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Popcorn-Verkäufer @EIX versteht die Zusammenhänge nie.
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Avatar Trailer online. (Statler & Waldorf)
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Unflätiger Werbung sollte man die Flügel stutzen: zunächst einmal heißt es "Oscars" (und nicht "Oskar" - denn das ist der Kanzlerkandidat im Saarland. :wink: ) Großartige Einzelleistungen schützen nicht vor der Kritik an Kunst- und Geschmacksfragen. Als Gast der Deutschland-Premieren aller Cameron-Filme nach PIRANHAS II (und dort eingehender, zumal einige Werke auch in Berliner Kopierwerken bearbeitet wurden), muß man rein euphorischer Schwärmerei entgegentreten, wenn Geschichtsklitterungen damit einhergehen. Die Virtualisierung von Schauspielern ist seit der Stummfilm-Zeit en vogue. In den jüngsten Dekaden hatte THE CROW den verstorbenen Darsteller Brandon Lee wiederbelegt, 2007 geschah das Gleiche mit Marlon Brando in SUPERMAN RETURNS. FINAL FANTASY vollzog das Konzept, das der filmunkundige @oceanic erst für die Zukunft erwartet, bereits gesamtheitlich. Und vor 15 Jahren galt bereits TAXANDRIA als ein bedeutsamer Schritt in diese Richtung, dem man sicherlich die Künstlichkeit noch ansah (die man auch in AVATAR entdecken kann, wenn man die Augen wach hält): http://www.rp-online.de/app/tv/prisma/i..._taxandria ABYSS erstaunte seinerzeit ob seiner gelungenen Taucherszenen (gedreht im stillgelegten Turm eines Kraftwerks, u.a. in Techniscope 2-Loch sowie Super-35) und einer vorbildlichen Blow-up-Herstellung auf 70mm (wollten wir evtl. wieder einmal zeigen, wenn es mit der US-Kopie klappt). Inhaltlich hatte der Film zu wenig Neues zu sagen und wirkte seelenlos. Die Kombination von Travelling-mattes und Videoeinspiegelungen wirkt dort genau so maniriert (d.h. "gekünstlet") wie später die Hafenszenen in TITANIC oder die Aliens in AVATAR: zu unecht, um wahr zu sein. ABYSS hatte im Vereinigungstaumel vor 20 Jahren keinen guten Start in Dtl. TERMINATOR II wiederholte seinen Gimmick-Effekt (zerfließendes Quecksilber) zu aufringlich und oft, um noch in zehn Jahren begeistern zu können, wenn dieser Effekt abgeschliffen ist. JURASSIC PARK von Spielberg versagte sich raffinierterweise der vulgarisierten Zurschaustellung eines bestimmten Effekts weit mehr - und ist daher heute ansehnlicher und kurzweiliger als die ellenlangen Cameron-"Zivilisationsfilme", deren Leerlauf unübersehbar ist. Sein Hang zu monochromer Farbgebung (das sog. "Cameron"-Blau, wie wir immer amüsiert uns erinnern) scheint leider auch in AVATAR eingezogen zu sein. Das soll natürlich Kält und Sterilität ausdrücken, wirkt aber für farbkundige Filmfachleute manchmal etwas zu banal. Seinen möglicherweise unterhaltsamsten Film hat er mit TRUE LIES gedreht. Dem man zwar antiarabische Tendenzen und Verunglimpfungen nachsagen könnte, der aber vergleichsweise leichthändisch und spielend das Rüstzeug des Genres zu bedienen weiß und etliche humoreske Szenen aufweist (hart an der Grenze des Geschmack allerdings, wenn Herr Schwarzenenegger seiner Frau eine Striptease-Szene und Selbstbezichtigung zumutet und das aus feministischer Perspektive als dürftig bezeichnet werden darf). So wie Spielberg mit Kindersenen gut umgehen kann, vermag Cameron das Verhältnis Mensch/Maschine wirksam auszudrücken. Aus ihm aber den weltbesten Filmemacher zu machen, ist kein guter Dienst am Kino. Läuft in Berlin auf IMAX-70mm und sieht nach Aussagen der Kunden besser aus als DCI. Meinen Sie auch die höchst fragwürdige Bildgüte von ALIENS? Wie ist die mit DCI vereinbar? Diesen Film kennen Sie überhaupt nicht in einer guten Qualität, und machen daraus aber eine Ikone. So muß ich leider annehmen, daß Ihr Augenlicht nicht mehr das beste ist. :cry: -
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Das ist eine andere Fraktion, die der psychologischen Filmwiss. - Da das Haus sonntags geschlossen ist, lässt sich die Mag.-Arbeit hier nicht zitieren. Anderenfalls eben hier: http://www.rheingold-online.de/veroeffe..._aus_.html Ich persönlich halte den Film für oberflächlächlich und manipulativ. Kein Werk eines Autors, sondern eines Marketing-Strategen. So wie auch Hitchcock, obwohl dieser begabter war. -
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Sie kontern, ohne gelesen zu haben - das ist wirklich albern. Hatte einen Link auf "Titanic" eingestellt mit einem sehr guten Aufsatz, der nicht in wenigen Sekunden zu überfliegen ist. Bevor Sie überstürzt kontern, bitte ich Sie um die Lektüre. Ansonsten ist anzunehmen, dass es hier nur um Privatfehden geht... Also noch einmal (und mit freundlichen Grüßen der von Ihnen mißachteten Filmwissenschaft): http://www.nachdemfilm.de/no1/rob01dts.html -
Storaro hat verschiedene Theorien über seine Präferenz der A.R: 2.0 : 1 verbreitet, die wenig zielführend sind. Es wäre natürlich hilfreich, wenn Du einen Scan aus der Kopie vorstellen könntest? Der Film selbst ist m.E. eine schwache und spekulative Vietnam-Abhandlung, und auch Joseph Conrad und der Gastauftritt von Herrn Brando sind nur Staffage. Auch die Musik von Carmine Coppola dudelt seelenlos vor sich her. Die TC-Kopie ist besser als die seinerzeitige Dup-Kopie in Scope und Dolby A oder die 70mm-Kopie. Ob sie besser ist als das neueste Eastman-Dup auf 35mm, wäre die andere Frage? Ich hatte einmal 1982 eine 35mm-Kopie in der Hand für die Videoabtastung in Normalformat: diese war gestochen scharf und vom Original.
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Es sind verschiedene Magister-Arbeiten über den Regisseur, auch über letztgenannten Film, verfaßt worden, die als Grundlage herangezogen werden könnten. Ihnen zuteil ist ein Rüstzeug an ästhetischem Urteil und Theoriebildung, die nicht en passant in wenigen Sätzen abzuhandeln sind. Es war aber klar, daß kritische Ansätze hier sofort mit dem Verweis auf die Kassenerfolge des Mr. Cameron gekontert werden. Von daher verläuft eine Debatte regelmäßig im Sande. Sie verbietet sich sogar a priori, sofern Befindlichkeiten und die Ausschließlichkeit des Umsatzes das Urteilsvermögen bestimmen. Mit Verlaub: zwischen uns sollte es daher keine Diskussionen (Statler & Waldorf) geben, @preston sturges, auch im Interesse der Leser. Verschiedene Internet-Links, wo kritisch diskutiert wird: http://www.widescreen-vision.de/aid,693...tion/News/ (erste Eindrücke) http://www.nachdemfilm.de/no1/rob01dts.html (empfehlenswerter Titanic-Essay) -
Das löste hier eher Kopfschütteln aus. 1996?[,] nicht [...]56 oder [...]66? Ohne den Kurs nun präzise zu kennen (oder kennen zu wollen)... Verehrter Cinerama, sie verstehen ja nun bekanntlicher[weise] von Kameras in etwa soviel wie von Buchhaltung - kann es sein[,] das Sie sich im Jahr irrten? Sie haben ja nun wirklich gar keinen Einblick in den Kinoalltag, in Kopierwerke eben so wenig, aber vielleicht verstehen Sie etwas von halbwegs richtigem Deutsch? Sie wüssten sonst mit Sicherheit, sofern Sie zuhören würden, daß 1996 der zweite Durchgang der Lehrgangs "Filmtheaterkaufmann" der rcm medien consult, zertifiziert im Auftrag der Stiftung NRW, erfolgte. Die 1950er-Jahre-Lehrgänge meinte ich nicht. Da Sie diese Lehrgänge ja nach eigener Aussage auch gar nicht kennen lernen wollen, so brauchen Sie hierzu auch nicht Ihr Gedöns abzusondern.
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
:?: :!: :roll: :roll: Ergab sich aus Gesprächen mit einem Filmfachmann, der nebeher seit Jahrzehnten "Titanic"-Fan oder -Experte ist. Beschäftigen Sie sich mal mit solchen Regisseuren, das lohnt immer. Kurzum: man merkte, dass der Cameron-Film von 1997 mit Marotten und Gesten der 1990er Jahre gespickt war, beispielsweise den "Stinkefinger", den DeCaprio im Fahrstuhl einem seiner Verfolger zeigt. In dem Moment ist das eben Popcorn-Kino und verliert an Glaubwürdigkeit. Die technischen Fragen dagegen wurden besser gelöst, ausgenommen den Filmanfang mit schlechten CGI-Mattes und ruckelnden Matrosen, den man gleichfalls weder 1997 noch 2009 so richtig geniessen kann. DeMille, Vidor, Strohheim, Gance oder Lubitsch hätten da - schon in den 1920er Jahren - mehr auf Perfektion geachtet, auch wenn alles in Normalformat und Schwarzweiss produziert wurde. Schaut man den Figuren in AVATAR einmal in die glaskugelgrossen "Glubschaugen", befallen einen ähnliche Befremdungseffekte: alles "unecht"! Jedenfalls sind es ja gerade jüngere Leute, durchaus sehr offen für Special Effects und neuartige Animationen, langsam leid, mit Fließbandware aus der Speilkonsole abgespeist zu werden. Und ein guter Regisseur sollte wissen, was für Erwartungen er mit welchem Trailer erwecken möchte. Über "Herr der Ringe" kann man viel aussetzten im Vergleich zu Tolkien, aber die Gollum-Figur war ein eigenständige und exponierte Leistung, die nicht austauschbar ist: sie hatte Charakter. Ob es nötig ist, aber einen gesamten Film ausschliesslich und zu tausenden mit solchen Figuren zu besetzen, ist dann eine Frage des Geschmacks und Kunstwillens. Offenbar ist Mr. Cameron, entgegen seinen früheren Ankündigungen, vor der Sterilität derartiger Kunstwelten dann doch zurückgeschreckt. Beim "Liebespärchen" aus AVATAR kann man getrost wohl sagen: "weder Fisch noch Fleisch". :lol: -
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cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Durchaus möglich, daß der Gesamtfilm wieder einmal deutlich besser ist als ein schlecht zusammengeschusterter Trailer. Auch vorstellbar, dass Mr. Cameron, der nicht dumm ist, seinen Fantasy-Figuren und Action-Versatzstücken aus tausend anderen Filmen eine kritische Botschaft beimischt, zu deren Gunsten man über geschmackliche Entgleisungen dann gütiger hinwegsieht. Ein perfekter Film aber kann er nicht sein, wie schon die Art der Bewegungs-Action und der Fantasy-Figuren verrät, zumal man nicht wirklich radikal Neues wagte (wie seinerzeit Cameron Menzies in dern 30er Jahren mit "Things to Come", der Kubrick mit "2001" in den 60ern oder der Scott mit der Giger-Figur in "Alien" Ende der 70er), sodass Cameron offenbar das Altvertraute und populäre Gewollte (eben Genre-Fortsetzungen von "Herr der Ringe" bspw.) einarbeitet, um kein Risiko einzugehen. Aliens müssen demnach immer "menschenähnlich" sein - was ich langweilig finde. So als würde man den Latex-Mann aus der Universal-Hexeküche der Frankenstein-Filme der 30er Jahre auf dem digitalen Tableaux wieder auferstehen lassen: alles schon einmal gesehen! Das war natürlich schon immer so in der Branche der teuren Erfolgsfilme, aber nicht ausschließlich. Cameron wird nie ein Meisterregisseur werden, sodass seinem Kollegen Spielberg, der Tiefgründigkeiten auch gerne meidet, doch ein höheres filmisches Talent zuzuschreiben ist. Cameron fehlt die Seele. Schon "Titanic" hätte besser von anderen Regisseuren gemacht werden sollen, man denke an Visconti oder Lean. Offenbar liegt das bei AVATAR aber auch am Plot. So scheinen andererseits die Stories von Isaac Asimov oder Stanislag Lem weitaus spannender zu sein. Zur Bildgüte und der Frage von 24p/144fps oder von @oceanics theoretisch erträumten 48p/144 fps stösst mir auf, dass solche 2k-Produktionen wieder einmal Bildwände füllen sollen, die für 70mm-Bildwiedergabe gebaut und für 4k-Dijektion empfohlen werden. Das alles ist den @oceanics natürlich gleichgültig, die ja ganz besondere Ziele popagieren. Daß der Erfolg des Vorjahres aber, DARK KNIGHT, eigentlich eine Orgie des von @oceanics verteufelten Filmmaterials war, fließt in solche "Making-of"-Elogen nicht ein. Mich wundert, dass im AVATAR nun doch Realszenen auftauchen. Angekündigt war er als Film, der nur noch "in der Kamera" entstehen sollte und visuell und künstlerisch an den Epochenschritt von "2001" anknüpfen wollte. Schön, wenn das Werk dennoch einigen Kinos das Überleben retten würde, aber für ein kritisches Forum sind die Tiraden im Maling-of-Stil eine Schande: man merkt, dass hier jemand andere manipulieren möchte. Dazu noch mit schlechter Sprache und schwachen ästhetischen Begründungen. :roll: Und ist das Filmposter mit der jungen Frau, geplagt von digitaler Akne (?), nicht seltsam einfallslos für einen so aufwendigen Film? Da waren die Poster zum KRIEG DER STERNE-Start seinerzeit allemal aufregender. Ist bei Fox eigentlich die Armut ausgebrochen? Liegt daran, wenn man sich auf eine Sache über einen längeren Zeitraum konzentriert. Cameron glaubt ja, tausend Herausforderungen zur gleichen Zeit meistern zu können. Das aber ist unkünstlerisch und rein summarisch. Die fand ich noch nie überzeugend. Ist auch schwer vermittelbar, warum Fabelwesen der Gebrüder Grimm plötzlich Ureinwohner ferner Planeten sein sollen. Fehlen nur noch die Einhörner im Zauberwelt der CGI-Hexenmeister. Eben so gab es in den 60er Jahre seltsame Melanges wie "Herkules gegen Vampire" usw. -
Liegt wohl an der dortigen "Schmetterlings"-Kurve, und der generellen Tendenz dort, alles breiter zu zeigen als es ist (VistaVision per se in 1.85 usw.). Bei der Premiere war "Das Dreckige Dutzend" im berliner ZOO PALAST übrigens ein Event. Bei Betrachtung meiner 70mm-Kopie zeigt sich eine sorgfältige Vergrösserung.
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Avatar Trailer online. (Statler & Waldorf)
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Ist aber in 1080P, MP4, wie oben empfohlen wird, und deshalb VIEL, *viel* besser als ein Film- oder Kinoformat. :wink: :roll: Nicht wahr? (Doppelplusungut, könnte man sagen) -
Netter Film. Zeigt auch, deaß man für 70 mm Premieren Vollreserve vorhält. Dazu ist man ja in diesem Lande nicht in der Lage. Unprofessionell! St. Wohlwahr und bereits dort anzutreffen, wo traditionell noch Vollreserve gefahren wurde, etwa bei Eintritt der Olympic OHG/später: UFA Theater AG, sobald der eine Universal-Projektor für "Werbung" abgerüstet wurde und der andere für Zwangsbetrieb mit Teller verdammt wurde (bis denn auch die Kreuzgetriebe den Geist aufgaben, sodass man sich immer über den "perfekten" Bildstand des Werbevorpogramms wunderte). Andere Häuser kombinierten dann 1 St DP-70 mit 1 St. DP-75 (oder nur mit FP 30) oder auch 1 St. Bauer U2 mit 1 St. FP-20. Einheitlichkeit war von nun an ein Fremdwort und die Bastelei ein Dauerzustand. Gut erkannt!
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Wann hast du denn den Kurs gemacht ???? 1996. War der wohl 2. Durchlauf. Der Rechnungs-Stoff war recht komplex, bisweilen differenzierter als heute übliches Betriebserechnungswesen/Buchhaltung in anderen Branchen. Schon damals aber wurden während des Kurses relevante Daten handschriftlich von den Seminaristen korrigiert, GEMA u.a. Faktoren z.B. Außerdem noch zu DM-Zeiten verfaßt.
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Das ist mir entschieden zu dünn für die qualitative Profilierung eines Kinotheaters. Mit der Doktrin verfahren einige Kettten, haben sich aber da den Zuschauer zum Feind gemacht. Gottlob ist der rmc-Kurs schon etwas kompakter und vermittelt allgemeinbildende Infos zur Kinobranche. Ich war damit sehr zufrieden und fand auf die BWL-Materie relativ anspruchsvoll.
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Martin, woher stammt dieses sehr schöne UP 700-Bild? Auch wir im Verein haben eine Anlage kürzlich erstanden, sieht ähnlich neuwertig aus. Woher stammt die Eure? Wunderbar!
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Danke...es gibt also keine neuen 3-D Optiken für 35mm mehr zu kaufen/leihen, nur Ältere aus den 80er und 90er Jahren, die "noch herumliegen". Leichte (?) Polbrillen offensichtlich auch nicht mehr käuflich erwerbbar. Das ist ein gewieftes Geschäftsmodell...alle Achtung...dauf kann man mit Zuversicht bauen und sich kräftig blamieren!! Um sachliche Information kann es sich bei den letzten Beiträgen kaum mehr handeln. Wer am 35mm-Betrieb desinteressiert ist, den will dazu auch keiner zwingen. Daß aber Fakten des kommerziellen Filmgeschäfts mit derzeit gängiger 35mm-Ware abgeleugnet werden, spricht für Einäugigkeit. Das nennt man beim 3-D-Film nach Anders auch den "zyklopischen Blick". Schauen wir jedoch in die gängige Angebotspallette der Objektivhersteller, so sind 3-D-Optiken für 35mm fabrikneu und als Serie im Angebot. Es gibt sogar 35mm-Projektoren, die kann man neu kaufen (da Sie bei sich mit tlws. 50 Jahre alten Projektoren spielen): http://www.isco.eu/fileadmin/isco/_prod...2_2008.pdf Oder probiert es so kostenneutral wie möglich mit dem, was man hat. Wer stattdessen jahrelang über Finanzierungskonzepte von DCI brütet, um dann 80 Tsd. EUR für einen digitalen 3-D-Projektor aufzubringen, verpaßt Potentiale, die sich aus dem 35mm-Filmgeschäft ergeben und sonnt sich in den (wieder nicht realisierten) Virtual Print Fees - zumindest auf dem Papier. :)
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Was kostet sie? Gibt es eine Typenbezeichnung? Danke.
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Wenn das verständlich gewesen sein wollte, dann allenfalls in der Psychognostik zwanghafter Rabulistiker. Daher zur Wiederholung: - mehr als 90% der Kinoprojektionen und Kinorproduktionen erfolgen auf Basis des 35mm-Film. - kaum jemand im Publikum kann Unterschiede zwischen 35mm-Projektion und digitaler Spielart ausmachen: das Publikum beschwert sich nicht einmal über massives Ghosting bei REAL-D-Projektionen, massive Randunschäfen, zu schlechten Kontrast oder grausame Bildgüten wie bei BLOODY VALENITNE in digitaler Projektion. - die DCP-Master mögen gleich sein, die Beamer in den Spielstätten unterscheiden sich jedoch bisweilen wie Tag und Nacht (erst gestern wieder von einem Regisseur Klagen darüber gehört, daß auf seinen Tourneen qualitativ alles durcheinander ging. Er dreht jetzt wieder auf Film). - Von "Pixelshift" bei Filmbandwiedergabe (!) zu reden, trifft das Gegenteil dessen, was zum Film gehört: sein bewegtes, unkoordiniertes Korn: genau das also, was dieses Medium auch herausragend "gitterfrei" macht und vor Aliasing u.a. schützt - Daher kann, wenn schon 35mm-Projektion von DCP beim Publikum kaum zu unterscheiden ist, auch die seit Jahrzehnten gelegentlich übliche 3-D-Wiedergabe mit 35mm-Film keine Schande sein. Auf IMAX ist sie es auch nicht (und dort besser, als über 2k DCI, wie in USA ständig bekalgt wird). - Wer also über eine Metallwand verfügt, sollte auch beim Verleiher eine 35mm-Kopie auf Polarisationsbasis beantragen. Oder sich in Umkosten von 80 TEUR stürzen für DCI-Verträge, wenn er sich das leisten kann. Viele kommunale Kinos selbst mit staatlicher Förderung, viele freie privatwirtschaftlich verantwortete Betriebe und auch viele Kulturhäuser, die Inseln in Regionen der urbanen oder dörflichen Verwahrlosung darstellen, konnten und können aufgrund der bewährten 35mm-Belieferung überleben. DCI-Investitionserpressungen würden hier zur sofortigen Schließung führen. Sie bekommen keine VPFs. - In etlichen Kinos liegen 3-D-Optiken herum, auch neuerer Bauart der 80er oder 90er Jahre. Adressen gebe ich aber nicht an DCI-Vertragspartner weiter, die in diesem Thread schreiben. Sie könnten die Optiken ankaufen oder aus dem Verkehr ziehen. - Wer hier 3-D-DCI-PR ableistet, scheint offenbar vertragliche Beziehungen oder Sponsoringkontrakte zu unterhalten. Ob solche Ratgeber aber den Kinostandorten die Weisheit bringen oder letztlich ihnen das Grab schaufeln, mag ein jeder für sich entscheiden. 8)
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Liegt tatswächlich in vielen Theatern noch herum, auch wenn eine sehr alte Optik keine Referenz sein sollte. Aber für den Anlaufbetrieb... Sie lehnen das ja sowieso ab, weil das, was nicht im "verordneten" Modell der Herren Katzenberg & Co liegt, ja auch nicht zukunftsfähig sein kann und sein darf. [immerhin hat Mr. Cameron auch die 2-D-Auswertung verteidigt!] Also ist Ihre Nachfrage eher sarkastischer Natur? Ich denke ja. Und wenn man Ihre Äusserungen liest, nach denen Sie einen 35mm-Polarisationsprozess immer wieder anhand einiger aus den 1970er Jahren ausgegrabener Restfilmrollen auch für 2009 zu beurteilen glauben, erübrigt sich eine Debatte über die Filmkopierung des Jahres 2009. Sehr gut zusammengefaßt, Gratulation. Und zwar nicht aus der Perspektive zeitweiliger Meinungsmanipulatoren, zu denen nun einmal auch aktuelle Verwerter gehören, sondern aus der Langzeitperspektive des Kinos und dessen Standortinteressen argumentiert. Das werden einige hier aber nie und nimmer akzeptieren. Also weitere "Fragerunden" von @preston sturges vor, der irgendein Interesse wohl daran hat, solche Optionen prinzipiell zu verhindern. :roll:
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Dann sollte er auch in 35mm 3-D ausgeliefert werden. Kostet den Betreiber nur eine Metallwand, ein geliehenes Objektiv und ein paar leichte Polbrillen. Das wird den 3-D-Effekt im Wettbewerb zu Real-D ebenfalls garantieren und verkauft sich gut. Bessere Rendite für den Betreiber. :wink:
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Für Film-kann man auch mal das Grundgesetz über Bord werfen
cinerama antwortete auf hasilein's Thema in Allgemeines Board
Wer hat hier einen Nazi-Vergleich angestellt? Als Moderator würde ich Sie für Ihre Frechheiten und Unterstellungen für 4 Wochen sperren - Ihr Zynismus setzt wahrlich Rekorde. Und fällt letzlich auch auf Sie zurück. -
Im Aachener Eden Kino gehen nicht die "Lichter" au
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Sicherlich schon erledigt die Sache? Ansonsten: wir haben im Lager in Bln noch eine DP-70-Tür und alle weiteren Ersatzteile. Auch unzersägte Trommeln. -
Wochenendrätsel (Achtung: Enthält Spuren von digitalem Kino)
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Schade, könnte man hier ganz frei von der Leber (und unabhängig von einem gezielten Geschäftsinteresse) plaudern, verstünden sich auch alle besser. :wink: Das wäre dann der Fall - wiederhole mich - wenn man die historischen Dinge aus sich selbst heraus wirken ließe. Ganz ohne Zusätze. -
Für Film-kann man auch mal das Grundgesetz über Bord werfen
cinerama antwortete auf hasilein's Thema in Allgemeines Board
Genau. Und dann überlegt man nochmal, ob der Vorwurf 'Grundgesetz über Bord werfen' inkl. Nazivergleich angesichts der Äußerung 'Wir haben starke Grundrechte in unserem Grundgesetz verankert, aber die hindern uns manchmal einfache, klare Lösungen zu finden.' nicht vielleicht auch ein bißchen 'ad hominem' diskutiert ist. - Carsten Arbeiten Sie gerne mit Unterstellungen? Wo bitte steht etwas vom Nazi-Vergleich verfaßt? Es geht um allgemeine Debatten um mögliche Entwicklungen zum Überwachungsstaat, die hier nicht einfach nach Orwell oder den NS-Strukturen abgepaust werden, sondern Ausfluss der Rechtsbeugung durch Konzernlobbyisten sind. Das restriktive Moment in den derzeitigen Handelskrisen liegt also darin, einerseits Menschen zu Sklaven des Konsums zu machen, um sie, sobald der Markt aufgrund seiner Irrationaltität aus den Fugen gerät, in jenem Moment zu bestrafen, wenn sie von jener Ware freien Gebrauch machen. Diese Tendenz hat ungeheure Spengkraft, eben auch für die Fortexistenz von Major Companies, etablierten Filmtheatern und den Urheberrechten, die sich voraussichtlich auflösen werden. Das hat katastrophale, aber auch einige freiheitliche Veränderungen zur Folge. Es sollte allen klar sein, daß eine gesetzliche Sanktionierung von Konsumverhalten davon zeugt, daß massive Umschichtungen befürchtet werden, die kaum noch zu zügeln sind. Dabei steht die Freiheit des Individuums in einer kapitalistisch durchdrungenen Welt aktuell auch der Rodung der Vertriebs- und Schaukulturen des 20. Jhds,. gegenüber, die der Standortkonkurrenz des allgegenwärtigen Computers nicht mehr gewachsen sind. Als Konservativer bedaure ich dies zutiefst - als Verteidiger der individuellen Freiheiten und des entgrenzten künstlerischen Experiments aber gratuliere ich dem Computer und seinen Downloads als Katalysator zur Auflösung wirtschaftlicher Monopol- und Konzerninteressen (obwohl gerade diese Interessenten ihre größten Markthoffnungen darin einzubetten versuchten). -
Wochenendrätsel (Achtung: Enthält Spuren von digitalem Kino)
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Talk
Ich begreife ja... in erster Linie Rätselecke zur Kundengewinnung, oder? Und was hat @3dcg nun gewonnen? Kunst um der Kunst, nicht um der Zwecke wille!