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Vielleicht gelingt es Dir, auf dem Widescreen-Sektor den Anfang neuer Erkenntnisse zu begründen? Mit 51 dürfte sich so einige Weisheit angesammelt haben. Inbesondere zur Filmproduktionspolitik und zur Restaurierungsgeschichte wäre noch viel zu entdecken. Schicke T-Shirts, die mich an Kaufhauskinomitarbeiter mit THX und Dolby erinnern, sind schon mal ein guter Anfang, um Flagge zu zeigen. Weiter so. :D
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FFA-Präsidium erklärt Digitalisierungsmodell für gescheitert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
Ein Tag der Freude, eine Stärkung der Vernunft. Wirtschaftsförderung des Staates unter dem Deckmantel der "Kulturförderung" wäre in anbetracht eines Giesskannenprinzip ohnehin verfassungswidrig. Was viele Grundversorger, aber auch Spartenprogrammbetreiber, in den Kinos betrifft, hätten die DCI-Roll-outs wirtschaftlich und programmatisch zu einem Desaster führen können. UCI, die als Mischwarenkonzern ohnehin keine Branchenintegration (oder Kultur) anstreben, können gerne umrüsten bis die Schwarte kracht: in diese Kinos gehen immer weniger wirklich filmliebende Menschen, und die dort gesichteten DCI-Bildwerfer schienen mir auf einem Wartungszustand dahinzuvegetieren, der selbst in schlimmsten Zeiten eines Bahnhofskinos der 1970er Jahre undenkbar gewesen wäre. 35mm-Startkopien sollten ab heute weiterhin gefördert werden, und 35mm war und ist eine stabile Wirtschaftgrundlage für Filmtheater. Wem die Filmkopie nicht gefällt, der möge Druck machen, dass 4k oder 6k Ausbelichtungen vorgenommen werden, um die Qualität zu bessern: das liegt in der Verantwortung der Verleiher, weniger der Kopierwerke. Wer 3D- spielen möchte, kann anstelle von EUR 80 Tsd. nun auf die Lösung von Technicolor in Höhe von EUR 15 Tsd. vertrauen und am Erfolg teilnehmen, ohne dass ein einzige Zuschauer dies bemängeln würde.. Wer außerdem engagierte Festivals macht - und diese haben ihre Berechtigung und bereichern die oftmalige Verstopfung des Säle durch Blockbuster (egal ob auf DCI oder Film verliehen) - der wird sich Videotechnik auf dem freien Markt zusammenstellen, und das ist auch gut so. Die Zersplitterung der Branche wurde durch DCI vorangetrieben. Dass dieses Kartell jetzt eine historische Niederlage verzeichnet, zeigt die Zukunftslosigkeit dieses Technologie- und Vertriebsmodells auf. Es ist gut so, dass das Nötigungs- und Drohpotential somit auf internationaler Ebene auf Widerspruch stösst. UCI als Kaufhauskinokette kann sich via Satellit und Blockbuchung durch US-Zentralen bespielen lassen, wird aber als letzte Form der kapitalistschen Ausdifferenzierung im Abspielsektor auch als erste Kinofirma zugrunde gehen und in Mediamärkte-, Garagen oder Supermärkte umgebaut werden. Viel Glück denen, möchte man ausrufen, die mit Vernunft die Möglichkeiten des Filmspielbetriebs aufrechterhalten und auf intelligente Weise Video-Technik auf Bedarf zusammenstellen. Längst entlarven doch alternative Beamersysteme und auch zu erwartende neue Codecs bei der Blu ray das DCI-System, welches die "nächsten 100 Jahre Kinogeschichte" prägen wollte, als Schwindel und Selbstbetrug, wenn man dies so brüsk hier asudrücken darf. Verleiher, die ernsthaft an der weiteren Zusammenarbeit mit Kinos interessiert sind, werden sich überlegen, DCI-Blockaden Strukturen durchzuboxen oder eher individuelle Lösungen zu erreichen, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten unterschiedlicher Kinohäuser entsprechen. Damit verlängeren sie auch ihr Dasein in den ohnehin stark geschrumpften Verleihbüros auf deutschem Territorium. Auch wird dem unterschwellig drohenden Druckpotential und Kontrollwahn einiger Companies durch die FFA-Ankündigung der Wind aus den Segeln genommen. Der freie Wettbewerb, anstelle einer Marktbereinigung und Nivellierung, die durch DCI drohte, wird somit normale Verhandlungen und den Ausgleich mit Verleiher- und Produzenten voranbringen. Zunächst mit kleineren Filmanbietern, deren Konditionen dann auch die grossen Companies sich anpassen werden. Es ist erfreulich, dass dem Kinosterben, der "Marktbereinigung" und der Gleichschaltung jetzt durch die Paradoxie sämtlicher Fördermodelle ein Strich durch Rechnung gemacht wurde. Viele in der Kinobranche werden wohl - schon anhand von Beobachtungen des Marktes in USA, Frankreich oder anderen Ländern , mit mehr Gelassenheit beobachten können, welche ersten Zusammenbrüche und Krisen die Nachbarstaaten zu meistern haben - und davon lernen. Nur ein Beispiel: trotz DCI-Roll-outs droht gerade in Frankreich eine massive Verkürzung der Auswertungsfenster und erste Kinostreiks auf 2000 Bildwänden haben begonnen. Das zeigt die wirklichen Herausforderungen der Zukunft. Ob ein Kinofilm aber in gut gewarteter 35mm-Projektion oder DCI-Projektion erfolgt, merkt das Publikum nicht. Wie bitte? Richtig. Wobei man sich ohne Subventionsschwindel dann auch gut überlegt, welche Reifen man kauft oder auswechselt. Oder ob man das ganze Auto wegwirft, obwohl es gute Dienste leistet. -
Bin gespannt, was andere Betreiber und Verleiher dazu sagen. Ansonsten: in diesem langen Thread sind Sie (oder Du) nicht einmal auf die Bildgüte von "2012" eingegangen. Das war es dann wohl für heute.
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Sie machen seit Jahren Front gegen alles, was von mir kritisch angemerkt wird. Da gelten auch vernünftige Argumente nichts. Auch sind Sie immer noch nicht - und das bereits bei Themen des 70mm-Films - auf die eigentlichen Einwände gegen die genannten Filme oder Nachbearbeitungen eingegangen. Bei "2012" bis zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand, aber in anbetracht der Reichweite des Films "2012" wird da schon noch etwas kommen. Interessant, daß dies plötzlich konzediert wird. Wären demnach Projektionen auf Mattweiss-Bildwand (oder gar mit 35mm auf Mattweiss-Bildwand, in von erfahrenen Lichtbestimmern nachkorrigierten Produkten, die in der Grading-Suite bei "2012" womöglich fehlerhaft bearbeitet wurden), der Digitalprojektion auf Metallbildwand (ich nenne nicht die Begriffe DCI oder irgendeinen Bildwerfertyp) überlegen? Da haben Sie aber gerade ein "Faß" aufgemacht...
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Das ist, was ich mir dachte (danke für diese Anführng): nicht jeder hätte die Möglichkeit es A/B-Vergleichs. Ich kriege diesen Film nicht ins geeignete Studio mit Parallelprojektion, und eventuelle Nachsichtungen wären wieder an unterschiedlichen Orten. Die Versuch- und Meßanordnung hat auch niemand bestritten, der halbwegs erntzunehmen wäre. Aus diesem Grund fragte ich "in die Fläche" der Kinos. Was ich merkwürdig fand (also subjektiv erfahren, wie @HAPAHE ausführte, aber doch kompetent beobachtet): - bei 2k Digital Intermediate gilt stets der Vorteil der direkten Panel-Projektion, da optische Ausbelichtung auf 35mm und anschliende Kopierung vom Dup Schärfeverluste (und in den letzten Jahren beim Großteil der Filme auch Farbkreuzungen oder gar fast "zweifarbig" tendierende Verfälschungen fast die Regel waren. Soweit stimmte ich immer ein in den Chor der DCI-Befürworter (also eine entschiedenen Gruppe, die gegenüber 35mm-Film keineswegs immer vorurteilsfrei ist) - bei der Sichtung in zwei Städten der alten Donaumonarchie mit neuestem Equipment (minimal von mir nur erinnerbar: a. Barco Typ (100?) und b. 35mm Cinelux Ultra Star HD Studio Plus (rote Serie) zeigte sich entgegen der Physik a. kein Schärfevorteil der DCI-2D-Projektion b. ein Vorteil der Lichtbestimmung der 35mm-Fassung gegenüber der im Kontrast lascheren, und wie eingeebnet wirkenden Projektion des DCPs (ich vermeide ausdrücklich die "Schuldzuweisung" 'DCI-Projektion'), sodaß c. andere Erfahrungsberichte zum Thema "2012" interessant wären (das ist nicht identisch mit Thema DCI) Ncht vorurteilsfrei hätte ich dann schon gerne angemerkt, daß 1. Die Postproduktion ihre Blüten treibt: 2. Aus einem digitalen Master auf dem Wege einer weiteren Bearbeitung (in diesem Falle zufällig einer analogen Bearbeitung) beim Film "2012" Verbesserungen im Kontrast bei etwa gleichbleibendem Farbcharakter erreicht wurden. Mindestens 3 Beitragende dieses Threads halte ich für so vorurteilsbeladen, daß sie ein von den heutigen Werbebotschaften abweichendes Ergebnis - auch wenn es für nur wenige Filme wie "2012" anzuwenden wäre - niemals akzeptieren könnten. Schließlich galt ihnen der Kauf einer DCI-Anlage als letzgültiges Gütesiegel und Garant für die Lieferung eines "Masters in Studioqualität". Über das tatsächlich Gesichtete zu sprechen, ist unmöglich, wie sich bereits auf karlsruher 70mm-Veranstaltungen zeigte, als Einwände gegen jüngere Versionen älterer Filme brutal niedergebügelt wurden. :evil: Da denken wir lieber gar nicht mehr dran. Aber es gab diesen Vergleich in L.A., der bei Thomas Hauerslev berichtet wird. Übrigens von Rick Mitchell, einem auch technisch versierten Filmwissenschaftler (ist auch Cutter und Regisseur), die viele Jahre gegen das Digital Intermediate wetterte. (Dem ich zu 90% zustimme, wenn es die Ausbelichtungen angeht, die sich aber seit 2 Jahren in einigen Werken dramatisch verbesserten, auch nach Einführung einer neuen Kodak-Emulsion speziell als Ausbelichtungsfilm)! http://www.in70mm.com/news/2007/as_good/index.htm
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Das ist durchaus eine Information, aber nicht alles, was man zum Film sagen könnte. :wink:
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Wissenschaftler @preston sturges: Warum spricht hier keiner mehr über "2012"? Es traut sich leider keiner mehr?
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Wenders sollte in vielem widersprochen werden. Es kann nicht angehen, dass dieser Mann mit Infantilität seine Karriere bis zur Rente festigt. Wenders gab zu, erst kürzlich erstmals einen 3D-Film gesehen zu haben. Das wundert in anbetracht seines Alters. Vorher wollte er auf 65mm-Film drehen, schwärmte für dieses Königsformat und drehte dann nur in HDTV ("Bis ans Ende der Welt").
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Sie können ebenfalls nicht ernsthaft die Differenzierungen herauslesen oder wollen es gar nicht. In dem Zitat oben steht - "jenseits der theoretischen Richtigkeit von A/B-Vergleichen". Mein Gott, was für ein Gemetzel an diesem Montag! Zur Klärung: a. A/B-Vergleich im selben Raum unter Studio-Bedingungen wurden befürwortet - @HAPAHE hatte nicht unrecht b. Beobachtungen in der Fläche und an verschiedenen Standorten sind eben so legitim und auch Faktoren in wissenschaftlichen Erhebungen c. Die hiesige Nennung konkreter Standorte, die unterstellt wurden, waren nicht Orte der Sichtung d. Es könnte aus mehreren Vergleichssichtungen ein hinreichender Schluss gezogen werden über Unterschiede in der Postproduktion und Kinodarbietung, die auf Unzulänlichkeiten im DCP oder bei den digitalen oder analogen Bildwerfern hinweisen e. Es geht nicht primär um DCP vs. 35mm vs. andere Formate mit endgültigen Beurteilungen - auch wenn @EIX solche bereits vorgenommen hat -, sondern um Einzelbeobachtungen zum Film "2012" f. Es kann auch nicht um persönliche Abrechnungen gehen, die hier verdeckt unter dem Mantel des Films "2012" ablaufen. Sie sollen durch getarnte Andeutungen zu "Kündigungen" meiner Person führen. Meine nochmalige Bitte also: bitte einmal auf Kontrast, Farbcharakter, Gradation, Halbtonwerte, Durchzeichnungen, Auflösung, Farbkreuzungen u.a. beim DCP von "2012" zu achten und ob alle damit wirklich zufrieden sind. Das war eigentlich die Ausgangsfrage. Ich gehe aber davon aus, dass die hier an der Diskussion Beteligten die Unterschiede oder Defizite vielleicht nicht bemerken. Dann könnte man versuchen, Szenen zu beschreiben oder ich gucke mir das zum dritten Male an. Die farblich von mir als identisch und im Kontrast als vorteilhafter bezeichnete 35mm-Kopie war nicht perfekt, sondern die letzte Rolle war farbstichig und es gab den Fall-back beim Digitalton. Es ist aber eine Meisterleistung, das analoge Kopierergebnis farblich an das DCP "angeglichen" zu haben, obwohl damit keineswegs ein film- oder kinowürdiges Potential zum Vorschein kam, sondern nur ein perfekter Angleich an ein fragwürdiges Digital Intermediate. Mit anderen Worten: in ein und dem selben Haus kann a. ein minderwertiges D.I. erstellt worden sein und dennoch b. bei Ausbelichtung auf 35mm-Dupnegativ ein fast gleichwertiges und im Kontrast verbessertes Filmprodukt hergestellt worden sein. Das sind schwierige Fragen, die durch die Gruppendynamik Derjenigen, die geschlossen Front gegen Nicht-DCI-Auswertungen machen, nicht beantwortet werden. Meine Besucher loben regelmäßig die tolle Bildqualität, die wir jetzt mit Digital-3D bieten. Ein solches Lob habe ich für eine 35mm-Präsentation noch nie bekommen. Selbst bei guter Kopie und optimaler Vorführung. Arbeiten Sie im Filmkopierwerk oder besuchen Sie regelmässig Filmfestivals, teils mit Originalkopien. Dann werden Sie zu anderen Schlüssen gelangen. Ihre Aussagen sind unrichtig, vor allem, da Sie 3D-DCI-digital in die Diskussion einführen, was mit "2012" nichts zu tun hat. Ich wiederhole: im Fortgang dieser Diskussion geht es m.E. um Business-Interessen und um persönliche "Abrechnungen", nicht um das Thema "2012".
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Das ist nicht zielführend, und auch Sie sind offenbar nicht gewillt, die Beobachtungen - jenseits der theoretischen Richtigkeit eines Versuchsaufbaus im gleichen Raum - zur Kenntnis zu nehmen. Ich habe mich darüber mit Mitarbeitern der Postproduktion ausgetauscht. Keinesfalls sollten hiermit alle DCP-Vorführungen klassifiziert werden, keinesfalls eine 35mm-Kopie geheiligt werden. Zu fragen aber ist, warum nagelneue Anlagen, die Sie, @Hapahe oder @preston sturges als Wirtschaftsgut einsetzen, in diversen Spielstätten trotz Propagierung des perfekten Kinos der Zukunft sich in einem miserablen Wartungszustand befinden, und warum weiters einige DCPs in einem qualitativ schlechteren Material die Bilder ausgeben als in der 35mm-Kopie, die plötzlich photographisch anerkannten Parametern näher kommt. Mir scheint, dass einige, ich zähle auf: @preston sturges, @EIX, @HAPAHE es nicht mögen, dass man ihre Investionen relativiert oder durch Beispiele schmälert, die in anderen Betrieben in der heutigen Praxis einer DCI-Projektion nun einmal stattfinden. Man glaubt, mit der Lieferung eines DCI-Masters das Optimum geliefert bekommen zu haben, und ist jetzt erstaunt, wie die Produktionsweite nachwievor auch andere Optionen zulässt. Auch sollte bedacht werden, dass in einigen Kopierwerken von ein- demselben Film 4k- oder auch 2k- (oder noch geringere) Ausbelichtungen getätigt werden können. Damit habe ich Ihnen etwas verraten, was Sie aus Ihrer Praxis gar nicht wissen können, aber gerne mit Häme goutieren. Die geschäftlichen Interessen der obengenannten, man kann sie in ihrer Empfindlichkeit verstehen, sind aber nicht mein Problem. Ich wundere mich nur über minderwertige Projektionen allerneuesten Standards, landauf und landab. Es steht allen frei, ein Analyse der gesichteten DCPs oder 35mm-Kopien hier einzustellen, die meinen Beobachtungen und - aus noch anderer und erweiterter Perspektive - denen von @Valentino entgegenstünden. Dazu kommt leider überhaupt nichts: was mich mutmassen lässt, dass keiner Vergleiche anstellen mochte. Meine persönliche Auffassung: @preston sturges war hierzu nie imstande. Darum petzt er diejenigen, die ihm nicht folgen, regelmässig bei Arbeitgebern und Kooperationspartnern an, die ihr kritisches Beurteilungsvermögen bewahrt haben. Ich habe die Beobachtung einer Vergleichssichtung von 35mm und DCP mitgeteilt und andere Forumsuser um ihre und auch andere Beobachtungen gebeten. Ziel war NICHT die konkrete Benennung von Standorten und Kopierwerken, sondern das Sammeln von Erfahrungen in der Fläche. Das ist legitim und so auch dargestellt worden. Sie benannten Standorte, an denen ich diesen FIlm NICHT gesehen habe und dies hiermit an Eides statt versichere. Es ist unseriös, "beispielhaft" andere Betriebe mit hineinzureissen, die sich in der Wohnnäne des anderen Diskutanten befinden. Sie sollten sich für Ihr Intrigantentum und das ständige Anpetzen schämen bis auf die Knochen. Allein die Tatsache, dass eine 35mm-Kopie sich vorteilhaft zum DCP auf einem DLP-Projektor zeigte, halten viele noch immer offenbar für unmöglich. Wir nicht. Zu erinnern ist z.B. auch an INDIANA JONES IV, vielfach in diesem Forum disktutiert, in dem ein DCP nachteiliger abschnitt als die FIlmkopie. Es liegt im Interesse der mitlesenden Verleiher, Betreiber, Vorführer und Produzenten (hoffentlich lesen sie auch mit), diese Umstände zu beobachten.
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Diese Beobachtungen biete ich nur freibleibend an: auch zum Verriss. Jahrelange Kopierwerkserfahrung, Filmvorführerpraxis und Programmerfahrung sind vorhanden, also warum sollte ich schweigen.
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Wäre es erwünscht ist in diesem Forum, weitere fachliche Kritik genehmigt? Gäbe es da Zustimmung? Beiträge anderer Kollegen bestätigen eventuell, dass es recht interessant ist, sich sowohl über den Kassenerfolg wie das Gelingen des Filmes auszutauschen. Den Beitrag von @valentino fand ich hilfreich, die von @EIX und @preston sturges polemisch. Da ich letzte Woche im Ausland war (im Nostalgie-Thread in den Veranstaltungen nachweisbar), habe ich die hier beanstandete 2012- Vergleichssichtung NICHT im CineStar Berlin gesehen: dies zur Verteidigung der Spielstätte, die von @preston sturges willkürlich als Beispiel einer Negativprojektion hingestellt werden soll (damit alle nach Karlsruhe kommen sollen. - Scheinbar hat er Probleme mit CineStar/Greater Union oder war mit seiner BARAKA-Aufführung im CineStar unzufrieden, weil keiner kam.) Dass @preston sturges so viel Zeit hat, geht auf sein Zeitkonto. Den "Lehrgang" für BILD DER FRAU kann ich zeitlich nicht wahrnehmen. Nochmal zum Thema: mich würde interessieren, ob auch andere ggf. Vergleichssichtungen zwischen der (nicht unbedingt schönen) 35mm-Fassung und dem DCP ziehen konnten. Sie könnte durchaus anders ausfallen als die von mir berichtete.
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@EIX: was möchten Sie sagen? Wo bleibt Ihre Beurteilung des Films? :wink: Aber kein böses Blut: hier die enthusiastischen Kritiken zu "2012", bittschön: http://www.angelaufen.de/filme/vorwoche..._2009/2012
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Unterhaltsam ist die 2. Häfte schon, in der Summierung schwindelerregender Turbulenzen (ein Prinzip der Desaster-Filme, die auf dem "untersten Level" beginnen, um adrenalyhaltige Steigerungsmöglichkeiten schockartig einsetzen zu können). Die Bildgüte dürfte aber selbst für die Freunde des 2k-DCI-Potentials keine Freude sein. Ähnlich schreibt auch der Forumskollege @valentino (Kameramann): http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...240#122240
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Hört sich gigantisch an, ist aber letzlich leider alles sehr zwergenhaft ausgefallen. DAY AFTER TOMORROW sah um Welten besser aus, hatte der Erinnerung nach auch mit 4 und 8k-Scans gearbeitet. Zu 2 0 1 2 : 1. Aufnahme mit 2kDigital Kameras Panavision Genesis und 35mm Panavision Equipment. 2. Projektionsvergleich in einer europäischen Metropole zwischen 35mm und DCP/Auspielung 2k-Projektion fiel (leider oder gottseidank?) nicht zugunsten des DCPs aus: die gleiche Unschärfe über das gesamte Bildfeld, und der Kontrast in der Digitalprojektion war lasch und weich. Analog wirkte bei annähernd identischen Farben (Kompliment an das Kopierwerk, aus so einem schlecht fotografierten Werk noch eine so gute Filmkopie erstellt zu haben!) die 35mm-Kopie kerniger und natürlicher: hatte vor allem gegenüber der Digitalprojektion keine Farbsäume an den Ränden, welche weniger einem DLP- als einem LCD-Bild glich. Mich wundert, dass niemand sowas mal bemängelt. Dies zur Aufnahme- und Kinopraxis 2009 und zu den 4k-Wundern dieser Erde. Sehe ich anders: die digitalen Effekte sehen sehr "flach", gewissermassen "eingeebnet" aus. Vergleicht man mit INDPENDENCE DAY, wurden dort 4 Meter lange Miniaturmodelle aufwändig hergestellt und verliehen dem (inhaltlich ebenfalls dürftigen) Film zumindest mehr Plastik und Realistik.
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Wer hat Erfahrung mit Digitalanlagen für kleinere Kinos?
cinerama antwortete auf Kurtheater's Thema in Digitale Projektion
Es wird leider (auch für Erstlesende) wiederholt werden müssen, bis die Unrichtigkeiten in diesem Forum über Film- und Videoformate korrigiert sind. Noch eine weitere Fundsache, die Bezug nimmt zu den Kleinst- und Großlösungen einer sich vermutlich spaltenden Branche: Das nächste Essential: Das Licht des Projektors durchdringt das Zelluloid. Wenn Filme in nächster Zukunft per DVD, Server oder Satellitensignal geliefert werden, gibt es kein Zelluloid mehr. Es gibt noch den Projektor, aber dessen Licht strömt nicht mehr durch den Filmstreifen. Ohne diesen Streifen, der bei zu hohen Temperaturen schmelzen kann, ist auch der abgedunkelte Raum nicht mehr notwendig: Das Licht aus dem Projektor kann so verstärkt werden, dass das Bild auf der Leinwand bei heller Umgebung gut erkennbar ist. Die Dunkelheit: noch ein Essential, das plötzlich in Frage steht. Bleiben drei Konstanten: die weltweite Kompatibilität, die Zweidimensionalität und das passive Zusehen. Dem Kino droht der Verlust seines globalen Standards, weil das einheitliche 35-Millimeter durch diverse Digitalformate ersetzt werden könnte. Aus: http://www.welt.de/kultur/article198161...unkel.html Nachbemerkung: ohne den abgedunkelten Raum eines Tages, ohne feste und stabile Auswertungsfenster, ohne ein kinoarteigenes Format werden Filme schnellere Absatzmärkte suchen, sobald sie nur noch digital/televisionär vertrieben werden. Ärgerlich ist weniger die global seit Jahren durchdrungene Verwendung des digitalen Mittlers, wohl aber ist es seine Verwachsenheit zum "Televisionären". Was wäre, möchte man fragen, dereinst einmal - in der Nachhut der umfassenden Televisionierung des Alltagslebens - für Kinos noch übrig vom Kuchen? Auch wenn diese Aussage empörend schwarzseherisch klingt (Widerspruch ist legitim und auch notwendig), so ist dies kein Grund, die Filmtheaterarbeit aufzugeben, zu der es keine sozial vergleichbare Alternative gibt. Aber sie muß sozial verwurzelt sein. Einige glauben derzeit in Anbetracht erwiesener Erfolge, mittels 3-D-Cinema und Live-Events diese Beziehung noch stärken zu können. Andere geben zu bedenken, daß der digitale Mittler bzw. die televisionäre Distribution auf den ortsfesten Spielbetrieb weitaus weniger als Medium angewiesen ist als die Werkgeschichte des 35mm-Films, die schon aufgrund der Kosten des teuren Trägermaterials zu expliziter Kino-Ästhetik und Distribution zwang. Viele Unterhaltungsformen der Monitorkultur, sie sind seit 20 Jahren durch digitale Vernetzungen geradezu explodierend, verhalten sich kontraproduktiv zum Akt des Sehens und Hörens im eigens hergerichteten, kinematographisch abgedunkelten Raum. Daraus ergibt sich die schwierige Frage, ob jedweder digitale Content im Filmtheater das Paradies beschert oder eventuell das Kernpotential der Lichtspielhäuser, das Erbringen höchstwertiger und exklusiv dort darstellbarer Bild-Ton-Erzählungen, eher konterkarriert? -
Das Schluchzen - dies eine persönliche Anmerkung von mir, der glaubt die Interna genug genossen zu haben - hätte sich der ehemalige Direktor der Deutschen Kinemathek, Hans-Helmut Prinzler, freundlicherweise verkneifen sollen. Mit Verlaub: was tat Herr Prinzler, als man ihn auf das drohende Kinosterben aufmerksam machte und um Unterstützung bat? Er erwiderte, dies seien eben Entwicklungen auf dem Grundstücksmarkt und im Immobiliengewerbe, die man nicht ändern könne. Was geschah, als sich die Schliessung des alten Astor-Kinos an der Fasanenstrasse ankündigte? Herr Direktor Prinzler hielt es, trotz Anfrage, nicht für nötig, sich an der Abschlussveranstaltung programmatisch zu beteiligen, etwa in der Tradition der langjährigen Retrospektiven der Kinemathek zu den Filmfestspielen ebendort: dabei hätte es noch andere Möglichkeiten gegeben, etwa eine Betriebsbeteiligung am Astor. Stets waren aber die Antworten der Deutschen Kinemathek hinsichtlich der Herrichtung einer Dauerspielstätte im traditionellen Ambiente, daß man sich "niemals mit privaten Betreibern" zusammentun werden (O-Ton Werner Sudendorf, stellvertretender Direktor der Deutschen Kinemathek). Was tat Herr Prinzler und seiner Retrospektivenleiter, als Filmfestspieldirektor Moritz de Hadeln - nach einer leider mißlungenen CinemaScope-Retrospektive der Deutschen Kinemathek von 1993 - die Kinemathek ermutigte, endlich eine Retrospektive des 70mm-Films (evtl. im Royal-Palast) abzuhalten? Prinzler und Adlatus wehrten sich mit Händen und Füßen gegen Realisierung derart grosser Vorhaben, die zudem "allenfalls 50 Leute" interessierten. Wie reagierte Herr Prinzler, als der Abriß des Royal-Palastes im Europa-Centers beschlossen war (aber das Center-Management immerhin noch Grünes Licht für eine Abschlussveranstaltung gab), als man die Kinemathek um Mithilfe/Ausrichtung/Beteiligung usw. bat? Nichts. Nachdem fast nichts mehr da war an Traditionskinos, stellte sich Prinzler - nach zahllosen Beschwerden an seine Dienststelle, die Kinemathek täte nichts für die Kinos - während der Filmfestspiele der Öffentlichkeit, vergoß Krokodilstränen und kommentierte süffisant das Bildbändchen seines Freundes Volker Noth über ein Dutzend Kinofassanden der 1990er Jahre. Auch war sich der Kinematheksdirektor nicht zu schade, etliche Betreiber als "Verrückte" zu bezeichnen. Nun: für ihn, der die ehemalige Kinemathek zum Fernseh- und Videomuseum umformte, können diejenigen, die existentiell um den Kinoerhalt kämpften, nur Verrückte sein. Er selbst (mittlerweile Mitglied im Rundfunkrat des Senders rbb) und die Kinematheks-Angestellten - subventioniert vom Bundesbeauftragten für Kultur (BKM) - standen nie vor der Herausforderung, ihr Filmarchiv regelmässig in die Öffentlichkeit tragen zu müssen, wie dies jeder redliche, gewerbliche Verleiher tun muß. Weshalb es nach Aussagen des dortigen Digitalisierers Koerber in Kürze zum völligen Ausleihstop der Filme kommen werde, sobald die Filmoriginale gescannt und zum Download-Vertrieb zur Verfügung gestellt werden. Wenn solchen Trägern des Bundesverdienstkreuzes die Universität der Künste jetzt die Ehre zukommen läßt, über traditionelle Filmtheaterbetriebe Aussagen zu treffen, erscheint es mir so, als wenn man den Bock zum Gärtner machte.
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Wer hat Erfahrung mit Digitalanlagen für kleinere Kinos?
cinerama antwortete auf Kurtheater's Thema in Digitale Projektion
Fördergelder, eher illegale Subvention genannt, verbilligt nichts. In allen Bereichen, in denen gefördert wurde, hebt sich der Preis zugunsten derVerkäufer, um ggf. gewährte Förderung, zu Lasten derer, die nicht dazugehören.[...] St. Absolut richtig. Sämtliche Fördermodelle, vom Hunderter-Projekt über reguläre VPFs bis hin zu den verdeckten Subventionen, mit denen man jetzt die Kulturressorts der Länder erpresst, als wären so etliche Betriebe, die schon immer der Finanzierung von Luxus-Yachten des Inhabers frönten, plötzlich allesamt "Kulturstätten" - alle diese "Fördermodelle" sind künstliche Subventionen, um über den Weg der "Digitalisierung" von Filmtheatern eine Branche, die aus sich selbst heraus nicht mehr lebens- und kampffähig zu sein scheint, den Anschluss an die HDTV- , DVD- und Blu-ray-Verwerter zu verschaffen. Dümmer und dreister gehts nimmer. Und auch 4k-Roll-outs werden das Grundproblem allenfalls nur aus technischer Sicht noch übertünschen können - zumal es in der Existenzfrage des Kinos primär um Auswertungsfenster und arteigene Kinoproduktion geht, weniger aber um den Bildwerfertyp. Bestätigt meine Vorahnung einer Branche in Selbstauflösung. Jedem sein eigenes "Hausformat". Ganz im Gegenteil, könnte man argumentieren. Der Marktdruck der vielen Sonderveranstalter und auch des Home Cinema-Sektors wird die sog. DCI-Norm als kurzes Intermezzo in der Geschichte aushebeln: "nicht lebensfähig" im Zeitalter globaler Digitalisierung, darf behauptet werden. Nachfrage: was ist mit "Goldenes Schaf" gemeint? Der HDTV-/Blu-ray/DCI-2k-Roll-out vielleicht? Ich nenne es: "Trojanisches Pferd". In diesem Fall muss ich den oceanics Recht geben. Was Du geschrieben hast ist -sorry- Unsinn. @oceanics liegen in jedem ihrer Posts daneben. Angefangen von Diskreditierungen des 35mm-Formats ("nie 2k erreicht" usw.) bis hin zu verzerrten Prognosen zur Kinozukunft. Allein die unflätige Ausdrucksweise entlarvt die Stoßrichtung einiger Diskussionszirkel in diesem Forum. Beeindruckend. Und hier noch einmal die wissenschaftlich ermittelten Werte für Betrachtungswinkel, Abstände und Auflösungsparameter: 4k sind auch in der 35mm-Kopie erreichbar. Eine Frage der Ausbelichtung und des Sparens am falschen Platz -
Bei aller Liebe zum Breitfilm: das gehört doch aber eher in die Rubrik "Biete"? Und Bauer U2 hatte nie im SAVOY gestanden, also bitte nicht alles miteinander vermengen. Danke Dir. Ist ja nicht geschlossen, sondern durch die Hamburger Kinemathek weitergeführt. Aber der Saal sieht heute anders aus: profaner Försterling-Stil der neumodischen Renovierungen von Anfang der 1990er Jahre, also eher mulitplexal wirkend. Ohne die immer hoch "halbwegs" grosse Bildwand und den netten Eingangsbereich wäre das Kino nichts Besonderes mehr. Man hätte das GRINDEL retten sollen und die Panorama-Bildwand wiederherstellen sollen: dieses war das fortschrittlichste aller Roadshow-Häuser, scheint mir.
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Berlinale 2010 zeigt Jubiläums-Retrospektive
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Kinematheks-Retrospektiven ebenfalls nicht. -
An diese Vorhabensäusserung erinnere ich mich ebenfalls. Warum so schnell aufgegeben? Immerhin könnte man eine Abspielkette bzgl. der Auslandskopien ins Leben rufen.
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Vielleicht klappt's ja doch noch mit einer Telefon-Zuschaltung am Montag, 15 Uhr? Man wollte gerne Fachleute anhören. Anscheinend die günstige Gelegenheit zur Stärkung der Potentiale
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Eventuell kommen ja noch Fotos aus Innsbruck. Wie "romantisch" (oder romanisch) der römische Spartacus-Krieg am Fuße der Alpen werden könnte, lassen die Tourismus-Fotos erhoffen (Kleinstbildeinstellung): Oder im Panorama: Einige österreichische Breitfilmexperten kommen aus anderen Städten angereist, so auch aus Wien. An der Rückfahrt nach Wien (@Florian?) am Montag morgen würde ich mich gerne beteiligen, falls eine Gruppenfahrt möglich wäre? Am Montag gibt es nämlich um 15.00 Uhr ein Treffen vor dem Wiener Roadshow-Theater KINO GARTENBAU: am Eingang (oder an der Kasse, falls es zu kalt draussen ist). Freuen uns, wenn weitere 70mm-Enthusiasten bei der Kinobegehung mit dabei sind und vielleicht auch über die Zukunft von 70mm in Wien geplaudert werden könnte. Freundlicherweise führt die Geschäftsleitung durch das Haus, sodass die Möglichkeit besteht, die eine oder andere (realisierbare) Idee persönlich anzusprechen.
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Bitte lieber anders, hätte ich mir gewünscht. Gestern lief im DELPHI die Preview des Woody-Allen-Films "Whatever works". Ausser einem sehr kleinen, kaum lesbaren Hinweis im Schaukasten wäre man niemals auf den Gedanken gekommen, dass irgendein feierlicher Anlass bzw. ein Jubiläum Thema des Abends war. Aus den 60 Jahren (davon mindestens die ersten 40 geradezu atemberaubend abwechslungsreich) begegnete mir kein einziges Accessoire, abgesehen von der postexistenten Substanz des Gebäudes. Da auch keine Ansprache erfolgte, kein Flyer zugereicht wurde, war es eine ganz normale Kinovorstellung - zentriert um das Abspielen eines Kammerspiels im Format 1.66 : 1, das immerhin aber sehr melancholisch und auch humorig inszeniert war. Ein kleiner Film in zu grossem Hause. Hier gab es einst monatelang ausverkaufte Vorstellungen von BEN HUR, LAWRENCE OF ARABIA, EINS-ZWEI-DREI, MY FAIR LADY, DIE BRÜCKE AM KWAI, ALL ABOUT EVE, CLEOPATRA, QUO VADIS, DER LEOPARD, PORGY AND BESS oder VERTIGO - teils in Spektakelformaten. Dazu das Jazz-Fest, Probeveranstaltungen des TeDeWe u.a. Events. Ich bedaure, dass die Betreiberfamilie und Bauherrin ihr Erbe, und hierzu gehört Tradition eben so wie Differenzierung vom Umfeld der vielen Mitspieler, nicht so fortgesetzt sehen möchte, wie es sich andere wünschen. Oder ich irre in diesem Punkt gewaltig. Ein Abend der versäumten Chancen?
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Berlinale 2010 presents: "Metropolis" restauriert
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Die Resonanz der Presse ist zunächst einmal laienhaft: jeder, der was macht, ist manchmal selbst amüsiert über so manche Lobeshymne, die eher emotionalisierter Natur zu sein scheint. Niemand stellte die Vorteile des Herangehens an das Originalmaterial infrage. Dort heranzugehen, war eigentlich immer Usus eines seriösen Kopierwerks und der kommerziellen Branchenpraxis. Verlorengegangen sind diese Mindesstandards eher doch aus der Sichtweise der künstlerischen Kinematheken und derer Direktoren, die inhaltliche und sonstige Restaurierung von leicht zugänglichen Dupmaterialien salonfähig machten. Dass dann ausnahmsweise der mit der "Metropolis"-Kompilation 2000 beauftragte Kinematheksmitarbeiter an die übliche Praxis der Filmherstellung erinnerte, glich dann in verstaubten Kinematheks-Etagen fast schon der Entdeckung der Relativitätstheorie. Sprich: "Unter den Blinden ist der Einäugige der König". Gegen diese Fassung, die 2001 eine deutliche Verbesserung darstellte und fortschrittlichen Methoden (die Sie softwaretechnisch entwickelten) wirken die bisherigen Fassungen minderwertig. Keineswegs aber ist die im Zuge der Patalas-Rekonstruktion beauftragte Kopierwerksarbeit seinerzeit (mit ihrem Möglichkeiten und der Zuverfügungstellung von Ausgangsmaterialien) als desaströs zu erachten. Auch die davon erstellte (künstlerisch inakzeptable) Moroder-Fassung hat insgesamt noch ordentliche Kopierwerksarbeit zum Vorschein gebracht. Sehe ich mir dagegen der Erzeugnisse glanzvoller Restaurierungen von 70mm-Filmen auf der jüngsten Verkaufsveranstaltung der Kinemathek, der Retrospektive "70mm - bigger than life", an, so kommt einem dort das Grauen, obwohl fast immer die Originalmaterialien herangezogen werden konnten. - - - Der Forumskollege @magentacine ist mir als einer der ganz wenigen sachkundigen Personen der klassischen Filmtechnik und auch Ästhetik bekannt (in der Sektion der "unter-50-Jährigen"). Ich teile seine Auffassung in fast allen Punkten. Auch für mich ist "Metropolis" vor allem produktionstechnisch interessant, aber keinesfalls Ausdruck einer künstlerischen Avantgarde oder mutigen Aussage seiner Zeit. @magentacine und @Sam schätzen aber weniger die Sensationsmache, mit der von den eigentlichen Archiv-Defiziten abgelenkt wird, so wie ich beide verstanden habe.