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Also ich kenne den Harlan aus Berliner Begegnungen und Interviews, und dieser legt Wert auf den "letzten Willen" des Regisseurs. Mithin auch ein Grund, warum man die herausgeschnittenen "Licht-Aliens" am Ende Films nun doch nicht mehr zu sehen bekommt, so sehr es einen leider wurmt. Hmm, also diese "2oo1"-Fassung bleibt so wie sie ist: ärgerlich derzeit auf 70mm, besser auf 35mm und höchst gelungen auf HD-DVD. :wink:
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Eben nicht, das ist ein anderer Prozess: eine Abtastung vom photochemischen Original ist nicht identisch mit Digital Intermediate. Siehe auch BATMAN BEGINS. Es muss von 4 verschiedenen Postproduktionsprozessen bei DARK KNIGHT ausgegangen werden: für DCI-Cinema, für 70mm Imax, für die 35mm-Version und für die Blu ray Disc. Im übrigen mit höchst unterschiedlichen Resultaten! Erkundigen Sie sich mal in der Postproduktion, dort erklärt man es Ihnen sicher gerne. Marketingtechnisch seitens des Kinobetreibers in Ordnung und als "Vorwärtsverteidigung" zu erachten. Würd' ich auch so machen, Glückwunsch. Leider ist die 70mm-Originalkopie in Kontrast und Farbgebung nicht auf dem selben Niveau wie die böse Scheibe. Was man zwar nicht lautstark propagieren sollte, aber innerhalb einer Expertendiskussion durchaus auch anklingen muss. Ich wünschte, es wäre umgekehrt. -
Neugierdehalber interessiert es den Filmliebhaber auf alle Fälle, aber den "2001: Odyssey" werden die Produzentenerben mit Sicherheit nie freigeben. Das müsste man sich - böse Worte - in einem Studio schon als illegale Version rendern. Ein wirklich gutes 70mm-Bild lebt auch aus sich heraus, eine 3-D- Version könnte das Klarsichtpanorama m.E. eher eintrüben. Aber zurück zum Thema...
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Wenn wir ganz komplett werden möchten, einer von fünf: Klaus König, Toni Braun, Bernhard Stebich, Siegfried Hold, Heinz Hölscher. Die 35mm-Versionen der MCS-Filme halte ich insgesamt für minderwertiger als die vergleichbarer Produktionen und Reduktionen. Nicht erst bei den Les Laboratoires Francais zu beobachten, sondern schon bei Technicolor London. Haben eventuell einige Mitlesende einmal Titel wie OLD SHATTERHAND, DIE SCHWARZE TULPE, SCHEHERAZADE oder DER KONGRESS AMÜSIERT SICH auf 35mm gesehen? Darin zumeist eine unregelmässige und ungleichmässige Ausleuchtung, ein Helligkeitsflackern u.a. Defekte konstatierbar. (Bei den meisten Reportagen und Veranstaltungen kommen mir solche Aspekte einfach viel zu kurz.) Im vorletzten Jahr sah ich FYLING CLIPPER auf 35mm Druckkopie von Technicolor: und fand die Farbverdrehungen ziemlich arg - abgesehen von dem Umstand, dass die Schärfe des grossformatigen Negativs (die oftmals in anderen 35mm-Reduktionskopien noch zum Tragen kommt, u.a. bei El Cid, 2001, Ice Station Zebra, Grand Prix, Cleopatra, Agony and the Extasy) in keiner Weise Spuren hinterliess. Das Schlusslicht waren dann Mehrschichtenkopien im Verleih von GLORIA-Film. Demgegenüber ist die Technicolor-Fassung um Längen voraus: und in 4-Kanal-Magnetton wiederum eine kleine Sensation. Laut Hölscher, von dem einige Produktionsfotos zur Verfügung gestellt wurden, drehte er nicht nur in der Luft, sondern überwiegend territorial. Einige Fotos folgen noch, die noch nicht veröffentlicht wurden, darunter immens beeindruckend ein Foto der Feldkamera unterhalb der Tragfläche, an einem Unterflügel der Dornier DO 28, und direkt hundert Meter unter ihr die Flying Clipper - geradezu schwindelerregend schön! Höllisch jedoch der Lärm, den die Triebwerke verursachten. :o
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Das Blu ray-Ergebnis sieht schon sehr photochemisch, d.h. filmisch aus, also wie eine reine Abtastung unter Umgehung von Digital Intermediate. Man vergleiche auch auf Bur ray die gelbstichige Digital Intermediate-Version von CASINO ROYALE (war angeblich so gewollt) und dann einige Produktionsaufnahmen während der Dreharbeiten, die dagegen absolut herrliche, natürliche und ausgewogen gesättigte Farben zeigen. Bie DARK KNIGHT ist es bei der Blu ray gewissermassen andersherum: somit weitgehend zum analogen Vorteil des Films. -
Im Media-Museum Bradford (U.K.), i.d.R: zweimal im Jahr. Allerdings Arbeitskopie ohne einwandfreien Farb- und Lichtausgleich (d.h.: einige Szenen klatsch-blau).
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Bedauerlicherweise - und ein Armutszeugnis für die Produktionskontrolle seitens der Filmemacher bei der IMAX-Version - zeitigte nun die blaue böse Scheibe eine überragende Schärfe in den 2.39.1-Scope-Szenen gegenüber der matschigen, wie tot wirkenden IMAX-Version. Deutlich natürlichere und vitalere Farben, selbst bei den in IMAX gedrehten (im IMAX-Kino dort leider kalt-blau wirkenden) Szenenabläufen. Eine Nullkopie in Berlin? Selbst die 35mm-Version war in den Scope-Anteilen deutlich im Vorteil. Vermutung: gravierende Probleme bei der Herstellung einer Scope-Version (der überwiegende Drehanteil von DARK KNIGHT) auf IMAX.DMR, problematischer offenbar gegenüber z.B. einem Transfer von Super 35 (bspw. von MATRIX II und III, APOLLO 13). Die digitalisierte Ausbelichtung der 35mm-Drehanteile von IMAX-DMR hatte bei DARK KNIGHT funktionierte nicht zufriedenstellend, beinhaltete auch leichte Bild-Verschrammungen. Wofür bei der Premiere vermutlich wieder keine Zeit war, das hat man nun für den Home Cinema-Markt nachgeholt, brillant und scheinbar ohne Digital Intermediate. :roll: -
FLYING CLIPPER ist in neuer Kopie jetzt fertig geworden, mit dts-Tonzuspielung. Neben BARAKA einer der besser aussehenderen Kopien der Retrospektive IFB 2009. Bereits 1972 hatte es durch den verdienstvollen Verleih JAB eine neue Kopie von Technicolor-London gegeben, die 35 Jahre lang die einzig vorzeigbare Version des Films war (35mm-Kopien waren über die Dupkopierung keiner Erwähnung wert, die Videofassungen am allerwenigsten). Produktionsbeteiligte, auch Chefkameramann Heinz Hoelscher und die Weltrechte-Inhaberin werden hoffentlich auf den IFB präsent und ansprechbar sein. Fred A. Young, einer der zuderzeit berühmten Kameraleute Englands, wird vorauss. in vier Filmen auf den IFB vertreten sein: DOCTOR ZHIVAGO (35mm) sowie (in 70mm): LAWRENCE OF ARABIA, RYANS DAUGHTER und LORD JIM - jeweils in Neukopierungen.
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Der letzte HARRY POTTER war nur im Schlußakt twls. in 3-D, und ausserdem 2-D aufgenommen, aber erst in der Post 3-D-gerendert. Hat keine grossen Spuren hinterlassen, und zur Disposition steht ausserdem, wie viele der 11 genannten Filme durchgängig in 3-D gedreht sind. Da bis dato kaum Verträge mit dt. Kinobetreibern abgeschlossen sind, darf die Schlagzeilte der Illustrierten, die eine "Eroberung" antizipiert, als Sensationsmache ohne Nachhaltigkeit erachtet werden. Die Häfte der o.g. Filme dürfte übliche Mainstream-Zahlen erwirtschaften (auch in 2-D), andere Titel wie die Wiederaufführung von TOY STORY kaum ein Publikum mehr erreichen, da dieser Film in jedem Haushalt auf Silberscheibe vorliegt und der Inhalt bekannt ist.
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Auf Trollposts von mir keine Anwort mehr. Wunderbare Idee. Aber leider nicht einfach, so etwas in diesem Thread auch einigen Ökonomisten verständlich zu machen. Wir brauchen auch in Dtl. solche Kinos (mit Nitro-Berechtigung), weil nur so das Stummfilmerbe adäquat vermittelt werden kann. Mit DLP-Projektion ist das sehr fraglich. Gerne unterstütze ich solche Vorhaben. Apropos Silent Movies: Es hatte ja auch kürzlich Franka Potente einen "Stummfilm" gedreht: WER DIE TOLLKIRSCHE AUSGRÄBT. Oder die surreale Parodie einer Stummfilmästhetik, wie in Veit Helmers TUVALU. Freue mich auf weitere Konzepte aus dieser Richtung.
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Dies müssten einmal "Aussenstehende" unvoreingenommen lesen, was hier geschrieben steht. Der eine empfiehlt - bar jeder Filmtheatererfahrung - Befriedigung des Kunden nach McDonalds-Manier, der andere bestreitet die Filmtheater- und Kulturfonds, die seit Jahrzehnten branchenüblich sind. Und stichelt dann noch mit pathetischen "Untergangswünschen", dass andere nicht zu kämpfen haben (inkl. Anspielungen an "Mein Kampf" ). Ist schon interessant, daß ein karlsruher Betreiber einen solchen Aufwand betreibt, um seine "Karikaturen" abzufeuern, die ihm nichts einbringen, ausser Zuschauerschwund.
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Für mich nicht. Darum der Kampf um Förderung!
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Tradition: ja und unbedingt, aber auch "Neuerfindung", die, um Bollwerk zu werden, im Moment keine bahnbrechenden Konzepterfinder in Produktion/Distribution anzubieten hat. Mein Gedanke: die Neuerfindung ortsfester Kinostätten ließe aber auch befürchten, dass vom alten wenig übrigbleibt, so sehr eine Innovation auch begrüsst werden könnte, wenn sie den Erlebnis- und Beteiligungshorizont auf eine neue Stufe stellt. Das könnte, wenn man ein wenig umherspinnt, ein rein textuelles Thesenkino sein (für eine der Philosophie verpflichtete, anti-hedonistische Sozietät), ein Avantgardekino der reinen Form oder eine neue Stufe des "Kinos der Attraktionen", das den Blockbusterfilm/das Bewegungskino inhaltllich noch weiter auf Minimalsubstrat eindampft, aber um interaktive und (brillenlos) dreidimensionale Shows erweitert, die auch eine Fortsetzung des klassischen Zirkus (oder eine Rückkehr zum Jahrmarkt auf technisch gewandelter Stufe) propagieren. Für die Kunstform des 20. Jhds. mit den genannten Autoren stehen die Zeichen auf Reduzierung zur Videokonserve, die bestenfalls - im produktiven Sinne - wie ein "Buch" benutzt würde. Zwar setzt auch die moderne Schulerziehung auf Vermittlung des Autorenfilmerbes an, bislang nur unwestenlich aber in Verknüpfung mit dem ortsfesten Filmtheater. Gerade darin aber könnte eine Aufwertung des Filmtheaters durch reanimiertes Repertoire liegen, weil es somit den Opernhäusern gleichgestellt (und auch entsprechend gefördert) würde. Im Moment gewinnen offenbar die bahnbrechenden Einflüsse via Scheibe, HD-Broadcast-Contents an jedem Ort und Internetkommunikation an Oberhand, wenn das nicht endlich eingedämmt wird.
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Vorweg: Interessanter Diskussions-"Stil" einer bestimmten "3er-Gruppe" des Karlsruhers @preston sturges, die den despektierlichen Stil ihres Kumpels kopiert. Aus den zitierten Links ein Essay eines weiteren karlsruher Freundes, der, obwohl ich ihm zugeneigt bin, keine Zielscheibe der Attacke der obigen 3 ist: Wenn andere Kinos bereits wieder zurückruderten, bestätigt das sicher einhellig Eure Weitsicht und Weisheit. Herr Flebbe und zahllose Programmkinos sollten auch auch schleunigst zurückrudern. Ich wiederhole obige Thesen ohne Wertung: Popcorn, HDTV-Live-Events, Eidophor, 720p-Projektion, RealD-Roll-outs erfüllten den Kernauftrag gut gehender Kinos. Der Rest gehört ins Museum. Der Absatz taucht dort gar nicht auf. Ansonsten kann man nicht die ganze Welt zitieren. Ein interessantes Beispiel - und genau das droht auch der Kinobranche. Eigentlich müssten wir jetzt alle einer Meinung sein?
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Natürlich nicht, ein Film braucht das gar nicht. Wieso versteckst Du Dich immer hinter dem "wir"? Na Freunde, Freundin oder Kollegen - also Gleichgesinnte. Schreibe Du bessere Kritiken. Ist gar nicht so einfach, wie man glauben möchte... nun...das ist auffassungssache und entscheidung der dramaturgen, regisseure, produzenten und autoren. Kann sein. Produziert wird ja vieles. Abgefilmtes Theater? Das war der Vorwurf an frühe Tonfilmoperetten. Damit kann man auch MADAGASCAR II absegnen. Also schon mal gescheitert? Fundsache: Der Aufschwung des Fernsehens im Jahre 1947 steht zeitgleich für eine Krise in der Filmindustrie. Von 26.000 Filmtheatern mussten 6.000 schließen. Der Verlust der Filmindustrie betrug schließlich über sechs Millionen Dollar. Attraktionen mussten her, die der Bildschirm nicht zu bieten vermochte. Man begann, an einer Reihe von Breitwandverfahren zu arbeiten. http://www.wasistwas.de/aktuelles/repor...jahre.html Zur "Entkrampfung" ein kurioses Zitat: Wie es zu einer Entkrampfung kommen soll? Vielleicht durch Zeit. Gebhard Henke sagt: "Es handelt sich hier um einen ideologischen Grabenkampf der Älteren, und ich glaube, er erledigt sich in 20 Jahren. Junge Regisseure machen ganz selbstverständlich ihr Kinodebüt und anschließend einen ,Tatort'." Zur Aufweichung harter Positionen hat er schon einmal ein paar warme Worte parat: " 'Ben Hur' kann man mit Erfolg im Fernsehen zeigen", sagt er, "aber Sie können 'Lindenstraße' oder 'Schwarzwaldklinik' nicht im Kino zeigen." Kino, sagt Henke, besitze eine "unique Wertigkeit". Klingt wie von Schlöndorff. Ist von einem Mann des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/...kino-sein/ Schon amüsant, die geistige Verwirrung in Kinofragen. :lol:
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Wird es in England bald kein Popcorn mehr in den Kinos geben? Wenn es nach dem Besitzer mehrerer Kinos, Daniel Broch, geht, könnte das bald wahr werden. Einige Gäste fühlen sich durch den starken Geruch der typischen Kinoknabberei gestört und auch die häufig verschmutzten Kinosäle sind Gründe für eine eventuelle Abschaffung. Gabriel Swartland ist Sprecher der Kinokette Picturehouse Cinema. Die Kinokette wird versuchtsweise ab September Vorstellungen ohne Popcorn anbieten und somit der Bitte von Besuchern entgegenkommen. Die Kinokette Curzon wird in drei ihrer Kinos weiterhin Popcorn anbieten, da die Gäste dort nicht auf ihr Popcorn verzichten wollten. http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erh.../10194.php Popcorn streng verboten! von Frank Fischer Ganz großes Kino in England: Man will dort doch tatsächlich das Popcorn aus den Kinos verbannen. Eine der größten Kino-Ketten lädt schon jetzt zu «popcornfreien Vorstellungen» ein. Grund für die Verbannung: der störende, «überwältigende Geruch» und die «Schweinerei» unter den Kinositzen, erklärt Daniel Broch vom Londoner Everyman-Kino. Auch bei «Picturehouse Cinema» will man den Puffmais verbieten. "Popcorn ist Streitsache. Viele Leute können es einfach nicht riechen und haben uns gebeten, es abzuschaffen - und genau das werden wir jetzt tun", verkündet Unternehmenssprecher Gabriel Swartland. http://www.gamona.de/kino-dvd/kino-news...65375.html
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Das ist mir klar. Vermutlich aber keine echte Lösung: weder für Opernaufführungen/Opernhäuser noch für Film/Spielfilmtheater. So schön kann Oper sein: http://www.dresden-und-sachsen.de/dresd...eroper.htm Und "Oper" für's Kino müsste vollständig für dessen Rezeptionskultur transformiert werden, "filmischer" gemacht oder uminterpretiert werden, so wie diese beliebte Beispiel immer wieder zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=prjWY0rwM_U
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Das weiss ich auch. Sie sind mit Fernsehequipment produziert und werden voraussichtlich mittelfristig die exklusive Kinoschiene wieder verlassen. Zahlreiche Kundenbeobachtungen legen dar, dass die Bildgüten minderwertig sind. Auch der künstlerische Wert der Met-Aufführungen, der Sänger und der Inszenierungen steht unter Beschuss. Es handelt sich technisch gesehen um Broadcast-Übertragungen, und dies werde nach eine Einführungsphase ins Home Cinema oder sogar in öffentlich-rechtliche Sender abwandern, wäre meine Annahme. Es gibt auch andere prominente Kritiker in der Branche, die diese Art des Kinospiels skeptisch betrachten, unter anderem K.L. Koch und Teile der AG Kino. Wir ziehen den Gang ins städtische Opernhaus allemal vor. Ist ja keine Sünde, die Miete muss schliesslich bezahlt werden. Aber der Blick in die Zukunft (auch einiger Beispiele wie in England, bei Programmkinos oder dem sog. "Luxus"-Kino) macht insofern Hoffnung, als dass bestimmte Besucherklientel (regional abhängig) dies dankbar registrieren und offenbar eine Ertragsgrundlage darstellen. Warum sollte ein reines auf Massenabfertigung zielendes Multiplex umdenken, wenn es nicht ernsthafte Gründe hierfür geben würde? Das Publikum gerade in Dtl. wird älter und somit anspruchsvoller, und das UCI-Modell ist dafür scheinbar ungeeignet (und m. E. auch nicht reformfähig, denn man müsste eigentlich diese Kinobauten abreissen und von grundauf neu einrichten. Die meisten sind auch bereits in Modulbauweise errichtet, um notfalls in Möbelhäuser konvertiert zu werden).
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Und warum haben gerade Sie auffallenden Kopf- und Fußraumbeschnitt in Ihrer Projektion - trotz DCI, Tools und Baumarkt? Jeder nach seiner Fasson ... werde weiterhin nach der 30er Jahre-Methode und mit Neu- plus Altfilmmaterial verfahren. Den eigenen Augen zu trauen hat sich schon immer bewährt, wenn man die Verantwortung nicht an irgendwelche Firmen delegieren will. :D
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Nur raus mit der Sprache. Fernsehcontent im Kino als attraktivster Kino-"Content" beweist, dass sich eine Branche weg vom ureigenen Programmprofil jenseits der heimischen Vergnügen hin zur verlängerten Fernsehstube entwickelt. Und wenn "legitime" Interessen geltend gemacht werden, so ist für mich erahnbar, in welche Richtung der Zug rollt. Es wurden ja obenstehend bereits 720p-Projektionen zur Ablösung des 35mm-Standards nahelegt.
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"Da hilft nur...". Na ja. Das ist umständlich, wenn Sie sowas wirklich machen. (Die Schneider-Software schon vor Jahren teuer runtergeladen und nie gebraucht). Immer wieder amüsant, wenn man sowas liest. Es gibt 1930er Jahre Messobjektive mit Zoomfaktor, die das exakt ermitteln, hatte ich aber an dem Tag nicht parat. Es genügte auch immer, mit Messfilm in die Kinos zu gehen und die Brennweite in 5 Minuten zu ermitteln. Ausmessen der Bildwand war noch nie nötig, es sei denn, man lässt sich für 50 Tsd. Euro eine speziell auf Krümmungsindizes berechnete zylindrische Optik sonderanfertigen (die ja auch Sie nicht in der gebotenen Weise im Einsatz haben, obwohl dort wegen curved screen als echter Fortschritt zu erhoffen). Ziemlich praxisfremder und überteuerter Ratschlag also. Oder einfach die Frage in die Runde: wer arbeitet denn mit diesem Verfahren oder hat irgendwelche Vorteile davon?? Vielleicht Kinoton, weil das Equipment schick aussieht, aber auch dann ändert sich nichts an einer richtigen und an einer falschen Brennweite. Bei alten Filmen gibt es sowieso niemals die gleiche Brennweite wie bei frischen Film, und dass erklärt einem weder die Software noch der teure lasergesteuerte Entfernungmesser, sondern ein erfahrener Überblick über betreffende Filme, die einmal liefen oder wieder ins Programm kommen. Alleine schon die Normänderung der Magnettonspurbreite bei 70mm Mitte der 1980er oder 70mm-Kopien mit verstärktem Bildstrich erklärt mir kein "Theatre Design Pro" und andere Schleichwerbung. Wenn Sie weiterhin so günstige Ratschläge erteilen, ziehe ich Ihnen die Rammlerohren lang, solange bis die Münze klingelt. Damit werden dann die notleidenden Programmkinos zur Anschaffung ultrascharfer Entfernungslasers gesponsort, bis die Bildwand schmilzt. :) Die Optikfrage (bei rein sphärischem Format, weniger allerdings bei anamorphotischem) werden die Filmfestspiele schon noch in den Griff bekommen - und auch ohne Beschnitt im Kopf- und Fussraum des Bildes, wie man sie anderswo bei 70mm gewohnt ist. Das ist hier ein Punkt, der tatsächlich in den letzten 17 Jahren genau genommen wurde. Kenne nur ein richtiges Format. Das gewünschte überassen wir den Flachbildschirm-Konsumenten. :wink:
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Das braucht Dich nicht zu kümmern, wann und wo wir welche Stätten betreiben. "Gute gehende Häuser" würden auch - schon aus Schamgründen vor dem Mißbrauch deutscher Sprache - gar nicht in die Satzung aufgenommen werden. Das klingt ja fast nach Bordell, wenn das ein zartbesaiteter Gast zu hören bekommt.... Im ASTOR FILM LOUNGE (und ich bin alles andere als der Privatanwalt vom H.-J. F.) riecht überhaupt nichts. Ein Blödsinn, der hier seit Tagen erzählt wird. Ausserdem ist das Konzept nicht vom HJF, sondern uralt, sodaß Neiddebatten ohnehin ins Leere zielen. Wenn Ihr schon von gut gehenden, rein kommerziellen Häusern und optimaler Mainstream-Vermarktung redet, dann sollte man erwarten, sich auch in den aktuellen Marktbewegungen auszukennen. Mit Balkon und viel Personal hat das nichts zu tun, auch nicht mit Patentrezepten. Hier wurde lediglich ein bestimmtes Kinomodell kritisiert, dass wir und andere ablehnen, weil's zum Übergeben ist.
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Kurzsichtiges Denken, denn dieser Content ist Broadcast-Content (produziert und übertragen im System HDTV 1080i). Die Barriere für heimische Übertragungen fällt mit der Poplularität diese Marktes und der Akzepanz des Downloads. Alle diese Contente schaden dem Grundauftrag und der Kernkompetenz des Kinos: Spielfilmversorgung in möglichst langer und infiltirierender Auswertung. Die Engländer in ihren Multiplexen denken seit kurzem anders und schaffen Popcorn ab. ASTOR FILM LOUNGE in Berlin und eine Unzahl an Programmkinos nahmen Abstand von dieser Ware. Popcorn, Endloswerbung, Broadcast-Content, Discomusic, Schaumsessel und Black-Box-Säle sollte man aufgeben. Danach geht's wieder aufwärts. :wink:
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Nach den Chats zurück zur Ernsthaftigkeit: Nur als kurzer Einwurf:Die geometrischen Verhältnisse im Inter sind denen einer IMAX Kuppelprojektion sehr ähnlich. In puncto Projektion aus der optischen Achse sowie Radius der Wölbung zum Standpunkt Projektor? Aber dafür waren doch standardmässig alle Doppelgauss-Objektive seit Ende der 1950er Jahre korrigiert? Spezialoptik m.E. eher bei sehr kurzen Brennweiten in Betracht kommend. Bei f = 77mm (laut Gravur am Objektiv im "Kino International") weiss ich nicht, ob dies schon zu den Spezial-/Sonderformaten zählt. Bei Test einer normal-sphärischen Optik mit f = 80mm wurde das 17-Meter-Bild dort urplötzlich 3 Meter schmaler als mit der vorhandenen Optik f = 77mm von Zeiss Jena vpn 1963. Echt merkwürdig. Aber die Jena-Optik sah mir nicht nach einer Fischaugencharakteristik aus, welche ja dann eine Art "Kissen" projizieren müsste, um sich einer Kugelleinwand anzupassen. Auch die 70mm-Super-Cinerama-Optik bspw. im Royal-Palast hatte nur weitere Korrekturgläser zur Angleichung der Randschärfe bei dortiger Projektion auf tiefstgekrümmte 120-Grad-Bildwand und besaß einen Weitwinkelvorsatz, aber war nicht Fischaugen-charakteristisch. Die neueren ISCO-Fischaugen-Linsen gehen nicht über f = 62mm, allerdings kursiert das Isco Ultra MC 70 für tiefgekrümmte Bildwände dann in längeren Brennweiten. Das letztere Objektiv hatte @sturges mal getestet, das theoretisch weniger im Kopf- und Fußraum beschneiden dürfte. Im "Kino International" ist die Krümmung weitaus moderater, was von der Planungskomission der neuen 70mm-Zweckbauten in der DDR auch so gewollt war (nebst einen Verzicht auf 3-Streifen-Cinerama/Kinopanorama). Jedenfalls wurde ich aus der tatsächlichen Brennweite im "Kino International" nicht klug. Ein Wunschtraum für das "Kino International" im Rahmen der Umbauten für IFB 2009 wäre gewesen, den Grossteil des Geldes für eine im Krümmungsradius verstellbare Bildwand auszugeben, die auch streng von Wand zu Wand sich erstreckt - ähnlich blickfüllend wie in den 70mm-Cinerama-Häusern. Sowas hätte das Publikum zu goutieren gewußt. Aber wenn das stimmt, dann ist ab Mitte Februar, also nach der Berlinale, ohnehin Schluss mit allen Experimenten. Und das alles wegen der völlig unbegründeten Angst der Skandinavier wegen ihrer Archivkopien ... oder deren Vorurteile gegen den Projektor Pyrcon UP 70/0.
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Mit Ausnahme von Delphi-Palast verfügt hier niemand über Erfahrungen mit diesen Vorsätzen, am wenigsten die Technische Leitung der Berliner Festspiele GmbH. Das hätten eher auswärtige Techniker und Fachleute lösen können, die aber da nicht vorgelassen werden. Diese Intoleranz gibt es bei anderen Festivals eben nicht, das ist alte westberliner Arroganz, die sich breitmachte. Auch fliesst derzeit fast das gesamte Geld in den Friedrichstadt-Palast. Dennoch glaube ich, daß es Kinoton richten wird. Sie haben den Wartungsauftrag, und mindestens ein Mitarbeiter dort hat absolut das Zeug, fast sämtliche Probleme nach dem Standard in den Griff zu bekommen. Wie wir aber wissen, sind derart komplexe Einrichtungen (alte Geräte, alte & neue Filme) optimal nicht einfach vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn herzurichten. Vor allem, wenn die Filme noch gar nicht eingetroffen sind und sozusagen "blind" geplant wird. Jedenfalls beruht das, was anläuft, auf reinen "Schreibtischplanungen" der Technischen Leitung Festspiele GmbH (wovon ich nichts halte).