-
Gesamte Inhalte
10.470 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
80
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von cinerama
-
3D-Frühwerke wären um 1915 zu suchen.
-
Nanu, war doch alles tot? - - - Jetzt werden Ihre Erläuterungen plötzlich immer länger. Bin gespannt, wann die Beerdigungs-Mantra von Neuem beginnt.
-
Filmtheoretische Reflexionen im Filmvorführerforum
cinerama antwortete auf Gonzo's Thema in Allgemeines Board
Bitte stellen Sie abweichende Anträge in einem neuen Thread. Und vergessen Sie dabei nicht meinen Antrag auf eine BWL-Rubrik: das war ernst gemeint. Tausend verschiedene Rubriknamen gleichzeitig sind nicht antrags- resp. verabschiedungsfähig. --- Es gilt im juridischen Leben ebenfalls nur der Titel und der Wortlaut des Antrages des Antragsstellers. Beides ist durch diesen Thread klar ersichtlich. - - - Noch einmal: Wenn Sie weitere Rubriken eröffnen möchten, stellen Sie diesen Antrag bitte ein und rubrizieren dies doch einfach durch einen neuen Thread. Danke für etwas Ordnung in diesem Forum! Der Antrag lautete: Ein anderslautender Antrag ist nach aussen hin also nur durch einen neuen Thread-Titel inhaltlich erfassbar. Somit weiß man, wie auch @gonzo ausführte, "worauf man sich einläßt". -
Aha. Wird weniger. Das erzählen Sie mal dem DMR-Department von IMAX. (Sie haben echt keinen Durchblick bei der Filmkopierung.)
-
Ich denke die Firma ist tot - na was denn nu?
-
Diese Master sind aber allgemein geläufig und kein Geheimnis. Anderseits gibt es durchaus auch bei IMAX ein Firmengeheimnis. - - - Das IMAX in Berlin fährt dennoch kein digital. Bitte das doch nicht weiter zu behaupten.
-
Filmtheoretische Reflexionen im Filmvorführerforum
cinerama antwortete auf Gonzo's Thema in Allgemeines Board
Wer lesen kann, wäre schon im Vorteil: Das Threadthema und der Antrag von @gonzo wurden hier diskutiert. - Bitte nicht wieder verdrehen Dankeschön! -
Sie können gar nichts korrigieren, da Sie auf Sekundärquellen angewiesen sind. Daher schwimmen Sie auch herum, was Bewertungen der IMAX-Güten anbetrifft. ("Besser als mit 65mm-Projektion", um Sie zu zitieren). Ist auch gemacht worden, damals mit den 1.4K-Projektoren im IMAX in 'Futuroscope' nahe Paris.Die Quadruplex-Projektion wurde seinerzeit schnell wieder aufgegeben. Man kehrte zurück zum alten Format.
-
Gottseidank ja. Angucken, solange es das gibt! (Gleichwohl zu meinem Bedauern kaum 2D-Filme mehr gezeigt werden, sondern nur noch 3D, wo die Auflösungsverluste weniger auffallen). - - - Bei 2.08 : 1 A.R. in den neuen IMAX-Sälen ist logisch, was bei IMAX gemacht wird: die DLP-Panels 2048 x 1080 sind um 90 Grad gedreht und das Bild ist gestackt. (Im Grunde bescheiden gegenüber 4 gestackten DCI-Beamern bei der "Avatar"-Premiere im 'Empire'.) Das neue IMAX-Verfahren ist also eine Anpasssung an bereits übliche DCI-Projektionen auf 15 Meter Bildbreite, lediglich in der Bildhöhe über die üblichen Scope-Ausmasse der Kinobildwände leicht hinausgehend. Also insgesamt ca. 2.15K, aber bei doppelter Auflösung gegenüber konventioneller 2K DCI-Projektion mit waagrechtem Panel. Die Gesamtauflösung dann nochmal vermindert durch Formatanpassungen in Letterbox-Art. "Beeindruckend" ist somit für den Zuschauer zwar ein minimaler Höhengewinn, nicht aber die Auflösung, die in der Horizontalen (in "K" ausgedrückt") kaum höher liegt als sonst. Die Panels dürften bei 2.08 A.R. in den sog. IMAX-Multiplex-Sälen auch nicht völlig ausgenutzt werden, allenfalls in den konventionellen IMAX-Sälen. Und der Höhengewinn (und höhere Auflösung) ist ebenfalls hinfällig, wenn der IMAX-DMR-Filme (z.B. "Eine Weihnachstgeschichte) in 2.39-Format wie in allen anderen Kinos gezeigt wird. Dann wird das IMAX-Label endgültig zur Farce. Das Gestackte ist in der Geschichte der Beamer-Technik nichts Besonderes. Das als IMAX nun zu verkaufen, recht "hochnäsig". Von @oceanics natürlich gefeiert, sobald nur das Filmband endlich verschwindet.
-
Filmtheoretische Reflexionen im Filmvorführerforum
cinerama antwortete auf Gonzo's Thema in Allgemeines Board
Möchte nur vorsichtig darauf hinweisen - und dies mögen die Moderatoren erörtern - daß eine Unterrubrik wie hier gefordert eine verwaiste Rubrik wäre. Keiner der hier Fordernden (erstaunlich - warum wünscht man sich die Rubrik?) wäre gewillt, filmtheoretisch zu debattieren. Sinnvoller wäre es vielmehr, ein Unterforum "Betriebswirtschaft" einzurichten. Begründung: Wenn ein populäres Thema, also z.B. ein Filmerfolg, in die öffentliche Debatte gelangt, so aus unterschiedlichen Gesichtspunkten: Erfolg aufgrund künstlerischer, filmtechnischer, marketingtechnischer, photographischer oder wirtschaftlicher Grundlage. Solche Trennungen hat es im Thread "Allgemeines Board" nie gegeben. Wären dort auffallend positive "filmtheoretische" Aussagen gefallen, hätten sie sich unbeanstandet in das Bild der Box-Office-Meldungen eingefügt: @gonzos, @oceanics und @karstenKs wären hochzufrieden damit. Da die Aussagen in den letzten Tagen eher skeptisch ausfielen, fordern hier die "Freunde der Filmtheorie" urplötzlich eine Unterrubrik. Der Hintergrund: man möchte verhindern, dass aktuelle Filme und Kinoverfahren kritisch hinterfragt werden. Wenn aber keine Hinterfragung mehr gestattet ist, dann werden die Threads in "Allgemeines Board" reine Jubelthreads, gekapert von Firmeninteressen. Was hin und wieder hier verdeckt erfolgt. Eine der nächsten Forderungen der obigen Teilnehmer dürfte dann sein, auch jeden Bezug zum Thema "35mm" in den Bereich Nostalgie zu verbannen. - - - Man möge sich bitte vergegenwärtigen, dass obige Teilnehmer nicht das geringste Interesse an Filmtheorie-Unterrubriken haben: @oceanics und @gonzos sehen darin eine unangenehme Hinterfragung ihrer Geschäftsinteressen. Eine Unterrubrik "Filmtheorie" ist eine Totgeburt. Besser wäre es da, in den Forums-Netiquettes zu verankern, daß Filmtheorie, Filmgeschichte, Filmtechnik (also die Nicht-Videotechnik) oder Filmwirtschaftskritik grundsätzlich untersagt werden. :D Ich bitte um Ablehnung dieses Antrages gemäß dem Wortlaut des gestellten Antrages (überschriftführend in diesem Thread niedergelegt). Er fördert weder das kommunikative Verständnis noch den sozialen Austausch, was in "Allgemeines Board" bestens aufgehoben ist. Wenn als nächstes dann auch eine weitere Unterrubrik für BWL geschaffen werden müßte, so gibt es kaum eine Begründung mehr, "Allgemeines Board" aufrechtzuerhalten. Irgendwann auch keine Grundlage mehr, "Filmvorführer" aufrechtzuerhalten. -
Lobenswertes Unterfangen. Die Michael-Moore-Filme sind hochgradig politisiert - und m.E. fast ohne Abstriche empfehlenswert. In der Vergangenheit und im Spielfilmbereich hatte vielleicht Francesco Rosi die gelungensten Umsetzungen des Themas realisiert.
-
Ja, die berühmte "Bourne"-Kamera im Quäntchen Trost, nun ja. Anekdote aus der Bond-History: eine oder mehrere Einstellungen in MOONRAKER seien in 3D gedreht worden. Bei dem tollen Set von Ken Adam und den Space-Shuttle-Bauten (richtige, überlebensgrosse Modell-Bauten - keine billige PC-Animation wie in "2012") wäre das eindrucksvoll gewesen.
-
3,6K im Moment. IMAX-Negativ: 12 - 16k-Auflösung - Direktkopie nicht viel darunter liegend. Daher sind die neuen Imax-(Digital)-Bildwände auch kleiner als die "alten". Ist nun mal eine postmoderne Tendenz: Miniaturisierung aller Konsumgüter, auch des Theaterwesens.
-
James Cameron verweist ja darauf, dass in schon 3 Jahren 3D-Displays den Markt erobern (s.o. Interview). - Sein Produzent machte im letzten September auf der Funkausstellung massiv Werbung für DVD und die Blu-ray Disc in 3D: mit Demonstration. Möglicherweise könnte daraus ein "Rüstungswettlauf" entstehen. - - - Widersprüchlichkeiten in den Aussagen @Gonzos: @Gonzo-Exzerpte aus: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...sc&start=0 Meine Aussage: daß ich mir über eine Bewertung des o.g. Films nicht im klaren bin. Mein Vorschlag: einen Artikel zum 3D-Kino heranzuziehen, der sich für kommende Entwicklungen interessiert und mehr erkennt als man selbst.. Meine Meinung: sich jeden Film anzusehen und zu betreuen, was ich gewerblich eben so wie hobbymässig mache. Demnach müsste man sich selbst beleidigen, bevor das Publikum beschimpft würde. Befragt wurde der Begriff "Erfolg". Begann mit dem Streit über "Box-Office vs. Besucherzahlen". Endete mit dem Angelpunkt "Kinozukunft/Medienzukunft". Ein Thread ohne Debatte müsste heissen "Box Office Zahlen" und: "bitte hier nur Zahlen posten". Somit akzeptiere ich den mehrheitlichen Unmut und verabschiede mich.
-
Filmtheoretische Reflexionen im Filmvorführerforum
cinerama antwortete auf Gonzo's Thema in Allgemeines Board
Volle Zustimmung. -
Filmtheoretische Reflexionen im Filmvorführerforum
cinerama antwortete auf Gonzo's Thema in Allgemeines Board
Unterforum fände ich wiederum zu profan/elitär und auch ein wenig auf Spaltung hinausgehend: "hier nur die fleissige Kassendame, dort nur der grübelnde Theoretiker": Das würde die gesellschaftliche Verantwortung untergraben. Daran würde ich mich nicht beteiligen, wenn nur Gleichgesinnte diskutierten. -
Zustimmung: Verführung durch Trivialisierung verwässert eine Reflexion des eigenen Daseins. Der Scheinkonflikt in Fantasy-Land erweckt geradezu die Illusion, Konflikte würden ernstlich gelöst: und Humanität gar eingelöst: durch ein "Happy End". Daraufhin wäre der "Avatar" abzuklopfen (bin mir selbst noch nicht im klaren über die endgültige Beurteilung. Vielleicht hat @magentacine noch eine Eingebung?). - - - EPD-Prolog: Alle reden vom neuen, digitalen 3-D-Film. Aber geht es dabei wirklich ums Kino? Oder steckt hinter dieser Technik eine Agenda, die wir noch nicht ganz durchschaut haben? [Prolog-Ende] Prof. Elsaesser: [...] Revolution oder Reaktion? Damit erhebt sich die Frage, ob die Zuschauer auf das 3-D-Kino gewartet haben oder ob ihnen die Filmindustrie die neue Technik nicht eher aufzwingt. [...] Denn es wird nicht nur die 3-D-Welle der fünfziger Jahre – samt Misserfolg – verdrängt, sondern auch die noch viel längere Geschichte des stereoskopischen Sehens im Film, vom ersten kommerziell gezeigten 3-D-Film, Jim, the Penman, der 1915 in die Kinos kam, bis zum erfolgreichsten 3-D-Film aller Zeiten, dem Softporno The Stewardesses. [...] Die Filmindustrie fürchtet die Konkurrenz der neuen Medien, vor allem des Internets; sie will den Erlebnisort »Kino« möglichst klar von den immer kleiner werdenden Bildschirmen der Laptopcomputer und Smartphones abgrenzen [...] Jeffrey Katzenbergs »Revolution« wäre demnach genau das Gegenteil, nämlich eine von Panik eingegebene »Reaktion«, eine Bewegung, die nicht so sehr in Neuland führt, sondern eher in einer bekannten Sackgasse endet. [...] Schließlich stellt sich auch die bange Frage nach der Abnutzung der typischen 3-D-Effekte wieder, wie im Falle von Oben: »Die neue, sensationelle Technik«, so noch einmal Rodek, »wird vollkommen in den Erzählfluss eingebunden – was andererseits zu Denken gibt. Denn eine Sensation – mit der die Industrie natürlich höhere Eintrittspreise durchsetzen will – muss auch als aufsehenerregend empfunden werden; wenn man ihr nur bescheinigt, sie entspreche vollkommen den normalen Sehgewohnheiten, verpufft ihr Effekt bald.« [...] Mir scheinen zunächst die Erklärungsversuche, die von einem Konkurrenzverhalten zwischen den audiovisuellen Leitmedien ausgehen, irreführend. Nicht nur hat sich die Medienlandschaft insofern geändert, als seit der neoliberalen Deregulierungswelle der achtziger Jahre alle in Frage kommenden Medien wesentlich stärker miteinander verknüpft und voneinander abhängig sind, sodass der Begriff Konkurrenz im Sinne einer direkt antagonistischen Haltung nicht mehr deren jeweilige Handlungslogik beschreibt. Auch die These, dass in den Fünfzigern in den USA das Kino auf Leben und Tod mit dem Fernsehen konkurriert habe, ist längst überdacht worden. [Da bin ich anderer und konservativer Ansicht. - Anm. von @cinerama] Es macht deshalb mehr Sinn, beim heutigen 3-D-Kino, anstatt von einer Konkurrenzsituation auszugehen, die Konturen einer vorauseilenden Vereinnahmung nachzuzeichnen. Dabei ist zu beachten, dass die Filmindustrie sowieso kein Monolith ist, [...]. Es konzipiert seine Produkte für alle Medienplattformen, das heißt: sie müssen multifunktional angelegt sein [...] Umgekehrt bedeutet das, dass das Kino nur eine unter mehreren Plattformen für Filme ist und schon lange nicht mehr die lukrativste. Daraus folgt, dass 3-D-Kino nicht nur für die Kinoleinwand gedacht sein kann, denn eine solche Strategie wäre, vom Standpunkt des Vertriebs und des Marketings, kontraproduktiv. [...] Ökonomisch gesehen wird das Kino gegenüber den anderen Verwertungsformen eines Films im Laufe seines Lebenszyklus immer mehr zum Anhängsel; vom Standpunkt seiner öffentlichen Wahrnehmung, seines kritischen Prestiges oder ganz allgemein seines kulturellen Kapitals muss ein Film ins Kino kommen, um überhaupt zu existieren. [...] War etwa die bespielte Videokassette anfangs das Supplement zum Kinofilm, so hat sich nun der DVD-Markt (neben Kabelfernsehen und Internet) so erweitert, dass der Kinostart zum Supplement wird, allerdings, wie gesagt, zum lebensnotwendigen. [Korrektur] Etwas salopper könnte man sagen, dass zwar das Kino der großen Leinwand nur noch der Schwanz des Hundes »multimediales Ereignis« ist, dass aber dieser Schwanz mit dem Hund wedelt. Dieses dynamische Verhalten des Supplements bestimmt auch die Logik des 3-D-Films, seine widersprüchliche Funktion innerhalb des Medienverbunds, als den wir das heutige Kino zwischen den Plattformen, als Zuschauer im Saal oder als Gamer beim Computerspiel erfahren. [...] Ohne im Einzelnen auf den Krieg der Formate zwischen VHS-Kassetten und Betamax-Bändern in den siebziger Jahren einzugehen, lohnt es sich doch daran zu erinnern, dass Hardware-Standards sich durchsetzen, wenn sie über eine für das Massenpublikum attraktive Software verfügen. Zu fragen wäre, was im Fall des D-3-D- Films die Software und die Hardware ist, oder umgekehrt: Welche Hardware soll durch die Software D-3-D-Bild verkauft werden, und was will die Filmindustrie erreichen, indem sie das D-3-D-Kino durchzudrücken versucht? [...] Schaut man sich das Kleingedruckte auf Camerons Website an, so wird klar, dass die D-3-D-Technologien – dank Mikro-Spiegeln und neuen Verfahren der Polarisierung des Bildes – auf den Heimkinomarkt zielen und sogar auf den Laptop-Bildschirm. Cameron: »Wird es in zehn, fünfzehn Jahren so aussehen, dass die meisten Laptops mit 3-D-Bildschirmen verkauft werden, die meisten Monitore stereoskopisch sind und DVDs stereoskopische Inhalte speichern? Ich glaube, dieses Szenario ist überzeugender, als wir heute denken.« [Erg. der BILD-Zeitung/"10 Gründe für den 'Avatar'-Erfolg": 5. Weil 3-D-Filme Laptops und Handys erobern werden! Cameron zu BILD: „Auf einem Plasma-Laptop klappt’s schon. In 3 - 4 Jahren gucken wir 3-D auf unseren iPhones – ohne 3-D-Brille.“] [...] Das Laptop-3-D-Verfahren würde nicht nur dem D-3-D-Kinofilm zu einem längeren Leben verhelfen, es würde auch ganz neue Märkte für das Filmerbe öffnen und wieder einmal eine Technologie, die DVD, auf profitable Weise obsolet machen. Und dann haben wir noch nicht über die D-3-D-Computerspiele gesprochen oder die Bildschirme der Handys, deren GPS-Systeme und Google-streetviews durchaus reizvoll in 3-D sein könnten. Vielleicht hat Katzenberg also doch recht mit seiner dritten Revolution, nur hätte er aufs falsche Medium verwiesen: Es wäre die dritte Revolution in den audiovisuellen Speichermedien der Konsumenten-Elektronik, nach dem Videorekorder und der DVD. [...] Bei der vorauseilenden Vereinnahmung des digitalen 3-D-Bildes durch Hollywood geht es wohl auch darum, eine Reihe neuer und weniger neuer Formen des Sehens, der Aufzeichnung und Wiedergabe mit ästhetischen Reizen auszustatten und konsumierbar zu machen. Und zwar mit dem Augenmerk auf die digitalen Medien in all ihren Manifestationen und für all die verschiedenen Bildschirme, von denen wir umgeben sind. [...] Das Konkurrenzdenken gegenüber dem Fernsehen, wie wir es aus den Fünfzigern kennen, wäre damit einer Strategie gewichen, die tendenziell weit über die Vergnügungsindustrie hinausgeht und eine neue Verbindungslinie zieht zwischen Hollywood und den großen Disziplinarformationen, wie Foucault es nennen würde, die unsere post-industriellen Gesellschaften kennzeichnen: das Militär, der Sicherheitsapparat des Staates und eben auch die Unterhaltungsindustrien, das heißt, die Neuauflage des military-industrial complex im military-surveillance-entertainment complex. Neben allen möglichen Simulationstechniken, die dem Kino nun spektakuläre Special Effects liefern, bieten die intensiven Recherchen Hollywoods zum dreidimensionalen Bild Verwendungsmöglichkeiten, die militärische, strategische und kommerzielle Partner im Visier haben und umgekehrt. Hollywood lernt und kauft sich ein bei Firmen, die digitale 3-D-Visualisierungstechniken für Medizin, Architektur, Landvermessung, Unterwasser-Expeditionen, Wetter- und Klimaforschung entwickeln. In anderen Worten, man muss die neue 3-D- Welle wohl im Zusammenhang mit anderen Bildoberflächen für Nutzer ganz verschiedener Herkunft und Zwecke verstehen, um den missionarischen Eifer eines Jeffrey Katzenberg, das Kalkül eines Steven Spielberg oder James Cameron richtig einschätzen zu können. [...] Die scheinbar gegensätzlichen Merkmale von 3-D, die Tiefe des Raums und der Angriff der Dinge, werden so auf Umwegen wieder zusammengeführt. Wenn diese beiden Begriffe im ästhetischen Bereich erst einmal den Kunstanspruch der hohen Kultur – Oben etwa wurde in Cannes nicht zuletzt dafür gepriesen, dass der Film »die Möglichkeiten räumlicher Gestaltung« im 3-D-Verfahren dazu benutzt, »das Innenleben seiner Figuren zu beschreiben, ihre Einsamkeit durch tiefe Räume sichtbar zu machen« – gegen die billigen Effekte des Rummelplatzes und des Pornos ausspielen, dann trifft sich im militärischen Bereich durch die remote action genau das: die »Tiefe des Raums« im Bild macht den »Angriff der Dinge« erst möglich. Damit gehören die Stereobilder und der 3-D-Film zu dem neuen Paradigma, das unsere Informationsgesellschaft zur Kontrollgesellschaft und unsere visuelle Kultur zur Überwachungskultur macht. [...] Filmindustrie, Zivilgesellschaft und Militär kommen zusammen in diesem Überwachungsparadigma, das in einem historischen Prozess damit befasst ist, das »einäugige Se-hen« abzulösen, das Sehen, das westliches Denken und Handeln in den letzten 500 Jahren bestimmt und zu so unterschiedlichen Neuerungen wie Tafelmalerei, kolonisierender Seefahrt und kartesianischer Philosophie, wie überhaupt der Idee, Risiken, Chancen und Handlungsoptionen in die Zukunft zu projizieren, geführt hat. Flugsimulatoren und andere militärische Techniken sind Teil der neuen Anstrengung, 3-D als Standardwahrnehmung einzuführen – aber die Entwicklung geht noch darüber hinaus. Überwachung – das umfasst einen Katalog von Bewegungen und Verhaltensweisen, die allesamt etwas mit Monitoring, der Steuerung und Beobachtung laufender Prozesse, zu tun haben, und die das delegieren oder outsourcen, was wir einmal Introspektion, individuelles Bewusstsein und persönliche Verantwortlichkeit genannt haben. [...] So wie ein Tsunami, ein »9/11« oder der Krieg gegen den Terror die Grundwerte der Zivilgesellschaft außer Kraft und uns in einen dauernden Ausnahmezustand setzen, so könnten Special Effects wie das 3-D-Bild das Instrument sein, mit dem der »Komfort-Kapitalismus« der digitalen Medien unsere individuellen Werte verändert und neue Normen, neue Verhaltensweisen erzeugt. Ob mit Verzicht auf Bürgerrechte und private Freiheit oder als Mittel, uns in der Welt des Post-Humanen neu zu orten, sei vorerst dahingestellt. Meinung: nicht den Kopf in den Sand stecken, die Kinos zusperren oder sich öffentlichen Bedürfnissen verweigern, lautet die Schlussfolgerung. Wohl aber mehr Wissen darüber heranzubilden, daß eine medial-digitalisierte Revolution in den Bildwerfferräumen keineswegs (!) neue Alleinstellungsmerkmale des Kinos absichert, sondern das Kino nur als "go-out"-Bindeglied in der multimedialen Konsumkette noch am Leben läßt. Ein Paradigma, das also nicht mehr auf Lichtspiel als Leitmedium verweist, dafür aber als Appetizer für Heim-PC-Soft- und Hardware-Absatz funktioniert. Um die soziale Integration im Kino zurückzuerobern, bedarf es entweder anderer Technologien oder solcher Filmemacher, die mithilfe der digitalisierten Vernetzung dem Versammlungsort des Kinos Anziehungsmerkmale verleihen, die nicht austauschbar sind. Der Epilog dieses Artikels verharrt mir da noch zu tradiert, erkennt aber die Problematik des reinen Effektkinos: http://www.nytimes.com/2010/01/10/movie...0tech.html
-
Evtl. ein Mißverständnis zwischen uns: ich verteidigte Film nicht primär aufgrund seiner Genre-Geschichte oder der heutigen 6k-35mm-Auflösungspotentiale der Negative. Einen "digitalen Express" jedenfalls sehe ich nicht: dies hatte ich 1999 mit dem ersten Roll-out irrtümlich erwartet: eine platte Autosuggenstion des ersten, gleißenden Eindrucks sozusagen. Verkürzt gesagt: es gibt derzeit einen "3D-Zug". Während der 35mm-Vertrieb bis etwa 2008 aufrechterhalten wird. Fazit: Die Applikation der HD-Medienverwertung auf das Kino vollzieht eine Gleichschaltung mit HD(TV)-Medien: "Sonder-Stellungen" des Kinos als "Leitmedium" (Tradition des 20. Jhds.) werden endgültig beseitigt. Sowas sagt hier keiner. Eher sind es die Älteren mit einem Mangel an Veränderungswillen. Da nützt auch deren Mehrwert an (alterbedingter) kutureller Bilder wenig. Meine Rezeption 1977: Kriegs-Propaganda der Amis. Tatsächlich war 1977 eine Tauperiode mit sog. Abrüstungsverhandlungen sowie dem Amtsantritt Jimmy Carters. Anhänger des Films sagten ihm sogar eine Nähe zu den Sandinisten in Nicaragua nach. Warscheinlich ist er letztlich doch nur Entertainment und Techno-Kult von cinephilen Spielzeugproduzenten - nicht ganz unähnlich wie heute "Avatar", dem man eine Anti-Bush- und Pro-Obama-Haltung nachsagen könnte. Äussert vage Annahmen. Hierzu Professor Elsaesser in "epd FILM", Januar 2010: - in Kürze -
-
Einige Bilder und Annoncen hier als Link-Verbindung, um das Scrollen auf dieser Seite nicht zu überfordern: Der deutsche Film NANGA PARBAT von Josef Vilsmayer ist nun angelaufen und enthält einige Szenen in Tirol, die mit einer Arriflex 765-65mm-Kamera photographiert wurden: http://www.morgenweb.de/nachrichten/kul...70429.html Inwieweit die Brillanz durch den Digital Intermediate-Prozess wieder einmal "eingedampft" wird, kann ich nicht sagen. Redinger, der noch 2009 für Arri auf der Berlinale den 65mm-Einsatz als hervorragendens Composite-Material für die Postproduktion auslobte, hatte sicher kein Revival des 70mm-Kinos im Sinn. Vielleicht gibt es schon Meinungen zum fertigen Film? - - - LITTLE BUDDHA läuft wieder als hauseigene Kopie im 'ARCADIA' in Melzo (30 km vor Mailand). Herr Fumagalli, Betreiber des Hauses und mit Kameramann Vittorio Storaro befreundet, setzt den Bertolucci-Film als einziges Kino weltweit immer wieder ein: am 16.1.2010 auf der 26-Meter-Bildwand: http://www.multiplexarcadia.com/index.jsp - - - Die 70mm-Termine im 'KINO MIR 70' (= "Frieden und 70mm") im tschechischen Krnov sind vom 9.-11.4.2010 wieder vielversprechend: CAPRICORN ONE von Peter Hyams GANDHI (von Richard Attenborough, der in Dtl. nur in einer relativ weichen 35mm-Dupfassung lief) EXORZIST von William Friedkin (wusste nicht, dass er in Europa lief) SUPERMAN von Richard Donner (in Dtl. nur in recht weichen 35mm-Dupkopien gelaufen) PATTON von Franklin J. Schaffner (Drehbuch von Francis Ford Coppola) - in einer schärfemässig ganz passablen 65mm-Duplikatkopie Tolles Festival-Emblem, das klarmacht, worum es geht: http://www.kinomir.wz.cz/70mmfilm.html
-
Leider weiß ich auch nicht, wer Sie sind. Weder namentlich noch adressarisch. Und bei anonymen Postern, die noch nie etwas von sich preisgaben (viele andere im Forum kenne ich indessen persönlich und seit Jahren), bleibt man misstrauisch.
-
Stimmt so leider nicht. Im Mai 2005 wurde dort z.B. STAR WARS Episode 3 digital gezeigt, wenn die Technik gerade funktioniert hat. Man war dort also eher sogar Vorreiter. Wenn heute dort nicht in aktuelle Digitaltechnik investiert wird, liegt das wohl eher an der ungewissen Zukunft des großen Saales als an der Firmenphilosophie von UCI. Zu allem anderen, was Du hier geschrieben hast, werde ich mich wie @oceanic auch nicht äußern. Bringt sowieso nichts. Nanu. So schüchtern? Ansonsten widerspreche ich Ihnen nicht: RACHE DER SITH (2005!) war einer der letzten Digi-Vorführungen im Alltagsbetrieb, die ich mitbekam. Davor lief anderthalb Jahre auch so gut wie nichts. Danach, nach Anbruch des DCI-Zeitalters, verzichtete man darauf. Das war mit "Verzicht" gemeint (ausgenommen Filmfestspiele mit Leihequipment.). Angefangen hatte man im Mai 2000 mit 1.4K-Dijektion, wo ich seitdem jeden Digi-Titel mehrmals besuchte. Auch bei der letzten Digi-Projektion, den SITH, fiel uns als Kenner der Hausgeschichte auf: deutlich verkleinertes und zu dunkles Projektionsbild. Einige Sichtungen begannen mit Kaschstellung auf 1.85 : 1, was dann fast ne viertel Stunde andauerte. Hatte auch Gründe des Betriebsverlässlichkeit, warum man zu 35mm zurückkehrte. Seidem ist das Bild auch heller und kontrastreicher geworden. :wink:
-
Und ich betone nochmals gegenüber dem User @EIX, der seine Sonderlösungen gefunden haben mag, die Richtigkeit des Regresses bei Finanzierungen mit VPF-Abkommen. "Um 'digitales Kino' abzubieten muß man keinen VPF-Vertrag abschließen": das ist bekannt. - - - Zurück zu den Filmformat- und Auflösungs-Schwindlern dieser Welt: Kodak estimates their 35mm film stock to run at an equivalent of 6K digital resolution—that’s 2K better than the famous 4K Red One camera. As Kodak makes IMAX film out of the same ink/material that they make 35mm film, to scale, you can argue that IMAX reaches a theoretical equivalent of 18K digital, or 252 megapixels. In real application, even an expert we talked to within IMAX doubted if the viewer can see 18K projected, estimating that 12K might be a more accurate guess. [...] http://www.gizmodo.com.au/2009/05/how_r...x_films-2/
-
Und das in einem Filmvorführer-/Filmtechnik-/Kinoforum - armes Deutschland... (Zu meiner Wenigkeit: zumindest Abschlüsse/Zertifikate/Arbeits- und Qualifikationszeugnisse absolviert: Filmkopierwerk/Filmtheaterkaufman/Fillmwissenschaft). Sie nach meiner Einschätzung: nichts von alledem... können sich nicht einmal eine Internet-Sekretärin leisten zur Korrektur Ihrer Posts. Passen Sie auf mit Inkompetenz- und Laienanwürfen, die wie eine Bombe auf Sie zurückfliegen. - - - Die IMAX-Digitalauflösungen teilten mir Techniker aus USA konfidentiell mit: 3.6K [bin darin leidenschaftslos - denn ich lehne den Abstieg ab.]. Zanken Sie sich in USA weiter: IMAX film is—unquestionably—far more impressive than any other standard on the block, analog or digital. So how the heck can IMAX claim they can take a normal 35mm film, like Star Trek, and play it on IMAX screens? To be fair, this insanely high resolution 70mm film format is only used in the huge free-standing IMAX theaters found in museums and parks throughout the world. As you might recall from our previous story on IMAX “retrofitting” in multiplexes, IMAX’s digital projection system used in those theaters is a mere 3K or 4K in resolution. There’s definitely a double standard, and though it’s still an impressive theater experience, it’s not the same and you have the right to feel a bit ripped off if you’re expecting a 70mm print. But regardless of the film’s destination, it is carried through roughly the same process known as DMR (which, enigmatically, stands for “digital re-mastering”), which starts with a digital encoding of a standard 35mm Hollywood film, and ends with a remastered, (usually) higher-resolution digital format for multiplexes, and a bunch of reels of remastered crazy-high-resolution 70mm film for the true IMAX theaters. During my day at IMAX HQ, I kept referring to the process as “uprezzing”—the same mundane miracle that allows DVDs to play on HDTVs. But every time I used this term, it was met with a shiver from production personnel. After seeing their process, I still think “uprezzing” fits, but blowing up a film’s resolution requires a lot of tweaking and artistry, so I can appreciate their reaction a bit more. http://blog.bigmoviezone.com/?p=3149 Von Filmkopierung/Rasterfilmen und Schärfetests für 8mm, 16mm, 35mm usw. scheinen Sie nichts gehört zu haben. Der Unfug der 35mm-Katastrophe, den Sie in Umlauf bringen, hat seinen Ursprung in einer (Ihrer?) dilettantischen Ausbelichtung. Gibt doch genügend Ausbelichter in Norwegen und Frankreich, die Spitze sind, eben so ARRI in München. Materialauflösungen kann ich daher bestens beurteilen. Sie schwimmen da mit ihren Mutmassungen über "Resultate", die sie irgendwann zurückgeschickt bekommen. Beschweren Sie sich doch beim Dienstleister, nicht bei den Kinos. Und wenn Sie in 2K und weniger ausbelichten, dann ist das des 35mm-Formats unwürdig, wie es die MTF-Prüfprotokolle und Schärfetests untermauern. Da man Ihnen als Minifirma aber nicht mehr zahlt als für 2k-Ausbelichtungen, schieben Sie's aufs Filmband. Nach in 4k oder 6k ausbelichteten Dupnegativen können Sie übrigens den 2k-Roll-out qualitativ beerdigen. Beerdigt wurde schon die erste Welle des von George Lucas u.a. betriebenen Roll-out: die Projektoren sind somit mehr Altmüll als der älteste 35mm-Projektor. Soviel zu Loyalität der digital post-produzierenden Industrie zum Kinobetreiber. Und das wird sich noch mehrmals wiederholen, unabhängig vom Versprechen aktueller Upgrades im 2-Jahresturnus. - - - Detailschärfen im derzeit umsatzträchtigsten Film überhaupt, "Avatar", sind leider unverkennbar. Der Aufreisset des Films ist jedoch das 3-D-Verfahren, nicht Kontrastumfang und Auflösung. - - - @oceanics schreibt: Technicolor hat grade ihren geplanten 35mm 3D kommentarlos platzen lassen. Passen Sie auf, dass die Sie nicht verklagen!
-
R.-Palast war keine Liebe. Und @EIX fehlt die Lokalkenntnis: ZOO PALAST grosser Saal verzichtet bis heute auf Digi-Projektion im Alltagsbetrieb. Ex-ROYAL - ein wirkliches FILM- und Panorama-Kino - hätte mit 32 Metern Bildbreite jedwede "Digiprojektion aus einem Loch" fast verunmöglicht (selbst die Dual-Projektionen auf 22-Meter Bildwänden in CINEDOM oder der ZEIL-Galerie sind offenbar grenzwertig, wie man hört). Technischer Fortschritt nach @EIX-Philosophie, einmal geläutert: Man kann es auch Lean Production nennen (nicht mit dem gleichnamigen Regisseur zu verwechseln). Oder Rationalisierung durch Elektronisierung. Technsch fortschrittlich kann es ausserdem sein. Menschlich richtig und branchentypisch nicht unbedingt. Job-Rotation ist oftmals signifikant für diese Produktionsweise. Sogar eine Freisetzung von Personal und theaterrypischen Aufsichts- und Überwachungsaufgaben ist im Theaterwesen denkbar, die zu unvorhersehbaren Komplikationen führen kann (KDMs versagen, Light Engines fallen aus, Bildunschärfen bleiben unkontrolliert, Xenon-Kolben altern früher - und keiner merkt es zur rechten Zeit). Wenn man überzeugt und auch begeistert ist, dann sollte man es machen: es gibt niemals zu viele begeisterungsfähige Betreiber in der Branche. Gleichwohl war ich mir bereits 2000 sicher, was unaufhaltsam anrollt - als Sie und @preston sturges noch daran zweifelten. Mich wundert nur der langsame Verlauf der sog. "Umstellung", die ich für Mitte der 00er Jahre als abgeschlossen einschätzte. Dramatischer Umbruch kommt der Sache schon näher. Naiv ist aber das Denken einiger, sie tauschten lediglich ihren Bildwerfer aus, und Reproduktions- und Distributionsweise blieben beim Alten. Gegenteiliges ist anzunehmen - und darin ist denn auch das Drama zu erwarten. 2010 aber "zwanghaft" digital umzurüsten, ist in Anbetracht der Technicolor-Offerte wie auch der Zusicherung der Verleiher auf Filmbelieferung, eben so aber aufgrund der Prognosen eines anhaltenden 35mm-Betriebes, m.E. emotional überzogen. Die Hochrechnungen sind kaum kreativer als eine Tätigkeit an der Wall Street. Und es grenzt auch an Selbsttäuschung, primär daran gesellschaftlichen Fortschritt oder bleibenden sozialen Wert (auch im Umgang der Kinogästen mit- und untereinander) zu zementieren. Faszinierend sind die Massen-Hypes als Phänomen allemal und ein Spiegelbild des öffentlichen Bewußtseins. - Das aber durchleuchtet werden muß. [Dazu sind die meisten Teilnehmer des Threads nicht gewillt, wenn dabei Glaubensfragen tangiert werden] - Avanciertere Formen der Bildsymbolik und auch der Schauspielkunst unter den Mainstreamfilmen sehe ich im Moment im Terry-Gilliam-Film PARNASSUS. Die dortigen Genre-Anleihen halte ich für überzeugend transformiert und auch mit neuartigen Bewußtseinsvorgängen verknüpft. (Danke zunächst für die freundliche Anrede.) Leider ist die Aussage inhaltlich sehr stumpf und ziellos - einem logisch denkenden, auch naturwissenschaftlich denkenden Menschen kaum zuzutrauen. :roll: Man wünscht sich das sicher nicht, aber ich fürchte genau das. Weil in diesem Forum oft zitiert, bemühe ich (was hoffentlich ein wenig provokant) daher die BILD-Zeitung: 10 Gründe, warum „Avatar“ der erfolgreichste Film der Welt ist 1.[...] 2. Weil der Computer weinen lernt! Star-Gesichter (Sigourney Weaver, Sam Worthington) schlüpfen in computergenerierte Alien-Wesen – mit allen menschlichen Gefühlen. [...] 4. Weil 3-D-Effekte unsere Sehgewohnheiten revolutionieren werden. Flat-TVs mit 3-D-Brille wird es ab Frühjahr geben: Toshiba, Samsung, Sony etc. 5. Weil 3-D-Filme Laptops und Handys erobern werden! Cameron zu BILD: „Auf einem Plasma-Laptop klappt’s schon. In 3 - 4 Jahren gucken wir 3-D auf unseren iPhones – ohne 3-D-Brille.“ 6. Weil Hollywood-Klassiker jetzt dreidimensional werden! „Star Wars“, „Ice Age“ etc. kommen auf 3-D-DVDs! 7. Weil es künftige Blockbuster nur noch in 3-D geben wird. Die Oscar-Kings Steven Spielberg und Peter Jackson drehen gerade „Tim & Struppi“ mit Camerons 3-D-Technik. [...] 10. Weil das Wunder 3-D aus Kino- Glotzen wieder ein einmaliges Erlebnis macht! Mit 3-D-Brille vergisst man das übliche Kino-Multitasking: Flüstern, Schmatzen, Trinken, Knutschen, Gähnen. Quelle: http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/ki...t-ist.html Die frohsinnige Botschaft, trotz einiger Skurrilitäten, enthält sicherlich einen wahren Kern. Auf den einzugehen durchaus lohnen dürfte. (Hier werde ich Elsaesser bemühen, der zur BILD-Zeitungs-Kampagne erstaunliche Parallelen thematisiert.)