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cinerama

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  1. In einigen Interpositiven scheint dieser Fehler nicht vorhanden/bemerkbar zu sein. Davon gibt es auch Abtastungen. Das herauszusuchen dauert wieder Tage, weil man dann zu Leuten gehen muß, die alle Video-Versionen herumzuliegen haben. Und das Aufrollen der (eingeeisten) 70mm-Kopie ist mir zu aufwendig: daher im Anhang zwei Screen-Shots, die zeitlich in die Nähe der besagten Einstellungen reichen. Eine weitere defekte Stelle war dort zu finden, wo der etwa 60-Jährige Bowman durch die Tür schreitet. Die grandiose Einstellung, die Sam oben zitiert, ist ja mit der Fairchild-Optik aufgenommen und einwandrei in allen Fassungen. Die neue 70mm-Version ab 2000 basiert auf in zahlreichen Aspekten fehlerhafter Kopierwerksarbeit. Der mäßige Bildstand ist rückführbar auf nicht korrekt justierte B&H-Durchlaufprinter - was bereits "Lawrence of Arabia" 1988 im Endergebnis schmälerte. Da nicht nur einmal, sondern auf dem gleichen Gerät mehrmals umkopiert wurde (OCN -> I.P. -> Interngative) verstärken sich die Fehler. Zu sehen war auch ein gelegentliches Ruckeln am Szenenwechsel: normalerweise ein Folge des Laschenklebens in einem OCN). Daß es Dupkopien sind, zeigen die im Abstand von 16 Bildfeldern kontinuierlich fortlaufenden Randnummern. Erkennbar auch beim Szenenwechsel auf der rechten, schichtseitigen Lage. Obwohl Turner Ende der 80er Jahre neue 70mm-Kopien von BEN HUR und 2001 propagierte (damals in der 70mm Association nachzulesen), könnte das 65mm-I.P. von "2001" noch aus den 1960er Jahren sein. Schließbar aus dem Bildeindruck: rußig in den Schatten, wobei in der Neukopierung von 2000 ein Kippen der Grautöne in den Grün-Blau-Stich konstatierbar war. Es fallen bereits in der ersten Weltraumsequenz die Kontraste durcheinander, auffallend in den Schatten der ehemals weissen (!) Raumkapseln. Darin zeigt sich auch eine Nichtkorrigierbarkeit der Farbneutralität der Erdkugel zu den vorbeifliegenden Raumschiffen hinsichtlich Kontrastumfang, Farbstich und in der Farbbalance. Das ereignet sich immer wieder dann, wenn unsachgemäß von einem älteren Interpositiv auf neueres Intermediate-Material umkopiert wird. Ursächlich hierfür: Divergenzen der Farbstoffe älterer Interpositive zu den Printmaterialien ab den 1980er Jahren. Folglich viele Abweichungen in den Grauflächen, die durch die Wiederverwendung mangelhafter Print-Zwischenschritte mit dem vorhandenen oder benützen Material nicht korrigiert werden (konnten), Bei Kopierung vom OCN auf einen neueren Intermediate-Stock sind solche Fehler vermeidbar. Sollte das Negativ gealtert sein, hätte man auch "dünne" Szenen, wie etwas die Afrika-Episode, dunkler kopieren müssen. In einer zu hellen Projektion, etwa in einem charlottenburger Kino um 2005 im Anschluss an die IFB-Kubrick-Reihe, flimmerte die Szene bereits. Im 'Berlinale Palast' 2001 wurde eine noch schlechtere Kopie gezeigt: hier fallen farblich schon die Affenfelle durcheinander und alles sah aus wie eine schwer verwackelte Nullkopie. Ebendort, obwohl die Bildbühne des FP-75 -E die Planlage des Films stabil hält, wunderte mich ein gelegentliches Bild- und Schärfepumpen bei der Star-Gate-Sequenz, die 1968 schon teilweise auf Intermediate-Material hergestellt wurde und durch abweichende Schrumpfung im OCN ein anderes Kopierverhalten entwickelt haben könnte. Auf den IFB 2009 lief erneut eine gelb-grünstichige Kopie, viel zu hell und zu steil im Kontrast (vergleichbar mit der ersten Kopie der PLAY TIME-Restaurierung), ein weiteres Mal, garniert mit einer durchgänigen Tonstörungen. Niemand hatte offenbar die Möglichkeit, die Kopie vorher zu testen. Die folgende Kopie (Delphi-Palast, DFM?) besaß einen etwas besseren Szenenausgleich, tendierte aber zum Bläulichen und ebenfalls Rußigen, jedoch war der Ton intakt. Der bei den Strauss-Walzern infolge der Entrauschung und beim Orgelton, aber auch beim hohen Pfeifton weitere Änderungen im Klangbild nach sich zog. Die DVD von Mitte/Ende der 1990er Jahre enthält ebenfalls die beschriebenen schadhaften Stellen in der letzten Rolle. Die DVD von 2001 (Kubrick Collection, DeLuxe Version) aber o9ffenbart sie nicht: also ein anderes, repariertes oder neues Interpositiv, das für die 70mm-Internegativ-Herstellung von 2000 also nicht mehr herangezogen werden konnte. Leider fällt die DVD-Version von 2001 lichtbestimmerisch auseinander, erneut in den Affenkostümen sofort erkennbar und an fehlerhafter Randausleuchtung. Aber die schadhaften Stellen konnte man darin nicht finden. Vielleicht ist ja die preston-Kopie, die von 1968 sein soll, bereits die Hundertste oder doch eine WA-Kopie der 1970er Jahre. Angeblich hat diese Kopie immer nur in diesem Kino gestanden (und sollte mechanisch entsprechend tadellos sein), aber das habe ich nur nebenher mal gelesen. Kann sich auch um einen Marketing-Gag handeln. @Sam könnte ja mal die Warner-Library anschreiben, direkt das Salzstock-Department, falls überhaupt jemand dazu eine ehrliche Aussage machen sollte? Die Berlinale schrieb ja im Februar 2001, der Film sei digital restauriert.
  2. Dem user @brillo noch viel zu erklären, dem Repertoirevorführungen in nicht-digitaler Form ein so großer Gräusel sind, wie er jahrelang hier vortrug, ob das lohnt? Er möchte Details wissen, fragt aber nicht sachlich, sondern delektiert sich am Streit. (6 Jahre gegen meine Forums-Wenigkeit gerichtet.) Wer ein paar Extras wissen möchte, dem antworte ich gern per PN. Die Ausführungen von user @brillo entsprechen nicht den Tatsachen. (Er verwechselst zudem Audio- und Videobänder mit ihren anderen Trägern, auf deren +12-Grad-Lagerung ich doch ausdrücklich hinwies, mit der Filmkopienlagerung. Alle Pros und Cons wurden aber im Thread deutlich gemacht - er hat sie neuerlich verwässert. -- Als angereister Gast verdienst Du detailliertere Antworten. Ich versuche einige Erläuterungen (aus meiner Sicht): Alle Plätze dieses Kinos habe ich nicht probiert, aber es gab zwei relevante Umbauten seit 1948, darunter eine Saalverlängerung und späterer der Einbau von CinemaScope. Andererseits hatte ich in dem IFB-Kino CS 8 am Potsdamer Platz, wo Du bei den Plätzen Glück hattest, leider mehrmals extreme Seitenplätze im vorderen Drittel erwischt: bei Schrägsicht auf nahezu grade Bildwand. Womit ich gar nicht klar kam, obwohl dort einige erwähnenswerte gute Aspekte zu beobachten waren. Der Zusammenbruch des dortigen Projektors kündigte sich m.E. schon mehrere Tage im Voraus durch schwere Bildstandsschwankungen an. Bei der FLYING CLIPPER-Premiere (mit geladenen Gästen inkl. der Produzenten-Gattin) begann die Vorstellung um 1 Std. verspätet und wurde einzelakteweise bis ca. 3.00 Uhr vorgeführt. Mich störte das nicht, weil ich an dem Abend gar nicht geniessen wollte (man kannte den Film bereits), sondern über die Neukopierung und neue Tonfassung in Ruhe nachdenken und mit dem Nachbarn sprechen wollte: weshalb die Pausen passten. Von der Presse allerdings etwas lüstern ausgeschlachtet. Die Überbelend-Vorführungen mit starker Verwacklung auf 1 Projektor, vom Projektionisten ansonsten penibel gehandhabt, irritierten mich weitaus stärker. Zur Auf- oder Untersicht des Betrachters: das ist Geschmackssache. Allerdings, wie mir auch die Produzenten-Gattin vom FLYING CLIPPER eher emotionslos kundtat, die schon 1965 erste Hausherrin des berliner 'ROYAL PALAST'- und 'CITY'-Kinos war, wird heute ein stadium-seating bevorzugt. Ihr Super-Cinerama- (ROYAL) und Todd-AO-(CITY)-Saal aber - letzterer optimal für Todd-AO und mit Silberbildwand ausgestattet - bestärkten in ihrer Bauart eindeutig das "Aufblicken" zur Bildwand. Was schon 1965 einige Zeitzeugen nicht schätzten, m.E. jedoch erhebend wirkt und den Respekt vor dem Schirmbild steigert (konform zu Godard, der dies als cinephil erachtete und die andere Betrachtung als "fernsehtypisch" abcancelte). Und sich auch sonst wunderbar anhört: "Die Frau blickt zu Manne auf" [oder gerne auch umgekehrt]. Also ein "Anbetungsverhältnis". Auch der Betrachtungswinkel im anderen IFB-Kino während der 70mm-Berlinale-Durchläufe, 'International', ist leicht aufwärts gerichtet. (Gerade aus dem Planetarium Insulaner kommend - Full Dome-Projektion -, ist dort eine extreme Aufsicht zu berichten, die geradezu begeisternd ist. Die besten Betrachtungswinkel hatte der berliner 'ROYAL PALAST', was aber 1965 und auch heute noch und in diesem Forum stark umstritten ist. -- Das ungeduldige Kind bei der Musical-Vorstellung kann man verstehen. Bis zum 25. Lebensjahr war auch ich kein Fan dieses Films. Aber die Geschmäcker wandeln sich, ein Glück.
  3. Ich glaube, Du solltest betreffs Deiner fanatischen Verdikte menschliche Hilfe annehmen - das geht schon Jahre so in diesem Forum. Selbst gehörst Du ja nicht zu den Aktiven und Fachkundigen, ausgenommen im Provozieren. [sog. "Troll"-Phänomen: insofern der Provokateur durch geschickte, sich sachlich gebende Fragen einen Eklat produzieren möchte.] -- Wir hatten bei unseren Vorstellungen die für Matinee-Zeiten nahezu besten Besucherzahlen der letzten 40 Jahre beim Repertoire. Ausgenommen bei Abend-Vorstellungen auf grösseren Festivals konnte das nicht überboten werden. Darunter wurden einige der eurpaweit oder weltweit photographisch besterhaltenen Filmkopien aufgeführt. Sollten wir künftig nur rotstichiges Material zeigen ("artgerechte" Kopierung der 1960er Jahre), Blu ray Discs oder am besten überhaupt nichts mehr? Einige Gäste haben sich unter Tränen bedankt. Aufgrund unterschiedlicher Zuschauerwünsche wurde wie in vielen Kinos der Ton geregelt. Nichts Skandalöses und auch in anderen DCI-, 35mm- und 70mm-Kinos anzutreffen. Das Kinopersonal ist auch Servicepersonal und hat Wünsche von Gästen zu prüfen. Das hat mir "artgerecht"oder "nicht "artgerecht" gar nichts zu tun. Einigen gefiel die Krümmung nicht, den anderen ist sie nicht stark genug ... In den Philips- und Bauer-Unterlagen ist sie distanz- und brenntweitenabhängig beschrieben und bei Super-Cinerama-Bildwänden dem "artgerechten" Todd-AO-Standard der 50er Jahre zuwiderlaufend und massiv verzerrend: erst recht "ungeeignet" für Ultra Panavision 70-Filme, für die gekrümmte Bildwände seinerzeit ausgebaut und zugunsten flacherer ersetzt wurden. Im 'astor' entspräche die Krümmung den "klassischen" Todd-AO-Angaben weit eher, muß aber nicht jedem gefallen. Einigen Internet-Usern gefallen auch gar keine Kinos - sie sind happy mit PC und DVD. Und natürlich gibt es Neider, die wünschten, es wäre mit allem Schluß. Den Bildeindruck angehend saß kaum jemand so oft am Saal-Rand wie ich. Und mich störte er nicht. Anbei ein Leinwandshot von einem der Aussenplätze, wo mir nichts auffiel. Zur Film-Lagerungsfrage die "Quellen": http://www.bundesarchiv.de/fachinformationen/00941/index.html.de Nun zieh' Deinen Hut - oder besser noch, zieh' die Konsequenzen und stelle selber mal was auf die Beine! Vermutlich scheint es da einen Knick gegeben zu haben, so Du hier im www die Inquisition spielen mußt. Sorry, aber das mußte mal sein. ;-)
  4. M.E. keine eindeutigen Empfehlungen möglich - das zeigte der Verlauf der Diskussion und der Sachstand unterschiedlicher Materialien. Da gibt es laut Wikipedia Library of Congress-Empfehlungen, die für Audiobänder moderate Plusgerade empfehlen: The Library of Congress [3] recommends that any tapes needing preservation for a minimum of 10 years should be stored between 65-70 degrees Fahrenheit at 45-50% relative humidity (RH). Large fluctuations in either of these factors should be avoided at all costs. If the tapes need permanent preservation, they should be stored at 46-50 degrees Fahrenheit at 20-30% relative humidity. In the case of magnetic tapes, contrary to traditional preservation storage rules for books and photographic film, colder is certainly not better. If the collections are stored below 46 degrees F, the tape lubricant can separate from the base, ruining the recording. The most important thing is to keep conditions consistent once desirable conditions are achieved. Aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Preservation_of_magnetic_audiotape Die LoC sammelt aber keine 70mm-Filme. Wer von Anfang an (seit 1956) seine Triacetat-Magnetton-Filmkopie dauerhaft bei +4° und 35 r.L.F. lagerte und auch vorführte (obwohl auch das Projektionslicht davon abweicht), würde vermutlich lange Zeit damit leben können, aber den Rotstich nicht verhindern könnten. Angenommen, die Kopie wechselte häufig den Standort und wurde foglich umklimatisiert, trägt das Triacetat-Material zudem den Keim des Vinegar-Syndromes in sich. Jedes Triacetat-Material zerstört sich früher oder später von selbst. Besonders stark und autokatalytisch bei den Magnetton-Kopien. Man könnte aber eine gut erhaltene 90er-Jahre-Kopie (mit nicht- oder gering-fadendem LPP-Material) von BARAKA von der Gefrierkammer fernhalten und sie bei +4° und 25% r.L.F. lagern. Was dann bei Transport und Abspiel wieder umtemperiert würde. Aber selbst auf diese moderate Weise lagert leider kein Privatier, kein Sammler, kein Kinobetreiber und kein Verleiher: also niemand. Wenn dann am Beispiel BARAKA vielleicht 2020 erste Anzeichen von Vinegar-syndrome auftauchen, könnte man sofort einfrieren. Aber auch diese Frostlagerung stoppt das Vinegar-syndrome nicht, sondern verlangsamt es lediglich. Warum also nicht Filme, die sowieso nur alle zehn oder zwanzig Monate mal laufen, sofort einfrieren? (Ich hatte eine Möglichkeit zunächst bei +5° einzulagern. Nach kurzer Zeit, gegen die Konventionen, wechselte ich in die Frostlagerung bei -6° und 30% r.L.F. Sollten sich Symptome der Magnettonschädigung ergeben, wechsle ich zurück. Möglicherweise war das einer der ersten Versuche in Europa, Triacetat-Magnettonfilm in die Frostlagerung zu geben.) 1997 lag vor mir eine essigzersetzte, verklebte, verkrümmte und nur noch 67 mm breite Filmkopie von MY FAIR LADY, auf der fast nur Blankfilm noch erkennbar war. Die nach hiesigen Empfehlungen nur "ausgelüftet" zu werden braucht und auch im Freien verblieb, aber dadurch nicht besser, sondern schlechter wurde. Der Bestimmungsort für sie war die Sondermüllensorgung. Besonders kluge Ratgeber, die meinten, man sollte und hätte doch noch den Magnetton überspielen können, haben m.E. keine Vorstellung vom Grad der Verkrümmung, Verklebung und von der mechanischem Mikik eines Tongerätes für solche Material. Dass man in 20 Jahren mal im Schneckentempo an einem quasi "mit-wabernden" Magnetkopf mit Differentialantrieb das Material hätte vorbeiführen und mit varrierendem Tempo umspielen können, wäre wohl die nächste Empfehlung. Material übrigens, das aber in der Zwischenzeit anderes Material infiziert hätte und einer Sonderlagerung bedurft hätte - mit entsprechenden Kosten. Dieser Tatsache stehen nun einige Vermutungen gegenüber, der Magnetton "könnte" bei Frostlagerung (oder zu häufigem Auftauen und Wiedereinfrieren) Schaden nehmen. Diesen Schaden konnte ich noch nicht konstatieren, weshalb die Frostlagerung für mich ideal ist. Andere Archive lagern bei +4/+5° und 25% r.L.F., haben aber in früheren Jahren massenhaft Material beim geringsten Anzeichen des Syndromes entsorgt. Daß auch sich auch unter diesen Bedingungen heftig weiter zersetzte. Zumal bereits jeder Triacetat-Material den Keim in sich trägt und von daher schon im Kopierwerk hätte "entsorgt" werden müssen. Auch das Color-Fading der Materialien vor 1982 konnte bei +4/+5° nicht "gestoppt" werden. Viel interessanter und innovativer wäre also: Neukopierung auf Polyesterfilm mit Magnettonbespurung und Einlagerung bei + 12° und 20% r-L.F. Fazit: wie Stefan2 anführte, ist das Prinzip der ComMag-Kopie beim Tirazetat-kein Verfahren, das sich für die Langzeitlagerung eignet. Das Einfrieren ist der einzige Weg, um in 30 Jahren interessierten Forschern noch beweisen zu können, dass auf breitem Filmmaterial der 60er JAhre tatsächlich Kinovorführungen durchgeführt wurden und sogar funktionierten. Daraus zu schließen, man sollte die Rollen in den eigenen Privat-Räumen so belassen, wie sie temperiert sind, klingt mir mehr nach Ausrede für eigene Passivität. Man sammelt ja nicht nur irgendwelche austauschbaren Medienträger, die, weil minderwertig, als Format verbannt gehören, sondern immer auch ein Anschauungsstück mit Inhalt und Kunstvermittlung als Zeugnis seiner Zeit.
  5. Man könnte das Sammelgebiet durchaus auf nicht-nationale Kinematographien erweitern, wenn diese Länder selber nicht imstande hierzu sind. Das wäre eine Art Patronat vorübergehender Dauer. Definitiv gehören keine von Fernsehanstalten produzierten und ausschließlich über den Äther vertriebenen Industrieprodukte in kinematographische Archive, da dies Aufgabe der Sendeanstalten ist. Es ist anzunehmen, dass diese über ausreichende Raumkapazitäten hierfür verfügen. Dies schmälert nicht generell den Kunstcharaktern derer Produkte. Das gering-entwickelte öffentliche Bewußtsein über Grundlagen der Kinematographie und der zu ihren Höchstformen gehörenden "Artefakte", wie es so schön heißt, trugen leider zur Ausblendung und Degradierung der Filmarchive bei. Deren Produkte, anders als in der elektronischen Consumer-Welt, werden in ersten Linie recht exklusiv an die exklusiv über kinematographische Produktionsmittel verfügenden Theaterstätten weitegreicht (mit ihrer bekannten Geheimniskrämerei) und treten nur selten in Kontakt zur Bevölkerung. Trotz des hohen Wertes ist vorgezeichnet, dass gerade dieser Fundus am ehestes ins Kreuzfeuer geraten wird und dessen Erhalt und Nutzung an der "aktuellen Bedürfnislage" bemessen wird. In diesem Connex hat eine arteigene, historisch verbürgte und für höchstwertige theatrale Zwecke entwickelte Kinematographie dann keine Existenzberechtigung mehr. Allenfalls werden noch Negative gesammelt: der Rest kippt ins Nirvana. Darin sind gerade die Berliner Institutionen am Potsdamer Platz federführend, "ihr" Erbe online zu vertreiben bzw. Filminhalte und komplette Spielfilme im HDTV-Verfahren "benutzbar" zu machen. Das gilt diesen Kino- und Technik-Laien als Kulturrettung und didaktisches Gebot. Hinzu kommt, dass in der dt. Hauptstadt, gerade in den führenden Institutionen, die Vorführbedingungen sehr marode sind: der Nutzen selbst der hochwertigsten Filmkopie oder noch vorhandener herausragender Projektionstechnik, die in Regalen verstaubt, wird nicht als Nutzen, sondern Altlast und Sonderaufwand taxiert. Da aufmerksame Ressortleiter, etwa der sog. Deutschen Kinemathek, dieses Umfeld erkannt haben und aus Gründen des Konsenses gegenüber jenen Kleinlichkeiten kapituliert haben, ist der Wille nun um so stärker, zu digitalisieren und die prosperierenden Service-Dienste entsprechender Firmen mit unverhohlener Schleichwerbung salonfähig zu machen. Von der Resignation zum Zynismus ist der Weg nicht weit. Der heutige Leiter des Filmarchivs der Deuschen Kinemathek, der als Filmrestaurateur gilt, hatte zwar Studiengänge an der berliner FHTW aufgebaut. Schaut man sich allerdings deren Diplomarbeiten an, sprachlich und systematisch professionell gewandet, erscheinen die Ergebnisse wie die Zusammenfassung von zwei Tagen "Kopierwerkslehre", bereichert um die Frage, wie man die verrotteten Filme nun mit einer Software (Diamond-Software in Übernahme der firmellen Betätigungen des Ressortleiters während einer "Metropolis"-Restaurierung) um Schrämmchen, Bildstandsschwankungen, unstimmitge Kontraste und rauschenden Ton "befreit". Unwarscheinlich original, ist anzumerken - zutiefst kinematographisch, aufrichtig dem Kino zugeneigt, hoch-kompetent in Aspekten der Farb- und Lichtbestimmung, extrem beschlagen in der Formatkunde, ungewöhnlich motiviert, damit die Kinos zu beglücken. Mit anderen Worten: aus filmhistorischer und konservatorischer Sicht handelt es sich um teils sinnlose, steuergeldverschwendende und an archivarischeren Notwendigkeiten vorbeigehende Curricula. Es versteht sich von selbst, daß entsprechend erfahrende Filmfachleute, durchaus noch unter uns weilend und gewillt, authentische Restaurierungen zu leisten, von solchen Mediatheken und Kinematheken gemieden werden wie alte Pestilenz. Es könnte sich nämlich erweisen, daß sie über umfangreichere Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen als die heute mit Orden der UNESCO prämierten METROPOLIS 2.0-Restaurateure und "Archivleiter" jener Häuser, die sich schon seit Jahren und Jahrzehnten nicht mehr die Hände mit Film schmutzig gemacht haben.
  6. Heute feiert das Museum of Moving Images seine Wiedereröffnung in neuem Domizil. Ausgestattet mit allen genormten Kinoformaten, wird der Eröffnungs-Samstag mit 70mm-Kopien von PLAY TIME und 2001: A SPACE ODYSSEY bestritten. Quelle: http://www.movingimage.us/visit/calendar/2011/01/15/detail/play-time Quelle: http://www.movingimage.us/visit/calendar/2011/01/15/detail/2001-a-space-odyssey Es handelt sich um die bekannten Umkopierungen/Restaurierungen, wobei die ODYSSEE als neue Kopie eingesetzt wird - über die schon hier hitzig diskutiert wurde: http://www.filmvorfuehrer.de/topic/9509-2001-a-space-odyssey-20/ Ein Unternehmen in den USA, das wohl einzigartig werden könnte und Vorbild für Berlin sein sollte: http://www.movingimage.us/support/support/ .
  7. Dann sollte man auch nicht zu viel Werbung machen, wenn am Ende nur ein " DTS Special Venue Layout" übrig bleibt, über dessen Möglichkeit man sich zur Premierenzeit des Films nur amüsiert hätte. Immerhin gibt es Interpositive - und in einigen Abtastungen von diesen ist der bekannte Mangel nicht zu konstatieren. Äusserungen wie "Warner hat sich schon geäußert", "leider nein" und andere Hofbericht-Glossen werden den maladen Zustand dieses Films wenig bessern helfen.
  8. Vom Album 70mm- und Panorama-Shows in Berlin

    Die westberliner Premiere fand am 13.9.1962 in 35mm statt: im 'Cinema Paris' am Kurfürstendamm. Es handelte sich nach Aussagen unserer Forumskollegen um eine Technicolor-Kopie mit 4-Kanal-Magnetton- Später gab es in Berlin auch 70mm-Einsätze im 'Capitol' am Lehniner Platz und im 'Sportpalast'. Ab Mitte der 1960er Jahre feiert der berühmte Film auch Triumpfe in den rund 30 ostdeutschen 70mm-Filmtheatern, unter anderem im 'Kino International' an der Karl-Marx-Allee 33 in Berlin, dort ab dem 25.5.1975 [wir suchen hierzu noch Dokumente und Anmerkungen von Zeitzeugen - melden Sie sich bitte!] -- 'Kinomuseum Berlin e.V.' leitete die diesjährige Reihe vieler Jubiläumsvorführungen der WEST SIDE STORY in der ASTOR FILMLOUNGE am 9.1.2011 mit einer triumphal farbwertigen und hochauflösenden 70mm-Kopie ein - lichtbestimmmt und im Kopierwerksprozess 1992 überwacht von Regisseur Robert Wise persönlich. Der Breitfilm wurde kopiert direkt vom 65mm-Kamera-Negativ. Das gewährleistete, in exklusiver Roadshow-Güte ohne die bildtrübenden Zwischenschritte über heute übliche Duplikatkopierungen ("Internegative") zu einem traumhaften Ergebnis zu gelangen. Der stabile Farb- Ton-Zustand des Films ist einer fachgerechten und klimatisierten Lagerung zu verdanken, die nicht immer selbstverständlich in der Geschichte des Repertoire-Films war.

    © (c) Kinomuseum Berlin e.V.

  9. Vom Album 70mm- und Panorama-Shows in Berlin

    Die westberliner Premiere fand am 13.9.1962 in 35mm statt: im 'Cinema Paris' am Kurfürstendamm. Es handelte sich nach Aussagen unserer Forumskollegen um eine Technicolor-Kopie mit 4-Kanal-Magnetton- Später gab es in Berlin auch 70mm-Einsätze im 'Capitol' am Lehniner Platz und im 'Sportpalast'. Ab Mitte der 1960er Jahre feiert der berühmte Film auch Triumpfe in den rund 30 ostdeutschen 70mm-Filmtheatern, unter anderem im 'Kino International' an der Karl-Marx-Allee 33 in Berlin, dort ab dem 25.5.1975 [wir suchen hierzu noch Dokumente und Anmerkungen von Zeitzeugen - melden Sie sich bitte!] -- 'Kinomuseum Berlin e.V.' leitete die diesjährige Reihe vieler Jubiläumsvorführungen der WEST SIDE STORY in der ASTOR FILMLOUNGE am 9.1.2011 mit einer triumphal farbwertigen und hochauflösenden 70mm-Kopie ein - lichtbestimmmt und im Kopierwerksprozess 1992 überwacht von Regisseur Robert Wise persönlich. Der Breitfilm wurde kopiert direkt vom 65mm-Kamera-Negativ. Das gewährleistete, in exklusiver Roadshow-Güte ohne die bildtrübenden Zwischenschritte über heute übliche Duplikatkopierungen ("Internegative") zu einem traumhaften Ergebnis zu gelangen. Der stabile Farb- Ton-Zustand des Films ist einer fachgerechten und klimatisierten Lagerung zu verdanken, die nicht immer selbstverständlich in der Geschichte des Repertoire-Films war.

    © (c) United Artists, Kinomuseum Berlin e.V.

  10. Vom Album 70mm- und Panorama-Shows in Berlin

    Die westberliner Premiere fand am 13.9.1962 in 35mm statt: im 'Cinema Paris' am Kurfürstendamm. Es handelte sich nach Aussagen unserer Forumskollegen um eine Technicolor-Kopie mit 4-Kanal-Magnetton- Später gab es in Berlin auch 70mm-Einsätze im 'Capitol' am Lehniner Platz und im 'Sportpalast'. Ab Mitte der 1960er Jahre feiert der berühmte Film auch Triumpfe in den rund 30 ostdeutschen 70mm-Filmtheatern, unter anderem im 'Kino International' an der Karl-Marx-Allee 33 in Berlin, dort ab dem 25.5.1975 [wir suchen hierzu noch Dokumente und Anmerkungen von Zeitzeugen - melden Sie sich bitte!] Anbei das Wiederaufführungs-Foto zur Bewerbung der kommenden Sonntagsmatinee, für die es noch Restkarten (evtl. auch noch kurz vor Vorbestellungsbeginn) gibt. -- 'Kinomuseum Berlin e.V.' leitete die diesjährige Reihe vieler Jubiläumsvorführungen der WEST SIDE STORY in der ASTOR FILMLOUNGE am 9.1.2011 mit einer triumphal farbwertigen und hochauflösenden 70mm-Kopie ein - lichtbestimmmt und im Kopierwerksprozess 1992 überwacht von Regisseur Robert Wise persönlich. Der Breitfilm wurde kopiert direkt vom 65mm-Kamera-Negativ. Das gewährleistete, in exklusiver Roadshow-Güte ohne die bildtrübenden Zwischenschritte über heute übliche Duplikatkopierungen ("Internegative") zu einem traumhaften Ergebnis zu gelangen. Der stabile Zustand des Films ist einer fachgerechten und klimatisierten Lagerung zu verdanken, die nicht immer selbstverständlich in der Geschichte des Repertoire-Films war.

    © (c) TIP Berlin, Kinomuseum Berlin e.V.

  11. Vom Album 70mm- und Panorama-Shows in Berlin

    Die westberliner Premiere fand am 13.9.1962 in 35mm statt: im 'Cinema Paris' am Kurfürstendamm. Es handelte sich nach Aussagen unserer Forumskollegen um eine Technicolor-Kopie mit 4-Kanal-Magnetton- Später gab es in Berlin auch 70mm-Einsätze im 'Capitol' am Lehniner Platz und im 'Sportpalast'. Ab Mitte der 1960er Jahre feiert der berühmte Film auch Triumpfe in den rund 30 ostdeutschen 70mm-Filmtheatern, unter anderem im 'Kino International' an der Karl-Marx-Allee 33 in Berlin, dort ab dem 25.5.1975 [wir suchen hierzu noch Dokumente und Anmerkungen von Zeitzeugen - melden Sie sich bitte!] Anbei das Wiederaufführungs-Foto zur Bewerbung der kommenden Sonntagsmatinee, für die es noch Restkarten (evtl. auch noch kurz vor Vorbestellungsbeginn) gibt. -- 'Kinomuseum Berlin e.V.' leitete die diesjährige Reihe vieler Jubiläumsvorführungen der WEST SIDE STORY in der ASTOR FILMLOUNGE am 9.1.2011 mit einer triumphal farbwertigen und hochauflösenden 70mm-Kopie ein - lichtbestimmmt und im Kopierwerksprozess 1992 überwacht von Regisseur Robert Wise persönlich. Der Breitfilm wurde kopiert direkt vom 65mm-Kamera-Negativ. Das gewährleistete, in exklusiver Roadshow-Güte ohne die bildtrübenden Zwischenschritte über heute übliche Duplikatkopierungen ("Internegative") zu einem traumhaften Ergebnis zu gelangen. Der stabile Zustand des Films ist einer fachgerechten und klimatisierten Lagerung zu verdanken, die nicht immer selbstverständlich in der Geschichte des Repertoire-Films war.

    © (c) TIP Berlin, Kinomuseum Berlin e.V.

  12. Das Bundesarchiv z.B. empfiehlt für die Einlagerung bei Farbfilm: –6 °C ± 1 °C und 25 % r. L. ± 1 %. Du greifst diese Standards und die Archive an, ohne etwas aus eigener Erfahrung entgegensetzen zu können. Das ist schon ein wenig irritierend ... Kehren wir aber wieder zurück zu den laufenden Veranstaltungen, und somit zurück zum Thread und seinen Anlass. Der nächste Einsatz ist wiederum eine Kopie, deren Farben sich teiweise erhalten haben, was aber einer Erörterung bedürftig wäre: GOYA.
  13. Das ist bedauerlicherweise ein Irrtum, und man sollte ihn nicht fortschreiben. Um darüber urteilen zu können, bedarf es einiger Archiverfahrung. Auch und gerade mit Frostlagerung. Es gilt: je kälter, desto länger die Lebensdauer bei Triacetat-Film. Schäden an der Magnetspur sind bei Raumtemperaturen von 20 Grad ebenfalls zu befürchten. (In gleichem Maße wie bei Frost, sofern man der englischen Archiv-Empfehlung vertraut). Man könnte dann auf 12 Grad runtergehen, zugunsten der Magnetitpiste auf Triacetat-Unterlage oder eines Videobandes, wodurch aber die Triacetat-Unterlage des Films nachwievor dem Ausbruch des Vinegar-Syndromes preisgegeben ist. Da nützt einem die Magnetitpiste am Ende nichts, wenn der Träger wegbricht. Du lagerst im Moment noch weit oberhalb der von Dir favorisierten Temperierung, bei Zimmertemperaturen oder Raumtemperaturen eines Kinofoyers, nämlich 20 Grad plus. Und das läßt Ansatz und Stoßrichtung Deiner Aussagen seltsam erscheinen. Ein doppelter Widerspruch. Man greift zwar hier im Forum diejenigen Archive an, die es weitgehend richtig machen, verdeckt dabei aber die eigenen Versäumnisse. Diverse 70mm-Festivals hätten heute einen noch stärkeren Zulauf, wenn beizeiten diese Vorsichtsmaßnahmen beachtet worden wären. :smile:
  14. Das "Auslüften" von Kopien ist nur ein Aspekt, den man nicht übersehen sollte, da er den Acid-Level von bspw. 5,4 auf max. 1,7 senken kann und den autokatalytischen Prozess verlangsamt. Eine längere Auslagerung an der Luft ist nicht ratsam, da Ozone oder Nitrogene Dioxide aber auch Carbon-monoxide oder Smog filmschädigend sind. Danach heisst es: nach Auslüftung sofort zurück in die Gefrierkammer. In der Dikussion wird nur leider der Eindruck erweckt, eine Auslüftung genüge und die Kühllagerung richte eher Schaden beim Film an. Das sind beim Magnetfilm Vermutugen, die ich nach 12 Jahren absolut nicht bestätigen kann. Dies ist in einigen Archiv-Expertisen einmal thematisiert, aber nie konkretisiert worden. In dieser Dekade hätte eine nicht-klimatisierte Lagerung grösseren Schaden angerichtet, selbt bei 4 Grad plus für sog. Benutzerexemplare: sowohl im rasant fortschreitenden Farb- und Dichteverlust wie eben auch beim Ausbrechen des Vinegar-sydroms. Hier sollte man bitte die real und kurzfristig einsetzenden Bedrohungen (die dann zwangsläufig auch die Magnetschicht beim Vinegar-syndrome mit in den Tod reißen) einer Langzeitstabilisierung gegenüberstellen, bei der eine Schädigung der Magnettonpiste bisher vermutet, aber nicht nachgewiesen wurde. Angenommen, die Magnetitschichten begännen in 30 Jahren der Lagerung unter tiefsten Temperaturen Schaden zu nehmen, konnte bis dahin zumindest der Dichtegehalt der Bildkopie stabil gehalten werden oder das Vinegar-syndrome verlangsamt bzw. gestoppt werden. Da eine Tonumspielung in unkomprimierten PCM-Formaten, deren Ausgereiftheit @Salvatore DeVita bereits beschrieb, kostengünstiger vonstatten geht als eine 70mm-Neukopierung, ist die Entscheidung für das Einfrieren von Filmen um so eindeutiger und dringend anzuraten, allerdings bei ausreichender Luftfeuchtigkeit. Ich zweifle daran, daß die hier Vortragenden ausreichend Erfahrungen mit unterschiedlichen Lagerungsbedingungen sammeln konnten. Man möchte, darf angenommen werden, entweder aufgrund einer fehlenden Einlagerungs-Option oder aus Furcht vor dem Ungewissen den Weg zur Rettung der Materialien nicht beschreiten, zumal man sie als Gebrauchswert betrachtet. Leider aber zeigen uns auch defekte oder fehlende Negative wie auch IT-Bänder, daß man diese 1. in der Kinopraxis nicht aufführen kann, 2. diese Materialien oftmals eigene Defekte haben, die den Griff zur Altfilmkopie schon wieder lohnen (siehe CAN-CAN u.a.) oder 3. daß diese für eine Neukopierung schon gar nicht mehr herangezogen werden, also bestenfalls abgetastet werden. Mit der Empfehlung, sich an den eigenen Filmen dann eben nur 10 Jahre zu erfeuen, kommt man da nicht weit... :cool:
  15. Dann berichte uns bitte auch, von wem der folgend abgebildete "Hotspot" stammt. (Von demjenigen, der die standardisierte Lagerung von Farbfilmmaterial so heftig bekämpft? Irgendein Kino ist es wohl gewesen. Aber jeder ist ja seines Glückes Schmied... Hier ist man leider auch mit dem Farberhaltungszustand jener Langzeitlagerung konfrontiert.) In Berlin sei die Ausleuchtung generell "suboptimal", liest man hier - aber woanders ist sie plötzlich perfekt? Ich glaube, Du hast jetzt genug Dampf abgelassen...
  16. Wo bleiben Deine Veranstaltungen in den letzten Monaten? Oder spielst Du nur den Stänkerer?
  17. Um so wunderbarer, daß alle Deine Vorführungen in Karlsruhe optimale Bedingungen und Kopien bieten. :unsure:
  18. Analog braucht keinen Zuschlag, muß nicht abbbezahlt werden und ist in über 70% der dt. Filmheater die gewerbliche Grundlage. Habe noch nicht gehört, dass 35mm- und 70mm-Filmpremieren über Satellit, Downloads oder die heimische Festplatte abgehalten werden. Mit digital geht das natürlich, modernerweise braucht man dazu nicht zwingend Kinos. DCI ist ja nur eine kleine Vorstufe der Heimverwertung, die sich nur noch durch Sicherheitscodes von dieser unterscheidet. Effizienter wäre es da, gleich ins Home Cinema zu gehen, und neueste Erhebungen zeigen, daß bereits 2015 eine massive Sättigung der Haushalte mit digitalen 3D-Fernsehern eintritt. Den Zuschlag zahlt man dann nicht einmal mehr für die Brillen, die in jeder Illustrierten angepappt sind. Weshalb Disney, nachdem sie schon die 35mm-3D-Auswertung blockieren, seit langem eine Verwertung auf allen Medien-Plattformen ankündigte: dort, wo die Menschen sind. Wenn Kinos für etwas Zuschläge nehmen und ihre Kundschaft halten möchten, müssen sie sich schon einige andere Events einfallen lassen. Vor allem aber muß die produzierende Filmindustrie hinsichtlich ihres Verhältnisses zu den Filmtheatern Farbe bekennen.
  19. Die Lebensdauer verlängert sich gewaltig: höre bitte auf diejenigen, die damit Erfahrungen haben und trage Sorge auch für Deinen Bestand. Ein Beispiel professioneller Lagerung ist sicherlich das Bundesarchiv. Zeitweise wurde Farbfilm auch bei +5° gelagert und nach umfägnlichen Erfahrungen auch bei den Benutzungsstücken umgestellt [zur Verhinderung des Syndroms und des Schimmelbefalls] Kaum jemand spielt seine 70mm-Kopien wöchentlich, preston: das wären dann Dauermatinees à la ROCKY HORROR PICTURE SHOW in kommerzieller Auswertung - und mit entsprechenden Benutzerstücken. Bei Dir laufen die meisten Titel z.B. nur einmal in einer Dekade und sind somit prädestiniert für eine Langzeitarchivierung. Man sollte nur urteilen, wenn man über Erfahrung verfügt. Das ist ein wenig unklar dargestellt. Diese Art der Vorführung ist ja letzlich unvermeidlich. Nicht erst die Anweisung eines Regisseurs. Wise sagte mir seinerzeit, daß ihn und Saul Chaplin der akustische Nachteil der gedämpften Vorhänge in den Kinos störte: aufgrund technisch-akustischer, nicht aber künstlerischer Erwägungen, entstand der Titelvorspann, dem die Ouvertüre unterlegt ist. Daß daraus ein "filmisches" Kunstwerk wurde, war nicht abzusehen. Allerdings reklamierte Wise einige Entscheidungen später für sich, die ihren Ursprung bei Produktionsmitarbeitern hatten. HELLO DOLLY hat ebenfalls eine passable Kopie - m.E. die einzige der Berlinale. Und war wie die WEST SIDE STORY vom letzten Sonntag gottseidank keine Restaurierung (d.h. Umkopierung) [vom schmälernden dts-Ton einmal abgesehen]. Im Kino, wo die DOLLY lief, ging ja 2009 einer der Projektoren in die Knie und der Bildstand wackelte wie ein erdbeben-erschüttertes Haus. Dann fiel er ganz aus. Die starke Biegung der Bildwand im 'astor' ist natürlich Geschmacksfrage: im CineStar war sie nahezu flach, was Freunden der moderneren Rezeptionsweisen entgegenkommt. Trotzdem war ich in der 'astor'-Matinee bemüht, die Bildwiedergabe wieder der originalen Aspect Ratio von Todd-A0 zu nähern. HELLO DOLLY z.B. war auf DVD etwas beschnitten, was sich minimal in der Projektion fortsetzte:
  20. Das ist nach meiner Wahrnehmung ein Denkfehler. Alles ältere 60er-Jahre-Material ist bereits geschrumpft auf die von Dir genannten Maße! Dort, wo es aus einer Kühlkammer kommt und ebenfalls nur 68,5mm misst, wurde es leider auch frühestens seit den 1980er Jahren eingelagert, weil man sich vorher der archivarischen Bedeutung des 70mm-Films nicht bewußt war. 69,5mm hingegen ist doch ein passables Erfolg. Die Normbreite mißt ohnehin nicht 70mm. Interessant wäre eine Messung bei der Library of Congress, die aber m.W. keinen Breitfilm archiviert und evtl. auch in den 1950er/60er Jahren noch nicht kühlte. Du schreibst selbst: Kaum eine 70mm Kopie (ob gefrostet oder nicht) ist wirklich noch 70mm breit, alle sind mal mehr, mal weniger geschrumpft. Entsprechend fällt auch die Abtastung der Spuren oftmals nur ungenau aus, wenn man nicht Spezial-Magnettonköpfe verwendet. Die älteren Kopien betreffend. Die vielen neueren Titel, darunter WEST SIDE STORY, FAR AND AWAY, SPARTACUS u.a. haben noch ihre 69,95 Breite oder minimal weniger, was ich am letzten Sonntag so genau nicht gemessen habe. Was mich nach mittlerweile 20 oder 25 Jahren auch wundert. Obwohl dieser Kopien relativ oft aufgetaut und wieder eingefroren wurde - was nicht zur täglichen Praxis gehören sollte - das ist bekannt. Das "Faß ohne Boden" ist einem also bewußt. Ich bereue die Entscheidung in keiner Weise. In 30 oder 50 (oder 200?) Jahren lässt sich mit Sicherheit aus diesem Archiv noch eine Filmrolle des 70mm-Formats einlegen und abspielen, um amüsierten Nachfolgenerationen zu erklären, dass dieser Sonderaufwand einst für große Panorama-Bildwände geschaffen wurde und seine Reize hat (Transparentträger). Warum sollte dann der Film nicht mehr spielbar sein? Wenn man Filmverleiher ist und beispielsweise über einen Zeitraum von zehn Jahren jede Woche BARAKA einfrieren und auftauen müsste, würde die Filmschrumpfung wohl zunehmen. Aber ohne Kühlung wird auch diese Magnettonkopie dem Vinegar Syndrome anheimfallen. Da ich in 12 Jahren keine Schrumpfung der eingeforenen Materialien konstatieren konnte, obwohl dies bei ständigem Auftauen und Einfrieren stattfinden dürfte, ist diese Gefahr geringer anzusetzen als die des Vinegar Syndroms. Ein anderer Denkfehler scheint zu sein, zwischen "normalem" (nicht essig-befallenem) und "nicht-normalem" (essig-befallenem Material) bei den Triactet-Filmen unterscheiden zu wollen. So, als würden die normalen Kopien weiterhin normal bleiben. So etwa, wie man sich vor dem Aids-Virus schützt, der dann tatsächlich nicht nachweisbar ist, wonach auch keine Krankheit ausbricht. Leider aber ist jede Triacetat-Kopie früher oder später vom Vinegar Syndrome betroffen, erst recht die Magnettonkopien sowohl älterer als auch neuere Fabrikation, und lässt sich bei 4 Grad plus und noch weniger bei 20 Grad plus oder mehr nicht davor bewahren. Gar nicht zu reden vom rasanten Verlust der Farbstoffe und der Dichte. Man muss eben zwischen Gebrauchswert und Archivwert unterscheiden.
  21. Dem pflichte ich nicht bei. Denn die unter höheren Temperaturen gelagerten Kopie haben sich rascher verändert als die bei 5 Grad minus oder gar 7 Grad Minus veränderten Einlagerungen. Testweise hatte ich auch Vinegar-Syndrom-befallenes Material (Abspann IN 80 TAGEN UM DIE WELT) schon 1999 eingefroren und verschweisst, das jetzt noch spielbar ist. Es hätte sich bei 4 Grad plus und der r.LF von 20% natürlich rascher zersetzt. Bei Zimmertemperaturen wäre das Material längst verklebt, auf 67mm geschrumpft und so verwellt, das keine heutige Technik noch eine Wiedergabe ermöglichen könnte. Und nicht zuletzt bitte beachten: gerade die neuen Magnetit-Emulsionen der letzten 25 Jahre bei 70mm-Kopien befördern das Essig-Syndrom: den Fachartikel suche ich noch heraus. Und @Stefan2 pflichte ich bei in seiner Aussage, der das aufgreift: modernere Materialien, die auf einem "Kunststoffträger" geliefert und aufgeklebt werden, und saure Fe2O3 Kristalle benutzen, die dann auch wieder katalytisch beschleunigende Eigenschaften aufweisen können. Also: gerade das neuere Material, wollte man nur auf den Erhalt der Magnettonwiedergabe abstellen, sollte eingefroren werden wegen, um den pH-Wert zu senken und die Farbstoffe stbail zu halten. Vor allem also wegen noch höherer Essig-Syndrom-Gefahr als bei den 60er Jahre-Materialien, die ebenfalls irgendwann sauer werden und sich verwellen. Die Folge 1 bei fehlender Einfrierung: stark geschrumpftes Material, für das irgendwann extra anzufertigende Magnetköpfe und Zahnrollen angeschafft werden müssen. Folge 2: Verwellung, Verklebung und Zersetzung des gesamten Materials, das auch die Magnetitpisten unbrauchbar macht. Laß Dir das mal in Ruhe durch den Kopf gehen. Und überspiele eben Deine Magnetton-Spuren nach Anraten Deiner Techniker auf unkomprimiertem Digitalträger - oder wie wir es in Angriff nehmen - zusätzlich auf einen Analogträger und friere Deine Materialien sofort ein.
  22. cinerama

    Imax Bremen

    Derzeit die Marktmacht, leider. Nicht aber die Zukunft.
  23. Das ist in dieser Vereinfachung unzutreffend, da sämtliche Magnetton- und Triacetatkopien ohne Kühlung die kommenden Jahre der endgültigen Selbstzerstörung preisgegeben sind. Schau mal auf Deine HOFFA-Rollen und anderes... harte, aber wahre Worte. Auch bildlich autokatalytisch zersetzend, vor allem durch zunehmenden Rosa-Stich und chemisch durch ein Vinegar Syndrome. Da nützt der Glaube an die ewig bleibende Magnetitschicht wenig. Wer anders argumentiert, macht sich hinsichtlich des Endes seiner Materialien Illusionen: zu diesen Personen werde ich nicht gehören. Zu den Fakten: die Welligkeit des Trägers ist bei zu abrupter Umklimatisierung ein vorübergehendes Erscheinungsbild, das sich bei über mehrere Tage erstreckender Akklimatisierung (etwa in den professionellen Archiven durch konstant ansteigende Temperierung, durch Luftwechsel und Fönung, sich auch wieder zurückbildet. Damit haben wir in 12 Jahren des Einfrierens erstklassige Erfahrungen gesammelt, während andere, im Filmtitel und vom Material her gleichnahmige Materialien, gelagert bei Zimmertemperaturen, am Ende sind und dort auch nur für den "Tagesgebrauch" gelagert werden. Farblich am Ende, oftmals mit Vinegar Syndrom behaftet (das definitiv auch bei moderaten Klimabedingungen nicht ausbleibt) und bei entsprechend nicht geschirmter oder waagrechter Lagerung auch die Magnetitpisten schwächend. Auch eine "moderate" Kühlung bei nur 5 Grad plus ist nur ein Kompromiss. -- Die Verwellung war schon immer ein Problem bei Film-Trägern mit Magnetibeschichtung in beiden Versionen, insbesondere bei Fernseh ComMag-Kopien (mit dem bekannten "Dachrinneneffekt"), welche über Jahre zu normalen Raumtemperaturen gelagert wurden und hernach als unspielbar galten. Darunter auch viele Kopien, in 35mm und 16mm, die über aufgeklebte Pisten verfügen, was aber nicht unser Beispiel berührt. Der Prozeß des Einfrierens hält also die Lebensdauer sämtlicher Materialien über sehr lagen Zeiträume exponentiell stabil, in denen sich am Material kaum merkliche oder irreversible Änderungen vollziehen. Gleichzeitig sind jederzeit Sicherungsmaßnahmen geboten: eine Tonumspielung, eine Bild-Duplizierung oder gar eine Neukopierung.
  24. cinerama

    Imax Bremen

    Genau das war die Entwicklung. Es scheint, als wollte man einige "nicht voll ausgelastete Kapazitäten" (oder wie man sonst in der BWL argumentiert) - gemeint sind angeblich zu grosse Häuser wie erst die alten Stummfilmpaläste, später die sog. Cinerama-Kinos und zuletzt die IMAX-Bauten - loswerden. Der aktuelle Kompromiss: ein wenig Grösse darf es schon sein, aber dann bitte integriert in größere Megaplexe mit Mischbetrieb. Oder in Häusern, in denen der Festplattenbetrieb zu Einsparungen verlockt. Hätte es bezeiten 16k Dijektionen gegeben mit ausreichender Helligkeit, wäre evtl. der Baubestand der Riesenhäuser nicht angerührt worden und man hätte auch vom Bau der "Kompromiss"-Grössen wie jetzt abgesehen. Da aber mit maximaler Marktmacht und Drohung der 2k-DLP-Roll-out durchgepeitscht wurde, ist eben auch die IMAX-Gruppe eingeknickt. Eigentlich wäre als eigentliche "Mafia" Texas Instruments anzusehen, die ja die DLP-Chips auf den Markt geboxt haben, um damit die Sparfüche der Studios und die Kinoandschaft umzukrempeln.
  25. "Offizielle Version".... So wie die offizielle Verlautbarung von Warner zur 17-Minuten-"Sensation". -- Mal eine ganz ernsthafte Frage an Herrn Sturges: Was hält er von der "inoffiziellen Version" (die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zur Sichtung freigegeben ist), und warum sollte man sich länger mit der "offiziellen" Version begnügen?
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