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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Allerdings muss nicht jede 60er-Jahre-Kopie derart bleich und rosarot sein - gerade RYANS TOCHTER hätte etwas Grün und Plastik verdient, und eine andere seit 1990 durch Germany tournierende Kopie (u.a. im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main immer wieder gezeigt) wäre da zur Diskussion zu stellen. FUNNY GIRL existiert im unbeschnittenen Scope-Format auf Technicolor in herrlichen Farbe und 4-Kanal Magnetton, sodass für kommende Repertoirereihen auch andere Sichtweisen einmal zu ihrem Recht gelangen. Folgerichtig ist, dass man die verblichenen Kopien individuell behandeln muss. Ein grandios helles Objektiv kann da schaden, ein stark abblendendes (manchmal auch älteres) Objektiv besser ausbalancieren. Wenn etwas gefadet war, hatte ich mir immer diverse Filtersätze zugelegt. Dies ist nicht verlustlos. Aber es kompensiert klar die von Dir beschriebenen Symptome von ausfressenden Lichtern und überstrahlten Flächen und verhindert zudem das Flimmern. Gleichrichterseitig würde ich bei Bildpumpen erst dann agieren, wenn wie bei 7 kW-Betrieb manche Materialien zu pumpen beginnen. Positiv zu sagen ist aber, dass ein Film wie WESTWÄRTS ZIEHT DER WIND schon zur Premiere im Zoo Palast den sensationell dynamischen Ton hatte. Fotos von vor 40 Jahren gibt es zwar keine mehr, aber dann eben vom letzten Sonntag (mit gegenüber seinerzeitiger Zoo Palast-Darbietung über T-Kiptagon F = 105mm heute verbessertem Objektiv, dem besten, über das der Film warscheinlich je gelaufen ist. --- Zu obigen Argumentationen zum Für und Wider längerer Brennweiten und Variovorsätze, die ich nicht ganz teile, Jenes: Die verlinkte Schneider-Optik ist eine modernere Variante: zum Testen interessant, aber nicht verbindlich "empfohlen". Man kann vorher einiges berechnen, aber praktisch ändern sich dann die Faktoren. 82,5mm ist eine noch vorteilhaftere Brennweite. 80mm und 81mm - vom vorvorigen Redner aus seiner Fernsicht angedacht - sind zu kurz in der Brennweite. So einfach ist das nicht - es gab einen Grund, nach einem moderneren Variovorsätz Ausschau zu halten. Denken wir doch nur an die alte (heute nicht mehr empfehlenswerte Serie) der T-Kiptagone: aus diversen Gründen wurden zusätzlich Minifier- und Magnifier-Vorsätze (fester Faktor von 7% Brennweitenänderung) angeboten, weil man um die Schwierigkeit der Formatanpassung wusste. Und mit der Anzahl der Gläser sinkt nicht automatisch die Abbildungsgüte, wie oben zu lesen. Die hier zurecht gelobte hochwertige moderne Ultra HD-Plus 70mm 8-Perf-Optik hat mithin doppelt so viele Gläser wie ein früheres Petzval-Objektiv und ist dennoch unweit lichtstärker, kontrastreicher und hochauflösender. Die Kombination mit einem modernen Vario-Vorsatz ist doch nur berechtigt - und vorteilhafter als ein Bildbeschnitt. Wozu bietet die Industrie dies wohl an? Aber die Dinge sind doch auf einem guten Weg, wie ich hoffe. Bald sicher auch in Österreich.
  2. Die Diskussion kann man - ich finde so etwas reizvoll - extrem ausweiten. Was dann an finanzielle oder praktische Grenzen stösst, da die "Vollkommenheit" ja nicht umsetzbar ist. Mit der Zeit kommen im Leben Änderungen oder auch Neuzugänge hinzu. Einige glücken, weitere bringen einen brauchbaren Kompromiss, plötzlich zeigt sich sogar ein begeisternder Durchbruch, der bei genauem Hinsehen mit anderen Nachteilen erkauft wurde. In dem Umraum, wo ich Gelegenheit oder Zeit hätte, etwas auszutesten und die Betreiberin einverstanden wär, sofern es funktioniert, erscheint mir jeder Altfilm mittlerweile wie ein Sonderfall. Das dürfte und sollte so nicht sein, denn wozu gibt es Standards und Normen. Davon bereits minimal abzuweichen, ist hochgradig umstritten. Ich schlug dies aber vor - und auch der obige Vorschlag geht in diese Richtung - bezugnehmend auf die Art des Negativschnitts (bei MGM oder der Mosfilm ein Fall für sich). Ein Mentor (Kopierwerk) rät mir allerdings ab von Abweichungen einer Festeinrichtung und empfiehlt, alte Werke mit ihrer Fehlerhaftigkeit und Unvollkommenheit so zu belassen wie sie sind. Vorzugsweise strebe ich für meine Projektionen den Einsatz eines doppelten Exzenters an (das gilt auch für einen Museumsverein in Berlin), um Kopienmängel aufgrund von Schrumpfungen, seitlichen Bildversatzes, asymmetrisch wabernder Tonspuren wie sie im Royal-Palast bei neueren Filmen störend hervortragen (d.h. 70mm-Tonspuren, die Mitte der 80er Jahre einen breiteren Standard als Folge der neuen Magnetitpisten bei Technicolor London erhielten) zu kompensieren. Es könnte auch bei einer 70mm-Kopie am äusserten Rand, quasi an der Magnetpiste liegend, einmal ein störender Schichtlaufstreifen auftauchen. Und auch hier ist zu fragen, wie man kurzzeitig darauf reagieren könnte? Bislang haben (oder mussten) die Allerwenigsten sich darüber den Kopf zerbrechen. Das "Kino arsenal" hatte Anfang der 1980er Jahre durch den damaligen Chefvorführer W. Moegelin einfach einen in Nord-, Ost-, Süd- und Westrichtung fahrbaren Kasch installiert. Also 4 verschiedene, fahrbare Kaschblenden. Aufgrund des extrem hohen Aufkommens an Archivkopien eine sinnvolle Verbesserung. Es reizt also, jenes Prinzip auf Basis eines Excentertubusses zu imitieren. Übrigens anfechtbar, weil hierbei die optische Achse einer Festeinrichtung verlassen wird. Praktisch aber voll funktionsfähig. Eingesetzt wurde also 2009-2011 eine verfügbare Kombination aus Cinelux Ultra MC f = 130mm sowie einem Utra MC Konverter älterer Bauart, um variabel zu bleiben. Die Auswahl war sowohl schlechter als auch besser als die existierende Version des Cinelux-Utra MC 70, und sie brachte ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Der Nachteil war der höhere Lichtverlust - allerdings wurde das Bild auch kleiner. Nachteilig auch und die mittelmässige Auflösung, wobei etwa 60 Linienpaare/mm in Anbetracht des älteren Granulats früherer Farbnegativ-Emulsionen auch keine Katastrophe sind und auch frühere Standards nicht unterschritten. Diverse Kopienschwächen und Unregelmässigkeiten liessen sich mit diesem Provisorium jedoch schlagartig in den Griff kriegen. Eben so eine stufenlose Anpassung des Formats bis an den nächstmöglichen Punkt der jeweiligen DIN- oder SMPTE-Standards (Aspect Ratio 2,2 : 1). Grossen Eindruck bescherte dann das Austesten eines Objektivs, das Stefan grosszügig zur Verfügung stellte (nochmals herzlichen Dank für alle Mühen!): ein Ultra Star HD-Objektiv für 8-Perf-Projektion der Iwerks-Formate. Grandiose Abbildungsgüten in allen Parametern: nur leider bei f = 87mm mit einer viel zu langen Brennweite geprägt. Die Suche nach einem modernen Isco-Variovorsatz stockte leider, sie hätte aber eine eventuelle Ideallösung verheissen, falls man tatsächlich 70mm-Filme aller Orte und Provenienzen spielen wollte und mit minimalen Bildgrössenveränderungen operiert. Die nächstbeste Festbrennweite jedenfaöös https://www.schneideroptics.com/ecommerce/CatalogItemDetail.aspx?CID=69&IID=701 hätte einen Neukauf nach sich gezogen und gleichzeitig einen Verzicht auf Variabilität bedeutet. Die erste Optik aus der Eröffnung des "Filmpalast Berlin", Baujahr etwa 1984, eingebaut 1988, war hochwertig zu ihrer Zeit und beschnitt das 70mm-Bild um mehr als 12%, da auf eine Bildwand von 2,39 : 1 projiziert wurde. Eingedenk dessen, dass zusätzlich 40 cm links und recht auf den Kasch drüberprojiziert wurde - was die Aspect Ratio noch stärker als 2,39 : 1 ausweitet -, war der Bildverlust sehr hoch. Selbst bei Large-Format-Produktionen wie "Spartacus", dessen Pressevorführung mich 1992 erschreckte wegen des groben Korns und des Höhenbeschnitts, war das Bild definitiv zu breit und bei etwa 14 Metern oft auch zu gross für die zum Einsatz kommenden Filme. Besonders 35mm-Blow-up-Titel von anamorphotischen Negativen leiden schon unter geringstem Beschnitt, denn sie sind von Hause aus mit einem Höhenbeschnitt von 5% auf der Oxberry vergrössert worden, um Negativ-Blitzer zu kaschieren. Neben dem Höhenbeschnitt der Umkopierung fällt dann zusätzlich noch die seitliche Bildbeschneidung durch die Magnettonpisten deutlich ins Gewicht (-> auf formatgetruen 35mm Scope-Kopien ergäbe sich zumeist ein authentischeres und normgerechteres Bild als auf 70mm-Blow-up-Kopie). Der seitliche Bildbeschnitt bei anamorphotischen 70mm-Blow-ups reduziert somit die A.R. von 2,35/39 : 1 auf 2.2 : 1 zusätzlich zur Höhenbeschneidung. Die gesamte Komposition bricht in vielen Fällen dann zusammen, wo kinoseitig die A.R. von 2,2 : 1 unterschritten wird und der Kopf- und Fussraum angegriffen wird. Die allerneueste Optik beschneidet m.E. nachwievor, ist aber bis dato die hellste, hochauflösendste und kontrastreichste 70mm-Optik in dieser Entwicklungsgeschichte sehr vielfältiger 70mm-Vorführungen. Subtile Änderungen und individuelle Anpassungen an unterschiedliche Kopien sind in dieser Anordnung zwar nicht möglich, aber es wird damit ein breiter Teil an Filmen aufgefangen. Von Vorteil wäre nachwievor ein leichter Variovorsatz. Der erhebliche Gewinn an Helligkeit kann aber auch bei zu dünnen Kopien wie am Sonntag zum Nachteil gereichen: Zeichnungen in hellen Partien werden überstrahlt. Der "Nachteil" der provisorischen Kombioptik, dass innerhalb dieser Anordnung unter Lichtverlust abgeblendet wurde, zeigt sich dann als Vorteil in der Projektion ausgeblichenener Kopien mit starkem Dichterverlust. Möglich wäre auch eine Graufilterung u.a. All das ist im normalen gewerblichen Betrieb kaum durchsetzbar und wäre auch nicht nötig gewesen, wenn die Stabilität des Kodak-Printmaterials andere Eigenschaften hätte, als wie wir sie heute vorfinden. Persönlich kann man sich nach Lust und Zeitkonto um jeden einzelnen Film bis ins Detail mit experimentellen Verbesserungen befassen. Das ist aber natürlich nicht der Sinn der Sache, um eine Industrieprodukt nach Norm in möglichst vielen Kinos spielbar zu machen. Es ist auch nicht sinnvoll und zumutbar, in einem geregelten Betrieb mit eingeübtem Handwerk und zeitlich geregelten Arbeitsabläufen das Hin- und Her mit der Optik zur Regel zu machen. Fazit: es bestehen so gravierende Schwierigkeiten mit Archivmaterialien, dass warscheinlich die Bemühungen um ständig verbesserte Aufführungen in den kommenden Jahren immer mehr Widerstände hervorrufen, und andererseits die Vorzüge einer Archivkopie immer aufwendiger "erklärt" (oder entschuldigt) werden müssen. Nachdem die Industrie der Silberscheiben mithilfe neuerer Transfers hohe Sauberkeitsstandards festzurrte. Und nachdem auch Fachjournalisten keine Unterschiede mehr sehen wollen - ich erinnere an den "film-dienst", der zur IFB 2009 den Kinematheksdirektor befragte, warum man den Aufwand mit 70mm-Kopien denn betreibe, wenn die Filme soeben auf Blu ray Disc erschienen seien und eben so gut in diesem Format gezeigt werden könnten. ;-)
  3. cinerama

    THX IM KINO

    Vor 24 Jahren bot das erste THX-Kino erstaunliche Klangtransparenz bei Übertragung der damals analogen Tonformate (Dolby A, SR, Dolby-Magnetton). Die Frequenzweiche wurde als Errungenschaft gepriesen, um im Tief- und Hochpaßbereich jeweile 1 Oktave hinzuzgewinnen. Alle anderen Kino dieser Stadt offerierten eine trötigeren, verzerrteren, plärrigeren und (auch bezogen auf die Frequenzübertragung) dumpferen Ton. Nach den aus heutiger Sicht evidenten Schwächen des Systems würde mich interessieren, ob und welche Änderungen bei THX in den vergangenen Jahren erfolgten - schon, um marktfähig zu bleiben? Gibt es welche (ausgenommen ein automatosches Home-Cinema-Einmessverfahren, dass mir vor Jahren jemand vorführte)?
  4. Manchmal hat man eine "provokante" Stunde, da entgleitet einem manche Aussage, pardon. Dennoch die Nachfragen: Was ist mit den wegfallenden Vollbilddunkelphasen bei 2D? Analog zu Emil Mechau (Unterbindung des Fackerns durch Wegfall des Dunkelsktors, gleichzeitig anstrengenderes Sehen?? Weitere Stichpunkte: Duty Cycle / Banking Zeit bei 3D bisweilen (Reaktionsschnelligkeit der Shutter-Brille) äusserst kurz, wobei zusätzlich die Taktfrequenz bei 144 Hz einige Gäste anstrengt. Das "Manko" der mit Umlaufblenden laufenden Filmprojektoren konnte (Flimmerfreiheit vorausgesetzt wie bei 3-Flügelblenden) ein entspannteres Langzeiterleben bei der Filmbetrachtung begünstigen. Wenn uns die Kulturtradition bereits "naturgemässe" Aufführungspausen beschert, dann wäre das "pausenlose" Sehen eines Films am Stück seit jeher anachronistisch. Frage: Wann und warum wurde es "pausenlos"? War es eine (gegenüber dem bürgerlich-situierten) Publikum im Kino und seinen proletarischen (?) Gästen abgerungene Einsicht, wonach Oprn- und Theaterpausen aufgrund des "undisziplinierteren" Publikums der Lichtspielstätten organisatorisch nicht durchführ waren? D.h. zu ständigem Nachtrudeln und Störungen im Kinosaal führten? Und man die Mehrakter künftig an einem Stück zeigte und gleichzeitig die Anzahl der Vorstellungen erhöhen konnte? Die Spezialisten des Kinos der 1910er Jahre werden dies vielleicht beantworten können. -- Aber im Ernst: mir sind unpassende Filmpausen (erst recht Zwangspausen) auch unangenehm, weil man an das "Durchhalten" bei Marathonsitzungen gewöhnt wurde. Aber ein leiser Zweifel bleibt, woraus zwingend ableitbar wäre, dass eine Film- oder Kinodarbietung nur dann standesgemäss erfolge, wenn die Pause unterbleibt. Und dort, wo Pausen vorgesehen sind, die Frage: Warum hat eigentlich 2001: A SPACE ODYSSEY eine Pause? Und dazu noch eine so unpassende!
  5. Beim BLADE RUNNER heftigster Widerspruch: auf BD eine Entstellung des Originals (Farb- und Kontrastverfälschung). Sehr deutliche Zustimmung bei CASABLANCA und WEST SIDE STORY (mit Ausnahme des Vorspanntitels sehr getreu der Originalfarbgebung des EA). Irgendetwas scheint mit den Ausgangsmaterialien bei GESPRENGTE KETTEN nicht in Ordnung zu sein. So wie bisher würde man auf BD nicht herausbringen wollen. AGENTEN STERBEN EINSAM ist der etwas populärere Titel. Auch wurde die 70mm-Fassung (vielleicht ausnahmslos) bereits vim Duplikatnegativ kopier, das Negativ blieb geschont. Der Selling Point bei der BD ist doch, dass man jeweils einen irgendwie "brandneuen" Transfers anbieten müsste. Und bei GREAT ESCAPE könnte es nach Information von John Kirk (MGM archive) Probleme geben. Eben so bei Filmen wie 7 BRIDES FOR SEVEN BROTHERS.
  6. Kleiner Irrtum: es wurde mit Einbau der Anlage 1988 (zur Eröffnung des "Filmpalast Berlin") eine fabrikneue Optik gekauft, und zwar des Typs "Cinelux Ultra MC 70", f= 75mm in sehr guter Qualität (und damit auch im Vorteil zu einer provisorischen Kombination aus Grundoptik + Zoomkonverter). Eine andere Optik als das Cinelux Ultra MC 70 war nie vorgesehen. Die provisorische Kombination hatte überhaupt keinen "Weitwinkelvorsatz", sondern ein Vario. Du meinst den Witwinkelvorsatz zur Halbierung der Brennweite, der vor dem Hausobjektiv Cinelux Ultra MC 70 (75mm) arretiert ist. Die alte Bildfenstermaske aus der Kramkiste war seit jeher vorhanden (auch, als der Holzkasten für den Umrüstsatz noch im Alhambra Wedding stand). Das ist also Zufall, wenn sie beim Wiedereinsatz in einem anderen Kino passen würde, in einem weiteren wieder nicht usw. Diese Maske wurde aber nie für eine Vorführung im Kino am Kurfürstendamm 225 eingesetzt, weil von vorneherein ausdrücklich die volle Breite der Bildwand (also die Aspect Ratio von 2.39 : 1) ausgefüllt werden sollte.
  7. cinerama

    EMULSIONSSCHICHT

    Nur sieht eben kein heutiger Film so aus wie eine klassische Todd-AO-Direktkopie der 1960er Jahre. Unter Berücksichtigung anderer Bildwinkel, forcierter Ausleuchtung und engeren Blendenwahl, aber auch im Zusammenspiel mit dem alten Kaltprozess-Printmaterial oder gar der Sonderentwicklungen (Circotan-Entwicklung bei Technirama) ergibt sich nun ein ganz eigener, pseudo-plastischer Look der älteren 70mm-Filme bis zu LAST VALLEY zumindest. Auch in einigen Cinema 180-Filmen hat sich ein unverwechselbarer Look gehalten. Als dann die Realszenen aus TRON auf die 70mm-Leinwand kamen, sah ich noch nie so flache, schummrige und mulmige Bilder. Irgendwie dachte ich damals laienhaft an ein 16mm-Blow up. Gedreht wurden sie aber auf 65mm Super Panavsion-Kameras. Erst mit den frühen 1,3k-Dijektionen von mit 2k-Kameras aufgenommenen Titeln stellte sich der alte Effekt "glatter, tiefenscharfer" Bilder, wie man sie aus Zeiten von VistaVision und Todd-AO kannte, wieder ein. Etwas, was man verloren glaubte, kam über dem Umweg der Fernsehtechnologie zurück.
  8. Unsere Lebenswelt besteht aus vielen Pausen und wechselhaften Tätigkeiten. Kaum jemand mehr guckt am Stück. Als fast täglicher Operngänger habe ich die Pausen lieben gelernt. Wer als Filmemacher dem Publikum einen Bandwurm von 3 oder 4 Stunden ohne Pause zumutet, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Jedes Buch hat Kapitel. Keiner liest, ohne an einem Wendepunkt mal aufzublicken und innezuhalten. Vorgestern in der TOSCA waren es zwei Pausen. Ein schwerer Stoff, der nach einer Stunde peinigt und quält. Wie auch VERBLENDUNG. Das Original "Män som hatar kvinnor" (S/D 2009) ist übrigens als 3-Teiler - "Verblendung", "Verdammnis", "Vergebung" - zu sehen. Ausserden sind 3 Stunden digitale Projektion unheimlich anstrengend. Aus gesundheitlichen Gründen ist die Pause empfehlenswert. Auch ältere Leute, die sich nicht inmitten einer Vorstellung aus dem Auditorium trauen, werden es danken.
  9. Den Tag und den BWR habe ich gut in Erinnerung. Aber anders als Du. Es ist auch nicht die gleiche Technik. Das propagiert auch SONY, nunmehr auch in der Heimkino-Dijektion, in der nicht nur interpoliert, sondern bikubisch Informationen dazugerechnet werden. Jedenfalls halte ich jedweden uprez oder downrez für derzeit noch verlustbehaftet. Aber das mag streitig bleiben. Nicht mein Fachgebiet, aber warum annoncierte Christie (?) vor anderthalb Jahren schon DLP-Bildwerfertypen für Bildbreiten von bis zu 30 Metern? @oceanics hatten mir das so vorgetragen, die Herstellerfirma sagt das Gleiche. Was stimmt denn nun? Fiel mir noch nicht negativ auf. Abstand vorderste Sitzreihe zur Bildwand ist grosszügig, Höhe der Bildwand ebenfalls. Ein Einzelkino - und so sehe ich die topologische Integrationswirkung vieler "abgehobener" und zum Umraum wie ausgegliedert wirkender Imax-Kinos - wirft vermutlich keine Riesengewinne ab. Am Platz spielen 39 Leinwände und liefern sich im Overscreening ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Das entspricht nicht dem neuen Konzept dieses Saales. Ich mag auch keine Viehverladestationen. Aber es gibt an diesem Ort objektive Kriterien, die das Gegenteil erhärten. Es haben sich ja in dieser Republik einige 2k-Kinos in der Aussenwerbung auf Jahre als Kino mit "High-End-Projektion" tituliert. Vielleicht sollte man zunächst dies einmal hinterfragen, anstatt dem derzeit lichtstärksten Dijektor, der zur Verfügung steht, Defizite anzuhängen. Zum IMB folgende Doremi-Beschreibung: The IMB (Integrated Media Block) utilizes Doremi’s patent pending 4K media block technology. With the IMB installed in a DLP Series-II 4K-ready projector along with Doremi’s external ShowVault™, customers can now choose the most future-proof digital projection solution in the industry. If the customer elects to project in 2K, the integrated media block keeps content secure by moving the digital video decryption from outside of the projector to inside the projector.
  10. Gilt ja doch auch für 70mm-Film, bei dem ich die häufigsten "Verwechslungen" der Seitenlage bei bestimmten Kinos dieser Stadt schon erlebte. Tückischerweise nur bemerkbar am dumpfen Ton (der zuerst im Saal, aber nicht im BWR bemerkt wird) oder sobald Schriften auftauchen. Selbst bei DTS-Kopien wurde schon die Seitenlage verwechselt. Der Zusammenhang des "virtuellen" Bildes wird einer kommenden Vorführgeneration bald nicht mehr vertraut sein, steht zu befürchten.
  11. ... Solingen, Alzey, Bad Mergentheim, Hofgeismar, Kassel, Saarbrücken, Todtnau ("Bahnhof-Lichtspiele"), Weil, Balingen, Ludwigsburg, Stuttgart, Trossingen. Mehr waren 1981 nicht mehr am Markt.
  12. Die digitale Bildrestaurierung könnte, je nach Bearbeitungsweise, Quellmaterial und Zielmedium sogar einige Vorzüge gegenüber einer Duplikatkopie der 1960er Jahre offerieren. Möglicherweise ist der Film deswegen noch nicht auf Bu ray erschienen, weil die letzte sog. "Restaurierung" für diesen Markt nicht mehr befriedigen würde. Das ist so bei "Lawrence of Arabia", der seit Jahren auf sich warten lässt - und seit Jahren und ein weiteres mal seit 1987 restauriert wird und somit wohl nicht vor 2013 erscheint.
  13. Es war ja keine Aussage, sondern ich fragte danach, ob der Film - weil dies ein anderer Forumskollege erwähnte - tatsächlich wo in 4-Kanal-Ton gelaufen sein könnte. Mir war er so nicht geläufig, aber es gibt auch Sondereinsätze von Magnetton-Unikatkopien in Dtld. (z.B. "Chromwell" auf 70mm und nur in der DDR). Auch bin ich kein Freund der Multimedia-Welt, und die Zeit der Kino-Erstaufführungen ist mir sympathischer, weil sie die Bessere war. Aber trotzdem sind mit Scanner und Grading-Studios im Connex der neunen Transfers zum Teil bekannt oder nahe. Aus Sicht einer standardmässigen Bearbeitung (egal für welches Zielmedium) erschien mir diese "Restaurierung" als eine der bildqualitativ schlechtesten, die ich je sah. Was nicht mit der Wertschätzung oder Geringschätzung des Filmtitels an sich zu tun hat. Davon unabhängig, ob hier in 720o, 1080i, 2k oder 4k abgespielt oder ausgestrahlt worden wäre. Man erkennt es ganz gut an den Bildtexturen, an der Gradation, den Halbtonwerten, am Kontrastumfang, an der Farbbalance, der Bildsauberkeit, dem Bildstand, dem Licht- und Szenenausgleich, an der Artefaktbildung usf. So schlecht wie in der derzeit verfügbaren Version war kein Film der Welt um 1962, auch keine andere Mirish-Produktion.
  14. Das steht mir noch bevor: "Stay Friends is watching you". ;-)
  15. Na denn, ich suchte derweil nach dem Kinoadressebuch 1981. Demnache sind in der Alt-BRD folgende BALIs gelistet: Berlin, Bad Essen, Barnstorf, Bremen, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Osterholz-Scharmbeck, Salzgitter, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen ... (mache spät heute abend weiter - muss jetzt zu den Winntou-Filmen ins Zeughaus)
  16. Dann könnte das immer noch die Version sein, die John Kirk vor ein paar Jahren an der Spree vorstellte? Beim Einschalten der Glotze anlässlich der hier thematisierten ARD-Ausstrahlung kam auch nichts Besseres: fast hätte man sich übergeben. Eine dermassen schlechte Ausgangslage, nach dem man weder die Existenz eines Kameranegativs noch eines Interpositivs annehmen müsste, habe ich ehrlich gesagt bei einem Ami-Film noch nicht gehört. Dass selbst der Ton nicht mehr richtig kommt, könnte vermuten lassen, dass man sich auch insgesamt keine grosse Mühe gab. Und sich doch noch Besseres findet. Wo lief der Film in Dtld. in 4-Kanal Magnetton, im Regina Bremen?
  17. Passiert auch so manches Mal bei Pressevorführungen. Aber da man dort nichts zahlt, ist man auch "toleranter" als im Alltagsbetrieb. Bei moderner, rationalisierender Technik, wo an manuellen humanoiden Tätigkeiten eingespart werden kann, gibt es ja die Neigung zur Zentralisierung. Ausgelieferte 35mm-Kopien können fehlerhaft sein, aber dass eine ganze Charge nicht einsetzbar ist, ist bei einer frühindustriellen, noch auf das Einzelhandwerk zurückgreifenden Technik nicht warscheinlich. Umgekehrt dazu die "perfekte" Gleichheit aller DCPs. Ein Schlüsselfehler, siehe die Deutschlandpremiere vom "Avatar", und es kommt zum Supergau. Dem Wesen der Finanzspekulation vielleicht nicht unähnlich. Aber anders lässt sich die Masse der unzähligen Kinosäle und neuen Center nicht mehr betreiben. Wie das künftig beim "DCP aus der Luft" vonstatten geht, wird man sehen. Aber wie Du schon sagest: irgendwie erinnert das alles an das Fenrsehen. Altbekanntes in neuem Gewande ... :P
  18. Durchaus engagiert und mutig. Bessere Voraussetzungen wären heute gegeben, wenn von der Initiative jemand rechtzeitig einen Unterschutzantrag auf Eintrag als Denkmal eingereicht hätte. M.E. wäre das ein bedeutsameres Hindernis gewesen. Letzlich wird danach kein Kino mehr diese Region neu belegen: weswegen man kaum noch die Giesebrechtstr. oder die Schlüterstr. beschreiten mag, sondern aus Angst vor einer Depression einen grossen Bogen drum macht. Klarer Indiz für den Verlust an Lebensqualität in Charlottenburg, die auch durch den neuen Mittelstreifen am Tauentzien nicht zurückkommt, wenn abend ab 20 Uhr die Schotten dicht sind. Mich wundert, dass sich noch immer Schiller-Theater (DStO) und Deutsche Oper, wo ich jeden zweiten Tag hingehe, halten konnten. Und dass es auf der Theaterseite funktioniert, ist vielleicht ein Indikator dafür, dass bezüglich der Filmtheater die Öffentliche Hand keine Sorge trug, sondern von profanen Geschäftsbetrieben ausging. So war auf der einen Seite das Rabaukenkino "Zoo Palast" wegen der IFB-Geschichte plötzlich ein Leuchtturm in den Medien, aber das vom Niveau kaum noch tiefer stapelnde Marmorhaus und die Filmbühne Wien, oder eben auch der Royal Palast keiner öffentlichen Diskussion oder Initiative würdig. Sie waren auch schon lange von der inneren Landkarte vieler anspruchsvoller Freitzeitler gestrichen worden, auch von den Lobbys und der Politik, und erst recht bei den Grundstückseignern. "Die Kurbel" hatte ja doch etliche Programmviefalt im Mainstream- und Arthouse-Sektor die letzten Jahre offeriert und stand unter der Fuchtel der Grundstückseigentümer selbst, die lange Zeit keine bessere Verwertung hierfür wussten. Deshalb vielleicht konnte das Kino bis Ende 2011 überwintern, während alle anderen Häuser schon 10 Jahre zuvor der Schlag traf.
  19. Nee, schimmmer geht net mehr. Die Super 8- Scope-Fassung mit Stereo ist dagegen im Vorteil. 16mm Pan & Scan-Monumentalfilm-Events waren aber in der 1980er Jahre-Programmkinoszene en vogue. Das Berliner Large-Format-Stammhaus für dieses Repertoire war endgültig 1983 aus dem Metier ausgestiegen. Ab 1985 sah man dann KING OF KINGS, WEST SIDE STORY, B.H., 2001, STAR WARS 1-3, ALIEN u.a. in 16mm Pan & Scan, und von den Stadtmagazinen (die vorher das dafür prädestinierte "Sandalenkino" am Zoo quasi boykottierten) plötzlich überschwänglich als kostbare "Originalfassung" empfohen. Tatsächlich war erstmals auf diese Weise der engl. Originalton zu hören (in meinem Stamm- und Beschäftigskino, am Kottbusser Damm, in Lankwitz undsoweiter: die Verleiher lieferten zu dieser Zeit kaum noch 35mm-Kopien dieser Titel). In dieser Tradition liegen auch arsenal-Vorführungen noch nach der Jahrtausendwende, als CIRCUS WORLD in 16mm, rotstichig , mit grünem Laufstreifen und gurgelndem Monoton in Pan & Scan aufgeführt wurde (zzgl. Referat eines sehr bekannten Historikers und Liebhabers der Monumentalfilme - der aber auch nicht wusste, wo Besseres zu holen wäre). So ist das eben. Ansonsten sind diese Fragen nunmehr durch Home Cinema-Formate "zugunsten" der Programmkinos "entschärft" worden. Nicht mehr mit Large-Format-Auflösung, jedoch mit anderen Vorteilen gespickt. Das ist somit auch der Preis des Fortschritts: Verlust von Teilen des authentischen Orginals.
  20. Alle Bilder funzen (Firefox). Der noch sehr junge, engagierte Mann auf dem mittleren Bild neben der FP5 könnte doch genetisch Dir ähnlich sein? Dann sind die Bilder etwa von 1985, der Farbe nach zu urteilen?
  21. Auf den Einwand von @Thomas Katz habe ich, unüblich, im Thread http://www.filmvorfuehrer.de/index.php?app=forums&module=post&section=post&do=reply_post&f=11&t=12325&qpid=151256 geantwortet. Begrüsse aber die Haltung des Österreichischen Filmmuseums aus verschiedenen Gründen.
  22. Im Studio. Und die Beleidigungen sind sicherlich wenig sachbezogen.
  23. cinerama

    Netzmuseum

    Aus dem Thread "Berliner Kinosterben" benutzte ich den Hinweis von @Thomas Katz auch für diesen Thread: Das Wiener Modell ist dringend zu verteidigen gegenüber einer babylonischen Sprachverwirrung unterschiedlichster Medienträger. Will man nun Museum sein oder eine Videoanstalt, wie sie sich in Berlin zu erheben scheint? Sicherlich sind die Bedürfnisse vieler Programmkinos und auch der kommunalen Kinos nochmals andere. Wer aber das Potential innehat, authentische Medienträger zur Aufführung zu bringen, wäre schlecht beraten, ein Derivat zu präsentieren, denke ich.
  24. Nun ja. ;-) Bis also auch in Karlsruhe nach Verzögerungen die native 4k-Projektion angekommen ist, sei auf den 2k-Markt verwiesen. Er bleibt dominant und wird somit auch vom Bedarf der Blu ray Disc gestützt (dies als wertneutrale Anmerkung). Die neuesten Editionen der 65mm-Produktonen THOSE MAGNIFICENT MEN sowie MICHELANGELO - THE AGONY AND THE ECSTASY waren vor wenigen Jahren noch einmal in neuer 70mm-Kopie zu sehen, u.a. auch in Berlin und auf den einschlägigen Festivals. Der aktuelle Digital-Transfer erfolgte bewusst nicht in 4k, sondern 2k, um ein optimales Heimkinoerlebnis zu gewährleisten. Es erfolgte kein Scan vom Originalnegativ, sondern vom (in diesem Forum oft etwas unverständlich angeprangertem) 65mm-Interpositiv. Der einerseits herausragend gute Zustand, aber auch die Einsicht, dass 20th Century-Fox mit enormen Aufwand die Farb- und Lichtbestimmung dieser Filme ins Interpositiv übertrug, was ein erneutes Herangehen obsolet macht, waren die Gründe. Gleiches ist von CLEOPATRA anzunehmen, obwohl hierzu nichts mitgeteilt wurde. Anders also als der zurecht angeprangerte BEN HUR-8k-Transfer der Blu ray Disc, der sich bis ins 4k DCI-Package fortsetzt, sind nach dem 2k-Transfer der 3 Fox-Titel superbe Blu ray Discs zu erwarten, für die ein Kinostart schon nicht mehr vorgesehen ist.
  25. Erst einmal mit weniger Aggressivität. Der Bezugspunkt war doch nur das Fallbeispiel einer Vorführung einer Technicolor-Kopie von 1958, nicht 1937. Einer Serienkopie zwar, aber auf gesehenen gutem Standard auf Basis der damals möglichen Produktionmethode (Matrizenfilm-Verarbeitung und optische Umkopierung etc.). Nicht zutreffend war es also, gerade das gezeigte Beispiel als Stigma unstreitig existierender schlechter Technicolor-Kopien ("Billigkopien für arme Länder") zu kategorisieren. Eben so die Festlegung auf 100 Apostilb, die die Varianzen damaliger Premierenhäuser und die Anpassung der Leuchtdichten an unterschiedlich dichte Theaterkopien abstreitet (mindestens Leuchtdichten zwischen 100 und 130 Apostilb empfohlen). Damals waren einige Vorführer versierter und auch in der visuellen Beurteilung geschulter als in späteren Dekaden. Deine Ablehnung besagter Altfilmkopie resultierte m.E. aus Nichtakzeptanz zweier fehlender Voraussetzungen, die m.E. zum Anschlag kommen: 1. der Film wurde intentional sehr knapp auf Eastman Color und Large Format belichtet (Ausblendung der Rundhorizont-Kullissenrände o.a. Gründe). 2. Im weiteren lohnt eine hin und wieder bei Filmbetrieb erforderliche höhere Leuchtdichte - und hier klang durch, dass sie Deiner Auffassung nach nichts brächte. Das brüskierte einige, die den Film von seiner Premiere in 1958 im Delphi-Palast am Zoo gesehen haben und später nochmals am Corso Gesundbrunnen (auch als "Lichtburg" Gesundbrunnen bekannt) und in einem kleineren Kino vorführten. Die Nostalgiesichtung war ja bei sonst schöner Ultra-Star-HD-Plus(?)-Objektivauflösung (auch Neo-Busch könnte man gerne vergleichend einbringen), prima Ausleuchtung und werkmäsig gutem Bildstand (der aber aufgrund der Unverträglichkeit des Filmlaufwerks mit älterem Material um 360 Grad zu rotieren begann) auf einer nicht so riesigen Bildwand abgehalten worden: zur Freunde vieler Freunde einer Originalkinovorführung (Leute, die eben so gescannte und korrigierte Technicolor-Filme auf Blu ray Disc geniessen können und unideologisch denken). Der Hinweis von dieser Seite auf den Stromregelbereich bei Kohlelicht fand ich überzeugend. Du selbst datierst Verbesserungen mit Einführung der Kohlelampenhäuser um 1958. Und das trifft das obige Beispiel offenbar in dem Sinne, wie ich meinte. So hatte der damalige Selecton II-0 einen Belastungsbereich von 14-45 Ampére bei HI-Ausleuchtung von bis zu 7 Metern. Die Leuchtdichte ist um ein Vierfaches höher als des Kraters einer Reinkohlelampe, die Farbtemperatur ungefähr tageslichtähnlich. Da bei Reinkohlelicht der Stromregelbereich keine grossen Auswirkungen auf die Leuchtdichte mehr aufzeigt, darf HI-Licht als wahrer Segen erachtet werden. Ganz wesentlich ist dann wohl, dass bei Nennstrom von 35 Ampére die Lichtmenge bei max. Stromstärker von 45 Ampére sich verdoppelt. Demnach hätte der Kollege Recht gehabt (werde noch einmal nachhaken). (Aber ich selbst habe lange nichts mehr damit zu tun gehabt). **** "Modernes Kino ist 4k". Wirklich? Was geschieht mit denen, die nicht folgen? Betriebsverbot, Insolvenz, Liefersperre, Verbot des Umweltamtes oder der Berufsgenossenschaft, weiterhin Rollfilm zu zeigen? Bei aller Bewunderung für Modernität: den Abstand zu Segnungen des Marktes und den Allheilmitteln sollte man doch haben. In Anbetracht der Kinovielfalt dieser Stadt mit unterschiedlichsten Bildgrössen und Programmangeboten ist der Selling Point "4k" m.E. von relativem Reiz. Ich bin auch bei 35mm, 16mm oder 1,3k-Dijektion bestens unterhalten, wenn Programm- und Kinoetat darin eine Notwendigkeit und Rechtfertigung sehen. So auch der Beginn dieses Threads: "4k Home Cinema" sollte als Provokation zu denken geben, dass der vielfach beschworene "Wettbewerbsvorsprung" ("nur SXRD", "nur 4k", "nur Meyer-MaxXimum-Sound") auch zum Ideologem werden kann. Technisch-wissenschaftlich ist alles von dem Genannten spannend. Nicht so anheimelnd sind die aggressiven Markt-Choräle, die sich in vielen Foren (warscheinlich beginnend bei den PC-Foren mit Lagerdenken bei Linux- und Microsoft-Produkten) förmlich überschlagen. Da macht es künftig Sinn gegenzusteuern. ;-)
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