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Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Sehr viel Neues ist in diesem Thread nicht zu erfahren gewesen, es scheinen sich aber einige Widersprüche anzubahnen: "2012" von Roland Emmerich sein, der bestätigtermaßen als 4K-DCP vertrieben Da wäre zu hoffen, daß es nicht den katastrophalen Look seines letzten Films aufweist, die jede Mühe in der Postproduktion zunichte macht. Multiplexsälen mit oftmals (fast) quadratischem Grundriss wg. "4. Wand = Bildwand"-Konzept Dieses Motto der "vierten Wand" stand von vorneherein unter Kritik. Als Folge später Nachkorrekturen wurden in einigen Sälen plötzlich die Bildgrössen verkleinert und Seiten-Kaschs zugefahren (1.85 war dann oft grösser als das Scope-Bild, würde aber einer theoretischen Voll-Panel-Wiedergabe der DCI-Beamer entgegenkommen). Weiterhin würde es hier bei uns alle grossartig finden, wenn 4K auch in Deutschland flächendeckend durchkäme. Seltsam: Sie erklären seit Tag und Jahr, daß es nicht dringend erforderlich sei und daß man fast mit der Nase an der Leinwand stehen müsste, um den Unterschied zu sehen. Plötzlich wird ein "filmwürdigerer" Standard, wie ich ihn nennen würde, begrüsst? Wenn uns Produzenten, Kameraleute und Regisseure fragen, zeigen wir immer a/b Vergleiche - als Faustregel ist ab 1.5 Leinwandhöhen der Unterschied bei generischem Material den Kunden nicht sichtbar, mit Testbildern ab 2. Für einige Kunden ja, für andere aber nicht. Die EDCF versucht ja seit Jahr und Tag, 60P mit in die Spezifikationen unterzubringen - recht erfolglos, da bis auf Barco die meisten europäischen Kinoprojektorhersteller ja dummerdings auf mechanische Projektoren setz(t)en fehlte da schlicht Lobby und auch Expertise. Das ist Agitation, nicht Argumentation. Die Erhöhung der Framerate, die selbstverständlich sinnvoll ist, ist keine Erfindung der EDCF. Bitte mal mit Filmtechnik befassen: Kinetoscope von 1892 hatte 48 fps, Maxivision der 1990er Jahre ebenfalls, Showscan 60 fps und Todd-AO 30 fps. Aufnahmekameras im 35mm-Bereich erreichen Geschwindigkeiten um Lichtjahre vor jeder HDCAM. Insofern läuft der Vorwurf an mechanische Technik ins Leere. Allerings wirds noch etwas dauern, bis das auch die 24P Fraktion zum ersten mal sieht Moment mal, bitte: die 24p-Fraktion besteht aber aus Ihnen und anderen, die dieses Produktionsformat praktizieren und favorisieren. (Film hat übrigens keine 24p). Die Zwangsläufigkeit sehe ich nicht. Jedenfalls wenn Du auf Pixelfüllfaktoren ahbebst. Sind die bei 4k jedenfalls nicht prinzipiell höher oder niedriger als bei 2k Panels, und bezogen auf 2k Material doch schon garnicht. Na unbedingt ist der Füllfaktor günstiger. Bereits beim 1920-1080-System (Black Pearl oder Bravia 004 usw.), da LCOS-Panels eingesetzt werden. Die Beschränkung liegt eher in den geliebten 24 Bildern / Sekunde, die mehr Grund für (Bewegungs-) Unschärfen sein dürften, als der reine Pixelcount, wenn man sich schon auf 4K-Niveau bewegt. Wohlwissend, dass ich hier im Zweifelsfall darüber rede, den bekannten "Filmlook" zur Disposition zu stellen Das hat mit Aufgabe des Filmlooks gar nichts zu tun, da es sich bei 24 fps um ein Trägheitsphänomen der Branche insgesamt handelt (Sättigungskurve erreicht), die jetzt auch den DCI/EDCF-Vorschlag wieder nicht zum Tragen kommen läßt. Was einige Filmemacher inflationär als "Filmlook" bezeichnen (verflachte Tiefenschärfe, Szenenfragmentierung in Großaufnahmen, shaky cam oder Zoom-Einsätze mit Weichzeichnern) sind m.A.n. Marotten im Umgang mit Kameras und Optiken im allgemeinen - nicht aber als eine Grundeigenschaft des Filmbandes zu deklarieren: glücklicherweise ist das in seriösen Magazinen auch nicht der Fall. Weiterer, beliebter Streitpunkt zum "Filmlook": Da der Bildkreisdurchmesser bei 35mm-Fenstern grösser ist als der 2/3-Zoll-Chip der meisten HDCAMs, überraschte manchen Filmemacher die erweiterte Tiefenschärfe bei HDCAMS, die als "störend" empfunden wurde. Daß noch in den 60er Jahren durch unempfindlichere Materialien, härtere Beleuchtung und stärkeres Abblenden noch dramatischere Erweiterungen der Tiefenschärfe erzielbar und gewünscht waren, haben die wenigsten Filmemacher in Erinnerung. Und so entstanden die Legenden vom schön "flachen" "Filmlook", die neuerdings durch solche Totschlagargumente wie "Filmkorn", "Schrammen" oder "Wackeln" noch erweitert wurden. Es versteht sich von selbst, daß solche angeführten Fehler, wenn sie auftauchen, keinesfalls positiv als "Filmlook" herhalten sollten, wie es mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist. Ansonsten wäre bei elektronischer Projektion und Aufnahme auch genrrell vom "Pixel-Look" oder vom "Artefakt-Look" zu sprechen, was ich mir nicht erlauben würde. Natürlich handelt sich digitale Projektion hier auch systembedingt selbst einen 'Nachteil' ein - ununterbrochener Lichtstrom, keine Bildstandsvariation, keine anamorphotisch bedingten Unschärfen - da gibts eben auch keine gnädigen Effekte, die das Projektionsraster 'verschönern' bzw. unsichtbar machen. Soll das ernst oder wieder sarkastisch gemeint sein? Zwischenzeitlich - seit 2000 - konnte ich zu genüge leider auch unscharfe Digitalprojektionen sehen (mit Anamorphot-Einsatz und bisweilen auch ohne). Das ist ein Problem der Optik und Bedienung, weniger der Frage eines Panels oder Filmstreifens. Zum ununterbrochenen Lichtstrom wurde bereits ausgeführt, daß damit auch Überbeanspruchungen des Zuschauers eintreten können. Gegen eine 35mm-Projektion mit 3-Flügelblend ist daher nicht das Geringste einzuwenden. zweitens, dass sich das Auflösungsvermögen von Filmmaterialien nunmal nicht 1:1 bis zur Vorführkopie durchsetzt, weder unter suboptimalen Italo-Kopie-, noch unter optimalen Bedingungen. Darf ich fragen, wer hier Filmkopierungen und Schärferaster durchführen konnte, um sich ein solches Urteil zu erlauben? Nebenbei: auch der Prozess des Einscannens /und des Masterns von RED ONE-Raw-Rohdaten ist nie verlustfrei. Die Unschärfe von Film in Verbindung z.B. mit üblichen Scope-Optiken wird bei normalen Betrachtungsabständen kaum bewusst als Nachteil empfunden Selbstverständlich wird ein solcher Mangel - bedingt durch falsche Justierungen - als störend empfunden, und völlig zurecht. Den Kinobesucher interessiert es einen Scheissdreck, wieviel Linien das Vision 3 Negativ unter dem Fadenzähler des Laboranten differenzieren kann Aber die Kameraleute und Produzenten interessiert es, die enthusiastisch auf das überragende Filmmaterial zurückgreifen. Wer nicht zuerst an den Bedingungen und Qualitätsparametern der Postproduktion und Kopieherstellung ansetzt, braucht gar keine auflösungstechnischen Luftschlösser in Kinosälen zu bauen. Das mag zutreffen. Es setzt aber bereits in den allermeisten Fällen schon bei der Aufnahme an, wie man an solchen "Meisterwerken" wie HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ oder TRANFORMERS II deutlich erkennen kann. Im weiteren sind überall defekte Filmrekorder (Ausbelichter) im Einsatz, die fehlerhafter Kopiernegative (!) herstellen. - Insofern hat es mit Luftschlössern wenig zu tun, wenn berechtigterweise auf die noch in den nächsten Jahren mit 35mm spielenden Theater aus rein existentiellen Gründen Rücksicht genommen wird: und hochauflösende Ausbelichtungen und durchgescheckte Kopien von ihnen eingefordert werden. - Manchmal gibt es Wichtigeres als der Einbaueines Imax-, 4k-, 2k-, 8k-, VistaVision- oder 70mm-Projektors. Nämlich der Erhalt des Standortes und das Verhindern zu hoher Hypotheken. Vom Repertoire mal garnicht zu reden. Was wir mittlerweile an Repertoirekopien kriegen, selbst bei ausgewiesenen populären Dauerläufern, das spricht Bände, Das ist bedauerlicherweise berechtigt. So hat Film auch keine Chance und Berechtigung. Wohl aber als Premium-Produkt. :D -
Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Erstaunlich, daß sich @stefan2 so schnell geschlagen gibt? Dabei ist die - seit Jahren - verbreitete Rabulistik der @oceanic-Gruppe selten geeignet, um einem fairen Vergleich eine Chance zu lassen. Ich vermute doch, hier geht es um Hauruck-Rhetorik, die die angeblichen "Reste" der filmbasierten Produktion beseitigen soll, um in einer flurbereinigten Theaterlandschaft auf den einen oder anderen Kleinauftrag zu hoffen, der auf dem Wege der 35mm-Ausbelichtung nicht gewollt ist. Merkwürdig deplaziert auch der @oceanische Vergleich der (bekannten) Problematik des Hochskalierens von PAL-Bildern auf die Full-HD-Bildschirme. Verglichen mit den internen Scalern des SRX R-220, der gänzlich anders aufgebaut ist, grenzt das an Makulatur. Immer wieder kurios @oceanischer Wendungen, sobald auch Filmmaterial-Bewertungen mit immerselben Beispielen unterfüttert werden: auf dem 65mm-Sektor bspw. mit einem (leider entwicklungstechnisch defekten!) 65mm-Negativ von 1965: THE SOUND OF MUSIC (zudem mit diversen auflösungsmindernden Weichzeichnern degradiert). Wie kann also einer 4k-Projektion eine "70mm-Güte" als Äquivalent gegenübergestellt werden? Das widerspricht zumindest meinen jahrzehntelangen Erfahrungen mit diesem Format. Immerhin werden die Scan-Raten für damalige 65mm-Negative von Panavision mit mindestens 6k und vom Restaurateur Harris mit mindestens 8k angegeben. Für Material seit Ende der 1990er Jahre (hier: 35mm) gelten 4-6k, bei 65mm 10k. Mit Einführung von Kodak Vision 3 vor einigen Monaten könnte evtl. auf 5-7k sowie 12 k erhöht werden. Wie kurzsichtig auch die Empfehlungen der @oceanic-Gruppe bei den Betrachtungswinkeln und Leinwandgrößen (zur Rechtfertigung eines HDTV-ähnlichen Substandards "2k") anmuten, zeigen schlagartig die folgenden Graphiken. (Die Texte des hervorragenden Reports kann ich bei Tage einmal nachliefern). Und auch hier vertrete ich die Auffassung, daß 4k-ähnliche Bildwandauflösungen auch mit 35mm-Material erreichbar wären: entweder durch konventionelle Kopierung bei einfachen, mit Negativschnitt produzierten Filmen ohne Digital Intermediate (leider heute die Ausnahme) oder mit bedeutend höherer Ausbelichtungsrate, etwa bei 6k. Das erspart dann sowohl den 2k-Beamer wie auch den 4k-Beamer. Zum Nutzen des Kinobetreibers und zur Standorterhaltung hochgradig empfehlenswert. Leider ist die Kinobranche da zu leichtgläubig gegenüber den Parolen der Digitalverwerter, um diesen Weg ernsthaft zu prüfen und von den Produzenten und Verleihern auch einzufordern. - Amen - -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Schön, daß auch einige andere das endlich so sehen. Es ist indertat erschreckend. Die Ausbelichter gehen laufend kaputt: in Berlin ist ein Werk seit Wochen, wenn nicht Monaten, dadurch gehandicapt. -
Vielleicht in der "Vorbildfunktion" der Filmtheater. Kulturell gelten sie als ein Vorbild wie die Sprechtheater - von denen Kinos immerhin abstammen, Kino sollte "Vorreiter" sein, fordert immer wieder der HDF, und fordern auch die Kommunen, die nicht selten Kinoarbeit unterstützen: auch Multiplexbetriebe oder behelfsmässige Einrichtungen. Auch sollte man sich nicht schämen, das Buh-Wort "kulturelle Erziehung" zu erwähnen. Vereinfacht gedacht: ohne Erziehung lernt kein Kind die Sprache sowie Lesen und Schreiben oder kommunikatives Verhalten - schlechtestenfalls ein dissoziiertes Verhalten. Viele Marotten menschlichen Verhaltens - vor dem Fernseher, im Super- oder Medienmarkt, vor dem Computer oder auf dem Jahrmarkt - bringen keine nachhaltigen Gemeinschaftserlebnisse, die unbedingt von Qualität und der "Dichte" leben. Es ist gut, sich etwas anzustrengen und sich zwei oder mehr Stunden auf ein sehr dichtes Filmerlebnis einzulassen. Man konzentriert sich besser und verstärkt die innere Bindung zum Kino und zum Filmschaffen durch das sehr intensive Erlebnis. Weil das Erlebnis so intensiv ist, fördert es auch die emotionale Intelligenz, die den weiteren Fortschritt beflügelt, so dass man bald auch anfängt, über Dinge auf der Leinwand oder Gefühle nachzudenken. Diese Kunden sind fortan die treuesten, da man durch ein gutes Vorbild des Kinobetreibers dafür gesorgt hat, stärkere Beziehungen untereinander und zum Kino aufzubauen. Die andere Variante, die mit der Pause, riecht leider sehr nach Bahnhofsabfertigung. Das aber ist schon vor 30 Jahren (Heinz Riech) in schlechten Ruf geraten. Das Ende davon brachte Insolvenz und massenhafte Kinoabrisse.
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Man sollte auch, um die verlorene Zeit wegen der Pause wieder aufzuholen, die letzte Szene noch vor dem Abspann ausblenden und gleich nochmal die Pausenmusik einspielen. Bringt doppelte Umsätze für die Concession und fördert die Kommunikation unter den Gästen. Es fehlt im Kino eigentlich nur die Fernbedienung - und ist in den DCI-Richtlinien bestimmt schon mal angedacht worden. :D
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Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Was sagt eigentlich @AltaVista zu solchen Herunterspielungen? Wundert mich, daß solche Substandards immer wieder dadurch gerechtfertigt werden, das Publikum sähe den Unterschied angeblich nicht. Mir sprang die Differenz sofort ins Auge. Er ist deutlich sichtbar: selbst in der Saalmitte eines 3 : 2-Saals, was in keiner der Fachzeitschriften ernsthaft infrage gestellt wird. -
Darum läuft die Eröffnungssequenz in Berlin auch auf 70mm IMAX: richtig erkannt. Das ist genau der Punkt: seit Jahrzehnten. Hab's mir gerade noch mal rausgesucht: Die Ökonomie handelt nicht von Dingen, sondern von Verhältnissen zwischen Personen und in letzter Instanz zwischen Klassen; diese Verhältnisse sind aber stets an Dinge gebunden und erscheinen als Dinge. [Friedrich Engels: Karl Marx, „Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ (1859); in: MEW 13, S. 476] Diese Produktivkräfte erhalten unter dem Privateigentum eine nur einseitige Entwicklung, werden für die Mehrzahl zu Destruktivkräften, und eine Menge solcher Kräfte können im Privateigentum gar nicht zur Anwendung kommen [Karl Marx/Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie, in: MEW 3, S. 60] Wir haben gezeigt, daß die gegenwärtigen Individuen das Privateigentum aufheben müssen, weil die Produktivkräfte und die Verkehrsformen sich so weit entwickelt haben, daß sie unter der Herrschaft des Privateigentums zu Destruktivkräften geworden sind, und weil der Gegensatz der Klassen auf seine höchste Spitze getrieben ist [Karl Marx/Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie, in: MEW 3, S. 424.] Leider ist RealD (und auch die "verfeinerten 3-D-Verfahren auf Panelbasis) nur alter Wein in neuen Schläuchen. Revolutionär sind die Computer-Renderings in den Anmimationsfilmen aus technischer Sicht. Die Wahrnehmungsweise aber pseudoplatischer Verfahren - und nichts anderes ist die Stereoskopie - hat sich nicht verändert. Filmwissenschaftlich stehen auch Theoreme dagegen, nach denen Raum, Perspektive und Panorama vor allem auch durch Bewegung und Montage erzielt werden. Somit erfüllen Filme wie ICE AGE eben so gut in der Flachprojektion ihren Auftrag. Das Phänomen der Kopfscherzen, der Pille und der Übelkeit sollte ausserdem nicht nur rein medizinisch erforscht werden, sondern auch die Frage nach den richtigen ästhetiscehen und somit technischen Formen von Kunstvermittlung aufwerfen. Wir sollten als 52. Bundesstaat den USA beitreten. :roll:
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Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Sie behaupten obenstehend, es sind - also TRANSFORMERS (gedreht in 35mm plus 65mm Imax) auch für 70mm-Imax-Auswertung - 2k Digital Intermediates für die Ausbelichtung. Woher haben Sie bitte diese Quellen? (Konkreter Link oder Literaturhinweis erwünscht. Herzlichsten Dank). -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Ach was? Gleich zwei effektlastige Blockbuster photochemisch, und ganz ohne DI? Faszinierend! - Carsten Ich schrieb doch DCI, @carstenk Für's klassische 70mm-IMAX-Kino ist DCI nicht erforderlich. Und TRANSFORMERS II ist auf Film gedreht, auch wenn es manchen die Galle zum Überspringen bringt: Kamera Arriflex 435 ES, Panavision C-, E-Series Lenses, Angenieux Optimo Lenses IMAX Cameras Panavision Panaflex Cameras, Panavision C-, E-Series Lenses, Angenieux Optimo Lenses Negativfilmformat (mm/Video Zoll) 35 mm (Kodak) 65 mm (horizontal) (Kodak) (some scenes) Kino Filmformat 35 mm (anamorphic) (Kodak) 70 mm (horizontal) (Kodak Vision 2383) (IMAX DMR version) D-Cinema Bildseitenverhältnis 1,44 : 1 (IMAX Fassung) (some scenes) 2,35 : 1 -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Na ja, der DP-70 Projektor, kombiniert für 35mm und 70mm, bleibt meist in den Großkinos, die jetzt zusätzlich Digital einbauten, unangetastet. So dumm sind die Betreiber nun doch nicht. Waren Sie schon - topaktuell - bei HARRY POTTER und TRANSFORMERS II im IMAX Berlin? Spitzen-mechanische, photochemische 70mm-Darbietungen, ganz ohne DCI. Von Beschwerden wegen Übelkeit noch nichts gehört. Müßte eigentlich verboten werden... :wink: -
Falsch. HARRY POTTER setzt - z.B. bei CineStar - den besten Start "aller Zeiten" hin. Und läuft zudem in Berlin auf 70mm-IMAX.
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Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
ich hatte in meinem leben schon viele brillen, aber DAS ist mir noch nie passiert. Dies trifft sehr wohl zu - insbesondere bei Kurzsichtigen: auch in umgekehrter Richtung, sobald eine ältere, an Dioptrien schwächere Erstaz-Brille verwendet wird und ein leichtes Taumeln im näheren Menschenkreis zu ungewollten Kontakten führt. Das ist kein Phänomen von digital oder analog, sondern der Fensterdurchmessers der Aufanahmekamera: bei desen System 2/3-Zoll und daher kleiner als das 35mm-Bildfeld. Ansonsten gibt's seit vielen Jahren Pro-35 / P&S-Adapter zur Reduzierung der Tiefenschärfe, wie oft gewünscht. Warum werden also die o.g. Kameras als Nonplusultra hier propagiert? Na das wage ich mal als völlig autosuggestiv zu bezeichnen. . Nein, das sind Fakten der Kinematographie. Die Entwicklung der panchromatischen Materialien ist atemberaubend: unglaublich, was noch heute aus den Originalnegativen herauszuholen ist. Von Übelkeit keine Spur. beschäftigen Sie sich mal damit ein wenig, bitte. Jedoch ist der Einsatz dieser Filme heute nicht alltäglich, daher die große Unkenntnis über deren Eigenschaften. Kaum welche. M.E. können solche Aussagen nur von den Vorständen des HDF oder der AG-Kino getroffen werden: und auch hier ist keine lückenlose Erfassung möglich. Bisher wurden die 35mm-3-D-Metallwand-Spieler gar nicht erfaßt. Folglich ist die Aussage der @oceanic-Gruppe wieder einmal rein spekulativ. Die Industrietechnikgeschichte lehrt uns oftmals das Gegenteil: das der blinden Überbewertung. Nicht immer das beste System durchdringt den Markt, sondern der lauteste Schreihals. gSpielelkranzprojektion konnte es schon vor 80 Jahren. Andererseits hat die Phasenunterbrechnung ihrer Vorzüge, besonders perfekt bei 3-Flügelblnden: ein entspannteres, auch "traumartigeres" Sehen, wie Untersuchtungen beweisen. Die unterbrechungsfreie Projektion (die ganzen "porgressive"-Standards) sind anstrengender für die Psyche. Welche sind diese? Kennen Sie solche Vorführungen? Wann und wo haben Sie sie gesehen? Waren Sie zugegen? Es werden 35mm-Anlagen gekauft, solange es 35mm-Belieferung gibt und wann immer eine ältere Anlage ausgetauscht werden soll. Erst letzte Woche eine Anfrage aus einem Kino erhalten, die Neuwertiges suchten... Das Format domiert ja das Kinogeschäfts haushoch - auch zehn Jahre nach dem ersten Roll-out (1999). Kein Grund also zum unverhofften "Übelwerden"! :lol: -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Die ollen Zeitungsanzeigen sind gar nicht mal übel. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass gerade die Lumières, Erfinder von 75mm-Breitfilm im Jahre 1900 aber auch der ersten offiziell bezahlten "Kinovorführungen" 1895 (mit 35mm - was in die Geschichte einging), die meiste Zeit ihres Lebens mit einem kommerziellen Flop verbrachten: dem 3-D-Film. Das ist heute anders situiert, zeigt aber die Fehlwahrnehmungen der Entrepreneure zu allen Zeiten, die sich in ihren Prognosen so manchesmal verschätzt haben. Solche Art Nitrofilm gibt es nicht. Empfehle eine Begehung im Bundesarchiv. Zurück zum Thema: Perfekte Kinodarbietung wäre wünschenswert, ist aber derzeit nicht realisierbar, wie mir scheint. -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Es sind Meinungen des Publikums gewesen. -
Übelkeit und "Pille" wegen 3-D? Wer hat Erfahrunge
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Allgemeines Board
Ersterer Absatz spiegelt reine Geschäftsarroganz einer Minderzeit von Early Adaptors: mögliche Schattenseiten werden somit unter den Tisch gekehrt. Zweiterer Absatz ist ein Widerspruch in sich: es sollte vorrangigen Sinn machen, einen Film in Farbe, Breitwand, Raumton oder 3-D zu produzieren und nicht auf Abwärtskompatibilität zu schielen. Wenn doch, so ist das ein Eingeständnis auch Mr. Camerons, daß 3-D nur eine Nische bleiben dürfte im Gegensatz zu Mr. Katzenberg, der in 5 Jahren nur noch 3-D-Filme erwartet und an Seriösität zu wünschen übrig läßt. von häufen kann nicht die rede sein. in einzelfällen kommt es schon vor, dass ein besucher probleme bei 3d-vorstellungen hat. übrigens nicht nur bei 3d: es kommt auch bei 2d-vorstellungen mit schnellen bildwechseln oder handkameras (wie etwa bei cloverfield, bourne, die letzten bond-filme) vereinzelt zu übelkeit. randgruppen mit sehschwächen als referenz gegen eine technologie anzuführen ist deutlich 'gefärbt'. Es ist die Rede von bis zu 15% der Menschen, die Fehlsichtigkeiten haben, die möglicherweise bei 2D oder einer bildwandgestützten 3-D-Technologie (Anwinkeln der Reflexionsbeschichtungen usw.) nicht zum Tragen kämen. Da finde ich es vermessen, Nicht-3-D-Besucher als "Randgruppen" abzucanceln. Überhaupt sprechen in diesem Thread ausschließlich wieder diejenigen Geschäfts- und Kinoleute, die sich das eingebaut haben. Das finde ich gefärbt. :wink: Diese Aussage erstaunt mich. Jedenfalls sind selbst unter den "Vollsichtigen" (dann bereits mehr als 15%?) die Klagen gegeben, bei vorhandenden Real-D-Projektionen Geisterbilder und bei den aktiven Brillen zu dunkle Bilder präsentiert zu bekommen. Steht sogar in diesem Forum nachzulesen. -
Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Das habe ich anders gesehen, auch ohne in Gelächter zu verfallen. Es gibt hierzu wissenschaftliche Literatur: im "Journal of SMPTE" und in der "Fernseh- und Kinotechnik" (2006). Sehr empfehlenswert. :D -
Da sich einige Fälle und Beschwerden im Publikum zur stereoskopischen Brillen-Wiedergabe häufen, wäre eine Erhebung und Analyse in diesem Forum hilfreich, welche Bevölkerungsgruppen und Kundenpotentiale hiervon tangiert werden. Warscheinlich stellen sich auch die technologischen Fragen neu, sollten diese Klagen nicht aufhören, und danach scheint es auszusehen: also dereinst auf ein brillenloses Verfahren hinauszulaufen, sofern das Motto von der "Zukunft des Kinos" glaubhaft in den Mund genommen werden soll. Hier ein paar Zitate ganz "normaler" Kinogänger: a) Leider, und damit kommen wir zur Überschrift zurück, hat sich bei mir eine Übelkeit und Desorientertheit eingestellt, die ich in dieser Ausprägung absolut nicht erwartet hätte. Teilweise fühlte sich mein Zustand an, als ob ich unterzuckert gewesen wäre. Bei 3D Filmen ist das genauso. b) Im Prinzip helfen da die Kautabletten, die man gegen Reisekrankheiten nimmt. Als kleines Kind iss mir auch beim Autofahren immer furchtbar Schlecht geworden, vorallem wenns die Schweizer Alpenpässe rauf und runterging, alter Falter. c) mir wird auch sofort kotzübel, wenn ich in 'nem auto sitze (überempfindliches mittelohr, hab ich mir mal sagen lassen). deshalb tu ich mir 3D-sachen gar nicht erst an, da ich von dieser möglichen wirkung schon gehört hab. denn ne pille einschmeißen, damit ich einen filmabend überstehe... d) Also mit den englischen Zeitungsausschnitten, der deutschen Stimme dazu und natürlich dem 3D Effekt war mein Gehirn völlig überlastet, so dass ich da gar nix mitbekommen hab, und aufgrund der neuartigen Sichtweise erstmal desorientiert war. e) Es kann zu Stress bei Augen und Gehirn führen, bei Kopfbewegungen, durch eine fehlende Komponeten der Tiefenwahrnehmung. -Nicht korrekte Kamerawinkel bei der Aufnahme können Unwohlsein verursachen. -Manch einer kann sogar 3D Bilder nicht als räumlich empfinden. Die grundsätzliche Ursache soll darauf hindeuten, das die verwendete Technik nicht i.O. ist (wie gesagt, nicht von mir, steht so in der AudioVision)... f) Jedesmal eine Brille aufsetzen wäre mir zu "blöde". Nach anfänglichen Ahhhs und Ohhhs stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein, was die "Besonderheit" abflauen lässt. Die Kinos, die umstellen müssten (ist ja schon ein Stolperstein bei Digitalprojektion). g) Der Gewöhnungseffekt hat sich bei Valentine 3D schon nach einer halben Stunde eingestellt. Auch das Gucken mit einer dieser Brillen ist irgendwie ätzend. Mal kann man das machen,aber ich hätte keine Lust, jetzt bei jedem Film so ne blöde Brille tragen zu müssen. Ich denke, das wird sich auf Dauer nicht durchsetzen. Jetzt wo das gerade so ein bisschen in Mode kommt, rennen natürlich alle rein - Jahrmarktseffekt. Wenn aber dann mal jeder so ein oder zwei von den Filmen gesehen hat, dann wird sich die Ernüchterung breitmachen (wenn es denn tatsächlich so kommt, dass Filme um die Effekte herum produziert werden - MBV 3D war ja das perfekte Beispiel), da es einen Film wie gesagt um keinen Deut besser macht. h) Ich gehöre zu den geschätzten 5-15%, die kein 3D sehen können (Schielen seit der Geburt, deswegen haben sich im Gehirn die Nervenbahnen, die 2 Bilder zu einem 3D Bild verrechnen, nie ausgebildet). Wenn ich in natura ein Auge zuhalte, habe ich genau denselben Tiefeneindruck wie wenn ich beide Augen offen halte. Umgekehrt kommt mit auch eine Leinwand nicht "flach" vor (da die Tiefeninformationen ja anhand der Z-Ordnung der Elemente im Bild bzw. der zeitlichen Einordnung durch Bewegung etc. gewonnen werden, wie das im normalen Leben ebenfalls gemacht wird). 3D habe ich bisher im Kino (Polarisation) nur 2x erlebt, 1x als 20minütiger Vorfilm vor einer Sneak Preview (Titel weiß ich nicht mehr), dann gabs heuer noch Coraline in 3D. Beides mal kein 3D-Eindruck, aber auch keine Kopfschmerzen (mein Bruder meinte aber, dass es "anstrengend" sei). Die 3€ aufpreis würde ich jedenfalls nie zahlen. i) Ich käme aber niemals auf die Idee, mir für einen Kinobesuch Reisetabletten einzuwerfen. Was bei mir aber hilft ist Alkohol. Klingt total bescheuert, aber hilft. Einen flotten Egoshooter kann ich normalerweise höchstens 'ne Stunde spielen, bevor ich dringend eine Pause brauche. Wenn ich aber mit Kollegen 'ne LAN-Party mache, wo auch gut gebechert wird, zieh ich das - abgesehen von den obligatorischen Grillpausen - stundenlang durch. Ob der Tipp jetzt politisch korrekt ist weiß ich nicht, und ich weise jede Verantwortung von mir, wenn demnächst besoffene Horden im 3D-Kino rumhocken und kotzen j) Ich hoffe, dass ich irgndwie mein 3D-Problem in den Griff kriege, weil ich mir Avatar in jedem Fall in 3D anschauen will....wenn es sein muss halt auch mit ner Tablette... Aus: http://forum.cinefacts.de/204229-3d-fil...lsein.html Apropos Cameron, Cinema Expo und AVATAR: dort erklärte er, AVATAR würde auch in 2D großartig sein. Hat da einer Angst, nur halbherzig auf neues Terrain vorgestossen zu sein? :wink:
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Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Sieht man beim 3:2-Saal noch im mittleren Drittel und nimmt man noch wahr im hinteren Drittel. Aus diesem Grunde wurden auch VistaVision und 70mm in den 50er Jahren erfunden, um mit diesem Auflösungselend aufzuräumen. Der 2k DCI-Roll-out ist leider ein Substandard, wenn man die historischen Entwicklungen zum professionellen Kino betrachtet. Aber für die Broadcast-Industrie ist er ein Riesenschritt gewesen: sie ist der eigentliche Gewinner der Digitalisierung. -
Das war bekannt, dass Philips sich zurückzog, aber auch Panasonic und Cinovent sind Anbieter. Ebenfalls zog sich Boing aus dem Digital-Cinema-Geschäft zurück - jetzt machen es andere, mit nur kurzfristigem Erfolg. Anstatt wie vernarrt den Marktführern hinterherzugaloppieren, sollten Sie mal an Ihren ingenieurwissenschaftlichen Verstand appellieren. Daß brillenlose Drahtrastersystem schon von Iwanow 1940 zur Kinoprojekton verwendet wurden, überstiege ohnehin Ihren lückenhaften Geschichtshorizont. "Ankunft eines Zuges" gab es stereoskopisch: die Lumières verbrachten mehr Zeit mit diesem Verfahren als ihrem weltweit bekannten 2D-35mm-System und scheiterten dennoch damit. Machen Sie eine Rundreise durch die hiesigen RealD-Kinos, und Ihnen werden die Augen zu tränen anfangen. Perfekt bis zum Abwinken. Von allem hier Gesagten wohl das Gegenteil zutreffend. :) Da wäre ich weit optimistischer und idealistischer. Während in der offiziösen Geschäftswelt Schein und Lug die Regel ist, gibt immerhin die unabhängige Debatte in Blogs oder Foren einen Einblick in wunde Punkte, die selbst in "seriösen" Magazinen wie DER SPIEGEL & Co aus Inkompetenz verschwiegen werden. Das ist eine der Stärken des urdemokratischen Prozesses - und erinnert den Beginn des Forums als regulierendes Instrument bereits im alten Griechenland. Gewiss ist das so. Ansonsten lohnte es ja nicht die Zeit, sich hier die Finger wundzuschreiben.
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Ist das ein wörtliches Zitat von Schulhöfen? Zweifle daran, ob der bipolaren Begriffe unserer Debatten "3D versus 2D" zum Sprachgebrauch aller Kids gehören. Blödsinn, kein 2D verfahren ist stereoskopisch. Die Z-Achse gibts nur ab Stereoskopie aufwärts. Die bisherigen mechanischen Kinoverfahren hatten allesamt nicht die perfekte Synchronität, pixelgenaue Deckung, rauschfreie Quelle und verschleissfreie Aufführbarkeit, die saubere Stereoskopie eben braucht. Aber nicht doch falsche Zitate unterjubeln, bittschön. Ich sprach vom Gattungsbegriff der "pseudoplastischen" Filmverfahren seit 1952. Sie unterstellen eine Gleichsetzung mit stereoskopischen Verfahren, was schon seinerzeit deutlich getrennt wurde. Lesen Sie dazu die Literatur nach, wenn das zu weit weg liegt... Überdies sind hochauflösende, pixelfreie fotochemische Large-Format-Bilder mit tiefenscharfer Fotografie und räumlicher, harter Ausleuchtung imstande, räumliche, also dreidimensionale Eindrücke stufenlos zu vermitteln. Das geht bei der Stereoskopie nicht wir sind stets mit zwei Flächen konfrontiert, deren Flachheit unübersehbar ist - sozusagen ein Doppel-2D-Film, der künstlich Vorder- und Hintergrund voneinander trennt. Nein, es gibt noch keine ausgereiften Modelle - die Sache ist in der Entwicklung. Daß das DCI-Konsortium solche Entwicklungen verhindern möchte, könnte man sich vorstellen. Sind doch alle intensiv im Einsatz und dominieren über 90% des Kinomarktes. Sichern auch die Löhne von tausenden von Kinomitabeitern. Das wurde in der Branche immer umgekehrt gesehen: vor allem die Animationsfilme seien unkritisch im Vergleich Digital oder 35mm-Projektion als etwa Live-Action-Drehs. Wenn Sie sich an die erste Digitalprojektion in Deutschland erinnern, FANTASIA 2000 (die ich mir 2000 zehnmal anschaute), so werden Sie dies bestätigt finden.
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Sehr schön erfaßt: dies möchtest Du bitte ins Stammbuch einiger "Museumskuratoren" schreiben, die offenbar an Debilität leiden. Aktuell ein neuer Beitrag auf den www.kinoperspektiven.de zu BOULEVARD DER STARS. Berlin hat sich angeschickt, in die Fußstapfen Hollywoods zu schlüpfen. Wie modern und nützlich das alles ist, erläutert dieser sarkastische Beitrag: http://kinoberlin.blogspot.com/2009/07/...d-der.html
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So war es schon immer - man vgl. mit den Disney-Erfolgen früherer Jahrzehnte in 2D oder Technicolor, und auch mit bisweilen längeren Laufzeiten, höherem Besucheraufkommen und häufigeren Reprisen als derzeitige Blockbuster. Was sagt uns das? Engagierten und/oder denkmalwürdigen Kinos ist selbstverständlich jeder Erfolg im Kampf ums Überleben zu wünschen: ICE AGE ist auch kein verwerflicher Film, trotz den sehr dünnen Plots. Dennoch müssten Dank der Erfindung des Digitialkinos oder des 3D-Kinos im Jahre 2009 (was man glauben möchte in anbetracht der Public Relation um derzeitige Roll-outs) aktuelle Erfolge noch großartiger sein alles Bisherige. Sollte es aber, trotz einiger Zweck- und Geschäftsoptimisten in diesem Forum, nun keine Renaissance des Kinos auf dem Stand der 1920er oder 50er Jahre geben, dann erst könnte endlich ernsthaft darüber nachgedacht werden, welches Filmverfahren, welche Distributionsweise und welche Genres die stärkste Kundenbindung aufzurichten vermochten. Sehr zutreffend. Und spektakuläre Verfahren - leider auch die späten 70mm-Filme angehend - die sich in repetierenden Genre-Mustern erschöpfen, sind oftmals auch der Sargnagel für jede noch so avancierte Technologie (welche zumeist, zumal sie teuer ist, überwiegend in die Hände der nicht immer besten Filmemacher gerät). Die beiden Vorgängerfilme hatten auch ihr Publikum: in 2D. Würden Eltern und Kinder entscheiden, welchen Kinder- und Animationsfilm sie am fest gebuchten "Kinowochenende" aufsuchten, wäre ein fehlendes 3D-Emblem sicher kein Hindernis. :wink: Ohnehin haben die Renderings der Bewegungen und Rotoscope-ähnlichen Szenen seit Jahren und Jahrzehnten eine pseudoplastische Wirkung: eine Wirkung, die durch Bewegung von Objekten im Raum zueinander sich auf den Zuschauer überträgt: und das ganz ohne Brille. Inszenatorisch hat noch kein stereoskopisch-plastischer Film in diesem Jahr als echte Neuerung überzeugt. Eine Zufallssichtung von JURASSIC PARK Teil 1 am letzten Samstag öffnete mir aber schlagartig die Augen, dass gerade dieser Unterhaltungs-Film sehr raffiniert und dramatisch wirksam auf plastisch-raumgreifende Sensorik hinwirkt. Eine 3D-Fassung des Films könnte ich mir daher gut vorstellen: sie würde vermutlich die bisherigen 3D-Digital-Erfolge der letzten Monate der künstlerischen Lächerlichkeit anheimgeben. 8) Sollte die Industrie - und sie arbeitet daran - plastische Filmverfahren ohne Brillen ins Kino bringen, dann werden über Nacht die 3d-DCI-Anlagen entweder entsorgt oder ins Museum gegeben: wo sie m.E. auch hingehören. Ein brillanter plastischer Film schafft grandiose Wirkungen auf der Ebene des 2D-Films: durch höchstmögliche Auflösung und (leider fast ausgestorben) durch tiefenscharfe Fotografie: und entspricht somit auch im natürlichen Sinne der menschlichen Wahrnehmung. Dazu gehören auch panoramatische Breitbild- oder Kuppelbildwände mit entsprechender Krümmung: all das, was bei ICE AGE 3 kein Thema zu sein scheint, denn ICE AGE 3D läuft sicher alsbald auch über Flachbildschirm und Blu-ray Disc und sieht dann genau so aus wie "im Kino". :cry: Wirklich?
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Das ist völlig richtig, und eine modernere und kompatiblerere Auswertungstechnologie (Video und seine Übertragungskanäle) könnte in Einzelbelangen auch besser sein als Fertigungstechnologien früherer Jahrhunderte, zuderzeit auswertbar nur in Theaterhäusern mit elektro-mechanischen Sondervorrichtungen. Wie aber nun geht der Markt mit Vereinheitlichungen und Rationalisierungen um: gibt es das grenzenlose Vertrauen darin, daß der Markt es richten wird, oder sind einige dieser Fortschritte - etwa in Bezug auf die Positionierung der Filmtheater mit Alleinstellungsmerkmal jenseits des heimischen Angebots - nicht sogar anfechtbar? Bei 3D ist die Debatte noch offen, denn echtes räumliches Sehen - dann aber auch jenseits der Blickgewohnheiten der letzten 35mm-Polarisationsfilme - wäre ein großartiges Ziel, ist aber derzeit leider mit der stereoskopischen Projektion nicht dauerhaft glaubwürdig vermittelbar: zu sehr ähnelt es den Wahrnehmungsgewohnheiten der letzten 3D-Jahrzehnte. Bei 2k DCI-Projektion läßt sich auch keine wirkliche Kino-Revolution behaupten, es sei denn, eben die "Öffnung" zu Live-Inhalten oder interaktivem Kino. Die Frage wird sícher in einigen Jahren beantwortet sein: konnten mit den neuen Projektions- [besser gesagt: Vertriebs-]verfahren (DCI 2k und DCI 3D) die Prokopf-Besucherzahlen gesteigert werden und der Trend zum heimischen Konsum gestoppt werden? Oder ist das massenhafte Kinogehen vielmehr ein soziales Phänomen, das von veränderten Bedürfnissen und Umbrüchen bestimmt wird, in der breite Bevölkerungsschichten plötzlich wieder zusammenwachsen oder sich öffentlich begegnen möchten? Also auch inhaltlicher Natur: reicht dafür ein poppiger Disco- oder Ice-Age-Film völlig aus, oder sind es gesellschaftlich relevante "Sensationsfilme" (von Clockwork Orange über Deutschland im Herbst, Zürich brennt oder Der Pate, Deer Hunter, Die Unbestechlichen [in der Vor-Blockbuster-Zeit] oder Der Soldat Ryan, Gattaca, Good Night and good luck, München, Black Box BRD, Superzise Me im heutigen Kino), die das Rennen machen? Oder eben der Kirmes-Film. Und unter diesen ist ICE AGE 3 derzeit ein Sensationserfolg: den aber kaum jemand zweimal anschauen oder großartig "debattieren" möchte. Der unsere Lebenswirklichkeit allenfalls in Scheinkonflikten, d.h. familiären und jugendlichen "Partylaunen" spiegelt, die niemandem weh tun und auch gar nichts aufrühren wollen? Und dessen 3D-Effekt schon seit Jahren und Jahrzehnten in 2D-Animations- und Science-Fiction-Filmen eingesetzt wurde? Ein Erfolg derzeit und in diesem Sommer, auch in 2D-Kinos, aber keine Revolutionierung des Kinos wohl, wie es einige Großwandposter auf den Strassen und Bahnhöfen derzeit einzutrichtern versuchen. :wink:
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Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Durch Direktabtastung des Filmnegativs kann die 4k-Dijektion durchaus hochauflösender sein als die konventionelle 35mm-Serienkopie oder ist es auch in den allermeisten Fällen. Sie 35mm-Serienkopierung beruht leider zu oft noch auf 2k-Ausbelichtungen vom 2k-Digital Intermediate. Vom 4k D.I. ausbelichtet wäre die 35mm-Serienkopie schärfer als jede 2k-Projektion: das Potential hat das Printmaterial allemal, und das könnte auch der Regelfall sein. Ausgehend vom analogen 35mm-Negativ sind Varianzbreiten von 3 - 8 k denkbar, je nach Materialempfindlichkeit, Brennweite und Blendenzahl, Fixbrennweite oder Zoom-Optik. Die neuesten Kodak Vision 3-Materialien lassen als Aufnahmenegativ die alten Bewertungen von 4 bis 6k deutlich hinter sich, so überragend ist das Material. Vergleichbar fast mit der Auflösung älterer 65mm-Negative von Anfang der 1960er Jahre (Todd-AO-Prozeß). Für den "standesgemässen" (und auch seriösen) Kameramenschen sind daher stets die Negativwerte relevant bei der Weiterverarbeitung seines Materials und bei der Festlegung von Mindestnormen und Parametern für die Wiedergabe, die nicht zu weit dahinter zurückfallen sollte. Wenn also in diesem Forum gebetsmühlenartig ein 2k-Roll-out damit legitimiert wird, daß auch die Serien- (d.h. Massen-)Kopie auf 35mm der letzten Jahre kaum mehr diese HDTV-ähnliche Auflösung erreichte, welche neuerdings weltweiter Standard ist, so werden damit die Maßstäbe leider verschleiert und somit der Doktrin "irgendeines" Roll-outs untergeordnet, der "immer noch besser" sei, als die gegenwärtige oder sogar vergangene Filmkopienpraxis. Unbewußt findet man sich damit auch mit einer "Endlichkeit" in der Entwicklung ab. Denn da Roll-out-"Wiederholungen" (erneute Umrüstungen mit noch leistungsfähigen Videosystemen) schwer vorstellbar sind in einer künftig noch stärker bedrängten Kinobranche, nimmt man ihr beim derzeitigen Roll-out und den Virtual Print Fees auch ihre ureigenes Präsentationsformat (35mm), das entwicklungstechnisch stets nach oben hin offen war und es wieder sein könnte. Man zurrt hier etwas auf 2k DCI fest, was schon jetzt zur Unzufriedenheit der Betreiber mit Großbildwänden und anspruchsvoller Kameraleute führt. Weiterhin wird die Branche in zwei "Formatlager" gespalten: in ein 2k DCI und in ein 4k DCI-Lager (letzteres hat unter den in USA umrüstenden Kinos mittlerweile die Nase vorn, während in Europa die kurzsichtigste Variante eines 2k-Roll-outs vorangetrieben wird). Letzlich sogar wird DCI mittelfristig gar keine Bedeutung mehr haben, da durch díe entfesselten Marktgesetze der Digitalisierung und der Hardwar- und Software-Anbieter es sich die Industrie und auch die Consumer-Welt nicht gefallen lassen wird, dass für Kinos ein angeblich exklusiver Roll-out ewige Maßstäbe für sich reklamiert, die dem Leben nicht standhalten werden. Denn mit den Fortschritten der Videotechnik für Consumer, verschiedene Industriezweite, die Informationsgesellschaft und öffentliche Räume wird alsbald wohl klar, daß die Behauptung, DCI hätte auf Jahrzehnte einen neuen exklusiven Kinostandard geschaffen, warscheinlich ein Märchen war. -
Erster 4K Projektor im offiziellen Tagesbetrieb
cinerama antwortete auf young-indy's Thema in Digitale Projektion
Bedauerlicherweise nicht! Dies zeigten Szenenvorführungen von THE SOUND OF MUSIC, SOUTH PACIFIC und BARAKA in gewisser Deutlichkeit. :wink: Ja, mit Sicherheit. Allerdings können auch zusätzliche Artefakte durch das Upscaling passieren. Ob der Fehler behoben ist, entzieht sich meiner Kenntnis. In jedem Fall läßt sich Schärfe, die nativ fehlt, nicht durch "Auffüllung" generieren, wenn sie aufnahmebedingt nun einmal unter den Tisch fällt. Film ist da weit voraus mit seinem Potential: eben nach oben offen...