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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Der erste 3-D-Spielfilm im 'Delphi-Filmpalast am Zoo' war DER MANN IM DUNKEL, im zweibandigen Überblendbetrieb. Der Abbildung gemäß sieht man auch im Umfeld des noch heute original erhaltenen Filmtransparent-Halters an der Kinofront, dass das Transparent durch kulissenartige Ausläufer auf dem Vordach erweitert wurde, die den Effekt der "Umarmung" des Zuschauers mit den Mitteln der Schaustellkunst bewarben. (Allerdings hat das mit "digitalen Spuren" nichts zu tun - ich verstehe diese Masche des Zusammenrührens unterschiedlicher Epochen leider nicht. Geschichte sollte aus sich selbst heraus wirken, auch ohne Umnutzung durch aktuelle Markenclaims, die sie gar nicht nötig hat.)
  2. Traurig, aber wahr. Diese bittere Erkenntnis kommt jedoch zu spät. Für das neue Jahrhundert ist das Kino zu lahm und das Internet das Paradies aller Hedonisten. "Davon geht die Welt nicht unter" - sang Zarah Leander 1941. 4 Jahre später war es dann soweit... Soweit alles richtig, jedoch ist ein digitaler Mehrwert auf Video-Kaufmedien (und auch im Kino) kaum vorstellbar. Zu teuer, zu langsam und zu umständlich, um das alles dauerhaft zuhause zu archivieren. Es stirbt also nicht nur das Kino, sondern eben so DVD und Blu ray, könnte man annehmen. Nach diesem Markt wird auch die Rechtslage angepasst werden. Die Major Companys sterben dann von selbst.
  3. Dieses Produktion mag sicherlich sehr unterhaltsam und erfolgreich werden. Nicht so gut klingen die wechselnden Statements des Regisseurs. Erst stellte er in Aussicht, dass seine Produktion die Warhnehmung so verändern werde wie einst 2001: A Space Odyssey. (Anm.: ein echter Filmkünstler hätte kein Selbstlob nötig.) Jetzt relativiert er, es stünden nicht revolutionäre Neuerungen auf dem Sektor des CGI an. Schwierig finde ich auch das "Multitasking" in der Distribution. Ob das dem Stellenwert des einmaligen Kinoerlebenisses dienlich ist, wird sich erweisen. Jedoch kommt der Verdacht der Unsicherheit auf, wenn eine 1.78-Version (also die A.R. eines digitalen HD2K-Kamerachips) in 3-D- startet, während die anderen Auswertungen ein Breitwand-Blowup darstellen. So, als würden die meisten D-Cinemas mit 3-D nicht in der Lage sein, bei 3-D auf 2.35[9] : 1 ähnliche Leuchtdichten wie in 2-D erzielen können. Daher also die HDTV-Breite. Ein perfekt komponierter Film aber muß sich entscheiden: entweder 1.8 oder 2.4 : 1, denn das kann man nicht einfach gleichmachen. Was geschähe in der Kunstgeschichte, wenn Altdorfers "Alexanderschlacht" oder Leonardos "Verkündigung" arbiträr gezoomt und beschnitten würden?
  4. Durchaus interessante, ketzerische Seite mit aufklärerischer Wirkung: http://schwarze-pest.org/ Besten Dank an @hasilein. Resignativ gesagt könnte man trotzdem anmerken: Der psychisch kranke Mensch versteht es auch nicht, warum der gewerkschaftliche Weg, die Ausbeutung zu akzeptieren und bescheidene Bitten an den Ausbeuter zu richten, der einzig richtige ist: »Die meisten psychisch Kranken berichten aus ihrer Arbeitsvergangenheit eine Serie von Beispielen, wie sie ausgenutzt wurden und selbst dazu beitrugen, auf Kosten der Mitarbeiter/innen mehr zu leisten, für sie einzuspringen, unmenschliche Bedingungen auszuhalten, die es überall gibt. Der gesunde robuste Mensch stellt dagegen seine angemessenen Forderungen, oder wendet sich an seinen Vorgesetzten oder an den Betriebsrat.« http://www.wildcat-www.de/wildcat/45/w45sskb2.htm @oceanic als digitaler Postproduktioneller verzweifelt daran, dass maßgebliche Anbieter noch immer Filmmaterial herstellen. Stellvertretend für den Frust beschimpft er dann die Filmvorführer und Filmkopierwerksmitarbeiter als inkompetent. Konkrete Beispiele seiner tariflischen Vermittlertätigkeit oder produzierten Filme nennt er aber nicht. Der geistige und kulturelle Kahlschlag in diesem Forum ist daher immens. Warscheinlich würde er die Tarife herabsetzen, da die Digitalprojektion ja zu Arbeitsvereinfachungen führt. Dabei sollte doch das Kinowachstum beschleunigt werden. Immer wieder erstaunlich, seine Kinobetrachtungen.
  5. Dahin steuert aber auch die PDS als sozialreformistische Nachfolgepartei der Brandt-Ära: sie will auch nichts ändern, weil sie zur "Mitte" strebt und im Mittelmaß der Nostalgie verkommt. Na, dieser Ihrer Entscheidung steht wirklich nichts entgegen. Sie sind ein großer Berlin-Kenner. "Arm aber sexy", nennt das der Bürgermeister :D Geben Sie mal was ab vom Kuchen (gilt auch für verdiente Fachkäfte wie Herrn Sarranzin oder Frau Junge-Reyer), vor allem an die notleidenden Kassierer, Thekenkräfte, Sauber-"Männer" und Filmvorführer. Da Digital Cinema die Margen vervielfacht, wie Sie sagen, ist Ihre einzigartige Standortrendite vorbildlich, sozialverträglich und als Spende an Schwächere von der Körperschaftssteuer absetzbar. Es kommen noch mehr sozialreformistische Oasen auf uns zu: Demnächst wird für 1.5 Mio EUR am Potsdamer Platz ein "Boulevard der Stars" errichtet, von der Schwesterninstitution des BABYLON, Deutsche Kinemathek. Nachgeäffte Plaketten des Sunset Boulevard geben sich dann mit Gottschalk und dem Busenabdruck von Frau Poth ein Stelldichein. Irgendwo dazwischen wieder mal Marlene, Metropolis und die rennende Lola. Gibt sich ebenfalls "antifaschistisch" und sahnt Gelder für sinnentleerte Standortpräsenz ab. (1.5 Mio. EUR kosten auch die Detektoren für die berstenden Radreifen der Berliner S-Bahn, die seit Wochen "vom Netz genommen" wurde.) Zeitgleich macht der Senat Versprechen auf Subvention der berliner "Programm"(!)kinos für eine flächendeckende Digitalisierung. Groß, ganz groß: noch mehr Oper und Fußball (am falschen Platz). So viel zur Wahrnehmung von echten Nöten und wahren Bedürfnissen der Menschen. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
  6. Dann sind es unterschiedliche Hör- und Konsumerwartungen: einige präferieren Splitsurround, extreme Subwoofer und perfekte Übersprechdämpfung, andere nehmen geringfügige analoge Arefakte inkauf zugunsten der orchestralen und stimmlichen Klangtreue. Unter Master verstehe ich das zeitgenössische Magnettonmaster. Wenn ich dts und AC-3 also höre, ist es leider nicht dieses Master. Aber auch im digitalen Bereich wird ja die Masteringkette nicht verlust- und kompressionsfrei durchgehalten. Die gleiche Debatte bei der Fotografie und beim Film resp. . Digital-Fotoapparat und Video. Bin daher zu den analogen Medien zurückgekehrt, die das liefern, was ich im Sinne der Naturtreue und Perfektion sehen und hören möchte.
  7. Dies höre ich auch ständig - aus unterschiedlichen Richtungen. Hier müßte sich die BL um 180 Grad drehen: Minimalkorrekturen kommen um Jahre zu spät. @hasilein plädiert, wenn man die Angrffsrhetorik beiseite läßt, im Interesse der Leidtragenden. Auch die Art der Filmankündigung (manchmal läuft dann unerwartet eine DVD) ist dubios, und die technischen Minimalstandards sind scheinbar ein Fremdwort. - Zur Politaffäre: T.G. ist Freund des Ex-Kultursenators Thomas Flierl, der ihm den Zuschlag erteilte. T.G. hat auch Eltern aus dem antifaschistischen Widerstand, und das ehrt ihn. Die Aussenwerbung für das Kino, das Marketing und viele Events allerdings sind klasse. Es ist wirklich tragisch.
  8. Ja, die habe ich beide vorgeführt. ROBOCOP hatte auch original orchestralen Sound, T2 nur Sytheziser-Teppiche: streitet jemand die Differenz der Klangerzeuger etwa ab? Brechen wir es ab. Unterstellungen verlotterten Hörvermögens höre ich mir nicht an. Beziehe mich auf Erfahrungswerte aus der Studio-Technik (auch Abmischungen der BSG mit Atelierschriften und Umspielungen) sowie alter und neuer Magnetton- und/oder 70mm-Kopien. Sowie auf jüngere Transfers auf dts-70mm und den Video-Medien bis hin zu den Silberscheiben der gleichen Filme. Bei diesen Uralt-Diskussionen dringt immer wieder durch, dass Firmenwerbeprospekte einer bestimmten Company, aber auch die Alleinstellungsmerkmale des DVD-Marktes ganze Arbeit geleistet haben.
  9. Ja bei SR, absolutes nein im Vergleich zu AC-3. Ich "liebe" 6 Kanal-Magnetton, erst recht durch das Zusammenspiel mit den damals (früher) oft üblichen Hörgewohnheiten der Leute; erinnerte oft stark an Motown-"Brutal-Stereo". Die Mastering/ Misch-Methoden fielen dementsprechend aus, wurden erst durch späte, letzte 70mm Großproduktionen/-kopien maßgeblich verändert, dem Zeitgeschmack angepasst. Obwohl 70mm-6-Track selbst naturgemäß keine (digitale) Datenreduktion verwendet, so ist er doch stark eingeschränkt in seinem Frequenzspektrum, mußte dies vorher bereits in der Final-Sound-Stage berücksichtigt werden. Besonders betraf dieses die tiefsten (ab ca. 70Hz) und "höchsten" (heute lächerlich, ab ca. 12000Hz) Frequenzen, die sonst nicht verzerrungsfrei, erst recht nicht auf allen weltweit installierten Tonanlagen, wiedergegeben werden konnten. (Erst zertifizierte THX-Sääle schafften hier auch bereits Abhilfe). Genau hier, und auch im damals aufkeimenden (StarWars)THX-Zeitalter setzte DOLBY Stereo magnetic 6 -Track ein. Im Gegensatz zu den früheren herkömmlichen Magnetic 6-Tracks, etwa bei Todd-AO Produktionen, setzte bei Dolby hier die Zukunft ein..... Z.B. einige 70mm Kopien des Films "Logans-Run" ersetzen die üblichen/hatten statt "extra links & recht Front" -Kanälen bereits zwei getrennte LFE-Kanäle! Bei entsprechend ausgestatteten Kino´s und fähigem Tonmeister war dies ein Erlebnis erster Güte! Erst recht, da "Dolby-A" ebenfalls angewendet wurde. [...] Egal wie gut 6Track ist, es kann nicht gegen DD ankommen. No Chance.. ´Stark eingeschränktes Frequenzspektrum bei 70mm-Magnetton, warum das? Die Kurve geht doch weit über 20 kHz hinaus bis zur deutlicheren Absenkung, wenn man soweit übertragen wollte. Kann man messen und steht auch in den 1980er Jahren im BKSTS-Journal so beschrieben. Dolby-A-NR ist bei 70mm nicht notwendig aufgrund verbesserter Übertrager und Magnetit-Emulsionen seit den 1980ern. Habe eine 70mm-Kope WEST SIDE STORY von 1992 vom Originalmaster von 1961 kopiert und auch in der Neukopierung ohne Dolby, sondern direktionaler 6-Kanal-Magnetton: der rauscht und klirrt in keine Weise, auch nicht bei höchsten Pegeln. Wird aber immer wieder gerne kolpotiert. Anderes Bespiel, gekehrt gegen Dolby Digital-Kompressionston: der Dolby-A Magnetton auf meiner 70mm-Kopie FAR AND AWAY schlägt jedes AC-3-Format. Einfach nur dürftig, dieser quantisierungsbelastete und im Frequenzspektrum limitierte digitale Filmbandton. Hand ans Herz: Du hast wirklich LOGANS RUN gesehen? Also die Chance wurde mir nicht zuteil, der einiges sehen konnte. Wo lief er in Dtl.? Etwa an der Schäfergasse?? Durchaus ist der 70mm-Magnetton eine adäquate Abbildung des Studiomasters. Da hätte ich bei Dolby-SR-Lichtton oder den digitalen Filmband-Soundformaten Bedenken: diese können das nicht adäquat abbilden. Hört man auch immer wieder auf den dts-70mm-Umspielungen ältere Fox-Klassiker (restored by Schawn Belston) oder den DVD-Transfers alter Magnettonfilme: klingt alles limitiert oder verfälscht. Da war der 35mm-SR-Ton bei ROBOCOP aber besser. Vor allem VALMONT mit der Mozart-Musik war ein Paradebeispiel für das Format. Ich habe diese Filme alle vorgefürt. Und T2 später nochmals auf der von @lumi favorisierten THX-Anlage gesehen: hatte auf 35mm-SR-Ton eine beschränkte Dynamik und war m.E. ausser dem Gerumse klanglich und musikalisch einfallslos.
  10. War doch schon seit Längerem "vorprogrammiert", oder? Da Sie aber von "Glück", sprechen, zweifle ich daran, ob Sie in erster Linie für Kinostandorte hier eintreten. Oder eher für jedwede Digitalisate, notfalls um den Preis des Verlustes der Errungenschaften des 20. Jhds. In jener Epoche gab es einen grossen Abstand zwischen Film-Kino und Home Cinema. Davon spricht mittlerweile kaum einer mehr. Und wenn doch, so haben sich diese Illusionen von selbst erledigt. Schnelle Distribution geht also über nachhaltige Kino-Programmatik: darin liegt der wirkliche Paradigmenwechsel, scheint mir - weniger aber in der Wiederkehr der Stereoskopie: "alter Wein in neuen Schläuchen", schreibt der 'Film-Dienst'.
  11. o.k. - nur unter Vorbehalt, da kein akkurater Laborvergleich. Würde aber dabei bleiben, dass guter SR-Lichtton oder (schlechterer) AC-3-Ton keine Spektren des 70mm-Magnettons erreicht. Wüßte hierfür kein einziges Beispiel.
  12. Habe das dort auch gesehen, zumal auch Theatergruppen dort proben und Rockmusik wohl stattfinden. Bildgrösse müsste so etwa 6 x 3 Meter sein, davor ist der Bühnenrahmen mit Beleuchtungstechnik und einer recht breiten Höhen- und Seitenkaschierung.
  13. cinerama

    Catana Cayetano

    In "Der Gorilla von Soho" hat sie 1968 noch mitgespielt. Ansonsten haben wir noch "Onkel Toms Hütte" in 70mm in brauner Farbe - aber überragend scharf. :) . Vielleicht bei den Schauspielerverbänden anfragen? (Oder Einwohnermelderegister am Ort, wo sie sich zuletzt aufhielt)
  14. Bei welchem Pegel aber, das wäre schon zu fragen? (Ich bezog mich natürlich auf einen etwa übersteuerten Ton, um die unklare Formulierung aufzuhellen. (RESIDENZ in Mainz kenne ich, war ein gutes Todd-AO-Haus mit guter AnlageO) Auch hier etwas klarer ausgedrückt, war die Veranstaltung einige Jahre nach der Premiere von STIRB LANGSAM, es ging dort in Zoo 1 um Tonvergleiche verschiedener Formate, weshalb auch diese 70mm-Rolle herangeholt wurde, die dann alles klanglich übertraf. Vielleicht erinnern sich noch andere an diese Vorführung? Sehe ich genau so: für Lichtton und 35mm war der voll analoge SR-Lichtton nach dem 4-Kanal Magnetton das beste 35mm-Sound-Format, das ich kannte. Das ist dann auch stichhaltig, da der Ton von T2 zur Erstaufführung besser war als auf 35mm. (Nur die Ansprüche an die Filmmusik des Werks sind leider recht tief anzusetzen. :cry: )
  15. 56 Jahre spielte nie ein Haus 3-D-Filme. Das wäre nun wirklich Legendenbildung - aber es verkauft sich gut. :wink:
  16. Also Schleichwerbung? :lol:
  17. ...aber Vorsicht: Es gibt von Scope- und Vistavision-Filmen auch vereinzelte durch Umkopierung seitlich formatbeschnittene Kopien in 1,37 für TV-Zwecke oder (in den 1950ern) Märkte, die das betreffende Seitenverhältnis nicht zeigen konnten/wollten.. Wäre schön, wenn Du die Zitate namentlich kennzeichnen könntest, damit man sie zurückverfolgen könnte? Das ist nicht zutreffend, daß sie für den TV-Markt in Normalformat umkopiert wurden. Sie liegen oftmals so vor und sind generell seitlich beschnitten gegenüber der Hard-Matte-Breitwandversion. Das erschien mir anders zu sein: die Normalkadrage ist ein sehr weit ausschnittartig ins Negativ gefahrener Auschnitt: dort fehlt ebenfalls massiv Bildhöhe und noch mehr die Bildseiten. Frei von Mikros und Scheinwerfern scheinen die Negative auch nicht zu sein: projiziert man bspw. "Krieg und Frieden" (WAR AND PEACE, USA 1956) in 1.66 : 1, gibt es Szenen, in denen mir im Fußraum Kabel und Schienen auffielen. TC-VistaVision Kopien waren immer hard matte ... siehe hier ... auch Lehrer können irren ... wie sollte man denn dann z.B. "Vom Winde Verweht" oder "Is' was Doc"? zeigen ... Auch preston sturgesses können irren: schauen Sie mal die Technicolor-Kopien von "Die Zehn Gebote" (THE TEN COMMANDMENTS, USA 1957) durch und Sie finden Rollen mit 1.37 oder anderenfalls 1.66-Kadrage. Manche Kopien sogar mit gemischten Akten. Oder "Wir sind keine Engel" (WE'RE NO ANGELS, USA 1954): kopiert in 1.37 : 1. Unsoweiter. Gerade erst im vorigen Jahr gehabt. Wie gesagt: die Kaschbreitwandformate sind bisher sehr ungenügend erforscht worden.
  18. Ergänzend sei hier noch angeführt, dass es vom TERMINATOR 2 auch 70mm-Kopien ganz ohne Dolby und ohne Magnetton, dafür aber mit CDS Digitalton gab :wink: Ja, lief doch mal im Kinepolis in Brüssel. 2 Filme sollen in diesem Format dort gelaufen sein: evtl. inkl. einer Testrolle von "2001". Dynamik hat nur bedingt etwas mit hohem Wiedergabepegel zu tun. Wenn eine Anlage nur bei hoch aufgedrehtem Saalregler zerrt, so liegt das Problem in der Anlage und nicht in der Kopie. Das kann sein und ist sehr lange her. Das Zerren glaubte (oder meinte) ich aufgrund der geringen Lautstärke nicht wahrzunehmen. Leicht oberhalb der Standard-Fadereinstellung (7) wurde es lauter und auch klirrender: wobei ja Endstufen nur knapp bis zum oberen Drittel des Volumens angehoben werden sollen. Da es THX war, die Anlage gerühmt wurde, bei Magnetton 70mm oberhalb des Faders 7 kaum hörbar zerrte, dachte ich, dies "könnten" Grenzen des SR-Lichttons sein. Ganz rausch- und knisterfrei war er ja auch nicht, und bei 70mm Mag gingen einem schon die Ohren über. Es gab auch mal in Zoo 1 eine Vergleichsvorführung mit SR-Lichtton, 70mm Magnetton ("Stirb langsam") und evtl. auch Dolby Digital. Schlug dort massiv zugunsten des 70mm Dolby-Magnettons aus, obwohl die Vorverstärker MPU so einige Schwächen aufweisen. Lasse mich aber gern belehren. Seit SR-Lichtton nur noch digitalisiertes Backup-Format ist, sind die Vorzüge sowieso passé.
  19. War Dolby-SR, hatte die 35mm-Kopie (und mal über THX-Anlage gespielt: war bei hohem Pegel über "7" dennoch verzerrt, was heisst, dass die wohlmundige Ankündigung von Dolby, man habe die Dynamik des Magnettons erreicht, seither für mich erledigt ist. :wink:
  20. Das war nur ein Scherz, das mit der Deutschstunde. :wink:
  21. Die Kleine bei unserem allseits beliebtem Deutschkurz muß aber auch noch lernen, wie voll das Bild denn wirklich ist. :lol: Vollbild sehe ich als Full Format, aber das könnte auch Vollbildaufnahme bezeichnen, aber mit Tonkasch hinwiederum. EASY RIDER einst in 1.85 : 1 gesehen, und es sah eminent eng in der Kadrage aus, aber auch extrem körnig und sehr bräunlich. Columbia setzte übrigens auf 1.85. Der Erfolg von THE ROBE beeindruckte auch Universal, die schon eine Woche nach der THE ROBE-Weltpremiere mit einer Kaschbreitwandvorführung in der A.R. von 1.85 : 1 von THUNDER BAY reagierte. Der Universal folgte auch die Columbia in der darauffolgenden , gleichfalls mit einer Entscheidung für die >Kasch-Breitwand< 1.85 : 1 und daraufhin auch Allied Artists. Nachdem Universal sich von Testvorführungen noch stärkerer Bildkaschierungen im Format 2 : 1 überzeugt zeigte, kündigte die Company recht wagemutig diese A.R. als ihr künftiges Wide-Screen-Verfahren an. Die Frage nun, welches das gebäruchlichere Breitwand-Kaschformat de 1950er und 60er Jahr war, könnte man gelegentlich noch konkretisieren. Für Anfang und Mitte der 1950er sehe ich 1.66 : 1 in der Minderheit. Auch die westdeutschen Zuschreibungen von "Europäische Breitwand" und "Amerikanische Breitwand" sind sehr angreifbar. Das Kapitel ist weit komlizierter als die Cinema-Scope-Erforschungen. Damit hat sich nie einer richtig gründlich befaßt. :idea:
  22. Dann müsste auch die Beanspruchung des Stifts/der Stiftrolle recht hoch sein: größere Hubkraft erforderlich, um das Anlaufdrehmoment zu starten gegenüber der konventionellen Version, wo der Stift ja über die Spitzen des Kreuzschlitzes sozusagen von außen eingreift und daher die Hebelkraft viel geringer ist. Wenn der Sperrbogen also fehlt, dann muß die Stiftrolle die Stillstandsphase bewerkstelligen, was sonst nur der Sperrbogen verrichtet. Heisst also: vielfach höhere Beanspruchung gegenüber der klassischen Version. Dann müßten die Winkelgeschwindigkeiten mal errechnet werden...
  23. Das ist wirklich sehr interessant. Auf den ersten Blick (jedoch noch nicht tiefer drüber nachgedacht) eine inverse Funktion des Malteserkreuzes: der Stift greift nicht von aus über die äusseren Spitzen der Flanken ein, sondern von innen. Könnte - theoretischer Gedanke - sogar mechanisch schonender sein als der traditionelle Weg. Oder der erste Eindruck täuscht ...
  24. Subvention wäre auch nicht gesetzlich verankert. Insofern sind die Posts der @oceanic-Gruppe wie üblich irreführend. Frage mich, wie oft diese Gruppe im Kino ist oder damit zu tun hat. Die Meldung ist außerdem alt und schon vor Wochen in dt. Branchenblättern publiziert worden. Als CineStar und UCI würde ich bei der Klage bleiben.
  25. Die genannten Filme sind auch kaum für eine Langzeit-Kinoauswertung produziert: eben eine Produkt-Melange, die schnell verspeist und wieder ausgespien werden möchte, damit man was nachfüllen kann. Deine Wünsche des Beamens überall gehen aber sowieso bald in Erfüllung. Die Theater werden grossenteils zurückgebaut und die Nachtsichtgeräte erübrigen sich dereinst schon dadurch, daß day-and-date-Starts für alle Verwerter und Medien die Regel sein werden. Überwacht werden muß da nur noch die korrekte Durchführung der Online-Abonnements. "Die Digitalsierung frißt ihre Kinder" - meine Abwandlung eines Mottos aus der Französischen Revolution. 8)
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