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Darauf habe ich schon vor sechs Jahren in diesem Forum hingewiesen, da waren Sie noch kein User hier. Aber vielleicht liegt das Grundübel ja im 2K-Mastering? In der 1080p-Quelle? So würde ich das sehen, und nicht erst seit gestern. Über flaue Bildpanoramen bei der 1080p-AVATAR-Produktion selbst in herrlichster DCI-Projektion wurde auch in diesem Forum einiges geschrieben - in anderen übrigens noch mehr. :(
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Ist bei mir zitativ nicht belegbar. Bitte herzlich von Unterstellung und Umformulierungen abzusehen. In der Plattheit, in der leider verschiedene Prozesswege einfach von Ihnen nivelliert werden, ist eine Diskussion vollkommen sinnlos. Kindergarten und Nachhilfestube ist das hier. "Super" gegenüber was? Gegenüber welchen anderen Kino-Optik-Herstellern? Bin sehr gespannt, was jetzt kommt.
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Sehr richtig. Volle Zustimmung. Entweder man argumentiert filmisch kompetent oder lässt es sein. ("Überflügeln" bei der 35mm basierten 3D-Projektion wurde als Wort der US-Filmvorführerszene entlehnt: es wurde von mir glasklar aber nicht in Zusammenhang mit einer besseren Auflösung bei 2K-Ausbelichtung in Zusammenhang gebracht. Wer mir das weiter obenstehend unterstellt, verfolgt Verunglimpfung-Ziele, nicht aber Klärungsprozesse.)
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Absurd, weil die Veranstaltung nach meinem Kenntnisstand auf einem mehr als 20 Jahre alten, ganz normalen F 30-Projektor stattfindet, der somit repräsentativ für die gängige Kinopraxis ist. Das Korn stammt kommt vom Negativ oder vom Master: es halbiert sich nicht, nur weil auf ein verkleinertes Bildfeld des extrem (!) hochaulösenden Printmaterials kopiert wird. Das Korn oder Auflösungslimitationen sind ein Symptom der Aufnahmequelle/des Masters - aber nicht des Kopienmaterials! Wann bitte begreift das auch ein filmtechnischer Laie? Hier schreiben Sie : Es tut mir ja leid für Sie, dass Technicolor das Mastering nicht Ihnen übertragen hat. :wink:
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Ob es soviel kostet oder nicht, kann einem schon langsam egal sein - wenn man endgültig von solchen qualifizierten Beiträgen - Verzeihung - "die Nase voll" hat:
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..... etwas mehr als Super 16..... oder etwas weniger als 1:1,85 Die Betrachtung zielt auf die Bildfläche. Die "Auflösung" angehend, ist das nicht übertragbar, da man auf Printmaterial, wenn man wollte, selbst bei einer kleineren Bildfläche 4KAuflösungen und mehr unterbringen könnte: alles eine Frage des Negativs oder des Digital Intermediates/der Ausbelichtung. Seit Monaten geistert jetzt im Forum das Schreckgespenst von der "halben" Auflösung umher [die, wenn sie störend und gering anmutet, fast immer vom Master und vom Negativ, also der Kopier-Quelle stammt). Das mit der halbierten Auflösung bei Technicolor 3D stimmt kopierwerkstechnisch/postproduktionsseitig einfach nicht. Du meinst die digitale Doppelprojektion? Die habe ich auch in mehreren Städten gesehen und fand sie z.B. in Dresden zu dunkel. Ansonsten in Sachen 35mm 3D: das Licht soll mit einer noch sauberen Metallwand und der neuen, sehr lichtstarken hochmodernen Optik von Technicolor nach Berichten aus US-Vorführerkreisen ausreichen oder gar die Brillanz durchschnittlicher DCI-Installtionen überflügeln. Ist also eine Frage der Installation der Lichtquelle auf dem Einband-Projektor.
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Tschuldigung für die Verzögerung - Milano dauert noch etwas, aber es ist nur ein wenig aufgeschoben... Sorry, aber das möchtest Du doch wohl so nicht stehen lassen, oder? Du kannst doch nicht allen Ernstes THX (welches KEIN Aufnahmeverfahren darstellt!) mit Dolby-kodiertem Ton vergleichen! :shock: Möchte mich korrigieren, weil eine unzulässige Plattitüde. Tonformat und Beschallungsverfahren sollte man immer trennen. Das man trotzdem ins begriffliche Fettnäpfchen tritt, hat vielleicht auch mit dem damaligen Wandel der Filmformat-PR-Slogans zu tun. Das "Neue" Ende der 1980er Jahre in Germany war, THX-Kinos auch mit Festivals hochwertiger Sound-Träger zu bewerben, mit Vorliebe dabei nut magnetischen 70mm-Kopien und bereits auch ab Anfang der 1990er Jahre mit dem Dolby Digital-Tonformat: stets plus THX. Werbetechnisch kam es also zu eine Melange. Aber entstanden ist ein raffiniert gewobener Kombi: "THX-6-Kanal-Dolby-Stereo" funktionierte zur Anlockung der gerade vital aufbrechenden Begeisterung für die diversen Sound- und Surround-Verfahren. Die Hörerlebnisse mit optimierter Akustik waren schon damals ein markanter Einschnitt zum Dolby-A-Lichttonverfahren. Diese Festivals liefen in Berlin, Essen und Hannover. Schön, daß sie in diesem Frühjahr in Baden Württemberg wiederholt werden können, in einigen Fällen auch mit denselben Kopien, die schon damals aus England geholt wurden. THE FAME war aber damals schon ein wenig purpur, jedoch knochenscharf. "Filmpalast Berlin" hatte über mehrere Jahre hierfür ein Stammpublikum. Beliebtester Film: IM RAUSCH DER TIEFE. (Es gibt noch mehr Flyer dieser Art aus Germany, darunter auch Einsätze von DER LETZTE KAISER und THE WALL.
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Nanu? Dieser Thread läuft immer noch? So spannend also sieht es aus, wenn man die @oceanics mit Selbstgesprächen alleine lässt. :wink: Waren das mal Zeiten: hier wurden noch richtige Klonkriege geführt: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...&start=105 Und die Nabu waren auch glücklich.
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Internet-Chats können in diese Fragen jetzt kein Licht mehr bringen, und darum hat der Anbieter, die Technicolor Company, offenbar gleich 2 Veranstaltungen angesetzt, um mit den Konditionen rauszukommen. Glaube nur, was du siehst und du weisst, was du nimmst.
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Als Prozeß nicht neu, aber von den etwas harschen Produzenten aus Zeit- und Kostengründen zumeist umgangen, gibt es gelegentlich 4K-Ausbelichtungen von auf 35mm-Negativ gedrehten Filmproduktionen. Abhängig von Beleuchtung, Objektivwahl, Filmtype und Objektkontrast schwanken bereits im Negativ die die Auflösungsparameter zwischen 3K und 7K. Üblich geworden ist leider ein 2K-Workflow in der Postproduktion, der dann zu einem 2K Digital Intermediate führt. Selbst in der hierzu analog zu sehenden Digitalprojektion befriedigen die Resultate nicht alle Filmemacher oder Freunde der grossen Leinwand. Ganz besonders leiden 35mm-Serienkopien unter dieser seit der Jahrtausenwende virulenten Methode, sobald man von den auf 35mm-Interpositiv in 2K ausbelichteten Digital-Intermediates eine Serie von 35mm-Dupnegativen ziehen muss, um davon kopiert in kürzester Zeit den Weltmarkt zu beliefern. Oder b. eine Direkt-Ausbelichtung des 2K-D.I. auf das 35mm-Dupnegativ vornimmt, die zwar einen Kopierschritt einspart, aber noch immer kein Optimum hergibt. Beide Methoden fallen an der Güte hinter rein analogen Kopierwerksprozessen und selbst Duplikat-Kopierungen noch der 1990er Jahre zurück. - - - Aktuell ist angedacht, die neueste Tom-Tykwer-Produktion "Drei" http://www.imdb.de/title/tt1517177/ in 4K zu scannen und zum 4K Digital Intermedaite (D.I). zu entwickeln - was ja auch SONY generell mit seinen 35mm-Produktion praktiziert - und dieses 4K-D.I. ebenso in 4K auf das 35mm-Kopiernegativ auszubelichten. Filmemacher und Kopierwerk arbeiten hier endlich Hand in Hand für ein würdiges Kinoergebnis. Das Resultat der Serienkopie liegt voraussichtlich weit über 3,5K in der Schätzung. Noch bessere Resultate brächte nur ein 6K work flow, den aber - ausser in der Restaurierungsbranche - vorerst keiner auf sich nimmt. Es dient sicherlich dem Ansehen des Kinos, wenn dieses Beispiel Schule machte und weitere Filmtitel hier in Zukunft gelistet werden könnten: mit Augenmerk aber auf die 35mm-Verwertung in der flächendeckenden Kinoinfrastruktur, wie sie gegeben ist (weshalb dieser Thread nicht in "Digitale Projektion" gesetzt wurde). Vielleicht gibt es hierzu konstruktive Anmerkungen? Ergänzungen? Oder sogar Listungen??
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Freut mich, daß so mancher Apologet neuester Kopierwerkstechnik und kinooptischer Systeme ein derart starkes Interesse am Filmband wiederentdeckt und sicher durch weitere Ratschläge hier brillieren kann. Jedenfalls ist der Kinopraktiker gut beraten, sich selber ein Bild vom Geschehen zu machen. Die Company macht ja am Freitag wohl gleich zwei Veranstaltungen, und die haben genau das Ziel, das zu vermitteln, was in Internetchats oder Medienreportagen nicht dargestellbar ist. Trust your eyes!
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Freut mich, daß Sie ein starkes Interesse am Filmband wiederentdecken und sicher durch weitere Beiträge hier glänzen werden.
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Ja, solche Kopien werden dem Alltagsbetrieb vorenthalten. Eine der Gründe: noch zu geringes Interesse am 4K oder 6K-Workflow (der die Potentiale sowohl von SXRD R 320 als auch 35mm-Ausbelichtung verbessern dürfte). Das "@" in der Anrede habe ich obenstehend editiert. Gerade bei den kleinen 35mm-Produktionen auf den IFB werden infolge der Originalkopierung sicherlich wieder bewundernswerte Farbräume, Kontrastumfänge und Schärfen auf 35mm zu erwarten sein. Se sind nun einmal auf 35mm gedreht, und nicht auf etwas anderem. Darum geht man dann auch Tag und Nacht ins IFB-Kino. :)
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Schauen wir doch einfach, was am Freitag, 12. Februar um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr in der ASTOR FILM LOUNGE in Berlin von den Technicolor-Leuten auf den Schirm gebracht wird. Anmeldung offenbar unter www.tc3d.eu/de/events möglich... Genannt sind diese Kontaktdaten: Heidi Ewald TC 3D GmbH Kurfürstendamm 188/189 10707 Berlin Tel. +49 30 57 70 83 21-0 Fax +49 30 57 70 83 21-9 Mobil +49 174 329 21 43 heidi.ewald@tc3d.eu www.tc3d.eu Weitere Debatten lohnen wohl erst nach diesem Termin...
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Schauen wir doch einfach, was am Freitag, 12. Februar um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr in der ASTOR FILM LOUNGE in Berlin von den Technicolor-Leuten auf den Schirm gebracht wird. Anmeldung offenbar unter www.tc3d.eu/de/events möglich... Genannt sind diese Kontaktdaten: Heidi Ewald TC 3D GmbH Kurfürstendamm 188/189 10707 Berlin Tel. +49 30 57 70 83 21-0 Fax +49 30 57 70 83 21-9 Mobil +49 174 329 21 43 heidi.ewald@tc3d.eu www.tc3d.eu Weitere Debatten lohnen wohl erst nach diesem Termin...
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Die "marktführende" Fa. Technicolor stellt weltweit (!) die meisten Bildton-Träger für gewerbliche Kinoprojektion her, vielleicht war @CineAlta in seinem Leben in noch keinem Kopierwerk? Zustimmung zu Liptons Ideen. Und Entwarnung bei den Befürchtungen, Technicolors 3D-Verfahren sei eine Katastrophe. Übrigens lösten wir - auf besonderen Hinweis in diesem Forum, von _CineAlta übrigens - Karten im CinemaxX Voxtrasse in Berlin für HABEN DAS DIE MORGANS GEWUSST?, weil dieser auf den zahlreichen 4K-SXRD-Bildwerfern via 4K DCP zum Einsatz kommen sollte. Wiedergefunden haben wir uns in einer konventionellen 35mm-Vorführung und die Auskunft am Counter: "Wir spielen ganz normal wie immer": Für Fußball reicht ja vielleicht in kleiner Beamer. TV-HD braucht ja keine so gigantischen Auflösungen Ich finde, es ist in sehr wechselhaften (!) Zeiten mit komplizierten Entscheidungen nicht immer hilfreich, die eine oder andere Variante zu verhöhnen. Schauen wir doch einfach, was am 12. Februar um 18.30 Uhr und um 20.00 Uhr in der ASTOR FILM LOUNGE in Berlin von den Technicolor-Leuten auf den Schirm gebracht wird. Anmeldung offenbar unter www.tc3d.eu/de/events möglich...
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Man ist doch dankbar für die Darstellung von @tbakels, die Spekulationen entgegentraten (auch Kollegen von mir tun das): Was mich hier allmählich nervt, ist daß Schlaumeier die noch nie irgendeine Szene irgendeines Films tatsächlich digital verarbeitet haben, ihre Meinungen als Weisheiten zelibrieren. Mit 'Dazulernen' im Austausch mit anderen hat das nix zu tun, sondern eher damit sich ohne Not wichtigzumachen. Fachlich: wenn man einen Film (egal welchen) digital vorliegen hat, und er etwa instabilen Bildlauf hat, stabilisiert man diesen Bildstand. Tracking von bewegten Objekten (das passiert dabei) verursacht aber sogenannte Sub-Pixel, also Pixel die sich zwangsweise auf zwei neue nebeneinander liegende Bildeinheiten (Pixel) aufteilen 'müssen'. Dies resultiert in einer höchst unerfreulichen und nicht vermeidbaren Unschärfe. Ergo verlieren wir native Schärfe 'downstream' in der Bearbeitung. Wenn man so will, ist also aus den 2001er "2K" Bildern bis hin zum Datenmaster sicherlich ein Auflösungsverlust in Richtung 1,4 K verursacht worden, um solcherlei Mängel wegzukriegen. [...] Ich selbst habe vor wenigen Tagen Original-Negativ von Metropolis auf dem 4K-Scanner gehabt, und sehe dabei a) die Grenzen der vorhandenen Auflösung b) die doch vorhandenen Unterschiede eines ein-malig belichteten Negativs und eines mehrfach belichteten, wie bei der Transformationssequenz des Maschinenmenschen. Ich sehe aber auch die feinen 'Zwischentöne' die sich in der Zeichnung noch darstellen. Selbst für einen Kenner des Materials eine Überraschung ! [...] Spatiale Auflösung ist bei alten Filmen nicht relevant ???` Wer sagt DAS denn, einer der das tatsächlich herausgefunden hat, oder was. Zu Ihren Fragen: natürlich wäre eine 4:3 Darstellung in 4K DCP feiner, als in 2K. Doch was machte das für einen Sinn, wenn die Scans aus 2001 nun mal nativ in 2K gescannt waren, downstream also weniger ... Pixel einfach zu vervielfachen ist keine Auflösung, auch nicht mit Interpolation. Hat jemand gesagt die Software würde nur 2K können ? Natürlich ist die komplett auflösungsunabhängig, die 'interessiert sich nicht' wie groß die Datei ist. Aber wenn 2001er Scans die im Rohstadium nativ 2K hatten, im Verlauf der Eliminierung oder Minderung von Schäden durch Processing davon noch 'Federn lassen' mussten, dann 2010 kombiniert werden mit grottenmäßig kopiertem 16mm Material, wo bitte ist denn da der Ansatz für eine 4K-Darstellung ?? [...] -
Nicht zu vergessen ist, dass während der Internationalen Filmfestspiele in Berlin 2010 die marktführende Firma Technicolor 3-D als Filmverfahren vorstellen wird. Die Umrüstung kostet wohl einen Bruchteil der Digitalisierung und dürfte gerade in solch kleinen Sälen wirtschaftlicher arbeiten. Aber Ihr wolltet nach Deiner Aussage Fußball zeigen? Dann hat sich mein Hinweis erledigt.
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Danke. Das wäre ja fast eine Sensation: vor allem der Erhalt des ATELIER. Aber mir dennoch neu, dass bei "gleichem Raum-Maß" auf 850 Plätze im grossen Saal alles beim alten bliebe. Der ganze Streit - erst 600 Plätze, dann als Kompromiss 650 Plätze sowie der Stellenwert des ATELIER - war m.E. immer von der Intention geleitet, im hinteren Teil des Kinokomplexes die Shopping-Mall durchzuziehen. In diesem Sektor also war der grosse Saal "hinten" (dort wo schwalbenartig der BWR eingehängt ist) und das ATELIER eine Blockade des Umbaus. Der Kompromiss auf 850 Plätze soll jetzt ein Erhalt des kompletten Saales bedeuten? Dann müssten es vermutllich Lounge-Sitze sein? Aber warum dann die hitzige Debatte um erst 600 Plätze und dann um 800 Plätze, zumal es doch immer um die Shopping-Mall-Anforderungen ging? (Man könnte ja beim Bezirk, Dr. Gröhler, mal nachfragen. Oder den Bauantrag abwarten. - Allerdings fällt mir schwer zu glauben, was ich da lese. Zwar war auch vor Monaten schon die Rede davon, dass evtl. der grosse Saal so belassen werden sollte, weil nur der harte Eingriff auf 600 Plätze - der abgelehnt wurde - einem Durchbruch zur Shopping-Mall wirklich nutzte. Dass von 850 Plätzen wieder die Rede ist, lässt nachwievor Schlimmes ahnen.)
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Niemand ist derzeit zum Glück gezwungen, komplett zu digitalisieren und die Kontrolle und Gleichschaltung dadurch noch zu forcieren. Das numerische Format, von @Filmtechniker bereits als kino-wesensfremde Kategorie erläutert, bedarf nicht zwingend des Theaterspiels (oder des Theater-, sprich Filmtheatergewerbes): das Numerische ist somit Ausdruck von Telekommunikation, und diese strebt zu anderen Kommunikationsformen (ungeachtet dessen auch mit zahllosen Filminhalten, sogar solchen, die man nie zuvor sah oder bereits als verschollen glaubte). Ein Filmtheater"gewerbe" ist nach diesem Prinzip nicht mehr "artspezifisch" zu verteidigen, sondern nur noch cross-medial "vernetzbar": Anbiederung an die Amazonisierung durch Umrüstung (Abrüstung). Der Stil hier ist äusserst rauh. Aber die Gegensätze prallen in grosser Klarheit aufeinander, und das kann nur nützlich sein. Nicht wenige Personen stöhnen übrigens über Erfahrungen bei behördlichen Filmrestaurierungs-Symposien (und Sie wissen, welche unter ihnen ich vielleicht im Blick habe: solche, auf denen keine Krähe der anderen ein Auge aushackt und auf denen man sich harmonisch auf die Schulter klopft). Die Konfrontation in diesem Forum nun mit dem, was industriell gewollt ist (aber m.E. Kinematographie vom Kino ablöst) hat mich aufgeweckt: auch Beiträge einer @oceanics-Postproduktionsgruppe. Habe allerdings überzeugt nur mit Filmband zu tun (und gelegentlich des Brotes willen mit einem Laser, der mir leider das authentische Kino leider nicht zurückbringt, im Gegenteil). - - - Die "Anonymität" hier angehend hatte ich vor meiner Kritik Ihnen meinen Namen mitgeteilt. - - - Das ist objektiv besehen völlig wahr. Ohne hier zu lange auszuholen: es sind die Arbeitsweisen gewisser Institutionen, die vom Volk bezahlt werden und fürs Volk zu wirken haben, und sie erscheinen nicht wenigen instransparent oder gar undemokratisch. Über Jahre hin herangezüchtete Seiltschaften in solchen Filmhäusern führten alsbald zu Besitzstandskonventionen, zur Unkreativität und Intoleranz: und fast ist man geneigt mit der Gruppe der @oceanics hier "härtesten" Wettbewerb zu befeuern, um den Konformismus aufzubrechen. @TBakels: einerseits verhalten Sie sich vergleichsweise offener und auch offensiver. Sie sollten aber trotz der hiesigen Affronts nicht von blödem Gelaber ausgehen. Es wird nur so blöd gelabert, wie es die filmische und restauratorische "Informationspolitik" solcher Häuser eben hergibt. Manche Ansichten hier wirken haarsträubend - dumm sind sie nicht. Viele Vorträge in Filminstitutionen wirken konsziliant und konstruktiv - erhellen und bewegen tun nichts. Wir werden ja sehen, wenn Sie in der kommenden Woche beim Restaurierungs-Kolloquium am 13.2. um 15 Uhr, Potsdamer Platz 2, mit vielleicht guten Absichten Projekte darstellen, und wie teilnahms- und widerspruchslos seitens des Publikums wieder einmal "business as usual" abgesegnet wird oder etliche sowieso von dannen ziehen (so war es letzte Woche bei der restauratorischen Debatte vor dem Freundesverein der Deutschen Kinemathek: eine merkwürdige Museumsklientel.). Weder werden an diesem Ort alte Filmfachleute erscheinen (die sich von solchen Häusern zurückgezogen haben), noch maßgebene Restaurateure, welche auch ausserhalb der Substandards einmal etwas wagen (nicht nur digital, sondern auch wieder auf analogem Wege: siehe @Filmtechniker). Noch werden Sie dort aufführungskritischen Filmkritikern oder reflektierenden Journalisten begegnen. Sondern allenfalls - Verzeihung, Sie brachten den Begriff hier ein - dem 'nachlabernden' "Film Dienst", der fruchtbare "Medienpartnerschaften" mit der Deutschen Kinemathek abgeschlossen hat [und ich dachte, Herr Koll berichtet unabhängig? Tut er das?]. Es wird wohl auf der sog. Panel-Diskussion am 13.2. wieder um Jäger des verlorenen Schatzes gehen, um Fund und Erfindung beim Staatsfilm Nr. 1 - und bestenfalls um philologische Spekulationen: etwa wie die Figur des "Schmalen" aus einem dünnen Drehbuch nun ein tiefenpsychologisches Anliegen transportierte. - Meinetwegen, mir völlig wurst ... Über die Relevanz von Aufführungs-Technik und Aufführungs-Methoden in der Verbreitung erhoffe ich mir dort allerdings wenig. Wo sollte Kompetent auch herkommen? Widersprechen wird sowieso keiner (nachdem die Kinematheksdirektorin Paula Felix Didier im Buch zum Film ("Fritz Langs Metropolis", SDK 2010, S. 43) leger behauptete, nach dem Fund des 16mm-Dupnegativs musste das "Negativ" erst "entwickelt" [!] werden). Man darf annehmen, dass so ein Paradestück filmischen Analphabetismus - wo hatte diese Restaurateurin/Kuratorin [?] zuvor gearbeitet? - niemand beim Redigieren des Textes auffiel. Es wundert einen fast, daß in dieser Monographie nicht wie bei der Retrospektive im Vorjahr der Filmstreifen gleich getürkt wurde. Zuguterletzt: die erhoffte Rollen-Präsentation der 35mm-Arbeitskopie von "Metropolis" von 2001, die wirklich Aufschluss über das Original gäbe, wird sich ohnehin keiner zu zeigen trauen: davon gehe ich aus. In diesem Sinne: in diesem Forum, @TBakels, unterhält man sich nicht selten erfrischener als am Potsdamer Platz! Das kommt ganz auf den Prozeß und wie er angewendet wird an. MTBF leidet stark, aber 20-30% sind typischer. Wobei in der Ära gibts auch Kopien die wirklich so dramatisch reduzierten. Können Sie das nicht etwas schöner schreiben, bitte? -
Dem Artikel sind m.E. keine Planungsänderungen zu entnehmen. Und diese sahen stets vor die Verkleinerung des Kinos 1 auf etwa 850 Plätze sowie die völlige Entfernung von Kino 4 (ehemals "Atelier am Zoo", das hier in die Kette der "Schachtelkinos" salopp eingereiht wird.) Saal 1 dürfte demnach in der Länge gestutzt werden (also nach Umbau breiter als lang sein) und das ATELIER zu entfernen gleicht einer Katastrophe. Den Bildband von Frau Kisorsy stelle ich mir nicht sonderlich prickelnd vor, sofern sie dort nur ihre hoch subventionierte Ausstellung aus der Bezirksgalerie am Fehrbelliner Platz nachdrucken lässt: und diese bestand nur aus ihren 90er Jahre-Fotos, die sied wohl mal in einigen Tagen geschossen hat: also von einem bereits veränderten Gebäude und auch anders aussehendem grossen Saal dieses Kinokomplexes.
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
@TBakels: Da haben wir ja jemanden am Start, der keine Gelegenheit auslässt, Herrn Körber blöd- und schlechtzureden, selbst aber im Club der Halbwisser Präsident sein könnte ! Beleidigen Sie doch nicht ständig hintenrum auf Ihrer Filmvorführer-Bühne einen Mann, der sehr wohl tiefen Einblick in die digitale Technik schon 2000 mit uns hatte, sondern darüber hinaus eine sehr begrüßenswerte Eigenschaft hat, nämlich ständig dazu zu lernen !! Eine Methode die Sie vielleicht mal probieren sollten ! Bin gerade dabei. Mir ist bekannt, dass Sie und Ihr Kollege Koerber selbstverständlich Einblick in die Digitalisierungsvorgänge des Films seit 2000 und früher hatten. Wer denn sonst. Es ging mir aber auch um den Durchblick bei den Filmformaten und Kopierwerken bei Ihnen, die etwas bruchstückhaft sind, wie der Diskussionverlauf ergab. Hier beziehen Sie sich wiederum auf die letzte Berlinale. Auf der aber gottlob zu 99% analog kopiertes Bild-Material gezeigt wurde. Sind Sie sicher, daß Sie sich auch mit diesem Thema wirklich befaßt haben? Ihre Annahme ist leider rundum irrig. Es geht nicht um Beleidigung, sondern um Defizite an visuellem Beurteilungsvermögen: dazu habe ich mich hinreichend geäussert. Es ist ja auch kein Vergehen, in der Welt der Kopierwerke oder Sonderformate sich nicht heimisch zu fühlen, aber mein Recht, hier einige Aussagen Ihrerseits zurechtzurücken. Auch die Kopiergeschwindigkeit angehend: Hier sind 60, 120 oder 180 Fuss noch relativ niedrige Kopiergeschwindigkeiten im seriellen Prozess (ausgenommen Greiferkopierungen mit 4 B/s). Sie haben nie im Kopierwerk gearbeitet, wenn Sie das nicht wissen. Daher stammen leider Ihre Schlüsse, sinngemäss in etwa wiedergegeben: "Gewöhnung in den letzten Dekaden an Kopierverluste". Es ist ja unstreitig, dass Sie einen Scan (der natürlich weniger verlustbehaftet ist als eine mehrfache Umkopierung, in ein Verhältnis zur Film-Kontaktkopierung setzen, die Ihnen antiquiert erscheint. Und wenn einige bei 1.4K ansetzen und annähernd verlustfrei diesen Workflow bis bspw. zur CinemaNet Europe-Vorführung o.A. durchziehen können, weiß man um diesen Vorzug für kleinere Bildwände. Die Kritik richtete sich vielmehr an eine Low-Budget-Digitalisierung (die nicht Sie betrifft, zumal die Ihre bei diesem Event-Film entsprechend aufwendig war, und das bitte ich höflich auseinanderhalten.), welche a. für alle Projektionsanwendungen und b. für hinreichende Sicherungsziele als ausreichend erachtet wird. Hier überzeugt Koerbers uns nicht, und es wäre ratsam, dem Bundesarchiv die Verantwortung für Filmrestaurierung zu überlassen. Ich selbst habe vor wenigen Tagen Original-Negativ von Metropolis auf dem 4K-Scanner gehabt, und sehe dabei a) die Grenzen der vorhandenen Auflösung b) die doch vorhandenen Unterschiede eines ein-malig belichteten Negativs und eines mehrfach belichteten, wie bei der Transformationssequenz des Maschinenmenschen. Ich sehe aber auch die feinen 'Zwischentöne' die sich in der Zeichnung noch darstellen. Selbst für einen Kenner des Materials eine Überraschung ! Ob man nach 6K oder 8K streben sollte, da hab ich meine Zweifel, doch selbst als einer der mit diesen Techniken arbeitet, wer wäre ich denn, einen Test dieser Art gleich von vornherein schlechtzureden ?! Das habe ich ja nicht infragegestellt, sondern der Vorredner, mit dem Sie den Disput austragen müssen. Die 2001er-Version fanden wir denoch unendlich besser als Anderes zuvor: mich störte nur der Ausschluss von Zweifeln seitens des Restaurateurs vor 9 Jahren, weil eben eine solche Aussage unter Restaurierungsleuten nicht neu ist, die ihr Produkt sakrosankt sprechen. Transparenz war für Herrn Koerber m.E. ein Fremdwort. Der genannte Restaurateur ist somit eine öffentliche Person, ausserdem Ressortleiter, von Steuergeldern bezahlt und daher kritisierbar. Finde ansonsten Ihre beider Restaurierung bereits von 2001 inhaltlich und technisch fortschrittlich. Die Event-Vermarktung von Filmen angehend, verliefe die Diskussion aber auf anderen Gleisen, Sie selbst begrüssen eine abwechslungsreichere Angebotspalette. Auch die Fürsprache für einen 4K-Scan bei Stummfilmen Ihrerseits, was endlich einmal neue Töne sind, erfreut zu hören. Zur Bell& Howell-Maschine habe ich mich obenstehend geäussert und zweifle daran, dass sich im Forum noch Personen zu Wort melden, die ausreichend über diese Type informiert sind. Um das zu untermauern - und falls wir uns im März in diesem Forum alle noch einmal begegnen sollten - würde ich in einigen Wochen Schärfetests analoger Umkopierungen hier ins Netz stellen, die normale Resultate aufzeigen, auch für die Serienkopierung auf 960 Fuß, die ja der Regelfall ist. Zu behaupten, daß auf diesem Wege kaum noch Informationen vom Negativ ankämen und stattdessen ein 2K-Work Flow auf der sicheren Seite sich bewegt, ist ein Irrglaube. Schade, daß man nicht einmal die 35mm-Rolle der Direktkopierung von diesem Film von 1927, die Herr Patalas wohl erhalten hat, einmal für einen Vergleich heranziehen könnte! Das - und vielleicht möchten Sie Ihrem Kollegen Koerber vielleicht einen solchen Vorschlag unterbreiten - würde eine sehr erfreuliche Geste sein. Er bot ja im Filmhaus bei einer Diskussion zur sog. "K"-Frage an, eine Vergleichsvorführung zwischen der Digitalprojektion bei 1443 X 1080 pix und der ausbelichteten 35mm-Kopie auf Wunsch vorzustellen. Ich würde mich aber mehr über eine Sichtung (vielleicht im Februar ?) der als Einzelrolle vorliegenden 35mm-Originalrolle aus der Kopierung von 2001 freuen, die mir dann Fragen beantwortete, die in dieser Diskussion warscheinlich kaum mehr zu klären sind. Um so spannender, wenn in einer seriösen Restaurierungsveranstaltung diese Rolle doch einmal im Rahmen der Hauptfilmvorführung gezeigt würde! Warum nicht evtl. im Vorfeld oder im Anschluss an eine der Event-Vorführungen? @TJ: Lieber J-P...das muß ich erst einmal verdauen. Kann dazu leider nichts sagen, weil selber nicht gesehen. Vermutung: es wurde gemacht, weil vielleicht das Negativ fadet oder sich zersetzt. Bei NORTH BY NORTHWEST hat es den Anschein, weil die neue Edition farblich und in den Dichten schlechter aussieht als die DVD von vor 10 Jahren. Die PR-Aussage zu "North by Northwest" lautet wie folgt: Accordingly, the film has received a meticulous restoration and remastering especially for this occasion with Warner Bros. Motion Picture Imaging scanning the original VistaVision production elements in 8K resolution. The resulting presentation reveals a depth of field and clarity never before possible, only serving to heighten every thrill-packed moment of this beloved classic. Aus: http://www.hometheaterforum.com/forum/t...vd-blu-ray Die PR-Aussage zu "A Star is born" lautet: According to The Hollywood Reporter, the studio has selected the Judy Garland-James Mason starrer as the first title from its library to receive a complete overhaul at 6K resolution. (Most film restorations are currently done at 2K; a 6K file contains more than eight times the picture information of 2K.) [...] "6K is typically a costly proposition, so that's why we are testing the waters on 'A Star is Born,'" Ned Price, VP Mastering at Warner Brothers Technical Operations told HR. "As the size of data is more easily managed and the tools become more accessible, we will increase our resolution." Aus: http://www.highdefdigest.com/news/show/...ation/1800 -
Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Nachtrag zu @Filmtechniker: In einem Punkt muss ich Deinem Optimismus dennoch widersprechen, dass heute so viele Schwarzweiss-Materialien wie noch nie auf dem Markt seien: zwischenzeitlich haben sich Agfa und Perutz firmell verabschiedet. Das würde ich so optimistisch nicht sehen wollen. Solltest Du noch einwandfrei Schwarzweiss-Filme kopieren und lichtbestimmen können, wüßte ich ausser Dir nur eine Handvoll Personen, die dazu imstande sind. - - - Zur Bell & Howell-Kopiermaschine: Durchaus stimmen Schärfe und Bildstand bei der Model C. Von allen Kopiermaschinen für die wirtschaftlich erschwingliche Serienkopierung die fast einzige mit Verlässlichkeit. Greifermaschinen haben in der Serienkopierung noch mehr Nachteile, wie schlechte Randschärfe, wabernde newtonsche Ringe, schlechte Bildstände, schlechte Ausleuchtung usf.. M.E. waren sie nur für limitierte Spezialanwendungen brauchbar, denn im seriellen Alltagsgebrauch in Dtl. entstanden gerade auf diesem Typ die meisten Negativschäden. (Siehe fast alle dt. Filme der 50er und 60er Jahre.) Selbst im optimalen Zustand waren demgegenüber die Bildstände bei der Bell & Howell Model C (also Maschinen für die Durchlauf-Kontaktkopierung) genau so gut! Bitte einmal die Praxis aus der Geschichte und der der älteren Kollegen mit heranziehen: In den berliner Mosaik-Studios waren die Bell & Howell Model C-Printer, als sie 1967 dort eingeführt wurden (bei den Amerikaner bereits 1964, u.a. für CLEOPATRA eingesetzt), ein wahrer Triumpf. Man war dankbar, erstmals randscharfe Kopien bei vorzüglichem Bildstand fertigen zu können, den keine einzige der existenten Debrie-Greifermaschinen mehr aufzuweisen hatte. B&H Modell C galten hier als der Rolls Royce unter den Kopiermaschinen, gleichwertig im Bildstand nur der Oxberry, die allerdings eine optische Greiferkopiermachine ist). Was geschrumpfte 35mm-Negative angeht, sind sie natürlich nicht auf der Bell& Howell zu kopieren (das ist wohl auch Grund Deiner Antithese? Denn dort wackeln sie) - ausgenommen bei 65mm-Negativen, die ja mit KS-Perforation versehen sind, und die auf B&H Model C bei den Amerikanern weitaus ruhiger laufen als auf der 65mm-Greifermaschine für PLAY TIME 1966: d.h. auf Modell C ergibt sich ein besserer Bildstand bei 70mm-Kopien, die von alten Negativen gefertigt sind). Auch bei spezellen Greifern für geschrumpftes Material zeigt sich aufden Schrittkopiermaschinen leider ein kreisförmiges Wackeln, weil die modifizierten Greifer nur noch einen Teil des Perfo-Lochs ausfüllen, und man nicht mehr mit Sperrgreifern arbeitet (zzgl. doppelter Bildstrich usw.). Dennoch gab es bereits in den Mosaik-Studios als auch bei Illge-Film schon in den 1970er Jahren modifizierte Greifermaschinen, jedoch wiesen die relevanten Filmtitel im Negativ seinerzeit wohl noch geringere Schrumpfungsgrade auf. - - - @TBakels hat wohl Recht mir dem Hinweis auf den Cintel-C-Reality und die Porbleme der genannten Mitbewerber auf dem Markt, die eben nur Scanner für neuwertiges Material herstellen. Auf dem Sprit DataCine habe ich da auch eine Überraschung erlebt. Sollte es sein, dass der C-Reality einer der wenigen verwendbaren Scanner für stark geschrumpftes Material überhaupt ist? Wie sieht das bei den anderen Digitalisierern aus? - - - Aber auch für die bedingungslosen Befürworter einer rein digitalen Restaurierung und Archivierung haben sich in USA Problemfelder ergeben: Fox digitalisiert jetzt nach Datenverlusten wohl keine Wochenschauen mehr (die Gründe hierfür, "human or oeconomic factors", lasse ich ganz neutral dahingestellt) und archiviert jetzt auf 35mm-Polyester-Material. -
Wundert mich auch. Es geht doch ums Kino und den Film, oder zunehmend doch um die Televisionen der Pods und Potts? :lol:
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Na wenigstens geht's jetzt doch noch zu Sache. Einerseits: Stummfilm-Grossveranstaltungen sind erfreulich. Andererseits: Das Medien-Tam-Tam für das immerselbe Staatsheiligtum, mit dem bestimmte Ressortleiter und Hauptstadtmuseen ihre angeblich so bedrohten BKM-Zuwendungen legitimieren, benachteiligt ein wenig auch andere Veranstalter, kommunale Kinos und Kinematheken republikweit. Die Auflösung eines Films wird m.E. weniger limitiert in der Aufnahmeunschärfe oder dem Alter des Films, sondern in seiner Material-Textur. Darüber herrscht jedoch ein Streit in der Branche. Da aber Lowry-Digital in USA z.B. ein paar 50er Jahre-Streifen teils in 6K, andererseits auch in 8K scannte und zu erstaunlichen Resultaten gelangte, bleibt auch der Stummfilm von besserer Restaurierung [bei intakten Negativ vielleicht doch besser wieder auf 35mm: vgl. "Frau im Mond" in der 2001er-Neukopierung] nicht verschont. Ein Rückblick: die 2001 dramatisch verbesserte Version (Scans von Rollen eines Originalnegativs, soweit verwendungsfähig) fiel dennoch auf durch leichte Kontrast- und Schärfeverluste gegenüber einer Testrolle, die direkt auf 35mm von einer intakten Rolle des Originalnegativs gezogen wurde (heute in Besitz von E. Patalas). Koerber sage mir damals, er sähe keinen Unterschied. [Da war er bei mir unten durch.] Heute sagt er das Gegenteil und wünscht sich eine 4K-Restaurierung in Wiederholung [Credo am Potsdamer Platz vor 1 Woche.]. Dementsprechend schwammig sein Taktieren in der Öffentlichkeit: unter der Headline "The complete Metropolis" im Buch "Fritz Langs Metropolis" (SDK 2010) schreibt Koerber über das, was man wohl falsch verstanden hatte: Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Buches steckt der Film im digitalen Kopierwerk und nimmt gestalt an, schwerste einkopierte Beschädigungen werden mit speziell geschriebener Software bekämpft - das Ergebnis kann hier nicht vorweg genommen werden. Die Premiere der ist [trotz der 2K-Files von 2000?], wird auf den Berliner Filmfestspielen im Jahr 2010 stattfinden. Letzte Woche noch betonte er konträr hierzu, mit der 2001er-Version nicht mehr zufrieden zu sein: danach kam auf Anfrage sogar die Bejahung einer angemessenen 4K-Restaurierung, die man kommen sehe. So nährt sich eine Museumsfirma selbst: durch Recycling des immerselben Films nach wechselnden, digitalen Standards. Da möchte ich in einem Punkt ausdrücklich den Einwand einbringen, dass es m.E. keine "generelle" Gewöhnung seit Dekaden an verlustbehaftete Filmkopien geben kann, da die Filmkopierung beim modernen 35mm-Film (ausgehend vom 35mm-Negativ in der Kamera) prinzipiell erst mit Einführung der normwidrig beschleunigten Serienkopierung in den 1990er Jahren, später zusätzlich durch Einführung des 2K-Digtal Intermediates und minderwertiger Ausbelichtung nachhaltig in Verruf geriet - und immer wieder aufgrund von Abweichungen von bisher gültigen Standards, die durch unterbezahlte Betriebe gebrochen werden mußten. Bei Einführung bspw. des B&H Model-C Printers (Geschwindigkeiten bei 60 oder 120 Fuß) stimmen auch Schärfe und Bildstand. Das Modell wurde ja später auch mit Schmitzer-Naßköpfen umgebaut und ist noch heute für Spezialanwendungen im Gebrauch. Hier nun pauschal die Verluste der Kopien, die mit mehr als 1000 Fuß entstanden (von zudem zu dünn belichteten Dupnegativen belichtet) als Gewöhnungsfrage hinzustellen, was irgendwie schon immer so war, stösst mir doch ein wenig auf. Nachwievor ergeben aber selbst in Massenkopierwerken langsamere Kopiergeschwindigkeiten, etwa bei 480 Fuß in der Trailer-Serienkopierung, plötzlich wieder überragende Ergebnisse. Ich weiss nicht, warum hier permanent, insbesondere von Ressort-Leitern der SDK am Potsdamer Platz, die nachwievor vorhandene, intakte Infrastruktur der Filmkopierung in die Tonne getreten werden soll. Ich schlage vor, doch gleich noch das nagelneue Fílm-Musterkopierwerk im Bundesarchiv zu beseitigen, damit die 1.3K-Abtastungen am Potsdamer Platz zu angemessener Reputation und Förderung gelangen.