-
Gesamte Inhalte
10.470 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
80
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von cinerama
-
Wieder mal, und nicht total daneben hoffentlich. Was hast Du gegen das Imax und das Pictureville? Warum soll nach dem Brand in Paris jetzt ein ideales Kino dort entstanden sein? Ist es wertlos, dass in Paris immerhin unter den Breitwandkinosn das 'Kinopanorama', 'Broadway', 'Images', `Gaumont Richelieu' oder das 'Gaumont Cinerama' und unter den Dekor-Theatern das 'Rex' oder 'La Pagode' Maßstäbe setzten? Denke ich an alte Filme, stelle ich sie mir gern dort vor, weniger jedoch in den Sälen nach 1965. Vergleicht man Birne mit Birne, ähnelt der unschöne Cubby-Broccoli-Saal in Bradford noch am ehesten dem Langlois-Saal in Paris. Von daher ist dann auch in Bradford nicht jede Ecke ideal. Die Bildwand- und Raumproportionen der neueren, digitalen Imax-Häuser (Seitenverhältnis etwa 2 : 1) oder auch den Event-Cinemas am Potsdamer Plazt Bln finde ich besser als alles andere an Neubauten der letzten 45 Jahre. Bei den Museumskinos in Paris und sonstwo wurde doch noch auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hin konstruiert. Ein Journalist beschrieb diese Art Bildwand (verglichen mit den abweichenden in der Geschichte) als "konstanten" Bildwand- und Raumtypus. Anders gesagt könnte man dem Aussprich entnehmen: für das selten ernsthaft auf Breitwand- und Spektakelfilme eingehende Programm dieser Häuser wurde der alte Kompromiss der Flachleinwand bei kleinem Betrachtungswinkel zurückgeholt, weil man damit am wenigsten anzuecken glaubt. Auch wenn Truffaut und Rivette in diesem pariser Museumhort aufgewachsen sind, so wie einige dt. Filmemacher im 'arsenal', kann sich ja nicht jeder gleich in diese Säle verlieben.
-
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Ein bisschen Provokation und Polarisierung sei hin und wieder gestattet - ist ja auch nur eine Minderheiten-Position meinerseits. Aber solche Stückelwerke wie die jüngste Verleihversion W.S.STORY oder die ca. 1990er Kopie von STRANGELOVE sind ohne Wert. Und fallen hinter den Standard der EA-Kopien zurück. Nun gibt es aber auch korrupte DCPs, 1,3K-Restaurierungen bei 8 bit, DVDs usw., die lange Zeit als digitale Luxus-Variante verkauft wurden. Oder 4k DCPs, die kaum einer sinnvoll auswerten kann. @TK Chris hob hervor, dass die Frage 2k vs. 4k möglicherweise nicht mehr die entscheidende sei zur Ebnung der Zukunft des Kinos, @stefan2 glaubt noch an dieses Hierachiegefälle des technologischen Vorsprungs des Kinos vor dem profanen Mediengebrauch auf HDTV-Standard. Mich wiederum interessiert die authenische Eindruck eines alten Films bis ins Detail, weil ich das alte Dogma des technologischen Vorsprungs des Kinos für aufgelöst halten muss. Wenn nun DCPs geliefert werden, die ohnehin nicht viel kosten, ist das ein Pyrrhus-Sieg. So war die Branche m.E. noch lange intakt, als bis Anfang der 80er Jahre die Repertoire-Kopien einen Wert darstellten und gepflegt wurden. Ist heute bereis alles elektronisch verfügbar, und schmelzen die Mauern zwischen Blu ray und DCP, darf man im Umkehrschluss und aus Tendenzen in der Ökonomie schliessen (@TK Chris verwies auf Rationalisierung und Raffgier), dass selbt in dieser "modernisierten" Lösung ein destruktives Potential begraben liegt. Damit meine ich: man sollte sich nicht hinstellen, und in Jubel verfallen, nur weil einige Companies gnädigerweise von ihren Klassikern ein elektronisches Derivat an die Kinos liefern. Und wie man sieht, floriert dieses Geschäft nicht unbedingt, da offenbar der Stellenwert des Repertoires von den Companies seit Jahren per DVD- und TV-Ausverkauf untergraben wurde. Womit wir auf meine anfängliche Polemik zurückkommen (s.o.). :cool: Der zugrunde liegende Scan oder die Abtastung macht die 2k DCPs und die Blu ray zur Down-Konvertierung. Alles aus einem Stall, könnte man sagen. Die 4K-Variante ist demnach nicht ein hiervon abgetrennter, ganz besonderer Prozess, gleichzusetzten etwa mit dem Aufwand einer 70mm-Kopie zu Roadshow-Zeiten. Das finde ich schon entscheidend hinsichtlich der Wertigkeit der verschiedenen Digitalversionen, die dann doch ziemlich austauschbar sind. Und darin liegt m.E. ein grosser Unterschied zur Kinowirtschaft vergangener Dekaden, und fällt aus nicht unbedingt zu Gunsten des heutigen Stellenwerts eines ortsfesten Filmtheaters. Die Epoche der DCPs scheint mir da lediglich eine Brückentechnologie abzugeben. -
Das wird in der Art heute kommuniziert, trifft aber nur den Sachverhalt darbender und zerrütetter Betriebe. Flackernde und wackelnde Bilder waren seit den 20er Jahren von den Standards nicht mehr akzeptiert worden. Faszinierend immer wieder, was man für Erfindungen aus dieser Zeit entdeckt. Setzt man sich darüber hinweg, ist das keine Frage der Technik, sondern m.E. der Wirtschaft. Und: es wäre ja auch nicht statthaft, digitale Projektion anzugreifen, nur weil die Mehrheit der 3D-Wiedergaben stockduster ist, obwohl es auch anders geht. Aber die Jugend ist einerseits verwöhnt durch klinisch-gesäuberte Panel-Bilder, ohne aber immer auch Werturteile über ein photographisch hochwertiges Bild fällen zu können. Oft klaffen da die Ansprüche und das Sehvermögen weit auseinander. Wie sonst wären opulente photographische "Meisterwerke" wie TRANSFORMERS denkbar? Entscheidend ist dann, wie es mit Kino weitergehen soll, wenn alles elektronisch vernetzt ist. Die DCI-Revolution trifft nicht das, worauf es ankommt, sondern übertönt relevante Fragen nach dem "danach" und bleibt erstaunlich konservativ.
-
Protzig geht schon in Ordnung, könnte sich dann aber auch auf Kinosaal und Bildwand erstrecken. Nur für mich sah die Fassade mehr aus wie "Guggenheim meets art house". Geschmackssache. Im Hinterkopf hatte ich in erster Linie dennoch den Kinosaal "Salle Langlois", daher die Unlust: Da begeisterte mich Bradford mehr: Natürlich sind die Franzosen stolz auf eine neue nationale Errungenschaft - wie die Deutschen auf das neue Kanzleramt Berlin. Ein Sans-Souci wird daraus noch lange nicht. Also vegetieren wird doch in einer schnell-lebigen Zeit?
-
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Wir sind Diskutanten, keine Henker. <_< In diversen Blogs geht es heiss zur Sache, es könnte tonnenweise zitiert werden (und dies hier wurde vor wenigen Minuten verfasst): Don’t misunderstand me, I’m not opposed to new technology or change for the good, but I am strongly against losing an artistic medium to technology. I do not think visual artists who prefer to paint in oils would like to be told everything must now be painted in acrylic; nor do I think all photographers, film directors/makers etc, would like to be dictated to as to which format and materials they cannot use. Film has it’s specific look, and digital cannot replicate it, it can give us something different that may be great for some movies, but not for all. Watching CITIZEN KANE on DVD, BluRay or any format other than film is not what its creator intended. It’s like looking at the Mona Lisa in a book or looking at it on the wall of the Louvre. You’re just not seeing it the way the artist saw it. Dawn Riordan -
Komischer Bau. Mit gewölbter Rückwand? Na, dass liesse hoffen, dort Dimension-150- oder Cinema 180 präsentieren zu können. Vielleicht auch nur eine Trugschluss: zu früh gefreut. ;-) Und immerzu diese Event-Architektur und "Jahrtausendfilme" und verschleuderte Etats. Wie viele artgerechte Präsentationen und Repertoire-Chancen könnten ingang gesetzt werden, wenn auf die protzigen Prestige-Hallen des nationalen Kulturerbes besser verzichtet würde. Und Kultur endlich dezentralisiert wird.
-
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Das geht mir noch nicht weit genug. Denke bitte an die Kulturtechniken in anderen Bereichen. Können wir eine virtuelle Welt schaffen, die die reale oder museale substituiert? Einigen gefällt es so, aber eine Überprüfung wäre doch angemessen? Das Medium ist stets ökonomisch und distributorisch angefochten worden. Und wird m.E. alsbald noch heftiger in die Diskussion rücken. Ginge es vornehmlich um den Inhalt eines Films (und den "Strangelove" könnte ich vielleicht wie ein Gedicht aufsagen), "reicht" ein Träger, der Konsumenten günstig und ohne Hürden erreicht. Und das wäre das Plädoyer für die Blu ray Disc oder den Download. Zu prüfen wäre auch, ob die neue 35mm-Kopie (nunmehr ein Hybrid) evtl. schärfer ist als ein 2k DCP. Prinzipiell ist aber jede 35mm-Kopierung zu begrüssen, um den industriellen Prozess aufrechtzuerhalten nebst der art- und mediengerechten Aufführungsweise historischer Filme. Das ist nicht meine "Hassrede", dies proklamiert die FIAF. Prinzipiell zeigen die führenden Repertoire-Häuser dieser Republik klassische Filme in den Originalformaten, so auch das Zeughhaus-Kino oder das Arsenal. Warum aus dieser Gemeinschaft der Kuratoren aussteigen und sich ins Meer der Multimedia-Verwerter werfen? Die Retrospektiven des Deutschen Filmmuseums Frankfurt/Main sowie der Berlinale zeigten die Kubrick-Filme im arteigenen, authentischen Format: strikt auf 35mm und 70mm. So hielt ich es auch, bestellte Warner-Kopien und zeigte im Laufe von 29 Jahren etwa drei verschiedene Fassungen von "2001: A Space Odyssey" und "Spartacus": von 35mm Technicolor bis 70mm. Und das bleibt auch so. Polemik sollte m.E. nicht der Ideengeber einer Diskussion sein. Und von einem Moderator möglichst nicht gepflegt werden. -
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Es ist doch alles gesagt, was hat das mit "Hass" zu tun? Generell kritisiere ich diese Entwicklungen, und nicht nur hinsichtlich des einen oder anderen zufällig auftretenden Kinos, das ja das letzte Glied in der Kette ist. Dafür möchte ich hier ungern gemobbt werden. Dankeschön. -
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Das ist so negativ gar nicht: die Kubrick-Filme gibt es weitgehend als Verleihkopien auf 35mm. Diese Bastion gilt es zu festigen. Es ist vielleicht durch den Thread-Einsteller der Eindruck vermittelt worden, nur so könnte Repertoire noch gezeigt werden. Das sehe ich anders und wollte den Erfolgsmeldungen heutigen Marketings eine Gegenrede gegenüberstellen. Und hier sehen wir die restaurierten 35mm-Aufführungen: http://www.filmforum.org/films/drstrangelove.html -
DCP Screenings von Klassikern
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Das besagte Kino bewirbt diese Wahl seit Jahren als "digitale High End Projection". Defacto sehen wir keinen signifikanten Unterschied zwischen einer Blu-ray-Disc-Projektion und andererseits einem sog. DCP-Screening. Digtalprojektionen sogenannter oder tatsächlich restaurierter Klassiker sind nicht neu: schon vor zehn Jahren ließ man erfolglos im grössten Filmtheater Berlins damit Testballons steigen von "Singin in the Rain" bis "Robin Hood" u.a. Gegenüber klassischen Techncolor-Darbietungen in damit betrauten ehemaligen gewerblichen Kinos `(und noch heute in den mit mediengerechter Aufführung beauftragten kommunalen und Museumskinos), stürzten die Besucherzahlenn ins Uferlose (7 Besucher im Schnitt pro Screening seinerzeit gezählt, ausverkaufte Vorstellungen indes mit lädiertem Filmband in 2011 konstatiert - auch wenn dieses Beispiel höchst angreifbar bleibt). Der Terminus Technicus "DCP & Klassiker" irritiert massiv - man könnte glauben, es sei eine mehr oder weniger ambitionierte Videoaufführung, aber niemals das Original. Die kommunalen Kinos und Filmuseen kann man gar nicht eindeutig genug vor dieser "leichten" Beschaffbarkeit der Repliken des Kulturerbes warnen. SONYs A/B-Vergleich eines leicht verschmutzen Films auf der Website suggeriert, man hätte nur durch digitale Retusche Schmutzpartikel entfernen können. Verschwiegen wird die seit Jahrzehnten erfolgreiche 35mm-Naß- und Flüssigkeitskopierung und auch die manuelle Säuberung von Filmmaterial. Eine weitere Crux im Umgang mit Medien in der jetzigen Dekade: Keiner kann im "digitalen Zeitalter" seinen Augen trauen: niemand weiss, ob A/B-Vergleiche oder Restaurierungsberichte seriös oder manipuliert sind. Ein Vorteil der "Imperfektion" einer photochemisch gezogenen Filmkopie (die gerade im Schwarzweiss-Bereich aber auch Vorteile zur DLP-Projektion aufweisen kann) ist das sog. "indexikalische Bild" der originalen. filmbandbasierenden Medienträger: dort bleibt erkennbar, was "nativ" aufgezeichnet wurde, was Nachlässigkeiten und Fehlern bei der Aufnahme und im Produktionsbudget geschuldet ist. "Entfernt" man komplett alle Mängel (wackelnde Blue-Screen-Maskierungen in "Ben Hur", leichtes Flickern in einigen Einstellungen in "Dr. Strangelove" oder in "Metropolis"), macht man sich als kommerzieller Anbieter zum nachträglichen Erfüllungsgehilfen vermeintlicher Wünsche der (längst toten) Filmemacher. Auch wird der Blick auf Produktionsbedingungen einer zeitgenössisch geprägten Produktion, der in materiellen Grenzen entstandenen Kunstwerke, "geschönt". Es ist immer wieder faszinierend, diesen Final-Editions unserer Zeit, die in den Media-Märkten ihre Ausgang finden, zuschauen zu dürfen, aber verstehen wir darüber immer und im analytischen Sinne die Produktions- und Rezeptionszusammenhänge, sobald uns ein ein "klinisch-reines" Bild "vorgegaukelt wird - wie es in einigen Aspekten nie war? Wer sich historisch ernsthaft mit Film in der Aura seiner Erstaufführung befasst, wird immer wieder an die lädierten Originalquellen herangehen müssen. In einigen digitalen Editions der letzten Jahre werden sie geflissentlich ausgeblendet. Denn neben (notwendiger Restaurierung) geht es in erster Linie auch um eine andere Herausforderung: das "Geschäft mit dem Neuen" auf einem boomenden Markt der DVDs und Blu ray-Discs (deren Abfälle später im Kino auftauchen - wie Monate nach Blu-ray-Herausgabe bspw. von "Dr. Strangelove" als gnädig verschicktes "DCP"). Kino ist nun nicht mehr Vorreiter: es hinkt hinterher. Spätestens hier brechen relevantere Fragen als die des Medienträgers auf: wie hält es eigentlich die produzierende Industrie (oder die im Repertoire-Geschäft stehenden HD-Distributoren) mit der vorrangigen Kinoauswertung? Für EUR 8.80 holt man sich das "Kino um die Ecke nachhause": http://www.amazon.de/gp/product/B0026L8MHE/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_2?pf_rd_p=471061493&pf_rd_s=lpo-top-stripe&pf_rd_t=201&pf_rd_i=B00004RYIJ&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=1436SA9QWG5TXFNKR4JF , und ein exklusives Kinofenster auch für Repertoire-Aufführungen (wie noch bis Anfang der 1980er Jahre mit jahrzehntelanger TV-Sperre) ist heute ins Gegenteil verdreht. Wonach immer wieder eine Rückkehr zu den Wurzeln nottut, wie in allen Kunstgattungen (Architektur, Musik, Malerei, Museen, Schriftgut, Literatur usw.). Dies gibt es nur in Museen mit mediengerechter Aufführungspraxis. -
Die Sammlung Harryhausen hat sich vom Hause "Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen" getrennt - so herum ist es richtig. Gleichwohl war Giesen seit Jahrzehnten mit dem Fachgebiet vertraut: eine Website zum Thema sollte entstehen. Daher mein Hinweis auf einen Ansprechpartner, der über die konkrete Rolle und den Verbleib der Figuren auf dem Laufenden ist.
-
Das Filmhaus-Symposium am 13.10.11 geriet zu einem Rohrkrepierer, nach dem IFB-Festivalleiter Dieter Kosslick sein zugesagtes Erscheinen kurzfristig absagte: er wolle sich keinem "Tribunal" stellen. Der durchweg höflicht verfasste Schlichtungsbrief des Kritikerverbandes stimmte Kosslick nicht mehr um - und ich frage mich, welch eine Umformung der Diskussionskultur (gemessen an den freien Revoluzzerjahren um 1968, in denen fast alles möglich war) unser Land ereilte, in dem sich jeder förmlich überbietet, nicht ins "Fettnäpfchen" zu treten und in vorauseilender Devotheit an seiner Karriere bastelt. Hier ein Auszug: Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hat seine Teilnahme am vom Verband der deutschen Filmkritik (VDFK) organisierten Symposium zur Lage und Zukunft der Berlinale abgesagt. Nach seiner mündlichen Zusage im Frühjahr sind offenbar Befürchtungen eines zu kritischen Podiums entstanden; die Ankündigung der Veranstaltung durch den Verband, so Kosslick in seiner Absage, lese sich „wie eine Einladung zum Tribunal“. Davon kann nach VDFK-Auffassung keine Rede sein. Der Verband hat Dieter Kosslick jedoch, um seine Befürchtungen auszuräumen, eine freie Redezeit von durch ihn zu bestimmender Länge angeboten; dieses Angebot hat er ausgeschlagen. Der VDFK bedauert Dieter Kosslicks Entscheidung sehr. Seinen Gegenvorschlag zu einer „gemeinsamen Veranstaltung“ im kommenden Jahr hält der VDFK für nicht praktikabel, die Vorbereitung der Veranstaltung mit Diskussionen um das gegenwärtige Programm und Visionen für die Zukunft der Berlinale ist zu weit fortgeschritten. Gerade Dieter Kosslicks Vorstellung von der weiteren Gestaltung des Festivals, von der er, wie Ende August bekannt wurde, bereits Kulturstaatsminister Bernd Neumann überzeugt zu haben scheint, hätte sicher zu einem intensiven Austausch geführt. http://www.vdfk.de/news/view/104-berlinale-direktor-dieter-kosslick-sagt-teilnahme-an-vdfk-symposium-ab Derweil hat sich Kosslick ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit mit Herrn Bundesminister Dr. Neumann über die "Zukunft der Berlinale" geeinigt. So geht es auch. Grosse Männer machen Weltgeschichte: am Stammtisch.
-
Die Check-Prints wären dann aber ohne Farb- und Lichtausgleich: ein total branchenunüblicher Vorgang, der evtl. von der Company nicht genehmigt würde. Zudem tonlos. Somit in der Essenz die "unterste" Grenze des Erträglichen (Noch "Gold" dagegen: die Belston-Kopien von LA BIBBIA/THE BIBLE, DOCTOR DOLITTLE oder STAR). Den Ceck-Print gibt es neben GRAND PRIX auch von RYANS DAUGHTER und THE GREATEST STORY EVER TOLD. RYANS DAUGHTER erlebte sogar einen Sondereinsatz in einer einzigen Kinoveranstaltung. Von einer annehmbar spielbaren BEN HUR-Filmkopie hätte man auf jeden Fall vorher gehört. Ich sehe das 2011 bei diesem Film eben so wenig wie bei MUTINY ON THE BOUNTY. Einige Check-Prints sind auch Low-Contrast-Kopien: das geht nun in der Projektion gar nicht, leider... flauer denn als eine Magenta-Kopie. ;-) Man könnte aber die hiesige Diskussion ins Home-Theater-Forum überführen. Obwohl dort mit einem der Beteiligten eine leichte Auseinandersetzung zu erwarten wäre. Aber im Moment hängen die anderen Foren diesem Thread deutlich hinterher. Oder eine Anfrage an die betreffenden Stellen richten, falls man denn antwortet?
-
Aber hätte man dann davon nicht schon vorher etwas gehört? Und was, wenn der Manager nicht mehr zum Thema kennt, als eben die verfügbare "Breite" einer Verleihkopie? Wir wissen ja aus Berlin und Frankfurt (vom Bigger-than-life-Festival) dass die letzte gezogene Kopie vom Dupnegativ, zudem 2.2 : 1. grieselig und mit dynamikgeschwächtem Ton und wieder massiv absaufenden, kaum korrigierten Szenen ein Maximal-Desaster war. Und angeblich eine Kopie dieser Version in L.A. in einem Flaggschiff-Theater einen Unfall erlebte und der Film hernach als nicht mehr verfügbar galt (evtl. wurden 3 davon gezogen, dies unter Vorbehalt hier notiert). Skaliert man die 2,76 : 1-Bluray Disc am Beamer auf 2,2 : 1, ist der Eindruck zwar ähnlich, eher sogar feinkörniger und schärfer. Vielleicht taucht noch eine ältere U.P.-Kopie irgendwo auf, sie dürfte aber weniger kühl gelagert gewesen sein wie in Schweden, fürchte ich, und wäre zumindest authentisch im Look und Sound (die Farben und den Kontrast ausgenommen). Eine neue Kopie zu ziehen wäre ja kein Spass, sondern eine so teure Aktion, dass schon ein gewisser Zusammenhang mit einer zu erfolgenden Aktion erkennbar sein müsste und auch öffentlich kommuniziert werden würde: schon deswegen, weil eine Company damit prahlen würde, mal wieder etwas "getan" zu haben. Aber ausser den unkorrigierten Rollen bei der A.S.C. ist bisher nicht viel durchgedrungen. Sollte es noch Wunder geben? :rolleyes:
-
Wen es interessiert: Im Bonus-Material finden sich Szenenausschnitte aus der schon älteren Dokumentation "Ben Hur - The Making of an Epic". Diese Szenenausschnitte sind farblich und in der Abstimmung das Beste, was ich je sah. Leider sind mir Screen-Shots nicht möglich - aber vielleicht könnte ein Gerüsteter hier ausnahmsweise mit einigen Captures aushelfen? :) (Mir graut es, ehrlich gesagt, vor der "DCP-Version". Durch die Kinoaufhellung sehen dann Innenaufnahmen voraussichtlich noch dusterer aus als in den perfekt kalibrierten Heimkinos.)
-
Mail an R. Giesen, Deutsche Kinemathek in Berlin.
-
Imax lizenziert Laser-Projektionstechnologie von Kodak Imax hat sich laut der Nachrichtenagentur Reuters exklusive Rechte an mehr als 50 Patenten zur Laserprojektionstechnologie und darüber hinaus Rechte zur Nutzung von mehr als 10.000 weiteren Patenten vom sich derzeit in finanziellen Schwierigkeiten befindenden Unternehmen Kodak erworben. Lasertechnik soll digitale Projektion auch auf den größten der Imax-Leinwände ermöglichen, für die bisherige Digitalprojektoren offenbar nicht lichtstark genug waren. [...} Schon im Vorfeld dieser Vereinbarung war spekuliert worden, dass Kodak Patente aus dem digitalen Projektionsbereich veräußern könnte, um seine Finanzsituation zu verbessern. [...] Imax will Laserprojektion erstmals im zweiten Halbjahr 2013 einsetzen, insgesamt soll es sich um 170 Leinwände weltweit handeln, die nicht mit bislang erhältlichen Digitalprojektoren umgerüstet werden können http://www.mediabiz.de/film/news/imax-lizenziert-laser-projektionstechnologie-von-kodak/311051?NL=FID&uid=19265&ausg=20111017&lpos=InV_1
-
Sony 4k - neues Vertriebsmodell - Preise purzeln...
cinerama antwortete auf carstenk's Thema in Digitale Projektion
Wenn alles Heimkinotechnik ist (dort 2012 4k laut "audiovision"), fragt sich, warum die Nachrüstungsspirale der Elektronikanbieter in der Kinowirtschaft erst angeschoben wurde? Da stimmt doch was nicht am Gleichgewicht der Branche. Und auch sonst nicht, wo jedes Jahr, wie z.B. im Konsumsektor üblich, SONY Geld für ein neues Produkt in den Rachen geworfen wird. Einen kürzeren Produktlebenszyklus als bei dieser Firma kenne ich nimmer. Anfänglich laufen sie brillant, und nach gewisser Zeit der grosse Katzenjammer. -- DLP 4k erlebst Du im `CineStar Event Cinema' in Berlin. -
Beim Werbeclip macht es Sinn: Zeitraffer und Blair-Witch-Kamera einzusetzen, um Aufmerksamkeit und Rastlosigkeit zu halten. Standbilder von Kinosälen wären nicht vermittelbar. Insofern sind auch die Blenden ein Gliederungsmittel, um Wegstrecken zu überbrücken und zur Interaktivität eine Entsprechung zu schaffen. Bei der Musik und den gelben Fonts lohnt es sich jedoch, noch weiter zu experimentieren. Ein unabhängiges Feedback wie von @showmanship zu erhalten - dafür wäre ich dankbar! Wer etwas kritisiert und imstande ist, einen technischen Rückstand zu ändern, ist meinererachtens ein unbezahlbarer Ratgeber. Positiver geht es eigentlich gar nicht...
-
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
In Berlin in 35mm perfekt entwickelt: Polanskis GOTT DES GEMETZELS. Aktuell in 35mm-Produktion: Wachowskis/Tykwers WOLKENATLAS. -
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
Kann ich bestätigen, dass sich die neuen Bezeichnungen "35mm Sensor" oder "S-35-Sensor" als Sprachidiome bei den meisten Kameraherstellern, Postproduktionsbetrieben und auch Fachblättern durchgesetzt haben. Auch in Wikipedia oder im Kameramann nunmehr ein eingeführter Begriff: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kinokamera http://www.kameramann.de/menschen/meinungen/groser-sensor-groses-kino-182 Das ist die Welt, in der wir leben. Ein Terminus Technicus wird jenseits seines Bedeutungsgehalts zum Schlüsselwort eines Verkaufsvorganges abgeleitet. Als Präfix oder Suffix. Beispiel: Atombusen, Sexbombe. Sprachlich bleibt ein Paradoxon, sobald die Termini gemischt auftreten: "Umstieg vom 2/3-Zoll auf einen APS-C- oder auf den S35-Sensor der F3". Man merke: ein immerhin eine Dekade seriös gebrauchter Begriff "2/3-Zoll-Sensor" korrespondiert nach dem Umstieg mit der Grössenbeschreibung "S35-Sensor" - obwohl auch hier das Längenmass der Zoll-Angabe richtig wäre. Innerhalb einer Abhandlung (oder Hausaufgabe oder Promotionsschrift) sind Termini dringend zu vereinheitlichen und durchgängig einheitlich zu führen. Das passiert leider nicht, und selbst WIKIPEDIA (entstammt der dortige Artikel Ihrer Autorenschaft, @oceanic?) hält sich nicht daran. -
4k DCI oder Blu-ray Disc BT709 würden in ihrer Divergenz nicht die Hauptproblematik der neuen, nunmehr verdorbenen BEN-HUR-Edition darstellen. Hochwarscheinlich sind m.E. Gestaltungsfehler des Coloristen (der evtl. seinen Willen durchsetzte, Innenaufnahmen im Stil von TAXI DRIVER zu desaturieren und - wie Harris bei der Turmszene am Ende von "Vertigo" - abzudunkeln. Der hier erzielte Effekt ist zufällig der gleiche wie bei einer Analog-Kopierung von einem stark verblassten Eastman Color-Originalnegativ.) Hoffen wir, dass gemäss @T.K. das 65mm-Originalnegativ nicht den befürchteten Dichteschwund aufweist. Also darf man sich durchaus Hoffnung auf eine weitere Edition machen! Und hier fallen einem die Schuppen von den Augen, wie es hätte werden können: http://www.youtube.com/watch?v=aSDXrDQEDjg In dieser vorbildlichen Weise nähert sich dieser Transfer dem Originalfilm stark an. Lediglich die Gradation ist noch etwas zu flach. Dies unbedingt bitte einmal mit der Blu ray Disc vergleichen. Ganz direkt: die letzte halbe Stunde vor der Pause und die Szene in der Speerkammer. (Amerikanische Vor-Abtastung einzelner Szenen? Die "schlussgültige", nun zu rügende Blu-ray-Editions-Restaurierung [scan und Retusche] wurde ansonsten komplett in Indien durchgeführt)
-
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
Zitat war nicht kenntlich gemacht - hier eine Selbstkorrektur: @cinerama: Eine hier oftmals für SONY vorgetragene Fürsprache finde ich gerade von Seiten der bei dieser Firman verbundelten Techniker als Schleichwerbung. Real sind keine 8k-Aufnahmen ingange, Zitat SONY: Die leistungsstarke F65 beherrscht die Aufnahme in voller 4K-Auflösung und mehr. Das Herzstück der F65 ist der neu entwickelte 8K-Sensor von Sony, der heute schon makellose HD-, 2K- und 4K-Auflösung meistert und im Zuge der technischen Weiterentwicklung künftig noch weit darüber hinaus gehen wird. @cinerama: Real erreichen Spitzenobjektive aus dem 35mm-Bereich Auflösungsparameter bis hin zu 9k - ausgemessen auf der optischen Bank. Das 35mm-Negativ speichert je nach Empfindlichkeit gemittelte 3 bis 8k an Auflösung (via MTF ermtitelt): schon jetzt und dauerhaft auf Negativ sicher hinterlegt. Super-16 erreicht auf der Materialtype niedriger Empfindlichkeit übrigens 2.3k +. Tausende an Kameraleuten führten entsprechende Tests durch und trafen ihre Entscheidung pro Film. -
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
Das darf man sich in Stein meißeln. Oder auch: kunstgewerblich ein Raffael, visionär ein Michelangelo. Den Petersdom liess man stehen - die Kathedralen des Films (IMAX oder Cinerama) riss man ab. Chaplin und Eisenstein sind nun tot, eingehämmert wird widerstandsfrei der Hedonismus der Disneys, Spielbergs und Camerons. Soviel Kulturauslöschung vollbrachte nicht einmal die vatikanische Kirche in zweitausend Jahren ihrer Herrschaft. -
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
Man merkt, dass Argumente aus der 35mm-Postproduktion förderlich wären, zumal seit Jahren theoretisch die Elektronikbranche zitiert wird, ohne Film eruiert zu haben. Der besagte und zitierte Blendenumfang - bereits bei der Alexa ins Feld geführt - zeigte keine vollends befriedigenden Resultate im Testvergleich zum 35mm-Dreh. Der Dynamikumfang stellt sich in der Praxis anders dar, da Spitzlichter zu anderem Aufnahmeverhalten zwingen, um Übersteuerungen ("Überstrahlungen") der hellen Bildsektoren zu umschiffen. Film reagiert weniger stark auf Überbelichtung oder Unterbelichtungen. Das Ansprechverhalten wird in einer S-Kurve beschrieben. Im unteren Bereich steigt sie bei Film langsam an und in den hellen Bereichen nimmt sie rasch ab. Eine Fehlbelichtung im hellen Bereich ist ein immer wieder erschreckendes Symptom der sensorbasierten Aufnahme. Da die Digitalaufnahme vom dunkelsten bis zum hellsten Punkt "neutral" ist, handelt es sich um eine Gerade, die die Belichtung in Grenzbereichen leider kritisch macht. Eine hier oftmals für SONY vorgetragene Fürsprache finde ich gerade von Seiten der bei dieser Firman verbundelten Techniker als Schleichwerbung. Real sind keine 8k-Aufnahmen ingange, Zitat SONY: Die leistungsstarke F65 beherrscht die Aufnahme in voller 4K-Auflösung und mehr. Das Herzstück der F65 ist der neu entwickelte 8K-Sensor von Sony, der heute schon makellose HD-, 2K- und 4K-Auflösung meistert und im Zuge der technischen Weiterentwicklung künftig noch weit darüber hinaus gehen wird. Real erreichen Spitzenobjektive aus dem 35mm-Bereich Auflösungsparameter bis hin zu 9k - ausgemessen auf der optischen Bank. Das 35mm-Negativ speichert je nach Empfindlichkeit gemittelte 3 bis 8k an Auflösung (via MTF ermtitelt): schon jetzt und dauerhaft auf Negativ sicher hinterlegt. Super-16 erreicht auf der Materialtype niedriger Empfindlichkeit übrigens 2.3k +. Tausende an Kameraleuten führten entsprechende Tests durch und trafen ihre Entscheidung pro Film.