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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. cinerama

    Exodus (1960)

    War mir klar, wer antwortet. Unterwegs fiel mir ein: wer hat sich schon Tage nicht mehr zu Wort gemeldet (quasi als der Auto-Reflex-Zivilverteidiger des @preston sturges)? Salvatore! De Vita! Wird vermutlich Jahre noch weitergehen - wie einst mit @brillo - bevor auch dieser "aufwachte"... Viel Freude am Richtigstellen, Ausbalancieren und am Rächen der angekratzten Gurus. *** Das Label "Arthaus" lässt eher eine zweit- oder drittklassige Edition erwarten. Fast immer so,wenn Majors sich sträuben, ihre eigenen Titel gross herauszubringen. Eine Bewertung der BD, sobald sie raus ist, folgt. http://www.dvd-forum.at/medium-details/57878-bluray-exodus *** "Die Irrfahrt der Exodus" - von Ruth Gruber: http://www.perlentaucher.de/buch/ruth-gruber/die-irrfahrt-der-exodus.html
  2. cinerama

    Exodus (1960)

    Grandiose, Annonce - sie spricht 1000 Bände! (Letterbox Version) +++ Sorry, aber Du kannst gar kein "aussergewöhnliches Event" anpreisen, wenn Du die neue Fassung gar nicht gesehen hast! (Anscheinend warst Du auch nicht in Bradford, obwohl Du dort "Führungen" ankündigtest). Den "Applaus" in Cannes hast Du wie ich dem Blog entnommen und verlässt Dich ansonsten auf die Vorarbeiten von SONY, die schliesslich irgendwie vermarktungsfähig sein werden. Ich finde das nicht seriös, im Vertrauen auf Gehörtes oder von einer Company aus deren Inseraten automatisch eine sichere Qualitätszusage abzuleiten, ohne auch nur 1 Sekunde gesehen zu haben. Erkläre doch bitte, warum Du den Film nicht in 70mm zeigst: zu kostspielig? Kein Kommentar.
  3. cinerama

    Exodus (1960)

    Wie erwähnt ist das DCP für jeden und überall verfügbar (und auch nicht per Spezialverhandlung mit SONY - sondern nach einfacher Bestellung bei Park Circus Limited: http://www.screendaily.com/festivals/cannes/-park-circus-takes-lawrence-of-arabia-runaway-train-to-cannes/5041111.article ). Nun auch auf der Website von Cannes angeführt: http://www.festival-cannes.fr/en/archives/ficheFilm/id/10899402.html Alle anderslautenden Behauptungen sind eitle Werbetricks, die mehr vorgaukeln als wirklich ist. Abgesehen davon, dass 4k mit 70mm nicht so viel zu tun hat. Jeder kann gerne zeigen, was er möchte, sollte aber profane Filmbelieferung (hier ein postalisch versandtes DCP) nicht als exklusives Event für sich reklamieren, finde ich.
  4. Die schmatzenden oder schwatzenden Kinobesucher sind vielleicht weniger der Grund für ein Kinosterben. Der Versuch aber, sich ein elitäres Publikum auszubedingen, entfremdet die Filmkunst noch weiter von den Massen. Gute Filme und Kinos müssen verschiedene Rezeptionsweisen aushalten können, denn auch hypermotorische Störer gelangen an einen Punkt, an dem sie vom Ausdruck selbst einer vereinzelten Szene eines Films eben doch verzaubert sind. Das ist schon mal der erste Schritt in die richtige Richtung. Die falsche wäre m.E. ein überholter Trend zur konditionierten Abendgarderobe und zur "Gala"-Vorstellung. "Gegenbeweis": unser beider "Lieblingsfilm" AVATAR. Chemie und auch sonst alles "stimmte". Nachdem diese Hybrid-Produktion im Free TV lief, zeitigte sich mangels 3D durchaus ein Verlust. Und zusätzlich, weil selbst Hits nach kürzester Zeit für den häuslichen "Speiseplan" einkalkulierbar geworden sind und somit schon vor dem Start zum Teil entwertet werden. Die "Übervierzigjährigen" als stärkste Altersgruppe des deutschen Kinos sind nach meiner Wahrnehmung nicht undiszipilinierter als das jüngere. Selbst Sofa-Fernsehen zwang kultivierend noch zur "Akzeptanz" eines "Formats" (inhaltlichen Formats). Wesentlich "freier" agieren dagegen die Computer-Kids, die an Interaktivitäten und multi tasking gewöhnt wurden. Diese Art der Konsumption oder medialen Kommunikation steht der tradierten des Spielfilmkinos diametral gegenüber. Inwieweit "das" Kino darauf reagiert, ist noch nicht richtig absehbar. Vielleicht kommt es (nach derzeitigen Verleihrecht und den Abrechnungsmodalitäten ein skurriler Gedanke) eines Tages zur Generalkarte und zum Nonstop-Kino, in der der Gast beliebig die Säle wechseln kann? Es spricht zu viel dagegen. Allerdings genügend Argumente für eine Angebotsmonotonie, eine Verdichtung des Blockbuster-Spiels und für die ungebremste Ausweitung des "alternativen Contents" zu Brot & Spielen ... Verzeihung: zu Sport % Singspielen. Auch Kinos, die durch gehobenen Service derzeit als Luxuskino tituliert werden, würden ausserhalb des Willkommens- und Bewirtungsservices kaum überlebensfähig sein, wenn nicht auch technische und vor allem programmatische Luxusangebote damit einher gehen. Ob die Realität mit dieser Maxime konform geht, mag sich jeder selbst beantworten. Das würde ich so nicht formulieren. Glücklicherweise gibt es diese mentale Vielfalt, auch als Ausdruck von Freiheit gemeint, ein Kunstwerk oder Machwerk ablehnen oder sogar beschimpfen zu dürfen.
  5. cinerama

    3-D ist Nötigung

    Das sind die vielleicht relevanten Fragen, welche leider zumeist in der brancheninternen Diskussion ausgeblendet und verdrängt werden. Denn wer "was werden will", spricht eher von Erfolgen, nicht von Problemen - typisch für die Branche. Allerdings muss auch nicht jede 2D-Projektion unbedingt digital sein, wenn eine 35mm-Kopie ein besseres Schwarz oder eine schönere Abstimmung der Hauttöne und Halbtonwerte mitunter ermöglicht. Bei aller Kritik aber an dem auch mir nur als "Übergangsformat" vorkommendem alten stereoskopischen Raumbildverfahren muss man zugeben, dass die Konversion des (inhaltlich mitunter lahmen) TITANIC-Films technisch gesehen vortrefflich gelungen ist, bei AVENGERS dagegen enttäuscht - der zudem auch inhaltlich wie ein Potpourri der jüngsten Blockbuster daherkommt und nicht annähernd so amüsant und abwechslungsreich ist wie SPIDER MAN. Und wo er sich ernsthaft gibt, entgegen den BATMAN-Versionen von Christopher Nolan dafür auch kein richtiges Thema (oder einen Subtext) findet. Auch Allan Silvestri schrieb schon interessantere Scores. Ingesamt ermüdet der Film über die Brille und zeitweise guckte ich ohne, um die Befangenheit abzuschütteln und die ungetrübte Helligkeit zu geniessen.
  6. cinerama

    Exodus (1960)

    Danke für die Auskunft. Vielleicht erfährt man mehr darüber - auch wann und bei welchen Filmen man in D-150 projizierte, und wann nicht. Zum Kino habe ich Eröffnungsberichte und vom Juni 1967 die BKSTS-Ankündigung zur D-150-Demonstration am 6.7.67. Und ansonsten ein paar Fotos, die nicht die tolle Qualität haben, die man sich wünscht. Also dürfte sich das meiste Material hierzu bei Dir befinden. EXODUS am 9.5.61 im ASTORIA, London (von dem evtl. @filmempire ein Bild hat, als gerade WHERE EAGELS DAR lief? Wollte dies nicht unerlaubt veröffentlichen). Was in 25 Jahren nie ein Problem.
  7. cinerama

    Exodus (1960)

    Wer den Film L.o.A. spielen möchte, bekommt ihn jederzeit.
  8. cinerama

    Exodus (1960)

    Klingt nach ganz speziellen Verhandlungen und Beziehungen auf höchster Ebene, um einen noch nie gesehenen exklusiven Event erst- und einmalig für Dtld. und auch nur in Krls. zu lancieren. "Lawrence - wie ihn nie einer sah", könnte man fast glauben. Die erleichternde Wahrheit sieht so aus: der Film ist für Jedermann und jederzeit verfügbar, man sollte darum kein Geheimnis machen: http://www.parkcircus.com/catalogue/show.php?id=106670
  9. Nicht als Kritik oder Herabsetzung der Anstrengungen zu verstehen - aber dennoch liegt mir die historisch Parallele: vor noch 15 Jahren wurde auf eine sogar 40 x 20 m grossen Bildwand im SPEKTRUM in Oslo die Europa- oder Weltpremiere von INDEPENDENCE DAY mit nur 1 Projektor (jedoch 70mm-Filmaband) bestritten. Aber vielleicht wird die Lasenprojektion den Aufwand der gestakten Beamer eines Tages aufheben? Ist es jetzt verbürgt die grösste 3D-Vorführung der Geschichte, oder kann man bei etwas 6000 Besuchern im New Yorker ROXY von ähnlichen Events von vor 60 Jahren berichten?
  10. Über Parc Circus Limited, Nick Varley. Um die EUR 300,-- etwa. info[at]parkcircus.com Zumindest 1 handverlesene Kopie existiert auch (in Germany), leider nur 70mm. :unsure: Aber warscheinlich ist die Blu ray angedacht?
  11. cinerama

    Exodus (1960)

    Wirklich auf 70 Millimetern gesehen? So "sehr gut" wie Du FAR AND AWAY "sehr gut" fandest? Woran erkennst Du bitte, dass nicht über Digital Intermediate gegangen wurde? Erkläre bitte mal. Bin gespannt! Laut einem neuen Bericht ("When "Star Wars" premiered in London in 1977, it was the last film to be presented in Dimension 150 at the Odeon Marble Arch", zit. aus: http://www.in70mm.com/news/2012/dimension_150/index.htm ) lief im ODEON MARBLE ARCH 1977 letztmalig ein Film in D-150. Sind die Optiken noch heute noch vor Ort (so verstehe ich die obige Erklärung), oder wann wurden sie vom Ort entfernt? Danke für eine Information.
  12. Das gilt eben so für die Blut- und Bodenfilme der NS-Zeit: auch sie enthalten Wahrheiten, Wahrheiten über die Psyche einer Volksgemeinschaft usw., auch wenn dieser Zustand durch Lüge zustandekam. ;-)
  13. Damit kommt man in der Sache schon näher. * Die Vermittlung eines neuen Heimatgefühls für all jene, die ihre eigentliche Heimat erst verloren hatten, war ein wesentlicher Bestandteil [des bundesdeutsche Heimatfilms]. Vergleicht man dazu die Handlungsplätze, an denen jene Filme gedreht wurden, so lässt sich eine Mischung zwischen Alpenpanorama, mitteldeutschen Landschaften und norddeutschen Heide- und Moorlandschaften feststellen. Auch wenn heute oftmals nur noch die zugegebenermaßen beeindruckenden Alpenaufnahmen in unserem Bewusstsein vorhanden sind, so reduzierte sich dies damals nicht nur auf diesen Schauplatz. Vielmehr lässt sich feststellen, dass alle Landschaften, in denen Vertreibung stattfand, ihren Gegenpol im bundesdeutschen Heimatfilm fanden. So sind beispielsweise die ostpreußischen Gebiete auf die norddeutschen Heidelandschaften, Schlesien und das Sudetenland auf die deutschen Mittelgebirgslandschaften übertragbar. Aber nicht nur das Wiederfinden der alten Heimat im Film, sondern auch das Finden einer neuen Heimat in der Realität konnte auf diese Weise ermöglicht werden. [...] So steht er [der bundesdeutsche Heimatfilm] teilweise in einer Entwicklungslinie zu den Berg- und Skifilmen der 20er Jahre und frühen 30er Jahre und deren Nachfolger, der „Blut und Boden“ Propaganda während der Zeit des Nationalsozialismus. Aus: Jürgen Bader, "Der bundesdeutsche Heimatfilm der 1950er Jahre". http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/29801.html
  14. cinerama

    Exodus (1960)

    Von SHELLARAMA kann ich mir aus technischen Gründen keine 70mm-Neukopierung vorstellen, bei EXODUS aus finanziellen nicht (mittlerweile aber auch aus technischen Gründen ebenfalls schon nicht mehr, wenn 70mm-Kopierungen zu befürchtenderweise nunmehr ein Ende finden - nachdem, was man aus den ausländischen Kopierwerken hört.( Damit stirbt dann auch die Hoffnung der Satiriker: Osgood Fielding III. ist eine fiktive Figur in einem Hollywood-Komödienfilm, SOME LIKE IT HOT. Es handelt sich um einen satirischen Abstecher, nach dem zu EXODUS anscheinend kein Diskussionbedarf mehr bestand und der Film offenbar in kaum einem Format Unterstützer findet. 70mm finito. :|
  15. Und Artur Brauner - aus einer Opferfamilie der NS-Zeit stammend - produzierte Heimatfilme für den frühen westdeutschen Staat. Die vielleicht nicht zu seinen besten Produktionen gehören. Und die DDR als konsequentes System im Bruch mit dem alten Deutschland? Nicht so umfassend, wie auch ich einst dachte. Um hier nicht von Fans gerichtet zu werden, sage ich vorerst weiter nichts und lasse Zitate Revue passieren: Zweitens war die Errichtung der DDR (wie des gesamten Ostblocks) Teil der Etablierung einer reaktionären Nachkriegsordnung, die neben der territorialen Ausdehnung bürokratischer Planung v.a. die konterrevolutionäre Aufteilung zwischen Ost und West, unter unbedingter Anerkennung der Herrschaft des Kapitals in den imperialistischen Sphären implizierte. [...] Die DDR-Staatsmaschinerie war vom Typus her bürgerlich, ein abgehobener allmächtiger Apparat, ein Heer an Repressionskräften und Staatsdienern. Es ist keine Wunder, dass dieser Apparat später keinerlei Widerstand gegen die Restauration des Kapitalismus leistete, sondern im Gegenteil die meisten Bürokraten versuchten, im neuen, größeren imperialistischen Deutschland unterzukommen. http://arbeiterinnenstandpunkt.net/alt/rm29ddr.html Nicht nationalsozialistisch, aber eskapistisch? In Westdeutschland gibt das "Schwarzwaldmädel" 1950 den Startschuss zu einer langen kreativen Durststrecke, während der der deutsche Film von wenigen Ausnahmen abgesehen in fröhlichem Eskapismus und anspruchsloser Genreware verharrt, die das triste Nachkriegsdasein erhellen soll. Der Heimatfilm feiert in der ersten Hälfte der 1950er seine Blütezeit, ebenso der historische Liebesfilm (die "Sissi"-Trilogie, ab 1955), der Abenteuerfilm und Western (besonders populär sind Karl May-Verfilmungen wie die "Winnetou"-Reihe). Der Kriminalfilm wird in einer schier endlosen Reihe formelhafter Edgar Wallace-Filme als populäres Genre wieder belebt. Bis auf den Heimatfilm, der simple, triviale Romanzen vor unberührter heimischer Natur-Kulisse, spielen alle diese Filme im Ausland, meist an exotischen Orten, um der Biedermann-Unterhaltung internationalen Anstrich zu geben. http://www.filmszene.de/eine-kurze-einf%C3%BChrung-in-die-geschichte-des-deutschen-kinos Biedermann und die Brandstifter? Dabei präsentiert Harro Segeberg in dem von ihm herausgegebenen Band drei Thesen bereits in der Überschrift. Mit dem Haupttitel „Mediale Mobilmachung III“ behauptet er erstens eine Sonderstellung für den Film (und hier wiederum den fiktionalen Film) im Zusammenspiel mehrerer relevanter Medien der Mobilmachung und zweitens eine Kontinuität zwischen dem in zwei vorangegangenen Sammelbänden behandelten Kino des Dritten Reichs und der Kriegs- und frühen Nachkriegsjahre in Deutschland und Hollywood http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-2-166 „Bloß nicht wieder Ruinen“ stöhnte das Publikum schon beim zweiten Nachkriegsfilm, denn es will Illusionen, es will die Wahrheit und die Folgen einer Entwicklung nicht länger sehen, als es dazu gezwungen ist [iFW 22 (1949) S. 250]. Viele deutsche Cineasten flüchteten sich deshalb lieber zu den Überläufern oder sie begeisterten sich an einem neu aufkommenden Trivialfilmgenre. Der Heimatfilm Schwarzwaldmädel (1950) mit Sonja Ziemann und Rudolf Prack, dem Traumpaar der Fuffziger, brach 1950 alle Zuschauerrekorde und zeigte damit den deutschen Filmemachern den Weg zum Erfolg. Der Trümmerfilm, den man insgesamt gesehen künstlerische und inhaltliche Wagnisse nicht völlig absprechen kann, war nicht mehr gefragt. [Zum Film in der Trümmerzeit vgl. Pleyer, Nachkriegsfilm S. 51ff.; Kahlenberg, Film S. 467ff.; Glaser, Kulturgeschichte S. 119ff; Kreimeier, Westdeutscher Film S. 290ff.; Seidl, Lüge S. 71fE; Wilharm, Lizenzfilme S. 193ff]. Zum deutschen Filmangebot in den Theatern der französischen Zone gab ein versierter Kinobesucher den folgenden treffenden Vers [iFW 1 (1949) S. 3] zum besten: "Er kann nur prahlen oder wimmern, Er lebt in Schlössern und in Trümmern, Doch nie in deinen oder meinen Zimmern Er sollte sich ums Leben kümmern!" Aus: "Zwischen Gestern und Morgen. Film und Kino im Nachkriegsjahrzehnt"; http://www.mediaculture-online.de Hat das industrielle System eine Kontinuität? Die deutsche Filmbranche, ein Schoßkind des Nazi-Regimes und also technisch gut ausgerüstet, begann sich nach der Stunde null unter der Vormundschaft der Besatzungsmächte erstaunlich rasch wieder zu regen. [...] Die Nachkriegsfilmemacher der ersten Stunde waren jüngere Profis, die bei der Ufa ihr Metier gelernt und sich noch vor Kriegsende mit "unpolitisch" gefälligen Werken bewährt hatten: Harald Braun, Helmut Käutner, Kurt Hoffmann, Josef von Baky, Wolfgang Staudte - sie gehörten zum Teil bis in die sechziger Jahre hinein zu den maßgeblichen Regisseuren des deutschen Kinos. Auch auf der Leinwand waren Publikumslieblinge, die nicht als kompromittiert galten, etwa Hans Albers und Heinz Rühmann, bald wieder zurück. Den ersten "Bambi" als beliebteste Schauspielerin des Jahres gewann 1948 nicht etwa die junge Hildegard Knef, sondern die unverwüstliche Stehauffrau Marika Rökk. [...] Zur Uraufführung des ersten deutschen Nachkriegsfarbfilms in Stuttgart gab sich der baden-württembergische Kultusminister die Ehre, und die Bundespost brachte einen Premieren-Sonderstempel heraus. Das Folklore-Rührstück "Schwarzwaldmädel" wurde mit etwa 14 Millionen Zuschauern zum Sensationserfolg und zum Prototypen des auffälligsten und "deutschesten" Phänomens im Fünfziger-Jahre-Kino, dem Heimatfilm. Der Regisseur Hans Deppe (einst ein Berliner Komiker, der schon vor 1945 bei etwa 30 volkstümlichen Filmen Regie geführt hatte) und sein Starpaar Sonja Ziemann und Rudolf Prack behaupteten ein Jahrzehnt lang in wechselnder Volkstracht ihren Spitzenplatz in der Heimatszene. Die Branche war stolz auf das identitätsstiftende Genre, dem kein ausländischer Film Konkurrenz machen konnte, und die Meinungsforscher erkannten, dass das Publikum nun also eindeutig dem "Illusionsfilm" gegenüber dem "Wirklichkeitsfilm" den Vorzug gebe. Aus: http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-45964840.html
  16. Im Post vom 10.5., 17.36, kamen 5 Punkte zum Vorschein, die auch Ergebnis einer universitären Beschäftigung mit dem Thema waren. Die ganze Aufregung in diesem Thread rührt daher, dass ein beinahe jeder sich als Filmfan fühlt, sich aber für Politik nicht interessiert. Trennen lässt sich das nicht immer. Dann ist die Entrüstung total, wenn ein Kinotraum auch mal auseinandergenommen wird. Zusammenfassend: es gibt die Auffassung, das frühere Unterhaltungskino der Bundesrepublik Deutschland habe "restaurative" Strömungen in sich aufgenommen. Es gäbe eine Kontinuität inhaltlicher, technischer oder künstlerischer Eigenheiten zum Unterhaltungsfilm vor 1945 (es gibt den NS-Film und es gibt den BRD-Film und en DDR-Film). Diese Auffassungen sind vor Jahrzehnten bereits vertreten worden und waren selbst zur Zeit der Regentschaft von Bundeskanzler Adenauer durch die Meinungsfreiheit und das Grundgesetz gedeckt. Keiner der Kritiker hat Forderungen vorgetragen, Heimatfilme nicht zeigen zu dürfen. "Bedenkenträgerei" bezieht sich auf die künstlerische oder politische Aussage eines Films und auch auf Todd-AO-Filme wie oben erwähnt - bzw. russische Propaganda-Filme mit wirklichkeitsverdrehendem Auftrag: "Wolga-Wolga" (1938) - wenn sie als nur farbenfrohe Unterhaltungsfilme angepriesen werden. Gibt es wirklich keinerlei Kontinuitäten vor/nach 1945? Sind Komödoen und Lustspiele ausnahmslos ganz harmlos? Meines Erachtes wäre es kaum logisch, wenn es nach 1945 zu einer totalen Abkehr gekommen wäre? Andere Filmwiss. (auch ein früherer Prof. von mir) glauben nicht an die restaurative Zwecksetzung: Kaum ein Filmgenre ist so mit der deutschen Filmindustrie der 1950er Jahre verbunden wie der Heimatfilm. Nach dem Überraschungserfolg des Schwarzwaldmädels (1950) entstand eine bis in die 1960er fortgesetzte Schwemme von Filmen, die ihrerzeit manchmal große Publikumserfolge waren und die manchmal bis heute lebendig geblieben sind (man denke an die Filme um die Kaiserin „Sissi“ oder auch die Schleswig-Holstein-Epen auf dem „Immenhof“). Oft ist den Filmen eine restaurative Tendenz zugeschrieben worden, ein Festhalten an Lebensformen eines bäuerlichen Deutschland, das so gar nicht mit der Realität der 1950er zusammengehen mochte. Und es wurde eine grundlegende eskapistische Tendenz erkannt, die vom Nachdenken über die noch so nahe Nazi-Vergangenheit abgelenkt habe. Es bleibt Aufgabe der Forschung, diese Urteile nachzuzeichnen und ihnen die These entgegenzuhalten, dass der Heimatfilm gerade nicht restaurativ orientiert gewesen sei, sondern die verschiedenen Modernisierungen, die die BRD in den 1950ern zu einer kapitalistischen Industriegesellschaft entwickelten, in manchmal süffisanter Art thematisiert habe. Junge gegen Alte, Städte gegen Dörfer, Blasmusik gegen Schlager, das Reisen gegen das Bodenstämmige, Handarbeit gegen Maschineneinsatz, autoritäre gegen egalitäre Familienbeziehungen – es sind eine ganze Reihe von dramatischen Konflikten gewesen, die über den reinen Heimatfilm in die soziale und ökonomische Realität der Bundesrepublik hinausweisen. Aus: http://www1.uni-hamburg.de/Medien/berichte/arbeiten/0119_11.pdf
  17. Dass die Mitglieder des Forums in einen NS-Topf geworfen werden sollen, wer sollte und könnte dies behaupten? Bisher nur Preston Sturges, was ja nicht so ganz sauber ist. Und wie sollte das alters- und berufsbedingt überhaupt möglich sein? Es ist meine Kritik und die "Anpreisung" an bestimmten Filmen, die kopfschüttelnd zurücklässt und sich gleich weiter übertragen liesse auf Filme des Illusionskinos wie ALAMO, 300, EL CID, KELLYS HEROES u.a., die ja Deinerseits nie hinterfragt werden, sondern "authentisch angekündigt" werden. Es werden nur "gute Seiten" beworben und deren Farbigkeit betont - dies sei gut und bekömmlich für jedermann (jede Frau), möchte man annehmen. Meine Auffassung: es gibt ziemlich sicher ästhetische und manchmal auch ideologische Parallelen zwischen bestimmten Filmgenres und Epochen. Der Heimatfilm kann sich in einigen Punkten dem Kriegsfilm nähern, der (breite oder schmale) Monumentfalfilm Frau Riefenstahl oder Herrn Eisenstein entlehnt sein. Es sind also keine wirren Vergleiche, weil sie tagtäglich in der Filmliteratur und auch an den Universitäten genau so verhandelt werden. Die frühe. westdeutsche Nachkriegsfilm wurde und wird nun einmal sehr kritisch betrachtet. Manche sagen, er sei der Tiefststand des Schaffens. Zeigen und diskutieren sollten man ihn jederzeit und unbedingt - aber warum wird er derart süsslich angekündigt? Nur dass stiess mir auf - nicht die Frage, ob man bestimmte Filme zeigen dürfte oder ob hier jemand in der NS-Zeit lebte, was nachweislich nicht der Fall ist. Godard wurde schon zitiert, aber auch Bert Brecht (ab 1930) ist zu nennen: beide schufen eine Rhetorik der "Illusionsdurchbrechung", die Film als Waren und auch als klassenspezifisches Manipulations- und Unterdrückungsmittel auffasssten. Möchte Preston Sturges das abstreiten und mich weiterhin einschüchtern? * Preston Sturges wendet es nun so, dass seine Stammkunden, die schon Argumente vorgebracht haben, sich durch Kritik an den Filmen oder ihrer Anpreisung mit beleidigt fühlen sollen. Es liegt also an seinen Kunden, ob sie die Fährte aufgreifen oder sich neutral und diskussionsoffen verhalten.
  18. cinerama

    Exodus (1960)

    So macht man ein interessantes Thema kaputt.
  19. Die letzten Posts lesen sich wie eine Verteidigung des Illusionskinos? Gegenrede wird von den Stammkunden eines meisterlich inserierenden Geschäftsmannes karikiert. Kritisiert/karikiert werden die Kritiker von Illusionsfilmen, nicht aber die Illusion als Manipulation-/Herrschaftsinstrument selbst. Werden uns die Filme des Illusionskinos aber ungebrochen mit den gleichen Werbe-Mitteln wie zur Entstehung, also über die Wiederholung der Illusionierung, nahegebracht, finde ich das halt konservativ oder sogar reaktionär. Und ändern sich notgedrungen auch noch die Rezeptionsbedingungen der Filme (Auditorien, optische und akustische Änderungen am Medienträger - was aber zumeist den 70mm-Sektor am empfindlichsten trifft), und wird dann immer wieder von authentischer "Zeitreise" gesprochen, handelt es sich dann nicht um eine weitere Schleife der Illusionierung? ;-) Für Nostalgiker ist das ganz o.k. - man ist happy mit dem erkauften Traum. Nichts wäre unpassender und schmerzhafter, wenn von aussen eine Desillusionierung droht. Und die Deutschen wollten nach dem Kriege nun einmal ihre Irrwege verdrängen und alte Werte, die als Kitt der Nationenbildung galten, fortleben lassen. Sie hätten auch eine andere Wahl gehabt. Volle Kinos werden Mitglieder des Filmvorführerforums immer richtig finden. Voll waren auch das römische Kollosseum, oder die NS-Kinos mit "Opfergang", "Friedericus", "Hitlerjunge Quex" oder "Es war eine rauschende Ballnacht". Anstelle der bunten Traumwelt gab es doch auch in Schwarzweiss "Rotation", "Die Mörder sind unter uns", "Morituri", "Der Untertan". Diese handelten von Problemen. Und sind dadurch glaubhaft und spannend.
  20. Zurück zur Wirklichkeit des Lebens: die hervorragende (!) Münchner Filmwerkstatt pflegt das 16mm- und 35mm-Filmgut mit den wirklichen "exklusiven" Raritäten: http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/derrotepunkt.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/lawo.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/dtdb.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/solo.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/derrotepunkt.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/lawo.htm Die Münchner Filmwerkstatt e.V. ist als Zusammenschluß junger Regisseure, Produzenten und anderer Filmschaffender ein Forum für regelmäßigen Austausch und gegenseitige Hilfe beim Start in der Filmindustrie. Ein Schwerpunkt ist für uns dabei Vernetzung: unser monatlicher Jour fixe vernetzt die Münchner Indie-Szene, und auch wir selbst sind als Mitglied, Kooperationspartner u.ä. von AG Kurzfilm e.V., MedienCampus Bayern e.V., DGB Bildungswerk Bayern oder auch im europäischen Netzwerk NISI MASA breit vernetzt – eine vollständige Übersicht findet sich hier. Aus: http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/verein.htm *** Keine Traumwelt, sondern die kritische Sicht von Serben auf das heutige und gestrige Serbien im "Zeughaus Kino" (Berlin): KINEMATOGRAFIE HEUTE: SERBIEN Beli lavovi The White Lions SRB/HR 2011, R: Lazar Ristovski, D: Lazar Ristovski, Gordan Kicic, Hristina Popovic, Vuk Kostic, 90' 35 mm, OmeU Einführung: Bernd Buder am 2.5.2012 um 20.00 Uhr Beli beli svet White White World SRB/D/S 2010, R: Oleg Novkovic, D: Uliks Fehmiu, Hana Selimovic, Jasna Djurišic, Nebojša Glogovac, 121' 35 mm, OmeU am 3.5.2012 um 20.00 Uhr am 5.5.2012 um 18.30 Uhr Tilva roš Tilva Rosh SRB 2010, R: Nikola Ležaic, D: Marko Todorovic, Stefan Djordjevic, Dunja Kovacevic, 95' DigiBeta, OmeU am 4.5.2012 um 21.00 Uhr am 6.5.2012 um 21.00 Uhr Kordon The Cordon SCG 2003, R: Goran Markovic, D: Marko Nikolic, Nebojša Milovanovic, Nikola Djuricko, Dragan Petrovic Pele, 87' 35 mm, OmeU am 5.5.2012 um 21.00 Uhr Cinema Komunisto SRB 2010, R: Mila Turajlic, 101' Blu-rayDisc, OmeU Einführung: Bernd Buder am 6.5.2012 um 18.30 Uhr Montevideo, bog te video! Montevideo, Taste of a Dream! SRB 2010, R: Dragan Bjelogrlic, D: Miloš Bikovic, Petar Strugar, Viktor Savic, Andrija Kuzmanovic, 138' 35 mm, OmeU am 10.5.2012 um 20.00 Uhr Zavet Versprich es mir! SRB/F 2007, R: Emir Kusturica, D: Marija Petronijevic, Uroš Milovanovic, Ljiljana Blagojevic, Aleksandar Bercek, 125' 35 mm, OF m. dt. + frz. UT am 12.5.2012 um 21.00 Uhr Guca! Gucha – Distant Trumpet SRB/BG/A/D 2006, R: Dušan Milic, D: Marko Markovic, Mladen Nelevic, Aleksandra Manasijevic, Slavoljub Pešic, 92' 35 mm, OmU am 13.5.2012 um 21.00 Uhr am 16.5.2012 um 20.00 Uhr Medeni mesec Honeymoons SRB/AL 2009, R: Goran Paskaljevic, D: Nebojša Milovanovic, Jelena Trkulja, Jozef Shiroka, Mirela Naska, 95' 35 mm, OmU am 18.5.2012 um 19.00 Uhr Ljubav i drugi zlocini Liebe und andere Verbrechen SRB/D/A/SLO 2008, R: Stefan Arsenijevic, D: Anica Dobra, Vuk Kostic, Hanna Schwamborn, Milena Dravic, 105' 35 mm, OmeU am 18.5.2012 um 21.00 Uhr Srbija godine nulte Serbie, année zéro F/SRB 2011, R: Goran Markovic, 80' 35 mm, OmeU am 19.5.2012 um 19.00 Uhr am 20.5.2012 um 21.00 Uhr Oktobar October SRB 2011, R: Ivan Pecikoza, Senka Domanovic, Ognjen Isailovic, Dane Komljen, Damir Romanov, Ognjen Glavonic, Milica Tomovic, 110' Blu-ray, OmeU am 19.5.2012 um 21.00 Uhr Stara škola kapitalizma The Old School of Capitalism SRB 2009, R: Želimir Žilnik, D: Živojin Popgligorin, Robert Paroci, Zoran Paroški, Lazar Stojanovic 122' 35 mm, OmeU am 20.5.2012 um 18.30 Uhr Pešcanik The Hourglass SRB/H/SLO 2007, R: Szabolcs Tolnai, D: Slobodan Custic, Nebojša Dugalic, Jasna Žalica, David Vojnic Hajduk, 107' DVD, OmeU am 23.5.2012 um 20.00 Uhr Klopka Die Falle SRB/D/H 2007, R: Srdan Golubovic, D: Nebojša Glogovac, Nataša Ninkovic, Anica Dobra, Miki Manojlovic, 106' 35 mm, OmU am 25.5.2012 um 19.00 Uhr am 26.5.2012 um 21.00 Uhr Besa Solemn Promise SRB/SLO/HR/F/H 2010, R: Srdjan Karanovic, D: Miki Manojlovic, Iva Krajnc, Nebojša Dugalic, Radivoje Bukvic, 106' 35 mm, OmeU am 25.5.2012 um 21.00 Uhr Ordinary People F/SRB/CH 2009, R: Vladimir Perišic, D: Relja Popovic, Boris Isakovic, Miroslav Stevanovic, 80' DigiBeta, OmeU am 26.5.2012 um 19.00 Uhr am 27.5.2012 um 21.00 Uhr Dovidenja, kako ste? Goodbye, How Are You? SRB 2009, R: Boris Mitic, 80' DigiBeta, OmU am 27.5.2012 um 19.00 Uhr Žena sa slomljenim nosem Belgrad Radio Taxi SRB/D 2010, R: Srdan Koljevic, D: Anica Dobra, Nebojša Glogovac, Branka Katic, Nada Šargin, 104' 35 mm, DF am 30.5.2012 um 20.00 Uhr
  21. Die herausragend engagierte Münchner Filmwerkstatt ist ein Juwel des Kurzfilms. Das derzeitige Programm präsentiert: http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/bergig.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/handwerker.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/einsommerlang.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/musik.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/einsameinsel.htm http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/amrande.htm Die Münchner Filmwerkstatt e.V. ist als Zusammenschluß junger Regisseure, Produzenten und anderer Filmschaffender ein Forum für regelmäßigen Austausch und gegenseitige Hilfe beim Start in der Filmindustrie. Ein Schwerpunkt ist für uns dabei Vernetzung: unser monatlicher Jour fixe vernetzt die Münchner Indie-Szene, und auch wir selbst sind als Mitglied, Kooperationspartner u.ä. von AG Kurzfilm e.V., MedienCampus Bayern e.V., DGB Bildungswerk Bayern oder auch im europäischen Netzwerk NISI MASA breit vernetzt – eine vollständige Übersicht findet sich hier. Aus: http://www.muenchner-filmwerkstatt.de/verein.htm
  22. cinerama

    Exodus (1960)

    Es gibt ja das Privileg des Romans und fiktionalen Films, Liebesgeschichten als Identifikationsklammer (ein selbst mir zu böses Wort der frankfurter Aufklärer) einzufügen. Jedoch zeigt sich in diesem Metier vielleicht nicht Premingers Stärke, auch noch weniger die von Kubrick, Ray, Mann, Manckiewicz aus der damaligen Breitwandliga - oder von Cameron und Spielberg aus der heutigen Schmalfilmfraktion. Eher die von Lean, Bondartschuk, Wyler, DeMille oder Cukor. Wenn Uris noch authentisch aufschrieb, würde ich Dalton Trumbo als Quelle der Zusammenführung verschiedener Handlungsstränge in einen einzigen sehen. Wir wissen dies aus "Spartacus". Ein linker Optimist und Romantiker, aber auch ein leichtfertiger Romancier? Ihm und Preminger sind vermutlich die extrem verdichtete Hassliebe zwischen Irgun und Aganah, gipfelnd in der Gefängnisszene, zuzuschreiben. Hier wird die Tragik spürbar, unter der später auf der anderen Seite des Konflikts die PLO sich spaltete, Fatah und Hamas sich bekämpften und Israel eine "Krieg gegen den Terror" behauptete: http://www.gegenargumente.at/radiosend/radiosend_09/krieg_gegen_den_gaza_10_02_09.htm (dieser hervorragende Essay spiegelt in etwa die Sichtweise, die @Stefan2 andeutete - allerdings in einem einzigem Satz schwerlich vermitteln konnte).
  23. cinerama

    Exodus (1960)

    Ende der 70er Jahre hatten die Todd-AO-Revivals im Delphi-Palast Berlin jeweils vier bis zwölf Wochen Einsatzzeit. Die Annoncen habe ich alle gut aufgehoben. 1 Woche (und dazu noch auf einer Abendschiene) ist leider "weit abgeschlagen"! Zudem gab es mehrwöchige Wiedereinsätze der restored versions von "Vertigo", "Spartacus", "Lawrence of Arabia" in den 1990er Jahren. "Spartacus" war als restored version sogar an der Spitze der Charts im Sommereinsatz in den USA. *** Danke @Sam, für die schonungslose Analyse.
  24. Endlich, tröstlich mal ein Gegenpol zum reaktionär-suesslichen Kommerz... wunderschön - danke! Kaurismäki = Held der Arbeiterklasse! M.W. liegt vieles bei Pandora (LIGHTS IN THE DUSK, KE HAVRE, LENINGRAD COWBOYS MEET MOSES, THE MAN WITHOUT A PAST). Über alles andere seines Schaffens und auch von Mika Kaurismäki ist kaum jemand so gut im Bilde wie das Internationale Forum des Jungen Films IFB: forum[at]arsenal-berlin.de
  25. Kleiner Widerspruch insofern, als dass die These verbreitet ist, die kapitalistischen Monopole hätten Hitler erst in die Steigbügel geholfen und fanden grossen Gefallen an seinen Plänen zum neuen Lebensraum und der Einführung des Arbeitsdienstes. Nach der Eroberung des Ostraums und gewonnenem Krieg hätten sie ihn voraussichtlich wieder fallen lassen. Die Heimatidylle unter Adenauer (hatte er nicht die Spaltung "Deutschlands" vorangetrieben? Das Poster von Preston Sturges verheisst dagegen das neue farbige Deutschland) umschreibt der SPIEGEL: Auch in der Adenauer-Restauration kochte ein wirtschaftlicher Riese auf geistiger Sparflamme: Während sich die Deutschen ihren Wanst mästeten, war in ihrem intellektuellen Haushalt Schmalhans Küchenmeister; während sie ihre Städte ins Gigantische kaputtbauten und ihre Landschaften zersiedelten, garnierten sie ihre geistigen Horizonte mit Fachwerk und Butzenscheiben. Dem Lärm der Baumaschinen und der überfüllten Autobahnen setzten sie die Kuckucksuhr und den röhrenden Hirsch im Schlafzimmer entgegen. Und davon handelt Fassbinders "Lola". Aus: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14341759.html "Folgen": ein geflügeltes Wort. Auch ein Standpunkt? Das ist auch die grosse Geschicklichkeit hier, dass einer immer das "letzte Wort" ergreifen muss, um sein Jahresprogramm durchzubringen. Hilfreich in allen Fach- und Lebensberatungsfragen.... Sobald die "Ein-"Färbungen der Geschichte (wie auch roter Filmclips) einige Leser verwundern, sind sie "Erbsenzähler". Es sollte doch alles schön sein! Dann fallen die Stammkunden her über Abweichler, die ihren Herrn Klassenlehrer nicht mögen: "Mein Papi ist mein bester Kamerad". Bitte bitte: bringt hier nur noch positive Nachrichten und bunte Bilder, das kommt gut und tut niemandem weh! Mehrmals dort erlebt.
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