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"Durchs wilde Kurdistan" (Statler und Waldorf)
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Nostalgie
Da müssen Sie sich an @Klaus-Peter mit Ihrer Schelte wenden. Er hatte Ihrer (ich sage hier nur: "üblichen") Pauschalisierung in sinnvoller Weise widersprochen. Die Bundes-Premiere ist auch die Erstaufführung. Das andere ist die Nachaufführung. Somit konnten die ersten Aufführungen (das im Sinne der Erstaufführung, sprich: Bundespremiere) nicht auf Technicolor gezeigt werden. Zanken Sie bitte mit @Klaus-Peter weiter, zumal Sie selbst keinen Einblick in die Kopierwerksbranche haben und doch nur aus den Verleihkatalogen abschreiben können. Meine (bezahlte) Filmtheatertätigkeit begann 1982. -
"Durchs wilde Kurdistan" (Statler und Waldorf)
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Nostalgie
@Klaus-Peter führte durchaus in die richtige Richtung: Die Erstaufführungen (= Premieren) demnach auf Eastmancolor. Ich beschränke mich somit nur auf den Nachtrag zur Illge-Kopierung. -
Dies Schwankungen (in ein und demselben Zeitraum) bedürften aber einer Erklärung. Bei Haines und anderen findet man sie leider nicht. Oder vorher ein "Brain-Delete" machen :-) ... man kann sich eben emotional und intellektuell nicht in die Vergangenheit zurückbeamen und nimmt einen alten Film heute anders wahr, auch wenn die Kopie die selbige ist, die man vor 30 Jahren sah ... Vehementer Widerspruch. Man fragt sich, warum es dann Filmrestaurierung gibt. Es ging aber eigentlich doch um WAs von auf Technicolor gedrehten Filmen auf Mehrschichtenmaterial. Und diese stellen selten eine Verbesserung dar, wie @magentacine bereits beklagte. Verändern sie sich nicht? Was sagen die anderen zu dieser Annahme? "Früher war alles besser": in eltichen Bereichen schon. Würde z.B. die 70mm-Kopierung hier zu zählen. Nicht besser leider die alten Isco-Kiptare (Petzval-Typ, 4-Linser) der 1950er Jahre. Ohne Abblendung ein Randabfall. Aber ich besitze welche, die zwar nur einfach vergütet sind, nachwievor aber hoch auflösen und jede Art Korn sofort sichtbar werden lassen. Es ist keine Verklärung, kein Brain-Delete oder angeblich nur schlechte Projektion in den 1950er Jahren, die zur Mythisierung der damaligen Kopien führten, sondern entscheidend ist offenbar der Vergleich mit damaligen Substandards auf Eastman Color-Dup-Material oder mit schlechteren Farbkopien auf Ferrania-Material u.a., der zu bestimmten Schlüssen und Preferenzen animierte. Natürlich sind die heutigen Sehgewohnheiten höhere Auflösungen gewöhnt, die auch zu "Gewöhnung" führen und die Fallhöhe zur damaligen Bildauflösung vertiefen.
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"Durchs wilde Kurdistan" (Statler und Waldorf)
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Nostalgie
Sie meinten deutsche Technicolor-Erstaufführungskopien. Und Neukopierungen Anfang der 1980er Jahre. Bleibt es jetzt dabei? -
"Durchs wilde Kurdistan" (Statler und Waldorf)
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Nostalgie
Die 4k-Projektion in Berlins Postproduktion ist Realität: Sie dürfen dort nicht rein. Zum wilden Kurdistan: Ganz erhellend... wenn Sie vielleicht Ihre "Technicolor-Erstaufführungskopien" hier einmal mit einem Scan vorstellen würden - eine solche Kopie ist ja seit 45 Jahren kein Betriebsgeheimnis mehr. Wo wollen Sie diese denn gesehen haben? Und wenn Sie "Anfang der 1980er Jahre" Zeuge der Neukopierung waren, eröffnet das der Diskussion neue Wendungen. :) Das derzeitige Wetter finde ich in Ordnung. Demnächst geht's weiter: im Technicolor-Thread - wo man laufend die Jugend umschulen möchte. (Zitat @prestons: "Brain delete"). Der Verlust des Negativs hätte damals in der Branche wie ein Lauffeuer die Runde gemacht. Und woher stammte dann das hiesige CRI? Halte nichts von diesen Verlust-Spekulationen. Die "Intergativ-Serienkopie" kenne ich nicht. Aber vielleicht hat Karl May sie eingeführt. Außerdem wird in dieser Diskussion laufend Internegativ und Duplikatnegativ durcheinandergebracht. :wink: -
Traurig - schon seit 16 Jahren. Hinweise wurden nie ernstgenommen, allenfalls höflich (und manchmal auch ehrlich betroffen) entgegengenommen, aber eben dort, wo man am wenigsten etwas am System dieses Hauses ändern kann: am Einlass oder am Counter. Logisch, dass das minimal bezahlte Personal (oft auch durchaus zum Publikum positiv eingestellte Studenten) keinen Streit mit der Bochumer Zentrale beginnen würden, nur weil ab und an ein paar Beschwerden kommen, die dann nicht einmal beweisfähig sind. :wink:
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Nein: kein "dreckiges Filmmaterial", sondern die Digitalvorführung von ICE AGE 3 ist hier gemeint. Die ist leider Gottes des Tiefststand der Bildkultur.
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Ich glaube man muss ihn überbelichten, weill seine Empfindlichkeitsangaben selten eingehalten werden. Leider löst sich aber - zu Triacetat-Zeiten - oft auch die Schicht vom Träger, die Schnittkanten sind nicht präzise und auch die Stanzung der Perforation nach TGL-Norm führte in der Vergangenheit, gerade auf Arri-Kameras, zu Problemen. Auch ist der Bildstand nicht immer optimal. Optimal ist aber bei ausreichender Belichtung die photographische Güte, auch beim Orwo-Schwarz-weiss-Positiv, welches Spielberg gerne in Berlin auswählte, aber bei der Projektion, gekoppelt mit dem Farb-Polyestermaterial, verschlissen wurde...
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Ich habe immer gedacht, das man nur mit Negativfilm gearbeitet hat, welcher 65mm Film wurde den auf Kodachrome gedreht? Extrem steil und zu hohe Weisswerte. Du meinst Ektachrome. Oder Agfachrome (im Berliner SFB, lief in der Ahornallee inder Entwicklung. Hatte auch eine höhere Empfindlichkeit, und war auch grobkörnig. Um unter anderem im Olympia-Stadion zu drehen). Die Kodak-Enulsionen sind aber anders, wegen den Negativ-Positiv-Kontrastes, nicht aber besser. Ektachrome Commercial war da allemal auf hohem Niveau.
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"Durchs wilde Kurdistan" (Statler und Waldorf)
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Nostalgie
Theoretisch gab es Startbänder von Illge auch an anderen Kopien. Ich frage nur, wegen Deiner etwas negativen Schilderung, die für Illge eher untypisch ist (d.h. "Unausgeglichenheiten). Ist dieser Prozeßschritt verbürgt? Die Kopierung bei Illge wurde vom (farblich unausgeglichenen) Color Reversal Intermediate (= CRI) vorgenommen, das über optische Debrie-Schrittkopiermaschinen vom 2-Loch-Kameraoriginal erstellt wurde. Und das CRI kann nur aus der Zeit der Erstaufführung stammen. Somit exisier(t)en also zumindest das CRI und evtl. das von Dir genannte "Internegativ". Eben unterschiedliche Kopierwerke. Ein IP jedoch hat Gamma 1, das regulär für ein Duplikatnegativ verwendet werden müsste, ein Internegativ Gamma 4. Es müsste demnach eine normale TC-Kopie gewesen sein, die dann zum Internegativ umkopiert wurde. Bei Illge war diese Version jedenfalls nicht bekannt. Wie immer wild spekuliert? Illge kopierte den Film Ende der 1970er Jahre. Und so entstehen Legenden, wenn eine Story die andere jagt... :wink: @showmansship: wo ist Dein Bild mit der Randbelichtung geblieben? Das müsste man schon mal sehen können. Danke! -
Der Kinosaal wird sowieso abgerissen. Und dort wird auch nicht mehr neu eingestellt. Der Gast geht da in einen stockdusteren Saal, denn die Saalbeleuchtung glimmt seit Jahren auf Sparflamme. Die 35mm-Vorführungen aber waren immer scharf, ruhig und hell - seit 38 Jahren. Bin dort Stammgast: quasi um die Ecke gelegen. @showmansship: Dich scheint es wohl immer wieder magnetisch dort hinzuziehen? :lol:
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Obige Zitate sind brandneu. Die älteren Beiträge, die Sie erinnern, sind hier nachlesbar: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?p=110885 http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...highlight= Korrekt wäre es, wenn man dies voneinander trennt. Weiterhin heißt es dort: Das junge Publikum ist für mich immer das interessanteste – [...]. Sie werden, wenn sie 40 oder 50 sind, in zentralen Macht-Positionen sitzen. Deshalb muss ich mit ihnen reden – und zwar in ihrer Sprache. Dazu gehören Interaktivität, Laptops, Diskotheken und Videos – was sie an einem Samstagabend eben machen, heißes Tanzen in der Stadt. Wenn ich ihnen meine Ideen mitteilen will, sollte ich es in einer Sprache tun, die ihnen absolut geläufig ist. Aus: "Das Kino ist tot - es lebe Multimedia" (ist jedoch nicht meine Auffassung)
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Danke dafür. Noch ein anderer aufschlußreicher Fund (der nicht meine Auffassung widerspiegelt, aber ein Diskussionsbeitrag sein sollte): Mich interessiert vor allem visuelle Kommunikation. Ich habe eine Ausbildung als Maler, und ich fiel zufällig ins Kino hinein. Es ist ein attraktives Schwimmbad, und so schwimme ich immer noch darin. Aber es interessiert mich, auszuprobieren: Wie können wir die Ideen der neuen Medien in neue Erfahrungsbereiche verschieben? Denn das Kino ist mittlerweile tot. Ich lebe jetzt in Holland, dort geht der Durchschnittsbürger alle zwei Jahre einmal ins Kino. Das zeigt uns: Junge Leute gehen nicht mehr ins Kino. Sie schauen auch kein Fernsehen mehr. Ihr größtes Interesse ist es, miteinander zu kommunizieren – beim Surfen, über Websites. Frage des Journalisten: Bei Ihrem Besuch in Mainz sprechen Sie auch mit Film-Studenten: "Das Kino ist tot" - ist das nicht eine frustrierende Botschaft, die Sie da für die jungen Filmemacher haben? Ja, für sie auf jeden Fall. Ich denke, sie verschwenden ihre Zeit. Sie sollten besseres damit anfangen. Sie sollten sich mit dem Fernsehen verbünden und mit dem, was nach dem Fernsehen kommt. Sie sollten Kommunikatoren der Interaktivität und von Multimedia werden. Wenn sie weiterhin darauf bestehen, die Medien ihrer Väter und Vorväter zu benutzen, werden sie immer weniger Zuschauer haben. Und ihre Fähigkeit zu kommunizieren wird immer geringer werden. Interessante und eben auch ernsthaft zu durchdenkende Aussagen des renommierten Regisseurs Peter Greenaway. http://www.swr.de/kultur/film/peter-greenaway/-/id=3240/nid=3240/did=4951370/mxjs2r/index.html Ich versuche mich dem ohne Spott, Ablehnung, Euphorie oder Vorurteile zu nähern, um zu erfassen, welche Tendenzen sich eventuell andeuten. So genau weiss sicherlich noch niemand, welche Kräfte sich durchsetzen werden. Wünsche noch einen schönen Arbeitstag - und bitte nicht die Fassung verlieren! :wink:
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Wenn man sich so besieht, wie Ihre Marktanteile sind (und die offenbar alkoholisierten Posts zur Jahreswende, in der Sie Filmvorführer, Sammler, Archivare und Filmwissenchaftler bepöbelten), scheinen ja die Geschäfte nicht gut zu laufen. Oder zur RED ein Zitat "Film- und TV-Kamerann": "wird schon mehr für Internet und Fernsehen eingesetzt". Gute 35mm-Projektion und edle Kopien kennen Sie vermutlich gar nicht - oder würden auch absichtlich weggucken. Da Sie anderentags auch noch 65mill-Projektionen erwarten, gibt es ja noch Hoffnung auf Besserung. Zum "Größenwahn" Ihrer Hypothesen braucht man sich daher nicht weiter auszulassen. Humor ist da schon gesünder: ... auch das Internet zählt zu Multimedia" ... ich hoffe, Du findest auch hier die Kraft und Stärke, Dich nicht zu oft der "Schreckensherrschaft" dieses Forums durch digitale Postings im 5-Minuten-Takt "unterwerfen" zu müssen ... ich weiß, es ist schwer ... trotzdem Mut ... Du schaffst das!! Dieses Getippe auf der Computer-Tastatur und das Kopfschmerzen bereitende Flimmern des Monitors hat bereits das Mechanisch-Handwerkliche einer IBM-Kugelkopfmaschine, das schaumännisch-performative einer schwungvollen Unterschrift mit einem Montblanc-Füllfederhalter auf handgeschöpften Büttenpapier und das Sonderformatige von Scrabble-Buchstaben, die sich zu Wörtern wie HUNDNASE, SCHWANZHUND oder QUALLENKNÖDEL formatieren, erfolgreich verdrängt. Bedenke immer ... die "Mediaverwerter" sind unerkannt unter uns und wollen alle "gleichschalten" - Hab' Obacht!! Interessant, daß diese Zeilen die Auffassung von 'Schauburg Karlsruhe' widerspiegeln. Vielen Dank für den Einblick in diesen Versuch der Analyse. :)
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Schönen Dank für den Beitrag - ich konnte Dunst auch noch kennenlernen, aber erst spät. Etliche Woody Allen-, Marx-Brothers- und die "schrillen" Kubrick-Filme dort zum erstenmale gesehen! Nach dem Schließungstag war ich bei der Räumungsaktion aktiv: u.a. Geräte und Filmplakate wurden aus dem Saal entfernt, bevor er entkernt werden sollte. Deinen Text finde ich gut auf den Punkt gebracht. Auch wollen wir in Kürze die "Story of Berlin Cinemas" aufarbeiten: haben erst gestern dazu getagt. Alternativer Arbeitstitel: "Sag' mir wo die Kinos sind..." Wer mitmachen möchte: info[at]kinomuseum-berlin.de (Und hier die provisorische Website www.kinomuseum-berlin.de , der in Kürze noch ein Blogg folgen soll.) Hoffe, wir sehen uns mal bald!
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Cinestar Deutschland rüstet 12 Kinos mit DCI 3D aus.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Wenn beim 35mm-Format (trotz Digitalprojektoren seit 1999 und 4k-Kameras seit 3 Jahren im Angebot) von "Brei" gsprochen wird, obwohl Produktion und Distribution gern darauf zurückgreifen, ist die Ebene der Sachlichkeit verlassen worden. Eine reale Durchsetzung hochwertiger Kopierprozesse ist mir seit 1988 gegenwärtig. Wenn aber fehlerhafte Ausbelichtungen angeliefert werden (Unschärfen und Farbverdrehungen), ist nicht das Kopierk schuld am "Brei". Die wirtschaftlichen Folgen eines Niederganges sind immer vielfältig: man sollte das Overscreening nicht vergessen und die personelle Auszehrung in Kinos und Kopierwerken. Sie sehen die Dinge, glaube ich, nicht nur technisch, sondern rigoros "technizistisch": dahinter steckt ein globaler Gestaltungs- und Ordnungswille der Techniker, der aber auf Widerstände menschlicher, ethischer und wirtschaftlicher Natur stösst, wenn es zu anmaßend wird. -
Cinestar Deutschland rüstet 12 Kinos mit DCI 3D aus.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Jeden Tag fallen in D Vorführungen wegen mechanischer Probleme aus Die Zahlen und Relationen wären dann Aufgabe für eine Forschungsarbeit, um das genau zu taxieren. Während der letzten Berlinale gab es gewaltige Server-Ausfälle: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?p=104631 Der Millionenschaden soll angeblich auf die Akkreditierten umgelegt werden; sprich: im Nicht-Festival-Betrieb auf die Eintrittspreise. Wenn das Kinomachen künftig nur den monetär Privilegiertesten und Technikveressensten vorbehalten bliebe, dann wird sich tatsächlich einmal der Weizen von der Spreu trennen. :wink: Das hoffen wir aber lieber nicht. @Odiug (und auch Herr Forck von CineStar) betonen richtig, daß die Zurüstung für ein 3D-Format nicht gleichbedeutend mit einem "Roll-out" sei. Bei meinem kürzlichen Besuch bei einem engagierten Betreiber in Italy's renommiertesten Vorzeigemultiplex liefen in allen Sälen (trotz DCI und Barco-Ausstattung) nur 35mm-Kopien. Im größten Saal (Bildwand: 25 Breite) entdeckte ich gar keinen Digitalprojektor. Wie gesagt, ein Vorzeigekinos auch der Academy of Motion Picture Arts an Sciences, und die 35mm-Scope-Bilder waren derart randscharf und perfekt ausgeleuchtet, dass ich dort beim Betreten der Säle bei zwei Kopien sogar an 4k-SXRD-Einrichtungen dachte. Und diese Anlage läuft seit 10 Jahren einwandfrei, also ein kostengünstiges und hochzuverlässiges Format. :D Anm.: "kalibrierbar" ist auch die 35mm-Kopienherstellung. Ist ja keine willkürliche "Suppenküche". Ohne dies wäre es nie zur Normung und weltweiten Durchsetzung eines mustergültigen Industrieformats für die gesamte Kinobranche gekommen, seit nunmehr bald 100 Jahren. Manche wissen Sie vielleicht nicht. -
Dachte, es gäbe vielleicht wieder etwas im Pathé Imax oder so. Oder was ganz Neues. Warscheinlich so ein Biomechanik-Pic geworden: Saurier, die zu Hubschraubern changieren?
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Konnte denn jemand die 20 Minuten vom AVATAR sehen - und welche sind die interessantesten Eindrücke? (Vielleicht der "realistisch" animierte Gesichtssinn oder eher das Rotoscope in der utopischen Landschaft?) Welche Maße hatte in diesem Jahr die größte Bildwand?
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Bestellung & Installation: Sammelthema DCI-Kinos
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Unbestritten ist sicherlich, daß das Brillen(un)wesen ein leidliches Manko jeder modernen Kinotechnologie darstellt. Die nächste Generation wird sich vermutlich darüber kaputtlachen.... Viel inspirierender wäre da, wenn die schon jetzt geplanten, brillenlosen Projekte in die Diskussion eingeführt würden. Wie wäre es damit, Freunde? Ein reines Nachjubeln der DCI- und Pixar-Werbetrommel ist keine große Gedankenleistung. Auch von UP gab es fulminante Kritiken zu hören. Vielleicht mehr inhaltlicher Natur. Die bildgestalterischen Elemente konnten sich mir in dem gestern (in RealD) gesehenen Trailer nicht durchgreifend vermitteln, also im Sinne von "innovativer Durchdringung". - Aber Trailer transportieren selten die wahren Qulitäten eines Films, zeigt die Erfahrung. Wie sagte Suaheli: Eine gute Sache verkauft sich selbst, eine schlechte braucht Reklame. Aber es spricht ja nichts dagegen, ältere Zuschauerschichten mit der Strategie des Infantilismus zu betören, wie es ein obiger Teilnehmer beschwört. :wink: -
Ich habe immer gedacht, das man nur mit Negativfilm gearbeitet hat, welcher 65mm Film wurde den auf Kodachrome gedreht? Das wurde (leider?) nie gemacht, und wäre in Anbetracht der Wertigkeit einer Unikatkopie ja unverantwortlich gewesen: zumeist waren es Big-Budget-Filme, die dann ein "Milliarden-Publikum" erreichen sollten und Langzeiteinsätze zu verbuchen hatten. Das ist wiederum zu theoretisch - eben aus der Warte heutiger DCI-Befürworter argumentiert -, wonach jede Filmkopie schreckliche Verluste erleide. Bei den 70mm-Kopien der 50er- und 60er-Jahre war die Kopierung vom Kameraoriginal oberstes Prinzip, auch nicht über den Technicolor-Proze0, sondern ausnahmslos auf das damals modernste Mehrschichten-Material und lange Zeit in Schrittkopierung. Also OHNE merkliche Verluste. Es wurden viel weniger Kopien gezogen und in bisweilen jahrelangen Einsätzen in Großkinos ausgewertet. In diesem "Verwertungssystem" war dieser Kopierweg der sinnvollste und auch mit den Ansprüchen eines "Show-Verfahrens" zur Deckung zu bringen.
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Bestellung & Installation: Sammelthema DCI-Kinos
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Durchaus eine Frage, die mich seit Jahren umtreibt. Die 3D-Filme der 1980er-Jahre (fade Fantasy-Abenteuer und Sexfilme) sind nur als Gag erwähenswert: aus technischer Sicht liegt es aber nahe, sie ausprobiert zu haben. Eine Umrüstungswelle empfahl damals niemand. Zweckorienterten Zweifel nährend, kann man damit auch 2009 nicht warm werden. Fulminante Echos hört man nur vom AVATAR aus Amsterdam. Das könnte ästhetisch vielleicht überzeugen. Wenier überzeugend sind für einige jenseits der Teenager-Kundschaft (und vielleicht auch für einige Teenies selbst) die computeranimierten, puzzigen Fantasy-Tierchen mit immerselben Family-Plots, die die amerikanische Society zu "kitten" haben. Das beträfe auch das Genre des Bibelfilms oder der Comedy, die 1953 mit THE ROBE und HOW TO MARRY A MILLIONAERE reüssierten, wobei ersterer nicht uninteressant ob seiner politischen Implikationen ist. Eine "verminderte Akzeptanz" von Digital-3D bei der jüngeren Zielgruppe wird aber nicht behauptet. Dazu ist es zu früh, wie ausdrücklich angeführt. Man könnte vielleicht später die Charts vergleichen: Kinderfilme der letzten Jahre und Jahrzehnte sowie frühere Disney-Filme gemesssen an Bevölkerungsgröße und Besucherzahl. Positiv resümmiert, könnten sich Erfolge des neuen 3D-Films für die jüngere Zielgruppe darstellen, die dann wieder relativiert wird durch frühere Kinderfilm-Erfolge vergangener Dekaden, die aufgrund einer intakteren oder flächendeckenderen Kinoinfrastruktur weit erfolgreicher waren. So würde ich vorgehen wollen... Läßt sich sofort umdrehen: natürlich wäre eine 65mm-Erfahrung auch für Kinder prägend und war es einst auch. Natürlich wäre der Spaßfaktor für Kinder bei einer mechanischen 3D-Projektion (Auslieferung von 35mm-3D-Kopien, die ähnlich zu RealD-Projektionan aussehen) der absolut Gleiche. -
Allgemein wird doch nur Bezug genommen auf die "Kritik der politischen Ökonomie" [K.M.] (und welche Folgen sich daraus in diesem Jahrzehnt in der Medienindustirie ergeben könnten): " In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt. Könnte man in großen Zügen in anbetracht der Tendenzen bestätigt sehen.
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Sehe ich genau umgekehrt. Genau dies ist Quintessenz der Vermarktung audiovisueller Inhalte auf Basis elektronischer Träger: es macht zukünftig bei Ausbau von Breitbandnetzen keinen Sinn, weiterhin irgendwelche DCI DCP-Files auf Festplatten herumzuschicken, wenn es einmal auch über Internet oder Satellit machbar ist. Wenn man "ja" zur Digitalisierung sagt, sollte man konsequent bis zum Ende gehen. Den Möglichkeiten widerspricht fundamental, weiterhin Filmkopien, DVDs, Blu rays oder DCP-Platten zur verschicken. Der Tendenz widerspricht eben so, die Filmverwertungen vorrangig nur an Filmtheater zu vergeben. Den vehementen Befürwortern der derzeitigen Kino-Digitalisierung könnte man, sofern man konsequentes Handeln verlangt, also entgegenhalten, in etlichen Punkten zu konservativ und "traditionell" zu denken. Eine der Mythen ist warscheinlich, weiterhin auf Basis althergebrachter Verleihbeziehungen, Filmlager, Vorführeranstellungen und exklusiven Erstauswertungsfenstern nur für das Kino weiterverfahren zu können, aber doch nur ganz unspektakulär die Bildwerfer zu wechseln, als bliebe danach "alles beim Alten". Als Anfang der 1950er Jahre Fernsehen durch Übertraung von AV-Signalen über den Äther die Kinosäle leerte, wehrte sich die Industrie mit Breitwand-, Raumton- und 3D-Produktionen, weil zuderzeit mit riesigem Abstand die Kinomargen überwogen. 2010 drehen sich diese Interessen um: der Vertrieb über den Äther und die Breitbandnetze (was verleihstrategisch auf das selbe hinausläuft) schafft Absatzmärkte, denen sich die Anbieter sich nicht verschließen werden. Und da das Kinoeinspiel an den Gesamteinnahmen eines Blockbuster-Films seit Jahren nachrangig bleibt, können hier in Zukunft keine Exklusiv-Fenster mehr gestattet werden. Ich finde, man sollte endlich offen und ehrlich und ohne jeden selbstverliebten Kino-Romantizismus die Strategien, Interessen und Tendenzen möglichst ungeschminkt beleuchten. Frage: Wie kann sich Kino in anbetracht solcher Verwertungsweisen noch als Premium-Produkt verkaufen und dem Slogan "nur im Kino ist Kino wirklich Kino" gerecht werden? Der Wille und der Ideenreichtum ist ja beim Kinomacher vorhanden - aber welchen Spielraum läßt die Industrie noch dem traditionellen Kinospiel?
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Bestellung & Installation: Sammelthema DCI-Kinos
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Seriöse Zahlen sind vor Start nicht vorlegbar. Zitiert wurden Passagen aus einer Filmkritik (TIP-Magazin Berlin). Richtig erscheint mir der Verweis auf ein sehr junges Publikum, daß, wie angeführt wird, die 3D-Vorführung gar nicht vermissen wird, da dieser Titel ohnedies aus einer Fülle an raumgreifenden Renderings besteht. Zweck-Skepsis wäre den hiesigen Teilnehmern allerdings ebenso vorwerfbar wie andererseits ein Zweckoptimismus - und der Rubrik "digitale Projektion" sei dies gegönnt. Es fehlen offenbar Filmtitel mit ernstzunehmenden Inhalten. Insofern darf Zweckskepsis bis auf Weiteres erlaubt sein. :wink: