-
Gesamte Inhalte
10.470 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
80
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von cinerama
-
Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Sehr schön, die gesalbten Worte. Vielleicht kommen noch andere Beiträge, sonst verschwinde ich nämlich hier... GOYA, 2001, HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE, SIGNALE noch vor wenigen Jahren dort gesehen. Da ich dort ab Anfang der 1970er Jahre aberhunderte an Breitfilm-Vorführungen erlebte (ohne Anspruch alles zu kennen), ist dies für mich persönlich eine Zeitlinie und Kontinuität bis in dieses Jahrtausend hinein. Zudem immer noch unter Teilbesitz der Gründerfamilie des Hauses. Aber schön, dass Du alles so genau in Berlin mitgeschaut hast: sass da nicht Herbert neben mir als Teenager beim Wagenrennen und raubte mir die Sicht? :cool: :wink: -
Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Lieber preston sturges, meine Fragen gingen aber an die anderen und Ruhrgebietler und nicht an Dich als Aachener, der sich das angenommen hat oder für manche Antworten einfach zu jung noch ist. EUROPA Düsseldorf habe ich besucht bei FAR AND AWAY: und der Eindruck war bereits ein anderer geworden: alles derart duster, dass auch die Erinnerungen daran verdrängt wurden. Daher die Frage nach den Zeitzeugen der Eröffnung: Danke. Das wast Du gerade mal mit 14 dort Betreiber? [schmunzeln am Sonntag ist erlaubt...]. War 1968 eine ganz andere Betreibergesellschaft (Deusche Cinerama unter Freiherr von Stein) und hatte mit der späteren Gesellschafterform Fricker & Co (ab Anfang der 1970er Jahre) oder Born-Filmtheaterbetriebe (ab Anfang/Mitte des neuen Jahrtausends) noch nichts zu tun. Der längste Marktteilnehmer der 70mm-Spieler in Deutschand ist derzeit der Delphi-Filmpalast in Berlin, seit 1958. Moderate Bildkrümmung nach Wünschen der Eugen Bauer GmbH Stuttgart. -
Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
Das DFM Frankfurt am Main ist ja nunmehr mit der längste, noch am Markt in Deutschland spielende Teilnehmer (seit Ende der 1980er Jahre mit Festivals dabei und auch vorher in Einzelvorführungen hervorgetreten, die sich seriös der Filmgeschichte widmen). Mein Vertrauen hatte das Haus immer gehabt, und innerhalb grösserer Aussstellungen immer wieder Todd-AO-Kultur mit einzubinden, ist verankert. Eine unverzerrtere und unbeschnittenere Wiedergabe, gerade auch im Zeitalter der DCI-Einbaupraxis. Eine verringerte Bildfeldtiefe mit Absenkung des künstlich hervorgerufenen Partizipationseffektes. Danke. Gibt es Bilder zum KRISTALL PALAST (nur 1960-69)? (Kirk Douglas war ja dort für "Spartacus"). Von Dieter C. wurde unserem Forum hier freundlicherweise vor einiger Zeit ein Bild des EUROPA Düsseldorf zur Verfügung gestellt. Der etwa zeitgleich im Royal Palast Berlin anlief. Das Blow up war durchaus eine Kopie vom Kameraoriginal, jedoch die Zooms und langen Brennweiten und vielen Schwenk nicht "Todd-AO"-typisch. Wie viel Grad Krümmung hatte das EUROPA? Dr. Schorch [?] mit involviert, weiß @manfred die Hintergründe? Wahrnehmungsphysiologisch schwingt hier der helle Rahmen einer Kastenbühne mit. Der Bildeindruck wird immer als enorm geschildert. Jedoch schließt das Bild nicht mit der Saalwand ab, was die "Trichterwirkung" relativiert. Dies als These oder Frage zum Ausgangsthema - korrekturbedürftig. Während der Kritall-Palast eine dunkelfarbene Akustik-Decke besessen haben soll, wodurch die Bildachsen im komponierten Filmbild vertikal weiter ausschwingen können, hängt im Europa-Palast eine eher hellere Akustik-Decke herab, vergleichbar mit dem Europa Palast in Essen. Was ist besser? -
Curved Screens - Warum ist die Banane krumm?
cinerama antwortete auf breathtakingcinemascope's Thema in Nostalgie
In der verkürzten Nacht leider nur Stichworte schaffbar: cuved screen erhöhte den Tiefeneindruck auf Grund der verlängerten Mittenachse der Bildwand zum Zuschauer und der insgesamt ansteigenden Fläche. Drehende Kopfbewegungen erhöhten zudem das Aufmerksamkeitspotential. Kritisch auch zu bewerten als "Fetisch", virulent seit der Cinerama-Einführung und den Panoramen seit dem 18. Jhd, die repräsentative Züge übernahmen und zudem totalitäre Ansprüche im Kinowettbewerb verfolgten. Neben diesen Gründen werden auch technische Mängel, etwa der sog. Anastigmate (zumeist Gauss- oder Sonnar-Typen) der 50er Jahre benannt, die anamorphotische Bilder auf flachen Bildwänden nicht randscharf projizierten oder gar verzeichneten (Moeller-Anamorphote): daher auch in Europa der Trend zur leichten Krümmung auf Seiten der Kinotechnikfirmen. Allerdings sind die Kosten für gekrümmte Bildwandrahmen deutlich höher als für flache, was die Mischformen bei Einführung von CinemaScope erklärt. D-150 war immer eine Projektion auf maximal 120 Grad-Krümmunge, analog zum 70mm-Cinerama-Einbau - bisweilen auch weniger gekrümmt und seitens der Curvulon Lens korrigierbar (haben wir hier im Museum zu liegen). Europa-Düsseldorf (1966/67 mit "Grand Prix" eröffnet?) hätte auch mit gleichem Ergebnis (aber mit schlechter Optik) von der Deutschen Cinerama eingerichtet werden können. Ob es die Curvulon Lens auch nach Düsseldorf ins EUROPA schafften, müssten andere beantworten. LA BIBLIA wurde in Dtl. auch auf relativ flachen Bildwänden uraufgeführt und in D-150 beworben (bspw. im CITY im Europacenter). PATTON hatte in Dtld. nur einen 35mm-Regeleinsatz (auf 70mm erstmalig 2006 und 2009 in Karlsruhe und Berlin in neuer Kopie gezeigt). Die 150-Grad-Aufnahmeoptik wurde m.W. in diesen Filmen nie eingesetzt. Die Smilebox-Version von HTWWW ist perfekt bearbeitet (und nachbearbeitet), aber leicht seitlich beschnitten gegenüber der Flachversion, die ebenfalls der Box beiliegt. WINDJAMMER ist eine Mogelpackung, wo man von einer 35mm Scope-Reduktionskopie abtastete und restaurierten und dann - das "Pferd von hinten aufzäumend" - eine Smilebox-Verzerrung hinzufügte (mit deutlichem Bildbeschnitt). Wahrnehmungsphysiologisch und -psychologisch untersuchte Heinrich Wölfflin die Blicklenkung durch visuelle Reize. Hier wird es wirklich interessant! Und es verlässt angenehm den Sektor der bloßen Nostalgie, führt auf aufklärerische Pfade. -
Schön, daß hier einmal die Unterschiede zum Digisat konzediert wurden. Andere Zeitgenossen suggerieren ja Totengräber-Reportagen - diese hier:
-
Das sind die Aussagen von preston sturges. Und sie sind so grob falsch, wie ich seit Jahren keine las: die Blu ray Disc hat nachweislich nicht diese Eigenschaften! Ein Kollege sagte zu preston Berichten: "klingt nach Rufschädigung" (was mir jedoch egal ist, da kein Blu ray-Fanatiker. Soll sich doch SONY mit preston sturges und seiner Anlage herumstreiten) Wenn seine Anlage aus mir unersichtlichen Gründen (nicht zum ersten Male) nicht normal kalibriert sind (was der Kollege obenstehend schon erfragte), dann kommt eben so einen Darstellung bei heraus. Geh' mal in ein Studio (wie ich) und schaue Dir die Sachen unter Referenzbedingungen an: dann müsstest Du vor Scham im Boden versinken! Hier die weitere kritisierte Szene am Brunnen (möge sich jeder dann auf entsprechenden Anlagen selber zugänglich machen, es geht hier nur um den Hinweis, welche überhaupt gemeint ist) - sie sah noch nie so schlimm aus und kann, wenn schon auf Blu ray Disc ein Tiefststand, im damit vergleichbaren DCP kaum besser und anders sein: Das findet nun die Weltfilmgemeinde ganz, ganz toll... entzückend. Recht gut getroffen erinnere ich auf der Blu ray Disc (respektive DCP) diese Einstellung (das Capture ist keine Referenz, es verweist nur auf die richtig Anwahl der fraglichen Szene): Ansonsten fällt der Farb- und Lichtausgleich auf der Blu ray Disc (und kaum anderns wohl auf DCP) 2012 auseinander: wunderbar der Licht- und Szenenausgleich in der Superbit-DVD - perfekt angeglichen! - wirklich amateurhaft in der Restaurierung von 2012 (ergo Blu ray wie 4k DCP). Schade!
-
Liste der 4k Installationen in D-A-CH
cinerama antwortete auf carstenk's Thema in Digitale Projektion
Mit 200 A Kohle und mehr sind da 25Meter und mehr kein Problem gewesen. Gegen grosse Säle zu argumentieren, würde der Massenfazination am Kino viel an Aura nehmen und führte zu mittelmässig grossen Studiosälen. Ist das denn kulturhistorisch gewollt? -
Hast recht! Kommt nie wieder vor! Daher bitte ich um Gnade bis zum Nachreichen späterer Szenenbeschreibungen, die für alle verbindlich sind.
-
Die absaufenden Details auf der DVD (auch in derSuperbit Version NTSC) sind erklärlich, aber nicht der Gegenstand meiner Mängelkritik an der Blu ray Disc und folglich der DCP-Version. Nicht zutreffend ist Deine Beobachtung, die Gradation der Superbit-DVD sei zu steil. Du mußt wissen, dass die Gradation der Kaltprozeßkopien generell steiler war. Die Blu ray ist also sehr flach in der Gradation, entspricht jedoch heutigen Sehgewohnheiten. Es wird wieder polemisch und erstickt die Debatte. Das Schlagwort "hochgejubelt" gefällt mir nicht. Könnte man bitte so etwas beiseite lassen? Gesagt wurde doch nur: Vorweg: die von mir in Eile aus dem Internet kopierten Capture vom beaver.com sind fehlerhaft: also mein Fehler, sie mangels häuslichen Equipments einfach aus dem "Netz" zu saugen (gebe ich gerne zu im Gegensatz zu dem Herrn oben, der sich "zertifizierter Guru" nennt!), was @miberes Bildanalyse auf eine zweite Vergleichsreihe hinführen würde. Die icht bitte bei Gelegenheit noch einmal aufzugreifen. Zumal er einige Bilder treffend als fehlerhaft abgestimmt kritisierte. Die Captures der Superbit-DVD und generell aus beaver.com sind hochgradig verdreht: das letzte an Referenz, was zitiert werden dürfte! Pardon. Auf kalibrierten Anlagen jedoch betrachtet würde ich die von mir schriftlich verfaßten Aussagen dringend bestätigen und sogar noch schärfer fassen. Die NTSC-Version soll sogar vom Look her am ehesten dem der dt. 70mm-Kopien der Premierenzeit entsprechen (die etwas gold-brauner waren, mit geringer Grünschwäche), während ich sie wiederum als hervorragend korrigierte Version der Harris-Fassung betrachte, an der es, bis auf den schlechten Ton und die Ausleuchtungsfeher, wenig auszusetzen gibt). Die Superbit-DVD (richtig abgespielt auf moderenen Playern und über HDMI-Anschlüsse) offeriert mehr vom Kontrast und Farbcharakter der Filmbandoriginale als die Blu ray Disc-Edition, die fast nichts von einem Eastman Color-Original-Look oder einem früheren Look des L.o.A. (die Schärfe und Detaildurchzeichnung einmal ausgenommen) hinüberretten wollte. Die Superbit-DVD ist nicht nur etwas "bunter" als die Blu ray Disc, sondern farblich und in der Gradation authentischer und besser - wobei die verfälschte Abbildung auf beaver.com-Capture den von @mibere zurecht kritisierten Farbstich aufweist, ich sehe ihn auf beaver.com als grün-blau-grün. Man müsste noch einmal unabhängig von beaver.com die Captures anfertigen und ich bitte dringed @miha, evtl. ihm mögliche Captures anzufertigen. Das Bild der Superbit-DVD erscheint bei steilerer Gradation nicht generell oder unfreiwillig bunter (obwohl ich @miberes Beispiel der Anhebung von Pastellfarben bei zu hoher und falscher Gradation auch in den Mitteltönen theoretisch bestätigen würde, weil sie einen solchen Effekt auslösen könnten. Aber er trifft nicht zu auf die Superbit-DVD), und zumal diverse Korrekturen über den Player und Beamer möglich sind, sehe ich evtl. Gradationsfehler bei einigen DVDs als weniger dramatisch an. Zugrunde liegt der Superbit-DVD von LoA bereits ein Master auf D 4, 5 oder 6 in HD. Für die Endversion dann wird stark komprimiert, das Ausgangsmaterial war es noch nicht. Insgesamt aber treten nicht die hier als dramatisch dargestellen Farb- und Kontrastverlust auf. Diese sind in der Blu ray Disc in vielen Szenen auszumachen: die Konferenzsaal-Szene am Ende leidet deutlich, inbesondere die Abtrittsszene von Sharif am Pool ins Schwarz, aber auch schon im insgesamt besser gelungenen ersten Teil fällt die berühmte Brunnen-Szene fatal heraus: so schlecht wie noch nie in irgendeinder Version gesehen. In 15 Tg. erscheint wohl eine US-Blu ray Disc: vielleicht kommen neue Erkenntnisse. Fazit: die von preston sturges der Blu ray Disc in den beschriebenen Szenen unterstellte Unmöglichkeit der Detaildarstellung wird klar zurückgewiesen. Es dürften zwischen 4k DCP und der Blu ray Disc keine derart auffallenden Abweichungen in der Beurteilung von Farb- und Kontrastumfang, Sättigung und Durchzeichnung auftreten. Von Unterschieden in der Auflösung 2k vs. 4k abgesehen, bildet somit auch nach Aussage von SONY die Blu ray Disc eben so Referenzen wie die DCPs zur jüngsten Restaurierung - und sie ermöglicht eindeutige Beurteilungen im Detail. Wenn sich jemand traut, die angeblich hiervon abweichenden Szeneneindrücke des DCPs hier einzustellen, werden wir ja sehen, was darin alles mißraten ist (und eben so auf der Blu ray Disc). Mir wurde zeitweise schlecht davon!
-
Das kann man pauschal so nicht sagen. Die Führung eines Zweckbetriebes (steuerbegünstigte, satzungsmäßige Zwecke) ist für den gemeinnützigen Verein (definiert in Abhängigkeit von der Regelungen der Satzung und der tatsächlichen Geschäftsfführung) zulässig und obliegt der Wirtschaftlichkeit zur Erfüllung der satzungsgemässen Ziele (also ausschliesslich gemeinnütziger Ziele). Ergibt sich ein Jahresumsatz unter € 17.500,00, liegt ein körperschafts- und gewerbesteuerbefreiter Zweckbetrieb des Vereins vor. Und diesen Bedingungen erfolgt eine Befreiung von der Körperschaftssteuer und es können Spendenquittungen ausgestellt werden. Bei nicht gemeinnützig anerkannten Vereinen, die einen "wirtschaftlichen Zweckbetrieb" mit Einnahmen, die über den Rahmen der Vermögensverwaltung hinausgehen, liegt der Freistellungsbetrag bei unter € 35.678,00 brutto inkl. MWSt, um von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit zu werden. Die Begünstigung erreicht jedoch in dieser Vereinsform nicht die MWSt, die in jedem Fall zu entrichten ist - abzüglich der Vorsteuer.
-
Schauburg erwirbt Nachlass von Peter W. Jansen
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Noch gestern war in diesem Thread ein weiterer Post eingetragen (der des Forumskollegen @heutekino). Hat er ihn zurückgezogen oder wurde er gelöscht? Ich bedanke mich für eine freundliche Information über eventuelle Gründe. -
Kann ich Dir nachempfinden. Aber Ähnliches empfanden auch kritische Zeitgeister auch 1977/78 und zurecht. Als Zeitzeuge der ersten S.W.-Premiere erinnere ich mich noch ganz gut: damit begann eines (so seit "Goldfinger" nicht mehr oder noch nie dagewesene) Merchandising-Flut. Es war furchtbar! (Und wir als Schüler gingen ernsthaft und zur geistigen "Erholung" in deutsche Autorenfilme, die damals durchaus noch eine existentialistische Grundierung aufwiesen). Auch auf dem Super-8-Markt gab es frühe Home Cinema-Verwertungen von S.W.. Remakes müssen demnach nicht untergehen, wenn sie in 1 Woche bereits die Produktionskosten einspielten ("Vorteil" des Overscreenings oder der "digitalen Streuung" auf mehreren Plattformen). Das Drehbuch 1977 (obwohl der Verfasser jahrelang dran arbeitete, bis allen Mythen zusammenpassten) wurde beim Kinostart belächelt. Die Sensation, die auch hartnäckige Gegner ins Kino trieb, waren die mit Motion Controll gefilmten postmodernen Raumgleiter-Modelle und Matte Paintings, die neoromantische Symphonik des Filmkomponisten, massiver Einsatz von Laserduellen, Reminiszenzen an die Riefenstahl-Ästhetik, imperiale Kriegsmythologie mit Mehrkanal-SoundöMix aus allen möglichen Foleys - und natürlich der Einsatz auf damals noch existenten Roadshow-Kinos mit extrem hohen und breiten Bildwänden. In den kinotechnisch müden 1970er Jahren, ohnehin arm am Breitwand-Blockbustern und gefüllten Roadshowkinos, resultierte daraus ein Massen-Event. 2009 wiederholte sich dies mit dem "Avatar"-Movie mit vergleichbaren Angriffen auf Drehbuchschwächen. Ich vermeute, dass die Lucas-Serials aber eine langjänhrigere Fangemeinde ausbildeten als die Cameron-Events. Man schreibte es dem "naiven Charme" zu, der Cameron gänzlich abgeht, der zudem auch bei Wahl der Filmkomponisten und Kameraleute m.E. ein weniger glückiches Händchen unter Beweis stellte. Disney hat doch FORBIDDEN PLANET, TRON, BLACK HOLE und TRON LEGACY produziert. Man wird entsprechende Fachkräfte einspannen, die in kalkulierter Synthetik eine Anpassung der Genrebedürfnisse an die Moderne realisieren, ohne in Kitsch und Lächerlichkeit ("Madagascar"-Syndrom) unterzugehen.
-
Erschreckend, wie die Gegebenheiten einfach umgedreht werden. Wir bewegen uns in eine fatale Richtung mit Langzeitfolgen für Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Aus: http://www.dvdbeaver.com/film4/blu-ray_reviews57/lawrence_of_arabia_blu-ray_/large/large_lawrence_of_arabia_blu-ray_x01.jpg Diese Szene sieht meines Erachtens nicht schlecht aus. Bis auf die Darstellung von (allgemein bekannten) Auflösungsverlusten der Texturen der Blu ray Disc trifft kein einziger der Szenenvergleiche seitens @preston sturges die Tatsachen.
-
Ironie ist fehl am Platz, vor allem, wenn Sie nur Ausdruck des Gefühls ist, einen fachlich begr´ündbaren Dialog nicht mehr aufrechterhalten zu können. Es kam von @mibere bisher kein einziges Szenenbeispiel, leider kein einziger Hinweis auf Eigenheiten von Filmmaterialien oder deren Bearbeitung. Das ist kennzeichnet aus meiner Sicht eine Verbissenheit in geheiligte Standards und Meßkurven, ohne das filmische Endprodukt einmal auf den Prüfstand zu stellen. Kein Einzelfall, denn der Streit herrschte bereits zu Analogzeiten. In meinen Augen ist es eine nicht durchzuhaltende Argumentation, wie hier von einem Kinomann weiter oben auf Biegen und Brechen irreführende Angaben gemacht werden, die unter durchaus korrekter Zitation von Blu ray Standards leider falsche Bildbeschreibungen abliefern. Weder die orangfarbenen Hauttöne, das Nichterkennen von Filmkorn noch die Zeichnungsverluste von Grünabstufungen in der Wiese oder angebliche Zeichnungsverluste in den Grauabstufungen der Anzüge entsprechen den Tatsachen der Blu Ray Edition. Weder handele ich mit Superbit-DVDs noch habe ich ein Interesse an der Propagierung oder Abwertung von Blu ray oder DCI im Zusammenhang mit LAWRENCE OF ARABIA. Das zu behaupten ist nicht sehr witzig, sondern zeigt, dass jemandem die Argumente ausgehen. Die zumindest aus meiner Sicht im Connex mit der Neuerscheinung von LAWRENCE OF ARABIA aufgezählten Fehler haben ursächlich nichts mit diesen Medien zu tun. Es sind Restaurierungsfehler, keine Wiedergabefehler! [diesen Abschnitt bitte ich fett und kursiv zu lesen] @mibere: entweder gehst Du darauf ein, und zwar szenenweise, oder wir verfallen in eine Serie bösartiger Ironie-Anfälle.
-
Diese Darstellung diskutierte ich mit unabhängigen Personen der Branche, und sie löste massives Erstaunen und Unverständnis aus. Es kam auch zu mentalen Angriffen auf die Person des Urhebers dieser Zeilen, dem sogar eigennützige Motive in der Bewertung von Versuchsanordnungen unterstellt wurden. Als ursächlich für jene Beobachtungen in der obigen Analyse wird eine fehlerhaft kalibrierte Anlage des Verfassers respektive der Einsatz eines falsch eingestellten Blu ray Players (oder eines anderen BD-abspielfähigen Geräts hier nicht genannter Type) vermutet. Über die Eigenheiten des Media-Blocks des Verfassers möchte ich kein Ratespiel beginnen, aber die Ursachen für die starken Abweichungen im Bildeindruck DCP versus Blu ray Disc liegen definitiv nicht in den Spezifikationen des Blu ray Disc-Standards. Geraten/ vermutet wird eine falsch eingestellte Gradation - wie bereits von einem unserer Mitdiskutanten in diesem Thread in Erwägung gezogen wurde. Folgenden Passagen wurden entschieden widersprochen: - Farben: Das grün der englischen Landschaft zu Beginn des Filmes unterscheidet sich zwischen BR und DCP. In der BR ist es einfach nur sehr sehr grün, während es im DCP ein nicht so stark saturiertes grün ist. Es ist viel feiner gezeichnet mit unterschiedlichen Grünabstufungen und nicht nur einfach ein grüner Wiesenfarbklecks am Rande der Strasse wie in der BR. - Nächste Szene: Auf den Treppen nach der Trauerfeier. Sehr interessant zu beobachten ist das unterschiedliche Schwarz der Anzüge der Trauergäste. Während das 4K DCP die Schattierungen und Abstufungen des "schwarz" und der unterschiedlichen Stoffe in Krawatte, Anzügen, Mäntel und Revers deutlich erkennen läßt, ist es in der BR fast nur schwarz mit kaum erkennbaren Unterschieden. {...]. - Uns fällt auf, dass die Gesichter auf der BR mal mehr mal weniger deutlich zu einen Orangestich neigen. - Das erklärt nun auch die deutlich feineren Farbabstufungen der "Grünen Wiese" sowie die deutlich bessere Detaildarstellung in dunklen Bildinhalten des 4K DCPs. Das "Orange" Rot, das sich vor allem in den Gesichtsfarben der Blu-ray aufzeigt, hat seine Ursache zudem im relativ kleinen Farbraum BT.709. - Genau aus diesen Gründen taugt eine Blu-ray nicht zur Farbabmusterung, um die Qualität eines nativen 4K DCPs zu "bewerten" - und somit ist auch der Vergleich mit dem 70mm Filmband diesbezüglich untauglich. Die kritisierten Restaurierungsfehler/Materialmängel würden m.E. in allen Medien (sogar auf dem iPhone oder einer VHS-Kassette) erkennbar sein. Um diesen handwerklichen oder materialbehafteten Defizite/Fehler ging es mir. Die Differenzierung zwischen Blu ray Disc und DCI-Modellen ändert leider nichts an den erkennbaren Defiziten/Verschiebungen. Zu einem weiteren Zitat: - Das 4K DCI-DCP hat eine Farbtiefe von 12 bit pro Farbkanal bei 4096 Kontrastabstufungen (JPEG 2000) Es wird immer subtile und subtilere Abstufungen in der Medientechnik geben, die man bewundern darf oder gelassener hinnimmt. Falls analoge filmtechnische Hintergründe zu erwähnen heute noch akzeptiert werden: beim Negativ-Analizer der subtraktiven Farb- und Lichtbestimmung waren maximal 47 Abstufungen (Punkte) möglich, von denen die Hälfte allenfalls zur Anwendung kommen/kamen. Bell & Howell bot zeitweise Halbwerte an, sofern jemand solche Abstufungen überhaupt noch wahrnahm. Wir wissen, dass in der voll-analogen Zeit perfekte Filmkopien weitgehend ohne Verluste und analog zum analogen Negativ-Original möglich waren und zu meisterlichen Ergebnissen führten. Da die restaurierte Version von LoA (egal ober auf Blu ray Disc oder auf dem entsprechenden DCP) alles andere als meisterlich gelungen ist, und da zusätzlich zu den anzunehmenden Material-Alterungen im Negativ auch noch ein fehlerhafter Farb- und Lichtausgleich durch den Coloristen in 2012 hinzutrat, darf die Frage nach einer Wiederholung und Korrektur der neuen Version erlaubt sein. Diverse Fehlschaltungen und Defizite in der Farbsättigung konnte ich in meiner 70mm-Kopie nicht ausmachen, die jedoch einer anderen Farb- und Lichtbestimmung unterlag und zu einer Zeit gefertigt wurde, als das Negativ noch 24 Jahre jünger war.
-
Grundsätzlich taugt jedes noch so veraltete und rückständige Medium zum Vergleich. Ziemlich eindeutig beeindruckte die farblich starke Nähe der DVD CLEOPATRA zum Premieren-Original von 1963 versus der deutlichen Verlust auf BluRay Disc von 2012, eben so bei BEN-HUR. Wir hatte dies in mehreren Beispielen im Forum gegenübergestellt: in diesen und anderen Fällen zu ungunsten der in Kompression und Farbauflösung höher stehenden BluRay Disc. Feinere Durchzeichnungen in einem 4k DCP (vs. BluRay Disc mit niedrigerer Auflösung und höherer Kompression) - weiter obenstehend anhand von Ausschnittsvergrösserungen in den Fokus gerückt - beziehen sich auf Normen elektronischer Medien, nicht konkret aber auf zu diskutierende Fehler oder Unmöglichkeiten im Restaurierungsprozess und im Workflow. Dabei ist recht unabweisbar der Erhaltungszustand des Materials und/oder der Umgang damit entscheiden, die zu den Schwankungen im Ausgleich und in der Abstimmung führten, insbesondere bei CLEOPATRA und BEN-HUR. Da BluRay Discs von ICESTATION ZEBRA von 2012, fabrlich auch MUTINY ON THE BOUNTY und viele Titel der Vorjahre zeigen aber weder aus analog-puristischer Sicht (klassischer Lichtbestimmer der analogen Ära) noch aus digital-konditionierter Sicht (Beamer-Techniker und Installateure) sichtbare Mängel oder Verluste. Somit liegen bei CLEOPATRA/BEN-HUR/LoA eben Bearbeitungsfehler und/oder Materialfehler vor. Die vom obigen DCP-Spieler genannten Szenen sind allesamt satt belichtet und womöglich fern von einem Dichteverlust. Sie sollten sogar verglichen mit einem 8 Jahre alten Transfer für die Superbit-DVD Vorteile aufzeigen. Bei vielen Innenaufnahmen von BEN HUR hat die DVD von 1999 jedoch mehr Zeichnungen und Farbdichten zu bieten als die BluRay Disc. Bei einigen Einstellungen in LoA fallen müde, entsättigte Hauttöne eben so auf wie Verluste im Grün, wo man vermutlich vergass, ein Enhancement einzusetzen. Der Parallelvergleich mit einer 35mm-Technciolor-Kopie oder eine Restaurierungsfassung auf 70mm in der Kopierung von 1988 unterstreicht diese Beobachtung. Teils könnte sie auch im Vergleich zur Superbit DVD ablesbar sein, in der die Grüntöne intensiver und farbgetreuer zu einem Eastman Color-Material liegen. Erschreckend, wenn obenstehend nun berichtet wird, das DCP weise (von feineren Durchzeichnungen abgesehen) eine noch niedrigere Grunddichte um Grün-Bereich auf. Egal was man nimmt: diverse Szenen in LoA sind exzellent abgestimmt, andere jedoch sahen so niemals aus und widersprechen dem Grundcharakter von Eastman Color dieser Zeit (dies erkennt eigentlich jeder Kameramann/-frau oder Kopierwerksfacharbeiter, der originale Filmmaterialien in der Hand weiss und deren Bearbeitungsschritte mitvollzogen haht, sofort). Die im Farbeindruck hin- und herspringenden Farbeindrücke beim Parallspiel von BluRay Disc und DCP in den obigen Vergleichen würde ich wie @Shomansship der evtl. korrigierenswerten Gamma-Einstellung an besagtem Versuchsprojektor zuschrieben - nicht dem Medium BluRay Disc. @miha hatte seinerseits auf einen prinzipiell sehr ähnlichen Charakter der Farbwiedergaben beider Medien hingeweisen - und SONY verweist auf die zeitgleiche Herstellung von BluRay Discs und DVD vom selben Restaurationsmaster von 2012 (anders bei VERTIGO 2012). Noch einmal die Superbit-DVD mit ebenfalls schwacher Grünsättigung (und noch ohne Einsatz der selektiven Farbkorrektur) und zum Vergleich die BluRay Disc von 2012, in der die Palmenblätter leicht ausgeblichen sind, eben so das Himmelsblau. Auch auf die Gewänder der aussenstehenden wäre zu achten: Aus: http://www.dvdbeaver.com/film/DVDCompare2/lawrenceofarabia2.htm Theoretisch könnte das 4k DCP eine bessere Durchzeichnung und auch Sättigung aufnehmen, aber man vernahm obenstehend, die Grundsättigung im Grünspektrum sei dort geringer als in der BluRay Disc.
-
In Ausnahmefällen sind ungesicherte VHS-Kassetten oder Laserdisks im Umlauf, die bei einigen Filmen authentische Informationen enthalten, die bei neueren Transfers oder Editionen unterschlagen werden. Prinzipiell steht jeder einmal vor der Sitiation Equipment zu benötigen, von dem man sich bereits glücklich getrennt zu haben glaubte. ;-) Für kommunale Kinos, Museen, Institute und Universitäten z.B. käme dies in Betracht.
-
Die Fortsetzungen werden funktionieren, weil es eine Fangemeinde gibt und auch neue Konsumenten hinzukommen, die zu den vergangenen Folgen keine geheiligte Beziehung haben und somit "neue" Filme erleben. Das ist im Business eine ewige Häutung und zuletzt anhand der BAT MAN-Adaption oder der modernisierten 007-Figur belegbar. Keine revolutionär neue Idee, aber es gehen damit einher neue Formen und Varianten mit alten Mythen und eine endlose Plünderungs- und Zitatmaschinerie. Nichts anderes machte Onkel Schorsch 1975-77 in der Zeit seiner Schaffenshöhe und hatte heftige Gegner und Kritiker weltweit (deren Ansätze aufgrund der schon damaligen Oberflächlichkeit der Filme auch nachvollziehbar sind, wenn man mit zeitgenössischen anderen US-Produktionen vergleicht: Cassavetes, Pollack, Coppola, Beatty, Lee Breuer gingen zunächst Wege des politischen Realismus, der alsbald nach JAWS und STAR WARS verdrängt wurde). Sieht man das Ganze ausnahmsweise emotionslos und aus einer "Distanzierheit", kann man erkennen, welche Motive und Zwänge wirklich hinter Mainstream-Produktionen stecken. Unter anderem, alte Drehbuchrechte im Besitz von Studios neu zu verwerten, was kein neuzeitlicher Vorgang ist. Die Fortsetzungen werden kommen so wie das Amen in der Kirche!
-
DFM Frankfurt u.a. KoKis spielten ihn auf 35mm, in Berlin liegen zudem 35mm- und 70mm-Kopien. Die von Universal als Kino-DCP verliehene Version weicht stark davon ab.
-
Seid nett zum 70mm-Film! (er wird Dispositionspolitiken à la "Verschiebebahnhof" nur schwer überleben - und was soll an einem DCP besonders "Ausstellungsträchtiges" greifbar sein? Online 2k ist dann aber noch einfacher und bequemer.). ;-)
-
In der oben aufgestellten Komparation hat Mr. sturges schon richtig verstanden. Die Superbit liegt in der besagten Pool-Szene in der Wasserfarbe und auch im Schwarz des Abgangs von Omar Sharif unendlich näher an allen Filmabandoriginalen des L.o.A. als die Blu ray Disc an besagter Stelle. Ausserdem trefen Transfer- und Restaurierungs-Mängel auf Medien mit noch höherer Datenrate, mit noch geringerer Kompression, mit optimierten Chrominanz- und Luminanzgraphen noch deutlicher hervor. Das 4k DCP soll nach SONY zwar der Blu ray Disc entsprechen, dürfte aber die Abweichungen noch ein wenig deutlicher hervortreten lassen. Dass aber rückständige Medien wie eine VHS-Kassette oder eine Superbit-DVD in einigen Teilen des Films einem brandeneuen Transfer überlegen bzw. film-affiner sein können, wirft berechtigte Fragen zur individuell durchgeführten Postproduktion des diskutierten Filmtitels auf. Nichts anders führe ich seit Jahren an (auch schon zu verunglückten 70mm-Neukopierungen), und das ständige Abstreiten und Karikieren jener Aussage lässt das Gesehene nicht ungeschehen sein. Natürlich. Vielleicht sollte sich die fachliche Kritik an der Substandardisierung von Eastman Color-Farben über den erwähnten Workflow und ein fehlerhaftes Grading entzünden? Erst dann hat man m.E.den Look des 1962-63 gedrehten Films erforscht. Etwa dann das tlws. gefadete oder womöglich 1962 nicht überall standardgemäß fixierte Kamera-Original (Kritik an Technicolor)? Wenn auch dort die Referenzen nicht immer überzeugend ausgelesen wurden, so beginnt ab diesem Punkt die seriöse Forschung, wie ich hoffe. Das wäre die Rettung der immer wieder ins Persönliche verrutschenden Debatte. Danke für diese Mühe (denn ich komme an beide Scheiben nicht mehr heran...)!
-
Mit Einführung und Bevorzugung des Digisats sehe ich keine Begünstigung oder Renaissance des Filmbandformats mehr. Es sei denn, es würde durchgängig analog und authentisch reproduziert werden: in Bild und Ton: 70mm plus Magnetton. Das macht Sinn auf Grundlage intakter Negative und Sound-Master; Diskussionen um Migration von Farbräumen oder Datenkompression und Rasterungen (was mich so wie so nicht so stark interessiert) würden damit weitgehend obsolet werden, da die analogen Materialien sich traditionell ergänzen und einander entsprechen. Kostenaufwendig wird eine analoge Kopierung natürlich durch 3 oder mehr Korrekturkopien: gerade in anbetracht fehlender oder pensionierter Fachkräfte. Es ist aber eine Frage des Know-hows und der Organisation, die hierfür richtigen Personen zusammenzuführen. In USA ist das auf diesem traditionellen Film-Sektor kaum mehr gelungen - dafür bisweilen in der digitalen Postproduktion, die einen Profitsektor darstellt. Dennoch hatten SONY und FOX seit 2000 bis etwa 2009 einige 65-mn-Produktionen noch einmal auf 70mm kopieren lassen: verwunderlich, aber sicher mit dem Mastering für DD-Editionen zusammenhängend. Man hätte in der Art weiterverfahren sollen und aus anfänglichen Fehlern auch lernen können (oftmals gelbstichige Kopierungen durch Nichtbeachtung der Rot- oder Orangemaskierung in Negativen oder andererseits ein totaler Blaustich). Ich fürchte, es wird kaum noch etwas nachkommen. THE MASTER hätte ich nicht für möglich gehalten, weil ich den 65mm/70mm-Duprozess für kaum mehr kontrollierbar halte - aber dieser Film wurde dann von 65mm-Original-Negativrollen direkt kopiert. Was ein Desaster wie bei FAR AND AWAY (und offenbar auch HAMLET dem Vernehmen nach) vermutlich umschiffen konnte. Meßtechnisch und bei subtilem A/B-Vergleich unbestritten. Aber geradezu vernachlässigbar, gemessen an den wirklich groben Schnitzern bei der heutigen Bildaufnahme oder auch einer schlechten Lichtbestimmung/Grading durch menschliche Fehlbarkeit. Beispiele: BEN HUR, CLEOPATRA, NORTH BY NORTHWEST und ansatzweise LAWRENCE OF ARBIA zeigen nicht deswegen Mängel, weil der Farbraum der Blu Ray Disc nichts Besseres zulässt, sondern weil das Grading fehlerhaft war, evtl. Negativalterung eine Rolle spielt oder kommerzieller Druck zu einem Abweichen von einem authentischeren Look führte. Der Direktvergleich mit den Edition GRAND PRIX, MUTINY ON THE BOUNTY, 2001, WEST SIDE STORY, DOCTOR ZHIVAGO, THE TEN COMMANDMENTS und jüngst ICE STATION ZEBRA zeigt derartige Mängel nicht. Einige dieser Editionen liegen im Farbcharakter und im Gamma täuschend nahe an 70mm-Premierenkopien, einige Szenen in DOCTOR ZHIVAGO leuchten schöner denn je: keine Spur von Flachheit, farblich Stumpfheit, absaufenden Schatten, fehlendem Grün oder aschfahlen Hauttönen. Das könnte ein Grund sein, allerdings habe ich die Bitraten nicht abgerufen oder die Kompression bewertet. Halten wir dies einmal offen: denn eigentlich war diese Superbit-Version des LAWRENCE ein Flaggschiff aus dem Hause SONY mit "Referenzcharakter". Und insgesamt stimmiger und homogener als die Blu ray Disc. Direktausbelichtungen auf Printmaterial dürften die Kopienkosten um ein Mehrfaches in die Höhe treiben. Eher würde der Restaurateur/Filmverleiher, falls dies erstmalig (?) komplett von A bis Z von einem auf 65mm gedrehten Film erwogen werden würde, auf die Ausbelichtung auf Duplikatnegativ hinzielen. Davon dann eine 70mm-Kopie. Allerdings wären das Ausnahmen oder Sonderfälle - und noch ist ja die neue SONY-70mm-Kopie nicht erschienen. Sie würde zwar vom 8k-Scan deutlich in der Schärfe profitieren gegenüber der DCI-4k-Wiedergabe. Aber einmal konsequent in der digitalen Welt sich aufhaltend, sind eher Optionen wie das Stakken von vier 4k-Beamern warscheinlich. Und auch dies nur für riesige Bildwände. An eine Verheiratung von D.I.-Prozess und 70-mm-Kopie glaube ich nicht mehr. Im 35-mm-Bereich hat dieser Prozess bereits viel Schaden angerichtet. Alte, aber intakte Negative sollten authentisch auf Film eine adäquate Positivkopie finden. Mängel der Produktionszeit (Schlieren, Druckbelichtungen, Kamera-Bildstandswacken oder das Wackeln der HiCo-Masken bei den Flanken der steinernen Tribüne des Kaisers Augustus in Rom in BEN-HUR würde ich so belassen. Später, etwa durch die Kopierung hinzugetretene Schäden (die nicht in der Premierenkopie enthalten waren) aber zu eliminieren versuchen: Beispielsweise durch einen Schmitzer-Naßkopf am Bell&Howell-Durchlaufprinter Model C für 65/70mm-Filme (in der Art verfuhr Harris 1988 bei der Umkopierung vom Originalnegativ auf 65mm-Interpositiv in LOA), oder bei nicht durch die Naßkopierung behebaren Schäden durch Scannen, Retuschierung und Rückbelichtung auf 65-mm-Film. Darum würde ich dringend bitten. Die Quinn-Szene mit der "Kunstnase" ist ganz am Ende des Films. Auch spechen Quinn und Sharif miteinander vor einem Schwimmbecken in einer Indoor-Szene, und Sharif verschwindet im richtigen Schwung in einem schwarzen Schatten, womit der die politische Bühne verlässt. In der Superbit-DVD noch nachvollziehbar, in der Blu ray stimmt etwas mit dem Schwarz nicht und der schwungvolle Angang verfälscht sich. Ausserdem ist dort das Wasser im Schwimmbecken eher blau-hell, im Original jedoch und später auch auf der Superbit-DVD hat das Wasser einen dunkleren und kaltblauen Charakter.
-
Derzeit kann ich nicht alle erwünschten Angaben machen oder vernünftige Screen-Shot liefern: die Blu ray habe ich wieder zurückgereicht und kann auch nicht stundenlang ein Studio mit auftragsfremden Belangen okkupieren. In der Auslegung des Workflows von SONY bin ich nicht sattelfest: mehr Fragen als Antworten. Momentan daher nur singuläre Aspekte beleuchtbar: Dabei berief ich mich lediglich auf die SONY-Deklaration, daß DCP und Blu ray Disc vom selben Master stammten. Mdl. Schilderungen über das DCP folgend, waren die Beobachtungen jedoch gänzlich andere als meine zur Blu ray Disc: insgesamt sehr kritisch zum DCP, wogegen ich die geäusserte Kritik anhand der Blu ray Disc nicht bestätigen könnte, die die groben Fehler und Schäden hervorragend beseitigte. Ein fraglos veralteter HD-Transfer noch aus Vor-DCI-Zeiten. Auf diesem Level läßt sich nun aber ein sehr sorgfältiger Farb- und Lichtsausgleich konstatieren. Die Farbsättigung liegt jedoch unter der der zeitgenössischen Eastman Color-Kopien. Die Blu-ray-Disc ist nicht generell farbentsättigter: einzelne Szenen weisen sogar stärkere Sättigungen auf (Sektion Wüste und Himmel selektiv korrigiert, eine Szene in den Grünbereich verschoben, wodurch Weintrauben so grün aussehen wir nie zuvor). In anderen Abschnitten erkenne ich das von SONY eingeräumte Negativ-Fading. Dennoch: unbahängig vom Fading ist die Gradation der neuen Fassung wesentlich flacher als in zeitgenössischen Kopien. Auch die nicht sehr stark gesättigten Farben auf der Superbit-DVD scheinen mir mehr im Farbgleichgewicht zu stehen. Schwankend (und nicht auf Materialwechsel zurückzuführen) sind aber die tlws. unausgeglichenen Abschnitte, wo dem Coloristen vielleicht die Zeit fehlte. Ziemlich esoterisch (und garantiert eine Steilvorlage für die kommenden Hohn- und Ironie-Tiraden hier im Forum!!!), aber ein Indiz darauf, wie kompliziert die Verfahrensweisen sind - zumal ich mich frage, ob der Scanner über eine passende Material-Matrix für die OCN- und die IP-Anteile verfügte -: beschauen wir mal die "Kunstnase" des Antony Quinn, so ist sie im Negativ erkennbar, wurde aber von der Schminke seinerzeit so gefärbt, dass eine Kompatibiltät mit den Printmaterialien von Eastman Color und Technicolor ermöglicht wurde. Als "Kunstnase" war sie somit in den zeitgenössischen Theaterkopien nicht erkennbar, sehr wohl aber nach dem heutigen Scan vom OCN. Könnten wir aber, wenn guter Wille nach einer Szenenanalyse vorhanden ist, uns ein wenig von den Säulenheiligen (im AVS-Forum regulär angebetet) lösen? Aus meiner Sicht ist jenes Geschäft nicht besser (oder schlechter) als die Politik: sodass Kritik an der Tagesordnung ist. Lean gefiel die 1988 von Harris restaurierte Version augezeichnet. Er und Co-Finanzier Spielberg äusserten, dass im Grund alles besser sei als je zuvor. Das war für Menschen, die die früheren Aufführungen gut kennen, nicht unbedingt nachvollziehbar. Objektivierte Kriterien wurden zu keiner Zeit von Seiten anderer Filmtechniker angestrengt: weltweit nicht. Allenfalls wenige verzweifelte Objektivierungsversuche auf Journalistenseite, die sich über die Sound-Mischungen bei LAWRENCE und VERTIGO wunderten. Vermasselt ist die neue Restaurierung sicher nicht. Aber Folgendes könnte diskutiert werden: aus meiner Sicht neigt der heutige Colorist (oder weit eher noch der Filmemacher) zur Vermeidung stark gesättigter Farben. Auch der Remix der Harris- oder Fox-70mm-Restaurierungen auf jüngere Tonformate wie Dolby-A oder DTS brachte Verluste oder Änderungen mit sich und untermauerte kommerzielle Zwänge. Da würde ich den Rückgriff auf zeitgenössische Interpositive gerne stark machen. Entweder sind sie mechanisch in besserem Zustand als die Orignalnegativ, fast immer aber enthalten sie die Farb- und Lichtbestimmung der Premierenzeit. Dank dieser zeitgenössischen Sicherungsmaßnahme konnten seit den 1990er Jahre zahlreiche DVDs oder Blu ray Discs in farblich beachtlichen Versionen erscheinen. Hätte Robert H. also nicht Ausleuchtungsfehler in des 65mm-IP des LAWRENCE O.A. von 1988 induziert, wäre dieser Version farblich ein besserer Garant als das Orginalnegativ. Das ist zum grossen Teil zu bejahen. Aber ohne Kenntnisse des Originallooks (oder einen Zugriff auf intakte Archivfassungen) wird das Grading eines alten Negativs zum Experiment. Fehlgeschlagen sichtlich in DER SCHWARZE FALKE. Das Folgebild habe ich mangels Capture-Möglichkeit von der Bildwand abgeknipst: natürlich keine Referenz! Also bitte auf kalibrierten Anlage DCP oder Blu ray Disc bewerten. Danke für das Verständnis...
-
Genau diese Szene (Landung in Raumstation 5 so wie Dom-Metapher mit Raumschiff Aries) betrachtete ich heute mittag mit einem Bekannten: und auffallend waren darin außerdem Disproportion der Composits mit Darstellungen der Controll- und Mannschaftsräume am unteren Bildrand zur Mitte so wie links- und rechtsseitig. Wer fleissig sucht, findet immer Fehler. Allerdings wirken die Modell-Aufnahmen aufgrund grosszügigerer Proportionen, anderer Einstellungsgrössen und Brennweiten gegenüber vergleichbaren in ICE STATION ZEBRA herausragend und zeitlos überzeugend. Ein anderer, älterer Filmfachmann jedoch zu mir (nicht meine Meinung): "technisch veraltet und inhaltlich eine falsche Vorspiegelung nicht durchführbarer Mondbesiedlungen". :grin: Würde diese Vermeidung als Industrie-"Standard" erachten und an alle Formate jener Dekaden knüpfen - keinesfalls nur an VistaVision. VV scheint jedoch geringere Probleme und Brüche beim Wechsel von Einstellungsgrößen und Brennweiten aufzuweisen als Todd-AO-Aufnahmeverfahren. Die Ausleuchtung des Monologes des alten Charlton Heston finde ich überragend. Darüberhinaus das Set "dreidimensional" nicht nur durch Ausleuchtung und Weitwinkel, sondern durch unverzeichnete und bewegte Panoramen sowie durch die Perspektivierung einer Szene aus verschiedenen Blickwinkeln in einer einzigen Kamerafahrt (Erschliessung eines Panoramas durch bewegte Kamera nach André Bazin) einzufangen, finde ich auf 65mm mutig: wurde dem Format doch jahrzehntelang Starrheit vorgeworfen. In den sog. WideScreen-Klassikern der 1960er Jahre finden wir solche Kamerafahren m.W. nicht (ausgenommen in IL GATTOPARDO): traditionell wird immer auf Grossaufnahmen von Gesichtern umgeschnitten, um Perspektivwechsel zu ermöglichen. Aber außer mir gefällt diese HAMLET-Szene kaum jemandem: Bildrechte bei Warner Communications, 2001:
-
30.12.12 im ASTOR LOUNGE Berlin um 10.00 Uhr DOKTOR SCHIWAGO (dt. Vintage Print, mechanisch guter Zustand), weiterhin GRAND PRIX (dt. Vintage Print, zusammengesetzt). Die beste 2001: A SPACE ODYSSEY-70mm-Kopie Europas liegt im British Filminstitut: im NFT beglückt gesehen. Die zweitbeste im Norsk Filminstitutt. Die in Farbe und Dichte besterhaltene deutschsprachige Komplett-Kopie in einem Berliner Staats-Archiv (kommt aber erst im Frühjahr zum Einsatz). Im Einzugsbereich von Seattle lief einmal eine vielleicht "weltweit beste" Kopie: Direktkopie aus den 1980er Jahren. Die farblich beste "Kopie" ist m.E. die NTSC-DVD von etwa 1999, gefolgt von der 35mm-Kubrick-Kopie aus den 1990er Jahren. Aufgrund der vielen Travelling-Mattes und Trickkopien fanden aber schon 1967 minimale Beeinträchtigungen der Schärfe statt. LA BIBLIA hatte feinere Texturen und tiefgreifendere Raumeperspektiven zu bieten, die in SPACE ODYSSEY lediglich beim Einsatz der Fairchild-Lens hervortreten. Guter Hinweis auf die Notwendigkeit der Large Formats für Panoramen. Die "wegfliessende" Schärfentiefe bei Nah- und Grossaufnahmen war in FAR AND AWAY bereits konstatierbar. Dagegen nun HAMLET, den ich in einer wirklichen Spitzenkopie (Berlin und Hamburg) erlebt hatte: mit durchaus einigen Panorama-Shots (im Fecht-Saal und auch Open Air) und nur selten verrutschten Schärfenebenen. Schwächen zweifelsfrei (darunter Kamera-Fehler, sichtbar innerhalb der 2. Rolle, so weit die Erinnerung trägt), aber der Kameramann Alex Thomson war nach kritischen Gesprächen zum Look moderner 70mm-Filme der Erwiderung nach ausdrücklich gewillt, "mehr Licht" zu setzten, um Schwächen der flachen Schärfenebene entgegenzuwirken. Es gibt also noch weitere, zu erforschende Ursachen für den Mangel an Plastiuität, Reliefierung und Räumlichkeit in den modernen 65mm-Produktion (zu hinterfragen sind Kameras, Optiken und der moderne Filmstock). Also die tolle HAMLET-Kopie hatte das allerfeinste Korn, dass ich je auf einer Bildwand ausmachen konnte - getoppt vermutlich nur von THE MASTER. Dann wurden bei HAMLET leider aber nicht nur Direktkopien, sondern auch 70mm-Dupkopien gezogen, die zu dem geschilderten hässlichen Eindruck vielleicht teilweise mit beitrugen? Auch FAR AND AWAY sah als Direktkopie deutlich besser aus: das Duplikat war seinerzeit mißglückt (dazu auch Leserbriefe im "American Cinematographer").