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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. [/url] Das ist aber die - etwas geschwollen gesagt - inhärente Tendenz der Medialisierung (sprich: Digitalisierung): Auflösung der letzten Schranken und Bollwerke zwischen den AV-Medien und den Filmtheatern (etwa durch Aufgabe z.B, des spezifischen, "arteigenen" Kinoformats mit Exklusivcharakter, das im Home Cinema nicht nachbildbar ist). Einerseits sehen wir eine Fluchtbewegung der Kinobetreiber (in anbetracht des durch sie selbst verursachten Oversceenings mit der Folge leerer Säle) - sodass "normale" Spielfilmauswertung schon nicht mehr als Garant für zufriedenstellende Auslastung gilt. Dagegen wehren sich einige Verleiher berechtigterweise, haben aber durch eigenes, unfaires Verhalten (wie Vorzugsbehandlung u.a.) dieses Szenario ebenfalls heraufbeschworen. Und so sind einige Verwerter bereits ins Internet oder zur DVD als Premierenformat abgewandert. "3D" - auf Basis einer kostengünstigen (sprich "billigen") Festplatte - stellt plötzlich ein Allheilmittel dar, mit dem diese Widersprüche offenbar überkleistert werden. Vielleicht könnte es wieder einmal ein exklusives Kinoformat sein, es wird aber auch als "alter Wein in neuen Schläuchen" kritisiert - was heisst, daß 3D schon immer auf 35mm existierte und selbst ein neuer Film (digital animiert oder real aufgenommen) auf polarisierter 35mm-Kopie prinzipiell genau so aussehen würde wie digital. Akzeptiert man einmal diese Grundeigenschaft der Stereoskopie, enttäuscht allemal, dass Kinobetreiber, die sich keine Umrüstungen erlauben können, jedoch willig wären, auf Metallwand 35mm-3D-Kopien zu spielen, vom "Geschäft" (sofern BEOWULF u.a. Filme denn ein Geschäft waren) ausgeschlossen werden sollen. Nur sollte daraus nicht geschlossen werden, das 3D nur auf 35mm sich entfaltet oder gar eine strahlende Zukunft hätte. :wink: Aber das Format 35mm ist nun einmal da, jeder hat es, und darum sollte man es auch nutzen. Analog ist leider immer weniger analog. Zumal durch Digital Intermediate Ausbelichtungen gemacht werden, die die "echte" analogen Drehanteile auf 35mm verschlechtern. Das war anders zur voll-analogen Zeit. Ist man nun persönlich voll involviert ins heutige Tagesgeschäft und nicht unbedingt mit der analogen Welt (oder früheren oder besseren Kinojahren) verbunden, packt einen natürlich die Wut über diverse derzeitige 35mm-Kopien. Nichtsdestotrotz ist das Format in Auflösung und Kontrast unerreicht: die Digitalvariante kann immer nur eine numerische Simulation darstellen, nie aber die unerreichte photochemische Bildgüte. Es gab übrigens Untersuchungen auch bei Arri, die eingestehen mussten, dass der Wechsel zur DLP-Technik zu anderen Sehgewohnheiten führen wird. Weshalb ich mir nicht im klaren darüber bin, warum unser "alter Vorführhase" (im Postiiven gemeint) @Peter2, eine solche Frage stellt, und was er sich von möglichen Antworten erhofft? [Frage am Rande: sind die Pyrcon UP 70/0 auf Deinem Avatar aus Leipzig oder Erfurt? Wir haben übrigens vorgestern fast nagelneue Bildwerfer dieses Typs erworben und demontiert - kommen nach Bln :) ]
  2. Und was sagen Sie zur Relation dieses Roll-outs?
  3. Eindeutig kein Roll-out (der sich für CineStar wie auch CinemaxX und Cineplex oder UCI kaum lohnt), sondern nur eine punktuelle Zurüstung, um der Verleiheranforderung für 3D (was leider derzeit nicht auf Film ausgeliefert wird) entsprechen zu können. Bei 78 Spielstätten der CineStar-Gruppe (mulitpliziert mit, sagen wir mal 7 Bildwänden im Schnitt = 550 Bildwände?) ist das nur ein Versuchballon ... für die Kinder. Schliesslich haben die Kinos auch personelle Verpflichtungen: auch gegenüber den Filmvorführern, die hohe Abfindungen einklagen würden. Und sie scheuen auch die Abhängigkeit von "Übersee"-Dispositionen, die ihnen dann oktroyiert werden dürften, sobald flächendeckend digitalisiert wurde. Einige könnten mal höflicherweise auf ordentlichere Ausdrucks- und Rechtschreibweise achten: in der Thread-Überschirft steht Cinestar Deutshland anstatt CineStar Deutschland. Als hätte der Autor keinen Einblick in die Alltagspraxis dieser Firma, möchte man meinen.
  4. Das ist eben die Frage, inwieweit man im etwas weiseren Alter auch die Bereitschaft zeigt, zu "teilen" und den früheren Expansionismus als immer weniger zukunftsträchtig und lebenswert, geschweige denn liebenswürdig zu erkennen. So wären etwa in der 'Astor Filmlounge', auch gegenüber dem benachbarten Multiplex, "ansehnlichere" Programmsparten durchzusetzen - das ist dort bspw. eine Opernklassik-Matinee, obgleich diese Schiene keine Langzeitperspektiven vergleichbar der Spielfilmproduktion haben dürfte. In Braunschweig nun scheinen die Ansichten darüber geteilt zu sein, ob man das von CinemaxX geschlossene 'CITY' (Finanzvorstand Gisy: "passt nicht in unser Konzept") geschlossen lässt oder, so Flebbe, weiterführen würde. Allerdings und ausserdem, das wäre zu hoffen, mit anderen Aktivisten dort einen Pool bildet. Flebbe zieht - zumindest dem Wortlaut nach - Position zugunsten traditioneller Kino-"Theater". Den auch ihm aufgefallenden Massenabfertigungsbetrieb in den Vielsaal-Kinokomplexen scheint er heute abzulehnen. Dabei spräche nichts dagegen, auch Multiplexsäle zu individuell gestalteten Kreativhäusern umzuwandeln. Es wird nur eben teuer, das zu rekonstruieren, was das gepflegte Filmtheater an der Ecke von Anbeginn schon hatte. Ein Bericht zum CITY in Braunschweig: http://www.newsclick.de/index.jsp/menui...d/10401011
  5. Und ich rede schon von 2007: im täglichen Betrieb. Mal angesehen und flaues Bild entdeckt, scheint etwas verkürzt. Zu bedenken sind Fehlerquellen (absichtliche oder unabsichtliche Änderungen im Grading) bei der Postproduktion und/oder fehlerhafte Ausbelichtungen (die ständig vorkommen und unscharfe wie farbmonochrome Bilder zur Folge haben). Dafür kann die Projektoren-Sektion von SONY nichts. (SONY ist eher kritisierbar beim Mastering ihrer Home Cinema DVDs). Immerhin sind die SXRD-Panels bekannt für eine bessere Kontrastübertragung als sämtliche DLP-Technologien. Hier wurde die aus dem Filmbereich relevante S-Gradationskurve zumindest imitiert. Flauere Bilder haben somit alle DLP-Systeme, ganz zu schweigen von stärkerer Panel-Sichtbarkeit aufgrund der Spiegelanordnung (verglichen mit dem SXRD-Panel): in 2k wie in 4k. Es geht eben nichts über Film. :wink:
  6. Anscheinend schon passiert..... aber nicht mit SRX - Technik ! http://www.barco.com/corporate/en/press...index=2348 Das sieht ja tatsächlich so aus, als ob cinemark TI DLP 4K gehen wird... http://www.variety.com/article/VR111800...=1009&cs=1 Das ist auch das, was ich Ihnen mit der Anmerkung zur Berliner Postproduktiongesellschaft (4k Projektion) zu erklären versuchte. Daraufhin kamen Häme und Gelächter und seitenlange Schmähschriften. Einfach genauer hinhören... :oops:
  7. Damals hier durchkopiert und im Kino dann ein eigenes Pausenzeichen hineingeflickt Ohne Pause ist er sicherlich anstrengend, aber schliesslich so intendiert.
  8. Zutreffende Worte - die auch einen grösseren Nutzen bringen (in Fragen etwa der Reformierung des Kinos) als das Posten von Quartalsbilanzen, die derart flüchtig dahinvegetieren wie das Wetter oder die Ausschüttungen in einem Spielcasino. Wie hiess es noch vor 150 Jahren? "Alle reden über das Wetter. Wir nicht". Die Potenzierung der Leinwände ähnelt vielleicht dem Standortdebakel von Supermärkten, die aus Gründen der Standortpräsenz auch dann Platz und Geld verbrannten, wo gleich vis-à-vis der Grundbedarf längst gedeckt war. Woher diese Irrationalität des Neoliberalismus rührt, kann ich mir nicht erklären. Entscheidend ist, welche Tendenz, AV-Inhalte (oder Kinofilme) weiterhin kollektiv wahrzunehmen oder nicht, die Oberhand gewinnt. Persönliche Habsucht, gekoppelt an die Autosuggestion digitaler Medien, haben neue "interaktive" Kommunikationsweisen entfesselt, die aber weniger zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Umwelt direkt interagieren, sondern bisweilen regressiv in den vorpubertären Spieltrieb zurückfallen. Und somit die Unmündigkeit im Umgang mit Kultur zementieren sollen. Interessant wäre die Frage, warum "Brot und Spiele" aber in der Antike noch kollektive Prozesse reflektierten, heute indessen zum Bildschirm und zum Autismus neigen. Bin mir darüber noch nicht im Klaren. :?: Weitere Belästigungen und Schaumschlägereien, die einem erst heute von BLICKPUNKT:FILM in die Inbox streuten: D: Dreierspitze: Drei etablierte Filme kämpfen um die deutsche Boxoffice-Krone. Die besten Chancen hat "Illuminati", der vor "Terminator: Die Erlösung" und "Nachts im... » weiterlesen TV "Wetten, dass ...?" im Sommerhoch Das Sommerspecial von Gottschalks Showklassiker bescherte dem ZDF den höchsten Marktanteilswert des Jahres. Am Sonntag fegte die ARD mit dem Bremer Paramount lässt es mit "Transformers 2" richtig krachen Zur Premiere hat der Major zahlreiche Handelspartner ins Sony Center nach Berlin geladen.... » weiterlesen Idiotisch! Noch vor 4 Jahren war man dort noch näher an den Zeitproblemen: "King Kong"-Remake bei RTL Bereits gut vier Monate vor seinem Kinostart hat sich RTL die Free-TV-Rechte an Peter Jacksons "King Kong"-Remake gesichert. mehr
  9. Aus meiner "Filmwarte" möchte ich Punkt e) gerne bestätigen: hierzu gab und gibt es Untersuchungen, nicht immer nur der EBU, sondern auch bei der SMPTE und bei Arri-München, was hinlänglich im FKT-Journal publiziert wurde. Hier könnte @OP weiteres Material zur Einsicht benennen, um der Einseitigkeit der "Sparlösungen" ein stabileres Konzept entgegenzusetzen. Die immergleiche Werbeformel, 2k und DLP genügten völlig zur Aus- und Erfüllung menschlichen Sehvermögens, ist seit Jahren blendend widerlegt (durch Film einerseits wie auch durch die SXRD-Variante R 220 in der Projektion neuerer Serie usf. Weiterhin stimmen die Marktanteile von @oceanics nur in veralteten Statistiken, zumal verschwiegen wird, das die grösste Betreiberkette in USA komplett auf das SXRD 4k-System einschwenkte). Wenn in Dtl. 2k-Dumping-Lösungen also festgezurrt werden, wird dies keine Nachhaltigkeit erzielen, sondern Nach - und Umrüstungen nach sich ziehen, um dem Ruf des Home Cinema-Vergleichs zu entkommen und dann aufgrund zu später Einsicht in die Insolvenz zu geraten. Soweit ich weiss, sind schon seit dem Vorjahr die Masterings aller SONY-Produktionen in 4k. Selbst für Home-Cinema- und Blu-ray-Restaurierungen des Repertoires, selbst wenn hierfür kein Kinostart vorgesehen ist. Welche "Zig Vergleiche"? Zitiert wird von Ihnen immer nur die 4k-Demovariante von SOUND OF MUSIC (ein 43 Jahre alter Film mit teilweise falsch fixiertem Negativ, was kaum Referenz sein dürfte). Historisch einer scheinbaren linearen Progression folgend, und daher unrichtig: erste Versuche öffentlicher Vorführungen basierten auf Breitfilm, aber Edisions 35mm-Patent setzte sich durch aufgrund einer geschickten Markt- und Vertriebsstrategie. 50 Jahre später (1955) erneute Wende zu Großleinwandkinos mit zwei erfolgreichen Epochen (1955-1970, 1963-2001), Imax von 1969 bis heute. Nicht zutreffend. "Typischer 35mm-Film" ist in rein analoger Prozess. Seine heutige "Unschärfe" ist zu 90% durch Digitalisierung, d.h. durch Prozesse der Ausbelichtung digitaler Daten durch Recorder auf 35mm Duplikatnegativ verursacht. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. ? Bekannt. Vergessen Sie aber nicht den Kontrast. Ist schon ab Sehwinkel von 30 Grad bemerkbar. Untersuchungen weisen dies aus. Dann brauchen Sie dafür ja keine Werbung mehr zu machen. :wink:
  10. So ist es. Vergleichen Sie es mit HD-DVD - die Erfahrung haben einige Leute seit Jahren durch. Mir persönlich ist das vollkommen egal, da ich mich für Filmstreifen interessiere. Die blu-ray ist in der Tat sehr kompliziert und erfordert gehörige Übung und Sachverstand, kann man ja nicht von jedem erwarten. Und ist auch schade, wenn Du die teure Scheibe dann vollk....! In der Menü-Konfiguration etc. Manche Scheiben laufen auch schon gar nicht mehr. Darüber lassen sich mittlerweile auch die Amerikaner aus. 'Schauburg Flmtheater' wird die Blu-ray-Gemeinde sicher belehren können. :wink:
  11. Die massiv ausgebauten Postproduktionsstätten in Berlin sind gewiss keine "Phantasiefirmen". Da Sie immerhin (mehr oder weniger) Konkurrent wären, sind Ihnen einige Türen mehr verschlossen als mir, der keinen Ehrgeiz im Digitalbereich vor sich herträgt. Von einigen internationalen Produktionen (natürlich auch auf Film gedreht) kriegt man dann etwas mit, wenn man loyal bleibt Muster zu sehen ist schon sehr lehrreich, weil man von Dingen erfährt, die späterhin oft durch journalistische Verklärung (oder die Postproduktion) beschönigt werden. Die 4k-Projektion sieht für mich ähnlich aus wie eine Direktkopie vom 35mm-Negativ, farblich eher schlechter. Jedenfalls kann von höchster Betriebssicherheit und Langzeitstabilität keine Rede sein. Die Betriebs- und Kalibrierungskosten sind enorm. Auch hier ist der Tenor eindeutig zugunsten der HD-DVD gewesen. Die Transfers waren meist auch schärfer. Die Leute mit guten Heimbeamers sollten bei den genannten Titeln einmal ausschnitssweise in die Vergrösserung gehen. Ist als Menüpunkt der FB bei HD-DVD-Playern noch integriert und fehlt offenbar bei einigen Blu-ray-Playern. Die Blu-ray ist schon vom Handling her wirklich zum Kotzen.
  12. Jawoll, Eminenz, und darum zur Krönung des Tages (bevor's in den Wannsee geht) die hochwürdige, auch vor der Inquisition standhaltende klassische Bild-WAND-Etymologie - aber bitte nur mit 70mm, denn mit DCP30 hätten wir einen "Flachschirm" anzuwerfen, und das passt leider so gar nicht zur Cinerama-"Bildwand":
  13. Das wirft meinen Kampf für eine korrekte Bezeichnung der weißen Fläche vorne im Kino um Jahre zurück. :cry: Der Kampf lohnt nicht, denn "Leinwand" ist als Begriff viel zu volkstümlich geworden. Dann gibt es das berühmte Buch "Die dämonische Leinwand" . Aber auch die Weiterführung des Begriffs "Film" [zu deutsch: "Häutchen"] für alle medialen Abläufe von heutigen Bewegtbildern. "Bildwand" war mir immer unverständlich, denn es wurde selten auf eine "Wand" ein Bild geworfen. Bildschirm könnte vielleicht ein Oberbegriff werden: für Monitor- wie für Kinodarbietung. @preston zieht ja seine ...wand an Schienenrollen beiseite bei Bühnenveranstaltungen. Dann müsste man sagen: er hat die Wand "zugerollt". Klingt gar nicht gut. :lol:
  14. In dieser Firma haben Sie keinen Zugang. Es ist eine Spezialausführung. Na endlich begriffen: vielleicht versteht es auch Freund @preston. Auf diese Referenzwürdigkeit wollte ich hinaus: noch die Werbung für eine VistaVision-Reihe bei Ihnen trompetete vor wenigen Tagen: "Symbol der Vervollkommnung". "Vergesst DCI - vergesst Blu-ray!" Soweit das Motto. Soweit die Mahnung. Soweit das Stossgebet. Jetzt kommt das DCP, und da Sie es im Vorfeld für referenzwürdig bewerben, ist eigentlich auch der Entschluss fällig, 70mm-Filme auf DCP 2k auf ihrem DCP 30 zu zeigen. Das wäre streng in der Logik der Format-Erläuterungen aus Ihrer Feder, scheint es. Und auch keine pure Spekulation, sondern entspringt dem Umstand, dass ja auch das VistaVision-Negativ annähernd die gleiche Bildhöhe wie das Todd-AO-Verfahren hat. :oops: Nun, @preston sturges: wer A sagt, müsste auch B sagen. Wir bitten um das DCP 30-Festival in 2010, bei dem eine 70mm-Filmrolle dort besser als Requisit für das Foyer zum Einsatz kommen sollte. Bin sehr froh, dass etwas Licht in die geschäftlichen Ambitionen gebracht werden konnte. Man lernt eben nie aus. :shock:
  15. Der Kontrast Ihres DLP-Projektors, den ich sah, ist so schlecht - auch die Ausleuchtung und Bildgeometrie - dass ich da freiwillig nicht hingehe. Auf den hiesigen Referenzbeamern in der Postproduktion, aber auch auf guten Home Cinema Beamern einer Bekannten ist das Bild indertat besser. Auf 35mm Neukopierung sowieso. Zeugt davon, daß Sie mit ihren DCP 300000-Engagement kaum Ahnung von der real brauchbaren Projektionstechnik haben. Und von Kopierwerkstechnik nicht die allergeringste. :D
  16. War nicht mein Ernst - sondern Ironie. Über Herrn Gerle habe ich mich beschwert und mir weitere Artikel bei Kündigung des Abos verbeten. Ich bin Verteidiger von perfekten Neukopierungen, weil diese technisch möglich sind, aber leider derzeit von wenig erfahrenen Personen betreut werden (sodass die meisten DVDs getreuere Farben haben): für die analoge Neukopierung schlägt mein Herz, und nicht für 24 bit, 96 kHz, Blu-ray-DCI oder bestimmte Kaufhauskinos, die sich höchstwarscheinlich in Media-Märkte umwandeln.
  17. Eine schöne 35mm-Kopie zu präsentieren entspräche meiner Auffassung, nicht aber zwingend der des obigen Zitats. Schade drum, aber auch Sie schaffen ja 35mm ab. Da gibt es ja bald keine Neuaufträge mehr, denn diese Filme könnten gerade in heutigen (!) Neukopierungen ihren wahren Glanz entfalten. Jetzt haben Sie also alles verdreht, was zu verdrehen ist. Jenseits dieses Gezänks wird aber klar: das Kino hat ein Problem, das möglicherweise unter die Decke gekehrt wird.
  18. Das würde auf Denuziation hinauslaufen, zumal sie solche Praktiken ja verdammen. Werde mich hüten, die Kinos Ihrem Zorn auszusetzen. Aber anbei ein Statement aus einem Rundbrief, den ich gerade erhielt: Seit wir die BluRay haben, bekommen wir für unsere Archive historische Filme präsentiert, die wir damals selbst im Kino nicht in einer solchen bestechenden Qualität gesehen haben. Das kann ich gut nachvollziehen, weil ich in der letzten Zeit 16 CinemaScope- und VistaVision-Klassiker in 35mm Technicolor-Druckkopien auf der grossen Leinwand gesehen habe. Besonders das Technicolor-Druckverfahren hat uns Filme aus der grauen Vorzeit erhalten, die heute noch so herrlich in den Farben sind, wie vor 60 Jahren. Dass diese Filme aus der Glanzzeit Hollywoods nicht mehr im Kino vorgeführt werden (nur noch in speziellen Kinos) ist zwar traurig, weil das Fernsehen diese Filme kaputt gemacht hat. Aber auf den modernen Medien erscheinen diese Filme in neuem Glanz: Das heisst, auch VistaVision kommt erst auf Blu-ray Disc richtig zu Geltung. Und Jörg Gerle im "Film Dienst" fragt den berliner Kinematheksleiter, warum die Filme einer 70mm-Retrospektive nicht gleich auf Blu-ray in die Kinos kommen. Sie sehen also, ich rekurriere hier nur auf virulente Ansichten und Tendenzen, die im Widerstpruch zu dem Bild stehen, dass Sie von der Branche zeichnen.
  19. Sie haben ja so recht. :) Ich glaube Ihnen.
  20. Bitte korrekt zitieren, auch wenn's indirekt ist... "Leinwand" ist ein Gattungsbegriff. Wenn Sie die Branche genauer verfolgten, könnte Ihnen auch "Die Goldene Leinwand" als Hauptpreis des HDF geläufig sein: http://www.spez-edv.de/public/golden.htm Aber einen so grossen Verleih kennen Sie vielleicht noch nicht. Es nützt doch nichts, die Realitäten zu ignorieren: sowohl 16mm wie heute Blu-ray sind ein fester Faktor im Kinobetrieb.
  21. Sie hören @oceanics, einer anerkannten Produzentengruppe, einfach nicht zu oder wollen die Realitäten ignorieren. Blu-ray (und sogar DVD) haben längst Einzug gehalten in vielen Kinos, zudem in kommunalen Kinos und auch Freiluftveranstaltungen. Referenzbeamer sind mir hier in 4k in der Postproduktion zugänglich, aber das Publikum, darauf hat @oceanics darauf hingewiesen, hat sich doch enthusiastisch für Blu-ray entschieden, was perfekter ist als DVD und 35mm. Es ist unaufhaltsam, dass auch die DCI-Normen nach unten hin erweitert werden müssen. Die produzierende Industrie würde sich damit selbst blockieren. Hätten Sie jemals in der Postproduktion gearbeitet, wüssten Sie um die Auftragslage und die Ambitionen der Produzenten auf Kinoauswertung. Das war schon zu 16mm-Zeiten nicht anders. Nun gibt es die Blu-ray-Norm, die auf die Leinwand drängt. Nur @preston sturges tut so, als gäbe es sie nicht. Sie scheinen nicht wahrhaben zu wollen, daß der Markt in eine andere Richtung geht, als so mancher sich in der gemütlichen Höpfner-Brauerei am Gottesaue zurzeit vorstellen möchte. Einige deutschländische Verleiher sträuben sich dagegen zwar, aber ihr Untergang im DCI-Zeitalter ist (mit oder ohne Silberscheibe) sowieso besiegelt. Allein durch die Ausdifferenzierung der Spielstätten und Zusatzangebote ist es eine Illusion zu glauben, man könnte andere Medienträger von der Kinoauswertung fernhalten. Dies Aussage allein ist schon ein Armutszeugnis. Man fragt sich, wann Sie angefangen haben, im Kino zu arbeiten. :cry:
  22. Überhaupt nicht: es gab, wie erwöhnt viele Vorkämpfer: D-dorf, Frankfurt, Bln, neuerdings Karlsruhe und neue Festivals im Ausland. Und ich bin happy mit immerhin drei internationalen Festival-Arrangements schon in diesem Jahr 2009. Machen Sie's besser, und nicht nur in der Marienstrasse. :wink: Ich glaube, Sie neiden uns diese Einsätze, und dass ich mit Ihnen nun einmal nicht "kooperieren" möchte. Aber die Karwane zieht weiter, trotz DCI oder auch mal nicht so voller Säle.
  23. @preston: selbstverständlich hat Blu-ray eine Funktionssberechtigung für die Leinwandprojektion! Wie können Sie die digitale Projektion mit ihren Neuerungen und Vorteilen verteidigen, aber ein artverwandtes Medium wie Blu-ray, das sogar ein Motor für die Digitalisierung des Kinos ist und dort umfassend zum Einsatz kommen müsste, ausschliessen? Das ist weder programmatisch noch technisch logisch. Hier schliessen Sie Publika und Produzenten aus. Beide Formate arbeiten mit ähnlicher Panel-Auflösung und beruhen zumeist auf 2k Scans (die so punktgenau ja weder im DCI-Kino noch auf Blu-ray eingehalten werden, weshalb dieser rigorose Trennstrichtzwischen Blu-ay und DCI-Kino m.E. keinen Sinn macht)! @preston, Sie haben @oceanic nicht richtig zugehört und verstricken sich da in einen Widerspruch, der nur mit Traditionalismus erkläbar ist, glaube ich. Aber dieser Traditionalismus ist von der Geschichte überholt worden.
  24. Das ist richtig, @preston sturges: und die 70mm-Berlinale, auf die alle drängten, hat endlich auch volle Säle gebracht, die trotz aller karlsruher Bemühungen einfach nicht eingeholt werden können. So ist der Berlinale eine Publikums- und eine Fachveranstaltung mit einem viel breiter gestreuten Publikum. Mit "Nostalgie" alleine war das Thema also nicht mehr zu stemmen. Weiterhin sind auch die Veranstaltungen der Vergangenheit prägend und wegweisend: ohne diese Vorarbeiten und Meßlatten gäbe es gar keine Orientierung für die heutige Aufführungspraxis. Diese maßstabsetzenden Aufführungen sind genau so Vergangenheit (wie auch Gegenwart) wie die alten Filme selbst, die man immer wieder zum Einsatz bringt. Hätten Sie mit uns seit den 1980er Jahren zusammengearbeitet, wäre vermutlich sowohl der Filmstock als auch der Ambitus der Publika vielleicht noch breiter gestreut. Es ist daher schade und zeigt einen Spätkömmling, wenn ALAMO oder VistaVision-Filme in Kalrsruhe vor weitgehend leeren Reihen laufen. Die füllen sich auch dadurch nicht, in dem andere Akteure oder Spielzeiträume als Besserwisser abgecancelt werden. Aber besser so, als gar kein 70mm-Film im schönen Baden-Würtemberg. Viel Glück mit dem dortigen Standort.
  25. @preston sturges, da bin ich auch @oceanics Meinung! Die HD-DVD ist ja schon 1 Jahr vom Markt, also sind auch die Links älteren Datums, das verzeihen Sie mir bitte. Widerspruch: warum so fromm am Kinoformat festhängen? Viele Veranstalter zeigen Blu rays auf Kinoleinwand, nun auch das perfekte digitale (richtig, @oceanics?) Medium Blu-ray Disc. Bin kein DCI-Mensch, höre aber immerzu, wie stolze Beamerbetreiber auch Nicht-DCI-Quellen einspeisen. Das ist doch die neue Vielfalt - das WAHRE Kino! Wahre Schönheit kommt von innen, die äusserlich schon so schmuddelige 35mm-Kopie - von Natur aus schrammig, unscharf, wackelnd, flau und teuer - ist gar kein richtiger Kinostandard. Wir müssen den Schulterschluss mit den neuen starken Medien-Wettberwerbern schaffen, also Blu-ray-Neuerscheinungen auch mit einer zeitgleichen Kinopremiere flankieren. Und die Kassen der Kinos noch weiter für den Silberscheibenverkauf öffnen, um den Mediamärkten zuvorzukommen: das ist bestimmt ein Gesetz des Lebens, denn die Freude über eine DVD- und Blu-ray-Neuerscheinung ist meist grösser als die auf eine traditionelle Kinopremiere, wo die Filme noch gar nicht richtig bekannt sind. Wichtig ist auch, wenn die Blu-ray-Starts und Ondemand-Dienste, zusammengelegt werden, auch Free-Premieren in potenten Sendeanstalten sich durchsetzen, daß das DCI-Kino sich anpaßt und HDTV als neuen Einheitsstandard zulässt. Fernseh-Live-Übertragungen, Free-Premieren, Ondemand-Offerten, DVD- und Blu-ray-Inhalte müssen gegen erhöhte Eintrittspreise, die sich durch moderne DCI-Beamer rechtfertigen, in Kinosäle vordringen. Hier erst vollendet sich der digitale Traum, überall an jedem Standort und zu jeder Zeit die gleiche Qualität anbieten zu können. Ich finde es dann ablenkend, noch mit 35mm-Studio-Prints zu argumentieren, historisch überholte Schutzfristen und "Fenster" für das minderheitlich tätige Kinowesen aufzurichten, das schon lange mit Filme keine richtigen Margen mehr erzielt, und es ist auch absurd, 70mm- oder Imax-Projektionen zu finanzieren, wenn der Schärfe- und Kontrast-Eindruck, aber auch die Bildwandgeometrie einfach nicht mit dem DCI-2k-Master und den DLP-Screenings in der Postproduktion in Einklang zu bringen ist. So ein Filmband mit Sonderferitung, das stört den industriellen Ablauf und die Absatzkontrolle immens. Hier hat da Publikum (@oceanics) längst entschieden: IMAX-DLP ist besser als IMAX 70mm, Blu-ray ist besser als DVD, DVD ist besser als 35mm, 35mm ist besser als VHS, VHS ist besser als rotstichiger 70mm-Film, DCI ist besser als VistaVision, 1.78 : 1 besser als Cinerama. Es sind auch Spielkonsolen in den Kinos einzurichten, eben so interaktive Eingriffe und nacheilende dezente Hinweise, wie das ganze noch einmal zuhause auf dem Full-HD-Bildschirm "nacherlebt" werden kann. Die Zukunft, sie strahlt ganz intensiv, und man muss als erster HDTV-koforme Schritte einleiten, um in der ersten Liga ganz vorne mitzuspielen. Auch muss über eine Verkleinerung der Kinosäle nachgedacht werden, um der gewollten Umrüstung für das sich ausdifferenzierende Publikum flexiblere Lösungen zuzuführen. Flexibel müssen also vor jedem Saaleingang Tresen mit Silberscheiben und Abbonements für HDTV-.Programme beigeordnet werden, um immer am Ball zu bleiben. In bisweilen kapazitär nicht immer ausgelasteten Multiplex-Foyers sollten Flachbildschirmen für's Heim vorgehalten werden, um den Roll-out zu beschleunigen. :D Starke Aussage. Jetzt haben wir's verstanden, wie "grottenschlecht" diese HD-DVD war. Musste sie ja sein, sonst wäre sie nicht vom Markt verdrängt werden. Und immerhin: "der Kunde hat entschieden". Weite so, bitte!
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