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wie geht es in VÖLKLINGEN weiter?
cinerama antwortete auf Wolfgang V. Skötsch's Thema in Allgemeines Board
Sie haben völlig recht in Ihren Schlüssen. Auch kann ich nur bestätigen, dass durch solche Konstellationen schon viele Lichtspieltheater vor der Schliessung und Plünderung hätten bewahrt werden können. Leider haben sich zu viele Vermieter auf standardisierte Verhandlungsoptionen mit "eingeführten Betreiberpersönlichkeiten" verlassen, ohne im Einzelfall deren eigentliche Motivation zu überprüfen, konkret: auf welchen nachhaltigen Interessen und Zielen das Betreiberinteresse überhaupt gegründet ist. Bei einem Verein sind diese Zwecke nebst Zielen immerhin satzungsgemäss festgelegt und rechtlich überprüfbar wie auch einklagbar.- 103 Antworten
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- Theis
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35mm zuzüglich Blu ray ist als Modell ggf. tragfähig. Mehr als 80% der Opm Air-Kinos in 2013 dürften auf Basis der 35mm-Technik an den Start gehen.
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Zur bösen Kalkulation gehört sicherlich auch das sog. Ausfallsrisiko. Schon zu Filmprojektionszeiten wurde bei knappen Ressourcen 1 Mitarbeiter durch mehr als 12 Säle gejagt, der Interlock-Betrieb riskiert, und auch Filmkopienschäden wurden einkalkuliert resp. durch die Filmtheatereinheitsversicherung freigiebig abgedeckt. Dann kam es hin und weider zum grossen Gau (in jüngster Zeit der falsche Schlüssel für die AVATAR-Premiere, was dann flächendeckenden Fall-Out zur Folge hat). Insgesamt ist dieses Geschäftsmodell nicht völlig absurd, denn er gibt unter dem Strich "Einsparpotentiale", die verlockender klingen als ein (zu dogmatisches ?) Beharren auf den reinen Image-Erhalt. Menschlicher Service kostet eben etwas, und jeder Betriebsleiter, der die Kosten ansteigen läßt, würde wegen "Geschäftsunfähigkeit" von den Konzernzentralen gefeuert werden. Auch die Computer-Piloten in der Luftfahrt, auf der Strasse und auf den Gleisen sind auch keine Zukunftsmusik mehr - Roboter, die Chirurgen ersetzen, stehen ebenfalls in der Entwicklung. . Insgesamt also wird die Wertschöpfung durch menschliches Arbeiten in allen Lebensbereichen sinken, weil es nicht um den Mitmenschen geht, sondern um den Fetisch von Zahlenspielen. Mit Freisetzung der Produktivkräfte steigt natürlich die Revolutionsgefahr (oder Revolutions-Hoffnung).
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Das wäre dann die Telleranlage (mit 2 oder 3 Ebenen) ohne den Make-up-Tisch? Bei nur 1 Ebene würde ich von einem Endosteller ausgehen? Das wäre ganz interessant, wie viele Kinos in Dtd. überhaupt einen Endlosteller verfügbar halten. Mein ST200E hat Make-up-Tisch so wie Teller auf 3 Ebenen. Dann gibt es noch die ab- und die (auf 5 Teller) aufgespeckte Version. FP30D kannte ich auch nur bisher aus einer Kastensäule, immer tierisch schwer beim Transport...
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Eigentlich nicht durchführbar in der von Dir engeführten Anordnung. Nur mit 4k D.I. gäbe es ein Potential für 35mm - denn hier würde das extrem feinkörnige 35mm-Printmaterial Vorteile bieten gegenüber einem 2k DCP. Oder vom HOBBIT ist zusätzlich doch ein 4k D.I. in Verwendung - was produktionstechnisch immer wieder mal vorkommt in Abweichung von der Regel oder Planung. Wird auch nicht immer an die Glocke gehangen und findet bei imdb dann auch keine Einträge.
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Danke für die Gedenken in einer schnell-lebigen Zeit. Manchen Personen ist man noch persönlich begegnet, und jeder Abgang zwingt zu einem ernsthaften Nachdenken, ob, was und in wie weit färbend Jeder etwas hinterliess, dass unsere Einstellungen und unser Fühlen in neue Bahnen lenkte. Toll wäre, wenn man die Nachrufe (sehr viel Arbeit) auch mit Internet-Link-Verweisen ergänzen könnte. [Vielleicht im nächsten Jahr andenkenswert?]
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Der Raubkopierung sollte doch die "Digitaliserung des Kinos" ein Hindernis setzten?. Jetzt hat die Digitalisierung des Films also legale wie illegale Nebenmärkte des Kinos zum Aufschwung gebracht. Nur mal so als eine ketzerische Randbemerkung hingeworfen ... "Die Klonkriege haben jetzt begonnen" - und ein Kannibalismus auf dem Filmmarkt ist absehbar.
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Korrektur: Berlin-Premiere der offensichtlichen Mono-Lichttonkopie der D.F. von SUPERMAN am 3. März 1979.
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Der Thread ist ja teils eine wiss. Aufstellung (Dipl.-Arbeit von @martin), teils anekdotisch (meinerseits). Mit dem Start von MOONRAKER (im August 1979 im westberliner Zoopalast sechsmal gesehen) sollen 100 weitere CP50 in der BRD plus Westberlin verbaut worden sein. Dier erste im November im ARRI-München für einen Rockmusik-Film in O.V. im Einsatz. Für mich der erste bewußt gesehene und erwartete Dolby-Stereo-Lichttonfilm. Vorher bereits etwas in diesem Verfahren gehört zu haben, liegt im Dunkeln. Der Monoton von SUPERMAN in D.F. war überraschend brillant, der leichte Hall über der Williams-Musik mag aber den pseudoräumlichen Eindruck suggeriert haben. Während im Zoopalast schon vorher ein CP50 gestanden haben muß, und vermutlich auch im Ufa Palast (heutige Astor Lounge), die ebenfalls MOONRAKER mitspieten, wurde die Camera im Kudamm-Eck (war dort Stammgast seit Frühjahr 1978; dort ein alter Cinerama-Vorführer im Einsatz) brandneu mit Dolby, größerer Bildwand und neuen Lautspechern ausgestattet (vorher dort nur diese hässlichen beiden Kugeln beidseitig der am Winkel montierten Spanplatte im Einsatz). Nach etwa 14 Wochen Einsatzzeit von MOONRAKER liefen wieder alte Bonds dort, vermutlich mit Academy-Filter. Der Wiedereinsatz von SUPERMAN in 1980 im benachbarten Gloriapalast war wohl nicht nur aufgrund des schrecklichen Mono-Filters im CP50 schlechter, sondern auch aufgrund einer zum Zoopalast in der Gesamtkette schwächeren Übertragungskette (man nehme nur die schlechten Tonoptiken auf der EX im Gloriapalast, evtl. auch noch mit Ikovox-Lautsprechern verknüpft - ich war dort nur kurze Zeit tätig). Steilprojektion und Ernostar waren auch nur ein Mittelmaß auf gehobenem Bezirkskino-Niveau: der Kinosaal selbst wirkte altbacken, tranig und topfig. Zoopalast 1 operierte in dieser Zeit meiner Erinnerung nach mit Alinar-III-Optiken im Einsatz, geringerer Steilprojektion, Bauer U2 mit gekrümmter Bildbahn so wie Altec A1-Speaker-Systemen. Auch die Bauer U2 hatte Schwächen in der Tonoptik und Auflösung mit vorzeitigem Frequenzabfall, die aber verstärkerseitig erfolgreich angehoben wurden. Im Oktober 1979 lief ALIEN an (in 4-Kanal Magnetton im Royalpalast gesehen - weit überragend zum Dolby-Stereo-Lichttonverfahren) - zeitgleich lief er auch im Atelier am Zoo (Bi-Kino zum Zoopalast, direkt darunter gelegen), m.W. bereits mit Dolby-Stereo-Lichtton. Im September 1979 lief APOCALYPSE NOW im Zoopalast (und wanderte nach etwa 4 Wochen ins Atelier am Zoo, sozusagen "in den Keller" des Hauses: ebenfalls dort mit Dolby-Stereo-Lichtton. In dieser Zeit begannen nicht nur weitere Kudamm-Kinos, sondern auch Bezirkskinos umzurüsten. Sehr früh am Start war auch das KANT KINO. Der Vorredner (@TomCat) verfügt m.W. über sämtliche Einträge der genannten Einrichtungen - die einzig verläßlichen, zumal er selbst die Installationen ja ... Im Januar 1988 kam mit ROBOCOP sofort auch Dolby-Spectral Recording mit SR-A5-Modul in den Umlauf (hatte ihn als Vorführer im Ufa-Palast [heutige Astor-Lounge] dort vorgeführt). Ein sehr gutes analoges Lichttonsystem - das beste aller Zeiten wohl, degradiert nur ab den 90er Jahren mit dem Umstieg zur Umspielung der Cord-Bänder auf die MOD mit komprimiertem Digitalton - wodurch Dolby Spectral Recording schlagartig schlechter wurde. Soweit die Erinnerungen. Gegen 13 Uhr frage ich noch einmal einen Kollegen (technischer Leiter seinerzeit in den Sychronbetrieben, mittlerweile stolze 90 geworden), ob er korrigieren oder ergänzen könnte.
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Nach dem Zerrüten der Marktwirtschaft bin ich überzeugter Befürworter einer neuen, dezentral organisierten Planwirtschaft, kein Scherz - so viel zum Small-Talk zu Politik bei jeder Gelegenheit und gerne. In der einzelhändischen Überwachung und Einhaltung von Standards auf Basis der leider gravierenden Produktions- und Materialprobleme kann durchaus von solidem Handwerk ausgegangen werden - später im Westen durch Erhöhung der Kopienauflagen und Anlerntätigkeiten unterminiert. Leider aber sind nicht alle Orwo-Color-Kopien völlig ungefadet: zumeist ein Ausbleichen über das gesamte Farbspektrum und in der Dichte, sodass der Verlust gegenüber Rotstich-Kopien von Eastman-Color nicht in der gleichen Weise ins Gesicht springt. Gerade in Johannisthal waren die technologischen Einschränkungen (Gussprobleme der Materialschichten, unregelmässige Entwicklerturbulenzen) bei 35mm und noch mehr bei 70mm kaum in den Griff zu bekommen. Möglicherweise mit ein Grund für die Einstellung des 70mm-Prozesses. Und Grund wohl für Anfertigung einer Duplikatnegativs und der Serienkopien Ende der 1980er Jahren auf Fujicolor. Wir hatten am letzten Samstag zur Vereins-Jahrestagung eine Fuji-Kopie von 2KfA examiniert und durchgesehen: ein Fortschritt gegenüber dem Orwocolorprozess, aber auch klar ersichtich, dass trotz Einsatzes der westlichen Emulsionstypen der Dup-Prozess für diese Kopien in Johannisthal nicht befriedigend in den Griff zu bekommen war. Zutreffend, auf Eastman Color gedreht. Und Filme, die hingegen auf Orwo-Negativ gedreht wurden, sind auch kaum auf Eastmancolor-Kopien mehr zu verbessern (womit mein Wunschtraum zerstob) Kopien vom Kameraoriginal im Umlauf schliesse ich weitgehend aus. Die Jugendfilm-Kopie war ein schwaches Dup. Keine "originale" Kopie (gemeint ist in diesem Thread also eine Direktkopie vom Originalnegativ).
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Vorfreude auf Weihnachten Ein Kind - von einem Schiefertafel-Schwämmchen Umhüpft - rennt froh durch mein Gemüt. Bald ist es Weihnacht! - Wenn der Christbaum blüht, Dann blüht er Flämmchen. Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt Uns mild. - Es werden Lieder, Düfte fächeln. - Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt, Wird dann doch gütig lächeln. Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes Alle unfeindlich sind - einmal im Jahr! - Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie's allen einmal war. Joachim Ringelnatz
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PATTON in 3 europäischen Städten gesehen - und fand die Kopie auch ganz passabel (bis auf einige Korrekturschaltungen bei jahreszeitlichen Stimmungsänderungen). Für eine Duplikatkopie recht ordentlich. Die Weitwinkeleinstellungen finde ich wie auch in LA BIBLIA äußerst wirkungsvoll - bin mir nur nicht sicher, ob jemals eine 150-Grad-Optik bei den beiden genannten Titeln zum Einsatz kam. A BIBLIA zudem auf dem (weltweit führenden) 70mm-Festival in Oslo auf flacher Bildwand gesehen, was eine "neutralere Bewertung" zuließ. Später noch einmal in die eigene Kopie geschaut und den Eindruck gewonnen, bei 120 Grad Aufnahmewinkel sei eigentlich schon das Maximum erreicht...
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Immerhin 'ne solide Bauer-Maschine. Mit guter Rotlichtabtastung, moderner Spiegellampe und rosten Isco-Optiken könnte man damit schon spielen. Muss dann nicht schlechter sein als FP30D. Aber da kaum einer, wie Stefan richtig vermutet, sich drum kümmern würde, ist natürlich das Abgreifen von moderneren Geräten oft einfacher und praktikabler. Aber es ist kein "muss", denke ich.
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Zu Dolby-Stereo:Kann der Auflistung von christian_mueller (ohne Einwand bisher) folgen. Und würde dennoch mich an ein Gerücht heranwagen: Warum ich mich immerzu daran erinnert fühle, im Januar 1979 SUPERMAN im Berliner Zoo Palast in Dolby Stereo-Lichtton gesehen zu haben, müßte mal aufgeklärt werden. 1 Jahr darauf sah ich ihn im benachbarten GLORIA PALAST mit schrecklich schlecht klingendem Monoton. Sicher ist nur, das HAIR als erster Dolby-Lichttonfilm in Germany zu sehen war. Könnte es aber eine Sonderkopie von SUPERMAN mit dt. Synchro, extra in London für Berlin in Dolby-A angefertigt, gegeben haben? Die Ton-Dynamik war überdurchschnittlich, und an 4-Kanal-Magnettonfassungen in Germany auf 35mm kann ich mich nicht entsinnen. Ansonsten habe ich jede Szene und jeden Farbwert der Premierenkopie in Erinnerung, als sei man erst gestern dringesessen...
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Stefan hat mit seiner provokanten Äusserung nicht unrecht: irgendwann muß man die Dinge auch ohne Verklärung sehen, auch wenn man aus ästhetischen Gründen einige Produkte der Vergangenheit ins Herz geschlossen hat. Zwar ist heute aus politischen Gründen jedes ältere (auch das verrottetste) Altkino erhaltenswert (nur in diesem einen Punkt widerspreche ich ein wenig Stefan). Bald einmal wird sogar jedes größere Auditorium mit regelmäßigen Bewegtbild-Vorführungen erhaltenswert sein, falls Kino als Verwertungsplattform aussterben sollte. Aber den Maya-Untergang haben wir ja auch noch ganz knapp umsegelt... Im Ersnt: Aus Ihrer Zeit heraus betrachtet sind die Atmosphere-Theater (aus Sicht der Architekturtheorie) womöglich eklektizistisch, zudem ist das TUSCHINSKI synkretistisch. "Protzarchitektur" einiger historischer Paläste harmoniert also nicht immer mit sublimer Kunstsinnigkeit, sondern folgt kommerzieller Beweihräucherung. Aber auch die Imitation des Stils italienischer Opernhäuser durch den Kinoarchitekten Gerhard Fritzsche (in Berlin: ZOO PALAST, ASTOR LOUNGE, MAXIM Turmstr.) finde ich in Teilen konservativ und als Rückkehr zum "Bürgerlichen": gefolgt von akustischen Einschränkungen und bildtechnischen Fehlplanungen, wo sie die Bildwandrahmen nicht den Kurven der ovalen Grundrißlinie anschmiegten, sondern (bei Fritzsche selbst noch Ende der 1950er Jahre) auf das Niveau der alten Kastenbühne zurückfielen. Die LICHTBURG in Essen erscheint mir wie ein retrograder Klotz der 50er-Jahre, der die Trennung von den "goldenen" Zwanzigern nicht verkraftet hat, nicht wirklich Neues wagte und betulich auf vergangene Größe Bezug nimmt. Die Cinerama-Bauten der expansionisten amerikanischen "Kulturimperialisten [?]" etwa des "Pleitiers" N. Reisini finde ich hingegen spannender - blick- und gehöröffnender: darunter PACIFICS CINERAMA DOME in Los Angeles bzw. ROYAL PALAST Berlin. Und sicherlich auch einige Omnimax-Kinos, so z.B. das ehemalige Imax am Berliner Marlene-Dietrich Platz. Und so "gnadenlos" es klingt: auch das, was der alte Professor oben sichtlich auf der Kinoorgel spielt, ist zumeist eher schrecklich anheimelnde, süßlich-verkitschte "Gebrauchsmusik". Diese Orgeln sind zudem Rummelplatz-Musikinstrumente und für virtuosen Betrieb wenig geeignet - um Lichtjahre vom Hochstand der Kirchenorgeln und deren Repertoire entfernt. Trotzdem aus heutiger Sicht natürlich erhaltenswert.
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Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Traut sich jemand an die Beantwortung der eingänglichen Fragen? (Lokalisation, neuronale Reiztypen, Sensorik. Gesichtsinn, Gleichgewichtssinn...) -
Empfehlung: Jahresrückblick von Josef Lederle im aktuellen "Film Dienst". Über Reflexionsschleifen des Kinogenres am Bsp. von "Prometheus"
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Sie wurden sorgfältig demontiert (Gesamterneuerung der elektrischen Anlage), stehen unter einer Plane und kommen beide wieder an ihren angestammten Platz zurück (eine "Auflage" der Internationalen Filmfestspiele Berlin, IFB). Dieser Saal hatte in den 60er Jahren (trotz flacher Bildwand) bei 70mm-"Todd-AO"-Vorführungen einen technisch guten Ruf: mit Klangfilm-Anlagen und perfekt justierten Bauer U2-Maschinen. Gleichwertiges wird, da von HJF 2013 für Sonderlösungen sicher kein Extraaufwand mehr betrieben wird, so befriedigend sicher nicht reaktivierbar ein - aber eine etwas grössere und (bei Austausch des alten Rahmens von 20 x 10 Meter) auch stärker gekrümmte BIldwand, wie man sie ja auch in den größten CinemaxX-Sälen antrifft, ließe sich durchaus als Fortschritt ansehen - gerade auch für das sog. Digitalzeitalter.
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Im SInne der Datenbankvernetzungen ist das der heutige Weg. Und es gibt ja bereits ein Kino-Wiki. Jenseits der Digitalisierung ist mein Anliegen eher das der Re-Analogisierung. "Aufgestellter Computer" ist eine von Internet-Communities (oder der angesprochenen und anderenortes bereits kritisierten "Amazonizierung des Filmerbes") abweichende Variante, die unsortiert und unaufbereitet Material einsehbar macht. Das vor Ort auch im Original vorgelegt werden könnte und persönliche Diskussionen und praktische Übungen auslösen möchte. Einige zudem nicht veröffentlichbare Dokumente oder Relikte (eventuelle Funde zu historischen Geschäftsberichten, Privatfotos von Mitarbeitern, die auch eine rein private und nicht offzizell verwertbare Reminiszenz nachzeichnen wollen) sollen ebenfalls in einem Domizil gespeichert bleiben, wenn sie aus rechtlichen Gründen in einem öffentlichen Wiki nicht darstellbar sein sollten. Somit sind also mehrere Schienen der Aufarbeitung vorstellbar und werden ja bereits befahren.
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Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Anscheinend war auch die westdeutsche Premiere von HTWWW vor der US-Premiere liegend, was ich schon etwas verwunderlich finde. Auch THE LAST VALLEY lief als einer der letzten 70mm Super Cinerama-Filme im CASINO CINERAMA in London - (@filmempire hat das Foto gemacht, das ich unerlaubt hier nicht einstellen möchte). In einer Dissertation zum Thema Cinerama eben so wie bei Dir fand ich den Hinweis auf mehrere Krümmungsindizes der Original-3-Streifenfilm-Cinerama-Bildwände. Einige Cinerama-Kinos wurden mehrmals umgebaut, beispielsweise das CAPITOL am Lehniner Platz in Berlin mit immer neuen Bildwänden und Bildwerferräumen. Du sagtest von Anfang an im CASINO anhand der frühen Bauzeichnung eine bei ca. 120 Grad liegende Kurve erkannt zu haben: deutlich weniger also als die originären 146 Grad, die dem Prozeß eingeschrieben sind. Unterstreichend, daß ich nur die allerwenigsten Cinerama-Theater noch selber erlebte, sagt mir aber das Gefühl (der Beschäftigung mit dem Thema), daß eigentlich alle 3-Streifen-Cinerama-Ausrüstungen nach dem amerikanischen Modell 146-Grad-Bildwände beinhalteten. Auch zur Beibehaltung der schon aus Kameraanordnung und Aufnahmebrennweite herrührenden Bildgeometrie wäre ein Abweichen von 146 Grad doch immer mit Verzerrungen verbunden. Ich versuchte in meinem letzten Beitrag eine Übersicht zu geben, wie die Uraufführungspraxis bei verschiedenen Breitwandverfahren war. D.h. Cinerama lief in New York im Broadway Theatre mit einer 146-Grad-Leinwand an, Todd-AO im Rivoli mit einer 120-Grad-Leinwand usw. Was andere Kinos in anderen Städten später all für Leinwandkrümmungen hatten, spielt dabei erst mal keine Rolle. Das wird jetzt aus Deiner Ergänzung schlüssig. Aber durch das Schaubild könnte auch ein Eindruck entstehen, diese Vorgaben seien zwingend gewesen. Der mitlesende Laie bedarf dann der Erläuterungen, wie diese Verfahrens-Parameter aufgeweicht wurden (entweder von Anfang an oder im Laufe der Konkurrenz zu den Mitbewerbern: siehe Todd-AO -> CineStage). Gibt es hierzu Erkenntnisse? Zur Streitfrage VISTARAMA holte ich das Bild aus dem Archiv, welches eine Vermarktung in der BRD zum Ziel hat. In weiteren fand ich Abbildungen aus Londoner Kinos mit Vistarama-Bildwand, jedoch leider ohne Benennung der Stätte. -
Es gibt durchaus eine Kinohistorisierung - auch seit vielen Jahrzehnten in Zeitungen und Zeitschriften. Der länderübergreifende Ansatz ist jedoch umstritten, zumal auch cinema-treasures etwas kränkelt. Prinzpiell wurde mit Gründung von Kinomuseum Berlin e.V. jener Ansatz regional verfeinert und um eine Datenerfassung der Architekturfotos, bald folgend der Programm-, Wirtschafts- und Sozialhistorie, ergänzt. In 35 Jahren besuchte ich (unregelmässig) immer wieder Archive, um wechselweise Programmseiten zu fotografieren oder Kinogebäude bildlich zu erfassen. Nebenher erweiterte sich die Datenbank auf weitere Länder, in der aber eher unsystematisch Bildmaterial nach dem Zufallsfund oder nach persönlicher Neigung eingepflegt wurde. So vorwärtsweisend, wie nun eine länderübergreifene Datenbank für die Kinogeschicht Not täte, so bewußt aber beschränken wir uns auf die Stadt, in der wir leben und in der wir ein Kinomuseum mit regionalem Bezug (aber internationalem Qualitätsanspruch) konsitutuierten. Es ist dabei geplant, in einem Domizil mit aufgestellten Computern und Bildschirmen der Bevölkerung die Gelegenheit zu geben, zu allen Fragen der Filmtheatergeschichte, aber auch der Filmtechnikverfahren nach Stichpunkten Informationslücken zu finden und zu füllen. www.kinomuseum-berlin.de
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Irgendwie wurde in Berlin u 2009 von einstigen Kritikern und Mitarbeitern der H.-J.-Flebbe-Kinos eine Marktlücke der FIlmklassiker entdeckt, seither ausgefüllt und als Export-Modell durch die Theater der Premium FTB gereicht. So absurd es mir erscheint, wie das Projekt lange Zeit verhindert oder blockiert wurde, so irrational und aktionistisch mutet es nun an, wie man in Köln (und tlws. in Genf) kalt-routiniert auf das" Erfolgsmodell" aus Berlin setzt und ungeprüft Analog-Material von Filmen bestellt. Von Filmen, die nicht anhand eines Themas, sondern allem Anschein nach aus den Evergreen-Charts ausgewählt wurden. Für eine derart schablonenhafte Programmarbeit (der Hinweis geht an HJF als Betreiber) - und das meint wie beschrieben ein Filmprogramm nach best-of-best-Listen - wäre indertat der Griff zur Silberscheibe der geeignetere Weg - auch innerhalb der strukturellen Betriebspraxis von Kinos dieses Modells mit durchrationalisiertem Effizienzstreben. Man legte sich in Berlin wie Köln nach anfänglichen Erfolgen mit dem "Filmbandoriginal" (denn nach "digital" hörte sich "35mm" und "70mm" sicher nach einer weiteren Facette an, die man wirtschaftlich abgreifen wollte) beinahe vernarrt auf die Bestellung von generell zeitgenössischen Medienträgern fest, ohne gewillt zu sein, jenem Ansatz vertiefte Archivrecherchen oder ordentlich bezahlte und filmisch qualifizierte Mitarbeiter folgen zu lassen. Teiweise weiß der Betreiber auch gar nicht, was seine Theaterleiter aus sinnvollen Ansätzen machen, gerade weil diese Ressortinhaber eher "zwangsbeauftragt" zu sein scheinen, zu selten aber aus eigenen Stücken ein Projekt aus der Taufe holen respektive dieses weiterentwickeln. Jenseits dessen hatte ich ja bereits das Nichtzustandekommen des Wiedereinbaus einer 70mm-Projektion und des gekrümmten Bildwandrahmens im RESIDENZ kritisiert - was jedoch von denen, die sich hier kein "Versagen" vorwerfen lassen wollten, mit pragmatischen Gründen und Sachzwängen abgetan wurde. Besser macht es die Situation aber auch nicht...
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Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Eine Frage hätte ich - die sehr speziell ist nach so langer Zeit und kaum verlässlich mehr beantwortet werden kann: jenseits dessen, dass der Film großartig ist, hätte ich gerne gewußt, ob diese 70mm-Kopie eine Superschörfe hatte - oder eher wie gutes 35mm ohne Randverzerrung aussah? Superschärfe würde auf eine Direktkopie vom Negativ hindeuten. normale Blow-up Schärfe wäre technisch vergleichbar mit den seinerzeitigen 70mm-Kopien von DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK (Duplikatkopierung) . Oh bitte und ganz dringend. Weil wir nun seit 25 Jahren darum rätseln, ob neben der 120 Grad-Bildwand im Europa Palast in Düsseldorf auch entsprechende D-150-Kaschstellungen vorhanden waren und zudem die blaue D-150-Optik je zum Einsatz kam? Wenn dies nur jemand beantworten könnte (vielleicht die alten Recken aus den Goldermann-Betrieben?), wäre das ja ein Fest wie Weihnachten. "ROTE KAPPELLE" aber lief nur intern, nicht öffentlich. Leider. Offiziell dafür "DIE BEFREIUNG" [ich glaube Du meinst diesen Titel?] in allen 5 Teilen, folgend der Berliner Urania-.Aufführung vom Vorjahr. Öffentlich folgte nach "2001: A SPACE ODYSSEY" noch an zwei oder drei Sonntagen (ich war am 1. Mai drinne) "2010 - THE YEAR WE MAKE CONTACT". Die bisher beste Ausleuchtung im Delphi Filmpalast sah ich vor zwei Stunden - wohl als Folge des Einbaus der neuen Anlage. Ob dies vielleicht bei Einbau von Todd-AO 1958 ähnlich war, müsste ich bei älteren Kollegen erfragen und sie mal mitnehmen. Allerdings war das DCP des Films "ANNA KARENINA" eine Qual. Die Farben leider wächsern wie bei frühem Dufaycolor, kaum Auflösung vom 2k Digital Intermediate (hochskaliert und dabei einige Artefakte sichtbar geworden) und die Verfremdung sämtlicher filmnatürlichen Farben durch die bearbeitende Firma Company3 in London. Schmipfte man früher über ungleichartige Kopiengüten, haben wir heute mit der glorreichen Digitalisierung (= Rationaisierung) den Trend zur Verbreitung von "gleichartigen" Massenkopien: bei fehlerhafter Postproduktion sind sie dann alle "gleich" mißraten, wo analoge Kopiervorgänge auf Grundlage eines photochemischen Negativs durchaus hier wie da noch den Original-Look eines Films verriet. Der ganze Kampf und das richtige Aufnahmeformat (bei "ANNA KARENINA" von 2012 35mm-Negativ mit Panavision-Optiken) wird dann in der PostPro depraviert. Das insgesamt also beste Bild, das ich (Spätgeborener) im Delphi-Palast je sah, war im Sommer 1979 die 70mm-Projektion von "DIE BIBEL": der plastischste 70mm-Wirkung meines Lebens in sehr schönen, nun minimal gefadeten Farben. Besser als die zuvor gesehene 70mm-Kopie von "2001: ODYSSEE IM WELTRAUM", obwohl auch diese eine fabelhaft erhaltene, vollfarbige Premierenkopie war und auf 120 Grad im Royal Palast triumpfierte, noch frei von den Nachteilen der späteren Kopierungen. Ja, denn die meisten analogen Artefakte im Orwocolor-Prozess (Farbdichteschwankungen, Flackern oder Schlierenbildungen) stammen vom Originalnegativ. Auch bei "DU BIST MIN" war das ein Thema. -
Da war noch der frühe 1.3k Christie im Einsatz (seit Mai 2000, beginnend mit "Fantasia 2000", später deinstalliert, weil ständig kaputt). Alles lief über mehrere DVD-Laufwerke so weit ich mich erinnere. Neu und auf "makellos" gemasterte Filme wie "Gone with the Wind", "Robin Hood" oder "Singin* in the rain", aber es kame immer unter einem Dutzend Besucher. "Singin' in the rain" war später perfekt lichtbestimmt auf DVD käuflich. Die im ZOO PALAST gezeigte Version hatte nichts von Authentizität, von Technicolor oder befriedigender Farbwirkung. Auch arbeitete das Farbsamling seinerzeit noch mit 10bit, wenn ich dies richtig erinnere. Man hätte also besser eine 35mm-Technicolor-Kopie anstelle des Digisats zeigen sollen, wenn wieder einmal das Digisat für den Heimkinomarkt die Fehler des Kinodigisats nachziehend korrigiert und damit den Kinobesuch entwertet.
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Ja, CASTRO ist sehr gut. Und spielt Repertoire grossenteils auf Film und in 70mm (vermutlich aufgrund der Schwulenszene - weil musical-kundig - gibt es dort für etliche Klassiker eine stabilere Zuschauerschaft, vermute ich). *** Ist leider üblich, paast aber nicht optimal in eine Haus mit schwieriger Akustik und mässiger Bildbreitenwirkung - was bei alten Kinos eben das Problem ist. Allenfalls REX in Paris hatte da ein Bildwand-Extension gedacht (von einigen Cinerama-Einbauten in ehemalig Atmosphere-Theater einmal abgesehen). Aber auch ein architektonisch klassisches oder schönes Haus kann nicht alles leisten... *** Die Begehung im TUSCHINSKI mit einer 70mm-Gruppe (obiger Kommentar) meinte eine 70mm-Gruppe des BELLEVUE CINERAMA/NFM, die nach dem BELLEVUE-estival einen Rundgang auch im TUSCHINSKI machte (darunter Düsseldorfer, Frankfurter, Karlsruher, Essener, Berliner und Dortmunder). Ich drückte mich leider missverständlich aus (als gäbe es im TUSCHINSY die 70mm-Projektion. Meiner dunklen Erinnerung nach war dort Ernemann 15 installiert - stimmt das?).