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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. FALL OF THE ROMAN EMPIRE als BFI-Kopie war in den 1980er Jahren noch "unversehrt". Zuderzeit auch bereits eine Kühllagerung gegeben. Die ROMAN EMPIRE-Kopie des Preston-Sturges-Festivals von 2009 kam vom Nederland Filmmuseum. Dort wurde 55 DAYS AT PEKING noch vor Jahren als besterhaltene Bronston-Produktion ausgelobt. EL CID dort zu sehen, war indes Makulatur. -- CARMEN 62 = BLACK TIGHTS ( http://www.bing.com/search?q=Black+Tigh...&form=QBRE ) -- DOLITTE als Erstkopie der Belston-Staffel war noch eine verlustfreie Direktkopie (allerdings krass grünstichig). Wenn jetzt zu weich, dann mittlerweile wie auch wie bei CLEOPATRA eine weitere Version, diesmal als Dupkopierung. Ziemlicher Unfug in meinen Augen, da Dups nur für hohe Kopienauflagen notwendig sind. Und bei CLEOPATRA miserabel waren. -- Je zwei ausreichend lichtbestimmte Direktkopien jedes Klassiker-Titels hätten den Weltbedarf der nächsten 100 Jahre voll abgedeckt. Siehe BARAKA. :wink:
  2. @cinerama...Du redest von der in den 50 Jahren von MOS-Film herausgebachten Fassung, die in vielen Szenen Änderungen zur Originalfassung beinhaltete. Wir zeigten aber die "Jubiläumsfassung" von 1976, die fast alle diese Bearbeitungen wieder rückgängig machte. Vermutlich kennst Du diese Fassung nicht. Genosse Stalin war 1976 schon 23 Jahre tot und ich frage mich, wie er aus seinem Grab an der Kreml-Mauer diese FAssung noch zensiert haben soll. Empfehle dringend das Studium der zeitgenössischen russischen Quellen zu dem Film und den jeweiligen Fassungen...hochinteressant! Wie in einem Gemüseladen: man stückelt sich zusammen, was einem in den Kram passt. Zurück zur Realität: Stalins Zensurierung, eben so wie mehr als ein Dutzend Auflagen der ersten Kürzungen bei der deutschen Auswertung 1926 hatten ihre Spuren auch in die Jubiläumsfassung überführt. @preston meint somit die Fassung von 1976, die ich bei der Restaurierung im 35mm-Positiv der Gosfilmofond-Version vor mir hatte (und die man als sog. Jubiläumsfassung all die Jahre bis 2005 in allen Medien ertragen musste). Für die Restaurierung von 2005 waren die drei Nitrat-Kopien im BFI (der Booking Offices, der Londoner Film Society, der MoMa) maßgeblich weiterführend, qualitativ wie auch in der Montage, im Schnitt wie auch bei wiederzuentdeckenden Szenen und Einstellungen (-> Wiedereinfügung des Trotzki-Zitats!). Der an Aufklärung interessierte Leser sollte sich selber ein Urteil bilden als irgendeine vorgesetzte Version zu schlucken - denn an der von @preston sturges verteidigten Jubiliäumsfassung, die nachwievor an Stalins Zensurierung litt, ist leider nichts mehr ansehnlich und entdeckenswert: hierzu ein Hinweis auf http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...c&start=15 Die offizielle Restaurationsschrift auf: http://osiris22.pi-consult.de/view.php3...0004370727 Und ein nochmals verfeinertes Musik-Arrangement der Meisel-Komposition von 2007 und zur Entstehung des Films: http://www.tonkuenstler.at/upload/image...0MB%29.pdf "In ganz guten Farben" halte ich aber für eine kleine Untertreibung :) Welche Eastman Kodak 65mm-Produktion aus den Sechzigern hast Du denn in den letzten 5 Jahren gesehen die ähnlich gut erhaltene Farben hatte? Ich sage das nicht um Dich anzugreifen sondern um auf die meines Erachtens unglaublich gut erhaltenen Farben hinzuweisen - auch mit dem Risiko, daß sie in den 20 Monaten zwischen Berlin 2009 und Karlsruhe 2010 etwas gelitten haben, manchmal kann so etwas ja ganz schnell gehen. Stimmt schon: ich meinte mit "überrascht" dasselbe wie Du auch. Gibt es eine farblich besser erhaltene 60er Jahre-Kopie als diese skandinavische "Cheyenne"-Kopie? Es gibt eine"Doctor Dolittle"-Fassung, auf die das noch zuträfe. Evtl. auch "Carmen 62". Und eine der drei "Bounty"-Fassungen aus Oslo, die aber nicht 2009 in Berlin zu sehen war (Screen-shots hattest Du mal von mir erhalten). Außerdem ist Dein Hinweis wirklich von Belang: innerhalb weniger Monate (oder Wochen) kann urplötzlich ein über die Jahre halbwegs stabiler Farb- und Dichtezustand umkippen, vor allem bei Lagerung oberhalb von 5 Grad, was ja in den gewerblichen Kinos und bei den Verleihern ausschliesslich so ist.
  3. Einer der besten Threads seit langem. So lange das ideologische Prinzip "Marktwirtschaft" oder "Wettbewerb" irgendwie noch inganggehalten werden soll und sich kompensiert (d.h. sich als System hinüberrettet), ist die Diktatur eine illusionäre Variante, die nichts an Mißständen an der Wurzel zu packen imstande ist, sodass sie eher die sog. "Sozialverträge" und den inneren Frieden gefährdete. Das kann sich m.E. auch eine Bundesrepublik Deutschland bei selbst härtester Rezession und Rückschlägen ihrer Exportfähigkeit (nebst freiwillig verordneten Lohndumping seit Schröders Kanzlerschaft) nicht leisten, von einem Tag auf den anderen per Dekret die Tariffähigkeit und prinzipielle Grundrechte ins Kippen zu bringen. -- Die im Kinogewerbe sprichwörtlich "mittelalterlichen" Arbeitsbedingungen haben mittlerweile auf andere Branchen übergeschlagen. Daher traut sich wohl auch die Verdi im Kinobereich keine grossen Entwürfe mehr zu - allenfalls Schadenbegrenzung. Grundsätzlich sollte jemand, der Betreiber oder Teilhaber ist, selber einspringen und zuarbeiten, wenn Zumutbarkeitsgrenzen für das Personal erreicht sind. Oder, wenn er Margen erwirschaftet, Ausschüttungen und Erholungsprogramme seinen Treuen zukommen lassen. Und wenn er zu sparsam ist, einfach bedenken, wohin er wohl in der Rolle seines auf Abruf kommandierten "Billig-Pappenheimers" tendieren würde: zur Qualität der Arbeit, zur Zuverlässigkeit und zum Niveau zuallerletzt. "FlexMaxx"-Sparprogramme spüren nicht nur Mitarbeiter, sondern auch das Publikum. Mit oft irreversiblem Nachgeschmack. ... versteh ich nicht: endlich mal ein Thema wirklich für Filmvorführer und nicht immer dieser Heimkino und Kinobetreiber Kram! Sehr berechtigtes Anliegen! (Aber man kann ja in der Thread-Überschrift den gewissen Namen der einen Firma einfach streichen, da es sich leider um keinen Sonderfall handelt.)
  4. "Hallo-Effekt" und "Achtung!" geraten aber "passend wie die Faust aufs Auge", wenn neben HD-scharfen Untertiteln und Voice-Overs leider keine scharfe Restaurationskopie von POTEMKIN aufgeführt wird (die in Dtld., von dem die Restaurierung ausging, aber leicht erhältlich gewesen wäre: http://www.berlinale.de/media/pdf_word/..._12_04.pdf ) :? Die noch immer herumgeisternde, vom Stalin zensurierte Fassung, die in den 1970er Jahren mehrfach gedoubelt wurde, zeigt also geringen Schau-Wert, meinen nicht wenige. - Taktgeber am DP-70 ist schön und gut (und auch in Norwegen versucht worden), aber Stummfilmgeschwindigkeiten auf 170 Grad-Sektorenblende bei 2880 U/min. sind leider nicht so gut anwendbar. Armer DP-70-Projektor - und hier benutzt man vernünftigerweise den DP-75 mit Synchronmotor, konischer Zweiflügelblende und Frequenzumrichter, um das Flimmern bei niedrigen Filmgeschwindigkeiten zu verhindern (d.i. die hiesige Lösung z.B. im HKW in der John-Foster-Dulles-Allee). Oder man baut den DP-70-Blendenmechanismus radikal um. - Für den DERSZU UZALA und CHEYENNE goldrichtig, die Untertitelung. Mittlerweile auch Standard bei fast allen Festivals mit 70mm-Einsätzen seit 1999: Sittges, Zlìn, Krnov, Milano usw. Zumeist vom Tischbeamer projiziert: was manchmal vorne sitzend irritiert. Oder eine Geschmacksfrage bleibt. Berlinale 2009. Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main 2009. In ganz guten Farben. Habe diese Kopie 3x gesehen und war schon sehr überrascht. :o
  5. Durchgelesen - und man merkt durchgehend, dass wesentliche Punkte umfassend angesprochen wurden. Jenseits üblicher Schwärmerei und der mitunter leicht überschwappenden Selbstbeweihräucherung in anderen Locations, nützt der obige Bericht dem Fortschritt. Es ist ja das zweitälteste Breitfilmfestival und hat sich stets bei albernen Mythisierungen auf Abstand gehalten. Neben konkreten Nennungen von Parametern bei Einrichtung technischer Standards (darin wäre m.E. Berlinale/Sitftung Deutsche Kinemathek leider als absolutes Schlusslicht zu erwähnen) bringt auch der Vergleich des Looks der Filme untereinander und deren derzeitige kopiertechnische Umsetzung eine Menge. Derartige Debatten wurden ja schon im süddeutschen Raum als Hirngespinste irgendwelcher Querulanten durch den Kakao gezogen. Leider sind sie auch den US-Berichten selten zu entnehmen, in denen Rick Mitchell wesentlich mehr Details hätte einbringen können. Neben der Freude also über wieder farbige Todd-AO-Kopien erwähnt der Report den gebotenen Nachbesserungsbedarf. Auf den auch alle hoffen, damit nicht Flachbildschirm-Fans den bemühten Veranstaltern eines Tages noch hohnlächelnd ihre Blu ray Discs vor die Nase halten. Dass aber ein Film wie LAWRENCE in drei völlig unterschiedlich aussehenden Versionen seit der 1988er-Restaurierung vorliegt, beweist in diesem Extremfall völlige Inkompetenz (dunkel-oliv ist doch eine Katastrophe!). Solche "Zufallsprodukte" waren zu Zeiten der Erstaufführung von 70mm-Filmen undenkbar: alle Todd-AO-Kopien sahen weltweit gleich aus und hatten in 99% der Fälle professionellen Farb- und Lichtausgleich. PATTON (insgesamt dreimal in 3 verschiedenen Kinos mit unterschiedlichsten Farbtemperaturen gesehen) hatte bei mir einen ganz passablen Eindruck eine Dup-Kopie hinterlassen: nicht aber den der optimalen Schärfe, der in der Ausschuss-Kopie von LA BIBBIA überragend besser war. MAGNIFICENT MEN habe ich nicht als zu weich in Erinnerung, mich störte nur der schwankende Farb- und Lichtausgleich und der wieder zu dünne DTS-Ton (DTS hier auch auf einer Anlage gehört, die Stefan wartete, womit es am Medienträger, nicht aber an nur schlechten Projektionsanlagen gelegen hat). Die Beschreibung von DOCTOR DOLITTLE lässt auf eine weitere Kopie schliessen: die erstgesichtete Neukopierung soff bisweilen in den Schwärzen ab, sie war froschgrün, besass aber eine exzellente Schärfe. Könnte die neue Kopie eine Dupkopie sein, ähnlich der letzten Kopie von CLEOPATRA, und daher etwas weicher und körniger? Hat mal jemand auf die Kopien am Umroller direkt raufgeschaut? Das wären verlässliche Hinweise, die sehr dankenswert aufgenommen würden. Aber auch in Oslo könnte es einige Punkte geben, wo man sich wünscht, dass sie weiterentwickelt werden könnten: bspw. Einführung einer in den Krümmungsindizes verstellbaren Bildwand wäre ein erster Vorschlag (und auch für jede klassische Scope-Projektion einfach unumgänglich), aber auch eine Perfektionierung des Bildstandes auf DP-70, den ich als suboptimal empfand. Mittlerweile scheint offensichtlich kein Kino mehr über brauchbare 70mm-Bildstände zu verfügen? Personalpolitisch; Schön aber, dass nach den ausnahmslos jüngeren Leuten der Vorjahre nunmehr auch ein etwas gereifterer, älterer Vorführer im NFI eingestellt wurde. Jedenfalls tut sich dort einiges zum Besseren, von dem andere Kinematheken und kommunale Kinos sich eine Scheibe abschneiden könnten? -- Kleine Frage an Oliver: gäbe es noch weitere Fotos, die Du evtl. hier ins Forum stellen könntest? Ganz herzlichen Dank dafür!
  6. cinerama

    Euer erster Film im Kino

    Es könnte ein böser Film aus der Walt Disney-Productions gewesen sein, der einen in frühester Jugend instinktiv gegen die Lügenwelt dieses Konzerns aufbrachte: er hieß BAMBI. Die dunkle Erinnerung ordnet ihn ein in einen Besuch der berliner 'Filmbühne Wien' um 1968. Forumskollege @BauerU2 jedoch klärte mich kürzlich auf, Vertragsbindungen hätten mit dem berliner 'MGM Theater Kurfürstendamm' bestanden, und erst dort und Anfang der 1970er Jahre müßte ich ihn gesehen haben. Nun: ein Blättern in der Zeitung könnte evt. helfen, die Erinnerung tut es leider nicht mehr (bis auf das seitdem "eingeimpfte" Ressentiment gegen den industriellen Komplex). Oder es waren Wendlands WINNETOU-Filme in den 'Cosima Lichtspielen' in Berlin-Friedenau in sonntäglichen Matineen, wenn nicht sogar Brauners DER SCHATZ IM SILBERSEE in unvergeßlichen, auch heute unverblassten Farben (nach erstmaliger Sichtung des Originalnegativs, vierzig Jahre danach in 2010, staunend und frohlockend konstatiert. Ganz ohne digitale Reserve.).
  7. Nicht viel zu sagen. Wir hatten - wenigstens 39 Jahre lang - das ideale 70mm-Cinerama Kino hier gleich um die Ecke, 32 m breites Bild bei 120 Grad (!) Durchbiegung; Nicolas Reisini, Hans-Peter Zoller und Rudolf Travnicek hatten tatsächlich den optimalen Projektionswinkel durchsetzen können - und man könnte solch einen Bau eines Tages in Miniaturform gerne wieder aufbauen. :wink: Das Haus wurde auch nicht "umgebaut", sondern war m.E. ein bis in die Ewigkeit gültiger Zweckbau. "Plastisches Sehen ohne Brille". Dort hatte man dann auch 40x und öfter "2001: Odyssee im Weltraum" in farbechter Kopie vom Originalnegativ, mit unbeschädigtem Ton und wie festgenageltem Bildstand erleben dürfen. Auch eine tolle Ton-Direktionalität, wenngleich in den 70er Jahren der Saalregler nachmittags runtergeregelt war. Keinerlei Streuungen, Aufhellungen durch Wände oder Decken, Beeinträchtigungen durch Nebengeräusche anderer Säle. Leider aber eine Randverzeichnung des Bildhorizontes. Der Saalverlauf verjüngte sich nicht, wie überall sonst üblich, sondern sog den Betrachter (fast wie beim Schwarzen Loch) direkt ins Rotundesegment: eine ungeheure Bildwirkung! Heinz Riech hatte zwar das Foyer später geteilt, aber vor dem grossen Saal hatte er Respekt: Das Foyer des Royal-Palast hatte ein konträres ästhetisches Konzept zum Gold-Blau des o. g. Hauses: ein starke Nüchternheit und Affinität zur Filmarchitektur Ken Adams: Ob allgemein alle alten Federkern-Bestuhlungen von 1965 / 1968 so "unbequem" waren (gegenüber dem heute überall geläufigen Multiplexstandard mit Kaltschaum-Polsterung), müsste erst einmal ergründet werden. :wink:
  8. cinerama

    Digitaler Filmton

    Diverse Filme sind farblich falsch kopiert, schwankend in der Dichte und im Szenenausgleich, sind im Extremfall schon in der Grundabstimmung entweder klatschblau oder giftgrün (auf ein und demselben Projektor mit dem von Dir erwähnten Alt-Spiegel so konstatiert) gewesen. Fehlerhafte Kopierwerksbearbeitung. Das Argument des alten Spiegels würde sich aber auf ein einziges Parameter beziehen, aber nicht auf ein solche geballte Ladung an Mißständen und fehlerhaften Korrekturen. -- "Nicht so schlecht" wie andere Verfahren ist DTS allemal, aber kein adäquater, verlustfreier Ersatz. Wir sind heute viel weiter: und mich wundert die Rückwärtsgewandtheit der Anhänger des digitalen Filmbandtons allemal. Vom bekannten Special-Venue-Format war bei den meisten 60er-Jahre-Transfers leider nicht viel zu hören: erinnert sei an FYLING CLIPPER, THOSE MAGNIFICENT MEN und PLAY TIME. Behauptet wurde aber ein diskreter Mix seit PATTON. Insbesondere bei PLAY TIME war die räumliche Auflösung eine Katastrophe. Wir haben den Film dutzendemale schon in Magnetton öffentlich vorgeführt. In DTS in sechs verschiedenen Kinos, auch mit Referenztonanlagen, gehört: die immerselbe Katastrophe in Bild (total verfälschte Eastman Color-Charakter) und Ton (Direktionalität kaum mehr höhrbar, vorherige Signal-Präsenz klang suppig und lau). Vielleicht lasse ich das Thema mit den 60er-Jahre-Filmen, da sich in diesem speziellen Bereich hier keiner auskennt. Für heutigen, volldigitalen Transfer und die heutige Filmbandwiedergabe mag DTS eine praktikable Lösung darstellen, inbesondere durch die Varianzbreite der Sprachauswahl. Dies als versöhnendes Wort.
  9. cinerama

    Digitaler Filmton

    @christian mueller: 1. Die Umspielung der 60er Jahre Filme auf neues dts-Kinoformat war extrem verlustbehaftet, hast Du sie nicht gehört? 2. Ich habe Umspielungen Perfoband -> 70mm Mag-Film in der späten Phase noch erlebt (also nicht in den 50er /60er Jahren) 3. Ich kann den Vergleich ziehen zwischen neuer dts-Filmkopie und authentischer 70mm-Magnettonkopie, weil ein Teil der Materialien mir vorliegt Welche Personen in diesem Thread äussern sich bitte über ihre eventuell ähnlich gelagerten Erinnerungen/Zugänge? Oder Einblicke zur Filmkopierung und zum Filmlook? "dts" betreffend lag doch der Vorschlag der 24 bit / 96 kHz-Übertragung vor. Und wurde nicht realisiert. Der Codec APT-X100 ist veraltet, wie erwähnt wurde. Bei Dolby Digital liegt er noch ungünstiger. Meinetwegen hier einmal die Wikipedia: Der DTS-Filmton befindet sich je nach Filmlänge auf ein bis drei CD-ROMs und ist datenreduziert mit APT-X100 bei einer Datenrate von 882 kbit/s. Die CD-ROM überträgt fünf diskrete Kanäle. Der LFE ist kein eigener Kanal, sondern wird in den Surroundkanälen übertragen. Wiedergabeseitig werden die Surroundkanäle bei 80 Hz aufgeteilt und auf den Subwoofer und die Surroundlautsprecher verteilt. [...] DTS [Video-Medien. - Erg. von @cinerama] wird als Alternative zu Dolby Digital vermarktet und verwendet wie das Konkurrenzsystem komprimierte Audiodaten, die mittels eines verlustbehafteten Verfahrens erzeugt werden. Die verwendete Datenrate ist bei Laserdiscs und CD 1.235 kbit/s, bei DVD sind bis zu 1.509,75 kbit/s möglich, die aber nur selten genutzt werden. Die Bitrate von DTS-Tonspuren auf Video-DVDs beträgt entweder 754,5 oder 1.509,75 kbit/s. Die Tonspur kann einen LFE-Kanal enthalten, der nur den für die Tieftonwiedergabe zuständigen Subwoofer bedient. Die vollfrequenten Kanäle reichen von 20 Hz bis 22 kHz, der Basskanal reicht aber nur bis 80 Hz (bei Dolby Digital 5.1 bis zu 120 Hz). Das verwendete Kodierungsverfahren heißt Coherent Acoustics. Die Datenraten sind jeweils deutlich höher als bei Dolby Digital. Aus der höheren DTS-Datenrate allein ist nicht unbedingt eine bessere Audioqualität abzuleiten. Die Qualität der beiden Systeme wird unterschiedlich bewertet. Allerdings wird sehr oft bei der Wiedergabe im Vergleich zu Dolby Digital eine höhere Dynamik und, ein gutes Audio-Equipment vorausgesetzt, klarere Wiedergabe erreicht. Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/DTS Dem füge ich nur hinzu, dass es sich um hörbare Unterschiede handelt. Dazu kommen offenbar verfahrensunabhängige (!) Beinträchtigungen durch Neumischungen bei 1960er Jahre-Filmen, denen es plötzlich fehlt an räumlicher Wiedergabe, präziser Darstellung der Streicherpassagen, der Klangtreue, des Frequenzumfangs, der Harmonischen - oder die, mit Wikipedia gesprochen, sich auszeichnen durch: verwaschenen Klang, mangelnde Brillanz, insbesondere in Höhen und Tiefen, sowie bei bestimmten Instrumenten (Hi-hat) Eben so hörbar wie Verluste bei der Bildkompression bei Anwendung der jpg-Funktion. Oder bei einer schlechten inakkuraten Umkopierung vom Cordband zur Kompaktkassete oder vom filmischen Dupnegativ zur Serienkopie. :wink:
  10. cinerama

    Digitaler Filmton

    Ah ja, die 70mm-Spuren, aufgebracht auf einer spröden Unterlage, klingen also genauso gut wie die Bandspuren auf professionellen Studio-Bandspielern. Das erfordert natürlich eine komplette Neubeschreibung der Geschichte des Tonbands, die hier intensiv und ausführlich diskutiert werden kann: http://www.esoterikforum.de Sie sind nicht "genau so gut", sondern es war kein klanglicher Unterschied heraushörbar. Synonym auch zu den Aussagen der Tonmeister und technischen Leiter, die ich heute noch kenne, die die Sache seit Mitte der 1950er Jahre oder ab den 1970er Jahren mitproduzierten. Immer Fragen des Systems, aber auch der Umsetzung. Datenkomprimierter Ton einerseits und eine inakzeptable Mischung andererseits. Zu "Jurassic Park" möchte ich mich nicht äussern, weil dazu eine nähere Beschäftigung gehört. Äussere mich nur zu Filmen, die man oft genug gesehen und verglichen hat. Was ist denn mit 2001? Tonbeschädigungen, die in jüngster Zeit (seit den 1980er Jahren) aufgetreten sind, aber auf den in den 1960er Jahren hergerichteten Anlagen höchst selten waren. Aber zum Verruf des Magnettonverfahrens beitrugen. Meistens wird dies mit dem Sarkasmus derjenigen hochgespielt, die fast nur mit neuen Medien und neuen Filmen (im Neuzustand) zu tun haben und im Wissen um Perfektion mit Verachtung darauf herabsehen. (Eine polemische Gegenfrage aber wäre: werden die Files moderner Studioproduktionen noch in 40 Jahren abspielbar sein? Vermutlich nicht in der Erstauflage, sondern erst nach Umkopierung, eben so wie bei alten Filmkopien. Obwohl sich die allermeisten Filmnegative und Tonmaster auch noch nach fast 6 Jahrzehnten erstaunlich gut gehalten haben, wenn prozessgerecht entwickelt wurde.) Nicht weil der DVD-Standard ein authentisches Farbmodell und den gleichen filmischen Farbraum überträgt, sondern weil diese starke Annäherung an das farbliche Original durch offenbar kompetenteres Personal umgesetzt wurde. Und das Mastering günstiger ist gegenüber einer Zahl von vielleicht sechs bis zehn Korrekturkopien, die bei einer Filmkopierung nach dem alten Prozess anfällig werden würden (und auf die man aus Kostengründen bei den Neukopierungen der Klassiker verzichtete). Auch dürfte der Digitalton der DVD / Blu ray Disc deutlich besser sein als das Filmton-Format dts, Dolby Digital oder SDDS [so zeigen es die Bit-Strom-Werte auf den Menüs auch an] und schafft somit, wenn keine starken Eingriffe in den Neuabmischungen vorgenommen wurden, eine stärkere Annäherung an das klangliche Original als die filmbandbasierten dts-Vorführungen der letzten Jahre. Was traurig ist und eigentlich geändert werden sollte. Habe mir jetzt Mühe einer möglichst objektiven Darstellung gegeben. Damit verschiedene Ursachen für die starken Abweichungen vom Original auch von einer anderen, fast noch gravierender ausfallenden Sicht beleuchtet werden können.
  11. cinerama

    Digitaler Filmton

    JURASSIC PARK ist 18 Jahre her: Pressevorführung im 'Filmpalast Berlin' über THX (könnte @TomCat auch etwas zu sagen). Der Ton war im Subwoofer effektreich, was sich schon im Sturm im Wasserglas anzubahnen begann. -- Zu den dts-Transfers von 60er-Jahre-Filmen ist eigentlich alles gesagt und jeder Irrtum ausgeschlossen. Es geht nicht um die "Schönheit" von Artefakten und harmonischen Verzerrungen" (die angeblich bei dts fehlen und herausgefiltert wurden), die man vermisst, sondern um einen dramatischen Verlust an Frequenzgang, Klangfarbe, Sättigung, Direktionalität, Bass-Präsenz usw. usf. nach diesen dts-Transfers. Die Abbildung war klanglich "verblasst", metaphorisch ausgedrückt. Betrifft alle genannten Filme und noch weitere. In etwa ein Unterschied wie zwischen dem geschätzten LPCM-Ton und einer MP3-Wiedergabe oder noch blasser. Jeder, den ich kannte, der die alten Original-Kopien mit ihrem Höchstzustand (!) kennt (einige Personen auch im Studio mit neueren Tonformaten hantierend) waren ebenfalls unangenehm überrascht. Manche wollen und können es vielleicht aufgrund ihrer Datenblätter und Reportagen einfach nicht glauben, aber es handelt sich um keine Zufallsbeobachtungen. Gegenteilig gemachte Behauptungen sind leider ohne jeden Vergleich zum Klangoriginal getroffen wurden. Für das die 70mm-Magnettonkopie nachwievor die einzig greifbare Referenz darstellen kann (wenn sie nicht gerade tongestört ist wie bei "2001" in der dt. Fassung). Auch schrieb ich ausführlich, dass hier bei der Hinterbandkontrolle beim Überspielen des deutschen Synchrontons vom Bandspieler auf 70mm-Film (Abhörung an Bandspieler und am Projektor möglich) keine Unterschiede heraushörbar waren. Man kann es ewig wiederholen, nur leider werden auch einige, die die alten Fassungen nicht kennen, nicht ausreichend in Erinnerung haben und auch einen solchen Produktionsvorgang nie mitmachten, immer mit Bezug auf ihre Datenblätter widersprechen. (Dieselben Debatten kreisten schon um die Farben oder die Schärfe filmischer Neukopierungen. Lustigerweise ist gerade die Farbe auf neueren Medien [DVD, Blu ray Disc] oft "authentischer" als die Farbe bei Neukopierung auf dem klassischen Filmträger: eine Folge von Inkompetenz.)
  12. cinerama

    Digitaler Filmton

    Wie willst Du die Leistung eines Tonsystems bzw. die Übertragung eines Magnetton-Masters auf dts einschätzen können, wenn Du das Master nicht kennst? Klarer Fall: die neuen "restaurierten" 70mm-Filme THOSE MAGNIFICENT MEN, PLAY TIME, FLYING CLIPPER, AGONY AND ECSTASY, DOCTOR DOLITTE, LAWRENCE, KHARTOUM usw. usf. klingen in dts so stumpf wie jede gängige heutige Dolby-Digital-Vorführung oder schlechter. Dramatisch besser hörten sich die alten Magnetton-Kopien derselben Titel an, die man ja nun kennt (oder noch aufbewahrt). @filmempire wird einige Titel bestätigen können, auch beschäftigt er sich mit den Tongüten der klassischen Roadshow-Filme schon viel länger als ich. -- Neue Mischungen und das vielgelobte lineare PCM-System würden Besserungen bringen. Für mich persönlich, bei zur Verfügung stehendem Neukopierungs-Etat, kämen solche Versionen bei den 60er-Jahre-Filmen bildlich und tonlich nie infrage: würde die Artefakte mit kopieren und das Original in Bild- und Tonverfahren möglichst unverändert lassen. Theoretisch ja. Aber nun kam es ja bei den oben genannten Fox- und Todd-AO-Revivals umgekehrt: das digitale Soundmaster verdarb den authentischen Ton vom Cordband in gravierender Weise --. T2 ist m.E. nur ein Film mit elektronischer Cluster-Musik ohne grosses Frequenz- und Orchersterspektrum (noch dünner als TITANIC, der wengstens einige Flöten, Saiteninstrumente und irische Volksmusikanleihen einsetzt), und ich könnte an einer "Syntheziser"-Musik wie T2 schwerlich guten Klang beurteilen, abgesehen von Aspekten der Dynamik, des Klirrfaktors und der Subwoofer. Nur reichen diese Kriterien mir nicht aus. Sinnvoller wäre wie schon erwähnt ein John Williams-Vergleich JURASSIC PARK vs. FAR AND AWAY. -- Fundsache von gestern war ein Report zu den "neuartigen" Magnetton-Transitorverstärkern im Europacenter Berlin von 1965, Oma 6 von Philips. Laut Filmvorführerforum einer der schlechtesten Verstärker überhaupt. Laut Datenblatt ein Frequenzgang von 20 bis 20 kHz und ein Klirrgrad von 0,1 %. Wenn demgegenüber DA-10 und konventionelle JBL-Boxen (die Standardvariante im filmischen Digitaltonzeitalter) von Anfang der 1990er Jahre einen besseren Ton erzeugten, bitte ich um Erläuterung. Betreffs Dynamik Surround-Kanal und Subwoofer sicherlich. Ansonsten... --- Wegen des Wunsches von Salvatore Di Vita habe ich die Clips an einen Kollegen hier im Forum gegeben, der sie freundlicherweise auf seinen Server lud: Fazit: die Hybridform Film/Digitalton von 1991 hat sich als Ehe nicht bewährt. Sie ist gescheitert und hatte nicht einmal eine Zeit von 20 Jahren überstanden. Evtl. sind SDDS und DOSCAR toleranter einzuschätzen, wurden aber nicht mehrheitsfähig.
  13. cinerama

    Digitaler Filmton

    Bei Deinem Clip-Beispiel erinnert mich der Ausschnitt an den Anfang von APOCALYPSE NOW - und hier im exotischen Format geringer als 2: 1 kopiert ist. Das derbe Korn und die schwache Farbsättigung dieses Dups ist ja bei dessen 70mm-Version bekannt, das Seitenverhältnis auf 70mm noch nicht. Eine Kopie, die sicherlich keine Freude macht. Ist das eine Szene aus DAYS OF THUNDER, wie Hart sie betitelt? Jener war doch in 2.35 : 1 ? Ist das nicht Martin Sheen auf dem Bild?
  14. cinerama

    Digitaler Filmton

    CDS im Kinepolis Brüssel Anfang der 1990er Jahre erlebt auf 70mm. Man beschloss aber kurz nach dem Einbau gleich wieder den Ausbau, um auf die sich anbahnenden Dolby-Patente "umzurüsten", sagte mir damals der Betreiber, der alte Herr Bert.
  15. Von Haus zu Haus und von Gerät zu Gerätetyp die bekannten Unterschiede, aber doch auch eingelaufene Standards: abhängig von der Konstruktion und den Erfahrungen bei Serienkopierung und der Wartung. Bei der Schmitzer-Naßkopierung kenne ich nur 180 Fuß (für Muster, gibts heute kaum mehr) und 60 Fuß (Interpositiv-Herstellung). 240 Fuß, 480 Fuss gelten ("meines Erachtens") für noch optimalen Bildstand bei einem Pendelprinter als vertretbar. Vor 20 Jahren kopierte ein Londoner Werk schon mit 960 Fuß, doch grenzwertig, denn im Rücklauf zeigten sich bereits Beeinträchtigungen, weshalb man das gekoppelte Negativ (unter Abhebung der Rollen am Printer) komplett zurückrollte und auf den Rücklauf verzichtete. Plötzlich mussten innerhalb innerhalb von 10 Tagen 2000 Kopien hergestellt werden. In den 1950er Jahren für 80 Kopien hatte man noch 3 Monate Zeit gehabt. Und mittlerweile wurden die Kopier-Geschwindigkeiten noch weiter angehoben (was meine Frage wäre: wieviele Werke, gerade bei den amerikanischen Blockbuster-Kopierungen, haben das noch im Griff???). Man hörte von abenteuerlichen Einrichtungen, bei dem riesige Rohfilmmengen von einem Stockwerk ins andere liefen. Abgesehen davon, dass das Dupnegativ auf einem grossen Teller mittlerweile gekoppelt wurde. Das alles gibt es in old Germany nicht, weil derartige Kapazitäten in kurzer Zeit nie der Auftragslage entsprachen. Ich glaube, als erstes Werk hatte De Luxe mit 960 Fuss-Kopierung begonnen (damals noch lichttechnisch nicht bewährt, keine kurzen Abstände schaltbar. Bei Geyer ist das bei den neueren Modualprintern mittlerweile optimiert worden). Geyer hat heute immer noch eine breite Pallette: Aufträge für Trailer z.B. werden (zeitsparend im Schleifenschrank) auf alter B&H Model C mit 180 Fuss kopiert: mit einem wie festgenagelten Bildstand. Das war vor 25 Jahren eben so dort wie auch bei Arri noch anders, als HFC bei einer "Mischgeschwindigkeit" von etwa 500 Fuß (also nicht 480 Fuß) kopiert wurde: Negativgefährdungen, schlechte Bildausleuchtung, Schaltwischer, Bildstandsprobleme, Bildstrichtverschiebungen waren die Folge. Anfang der 1990er Jahre, ist dunkel erinnerbar, waren noch gehärterte Zahnkränze von Peterson geliefert worden, um die Schlupfbildungen und Aufschwingvorgänge zu reduzieren. Dneueste Modularprinter steht jetzt bei Arri in München. Trotz 960 Fuss mit fantastischer Qualität. Nur die klassischen Filmtechniker wie Reidin... u.a. sind wohl mittlerweile gegangen, nur noch Herr W. Brus. im Amt. Und bei Geyer noch zwei Lichtbestimmer der alten Schule (es gibt mittlerweile so gut wie keine Lichtbestimmung mehr vom O-Negativ). Andere Eindrücke/Erfahrungen? Vielleicht aus dem Ausland? Würde mich freuen.
  16. Bavaria und Geyer kopieren auch noch mit Normgeschwindigkeit (gegenüber anderen Massenkopierwerken). Mit oftmals verblüffenden Folgen. So z.B. Kleinaufträge (Trailer), die auf dem Modular-Printer gezogen werden: mit perfektem Bildstand. Ende der 1990er Jahre war die Kopiengüte (nicht nur bei Geyer und Bavaria, sondern auch bei Arri) nochmals besser (zuderzeit noch amtierende Lichtbestimmer und Chemiker für sämtliche analogen Prozesse, und damals noch kein Umweg über das gütemindernde 2k Digital Intermediate, sondern konventionelle Internegativ-Kopierung der "4. Generation" und völlig zufriedenstelllend). Das wissen aber die wenigsten im derzeitigen Kinogewerbe, dass das mal ein perfekter, hochauflösender und kontrastreicher Produktionsweg war. Nachdem das Overscreening kam und die pro-Kopienumsätze für Verleih und Kino sanken, wurden die Zahlungen an die Kopierwerke immer geringer. Mit den bekannten Folgen ...z.B. Einzug des Grossfernsehens in die davon bisher verschonten Filmtheater.
  17. Auch auf 70mm IMAX: http://www.moviepilot.de/news/es-kommt-...nen-104084 (Vorbehalt: der Artikel schreibt von "gelungener" Umsetzung von DARK KNIGHT auf IMAX-Format. Tlws. aber war diese Umsetzung "misslungen": farblich schlechte Wiedergabe der 65mm-IMAX-Sequenzen und eine Unschärfe mit stehendem Korn bei den 35mm-Scope-Transfers (d.h. hierin unter dem Niveau von 70mm-Blow-Up-Kopien der 1960er Jahre liegend). INCEPTION leider nicht in IMAX Berlin - Sony-Center. Dort begnügt man sich mit doofen Animations-Sequels wie TOY STORY 3 und SHREK 4 in 2k Animation.
  18. cinerama

    Digitaler Filmton

    Na dann her mit dem Material. ;-) Mein Website-Programm zum Download ist defekt (was schon Mr. Brillo anprangerte) - also müsste die betreffenden Film-Clip-Abbildungen jemand hier hochladen (schicke ich gern zu an die private eMail-Adresse. Wäre das möglich?). -- Zu Nyquist/Shannon/Fourier-Transformation sowie Aliasing und Quantisierungsproblemen eine (schon etwas ältere) aber noch nachvollziehbare Abhandlung: http://tams-www.informatik.uni-hamburg....gehoer.pdf (Abtasttheorem/Überabastung ab S. 52: "Quantisierung erzeugt störende Nebensignale") Zu DOSCAR auch der FKT-Artikel vom Entwicklungsingenieur interessant (von mir zusammengefasst): In FKT 10/1991 begründet Anders das Verfahren aus kulturellen und historischen Erfahrungen: vor allem die Diskrepanz der "Tag und Nacht" Walkman-hörenden Jugend zum immer noch monauralen Lichtton in der DDR Ende der 1980er Jahre sei nicht mehr hinnehmbar gewesen. Über den Magnetton urteilt er, unschwer zu erraten, niederschmetternd: "Die in den 50er und 60er Jahren installierte Mehrkanal-Magnettontechnik mit den unterschiedlichen Systemvarianten [meint er die umgekehrt einsetzende Schleusenfunktion des 12 kHz-Filters bei den 35mm-4-Kanal-Magnettonfilmen bei Ost und West? Was variierte noch?] brachte zunächst die erwartete bessere Tonqualität. Mehrere, inzwischen bekannte Gründe ließen nach einiger Zeit diese hybride Verbindung zwischen Photochemie und Magnettontechnik scheitern. "Wie in mancher Ehe", entsprach die Alltagsbelastung und Langzeitstabilität nicht den Anforderungen. Der Verschleiß und die Löschbarkeit der Magnet- [Ende S. 546]schicht sowie die Inkompatibilität zum Lichttonverfahren führt unter anderem dazu, daß man sich später dann lieber wieder mit einem weniger guten, aber vorhandenen und viel billigeren Lichtton begnügte. " Weiter geht es im Text mit Erinnerungen an frühe 2-Kanal-Stereo-Versuche der DEFA ("Ernst Thälmann", DDR. 1954) , dem 4-spurigen Lichttonverfahren "Colortek" von 1978 mit unzureichender Kanaltrennung. Nach Beschreibung des frühen Dolby-A-Lichttonverfahren und seines Erfolges erwähnt Anders "die damit immer gewährleistete problemlose Abspielbarkeit der Dolby-Stereo-Lichttonaufzeichnung auf jedem Mono-Projektor verhalf (so paradox das klingt) dem Verfahren zweifellos mit zu seinem Erfolg." Er fährt fort mit einem Dolby-kompatiblem System, dem amerikanischen Ultrasound [er meint Ultra Stereo?] und das weniger bekannte "Superphon"-Verfahren aus der UdSSR und bezeichnet es als Weiterentwicklung des aus der Magnettontechnik bekannten "Stereozvuck" 3+2+1-Verfahrens. Möglich geworden sei aber durch die integrierte Mikroelektronik eine digitale Signalverarbeitung, die dennoch Probleme bei Wandlung eines Analog-Signals in ein digitales Signal und umgekehrt brächten, da zur damaligen Zeit, auch bei den Rundfunksendern, die Quantisierungprozesse zur Einbusse von Qualität führten. Hohe Bandbreite, Dynamik und das Signal-Rauschverhältnis sind aber Voraussetzung für eine Abspeicherung auf Filmträgern, auf denen sich die bildfreien Räume bis hin zum Bildstrich anböten. [s. 547] Es werden von Anders aber "filmgeschichtliche" und "praktische" Erkenntnisse angeführt, die gegen "Zwei-Träger"-Verfahren (Nadelton, CD, R-Dat: "Tendenz zur subjektiven Desorientierung"), aber auch gegen ein "hybrides Ein-Trägerverfahren" sprächen. Eine transparente Magnetschicht nach dem Kodak-"Datacode"Verfahren als Speichermedium, aber auch ein Spektrum außerhalb des sichtbaren Bereichs (Fuji-Vorschlag) setzen sich nicht durch. Nur eine photochemische, in einem Arbeitsgang kopierbare Variante, konnte daher in Betracht gezogen werden. ur Verfügung standen die Abtastbreite der genormten Lichttonspur von a. 1.9 mm als Minimalwert und b. 3 mm als Raum zwischen Bildkante und Perforation als Maximalwert (flächenmässig bei 4-Perf-Transport für a. 36.1 mm und für b. bei 57 qmm liegend). Bei einer Breite der Randspuren von 2 mm ergäben sich an jeder Seite sogar 38 mm Raum [er ahnt das SDDS-Verfahren voraus?]. Die diskontinuierliche Abspeicherung auf den Bildstegen wird erwähnt und dabei die Paramter des Kinoton-Systems [er bezieht sich vermutlich auf das "HDFS"-System] angeführt. Bei Nutzung der Perforationsstege auf beiden Seiten zeige sich eine nutzbare Fläche von 30.91 qmm je Bild und Seite [er erahnt das kommende Dolby-Verfahren]. Anders nimmt dann Bezug zum Auflösungvermögen des Farbfilms (das er bei 50 Linien/qmm festzulegen glaubt): demnach 1 bit pro Pixel, das zum bit-Strom von 10 kbit/qmm führt bei einer Pixelgrösse von 10 Mikrometer. Bei den erwähnten Beispielen läge die Varianzbreite des Bitstroms zwischen 0.6 und 18.24 MBit/Sek. bei einer Transportgeschwindigkeit von 24 B/Sek. [= 456 qmm]. [s. 548 - Teil 1 von 2]
  19. In einer anderen Stadt nannte ein Kulturdezernent ein solches Modell "Public-Private-Partnership ". Und manchmal müssen auch Kinematheksleiter weichen: http://www.derwesten.de/staedte/duessel...47113.html Eine moderner, am Markt angepasster Weg sieht anders aus (post vom 23.5.2009 - aus einem anderen Zusammenhang gegriffen): (Post vom 23.5.2009 in http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...start=1215)
  20. Sollten die oftmals als angestaubt gescholtenen Kinematheken nicht besser von einem erfolgreichen Geschäftsmann mit Multiplexerfahrung lernen? Warum also übernehmen nicht die karlsruher Schauburg-Betriebe die 'Kurbel'? Die Kinemathek in Karlsruhe http://www.kinemathek-karlsruhe.com/home.asp könnte doch auch gleich in die Schauburg ziehen? Mehr Offenheit gegenüber modernem Mainstream (anstatt nur verstaubter Autorenfilmgeschichte), Einbau von Catering, Einführung von Gewinnspielen, Kinderfilme aus der Lasseter- und modernen Disney-Production, günstigeres Personal usw. - sprechen sie nicht eher den heutigen Geschmack an? Dass kommunale Kinos weiterhin gefördert werden, wird in anbetracht privatwirtschaftlicher Erfolge bestimmt bald unter Beschuss geraten.
  21. Er hat sich selbst dazu bekannt. Merke: "Bei Wölfen und Eulen ... lernt man das Heulen"
  22. Danke für die freundliche "Übernahme" auch unseres Titels durch Herrn @sturges. Frech und flott wie folgt geschehen: Postfix "berlin" entfernt und gegen "com" ersetzt, nachdem er von uns erfuhr. Seitdem landen unsere Leser regelmässig auf einer karlsruher Seite.
  23. cinerama

    Digitaler Filmton

    Dazu meine Verständnisfrage: a. "Perfekte moderne digitale Strecke": Umfasst das die hier gelobten 60er-Jahre-Transfers auf datenkomprimierender dts-Kinowiedergabe? Hier höre ich nur Ausweichendes. b. Wer wünschte wirklich Fehler des analogen Systems zu konservieren? Es geht darum, Vorzüge zu konservieren. Wer im Zweitpaket der Konservierung "typischer" Artefakte übernehmen möchte, kann auch das gerne aus zeithistorischen Motiven tun. Das ist so nicht. Kein Loblied auf einen "warmen Klang", sonstige Wärme oder den Kult der Schallplatte. Wäre dankbar, wenn man nicht in den Topf der Schwärmer geworfen würde. Ist nicht das Anliegen. War mir bis jetzt unbekannt, man lernt immer noch dazu. Würde ich gerne überprüfen. Um nicht lange suchen zu müssen, welche ISO bzw. DIN wurde "zugunsten" von DTS bearbeitet? Die DIN-Normen gestern nicht eingeschaut. Also gelten sie wohl noch. Angebotsweise kann ich ein Schaubild für die Veränderungen der Lichttonkameras mit Einführung von dts zusenden: denjenigen würde ich dann bitten, das Bild hier einzustellen (geht bei mir momentan nicht). -- Ist jemand bereit, das Datenblatt hier einzustellen? a. Dein Zitat war nun: Heute durchläuft das Signal nach der Vorverstärkung eine 24 / 192 Strecke bis zu den Endverstärkern. Klingt besser. Ich verstand, dies sei der heute gängige Gebrauch. Er bezieht sich aber nur auf eine Minderheit der installierten Anlagen. Panstereo besitzen m.W. nach die Kinematheken in London und Oslo (National Filmtheatre und Norsk Filminstitutt: in beiden machten wir Vorführungen und Klirr- und Verzerrzungsgrad waren deutlich niedriger als auf früheren Vorführungen über CP 100,. CP 200, CP 55 oder auf defekten Röhrenverstärkern, die aber auch schaltungstechnisch fehlerhaft konzipiert waren.). Panastereo steht weiters in Deiner Nähe, in einer berliner Kino der City-West sowie noch in einem weiteren, mir entfallenem Haus: das sind in Europa 5 Spielstätten, die aber nur selten 70mm Magnetton spielen (NFI ausgenommen). Die häufig spielenden Häuser befinden sich in Bradford, Karlsruhe, Krnov, AFI L.A. Bisweilen auch Innsbruck, Berlin (2 Stätten derzeit), Zlín und Copenhagen u.a. Diese realisierten eine andere Lösung für ihre Magnetton-Installationen. [und wir möchten versuchen, schaltungstechnisch die rein analoge Übertragerkette zu rekonstruieren, um den Grad der exponentiell zunehmenden Verzerrungen, der Rauschverhaltens und des Klirrfaktors herauszufinden. Sind sie vertretbar, würde diese Kette eingesetzt werden. - Ist aber bewiesen, dass nur die heute anzutreffenden 24 / 192 Strecke verhindert, dass seitens der Wiedergabeverstärker der MT-Wiedergabe störende Artefakte hinzugefügt werden, dann wird diese Variante irgendwann angeschafft.] Du siehst den Kinosaal also als Effektgerät, welches den guten Kinoton ausmacht? Also schafft Deiner Meinung nach der Magnetton auch keine wirklich gute Wiedergabe, da er den großen Kinosaal zum "klingen" braucht? Sorry, aber dann haben wir sehr unterschiedliche Vorstellungen von hochwertiger Tonwiedergabe. Die unterschiedliche Vorstellung ist ja kein Frevel. Bezogen auf modern gemischte Filme seit den 1980er Jahren (daher auch die Einführung eines sog. THX-Standards) gibt Dir der moderne Saalbau in vielen Fällen recht. Ja: in bezug auf die Mischverhältnisse und Studio-Akustik vorhergehender Dekaden (und ich sehe mehrheitlich alte Filme) wirken moderne Säle wattig und zu trocken. Sie sind akustisch dafür nicht geeignet. Neben den vorhandenen Tongeräten mit Rotlichtabtastung, was bereits für alte Mono-Wiedergabe nachteilig ist, ergaben sich hier in der "Summe" heutiger Filmtheatereinrichtungen hörbare Nachteile. -- Mir ist bekannt, dass Akustik-Profile in einem Prozessor simuliert werden können (bei Heimkinoanlagen üblich). Auch das ist eine interessante Lösung. Oder man betreibt den Aufwand einer Wiedergabe mit authentischem Equipment und begibt sich in einen historischen Saal. Womit diese Fragen nach den technischen Prüfungen auch einige philosophische Wendungen annehmen - was sowieso unumgänglich ist. Welche Ergänzungen meinst Du? Ein Satz von Dir über irgendwelche Filmreste, sonst kam von Dir nur eine "Werbesendung" für Magnetton. Nun verdamme mich mal nicht endgültig. Die sog. Filmreste waren schon manches mal oft letzter Anhaltspunkt für die Existenz eines Verfahrens. Konkret ist das hier vorliegende Filmstück von meinem Mentor wie folgt beschrieben: "DEFA 1990. Dr. Anders. Digital in der analgen Lichttonspur! Schwarzes Feld mit Lupe lesen! DOSCAR: Digital Optical Sound Compatible Analogical Recording". Und eine Literaturhinweis: "FKT, Nr. 10, 1990". Wenn man sich mal trifft, kann ich da Filmstück gerne mitbringen. Da ich tontechnischer Laie bin, bitte ich Dich um weitere Beispiele für Stefans Anfrage, da Du den Fred ja trennen wolltest. Es handelt sich um ein Stück des Tonnegativs mit folgenden Eintragungen im Bildfeld: DEFA DOSCAR. Versuchsreihe 1[2]3456789 [1]234567890 12[3]4567890 analog x digitalisiert digital 960 1920 3840 7680 480 Frequenzen ________________ Amplitude 70% Diesen Clip sowie ein Stück Positiv vom Verfahren LC-Concept (Premiere während der IFB mit "Arizona Dream") und "Jurassic Park" mit deutschem dts-Ton habe ich gerade mit der Digi-Knipse eingefangen...
  24. cinerama

    Digitaler Filmton

    Das kann ich nicht mit allen Häusern ineins bringen. "Heute", wenn Magnettonkopien (zumeist nur auf einschlägigen Festivals) zum Einsatz kommen, dann m.W nach in der Minderheit über die 24 bit / 192 kHz Strecke. Die meisten Festival-Kinos spielen doch noch mit CP200, CP55, CP65 osteuropäischen Verstärkern oder Selbstgebautem: minderheitlich also mit Panastereo oder CP500. Oder das änderte sich in 2009 durchgreifend. Es hat bisher niemand hier Deine Frage beantwortet. Ob man da Freds trennt oder nicht, ändert nichts daran. Ein recht häufiger Gesinnungswandel, den ich bei Dir konstatiere. Vormals eines Verfechters gegen Dolby SRD, der jenes Verfahren stets in Nähe des Monoschalttons rückte und noch alte Klangfilm-Mono-Lichttonfilme darüberstellte. Schon vergessen? Falls ich es falsch verstand, müsste es deutlicher ausgedrückt werden und von Polemik absehen. -- Da der Ausgangspunkt des Threads war, nach filmbandbezogenen Digitaltonverfahren zu forschen, und ausser von meiner Seite keine Ergänzungen kamen, wechselte die Debatte eben auf die vorhandenen Filmbandverfahren. Ist doch in Ordnung, oder? Bei diesen gibt es m.W. kein LPCM-Format. Welches moderne Digitaltonverfahren im Film-Kino meint man also in dieser Debatte? Sie sind alle komprimiert und hören sich auch so an. Und es ist von beträchtlicher Relevanz, dts ein Versagen beim Transfer der alten Magnetton-Master vorzuwerfen. Ein Skandal gerade in der Replizierung von Soundgüte, welche durch ein nennenswertes Studio einst zu höchsten Levels geführt wurde. Dazu kein Sterbenswörtchen - man hört hier weg, weil es eine solche Mindergüte eigentlich gar nicht beim Ablesen der Firmenparameter geben darf und fragt noch frech nach, was denn alte Filme damit zu tun hätten. Vom Hang zur Verklärung harmonischer Verzerrungen bei bestimmten Wandlern (mit Gegentakt bei Röhre oder selbst noch auf Transistor-Verstärkern und ohne Übertrage usf.) distanziere ich mich natürlich. Nur weil etwas alt und original ist, klingt es mitnichtend natürlich, gut und sauber. Es mag ja sein, dass an der Seestr. beim SDDS-Einbau der Ton noch am ähnlichsten der heutigen Studio-Praxis sich näherte, aber weder in den fast schalltoten Räumen noch in den SDDS-Mischungen hörte ich bisher einen Orchesterklang. Zu diesem Klang gehört nicht nur Sauberkeit, sondern auch ein voluminöser Kinosaal. (Das mindert zwar nicht den Codec bei SDDS und seine nach Deinen Worten "längere Haltbarkeit" als bei Magnetspuren [ich erlebte schon das Gegenteil], sondern eher, dass SDDS kaum jemand in der vorgesehenen Frontbeschallung in diesem Lande aufbaute und auch die damit verknüpften Action-Filme selten etwas mit Orchestermusik zu tun haben. Warum sollte man also für SDDS Aufpreise zahlen? Für einen Frequenzgang von 20 bis 20 kHz (analog zu Dolby SR*D) und damit eingeschränkter als bei Dolby-A-Magnetton? Nach 150 bis 200 Durchläufen sind bereits Verschleisserscheinungen an den SDDS-Kopien bemerkbar ( http://www.filmvorfuehrer.de/index.php/SDDS ) : wo Du vom Gegenteil sprichst, gar von bildlich nach nur 1500 Durchläufen nicht mehr wiedergabefähigen 35mm-Kopien berichtest, die dennoch eine perfekte SDDS-Spur besässen. Vielleicht liege ich falsch, aber diese Spur reibt sich schneller ab als jede Tonspur der bisherigen Filmbandschichte (von TriErgon einmal abgesehen): und auch das DCM, das den Fall-Back auf die gegenüberliegende Filmkante führt, ist zwar toll gedacht, setze aber ungefragt auch ein, sobald grobe Klebestellen auftauchten (bei den Analogverfahren undenkbar!) - und auch die Modulation ist hernach nicht mehr dieselbe, zumal die vormals diskreten Aussenkanäle m.W. nach dem Fall-Back gemischt werden: Links/Mitte-Links und Surround Links werden als Summensignal auf den Links-Aussenkanal geführt. Bei den rechtsseitigen Kanälen das gleiche Verfahren. Die Summierung nach DCM wird allenfalls durch Pegelunterschiede zwischen den Kanälen Links, Mitte-Links und Surround-Links "differenziert", obgleich sie (toninhaltlich) die gleiche Information erhalten. Das mag laienhaft umschrieben sein, aber wenn man beim SDDS-Gerät den Laser auf einer Seite der Abtastung abdeckt und den Fall-Back herbeizwingt, kommen deutliche Klangunterschiede zum Tragen bis hin zur MP3-Güte und Strömen von 32 kbits o.Ä. Pegel, Dynamikverhalten, Kanalrichtung und Frequenzumfang bleiben zwar bestehen, aber es erscheint mir (das mag ein Irrtum sein) als Fall Back wie eine Krücke. Dagegen habe ich einige über 55 Jahre alte Magnettonkopien, die ohne Fall-Back, ohne Datenkompression, ohne Schwindel und ohne Unterbrechungen an Klebestellen und Aktwechseln stets kontinuierlich wiedergabefähig sind. Auch noch nach 2000 Durchläufen. Deine Begeisterungsfähigkeit für SONY hätte ich gerne. (Oder spare sie mir für das photochemische Bild auf - was garantiert als nächstes hier niedergemacht wird.) Viel Geld zahlen für modernen, digitalen Kinoton, der doch in den meisten wattigen "Filmtheater"-Räumen der Postmoderne und Plexe verpufft und bei den Blockbuster-Hits wenig mehr als Rums-Effekte beinhaltet? Zumindest einmal hinterfragungsfähig, ob das alles "perfekt" sein soll. Von einem aber gehe ich nicht mehr ab: Die Einführung des digitalen Kinotons war filmhistorisch keine Revolution des Kinos und kein akustischer Paradigmenwechsel. Entgegen der Einführung des Mehrkanal-Magnettons im Kino 1952. Wer das behaupten sollte, verdummt das Volk und macht sich zum Maskottchen einiger derzeit marktbeherrschender Firmen. Kann man das nicht klarer ausdrücken? Man muss raten, ob damit eine Anspielung auf CDS gemeint ist. Dann ist mir auch nicht klar, worauf sich die "Einhaltung der internationalen Normen" beziehen soll: a. auf die Güte einer Digitaltonspur auf Filmband oder b. auf die Fortexistenz der Rückwärtskompatibilität der optischen Tonspur seit 1927, die zwischen Bildfeld und Perforation liegt? Hätte die eine oder andere Norm denn die Einführung von CDS verhindern können, oder war das Aus für das Verfahren weniger aufgrund einer Norm, also durch den Sieg der Marketing-Politik von Dolby zu verantworten? Zur Internationalen Norm eine Nachbemerkung: Die Norm der Spaltbreite der klassischen Tonspur ist ohnedies, als die dts-Time-Code-Spur einbelichtet wurde, geändert worden (auf 2.13 Inches Breite und 1.94 Inches für den Abtastbereich), und die alte Norm existierte schon gar nicht mehr. Beim Monoton-Aufzeichung ist die Trennspur inmitten der Doppelzackenschrift nochmals schmaler gehalten, und beide Spuren stehen noch enger zusammen als beim Stereo-Format. Wie dieser "Standard" dann zugunsten der bisherigen Dynamik bei SR-Lichtton-Modulation und erst recht für Mono-Lichtton sich auswirkte, kann man sich vorstellen. Der Tod der analogen Lichttonspur in meinen Augen eben so, wie zeitverzögert die instabilen Digital-Tonschriften, kopiert auf 35mm-Kopien, den Tod des Films einleiteten. In meinen Kopierwerksunterlagen (wozu ist sonst die Nachtschicht da) finde ich diverse Hinweise auf Voreinstellungen der Lichttonkameras. Und ständige Firmware Upgrades schon 1993, die zu Magnettonzeiten noch undenkbar waren. Die Sound-Kamera heisst in der ersten Mappe übrigens nicht LLC 3, sondern LLK 3 zusammen mit DSP 56002 von Motorola (MWA-Mitteilung vom 7.12.2002). Dann ist von 2000 Theatern die Rede, die "Jurassic Park" spielen, von denen auf einen Schlag etwa 1000 mit dem System überrollt worden sein sollen nach Aussage von Allen Sutton (und nach Aussagen von @DiVita auch fehlerfrei funktioniert haben). -- In 2 Stunden ist Schluss hier, dann räume ich mal das Regal von diesem Ballast - das fliegt in den Müll, damit hier wieder Analoges Platz findet. :wink: In Erinnerung an einige ältere Kollegen, die von uns gegangen sind, einige ihrer Zitate - und sie verweisen bei aller Streitlust auf noch andere Zusammenhänge, die deutlich über das Ablesen von Datenblättern hinausreichen: die messung eines geräuschspannungsabstandes sagt nicht das geringste aus. höchstens dass man ein auf messwerten beruhendes ergebnis anstrebt. ich kann einer solchen argumentation nichts abgewinnen. nur der gehörmassig ermittelte tatsächliche rauschabstand kann eine realistische aussage über den tatsächlichen erzielten klang preisgeben. weil ein hersteller etwas anbietet heisst das noch lange nicht dass es auch sinnvoll oder gar notwendig ist. anti-rauschkram hat sich bei bandmaschinen ohnehin nie durchsetzen können. wenn sie aber trotzdem und um jeden preis einen dieser unsäglichen klangruinierer zum einsatz bringen müssen so kann es entweder nicht um qualität gehen oder mit ihrer bandmaschine bzw. ihrer anlage stimmt etwas nicht. immerhin bleibt der klang nach einsatz dieser kompressionen ordentlich auf der strecke. Expert Grouper er muss auch den schrillsten spitzesten und widernatürlichsten klangbrei ohne beschädigung wiedergeben können. all das sind digitale "klangeigenschaften" die es in der natur und bei rein analoger übertragungskette nicht gibt. ein weiteres trauriges kapitel in der "modernen" "signalübertragung".
  25. Feudalistisches Denken auch noch im Nachkriegsklüngel der Lichtspielhäuser (an dem der "Zusammenbruch" spurlos vorbeiging). Dabei wurde Meinungsfreiheit gerade als Korrektiv des wirtschaftlichen Ringens im 19. Jhd. eingeführt, um den sog. "Wettbewerb" und das "Wachstum" zu beflügeln: "Selling Democracy". Seit "Nine-Eleven 2001" sprach man dann oft von der Epoche der "Vor-Aufklärung", der Ängstlichkeit und eines neues Mystizismus.
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