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Kann ich bestätigen: zahlreiche "Red One"-Produktionen wie auch BLOODY VALENTINE enttäuschten wegen kontrastarmer Bilder und bescheidener Farbräume. Keinesfalls ist sie unter Studenten die beliebteste Kamera - an der KHM in Köln wird hauptsächlich in 16mm gedreht - arrangiert übrigens von mit der aktuellen Digitaltechnik extrem vertrauten Fachleuten. Und in Berlin sind die Kopierwerke voll von 16mm-Aufträgen. Sonys F 23, von @oceanics gefeiert, fand ich enttäuschend: verschiedene Testaufnahmen habe ich in Babelsberg vorgeführt bekommen, und selbst der Vertrieb räumte die Schwäche ein. SLUMDOG MILLIONAERE ist leider ein Beispiel für verhehrend miserable Bilder via Digitalkamera. Etwas besser sehen Filme mit der Thomson Viper oder Panavision Genesis aus (bswp. APOCALYPTO). Die 720p-Austrahlungen der WM waren eine Katastrophe: unscharf sowohl bei PAL Normalempfang als auch in Full HD. Das ganze Marktgeschrei kann man schon nicht mehr hören. Zum Glück wissen gute Kameraleute auch ohne Geschrei, woher sie gutes Equiment bekommen und wo sie ihre Filme entwickeln
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Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Das obige Zitat aus dem 19. Jhd. sollte keine "Prophetie" darstellen, Gott bewahre. Allerdings ist aus meiner Sicht nicht sicher ableitbar, dass im Moment beabsichtigte Struktur- und Programmänderungen auf dem Kinomarkt nach anfänglichen Erfolgen die erforderliche Nachhaltigkeit erzielen. Man freute sich natürlich immer über volle Säle (aus den ersten 60 Jahren des vorherigen Jahrhunderts), selbst dann noch, wenn eines Tages im gleichen Interieur eine Umnutzung stattfände. Aber sind diese Häuser noch mit FILM oder HD-Content überlebensfähig? So gefragt geht es um einen sogenannten Paradigmenwechsel: denn ein wesentliches Standbein der Branche bräche weg (die arteigene, auf Langzeitamortisation angewiesene Software [sprich], es folgte die Verkürzung der Auswertungsfenster [die sich aus dem präferierten Digitalvertrieb mit großer Notwendigkeit doch ergibt] und letztlich di8e Austauschbarkeit der Produktart [HD-Content, blu ray-codiert oder jpg2000-codiert, mit -aus historischer Perspektive- nur minimalen Unterschieden]), Eine noch nicht abgeschlossene Suche der Kinobetreiber nach zukunftsfähigem Content (der m.E. aber, auch wenn er dem Hausprogramm etwas hinzufügt, das Kerngeschäft der auf Langzeiteinsätze reputierten KINOFILM-Einsätze relativieren und schwächen könnte) hat immer auch personelle und Veränderungen zu Folge: von der Person des Betreibers angefangen bis hin zu den Kinomitarbeitern. Auch wenn diese Strukturen bereits vor Jahren und Jahrzehnten ähnliche Vorläufer hatten (und hieraus natürlich eine hochaktive und kulturell bereichernde Programm- und Off-Kinoszene entstand - allerdings in Konkurrenz hierzu nur 5 TV-Programme sendeten und der Video-Rekorder nie wirklich Spaß machte), so ist doch seit 1997 erkennbar, daß die Industrie ihre Begehrlichkeiten auf den Heimkinomarkt lenkte. Liest man dann die täglichen "Erfolgsbilanzen" etwa in BLICKPUNKT:FILM, ist man erstaunt über so viel Gedankenlosigkeit? Nicht wenige werden der Zeit einmal nachtrauern, in denen die 35mm-Auswertung ein existentiell bestimmender, einheitlich greifbarer und stabiler Faktor der weltweiten Kinolandschaft war. Durch diese kinoarteigene Format erst, gekoppelt an die abendfüllende Filmproduktion, konnte sich ja erst eine Filmtheaterlandschaft herausbilden. Daraus könnte folgende These versucht werden: unter der Herrschaft des HD-Contens dürften sich diese "zurückbilden" (was noch länger ausgeführt werden müßte). Was sich nach HD heraus- und heranbildet, werden wir erleben, die hiesigen Forumsteilnehmer sind ja alle noch recht jung und munter. :D Danke für das Kompliment. Was aber nun, wenn Ihre Vorträge sich eventuell als "Schönrednerei" ernstzunehmender Bedrohungen erweisen würden? Sind Sie dann noch persönlich erreichbar, wann immer man Sie an Ihre früheren Weltbeschreibungen erinnern möchte? -
Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Sie haben einen Teil der Branchenumwälzungen beschrieben und verzetteln sich trotzdem in Illusionen. Anstatt aus Ihren eigenen Erkenntnissen rationale Schlüsse zu ziehen, bemühen Sie am Ende den "american way of life", der es schon richten wird, jedoch die Welt an den Rand des Abgrundes beförderte. Vermutlich wird auch ein Scorsese an der Entwertung der Kinos mit seinen wohlfeilen Bekenntnissen wenig ändern. Wie doppelzüngig einige Ihrer Galionsfiguren sind (Lucas, Cameron, Jackson usf.), merkte man am Besuch des AVATAR-Produzenten auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin 2009, wo dieser 3-D-Fernseh- und Panasonic-Systeme propagierte. Dabei hatte doch sein Herr und Meister, James Cameron, uns versprochen, eine Revolution des Kinos einzuleiten. Filmvorführer haben daher in der kommenden IT-Vertriebsstruktur von Filmen gar keine Überlebenschance, leider. Ein historisches Zitat könnte hier an Szenarien erinnern, die eventuell mittelfristig auch die umrüstenden Kinos trifft (bevor diese selbst einem stärkeren Markt, dem der digitalen AV-Medien, weichen müssen): Die Maschinerie bringt dieselben Wirkungen auf viel größrer Stufenleiter hervor, indem sie geschickte Arbeiter durch ungeschickte, Männer durch Weiber, Erwachsene durch Kinder verdrängt, indem die Maschinerie da, wo sie neu eingeführt wird, die Handarbeiter massenhaft auf das Pflaster wirft, und da, wo sie ausgebildet, verbessert, durch fruchtbarere Maschinen ersetzt wird, Arbeiter in kleinem Haufen abdankt. Wir haben oben in raschen Zügen den industriellen Krieg der Kapitalisten untereinander geschildert; dieser Krieg hat das eigentümliche, daß die Schlachten in ihm gewonnen werden weniger durch Anwerben als durch Abdanken der Arbeiterarmee. Die Feldherren, die Kapitalisten, wetteifern untereinander, wer am meisten Industrie-Soldaten entlassen kann. (...) Resümieren wir: Je mehr das produktive Kapital wächst, desto mehr dehnt sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Maschinerie aus. Je mehr sich die Teilung der Arbeit und die Anwendung der Maschinerie ausdehnt, um so mehr dehnt sich die Konkurrenz unter den Arbeitern aus, je mehr zieht sich ihr Lohn zusammen. Und zudem rekrutiert sich die Arbeiterklasse noch aus den höhern Schichten der Gesellschaft; es stürzt eine Masse kleiner Industriellen und kleiner Rentiers in sie herab, die nichts Eiligeres zu tun haben, als ihre Arme zu erheben neben den Armen der Arbeiter. So wird der Wald der in die Höhe gestreckten und nach Arbeit verlangenden Arme immer dichter, und die Arme selbst werden immer magrer. Daß der kleine Industrielle den Kampf nicht aushalten kann, worin es eine der ersten Bedingungen ist, auf stets größerer Stufenleiter zu produzieren, d.h. eben ein großer und kein kleiner Industrieller zu sein, versteht sich von selbst. Daß der Zins vom Kapital in demselben Maße abnimmt, wie Masse und Zahl des Kapitals zunimmt, wie das Kapital anwächst, daß daher der kleine Rentier nicht mehr von seiner Rente leben kann, also sich auf die Industrie werfen muß, also die Reihen der kleinen Industriellen und damit die Kandidaten für das Proletariat vermehren hilft, alles das bedarf wohl keiner weitern Auseinandersetzung. In dem Maße endlich, wie die Kapitalisten durch die oben geschilderte Bewegung gezwungen werden, schon vorhandne riesenhafte Produktionsmittel auf größerer Stufenleiter auszubeuten und zu diesem Zweck alle Springfedern des Kredits in Bewegung zu setzen, in demselben Maße vermehren sich die industriellen Erdbeben, worin die Handelswelt sich nur dadurch erhält, daß sie einen Teil des Reichtums, der Produkte und selbst der Produktionskräfte den Göttern der Unterwelt opfert - nehmen mit einem Wort die Krisen zu. Sie werden häufiger und heftiger schon deswegen, weil in demselben Maße, worin die Produktenmasse, also das Bedürfnis nach ausgedehnten Märkten wächst, der Weltmarkt immer mehr sich zusammenenzieht, immer weniger neue Märkte zur Exploitation übrigbleiben, da jede vorhergehende Krise einen bisher uneroberten oder vom Handel nur oberflächlich ausgebeuteten Markt dem Welthandel unterworfen hat. Das Kapital lebt aber nicht nur von der Arbeit. Ein zugleich vornehmer und barbarischer Herr, zieht es mit sich in die Gruft die Leichen seiner Sklaven, ganze Arbeiterhekatomben, die in den Krisen untergehn. Wir sehn also: Wächst das Kapital rasch, so wächst ungleich rascher die Konkurrenz unter den Arbeitern, d.h. desto mehr nehmen verhältnismäßig die Beschäftigungsmittel, die Lebensmittel für die Arbeiterklasse ab, und nichtsdestoweniger ist das rasche Wachsen des Kapitals die günstigste Bedingung für die Lohnarbeit. " Lohnarbeit und Kapital, MEW 6, 416-423. -
Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Die Academy hatte ich vorseitig zitiert anhand derer Diagramme. Ein Eigentor, liebe @oceanic-Gruppe. Die Schaubilder sind solche der Academy (und nicht meine), und sie stehen auf der Grundlage von Forschungen der SMPTE. Kenne daher nur eine Stimme weltweit, die diese Fakten beständig uminterpretiert. Das Publikum merkt den Unterschied nicht oder selten. Manche Entscheidungen fallen sogar gegen artefaktlastige DCPs und gegen 2k-Treppchenbildung aus. Ein aktueller Report in der führendsten deutschsprachigen Filmfachzeitschrift schwärmt übrigens von 35mm-Kopien auf der Cineteca Ritrovata-Retrospektive in Bologna, die zeitweise aufgrund ihrer "Perfektion" eine "Digitalprojektion" vermuten liessen. Als später mit einem fehlerhaften Master digital projiziert wurde, glaubten alle an FILM. Noch eine Bemerkung: wenn Sie in den 1990er und 1980er Jahren mit Analog-Film zu tun hatten, ist mir das vom Erfahrungsspektrum zu wenig, um mit Ihnen sinnvoll über dieses Medium sprechen zu können. Es erklärt aber Ihre Filmempfehlungen, die Sie hier immer wieder zum Besten geben - und die i.d.R. zu 90 Prozent Enttäuschungen sind. Die große Mehrheit der spielfilmproduzierenden Branche schätzt das technische Medium Film. Außerdem: die mehr als abstrusen Probleme des Upscalings, Downscalings oder der Letterbox-Skalierung von Scope-Filmen hat ein 35mm-Film nicht nötig. Seine Kapazitäten sind nicht endlich, sondern infinit. Das betrifft seine weltweite Kompatibilität in nahezu allen existenten Filmtheatern eben so wie seine Archiv-Lebensspanne bei Polyester-Einlagerung: gut und sehr kostengünstig. Diese Tatsache ist es, glaube ich, die Sie schliesslich zum Wahnsinn trieb. :wink: -
Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Alles richtig aber auch nicht. Jeder weiß, dass DCI-Beamer einen Produktlebenszyklus von etwa 5 Jahren haben. Das macht die Investition (ausgenommen derzeitige Novitätseffekte im 3-D-Spiel) nicht sinnvoll für traditionelle Kinobetriebe, weil sich Investitionslawinen auftürmen, mal von den hohen Betriebskosten nicht zu reden. Wenn Sie ironisch anführten, man hätte dann auch die Blu ray "verbieten" sollen, erwidere ich höflich: mit deren Einführung hat die Industrie bewiesen, den kinobasierten Auswertungssektor für irrelevant zu erklären. Der Terminus Roll-out trifft im Kern also Marktbereinigungen und Geschäftsabschlüsse mit schnell-lebigen DCI-Standards, die diametral zur Herausbildung ortsfester Filmtheater durch Verabschiedung eines gemeinsames exklusiven Kinostandards vor 100 Jahren steht. Wenn @Sebastian bereits die Einführung günstigerer Videoquellen für das Kino (zur Programmbereicherung) fordert, zeigt dies einerseits zwar den Willen zur autonomen Programmplanung, andererseits aber Symptome der Zersplitterung der Branche. Dies ist m.E. ein unfaufhaltsamer Prozess. Man sollte sich nur dessen nüchtern bewusst werden, da Kinotheater mit Einbettung in den HDTV-Contentvertrieb der Endlichkeit ihrer Existenz zustreben. Bedauerlicherweise, und kulturell irreversibel. Vor diesem Hintergrund finde ich die 1.3/2/4k-Debatten als eine Scheindebatte, auch wenn @Sebastian glaubt, ein 4k-adäquater Ersatz für die 35mm-Kopie sei aufgrund bildwürdigerer Rezeptionsbedingungen ein ausreichender Garant für den Branchenerhalt. @oceanic widerspricht dem folgerichtig, wo er hochauflösende Schirme und 3-D-Verfahren auch für die Privatiers und Haushalte als kommmende, gängige Konsumvariante erwartet. Das hat die IFA bereits bewiesen, egal ob ICE AGE 3 und AVATAR 2009 alle Kinoeinspielrekorde brechen oder nicht. Opernaufführungen der MET waren auch erst der grosse Hit und "Zusatznutzen" einiger gut equipierter Filmtheater. Wer sich umschauft, sieht eine Regression jener Auswertungen. Was kann man von HDTV und Fernseh-Live-Übertragungen auch anderes erwarten? "oceanics" Favoriten: SLUMDOG MILLIONAERE u.a. Titel... Trotz Oscar-Regen: es sah visuell kläglich aus! -
Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Aus schlecht fotografierten (resp. videographierten) Laufbildproduktionen macht auch DCI kein Gold mehr. Selten wurden Filme visuell so barbarisch vor- und nachbereitet als in den letzten Jahren. Zum Glück sind zigtausende Analog-Filme noch aus dem 20. Jhd. zu nennen, die solchen Industriemüll der letzten Jahre an Kunstfertigkeit, Farbraum, Bildauflösung und Breitbildwirkung in den Schatten stellen. Wer hier laut nach DCI ruft, der will Broadcast-Verwerter in die Kinos schleusen, damit Kinos mittelfristig existenzlos werden und die Margen konsequent über andere HDTV-Abnehmer (d.h.ausserhalb der ortsfesten Filmtheater) erzielt werden. Gratulation, dass Sie in Ihren Studios die Biologie überwunden haben. Schenken Sie mir doch einige Ihrer Augen, bitte. Die braucht er auch nicht, da nach Ihrer wissenschaftlichen Begründung ohnehin keiner den Unterschied sieht. Mir persönlich reicht das Handy-Display ebenfalls, sobald es HD-tauglich ist. Wozu müssen Sie mit diesem Content dann noch ins Kino? Fazit: Potential einer 35mm-Kopie: 8k und mehr. Farbraum und Kontrast potentiell haushoch der digitalen Wiedergabe überlegen. -
Vereinsgründung für Kinobegeisterte in Berlin
cinerama antwortete auf filmuwe's Thema in Allgemeines Board
Ist auch erst gestern nacht fertig geworden - vorher hätte man sich blamiert... Die Ausstellung geht ja über einige Wochen - und der Denkmaltag wurde im Forum schon recht breit angekündigt. -
Vereinsgründung für Kinobegeisterte in Berlin
cinerama antwortete auf filmuwe's Thema in Allgemeines Board
Liebe Freunde, Interessierte und Mitglieder, unsere seit Ewigkeiten erträumte, nun doch in kürzester Zeit übers Knie gebrochene Ausstellung "Raum der Illusionen - Kinoreisen" geht in der ASTOR FILMLOUNGE, Kurfürstendamm 225 in Berlin, an den Start: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/d...33&did=553 Zur Vernissage wählten wir ganztägig Samstag und Sonntag, den 12. und 13.9.2009, also die "Tage des offenen Denkmals", die uns auch die Gelegenheit zu Begegnungen mit auch anderen und unbekannten Film- und Kinofreunden geben werden sowie einen großzügigen Zeitrahmen von 10 Uhr bis 24 Uhr bieten. Die zeitgleich laufenden Architektur-Filme von Heinz Emigholz kosten allerdings den gängigen Eintritt, während die Kino-Ausstellung frei ist, was auch für die Kinoführung des Architektenbüros Maske & Suhren gilt, die Restaurateure des Kinos: die Führung beginnt um 10 Uhr im Hof-Foyer - es sind hierfür jedoch maximal 30 Personen aufnehmbar. Nach letzten Informationen wird Orangensaft ausgeschenkt werden. Es soll nicht verabsäumt werden, auf unsere Gala-Vorstellung in Kooperation mit dem Marc Hairapetians Kulturmagazin "Spirit - Ein Lächeln im Sturm" zum 25. Todestag des Schauspielerphänomens Oskar Werner am 25.10. um 11 Uhr in der ASTOR FILM LOUNGE hinzuweisen. Wir zeigen in 70mm und 6-Kanal-Magnetton eine zeitgenössische Roadshow-Kopie von IN DEN SCHUHEN DES FISCHERS (USA 1968, Panavision) - mit allen Ouvertüren, Pausen- und Schlußmusiken (und etwas Farbschwund - bei aller sonstigen Brillanz). Der reguläre Eintrittspreis beträgt 10 EUR. Für Vereinsmitglieder wird ein deutlicher Rabatt gewährt. Äusserst spannend wäre es, wenn Vorschläge und Ideen für Technik-Erweiterungen, für Repertoire-Planungen und für Forschungsprojekte mit eingebracht würden. Für alle Gäste und Besucher wird daher reichlich Zeit für Erörterungen und Begehungen bleiben. Schon jetzt gibt es Gedankenanstösse für ein Freiluft-Projekt im Sommer 2010 auf Riesenleinwand, zu dessen Realisierung wir Euch herzlich um fachlichen Rat bitten. Auf ein baldiges Wiedersehen und noch einen schönen Sommer wünschend! @cinerama, für Kinomuseum Berlin e.V. Web-Projekt: www.kinomuseum-berlin.de -
Die "Kritik" an dieser Art der "Wirtschaftswunder" finde ich legitim. Innovation und Technisierung (im Moment: Digitalisierung) wäre wunderbar, wenn sie, wie einst 1953 mit CinemaScope und Nachfolgern, dem Fernsehen (und heute: Multitmedia) Paroli bieten könnte. Das könnte und sollte ein (wirklich) perfektes Raumbild-Verfahren für Filmtheater nämlich leisten können. Ob es mit Brille und Ghosting, mit Computerfilmen und mit der thematischen Festlegung auf Jahrmarkvergnügen anhaltend Akzente für eine Kinostabilisierung setzt, kann auch bezweifelt werden. Morgen beginnt die Funkausstellung in Berlin: mit 3-D-HDTV, aber auch mit virtuellen Datenhandschuhen, die Raumsimulationen jeder Art am heimischen Bildschirm zum Alltag machen sollen (man kennt das aus einer Tom-Cruise-Szene aus MINORITY REPORT). 3-D mit Brillen halte ich daher für Filmtheater im 3. Jahrtausend für ein sehr anfechtbares Filmverfahren. Und die Kosten angehend: zu DDR-Zeiten, denen man nur selten hinterherzutrauern braucht, kostete das 3-D-Erlebnis (aufwendig auf 70mm-Film) kaum mehr als 2 oder 3 Ostmark, würde ich als Westberliner annehmen wollen. Roll-outs, von denen Verleiher und Produzenten profitieren, weil sie teuere Kinoformate einsparen können und HDTV ausliefern, sollte nicht von Betreiberseite aus zur Andrehung der Kostenspirale führen, wo sich doch eigentlich durch so viel Ersparnisse die Betriebs- und Produktionskosten verringern müssten: was zum Anstieg der Personallöhne und zur SENKUNG der Eintrittspreise führen müßte.
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Dank an @Sam, uns aus der Sommerschläfrigkeit geweckt zu haben. :wink: Die jährlichen INTERNATIONAL-Führungen sind eigentlich immer ein kleines Event mit "Blick hinter die Kulissen", was selbst während der Berlinale nicht einfach möglich ist und dort auch kein Thema wäre: nämlich die Funktionsweise des Kinobetriebes zu erklären. Der, der die Führungen macht, kennt auch die feinsten Details des Hauses (und nicht nur dieses Kinohauses). Das Ganze ist hoch aufschlußreich: technisch, architektonisch und geschichtlich. Und macht Spaß auch wegen der zeitnenössischen Anekdoten. Zumeist wurden die Führungen 3x an beiden Tagen durchgeführt, jedesmal auch mit der 70mm-Klassikerrolle mit vollem Raumton. Ein weiterer Kino-Schauplatz wird das bisweilen multikulturell genutzte ehemalige Kino DELPHI in Weissensee sein: die größte Entdeckung außerhalb der normal zugänglichen Regelbetriebe. Architekturführungen und -gespräche in geballter Ladung bringt auch ASTOR Filmlounge am Kudamm 225: heute um 11 Uhr steigt dort die Pressekonferenz des Kinos mit der Restaurateurin des Kinos, der Architektin Anna Maske, dem Architektur-Filmer Prof. Heinz Emigholz, Betreiber Hans-Joachim Flebbe im Gespräch mit Prof. Haspel, dem Leiter des Landesdenkmalamtes, und der Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer. "Orte des Wohlfühlens" ist das Thema, das bewußt den Wirkungsräumen der Filmtheatergebäuse nachspürt. Mit Befürwortung des Denkmalamtes und des Kultursenators wird auch Kinomuseum Berlin e.V. anhand seiner Fotostrecken erste Kostproben einer langfristig angelegten Ausstellung präsentieren: nicht zufällig auch Todd-AO, Cinerama, VistaVision, CinemaScope und Cinemiracle in Berlin erinnern. Das wäre der Anfang einer Serie, die mit Auswahlexponaten in der ASTOR-Film Lounge beginnt und durch eine themenspezifische Pressekonferenz in der kommenden Woche genauer reflektiert wird. Für mich ist es ein interessantes Experiment zu sehen, wie und ob man mit den Besuchern der beiden Denkmaltage über längst verlustig gegangene Filmtheater den Austausch führen könnte, und was uns alle dazu bringen könnte, verstärkt die in Betrieb befindlichen Traditionssäle dieser Stadt ins Auge zu nehmen. Der Link zur ASTOR-Veranstaltung ist dieser: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/d...33&did=553
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Lohnen noch Investitionen in 35mm Technik..??
cinerama antwortete auf Gast's Thema in Allgemeines Board
Fox hatte gesagt, man wolle den Kunden auf jeden Fall weiterhin 35mm liefern, die, aus welchen Gründen auch immer, digital nicht spielen wollen oder können. Betreiberseitig ist die Pflege des 35mm-Parks eine riesige Ersparnis. Würden alle Filmkopien wieder perfekt sein und die simple Kinomechanik würde ordentlich gewartet, dann gibt es keinen Grund, sich vor Einbußen zu fürchten. Schön wäre es, den zweigleisigen Betrieb möglichst aufrechtzuerhalten, um dereinst verbesserte Filmkopierweisen dem statischen Status Quo der 2k-DLP-Projektion gegenüberzustellen. Vergleiche und Visionen, die ich sehr reizvoll fände. Und die niemandem weh tun und niemanden insolvent machen. :) -
Im Aachener Eden Kino gehen nicht die "Lichter" au
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Widerspruch: Die von ISCO (Ultra Star HD Plus) haben genauere Rechnung. -
Vielen Dank, Fabian, für den sehr schönen Bericht. Schade nur, dass diese Verbesserungen nicht schon vor zehn Jahren in Angriff genommen wurden, denn sie sind durchweg vernünftig. Seien wir gespannt...
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Grad gelesen. Aufschlussreich hinsichtlich der Bestrebungen. Völlig überraschend wiederum nicht, weil zu der Zeit ansatzweise auch in "International Projectionist" publiziert. Nicht ganz so päbstlich und pedantisch auch der Umgang mit den Seitenverhältnissen, Todd-AO dort 2.3 : 1, VistaVision auf 35mm nur in 1.85 : 1, und wenn VistaVision in 2 : 1 gezeigt wird, dann ist hier nur die anamorphotische Version erwähnt, obwohl damit auch Kasch-Breitwand zu erwähnen wäre. Man tat sich schon damals schwer, die neuen Parameter stets richtig abzuschreiben, insbesondere weil Todd-AO nicht der Normung anheimfiel (eine der berüchtigten Thesen von Hayes für die Legitimation von 2.0 : 1 für Todd-AO). "MGM CinemaScope" als Begriff kannte ich noch nicht. Es fehlen im Projektplan die Zwischengrössen bei der 70mm-Wiedergabe des Camera-65-Prozesses, die in den dt. Verleih-Memos ganz gut aufgelistet sind. Interessanter wären m.E. nicht immer nur mehr die technsichen, sondern auch ästhetischen Fragen: inwieweit anamorphotisches 65mm einen anderen und "dynamischeren" Look als etwa Todd-AO besitzen könnte. Warum auf flache Leinwände projiziert werden sollte, entgegen den Errungenschaften der Panorama-Bildwand, und warum anfangs keine Kompensationsoptiken zur Verfügung standen. Aus heutiger Sicht einer komplexen High-Tech-Produktionslandschaft wirken die Debatten um "richtige" Filmformate urzeitlich an. Auch wenn die Formate gut und langlebig waren. Daher grotesk, dass alle Welt viel über diese Formate spricht und bescheid weiss, aber kein Mensch eine simple neue Kopie von BEN HUR zieht. Ware doch technisch alles machbar. Andessenstelle krusiert eine unperfekte Blu ray. Meist hört man dann, es sei zu teuer. Oder man warte auf Digitalisierungen. Unheimlich "originell", kann ich nur sagen. Schwache Filmgeschichtspflege bei den Amerikanern.
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Im Aachener Eden Kino gehen nicht die "Lichter" au
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Der Saum (oder Bordüre? Heisst es so?) am Grund des Vorhangs ist schön. Vor allem für einen neuen Vorhang. Ähnliches besass einmal der Vorhang im Zoo-Palast, der aber 1993 durch einen Einheitsvorhang ersetzt wurde. :wink: Tuben sind bei mir auch rar geworden (und die nachgefertigen sind mal stibitzt worden). Gut, dass in Aachen das "volle" Format aufgefahren werden kann. Nicht wie meist üblich 2.35 : 1 sondern majestätische 2.2 : 1. Sowas macht Eindruck. Eine solche Vergrösserung sah ich im letzten August 08 im 'Cinemagnum' Dresden (ehemals "Kino am Prager Platz"). Erst durch volle Ausnutzung der Raumhöhe hat man das Gefühl, wirklich im Kino zu sitzen. Optiken unterhalb f = 100mm sind bei den horizontalen Spiegeln oftmals auch aus dem modernen 35mm-Segment verwendbar und vertretbar. Allemal besser als ein "reines" 70mm-Objektiv, dass dann älterer Bauweise ist und aufgrund der Alterung nie Freude macht. -
Sony SRX: doppelte Auflösung von 2K auch für 3D möglich?
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Flüchtig so gehört (ein Artikel in "fkt", wenn ich richtig erinnere, beschrieb es einmal), wird bei SR-220 von Sony bei 3-D mit Over-under projiziert Schon bei 2-D werden keine anamorphotischen Vorsätze angewendet, sondern die A.R. 2-39 : 1 wird aufgrund der als überragend/ausreichend erachteten Panel-Auflösung nur sphärisch und in der Panelausnutzung höhenvermindert dargestellt. Entweder, weil man Abneigungen gegen jeden anamorphotischen Schritt hatte, oder weil das Panel als ausreichend erachtet wird und auch die Automatisierung der Objektivverstellung in derart einfacher ist? Allemal deutlich größere Anamorphoten beim SR110/220 dürften auch preislich und baulich ins Gewicht fallen. Wenn dem so wäre, dann wundert auch nicht die Bescheidenheit in der Standardisierung der 3-D-Wiedergabe durch Over/under-Bildaufteilung. Denn die Panelausnutzung von zwei 3-D-Bildern jeweils mit 4096 x 1080 Bildpunkten, wonach dann aber ein Höhen(!)-Anamorphot (oder eben um 90 Grad gedreht) zum Einsatz käme, kann man sich nur theoretisch vorstellen. Sie hapert evtl. an der Höhe der vorhandenen Kabinenfenster. Und die m.E. fortschrittlichere Shutter-Wiedergabe (sie gab es schon bei 35mm-Projektion), zudem mit erhöhter Bildwechselfrequenz auf 144 Hz/s, kommt bei den Sony-Beamern leider nicht zum Einsatz. Falls ich das hier richtig verstanden habe? -
Kritik von @oceanic an Forumsteilnehmern läuft nicht selten ins Leere. Die etwas salopp spekulierte Mutmaßung @oceanics (die er obenstehend schon wieder zurückzieht), Regisseur und Kameramann hätten die neue Aspect Ratio rechtens verantwortet, scheint sogar zuzutreffen. Eine Entscheidung, die man nicht verdammen muss, aber auch nicht devot & hymnisch abfeiern braucht. Scheinbar trägt sich also diese Version, die ich einwerfe: Apocalypse Now appears in an aspect ratio of approximately 2.0:1 on this single-sided, double-layered DVD; the image has been enhanced for 16X9 televisions. You'll note that I didn't indicate that the film is shown in its original aspect ratio. That's because Coppola and cinematographer Vittorio Storaro have consistently approved 2.0:1 for use on home video, despite the fact that it appears most people would rather have the film in the 2.35:1 frame. How well does this larger image work? Pretty well, though it appeared to offer some occasional cropping. Obviously these concerns weren't as severe as they'd be if the movie had been presented in a pan and scan transfer, but the frame occasionally seemed more "cramped" than it should. The scenes that featured Lt. Col. Kilgore (Robert Duvall) demonstrated this tendency well. Often the two-shots lacked any kind of "breathing room" at the sides of the frame, and occasionally actors were almost missing. Check out the "Charlie don't surf" bit to see what I mean. The actor who tells Kilgore that "This is Charlie's point!" was almost absent from the left side of the frame. While I can certainly live with this 2.0:1 compromise ratio, I'd really prefer to see the film shown in 2.35:1. Who knows, maybe it wouldn't make much difference, but I get the impression that it would open up the composition better and be generally more satisfying. At this point, it seems unlikely we'll ever see the film shown with that ratio, but we can always hope. Aus: http://www.dvdmg.com/apocalypsenow.shtml Also eine Anpassung der beiden Filmemacher an die Gegebenheiten der neuen Medien und des aktuellen Marktes, der beim Repertoire fast nur nich Video-Markt ist. Das ist auch traurig, sehr traurig. Das Recht hat jeder Autor aber, sein Werk späteren Bedingungen, Lesarten und Einsichten anzupassen, und diese Versionen nehmen auch die nötige Kennzeichung ("Redux-Version") vor. Daher ist ein Aprangern in diesem Fall weniger gegeben, als des Nachdrehens und der Look-Änderungen, die Lucas bei STAR WARS - Special Edition sich hat einfallen lassen. Weiter zugunsten der beiden Macher von APOCALYPSE NOW spricht auch, dass die Redux-Version in 35mm ins Kino gebracht wurde, dabei ihr ursprüngliches Format beibehielt und technisch bessere 35mm-Kopien offerierte. (Noch schöner, wenn auch nur diese Version zu sehen wäre, nicht aber Videos. Aber wir leben leider in der "Markwirtschaft" und in keiner Society der freien Künste Kommunkationsmittel). Die Begründung von @brillo, die Redux-Version sei ausschließlich aus kommerziellen Gründen entstanden, zutrifft, ist noch klärungsbedürftig. Der Spruch "Vorher-wars-blöd-jetzt-ist-es-die-einzig-wahre-Fassung" gefällt mir sogar zur kritischen Hinterfragung der Direcor's Cuts. Manche gelten gar als schlechter als die Urversion oder als Ausdruck der Altersnostalgie eines Regisseurs: vgl. BLADE RUNNER. Für die Filmhistoriker sind vielleicht immer die frühesten Fassungen interessant, weil sie auf Wirkungsphänomene abheben, die nur aus dem Zeitraum der Premierenzeit heraus verstanden werden können. Daher - als Freund des Filmbandoriginals - interessiert mich sehr die noch unkomplette 70mm-Version, die in Cannes vorgestellt wurde! Vielleicht nicht die beste Version, aber die gestraffteste, unverschnörkelste und somit radikalste Version. Den mythologischen Schluß des Films, der Joseph Conrad einspannt, halte ich für eine Verklärung der Themen, die zu Beginn des Films noch eindrucksvoll angestossen wurden. Für die Geschichtsaufarbeitung m.E. völlig uninteressant, allenfalls als "Horror-Show" bemerkenswert und als Star-Vehikel des Marlon Brando, der die finanziellen Risiken des schwierigen Stoffes mit Sicherheit kompensieren sollte. Kurzum: der Schluß des Films, vor allem das Arrangement der Kurzauftritte Brandos, ist zuderzeit eine kommerzielle Entscheidung gewesen, man vgl. auch den 1/2 Jahr zuvor gestarteten Blockbuster SUPERMAN - THE MOTION PICTURE. Einigen stiess dies schon damals merkwürdig auf.
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Unseriöse Marktschreier wie Sie wird man auch mit der Dampframme nicht bändigen können. Fakten: @oceanics-Gruppen zeigen sich m.E. gerne so: - kaum Ahnung von klassischer Filmproduktion oder Mindestparametern eine theaterwürdigen Kinowiedergabe - dummdreiste Vergleiche zwischen DVD-Scheiben und 35mm-Theaterkopien - gewerblich nicht angewiesen auf Kinotätigkeiten, Aufgaben der Filmentwicklung oder Film-Aufnahme zur Gänze negierend - schwachsinnige Betrachtungsvergleiche von 2k vs. 4k-Projektionen, die den Zuchauer für dumm verkaufen (und wissenschaftliche Abhandlungen en passant noch ausserdem) - ständig die Meinung drehend: anfangs im Forum gegen DCI und 4k wetternd (während ich den 4k-Minimalastandard noch verteidigen musste!), jetzt aber der Marktschreier der 4k-Roll-outs, obwohl @oceanics darin null-komma-nichts zu involviert zu sein scheinen. Ihren Roll-out-Emfpehlungen ist doch wohl kaum jemand ernsthaft in der Branche gefolgt? M.W. treffen andere die Entscheidungen. Und dann dem Anschein nach auch noch in "multiplen" IPs durch das Forum wandernd (angeblich mehrere @oceanics mit 1 Account-Nutzung): dass sich die Moderatoren das gefallen lassen?
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Schon interessant, wie vehement Sie das vor Wochen noch abgestritten haben, daß es zur Nachrüstung im Home Cinema-Bereich käme. Jetzt reden sie diese durch Empfehlungen noch förmlich herbei. Das nenne ich Unseriösität in der Argumentation. Mit Ihrer PR-Hilfe war das zu erwarten. Diese schöne Kurve wird vom @preston mal schnell gespiegelt, und schon geht's wieder aufwärts. 8)
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Der Film wirkte für mich schon auf 70mm in 2.2. : 1 weniger ausladend als in Scope. Wenn sich der Nostalgiker @EIX an berauschende Bildeindrücke auf 70mm erinnert, kann ich mich nur wundern. Vorhin noch einmal reingeschaut, und da grinst einem schon bei bloßer Betrachtung des Filmstreifens aus 1 Meter Entfernung das grobe Korn förmlich entgegen. Schon mit der ersten Laserdisc wurde zu 2 : 1 übergegangen, was die @oceanics-Agents ganz toll finden, Motto: Hauptsache digitalisiert/der Filmprojektion entzogen. Daß bereits in dieser Version tlws. mit Panscan gearbeitet wurde, dazu schweigt man sich gern aus. Wozu dann also 2 : 1? Ganz klar: weil das Format auf den 16 : 9-Bildschirmen per se größer und wuchtiger wirkt, dennoch aber einen gewissen Breitencharakter behält. Man kann dies bei OKLAHOMA! sehen, wenn man die Scope-Version und die Todd-AO-Version abspielt. Nur leider ist APOCALYPSE NOW kein Todd-AO-Film (so sehr ich 1978 einer solchen Verfilmung förmlich entgegenfieberte) und läßt sich auch nicht im Nachhinein in diese Sphäre verlegen/verklären. Storaro hätte sich doch vorher überlegen sollen, ob er nicht anstelle des mißlungenen LITTLE BUDDHA für APOCALYPSE NOW 65mm-Kameras eingesetzt hätte. Interessiert halt niemanden in der Branche. Im Nachhinein fangen sie dann an, an ihren alten Werken herumzubasteln, anstatt von vorneherein auf das richtige Pferd zu setzen. Harmonischer im Bildcharakter war da doch DICK TRACY, den ich kürzlich auf 70mm wiedersah, der seine Compositings in VistaVision produzierte und in 1.85 : 1 darbot. Auch die analoge Farbgüte dieser Kopie war herausragend schön. In den "digitalen Welten" so noch nicht gesehen.. :wink: Meinten Sie sich und ihre Dubletten?
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"Gestalterisch" bezieht sich auf die Verfeinerung der Stop-Motion-Technik, nicht auf den schwachen Sensor der RED ONE. Sie ist ja Nebenkamera, Hauptkamera: Princeton Instruments MegaPlus EC11000. Realfaufnahmen mit RED gegenüber 35mm-Negativformat lohnt indessen nicht, weshalb die meisten auf 35mm drehen. Man braucht sich nur die betreffenden RED-Szenen in "CHE" anzusehen (auch sehr interessant konzipierter Film), und es wird einem übel davon. Ganz ohne 3-D-Brille. :wink:
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Redete von exzellenter künstlerischer Gestaltung - Sie vom Sensortyp. Redete von den dt. Einspielergebnissen - Sie nur von US-Zahlen.
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Dem steht bedauerlicherweise der Mißerfolg des ambitionierteren CORALINE entgegen, der auch durch das (vorzüglich gestaltete) 3-D nicht mehr gepusht werden konnte. Hierdurch relativiert sich doch einiges.
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Zunächst fand ich den Film bereits bei der Premiere im Zoo Palast mythisch aufgebauscht, nichtssagend (!) über die Vietnam-Problematik. Blieb also nur die Fürsprache für eine Josef-Conrad-Umsetzung und Imperialismus im allgemeinen - aber hierfür fehlten die franz. Plantagensequenzen und der zeithistorische Kontext. Letzte Variante war das Drogendelirium, aber hier hätte die Flower-Power-Bewegung das Thema hergeben müssen, nicht unbedingt aber Vietnam, auch wenn man ihn aus Sicht eines delirierenden GIs zeigen möchte. In Cannes wurde die Version bis zur Ankunft Willards im Reich von Kurtz gezeigt, die kurz darauf mit Brando und zahlreichen Waldbränden am Ende nachgedreht wurde und dann nach Auffassung der Kritiker die kritische Aussage nur verbrämte: man hätte es dabei belassen sollen, war der Tenor. Die Opfer-Perspektive fehlt fast völlig, und der "filmtechnisch" fulminante Napalm-Angriff zu Wagner-Klängen zeigt m.E. nicht die Seele des GIs oder des Vietkong, sondern fungiert im Kino als "Ritt", bei dem das Publikum sich surrogativ auf die Schenkel klatschen darf, wenn schon die emotionale Klammerung (Liebesszenen usw.) vermieden werden konnten. Dementsprechend auch das Geraune der Gäste in den Erstaufführungshäusern, an die ich mich gut erinnere. Diskutiert man über Coppola, ist aus Sicht der Historiker (nicht "Film"-Historiker) immer wieder angemerkt worden, dass seine Umsetzungen völlig untragbar seien. Dies gilt auch für GODFATHER, der, wie mir mein ehemaliger italienischer Politik-Dozent nahelegte, rein "folkloristisches Operettentheater" sei und mit der Mafia "nichts zu tun habe". Ja, und das trotz guter Schauspieler und ambitionierter Filmmusik. Schade drum. Aber hier gibt es immerhin die Filme von Francesco Rosi. "Die Verdammten des Krieges", "Zwischen Himmel und Hölle", "Geboren am 4. Juli", aber auch Filme wie "Dien Bien Phu", "Wege zum Ruhm" oder "Geh und siehe" sowie "Johnny zieht in den Krieg" zähle ich zu meinen Favoriten.
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Schwache Erwiderung. Verdrehungen ohne Ende. Ansonsten schönen Sonntag noch.