaktionsleiterin von arte - es ist mir einfach in der Wut herausgeplatz - ihr Haus als Schmuddelsender geschmäht. Apropos 35mm: es gibt eine BFI-Kopie, etwas magentastichig, in die ich mal durch Zufall ins Berliner "arsenal Kino1" hereinplatzte. (Kam aus Kino2 und wusste nicht, was in Saal 1 lief). Plötzlich stand der Heston genau mit der Bauchnabelszene "mitten im Raum". Mitten im Raum heisst, dass diese Kopie exorbitant scharf war und ich die ersten Sekunden für eine 70mm-Projetktion eines der originale Large-Format-Filme früherer Jahre hielt. Das Negativ hat also enormes Potential!
  5. Das Vollmond-Metapher wiederholt sich hier oft als karikatureskes Element, ohne dem Leser aufzuschlüsseln, worin der eigentliche Irrtum einer Aussage liegt. Ich fragte die hier schreibenden Fachleute nach Frequenzerhöhung zum Zwecke nativer 3D-Wechselbildwiedergabe mt Shutterbrille und auf ungeteiltem 4k Panel. Könnte das ein Verfahren sein, an dem SONY derzeit arbeitet? Wie lange wird das derzeitige RealD-Verfahren mit Panel-Splits/Metalbildwand und oft einem Hotspot dominierend bleiben? Vielen Dank für die Beantwortung.
  6. Finde ich nicht so prickelnd und erleuchtend, dass "Reinemachen" mit anschauen zu müssen. @Sony Digital Cinema ist m.A.n. durchaus Filmkenner, Kinofachmann und auch von Achtung um das kulturelle Erbe geprägt. Es ist nicht begründbar, warum ein aktuelles Wiedergabesystem nur aufgrund hochwertige technischer Parameter die Vielfalt der Kulturen auch in rückwärts gewandter Richtung in sich aufnimmt. Selbst bei hohem support für maximale Datenerfassung älterer Bild-/Ton-Kulturen auf Digital-Master gehört es sich einfach nicht, die bis dato prägendste Voraussetzung, das "Herz" aller filmischen Wundermaschinen der letzten 120 Jahre, mit triumphalem Überlegenheitsgefühl "plattzumachen". Wie viele epochale Meisterwerke / Kassenmagneten bitte hat das digitale Kino seit 1999 hervorgebracht, die imstande wären, die Marksteine des vorherigen Jahrhunderts (künstlerisch oder kommerziell) in den Schatten zu stellen? Bislang scheint dies nur (auf der kommerziellen Ebene) mit AVATAR gelungen zu sein. Da dieser in 3D projiziert wird und ein HOBBIT aus dem Vorjahr gar in 4k 3D gedreht ist, sollte SONY erst einmal mit dem Real-D-Prinzip brechen und native 3D 4k DCPs ohne "Split-Panel" wiedergeben. Ohne diese Voraussetzung bleibt der gesamte Anspruch an 4k oder hochwertigem 3D Makulatur. Hinzuzufügen ist jedoch, dass bei SONY Entsprechendes nunmehr in der Entwicklung ist. Solange sind auch sogenannte "Shoot-outs" (angestrengte Vergleichsvorführungen leidlich digital kontaminierter 35mm-Kopien unserer Zeit mit einem 4k-DCP bei SONY conventions) pietätslos. Vielleicht passt diese ersatzlose Beseitigung zur CinemaxX-Politik, sie ist aber eines kulturell verantwortlichen Filmtheaters unwürdig. Da von etwa 100 000 Filmen des 20 Jhds. nicht einmal 5% in 2k oder 4k digitalisiert sind, und irgendwann Filmmaterial eintrifft, das einmal ein Kurator zu spielen wünscht, muss man wirklich belämmert sein, Bildwerfer zum komplikationslosen Abspiel der benannten Titelanzahl zu "verschrotten". Das ist die primitive, beinahe "kulturfaschistische" Praxis von Fließbandfabriken und Abfütterungshallen unter den heutigen Megaplexen und anderen Multis, die geil nach Geld und Technik-Fetisch sind, aber nichts von der Seele gewachsener Filmkulturen begriffen haben. Solche Kinos kann man vergleichen mit Supermärkten, nicht aber mit Kulturstätten.
  7. Ähnlich dem Triple-Flash eine 4k-Lösung theoretisch für 3D vorstellbar? HFR für mit 24 fps produziertem 3D bei 4k? 144fps for die "Z" and "XL" Polarisation als Vorbild? Über welches Equipment verfügst Du? Lege dies doch bitte mal offen. Das erklärt sicher vieles.
  8. Der oben verlinkte Text ist nur auf russisch mutiert
  9. Wir können ja von Berlin aus für zwei Tage hinfahren - wenn sich da eine grössere Interessengruppe bildet und man mit einem kleinen Bus hintuckert? Der Samstag ab 13.30 könnte sich lohnen: tschechische Superrarität mit "Vysoká modrá zeď", tolle Effekte in "2010", viel Krawall in "Episode VI" (falls der Ton verbessert wurde), inhaltlich spannender Film mit "The Master".
  10. Es muß bei alten Filmen analog projiziert werden, weil es sich anderenfalls um keine werkgetreue Wiedergabe handelt. Sollteb Filmbandkopien von Mindestgüten abweichen, müssen sie neu hergestellt werden oder es sollte eine sorgsame Kopien- und Archivrecherche angestrengt werden. Der Begriff der "Werktreue" ist doch selbstverständlich bei Ausstellungen (Ausnahme: die digitalen Repliken einer Tutanchamun-Ausstellung in Bln), in der Filmproduktion (Setting, Kostüme, Slangs und Idiome), in der Musikklassik (Harnancourt) oder in Kinos der Filmmuseen und grossen Studios. Genügend Kopierwerke gibt es in Betrieb, die man beauftragen könnte - die Fachleute liesse sich durchaus herbeizitieren. Tut man dies nicht, dann werden sie entlassen (so wie vorige Woche 30% der Berliner Geyer-Mitarbeiter). Man will aber keine Authentizität mehr, weil diese Wertbegriff heute als scheinbar selbstverständlich, daher langweilig und allemal als "unkreativ" gilt - und der Artikel kritisiert zurecht die Unfähigkeit der Künsterischen, technischen und archivarischen Leitung der Kinemathek, mit Filmrollen-Material qualifiziert umzugehen (wo man derzeit in Schnelldurchgängen digitalisiert). Am KarWai-Film und dessen DCP zur Berlinale (das auch ich mit ansehen musste) stellt der Autor berechtigt Fragen, wie und auf welchem Wege filmische Drehanteile, die regulär besser aussehen müssten, derart verdorben sind. Insofern ist eine Anprangerung von Geschmacklosigkeit, Geiz, defizitären Fachkenntnissen und Gleichgültigkeit diesmal auf die digitale "Filmepoche" gemünzt. Zurecht, da sich doch das Ideologem der Digitale rühmte, Schluss mit dem Unrat der Vergangenheit zu machen (und mit militärischer Gnadenlosigkeit die Verdrängung betrieb). In kürzester Zeit hat die Digitale so viel neuen Unrat geschaffen hat, wie ich ihn in 40 Jahren nicht erlebte...
  11. So wie verschiedene DCPs dann ausgeliefert wurden (2k nahm ich ausschliesslich an), so auch die Ausbelichtungen auf 35mm bei etlichen Filmtiteln länderverschieden. Warscheinlich lohnte für SPIDER MAN 2 und 3 wegen der Live-Action-Drehs nur auf Super-35 nicht überall das höher auflösende Distributionsformat. - Mit was bist Du denn in Karlsruhe am Markt - mit Christie Solaria und DLP-Chip? Und - weitere Frage - mit welchem Blu ray Player kommst Du in die Puschen, hätte ich gerne einmal erfahren?
  12. SPIDER MAN 2 (2004):Teilweise 65mm-5-perf und 8-perf- so wie 35mm-8-perf Drehs der VFX-Sequenzen (u.a. Panavision Super 70, Iwerks, VistaVision) so wie ein prinzipieller anamorphotischer Dreh auf 35mm full aperture. Was im Einzelfall und erst recht in der Summe für eine 4k Postproduction eine Steilvorlage war und bei SPIDER MAN 3 (2007) schon wieder zugunsten von 2k D.I. verlassen wurde. Für die meisten Produzenten sind 4k work flows "zu teuer" und im weltweiten Maßstab ein minoritärer Ansatz. "HD 1080p" ist nunmal der mit Gewalt durchgesetzte "Goldene Standard" seit der Jahrtausendwende und auf allen Plattformen. Schadet mittel- und langfristig der Corporate Identity derjenigen Kino-Theater, dies sich im technologischen Wettlauf mit Home Cinema-Medien zu sehen glauben. Eine primitive Strategie der Companies, für die der Kinomarkt nur ein temporär relevantes "Marketing-Fenster" abgibt. Aber Vernunft oder Nachhaltigkeit setzen sich oft erst nach vielen Rückschlägen und Verwerfungen durch. Oder überhaupt nicht. [Polemische Meinungsäusserung von @cinerama]
  13. JBL 8330 hätte ich 6 Stück. Wollte sie selber einsetzen, aber einTausch mit exotischem Zeugs, das ich so suche. ist schon möglich (aber halt kompliziert und ein wenig nervig, wie alle Tauschmanöver...)
  14. Na, man könnte sinnieren drüber: - Passion für penible Arbeitsabläufe und Freude am Feintuning, wo nötig - Interesse an weiterreichenden Fragen zu kinematographischen Verfahren der Branche - Völlige Identifikation mit dem Ehrgeiz, mit ausnehmend schönen Bildern und Tönen ein Publikum zu verzaubern - Märtyereigenschaften, den "Karren aus dem Dreck" zu ziehen, wenn kein Servicetechniker greifbar ist und selbst der Betreiber/Theaterleiter Gleichgültigkeit outriert - Keine Berührungsängste bei elektro-mechanischen Reparaturen - Höchster Respekt vor dem Erhalt des Medienträgers wie der Einsatzbereitschaft der eigenen Anlage - Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit - Gutes Sehvermögen, natürliche Skepsis, Abstand zur Selbstüberschätzung - Interesse an anderen Kinobetrieben und Kollegen, schon um das Berufsethos zu hinterfragen - Ehrlichkeit und Selbsteingeständnis, Defizite der Projektion bei Begründung vor dem Publikum nicht pauschal auf den Filmverleih und seine Ware zu schieben, sondern den Balken im eigenen Auge zu bemerken Das ist schon mal `ne ganze Menge. Hätten sich alle dran gehalten, würden viele Kino noch leben und es hätten sich unnötig "verbrannte Standorte" vermeiden lassen. Leider ist die analoge kinematographische Technologie für Normalmenschen nur schwer beherrschbar und sehr pflegebedürftig. Im Zeitalter des Overscreenings war der Wechsel zur elektronischen Darbietung schon aus diesem Grunde ein brandheisses Eisen geworden.
  15. Der Verlust an Leuchtdichte könnte durch Laserbeleuchtungssysteme doch umschifft werden. Oder - nach klassischer Methode - mit Leuchtfeldlinse zumindest vermindert werden. Zudem haben moderne Bildwerfer (gerade aktuell die neue R515.Serie) ausreichende Lichtreserven. Frage: welches Projektionsgerät zur Früheit des digitalen Kinos (glaube dieses von Anfang an mitverfolgt zu haben) verfügte über native 2.35[9] : 1-Panels? M.W. erstmals der Flachbildschirm von Philips und abseits des DCI-Kinos, der halt native Letterbox-Auflösungen der Silberscheiben skaliert. Und Skalierung ist heute längst kein Schimpfwort mehr. M.W. sind die nativen Scope-Panel fürs Home Cinema noch in der Entwicklung, folgend den Berichten der Zetischrift "Audiovision". Uns trennen Welten. Einfach mal zur Kenntnis nehmen bitte, dass der überwiegende Teil an europäischen Bildwänden in Scope-Seitenverhältnis raumgreifend existiert. Und ein mehrheitlicher Anteil an Neustarts der Mainstream-Filme 2.39 : 1-Format aufweist. Am 16 : 9-Format und geringen Modifikationen zu kleben, ist doch nur eine Kapitulation vor der Fernsehindustrie - aus der der Roll-out schliesslich geboren wurde. Warum wirtschaftlich nicht herstellbar? Red Cinema arbeitete doch ebenfalls an einem Panorama-Chip für seine HD-Kameras. Offenbar ist man dort kreativer veranlagt. Scope-Projektion seit 60 Jahren (filmbasiert) fusste aber auf auf fast einer Verdopplung der potentiellen Wiedergabeschärfe und nicht einer Verminderung wie im DCI-Kino. Die Bildgrößen auf der Fimkopie zeigen dies auf - und analog hierzu zigtausende Bildwände der Kinos in aller Welt. Das ist ein Widerspruch, der auch durch Relativierungen m.E. nicht aus der Welt zu schaffen ist. Es ist ein Rückschritt.
  16. Wo finde ich den Sponsorenaufruf? Wohin geht der Auftrag - zu Fotokem? Wäre nicht das erste Mal, dass ich etwas sponsorte, hier vielleicht anteilig?
  17. Duncan McGregor, der das Prefece verfasste, ist doch dort Projektionist seit 20 Jahren? Andere Perspektiven hätten mich mehr interessiert. Projektionisten neigen vielleicht dazu, die Vielzahl ihrer Wiedergabeformate und die damit einhergehenden Handlings zu mythisieren. Glorreich ist nicht sicher jeder 70mm print und jede DCP. "Hello Dolly" hoch ansehnlich, "Sound of Music" verzichtbar, was Materialgüten betrifft. "West Side Story" ist als 70mm-Originalkopie erhältlich (2k-DLP als Kompromiss ist hier wenig mehr als Blu ray Disc), "Longest Day" auf 70mm zu zeigen beinhaltet aber auch einen Bildbeschnitt des klassischen CinemaScope - worüber aufzuklären wäre. "Formatvergleiche" analog und digital sind immer spannend und passen zum National Media Museum. Bei Erhältlichkeit aber einer zeitgenössischen Filmkopie fände ich diese in einem Festival für Anreisende diskussionswürdiger. Die Glorifizierung des DP70 als "Rolly Royce", wie zu lesen ist. übernimmt die Werbeprosa der 60er Jahre 1 : 1 . Anzuregen wäre aber auch mal ein Ingenieurs-Symposium, das Vor- und Nachteile zeitgenössischer Filmapparaturen debattiert. "Seven Wonders of the Word" dürfte m.E. noch auf Film nachkopierbar sein. Das DCP als Äquivalent für die Blu ray - Auswertung zeigt nicht den ganzen Film. Somit rettet "Wonderful World of Brothers Grimm" den Anspruch des Festivals. Die Präzisierung besser eines Themas (anstelle des Mischkonzeptes seit nunmehr 20 Jahren), etwa eine Spezialisierung, könnte ein möglicher Gedankengang sein, der vermeiden hilft, in Wiederholungen zu verfallen. Auch die Einbindung der osteuropäischen Filme, die von einem Pariser Experten vergeblich gefordert wurde, tut Not. Last but not least: für Festivals ist wünschenswert, auch Schattenseiten der Wide-Screen-Epochen zu erörtern. Eben so die Restaurierungsprobleme ohne Schwarm und Schmus aufzufächern. Letzteres ist auch in Oslo leider noch ein Defizit, in Krnov nahezu non-existent und in Karlsruhe nur Gegenstand von Insiderdebatten während der "Intermissions". Gerade weil nunmehr der Glanz jener Filme "ab" ist, geschuldet kompromissbehafteten Aufführungsmöglichkeiten, könnte die kritisch-aufklärerische anstelle der hymnisierenden Herangehensweise sich doch noch auszahlen.
  18. Förster meint nicht nur technische Wertigkeiten, sondern vornehmlich kulturelle Verwurzelungen, die blindlinks gekappt werden. Wurzeln und Böden, die gewissermassen in "ort- und materielose Datenerfassungssysteme" abwanden, welche wenig über die Herkunft der Kinokunst verraten. Er zeigt Mut, sich auch unbeliebt zu machen und ist in der Lage, etwas zu bewegen.
  19. Bitte richtig lesen: von Blu ray Disc-Wiedergabe der oben genannten Titel war keine Rede. Welche Blu ray-Vorführungen in Karlsruhe optimal liefen, muß ich also nicht wissen. Weiter zu Red Cinema: Maybe the fact that RED was able to design a fresh new approach together with ODEMAX from the ground up make it more satisfying than the aging compromises created in the DCI specs. Aus: http://nofilmschool....layback-system/
  20. Trotz der raffinierten LCOS-Panels und bikubischen Interpolation o.Ä., die O.P. obenstehend zurecht verteidigt, erreichten von mir gesehene Transfers der Filme (gemeint sind fotochemische Filme von 65mm-Negativen) wie SOUND OF MUSIC, LAWRENCE OF ARABIA und BARAKA nicht die Güte der jeweiligen Premierenfassungen auf Filmkopie. Auch SAMSARA fehlte ein Quäntchen Auflösung und Details, die in einer adäquaten Breitfilmkopie übertragbar gewesen wäre. Außerdem ist die Entscheidung der Industrie und des DCI-Konglomerats, nicht von vorneherein auf 2.39 : 1 -Panels gesetzt zu haben (angeblich holt dies die Home-Cinema-Industrie in Kürze nach), aus meiner (reaktionären?) Sicht bedauerlich. Was der Markt denn wohl in drei Jahren so anbietet? Sind dies dann noch Panel-basierte Verfahren oder eine Transition zur Laserpojektion und LED-Wänden in 8k und autostereoskopische Verfahren? Was macht das Red-Cinema-System? http://nofilmschool....layback-system/ (Auch hier werden sepearate Licht-Module geführt, mit Laserlicht arbeitend) Als Hausnummmer stehen 10k USD im Raume. "DCI compliance" aufgrund von unzureichender Unterstürtzung (nur Rec 709?) steht in Zweifel. Schade.
  21. Die Tablet-Ansteuerung ist ja sehr verlockend und luxuriös, aber einige japanisch-idiomatische Kommandostrukturen sollen angeblich nicht sehr bedienfreundlich sein. Ob zudem die Verlagerung von Vorführabläufen aus den bisher gut abgeschotteten BWRs hinein in den Saal und ins Publikum nicht eher stört und irritiert, mögen man gerne mal erörtern. Technik ist gerade dann perfekt, wenn sie sich "unsichtbar" macht. Nicht jedermanns Sache dürfte auch die Regelung der sechs Quecksiberdampf-Lampen sein, wenn die Farbtemperatur nicht generell über die gesamte Bildfläche konstant zu halten ist. Gleichwohl die Idee des Revivals dieser Lampentechnik auch erhebliche Vorteile mit sich bringt. Jenseits der kinotechnischen Erzeugnisse heute aus der semiprofessionellen Heimkinofraktion Klagen über nachlassende Farbsättigung bei den SXRD-Beamern der jüngsten 4k-....-Heim-Beamer gehört. Was ist dran an den Kritiken? Schwarzwert und Skalierung bei SONY sind sehr hochwertig. Treppchenartefakte bei Digitalstrukturen der 2k DCPs lassen sich aber auch in 4k nicht wegrechnen. Ist halt nicht Film, sondern Raster.
  22. Fängt doch grad erst an... Für abwegig halte ich die Legende von den frühzeitig "zerstörten" Magnettonkopien. Solange sie gängiger Standard waren (1952 bis 1985 bei 35mm und bis 1995 auch bei 70mm), erwiesen sich die Magnetpisten als resistenter als die optisch kopierten Digitaltonspuren - welche oftmals nach weniger als 100 Durchläufen schwer lesbar waren und sich ausklinkten (welch eine Schande für Dolby und teils auch SDDS). Zumal man in gewerblichen Kinos mit dem Degaussing umgehen konnte und die Filmvorführer den Magnetton im Regelbetrieb zu bedienen hatten, gab es keine vorzeitigen Unspielbarkeiten. In der Massenkopierung war Magneton kein Problem, da Magnetitpisten auf 35mm oftmals vorbespurt wurden, auch in Deutschland. Die Kopien waren aufgrund von Kleinlochperforation oft perforations-mechanisch langlebiger als Lichttonkopien - der Verschleiss durch Verschrammungen war deutlich geringer. State-of-the-art! Hochachtung! Die ketzerische Frage, ob nicht Bildsysteme unabhängig von Tonsystemen zur Entwicklung geführt wurden, würde ich teils mit "Ja" beantworten. CinemaScope wurde Mitte/Ende der 20er Jahre als experimentelles Chretien-System mit gängigen Lichttonspuren versehen, eben so 65mm und 70mm-Breitfilme dieser Zeit. Die Sound-Entwicklung darf als autonome Bewegung betrachtet werden. Ihre innovativen Vorschübe paarten sich aber oft mit innovativen Bildverfahren. Aber ein zwingender Zusammenhang besteht meines Erachtens nicht. Stereophoner Magnetton als Entwicklung des Amerikaners Reeves kam filmisch bei Cinerama vielleicht nur zufällig zum Zuge - schwenkte schnell um auf 35mm-3D-Filme, schliesslich in dritter Instanz auf 35mm-CinemaScope und schliesslich in vierter Linie auf 70mm. Da Magnettonkopien fast 10mal teuer als Lichttonkopien waren, wurden sie pirmär für Roadshow-Präsentationen finanziert. Bedenkt man, dass CinemaScope in den 70er und 80er Jahren schon nichts Besonderes mehr war, kann die Roadshow-Auswertung von 35mm-Magnettonkopien auch unabhängig vom bildgebenden System erörtert werden. Zumal zu dieser Zeit auch viele 35mm- und 70mm-Magnettonopien mit Bildformaten in 1.85 aufwarteten. Somit hat sich Ton auch unabhängig von kinotechnisch bildgebenden Verfahren einen Durchbruch verschaffen können: Stereo-Langspielplatte, HiFi.Tonband, Kompakt-Disc, Filmkopien, Mischtechnik in Tonstudios, TV-Mazzen usw. Und das ist doch eigentlich auch in Ordnung, oder nicht? Da Magnetton bei 35mm von 1952 bis 1985 im Einsatz war, sind dies mithin 33 Jahre! Länger als jedes andere, im Zusammenhang mit Breitwand-Projektionen stehende Verfahren. Und monetär vielleicht auch erfolgreicher, was die Auslastung von Sälen (Roadshow-Politik) anbetrifft.
  23. An der Werbung mit dem Star sicher auch, die mir etwa dies suggierte (frei formuliert): "Der brandaktuelle Schweiger" "In der Rolle seines Lebens [wie einst G. George als Schimanski]" "Nur in ARD und ZDF sitzen Sie in der ersten Reihe". Zwar war ich im Kinodienst und kein Schweiger-Fan - diese Art der TV-Werbung ist aber als "brandneu" hängengeblieben. Pluspunkt fürs Sonntagsfernsehen - Minus fürs Kino mit weniger Aktualität und auch weniger trendig. Gab*s aber auch schon in den Sixties (DAS HALSTUCH).
  24. Einige Infos, etwas älter, waren mal im Thread "70mm-Termine" eingestellt worden (wo das Thema auch besser reinpassen würde...). Das Nostalgie-Forum war zu dieser Zeit noch sehr aktiv, produktiv und streitfreudig: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuehrtermine-in-und-ausland/ http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuehrtermine-in-und-ausland/page__st__80 http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuehrtermine-in-und-ausland/page__st__100 http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuehrtermine-in-und-ausland/page__st__120
  25. Man hat "kein Geld", sagte man mir letztens.
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