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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Sieht doch schon nüchterner aus als der zu verschnörkelte Schriftzug im Moment. Im Zweifelsfalle besser als alles Bisherige... aber es wird ja noch gewürfelt oder abgestimmt. Das mit dem Morphing kann schick aussehen: also nicht autmatisch "Terminal"-Typo. Als die trotzdem versuchte, sahe sie gar nicht so schlecht aus, nur eben wie die Titelanzeige früher Multiplexe oder FLughäfen. Leider habe ich keine weiteren Schrifttypen parat. Die Entwürfe sind jetzt nüchterner, aber ohne Eleganz (die Quali wird beim Anklicken etwas besser). Aber warum muss das heute beschlossen werden? 2 Tage Aufschub?
  2. Als ich die Zweit-Kopie hatte (um 1998) waren alle Lieder synchronisiert. Die Kopie war herrlich, ausgewogener und stimmiger als in der Neukopierung, und ein Fading nur von Expertenaugen auszumachen - schlug aber nach nur 4 Monaten der Lagerung bei etwa 16 Grad plus um ins Bräunlich-monochrome, und ich reichte die Kopie zurück. Vielleicht hat @preston auch diese Kopie mitbekommen... Danach lagerte ich alles um bei 5 Grad minus. Dies als gutgemeinte Warnung, dass es sehr rasch geht. Und nur eine sofortige und dauerhafte Kühlung das Vinegar Syndrome und Color-Fading verlangsamt (oder fast zum Stillstand bringt). Einfach ein wenig investieren in eine Kühlkammer, das danken dann die Stammgäste auch noch in einigen Jahren. [Auch AIRPORT hätte man auf dem Stand von 2001 aus dem Kinoeinsatz in Griesheim halten können - dies als Erinnerung an @preston sturges.]
  3. Gut - gerne heute abend. Die jetzige Typo find ich zu "barock", auch leicht kitschig. Aber wenn es allen anderen gefällt... Vorschlag: da Vorführer und Vorhang schon stark traditionell angehaucht sind, könnte die Typo topmodern (diverse digitale Morphings kann man sich vorstellen) werden. Oder schlicht filigran, so wie der Titel auf dem Filmecho (das ist auch bei mir in den Windows-Schriftarten abrufbar). Weiterhin natürlich in rot - das scheint sich ja bewährt zu haben.
  4. Vielleicht sind die Kompromisse nach meinem Geschmack schon zu schmerzhaft, aber eine Kinoaufführung ist allemal immer besser als die Fernehausstrahlungen. Die 2009er Berlinale war mehr eine "Pflichtveranstaltung". Man hätte zwei andere und weitaus bessere, schärfere, formatgetreuere und authentischere Kopien bekommen können und gab viel Geld aus für die m.E. am wenigsten mit dem Original vergleichbare Version. Aber der Sound der Kopie war ganz ausgezeichnet (allerdings erst beim "Nachspiel" der Kopie auf der Anlage im Deutschen Filmmuseum Frankfurt im April 2009). Diese 70mm-Kopie war trotzdem im Szenenausgleich kunterbund durcheinandergeraten, sehr grobkörnig, bisweilen "giftgrün" und an den Seiten um 25% beschnitten. Da in dem betreffenden Berlinale-Kino nochmals etwa 20% Bild durch Höhenbeschnitt wegfielen, resultierte daraus Folgendes: man projizierte statt gegebener 2.2 : 1 (also dem, was auf der neuen BEN-HUR-Kopie vom Originalfilm mit einst 2.75 : 1 noch übrig blieb) das ohnehin beschnittene Bild in 2.35 : 1). Ausser dem enormen Auflösungsverlust dieser Wiederaufführungskopie durch Internegativkopierung und die ständig wechselnden Lichter und Farbwerte sowie dunkel "absaufende" Szenen verlor diese Aufführung gegenüber einer Original 70mm-Auführung mit MGM Camera 65-Kopie um insgesamt 45% (!!!) des Bildinhaltes. "Summa summarum" finde ich das noch problematischer als die Wiederaufführungsversionen auf 35mm - die m.E. in der englischen Fassung einen Dolby-Lichtton haben, denn so hatte man ihn während der William-Wyler-Retrospektive de Berlinale (von etwa 1996?) sehen können. Was kopiertechnisch ungefähr vergleichbar mit der jüngst in Berlin gelaufenen Version ist. Vergleichend also mal ein Ausschnitt aus der besagten 70mm-Kopie vom Februar 2009 und das Capture der DVD (auch die DVD ist farbverfälscht, von 35mm transferriert und dabei nochmals in der Höhe beschnitten worden, um "Ultra Panavision" vorzutäuschen. Aber nicht zur Gänze entstellt, wie die von einigen Besuchern komplett abgelehnte 70mm-Version vom Februar 2009.
  5. Kann man nur unterstreichen. Nur dass ich bei meiner Erstsichtung (am Zoo etwa 1973) Glück hatte und eine komprimierte Erstaufführungsfassung auf Breitfilm vorgesetzt bekam. Was sich "einprägte" waren weniger die virtuos montierten Aktions-Szenen auf den Galleren und um Zirkus von Antiochia, als die Melodramatik. Man interessierte sich damals mehr für Musik als für Action, und sowohl die Rafinesse, den sog. "religiösen Überbau" zur Wirkung zu bringen (Darreichung der Wasser-Kelle für den verbannten Fürsten Hur durch den Heiland selbst, der nur von hinten eingefangen wird usw.) fand ich atemberaubend umgesetzt. Dann die Szene im Hause Esthers, in der über eine endlose lange Bilddiagonale Esther und Ben-Hur sich mit den Betrachtungen über das "Brautsein" nähern, habe ich in keinem anderen Film wiedererleben können. Und natürlich die drückenden Decken in der Höhel der Aussätzigen, als drückte das gesamte Höllenfirmament sich über den Kinoraum. Dies nur wenige Beispiele für die ärgerlichen Auslassungen noch heute, an dem Film sei ja nur ein Wagenrennen filmhistorisch interessant. Oder diese Auslassungen sind Ergebnis verstümmelter Vorführungen, wie oben beschrieben - und ein erfreulicher Beweis (auch gegen die These frühere Filmhteorielehrer/Innen), dass anscheinend doch mit dem originären Format eines Films des Bedeutung entweder erfassbar wird oder hinfällig wird. Nimmt man Bezug zu den kommunalen Kinos. Studiokinos usw. seit Anbruch der Off- und Alternativkinoszene Mitte/Ende der 1960er - die sich auch mal vom Pomp und Schwulst befreien wollten, um den Zuschauer mehr von der "Manipulation" einer Kinoleinwand zu "distanzieren" und die Augen für das zu öffen, was das wahre Elende der Welt ausmache, haben sich die Kinoräume verändert zum Black-Box-Modell, das später, nachdem es für die kritische Kinobewegung auch nichts Neues mehr war, von den Multiplexen übernommen wurde. Um dort irgendwelchen Parametern der Kontrast- und Bildwandaufhellung, THX-Wiedergaben oder der Verdeckgung der kargen Grundausstattung genüge zu tun. Das Ergebnis sehen wir heute am Potsdamer Platz, wo gleichsam als "Allunionsausstellung" kommunale Revoluzzerkinos friedlich Seite an Seite mit einer expansiven Multiplexkette hausen, wo man saalarchitektonisch oft nicht weiss, bei wem man gerade sitzt. Die Säle sind fast identische oder zumindest austauschabre Black-Box-Ausführungen ('arsenal Kino 2' hat einen roten Wandanstrich, eingestanden). Der zweifellos herausragende Filmtheoretiker, Festivalmacher und Arsenal-Gründer U. Gregor erkannte darin beim Umzug des 'arsenal' von der Welserstr. zum Potsdamer Platz evlt. einen Widerspruch, sodass der alte Leuchtanzeiger im jetzigen Kellergeschoss der neuen 'arsenal'-Kinos als Verweis auf die Vergangenheit integriert wurde. 9 Jahre später aber, 2009, äusserte er seine volle Zufriedenheit über die Möglichkeiten, die Anbindung und die genrelle Ausstattung der umgezogenen 'arsenal'-Kinos am Potsdamer Platz, Zitat aus einer TIP-Ausgabe von 2009: "Wir haben hier doch alles". Besonders schade ist daher heute der sich nicht erfüölende Erstwunsch der damaligen'arsenal'-Gründer 1970, als sie ein Kinodomzil in Berlin suchten. In einem Interview in der B.Z. erwähnt E. Gregor, man hatte eigentlich vorgehabt, sich in das 'Capitol am Lehniner Platz' einmieten wollen (erbaut 1928 von Mendelssohn im Stil der neue Sachlichkeit, und dann aber 1954 Multiformatkino von Normalwand über CinemaScope, später Cinerama bis Super Cinerama u.a.). Das glückte zu dieser Zeit leider nicht, und das heutige Black-Box-Modell hat es da leicht, sich der historischen Bezüglichkeit zu entziehen, indem man der offenbar poststrukturalistisch ausgerichteten Theorie folgt, nach der die Bewußtwerdung von Leere und Verkargung die notwendige Entscheidung sei, um zum Bewußtsein vorzudringen. Undsoweiter undsofort. Das kam man ja alles machen und solche Ansätze haben immer auch ihre Berechtigung. Da aber daraus mittlerweile ein "Weltmodell" kommunaler und musealer Kinos geworden ist, kann man als fast noch bedrückender empfinden, als den Pomp alter Hollywood-Zeiten. Grundsätzlich sind Einrichtungen wie die der kommunalen Kinos Leuchttürme der kulturellen Bereicherung und viele klassische Kinopaläste, so eindrucksvoll sie waren, auch schon mal Orte der filmästhetischen Banalisierung und pomphaften "Verblendung" - konträr zum Leben und zur Weltwirklichkeit stehen, also "kommerzielle Traumindustrie". Was aber niemandem das Recht gibt, Menschen in schwarze Black-Boxes zu zwängen, dabei den zeithistorischen Zusammenhang der Filmaufführungen "auszublenden" (und auf den Stellenwert universitärer Videovorführungen herabzudrücken), die Technik und Architektur zu verleugnen und das originäre Filmformat nur insoweit zu beachten, als dass die FIAF noch immer Richtlinien für die KoKis vorschreibt, Filme doch bitte im sog. "Originalformat" zu zeigen. Möglicherweise aber versucht die Umbenennung der 'arsenal'-Institution von "Freunde der deutschen Kinemathek" in "Institut für Film und Videokunst" sich aus dieser´m "Korsett" materieller Zwänge (die ja ein Diktat der kommerziellen Filmindustrie waren) zu "befreien". Ausweg: Digitalisierung. Die Anzahl der Programme werden somit noch steigen, und die Artenvielfalt der historisch gewollten Präsentationskulturen dürfte auf das Einheitsformat der Blu ray Disc (oder 2k-DCI-Derivate) eingedampft werden. Soweit meine Prognose - zumal fast alles doch schon vor 30 Jahren absehbar war.
  6. In dieser Riesenstadt (mit allen Licht- und Schattenseiten) ist der Tag mit nur einer Filmvorführung noch lange nicht gelaufen. Einige Anreisende werden froh sein, nicht nur wegen einer Kino anzureisen, sondern noch anderes aus dieser Metropole mitnehmen zu können. Für die Vorweihnachtszeit wünschen wir uns etwas, was schon seit Jahren von verschiedenen Seiten gewünscht war, den sehr raren LORD JIM von 1964 in der Regie von Richards Brooks. Der Einsatz ist für den 12. Dezember 2010 disponiert und würde um 11.00 Uhr beginnen. Andere Sandalenfilme liegen allerdings in der Länge "bigger than life", und pünktliches Erscheinen um 10.00 Uhr läge dann schon im Sinne des Gastes. :smile: Der Einsatz der Filme ist doch recht teuer, und die Eroberung freier Kinoschienen ist nur ausserhalb der Prime-Time-Zeiten möglich, sodaß ein Umdisponieren oder auch beliebiges Wiederholen dieser Brocken 2010 auf einer späteren Schiene nicht in der Sichtweite liegt. -- Ausgehend von LORD JIM lassen sich viele Bezüglichkeiten herstellen; Anleihen an Joseph Conrads Stoff sehen wir auch 13 Jahre später, als Francis Ford Coppola APOCALPSE NOW inszeniert und daran fast zerbricht. Und selbst David Lean einige Jahre darauf das NOSTROMO-Projekt abbläst (oder verschiebt, ohne die Realsierung noch erleben zu können oder würdige Nachfolger zu finden). LORD JIM läuft nach zweimaligem Einsatz der englischen Fassung in Dtd. in 2009 und 2010 diesmal in der deutsch synchronisierten (und fabelhaft gemischten) 6-Kanal-Magnetton-Version. Die Erstaufführung fand 1965 am Zoo statt, wo auch die Premiere von LAWRENCE VON ARABIEN zu erleben war, den wir ebenfalls noch 2010 zeigen werden.
  7. Die legendäre schwedische CHEYENNE-Kopie hat in anderen Szenen auch etliche "besser" wirkende Farben: Deinem Eindruck kann ich nur beipflichten und ein zweites Bild anbeifügen.Da diese einmalige Kopie dann im Okt. zum zweiten Mal in Dtld. zu sehen ist, sollte man selbstverständlich unbedingt die Vorstellung aufsuchen, bevor auch dieses gute Stück plötzlich rasant fadet. Jedenfalls sind die noch in den 1990er Jahren sehr eindrücklichen norwegischen Exemplare von BEN HUR und MUTINY ON THE BOUNTY mittlerweile nicht mehr auf dem Stand dieser Jahre.
  8. Wegen der Aspect Ratios könnte man nochmal die 3D-Filmformate vergleichen. 2,2 : 1 ist mir adhoc bei diesem Verfahren nur bei Arrivision und HI-FI Stereo 70 geläufig, zumindest was die A.R. des kopierten Bildes angeht. Grob nachgemessen haben die bekannte 35mm-3D-Filmformate der 80er Jahre auf dem Testfilm sogar 2,6 : 1. Jedoch falsch gemessen, denn der Standard liegt bei fast immer bei 2.35 : 1. Das heutige TC-3D-Bild sieht laut Testfilmbetrachtung ebenfalls nach etwa 2,5 : 1 aus, diee Filme aber laufen mit 2.39 : 1. Vielleicht ist da eine Ordnung reinzubekommen, also Unterscheidung Aufnahme-A.R. und Wiedergabe-A.R.? Angehängte Clips von links nach rechts: 1. Arrivision, 2. Technicolor 3D, 3. BKSTS-Beschreibung, 4. Sirius2-Testfilm.
  9. Im MGM-Kino Frankfurt Main gab es Schliessungstage vor Umbau für die BEN-HUR-Premiere und die neue Technik. Ob dabei nur die Lautsprecher im Saal neu installiert wurden oder gar eine Bildwandänderung stattfand (vor der dann ganz grossen Änderung von 1968 auf 70mm Cinerama für die "Grand Prix"-Premiere), hätte ich zu gerne gewusst. Bei 16mm auf jeden Fall auch eine Normalbildfassung, auch von anderen Roadshow-Filmen wie KING OF KINGS oder 2001: A SPACE ODYSSEY üblich. THE VIKINGS u.a. Technirama-Filme wurden auf 35mm auch in sphärisch 1.66 und 1.37 : 1 verliehen: das war von Anfang an so beabsichtigt und wegen guter Schärfe oft nicht nachteilig ins Auge spingend, solange das Bildgeschehen in der Mitte ablief und der Theaterbetreiber keine Lust zur CinemaScope-Umrüstung hatte. Könnte zeitweise sogar "vorteilhafter" gegenüber heutigen Produktionen auf Grossbildwand aussehen - aber für den Zeugen früherer Vorführungen auf 35mm wie auch auf 70mm noch Ende der 1970er Jahre war dieser Bildeindruck in Farbe, Kontrast, Szenenabgleich, Auflösung, Bildsauberkeit ein einziger "Schrecken". Nicht ganz so milchig wie THE SOUND OF MUSIC in neuer Dupkopierung, und dennoch grausam entstellt (werde mal einige Bilder zum Vergleich hier anfügen). Auch die 35mm CRI-Kopien bis in die 1980er Jahre hatte einiges, an dem man sich hätte stossen können: einige Bildsauberkeiten und eine Tendenz zum Grünstich, aber sie entstellten BEN-HUR nicht, trotz der A.R. 2.35 : 1. Erst die (heute in Australien liegende) 70mm-Neukopierung von BEN HUR und die jüngste 35mm-Version (bei der im berliner Kant-Kino an einem Sonntagmorgen nur 1 Besucher kam) in dt. Monofassung (aber brandneu kopiert) schlugen ins Fatale. -- Der Film wird derzeit in 8k gescannt und wird dann wohl zum Jahresende "herauskommen". Gibt es Kinos zu nennen, die ihn wirklich in 2.75 : 1 spielten? Ich hörte und sah viele "Kompromisse", wo diese Überbreite nicht durchsetzbar war: so spielte 'Delphi Filmpalast am Zoo' in der A.R: von etwa 2,5 : 1, was auch von MGM so abgesegnet war und vom Kameramann Surtees "berücksichtigt" wurde. Jedenfalls wirkt dieses Breitwand-"Fresko" erst ab 2.5 : 1 und gewinnt an unnachahmlicher Szenentiefe (die seelischen Wirkungen angehend). Die "Schwarzen Räume" bei Wyler sind ja ein Markenzeichen seiner Regie gewesen. Und die Überbreite der Bildwand bei BEN HUR führt in einigen Szenen in dieses Schwarz hinein, unmerklich aber spürbar. Sagenhaft! BEN HUR und Rosza ohne Raumton wären ein Trauerspiel. Die von Dir zur IFB 2009 gesehene 70mm-Kopie hatte einen tollen Ton, der einen das gartige Bild fast vergessen liess. In 70mm Originalformat wohl kaum mehr zu erwarten, auch nicht mehr auf geeigneten Bildwänden für 2.75 :1, die ja alles rausgerissen wurden. Für AVATAR reicht immerhin 16 : 9. :grin: Das Versetzen in kleinere und grössere Säle wird auch in den kommunalen Kinos offenbar nicht nach produktionshistorischen Masstäben entschieden, sondern nach der zu erwartenden Saal-Auslastung. Man kann sich dort (mit gutem Recht) für den Experimentalfilm und für die Filmavantgarde stark machen, die ganz sicher auch eine Verbreitung verdient und keinen Produktionsetat der Höhe von BEN HUR ergattern könnte. Warum man aber dann das etablierte und oder konservativ erstarrte Hollywood-Kino immer wieder für studentische Jahresreihen über die Bildwand quält, kann ich nicht verstehen. Dann lieber Avantgarde oder konsquent durchgezogene Stummfilmfestivals und die Finger von den Sandalenfilme lassen. Wenn also in der hier kritiserten Kinostätte (seitdem die neue Kinoleitung und ein weitere Kinosaal seit 2000 auf "breitgefächerte" Filmversorgung achten muss) immer wieder BEN HUR oder gar CIRCUS WORLD (letzter auf roter 16mm-Kopie mit grünem Laufstreifen) an Bord genommen wird, scheint dies mit der "Standortverteidigung" und der Subvention zusammenzuhängen. Das war auch der einzige Grund m.E., warum die Dt. Kinemathek 2009 eine 70mm-Retrospektive veranstaltete. Denn demnächst, das steht zu befürchten, wird das Abspielen mit Filmbandoriginal gerade in solchen Häusern gekantet werden, wenn auf den dort überschaubaren Bildwänden auch der Einsatz einer DVD und Blu ray ihren Dienst verrichtet. Dann liefe BEN HUR in vielleicht neuen Farben, neuer Abtastung, mit einem 5.1-Ton usw. in vielleicht "störungsfreierer" Wiedergabe - aber die prinzipielle Einstellung und Präferenz des Hauses zum Genrefilm wird sich nie ändern. Den bereits architektonisch kann man nur von einem Missgriff sprechen (was 99% aller Filmwissenschaftler und Kritiker wie auch der Museumskuratoren nicht stört - wohl aber das Publikum). Aber auch dann, wenn dort eine 32-Meter Cinerama-Bildwand mit brandneuen Large-Format-Kopien oder nur feinste 35mm-Archivkopien zur Verfügung stünden, sind diese Werte keine wirklichen Werte der Filmgeschichtsaufarbeitung auf diesem Gelände. Das Ganze nennt sich "Potsdamer Platz-Syndrom". Ab nächste Woche eröffnet dort der "Boulevard der Stars" - dann werden wir endlich verstehen, wo der Hammer hängt. Bei unserer Minireihe war BEN HUR und 2001 als 35mm wie als 70mm-Wahl in der Debatte. Wir haben beide Titel vorerst fallengelassen, auch aufgrund der hier schon versammelten Mängelrügen. BEN HUR aber auch aufgrund der katastrophalen Zahlen des letzten berliner Einsatzes: und 2001: ODYSSEE, weil er einfach zu oft in Berlin lief und morgens um 10.00 die hierfür typische studentische Klientel nicht zu locken ist.
  10. Gut, dass nochmal nachgebessert wird. Das Logo selbst ist jetzt stimmig: das Maskottchen steht vor dem Geschehen und verweist - wie ein Zirkusdirektor oder Conferencier - auf das Geschehen im Hinter- oder im Vordergrund - ist "Mittler zwischen Herz und Hirn". ;-) -- Der Font von @airis sieht schon besser aus. Testweise würde mich interessieren, ob es auch etwas kleiner geht und dann alles in eine einzige Zeile passt? Im Moment ist schon das Rot sehr, sehr auffällig und stark ins Auge fallend, es ist auch etwas breiter als für die "traditionell" roten und geschwungenen klassischen Filmtheater-Leuchtröhren üblich ist. Da könnte es sogar "mehr" bringen, wenn man die Schriftgrösse etwas verkleinert wird und die Lettern schmaler gehalten sind. Auch eine Version einmal ohne Kursivierung würde mich diesem Font interessieren. Wäre vielleicht mehr Zeit, könnte man eine Sammlung der Kinotransparente in diesem Forum aufführen, was sehr hilfreich ist bei Findung von Typograpien.
  11. Mit der alten CS-Grundoptik wäre es "theoretisch" (das meint: experimentell) möglich, die volle Bildwandbreite auszufüllen, wenn das Kino bereits mit Reverse-Anamorphot arbeitete (wobei die Brennweite die Häfte der für CS benötigten Grundoptik beträgt und der Ananmorphot vertikal staucht - damit hatte ich schon vor 30 Jahren meine ersten "Filmvorführererfahrungen" gesammelt). Danach käme dann etwas ... worüber man den lieber Mantel des Schweigens legen sollte.
  12. Stimmt. Ich hätte es nicht gewusst, wäre ich nicht zufällig dort gewesen. Das zweite Bild zeigt dann die relevante Kopie - (so und ähnlich in zwei anderen Ländern zuletzt gesehen, allerdings auf verschiedenen Bildwurfanlagen. Unterschiedlich trotz gleicher Projektorentype. Im Oktober dürfte es nochmals anders aussehen).
  13. 'arsenal 1', flache 11-Meter-Bildwand. hätte CP 200 eine 70mm-Anlage mit FP-75-E. Eine rötliche 70mm-Kopie hätten wir auf deutsch. Die beschriebenen Details aber kommen nicht zusammen. Auch vermutet ich, dass man im 'arsenal' sich heute auch nicht mehr erinnert, in welchem Ursprungsformat der Film verliehen wurde. Die 35mm-Version, die im 'Kant-Kino'lief ähnelte stark der dekomprimierten 70-mm-Kopie von Warner aus Ende der 1980er Jahre (die auch 2009 im DFM Frankfurt Main und auf den IFB Berlin lief. Auf letzterer lief auch schon die 35mm SR-Fassung). Eine weitere Version von wieder einem anderen Negativ ist in OmU. Ältere Versionen vom CRI-Negativ und davor (60er Jahre) auf Technicolor gezogen. Detailbeschreibungen/Empfehlungen versage ich mir. Bin sehr glücklich, das Werk minimal gefadet 1973 in komprimierte 70mm-Originalkopie gesehen zu haben, etwas bräunlicher mit derselben Kopie nochmals 1979 und letztmalig (mit zu 80% guter Farbe) 1999 in Bradford. Es gibt noch eine andere Version zum Jahresende, auf die zu warten lohnt. ;-) -- Erst vorgestern erwogen wir einer Terminierung dieses Films und ließen das Vorhaben fallen.
  14. 300 km dürften (Schätzung eines nicht mehr praktizierenden Autofahrers) 3 Std. Fahrt sein? Ist fürwahr anstrengend, weil es auch nochmal daheim zurückgeht. Bequem war für mich immer die Mitfahrerzentrale - da fährt dann einer, der auch Spaß am Fahren hat. Auch kann man ja überlegen, für total Übermüdete Liegesessel herbeizuschaffen. Im Liegen gucken und in der Pause schlafen, das wär doch mal was. Eine Sekunde lang dachte ich noch an die Verordnung einer Polarisationsbrille, denn wenn die Augen vor Müdigkeit tränen, das Bild zu hell ist, dann läßt sich dem Manko abhelfen. Titelmässig wird es noch nicht ganz so mutig/risikofreudig, wie ich es gerne hätte: das meint, den Mut aufzubringen, auch eine Reihe ausschliesslich mit gefadeten Kopien zu machen, die ja ihre Daseinsberechtigung haben. Darauf "vorzubereiten", bedarf einer längeren "Einträufelung", also der Fähigkeit, die Zusammenhänge auch breiteren Besucherkreisen nahezubringen. Vielleicht wär's mit einem A/B-Vergleich gemacht, sodass nach Filmende oder vor dem Film noch eine Vergleichrolle angehängt wird. Oder beide Versionen hintereinander laufen lassen, eine davon gratis. Was die Startzeiten noch weiter vorverziehen würde - wir begännen dann quasi ... bibber ... in der kühlen Nacht! :ph34r:
  15. @airis, wäre sehr interessant, wenn Du diesen Font noch einstellen könntest. Und in genau die Richtung, wie Du es schon ausformuliert hast. Denn im Moment - zu dieser Stunde - sieht es noch viel zu schnörkelig aus, zu verspielt und sehr wie "Konditorei". @Henri könnte den ganz schmalen Font ja mal austesten? DAS FILMVORFÜHRERFORUM "Franklin Gothic Medium", etwa enger/schmaler gesetzt und in leicht dunklerem Rot?
  16. Und natürlich im besseren Falle so:
  17. CHEYENNE sieht im Schnitt üblichen Fadings so aus wie der anbeiliegende Clip:
  18. Nicht die Infitec-Filterung bitte vergessen, sonst geraten solche "Tips" zur Makulatur (und @preston sturges könnte dafür von Technicolor regresspflichtig gemacht werden, wegen Unterstellung - hat er denn die optischen Glieder durchgerechnet, auch wenn sie sich zu "ähneln" scheinen? Spekulation oder belastbare Daten?) ... @brillo: Wenn die Ewiggestrigen nach Deinem Eindruck keinen Computer zu bedienen gewillt/imstande sind [woher Dein Menschenbild?], also auch keinen "ingest" bei einer DCI-Anlage vornehmen könne, so liegt es an Dir, diesen komplizierten Vorgang hilfreich zu erläutern. Diesen Anweisungen ist man gerne bereit, Folge zu leisten. Wir könnten auch beide gemeinsam ein Regelstudium der IT-Wissenschaften aufnehmen, um eine Berechtigung zu erlangen, weiterhin öffentlich Filme zeigen zu dürfen... Vorerst in aller Ruhe - auch, wenn man Film nicht mag - so gilt nachwievor: Das jetzige 3D-35mm-Verfahren hat die volle Aspect Ratio (Projektions-Seitenverhältnis) der SMPTE nach 2.35/39 : 1. Film stirbt nicht aus, da schon die FIAF kürzlich beschloss, als Konservierungs- und Präsentationsformat strikt das Filmbandoriginal anzuwenden. Große Companies, auch die reiner Digital-Produktionen, belichten ihre Sicherheitspakete ... auf Film. Arri München erhielt einen Oscar für das Scannen und Wiederausbelichten ... auf Film. Rund 85% aller Bildwände werden im 35mm-Betrieb bespielt ... auf Film. Es fanden kürzlich kostengünstigere und weitgehend wartungsfreie Umrüstungen statt für die 3D-Wiedergabe ...auf Film. Wann Film endgültig ausstirbt, werden wir mit Sicherheit nicht mehr erleben. "Das wird wohl so ein" - das Aussterben, oder das Geborenwerden - ist eben so wenig ein guter Ratgeber, gerade wenn sich die 35mm 3D-Installationen gerade zu amortisieren beginnen. Während für entsprechende DCI-Anlagen in mitunter erst zehn Jahren die Tilgungsraten beglichen sind. In einigen Häusern sicher auch schneller und umgekehrt. Aber wer glaubt wirklich daran, dass heutige DCI-Anlagen (erst recht der DLP 2k-Variante mit der derzeitigen Hardware) noch in zehn Jahren in Betrieb sein werden? Hat man die Augen vor der digitalen Revolution in allen Lebens- und Konsumbereichen verschlossen - und träumt noch immer von der Alleinstellungsmerkmalen des Kinos - durch Installtion einer DCI-Anlage? Trotzdem ist jeder frei darin zu glauben, was gefällt. :blink: Einige Passagen der amerikanischen Kollegen, die - im Gegensatz zur deutschen Theaterbranche - weit rationaler und rationeller vorgeht: I saw Technicolor 3D demonstrated last week and left the screening very impressed. It was sharp, clear and had amazing depth. Those less-technical folks in the demo. were shocked to see at the end that it was actually film running. They all thought it was a digital system........and some of them were theatre owners! In my opinion this is an excellent solution for those who want 3D right now, but not the huge digital cash outlay. [David Kildderry, www.film-tech.com] FYI: there is NO cost for extra prints. A print is a print is a print. There is a one-time fee for making a film copy of the digital 3D master. After that, no extra for the studio. In other words, one 3D print replaces one 2D print. This is not hard; don't make it so. Louis [Louis Bornwasser, www.film-tech.com] I do use the the Tech 3d film system and I was very pleased after running Shrek 4 in 3d. I did 70% greater than my 2nd highest grossing movie. Keep in mind we have no idea what the cost will be after the 3rd year. Technicolor may very well lower the cost if they have decent use of the lens. They may increase the rate as well. For me, I could possibly run as many as 12 movies in 3d over the first year (based on the current announced 3d releases). That will be significantly cheaper than real 3d as the cost to run 6 movies is the same as running 12. The cost comparison does not take into account the cost for the digital equipment 3 years from now. Plus what about exhibitors who do not have access to capital to get the digital equipment today? [Mike Frese, www.film-tech.com] Und hier kippten bereits die ersten Hardliner ihre "Agenda": To answer your question Mike, in my opinion our 35MM install is every bit as good as our digital 3D screen. My opinion comes first hand, and there is nothing wrong with my eyes. FWIW, there are others at my complex who feel the same way. I know a lot of people were very displeased with the way Titans was converted over. That's too bad, but it should NOT be a knock on the Technicolor process. That said, I'm sure the studios will disagree with my assessment because we all know what their agenda is. I have heard that Katzenberg will not allow 35MM prints for Shrek. If true, that would be a shame, because it would only give us one house to present it in 3D. [John T. Hendrickson, Jr , www.film-tech.com]
  19. Informativer Berichte, danke. Das Bild war auch in den 1970er-Jahren mit optimierten vertikalen Lampenblöcken auf 14-Meter-Bildwänden ausreichend - warum sollte es 2010 plötzlich nicht funktionieren (das war immerhin die These von @oceanics)? Auf der von Dir erwähnten 13 (?)-Meter-Bildwand müßten, folgt man den Skeptikern der letzten Monate, bereits die prognostizierten Mängel störend auffallen. Daß sie es bei korrekter Installation nicht tun, zeigt dann nur, dass man mit Film durchaus weiter kommt. Technisch bestand bei mir nie ein Zweifel daran, und von der "Hälfte" der Auflösung zu sprechen (bezogen auf das native Ausgangsformat nach Umkopierung) war auch unrichtig, weil man dabei immer nur die halbierte Bildfläche des Positivs (!) vor Augen hatte. Dessen Auflösung aber bekanntlich bei 8k und höher liegt - was bei Bildhöhenhalbierung/Positiv eben keineswegs zu einem 50-prozentigen Verlust des Masters/Originalnegativ führt. -- Es mochte keiner wollen - nun liegen die Nachweise vor, daß mit 35mm durchaus Geld zu verdienen ist. Und das Wichtigste (neben aller Freude an neuesten elektronischen oder auch traditionell-filmischen Vorführweisen) bleibt sicherlich der Betriebserhalt und die Liquidität auch für die kommenden Jahre. -- Dennoch glaube ich, dass das 3D-Bild die A.R. von 2.39 : 1 aufweist.
  20. Air Force-Einflug über Frankfurt/Stuttgart. @filmempire wird die Aktion erinnern. 2 Kopien "Circus World" wurden nach Germany importiert. Erstaufführung der O.V.: Urania Berlin sowie Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main, 1997.
  21. 3 moderne Studiokinos bei Orla Nielsen, die sich, wie ich finde, dank des "Stadium Seatings" und einer geschwungenen Bildwand auch angenehm von anderen Neubausälen unserer Tage unterscheiden. http://www.in70mm.com/news/2009/biffen/index.htm -- Für Berlin-Reisende aufgepasst: einige Sonntage ab Herbst 2010 werden wir der klassischen 65/70mm-Produktion widmen: vielleicht wäre ein Beginn um 10.30 Uhr, manchmal auch 11 oder 12 Uhr, angenehm? Neben den obligaten Klassiker-Wiederholungen locken auch zwei unbekanntere Produktionen, die seit 30 oder gar 50 Jahren nicht mehr gezeigt wurden. Das Unterfangen soll zur Dauereinrichtung hinführen, in dem möglichst kein Monat in dieser Stadt vergeht, in der nicht eine Large-Format-Produktion gewürdigt wird. Neben öffentlichen Aufführungen wird zu durchdenken sein, ob für die Mitglieder auch interne und nicht-kommerzielle Veranstaltungen an weiteren Orten stattfinden. Auch CAN CAN - GANZ PARIS TRÄUMT VON DER LIEBE, aufgeführt in sehr rarer Premierenkopie in 70mm-Todd-AO mit 6-kanaligem Magnetton, wurde bereits mehrmals gewünscht. Termine und Titel also in Kürze, sowohl in diesem Thread als auch in einem weiteren Thread der Nostalgie-Rubrik.
  22. Da hilft vielleicht schon der erste Klick auf - zum Beispiel - UPI/UIP: dort "Who We Are": "United International Pictures is one of the world's leading film distribution companies".[http://www.uip.com/] Das beinhaltet die Disposition eben so wie der Art der Auslieferung/Verteilung. "Wohin" verteilt wird, entscheidet nun einmal nicht das Filmlager oder das Kopierwerk. ;-)
  23. Ja, und dahin zielte vielleicht auch die Nachfrage von @Tomcat. Denn ein Distributor kann niemals ein Kopierwerk sein, wie leider aber aus einigen Zeilen in diesem Thread herauszulesen war. Die Beziehungen umschrieb "rmc Filmtheaterkaufmann" (in einer Uraltausgabe von 1995): Der Produzent (Lizenzgeber) ist der Inhaber von verschiedenen Leistungsschutzrechten, die er an Dritte (Lizenznehmer) veräußern kann. Diese Leistungsschutzrechte lassen sich nach den Kriterien Zeit, Raum und Auswertungsart unterscheiden. (Bd. 3, H. 11, S. 7). Die rechtzeitige Versorgung der Filmtheater mit Filmkopien erfordert einen hohen logistischen Aufwand. Wenn Sie an die Anfänge der Cinematographie denken und dabei die langsamen Transportmittel und die fehlenden Informationsmedien wie Telefon und Telefax berücksichtigen, dann konnte nur eine Regionalisierung des Auswertungsgebietes eine befriedigende Versorgung und Information der lokalen Filmtheater gewährleisten. Die Fortschritte der Informationstechnologie wie Telefon, Telefax, EDV, Datenfernübertragung via BTX, Datex-P und Modem haben aber auch bei fast allen Verleihern zu organisatorischen Anpassungen geführt. Heute hat nur noch UIP ein sachlich, räumlich und personelle voll ausgestattetes Verleihsystem. Die anderen Verleiher begnügen sich mit einzelnen Ansprechpartnern in den Verleihbezirken, einige Verleiher haben das Filialsystem gänzlich aufgehoben und haben alle Tätigkeiten in der Zentrale konzentriert. Trotzdem wird das Verleihsystem solange seine Gültigkeit behalten, wie die Filmtheater mit 35mm-Kopien beliefert werden. (Bd. 3, H. 11, S. 19) Wegen der hohen Transportkosten verbietet sich eine Auslieferung der Filmkopien für die gesamte Bundesrepublik von einer zentralen Stelle. Deshalb existieren in allen Verleihbezirken zentrale Filmlager, von denen aus die Filmtheater von den Filmspediteuren beliefert werden. (Bd. 3, H. 11, S. 20). Zu den [Verleih]konditionen gehören die Filmmiete, die Spielzeit, die Prolongationszahlen, die Reklamekostenzuschüsse und die Informationen über die voraussichtlichen Mitspieler. [bd. 3, H. 11, S. 33]. Seit 1921 sind nun erste Bezugsbedingungen vom Verleiherverband erlassen worden. Die Mittler sind die Verleiher, nicht etwa die "Kopierwerke". Aufführungsrechtlich festgelegt durch zwei Vertragspartner: a. Filmverleih und b. Kinobetrieb. Zu unterscheiden ist dann zwischen "Auslieferer" (Filmlager, Spediteur, in Ausnahmefällen das Kopierwerk) und dem Verfügungsberechtigten einer Filmverteilung, sprich dem Rechteinhaber und Distributor. Wenn das im digitalen Zeitalter zunehmend diffundiert, dann lösen sich auch die Gefüge einer "Vorzugsbelieferung" der Filmtheater auf und das eine oder andere digitale Kopierwerk schafft sich seine eigenen Märkte. Beitrag anzeigenTomCat sagte am 23 August 2010 - 12:11: Aber Boxhagener Platz ist doch von Pandora? Preston Sturges sagte 23 August 2010 - 12:34: Und? ... der aktuelle Film von Pandora, "Männer im Wasser", wird auch von Salzgeber digital distributiert. Salzgeber arbeitet ja auch als digitaler Dienstleister für andere Verleihfirmen und offensichtlich sehr zufriedenstellend, denn wir bekommen in letzter Zeit mehr DCP's via Salzgeber als von den anderen digitalen "Kopierwerken". Das heißt nach normaler Lesart gemäss @preston sturges also: Pandora ist der Produzent oder Regisseur von "Männer im Wasser" und Salzgeber & Co. Medien GmbH der distribuierende [bitte nicht schreiben "distribuTierende", danke!] Dienstleister, von dem man die TBs bekommt. Und: außer der digitalen "Distribution" durch Salzgeber & Co. Medien GmbH ist eine andere Distributionsart nicht vorgesehen. Merkwürdigerweise ist aber "Männer im Wasser" kein Bestandteil des Verleihkatalogs von Salzgeber & Co. Medien GmbH.
  24. Scharfe, plastische Hupen - einfach Kunst: ein wenig burgunderrotes Höpfner und Naturschaum dazu, und der Event wird zur spanischen Freude. :P Dann sind "Ben Hur" und "Lord Jim" also auch farblich rekonstruiert? (schwedisches Filminstitut?). Machen die das mit digitaler High-End-Projektion?
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