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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Glaube damit, dass bei einer Schwerpunktverschiebung zwischen Rhythmus und Metrum die Synkope als Stilmittel des Songs nicht richtig durchdrang - und asynkopisch verhallt. Die Frau singt, als sei sie gerade aus dem Tiefschlaf erwacht: geringstmöglicher musikalischer Anspruch, wie der Kollege schon meinte.
  2. Sehr richtig, sehr ermutigend. Noch einen schönen Tag!
  3. Ja, dies sind die Registrierungsprobleme der Kamera. Nun meinte ich darüberhinausgehend die gravierenden Änderungen auf Grund von Materialalterung (unterschiedlich geschrumpfte oder in unterschiedliche Richtung gewickelte Negativrollen), bei denen kaum noch Chancen auf Ausgleich bestehen. Eigentlich gar keine. Ausser dem neuzeitlichen Einzelscan jedes Auszugs. Trotzdem sollten und müssten aber auch Kopierungen nach dem Originalprozess am Leben erhalten werden, gerade auch farbauthentische und auflösungsauthentische 70mm-Kopierungen vom Kameraoriginal, wo dies in vielen Fällen ja noch möglich ist! In dieser Richtung folge ich Dir gern mit flatternder Fahne! Nicht nur dort. Entweder authentisch restauriert oder eben eine Simulation auf anderem Träger. Man kann sich auch in einem Einkaufszentrum die Sixtinische Kapelle feingepixelt an die Wand werfen und sagen: dies ist der originale Michelangelo. Immer eine Annäherung, oder eine Simulation (wie @ATRIUM ausführte), aber keine "genaue Reproduzierung". Wir verstehen uns grundsätzlich falsch - woran sich auch nichts ändern wird. Er verdrängt den Distributionszusammenhang und den technologischen Zusammenhang und mag dann ein Filmfachvokabular auch gerne dem Duden entlehnen. Und argumentiert auch noch immer aus Warte einer (sicher schönen und erhoffenswerten, aber nicht in der Weise "auftrennbaren") Kino-Exklusivität: mit über lange Zeit arteigenen Medien. Die Realität wird dabei nicht klar genug herausgeschält. Die Trennung "Kino" versus "Fernsehen/Heimkino" gelang mit 35mm und 70mm, kaum aber mehr im digitalen Zeitalter der elektronischen Derivate. Und sie ist auch nach meiner festen Überzeugung (und einer ähnlichen Auslassung von @ATRUM nicht an die "k"-Frage gekoppelt.
  4. Da wäre ich "kühl zurückhaltend" mit Euphorie, da die Erwartungen beim Scannen der älteren Negative in den vergangenen Jahren immer wieder zur Farbverfälschungen führten. Was sich noch ändern kann. Du bemängelst bspw. einen zu kühlen Look des LAWRENCE O.A. in der DCP-Fassung. Steht dann der Vergleich der 4k-Darbietung mit den besseren gesehenen 70mm-Kopien (die ja ältere Duplikat-Umkopierungen von 1988 sind) auf ähnlicher Stufe, ist das ja ein Riesenlob für die Harris-Fassung respektive ein Tadel für die Reduktion auf eine 4k DCP-Darbietung (die keine 65mm-Auflösung erreicht). Nachdem @magentacine von einem ungefähren Gleichstand der Auflösung beider Versionen (DCP 4k in 2012, 70mm Dupversion von 1088) sprach, aber auch @pinbot zu minimalen Artefakten oder zum Transfer bestimmter Texturen der Version von 2012 Fragen stellte, ist nichts mehr identisch oder "state-of-the-art". Weshalb Du treffend von "Ähnlichkeit" sprichst. Und @ATRIUM ganz treffend Fragen nach inadäquater Nachbearbeitung in der Version aus 2012 stellt und auch auf die seltsame Praxis der Restaurierung von 1988 verweist, bei der angeblich 200 Klebestellen sich lösten - ein Unding aus meiner Sicht, zumal man Negative z.B. mit Kerbenschaltung dann eben vom Ende auf Anfang kopiert und die riskanten Stellen somit zur gegenüberliegenden Seite des Zahnkranzes am Printer positioniert. Das soll Harris nicht gewusst haben? @preston sturges hat in bald einem Jahrzehnt seiner Aktivität in Karlsruhe bis heute noch nicht erreicht, eine farblich annehmbare, authentische oder zumindest neutral abgestimmte Version der LAWRENCE OF A. zu screenen. Es handelt sich aus meiner Sicht um stets neue Versuche - die ja auch in Ordnung sind, wenn dann mal wirklich etwas stimmt. *** Mr. Sturges kann noch so sehr werben mit "grosses Lob" in Sachen BRIDGE ON RIVER KWAI, hat aber keinen Einblick in Bearbeitungsprozesse von Filmen und ist aussschliesslich auf Links und Zitate angewiesen. Er selbst betreibt nie Restaurierungskritik und benennt in auffallender Weise nicht einen einzigen Paramter oder ein Symptom der Ergebnisse. Das macht stutzig, als wäre hier primär eher ein Marketing-Macher am Reden, der sich nicht traut, konkrete Erscheinungen anzusprechen. THE BRIDGE ON RIVER KWAI, den er in Zusammenhang mit dem DFM bringt, war als DCP obenstehend kein Thema meiner Einlassung: es ging um den schlechten Look der einer völlig neuen Bearbeitung folgenden Blu ray Disc gegenüber der wenige Jahre zuvor erschienenen, exzellenten DVD. Wortverdrehung führt nicht weiter, sondern konkreter Vergleich der benannten Quellen. Auch blieb die Frage der von einigen vielleicht konstatierten Unterschiede DCP vs. Blu ray bei LAWRENCE OF A. unbeantwortet. Werbeprosa, dieser Vergleich, ich bitte um Entschuldigung. Durch die Einzelscans der Auszüge ist eine genaue Registrierung möglich, die eine "gute und scharfe Technicolor-Kopie", würde sie heute angefertigt bzw. die Maschinen reaktiviert werden, nicht mehr aufgrund der Schrumpfungsindizes der Negative nicht mehr erzielen könnte. Wie kann nun ein Transfer bitte eine "Optik treffen"? Man trifft einen Look, aber keine Optik.
  5. Dann gerne zum dritten Male, wenn von Deiner Seite mit kalkuliertem Vorsatz alles abgestritten wird: die vor Wochen schon greifbare Blu ray Disc weist, jenseits der Frage des authentischen Looks und der Farbabstimmung von 1962, keine Bearbeitungsfehler auf, so weit ich hineinschauen konnte. So verhält es sich auch mit TAXI DRIVER. In beiden Fällen sind die zuvorlaufenden Sondereinatz-DCPs angefochten worden, weil zum Heimkinomarkt nicht aufschliessen könnend, was das homogenere Gesamtergebnis betrifft. Daher meine Frage an die Leser, wer DCP und Blu ray Disc des Films verglichen hat? Keine Antwort bislang? Bei den Blu ray Discs von BRIDGE ON RIVER KWAI so wie etlicher Monroe-Filme tauchten überraschend schwere Bearbeitungsfehler der Neuzeit auf - dies im Gegensatz zu den wenige Monate oder Jahre zuvor erschienenen DVDs, die perfekt waren. Wie weitreichend zerstört das "Lawrence o. A."-Negativ nun in mechanischer Hinsicht ist, sei dahingestellt. Regisseur Lean äusserte ja in einem BBC-Interview von etwa 1988 (im Besitz von @filmempire!), er sei - frei aus meiner Erinnerung zitiert - letzte Woche [ca. 1988] im Kopierwerk gewesen, und das Negativ sei in gutem Zustand. Vermutlich einer der vorbereitenden Gänge im Zuge der Anfrage durch Robert Harris. Welchem preston sturges wohl alles glaubt - sicher auch die 200 aufgegangenen Nassklebestellen? Gerade aufgrund des Auto Select Printings muss von einer deutlich höheren Negativschonung ausgegangen werden. Schäden können natürlich immer passieren, sind aber der Restaurierung von 1988 kaum anzusehen (ausgenommen die von Harris fabrizierten Ausleuchtungsfehler und die Bildstandsfehler, die er aus Ignoranz der Justierung der Pumpen an Model C von B&H-Printern dem Film letzlich unfreiwillig "hinzufügte"). Sind etwa die von Crisp gezeigten Schrammen und Zahnradabdrücke auch von ihm fabriziert, zumal die Restaurationskopie von 1989 diese Mängel nicht zeigte? Das Naßscannen hat man aufgrund von Schärfebeeinträchtigungen aufgegeben, auch in Germany. Warum der jetzige Ton wieder auf dem Remix der Harris-Version von 1988 beruht, weiß nur SONY. Ich hörte jedoch von einem Sound Studio, dass nachwievor in Besitz der Perfo-Originalmaster des Films sei. Auf diesem Wege hätte man eine sinnvolle Neumischung ähnlich der "West Side Story" angehen können. Schade, dass der 8k Scan nicht auf 65mm ausbelichtet wurde. Damit könnte SONY überzeugend und vorteilhaft sein Versprechen wahr machen, auch mit 70mm-Kopien aufzuwarten. Zumindest ist so in der Belston-Restaurierung von THE ROBE verfahren worden. Von mir mit Zustimmung (verkürzend) zitiert, sofern preston sturges langsam die realen Marktbewegungen zur Kenntnis nimmt und Märchen-PR in diesem Forum unterlässt .
  6. Hochpeinlich und sehr ärgerlich finde ich ein permanentes Wiederkäuen seitens preston sturges irgendwelcher virulenten "Geschäftsberichte" der gerade aktuellen Restaurations-Päpste, sofern sie zum Montatsprogramm passen. Man riskiert ja auch nichts, wenn man die Statements der "Geschäftspartner" postet und im Gestus des Lehrers seinen Stammkunden weitervermittelt. Kommen Widerrede oder belastbare Hinweise auf so manchen Unfug solcher PR-Kampagnen (schwankend zwischen Fund und Erfindung), wird man von preston sturges in die Ecke des Diffamierers, Erbsenzählers, Meckerers, Psychoten oder Spielverderbers gerückt. So geht es nun schon seit Jahren (Zitate: "Ich schenke Robert A. Harris Vertrauen, nicht ...", "Grover C. wird schon wissen, wovon er redet"). Das treibt dieser freundliche Forumskollege nun schon seit Jahren so. Wenn im Programmkinoanteil der karlsruher Marienstrasse sicher auch interessante Filme laufen (auf Filmbandoriginal mir sympathisch), ist ein Kinobesuch nichts Verkehrtes. prestons Ferndiagnosen indessen (fast wortwörtlich aus den letzten Monaten wiedergegeben: "Loren Ryder hat höchstpersönlich die F-Signaturen ins VistaVision-Originalnegativ geritzt ... ganz prächtig", "in Todd-A0-35 Filmen wirst Du keine elliposiden Hintergrundverzeichnungen sehen", "kenne keine Direktkopierungen vom Kameraoriginal bei 35mm-Blow ups auf 70mm") sollte man ignorieren. Das Bedauerliche: er widerruft nicht einmal frühere Irrtümer [zumindest pflege ich dies zu tun], und auch nicht die ihm nahestenden Fachberater schalten sich hier ein, sodass noch Folgegenerationen mit diesen Forumseinträgen befasst sein werden.
  7. Gutes und beissendes Konterargument (das ich nicht bedachte). Macht die Sache aber noch erschütternder, oder?
  8. Hätten aber auch den 35/70mm-Projektor zur Reserve dort stehen lassen können - gibt doch eine schöne gewölbte Grossbildwand im Hause. Aber die Formatbreite wird von W.W. angeblich nicht merh so sehr geliebt. Hängt wohl mit dem einstigen Large-Format-Partner zusammen.
  9. Monroe-Retro fand ja auch schon nicht mehr im Kino statt, sondern auf "arte": Hier erscheinen die Mittel der Sondermobilisierung den meisten Betreibern als zu riskant, nach dem die Jubiäen von den digtalen Medien bereits aufgesogen werden. Und Auftrag der KoKis ist es ja nicht, diese Gedenktage zu veranstalten. Das ist eine Kulturpraxis, die leider ausgestorben ist. Aber auch hochbedenklich für die Zukunft des Ortes "Kino", dass das Repertoire im Kino (im Gegensatz zur Oper) so gut wie kaum mehr funktioniert.
  10. Am bisher fast jedem Ort meines zufälligen oder regelmässigen Wirkens war ein preston sturges durch hämische Kommentare hervorgetreten, wenn er dort selber zu kurz kam (von Mailand bis Berlin reichte da der Ambitus). Entweder wie obenstehend das Anzweifeln der Verleihrechte (damit eine Aufführung noch in letzter Minute platzt?) oder zuletzt, wo ich in einem Kino mit einem überzeugten DP75-Betreiber etwas zeigte, wurde halt ein altes, hochkritisches DP75-Zitat aus meiner Feder hervorgekramt. Ich sehe das glaskar als Intrigantentum vom Feinsten, und wer die Branche kennt, weiss um einige Hinterhofpraktiken.
  11. Adam wurde so oft von der Kinemathek als Ex-Berliner umcirct, dass er wohl nicht mehr wusste, was er tat. Der Nachlass hat in diesem Hause kaum Wert, zumal auch seine Filme in hiesigen Kinos kaum würdig präsentiert werden können - ausser über die verstellten Ausstellungs.Flachbildschirme á la Kinemathek. Die Endlösung? Ich hätte mir die Sammlung eher ins National Media Museum nach Bradford gewünscht. Oder in die Cinémathèque Francaise, Paris.
  12. Mit einer noch nicht entstörten Plug in Unit hatte auch ich ein Problem. Denkbar, dass die Funkenentladungen bei einer Magnettonkopie Schaden hinterlassen? Danke für eine Antwort.
  13. Somit hat man in der DDR offenbar Abstand genommen sowohl von 35mm 3D-Projektion, von Rundumprojektion wie auch von 3-streifiger Panorma-Projektion, so weit ich es in den Jahren einigermassen richtig nachvollziehen konnte? Die technischen Prüfstellen (u.a. Albert Wilkening von der DEFA) spachen sich also dagegen aus?
  14. Das würde ich nicht so sehen. Denn dann gibt es gar keine Spur mehr eines einstigen Prachtbaus. Wie haben diese Erfahrung mit SATURN in Berlin machen müssen und hätten uns lieber den zunächst angedachten Einbau in die Kinoruine gewünscht. Auch wird durch die Sichtbarkeitmachung deds Hybrids die Perversion des Kapitalismus doch wunderbar evident: warum sollte man ihn durch "saubere Neubauten" mythisieren, so lange ein gesunder, störender Keim des Alten verbleibt? Eine Ruine ist (nach Auszug der Ramschläden) immerhin wieder herrichtbar und ausbaufähig, siehe RESIDENZ Köln oder die Aussenhülle des Berliner TITANIA PALAST-Kinos. Daher bitte lieber hier keine weiteren Plädoyers für "konsequente" Abrisse, oder? ;-)
  15. Bericht gesehen. Wäre aber schön, wenn nicht nur der Assistent, sondern auch der ihm assistierende technische Leiter des Hauses einen Schutzhelm beim Kolbenwechsel trüge, nachdem die ganze Zeit im Bericht von einer "Bombe" die Rede war. Was ein explodierender Kolben in der Realtität auch ist. Wer ohne Helm herumläuft und sich cool auf eine ruhige Hand verlässt, hat die Nebenrisiken (und Unvorhersehbarkeiten) nicht begriffen und noch nie eine Nah-Toderfahrung durchmachen können. Ich habe sie bereits hinter mir. - Schönen Gruss nach Nürnberg!
  16. cinerama

    CINERAMA

    Gab es evtl. von der Kasch-Breitwandversion irgendwo auf der Welt auch eine Kopie auf 4-Kanal-Magnetton?
  17. Manipulativ ist, wenn eine angekündigte Veranstaltung (die verleihrechtlich nach drei Seiten sauber geprüft wurde) damit versucht wird zu torpedieren, dass preston sturges (der ja vieles auf allen Gebieten besser zu wissen suggeriert und Ratgeber rund um die Uhr ist) "Zweifel" an der Rechtmässigkeit der Aufführung kommen. Gott hat gesprochen. Zweifel kamen ihm im übrigen auch an unseren Einsätzen in einem anderen Kino weges eines Hotspots oder eines nicht gegebenen 5-Kanal Front-Layout: deren Durchführung es ebenfalls galt, offensichtlich zu erschweren. Zitat: Beitrag anzeigenpreston sturges sagte am 03 August 2012 - 08:35: "Freiem Eintritt" ... so kann man natürlich den "Wert" einer Kino-Vorführung und hier speziell einer 70mm-Vorführung erfolgreich verbrennen und dem Publikum signalisieren, dass Kino nichts kosten muss. Total falscher Ansatz ... Wundert mich, dass die komplizierte Lizenzsituation bei KRIEG UND FRIEDEN solche "Für Umme Shows" überhaupt zuläßt. Für Aussenstehende (und für preston sturges Nahestehende) ist der Zusammenhang kaum erkennbar und sogar verwunderlich, aber - diese Aussage habe ich gründlich abgewogen: - er versucht einen Keil zwischen mir und andere Akteure zu treiben. Aus tiefsten Motiven: um eine bestimmte Aufführungspraxis und deren Filmtitel in Dtl. für sich zu monopolisieren. Allerdings lohnt der Aufwand kaum, und die Rechnung, die er dafür zahlen muss, liegt höher als der "Nutzen". Zitat: Kein Verbot, aber der Film ist seit Jahren für diese Gebiete bedauerlicherweise nicht lizensiert. preston sturges wäre nach meiner Auffassung kein honoriger Zeitgenosse, so bald er andere Akteure auf diesem Gebiet, die mit ihm nun einmal nicht in geschäftlicher oder werblicher Verbindung stehen oder sich bewusst auf Distanz halten, nach meinem Eindruck kaltstellen würde.
  18. Da kann ich leider nur raten, was die Fassungen so unterschiedlich macht, denn auf der (auflösungsreduzierten) Blu ray Disc sind keinerlei Bearbeitungsmängel erkennbar. Wegen der hohen Auflösung bei 65mm-Film kann man auf diesem Blu ray-Medium m.E. schwer ausmachen, ob Korn gefiltert wurde oder nicht. Wie gesagt: über hochwertigen Home-Cinema-Beamer war der erste Eindruck der Neuversion perfekt. Ganz anders als in der missglückten 4k- so wie auch der Blu ray-Version des WideScreen-Rivalen BEN-HUR. Gibt es aus dem Hause SONY vielleicht Vorversionen (auf DCP bspw. für die vielfach beschworene "Kino-Lokomotive"), die sich von den zumeist makellos postproduzierten Blu ray-Discs unterscheiden? Man beachte auch die Diskussion über TAXI DRIVER in diesem Forum (und die Unfähigkeit einer Berliner Kinemathek, hierzu Auskünfte zu erteilen, zumal der 4k DCP-EA-Aufführungen von deren Seite als Event vorgefeiert wurde und hernach die Server nicht mit den Beamern kompatibel waren). M.E. wurden zumindest die Titel in der LAWRENCE-Neuversion gegenüber allen früheren Versionen verbessert. Die mir durch Zeitzeugen verlässlich übermittelte Farbabstimmung im Gold-Rot-Bereich fehlt der heute strikt neutralen Version. Dabei hatte auch SONY noch vor wenigen Jahren darauf Bezug genommen und die jüngsten 70mm-Kopien auf den alten Look hin abstimmen wollen (was in anbetracht des Dupmaterials und des neuen Printmaterials seit 2001 gründlich gegenüber den Versionen von 1963 und 1988 misslang). Korn besitzt dieses Werk mit Sicherheit und mehr noch als in Super Technirama 70-Filmen ab 1963. Auch der Raumeindruck und die Feldtiefe unterscheidet sich klar von AROUND THE WORLD IN 80 DAYS oder WOINA I MIR. Es gibt somit zwei (recht willkürlich aufgenommene und eben so schlecht vergleichbare) Screen-Shots aus der Digi-Knipse, a. aus der karlsruher DLP-Projektion und b. aus einer karlsruher 70mm-Projektion von etwa 2008, c. aus unserem Einsatz mit 70mm-Material von 1989, mit dem ich zur Zeit der Aufnahme um 2001 noch nicht zufrieden war (und es später auswechselte):
  19. Aber allemal sehr, sehr nah dran - so dass zumindest ich nicht wüsste (ohne Blick in die Tageszeitung ... wird nachgeholt), welcher Film es sonst gewesen sein könnte? Aus unserer WideScreen-Filmgraphie nur dieser Eintrag: Vsadnik na zolotam kone - "Der Reiter auf dem goldenen Pferd" (UdSSR 1980). Eine Stereo-70-Produktion, von denen im "Kino International" auch einige in 70mm gelaufen waren. Oder auch der Einsatz eines uns noch nicht bekannten 3D-Films, evtl. auch auf 35mm? Da der Chefvorführer des Kinos vor 5 Jahren verstarb, sind meine Quellen versiegt. Vielleicht weiß @TomCat Näheres, auch in Bezug auf die Existenz von 3D-Optiken für 35mm? [Der in der Bildlegende zitierte Matthias L. muss auf den Buchstaben genau mein westberliner Klassenkamerad von 1979 sein. Oder ein osterberliner Namensvetter. Sehr irrtierend.]
  20. Ein Kollege im gleichen Alter wie Ballhaus - allerdings wesentlich fachkundiger in Sachen WideScreen-Movies als Mr. Bollhouse sr. es je war. Der DP70, dem ich heute nachtrauere, weil ich ihn an Mr. sturges veräusserte. Derzeit habe ich nur einen noch, der nach allen Regeln restauriert wird. Und bald kommt ja auch dank unseres bayerischen Mentors OKLAHOMA! in die Region, um die DP70-Motorscheibe endgültig auf 30 fps umzustellen. Beim letzten Male war das Laufgeräuscht erheblich - in Kürze wiederholen wir es auf der Bauer U2, die ebenfalls wie ein Maschinengewehr darherrattert. Bauer U4 wäre dann der dritte Test, dann mit Frequenzumformer: evtl. die letztgültige Lösung. Darf ich das MGM-Schild zurückkaufen - zumal es zu unserem Kino in dieser Region gehört? Und da wir in Berlin öfter die 1968er Version 80 DAYS zeigten, mal mit, mal ohne Moontrip: in welchem Format lief er in Karlsruhe? Ist dies die Kopie vom National Media Museum Bradford oder vom Norsk Filminstitutt Oslo? Aus welchem Archiv stammt die WEST SIDE STORY? eye Amsterdam? Inwiefern DATASAT, wenn nicht dts? Hatte GREAT WALL noch Farben - zudem auf 70mm.com in der Ankündigung des Aufnahmeformats "Technirama" steht, der Film aber auf VistaVision-Format belichtet ist?
  21. Mir fehlt eine dynamische Wendung, das Ganze bleibt matt und depressiv wie nach einer verflossenen Liebe - daher auch nur eine minimale Intervallkonfiguration, die sich quasi im Kreise dreht. Die Titelsongs von Mainstreamfilmen waren immer Schlager und nie "Kunst". Unter den Schlagern gibt es wiederum Ohrwürmer und langweilige Bettvorleger: der langweiligste aller Zeiten: TITANIC. Und die Grenze zum Pathos oder auch zum Kitsch war immer hauchdünn. Wenn nun bereits ein QUANTUM TROST, worauf @TK Chris anspielt, nirgendwo mehr Saft, sondern nur sinnlose Hektik verbreitet, dann kann man auch von "Schlaftablette" sprechen. Wo das rhythmisch avancierter, asynkopischer und konvulsivischer war, zeigt das Beispiel (des nicht besondern gut gemachten Films) LIVE AND LET DIE
  22. In Deiner Festival-Broschüre wird ein 25-mm-Objektiv genannt. Heinz Hölscher berichtete mir vor einigen Wochen in Berlin, das 21-mm-Objektiv (120 Grad) sei das eigentliche Panorama-Objektiv gewesen. Später bei MOTION! ist gar ein M.C.S. 70 17.5-mm-Objektiv im Einsatz. Da ich erstmalig im Programmheft 2008 blättere, meine Nachfrage: ist der (ungenannte) Autor der Rubrik "zur Entstehung von..." Herr R. H. aus Fft./M.? Wenn ich daraus zitieren dürfte (?), denn manches lohnt durchaus und findet andere Perspektiven als zu sehr "positivistische", wollte ich nicht einen angeblich unbekannten oder verschollenen Autor anführen. Der Stil der Essays kommt mir sehr vertraut vor. Besten Dank für die gewünschte Ergänzung.
  23. Dieser Auffassung möchte ich zu 80 Prozent nicht so gerne folgen - auch nicht in Zukunft -, da sie relevante film- und kinohistorische Prämissen brachial der Wirtschaftlichkeit (oder Bequemlichkeit der Neuzeit) opfert. Das ist natürlich eine individuelle Entscheidung, sie kann aber niemals eine Gratmesser für Aufgaben der Filmrestaurierung und Museums-Praxis sein, die sich der Authentizität verschreibt. Das gilt auch für die 16mm-Pflege und auch die des riesigen Ambitus der 35mm-Archivpflege (von Orwocolor über Eastman Color bis hin zu Expertisen und Vergleichen von Technicolor-Filmbandoriginalen). Mit Sicherheit werden wir weiterhin 70mm-Veranstaltungen pflegen, auch und gerade ungefadete Kopien von LAWRENCE OF ARABIA zeigen, farbneutral abgestimmt. Auf die erwähnten und von Dir gescholtenen Projektortypen ist jedoch keiner angewiesen, der ernsthaft 35mm- und 70mm-Shows auf Dauer sich auf die Fahnen schreibt. Projektor-Flimmern lässt sich m.E. immer beseitigen: weit eher als der problematischere Farbraum und Kontrast der DLP-Projektion. Es fehlen eben die Fachleute auf dem Gebiet der Mechanik, die noch einen Projektor einwandfrei herrichten. Wir haben uns daher im Kinomuseum um die Repräsentanz solcher Fachleute bemüht und sehen sie als den Nukleus aller kommenden Projekte. Du liegst diametral zu mir in der Feststellung, ein 4k DCP sei ein Ersatz für die volle Auflösgung einer 70mm-Kopie. Untersuchungen schon vor vielen Jahren bestätigten die Notwendigkeit, die 65mm-Negative mit mindestens 8k zu scannen. Schon deshalb werde ich keinen Cent für 4k-Dijektionen einstiger Todd-AO-Filme ausgeben, die auf diese Weise nicht in den Grundlagen werkgerecht wiedergegeben werden. Schon um der Programmfreiheit wegen möchte ich mir nicht (immwer wieder in diesem Forum) eine spezielle Projektortype aufdrängen lassen: weder der DLP- noch der SXRD-Type. Damit spreche ich eventuell auch anderen Kulturveranstaltern und alternativen Kinos (gerade in Berlin und Umraum) aus dem Herzen. Traurig, wie weit wir beide uns voneinander entfernt haben. Aber nichts für ungut...
  24. Gewiss. War mein erster 007 (mit 14 gesehen) und faszinierte ob der gebrochenen Liebe zu Teresa Di Vicenzo und dem verdeckt pornographischem Titelvorspann (Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst, vollgeprpoft mit freudianischer Symbolik). Auch der Bruch mit der einsilbigen Macho-Figur war ein Segen - ähnlich soll es Craig ergehen, glaubt man Gerüchten. Spitze auch die Wiederbegegnung auf der Eisbahn zwischen Rigg und Lazenby und die kurz danach folgenden Verfolgungsjagden. Ilse Steppat: tolle Brecht-Darstellerin und als "Fräulein Bund" eine "giftige" Besetzung! https://www.youtube.com/watch?v=o7448tH1tB0 Um die 360 EUR.
  25. Es geht nicht um unerschütterliche Meinungen. Nur um Transparenz. Hitchcock hasste die Cinerama-Bildwände, die er alle "verbrannt" sehen wollte. Jerry Lewis sah es ähnlich. Beider waren (nachdem von Paramount überzeugt oder genötigt - das weiss ich nicht) später überzeugte VistaVision-Anhänger. Ob beide immer richtig lagen, lasse ich im Gegensatz zu Preston Sturges, der die Meister bedingungslos affirmiert (und damit Argumente eher geschäftlichen Zielen anpasst), offen. Hitchcocks NORTHWEST sollte laut MGM in Ultra Panavision 70 produziert werden: in Nachfolge zu RAINTREE COUNTY und zeitgleich zu BEN-HUR. Nach Hitchcocks Abneigungen gegen Cinerama-Bildwände kann angenommen werden, dass er auch keine CinemaScope- und auch keine 70mm-Formate mochte. Vielleicht dominiert bei ihm a. das Kammerspiel und b. das Klaustrophobische, weshalb zu a. das Format 1.66 : 1 gut passt und zu b. das VistaVision-Format mit gänzlich anderen optischen Wirkungen als bei Super Panavision, Todd-AO oder Ultra Panavision: klaustrophobischer aufgrund des VistaVision.Weitwinkels, der wirksamer auch den Kopf- und Fussraum einbezieht. Was gut ist, entscheidet nicht einseitig ein "Genie" oder ein blinder Fan-Devotismus, sondern die Rezeption seit der Premiere bis in die Neuzeit. Hitchcock war gewiss nicht überall gut beraten: man siehe nur seine gegenüber zeitgenössischen Standards abfallenen Güten bei Rückprojektionen und seine späte Auswahl bei Filmkomponisten und Schauspielern. Einfach mal ein wenig transparenter, weltoffener und kritischer argumentieren, das wäre sympathischer!
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