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Sony 4k - neues Vertriebsmodell - Preise purzeln...
cinerama antwortete auf carstenk's Thema in Digitale Projektion
Und das Argument macht sich stark, nicht jetzt zu bestellen. SONY wird sein neues, auf Einbau von Metall-Bildwänden verzichtendes System erst Ende des Jahres vorstellen. Womit dem Desaster der "flauen" 2D-Wiedergabe auf metallisierter Bildwand (= "Silberleinwände") abgeholfen würde. Da klingt es schon nach Pech, wenn so viele 2k- respektive RealD-Kaufverträge bereits geschlossen wurden für veraltete, sich visuell bescheiden bemerkbar machende Technik. Der Stand der bereits geschlossenen Verträge zeigt aber auch, daß, wie obenstehend erhofft, von einem grösseren Roll-out dieser Projektortype zu sprechen, zu optimistisch eingeworfen wurde. Gerade in der angesprochenen Programmkinoszene ist nicht als Haupterfordernis auszumachen, auf 4k oder 3D umzurüsten, sondern möglichst flexibel gerüstet zu sein (und gerüstet zu bleiben, was auch die Filmbandwiedergabe betrifft), als dass ein breiteres Programmspektrum als bei den Mainstream-Anbietern weiterhin gesichert werden kann. In der bei der Gilde/AG-Kino laufenden Debatte sind offensichtlich wichtigere Fragen abzuarbeiten, sodass nach meinem Eindruck das Thema "Sony" kein relevanter Tagesordnungspunkt sein könnte. Aber dies ist nur eine bescheidene Schlussfolgerung meinerseits. -
Eine Ära endet: ARRI & Panavision beenden die Fertigung von Filmkameras
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Allgemeines Board
Weltweit werden etwas 6000 betriebsfähige 35mm-Kameras geschätzt. Trotz anfänglich eingereichter, prekär aussehender Produktionspläne noch im letzten Dezember mit Blick auf das Jahr 2012, stablisierte sich die Lage der 35mm-Spielfilmproduktion. Das kann aus Münchner, Hamburger und Berliner Sicht, auch aus us-amerikanischer, bestätigt werden. Es gab jüngst an zwei deutschen Filmhochschulen seitens der Ressortinhaber neu (!) besetzter Kameraprofessuren Budget-Einreichungen zur Anschaffung von 35mm-Filmkameras (nach ernüchternden Tests mit einer Alexa). Einschneidender ist das Wegschmelzen des 35mm-Images auf dem Kinosektor, der sehr "erfolgreich" demontiert wird (zeitgleich zur Verkürzung der Auswertungsfenster etc.). Im 16mm-Bereich haben sich indes Änderungen in der Auffassungen der Rundfunkanstalten ergeben, nachdem die üblichen Mängel auf die leidliche Gewohnheit zurückzuführen waren, auf 400 ASA-Material zu drehen. In einer der letzten Ausgaben der FKT von Anfang 2011 wurde ein Plädoyer zugunsten des 16mm-Films seitens des technischen Leiters einer führenden Rundfunkanstalt gedruckt, der die Überlegenheit des Systems selbst gegenüber einer Full-HD1080p- bzw. 2k-Kamera herausstellte. Fast eingestellt ist dagegen, mit Ausnahme bisweilen immer wieder eingestreuter Spezialeinstellungen und Trickanwendungen (TRANSFORMERS oder TREE OF LIFE) der 65mm-Bereich. Die Arri 765-Modelle wurden weitgehend eingemottet und die 65mm-Entwicklungsmaschine in Süddeutschland kürzlich zerlegt und entsorgt. Für die 35mm-Negativ-Abtastung sowie Nachbearbeitung ist heutzutage jede grössere Stadt dieser Welt gerüstet und voll ausgelastet. Starke Umstatzeinbrüche dagegen auf dem Fotosektor. -
Bundesplatz Studio Berlin eröffnet laut aktuellem Aushang neu am 23.10.2011
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DIE ZEHN GEBOTE wurde ja als damals teuerster Film der Welt überwiegend und perfekt im Studio gedreht. Einige Szenen am Sinai. In sich ist das Prinzip völlig schlüssig, ähnlich dem heutigen AVATAR (bei dessen Premiere mir schon das Schmunzeln kam). Nachwievor kursierte er unter den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten (zeitweise auf Platz 5) und läuft u.a. in Lateinamerika noch heute exzellent in den Kinos. Es handelt sich fraglos um ein Hollywood-Weltwunder, das es auf unzählige Wiederaufführungen brachte, in Deutschland bis Ende der 1980er Jahre, frivol und spannend ist von A bis Z.
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Salavatore kenne ich gar nicht.
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Insgesamt stimmt mich der Bericht doch sehr traurig. :unsure: Gerne hätte ich mich mit einigen vertrauten Gesichtern getroffen, zumal dort die Möglichkeit bestand, zu all den Themen einen Universalaustausch zu fördern. Nur eben nicht unter der Selbstverständlichkeit von internationalen "Überraschungsskopien" mit rein inländischer Synchronisation nebst ausbleichender Kinokellerlagerung - oder gar gestückelt. Was mit einem Augenzwinkern und Getränk abgetan wird? Konnten Bundesarchiv und die skandinavischen Archive nicht weiterhelfen? Einige Titel liegen dort vor, in weit besserem Erhaltungszustand. (Wir hatten hier schon einmal BOUNTY- und BEN-HUR-Diskussionen zu bessererhaltenen skandinavischen Kopien, die durch den Kakao gezogen wurden...). Ich würde aber niemals einen Film als langweilig bezeichnen - das täte dann noch mehr weh als der Rosastich und fehlende Akte.
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Frißt die digitale Revolution ihre Kinder?
cinerama antwortete auf Und tschüüüüsssss!'s Thema in Digitale Projektion
Da sind Wertungen drin, denen man sich anschliessen kann. "Digital", "Analog" - "Gut", "Schlecht", fasst den Connex nicht. Banken sichern bisweilen ihre elektronischen (digital verarbeiteten) Daten auf Film; Filmarchive ihre Nitro-Rollen auf Festplatte, wenn Zeit und Geld zur Umkopierung fehlen und in der kurzsichtig denkenden Öffentlichkeit und im Verwertungskreislauf hierfür der Rückhalt schwindet. Was bswp. aus der Langzeitarchivierung über kristalline Träger geworden ist, darüber hat man auch wenig in letzter Zeit gehört. Stattdessen die Dauerdebatte über die Magnetscheibe, nur weil sich dieser Träger in der Computerindustrie eingenistet hat. Aber ich bin kein Experte für Festkörperphysik... -
Der auch auf 70mm erschien... (es war einmal eine englische Kopie im Sammler-Angebot, aber zu teuer für ein Blow-up)
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Könnte man einmal auf das Startband der NAPLÉON-Rolle schauen, ob dort ein 65mm-I.N.-Vermerk ist? Oder einige Scans der Rolle mit Randumfeld anfertigen? Danke. Danke für Berichtigung. Es war nur eine Nominierung. Zu HAMLET meine Abheftungen (für den 70mm-Einsatz machte sich der Technische Leiter des Delphi-Palast am Zoo stark, sodass der Verleih tatsächlich zur Akquisition einer solchen Fassungen bewegt wurde. Die Kopie lief aber innerhalb der Yorck-Gruppe nur im ODEON, weil auf englisch, während DELPHI in der deutschen 35mm-Fassung spielte. Die Aufführungen waren nicht 1996, sondern wie u.g. 1997 vorher in Hamburg, danach im Bln.
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Also zweimal im ODEON (Hauptstr./Ecke Dominicus-Str. in Berlin, mit neuem Isco-Ultra MC-Objektiv) sowie 1 Woche darauf dasselbe im SAVOY (Steindamm in Hamburg, mit Isco-T-Kiptagon). Das beste auf 70mm, was ich kenne.
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Da muss ich mich entschuldigend korrigieren: Stefans Urteil ist aus heutiger Sicht (Materialalterung, nur selten zeitgenössisches oder angepasstes Equipment) allerdings zutreffend. Ich verstand Stefans Satz womöglich falsch, als gelte er generell gegen das Format, so wie es einst erfunden war. Woraus sich in gewissen Fachzeitschriften Legenden über CinemaScope-Magnetton oder 70mm-Magnetton bildeten: "hat sich nie durchgesetzt", "Magnetton war nie zuverlässig", "hat die Kosten nie eingespielt", "eine Kopie anders als die andere". Und als Folge: "dank der besseren Negativmaterialien dann", "dank Dolby dann", "dank DCI dann" etcetera. Das war bei Herausbringung der Filme und dann über viele Jahre anders: nur durch konstante Qualität und Pflege konnten die Repertoirekopien von 1959 noch 1979 noch einwandfrei eingesetzt werden ("Ben-Hur", allerdings mit geringem Fading). Bereits die restaurierten 3-Streifen-Kopierungen seit 1982 sind keine Direktkopierungen mehr. Für NAPOLÉON gibt es für die letzte Rolle ein 35mm-Scope-Negativ (auch bei Atlas benutzt), von dem vermutlich auf 70mm kopiert werden konnte. (Eigentlich wäre der Weg über ein 65mm-Dup zu bevorzugen gewesen). Für Freiluftveranstaltungen auf breiter Bildwand auf breiterem Film ergibt das eine effizientere Ausleuchtung. HAMLET lief 1996 in in Schöneberg (Berlin-Bezirk) in Dolby-A-Format einwandfrei.
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Kaum noch verwunderlich, dass ausgerechnet in diesem Kino alles perfekt sein soll. Lustigerweise sieht dies Dr. Buchwald im aktuellen BLICKPUNKT:FILM in denn vielen Propaganda-Reportagen des Herrn Höcherl, anders: er kenne keinen einzigen Early Adaptor mit Einsatz der ersten DCI-Generation, der den Chipaustausch an der Light-Engine hätte vermeiden können. Wer spricht nun glaubwürdig?
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Und ARRI Deutschland hatte seit einigen Jahren die Farbseparation den Produzenten angeboten. Wenn davon nicht ausreichend Gebrauch gemacht wird, ist fortan jeder seines Glückes Schmied. Dazu ein Bericht aus der Feder von zwei (m.E. eher den @oceanic-Auffassungen) nahestehenden Autoren: Nicht nur Kodak sieht aber im Archivbereich eine langfristige Chance für den chemischen Film: »Zunehmend machen sich Filmemacher zur Archivierung ihrer Programme Gedanken. Auch hier spielt Film eine wichtige Rolle«, erklärt Kai Langner. Für die großen Hollywood-Filme ist die Archivierung auf Film mit Color Separation — also mit einem separaten Schwarzweißfilm pro Grundfarbe — tatsächlich eine Standardprozedur. Schwarzweißfilm wird deshalb verwendet, weil dieser chemisch stabiler ist, denn bei Farbfilmen verändern sich im Lauf der Jahre häufig die Farbpigmente, das Material bleicht aus oder wird farbstichig. Bei der Archivierung von farbsepariertem Material auf Schwarzweißfilm geht man davon aus, dass so gesicherte Filme über viele Jahre gelagert und dann auch wieder relativ problemlos rekombiniert werden können. Hier spielen Kulturgutgedanken eine Rolle, aber durchaus auch wirtschaftliche Erwägungen, die sich von einer späteren Wiederverwertung der Filme in höchster Bildqualität Profite erhoffen. So wird immer wieder diskutiert, dass man hochwertige Produktionen auf Film archivieren sollte. Das scheitert aber leider sehr oft an der wirtschaftlichen Realität: Es entstehen ja nicht nur die relativ hohen Kosten für die Belichtung der drei Farbseparationen auf Schwarzweißfilm, sondern man muss dieses Material auch über viele Jahre sicher lagern, was ebenfalls Geld kostet. Zusammen mit der Ungewissheit, ob sich dieses Investment jemals lohnen wird und der schwierigen Frage, welche Produktionen denn nun überhaupt wert sind, archiviert zu werden, wird diese relativ aufwändige Form der Archivierung meist nur Theorie bleiben. Das gilt besonders im deutschen Markt: Bei Fernsehproduktionen, die auf Film gedreht wurden, findet im Normalfall schon längst nicht einmal mehr ein Originalschnitt auf Film statt: Diese Kosten spart man sich. Es gibt also von diesen Produktionen gar kein Original mehr in der maximal möglichen Qualität — geschweige denn steht das Geld für eine Rückbelichtung und Archivierung auf Film zur Verfügung. Bis auf wenige, teure Hochglanzproduktionen in Hollywood, wird daher in Zukunft wohl so gut wie keine Kino- oder TV-Produktion mehr auf Film archiviert werden. Was braucht man heute, um auf Film zu archivieren? Einen Filmbelichter, der digitale Daten in Bilder umwandelt und diese auf Filmmaterial belichtet. Und wieder einmal bringt der Blick auf Arri etwas Licht ins Dunkel: Arri hat mit dem Arrilaser einen anerkannt hochwertigen Filmbelichter im Programm, der in dem relativ kleinen Markt, der überhaupt einen Filmbelichter braucht, recht weit verbreitet ist. http://www.film-tv-video.de/reportdetails+M59b98fd726b.html Autoren: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller (November 2010) Also bisher hatte 35mm-Film die Kinobesitzer zu beinahe 100% ernähren können. :grin: Das war ein arteigenes Medium, das kaum jemand sonst, ausgenommen Kongresshallen, einige Studios, grössere Auditorien in Institutionen oder Millionäre) sich leisten konnten. Darauf beruhte ja das (begrüssens- oder verwerfenswerte) System den Monopolcharakters des Kinos als Erstauswerter und Verwerter eines Premiumformats mit Langzeitauswertung. Einmal nicht nur technisch gedacht, stellt sich die Frage, ob die Nachfolgeträger und Zuspielinfrastrukturen die Premiumstellung der Filmtheater (wie wir sie lieben, wir wir sie hassen, wie wir sie kennen) aufrechterhalten. Erkenne keine einzige Ansatz, der dies stützt. Der 70mm- und 35mm-Vergleich hinkt: die seinerzeit privilegierten Kinos (geliebt oder gehasst) konnten damit bis Anfang der 70er Jahre (und später von 1977 bis 2000) ihren Wettbewerbsvorsprung halten und verdrängten bedauerlicherweise viele kleinere und bisweilen auch engagiertere Kinos. Somit lagen die Dinge umgekehrt als ein Deiner Annahme und die heutigen Markttendenzen folgen eben genau umgedrehten Zwängen und Gesetzlichkeiten. Dies darf nicht vergessen werden, und es werde auch die Widersprüche in den "historischen Gleichsetzungen" schlagartig offenbar. Darum teile ich Deinen Optimismus nicht, ohne nachweisliche Fortschritte und Erleichterungen bei Modernisierungen zu verkennen. Aber hier handelt es sich nicht um eine lapidare Modernisierung, mitnichten auch um einen Winterreifenwechsel für die "geizigen Kinobetreiber", wie immer wieder zu hören ist. Es handelt sich um elementare Umwälzungen, nach denen nichts mehr so ist, wie es war. Der Unterschied könnte darin liegen, dass es alsbald keine Verleiher mehr gibt in dem Sinne, wie wir sie kennen. Ob auch das gut oder schlecht ist, ist eine andere Frage. Aber auch hier wird die Landschaft nicht wiederzuerkennen sein.
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In die Richtung streben die Verwertungsgesellschaften und geben es auch ungeniert zu: Kinoauswertung nur als fluktierendes Werbefenster für eine Weltpremiere - letzlich Primär-Amortisation auf allen Plattformen, für die längst auch der fasch...oide o.g. Konzern wirbt ("wir müssen dorthin gehen, wo die Menschen sind" [klingt beinahe humanistisch]), dem Dank der teuflisch-pfiffigen Spielzeuge von Steve Jobbs neue Märkte erschlossen wurden. Darum werden elektronisierte Kinos diesem Wettbewerb keines falls glaubhafter und stabiler standhalten, sondern sie müsse notgedrungen darin untergehen. "Theater" und "Apple" harmonieren nun wirklich nicht miteinander. Theater- und Opern-"Performances" tendieren auch immer mehr zur Burleske, vernachlässigen handwerkliches Maß und ästhetische Konsequenz,
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Link auf BLICKPUNKT:FILM : http://www.mediabiz.de/film/news/dieter-buchwald-zur-erfahrung-mit-d-cinema-die-goldenen-zeiten-sind-vorbei/310728
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Frißt die digitale Revolution ihre Kinder?
cinerama antwortete auf Und tschüüüüsssss!'s Thema in Digitale Projektion
Nochmals volle Zustimmung. "Der gegenwärtige Stand in den großen Hollywoodstudios ist, dass selbst wenn digital gedreht wird, es die altmodische, archaische Technologie der 35 mm Kopie und des Filmnegativs zur Sicherung gibt. Das zeigt, wie schwierig die Situation ist ." http://futurezone.at/netzpolitik/610-speicherprobleme-die-digitale-demenz-droht.php -
Zustimmung. Wer handwerkliche Mindestaufgaben eines Filmvorführers und Kinomitarbeiters beherzigt, ist selbst mit einem 60 Jahren alten Petzval-Objektiv, bei adäquater Spiegeleinstellung und ggf. mit Abblendung, imstande, ein randscharfes und hochauflösendes wie auch helles Bild zu projizieren, dem der Betrachter nicht nachweisen kann, dass es nicht von einem Ultra-Star-HD-Plus-Objektiv von 2002 an die Wand geworfen wurde. Beherzigt man Grundsätze der Kopienschonung und Sauberkeit, wären auch heutige Polyesterkopien noch in 1000 Jahren abspielbar. Kompatibilität der Codec- und Containerformate ist nicht zu unterschätzen bei heutigen Produktionen und Vertriebswegen. Für die Sicherung des Repertoires und Kinofilms aber bleibt als einfachster und sicherster Weg nur die Filmarchivierung und das Filmbandformat. :smile:
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HAMLET in 70mm-Direktkopie zweimal in Berlin gesehen (ODEON) und zweimal in Hamburg (SAVOY). Lief in Karlsruhe die Duplikatkopie? @Salvatore, nicht ausweichen: welche Probleme vor Ort meinst Du zu sehen? Warte jetzt auf die HAMLET-Kritik von @magentacine, die über eine schludrig gehandhabte Anwendung von Blendengrösse und Brennweitenwahl hinausgehend erläuert, wie der Film hätte anders gedreht werden können. Gehe davon aus, dass die Auffassung von @Salvatore eigentlich aus @magentacines Analysen stammt. Die mit Sicherheit durchdachter sind als die bisher hier subjektiv vorgetragenen Eindrücke.
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Das Schauburg-"Schwesterkino" in Melbourne (dasd dortige astor Theatre, mit einem ähnlichen Foyer), vermerkt zu HAMLET den Aufsatz von Ralph Neille (publiziert erstmals in "Wide Gauge"): I wondered how much of this involvement depended on the wide-screen format. There were certainly any number of wide-screen enthusiasts in the audience but I spoke with many who had no idea what 70mm meant. All of them, however, commented on the huge screen and the superb detail of the images. Perhaps, then, audiences do notice the difference - if they are given the chance! Having said that, I cannot end without a brief comparison between the 70mm print and the shorter, 35mm version. Such a comparison could have been difficult because different cinemas were involved but there was no doubt in my mind that the 35mm version was but a pale imitation of its bigger brother. Taken on its own, the 35mm version would have been hailed as an epic production but it suffered in a dramatic sense from the huge cuts that had to be made to fit the shorter time-slot. It also suffered from somewhat-inferior sound and a far-less-detailed image. Both of those factors detracted from the movie's impact and I cannot help but wonder how the 35mm version would have looked had it not been shot in 65mm. http://www.astor-theatre.com/articles/hamlet-wg.html
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Ist das der Stil der Öffentlichkeitsarbeit dieses Kinos? Es sind ja Fragen nach aktuellen Eindrücken. Analyse geht aber auch ohne gemeinsame Sitzung mit @EIX: die Filme sind ziemlich bekannt und stark im Umlauf gewesen. Zum obigen Nachtrag (Salvatore): 1. "Missionarsreden" gegen die digitale Unterwanderung ... wäre das nicht Ehrensache eines jeden Film- und Kinoliebhabers? ;-) Daher als freie Meinungsäusserung zwei Zeilen dazu (bevor sie eines Tages im Forum zensiert werden): Digital = unerbittlicher Todfeind der 70mm-Kopie. True or not true? That is the question? Analoge Sicherung: Reaktivierung der 70mm-Kopierung! Hierzu in diesem ansonsten interessanten Forum leider nur wenige Beiträge gelesen. Meine Behauptung: Digitales Derivat = Ablösung der Todd-AO-Festivals und Kinos durch Festplatten und DCI-Bildwände (die keine Cinerama-Bildwände sind). Freundlich, still und leise vorgetragen. 2. HAMLET: "Langweiligste 70mm-Fotografie" aller Zeiten? Sind Salvatore alle, fast 400 in 5-Perf 70mm gedrehten Filme so kristallklar vor Augen? Dann möge er sie bitte miteinbeziehen, auch die osteuropäischen (m.E. meist visuell aufregender konzipierten Produktionen) Wer sagt denn "langweilig", O-Ton @magentacine? Dann sollte er anstelle von Salvatore die Kritik hier vortragen. Den Oscar-Preisträger Thomson der völligen Fantasielosigkeit zu bezichtigen, geht zu weit. Der Film hat diverse Einstellungen düsterer Natur, in Nebel und Gewölben. Tagaufnahmen sind dagegen glasklar, fast klinisch sauber (warum auch nicht? Die Schlösser wurde gerade neu erbaut.) Ansonsten ist die Problematik neuer Aufnahmeobjektive, der Panavision Super 70-Kamera und der Emulsionswahl seit FAR AND AWAY bekannt. Ein Look auf dem Stand von 1960 ist nicht mehr replizierbar und wäre ästhetisch auch nicht alleiniger Maßstab einer modernen Bildgestaltung. Offenbar als kubrickianische Verbeugung gedacht: Hamlet vor seinem Konterfei wie Bowman in "2001" vor seinem Alter Ego: http://www.youtube.com/watch?v=FtNj46zVUO4&feature=related Auch wunderbare Großaufnahmen in Todd-AO, ähnlich dem Stil von Nykwist (Bergmans "Zauberflöte"), sind auszumachen. Und inwiefern nähert sich der Film vielleicht zeitgenössischen Stilen (Tudor, die Inplanatation ins 18. Jhd.), und finden wir diese heute langweilig? Wäre der Film "unangefochtener", wenn O'Toole die Hauptrolle erlangt hätte und 1962 inszeniert hätte? Die bemängelten Unschärfen häufen sich bereits bei den Meistern Shamroy und Surtees in CLEOPATRA, DOLITTLE u.a. ANALOGER TON/DIGITALE SAALÜBERWACHUNG: Welches "Problem vor Ort" meinst Du, Salvatore? Unterscheidung der Archivmedien (Medieninhalt und Medienträger) bzgl. 70mm-Film und anderes: Appelle und Prognosen der Academy of Motion Picture Arts zur Archivierungspraxis sid ein ernster Punkt. Off-Topic, sorry...
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na ja... Was für eine digitalisierte Sprache: "nicht trivial beseitigbar"! Schlimm, schlimm. Es ist auch kein Problem des Premierenformats, sondern der Verkommenheit der Kinobranche, die Wertigkeiten nicht hegte und pflegte. Zumindest sind die Todd-AO-Kopien allesamt noch abspielbar, während eine Festplatte in 50 Jahren entweder korrumpiert oder nicht leserlich wäre. Und dafür auch keiner mehr ins Kino ginge. Wo ist denn die Festplatte, die HAMLET oder GREATEST STORY gebührend auf die Bildwand bringt? Auch ein wenig Gegenthese zur ansonsten interessanten Schilderung des Status Quo beim Materialstand. Aber womit ich nicht einverstanden bin sind Filmwertungen wie "langweilig". Sowas gibt es eigentlich nicht. Zur HAMLET-Schilderung: das ist ja der Sinn der Sache, mit den reizvollsten Angeboten, auch des 70mm-Films oder eines klassischen Autors, die Fremdsprachenzugänge zu fördern, was in den 70er Jahren noch Mangelware war (weshalb es bei mir holprig blieb). HAMLET sollte man vorher lesen oder notfalls auf Video in deutsch gucken. Außerdem fehlt mir eine genauere Würdigung eines der letzten herausragenden Beispiele der analogen (nicht-digitalisierten) Filmemachens! Ich habe noch nie im Leben einen "feinkörnigeren Film als diesen auf einer Bildwand betrachten können. Man müsste beschreiben, warum das Bild besser ist als von einer F35, Alexa, Dalsa, Red One und dem anderen Spielzeug. Interessant, das BELA russisch lief, es gibt noch die 70mm-Kopie mit Synchronisation im BArch. Also aus Tschechien? GRÖSSTE GESCHICHTE in einer korrigierten Flachkopie? Ich kenne nur die Kompensationskopie, hörte aber aus zeitgenössichen Darstellungen, dieser Eröffnungsfilm des berliner ROYAL PALAST-Kinos habe in Szenen mit Rains, sobald dieser am Bildrand sich aufhielt, die üblichen Wasserköpfe gezeigt. Bei einer Kompensationskopie wäre dies nicht der Fall. Andererseits stellte @preston sturges Scans seiner Kopie in einem Thread dieses Forums als vollständig komprimierte Ultra-Panavision-Kopie vor (ähnlich BOUNTY und BEN HUR). Es war aber eine Kompensationskopie, wie ich sie auch kenne. Hier bitte ich um Aufklärung: wäre es möglich, dass eine Kompensationskopie - unüblicherweise zwar, aber durchaus pfiffig - mit einem Ultra-Panavision-Anamorphoten vorgeführt wurde? Hierbei würden die Seiten nahezu korrekt entzerrt sein, und Kreise in der Bildmitte wären geringfügig breiter, kaum wahrnehmbar - aber das Bild insgesamt auf gebogenen Bildwänden wäre in sich ausgewogen. Ich versuchte es neulich bei diesem Film mit einer Dimension-150-Optik und war unzufrieden. CHORUS LINE halte ich für ein passables Dup, somit ein annehmbares Blow up, aber keinesfalls für ausgezeichnet. Zu viele High-Speed-Aufnahme mit störender Negativkörnung. Auch sonst müsste es schon eine Direktkopie sein wie STOSSTRUPP GOLD, um wirklich 70mm-Feeling aufkommen zu lassen. Und sicher hat CHORUS LINE auch nicht den Look von THE SHOES OF THE FISHERMAN. Aber einen tollen Dolby-Sound, dass das Parkett rockt. Mich würde noch interessieren, ob Qualitätsunterschiede der Bildcharakteristik zwischen SHEHERAZADE und 55 DAYS AT PEKING konstatiert wurden, sprich: zwischen Super Technirama und M.C.S. 70. [im Einführungsvortrag ist übrigens zu lesen: "gedreht in Super Technirama Technicolor". Kopiert und entwickelt in den Technicolor Labs, wäre stimmiger. Also kein Dreh auf Techicolor-Material, allenfalls auf umgebauten TC-Kameras]. In der Kopie PEKING müsste die Szene mit Ava Gardner in der Klinik herausfallen: sie war wohl auch in der Premierenkopie bereits zu hell. Ich hoffe, die grandiose (!!!) Ouvertüre konnte zu Gehör gebracht werden. Ich kenne keine bessere. Die DVD-Firmen haben sie rausgeschnippelt. Dass die NAPOLÉON-Rolle ungefadet war, finde ich erwähnenswert, weil zu der Zeit noch viel Printmaterial des alten, fadenden Stocks entwickelt wurde. Hat Brownlow ausser den Spezialkenntnisse zu Epochen seines Genres auch Wertungen zu den von uns geliebten Sandalenfilmen fallen lassen? Nachdem THE ROBE leider mit eine Hand abgetan wurde, was ein wenig bedauerlich ist. GREATEST STORY EVER TOLD etwa finde ich in der Innerlichkeit der Schauspielhaltung, der psychologischen Zerrissenheit und Zurückhaltung bei martialischen Szenen hervorragend und, von der anderen Seite betrachtet, an Ernsthaftigkeit mit Pasolinis "Das 1. Evangelium - Matthäus" auf eine Stufe zu stellen. Nie wieder in der Geschichte wurde diese Unmenge an 65mm-Material abgedreht wie in dieser Produktion, der einzigartige Szenen in der Wüste zeigt (die hier schon im Forum debattierten Einstellung mit von Sydow im Vordergrund und der Pyramide im Hintergrund), die unerreicht sind. Die Szene sieht eigentlich aus, wie von David Lean aufgenommen, der dennoch andere Szenen des Films gedreht haben soll. Welcher Film der letzten vier Jahrzehnte traute sich an solche Tableaus und ästhetisch ausgefeilten Panoramen noch heran? (Allenfalls Lucas in REVENGE OF THE SITH).
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Schreibfehler im obigen Post: es heisst HDTV, nicht HDTC. Entschuldigung!
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Wie obenstehend deklariert, ist natürlich eine Umrüstung (Zurüstung allenfalls nur temporal, letzlich daher ein Ersatz) für etliche Marktteilnehmer eine geschäftliche Entscheidung. Es war auch nicht mein Ansatz, die aus der Tagespolitik entlehnten und allen Lesern bekannten Entscheidungen und Motive zu ignorieren oder herabzuwürdigen. Der Blick schweift auf das "Danach", auch auf das "Davor", bisweilen weit in die Industriegeschichte zurückgreifend und gleichzeitig Bedingungen der Globalisierung und ihrer Triebkräfte ins Auge fassend. Man sollte anderen durchaus unterstellen, am Erhalt guter Kinostätten interessiert zu sein. Warum ausgerechnet der obige Teilnehmer von sich selbst kundtut, nachwievor zur vollsten Zufriedenheit seine (DCP-30?) zu betreiben, staunt mich. Sind doch im Hause dort bereits Nachfolgemodelle angekündigt: DCP-30 II oder Solaria,das weiss ich nicht zu sagen, jedenfalls vollständig neue Bildwerfer für nunmehr 4k-Wiedergaben. Wer hätte all das 2006 gedacht? Und mit der Blu ray-Disc gerechnet und ihrer 4k-Nachfolger? Film hat da den Vorteil nicht speziell limitierter Parameter und dürfte - wieder historisch betrachtet - eine epochalere Bedeutung als DCI gehabt haben. Also stellt sich die Frage, ob alles besser wird, oder das, was durchaus partiell eine Besserung bringt, von einer Reihe fataler Marktstrukturen begleitet wird. Na ja, nur auf den ersten Blick. Das scheint in der derzeitigen Debatte nach Fortschritt und Modernisierung auszusehen. Ist die Umrüstung dereinst vollzogen und die Ablösung von kinoarteigenen Inhalten (durch Streuung von zweitklassigen Opern- und Live-Übertragungen, HDTC-Contents und Ähnlichem), so fusionieren Heimkino und Kinostandorte technisch und distributorisch. Der Aufwand also, gegenwärtigen Druckpotentialen nachzugeben, um marktfähig zu bleiben, kehrt sich ins fatale Gegenteil.
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In 35mm mit dt. Songs? Kenne nur die einstige 70mm-ZOO PALAST-Kopie (Premiere im Frühjahr 1986), da waren die Songs untertitelt. Läßt sich denn das schon etwas Rötliche ggf. durch den in manchen Kinos und bei Sammlern beliebten Cyan-Filter (einst bei CT Krlsr. als 1492-Filter angeboten) kompensieren, und wird das gelegentlich praktiziert? Aber auch ein schon alternder Kinotonspiegel hat die (unfreiwillige Wirkung), etwas ins Gelblich-Grüne zu tendieren, was einem Film mit leichtem Eastman-Color-Fading durchaus förderlich wäre. DANCE CRAZE: dann wäre der untere Screen-Shot also kein Hinweis für die Vorführung eines Films in 1.66 . 1 - vermutlich hat der Foto-Weitwinkel in der Y-Achse einen Effekt, eine Zerrung bewirkt. Wie ist der Film eigentlich? Über Jugendkultur der englischen Arbeiterklasse? PEKING: blass-blau, wie der restaurierte Clip, sah er nicht aus. Im Original eine wunderschöne Sättigung über die gesamte Farbpalette. Der Einführungsvortrag beschreibt ausführlich die Herrichtung des Sets mit Bemühung um "äusserliche" Geschichttreue. Den Hergang des Boxer-Aufstandes verzerrt der Film leider zugunsten der Besatzer und zeigt sich als Remake eines John-Ford-Films. Wenn Flora Robson am Ende des Films ausruft "Die Dynastie ist erloschen" ist das szenisch einprägsam. Bleibt aber eine Legende (bis 1912 war Pu-Yi "der letzte Kaiser"). Eben so wenig war das "Römische Reich" nach dem Ende des Commodus untergegangen. Warum Bronston sich der Versuchung der Klitterung nicht widersetzte, der sonst in allem anspruchsvoll war, verwundert indertat.