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Rechtschreibkorrektur für AMAPAS: gemeint ist die AMPAS (Academy of Motion Picture Arts and Sciences). Ich bitte um Entschuldigung. Die Stockholmer Kopie hat sich etwas verändert, schon wahr. Ist aber doch akzeptabel, denke ich. Ein Shot dieser Kopie von vor 5 Jahren anbei, in besserem Zustand als 2012:
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Nein. Die Stockholmer Kopie ist deutlich besser (ich hätte noch ein Bild auf irgendwo auf der Festplatte). Im weiteren hatten auch wir eine in der Dichte und Farbe tragbare deutschsprachige Version vor Jahren im "Kino International" oder mehrmals auch im "Deutschen Filmmuseum Frankfurt" gezeigt, die ebenfalls etwas dichter und farbiger ist als die jüngst aufgeführte Kopie. Die weltweit farbigste Kopie ist eine neu gezogene: sie gehört der AMAPAS, beinhaltet allerdings keine Tonbespurung und wurde vor Jahren im 2-Band-Verfahren in London gezeigt. Ein weit verbreiteter Irrtum: der Eindruck von "Kornlosigkeit" (oft als "scharf" tituliert) resultiert bei alten Kopien aus dem Color Fading! Eine neugezogene Kopie würde deutlicher das Korn hervortreten lassen: siehe HELLO DOLLY oder AGONY AND ECSTASY, LORD JIM oder THOSE MAGNIFICENT MEN. Eine ausgeblichene Kopie ist also kein Maßstab zur Beurteilung der Körnigkeit. Die Dynamik des 6-kanaligen Magnettons von RYANS TOCHTER ist herausragend. Verglichen mit schwächeren Beispielen wie 2001, CLEOPATRA oder LAWRENCE VON ARABIEN. Allerdings hinterließ der Film bereits bei seiner Premiere 1970 in damals unversehrter Kopie einen sehr gemischten Eindruck: sowohl der Vorführer des Royal-Palast im Europacenter als auch ein zu Besuch weilender Kopierwerkstechniker konnten eine gewisse Enttäuschung (gegenüber der optischen Brillanz anderer 70mm-Filme, die fast alle in diesem Hause schon gezeigt worden waren) nicht verhehlen. Nach meinem Empfinden (und leider erst aus der Erfahrung späterer Sichtungen) kann ich mir aber keinen Reim darauf machen. Ausser, man führt die Enttäuschung auf die starke Blau-grün-blau-Abstimmung der Premierenkopie zurück oder auf den Einsatz mittlerer statt kurzer Brennweiten (vgl. Lightman, Herb A. "On Location with Ryan's Daughter." In: American Cinematographer, 50, Nr. 8 [August] 1968.). Zur Erinnerung oder als Tropfen Wehmut eine Annonce anbei:
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Auf Anweisung von @preston sturges ordne ich kurz - sehr gerne: 1. @preston sturges karikiert Beiträge, die eine kritische Dolby-Sicht verfolgen. 2. Er nennt sie Anhänger einer Verschwörungtheorie, für die "die Welt voller Verschwörungen" sei. Und zeigt zum In-Sich-Gehen einen lustigen Film. 3. @preston sagt selbst, die Marktanbieter "kämpften mit allen Mitteln". 4. Wenn er sagt, es werde mit allen Mitteln gekämpft, darf man annehmen, dass es auch Marktverdrängung und Absprachen gibt. Und @preston sturges bestätigt aus meinem Textverständnis klar die Möglichkeiten der einen oder anderen "..." [Verschwörung?] Er nennt es aber anders. Es heisst eben höflicher, man "kämpfe mit allen Mitteln". Ich glaube ihm das. Bin gespannt, mit welcher Wortkunst das Ganze nun zurechtgerückt wird. ;-)
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Aber da solltest Du ehrlich genug sein, einzuräumen, in der damaligen publizitären Front gegen das System federführend gewesen zu sein. Beispiellos, denn aus anderen Ländern war diese Hartnäckigkeit der Schmähungen und tlws. hanebüchenen "Kalkulationen" nicht konstatierbar. Gratuliere Dir für Deine konstruktive Aufbauarbeit! (Das geht bestimmt jetzt seitenlang noch so weiter, wie nutzlos eine 35mm-Projekton doch ist...)
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Möchte Forumskollege @preston sturges eine von ihm als lächerlich angesehene Verschwörungstheorie ganz und gar richtigstellen (Dolby ist demnach das normalste, was uns je passierte?), oder stimmt es, wenn er 1 Sekunde später sagt, dass "mit allen Mitteln gekämpft" werde? Ich frage ja nur nach, was er erklären möchte, weil ich es nicht verstanden habe: Ja, herzhaft gelacht. Aber warum dann doch die Bestätigung? Systeme, auf die @preston nach eigenem Bekunden im Forum twls. zurückgreift und sie gern vorwärtsverteigend vermarkten möchte (siehe Thread "DCP-Screenings von Klassiker"). Ich verstehe das vollkommen. Wer was anderes macht, ist ein "Verschwörer" und "nicht ernstzunehmen". Aber da bin ich zu gehässig vielleicht. @preston sturges meint es nur gut mit uns allen.
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Schön, dass der Herr "Verkünder" unseres Forums es so genau weiss, nachdem er das System bis aufs Blut bekämpfte. :blink:
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Höre ich zum ersten mal. Könnten sich die Zeiten geändert haben und eine Medienlandschaft war entstanden, die zur Entwertung des Repertoires führte? Tatsächlich? Wann wurde denn 35mm standardisiert? Nicht 1909? Das vermute ich auch. Zuungunsten der Festplatte. Und auch die Blu ray Disc ist fast schon am Ende, bevor sie Marktsaturation erreichen konnte. Was wird dann aus DCI?
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Den Vorrednern ein Kompliment für ihre Scharfsinnigkeit. Derart offen und konstruktiv wird jedoch in den Institutionen bedauerlicherweise nicht diskutiert: sondern bisweilen unseriös und polemisch (ich erwähnte Beispiele). Auch dieses Fazit am Beispiel der Murnau-Stiftung (seitens der neuen Restaurationsleiterin) enttäuscht ob seiner Beliebigkeit und Einfallslosigkeit: http://www.murnau-stiftung.de/pdf/restaurierung/MurnauStiftung_Restaurierung.pdf (bitte "herunterscrollen": der letzte Satz ist gemeint).
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FLOWERS OF WAR: Der neue Film von Zhimou bringt Elemente von Spielbergs PRIVATE RYANS und SCHINDLERS LIST in den Kontext der japanischen Genodizide in Nanking in den 1930er Jahren. Zhimou samt asiatischer Schönheiten nebst Gaststar Bale kamen auch zur Spätpremiere bei nur höflichem Applaus. Streep kam auch: und gibt eine eher weichgspülte Maggie Thatcher dank des wenig couragierten Drehbuchs. In der Hommage läuft dann wieder OUT OF AFRICA (seinerzeit schon im Zoo-Palast 1986 mit schwachem Applaus und einigen Buhrufen aufgenommen). Etwas laut der Ton am Hauptveranstaltungsort trotz teurer Lautsprecheranlage. Es ist auch nicht dieselbe Lautheit wie beim Kessel- und Paukenschlag eines Orchestergrabens. Noch immmer scheinen Tonsysteme entwicklungsfähig zu sein? Für das Bild gilt es erst recht: Schatten von Scheinwerfern auf der Leinwand (Hintergrundbeleuchtung?), ständiges Funktionsblinken von Scheinwerfern und Mischpulten direkt vor der Bildwand diverser Säle. Die Letterbox-Projektionen über 2k Barco-Beamer sind dann auch sehr gewöhnungsbedürftig gegenüber den kontraststärkeren Filmkopien. L'ÁGE ATOMIQUE bildlich ein einzige Sosse. AUJJOURD'HUI grausam in der 2k-Projektion mit Artefakten und Kontrastarmut, auf die Spitze getrieben von PARABETON - Pier Luigi Nervi. Die Scaler zeigen teils grausamstes Aliasing. Dutzende weitere Beispiele aus der schönen neuen Welt des Digisats könnte man bis zum Abwinken zitieren. Dabei haben die Filme viele erfrischende und innovative Drehbuchideen mit interessanter Motivbildung. Befragt man die Regisseure (hier nicht genannt) aber nach ihrer Motivation, nachhaltige-erhaltenswerte, kreative Ideen auch auf nachhaltigen Medienträger(-materialien) einzufangen, heisst es lapidar: "Film kann ich mir nicht leisten. Sah eben deswegen nicht so aus wie man wollte, weil die Bildwand zu gross ist. - Wieder auf Film? Kodak gibt es doch nicht mehr!". Aus dem Munde von seit Jahrzehnten erfahrenen Meistern des Weltkinos, die ihre früheren Höchstleistungen entweder vergessen, verdrängt und hassen gelernt haben. Gibt es künftig nur noch Festplatten-Berlinale? Schämt sich keiner? -- DICTADO in 35mm: trotz D.I. und totalem Grünstich immerhin eine akzeptabe Schärfe.
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Schlechtester US-Kinobesuch seit 1995 ?
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Was habt Ihr gegen den Weltuntergang? Eine unvermeidliche Naturkatastrophe, die den Planeten schon mehrmals ereilte. Und schneller als erwartet gehen Wirtschaftssysteme, aber auch Medientechnologien unter. Wahr oder unwahr? Also schön aufpassen, was der Markt so alles ändern wird, und nicht so viel Schönrednerei betreiben. Untergegangen sind in Teilen von A - Z (Ausnahmen bestätigen die Regel): a. Der Stummfilm b. Der Schwarweissfilm c. 2000-Platz-Kinos d. 35mm und 70mm-Film e. Kinocenter f. Einzelkinos g. Exklusivauswertungen h. Repertoire i. Pornokinos j. Karatekinos k. Nonstop- AKI-Kinos l. Ladenkinos m. Nickelodeons n. Penny-Arcaden o. Cinerama-Kinos p. Kunstfilmkinos q. Wanderkinos r. Zeltkinos s. Kiezkinos t. Studentenkinos u. Off-Kinos v. One-Dollar-Kinos w. Flugzeugkinos x. Schmalfilmkinos y. After-Midnight-Kinos z. Jahrmarktkinos So komisch ist das nicht. -
Der Schreiber ist nunmal "Bundesbeauftrager", der jüngst den Ehrenpreis einer neu gebildeten Schauspielergilde erhielt. Einer der sehr genau auf Quote schaut, aber kein Film- und Museumsfachmann sein muss. Davon zeugt auch sein Credo: In einer ersten Stufe werden dem Bundesarchiv in diesem Jahr 230.000 Euro für die Digitalisierung von historischem Filmmaterial zur Verfügung gestellt, um vor allem die technischen Voraussetzungen für die zeitgemäße Sichtung von altem Filmmaterial zu schaffen und damit künftige Verwendungen in Film- und Fernsehproduktionen zu ermöglichen. Notabene: er interessiert sich nur noch für eine "zeitgemässe" Sicherung, vor allem für Online-Abruf und Fernsehverwertung. Die Sicherung und Replizierung des authentischen Kunstmaterials interessiert ihn wie offenbar auch einen Herrn Koerber von der Kinemathek herzlich wenig mehr. Da ist mir die konsequente 35mm-Arbeit des Arsenal tausendmal sympathischer: offenbar hat man dort begriffen, was einem abhanden kommt, wenn man sich vorschnell in den HD-Zug setzt ... und dann davon auch nicht mehr "absetzen" kann. Herr Neumann: warum Gemälde, Ölfarben und Aquralle auch authentisch erhalten, restaurieren und ausstellen, wenn man die Motive künftig auch auf eine Aldi-Einkaufstüte drucken kann? Ist billig, volksnah, multitaskingfähig und frei von Artefakten. Denken Sie stets an das Gebrauchsgut, wir leben ja in einer Marktwirtschaft! Das ist somit der Kernpunkt der eigentlichen Ziele der Digitalisierung, nicht die artgemässe Restaurierung. Und solche Frevel sind offenbar beim Film besonders leicht "vermittelbar", während in anderen Branchen ein Aufschrei ansetzen würde. Schrecklich, diese Herrschaften! Einverstanden. Dann wird man dafür aber auch die Filmkopierwerke (auch das des Bundesarchivs) am Leben erhalten müssen. Anderenfalls verliert auch das sogenannte Original seine Funktion und man kann es wirklich entsorgen. Was so oder so passieren. Weil es gar nicht um technische, ästhetisch und ethische, sondern um Profitfragen geht. Im übrigen werden im BArch die allermeistn relevanten Spielfilme auf Nitro erhalten. Warum eröffnet denn die Kinemathek von ihrem 8-Mio-Haushalt kein eigenes Nitroarchiv, wenn sie die Misstände kritisiert? Wohl zuviel ins Fernsehmuseum und populistische "Leuchtturmprojekte" des Potsdamer Platzes investiert? Erst wenn diese Totalwende geschieht, nehme ich Aussagen aus diesem Hause ernst.
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Wäre ein Treffen der wenigen, die so spät noch am Dienstag (Beginn 22.30 Uhr!) ins INTERNATIONAL (Berlin) zur "Goya"-Vorstellung kommn möchten, eventuell anregenswert? Ein Gasstättenbesuch neben dem Kino oder am Alexanderplatz ab 01.00 Uhr könnte man dann andenken. Und mehr über DEFA-70 diskutieren. Man sollte den Film auch einmal jenseits der Technik, also aus der Perspektive Konrads Wolfs betrachten, der die "Klassenwidersprüche" des feudalistischen Spanien herausarbeiten wollte. Lange schreckte er vor dem Einsatz des 70mm-Formats zurück, überredet nur von seinem Kameramann Werner Bergmann. "Den Kampf" mit der Bewältigung des Formats merkt man dem Film an. Es wäre auch nicht zielführend, den Film nach materialbefangenen Sichtweisen (Orwocolor gegen Eastman Color, Aufnahmematerial von 1971 gegen IMAX-Negativ von 2012) abzuurteilen. Es handelt sich um ein interessantes zeithistorisches Dokument und einen Beweis des Industriesystems der DDR, auch im Westen exportfähig zu werden, ohne den Autorenansatz zu verraten.
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Das "letzte Aufbäumen" des 70mm-Films war ein Anachronismus. Die Verkettung von Zwangslagen erreichte damit den Höhepunkt in der Entstellung des 70mm-Verfahrens. Gründe dafür: - viele Imax-Kinos waren noch nicht auf digitale Projektion umgestellt, verlangten aber nach Block-Buster-Erfolgen, Also wurde ein elektronsch gedrehter Titel auf "Filmkopie" gezwängt. - ein DMR-Blow-up soll Schwächen des Ausgangsmaterials (bei "Filmen", die auf Super 35 oder 2k digital gedreht sind) kompensieren (bspw. durch bikubische Interpolation) - 3D beschreitet den entgegengesetzten Weg zu Todd-AO. Todd-AO imitiert ein pseudo-plastisches Bild durch Weitwinkel, forcierte Ausleuchtung, Panoramaeffekte und sehr steile Kopien - der Zuschauer soll eintauchen in ein Geschehen hinter dem Rahmen, durch ein "Fenster schauen". 3D ist oft flach in der Aufnahme und wird nur durch Stereoskopie aufgepeppt in Art der Popup-Bücher: etwas "drängt sich einem entgegen" - "Avatar" war eine Ausbelichtung vom HDCAM SR-Master auf 70mm. Das Ausgangsformat enthielt leider unzureichende Auflösungsparameter. Und durch das sehr aufwendige Blow-up wird technisch eine weitere, leichte Defokussierung gegenüber dem nativen HDCAM SR-Master hinzugefügt. - Das Format von "Avatar" mit irgendwie 1.78 : 1 und auf der Kopie und Imax-Bildwand war von schwarzen dicken Rändern (Kaschierungen) umringt. Damit wurde sowohl dem Imax-Erlebnis, wie einem 70mm-Erlebnis das Originäre genommen- - "Avatar" hat somit die Auftragslage eines Kopierwerks verbessert, aber zeitgleich den "Sargnagel" für das 70mm-Verfahren eingezogen. Soweit einige Thesen.
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Es gibt doch Schmidt, und es gibt Schmitt, Schmid und Smith. Kann und mag jeder ruhig ein Konterfei oder Bildchen als Avatar einfügen, und die jeweiligen Unterschiede werden sich optisch und farblich einprägen. Dies als ein leiser Vorschlag am Rande... könnte aber den Knoten eventuell lösen helfen. ;-)
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http://www.filmpreservation.org/ Zeigt hervorragend die Arbeit des Präservators: http://www.clipfish.de/video/16924/making-of-donator-vs-praeservator/
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"Bundes-Filmarchiv contra Kinemathek" konnte ich als Headline dieser Glosse nicht entlehnen. Eher eine provokante Umtitelung des Thread-Einstellers @preston sturges, um im Stil der BILD eine diffile Fachedebatte als "Showdown der Ringkämpfer" schmackhaft zu machen? Kocht hier die Schauburg Karlsruhe ein altes Süppchen - zumal der leichte Groll des Hauses gegen ein bestimmtes Archiv mir noch aus einem Gespräch mit dem Vorgänger des heutigen Betreibers in den Ohren klingt? Nun bin gewiss auch ich nicht frei von Tendenzdenken und Zuspitzungen (aus dem Wunsch heraus, ungeschminkt eine Debatte zu entfachen). Da es sich jedoch um keinen parlamentarische Showdown oder einen nachweisbaren "Schlagabtausch" handelt, sondern um einen unter dem Deckmantel der Seriösität von SPIEGEL-Online lancierten Beitrag, sollte man an Qualitätsansprüche einer Reportage höhere Anforderungen stellen. Diese werden seitens des SPIEGEL-Journalisten in diesem Falle leider nicht erfüllt: es geht um aufgeschnappte Meinungsunterschiede, um eine neue Schlagzeile zu konstruieren. Besonders amüsant, dass Herr Koerber als grosser Archvist und Präservator (der er ja in Teilen sein mag) gehuldigt wird, während gerade er auf Fachforen und Symposien des Hauses immer wieder proncierte, wie dringend und verzugsfrei digitalisiert werden müsse, sinngemäss und fast wörtlich um 2007 herum: "sonst gibt es bald gar keinen Film mehr", "es gibt ja schon fast keinen Rohfilm mehr", "ich möchte wirklich nicht hören, weil ja auch Vertreter der 'Kinofront'[?] heute zugegen sind, ob in welchen "k" digitalisiert werden darf und soll, egal ob 2k oder 1,3k. Hauptsache, es wird überhaupt digitalisiert", "ich verstehe den Streit auch nicht, warum die Beschaffenheit des Medienträgers entscheidend für den Gehalt eines Films sein soll". Da auch solche Aussagen und Polemiken angefochten werden müssten, stattdessen aber der "Schwarze Peter" dem immer gern als unterbelichtet dargestelltem Bundesarchiv zugeschoben wird (das im übrigen an die höherstehende Gesetzeslage zur Kassation von gefährlichem Gut, also auch Brandgut, gebunden ist, auch wenn es gerne anders handelte), entspricht meines Erachtens nicht der Fairness und Objektivität. Immerhin besteht im BArch die Möglichkeit verschieden temperierter Lagerungen. Ob die Kinemathek temperiert lagert oder von Ihrem Haushalt einen Etat für diese (im heutigen Medienzeitalter als "nicht lukrativ" angesehene Aufgabe) aufbringt (anstatt sich in Debatten um ein Fernsehmuseum [Aufgabe der Fernsehsender!] oder des "Boulevards der Stars" zu verzetteln), sei dahingestellt.
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"Letzendlich" ist nichts zu teuer, da es ja gemacht wurde. In zwei Kinos dieser Stadt bspw., wobei allerdings vorhandene Karten aus der Lichtton-Entzerrung für Magnetton umgenutzt wurden. Ein paar Kinos rüsteten auf CDS um, etliche auf DTS, in früheren Zeiten sogar auf Perspecta-Magnetton. Dolby SR-Magnetton ist m.E. eben so als Standard anzusehen wie Dolby A-Magnetton. Es müsste sonst ein Ausschlussgrund gegen Dolby SR-Magnetton benannt werden, der ausweist, als Standard sei er nicht zugelassen. Einer sachlich nicht weiterführenden Breitseite von 2012 sei eine Breitseite von 2005 hinzugefügt: Ein Streit, der die Konfrontation scheut. -- Frage zu Bradford: da ich die Kurve dorthin 2012 nicht mehr schaffe (einen Tag vielleicht), bitte ich um einen Vergleich HOW THE WEST versus BROTHERS GRIMM. Gemeinhin gilt die Bildgüte (Schärfe, Kontrast und Auflösung) und auch die geschicktere Kadrage (und Verdeckung der Panel-Übergänge) in BROTHERS GRIMM als überlegen. Beide Filme liefen Anfang/Mitte der 60er Jahre (z.B. in Berlin) in der EA auf Eastman Color-Kopien und führten zu dieser Bewertung. Technicolor-Kopien fanden sich in der WA. Es wären auch THIS IS CINERAMA (Neukopierung auf Eastman Color) und der 9 Jahre später entstandene WEST WAS WON (in einer neuen Eastman Color-Kopie in L.A. gezeigt) miteinander und mit den Technicolor-Kopien vergleichenswert. Vielen Dank für die Mühe!
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Die Stockholmer Kopie kenne ich seit den 1990er Jahren - hätte mir aber gewünscht, auch Dich zu wenigstens 1 der Festivals dieser Dekade sichten und kennenlernen zu dürfen. Was hattest Du in dieser Zeit beruflich zu tun? (Schade: für Deine Ambitionen ein verlorenes Jahrzehnt!) So pink & faded, wie die Programmankündigung ausweist, ist diese Kopie weisgott nicht: um Welten besser als die in Karlsruhe eingesetzte Filmkopie. Das letzte Mal, als ich mit Bill L. kommunizierte, war vom Wiedereinsatz von PORGY AND BESS die Rede. Gehört habe ich seitdem nichts mehr in jener Sache und lenkte mein Interesse auf andere Auftraggeber. Allerdings gibt es wichtigere Filme, und 3-streifige CINERAMA-Vorführungen sind ein Highlight, das nicht zu überbieten ist, auch nicht durch 70 Millimeter. Die Todd-AO-Musicals sind dafür öfter in USA im Einsatz. In Berlin zeigten wir auch schon eine restaurierte 70mm-Kopie von MY FAIR LADY, aber Du magst die Stadt ja nicht so sehr... Hättest ja kommen können.
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Sitzkomfort in Karlsruhe? Reine Multiplexbestuhlung in meinen Augen. Das ist doch die Bestuhlung, die nach der "Erdebeben"-Vorstellung verbaut wurde? Mir gefiel sie überhaupt nicht. Die Mahlzeiten dort sind aber gut. -- Warum jetzt Musicals in Bradford, wenn das Thema "CINERAMA" heisst? Dann macht doch für's nächste Jahr "Nägel mit Köpfen" und setzt Euer Thema durch! Meine Anregung ist, dass die Bradforder zweimal oder dreimal im Jahr ihr Festival machen. Ansonsten ist das Programm mit RENAULD, BROTHERS GRIMM, WEST WAS WON, THIS IS CINERAMA stets sensationell. Wer hätte das noch vor 22 Jahren für möglich gehalten? Gleichwohl sind für Los Angeles im Herbst einige Überraschungen zu erwarten. (Die beiden Blow ups am Montag in Bradford sind wohl Lückenfüller, eben so "Ryans Daughter", wo die hiesige Kopie und die aus Skandinavien noch besser ist. Nicht voll befriedigend, wie dieser Film in der 70mm-Szene derzeit behandelt wird). Die finden doch sowieso jedes Jahr dort statt, oder nicht mehr?
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Nichts ist zum letzten Male, sei zum Trost gesagt ... und die Romantik und Raumerfahrung solcher Aufführungen (Todd-AO-Roadshow) ist so unverwechselbar, dass es so etwas hoffentlich immer geben wird: so lange in grossen Sälen "Lebende Bilder" gezeigt werden und ein Anreiz besteht, den DVD-Player pausieren zu lassen! Die Expansion der Festivals weltweit spricht jedenfalls dafür. Mit Begeisterung darf angekündigt werden: nach recht tristen Rotstich-Rotshows der letzten Monate endlich ein Feuerwerk der Farbfilme - noch in diesem Jahr! Bisher gab es noch keine Festivals im härtesten Winter und im heissesten Sommer: man fürchtete den Flop. Was sich ändern wird, so denn man sich an andere, metropolitane Events ankoppeln wird. In Kürze mehr dazu. Mit bisher unbekannten Bildern. Stay tuned! :hasi:
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Einige Symptome des Absaufens der CLEOPATRA in den Innenaufnahmen waren bereits in den Einsätzen der neuen 70mm-Kopie von ca. 2004 in L.A., Krlsr. und Bln. zu sehen. Abgesehen aber von dieser Frage verärgerte noch Anderes: diese Version war mit falscher Vorfilterung und verfärbtem Weiss kopiert. Man wurde aber ob der Verwunderung über die Kopier- und Abstimmungsfehler von Fans und Betreibern heftig zurecht- und zurückgewiesen, ich zitiere: Die Besucher der neueren 70mm-Vorführungen, darunter auch Zeitzeugen, bekundeten ostentativ - und darin loyal zum Festivalbetreiber -, so habe der Film auch bei der Premiere ausgesehen (und in Berlin hörte man Ähnliches über den neukopierten, blaustichigen "Fying Clipper" auf gleichfalls 70 Millimetern). In L.A. rühmte ein begeisterter Rick Mitchell (dem ich am ehesten noch von den in der WideScreen-Szene sich zu Wort Meldenden gewisse Kompetenzen zugetraut hätte) den neuen Look der CLEOPATRA, der aufgrund des neuen Printmaterials (???) sogar besser als 1963 sei. 2012 haben wir also eine topmoderne HD-Version (Bild 1), bei der eine Korrekturkopie bei weitem nicht die Kosten einer 70mm-Neukopierung verursacht hätte, und die dennoch weit hinter der älteren DVD-Abtastung eines alten 35mm-Interpositivs von 1963 (siehe Bild 2) zurückfällt (die man mit kleinerem Bild und weiterem Betrachtungsabstand durchaus geniessen kann, wenn auch konträr zum Betrachtungswinkel von Todd-AO). Bild 1: Capture der Blu ray Disc. Bild 2: Ausschnittsvergrösserung anhand der älteren DVD (ZwiPo von 1963) Bild 3: Adobe-Photoshop-Veränderung der DVD, damit sie so "schick" und "cool" wie die Blu ray werde (ganz, ganz schwere "Aufbauarbeit" für einen Coloristen - Ironimodus Ende). Merke: Aus Gold wird Grau in Grau, "GLADIATOR" und "TERMINATOR" lassen grüssen!
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TEN COMM. und WHITE CHR. sind ein Wunder an Bildgüte: totale Sauberkeit des Negativs, betörende (!) Schärfe, perfektes Grading. Auch Negative altern und können solche oder ähnliche Symptome aufweisen. Da es aber ein BEN HUR-Vorschau gibt, die dem Endresultat widerspricht, ist der Dichte- und Farbzustand offenbar besser als erwartet. Zur Erinnerung noch einmal der Einwurf von S. 1 des Threads: Vielleicht eine Hoffnung aufgrund des Tatsache, dass sich die Amerikaner das Master aus England für die Blu ray-Edition auf dem US-Markt noch einmal zuschicken lassen wollen. Diese nun vorliegende Version wurde ja wohl in England "gegradet". Und zum Vergleich Deine Vorschau der aktuellen, Bu ray-Dics von CLEO aus GB, die das besagte schon erahnen liess: http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/comparison.php?cap1=6127&cap2=6115&art=fullℑ=6&cID=801&action=1&lossless=#vergleich Toll ist die neue CLEO-Fassung aber aufgrund des Formatzugewinns und der 65mm-Schärfe. Ich füge dem "Highlight" dennoch zum Vergleich noch ein älteres DVD-Capture hinzu...
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Schwarze Papierlochstreifen mit Binärkodierung für Schaltvorgänge am Printer, die am Lesegerät vor dem subtraktiven Lampenhaus über ein Zahnrad bewegt werden (Schrittmotor) und das Lichtsteuergerät (dichroitische Spiegel) zwischen Lampenhaus und Kopierfenster mit RGB-Werten versorgen, bzw. von Schaltkerben/-folien oder von FCC-Werten (= frame count cuing) aktiviert werden. Heute nicht mehr gebräuchlich.