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Das wäre dann aber sicher der neue Architekt gewesen, der für den Innenausbau? (Nicht Herr Fritsche, der Baumeister des Kinos selbst)? Als ich plötzlich vor verschlossenen Türen stand, hing dort noch ein Poster von XANADU (dt. EA laut ro ro ro Film Lex: 9.10.1980. Da es sicher ein Kudamm-Nachspiel war [Marmorhaus-EA] dürfte das Haus vielleicht noch Dez. 1980 gespielt haben. Lässt sich aber anhand der Zeitungen heraussuchen.). Jeden Sommer statte ich dem Gebude einen Besuch ab: Bus-Direktverbindung vom Zoo: M 46 bis Endstation. Das VHS-Band würde mich auch zum Angucken interessieren. Vorschlagsweise: Kino-VHS-Bänder einmal überspielen auf die blaue Scheibe, wenn dies jemand macht? Aus dem MAXIM in Moabit übrigens, ebenfalls ein Fritsche-Bau, hatte der Künstler Albert Weiss im letzten Sommer Stilelemente für eine moderne Kunstaustellung in der VHS-Galerie in der Turmstr. verarbeitet: sehr interessant.
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Finde ich gar nicht so unwchtig, was @regular8 ansprach, zumal auch mich die Format- und Technikgeschichte des Films interessiert (mehr als das Drehbuch selbst). @TBakels: Als im Filmhaus Ihr Kollege Koerber letzten Mittwoch uns sagte, in Frankfurt am Main laufe ein DCP und in Berlin eine "HD"-Version, was mit der TV-Ausstrahlung zusammenhänge, verstand ich nicht, welches HD-Format. Und da von TV-Austrahlung die Rede war (die HDTV ist), fragte ich mich eben, warum diese nicht auch - wie bei den Metropolitan-Galas - als Event in den 2K-Kinos angeboten würde? So ganz verstanden habe ich es noch immer nicht. Auch nicht, warum bei der 35mm-Belichtung auf dem Printfilm komplett 2048 Zeilen verlustfrei übertragen sind, wenn zwei Intermed-Stufen einen gewissen Kopierverlust mit sich bringen. Der Formatvorteil bei der 35mm-Kopie ist, dass beim Einscannen des Negativs in 2K die Auflösung von 2048 mal 1556 pix angesetzt wurde und alle Spalten komplett ausbelichtet werden: mehr Bildhöhe daher als beim DLP-Panel in den Kinos, wo die Bildhöhe auf max. 1080 begrenzt ist. Daher muss beim Kino-Panel der native 2K-Inhalt mit Auflösungsverlust hineingezoomt werden (down scaling) und as heisst: ein verlustbehaftetes DCP erstellt werden. [Herrn Koerber interessierten übrigens diese Fragen nicht, wieviel oder wie wenig "K", dies nur das am Rande.] 1536 oder 1556 via DPX Files? (Arri-Scan, Philips Spirit Data Cine?) - - - Seit 2008 bietet Nordisk Film 2K Direktbelichtungen des Printfilms an und arbeitet mit Cinevatorfive Filmrecorder in Echtzeit. Das sah sehr vorteilhaft aus. Kommt so etwas eventuell zum Einsatz? Ist schon in Ordnung so. POTEMKIN in der Volksbühne war eine Offenbarung, DIE NIBELUNGEN in der Deutschen Oper dann wohl im März. Die Verfügbarkeit des Repertoires durch DVD-Editionen ist höher und freier als in früheren Zeiten. In jenen Zeiten wiederum des knapperen Repertoires und weit weniger Sender waren aber die Kinos noch voller Repertoire, gottlob. Die Archive und Museen sind heute gründlicher und strukturierter als in den eher öden 50's und 60's: verloren sind die Filme nicht, denn die Kinematheken- und Museums-Etats wurden zigfach aufgestockt worden seit 1962. Richtig so. - - - Die Verblödungs-Epidemie wiederum könnte man mit Einführung des Privatfernsehens zeitlich ansetzen, später mit einem unkontrollierten Umgang mit den PC-Medien (Autismus usf.). Weil Sie die Fortexistenz des Films auch auf Monitormedien begrüssen, bin ich nicht sicher, wie dort der Umgang mit dem Material erfolgt. Zunächst anders sicher als in der Volksbühne und in der Dt. Oper. Vielleicht sollte man die Diskussion enger wieder an "Metropolis" heranführen und die bildungspolitischen Fragen erst einmal ausklammern. :) -
toi, toi, toi, @oceanics. Die tiefgreifende Kinoanalyse hat mich richtig aufgewühlt. George Lucas sagte bereits 1999: ich starte nur in Digitalprojektion. Jim Cameron 2009 dasselbe. Beide spielten dann doch in 35mm und ausserdem noch 70mm. Und wenn jetzt noch 3-D auf 35mm dazukommt: um so schöner, um so mehr Profit. Hmh ... Wie verhält sich das beim SRX R 220/320? 25 Meter Bildbreite? Und wie beim Opern Air und beim Drive In? Meines Erachtens zugunsten der Filmband-Durchleuchtung. Und zur Erinnerung einige Aussagen der @oceanics vom 12.1., gerade erst 3 Wochen alt und immer wieder beachtenswert: Welch eine Furcht, was für ein Haß und welche Verachtung mögen hinter solchen Exklamationen stecken :?:
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Es gibt Fotos in der Ausstellung des "Kinomuseum Berlin e.V." in der ASTOR FILM LOUNGE am Kudamm hierzu zu sehen. Das ist einen Besuch wert und bei freiem Eintritt übrigens. Für weitere Infos über Recherchen ist unser Vorstandsmitglied Joachim K., ebenfalls in Falkensee wohnend, sicher gerne bereit, da wir uns langfristig mit diesem Thema beschäftigen werden. In der 4. Zeile v. lks. befinden sich die PANORAMA-Fotos - viel Spaß!
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Kann den 35mm-Zug auch nicht mehr aufhalten. Wer die nächsten 8 Jahre auf Filmbasis auswertet, wird eine 3D-Lösung akzeptieren. Die ersten Resonanzen auf die Vorführungen klingen überhaupt nicht niederschmetternd, warum denn auch? Der Markt hierfür existiert, und es sind die Zuschauer, die für einen 3D-Film an der Kasse gern ihr Geld hinterlassen. (Warscheinlich sind es weniger als 2% der Zuschauer, die überhaupt bemerken oder wissen, dass ihr 3D-Film in Technicolor oder anderenfalls in DCI aufgeführt wird. In anbetracht der niedrigen Leuchtdichten und Kontraste bei 3D-Vorführungen generell ist das auch völlig egal. Es merkt kein Mensch.) Was bleibt: die 35mm-Kopie hat durchaus Potential und ist für die kommenden acht Jahre nicht totzukriegen. :) Nur weil 2 Teilbilder ausbelichtet werden, ist es NICHT die "Hälfte" der nativen Auflösung gegenüber 35mm-Vollformat-Belichtung. Warum? Weil die Auflösung des Filmmaterials ein Vielfaches der nativen des Digital Source Masters ist. Sprich: z.B. 8K-Auflösung eines 35mm-Printfilms beherbergt entsprechend mehrere Teilbilder, die mit vollem 2K-Content anzufüllen sind. Linieinpaare pro Quadratmillimeter sprechen die Wahrheit, liebe Kollegen.
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[...] - hat Technicolor 3D die *halbe* Auflösung von heute üblichen 35mm, und die erreicht schon *für 2D* mit der doppelten Auflösung in der Praxis keine 2K. - ist Technicolor 3D mit 48Hz oder 72Hz doppelt bis dreimal so flackrig wie die normalen triple-flash DCI-Implementationen, die laufen bei mind 144 Hz. Von dem idealen konstanten Lichtstrom (wie bspw. srx 4K) oder Doppelprojektion ganz zu schweigen.[...] - der Bildstand muss für perfektes Stereoskopisches Bild *perfekt* sein. Nicht 0.04, nicht 0.1%. Das bringt die ganze Paralaxe von perfekt auf Kopfschmerz [...] noch weitere Handlingprobleme dazukommen, genannt sei bloß, daß wenn bei den Akten mal ein Frame falsch angeschnitten wird, invertiert ab dort die stereobasis bei over/under, Kopfschmerzgarantie. Da kann Technicolors Marketingabteilung noch so oft betonen das das 3D Verfahren DCI-Qualität erreicht, das ist schlicht falsch.[...] Es bleibt spannend, ausschliessen sollte man nicht das eines der beiden mechanischen 3D Verfahren, wenn auch verspätet, noch Interessenten findet. Noch vor 2 Wochen propagierte man hier die Insolvenz der Technicolor Company. Es gäbe keinen *einzigen* Käufer. Und: Technicolor wollte DCI gar überrunden oder schlagen. usw. Ich kann diese Behauptungen nicht ganz mit der Branchenpraxis oder den firmellen Ankündigungen in Einklang bringen, die mir etwas anderes sagen. - - - Technicolor als weltweit grösstes Filmkopierwerk zieht seine Verträge offenbar durch: deren Konditionen sind deutlich überteuert, wie ich finde (und würde man den Preis senken, macht sich das langfristig und in der Akquise weiterer Kunden bezahlt, sogar in Form eines flächendeckenden Roll-outs). Andererseits hängen beträchtliche Investitionskosten dem Projekt an, wie man mir glaubhaft machen wollte. Insolvent ist also diese Filmfirma nicht, auch wenn *alle* Filmfirmen nach Einschätzung von @oceanics insolvent sein sollten. (Jüngst hat aber die digitale Postproduktion Elektro-Film bundesweit Insolvenz angemeldet.) Starten sollte das Technicolor-Projekt mit öffentlichen Marketing-Kampagnen erst im März, nach erstem Hörensagen. Zu derzeitigen Zeitpunkt haben aber wohl ein Dutzend US-Betreiber unterzeichnet. (Was sich auch zu @oceanic herumgesprochen hat: also lesen wir in Kürze noch viele Relativierungen hier.) Nicht erkennbar aber ist, wie @oceanic positiv sich ausmalt, Land- und Kleinstadtkinobetreiber könnten sich das von ihm kürzlich als *billiges* System beurteilte Verfahren leisten. Verständlich bleibt dennoch, dass diese Firma eine gewisse Vergütung erwartet für die Präsentation von 3D-Blockbuster-Filmen, die nachweislich auch höhere Besucherzahlen generieren. Dabei achtet der Zuschauer nicht primär auf die Labels "DCI", "XPand", "RealD" usw., sondern nur generell auf 3-D (wie auch in allen anderen Konsummärkten). Die nach @oceanic als besucherstärksten angeführten AVATAR-Kinos, also die IMAX-Theater (die AVATAR mehrheitlich auf 70mm-Filmband spielten), warben allesamt mit IMAX 3-D wie seit vielen Jahren. Ob das Label nun Disney 3D, Technicolor 3D oder - wenn man möchte - Katzenberg 3D heisst, kann das Besucherbewusstein kaum nachhaltig prägen, sondern ist Ausdruck der Business-Eitelkeiten der Anbieter. Technisch glaube ich zurzeit nicht, dass mit den ersten TC 3D-Filmen XPand oder SXRD-Darbietungen übertroffen würden. Solches hat der Anbieter nie behauptet. Bei 2K-Ausbelichtungen wird auch die Filmkopie nicht besser sein als die Direktprojektion des DCPs auf dem DCI-Beamer - wie bereits bei anderen Serienkopien im heutigen 2K-Workflow. Deutlich besser als im Moment - oder besser als DCI 2K - würden die 3D-Filmkopien (wie auch die 2D-Kopien) aber mit Durchsetzung des 4K-Workflows, was noch ein wenig auf sich warten lässt. Dann spielt auch die halbe Bildhöhe eines projizierten Halbbildes bei Technicolor 3D gegenüber der vollen Bildhöhe beim 35mm-Scope-Format kaum eine Rolle, da grosse Teile der nativen Bildschärfe auch auf einem kleineren Bildfeld im Positiv erhalten bleiben - was ich schon dreimal hier versucht hatte, dazulegen. Die Schärfe in der 35mm-Kopie *halbiert* sich also nicht, nur weil es die Bildhöhe tut, @oceanics. Das sollte man bitte auch nicht weiter behaupten. Kritisch anzumerken ist, das aus technischer Sicht es sich nur für Betriebe lohnt, die ihre Projektormechanik einwandfrei warten können (Malteserkreuzgetriebe warten, pflegen oder ggf. nachjustieren). Wer schon jetzt mit schlabbrigem Bildstand sich über die Runden spielt, wird bei 3D Technicolor kaum um Justagen seines Bildstand sich noch länger drücken können. Ohne DCI-Anhänger zu sein, finde ich die Erfahrungen mit der Branchenpraxis in Fragen der Bildstandswartung ausserordentlich betrüblich. Aber vielleicht überwinden einige den innerne Schweinehund, wenn sie sich als Alternative die hohen Anschaffungs- und Energie-Kosten für DCI-zugelassene Beamer vor Augen halten. Projektionen von 3D-Technicolor habe ich nicht gesehen, gehe bei der Schärfe allenfalls (aufgrund des 2K-Workflows) von heute üblichen Ergebnissen (also bestenfalls wie bei AVATAR auf 35mm was de Bildpunktezahl angeht) aus. Einige Kunden und Projektionisten in USA sprachen von schlechter als DCI, andere von gleichwertig und wiederum nicht wenige von besser als DCI (evtl. aufgrund der höheren Leuchtdichte und des höheren Dichte einer 35mm-Kopie gegenüber einem DLP-Panel). Glaubt man den durchaus erfahrenen Kollegen auf film-tech.com, so hielten die Präsentationen auch kritischen Blicken stand. Das Flimmern ist bei ohnehin niedriger Leuchtdichte (und korrekt eingestellten 2-Flügel-Kegelblenden) m.E. für den normalen Betrachter nicht auffallend. Schon die tradierte Kinotechnik hat daran Jahrzehnte gearbeitet, um hinreichende Güten zu erreichen. Ein fehlerhaft geklebter Bildstrich beim Koppeln von Filmakten ist also nicht katastrophaler als ohnehin schon im 2D-Betrieb. Beim Stereovision-Verfahren noch wechselten sich dünner und starker Bildstrich ab, sodass auch jeder Vorführneuling, der ansonsten 35mm-2-D-Filme vorführt, das Kleben beherrschen sollte. Dünn, dick, dünn, dick usw, Und das ist nun wirklich etwas, was schon Kleinkinder beherschen sollten. Sollte dennoch falsch gekoppelt sein oder falsch eingelegt worden sein, so gibt es immerhin die Bildstrichverstellung seit mehr als 115 Jahren noch während der laufenden Vorführung. Für den normalen, für Stundenlohn arbeitenden Filmvorführer sind die hier aufgebauschten technischen Debakel-Szenarien kaum vorstellbar. - - - Leider zeigten sich in jüngstet Zeit so einige Schärfeprobleme, Deckungsprobleme oder fehlerhafte Fokus-Automatik in so einigen Spielstätten mir rein elektronischer Projektion - und wurden über Monate nicht behoben. Also geht es doch wieder primär um betriebswirtschaftliche, weniger aber um qualitative oder technische Fragen. - - - Die künftige Qualitätsteigerung von 35mm 3-D-Vorführungen auf Grundlage der derzeit angebotenen, neu berechneten Hochleistungsobjekte hängt nach meiner Einschätzung von nur von zwei Faktoren ab: - Bildstandswartung der 35mm-Projektoren und Einsatz eines stärkeren Xenon-Kolbens (wer das nicht beherrscht oder nicht nötig hat, sollte eben nicht Kino machen oder ggf. zu DCI wechseln) - Häufung des 4K-Workflows in der digitalen Postproduktion (was die Industrie auch angekündigt hat als kommenden Industriestandard in der Postproduktion und SONY seit Jahren auch durchzieht) - - - Erste Vorführungen des 35mm 3D-Verfahrens in Europa gibt es während der IFB (Termin noch nicht feststehend, aber es soll auch ein repräsentatives Auditorium sein), gefolgt von weiteren Präsentationen nach den IFB in Berlin im März und in anderen Städten.
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Häh? Basterds war doch ein 2K Digital Intermediate Master? . Konventionell in Dtld. auf ausdrücklichen Wunsch des Regisseurs so bearbeitet (analoges Duplikatnegativ zur Serienkopierung). Er war desöfteren hier, auch um die Kopierwerkshinweise zu geben. D.I. offenbar aber für das Ausland, wo er sich nicht durchsetzen konnte, aber da habe ich mich nicht weiter dafür interessiert.. District 9 ist wirklich innovativ - und mutig. Ausserdem hat er dicke Sympathie-Boni, als Spielfilmdebut von N. Blomkamp, Indie-Produktion und grade Südafrika mit einem inversen Rassismus-darma... sei ihm jeder Erfolg gegönnt. Tip an alle die District 9 verpasst haben: *Unbedingt* in der Orginalfassung ansehen, Afrkaans & Südafrikanischer Slang machen den Film besonders realistisch, das geht in der deutschen Fassung ziemlich verloren. Dem ist gerne zuzustimmen: fast eine postmoderne Variante (postmodern im Sinne der oftmals eklektizstischen Verschmelzung von Motiven) des Cinéma Direct. Ob das ein Zufallstreffer, ein Glückfall oder bereits ein weiterführendes Konzept war, vermag ich nicht abzuschätzen. Auch der innovative Blockbuster "Matrix" von 1999 ließ noch nicht erkennen, dass das Konzept späterhin trivialisiert wurde.
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"Inglorious Basterds" (no comment zum Film oder zur Psyche des Machers an dieser Stelle) hatte immerhin akzeptable Ansätze: Dreh auf 35mm in 4-Perf-Scope. Mit schwankender Güte, obwohl der Regisseur ein ausgewiesener Experte für fast alle filmtechnischen Fragen ist (inkl. 70mm-Heimkino). Bei diesem Titel wurde zumindest für einige Länder auf Digital Intermediate verzichtet, und der Film hier vom 35mm-Original umkopiert auf 35mm-Duplikatnegativ: rein analog, old shool. Vielleicht ist das allein einen kleinen Preis für die Kameraarbeit wert, auch als Empfehlung für traditionell gute Ansätze, die es zu erhalten gibt? "Das weisse Band" ist durch Aufnahme auf Farbfilm und Desaturierung zum vermeintlichen Schwarzweissfilm etwas zwiespältig. "Slumdog Millionaere" hatte die enttäuschendste Fotografie unter allen Nominierten, "Avatar" war eher ein Mittelmass und Langweiler in der Fotografie, ebenso der "Halbblutprinz". "Disctrict 9" aber mit seinem schmuddeligen Red-One-Look als Dystopie schon wieder so innovativ, dass er als einziger der nominierten Titel in Erinnerung blieb. Also Daumendrücken für einen elektronisch gedrehten Film, auch als beste (gegenüber "Avatar"-Schmalz auch zivilisationsschaftskritischere) Produktion: "District 9". http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,643093,00.html http://www.filmstarts.de/kritiken/10221...ict-9.html Kurios Sandra Bullock: nominiert gleichzeitig für den Oscar und die Goldene Himbeere (Anti-Oscar). http://www.focus.de/kultur/kino_tv/gold...76383.html Das selbe könnte auch für die beste/schlechteste Filmmusik 2010 vergeben werden, an der ein bekannter Composer 18 Monate gearbeitet haben soll.
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Diskussion Thread 2K/4K [On-Topic-Thread]
cinerama antwortete auf magentacine's Thema in Digitale Projektion
Sie mastern *viel* in 4K? Wirklich? Zu den sonstigen Verkürzungen der obigen Ausführungen: Widerspricht allen Erfahrungen eines fairen Vergleichs - und stellt zudem die Prodiktionswelt auf den Kopf. Allein die Aussage, die Filmkopie löste keine Pixel des Digitalmasters mehr auf, ist unsinnig, zumal bei 2K und 4K stets Aliasing-Artefakte entstehen. Die Auflösung der Filmkopie bei 200 bis 550 Linienpaaren pro Quadratmillimeter ist ausreichend selbst für IMAX-65mm-Verkleinerungen, aber auch für Ausbelichtungen weit über 2K oder 4K wie auch für eine Direktausbelichtung von über 10K (wenn es einen solchen Produktionsstandard denn je gäbe). Die Praxis des Transfers über Digital Intermediates seit 10 Jahre hat zur Degradierung der filmischen Güten in fast allen Belangen geführt: die Schärfe und Farbräume der Aufnahmeformate und Negative eingedampft und zu Unschärfen und Farbkreuzungen in der Postproduktion geführt. Renommierte Kameraleute wie John Bailey, ASC, machen bereits Front dagegen. Interessanter Beitrag: The DI Dilemma, or: Why I Still Love Celluliod I make no secret of this, just as I make no secret of my disdain for every manufacturer’s claim that its high-definition-video camera equals the quality of 35mm motion-picture film. For more than 20 years, my choice for image capture has been 35mm film in the anamorphic format, and it has been my preference to answer-print and release-print on film. This is for both aesthetic and technical reasons. On the aesthetic level, I find the 2.40:1 aspect ratio to be openly expansive for large interiors and exteriors, yet also able to embrace the intimate environs of a small-scale drama. The Accidental Tourist (AC Nov. 1988), the first film I photographed in the anamorphic format, is mainly a two-person interior drama; I was gratified at how careful lens selection and composition could maintain intimacy without any sense of being caught in a confined space. Selective depth of field, easier in anamorphic than with spherical systems, helps guide the viewer’s eye to the chosen action. The added quality of transparency and depth that comes with a full-aperture frame is striking when compared with 1.85:1 and, especially, Super 35mm, or “poor man’s anamorphic.” Given the higher resolution of the anamorphic frame, I have found it problematic to down-rez or degrade it to a 2K or even a 4K DI. There are those in the digital world who will dispute this, but I trust my eyes. Aus: http://www.theasc.com/magazine_dynamic/.../page1.php Peter Jackson mit seinen Zitaten kommt einem dagegen vor wie ein grosser Naiver. Schon aus diesen Überwägungen heraus ist auch die Einführung von 4K-Digital Cinema m.E. eine Sackgasse, von den distributionpolitischen Implikationen (TV-Programme im Kino salonreif gemacht) ganz abgesehen. Indertat. Aber wurde dieser Roll-out nicht auch erfunden, um auf eigentlich diese Märkte vorzustossen? Haben einige Kinoleute aber noch nicht zu genüge reflektiert, scheint mir. Fazit: "Jeder ist seines Pixels Schmied". :D Schaubild aus dem Report der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, The Digital Dilemma: -
Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Anwortet keiner auf eine seriöse Frage? Unter Vorbehalt üblicher Änderungen also: HD-Stream in Friedrichstadtpalast Berlin nebst "arte"-Ausstrahlung in HDTV. Separat in Frankfurt, Alte Oper, angeliefert in 2K DCP. 35mm-Kopierung später ebenfalls angedacht. 4K-Restaurierung: nicht finanzierbar. Die neue Fassung entspricht in der Montage ziemlich genau der anhand von Drehbuch und Partitur "visionierten" Studio-Verson von Enno Patalas und der musikalischen Rekonstruktion von Frank Strobel - lange bevor das die Lücken ergänzende argentinische Material überhaupt auftauchte. [Vorgestern im Filmhaus Potsdamer Str. 2 vorgestellt.] Die Ausstellung ist enorm, weil kaum ein anderer deutschsprachiger Stummfilm so gut dokumentiert ist: zusammengetragen aus Beständen der Deutschen Kinemathek und der Cinémathèque française. Schon im Vorfeld der zeitgenössischen Premiere des Films wurde ein Hype in der Presse betrieben wie aktuell bei AVATAR, inbesondere zu den Special Effects. -
Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Na, nun hat sich @preston sturges wieder fein auf die Events draufgesattelt und selbst ins populistische Licht gesetzt (obwohl er den Film überhauot nicht zeigt): Lobesgesänge hier seit Wochen, von AVATAR, über TITANIC bis hin zum Fernsehkino reichen all diese PR-Aktionen auf dem Humus schönster Frömmelei und positivster Verdrängung...tja wessen? .. der Kinoverdrängung. Gefolgt von der Filmfreundlichkeit der @oceanics, die AV-Informationen ohnedies nur auf 1080p akzeptieren mögen. Beide Diskutanten: eingefleischte Verteidiger des 35mm-Kinos und auch der künstlerischen Avantgarde - und es ist eine Wonne, all dies in einem Internetorum miterlebt zu haben (TITANIC->AVATAR->METROPOLIS - die heilige Trinität des Blockbuster-Cinemas): http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...&start=225 Da bin ich aber ganz anderer Auffassung (und meist ist die Gesichtsfarbe der mir bekannten Restaurateure eher krebsrot, wenn es um's Eingemachte geht). Es geht langfristig darum, alte Films ins Kinos zu bringen, nicht aber ins Fernsehen oder am Tor vor dem Kanzleramt, damit Frau Merkel es weniger weit zum Laufen hat. :wink: "Nächtliche Geheimvorführungen", unterstellen Sie das der Kinemathek? Das darf sie gar nicht, denn die Öffentlichkeitsmachung des Erbes ist Staatsauftrag. Auch nett. Da unterstellt @oceanics der Dt. Kinemathek, ihre Murnau-Retrospektive hätte damals unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfunden: und die Jugend hätte ohnehin nichts davon gehabt. (Offenbar hat hier keiner die Retrospektiven mitverfolgt, aber wir sind ja auch ein Fernsehforum hier geworden.) Dank iPod-TV wird das in Zukunft alles viel besser, dank auch der Transfers der @coeanics. Whow - das Tor! Echt super, fehlt nur noch die WM (die @peston ja nicht zeigen mag). @preston sturges aber bitte doch als Festredner für "Metropolis" ans Brandenburger Tor stellen: werde dort gern Ausschau nach ihm halten! Kommen dann auch Helmut Kohl, George Bush senior und Maggie Thatcher dahin? "Mittler zwischen Hirn und Hand", wie es am Ende von "Metropolis" so sinnreich heißt, so werden dann die letzten Antinomien der heutigen Zeit brav retuschiert.. Ist relativiert worden und darf somit rein rechtlich nicht als Zitat gehandelt werden. Dazu aber die neueste Prognose von Dr. Bräuer aus der Yorck-Gruppe: ohne staatliche Unterstützung oder ein gesondertes Engagement der Industrie für das Kino könnte 2020 die Häfte aller Kinos geschlossen sein, sagte er kürzlich.. Fazit: die Jahreszahl dabei ist nachrangig, 2009 oder 2019 variabel dehnbar, denn es geht und distributionspolitische Fragen und die Struktur des Home Entertainments. Das nationale Event der Erbauung z.B., METROPOLIS reloaded, fungiert dann, was sich lohnt zu durchdenken, als Vorreiter einer Event-Auswertung von Spielfilmen: via Satellit in die Wohnstuben, ans Brandenburger Tor oder in die Alte Oper in Frankfurt oder den Friedrichstadtpalast Berlin. Technisch zwar 2010 noch anders gelöst, aber in der Sache so gemanaged, dass nur wenige Eventhäuser daran teilnehmen und auch eine flächendeckende Kino-Auswertung von Filmen erschwert wird, da sie ja sowieso auf "arte" laufen. [Gegen Restaurierungen, digital wie analoge, auch bei "Metropolis", sollte hier nicht argumentiert werden, sondern gegen diese Art von Medienevents, die zwar einen bestimmten Film ins grelle Scheinwerferlicht tauchen, aber nicht für die reguläre Belieferung der flächendeckenden Kinolandschaft mit Repertoire: und da "Metropolis reloaded" vorranig 2K ist, hätte er ja in alle verfügbaren 2K-Kinos der Republik übertragen werden können. - Genau diese Hoffnung auf Events findet nicht statt: übertragen wird hier von "arte", und das dürfte auch HD/DCI-Fanatikern wie @preston sturges mittlerweile zu denken geben. Kurzum: er selbst gehört zur Gruppe der Angeschmierten, merkt es noch nicht einmal, und huldigt noch den Strategien, welche die Events jenseits der Kinofragen dieser Republik als Staatsakt abfeiern.] -
Typisch ist die UCI/Odeon-Politik eher nicht. Neukäufe von 35mm-Anlagen gibt es auch bei neu eröffneten Multiplexen nachwievor. Die von @oceanics gelisteten Filme starten tlws. erst 2011: TIM & STRUPPI. Und: vor AVATAR hatten keinesfalls "alle gedacht", dass von diesem Film "kein grosser Erfolg zu erwarten sei". Man wusste schon Jahre im voraus, dass ein Blockbuster produziert wurde. Also kein "Geheimtip" und auch kein Überraschungserfolg, sondern absehbar als Grossproduktion, zumal auch der Regisseur Superlative im Vorfeld streute. - Für den Programmkinosektor ist DCI wohl kein Erfolgsgarant. In Mainstreamkinos nur in Bezug auf einige 3D-Titel, die im Moment noch exklusiv nur via Beamer vertrieben werden. - Für DCI lösten die Besucher Eintrittskarten? Fast jeder Kinobesucher kennt den Begriff 3D, kaum jemand aber DCI oder HDCAM-SR, Red One oder Arri 416 Plus resp. Arri 765. :)
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Jawohl, auch das war schon Hexenwerk. :)
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Respekt auch für die moderne Spielart von Mediendistribution: eine Premiere zwar noch in zwei öffentlichen Häusern (und ausserdem vor dem Tor der einfaltigen Einheit), die aber am via HD zeitgleich im Fernsehen [auf "arte"] ausgestrahlt wird. Das finde ich betriebswirtschaftlich und medienstrategisch sehr klug und zukunftsgewandt, und man sollte das auch mit Blockbusterfilmen künftig so handhaben, damit jeder einen gleichberechtigten, kundenfreundlichen Zugang zu AV-Inhalten erfährt. Hoffentlich kommen nach diesem Event auch die Major Companies auf den gleichen Geschmack - und nehmen sich ein Vorbild an der Amazoniserung des Filmerbes, wie sie vom Berliner Filmhaus in die Wege geleitet wurde. Dank also an die Deutsche Kinemathek für die Stärkung des Kinostandbeins: das Kino existiert nachwievor und stärker denn je, es haben sich nur seine Vertriebswege geändert. [Total vergessen: iPod und Handy-Fernsehen sind unbedingt mit einzubeziehen!] -
Äh, Top Gun, war doch nur 35mm - also nur ein Blow up, oder? Wobei man ehrlich gesagt, 2010, ganz formatunabhängig, heute doch etwas sinnvolleres ansehen kann, als Scientologen, die in Jagdbombern das Hohelied des US-Patriotismus summen und dabei von dauergewellten Pommerranzen angeschmachtet werden :) 100% identisch zu meiner Meinung. Das sah ich damals ähnlich. Aber für Festivals, die alles noch mal einsetzen sollen - was man unterstützen muss- gehört das mit hinein, weil Freunde der Sound-Verfahren sich ausgiebig mit dem Wandel der Mischtechnik befasst haben: und dabei Dolby-Magnetton und damals unbedingt auch THX gegenüber Dolby-A-Lichtton wie "Tag und Nacht" sich unterschieden. Was die Blowup-Frage angeht, war seinerzeit James Cameron sehr darauf bedacht, aus seinem Aufnahmeformat ein ultimativ besseres Bild herauszukitzeln. Zum Beispiel durch anderthalb Blenden Überbelichtung auf niedrigempfindlichem Material und Anpassung der Entwicklerzeiten (siehe das sehr gute Blow up von TITANIC, das ebenfalls "erstmals" in Deutschland schon 1998 zu sehen war).
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Kein Problem - ging nur um Gerechtigkeit für alle Mitspieler. Danke! [der Sound beim TOP GUN war natürlich sehr dynamisch über THX-Anlage - das vergisst man nicht. :)
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Nun beruhigen Sie sich wieder - und gönnen auch den schnuckligen anderen Festivals mit so einigen Perlen eine Spielberechtigung!!! Etliche der Akteure machen das schon seit Jahrzehnten. Sie sollten auch Sound-Format-Infos vom Lieferanten derjenigen Kopie einholen, die sie spielten. Damit hatte ich nichts zu tun. Die Berliner SPARTACUS-WA lief deswegen mit 35mm-Kopien an, weil die 70mm-Kopie auf dem Rückweg von der Untertitelung wochenlang aufgrund eines Speditionsfehlers verschollen war. Darüber berichtete auch der "Tagesspiegel". Später lief er auch in 70mm zu verschiedenen Zeiten - Warum kamen Sie denn nicht nach Mailand, wenn Sie BARAKA auf der dortigen Riesenbildwand sehen mochten? Zurück zum 70mm-Vorführfilm: Im MUSEUM OF CIVILISATION in Quebec läuft vom 24.9. bis 26.9.10 ein erstes 70mm-Festival. Unter anderem mit dem Blowup von STAR TREK, TOP GUN und ALTERED STATES. Aber auch wieder SPARTACUS, LAWRENCE und BARAKA. TOP GUN war auch in Deutschland gelaufen, und die Ankündigung für Spieltermine in 2010 ist ja nicht richtig, weil "CinemaxX Hannover" und "Filmpalast Berlin" diesen Film in 70mm spielten! Ich weiss nicht, wo Sie in der Zeit gewohnt haben, aber wir fuhren regelmässig zu allen diesen Vorführungen. Diese Kopie hatte einen format-spezifisch erkennbaren Bild-Charakter.
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Das hast Du 2006 einige Tage nach unserem Festival geschrieben, offenbar noch ganz verwundert über den bisher angenommen Dolby-ST Ton bei Spartacus. ... und das meinst Du heute oberlehrerhaft von Dir geben zu müssen; ganz den eigenen Irrtum vergessen! Bis zu unserer Vorführung im jahre 2006 hast Du selber immer ultimativ behauptet - wie bei früheren Vorführungen mit Deiner Kopie z.B. in Frankfurt - dass Spartacus als Dolby-SR zu spielen sei. Erst in der Pause während unseres Festivals konnten wir uns selber und auch Dich davon überzeugen, dass der Film schon immer Dolby-A war. So ein schwaches Gedächtnis? ... :-) "Filmpalast Berlin" spielte damals SPARTACUS vier Wochen: mit SR-Kopien auf 35mm. Weder diese, noch meine oder die frankfurter Kopie lief in Karlsruhe, sondern eine Londoner, und das tut mir wirklich leid. Nur am Rande: habe in Karlsruhe nichts mit alledem zu tun, das müsst Ihr schon selber hinbekommen. :idea: Möchte auch nicht weiter streiten. Mir stiess nur heute das @preston-Gestöhne über Mailand, Melzo, Frankfurt und Krnov ein wenig auf, und das nur, weil er dort nicht am Ruder ist. Freue mich trotzdem auf alle kommenden Veranstaltungen, egal wo. Und auch wieder mit dieser Kopie, von @preston niedergemacht, aber im Moment die anscheinend photographisch beste (obwohl sie mir trotzdem nicht in der Abstimmung gefällt, darin war ich immer offen und nie ein Schönredner): Screenshot aus Melzo. Die Laufschrammen sind erkennbar. Photographische Güte ist leider wegen einer defekten Aufnahmekamera nicht darstellbar, aber die Formattreue ist es. Und nach der Schlammschlacht lieber wieder zurück zu den Veranstaltungshinweisen, weswegen hier andere mitlesen.
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Das wird so kommen, kaum aufzuhalten. Und zukünftig starten die Vorstellungen grosse Companies in Übersee.
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:)
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:oops:
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Also Sie kritisierten schon Filmrisse in Krnov und schlechte Redaktionstexte des Monatsprogramms im Deutschen Filmmuseum. Und rühmten Filmkopien und Fachleute, bei denen ich das wiederum so gar nicht nachvollziehen kann. Daher mein Eindruck, dass über sublime Andeutungen Bilder entstehen, wonach hier nur gute und dort schlecht vorbereitete Festivals kommuniziert werden. Und wenn @preston von sich mit "Rekord" und anderen Superlativen wirbt, dann wird leider mit zweierlei Maß gemessen. Ich habe immer gesagt, das Perfektion bei diesem Thema nicht erreichbar ist, sondern ein Prozess ist. Verrissen wurde ich dafür von @preston sturges, der Thesen dafür auffuhr, wie es perfekt zu machen ist. Aber ist das wirklich so, dass andere nicht wissen, wie man das macht? Bei einem Filmerbe, das zu den ehemaligen Blockbusters der 60's gehört und einst zigtausende an Filmfachleuten in aller Welt gewerblich beschäftigte, kann es kein Monopol auf Kompetenz geben, glaube ich. Habe oben konkret Stellung bezogen. Wer stichelt hier aus der Ferne, ohne auf diesen Festivals, die er kritisiert, gewesen zu sein? @preston sturges, der nur seine eigenen Festivals anerkennt.
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Höre ich richtig? Was für ein nicht sehr hochschätzender Ton hier: "Festivals dieser Art". Das weise ich doch lieber dezent zurück: Im schwäbischen Ländle auch schon so allerhand Unvorhergesehenes erlebt, in Karlsruhe befindet sich dieses ebenfalls schöne Festivalkino. Es soll auch ruhig die nächsten Dezennien seine Ausrichtung beibehalten, gerne. Aber war da nicht die Unterbrechung von PATTON, der ausfallende Surround-Kanal, eine flatternde BARAKA-Vorführung (mit beschädigtem ersten Akt), das völlig falsche Tonformat bei SPARTACUS (Wiedergabe über SR-Karten). Und gleich 3 Filmrisse hintereinander bei DIE BEFREIUNG (wonach 1 Teil des Films nur noch in 35mm abgespielt wurde, weil der Projektor wohl nicht wollte). :wink: Und welchen LAWRENCE sah nun das Publikum in der grossartig mit Kodak Vision und einer der original angeglichenen Lichtbestimmung lautstark propagierten Vorführung der allerjüngsten Kopie? Es war, wie einige in Germany in 2 Städten seiner Wiedergabe 2007/09 erleben durften, eine komplett desaturierte, aschfahl und rußige Kopie - von "feinstem" Korn und dünnstem Ton. Trotzdem würde ich mit Blick auf Karlsruhe nie von schlechten Vorbereitungen sprechen, sondern zu behebbaren Mängeln (die auch nach und nach behoben werden). Und die Kinemathek in Mailand spielte im Mai 2009 mit DICK TRACY ihren ersten 70mm-Film überhaupt, wobei Cinemeccanica im Hause die Technik überwachte. Der "barcode gesteuerte Drehkranz" könnte sich im ARCADIA befunden haben, als die frühen Nachmittagsvorstellungen im Mai noch nicht so üppig besucht waren und zwei Mitarbeiter krank waren. Dieses Kino, das darf ich beteuern, ist mit Sicherheit kein Flughafenkino und keine Abfertigungsmachine à la Hürth & Co, sondern das Lebenswerk von Piero Fumagalli - und ein technischer und architektonischer Meisterentwurf der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Konzeption dieses Gebäudes maßgeblich mitgestaltete. Fumagalli ist ein ausgewiesener Freund und Förderer des 70mm-Films: spielt die Filme ständig und lässt sich sogar neue Kopien ziehen. Was er sonst mit den Barcodes macht, entzieht sich meiner Kenntnis, stört mich nicht. Eine derart formatgetreue Projektion wie im ARCADIA habe ich seit dem Festival im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main nicht mehr erlebt, und die Bildhöhe in diesem Saal für sich genommen signalisiert, daß mit 35mm oder DCI 2K alleine dort kein Lorbeer zu gewinnen ist. Hut aber vor solch einem Projekt! Dank an die Festivalveranstalter in beiden Städten. Der Einsatz von BARAKA (eine Leihgabe von @preston sturges im Auftrag von Mark Magidson) wurde integriert in die 10-jährige Jubiläumsfeier der dortigen Kinemathek unter Anwesenheit entsprechenden Fachpublikums (in einem Auditorium mit der besten Akustik übrigens, die ich seit Jahren erfahren konnte). Im ARCADIA zur gleichen Zeit wäre ein anderes Publikum erschienen. @preston hätte ja seine Wünsche deutlicher aussprechen können. So viel zur Standpauke meines Vorredners, die er besser der deutschen Kinemathek halten sollte. Deren Vorbereitungen hat er als "kluge Enscheidungen" verteidigt, sodass man sich fragt, was er damit überhaupt meint.
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War @cinerama bei Euch zu Gast? :wink: ?Ist 1.85 : 1. (Und such' Dir mal nen anderes Feindbild...)
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War das eine Ausbelichtung oder eine Kopie der 4K Restauration von Mikros Image/Arane/Guilliver/Imagica? Die Frage wird vorauss. schon durch Herrn @sturges beantwortet worden sein. Wenn die Frage aber auf etwas weiteres zielt, das eventuell eine Nuance über den beworbenen Restaurierungsbericht und das Marketing hinausgeht, so könnte ich mich dazu gerne noch einmal äussern. Noch mehr kommt man ins Staunen, je weiter man sich in die Vergangenheit zurückbewegt. Und so könnten wir auch einmal die Leistungen von Heinz Eckelkamp als Verleiher würdigen, PLAY TIME seinerzeit in 70mm in Westdeutschland mutig herausgebracht zu haben: in überragend schönen Kopien, die wir noch 30 Jahre später gelegentlich einsetzen konnten (u.a. Urania-Bln) - natürlich gealtert, aber "unverkennbar" Todd-AO in seiner Wirkung. Auf die Gegenwart übertragen: Da Neufassungen oft auch ganz neu sich vermitteln, muss irgendwann fast alles an Nachkopierungen unter die Lupe genommen werden (auch das Tonliche angehend). PLAY TIME hätte 2002 auf IMAX oder in 8K restauriert werden können und mich dennoch kalt gelassen, wenn das Farbkonzept des Originals einer Mißinterpretation anheimgefallen wäre. Besonders hartes Brot in diesem Jahr: etliche Neuankündigungen von DOCTOR ZHIVAGO über BEN HUR bis hin zu MUSIC MAN. Lieber nicht drüber nachdenken - und "Blick nach vorn...". Wer genau hinschaut und sich ernsthaft für das Thema interessiert, ist auch fähig, die Silberscheibe für einen Augenblick beiseite zu legen, hoffe ich jedenfalls. Und auf der mehr als 26 Meter breiten Todd-AO-Bildwand des ARCADIA wird schnell klar, daß die blaue Scheibe peinlich an ihre Grenzen stösst. :)