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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Für das Originalformat (70mm) dürfte nach den SONY-Transitionen doch leider das Totenglöcklein läuten... Und die Ankündigung, auch 70mm-Kopien zu ziehen (die immerhin dem 8k-Digisat nahekämen) war eine Marketing-Vertröstung? Letzlich finden zwar Restaurierungen statt, die aber immer auch kommerziellen Zielen und einer definierten Martkgruppe an Kaufinteressenten (Blu ray Discs) Folge leisten. Was nach der SONY-Doktrin unter die Räder kommt: die Aufführungsform auf historischen Instrumenten, die obsolet gemacht werden soll. Dem werden wir jedoch keine Folge leisten. Würde darin keinen Unterschied machen. Das wäre auch fatal. Wir glauben nicht an brauchbare Antworten aus der Richtung von RAH: leider zu oft Märchen verbreitet. DCP kann prinzipiell farblich und in den Habtonwerten identisch zur Filmkopierung aussehen. Die jetzige Version ist strikt neutral. Also sind auf farblicher Ebene Vergleiche nicht ehrlich oder unehrlich, weil DCP versus Film steht, sondern eine Neuinterpretation stattfindet. Die für sich genommen nicht falsch sein muss. Was mich überrascht, da sie auf der Blu ray dem Orignal näher kommen als in der Harris-Restaurierung 1989. Oder das DCP ist (wieder einmal - wie schon bei der TAXI DRIVER-Premiere) von anderem Look als die Blu ray Disc. Falsch eingestellter Projektor. Sehe ich nicht so. "Für jeden etwas" - das geht doch gar nicht. Der Markt lässt das kaum zu. Ebenfalls überraschend, weil das auf die Blu ray Disc nicht zutrifft. Unpassende Beamer-Kalibrierungen? Das ist in Los Angeles bei einer Tagung der A.S.C. vor ein paar Jahren getestet worden und wurde seitens Rick Mitchells zugunsten einer (vermutlich stimmigen= 70mm-Kopie von BARAKA beurteilt.
  2. cinerama

    CINERAMA

    Das Gleiche betrifft auch die 70mm-Fassung von HOW THE WEST WAS WON - noch mehr als die 70mm-Fassung von THIS IS CINERAMA eine Entstellung der integralen Wirkung des Triptychon-Originals.
  3. Besonders schade, wenn man, weil verhindert, nicht Abschied nehmen kann. Denn so gäbe es noch die Chance einer Abschlussveranstaltung. Meistens aber wird sang- und klanglos geschlossen. :|
  4. Seriös (im Sinne von ernsthaft und akribisch) klingt dies leider nicht: Das ist alles unrichtig und leider auch manipulierend. Es gibt von Progress - obwohl der Wille dort durchaus vorhanden ist - keine Möglichkeit mehr der Auslieferung der ehemaligen Progress-70mm-Kopie wie noch 2005. Auch die Mosfilm, obwohl weitgehend konstruktiv eingestellt, kann hier nichts mehr erwirken.
  5. 16 : 9 oder 1.85 : 1? 16 : 9 entspräche ja beinahe PLAY TIME. Wenn Anderson mit 16 : 9 gegenüber den SONY 65- oder Red One- und Red Epic-Kameras mit ebenfalls in der A.R. belichtungsfähigen 16 : 9 Sensoren konkurrieren möchte, wird dies nicht einfach sein. Wie gut und richtig zeigt uns der pinkfarbene Ausschnitt von BEN-HUR, wie es sein könnte und auch sein müsste: dessen A.R. von 2.5 : 1 enspricht schon nach Lev Goldowsky dem optimalen Betrachtungswinkel in einem Breitwandtheater. Zumeist wurde BEN-HUR in 2.5 : 1 projiziert, kaum aber in 2.75 : 1. Und auch die 70mm-Cinerama-Kinos (ROYAL PALAST in Berlin) lagen bei 2.5 : 1 und 120 Grad Durchbiegung. Sofern diese "antiquierten" (?) Vorstellungen von 70mm-Erlebnis nun nicht den Vorstellungen von Anderson entsprachen, muß m.E. erst einmal künstlerisch und technisch erwiesen werden, dass das neue Format von 16 : 9 derartig innovativ genutzt wird, dass man geneigt wäre, von der Vergangenheit loszulassen. Die "Zukunft des 70mm-Films" - sie bedürfte wieder monumentaler Sujets und geeigneter Bildwände (evtl. der LiMax-Screens in USA). Auf IMAX flat Screens musste der 70mm-Film leider seine Abkunft vom Todd-AO-Verfahren ebenfalls über den Haufen werden: haushohe Bilder, aber kaum Raumwirkung. Mit 70mm-Material in der Moderne müsste schon eine durchschlagende Distinktion zum HD- und UHDTV-Business geprägt werden. Mit 16:9-Formaten lässt sich m.E. eine Notwendigkeit des Verfahrens nicht länger begründen. Das betrifft tragischerweise auch Meisterwerke wie KRIEG UND FRIEDEN oder FLAMMENDE JAHRE, die durch Orwocolor in ihrer künstlerischen Integrität zerstört sind, und die man sich während entsprechender Screenings "imaginär" auf maskiertem Farbnegativ und Positiv vorstellen muss, um die dahinter brodelnde Kreativität erst würdigen zu können. Umgekehrt gibt es Todd-AO-Filme wie HAMLET (Brannagh), die man in ihrer ästhetischen Prägung (fälschlicherweise) als 16 : 9-Konzeption in die Erinnerung zu speichern geneigt ist. Bei BEN HUR kann einem das nicht passieren. Noch ein Nachtrag zur "Diskussionskultur" und zur Wandlungsfähigkeit der "Marktbereiniger" - was mir gehörig aufstiess: ***
  6. cinerama

    CINERAMA

    So oft soll THIS IS CINERAMA! kopiert worden sein, glaubt Strohmeier? Bei den wenigen Kinos weltweit, erst recht um 1952-59? Die in Bradford gezeigte und 1992 neu kopierte 3-Streifenkopie war vollständig. Trotzdem schlechter Zustand des O-Negativs? Und die 65mm-Dupnegative oder Dup-Kopien werden neuerdings von 35mm IB-Technicolor-Altkopien gezogen? Was es nicht alles gibt in der weiten Welt der Selbstvermarktung - in Venedig hat er ja dem Hörensagen nach das Blaue vom Himmel heruntergepredigt! Anscheinend hat er von der 70mm-Kopie gescannt? (Habe die Scheibe noch nicht gesehen). Die bei mir jedenfalls greifbare 70er-Fassung würde ich garantiert nicht wagen, als Äquivalent für CINERAMA feilzubieten...
  7. Verschiedene Sensortypen dieser Entwicklungsreihe und auch anamorphotische Aufnahmen. Off-topic eine Ergänzung - man verzeihe - aber Carax haben wir letzte Woche auf 35mm gespielt in überdurchschnittlich hoherer Güte für eine Serienkopie.
  8. Absteigende Kreativität und handwerkliches Vermögen leider bisweilen auch: - im Theater - in der Oper - in der Literatur - in der Philosophie - in der Musik - in der Politik - an den Universitäten - in den Arztpraxen - in den Behörden Allmeines Syndrom der Postmoderne, die von Flüchtigkeiten lebt. :blink:
  9. Danke für einige interessante Clips - siehe oben. Welcher Testfilm ist dies? Ansonsten bringt das Kaspar-Etikett recht wenig - und ein Moderator (preston sturges), der Treibjagden noch unterstützt, sollte m.E. zurücktreten. Auch ich halte von einer Aspect Ratio auf 65mm, wie hier heiss diskutiert, wenig, die verschenktes Potential zur Mode macht. Moderne 35mm-Filmemulsionen ermöglichen jederzeit auch grosse Bildprojektionen in besagtem Format: 65mm bedarf es hierzu nicht. Wenn nun Kubrick NAPOLÉON auf 35mm in der hier debattierten Aspect Ratio konzipierte, verstehe ich auch ihn nicht, der immerhin zwei Large-Format-Produktionen (in 2.21 und 2.34 : 1 mitgestalte - auch wenn Kubrick immer recht hat). Jacques Tati wird nur gerüchteweise nachgesagt, er habe aus patentrechtlichen Gründen die Aspect Ratio auf 65mm begrenzt. Vielmehr plädierte er für die Verwandtschaft seines Formats zu VistaVision, das zu dieser Zeit schon keine gängige Produktonspraxis mehr war. Was Anderson II (der Anderson I inszenierte AROUND THE WOLD IN 80 DAYS und THE SHOES OF THE FISHERMAN) dem Detailpotential von 65mm abgewinnt, wird entscheidend sein für die Affizierung anderer Filmemacher, vornehmlich wohl aus dem Nicht-Mainstreambereich (Nolan ausgenommen). Ein Kollege berichtete von der Mostra, dort habe THE MASTER nur deshalb nicht den Goldenen Löwen als bester Film erhalten, weil er bereits in einer anderen Kategorie die höchste Auszeichnung in Venedig erhielt. Und mittlerweile mehr als ein Dutzend neuer 70mm-Kopien hätte zumindest ich nie erwartet. Die 70mm-Prozesslinie halte ich mittlerweile für sehr verfahren. *** Ausdrücklich haben wir uns Havelländer/Berlin-Brandenburger über Besuch der Teilnehmer im Filmvorführer-Forum gefreut. Manche kamen spontan, unangemeldet und völlig überraschend, was immer die grösste Freude ist - zumal die Anfahrten nicht ohne sind. Konsequent und kontinuierlich werden die Filmformat-Themata weithin von uns erforscht und (hoffentlich verständlich) präsentiert - unbeeindruckt von Digisaten und vom Online-Repertoire. Im Oktober dann ein weiterer Kurzbericht aus Paris: wieder 70mm und evtl. auch IMAX ("Dark Knight Rises"). Für heute fallen die Kollegen hier nach 40 Stunden Schicht einigermassen erleichtert und todmüde ins Bett und zeigten sich wieder überzeugt, dass gerade das sowjetische Kino (nicht nur Lean, Kubrick, Preminger oder Anderson aus dem Westen) grandiose Einfälle zum Vorscheint brachten (die meines Erachtens den Large-Format-Konzepten fast aller westlichen Filmemacher ein Armutszeugnis ausstellen!) Es ist nur eben bedauerlich, dass ein sehr schlechtes Filmmaterial in Osteuropa zur Stigmatisierung führte. Bessere Negative vorausesetzt, würden diese Filme auch beim heutigen, konsumverwöhnten Publikum, Erstaunen hervorrufen. Daher erfordert es bei den Filmformat-Präsentationen aller Art eines didaktischen Gespürs und einer "imaginären Umrechnung" der alten Materialien in jenen Zustand, den sie einst einnahmen. Alte Theaterkopien (selbst wenn Negative zur Neukopierung oder zum Transfer vorliegen) sollte man nach einhelliger Meinung aller heutigen Besucher auch nicht entsorgen - obwohl nicht alle Filmuseen hierzu eine Notwendigkeit sehen. Pic von der gestrigen Marathon-Vorführung (Napoléon vor Moskau - vor 200 Jahren passiert und filmisch nachempfunden auf Sovscope 70):
  10. Im Alter von 95 Jahren verstarb der Charakterdarsteller Herbert Lom. Immer wieder war er Gegenstand der Diskussion auch im Nostalgie-Thread der Filmvorführer: kein anderer Darsteller dürfte derart gehäufte Auftritte in sog. "Large Format"-Filmen wie Lom gehabt haben. Bekannteste Werke: DER ROSAROTE PANTHER (USA 1963) so wie KRIEG UND FRIEDEN (USA/I 1956) https://www.youtube.com/watch?v=3Pst3QYMQCg
  11. Unter den technischen Neuerungen und Modifikationen sei noch die umgebaute Klebepresse beschrieben: Wir entfernten in der Vereinswerkstatt die 8 Registrier-Pins einer Catozzo-Stumpfklebepresse für 70mm und ersetzten sie durch 4 Pins der Stumpfkleberpresse für Filme einer 70mm Aerial Shot Kamera der NASA. Notwendig unsere Erachtens darum, weil alle 60er bis 80er Jahre-Materialien geschrumpft sind und beim Einpassen der Filmstücke bei der Filmklebung die normierten Pins stets die Perforation zu stark beanspruchen. Also hier eine kleine Eingabe auch an alle anderen 70mm-Spieler im "In- und Ausland" - wenn sie nicht bereits ähnliche Vorkehrungen getroffen haben. Derzeit ist auch der Aufbau des Bauer U4 in vollem Gange. Eine Version mit Einflügelblende, herausragendem Bildstand und 3-fach Objektivrevolver so wie Laser-Abtastung für den Normalfilm. Für DTS sind gleichfalls Anschaffungen im Gange, um u.a. auch VERTIGO oder TITANIC spielen zu können. Erst einmal aber soll der Umblendbetrieb ingang kommen. Primär für Orwocolor-Materialien könnte dies segensreich sein, so ein Plädoyer gegen den generellen Tellerbetrieb.
  12. Danke für die vielen aufmerksamen Beobachtungen und Anregungen und Änderungsvorschläge! Kurze Unterbrechung der Diskussion wegen Programmänderung: Zum 200. Jahrestag des Einmarsches von Napoléon in Russland - Monumentalklassiker bei freiem Eintritt! KRIEG UND FRIEDEN ("Wojna i mir") Eine Mosfilm-Produktion, UdSSR 1964-66 in deutscher Synchronfassung. Ausgezeichnet mit dem "Oscar" für den besten fremdsprachigen Film 1968. Alle 4 Teile des teuersten Films aller Zeiten am Sonntag, den 30. September 2012 ab 13.00 bis 21.00 Uhr - deutschlandweit exklusiv auf 70mm-Breitformat-Filmrollen mit 6-Kanal Stereoton (garniert mit Gesprächspausen, Snacks und Getränken...). Die produktionshistorische Einführung hält Marc Hairapetian, M.A. ("film-dienst", "Berliner Zeitung", "Spiegel Online" u.a.: 13.00 Uhr "Krieg und Frieden, Teil 1 Petersburg tanzt" Originaltitel: WOJNA I MIR Spielfilm - SU, 1965, Farbe, 153 min., FSK: 12 Literaturverfilmung, Historienfilm Regie Sergej Bondartschuk, A. Tschemodurow Produzent Mosfilm-Studio Drehbuch Sergej Bondartschuk, Wassili Solowjow Literarische Vorlage Nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi Kamera Anatoli Petrizki, Dmitri Korshichin, Alexandr Schelenkow, A. Senjan, Tschen-Ju-Lan, G. Aisenberg Musik Wjatscheslaw Owtschinnikow, Sinfonieorchester der Moskauer Philharmonie, Chor und Orchester des Allunions-Rundfunk- und Fernsehkomitees Plakatkunst Ebel (1966) Darsteller Ljudmila Saweljewa (Natascha Rostowa), Sergej Bondartschuk (Pierre Besuchow), Wjatscheslaw Tichonow (Andrej Bolonski), Wiktor Stanizyn (Ilja Andrejewitsch Rostow), Kira Golowko (Gräfin Rostowa), Oleg Tabakow (Nikolai Rostow), Irina Gubanowa (Sonja), Anatol Ktorow (Nikolai Andrejewitsch Bolonski), Anastasia Wertinskaja (Lisa Bolkonskaja), Oleg Jefremow (Dolchow) Sprecher Sigrid Göhler, Günter Grabbert, Winfried Wagner, Siegfried Weiß, Sabine Krug, Carl-Hermann Risse, Monika Lennartz, Herwart Grosse, Angelica Domröse, Dieter Wien 16.00 Uhr "Krieg und Frieden, Teil 2 Natascha" Originaltitel: WOJNA I MIR Spielfilm - SU, 1966, Farbe, 101 min., FSK: 12 18.00 Uhr Krieg und Frieden, Teil 3 Borodino 1812 Originaltitel: WOJNA I MIR Spielfilm - SU, 1966, Farbe, 81 min., FSK: 12 19.30 Uhr "Krieg und Frieden, Teil 4 Pierre Besuchow" Originaltitel: WOJNA I MIR Spielfilm - SU, 1967, Farbe, 96 min., FSK: 12 Literaturverfilmung, Historienfilm Regie Sergej Bondartschuk, A. Tschemodurow Produzent Mosfilm-Studio Drehbuch Sergej Bondartschuk, Wassili Solowjow Literarische Vorlage Nach dem gleichnamigen Roman von Leo Tolstoi Kamera Anatoli Petrizki, Dmitri Korshichin, Alexandr Schelenkow, A. Senjan, Tschen-Ju-Lan, G. Aisenberg Musik Wjatscheslaw Owtschinnikow Darsteller Anatol Ktorow, Viktor Stanizin, Kira Golowko, Irina Gubanowa, Wjatscheslaw Tichonow, Ljudmila Saweljewa, Sergej Bondartschuk, Oleg Jefremow, Oleg Tabakow Der Kampf gegen Napoleon bildet den Hintergrund für ein facettenreiches Gesellschaftspanorama aus der Zeit von 1805 bis 1812. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft zwischen dem patriotischen Fürsten Andrej Bolkonski und dem illegitimen Grafensohn Pierre Besuchow. Aufwendig inszenierte, monumentale Tolstoiverfilmung in vier Teilen. 1812. Napoleons Heere stehen vor Moskau. Kutusow gibt schweren Herzens den Befehl zum kampflosen Rückzug aus der Stadt. Auch die Rostows, die einen schwerverwundeten Offizier aufnahmen, fliehen aus Moskau. Seit Natascha weiß, dass dieser Schwerverwundete der Fürst Andrej Bolonski ist, wacht sie am Krankenlager. Der sterbende Andrej erkennt sie und bestätigt seine große Liebe zu ihr. “Es ist wahrscheinlich die beste Tolstoi- und Leinwandhistorie, die es je gab. Auch die ausführlichste, längste, aufwendigste und teuerste.“ (aus Hamburger Abendblatt, 11.03.1967) Prädikate / Auszeichnungen / Festivals Academy Awards USA 1969: Oscar für den Besten ausländischen Film, British Academy of Film and Television Arts London 1970: nominiert für Beste Regie, USA 1969: Golden Globe für den Besten fremdsprachigen Film, National Board of Review New York 1969: NBR-Preis für den Besten fremdsprachigen Film, 59. Internationale Filmfestspiele Berlin 2009: Retrospektive "70 mm – Bigger than Life" ( zitiert aus: http://progress-film.de/de/filmarchiv/filmsuche.php?regietitel=Krieg+und+Frieden&suchen=suchen&encode=%C3%84&hauptgenre=alle&land=alle ) *** Bildquellen: a ) Bildwand-Shot zur IFB 2009, Kino International b ) Ruscico: DVD-Edition "War and Peace" https://www.youtube.com/watch?v=lKkKJ07_hfM
  13. Die A.R. bei VV ist Ermessensache, da auch die produktionsseitigen Angaben oft suboptimale Ergebnisse nach sich ziehen. Sehr rühe VV-Filme (um 1954) würde ich in der A.R. von 1,66 : 1 halten, die späteren können und dürfen jedenfalls in 1,85 : 1 maskiert werden. 1,75 finde ich hoch interessant und ebenfalls legitim, gleichwohl Paramount hierzu nie Angaben machte. Der Safety Aerea-Bereich im Negativ lässt mannigfaltige Umkopierungen und Verkleinerungen - bis hin zum TV-Format von 1,34 : 1 - zu. VERTIGO auf 70mm-Format enthält eine neu am Originalnegativ nachempfundene A.R. von 1,85 : 1, die mehr Format enthält als eine auf 35mm auf 1.85 abzukaschierende 35mm-Kopie (welche bereits seitliche Beschneidungen durch die Ausschnittskopierung erfuhr). Da jedoch die Auflösung der 35mm-Kopie dieses Films (sowohl auf Eastman Color wie auf Technicolor) ihre Grenzen hat, finde ich 1,66 : 1 legitim. 1,66 : 1 ist gemäss Loren Ryder auch zugelassen für alle Filmtheater, die über keine 1,85:1-Maske verfügen, ausschlaggebend für die Richtlinien der Paramount Pictures. Im Zweifelsfalls sieht man auf die Art also "mehr" vom Film - und hat auch im Eindruck ein in sich geschlossenere Bild dieses Werks aufgenommen. Viel Glück beim Besucherandrang!
  14. Was man aus der hiesigen Stadt an einigen Standorten leider bestätigen muss: 60 Jahre und mehr ein halbwegs tranparenter Ton (trotz diverser Wechsel der Lautsprecher- und Verstärkersysteme mit nicht immer weltbewegendem Durchschlag). Und dann kam die "DCI-Bildwand" (Mirko-Perf) und man fühlt sich zurückversetzt noch unter das Niveau der ersten Nadeltonversuche um 1926... Allerdings hätten hochauflösende 2D-Formate - gekoppelt an übergrosse Panorama-Bildwände und Kuppeln, die es in Dtd. nicht mehr gibt, eine Alternative zu den stereoskopischen Verfahren (in er Alltags-Realtit leider = Trübkontrast und Dämmerungssehen) sein können). Vorwärtweisende Kinos müssten in Zukunft ganz anders gebaut werden. Und die Filmemacher müssen hierfür formatgerechte, adaptionsfähirge Visualisierungskonzepte anstossen. Ansatzweise gab es das auf den Vergnügungsparks mit einigen Ride-Filmen (T2, Back to the Future). Wurde bedauerlicherweise nicht konsequent zu ende geführt, mangels Nachfolger.
  15. Warum der obige Herr so übellaunig ist - es wissen nur die Götter... Irgendwie fand die dt. SAMSARA-Premiere doch in der Provinz statt (Berlin)? Man sah auch die Annonce einer Weltpremiere in einer anderen dt. Stadt, die nicht stattfand. Aber warum gleich immer Denkverbote aufrichten? Auch Paul Raython kritisiert Entwicklungen der Distribution und der Vermarktung: er vermisst den Mangel an Logo-Präsenz für das 70mm-Format: http://www.in70mm.com/news/2012/the_master/la/index.htm Trotzdem freuen sich alle sehr über den limited release start, wirklich mutig. Ist auch kein Hindernis, sich der Bildanalyse neuerer 65mm-Produktionen und der Architektur der heute noch am Markt stehenden 70mm-Kinos zuzuwenden. Ginge man ausschliesslich nach Umsatz, wäre RYANS TOCHTER einer der "schlechtesten" und THE SOUND OF MUSIC neben STAR WARS der "beste" 70mm-Mainstream-Film überhaupt. Das Abfeiern von Rekorden sollte nun wirklich kein Ersatz für Meinungsfreiheit in einem Diskussions- und Fachforum sein. Vorzutragen, SAMSARA läge mit seinem Digital-Start weit über den Startergebnissen des Vorgängerfilms BARAKA (der im limited release 1993 zunächst nur in 70mm anlief, auch wieder in der "Provinz" [heutige Astor Filmlounge]), kann nach preston sturges obiger Begründung nun bedeuten, 70mm brächte kein Geld... was ich nicht teile. Das bleibt ein Widerspruch. Und preston sturges meidet es m.E. konsequent, auch unbequemen Wahrheiten auf den Grund zu gehen. Einige von mehreren unbequemen Wahrheiten sind m.E. dramatische Änderungen in der Vorstellungen eines Todd-AO-Looks in den Jahren seit 1992, eine andere Auffassung der Montage-Konzeption und eine oft an 35mm- oder HDTV-Konventionen orientierte Wahl der Einstellungsgrössen, Änderungen in der Beleuchtung und Kopierung/Projektion. Sprechen wir nicht über diese Änderungen, weil es als "Miesmacherei" abgecancelt wird, so wird auch die kritische Erinnerung an die Geschichte eines Tages vom Marketing "zugemüllt", fürchte ich. Wir hatten einmal eine A/B-Vergleich RYANS TOCHTER mit FAR AND AWAY durchgeführt, und danach war das Staunen gross.
  16. Bei SAMSARA hätte doch der Produzent alle Möglichkeiten hierzu gehabt - zumindest für 1 Polyester-Kopie (die schon nicht so schnell "unspielbar" sein dürfte). Ein auf chemischem Negativ aufgenommener Film ist auch nur adäquat auf einer (perfekten) photochemischen Kopie des gleichen Formats repräsentativ. Entscheidet man sich für Digitalisierungen jedweder Art, braucht es nicht zu wundern, dass für die photochemische Filmkopie kein Sonderetat zur Verfügung steht. Anstatt dies nur zu "bedauern", würde ich es doch vorziehen, Ursachen und Wirkungen ungeschminkt anzusprechen. Da bereits RED EPIC-X oder SONY F-65 und andere elektronische Kameras hoch auflösen, und da auch Sie sehr positiv über diese Kameras im Forum berichteten, und zumal auch die Bildwände über 26 Meter kaum mehr anzutreffen sind, wüsste ich nicht, wie man einer neuen "70mm-Infrastruktur" den Weg bahnen könnte, ohne dabei die flexibler erwirtschaftbaren Margen aus DCI-Auswertungen zu beschädigen (oder darauf zu verzichten)? Vermutlich bedeutsamer, als ausgerechnet 2012 die 70mm-Filmproduktion neu anzukurbeln, empfinde ich eine Aufstockung der Etats für Archiv-Neukopierungen älterer Breitfilmklassiker. So hätte THE MASTER auch in HDTV gedreht werden können, und die Produktionsfirma hätte diesen Etat sinnvoller zugunsten der Klassiker-Pflege spenden können. Mit anderen Worten: für THE MASTER würde ich keinen Cent zahlen - für eine Neukopierung von 70mm-Klassikern indes alles verfügbare Geld heranziehen. Ich halte die Vergangenheit diese Ouevres für so viel bedeutender als die Breitfilmexperimente seit 1992, dass eigentlich nur aus dieser Richtung stilbildende Erkenntnisse zu erhoffen wären.
  17. Habe Euch fest notiert und reserviert. :smile: "Doppelte" Reservierungen jedoch schaden auch nicht. Beim nächsten Mal bündeln wir es gerne an "zentraler" VR-Stelle. On Location with HELLO DOLLY ...
  18. Ja schon - und auch vom Projektor, wenn dies interessiert: der Universalprojektor FP-75 E zeitigt, scheint mir, ein Resumee aus bald 60 Jahren Philips-Kinotechnik - und ist sehr bemerkenswert. *** HELLO DOLLY ist endlich eingetroffen. Ganz fabelhafter mechanischer Zustand, und auch die Dichte ist für das Alter der Kopie sehr annehmbar. Die Streisand könnte, steht zur befürchten, noch die 80 TAGE in den Schatten stellen. :P Ein paar Hinweise: Kartenvorbestellung unter http://werder.cineprog.net/index.php?show=week Presseartikel unter http://www.general-anzeiger-werder.de/veranstaltungen/veranstaltung.php?id=1413136http://www.general-anzeiger-werder.de/veranstaltungen/veranstaltung.php?id=1413136 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=_FdI1RKcNhU Die Bildschärfe der DOLLY bleibt nach meiner Wahrnehmung ein sogenannter "Ultrahammer". (Die Frau natürlich auch). Aufgrund seinerzeit korrekter Positiventwicklung stört das Korn auch viel weniger als in der neu gezogenen Kopie aus USA. Auch ist der Magnetton etwas transparenter als der Transfer auf das DTS-Format, der mir nicht sehr geglückt erscheint. Ein Erlebnis!
  19. Kurz nach Weihnachten - am 30.12.2012, 10.00 Uhr, ASTOR FILMLOUNGE, Berlin: "DOKTOR SCHIWAGO" *** In Planung; RYANS TOCHTER BEN-HUR Spielstätte noch in Verhandlung *** Diesen Sonntag ab 11.00 bis Mitternacht: 70mm Specials im SCALA Werder, Havel (Eintritt frei) Der Mammut-Trailer zum Film (laaang und grandios): 44 Weltstars in einem Klassiker des "Kinos der Attraktionen" (Originallänge, deutsche Fassung, zeitgemässes Color Fading) *** Bericht aus Paris - 70mm an der Seine und ein anhaltener Applaus. Die Bilder wurden in der Cinémathèque Francais geschossen. Ein weiterer 70mm-Film läuft im Oktober, und wenn Fragen oder Wünsche bestehen, im dortigen Museum zu kommenden Termin nach etwas Ausschau zu halten, freue ich mich über Anregungen und Hinweise.
  20. Vielleicht ist es sehr bemerkenswert, wie sehr sich Anderson und Nolan gegen die totale Digitalisierung auflehnen! Es freut wirklich sehr: denn die Digisate sind schon ein bisschen ein "Ausschlussfaktor" für die Filmkopie und das Erbe der Filmstreifenkultur - könnte man zunehmend den Eindruck gewinnen. Nach Auffassung der beiden geschätzten Filmemacher Anderson und Nolan ist der hochauflösende, ordentlich belichtete Filmstreifen nun das Non-plus-ultra. Einverstanden: und warum sollte das nicht Schule machen? Anderson geht so weit, dass er die Weltpremieren fast nur auf Film abhält. In der Fläche muss natürlich auch er Geld mit DCPs (in "filmlosen" Kinos) verdienen, aber alle Achtung: er wagt Erstauswertungen gegen den Massenstart und riskiert viel. Der Faible für ausgewählte Roadshowkinos ist ihm Programm. Dazu ein paar Berichte zur Diskussion (und bitte nicht nur für preston sturges zur Kommentierung hier eingestellt): http://www.huffingtonpost.com/2012/09/07/paul-thomas-anderson-the-master_n_1862890.html http://cigsandredvines.blogspot.de/2012/08/the-master-us-international-release.html Wie gefällt der "Look"? (Ich warte vorsichtig ab - zu viele Enttäuschungen seit 1992 erlebt...). *** Programm-Erweiterung auf der Ostkurve - Kino SCALA in Werder/Havel - Sonntag, 16.9.2012: Zwischen IN 80 TAGEN UM DIE WELT (Beginn: 11.00 Uhr) und HELLO DOLLY (Beginn: 15.30) ist ein Kurzfilmprogramm der 70mm rarities geplant: teils unbekannte Kurzfilme der 1980er Jahre in (zwar mechanisch lädierter), aber absolut überragender Schärfeleistung und zur Abwechslung auch mit sagenhafter Farbqualität. Enorm die Wirkung des Bildwinkels - schier atemberaubend die Raumtiefe! Die Optik der Filme überbietet alles, was ich auch 70mm jemals gesehen habe, und auch neuere Epen können nicht ansatzweise die Sogwirkung erzielen, die von diesen Streifen ausgeht. 3 der 4 Filme sind völlig ungefadet, der vierte leicht bräunlich: minimal gefadet. Diese Panorama-Filme werden das erfrischende Pausenprogramm zwischen den beiden Monumentalklassikern gestalten (Essens- und Trinkpausen gibt es also a. sowohl bei den Intermissions der Filme, jedoch etwas kürzer, oder b. es ist auch ein Pendeln zwischen Foyer und Saal während des Kurzfilmprogramms gerne gestattet.) Wir werden dies für alle passend einzurichten wissen: für Essen und Trinken ist jederzeit gesorgt, die leckeren Werderaner Spezial-Limonaden und auch Biersorten sind griffbereit. Eine längere Pause (für Nachgespräche und ein get-together) wird zwischen 18.00 Uhr und 19.15 eingelegt. Eine Bildwerferraumbesichtigung schliesst sich dem Programm an: mit Erläuterungen, welche Zurüstungen in Zukunft auf der Agenda stehen (die Welt der Filmformate ist unendlich ... glaubt man immer wieder). ***
  21. Demnächst - noch 2012 - wieder in Berlin am swingen: WEST SIDE STORY Die Besonderheit der vollfarbigen Kopie: kopiert wurde sie 1993 direkt vom Originalnegativ mit ungetrübter Bildschärfe - die Farb- und Lichtbestimmung wurde vom Regisseur Robert Wise selbst vorgenommen und überwacht. Diese Kopie wird Kinomuseum Berlin auch in Zukunft vorrätig halten und der Öffentlichkeit immer wieder präsentieren. *** Bei der Archivbegehung kam auch die blendend erhaltene Kopie von DER GROSSE WALL ("Shin no Shikotei", Ja 1962) zum Vorschein. Unter den 1960er Jahre-Filmen weist sie noch eine weit bessere Farbgüte und Dichte auf als viele andere Filme der Dekade. Gedreht wurde das Opus im übrigen nicht in "Super Technirama 70", gelabelt als "Technirama Super 70", sondern im sphärischen VistaVision-Format von 1,5 : 1 -> optisch umkopiert auf das Todd-AO-Format von 2,2 : 1. Wer genau hinschaut und die Randsignaturen der Kopie abläuft, wird entdecken, dass ein paar Szenen auch in 35mm Scope gedreht und folglich aufgeblasen wurden (siehe auch FAR AND AWAY, den wir ebenfalls demnächst zeigen werden). Der "Film Dienst" schreibt zur Erstaufführung: Der Bau der chninesischen Mauer (3. Jahrhundert) in einem japanischen Monsterfilm. Trotz großen Aufwandes, intensiver Darstellung, eindurcksvoller Landschaften überlang und bilderbogenartig zerdehnt wirkend. Ausgespielte Brutalitäten. (fd 12 968, 1964) Vorhanden sind 6 volle 70mm-Rollen der deutschen Premierenfassung - die genaue Laufzeit wird noch examiniert. Eventuell fügen wir dieser Fassung noch weitere Out-Takes hinzu. Geplant daher: erst für 2013. *** Ein kleiner Hinweis noch auf THE MASTER: er läuft am 8. September auf dem Toronto Film Festival: http://www.ropeofsilicon.com/life-of-pi-to-open-new-york-film-festival-and-the-master-to-screen-in-toronto-in-70mm/ Eine sicher interessante Gelgenheit, den Look moderner Filme in Beziehung zu älteren Kassikern zu setzen. ***
  22. Seit wann sind die Filmrechte der deutschen 35mm-Versionen ausgelaufen? War doch jahrzehntelang ein Dauer-Repertoire bei UA/CIC/UIP usw. Technicolor-Kopien von GEHEIMDIENST gibt es auch, sahen stets gut aus. Nicht gennehmigte Aufführungen wurden schon in den 80ern geahndet. Ein Filmlagerbetreiber (Troisch?) nahm sich sogar das Leben, als etwas schief lief.
  23. So lange (oder besser seitdem) beim Breitfilm Defizite oder Mängel auftauchen, würde ich es eher nicht vorziehen, von integralen Versionen zu sprechen - die ja analog zur Premierenzeit beschaffen sein müssten. Mit zunehmendem Alter eines Films gibt es kein "Original" mehr im eigentlichen Sinne, wie mir schon Enno Patalas beibrachte. Die 80-TAGE-UM-DIE-WELT-Materialien von mir und St. sind nun in einem so gepflegten Zustand, dass wir sie der Öffentlichkeit ungern entziehen möchten. Es wurde nach der letzten 80 DAYS-Aufführung in Bradford (dort lief die gleiche Filmkopie wie in Karlsruhe im Oktober) sehr kritisch überlegt, ob man es bei diesem Stand der Aufführung belassen sollte? Ich denke: nein. Wenn es auch nur kleinste graduelle oder auch deutlichere Differenzen unter den Kopien gibt, und sofern so einige Materialien eine bessere Dichte und Restfaben besitzen - mehr als alle anderen existenten Breitfilmkopien in der Original-Länge - sollten sie gezeigt werden. Das tun wir somit auch mit der deutschsprachigen 70mm-Kopie. Unbenommen der Frage, ob der dt. Stereoton es überhaupt auf die DVD-Edition geschafft hat? Er bleibt meineserachtens hörens- und erhaltenswert, auch in Anbetracht sehr bekannter Synchronsprecher, die einige unserer Mitglieder noch kennenlernen durften. Und weil mir persönlich das Attribut "integral" nicht so recht geheuer ist, plädiere ich lieber dringend selbst für Nicht-Breitfilme und für Aufführungen der Technicolor-35mm-CineStage-Fassung mit 4-Kanal-Magnetton, wenn sie nicht wieder so unscharf daher kommt, wie vor 5 Jahren in einem anderen Kino. In anbetracht sogar 8-kanaliger Aufführungen (Perspecta-codiert) dieses Film zur Premierenzeit, würde auch eher auf diese Versionen nach meinem Verständnis das Prädikat einer "speziellen" Kopie zum Anschlag kommen: alle anderen Kopien halte ich bisweilen für Roadshow-Kopien, aber immer für Serienkopien. So auch die leider schon etwas blasse Kopie aus England mit der hohen Frequenzrate... *** Aber es gibt ja am 16.9. in Werder auch ein Doppelprogramm mit HELLO DOLLY - eine Programm-Mischung, die in diesem Filmtheater für eine Menge Vergnügen sorgen wird. Bei freiem Eintritt laden wir (nach der 11.00 Uhr-Jules-Verne-Expidition) ab 15.30 Uhr zur musikalischen Roadshow herzlich ein - und natürlich auch zu Diskussionen jeder Art und Richtung. Einer der grössten Sets der Filmgeschichte: "You are in the Show with Todd-AO" ist hier keine Übertreibung...
  24. Sorry, aber er war und ist in Europa immer in 70mm verfügbar gewesen, eben so in USA. Immer wieder im Einsatz in Oslo, in England, und in Dtd. hatten wir seit 1993 damit in 3 Städten desöfteren Screenings durchgeführt: zuletzt im ausverkauften Kino "Astor Lounge" in Berlin. War das jetzt ernst gemeint? *** hört sich so tolerant an ... ;-)
  25. Die Kopie von S. ist die allersauberte und fast frei von jeder Positivschramme - mechanisch dem Alter entsprechend vorzüglich und dennoch den üblichen Triacetat-Schrumpfungsprozessen bei Plusgrad-Lagerungen unterworfen. Bei frühzeitiger Gefrierlagerung (damit begann ich oft schon zu spät) ließen sich sowohl der Fortschritt des Color Fadings wie die Längenschrumpfung aufhalten. Bei korrekter Auftauung (nicht jeden Monat allerdings) bleiben die mechanischen Abmaße stabil! Bei falscher oder verkürzter Akkomodation oder Vinegar Syndrome würde dagegen Welligkeit eintreten. Meine erste Rolle (mit ein paar identifizierbaren Farbdifferenzierungen) gehört übrigesn ebenfall zur Kopie von S. - allerdings wurde ja eine unkomplette Kopie angedreht, während für mich aus damals dringendem Anlass aus greifbarem Material eine Komplettversion zusammengestellt wurde - und ich in diesem Falle noch Glück hatte. Ziemlich ungerecht und ärgerlich für uns alle! Und erfreulich eben so, wenn wir unsere beiden Fassungen für den 16.9. aktweise mit den besterhaltenen Rollen vorführen können. Garantiert werden kann also schon jetzt ein deutlich besserer Zustand sämtlicher Rollen (ausgenommen der Endtitel) gegenüber vielen anderen zeitgenössichen 70mm-Kopien Und deswegen machen wir auch Werbung für diese Vorführung!!! Die erste Rolle (sozusagen aus meiner Kopie) ist nicht merklich schlechter als andere Rollen des Films: ich bemerkte dies gar nicht und fand, dass bei unseren Testscreenings erst einmal die Projektoren auf verschiedene Materialien einjustiert wurden. Und dass diese erste Rolle noch im Frühstadium der Justagen vorgeführt wurde: evtl. zu früh für ein Urteil aus meiner Sicht (zudem ich bei dieser Rolle keine grössere Bildunruhe bemerkte - weshalb ich auch für den 16.9. gern eine für das Kopienalter sehr akzeptable Qualitätsgüte versprechen möchte). Möglicherweise könnte man der 1. Rolle mehr Feuchtigkeit (oder Filmguard) zuführen, nachdem sie aus der Gefrierlagerung kam. Vielleicht holen wir dies noch nach, sofern es wirklich notwendig wäre. Fazit: IN 80 TAGEN UM DIE WELT hat keine wirklich mechanisch schlechten Rollen (typisch für Schlechtigkeiten wären doch: Verschrammung, Bildsprünge, Perfoschäden, ständiges Bildpumpen, Wackeln oder Tonausfälle und Störungen). Zum Glück! :smile:
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