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Nicht nachvollziehbar, warum der 3-D-Pixelwerfer zwingend besser als der 3-D-Filmbildwerfer ist. Habe etliche Rollen in TC 3-D gesehen, in Stereo-70, HiFi-Stereo-70 sowie auf Imax 70mm 3-D. Manches sah besser aus. Das sollte Dir doch bekannt sein, oder nicht? Wenn Du so viel Geld hast, kannste Dir ja den obenstehend propagierten Pixelwerfer kaufen. Good Luck und Good Night.
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Es trifft schon zu, daß Verbesserungsbedarf besteht. Nur ein kleiner Einwand - zumal es sich eingebürgert hat, alle Duplikatkopien als unvorteílhaft zu deklarieren: die Herstellung derselben ist eine so hohe Kunst, daß es die Sache wert ist, auch eine Bresche für die Dupkopierung zu schlagen. Schon um 1992, mit Herausbringung eines neuen Intermediate-Stocks, galt es in guten Kopierwerken und Fachzeitschriften als nicht unüblich, die Dupkopien mit Originalkopien gleichzusetzen: sie seien voneinander kaum unterscheidbar. Es wäre also weder nötig, alle 70mm-Kopien vom Kameraoriginal zu ziehen, noch alle Large-Format-Filme zu digitalisieren, wenn das Negativ intakt ist. Für einige tausend Spielstätten weltweit stünden im Large-Negative -> 70mm-Verfahren dann exquisite 70mm-Dupkopien zur Verfügung, sofern der Einsatz älterer Filme wirtschaftlich interessant wäre. Die 4k-Dijektion jedenfalls ist hierfür kein Ersatz, wie auch Äusserungen der BARAKA-Macher zeigen, die bei Vergleichsvorführungen 4k vs. 70mm ihres Films sich enthusiastisch für die letztere Variante (eben das Originalformat) entschieden. Die 70mm-Dupkopie von PATTON fand ich eigentlich recht feinkörnig und im Ansatz auch hinreichend lichtbestimmt, eben so ist MY FAIR LADY von 1993 hinsichtlich der Schärfe und Auflösung angenehm in Erscheinung getreten. Andere Dup-Kopien leider weniger. Da sich aber nicht alle jüngst mit 70mm-Neukopierung Befaßten gern in die Karten schauen lassen, ist die Versuchung groß, zu mutmaßen. Generell kreisen die Lösungsansätze seit Jahrzehnten um die Beherrschung der Lichthöfe. Zum einen gibt es eine Gefahr der "Überstrahlung" beim Diffusionslichthof in Relation zum Spaltbild und zum Schichtaufbau. Andererseits ist auch der Reflexionslichthof nur mit Änderungen (der absorbierenden Zwischenschichten oder der Rückschichten oder der Filmunterlage) beherrschbar, wobei es im Schichtträger zu ungewollten Reflexionen kommen kann mit der Folge von Detailverlusten. Schon Ende 1927 kursierte in der Fachpresse die Mitteilung, Schwarzweiß-Filme zunehmend im Duplikat-Verfahren kopieren zu wollen (sog. "Doppelnegativ"). Weniger zufrieden war aber man mit frühen s/w-Entwicklern: (die ich auch noch körnig und mangelhaft bzgl. der Zwischentönen in Erinnerung habe): der Disput kreist um Hyrdrochinon vs. Borax. Auch damals hiess es: eine Originalkopie sei von der "Dub"-Kopie nicht unterscheidbar. Später gerieten diese Erkenntnisse in Vergessenheit. Heute scannt man am liebsten und behauptet, dies geschähe verlustfrei und weiss dabei mittlerweile nichts mehr über den Look der Premierenzeit. Ich weiss auch nicht, ob es immer notwendig ist, in 8k zu scannen und auf 65mm zurückzubelichten, so lange es eine einwandfreie Kontaktkopie besser und auch authentischer zustande bringt. Schaut man sich dann die HD-DVDs und Blu ray Discs von SPARTACUS an, überfällt einen das nackte Grausen, und man sollte diese digitalisierte Version besser vom Markt nehmen und lieber alte 35mm-Technicolor-Kopien oder rotstichige 70mm-Kopien zeigen (evtl. auch noch die erste Generation der restaurierten 70mm-Version von 1991). Nehmen wir aber an, daß unter Umständen THE SOUND OF MUSIC im O-Negativ Alterungssymptome aufweist (im Gegensatz zu einwandfrei erhaltenen gleichaltrigen Negativen), so macht ein neues 65mm-Interpositiv und zusätzlich ein hochauflösender Scan wiederum Sinn. (Mangels PC-Lautsprecher habe ich den Video-Bericht von S. Belston leider nicht mithören können. I.d.R. sind seine Video-/Silberscheiben-Restaurierungen aber vorzüglich. Super-Fachleute hat er da an der Hand. Andersherum verhält es sich mit der 70mm-Kopierung, für die offenbar zu wenige noch in der 1960er Jahren praktisch erfahrene Mitarbeiter verantwortlich zeichnen, die die alten Verfahrensweisen kennen.)
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Das Universalformat 35mm, um kompatibel für sämtliche heutigen und künftigen Progammangebote zu sein, eben so aber, um auch das Filmgut des 20. Jhds. betreuen zu können. 3-D als Zusatz für die bestimmte Klientel hat auch seine Reize. - In Anbetracht des überwältigenden Drehs auch der US-Blockbuster auf 35mm-Film ist eine analoge Kopierung oder Ausbelichtung auf allerhöchstem Niveau, analog projektionsfähig auf bis über 25 Meter Bildbreite, auch das leistungsfähigste und kostengünstigste Kinoverfahren. Die obige Forderung "alle Säle sofort 4k" geht an den realen Programmangeboten, den Erfordernissen einer Grundversorgung aber auch an den belastenden Kulturkrisen - nicht zuletzt auch an den Publikumsbedürfnissen - leider vorbei. Ein hochgezüchtetes Automationskino ohne Seele und genuinen Content ist nur für die Fernseh- und Servicetechniker eine Labsal, wird aber die Besucherzahlen und Identitätspotentiale in der Bevölkerung m.E. kaum aufwärmen können- :-|
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Man weiss ja nie... Mein Bauchgefühl hält sich von Fulltime-Festivals eher fern - bei dem auch Sponsoring und überregionale Annoncierungen evtl. zum Anschlag kämen. Denn liefe ein stark gedrängtes Festival im ungünstigsten Moment, blieben auch eine Reihe an Besuchern auf der Strecke und der Budenzauber wäre schnell vorüber. Und in einem Hauptstadt-Kulturangebot von 1500 Veranstaltungen bemerkt es keiner, wie jüngst auch die Hitler-Reihe im 'Zeughaus'-Kino, deren "triumphaler" Eröffnungsfilm DER LETZTE AKT nicht mehr Besucher als unsere 70mm-Matinee hatte - obgleich 'tagesschau' u.a. Medien und Sende reichlich darüber berichteten. Eine kontinuierliche Klassikerreihe am Sonntag dagegen pickt sich nach und nach Interessenten auf: auch solche, die sich für Themen interessieren, die uns vielleicht unbekannt sind. Da ist jeder Einzelfilm mit genügend Vorlaufzeit entwicklungsfähig. Und sogar der "Medienträger" (Filmschlange im Schaukasten) prägt plötzlich sich als "Skurrilitat" ein. Der Hauptansatz (aus meiner pers. Sicht) war, älteres Publikum und filmgeschichtlich Interessierte einzuladen - für die seit 1983 in der City-West ("Westberlin", d.h. Charlottenburg/Wilmersdorf) allenfalls in der 'Urania' noch Angebote gemacht wurden. Obwohl dieses Publikum klassiker- und opern-affin veranlagt ist. Man mag sich irren, jedoch stöhnt immer wieder auf, dass die Metropolen unter einem krassen "Overscreening" dahinvegetieren - und die Spezial-"Weekends" für kinematographische Formate nur in mittelgrossen Städten mit langem Atem aufzugehen scheinen: z.B. Bradford (und nicht London); Krnov (und nicht Prag); Karlsruhe (und nicht Hamburg, Dresden oder München); Hertogenbosch (und erst erst neuerdings wieder eine Versuch in Amsterdam); Melbourne (und erst neuerdings wieder eine Versuch in Toronto); Melzo (und nicht Rom); Sittges (und nicht Madrid); Innsbruck und G. (und nicht Wien) usw. Möglicherweise wären einige "Knaller"-Titel abends um 20.00 Uhr ausverkauft. Aber es sollte diesesmal signalisiert werden, dass es eine ganz besondere Matinee in Berlin mit interessantem Umfeld gibt (Kinoausstellung, Boulverad-Bummel usw.), für die ein frühes Aufstehen lohnt. In der auch ein Hit einen Flop ausgleicht. Das also an einem Sonntag, der noch nachmittags genug Zeit für Gespräche läßt und auch das Anreisen mit einem Berlin-Trip verbindet. "Scharenweise" glaube ich nicht an Zuschauer. Die Bastion des Fernsehens und seiner "Kinder" hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Anderenfalls hätten ja 10 000 Gäste bei SPARTACUS zum 50. Jubiläum "Schlange" am Kurfürstendamm gestanden. Haben sie aber nicht. Auch nicht für AVATAR. Weder in Berlin noch sonstwo. Denn schon im April erschien auf Silberscheibe eine recht trübe Ausgabe des Super Technirama-Films, die sich "Jubiläums-Edition" nannte und seither den Markt dominiert. Erst dann, wenn eines Tages die Rechtinhaber ihre Lizenzen für den Silberscheiben- und Fernsehmarkt eindämmten, käme Filmrepertoire wieder erfolgreich dorthin zurück, wo es hingehört: in jedes gute Filmtheater. So wie das Musik- und Opernrepertoire selbstverständlich ist in gängigen Konzert- und Opernhäusern. Und da es beim Film seit 3 Jahrzehnten in eine andere Richtung verlief, zeigt es uns ein ganz ernstes Problem auf, das m.E. auch durch die Funktion der kommunalen Kinos nicht ganz aufgefangen werden kann. -- Also mir gefiel es am Sonnntag vormittag so ganz gut - aber wenn Publikum und Kino ganztägige Sonderveranstaltungen wünschen ... warten wir doch ab. -- Wieder zu einem 50. Jahrestag einer Premiere, diesmal der WEST SIDE STORY, haben wir (Kinomuseum Berlin e.V.) ein Screening in die Pipeline gesetzt: mit der wohl farblich besten und schärfsten Kopie, die existiert (mit allerdings ein paar Laufstreifen und zwei Hackern in Filmmitte). --- Dies als Einschätzung. Man mag sich auch irren, und die Zeiten bessern sich? ---
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Das Wasser gibt es, das Wasser nimmt es. -- Nach der "Digitalitis" in diesem Thread doch lieber wieder "Perforiertes"! Die aktuellen berliner Vorführungen sind schon eine Kraftanstrengung, und auf Sponsoring verzichteten wir. Zugunsten einer Einführung, Filmpause und freiräumiger Gespräche also extrem frühe Anfangszeiten. (Bei rund 1500 Kulturveranstaltungen täglich in der Hauptstadt fallen uralte Filme nur selten auf. Wenn es dann einmal 100 Besucher um 10 Uhr gäbe, wäre das schon m.E. einen kleinen Jubel wert. Gezeigt wird die - in "photographischen Parametern" gewichtet - derzeit weltweit beste 70mm-Kopie der restaurierten Fassung von "Lawrence of Arabia") Manchmal erscheint auch etwas im Blätterwald - obwohl 70mm nicht das einzige Thema ist - und neu ist es schon gar nicht. Und so erhielt das Kino am Kurfürstendamm für sein Sonntags-Thema einen extra Pressebonus. Für die Fans des Wüstenspektakels noch ein Hinweis: da einige unter ihnen sicher ihre "Lieblingsplätze" haben, empfiehlt sich also eine Vorreservierung: http://www.astor-filmlounge.de/filmprogramm/film/classics-in-der-astor-film-lounge-lawrence-von-arabien/
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Immerhin der Kultfilm, der das Haus berühmt in der Welt machte. Es ist ausgeschlossen, dass man auf Öffentlichkeit verzichten würde - eher wird man mit dem Risiko leben, dass die Kopie durch Abspiel nicht besser wird. Aber die Kameranegative existieren ja noch, kürzlich wurde eine neue Kopie gezogen - und somit haben sich die Gerüchtestreuungen über ein Aufführungsverbot in Bradford endgültig und zum Glück in Nichts aufgelöst. :grin:
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Die Universal-Fanfare der 1950er Jahre - vielleicht die zweitschönste nach dem "Kristall-Logo" der 1930er Jahre: http://img48.imageshack.us/img48/7061/universallogo1936iv5.jpg Nach der imposanten Ouvertüre von Alex North öffnete zum 50. Jahrestag der Weltpremiere von SPARTACUS mit Universal-Marke auch der Wolkenstore der 'astor Filmlounge' - welchem der grandiose Openingtitel von Saul Bass mit sämtlichen Credits folgte: http://www.youtube.com/watch?v=zEbbeW9ZDUY Dem schließt sich eine Plansequenz aus thrakischen Steinbrüchen an, in denen Sklaven schlimmer denn Tiere gehalten werden. Gedreht wurde die Szene von Western-Spezialist Anthony Mann (Winchester 73"), der später als Regisseur auch für die Monumentalfilme EL CID (Super Technirama 70) und FALL OF THE ROMAN EMPIRE (Ultra Panavision 70) verantwortlich zeichnete. Ab den Szenen in der Gladiatorenschule in Capua übernahm Stanley Kubrick die Regie.
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Vielleicht irre ich, aber wer war nicht auf der Höhe der Zeit und musste erst in Bradford Rücksprache nehmen? Einfach mal weniger Legenden verbreiten, und schon wird man ernst genommen. In diesem Falle ist es ja ein "negatives" Verkaufsmärchen, um andere Spielstätten möglichst unattraktiv zu machen. Ach, und wirklich? Die Schrumpfung lässt die Panel-Trennung stärker hervortreten, schreibt hier jemand? Die Schrumpfung war schon Anfang der 90er Jahre gegeben. Seitdem wird in B. zu besseren Klimabedingungen gelagert. Zwei Projektoren wie A und C sind recht einfach nachzurichten (noch einfacher: den Tubus leicht verdrehen), das war's. Im Notfall abgestufte Brennweiten einsetzen.
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60er Jahre-Ausgabe von "Sowjetfilm", die ich in der letzten Woche durchblätterte. Thema: Weltpremiere von Chelovek v zelenoy perchatke in Stereo-70 im Jahr 1968. (Dort wird auf die Weltpremiere in Stereo-70 als Brillenverfahren im moskauer Kino 'Oktober' Bezug genommen. Zwei Wochen später ein Kurzbericht über das 'Oktober' ebd., dass im 'Oktober' 3-D ab sofort auch ohne Brille im Einsatz sei. Zu dieser Zeit ist aber in der UdSSR für den aktuellen Einsatz kein anderes 3-D-Verfahren als auf 70mm bekannt). Evtl. ist also dieser Film von 1969 auf 70mm und in 3-D ohne Brille gemeint: Ваши лапу медведь / Handshake With a Bear (im Linsenrasterverfahren). Glaubt man noch anderen Quellen, sei sogar schon 1955 mit Samouverenniy karandash / Самоуверенный карандаш /The Self-Assured Karandash ein 3-D auf 70mm mit sequentiellem Transport im Einsatz gewesen: evtl. ein Irrtum. Verfahren auf 35mm mit Linsenrastersystem existierten in Moskau bereits 1948. Insofern war der Realsozialismus kinematographisch erfindungsreicher als der Real-Kapitalismus, sowohl bei 3-D wie auch in dern Breitformatverfahren. Vielleicht weiss es Droessler...
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Ich wäre auch gegen das "Wegsperren" zeitgenössischer Dokumente. Aber es hat den Anschein, dass einige Institutionen diesen Weg beschreiten (bspw. Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin. O-Ton M. Koerber [Filmarchivbeauftragter]: "Wir werden alles digitalisieren. Und irgendwann werden wir die Filmkopien nicht mehr ausleihen"]. So viel Einfallsreichtum an kinematographischer Fürsorge und Reproduktion (die darin bestehen könnte, einfach mal die Projektionsgeräte filmschonend umzubauen oder eines Tages die Original-Kopierprozesse zu rekonstruieren) ist kaum zu überbieten und übertrifft gar noch die Grossretrospektiven über CinemaScope, den Farbfilm oder "bigger than life" an Eintönigkeit. - Daher sollten es die Bradforder besser machen, was sie mit Einbau ihrer Anlagen 1991 auch bewiesen haben. So aufwändig sind Modifikationen an Projektoren nun auch wieder nicht. Und wie man dank des Hinweises von @totalvision liest, wird diese Technicolor-Originalfassung auch noch gezeigt. Nichts wie hin!
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Das war ja auch, als wir das im IMAX gesehen haben, mit dem eingeblendeten Hinweis "Brille aufsetzen" / "Brille absetzen" vollidiotisch. Ich erinnere daran, dass in den 60er Jahren 70mm 3-D Filme in Moskau im "Oktober" ohne Brillenanwendung aufgeführt wurden. Scheinbar bringt das die Marktwirtschaft nicht auf die Reihe. :huh:
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Da obliegst Du vielleicht einer spätromantischen Idealisierung realer Wirtschaftsbetriebe, die ich nicht ganz teilen könnte. Wenn "selbstausbeuterische" Züge konstatierbar sind, Du hast es selbst ausgesprochen, ist etwas faul im Lande. Gerade Du solltest die Branchenverhältnisse untertariflicher Bezahlungen und des ständigen Anlernens im Personalkarussell langsam durchschaut haben. @Stefan2, ich kenne ihn lange genug, kann ich nur beipflichten. Sowohl die Problematik der Telleranlagen mit nicht kugelgelagerten Rollen als auch der Irrglaube, man könnte mit einfachen Pegelschleifen die einst mitgelieferten Referenzfilme ersetzen, ist unbestreitbar. Auch seine Vermutung, bei der BSG könnte mit anderer (ich denke höherer) Dynamik umgespielt worden sein, liegt nahe und löst das sog. Rätsel hinreichend. Ich werde morgen denjenigen befragen, der damit in Berlin zu tun hatte - gleichwohl nach 45 Jahren nicht alle Erinnerungen sofort abrufbar erscheinen. Tatsächlich sind mittlerweile, wie @stefan2 schreibt, ALLE brandneu auf Polyester nachgezogenen Kopien auf Telleranlagen verschrammt worden. Man hat sie ja auf den Frühjahrsfestivals gesehen. Fakt ist auch (bei Altkopien), dass die 70mm-Kopien auf den meisten Telleranlagen magnetisch angelöscht wurden. Da müssen die Motoren mit Mu-Metall abgeschirmt werden. Ich bezweifle, dass diverse "Verdienstkreuzträger" sich jemals über diese Zusammenhänge ihre Köpfe zerbrochen haben.
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Es könnte noch andere Gründe haben, dass man die Kopie nicht zeigt. Es fehlten einge Einstellungen mit einem umfallenden Wasserturm im Showdown des Films, die auch bereits als "missing link" beanstandet worden aren (die aber m.E. dem Handlungsfluss keinen Abbruch taten.) Der Vorführer in Bradford, wenn er diese Version als brüchig bezeichnet, wird schon Gründe haben. Bei den Vorführungen, die ich sah (einige Jahre her), war eine Beeinträchtigung des Materials nicht zu bemerken. Das würde man in der Projektion an leichten Symptomen erahnen . Ungefähr Anfang der 1990er Jahre hielt ich diese Kopie bei einem Besuch im Europa-Palast in Essen (seinerzeit zweitgrösste Breitwand der Republik nach dem Royal-Palast Berlin) in der Hand: fabelhafter Zustand. Sie wanderte später über Mr. B. nach Bradford. Später wurden dort die dt. Titel, die dort immer für Lacher sorgten, ausgetauscht gegen englische (es fand sich noch Material aus einem stillgelegten Kino). Deine Farbansprüche betreffend dürfte diese Technicolor-Version der Gipfel gewesen sein: vollständig ausgeglichen. Indes sieht eine Neukopierung immer dann fabelhaft aus, wenn wieder vom Kameraorginal kopiert wurde. Was auch bei THIS IS CINERAMA in Bradford um 1992 so war. Und trotz neuester Kopierung versanken die Seitenpanel bisweilen schlagartig und über längere Zeiträume im Farbstich und somit wurde die Trinität förmlich "auseinanderrissen". (Im Anhang zu diesem Text ein Bild, wo dies noch sehr schwach zu erkennen ist, in einigen Szenen jedoch extremer ausfielen.) Fragil fand ich in Bradford WINDJAMMER u.a. Eastmankopien.
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In 3 Kinos weltweit - theoretisch zumindest. Jährlich z.B. die Vorführungen im National Media Museum im britischen Bradford: eine Technicolor-Druckkopie mit erstaunlich gelungenem Licht- und Farbausgleich zwischen den Panelen. Und in USA wurde eine neue Kopie gezogen, die bereits im Cinerama in Seattle und im Cinerama Dome in Los Angeles gezeigt wurde. Von der man hoffen darf, dass sie ähnlich perfekt aussieht wie der Blu ray-Transfer, der als bis dato beste Referenz für dieses neuzeitliche Medium in die Geschichte einging (in Flachversion und - leicht beschnitten - auch in der sog. "Smile Box"-Version angeboten). Wer das in "echt" gesehen und gehört hat, vergisst es sein Leben lang nicht. Eine völlig andere Welt - ein ganz anderer "Planet". :smile:
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Der Einsicht von @magentacine, die Altfilmkopie so lange wie chemisch haltbar aufzubewahren, möchte ich doch unbedingt beipflichten. Dies entlastet nicht die Verantwortungsträger vor der Aufgabe einer formatgetreuen und historisch akkuraten Neu- oder Umkopierung, die zweifelsfrei auch wieder ein Sicherungspaket auf Separationen mit einschliessen sollte. So steht es in den FIAF-Statuten und darum kann man sich nicht drücken. Allein die vertrackte Rechtelage (auch bei einigen Klassikern der Samuel-Bronston-Produktion mit Lizenzverhandlungen, die ich wegen einer Aufführung bis nach Paris [!] führen musste) läßt jedoch erahnen, daß nicht wenige Filmtitel - inbesondere in den Sonderverfahren - leider auf der Strecke bleiben könnten. Nicht weil sie nicht kopierfähig wären (evtl. anders beschaffen ist die diffizilere Lage bei 3-D-Formaten, die St. D. in München zur weitgehenden Aufgabe einer filmschen Restaurierung führte), sondern wegen des Mangels an kommerziellem Interesse. Irgendwann ist es dann auch die Nichtkopierfähigkeit, wenn man zu lange wartet. In einem Thread zu den "echten" Kinoverfahren gehört eigentlich keine ausufernde Digitaldebatte. Die führen schon andere mit schier grenzenlosem Finanz-Polster. Es könnte aber Notsituationen bei raren Filmen geben, bei denen weder das Negativ bekannt ist, noch jemand an einer Sicherung Interesse zeigt noch minimale Aufführungsmöglichkeiten für die Theaterseite bestehen, oder kein Vorführ-Material verfügbar ist. Bevor sich eine solche Filmkopie im rosaroten Nebel auflöst, könnte man sie doch scannen. Allerdings befinden wir uns in diesem Augenblick im Digital Cinema-Thread. Was ganz schnell langweilig werden könnte und den Blick für die Kinogeschichte auf die derzeit ausrollende Einheitsschiene drängt. Die Vorführung einer alten Premierenkopie transportiert in etlichen Beispielen mehr Authentizität als diverse Abtastungen, Umspielungen, Digitalisierungen und Neumischungen, obwohl gerade jene an die besterhaltenen Materialien herangehen. Das ist leider so paradox und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Kurze, nicht zu ausufernde Fotostrecken zur letzten Veranstaltung in Berlin sind in der Galerie eingestellt worden: http://www.filmvorfuehrer.de/gallery/image/2208-spartakus-auf-dem-teller/ http://www.filmvorfuehrer.de/gallery/album/75980/69-astor-spartacus/ Wir suchen noch 35mm-Trailer zu den Titeln "Goya" (DDR 1971), "Anna Karenina" (UdSSR 1968), "Lord Jim" (GB 1964), "Das Land des Regenbaums" (USA 1956). Vielleicht können die Sammlerkollegen uns Hinweise geben? Dankeschön!
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"Variety"-Artikel: Kein Grabgesang für Zelluloid
cinerama antwortete auf magentacine's Thema in Allgemeines Board
Der Artikel zeigt immerhin, dass die Digitalisierung von Filmtheatern aus sich selbst heraus nicht flächendeckend lebensfähig ist. Weder programmatisch noch wirtschaftlich. Was die Lage in USA und anderen Ländern ohne staatliche Fördertöpfe auch aufzeigt. Recht spät allerdings die Rückmeldung der Filmexperten, die filmische Güten (spezifische Farben, Gradationen und Konturen) in der Digitalprojektion vermissen und am Filmbandoriginal festhalten möchten. Dafür wäre aber auch Rückhalt der Rohfilmhersteller und der Verleiher, Kopierwerke mit höherwertigeren Vorlagen zu versorgen, ein konstruktiver Weg. Für Nachspielkinos, für autonome Kinos und für Repertoire-Einsätze ist die DCI-Welt ohnedies eine Bastion der Marktbereinigung. Darüber schreibt mittlerweile selbst das blind marktoptimistisch dröhnende Blatt "BLICKPUNKT-FILM", nachdem nun das grosse Nachdenken in der Branche begonnen hat. -
Im Hochformat ein Querschnitt durch den klassischen Kinosaal 'astor Filmlounge'in Berlin, der die Vorzüge der architektonischen Umbauten von Gerhard Fritzsche Anfang der 1950er Jahre zur Geltung bringt, noch vor dem Umbau auf CinemaScope - und eben so die nach historischen Vorbilder 2008 restituierte Beleuchtungstechnik der Architektin und Restaurateurin Anna Maske farblich aufzeigt.
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Das mittlerweile schon klassische deutsche "Wiederaufführungsplakat" etwa von Ende der 1960er Jahre erschien uns künstlerisch am gelungensten. Es nimmt bezug auf die Arena-Szene [Douglas kämpft gegen den "Äthiopier" Woody Strode"], für die lange gepbt wurde, mit echten Waffen gekämpft wurde und deren Aufnahmen einige Wochen andauerten.
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Der Einführungsvortrag nahm nur kurz Bezug auf den gerade verstorbenen Tony Curtis, dem vom Executive Produzenten Kirk Douglas eine fiktionale Rolle erschaffen wurde. Beide hatten bereits in THE VIKINGS miteinander gespielt, in dem Curtis am Ende Douglas richtet. Anekdoten besagen, daß in SPARTACUS diesmal Douglas Curtis den Todesstoß versetzen mußte, um den Gleichstand wieder herzustellen. Da der Vortrag zu lang wurde, konnten die kommenden Programmangebote nicht mehr merkfähig vermittelt werden. Hauptthema der Einleitung war nicht Stanley Kubrick, sondern die Beweggründe von Kirk Douglas, diesen Film zu schaffen.
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Der berühmte Titelvorspann von Saul Bass (des Titeldesigners verschiedener Todd-AO-Filme ["Exodus"] wie auch VistaVision-Produktionen von Alfred Hitchcock ["North by Northwest"]) schlägt immer wieder in den Bann. Neben dem Trommelwirbel von Alex North Musik blenden darin römische Büsten und Heldenreliefs ineinander über, um zum Ende die Büste des römischen Patriziers auseinanderbrechen zu lassen (Stop Motion Technik). Auch auf das Scheitern der frühen Aufstände. Ebenfalls im Titel enthalten der Hinweis auf die "Panavision"-Objektive. Sie wurden allerdings nur für die optischen Kopierwerksarbeiten eingesetzt, nicht für die Bildaufnahme.
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Es gibt ein Parkhaus am Zoo, Einfahrt Hardenbergstr. 25 und am Zoo-Bogen: http://branchenbuch.meinestadt.de/berlin/company/5839143 Alle Parkhäuser in der City-West und exakte Angaben zu Parkplätzen: http://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/bezirk/lexikon/parkhaeuser.html Rund 200 Meter vom Kino an der Ecke Joachimsthaler Str./Lietzenburger Str. am Rankeplatz ist immer ein kleiner Parkplatz. Aber das müsste ein Autofahrer besser beschreiben. Ortsübersicht: http://www.berlin.de/stadtplan/map.asp?sid=3bd34c6ed2a79ee707752fa9b3f013f4&ix=1590&iy=1607&grid=dedatlas10
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Grippefieber ... bitte um Verzeihung für diese Verwechslung! - das Rheinland und @samuel bronston wissen es besser. Zu Ehren des SAVOY daher der Bildnachtrag. Nachfrage von @showmansship: Es sind zwei im Kino vorhandene 70mm-Formate, die für ein wünschenswertes Bild sorgen. Objekt plus Maske A: 2.35 : 1 (für sowohl einige Kopien die hard matted sind, wie ALIEN III z.B. oder DORNRÖSCHEN UND DER PRINZ. Aber auch für Scope-Blow-ups bei denen eine zu stark blitzenden Negativ-Klebestelle zu Beschwerden führen könnte). Objektiv plus Maske B: 2.2 : 1 für den sog. Todd-AO-Standard. Irgendwann wäre ein DLP-Anamorphot auszutesten oder Stefans Spezialvorsatz, und im weiteren eine Maske und Optik für 2.14 : 1 zu erwägen (Ausnutzung noch des winzigsten Pixels innerhalb des Bildkaders, für ältere Super Technirama 70-Kopien z.B.). Spezialoptik und Maske auch für Breitwand-Formate 1.7 bis 1.85 : 1 auf 70mm wie PLAY TIME oder ALIEN II geplant. -- Die neue Umlaufblende nicht mehr geschafft ... möglicherweise ist sie gar nicht nötig. Der 4-Zoll-Spezialtubus aber - bei dem die Optik um ihren Schnittpunkt pendeln kann - liegt schon auf dem Tisch.
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Dann ein herzliches Willkommen für alle, die schon im Morgengrauen aufbrechen. (Bei mir etwas später, weil quasi "um die Ecke" wohnend ... aber vielleicht liege ich noch länger, weil die Grippe nicht weggeht.) Heute vor 50 Jahren, am 7.10.1960, fand im New Yorker DeMille-Theater die Weltpremiere von SPARTACUS (Bryna Production) statt: oder auch in der Nacht zum 7. Oktober - das wäre dann bereits der 6.10.1960. Leider war unter uns hier keiner dabei, aber es gibt zumindest Zeitzeugen der deutschen Premieren in Düsseldorf ("Kristall Palast") und in Berlin ("Titania-Palast"). Die Kritiken waren überaus gemischt. Gerade die New York Times wagte sich an einen Verriss (http://www.nytimes.com/glogin?URI=http://movies.nytimes.com/movie/review&OQ=_rQ3D3Q26resQ3D9A06E3DE1738EF32A25754C0A9669D946191D6CF&OP=219f42b6Q2FQ3BQ60erQ3BB,rQ3B222Q3BqriQ51Q3BeEQ60ratra!Q3BiQ60hPamQ3BEahPa2Q22eqeQ3BiQ60hPaQ3BEahPa2 ), und das zeigt aus heutiger Sicht die seinerzeitige Skepsis gegen einen von Kirk Douglas produzierten Freiheitskämpfer-Film, nachdem man die Grausamkeiten und Rohheiten von THE VIKINGS (1959) gerade eben erst genossen hatte. Douglas wurde für sein Vorhaben belächelt und fand zeitweise kein Studio, das er zu einer Verfilmung überreden konnte: trotz des glänzenden Erfolgs von THE VIKINGS. Heute werden die Rankings anders bewertet, und im Moment hat er - trotz inflationärer Fernsehausstrahlungen - einen sehr respektablen Ruf: * Platz 81 in der 2007 erschienenen Liste der 100 besten Filme aller Zeiten. (1998: noch nicht berücksichtigt) * Platz 62 in der Liste der 100 Besten Thriller aller Zeiten * Die von Kirk Douglas verkörperte Rolle des Spartacus erreichte Rang 22 in der Liste der 50 größten Kinohelden aller Zeiten. * Platz 44 in der Liste der 100 am meisten inspirierenden Filme * Platz 5 in der Liste der 10 größten Leinwandepen aller Zeiten. Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Spartacus_%281960%29 Die Vorführung am Sonntag im 'astor' in Berlin wird in frisch eingemssenem Dolby-Magnetton abgehalten - die Kurven am Terzanalyzer zeigten sich nahezu "schnurgrade" (mal im Marketing-Timbre geschwärmt). Am Bild arbeiten wir noch, und es bieten sich da verschiedene Varianten mit ihrem Für und Wider (d.h., es gäbe neben den beiden 70mm-Grundformaten noch zwei weitere Formate, die angedacht sind).