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Thank you for excellent "creed", Monsieur @preston. Monsieur @sturges: as we spoke about on Robert A. Harris about 2002, you hadn't any knowledges of his restoration results and history. Now you spend purely any congratulations on a publicity leaflet, which is probably not able finding substitues for a rational information and helpful analysis, comparisions or proposals. As soon as we will get "prints" at a quality standard same as at a Blu ray-Disc or worse, 70mm cannot survive, I think. This was the case with the very last prints of SPARTACUS and LAWRENCE OF ARABIA or MY FAIR LADY (or the WEST SIDE STORY from Mr. Andrew) Robert A. Harris had made different errors in his printing processes and public relation statements. But what the last laboratory has done with his restored internegatives, delivering a couple of new prints of LAWRENCE or SPARTACUS, is the deathblow for the 70mm heritage. Most festival visitors had noticed that and hope for a reprinting. There are minor examples for better printing near to the look of Todd-AO, we believe: so the newest prints of HELLO DOLLY, LORD JIM or BARAKA. The other reprinting attempts and titles must be repeated, in every way. Business slogans are the one side, the ethic of restoration claim, the Todd-AO approach, qualified working and printing standards (and financial limitations, of course) are the other side. Etwas einseitig gewertet: Martin Scorsese hat es Jahre vor ihm getan und seinerzeit viel Publicity erhalten. Allerdings irrte er grundlegend, als er den Zustand der Filmpositive (gefadete Eastman Color prints) mit dem Zustand der Negative in einen Topf warf.
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Es kommt ja auch auf die programmatischen Schwerpunkte des Kinohauses an. Ein Festival-Kino mit handverlesenen Kopien ist zu unterscheiden von einem Nachspielkino, einem Erstaufführer von Blockbstertiteln (aus einem italienischen Kopierwerk) oder Repertoire- und Museumskinos mit Archivkopien. Und diese Titel sind dann mit aktueller digital verfügbarer Variante (eben auch DVD, wenn es den Film anders nicht gibt) zu vergleichen. Never ending story.
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Sie sind halt ein Filmgeschichts-Märchenerzähler, was ich immer wieder mit Deutlichkeit vortragen werde, der vor wenigen Jahren leider noch keinen Schimmer hatte von den Restaurierungen, die Sie oben aufzählen. Sie waren nie im Kopierwerk, haben nie restauriert. Business as usual. (Und wer die LAWRENCE und SPARTACUS-Versionen lobt, die Sie im quasi letzten Stadium ja auch bei sich aufführten, der hat jedwedes Urteilsvermögen verloren.) ALAMO wird warscheinlich genau so aussehen.
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Durchaus immer wieder geschehen: so ergaben Umfragen bei dem indertat schlechten Imax-Digitalsystem, dass das etwa 50% der Zuschauer das digitale Bild besser als das 70mm-Bild fanden. @oceanic hat es immer wieder vorgetragen. Immer wieder auch interessant, von DEM "analogen" Bild zu sprechen. Es handelt sich aber um ein nicht-limitiertes System, das nach oben hin offen ist! Das 2k DLP-System ist ein geschlossenes System, allenfalls offen nach "unten". Das macht auch historisch gesehen die Crux aus: man speist die Theater mit einem zugegebenermassen avanciertem Videosytem ab, um parallel in fast selber Videonorm den HD-Vertrieb per Ondemand, day-to date, Blu ray und Pay TV voranzubetreiben, um im Home Cinema-Sektor neue "Premieren"-Bastionen aufzurichten. Nach dieser Problematik wird natürlich nicht gefragt. Dem Zuschauer hält man bei solchen Umfagen wie dem Affen zwei Stück Zucker vor die Nase und flüstert ihm zu: greif) mal nach dem besonders bunten (DLP-)Stückchen... :lol:
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Na gut, in anbetracht der Out-takes könnte man schon von Restaurierung sprechen, zumal diese aus der gefadeten Kopie gescannt werden müssen. Aber wenn wir die Ankündigung lesen, kommen diese Szenen nur auf Blu ray und DVD heraus, während es für di Kino-Galavoorführung bei der Kurzfassung bleibt. Da könnte man dann hoffen, sofern ein ZwiPo gezogen wurden, dass wenigstens diese Kurzfassung direkt vom Original gezogen ist. Zieht er aber (im Sinne "kompletter Restaurierungen") wie Belston bei CLEOPATRA und Turner bei 2001 auch noch ein Dupnegativ und zieht davon die Kopie, kann man die Gala-Vorführung vergessen. Das hat mich dann auch verärgert, sodass ein ZwiPo gereicht hätte. Andere ineressante Filme, die ebenfalls einer Neukopierung (bitte keine Restaurierung!) wert wären: FALL OF ROMAN EMPIRE EL CID (die alten Printer reaktivieren oder rekonstruieren) BIG FISHERMAN PORGY AND BESS RAINTREE COUNTY VOIJNA I MIR GOYA BEN HUR SALOMON AND SHEBA DIE BEFREIUNG 1-5 GRAND PRIX
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UP / Oben - Kinostart in Deutschland September?
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Beides, wenn's gut geht.# Trifft nicht zu. Haben doch schon mehere konstatiert. Eine kürzlich genossene RealD-Anlage war sogar randunschärfer und dunkler als die letzten 3D-35mm-Projektionen! Und manche berichteten sogar von Kopfschmerzen, trotz digital und 144 fps. Bin enttäuscht - zumindest von diesem System. Und einige Betreiber wollen bereits wechseln von RealD zum Dolby-3D. Das Kino der Zukunft? Schwer vorstellbar... -
Die Kopie ist unsachgemäß behandelt worden und nun in sehr schlechtem Zustand und nicht mehr vorführbar. Abgesehen davon wäre es auch ein bisschen wenig nur EINE Kopie der Langversion zu haben die von 1960 ist ohne die Möglichkeit eine neue Kopie nachzuziehen :) Mir wurde die Kopie vor etwa 18 Jahren angeboten, vom benannten Ashley Ward. Sie war komplett, unverwellt, aber bereits braun gefadet. Da er sich eine Goldene Nase dran verdienen wollte, kaufte ich von dem Geld lieber die MY FAIR LADY, ohne mich schämen zu müssen. Berechtigte Frage - zumal in eingen Fällen, als der angeblich renommierte Restaurateur Harris totales Negativ-Fading konstatierte, keinerlei Fading konstatiertbar war. Er hält ja auch Schimmel-Positive vor die Kamera und erzählt, dies sei das Negativ. THE ALAMO kenne ich zwar nicht als Negativ, aber falls Harris von der Kurzfassung eine Direktkopie zieht, wird man ja sehen, was an seinen Erzählungen dran war. Von mir bekäme er nicht den geringsten Cent für seine Restaurationsmärchen, um so verwunderlicher, dass sich ein bestimmtes Kino ausgerechnet für diesen Münchhausen stark macht. Abgesehen davon, dass THE ALAMO ohnehin inhaltlich schwer unter Beschuss steht, ist es mir leid, seit Jahren vorgetäuschte oder absichtlich lückenhafte Restaurierungsberichte von ihm zu vernehmen. Die Restaurierungen sahen auch nicht gut aus, zu viele Kopierfehler. Nehme an, dass er längst das Geld zusammen hat, sonst wäre ja für März kein fester Start des Filmes vorgesehen, nicht wahr? Jetzt noch dafür zu spenden, könnte auch für die Katz (oder Herrn Katz, seinen ehemaligen Produktionspartner?) sein. Gibt es denn keine sinnvolleren, seriöseren und ambitionierteren Restaurierungsvorhaben? Mir fielen doch einige ein... :cry: aus einer gefadeten THE ALAMO 70mm erstaufführungskopie...die farben wurden in den ursprünglichen zustand "zurückversetzt" ... Totaler Quatsch. Die Märchen von Color Rescue-Vertrieben.
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UP / Oben - Kinostart in Deutschland September?
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Nun, es geht um Maximalprofite, und die werden mit 35mm eingefahren. Der 3D-Effekt ist bei 35mm identisch zu RealD. Der Laie sieht den Unterschied nicht. Mancher Profi auch nicht. :D -
UP / Oben - Kinostart in Deutschland September?
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Technisch wären nachwievor 3D-Massen-Kopien auf 35mm, 16mm (oder NASA-Format 3mm) ausbelichtbar. Zumindest das erste Format, das nicht völlig neu sein sollte, dürfte die Amortisationsbasis von Disney/Pixar gewaltig ausbauen helfen. Aber da Disney zuletzt schon Umsatzverluste registrierten, würde mich kaum wundern, wenn sie offenbar vergessen haben, was es an Margen einbringt, den 35mm-Markt zu bedienen. :wink: -
Beifall an alle Poster? Wie ist so etwas möglich??????? Keine Management-Floskeln und vorgetäuschten Komplimente, sondern seriöse Geschichtsaufarbeitung wäre m.E. wünschenswert. Was ich bisher leider über VistaVision hier gelesen habe, scheint ein Sammelsurium an Vermutungen und Legendenbildungen zu werden, das einen annehmen lässt, dass die dokumentarische Vorbereitung dieses Festivals auf tönernen Füßen steht - selbst wenn @magentacine auch diesmal durch einen Programm-Essay Karlsruhe die Kastanien aus dem Feuer holen sollte. Nachdem sich dieses Bild leider abgezeichnet hat, gebe ich die von mir im Preisausschreiben gewonnene Karte mit Bedauern zurück und reiche sie weiter an @filmempire. Ihrer Haltung zu - wie Sie schreiben - "obsoleten" [und das heisst zu deutsch übersetzt: "veralteten"/"überflüssigen"] Formaten (obwohl nachwievor Kamera-Equipments und Kopiermöglichkeiten bestehen) und der Umwidmung beinahe zur Ulknummer und zum Nostalgiegewerbe, der schon morgen wieder massive DCI-Werbung in anderen Rubriken folgt, kann man nur höflich eine Absage erteilen, wenn man sich ernsthaft für Fragen zur Kinematographie interessiert. Schade - vielleicht ein anderes mal, wenn dann seriöser gearbeitet wurde.
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Vor sechzig Jahren gab es schon Fernsehen und Schmalfilm. Super 8 als Massenmedium noch bis Ende der 1970er Jahre, seitdem Video und später DVD. Das Kinobild bewies seine Einzigartigkeit durch Schärfe, Brillanz und Grösse in großem Abstand zu allen anderen Medien. Ein Fundament der Branche, über das man gar nicht diskutieren braucht. Sollte es dennoch in Zweifel gezogen werden, dann adé Cinéma. Schafft bis zu 4k - je nach Kopierprozess. Versaut werden die meisten 35mm-Filme hinsichtlich ihrer Schärfe nicht durch die Kopierung, sondern durch die digitale Ausbelichtung! Wer die Kopier-Negative kennt, weiss sofort, woher der Wind weht... Gestern war es noch ein Alleinstellungsmerkmal (Post der @oceanic-Gruppe).
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Wo bleibt der tosende Beifall aus Karlsruhe für den obigen Vortrag? @preston, das ist Ihre Gelegenheit für DCI-Werbung, nicht vergessen! Was ist das, bitte? "aufgenommen in 1:1.96"? Aufklärung über die "wahre Grösse" eines Negativs? Habe ich so noch nie gesehen - aber wir sind ja ein einem Nostalgie-Verkaufs-Forum, in dem alles "gross" ist. :wink:
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Das kann nicht Ihr Ernst sein?
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Momentchen mal: Über 120 Jahre war die überlegene Optik der Kinoformate ein Alleinstellungsmerkmal des Kinos. Ganz én passant damit zu brechen, ist eine sehr kühne Frechheit. Und ausserdem noch 2k-Projektionen als kinowürdig zu erachten. Auch auf 2-3 Meter Bildbreite zuhause ist der 4k-Vorteil sofort evident. Manche merken nicht, dass sie an den Fundamenten des Kino sägen. Ist es dann weg, lachen sie sich ins Fäustchen und zählen die Zeilen ihres Flachbildschirms rauf und runter.
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Einsatzgebiete von 35er Kameras
cinerama antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Allgemeines Board
"Phantom 65" ist aber eine 4k-Kamera, die keine 65mm-Kamera sein kann, auch wenn ihr Sensor dem 65mm-Todd-AO-Bildfeld entspricht, wie wir wissen. Selbst alte Negative von 1963 müssen mit mindestens 6k (so Tak Myagishima von Panavision) oder gar 8k abgetastet werden (so R. A. Harris). Wie eine "Phantom 65", die somit in den Detailauflösungen allenfalls Ähnlichkeit mit mittelmässig belichteten Kunstlichtnegativen der Kodak Vision Serie erreicht haben könnte, ist m.E. nicht rational erklärbar. -
Jenseits des "gnadenlosen" Marketing-Angriffs darf versichert werden, daß gerade digitale Formate schneller sterben als alles Exotische der Filmtechnik der letzten 120 Jahre. :wink: Vornweg gleich die Blu-ray zu nennen, der wenig Zukunft zugeschrieben wird, was ganz pragmatische Gründe der Digitalisierung und Medialisierung hat: - Jugendliche rezipieren AV-Inhalte zunehmend am Computer: die DVD ( oder Blu ray) ist bei ihnen weniger beliebt, als erwartet - Ein gewaltiger Schlag gegen eine Globalisierung der Blu ray (ohnehin das schlechtere, unschrärfer, datenreduzierter und datensparsamere Medium gegenüber der überlegenen HD-DVD) erfolgt bereits: in Fernost ist die China-HD Marktführer und für 5 EUR gegenüber dem etwa 5-fachen Anschaffungspreis der blauen Scheibe dort im Vorteil - OnDemand-Dienste, VSDL und Online-Archive werden die Sammlungen von häuslichen Silberscheiben massiv reduzieren und für obsolet erklären (was ein wenig traurig stimmt, da die Sinnlichkeit der Verpackung, der Booklets und anderer Features sie bereits in vielen Wohnzimmern zum Ersatz der Bücherregale gemacht hat) Mechanische Filmtechnik wird an kultureller Funktion niemals aussterben, @oceanic-Kollegen, da jetzt selbst die Digitalproduzenten und Staatsarchive die Umkopierung auf Kodak 2238 im Sequentilal Exposure-Verfahren sowie auf Microfilm analog zum Dolby-Digital-Lichttonverfahren präferieren. Zwar wünschte ich mir selbst eine Ablegung bei rein digital produzierten Werken auf kristallinen Speichermedien, aber so weit sind die Entwicklungsingenieure heute noch nicht. Es handelt sich bei Film immer auch um ein materiell erfahrbares, sinnliches Material, an dem man sich kreativ und konzentriert abarbeiten kann. Diese Arbeitsweise stelle somit auch eine Kulturtechnik dar, die bestimmte Filme in ihrem Look, in ihrer Machart, im Schnitt, in der Ausstattung und sogar Schauspielführung "charakteristisch" aussehen lässt und nicht unmittelbar "austauschbar" wäre. Zu @Filmtechniker: ein 70mm-Verleih hätte allenfalls noch 1975 gewisse "Markt"-Chancen gehabt. Seitdem beschleunigte sich die Umbauwelle oder gar Schliessung der sog. Roadshow-Theater (u.a. MGM und Capitol Berlin, später ebendort Royal Palast und City, in Essen Grand Palast und Europa Palast, in München Royal Palast und Mathäser Palast, in Hamburg UFA Palast oder Grindel, in Berlin - ehenals Hauptstadt der DDR das Kosmos, weitere Theater in Halle, Erfurt, Dresden oder Leizig usw. usf.. Allesamt nicht den Bedingungen des Popcornkinos unterwerfbar und daher aufgrund der Platzkapzität "Schliessungskandidaten". Weiters wurden 70mm-Filme seit etwa 1980 inflationär im Fernsehen ausgestrahlt, die zuvor Jahrzehnte als "Heilige Kühe" der Großverleiher galten. Dazu kommt der Wandel in der Medienästhetik und der Mangel an Etat oder Fachkräften für eine vernünftige Nachkopierung der betreffenden Filme, wie sich auf der Berlinale bei der Stiftung Deutsche Kinemathek skandalös bemerkbar machte. Als Archivar verleihe ich aber gern nachwievor seltene Filmtitel an Kinos dieser Welt, für die keine Beträge aufbringbar sind, um sie nachzukopieren. :wink:
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Kurze 65mm-Aufnahme sogar im Stollen bei JEDE MENGE KOHLE - hoffte damals, das sei besonders spektakulär, es diente aber nur der Kornreduktion bei hochempfindlichem Material.
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Die Rede war vom aktuellen 35mm-Dolby-Digital-Kinoton, nicht von Blu ray-Discs. Ausdrücklich war auch keine Rede davon, dass ein 20 kHz-Signal bei einem Hör-Test registriert werden könnte. Auch bei den Digital-Lösungen wurden seit langem schon die Grenzen gesprengt, u.a. mit Blick auch auf bessere Klangtreue bei Transfer analoger Bänder gegenüber der konventionellen Compact-Disc: Die Super Audio-CD verdankt ihre hohe Klangqualität der Aufnahmetechnologie Direct Stream Digital (DSD). DSD ist ein 1-Bit-Aufnahmevorgang, der bei einer Abtastrate von 2,8224 MHz einen Frequenzumfang von 100 KHz und einen Dynamikbereich von mehr als 120 dB über dem hörbaren Bereich erreicht. Er gibt die analogen Signale akkurat wieder und fängt die Original-Klangfarbe und -Atmosphäre der Quellenaufnahme ein. Die Unterstützung der Super Audio-CD wächst stetig an: Immer mehr Musiker, Toningenieure und Musikkritiker erkennen das Potential der DSD-Technologie, deren Klang unübertroffene Klarheit, Räumlichkeit und Atmosphäre bietet. http://www.fl-electronic.de/neuklang/sacd.html Darum überzeugt auch wenig, wenn einem immer wieder vorgehalten wird, welche Parameter man gar nicht sehen und hören könnte, obwohl sowohl das Meßergebnis als auch der Hörvergleich in Einklang zu bringen sind.
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Scheinbar haben Sie sich damit gar nicht befasst? Nur so erkläre ich mir das Unwissen. Das ist doch Unfug, den Sie hier über Film- und Audiotechnik verbreiten.
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Gerade um eine "flächendeckende" Verbreitung zu erwirken, trennte sich die Fox nach wenigen Monaten von ihrem Diktat im 3-Klang des Verkaufspakets (u.a. mit 4-Kanal-MT). Dann wurde, wenn ich das richtig verstehe, die Flächenverbreitung des auch >Scope< nennbaren Verfahrens, nicht mehr an 4-Kanal-MT + Miracle Mirror Screen + B&L-Anamorphoten geknüpft, sondern durch die anderen Geräte-Anbieter, Verleihfirmen und vor allem durch die Aktivierung des alten Lichttons (!) für "CinemaScope" und eine Unmenge anderer Scope-Systeme ohne 4-Kanal-Magnetton erreicht. Das ließe eventuell die Klassifizierung zu, wonach Mehrkanal-Magnetton im Kino immer ein Roadshow-Verfahren blieb und verleiherseitig so auch bedient wurde. Die enorm breiten Frequenzgänge bei einigen Schallplatten machen tatsächlich Sinn, wie ich erst vorgestern bei Vergleichen (Georg Solti-Dirigat des "Rheingold" von 1958 als Vinyl-Pressung und anschliessend als "digital restaurierte Version" auf CD) überdeutlich bemerkbar machte. Bin kein HiFi-Freak, aber das klang höchst überzeugend nach echter Orchester-Musik, sofern man selbst einmal dort spielte.:rotate: Ähnlich Aufnahme und Abtastung bei Quadrophonie, wofür ebenfalls geeignete MC-Tonabnehmer sowie Verstärker und Speaker vorhanden sein sollten (aber in den wenigsten Haushalten vorhanden waren): http://www.jukeboxservice.at/html/body_tontrager.html Würden in diesem Forum weniger Legenden verkauft werden, könnte man über die Verfahren ernsthaft diskutieren. :wink:
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Nicht phantasieren, @preston. 1954 gab es keine flächendeckende Verbreitung. Die aufschlussreichen Zahlen von @TomCat von 1958 beziehen sich auf die Gross-Stadt Westberlin - auch als "Schaufenster des Westens" gehandelt. Und sind auf die Gesamtzahl der dortigen Theater zu beziehen. Nach 1958 gingen die 4-Kanal-Magnettoninstallationen zurück. In der "Fläche" (schon gar nicht auf dem Land, in der Kleinstadt oder in der Provinz) kann von "deckender" Verbreitung gar keine Rede sein. :lol: Das ist ein Roadshow-Format - also das Gegenteil der flächenverbreitenden Durchdringung, und somit ein Exklusiv-Merkmal "reicherer" Kinos, um sich von anderen Wettbewerbern abzusetzen. Bitte die Geschichte behutsamer "interpretieren". Danke!
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Das ist aber historisch auch wieder nicht haltbar, oder? 20th Century-Fox gab schon sieben Monate nach der Weltpremiere von THE ROBE das Roadshow-"3-er-Paket" aus Miracle-Mirror-Screen-Leinwand, 4-Kanal-Magnetton und Bausch & Lomb Type 1-Anamorphoten auf und etablierte wieder den Lichtton. "Flächendeckend" ist ein Märchen. Natürlich auch eine technische. Von Dolby-Digital-"Kinoton" kann u.a. nicht erwartet werden, Klangräume einer 50 Jahre alten Decca- oder RCA-Schallplatte zu übertragen (bis 40 kHz bzw. 60 kHz geschnitten). @Stefan2 meint ausserdem woh das hochfrequente Hin- und Herschalten bei Dolby Digital zur Erzeugung eines pseudo-diskreten Raumtons. Gegenüber dem mehrkaligen, echt-diskreten Magnetton ein Rückschritt. Genauso wie das "DLP-Cinema" zum photochemischen Film.
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So richtig breit war das Bild auch nie, sofern nicht für ganz grosse Premierentheater die Empfehlung ausgesprochen wurde, im Originalformat auf 8-Perf 35mm zu projizieren und erst in diesem Zusammenhang auch auf das Seitenerhältnis 1.96 : 1 zu gehen. Und unter anderem gab es für diese DeLuxe-Kopien 6-kanaligen stereophonisch-direktionalen Ton. Von alledem wurde in der Reduktion 4-Perf 35mm (s.o. PR-Erläuterung in den "Filmblättern") leider nichts übernommen, weswegen das Verfahren (unverdientermassen) eingestellt wurde: u.a. durch den Rückzug Alfred Hitchcocks von diesem Format, der sich hatte überzeugen lassen, dass THE BIRDS auf neuem, verbesserten Kodak-Material auch auf 4-35mm gedreht werden könne.
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Und was hat die Bewerbung einer - nicht dem Thema "Nostalgie" und/oder "70mm" verwandten - Blockbuster-Premiere von 2009 (SALVATION?) auf DLP-Cinema-Format noch mit diesem Thread zu tun? Fördert der DLP-Vertrieb neuerdings die 70mm-Neukopierung? Ist das nicht schon in Bradford einigen Puristen aufgestossen?? :wink: Hier zur Lage der Nation, das kommende 4k-Digital Heimkino: http://www.golem.de/0905/67426.html Zum 70mm-Festival in Mailand: Es gab zu keinen Zeiten ein bestimmtes "Zugpferd" des 70mm-Kinospiels: "2001" lief relativ erfolglos bei der dt. Erstaufführung 1968/69 oder 70, "Lawrence von Arabien" wollte 1964 kaum einer sehen in Berlin, und auch die Wiederaufführungen Anfang der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre waren mittelmässig besucht! Das Revival der "restaurierten" "Lawrence"-Fassung 1989/90 wurde durch die Roadshow-Kinos der UFA-Theater AG gereicht, lief aber nicht zur Zufriedenheit der Theaterleiter. Zeitgleich gab es eine überlaufene "Premiere" dieser Fassung (im 35mm-Spiel) im 'Filmpalast Berlin' und später dann erstklassig besuchte Einzeltermine in Abendvorstellungen der 'Urania' (mit zwischen 340 und fast 700 Besuchern den Abend). In Mailand gab es nicht "50 Besucher", sondern der Film lief gleich dreimal hintereinanden, sodass der Berichtende eben auch die schwach besuchten Nachmittagsvorstellungen erwähnte. Nichtsdestotrotz wüsste ich ausserhalb der diesjährigen Berlinale keine 70mm-Festivals, die durchgängig "voll" waren: das erste mal in Brandford Mitte der 1990er Jahre sass man noch bei "Hello Dolly" und "How the west was won" mit nur 30 Gästen zusammen im damals fast brandneuen 'Pictureville'-Theater. @Preston Sturges fehlen einfach all diese WA-Erfahrungen des letzten Vierteljahrhunderts... Ohne Privatengagement und/oder Sponsoring gäbe es diese Wiederaufführungen nicht. Rechtschreibkorrigiert
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Also die alte Technik der Separationen bei 65mm war m.E. sehr kritisch zu sehen, weil Deckungsprobleme nicht auszuschliessen sind und auch die Bildschärfe gegenüber einem modernen ZwiPo zurückfällt. Farblich aber ließen sich damit echte Referenzen erhalten, da ist Zustimmung zu zollen. Da die äusserst geringe Auflage jüngster 70mm-Revivals entweder auf total unausgeglichenen Nullkopien vom Kameraorginal oder farbverfälschen neuen Duplikatnegativen beruhte, aber andererseits auf Blu-ray-Disc farblich sehr akzeptable Versionen erschienen, muss man befürchten, dass der traditionelle Weg in Kopierwerken in Ermangelung von (eben auch in den 1950/60er Jahren aufgewachsenen) und erfahrenen Kopierwerksfachleuten mittlerweile endgütlig versiegelt wurde. Bisweilen fällt dagegen noch eine Himbeer-Kopie positiver ins Auge als eine Neukopie. :evil: