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Ich bezog mich ja nicht auf Deine Aussage (obwohl wir eine Mini-Meinungsverschiedenheit zur Handhabung bei zu dünnen Kopien haben). Ich stand auch nur am Rande der Konfrontation, wo von anderer Seite her dem besagten Fachmann (der zudem diesen Technicolor-Film aus dem Premiere von Ende der 1950er Jahre kannte) belehrend und besserwisserisch über den Mund gefahren wurde, wie er sich bei mir beschwerte. Wie gesagt: aus Fachunkenntnis wurde eine zeitgenössich eigentlich intakte Kopie eines allerungs tlws. unterbelichten Films als hoffnungsloser Fall abgetan und Vorzüge der grosszügeren Lichtregelung durch Kohlebtrieb abgetan. Der ältere Kollege hatte solches aber erfolgreich bei Abnahmen oder anderseits in Premierenhäusern so praktiziert (und daraufhin auch Kopien abgestimmt). Das ist somit keine Anfeindung, aber ein weiterer Indiz für die Art der Verständigung über Film zwischen den Generationen. Obenstehend hatte ich sie anhand z.B. von Forumsbeiträgen als fatal bezeichnet. Insbesondere despektierliche Provokationen wie "Schatzilein" oder "dreister Lügner" von einem der hier juvenil durchdrehenden Teilnehmer erstickt den Rest an Verständnis. Um aber die Spitze etwas zu nehmen, kann man besser sagen: es ist eine Eigenheit oder ein Vorrecht der Jugend, etwas besser zu wissen (oder nur aus eigener Praxis heraus nachvollziehen zu können) oder auch Ältere wegen antiquierter Ansichten zu belächeln. In einigem durchaus berechtigt, in anderen Fällen fehlt das Verständnis für Kulturformen früherer Dekaden. So kommt es dann zu solchen Komik-Seminaren wie "Früher war alles besser", wo verhunzte Filmrollen als Steilvorlage für die Verachtung der Industrietechnik des 19. Jhds. dienen. Um aber zum Thema zurückzukommen: "4k Home Cinema", das eigentlich kein Kino im antiquierten Sinne ist, aber technisch moderner und vielfältiger werden könnte als jede professionelle Kinoart (defätistisch ausgedrückt) hat en passant Potentiale, Authentizitäten des Films anhand jüngerer und professioneller Transfers erahnbar werden zu lassen. Beispiel: wenn eine Blu ray Disc von "How the West was won" oder "Cleopatra" (letztere im Anmarsch) besser aussieht, als jeder heute gedrehte und über D.I. postproduzierte Film, ist das natürlich eine schallende Ohrfeige für Diejenigen, die aussagten, man müsste moderne Filme nur noch mit Sony-8k-Kameras drehen oder andererseits klagen: "bei Filmkopierung war das eben so [schlecht]". Das geht nun schon seit Monaten, meist getarnt als Weekend-Veranstaltung "Früher war alles besser" und ist verbal leider teilweise eine Verhöhnung des Filmerbes. Und umgekehrt das Hochjubeln des "Blade Runner" auf Blu ray Disc. Solche Reden wollten sich Zeitzeugen und Postproduktionsbeteiligte eben nicht länger anhören. Also mal was Positives zum Jahr 2012, und das könnte CLEOPATRA werden: http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/comparison.php?art=part&x=868&y=390&action=1ℑ=10&cID=801&cap1=6130&cap2=6118&lossless= (perfekter Farb- und Lichtausgleich bis in die Haarspitzen - allerdings muss man den falschen, blaustichtigen Grundabgleich á la "Ben Hur" erst am Beamer-Menü absenken, und man erhält einen grandiosen Eindruck dessen, was die Häme über alte Filme zum Schweigen bringt).
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Und weiters schreibt der @Salvatore mir: Ich hatte Dich mehrfach zum persönlichen Gespräch eingeladen, aber nie eine ernsthafte Antwort bekommen. Zuletzt hast Du mir noch wegen einer Einladung Homosexualität unterstellt. Abgesehen davon, dass das nicht so prickelnd ist, habe ich die besagten "Früher-war-alles-besser"-Vorführungen an besagtem Ort erlebt. Mir gefielen sie nicht. Zum einen sah ich den Zustand der Kopien mit völlig anderen Augen, zum anderen waren die an besagtem Tage gezeigten Rollen allesamt schwerwiegend zersetzt und für Vergleiche nicht mehr relevant. Man kann eben so gut eine frühe DVD und nachgebrannte Single, die heute Artefakte aufweist (obwohl der Träger schuld dran ist), für die "Untauglichkeit" eines Verfahrens heranziehen. In genau dieser Art und Weise wird hier von den üblichen Verdächtigen seit Monaten argumentiert. Und werden diese dann (kürzlich innerhalb einer berliner Nostalgievorführung) freundlich darauf hingewiesen, dass die gezeigte Technicolor-Kopie keinesfalls an angeblich fehlenden Modulationen leide, sondern zu Zeiten des regelbaren Kohlelichts durchaus ihren Charakter schlagartig änderte, dann wenden sich diese Herren arrogant ab und behaupten, dass ginge gar nicht, weil man ja die 55 cd (oder 75 cd) laut SMPTE-Norm streng eingehalten habe. Damit brach mit anwesenden Fachleuten das Gespräch nämlich ab (die für einige Oscar-Preisträger oder auch den bestverdienenden Produzenten einige Filmbearbeitungen von A bis Z ablieferten) - denn die Grenze zur Beleidigung war überschritten. Spiegelbildlich zu den Unverschämtheiten hier im Forum, begonnen bei Nostalgie-Festival-Threads (wo Skeptiker als Gelbseher und Querulanten abgestempelt werden), weitergeführt über einen BEN-HUR-Thread mit sinnlosen Debatten über Farbkalibrationen von Blu ray Discs, DVDs und DCI oder angeblichen Befunden einer berliner Postproduktionsfirma, bis hin zu Behauptungen weiter oben in diesem Thread, Kopierwerkskunst habe es eigentlich nur bis Ende der 1960er Jahre gegeben. Man hört sich das einmal an, liest dann hier die Forsetzungen und verzichtet freiwillig auf Begegnungen mit Personen, die sowieso nur noch Videotechnik kennen, aber über Film Unsinn erzählen, dass sich die Balken biegen.
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Frei erfunden und unterstellt von @Salvatore. Und daher genau so bösartig wie der Kommentar des anderen Forums-Kollegen "Das war in der Hochzeit des Films schon so."
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Noch einmal beim Kollegen eines anderen Hauses nachgefragt, wo man sich im Grading-Studio eine 2k-Version von "Verblendung" ansah. Die Äusserungen, nahezu wortgetreu zit.: "wir hätten und fast übergeben", "soll das Farbe sein?", "überstürzt auf den Markt geworfen" usw. Gut möglich, dass in diesem Falle die 35mm-Kopie besser ausgeglichen war. Da aber bereits in der 4k-Projektion der Mangel ein Bilddetails auffiel, hält sich meine Hoffnung in Grenen-
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Überheblichkeit, digitale Demenz und mangelnde filmische Seherfahrung schreien immer mehr gen Himmel. "In der Hochzeit des Films war das eben so" - fundierter geht's wirklich nicht mehr. Es mag ja sein, das irgendeine "Blade Runner"-Kopie, deren Herkunft und Lagerung ich nicht alle kenne und die sonstwie gefadet sein kann und in den "Früher-war-alles-besser"-Seminaren zur Vergleichvorführung gebracht wurde, erschrockene Gesichter hinterliess. Die EA-70mm-Kopie war relativ intakt, tendierte aber ins Grünliche, die restored version auf 35mm von 1997 auf den IFB fand ich farblich und im Kontrast gelungener, aber im Duplikat auch etwas körniger als die 65mm- I.N.-Kopierung von 1982. Und dann gibt es eben defekte Kopien wie oben angeführt, die zur Verherrlichung der gerade eingebauten Beamer-Technik und der für 20 EUR gekauften Blu-ray-Disc dienen. Um es kurz zu machen: die Restaurierung des "Blade Runner" vor ein paar Jahren begann mit guten Ansätzen, darunter auch photochemische Umkopierungen vom Originalnegativ zum I.P., so weit ich mich erinnere. Das Endergebnis stellte einen Regisseur bloss, der heute scheinbar nicht mehr in der Lage ist, sich an den Look seiner früheren Filme zu erinnern, respektive neuere Filme heute in einer fotografischen Exzellenz abzuliefern, die einst sein Markenzeichen war. Damit steht er in einer Reihe mit Steven Spielberg und Martin Scorsese, die es eben so vergessen oder verlernt haben. Oder: heute nicht mehr die Fachleute der 1980er Jahre an ihrer Seite haben. Wenn hier immer wieder laut geschwärmt wird, die BD des "Blade Runner" habe korrekte Farben und Gradationen, irrt gewaltig. Noch nie war der Film so weit weg vom Original. Selten waren derart verschobene Farbbalancen, grelle Falschfarben (das sog. "Fürst-Pückler-Syndrom") und andere Peinlichkeiten eines misslungenen Gradings evident. Der Film hatte diesen extrem verzerrten Look zu keiner Zeit, und auch Filmmaterialien und Negative gaben solch ein Schauspiel niemals her. Kaum besser im Falle des Zweitedition des "Gladiator": schön scharf, aber verrohte Farben. Ist aber in Ordnung, das kann jeder gerne mögen. Gedeckt von Artikel 5 des GG ("jedem seine Meinung"). :smile: Übrigens zitiert dieser @Salvatore obenstehend falsch. Dass er frei erfundene Zitate jemandem unterschiebt, macht ihn angreifbar. Verstehe ich nicht ganz: was haben Visionar und Ernostar (Sonnar-Objektiv-Typ) mit dem Kino 'CineStar' zu tun? Soll das witzig sein? Dann habe ich lange nicht so gelacht. Gibt es noch mehr präpotente Beurteilungen ähnlicher Provenienz? Bin gespannt.
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INCEPTION hatte ich noch mit @Stefan2 in 35mm-Open-Air-Projektion gesehen. Wir sahen eine sehr gute Kopie, er verglich den Eindruck mit plastischen Bildern ohne Brille. Berlin bekommt nicht immer bessere Verleihkopien (bitte keine Polemik), aber diese war selten erfreulich. Dementgegen VERBLENDUNG, aus dem selbst ein in etwa normgerecht hergerichteter DCI-Projektor mit 4k-Panel nichts herausholen konnte. Mein Bericht emthält sicher keine Verwechslung mit einem Saal, in dem ein Rückbau von 4k auf 2k auftrat, woraus ich irrigerweise schlussfolgern könnte, der Film sähe deshalb grausig aus, weil er in einer 2k-Projektion gelaufen sein könnte. Die Anfrage nach dem Kinosaal beantworte ich nicht. Dass da dreimal nachgefragt wird, verstehe ich insofern, als dass die Fragenden glaubten, mein Eindruck hinge mit einer eventuell schlechten Projektion zusammen. Das gleiche Argument wurde seitenlang im BEN-HUR-Thread beschworen, bis Captures mehr Klarheit brachten. Darum schrieb ich auch, auf demselben 4k-Projektor schon ganz andere Filme gesehen zu haben, und dass die schwerstwiegenden Unausgeglichenheiten szenenabhängig auftauchten. Habe leider kein Wissen über das DCP (upscale?) oder die Postproduktionsphase dieses Films. Es wäre Manchem aber auch bei 1k-Projektion übel davon geworden. Eine Kinoschelte schien mir (in diesem Zusammenhang) das Gegegenteil dessen zu sein, was gemeint war: die Qualitätsgüte des zur Auslieferung gebrachten Medienträgers, nicht die Projektion oder Projektionsart wurde daher infrage gestellt. Da ich an diesem Punkt nicht weiterforschte, hätte ich zu gerne gewusst, ob Vergleiche zwischen 35mm-Kopie und DCP gemacht wurden? Bisher konnte Jeder von uns nur von 1 Version berichten. Das wäre sehr dankenswert, falls sich jemand meldet?
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Der 4k-Projektor war weitgehend einwandfrei: auf dem ich schon viel bessere Filme sah. Aber auch ein eventueller 2k upscale wäre nicht ursächlich für die gesehenen Unschärfen. Sämtliche Titel hatten scharfe, filigrane Konturen, allerdings auch Pixelsichtbarkeit (offenbar niedrigeres Titel-Rendering, was ja in der Branche üblich ist). Die Spielstätte trägt somit keine Schuld an der finalen Erstellung dieses DCPs. Aber das müsste eigentlich aus den Beschreibungen hervorgehen? Frage an die anderen Kollegen, die evtl. Mischbetrieb in ihren Centern fahren (also 35mm so wie DCP): welche für Unterschiede sind aufgefallen?
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Wenn VERBLENDUNG in einer zu dunklen Kopie lief, nährt das so einige Vermutungen. Fotografisch war das Ganze eines Katastrophe, definitiv mehr Unschärfen und weniger Details als in einem 35mm-Negativ drinsteckt, von Kontrastumfang ganz zu schweigen. Als hätte man die nativen Daten aus der RED ONE ohne Grading der Postproduktion aufs DCP überspielt. Der 4k-Projektor hatte entsprechend seines noch jungen Installationsalters eine ordnungsgemäss eingestellte Schärfe und auch Leuchtdichte, die in etwas den gefordeten 55 cd/qm entsprechen dürfte. Der ganze Aufwand steht dann im Widerspruch zum angelieferten DCP. Ein derart anstrengender, flauer, verwaschener und unausgegorener Look ist mir seit Jahren auf keinem Medienträger begegnet. Details, die aufzeichnungstechnisch fehlen, können auch nicht in der 35mm-Kopie enthalten sein. Die gesehenen INCEPTION-35mm-Kopien (und auch die IMAX-Version) waren um Lichtjahre besser. Mich wundert das wirklich sehr. Laut imdb besitzt VERBLENDUNG 4,5 k Redcode RAW-Auflösung. Aber was schaffen die Objektive bei sparsam beleuchteten Indoor-Szenen? Laut imdb wurde daraus auch ein 4k Digital Intermediate: hoffentlich auch für die 35mm-Ausbelichtung? Was vielleicht die obige Darstellung bekräftigt. Aber in der Detailbetrachtung der sehr monochromen Bilder auf wirklich grosser Bildwand wurden die Mängel gnadenlos offenbar. Gravierende Kontrastabfälle von Szene zu Szene. Fast wie im TAXI DRIVER! Dabei hatte Fincher um 1993 mit ALIEN 3 einen der bestfotografierten Fox-Filme dieser Jahre und das seit langem beste 70mm-Blowup auf die Grossbildwand gebracht. Die Pause in VERBLENDUNG setzte in mitten eines Dialoges ein, und der Satz wurde abrupt abgebrochen.
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35 mm Trailerschau in Bottrop/Ruhrgebiet
cinerama antwortete auf tohologe's Thema in Allgemeines Board
Schönes Projekt, und vielleicht steigern sich doch noch die Besucherzahlen. In dieser Stadt hier verliefen diese Shows bislang recht erfreulich, veranstaltet von zwei Experten mit grossem Fankreis. Gibt es Fotos von dieser Veranstaltung und evtl. ein Programm-Faltblatt, das man hier ins Forum stellen dürfte? Und hat an Eurer Veranstaltung auch H.H. aus Essen (der "King of Kings" der Trailersammler) teilgenommen? -
in Griesheim? Schimpft mal nicht zu viel, sonst gibt es überall nur noch perfolose Projektion! Finchers Film gibt sich "düster", erreicht aber nicht die Brutalität der Volage "Vergebung". Attraktiv und vertaulich zubereitet, ist er mehr Thriller als Real-Reflexion. Das schwedische Original ist ästhetisch dem Bergman-Kammerspiel nahe: also sehr prätentios und behäbig. Für die Hollywoodianer ein "gefundenes Fressen", all das spekulativ neu aufzubereiten. Auch wenn Rüdiger Suchsland in fd Finchers Transformation humaner findet. Vorgestern in 4k genossen: katastrophale Fotografie, Null Kontraste und erbärmliche Auflösung! (RED ONE scheint die Ursache zu sein, nicht der Beamer)
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GROBI.TV Feature über 4K etc.
cinerama antwortete auf Sony Digital Cinema's Thema in Digitale Projektion
Werbung über WERBUNG. Wissenschaftliche oder journalistische Analyse: Fehlanzeige! KÖGIG DER LÖWEN - eine grosse Verbeugung vor Leni Riefenstahls TRIUMPF DES WILLENS! Nun in real (?) 4k und noch 3D dazu: ein wahrer Genuss der Einfalt. Da ja grobi-tv (bekannt auch aus www.beisammen.de) interviewt, dürfen wir uns auf weitere televisionäre Aneignungen ehemaliger Filmtheater durch "Super HDTV" oder bald auch "UHDTV" freuen. Die Frage der Projektionstechnik erscheint mir in anbetracht weitaus gravierender Herausforderungen nicht mehr als die relevanteste Frage des Kinos. Natürlich freuen wir alle uns über wunderschöne Bilder: aber sie sind weder an Schleichwerbung noch an digitale Ideologie gebunden. Dennoch viel Erfolg bei den Auftragsabwicklungen! -
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Man möchte nur informiert sein, über das was läuft, sofern man der Werbung gutwillig folgt und wirklich Neues mit Interesse besucht. Und einiges lief vielleicht nicht immer wie gewünscht? Das ist doch ganz normal in der Branche. Ich dachte, dieser Thread informiert über reale Ereignisse des digitalen Kinos. Zur Sache also: Diese Projektionsart ist mir nicht völlig neu - neu aber allemal, was einige Kunden des Thread-Einstellers "preston sturges" zur Bilderfahrung berichteten. Dabei konnte ich nicht vernehmen, dass jemand Unterschiede zum 2k DCP gesehen hätte. Handelte es sich bei den annoncierten und auch hier besprochenen Filmen möglicherweise um 2k upscales auf das 4k-Panel des neuen Projektors? Möchte jemand bitte zur Klärung meiner Irritation versichern, DARK KNIGHT und anderes im Dezember wirklich in "4k-Auflösung" bewundert zu haben? Die Werbung sagt, dass das so ist. Was sagt dazu das Auge? -
"Breitwand" oder "auf Breitwand" bewarb zuderzeit die Verfahren mit kaschiertem Bild (1,66 - 1,75 - 1.85)
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Irreführendes Gerede, womit Du Dich immer mehr aus dem Kreis der Ernstzunehmenden herauskatapultierst. Aber was soll man von einem anonymen Angreifer schon erwarten, ausser Feigheit und infantiler Polemik? Dass die bemühteren digitalen Restaurierungen sechs- bis siebenstellige Beträge kosten (gerade bahnen sich einige Studio-Aufträge von Klassikern in dieser Stadt an, deren Kosten einem Kostenvoranschlag anheimfielen), fällt unter den Tisch. Man diskutiert hier auf dem Niveau von Konsumidoten, @Salvatore. Zumindest ist das mein Eindruck. Völlig nutzlose Hinweise und Belehrungen, die nichts mit Film zu tun haben.
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Durchaus vorstellbar, wie man es seit Jahren hätte erahnen können oder müssen. Da zieht sich die Schlinge um den Distributionsmarkt "Kino" immer enger, synchronisiert zur Verkürzung der Kaskadenauswertung und der ständigen Neudefinition der Leitmedien. Der Personalcomputer könnte dann als grösste ausdiovisuelle Erfindung der Geschichte den Sieg davontragen. Zuugunsten der Theaterkulturen. Der nächste Quantensprung könnte der der inplantierbaren Chips sein (Hitchcocks Version von der Zukunft des Kinos). Möglicherweise werden auch die derzeitigen "DCI-Verkäufer" (als vereinfachtes Schlagwort) in nicht ferner Zukunft "auftragslos".
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Falls die Rohfilmhersteller aufgeben sollten, wovon man spekulativ in de Gazetten ständig liest, kann das schon hinkommen.
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Das trifft eher auf Geräte und Projektoren zu. Da ist Ersatz jederzeit möglich. Sind also weniger "wertig" und leichter replizierbar. Ein vollwertiger Ersatz für eine 70mm-Kopie ist eine 70mm-Kopie. Das Original, wenn es nicht mehr existiert oder nicht greifbar scheint (z.B. dt. Synchro der FAIR LADY, die mein Mentor hier in Berlin technisch leitete), ist bisweilen nicht einsetzbar. Manche wissen einfach nicht um die Archivlage oder setzten selbstverständlich voraus, ein Neukopierung vom "Original" sei jederzeit technisch und finanziell möglich oder gewollt und zugänglich. Das ist eine Illusion, schon seit Anbeginn der Kinogeschichte.
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Kopie vom Originalnegativ fraglich. Vor etwa 5 Jahren sah ich intern eine Vorschau oder Aussschnitte aus der Restaurierung von John Kirk. Das Ergebnis begeisterte nicht sehr, aber dunkel haftet mir in der Erinnerung, es sei etwas mit dem Negativ passiert. Wie gesagt - unter Vorbehalt.
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Er antwortete freundlich: BEN HUR ist aufwendig restauriert! Die original Farbszenen sind auch drin. Wir legen sehr viel Wert auf 35mm-Kopien und betreiben einen großen Aufwand damit. Im Dom wäre ein 35mm-Projektor aber viel zu laut. Wir haben einen mordsmäßigen 15.000 ansi-Beamer. Dann vielleicht wieder in Zukunft auf Film?
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Herrlich: http://www.stupidedia.org/stupi/Avatar_-_Aufbruch_nach_Pandora :D
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Danke für den Thread. Seit zwei Wochen quält mich die Frage. Mein Kollege belehrte mich: BEN-HUR gäbe es in der restored version nur als elektronische Restaurierung. Die Kirchen-Idee verfolgte auch ich seit längerer Zeit. Für den Tonfilm kaum durchsetzbar. Aber für Bothmars Stummmfilm-Exzesse genial. Ich fürchte dennoch, er hat sich vom 35mm-Filmbandoriginal verabschiedet. :-|
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Nicht hinweg damit. Es seit denn, gesundheitliche oder schwerstwiegende (?) umweltschützende Motive stünden dem im Weg. Ich entsorgte 1995 eine essigsyndrom-verschrumpelte 70mm-Kopie von MY FAIR LADY. Anstatt abzuwarten und wenigstens eine PCM-Überspielung des deutschen Tons zu versuchen. Es bedarf also eminenter Kompetenz, um darüber zu entscheiden, was man wegwerfen darf und was nicht. Prinzipiell steht dann auch die Frage im Raume: "Gut, ich werfe in die Tonne. Aber habe ich dafür gesorgt, dass ein vollwertiger Ersatz gewährleistet ist? " Sodenn: vorher erkundigen, WAS man wegwirft. ;-)
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http://kunstundfilm.de/2011/07/cinema-of-the-future-kino-der-zukunft/ vermittelt erste Einblicke in die Architekturplanungen der engagierten Architektengruppe Maske und Suhren rund um den "Zoo-Palast"-Komplex. Die Rekonstruktion und auch Neufindung des ehemaligen "Kindl Kino" am Kurfürstendamm - über die Umwidmungen zum "Ufa Pavillon", "Ufa Palast", "Filmpalast Berlin" und seit 2008 "Astor Filmlounge" findet allgemein in seinem Ambiente Zustimmung. Technische Neuerungen waren u.a. eine energiesparende Lichtanlage sowie ein Zusatzprojektor für die Projektion heutiger Digital Cinema Packages. Ein Umbau der Bühnenformation, um für den Bildwandrahmen zusätzliche Bildhöhe zu gewinnen (interessant für 70mm- oder 4k-Projektionen), liess sich leider nicht realisieren - und man sollte den Raum vielleicht auch nicht zwanghaft als Imax-Kinos zusammendenken, zumal sich ein Grossteil der in der "Astor Filmlounge" laufenden Genres sehr gut in die vorhandene Form und Raumlinie einfügt. Zum "Zoo Palast" jedoch ergeben sich andere Fragen und Richtungsentscheidungen für die Zukunft des Kinos. Ein Forderungskatalog, der wohl nie absolut eingelöst werden könnte, aber in markanten Positionen dennoch debattiert werden darf. Der seit Sommer 2011 im obigen Film gezeigte Grundriss des neuen und alten Komplexes zeigt die Blickrichtung, die von der Zoo-Seite aus geworfen wird. - Da die alten Grossraumsäle sich nicht im Faktor unendlich - also antiproportional zu gefallenen Besucherzahlen - überbieten (oder absolut befriedigend auslasten) lassen, sind selbstverständlich neue und mittlere Saalgrössen als Anbauten unabdingbar. Allerdings scheinen ovale Wandlinien oder andererseits die klassische Tortenstück-Form (siehe den maßstabsetzenden "Royal Palast im Europacenter" mit nach vorne breiter und nach oben höher werdender Raumgeometrie nebst stark gekrümmter Panorama-Bildwand) heute in Zeiten von DCI oder 3-D nicht mehr durchsetzbar oder gefragt zu sein. Auf den vorerst noch schemenhaften Grundrissen ist also wenig erkennbar, ausser einer generell flachen Bildwand überall. Vermutlich auch kein Deckenanstieg, dafür ist aber ein steileres Stadium-Seating mit Steilprojektion erahnbar. Baute man nun nach historischen Vorbild, würden die Kosten sicherlich explodieren. Bleibt zu hoffen, dass zumindest der grosse Saal des Hauses eine grössere und geschwungenere Bildwand enthält (analog zur "vorwegnehmenden" Vorhang-Physiognomie - siehe Originalfotos), um den Verlust des benachbarten "Royal Palastes" zumindest ansatzweise wettzumachen. Ich denke aber, dass dieser Vorschlag keine Resonanz finden wird. Vielleicht würde damit zu hoch gegriffen? Dennoch: es wird insgesamt Verbesserungen geben, denn das Haus in seinen Beschränkungen von 1957 hatte zahlreiche Defizite, während die Vorzüge mit dem jetzigen Umbau offenbar weitgehend unangetastet bleiben. Schön wäre es aber, wenn zu den verbliebenen Fragen ein weiteres öffentliches Symposium einberufen werden könnte, auf dem sich Fachleute austauschen könnten, um einen Wissenspool zu schaffen. Wir werden auf unserer Facebook-Seite einige wenige "Flanken" des alten "Zoo Palast" ansprechen, die es wünschenswert erscheinen lassen, doch mit stärkeren Anstrengungen korrigiert zu werden. Mit Sicherheit gehört hierzu die unbefriedigende Bildwandgrösse und Geometrie im grössten Saal - ein Kritikpunkt, der aber auch auf das ehemalige "Kino 4" (original: "Atelier am Zoo") anzuwenden ist, der seine Bildpotentiale - eingedenk des Baujahres 1957 - ebenfalls nicht auf Höhen zu treiben wusste, die wir von grandiosen Grossraum- und Roadshow-Theatern der 1960er-Jahre gewohnt sind. Aber vielleicht bewegt sich etwas in letzter Sekunde?
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Die Langfassung (director's cut) auch?
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Kleinere Mengen an Material bei info[at]kinomuseum-berlin.de