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Die Information über den Schallplattenstichel hatte ja @preston sturges in die Diskussion eingebracht. Ich teile ansonsten Deine These, dass die Matrizenfilme sich hierfür sinnvollerweise anbieten würden. Jedoch wurde diese Annahme in diesem Thread schon zurückgewiesen. Gravuren o.Ä. im O-Negativ sind eine Seltenheit: einige späte MGM-Filme würde ich hierfür benennen wollen. Anders als die Annahme von @preston sturges, fehlende "F"-Zeichen seien nur einem Wechsel der Produktions- und Verleihgesellschaft zuzuschreiben, konnte man sie auch in Paramount-Filmen entdecken (d.h. ihr "Fehlen" entdecken). Gibt es eigentlich ein Format auf 35mm-Kopien, dass bei VV-Reduktionen ein Bildfeld mit sehr dünnem Bildstrich zeigt? Mir ist es in den Jahren nicht gelungen, ein Beispiel dafür zu finden. Dafür gibt es natürlich andere Möglichkeiten eben so. Es wurde bisher mündlich mitgeteilt, dass die F-Signaturen auch in einer Horizontalkopie (WHITE CHRISTMAS) zu sehen sind. Schauen wir mim auf die Überblendzeichen bei den meisten 70mm-Filmen, wurde dort ebenfalls bis zum Grund des Blankfilms die Schicht abgetragen. Und wie auch bei der VV-Kopie von WHITE CHRISTMAS kennen wir sie als "weisse" Zeichen (genauer gesagt: transparent). Auch der Horizontaprojektor bei VV muß irgendwann in seiner Bildzentrierung "ausgerichtet" werden. Du vergisst möglicherweise, dass es nicht nur eine einzige Version einer Horizontalkopie für VV-Filme gegeben hat. Einige Horizontalkopien besitzen nur einseitig eine Aussparung (für die Lichttonspur oberhalb des Bildfeldes), andere zeigen eine weitere Aussparung: unterhalb des Bildfeldes, die eine Zentrierung ohne "F"-Signatur möglich macht. Es macht nach meinem Verständnis jetzt keinen wirklichen Sinn, wo Du a) von weissen "F"-Signaturen in WHITE CHRISTMAS und b ) von schwarzen "F-"Signaturen in VERTIGO sprichst und betonst, in beiden Fällen seien diese im Kameraoriginal gewesen. Wüßte einer unter uns einen Grund hierfür? Bevor aus USA nun nähere Informationen eintreffen, finde ich es sehr interessant, wenn einer unter uns Enthusiasten eine VERTIGO-35mm-Kopie von 1983 ablichten könnte und uns mitteilte, ob dort die "F"-Signatur ebenfalls (wie in Robert A. Harris' 70mm-Kopie) schwarz ist. Diese sinnvolle Feststellung fand leider noch keine sinnvolle Antwort. Vielleicht könnte @Filmantiques, so es seine Zeit erlaubt, eine WA-Kopie von VERTIGO von 1983 erkunden. Aber auch ein weiterer interessanter Scan aus einer Technicolor-Kopie des einen oder anderen Titels wäre toll. Vielleicht ist dann erkennbar, ob eine Regelmässigkeit bei diesem Verfahren gegeben war - oder vielleicht auch nicht.
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Eindrucksvolle Bilder - vielen Dank! Hiessen diese CAPITOL? (So wie das Kino?) Könntest Du einige benennen? Ost- und westeuropäische?
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Es gäbe da im weiteren noch eine Mappe zur Vorgeschiche von VistaVision, die ich einzustellen hier mir überlege (Rechtsfragen vorbehalten). Der Verweis auf einige Filme ohne "F"-Signatur meinte ja gerade nicht die Filme eventuell anderer Companies, sondern gerade auch Paramount-Filme, in denen sie fehlen. Sind denn hier in der Runde die Zweifel wegen der Horizontalkopie WHITE CHRISTMAS ausgeräumt? Einigkeit wegen der Gravur in die Bankfilmunterlage? (You tube kann ich mit Mobil-Laptop nicht empfangen. Das müsste wirklich zum Thema sein - dann gehe ich gerne an einen Ort mit Sound-Wiedergabe)
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Das "F"-Zeichen in der 70mm-VERTIGO-Kopie ist ja schwarz/grau (die Kopien waren auch unterschiedlich dicht). Sämtliche anderen VistaVision-Filme, in denen "F"-Zeichen auftauchen (bis auf die Blow ups von "The Great Wall" und "The Ten Commandments" als Ausnahmekopierungen), sofern auf 35mm-Technicolor kopiert wurde, haben weisse "F"-Signaturen. Möchtest Du sagen - da wir in einem Film weisse, im anderen schwarze Signaturen vorfinden - dass dies stets vom Kameranegativ stammten ? Welcher Fall ist hierfür belegt? Die Horizontalkopie von WHITE CHRISTMAS hat den Beschreibungen des Archivars zufolge eine weisse "F"-Signatur. Glaubt man der Darstellung, käme man zu dem Schluss: sie ist eingraviert worden, bis zum Grund des Blankfilms. Siehe auch viele 70mm-Kopien (weisses, kreisrundes Blendzeichen). Jeder von uns wird dies schon in allen Formaten erlebt haben. ** THE COMMANDMENTS auf 35mm hatte m.W. kein wesentlich höheres Bildfeld wie oben abgebildet. Weder in den EA-Kopien, noch den CRI-WA-Kopien. ** Es gibt von VERTIGO restored zumindest 1 neue 35mm-Kopie, in angeblich nicht so beglückender Güte. Womöglich hat sie einer gesehen und Signaturen bemerkt? Gibt es einen Zugriff auf die WA-Kopie der Universal/UIP von 1983 - hinsichtlich der "F"-Signaturen? (möglicherweise im DFM lief sie in den 1990er Jahren - Archiv V.P.). Wären bei VERTIGO keine "F"-Signaturen im Orignalnegativ, könnte man sie bei Herausbringung des Films auf Mehrschichtenfilm in das Duplikatnegativ zu gravieren. Wie schon erwähnt: es gibt etliche 35mm-TC-Kopien von VistaVision-Filmen, welche keinerlei Signaturen enthalten. Erklärung hierfür, @preston?
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Bei den ZEHN GEBOTEN sah ich bei K.B. Rollen mit Bildstrich etwa der Höhe von 14mm und evtl. 16mm. Bei 16mm also nicht höher als Normalformat (Maske 15,2 x 22mm). Superdünner Bildstrich ist mir bei 35mm-VV noch nie begegnet, würde mich aber sehr interessieren. Die Randkodirung des Negativs ist auf der Randbelichtung von Technicolor i.d.R. leider nicht ablesbar, bei horizontalem Negativ würde ja aufgrund der 90-Grad-Drehung die Randnummerierung entfallen. Hier noch einige Kuriosa:
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Sehe ich auch so und könnte mir darauf auch keinen anderen Reim machen. Leider hatte kein Normalsterblicher Zutritt in die TC-Werke. Abgesehen davon, wie lange das Ganze nun zurückliegt. Meines Erachtens macht es Sinn, die "F-"Signaturen in eine der 3 Matrizen-Filme graviert zu haben. Nicht alles, was Harris sagt, ist unwahr. Einiges aber war unwahr. Das erschüttert dann die Vertrauensgrundlage. Es erweckt auch den Anschein, als seien einige Companies zu ihm auf Abstand gegangen. Dieser Bildstich ist m.E. gleichbedeutend mit der Empfehlung in 1.85 : 1 zu projizieren: geläufig eher seit den 1970er Jahren. Aber gibt es dazu in der Literatur Hinweise?? Gab es Vollformat-35mm-Kopien (also mit sehr dünnem Bildstrich) von VV-Produktionen? Auf 16mm wäre mir das Vollformat erklärlich, entspräche es doch der Ausschnittskopierung der VV-Safety-Aerea für 1.37 : 1 bei 35mm-TC-Fernsehkopien.
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Das "F"-Zeichen in der 70mm-Kopie von VERTIGO wäre vermutlich eine historisch nachempfundende Gravur von 1996. Oder gibt es eine andere Erklärung? [Restaurateur Harris berichtet indes, sie entstamme dem Originalnegativ von 1958]. Vielleicht meinen wir beide das Normalformat? (Academy Format/Academy Standard/Academy Ratio/Standard Aspect Ratio). Wenn wir noch andere Varianten mit einbeziehen: wie könnte man sich künftig auf Begrifflichkeiten einigen? (Ich grüble seit einger Zeit darüber nach ... vielleicht ergibt sich etwas aus dieser Diskussion)
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Infolge von Rückgängen gibt es natürlich Konzentrationsprozesse. Aber kein plötzliches "Aus", zumal weltweit über 50% der Filmtheater vollständig auf 35mm-Betrieb fahren (und nachwievor einige mit Mischbetrieb arbeiten). Vor Herbst 2013 rechne ich mit keiner Katastrophe.
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Oder 15mm (für 1.85-Projektion) sowie 14mm Höhe (für 1.85 und 1.96)-Projektion? Hard matted 1.85 hatte ich bei VERTIGO gesehen, Material vor 1983. Bei Vollformat wären es ja 16mm (seit 1932). Das ist zwar nahe dran am Vollformat, aber anscheinend wurden die Reduktionskopien mit einem engeren Ausschnitt versehen. Könntest Du herausfinden, wie hoch das Bildfeld der TC-Kopie von NIZZA ist? (Danke!)
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Neubau "EYE Niederländisches Filminstitut" in Amsterdam
cinerama antwortete auf albertk's Thema in Allgemeines Board
Es sei aber auch an das BELLEVUE CINERAMA-Kino erinnert - einige Zeit eine Spielstätte für das NFM. -
Wer hier noch Bilder sehen möchte und sich für die Anfänge interessiert, springe einfach auf die Anfangsseiten dieses Threads: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuhrtermine-in-und-ausland/http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuhrtermine-in-und-ausland/page__st__80 Mit Hotels und Routenangaben: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorfuhrtermine-in-und-ausland/page__st__120 Updates für 2012 wird man dann hier noch lesen können. Über Tschechien ist in Kürze noch mehr zu berichten: da lief immer sehr viel.
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Es ist ja zunächst hier ein Verkaufsthread - da glaube ich kaum noch an Forschung. "Rätsel" halten also Kunden "bei der Stange". Und mit Captures aus der Blu ray Disc ist die Verwirrung komplett. :D Also entweder es geht um Humor Oder es wird bissig, böse - und noch alberner: Aus: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/3223-filmformate-und-flache-des-negativs/page__hl__%2Bstrategic+%2Bair+%2Bcommand__st__20 Die armen Kameraoriginale! Viel Spass beim raten - vielleicht hilft uns die obige Blu ray die letzten Rätsel zu lösen. Vermutlich auf den sphärischen Reduktionskopien nie aufgetaucht, allenfalls durch die Projektormaske auf einzelnen, sehr grossen Bildwänden auf 1.96 : 1 gebracht. Aber bei Hitchcock-EA-Kopien gibt es eine Hard Mask von 1.85 : 1. Es soll sehr auf die Korrektheit der Kinokopien geachtet haben, glaubt man Zeitzeugen.
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Panne bei "filmloser" VIP-Premiere
cinerama antwortete auf magentacine's Thema in Digitale Projektion
Warum sollte es auch dafür aufkommen, wenn das Negativ nie beschädigt wurde. Ausserdem finden sich bis heute keine Ursachen für den Schadenfall. Und auch keine vorsätzlichen Verursacher. In einer modernen Entwicklungsmaschine wie bekannt ist ein solcher Schaden nicht denkbar (Frühwarnsysteme). -
Es wäre schön, wenn der "seriöse" Moderator unseres Forum, im besten Wissen, dass ich mich von einer früheren polemischen Aussage ("2015 ist dicht") hier mehrmals distanzerte, der Bitte Folge leiste, dies nicht länger zu zitieren. Ansonsten ist er an ernsthafter Diskussion offenbar nicht interessiert. Trotzdem ist nicht auszuschliessen, dass die immer radikaler und rasanter werdenden Transformationen unter Umständen die ortsfesten Filmtheater an den Rand der Nahrungskette ("Auswertungskette") drängen könnten. Somit präsentiert sich - wiederholt zur Diskussion gestellt - eine viel tiefgreifendere und folgenreichere Transformation der Lichtspieltheaterlandschaft als die damit immer salopp verglichenen "Übergänge" vom Stumm- zum Tonfilm, von der Normal- zu Breitwand, oder vom Mono- zum Dolbyton. Man kann doch nicht fast religiös annehmen, es handelte sich um einen bombensicheren Austausch von Bildwerfern mit DCI-Segen mit Zukunft, der fortan unser Jahrhundert prägt. Eben so fragwürdig ist die grosse Zukunft für das bebrillte Kino. Beide Varianten, DCI wie bebrillte Stereoskopie, imitieren entweder 35mm oder plastischen Film, was wir schon kannten. Sie wiederholen womöglich gar die 50er Jahre und täuschen mit der Behauptung von Kontinuität über die wahren Bewegkräfte der Digitalisierung hinweg. Damit man sich nicht nur meine Zeilen belästigt fühlt, weil es vielleicht belehrend klingt, mache ich auf zwei Artikel aufmerksam, die ein bisschen aus der "Betriebsblindheit" wachrütteln: der eine Artikel ist von Rolf Giesen (film-dienst vom Februar 2012), der andere von Georg Seeßlen (epd Film vom Februar 2012) zu den "Folgen" der Digitalisierung im Umgang mit "audiovisuellen Inhalten". Die beiden Autoren sind nicht ganz unweise... :rolleyes: Welche werden heute noch mit DCI-DCPs beliefert? Sind das die Christie-Bildwerfer aus Cinedome Köln, UCI Düsseldorf und Zoo-Palast Berlin aus 2000? Kann ich mir nicht vorstellen. Irgendwann war da der Hahn zu, soweit ich das erlebt habe.
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Das sehe ich in einigen Aspekten noch einmal anders, denn das Negativkorn "stört" nicht - es ist elementarer Bestandteil der Auflösung. Durch den pulsierenden Wechsel lassen sich zudem noch höhere Auflösungs- und Farbauflösungspotentiale darstellen als im panel-basierten Bild. Es ist so wie mit den Blutkörperchen in Deinen Adern. Die stören auch nicht - man braucht sie. Michael Ballhaus sagte, in etwa wortwörtlich: "35mm ist nicht 2k, ist nicht 4k - 35mm ist 8k!". Nun wissen wir, dass Kontrastumfang und Farbauflösung selbst von den besten SXRD-Projektoren nicht ausreichend dargestellt werden - am wenigsten in der DLP-Projektion. Wir wissen auch, dass moderne 35mm Objektive von Zeiss und Cook auf der optischen Bank Auflösungsparameter von 8 bis 9k erreichten. Ähnlich auch das unempfindlichste Negativ der bekannten Rohfilmhersteller. Es ist also noch lange kein Ende in Sicht, und insbesondere die Situation in den Imax- und Limax-Kino drängt auf Lösungen jenseits der derzeit gängigen Praxis. Die Forschung geht weiter - Erfindungen werden an exponierten Orten vermarktet werden und alte Standards zerfallen. Das war noch nie so rasant wie in unserer Epoche der Digitalisierung. Es ist daher meines Erachtens einer der fatalsten Irrtümer anzunehmen, man sei für die nächsten Jahre mit derzeitiger D-Cinema-Technik gewappnet. Das widerspricht allen bisherigen Erfahrungen. Nur weil einige, die in DCI-Gremien ihre Beschlüsse nach aussen hin verteidigen müssen und auch weil einige Majors zu einem irgendwie einheitlichen Standard sich zusammenfanden, um überhaupt etwas auf den Markt zu werfen und flächendecken projizieren zu können, sollte man nicht glauben, den "Stein der Weisen" gefunden zu haben. Schon jetzt wird an der aufösungsunabhängigen Laserprojektion gearbeitet. Und höhere Auflösungen werden auch in der Architekturplanung Tagesordnung werden. Wie lange uns ausserdem die Blu ray Disc begleiten wird, ist eine weitere Frage - sofern sie nicht bereits schon beantwortet ist. Aufgrund der gegenüber der prinzipiell 100 Jahre gleichbleibenden 35mm-Projektormechanik (mit der man hier wie dort immer eine Veranstaltung zum Laufen brachte, sofern der Anamorphot nicht vergessen wurde), sprechen wir über Technologien, die in unserer Zeit quasi "über Nacht" vom Markt verschwinden. DLP 1,3 k: der erste Roll out: nach 6 Jahren wurde er für ungültig erklärt. Also bitte keinen Optimismus verbreiten! Ja, grösste Zustimmung. Um damit wird die Kinolandschaft (positiv oder negativ besehen) total umgekrempelt.
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Auf einer Telleranlage, auf der ich keine Zeit und Möglichkeit mehr hatte, Rollen zu tauschen und zu säubern lief ein Film zwar innerhalb des Flansches sämtlicher Umlenkrollen, aber einige Rollen drehten sich nicht mehr mit. Zudem war eine konisch angefräste Rolle der Einsteckeinheit, über die der Film etwa im 45-Grad-Winkel aus der Einsteckeinheit gezogen wird und auf die Rolle am Tellermast läuft, "angeplattet". Angeplattet meint: diese Rolle hatte sich wohl über viele Wochen/Monate nicht mehr bewegt und blieb stehen, und der Film verursachte eine krasse Abplattung an den erhöhten Laufflächen dieser Rolle. Der Film "schliff" also auf einer stehenden, konischen Rolle. Ich frage mich heute, was an dieser Kopie (die ich nicht mehr nachkontrollieren konnte) heil geblieben ist, und was evtl. verschrammt sein könnte. Zumal die Laufflächen ganz dicht am Bildfeld liegen und gerade die schräge Herausführung via konische Rolle mir ziemlich misshagte... Weiss jemand eine gesicherte Antwort?
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Jawohl, Herr Markt"kommandant". [scherz am Rande]. Nur: welche naive Belehrungen liest man hier! Dieser Forumskollege überzeugt indes in knappster Form: Und das ist vielleicht nicht die einzige Veränderung, da auch im traditionellen Sinne "Film" und "Kino" fortan in Konvergenzmedien aufgehen könnten oder schon jetzt dort ein "ortloses Leitmedium" zum Nachfolger haben. Und man darf es aussprechen: alle prahlerischen Umrüstungserfolge auf Kinoebene sind in der Mannigfaltigkeit der digitalen Welt nur von kurzer Spannung. Die Prozesse sind mit nichts vergleichbar, was wir aus Markterneuerungszyklen oder dem Verständnis von "Investitionsgütern" aus früheren Jahren kannten. Recht böse Worte sind vorprogrammiert ("Schwarzseher", "Erbenszähler", "Schwarzer Kanal" usw.), sobald man an diesem Tabu rührt (denn mithin wird ja auch der Stolz einer Investition tangiert): http://www.filmvorfuehrer.de/topic/13244-4k-screenings-von-4k-dcp/ Es zeigt das ganz grosse Unbehagen bei einigen, krasse Werbung und Hörigkeit in unserem Forum zu einer auch einmal ungeschönten Analyse oder Fragestellung auf Abstand zu halten.
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Fast jedes CinemaxX hat 4k-Dijektion und passende Server. Und die hochwertigeren SXRD-Systeme stehen bei etlichen mittelständischen Betreibern. Da finde ich es jetzt ein wenig rätselhaft, wieso man dafür nach Karlsruhe farhen sollte und ein normal-kommerzielles Regelprogramm in DLP-Projektion in einem nicht-kommerziellen Forum als kulturelle Pioniertat deklariert wird? Bei 70mm-, Nitro- oder Stummfilmfestivals hätte ich für eine Bewerbung durchaus Verständnis: "selten" trifft diese Arrangements in ihrem Kern. Ein DCP kann m.E. keine grosse "Seltenheit" sein, viel eher ein Regelprogramm. Aber vielleicht bin ich darin zu beckmesserisch?
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Die UFA hat in den 1970er Jahren bis Anfang der 80er Jahre unzählige 70mm- und 70mm-Sommerfestivals veranstaltet: mit wirklich noch intakten Kopien, besten Bildständen und gelernten Filmvorführern. Einige Festivals jüngeren Datums haben dagegen für mich kaum mehr repräsentative Funktion für das Erbe dieses Formats, zu stark sind die Änderungen grenzwertig geworden, die von Todd-AO-Farbe und Magnetton kaum mehr etwas übrig lassen.
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Das ist keine Entschuldigung, auf 98 & Auslastung nur mit 35mm-Film zu verweisen. Dort lief neben "Lawrence of Arabia" m.W. auch "Vertigo" in 70mm. Hier geht es um Kulturgut und eine authentische Einrichtung, für die die Vistarama-Bildwand einst errichtet wurde. Je mehr man durch platten Verweis auf den Tagesbedarf verweist, desto mehr entfernt man sich vom Grundcharakter eines Kinos. Daher: absolut keine respektable Leistung, einen Allerweltsprojektor einzubauen und die Universal-Maschine zu entsorgen. Na klar, das Unvermögen, eine Bauer zu reparieren, muss man ja auch irgendwie "verkaufen" können.
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Das war um 2000 herum der 1,3k-Christie-Bildwerfer. Der Fall ist bekannt. Rühmlich war der Rückbau auf 35mm nicht gewesen. Danach ging's ja auch bergab... "Entkernung".
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Beachtliche Verdienste fürwahr - aber darf man neue Erkenntnisse der Gründer in ihren Rückblicken erwarten? Meines Erachtens: nein. Es ist nun Aufgabe einer jüngeren und frischeren Filmwissenschaft, die Relationen besser herauszuarbeiten. Sicher um den Preis einer geringeren persönlichen und emotionalen Anteilnahme an avantgardistischen Kämpfen jener Epoche, die nur die Gründer und Zeitzeugen für sich reklamieren können - dafür aber mit einer hoheren Genauigkeit in der Deskription und Exegese künstlerischer und ästhetischer Qualitäten auch von Werken jenseits der Avantgarde. Es wurde schon das Repertoire des "Zeughaus-Kinos" benannt, das angenehm auch ablenkt vom revolutionären Voluntarismus und von der Distinktions-Manie der "Freunde der Kinemathek", die oft um sich selbst kreist und um den Preis der Verwahrlosung ästhetischer, handwerklicher und visueller Prägnanz jeden noch so rebellischen Ansatz um seiner selbst legitimierte. Das war vom Prinzip her gut gemeint und es wird auch heute noch gebraucht. Sieht man aber den jammervollen Umgang mit dem Repertoire im 'Kino arsenal' und vornehmlich die unfähige Konzeption von 1999, aus Steuergeldern brauchbare Kinos und Vorführeinrichtungen zu schaffen, bleibt ein schaler Nachgeschmack. Obwohl die Nachkriegs-Filmavantgarde durchaus fruchtbar war, tauchte sie doch früh ins Ferseh-Ghetto der Nachprogramm ab und vermochte somit nicht, die deutsche Lichtspiellandschaft so nachhaltig umzukrempeln, dass deren Betreiber noch heute einstigen Idealen treu geblieben gewären - resp. dass ein Repertoire des jungen deutschen Autorenfilms zum Kanon heutiger Programmkinos gehören könnte. Eben so wie die politischen Ansätze der 68er in der heutigen Bundesrepublik gänzlich kaltgestellt sind oder von der jüngeren Generation belächelt werden, so sehr wirken auch die Filmmanifeste dieser Zeit nicht selten prätentiös und zeugen von formaler Unreife. Weder Film noch politische Bewegung dieser Zeit konnte offenbar zur Massenkunst werden wie die Avantgarde in Russland - und somit die Massen ergreifen. Vielleicht ist dies auch ein Beleg für den wie hermetisch wirkenden Formalismus und die mangelnde Verankerung der Autoren mit der heftig umcircten Arbeiterklasse. Betrachtet man die Gregor-Rede nicht nur von ihrem moralischen und kämpferischem Duktus - und somit aus der Perspektive wohlwollender Solidarität - so funktioniert sie auf formaler Ebene wie jede eiskalt geschliffene Marketing-Rhetorik: keinerlei Selbstzweifel, keine Selbstkritik, keine Revisionen von Irrtümern - es bleibt nur der kanonisierte Positivismus. Früher bewundert, lässt sich doch heute daraus kein Bewußtwerdungsprozess mehr ableiten. Er kritisiert mantra-artig die Adenauer-Ära - aber mit der Neumann-Ära hat er sich arrangiert? Leben wir heute in menschlicheren und filmisch fortgeschrittenen Umständen als in der Adenauer-Epoche? Oder in einer freieren Kinolandschaft? Ich hätte Zweifel. Schade. Meineserachtens glückte der "Brückenschlag" in den 1960er Jahren nicht auf der gewollten klassenübergreifenden und "transformierenden" Ebene, und die Intentionen erreichten oft nur die Intelligenzia, die später zu den kleinbürgerlichen Kunsthymnikern übersiedelten, die im 19. Jhd. ihren Ausgang fanden.
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Mythbusters #1: bluray Vs dcp und film
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Hier wird beliebig ratzekahl gelöscht. Ein möglicherweise beleidigener Zweizeiler war abgetrennt durch einen Absatz vom Rest eines nüchtern themenbezogenen Beitrages. Letzterer wurde unverständlicherweise - nicht das erste Mal - ausradiert. Mit Rücksicht auf die Aussenwirkung unseres Forums (es lesen auch Filminstitutionen oder auch Universitäten mit), kann nur erhofft werden, dem weiteren Schwund engagierter Autoren Einhalt zu gebieten. -
Mythbusters #1: bluray Vs dcp und film
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Dieser Beitrag wurde von UlliTD bearbeitet: Heute, 11:39 Grund der Bearbeitung: zitat entfernt Es verwundert durchaus, das mein eingangs mit einer Polemik begonnener Beitrag vollständig und ohne Ermahnung/Abmahnung gelöscht wurde. Und nicht nur ein Zitat. Darin wiederholt sich lediglich eine Aussage, die bereits von @oceanic einem anderen Teilnehmer entgegengehalten wurde. Diese Aussage kann man natürlich dann löschen, wenn absehbar ist, dass juristische Folgen sich anbahnen könnten. Die besagte Aussage führte bei @oceanic dennoch nicht einer vollständigen Löschung seines Gesamtbeitrages, was korrekt ist. Auch sind Kürzungen in seinen Beitragen nicht kenntlich gemacht. Wer hat diese nun gekürzt? Ist das ein Versehen seitens des Moderators, oder mag es daran liegen, dass die sachbezogenen Hinweise meinerseits (sie tauchen noch rudimentär im Zitat von @ATRIUM auf) nicht optimistisch genug klingen? In Sachfragen müsste mein Beitrag nun noch einmal erstellt werden, was bis zu 2 Std. Mehrarbeit erfordert, nachdem der Sinnzusammenhang leider abhanden gekommen ist.