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Definiere bitte den Begriff "perfekte Kinoführung". Danke!
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Schon klar, wenn man DVD-Leihe, Ondemand und Fernsehen als Filmverwertungsmarkt nicht mit anrechnen möchte, sondern hier nur den DVD-Kauf erwähnt. Und dann den Kauf einer Kinokarte (das ist ein für 1 Vorstellung "geliehenes" Seherlebnis) mit dem Kauf einer DVD vergleicht, die allerdings für Mehrfachsichtung im Haus verbleibt. Sicher ist das von mir alles falsch dargestellt worden - wie immer. :wink:
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Wurde auch die Magnetton-Kopie neu hergestellt?
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2008: Einwohner Deutschland 82.126.628 Kinobesucher 129,4 Mio. Kinobesuch pro Einwohner 1,58 Glaube, die Branche ist nicht ganz so prosperierend, wie manche sie schönreden möchten. Man muss unterscheiden zwischen eigennütziger Geschäfts-Propaganda und der Wirklichkeit. Eigentlich heißt es Kostendeckungsbeitrag, aber egal... So ist es.
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Erst lesen, dann denken.
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Der traditionelle Kino-Ansatz aber ist in der Welt der Online-Distribution und der digitalen Informations-Träger nicht mehr aufrechtzuerhalten (auch wenn DCI dies propagiert und einen angeblichen Mindeststandard gefunden haben will). Die schnelle Normwandlung eines HD-Produkts (gegenüber der eindeutigeren, über Dekaden auf das Kinospiel gerichteten 35mm-Formattechnik) fragt alsbald bei der Auswertungsfrage nicht mehr nach niedrigeren oder höheren Auflösungen auf der Kundenseite (sprich: nach technisch "überlegenem" Theaterspiel), sondern nur "wie schnell", "wie günstig", "wie flächendeckend"? In dieser grausligen Welt ist ein exklusives Theaterspiel viel zu riskant, zu teuer, zu monopolisitisch. Man würde dem heute wirtschaftlich schwächsten Glied der Auswertungskette ein Monopol auf Filmauswertung anverleihen. Aus diesen Gründen wird auch DCI alsbald seine "Vorreiter"-Rolle verlieren, wäre zu prognostizieren. Der Versuch, einen vergleichbar lebensfähigen Nachfolger für das 35-mm-Standard-Format aufrechtzuerhalten, kann nur scheitern.
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Dann lade ich mich mal selbst ein. :wink: Übrigens: kaum genutzte Altobjektive von 1962 können aufgrund aufwendiger Bauart (immerhin Doppelgauss-Typus), berechnet auf die alte Bauer-Lampe, ein durchaus kornscharfes Bild liefern, wie wir es in der RH (Reichshauptstadt) bei den millionensubventionierten Aktionismen der Retrospektive leider vermissten. Eine kalibrierte Oma-Anlage von 1964 kann ihrerseits störungs- und klirrärmere Übertragungen zustande bringen als eine Reichsretrospektive vom Februar 2009 auf Dolby-JBL-Kombination. Das bestätigen auch einige Zeitzeugen der 1960er Jahre-Aufführungen in Zoo- und Royal-Palast. Ich würde zwar stets die rote HD-Plus-Objektiv-Serie, Panastereo-Prozessor und Klipsch-Hörner als Neuanschaffung bevorzugen. Aber da die Zusammenstellung (alt + neu) in der Reichsschau gar nicht gut funktionierte, traut mal lieber dem eigenen Equipment ( - das hoffnungweckende Zitat der Presserklärung zur 70mm-Retrospektive "Bigger tan Life" der Berlinale im Oktober 2008 verhieß noch anderes: Die Retrospektive wird im Kino International und im Cinestar 8 am Potsdamer Platz präsentiert. Das Kino International wird für die Festivalaufführungen mit einer Kombination aus altbewährter Projektionstechnik und neuer, digitaler Ausstattung speziell eingerichtet. Damit bietet dieses traditionsreiche Filmtheater ein optimales Sicht- und Klangerlebnis. Auf der großen gekrümmten Leinwand brillieren neue, aufwändig restaurierte 70-mm-Kopien neben wertvollen Unikaten aus Archiven. ) "Altbewährt" waren die defekten Ausbauprojektoren aus dem 'City im Europacenter' schon seit 1977 nicht mehr, und die digitale Ausstattung im ''CineStar 8' (eine dts-Wiedergabe noch unter dem Niveau eines analogen 20er-Jahre-Tons, ergänzt vom Ausfall des digitalen FP-75-E-Projektors [des Schrittmotors?]) tradierten brillant, auf was und wen man sich in Zukunft verlassen kann.
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Bildquelle: Pro Grindel e.V.
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Dazu eine umgekehrte Prognose: Kinos werden fortan nur noch von Nostalgikern und Liebhabern betrieben werden können, die zum Programm fähig sind. Als Wirtschaftsgut werden gewerbliche Kinos künftig kaum mehr zugkräftige Werbe-Fenster sein wie noch in vergangenen Dekaden, da sich die Produzenten und Distributoren auf dem Wege der Datenautobahn schnellere und sicherere Absatzmärkte suchen. Das heisst: kategorisches Medien-Ondemand zur Gewinnabsicherung, bevor durch eine negative Mundpropaganda im Aufführungsrahmens eines für heutige Lebens- und Medienwelten viel zu schwerfälligen Kinostarts der Absatz infragegestellt wird. Schon jetzt sprechen hierfür die day-and-day-"Kinostarts", die mittelfristig von day- and-day-Allround-Starts abeglöst werden dürften. Ein unbarmherziges, unausweichlichs Szenario, die notwendig der spätkapitalistischen Ausdifferenzierung entsprechen. Die Aufrichtung neuer Monopole richtet sich nicht mehr wie in den 1910er Jahren bis in die 1960er Jahre auf Kinoproduktion, sondern auf ein Monopol im Rennen um die Medienmärkte mit ubiquitären Formatwiedergaben. Selbst wenn neue Kunstformen digitaler Inszenierungen, die in ihrer erzählerischen Komplexität und auch in der Multisensorik leciht vorstellbar sind, einem Kino der Zukunft neuen Auftrieb bingen könnten, wird oft verkannt, dass Kino künftig ortlos sein wird. Es war ein Zufallsphänomen des 20 Jahrhunderts, als das Bürgerliche Zeitalter aush proletarische Bedürfnisse zu befriedigen begann und etwa zeitgleich kinematographische Standardisierungen eine breitflächige Kinoinfrastruktur ins Rollen brachten. Möglicherweise ist innerhalb der Filmgeschichte die Konsolidierung von Filmtheatern ein Zufall gewesen und nur temporärer Natur. Film (oder AV-Inhalte) sind daran nicht zwingend gebunden. Das orstfeste Filmtheater kann diesem Ansturm der Moderne nicht standhalten, es sei denn, es gebärdet sich konservativ wie die Oper oder das Kleintheater. Funktionslos werden in diesem Umwälzungsszenarios zuerst zwar die uniform betriebenen Kaufhauskinoketten, die ohnehin keinen kulturellen oder sozialen Nutzen verkörpern. Dennoch steht der Aufwertung der klassischen Einzeltheater, die dadurch begünstigt werden müssten, entgegen, daß diese nach Vorstellung der Companies (und auch der multiplexalen Mitbewerber) eigentlich einer Marktbereinigung unterzogen werden müssen. Mit anderen Worten: zerstört wird das, was in absehbarer Zeit einen kommunalen und kulturellen Fortschritt mit sich brächte, sobald eine Lücke gefüllt werden müsste. Dann aber, wenn alles an Kleintheaterkultur gerodet ist, schlüge die Barbarei wie ein Bumerang zurück auf die Sieger und Bereiniger: auf die Konzern- und Kaufhauskinoketten, die sich von innen her auflösen werden, weil sie unwirtschaftlich sind. Ähnliches prognostizierte vor 13 Jahren ein berliner Programmkinobetreiber: erst die Kinocenter, die untergingen. Dann sprossen Multiplexe wie Pilze aus den Boden. Und nach den Multiplexen kommt die Sintflut. Das aber im Detail zu betrachten die Personeneisenbahn ist nicht identisch mit der Dampflok, das Beharren auf den 35mm-Spielbetrieb keinesfalls ein Auslöser von Insolvenzen (im Moment dorth diese her mit dem Roll-out und seinen Nachrüstungszyklen), und die Freude am Bahnverkehr konnte auch die den PKW nicht erlöschen. Ob moderne ICE-Züge in heutigen Kinderzimmern als Modelleisenbahn Einzug halten konnte, kann ich nicht beurteilen. Zeitlos bleibt die Haptizität der Modelleinsenbahn allemal, während die Software der Game-Boxen oft rasch veraltet und ermüdet. Diese Metapher ist - wie jede Metapher - auf das Kino durchaus übertragbar, aber auch widerlegbar. Grundsätzlich, darin hatte Belton recht, wurden durch Digital Cinema um 2000 keine bahnbrechend neuen Sinnerserlebnisse im Kino angeschoben, daher sprach er von einer "flügellahmen Revolution" Es ist eher eine Revolution in der Postproduktion - und in der Animation. Da die Gratwanderungen komplex sind, ist auch keine Epoche des analogen und des digitalen Kinos/Films bipolar auftrennbar, da die Linien ineinander übergehen und auch oft unmerklich eingreifen. Wenn für die Filmtheater leider keine Neuerung von revolutionärem Nutzen zu erwarten ist, dann besteht eben so auch Zweifel am Nutzen der Digitalität in ihren Ausflüssen dort, wo sich der Mainstream ihrer annimmt: siehe John-Lasseter-Filme versus traditionellem Animationshandwerk. Völlig daneben liegen daher die Standardvergleiche einer Umstellung von mechanischer Projetkion zur elektronischen, wo historische Vergleiche vom "Übergang vom Stumm- zum Tonfilm" oder vom "Schwarz-weiss umd Farbfilm", oder von der Dampflok zum ICE oder von der Schreibmaschine zum PC 1 : 1 oktroyiert werden. Die Ähnlichkeiten und Bezüglichkeiten existieren natürlich, aber es ist niemand weltweit in der Lage, eine logisch nachvollziehbare Prognose oder ein belastbares ökonomisches Szenario zur Zukunft des Kinos zu erstellen. Der Grund: sämtliche bisherige Prognosen erwiesen sich als Spekulation, und die wenigsten Erhebungen der Forscher sind mit Entwicklungen früherer Dekaden der Filmtheaterbranchen vertraut. Heraus kommt eine Mißgeburt kommender Kinoschöpfungen, die als verlängerter Arm der TV- oder DVD-Produzenten eine verkrüppelte Form von Filmtheater übrigs lässt. Diese Art "Kino der Zukunft" wird - gänzlich unhinterfragt - u.a. von Herrn Höcherl ("Blickpunkt:Film") Woche für Woche propagiert. Zumal vor diesem Geschäftsoptimismus zu warnen ist, könnte sich im Filmtheatergewerbe der Konservatismus als künftiger Nährboden für Progressivität einmal erweisen.
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Hoffen wir, daß die Besucher anstürmen. Und daß es zu keiner "Abstimmung mit den Füßen" (ins DCI-Lager) kommt.
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Ich glaube kaum, dass Bradford für sich in Anspruch nehmen möchte, ein rein analoges Widescreen-Filmfestival zu sein. Die Engländer sehen das Gottseidank nicht so eng. Hier: "Widescreen" = "Widescreen", ob nun analog oder digital. Das Publikum dort vor Ort ist auch extrem interessiert an allem, was Kinotechnik angeht. Und die Leute sind dort sehr wissbegierig. Das finde ich sehr positiv. Das Interesse an Infos zum digitalen Kino und seiner Möglichkeiten ist daher sehr groß. Natürlich: wenn man ein Festival mit der Einstellung "nur analog ist gut" besucht, dann erleidet man dort sicherlich Schiffbruch. Aber selbstvertändlich steht es jedem frei, ob er das "digitale Angebot" während des Festivals in Anspruch nimmt oder lieber ein paar Stunden in der Museumskantine verbringt. Du darfst Dir ganz sicher sein, dass in Bradford auch weiterhin photochemischer Film zum Einsatz kommen wird. Analog und Digital leben dort in friedlicher Koexistenz. Mit Verlaub, wenn OKLAHOMA! in 2k Digital Cinema und eben so HOW THE WEST WAS WON so gezeigt werden, dann muss auch auf einem Wide-Screen-Festival von einem Paradigmenwechsel gesprochen werden. Immerhin finden jene Veranstaltungshöhepunkte (von ihnen wird derzeit überwiegend gesprochen!) nicht etwa statt in einer innerhalb eines Medien-Museums sicher selbstverständlichen) Exposition von elektronischen Verfahren und Medien (die ja historisch einen mächtigen Raum seit Einführung des Radios und des Fernsehens einnehmen), sondern explizit in einer rein kinematographisch und somit analog ausgerichteten Todd-AO- und Cinerama-Schau, die jedes Jahr magnetisch anzieht, weil darin vergessene oder vernachlässigte Sonderverfahren der Motor des Festivals sind - dachte ich bisher. Eine Digital Cinema-Projektion ist in jeder grösseren Stadt der Standard. Je mehr sie in reinen Museumsbetrieben Einzug hält, desto mehr erleidet irgendwann die kinematographische "Einsatzfähigkeit" Schiffbruch, wäre zu befürchten. Das muss so nicht sein, aber die Tendenz wäre doch einleuchtend? Und auch der Begriff der "friedlichen Koexistenz" (Nikita Chrustchev) ist als PR-Gag von der Geschichte ad absurdum geführt worden, ließe sich resumieren. Mein Fazit: Historisch getreue Kinematographie-Präsentation und (heutige, primär den Markteroberungsstrategien folgende Digital Cinema-Verbreitungen) schliessen einander aus, auch dann, wenn sie nebeinanderher laufen würden. Mir ist keine These bekannt, nach der ein digitaler Roll-out den Zweck verfolgt, Large Formats in ihrer gebürtigen Form und Identität wiederzubeleben resp. eine Perfektionierung und Ausweitung analoger Prozesse zu verfolgen. Sich das alles anzuschauen, auszuprobieren und durchzurechnen ist ja ganz legitim. Von einer Renaissance kinematographischer Verfahren zu sprechen, die vom Roll-out profitierten, käme mir nicht in den Sinn, da hierin ein Antagonismus angesiedelt ist, der erst aufhört, wenn das eine Platz greift, und das andere verschwindet.
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@Mr. sturges: kein Widerspruch: der optische Blow-up-Prozeß (auch über Naßkopierung) aus DOCTOR ZHIVAGO-Zeiten ist leider abgelegt worden. FALLBOURG 36 ist somit nicht der selbe Prozeß: es ist ein anderer, der, wenn wir uns darin einig sind, über 4k-Digital Intermediate geht und mit Trockenkopierung verfuhr. Das Ziel "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), bleibt mir als Anliegen eines analogen Wide-Screen-Filmfestivals unverständlich. Sie antworteten trocken, ich schriebe es doch selbst: Sponsoring by Arts Alliance. Das läßt mich nachdenken: wenn ein mächtiger Sponsor inderart Einfluß auf ein kleineres, analog-kinematographisch ausgerichtetes Festival nimmt, dann nicht in der Absicht, um eine Reproduktion der historischen Formate und Aufführungsweisen zu stimulieren. Sicherlich werden Sie sagen, dies habe ich vollkommen falsch verstanden. Nun: dann freuen wir uns doch auf Art Alliance, denn nur mit ihrer Hilfe ist dann gesichert, daß HOW THE WEST WAS WON auch in Zukunft original im 3-Streifen-Filmverfahren gezeigt wird und ein 70mm-Film natürlich nur in 70mm gezeigt wird. :wink:
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Wenn die anderen Rollen noch spielen, ist das doch eine aufhebenswerte Referenz. Und ist wegen einiger Splices im O-Negativ und der ausrangierten optischen Blow-up-Prozesse wohl nie wieder als 70mm-Revival zu erwartgen. (Hab' möglicherweise noch ein kleines Stückchen doppelt hier - vielleicht 5 Min. - mit der Zugfahrt durch die Ukraine, da können wir ja ggf. tauschen. Hat auch noch kein Indiz für das Syndrom.) In Bradford laufen offenbar wirklich erfreuliche Raritäten mit "The Taming of the Shrew", "Faubourg 36","Becket" und vor allem "Cinerama's Russian Adventure". http://www.in70mm.com/widescreen_weekend/2009/index.htm Ausserdem die Fox-Restaurierungen der beiden CS-55-Filme "The King and I" sowie "Carousel", von denen berichtet wird, die volle Negativauflösung habe sich jetzt auf 35mm konservieren lassen. Die Silberschreiben-Editionen von Mr. Belston waren auch hervorragend. Weniger prickelnd die "Digital Lectures" (sponsored by Arts Alliance), deren Ziel mir unverständlich bleibt. Wenn dafür geworben werden soll, wieviel rationeller, einfacher und sauberer das digitale Derivat eines photochemischen Originals jetzt vermarktbar sei und Beispiele dies partiell erhärten, so ist die Abkehr des Publikums von klassischer Kinematographie nicht weit - erst recht, sobald an Filmbänder kein Perfektionsanspruch mehr gestellt wird. Und sobald Fachpersonal wie Know-how ins Digital Cinema abfließen, was beim Referenten der Fall zu sein scheint. Was meint Thomas Hauerslev zu dieser Frage?
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Dachte ich auch, ist aber nicht so. Eben so SPARTACUS, wo sowohl wir in Berlin 2001 als später auch Karlsruhe 2006 auf SR hereinfielen.
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In wenigen Wochen noch einmal (endlich wieder?) LAWRENCE OF ARABIA in der Farbfassung von 1988 - Dolby-A-Magnetton. Hierfür peile die Mitte des Märzes bitte an, wer es sehen möchte (es kamen ja Anfragen im Forum, u.a. von @Fabian?). Weitere deutsche Festivals werden in diesem Jahr erwartet in Frankfurt am Main, Hamburg und evt. ab 2010 wieder in Berlin.
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Widerspruch: wir haben sie auch und spielten sie desöfteren. Nicht alles darin ist komplett gefadet. GRAND PRIX ebenfalls. Auch gibt es in Privathand zwei weitere 70mm-SCHIWAGO-Kopien, die Sie noch nicht kennen. Daher keine definitive Aussage über SCHIWAGO möglich, ausgenommen, dass es keine farbechte 70mm-Kopie mehr gibt und auch nie wieder geben wird.... :cry:
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Mich auch nicht. Information zur Restauration auf dem A-Festival? Fehlanzeige! (Ausser dts-Hinweis, Werbung für "Print courtesy of MGM, Los Angeles" braucht man das ja nicht zu wissen.) Gleich der erste Satz im Kinematheks-Programmflyer für KHARTOUM lautet: Anmerkung: Die vierminütige Prolog-Sequenz von Eliop Elisofon über das Nil-Tal wird kurz nach der Premiere aus dem Film entfenrt. Danach beginnt dann die nachgedruckte Märchen-, ähm... Inhaltsangabe aus dem "Evangelischen Filmbeobachter".
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Es gibt auch runde Papieretiketten. Kaum Kleber ausgetreten, und wenn, dann erneuerbar. Dann empfehlenswert, wenn man Gravuren in der Schichtseite des Films vermeiden will, die man bekanntlich nicht rückgängig machen kann.
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Lieber @preston, habe nicht "unrecherchiert drauflosgetippt", denn die jüngere Retaurationsgeschichte und die verschiedenen Kopierwerke sind seit 2001 bekannt. Bitte keine Unterstellung! Bildvergleiche sind seit Jahren gemacht worden. Auffallend aber ist, daß Sie aber die "unlösbare Problematik" bei FOTO KEM bei der Nachkopierung plötzlich preisgeben und dennoch deren Resultate verteidigen. Es gibt in einem normgerecht arbeitenden Kopierwerk m.E. keine "unlösbare Problematik" in bezug auf standardisierten Film. Wenn erstmals Sie, der LA BIBBIA wirklich (?) noch kennt, durch Scanablichtung und Rücksendung an Fox/Foto Kem Hinweise auf einen Zustand gaben, den normalweise das Kopierwerk selbst nach Erstsichtung der teuren Kopie hätte bemerken müsste, dann wird man schon stutzig, wer dort die Endkontrolle vornimmt. Das ist dann das "professionelle Arbeiten" der Studios, das zu bewundern einem hier vorschlagen wird? Ein oder zwei nachkopierte Akte machen vielleicht aus einem rabenschwarzem Rußloch noch ein romantisches Rabennest, ändern aber nichts an der der Gesamtproblematik. Man hätte auch ohne Ihren Hinweis LA BIBBIA sofort nachkopieren müssen, weil die BIBBIA-Fassung generell im Schwarz absäuft. ("Absäuft" ist kein beleidigendes Wort, sondern Standardbeschreibung in Filmkopierwerken.) Auch durch "Diplomatie" und "Managercharme" kann man aber sein Glück versuchen (das dürfen Sie aber nicht jedem aufzwingen, bitte), nur wird sich an dem Debakel wenig ändern, nachdem Sie selbst damit herausgeplatzt sind, was viele längst vermuteten: "Unlösbare Probleme" bei FOTO KEM. Unterstützen Sie lieber die Kopierwerke, die dieses Problem nicht haben, würde ich ernstlich anregen wollten. :) Weniger die kritischen Beiträge sind ein Problem, sondern die in Kürze erscheinende Blu ray-Konkurrenz, die die "unlösbare Problematik" bei der Nachkopierung noch unaufschiebbarer in den Vordergrund stellen wird. Und "unaufschiebbar" könnte unter Umständen lauten: Wechsel des Kopierwerks. Falls Sie selbst einmal einen Auftrag bei FOTO KEM erteilen möchten: nehmen Sie lieber einen vertrauten Kopierwerksfachmann aus Ihren Kreisen (Randolf Sch. z.B. mit auf die Reise und machen das dann so, wie es gemacht werden sollte. ja ... Andrew Oran von Fotokem war mehrere tage da, u.a. beim FLYING CLIPPER screening, bei WSS und beim empfang der retrospektive habe ich ihn gesehen und gesprochen. Statt des Empfangs haben wir vorzugsweise die neue CLEOPATRA-Kopie (dies Sie noch nicht kannten!) ziemlich detailliert studiert. Den Chat mit den Laboranten kann man später immer noch führen, wenn man zumindest vorher einmal gesehen und sich notiert hat, was produziert wurde.
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Serverbasierte Projektion auf der Berlinale gescheitert...
cinerama antwortete auf Natan van Pain's Thema in Digitale Projektion
Ist zwar nicht mein Gebiet, aber zu hören war: es sei vom Technikleiter der Festspiele GmbH fahrlässig gewesen, auf die Versprechen von IT-Firmen hereinzufallen, die fast immer nicht eingehalten würden. Tatsächlich ist die jetzt ungeplante Sonderbeschaffung von HD-Mazzen und Playern sowie von Sonderpersonal exorbitant teuer geworden, so der interne Bericht. -
Es waren sowohl der vertreter von Fotokem als auch die verantwortenden studio-executives von Sony und Fox sowie vom bundesarchiv mehrere tage bei den vorführungen und auf den panels anwesend. Man konnte allerhand an backgorund-info erfahren, es wurde bereitwillig auskunft gegeben. Hast Du das gespräch gesucht? Warum hast Du auf den panels nicht nachgefragt? Leider war ich fast der einzige, der im Detail nachfragte (sie unterstellten mir die Woche zuvor, ich traute mich nicht) und auch Hinweise gab: auf eben diesem Panel. Existiert als Mitschnitt bei der SDK. Die Personen sind mir aus Gesprächen bekannt, auch aus früheren Berlinale-Veranstaltungen. Auch gab es nur ein einziges Panel unter Einbeziehung der Restaurateure, nicht mehrere, wie @preston sagt. Gesehen hab ich trotzdem alle Filme. Die auf der Berlinale gezeigten Kopien von CLEOPATRA und STAR! waren bereits Duplikatkopien mit (besonders bei CLEOPATRA) sichtbarem Schärfeverlust. STAR! kann man nur noch als dunkel-grünstichig bezeichnen (Achtung Nachspieler!), WESTSIDE STORY als tendentiell ähnlich, aber mit deutlicherem Detailverlust und offensichtlichen Bildstandsproblemen sowie grausam eingeflachtem Klangbild. SOUND OF MUSIC hatte einen adäquaten Farb- und Lichtausgleich, scheiterte aber am Dup. LAWRENCE: wie oben beschrieben, orange-braun gefiltert, was angeblich dem Original-Look nahe kommen sollte, aber vorher einer Komplettwiederholung der Harris-Restaurierung bedurft hätte. PLAYTIME: war der Abschlußfilm der Berliner Reihe. Leider nicht die zweite, auskorrigierte Kopie, sondern eine unausgeglichene grünlich-gelbliche, die schon einmal im 'Arsenal' gezeigt wurde. Beim Betreten des Saals sprang mich eine gewisse Körnigkeit an, die in meiner alten Kopie fehlt. Dennoch hatte diese Kopie gewisse Ähnlichkeit mit einer halbwegs normalen Kopierung und Entwicklung. Die Körnigkeit des Dups war leider nicht viel feiner als bei der CLEOPATRA. Es ist wohl kaum zu erwarten, daß Auskünfte zu kopierwerksinternen Problemen/Ausfällen erteilt werden. Wissen aber tun alle diese Herren darum, das ist sonnenklar. Ändern wird sich vorauss. nichts. Ansonsten ist der Hinweis von @Ultra Panavision weiterhführend, dass in verschiedenen Kopierwerken gearbeitet wurde.
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Der Schlußfolgerung von @magentacine hinsichtlich des Umgangs mit Farbmaterial (er hat sich vorsichtig genug ausgedrückt, denn die Schwarzweiss-Kopien eines kritisierten Kopierwerks sind offenbar weniger kritisierbar) ist grundsolide. Sicherlich beeindrucken die o.g. Referenzen, der menschliche Enthusiasmus, die "70mm Besessenheit", wie man es oben liest. Eine Background-Info über die Prozessbeschreibung (auch das gehört zum Anstand eines jeden Restaurateurs) fehlt leider. Daher gibt es auch keine brauchbare Background-Info. Die Ausgangsmaterialien und Budgets haben nichts mit dem zu tun, was allgemein als dramatischer Kopierfehler konstatiert werden muss. "Mangel an professionellem Anstand" kann aber nicht daran festgemacht werden, daß öffentliche Debatten über Restaurierungsergebnisse/Neueditionen, die uns die Industrie liefert, immer auch Anlaß für Vergleichssichtungen, Prozessrekonstruktionen und Materialforschung sein müssen. Auf die fortdauernden Anwürfe aus der Gossensprache ("Güllekübel" bin hin zu "Hinterlassen von Duftmarken") braucht man daher weiter nicht einzugehen, zumal sich dahinter vermutlich Geschäftsinteressen verbergen, die gerne das Leichentuch des Schweigens über noch so absurde Restaurierungen ziehen möchten. Denn "der Sache" nützt es letztendlich gar nichts, vor lauter Angst, der Restaurateur könnte sich zurückziehen, jedwede Kopierwerks-Version über den Klee zu loben. Gerade weil sich seit Jahren fast nichts geändert hat, aber andererseits Silberscheiben herangezogen werden, um den tatsächlichen Restaurationswert einer heutigen 70mm-Kopie aufzuzeigen, zeugt es von Anstand, Widerspruch einzulegen. Da Farbraum, Kontrastumfang und Auflösung einer Filmkopie übrigens höher angesiedelt sind als die einer Silberscheibe, kann der Stellenwert der Filmkopie nur dann abgesichert werden, wenn diese Optionen auch genutzt werden. Erst dann steigen die Chancen für weitere 70mm-Revivals und Neukopierungen, wenn sie wieder Referenzwert haben.
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"Filmtheater Berlin" soll entkernt worden sein. War noch vor 18 Jahren ein Aktenlager der Oberfinanzdirektion, wo ich auch auf Anmietung anfragte. Schluachartiger Saal, eher beengend. Aber die Region ist durchaus erwägenswert, zumal hier das Kinosterben stattfand. Man bedenke aber, dass selbst ohne Miete die Betriebsnebenkosten eines 120 qm-Saals bei mind. 2000 Euro liegen. Das hatte ich in Deckungsbreitragsrechnungen eingesetzt mit stets negativer Bilanz. Daher ist das Andocken interessant: u.a. an die bestehende "Berlin-Ausstellung" im Kudamm-Karree. Ein ähnliche Variante ist bereits im Gespräch, aber im Moment hier nicht darstellbar. Die Symbiose mit einem Multiplexbetrieb (vergleichbar dem Modell etwa des KoKi im CxX Heilbronn) wurde von den Mitgliedern der Kinomuseumstruppe abgelehnt.
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Diese ist Teil einer kinohistorischen Entwicklung, aber möglicherweise nicht die entscheidende, und auch nicht der Gebrutshelfer oder der Garant einer infrastrukturellen Exploitation des Kinobetriebs. Also für die Zeiträume und Segmente, die in einem grösseren Objekt für ein "Kinomuseum" genutzt werden, haben analoge Güter eine archetypische Funktion. Umgekehrt ist ein Dokumentar- und Indy-Festival mit original in Videoformaten prodzierten Beiträgen in der bestmöglichen Videoprojektion herzurichten, anstatt den Kompromiss der Ausbelichtung auf Filmträger immer wieder einzugehen. Im Moment bleiben die Kommunalen Kinos, inbesondere das Arsenal in Berlin, strikt beim Filmbandbetrieb, zumindest was das filmhsitorische Erbe betrifft. Diesen Standard sollte man keinesfalls unterschreiten, selbst wenn der Mangel einiger Filmkopien im Vergleich zu neuesten Blu ray-Versionen augefällig ist. Die Altkopien sind die letzten Zeugen der Premierenzeit, in derem zerfurchten Gesicht sich auch in Würde des Alters widerspiegelt. Da ich von unserem Vorgänger M.C. (vielbelächelter Betreiber des "1. Berliner Kinomuseums" seit 1962, eines spartanisch hergerichteten Kinos in Manier der Nickelodeons mit harten Klappstühlen der 1910er Jahre) in den letzten Jahren einiges begriffen habe, was ich zuvor lediglich skurril fand, ergeben sich einige Beobachtungen: - das Konzept eines archetypischen Spielbetriebes unter Ausblendung sämtlicher späterer Moden und Technologien erklärt sich aus dem Anspruch eines Museums selbst - Der Rückgriff auf Consumer-Medien (falls dies gar in einigen KoKis in Kürze Schule machen sollte) wäre ein Virus im gesamten Museums-Unternehmen - Der derzeitige DCI-Digital-Roll-out scheint nicht unbedingt die Hoffnungen zu nähren, die auf eine Wiedergeburt des Repertoires, auf die Stärkung der Programmkino- und Verleihszene, auf Vielfalt der Programmsparten u.a. gerichtet sind, wie einst propagiert wurde. Tatsächlich ist es eine Marktbereinigung der Majors, und das Repertoire wie auch Spartenprogramme und Dokumentafilmfestivals werden es aus Gründen der verleihpolitischen Bedingungen in diesen Kinos genau so schwer haben wie zuvor - Mittlerweile sind 4k-Projektionsgeräte in Rede, die in Kürze zu erschwinglicheren Preisen als 2k-DLP-Projektoren erwerbbar sind und möglicherweise in der Programmkinoszene Verbreitung finden könnten - Die ständigen Auf-, Nach- und Umrüstspiralen der Digitalisierung arbeiten gegen die Lebensinteressen und Betriebsgewohnheiten des ortsbasierten Schaustellerbetriebes "Kino" - Für die Durchführung von Dokumentarfilmfestivals mit Videoformaten genügen i.d.R. Leihbeamer vollauf - Der geringe museale Etat für Ankäufe eines Museums sollte daher kinohistorisches Inventar ins Auge fassen, aber auch Produktions- und Kameratechnik berücksichtigen (so wurde kürzlich über eBay die erste 70mm-Kamera angeboten, eine Mitchell Fox-Grandeur von 1929) - Ein Mehrsaalhaus (wie "Die Kurbel") liesse verschiedene altmuseale oder auch postmoderne und avantgardistische Konzept zu. Für diesen Zweck wären aber spezifische Räume herzurichten. Für Widescreen-Projektion eigente sich kein einziger. Ein Hin und Her der unterschiedlichen Medien und Filmbänder zwischen gleichförmigen Sälen (wie wir sie leider in einigen modernen Museumskinos erleben) wäre sogar zum Nachteil der Vielfalt und Differenzierung - Es besteht durchaus ein Anspruch, mit photomechanischem Equipment Perfektion zu erreichen, die von modernster Digitalprojektion eben nicht zu schlagen wäre: dazu gehört auch das Tilgen peinlicher Mechanik-Fehler, wie wir sie hier wie dort erst kürzlich erlebten. Ein perfekter Filmbildstand ist keineswegs etwas Aussergewöhnliches, sondern die Mindestvoraussetzung für einen anbietbaren Spielbetrieb - Ein Museum für Audiovsion ließe sich durchaus andocken! Erstens existiert es noch nicht in Berlin, und zweites wäre es durch räumliche/architektonische Trennung zum Kinomuseum begründet und sogar geboten. Ähnlich Bradford. (Allerdings bitte ohne Digitalprojektion von "How the West was won" - solche Kontaminierungen gilt es von vorneherein auszuschliessen). - Dennoch ist an ein Grossprojekt nicht zu denken, denn die Betriebsnebenkosten des genannten Charlottenburger Kinos sind derzeit nicht einmal durch Mainstream-Versorgung zu decken. Klein, aber fein, sage ich immer wieder. Das in Kürze - aufgrund heftigen Kränkelns bleibt das Exposee etwas dürftig
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HELLO DOLLY ist deswegen überragend, weil eine der wenigen neuen Kopien vom Originalnegativ und ausserdem als Korrekturkopie zu sehen. (Im Gegensatz zur CLEOPATRA, STAR! u.a. Titeln). Kleinere Einwände betreffen aber die Abstimmung des Aufmarschs in New Orleans sowie diverse Nachtaufnahmen. Mindestens auf diesem Niveau befanden sich alle zeitgenössischen Todd-A0-Kopien. Bergab ging es erst mit den Blow ups der 1970er Jahre sowie mit der Restaurations-Dupkopien von Robert A. Harris bei LAWRENCE, SPARTACUS, MY FAIR LADY. Aber auch diese Kopien sind dramatisch näher an normal aussehenden Filmkopien als die jüngst von Fox vorgestellten Restaurationskopien- :wink: Das Blendenziehen und die massive Bildstandsunruhe auf dem DP-70- Projektor B im *Kino International' ist definitiv vorhanden. Wir litten schon vor 30 Jahren im 'City im Europacenter' darunter, zehn Jahre später auch damit gearbeitet, und 2008, als bekannt wurde, dass sie ins 'Kino International' kämen, witzelten alle über die Unausrottbarkeit dieses Phänomens sowie über den Einbau neuer Kabinenscheiben im 'Inter', da DP-70 wenige wandnah installierbar ist wie Pyrcon UP 700. Insgesamt ist der Wechsel von Pyrcon UP 700 zu DP-70 in der Güte der im Saal wahrnehmbaren Qualität ein Rückschritt. FLYING CLIPPER leidet unter massiver Unterbelichtung in vielen Szenen bei Einsatz m.W.n. relativ lichtschwacher Objektiven (muss nochmal nachschauen). Die erzwungene Öffnung der Blende führte wohl zu diesen flauen Resultaten. Die Farbgebung war immer strahlend, neutral und gesättigt über das gesamte Spektrum. Da ich sowohl CLIPPER hatte als auch DOLLY in 70mm Magnetton, kann ich bestätigen, dass der dts-Ton deutlich flacher und beschränkter klingt. War der Magnetton raumgreifend und dreidimensional vorwärtsdrängend, bewegt sich das dts-Klangbild auf einer Ebene, das man hinter dem zweiten Bühneraum vermuten könnte. Weit weg jedenfalls.