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cinerama

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  1. ´ M.E. die zweite 3-Streifen-Vorführung nach einer Panorama-Vorführung in 1928 (Ufa-Palast am Zoo). 15.7.1958; Münchner 'Royal Palast'. Hatte dazu jenes notiert: Die europäische Uraufführung in Oslo datiert vom 25.4.1958, und am 17.7.1958 (andere Quellen nennen den 15.7.1958) nimmt als erste deutsche Spielstätte der Münchner ‚Royal Palast’ (allerdings erst nach Einbau des 70-mm-Verfahrens >Todd-A-O<) mit der Premiere von WINDJAMMER: VOYAGE OF THE CHRISTIAN RADICH – “Windjammer“ (USA/NOR 1958) eine <CineMiracle>-Ausrüstung in Betrieb. Lässt sich das evtl. klären? Zeltkino mit Windjammer in Hamburg stimmt definitiv: es gibt eine Abb. mit Filmtransparant und Kinozelt, das auf den Terrain eines grösseren Parks sich befindet. Das Zelt könnte ja an verschiedenen Standorten gestanden haben. Aus urheberrechtlichen Gründen leider hier kein Bild, aber wenigstens die Quelle: TÖTEBERG, MICHAEL/REISSMANN, VOLKER: „Cinerama-Zeltkino. Heiligengeistfeld.“ In dies.: Mach dir ein paar schöne Stunden. Das Hamburger Kinobuch. Dort: Der Hamburger Kinokatalog. Von Altona bis Wandsbek: Die Filmtheater der Hansestadt. {S. 168-293}. Darin: Cinerama-Zeltkino. Heiligengeistfeld. {S. 262 f}. S. 263 An Deiner Quelle ist noch etwas anderes bemerkenswert: Neben prachtvollen Pflanzenrabatten oder einem eigens angelegten Apothekergarten lud bei der später viel gerühmten IGA 1963 als eine besondere Aktion ein Zeltkino die Besucher zu einer Filmvorführung der besonderen Art ein: Auf einer riesigen, gekrümmten Leinwand wurde ein Film zur Fauna und Flora der Welt gezeigt. Benutzt wurde dabei die damals gerade aufkommende „Cinerama“-Filmtechnik: Ein kombiniertes Bild- und Tonsystem, bei dem das Bild mit drei Kameras gleichzeitig aufnahmen und dann mit drei Projektoren, die so miteinander verbunden waren, sie absolut synchron liefen, wiedergegeben wurde. Die optische Wirkung war beachtlich und manch ein Besucher, der vielleicht gerade aus dem benachbarten Bierzelt kam, wird sich vielleicht verwundert über die brillante Technik, die Augen gerieben haben. Dank der verwendeten Technik sollten sich die Zuschauer fühlen, als ständen sie beispielsweise mitten im tropischen Regenwald. http://www.filmmuseum-hamburg.de/828.html?&no_cache=1&sword_list[]=windjammer Was ist denn das für ein Cinerama-Film über die Fauna und Flora gewesen? Wirklich ein 3-Streifen-Film?
  2. Machen/ten Hertogenbosch, Royal-Paläste Frankfurt und Berlin, Milano, Karlsruhe und Bradford seit Jahren/Jahrzehnten so. Liegt nun einmal an der Grundausstattung, befördert aber auch die Gleichmässigkeit der Wiedergabequalität.
  3. Für @stefan2: als hamburger Premierendaten für WINDJAMMER habe ich verzeichnet: Ab 26.4.63 auf dem Heiligengeistfeld im Rahmen der Internationalen Gartenbauausstellung. Ende der Spielzeit: 13.10.63. Abgehalten im Cinerama-Zeltkino der Deutschen Cinerama GmbH. Anfang Februar bereits wurde das GRINDEL nach Umbau auf Cinerama für die deutsche Premiere von DAS WAR DER WILDE WESTEN! wiedereröffnet. WINDJAMMER lief bereits 1959 in Berlin 3-streifig als meines Wissens erste dt. 3-Streifen-Produktion nach dem Krieg und vor Ankunft von Cinerama in Dtd. Dort mit moderater Bildwandkrümmung, die später massiv verstärkt wurde für die Cinerama-Produktionen. Absolut, sehe ich genau so. Und so sahen auch die späteren dt. WINDJAMMER-35mm-Kopien von Gloria-Film aus. Man kann "aus Scheisse nun einmal kein Gold" machen, sagen alte Branchenhasen. Die schwedische Scope-Fassung kann kaum anders sein als die deutsche. Wenn man eine rotstichige Scope-Kopie abtastet, kann man es auch mit einer 3-Streifenkopie und besser noch mit dem Negativ machen, soweit vorhanden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese DCP-Fassung irgend einen langzeitarchivarischen Wert hat und kenne auch keine Company, die auf diese Weise restauriert. Ausgenommen Fox, die für die DVD vor einigen Jahren CLEOPATRA vom 35mm ZwiPo abtastete: aber das war zumindest farblich vorbildlich und abgesehen von wenigen Szenenabweichungen nahezu Referenz! Eben ein altes und nicht gefadetes ZwiPo mit zeitgenössischem (!) Licht- und Farbausgleich. WINDJAMMER scheint mir indessen, ähnlich PLAY TIME, ein Blindflug zu sein.
  4. Dank für das Interesse und den Besuch in Berlin. Die "Tochter des Goya" (auf dem obigen Bild und heute im gleichen Alter wie meine Wenigkeit - was man ihr nie ansieht), ist oft in dt. Spielfilmen und auch Fernsehserien zu sehen: eine läuft donnerstags am Nachmittag im ZDF. GOYA war eine unbeschnittene Archivkopie - und es tat weh, trotz grösster Sorgfalt die Start- und Endbänder trennen zu müssen. Gleichwohl zieht die Kopie in den kommenden Tagen weiter nach Bradford, wo man für die Tellerprojektion dasselbe hätte verrichten müssen. Anbei evtl. noch ein paar Screen-Shots. Mit einiger Spannung werden auch erste Vorführungen in Aachen erhofft. Außergewöhnlich finde ich die besondere Höhe der Bildwand, die Raum für Formatanpassungen sowohl aus der Historie (2.13 : 1 oder 1.98 : 1) oder auch neueren Panelwiedergaben (1-89 : 1) den Weg öffnet. Die Bühnenbreit und Höhe entspräche in etwas DELPHI in Berlin. @Laserhotline berichtet über eine nochmals ergänzte/geänderte Technicolor-3-Streifen-Kopie von DAS WAR DER WILDE WESTEN!. Der Austausch der dt. Titel kam mir vor längerer zu Gehör. Die Kopie, die aus dem Europa-Palast in Essen stammte, fand ich damals in Bradford ausgezeichnet: ein Triumpf der Kopierwerkskunst von Technicolor. Da ich die neue Eastmancolor-Kopie (gezeigt auch in Seattle und Los Angeles vor wenigen Jahren) nicht kenne, erscheint mir die alte Technicolor-Kopie vertrauenswürdig. Die astronomische Tiefenschärfe öffnet die Augen für eine Art Kino, wie sie heute (trotz 3D) nicht mehr existiert. -- Zur Rarität in Krnov, der Darbietung von Francois Carrins OLD SHATTERHAND-Kopie (franz- synchronisiert), ist eine rege Diskussion im Karl-May-Forum entbrannt: http://www.karl-may-forum.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=2417 Die Fragen nach dem Verbleib der Originale sind zielführend. Jedenfalls wird hier kein "35mm composite print" bei Restaurierungsvorhaben diskutiert, sondern ausschliesslich das Breitfilmoriginal. Das 'Kino Mir 70' in Krnov zeigt auch noch eine RAIDERS OF THE LOST ARK-Kopie (wo man sich INDIANA JONES II noch gewünscht hatte aufgrund seiner Originalkopierung), DUNE in der Produktion von Dino de Laurentiis unter Regie von David Lynch mit herausragenden Schauspielern, 55 DAYS AT PEKING als Höhepunkt der Samuel-Bronston-Monumentalkunst, ALIEN III (ist mir als eines der besten Blow ups aller Zeiten in Erinneung), PLAY TIME in restaurierter Version von Gulliver Paris, den extrem selten zu sehenden Terrence Malick-Film DAYS OF HEAVEN (auf DVD und TV in nur minderwertige Güte geniessbar), THE SOUND OF MUSIC, VZLET (UdSSR 1979). Die Website des Kinos informiert über Akkreditierungsmöglichkeiten und Kontaktdaten unter: http://www.krrr.cz/en/2011/festival-guide/ -- Wir informieren über unsere nächste 70mm-Vorführung in Berlin, die sich diesmal dem SOVSCOPE 70-Verfahren und dem 100. Todestag von Leo Tolstoi widmet. Gezeigt wird ANNA KARENINA von 1968 mit Tatjana Samoilowa in der Hauptrolle. Die Einführung hält der Filmhistoriker Marc Hairapetian, der auch Versionsvergleiche der westdeutschen und ostdeutschen Fassung anstellen wird. Wir zeigen letztlich die ungekürzte Fassung in 2 Teilen: 144 Min. mit Pause. Datum und Beginn: 10. April 2011, 11.00 Uhr Ort: Kino 'astor', Kurfürstendamm 225, Berlin. --
  5. Niemand würde sich über eine professionelle Restaurierung mehr freuen als aktuell die Hamburger und Freunde des SAVOY-Kinos (http://www.filmvorfuehrer.de/topic/7064-savoy-hamburg-1-deutsches-todd-ao-kino/page__pid__130845__st__20#entry130845 ), aber auch die Käufer der kommenden DVD-Edition. Der hamburger Vorführung werde ich daher einen Besuch abstatten. @Laserhotline und @stefan2 hatten in letzter Zeit desöfteren über die neue WINDJAMMER-Version, die bereits in Bradford gezeigt wurde, berichtet. Alle in diesem Thread Schreibenden kennen originale Cinerama-Vorführungen aus eigener Anschauung: gute und schlechte Kopien. Als extrem irritierend empfinde ich Veranstaltungsankündigungen in diesem Forum, in der Art, wie ich sie oben mit Beilage des Souvenirpogramms lesen durfte. Man wird eingeladen, nach Hamburg zu fahren und mit Filmausschnitten versorgt, die leider auf stark beeinträchtigte Film-Ausgangsmaterialien schließen lassen. Gleichzeitig wird mit den Vorzügen einer DCP-Darbietung geworben. Leider ist die Ankündigung eines DCP (nach DCI-Standard) nach meinem Verständnis kein Gütesiegel für eine nachvollziehbare größtmögliche Nähe zum Original der CineMiracle-Verfahrens. Gab es in früheren Zeiten relativ eindeutige kinematographische Labels für Präsentationstypen (in "CinemaScope" oder "in70mm"), denen klare Ingredienzien zuzuordnen waren, enthält die Werbung mit der Vorführung eines DCP sowohl "alles" wie auch "nichts". Viel Verständnis hätte eine rechtzeitige Erklärung geweckt, dass Negative wie Soundmaster nicht mehr nutzbar sind. Von vielen Filmen sind sie noch verwendbar, von einigen nicht. Von WINDJAMMER keinesfalls, wie man jetzt erfährt. Es irritiert außerdem, dass in Oslo massive Anstrengungen für eine 3-Streifen-Restaurierung unternommen werden, deren Prozess-Schritte nach letzten Informationen (Informationen sind selbstverständlich Änderungen unterworfen und ggf. korrekturbedürftig) über das kinematographische Originalformat (CineMiracle-Negative / 3 x 35mm) hin zur einer optischen Kopie auf Todd-AO (1x 70mm) intendiert sind.
  6. Da gibt es eine Gegentheorie, die besagt, das trotz (oder wegen) einer Welle ähnlich gelagerter Erfolge oft ein Rückfall auf das Triviale sich damit verkuppelt: Rückkehr zum Jahrmarktskino? Ein Kinostammpublikum mit erweiterten Ansprüchen (selbst innerhalb der Anhängeschaft des Blockbusters oder Sensationsfilms) könnte auch verprellt werden und zum mittlerweile vielfältigerem Markt der Silberscheiben abwandern. Das kennzeichnet die extrem schwierige Lage, sich ein Potential auch für die Zukunft zu erhalten: oftmals nur lösbar durch Programm- oder kommunale Kinos, denen es aber bisweilen an Ambiente und optimaler Technik hinwiederum fehlt. In diesen sensiblen Prozessen, die Händler und Werber schon mal zur Verschleierung von narrativen Kernelementen treiben, steckt ein problematischer Trend über Jahresläufe hinaus. Er deutet darauf hin, dass der Kinogeschmack in Deutschland – das sehen Produzenten, Verleiher und Kinobetreiber ähnlich – sich immer mehr zum Bedürfnis nach purer Ablenkung und Unterhaltung verengt. Nicht Auseinandersetzung und Analyse, sondern Spektakel und Stars [...] http://www.zeit.de/kultur/2010-12/kino-rueckblick-2010 Der Autor hat in sofern nicht ganz recht, als dass ja auch mittlerweile ein Mangel an echten "Stars" aus konservativer Sicht zu konstatieren ist. Andererseits können sich sehr viele und erstklassige Filme im Marketinggetrommel für nur wenige Filme schwer durchsetzen. Hier wiederum sind die Medien gefordert, nicht zum Hofberichterstatter von Blockbusterproduzenten zu werden. Letztlich gibt es Theorien, wonach Blockbuster wie "Star Wars" und 3 Jahrzehnte später "Avatar" das gesellschaftlich nahe und relevante Kino zum Jahrmarkt zurückgeworfen hätten. Und auch nicht wirklich satt machen, sondern nur anfüttern und andeuten, damit sich der Konsument auf eine Welle von Sequels einlässt, nach denen man auch nicht klüger ist als vorher.
  7. 8mm: BUGS BUNNY 16mm: WENN DIE KRANICHE ZIEHEN 35mm: DIE HANDSCHRIFT VON SARAGOSSA 70mm: PLAY TIME
  8. Mein Gott. Wie grausam. Sieht aus wie über Internegative gedoubelt: purer Ausschuss mit aufgedunsenen Kontrasten und voller Farbkreuzungen. Schade um die Zeit und das Geld. Danach zeigen dann wieder welche mit dem Finger auf die "schlechte Filmtechnik" und notwendige Digitalisierung. Dabei handelt es sich lediglich um eine von A bis Z unprofessionelle Kopierwerksarbeit. Gerade in Anbetracht der vielen positiveren Beispiele, etwa photochemische Nachkopierung von HOW THE WEST WAS WON im Originalformat, sind solche Kompromisse heute nicht mehr akzeptabel. Wer sowas aufführt, sollte für jene Mogelpackung ehrlicherweise auf Eintritt verzichten. Als Videovorführung für Schulen und Uni-Seminare kann kam das ja archivieren. Sowas aber in den Kinoverleih zu bringen ist schon eine gehörige Portion Unverschämtheit.
  9. Das ist seit den 60er Jahren so und hat Befürworter und Gegner. Konservativ oder fundamentalistisch betrachtet kommt man nicht umhin festzustellen, dass bestimmte Medien arteigene Ausdrucksweisen nach sich zogen: solche die am direktesten den Zuschauer erreichen. Vom iPhone bis zum Cinerama-Kino, vom Experimental- bis zum Monumentalfilm ist die Spanne breit. Beim Fernsehen haben wir es mit einer sehr geschwätzigen, trivialen, flüchtigen und gefälligen Konsumbefriedigung zu tun, die selten tief ergreift, gar zum Besuch eine Theaterstätte motiviert oder lange im Gedächtnis haften bleibt. Es ist eben ein Berieselungsmedium, und selbst Alexander Kluges Inverview-Shows leiden unter gefälligem "Small Talk"und Bauchnabel-Schau. Der deutsche Kinofilm plagiiert viel von diesem pflegeleichtem Geplapper, und auch der von Dir gelobte Tyker-Film ist doch nur eine Parodie auf Bergman und französisches Beziehungskino. Weder Scope noch gute 35mm-Kopie werden daraus je einen Klassiker machen, fürchte ich. Alles wirkt maniriert. Dergleichen bei den sog. Erfolgsfilmen "Meinhof-Komplex" und "Päbstin": hier wird mehr chargiert als geschauspielert. Konservativ gesehen fehlt es dem heutigen Kinos an echten Stars, um Terrain zurückzugewinnen, das ihm durch die Digitalsierung verloren gegangen ist. Wiederum progressiv gesehen fehlt Provokanz und Radikalität (Achternbusch oder Fassbinder), um Film auch zum Politikum zu machen. Visuell fehlen die grossen Bildgestalter und Kameraleute, ordentliche Breitwandformate und geeigneten Bildwände. 3D kann dieses Manko m.E. nicht ausfüllen. Auf der anderen Seite fehlen die tabubrechenden Szenefilme und skandalösen Programmkino-Events, um Kiez- und Weltpolitik unzensiert aufzugreifen. Bei so viel lammfrommen Mittelmass und stereoskopischen Augenzucker wird selbst ein Überangebot an 500 Filmen nur bedingt mehr Vielfalt gegen Blockbuster-Einfalt schaffen können. Vielfalt und zu viele Filme sind per se positiv zu bewerten. Leider aber fehlt es dem Zeitgeist an grossen Entwürfen. DER UNTERGANG, MEINHOF-KOMPLEX oder SCHWEIGER-Darbietungen stellen den Mangel an konziser Ausdrucksfähigkeit unter Beweis, so sehr der obige User sie als grosses Kino zu verbuchen hofft. Der Blick auf die Vorgänger DER LETZTE AKT, DEUTSCHLAND IM HERBST oder Horst-Buchholz-Auftritte lässt diese jüngsten Erfolge des deutschen Films in einem lauen Lichte erscheinen. Darauf hat der deutsche Kinobetreiber allerdings wenig Einfluss und muss sich auf die Rolle des Serviceunternehmens beschränken. Vor 40 Jahren war das anders noch, aber die Zeiten waren auch radikaler. Unter dem Druck der Trivialisierung, Digitalisierung, Nivellierung und Konsolidierung bleibt oft nur der Blick in die Charts, um über die Runden zu kommen. Das Fernsehspiel wird also genau dann fürs Kino virulent, wenn es auf für Serienerfolge vorgefertigte Wiedererkennungs-Konstrukte zurückgreift und sie in die Dunkelheit des Kinosaals verlängert. Wodurch die arteigenen Kräfte des Kinos unterspült werden, keine Frage.
  10. Ein Rotstich ist nicht mit Vinegar Syndrome gleichzusetzen. Bisweilen bleiben eher ältere Magnettonkopien, heute rötlich, vom Vinegar Syndrome länger verschont als neuere. Farblich restaurieren kann man eine Kopie nicht. Auch farbkalibrierte Bildnachbearbeitungsprogramme nach dem Scannen stellen die ursprünglichen Werte nicht authentisch her. Es lohnt eher der Zugriff zum Interpositiv, um Farbgüten beurteilen und restituieren zu können.
  11. cinerama

    Analog

    Meines Wissens der standardisierte T-Shirt-Aufdruck der Filmvorführer in der CinemaxX-Gruppe. Ist ja kein Verbrechen, als glücklich zu gelten. :grin:
  12. Na, das kann ja dann heiter werden. Ausserdem fand die format- und mediengetreue Erstaufführung des Films in einem ganz anderen hamburger Kinosaal statt. Immer wieder amüsant, wie man salopp die historischen Wurzeln und Herkünfte verbiegt und mal schnell im Hafen landet. Da passt es auch hin.
  13. BATTLE OF BRITAIN war in Frankreich und Mexiko in 70mm gezeigt worden. In USA und Germany nur in 35mm. In Germany wüsste zumindest ich nichts von einer 4-Kanal-Magnetton-Fassung. Was bei dieser beachtlichen Produktionsanstrengung natürlich zu bedauern ist. :blush:
  14. Was einige interessengeleitete Sprecher der Postproduktion zur Selbstlegitimation ihres 2k Workflows gerne machen. Man sollte vielleicht darauf nicht länger eingehen, wenn dieser "Einwand" sich noch unfreiwillig fortplanzt, fürchte ich (denn ob ein Bild weichgezeichnet oder durch stroboskopischen Effekt an Detail-Sichtbarkeit verliert, ist keine Rechtfertigung für eine Unterabtastung, zumal der Gesamteindruck des Films entscheidet, ebenso die davon unabhängige Bildstruktur bei Betrachtung eines Schirmbildes. Beispiel: eine womöglich stark durch Kameraschwenks in Unruhe liegende Imax-Produktion ist noch immer anhand ihrer Bildtexturen, anhand des Kontrastes und der Farbtiefe charakteristisch erkennbar: explizit durch filmische Auflösung, für die digitale lediglich ein Äquivalent darstellt.) Eine 4k-Dijektion z.B. auf der Berlinale gewinnt im übrigen auch bei kleineren Datenträgern - ähnlich dem Blow up-Prozesse aus der Filmtechnik. Leider ergibt sich aber, im Gegensatz zur Filmtechnik, bei den gesehenen DLP-Projektionen kein Farb-Kontrastzuwachs (abhängig beim Film von der Größe der Bildfläche und steigenden Anzahl der Farbmoleküle: ein grosses Plus beim Film). Diverse 35mm-Kopien auf den IFB wurden wieder einmal der DCI-Projektion als überlegen erachtet. Von Skalierungsproblemen 2k -> 4k habe ich noch nicht gehört. Kenne sie vom Hochskalieren von Blu-ray Dics auf 2k DCI, nicht aber von 2k DCI auf 4k DCI (obwohl das von @oceanics einmal berichtet wurde, aber sich solches aus der Postproduction in Bln nicht bestätigen ließ). Seltsamerweise gibt es aber derartige Probleme im Imax DMR-Prozess, wie immer wieder zu beobachten war, obgleich auch hier ein 4k Digital Intermediate zugrunde liegt.
  15. Laut der angegebenen Sichtwinkel, ja. Da würde die Luft auch für 16mm dünner werden. Darum bliebe auch gerade ein 35mm Print ein gutes 4k Äquivalent. :grin:
  16. Empfehlen würde ich die optimale, somit auch mediengerechte (ein Terminus, den ich @preston sturges früheren Aussagen entlehnte und bereitwillig übernahm) Filmkopie. Das bisher einzige Medium von Bestand innerhalb des tradtionellen Filmtheatergewerbes. Würde DOCTOR ZHIVAGO in 8k auf 35mm ausbelichtet werden, bedürfte es keines 2k DCPs. Was aber nicht passieren wird... Die große Vielzahl kleiner und kleinster Kinos in Zukunft mit freier Programmgestaltung und Begegnungen auf der Mikrostruktur (eine Konkurrenz zu den traditionellen Kinos) wird ebenfalls von der Abwärtskompatbilität dessen profitieren, was im Moment noch zum Profisegment gehört. Und mit den zu erwartenden Day-and-date-Starts, den für Kleinstproduzenten "offenen" DCI-Standards und den verbesserten Codecs für die Blu-ray-Disc erweist sich für den konservativen Theaterbetreiber, der primär Geschäftsmann sein muss, der DCI-2k-Standard als das Gegenteil dessen, was bisher noch 35mm als Medium der Existenzsicherung und Alleinstellungsmerkmal ausmachte: eine Eintrittsbarriere am Filmtheatermarkt für nicht "standesgemässes" Eindringungen von wirtschaftlich schwächeren Mitbewerbern oder Home-Cinema-Enthusiasten, gegen das Eindringen als Betreiber von kleineren Standorten. Für Cinéasten und räumlich und wohnlich an ihren Kiez gefesselte Filmfreunde (mit Lokalen, Clubs, Vereinen, Läden u.a.) bringt das neue HD-Repertoire viele Vorteile und Freiheiten: mühsame Verhandlungen mit Verwaltern von Grosskinobetrieben gehören dann der Vergangenheit an, um ein autonomes Programm in vergleichbarer technischer Qualität auf die Beine zu stellen. TAXI DRIVER gehört dann sicher zum neuen Kiez-Repertoire, sobald sich Kleinstzellen der neuen Kinokulturen herausbilden, umgehrt aber auch der Bestand ortsfester traditioneller und arteigener Kinobauten leider zurückgehen dürfte. So: nun geht's zurück zur Video-Berlinale, die uns davon einen Vorgeschmack gibt [im positiven Sinne des Kinos der "mikrozellen" gemeint].
  17. BLADE RUNNER: DCP kenne ich wiederum nicht (lief doch nur in Bradford?). Blu-ray Disc war farblich grell überzeichnet, für ein Eastman Color-Negativ atypisch. Die damalige 70mm-Kopie in 1982: grünlich und leicht körnig. Die 35mm-Duplikatkopie (Premiere auf der CinemScope-Berlinale in 1993) war dann farblich gut. Eine weitere Dupkopie wurde auf einer schweizer Fach-Tagung der kommunalen Kinos gezeigt (war hier mal Thread-Thema), auf der ein Kopierwerksbetreiber sprach und Gunter Oe. moderiert und vom Autor von CT für schlecht befunden gegen die anschliessend gezeigte HD-, DCP- oder Blu-ray Dics mit angeblicher Überbrillanz. "Normalerweise" sollte Blu-ray Disc und DCP sehr ähnlich sein. GLADIATOR: die erste Blu-ray hatte wunderbare und filmtypische Farben, jedoch keine optimale Schärfe. Die neueste Version besitzt überragende Schärfe, aber digital verpfuschte Farben. ALIEN: hatte in der Berliner 35mm-Neukopierung 1990 für die neuen Bundesländer noch sehr schöne Farben (Kopie gab ich @Martin), war aber etwas dünn im Dolby-Lichtton. Die digitale Restaurierung ist nun ausgefressen in den Lichtern, aschfahl in den Farben - wie schlechtes HDTV: so bereits auch die 35mm-Kopie dieser Neuversion (Director's Cut), aber diesmal mit Dolby Digitalton. Könnte nochmal reinschauen und präziser vergleichen, aber eigentlich reicht das schon. Mag der Regisseur doch seine Werke neu kopieren wie er will, aber verstehen muss man das nicht unbedingt ... und solange die alten Versionen noch greifbar sind, braucht das auch keiner verstehen. ODYSSEE IM WELTRAUM digital könnte auch leicht in die Richtung gehen, vgl. die Blu-ray Edition. DOCTOR ZHIVAGO und BRIDGE ON THE RIVER KWAI sind auf Blu-ray Disc klasse geworden. Beide leider nicht auf Filmkopie oder Blow up zu erwarten, sehr schade. :-| Nachdem diverse Film bei der Premiere in DCI-Version oder selbst IMAX-Version enttäuschen oder versagen (AVATAR; THE DARK KNIGHT; INCEPTION) und die perfektionierte Blu-ray Disc dann die eigentliche Premiere zu sein scheint, werden die Erst- und Kinoaufführungen immer mehr diskreditiert. -- Bei TAXI DRIVER sollen die Arbeiten erst vor wenigen Tagen durch Kameramann Michael Chapman und Regisseur Martin Scorsese beendet worden sein. Vielleicht sieht man dann ein paar Monate später auf Blu ray Disc eine weitere Version, die sich von der Berlinale-Vorführung unterscheidet. Klanglich könnte es grossartig werden, wo die damals nicht verwendeten Stereo-Master jetzt ausgegraben wurden. Die Farbe dürfte, aufgrund des frühen ECN II-Negativs (ständige Wechsel beim Entwicklungsprozess), Kompromisse in den Hauttönen aufweisen, die auch in digitalen Versionen durchscheinen.
  18. Kein Schuss, sondern nur das Treffen von Fakten.
  19. Für meinen Teil verfüge ich doch über eine Programmkinosozialisation - was Dir vielleicht etwas weniger am Herzen liegt. Aber das muß jeder selbst für sich entscheiden. Es stösst dann immer wieder auf, wenn jemand, ehemals aus der UIP-Gilde, anderen Konzepte des DCI-Mainstreams nahelegt (Deine Forums-Elogen auf "300" oder "AVATAR") oder einseitige Informationen streut. Das Kino nach 2015 wird freier und demokratischer sein und mit besitzstandsideologischem Feudalhabitus wenig zu tun haben. Wir erleben jene freien Formen schon jetzt in dieser Stadt, man ist nach anfänglichem Video- und HD-Repertoire nun auch mit 35mm-Nachrüstungen gesegnet. Das sind Zukunftspartner. Nicht ganz so sympathisch ist mir die sog. Südkurve, die m.E. für einwandfreie DCI-Wiedergabe ein Paradoxon darstellt. (Schmetterlingsbilder auf gebogener Bildwand sind auch nicht sehr DCI-konform). Gerade in Deinem Falle hätte ich mir eine Verlängerung des 35mm-Betriebs als technisch vorteilhafter vorstellen können, für die zumindest ausreichend Leuchtmittel und ggf. auch Kompensationsobjektive verfügbar sind. Das hätte nach meinem Eindruck besser ausgesehen. Aber sofern man das DCI-Equipment gesponsort bekommt ... nun, dann steht man dem Anbieter auch rhetorisch nahe. Am Rande: (Akkusativ lieber verwenden: "kostet Dich" - nicht "Dir") http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,309400,00.html
  20. Du verstehst nicht die Eigengesetzlichkeiten der Produktionslandschaft, der Independent-Produzenten und Verleiher. Frage einfach Deine Kollegen aus dem Programmkinosegment, sie werden es Dir gerne erklären. Es ziemt sich also nicht, trotz besseren Wissens die Zielvorgaben dieser Förderung, die von der AG-Kino in völlig anderem Sinne als von Dir propagiert vorangetrieben wurden, zu ignorieren. Und plötzlich umzuinterpretieren. Unrichtig auch weitere Infos aus Deiner Feder, wonach es CASABLANCA und ZHIVAGO nur als DCI-DCP geben solle. Diese Titel sind auch in allen anderen Formaten verfügbar und bestellbar. Seit Jahrzehnten und auch 2011: Casablanca Casablanca Drama USA 1942 s/w 104 Minuten OmU DF 16mm 35mm FSK: ab 6 Doktor Schiwago Doctor Zhivago Drama USA 1965 Farbe 200 Minuten OmU DF 35mm FSK: ab 12 Gezielte Desinformationen zu verbreiten, um andere Kollegen zur Umrüstung zu überreden, halte ich für bedenklich.
  21. Trifft so nicht zu: vgl. Expanded Cinema und Expos seit Jahrzehnten. Es wird eine der ersten grösseren karlsruher Veranstaltung dieser Art sein, das ist soweit auch erfreulich für diese Stadt.
  22. "Variety" habe ich noch nie per Link gelesen, gehöre zu den althergebrachten Bibliothekswürmern... Berichtigung gern angenommen, waren somit veraltete Zahlen von Nov./Dez. 2010. Pardon. Die auch jetzt noch unwidersprochen herumgeistern: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/329559/329560.php Deine 2. Zeile, die die Zahlen interpretiert, habe ich allerdings nicht verstanden. Im FFA-Bericht steht noch ergänzend: Sehr erfreulich verlief dagegen die Entwicklung im Home-Entertainmentmarkt, dessen aktuelle Ergebnisse aus 2010 erneut gestiegen sind. Dabei hiess es, Kino habe eine technologische Führerschaft "zurückgewonnen". [?] [Die hatte es m.E. die ganze Zeit. Auch mit 35mm ohne 3D, seriöse Film angehend]. Die Gründe für die Rückgänge in 2010 sehe ich weder aber in den FFA-Verlautbarungen ernsthaft aufgefächert, noch in dieser Rubrik. Letztlich erscheint auch der FFA-Bericht interessegeleitet und geschönt: man würde schliesslich nicht Strategien wagen auf einmal in Frage zu stellen, die auf evtl. weniger fruchtbaren Fördermassnahmen fußten und auf falsche Maßnahmen zielen.
  23. Manche schaufeln Kohle (die geborenen Heizer), andere denken daran, dass die Zukunft Herausforderungen birgt, für die in 2010 kaum Lösungsansätze geschaffen wurden. Korrekt. Aber viele hier wissen gar nicht mehr, wie ein einwandreies, brillantes Kinobild aussehen kann. Sie folgen dann lieber den PR-Legenden von 2010
  24. Richtig Brillo, "wir sind doch alle aus Dreck gemacht"...
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