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Müsste szenisch gut gemacht sein, dann ist das Spielzeug sogar etwas, was die Handlung vorantreibt - ein Auto mit "eigener Seele" sozusagen, an dem sich der Plot in verschiedene Richtungen entfalten kann: (Kurzfassung).Origineller Abenteuerfilm-Einfall, noch in der Hitchcock-Tradition liegend.
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Der Erscheinungstermin des Bildbandes war ja von den Karlsruhern angekündigt (noch ohne Auflagenzahl) für Oktober 2007. - Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass anspruchsvolle Texte schon längere Zeit beanspruchen - manchmal zwei, manchmal zwanzig Jahre; man sollte nichts übers Knie brechen. Deine Ankündigung könnte man ja immerhin nachholen mit den leider kurzfristig stornierten Filmen CAN CAN und FLYING CLIPPER - sofern diese Filme plötzlich doch beziehbar sind. Dass die Festivals der Welt "meine" wären (?) - danke für die Andichtung - macht einen reich. Bescheidenheit führt auch voran ... Zu Deiner Anfrage: Für Herbst dieses Jahres war eine Filmreihe angedacht, die aufgrund erfreulicher Entwicklungen immer weniger Sinn macht, wenn für alle eine weitaus attraktivere Lösung gefunden wurde. Der Veranstalter möchte Näheres selber verkündigen und bittet um etwas Geduld und Diskretion. Hier werd' ich nicht die "Petze" machen! :wink: Der Termin ist jedoch nicht ein Oktober - wurde nie behauptet. Ich glaube, daß diese Auskünfte noch unzureichend, aber nicht unseriös sind, grüsse alle 70mm-Fans und begebe mich zum Schimpansen auf die FLYING CLIPPER: filmed in M.C.S. 70 Superpanorama.
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Die Militärübungen hat vor 1940 bereits Fred Waller - mit 11 16mm-Kameras - veranstaltet.
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Es ist recht kritisch, was @classwar an ungelösten Problemen beschreibt (gleichwohl ich gegen die Sabotage bin, zumal die Kinobranche so sehr leidet, daß man froh sein dürfte, wenn im Zuge der anstürmenden Blu-ray-"Revolution" einige ihren Mut als Betreiber behalten und Standortverantwortung zeigen). Allein die Erwähnung dieses Drohwortes ist juridisch aber nicht greifbar, da auch kein Adressat benannt wurde. Wenn die Gruppe FAU aus sich heraus nach basisdemokratischem Modell ein Kino betreibt (betreiben möchte), kann man dieses Experiment durchaus tolerieren und mit Interesse beobachten. Lernen müsste sie aber aus früheren Szene- und Alternativkinos, in denen ein Mangel an Abstimmung mitunter auch zur Selbstblockade führte. Man kann durchaus die Arbeit niederlegen, wenn die Bedingungen zu haarsträubend werden. Stillgelegte Kinos aber, in denen die Vorstellungen ausfallen, halte ich für kontraproduktiv, da die Gäste künftig wegbleiben. Die Streikenden können ja im Vorraum lauthals demonstrieren und verteilen, aber der Film sollte weiterlaufen. Nichtsdestotrotz - und da hier historisch/politisch nicht ganz zutreffend das Schreckgespent der DDR an die Wand gemalt wurde - einige Korrekturen: Die alternierte nicht richtig, zumal im Westen der Marshall-Plan frühes Wachstum verhieß ("friendly persuasion"). Wenn man den Test bestehen möchte, dann gilt es auch genau hinzuschauen: Die DDR-Plakette "Held der Arbeit" sagt nichts über den qualitativen Umschlag aus, der einst gefordert wurde. Einige Arbeiterorganisationen nennen sich "Partei der Arbeit". Dies vulgarisiert den Karl Marx, so weit ich mich erinnern kann. In der "Deutschen Ideologie" schreibt er das Gegenteil - was immer man davon auch halten mag: »... 3. daß in allen bisherigen Revolutionen die Art der Tätigkeit stets unangetastet blieb und es sich nur um eine andre Distribution dieser Tätigkeit, um eine neue Verteilung der Arbeit an andre Personen handelte, während die kommunistische Revolution sich gegen die bisherige Art der Tätigkeit richtet, die Arbeit beseitigt und die Herrschaft aller Klassen mit den Klassen selbst aufhebt, ...« Staatskapitalistisch eher im Devisenhandel, feudalistisch im Verwaltungssystem, orwellianisch im Überwachungswesen, aber vom Prinzip her progressiv in der Familien- und Sozialpolitik sowie im Modell der Sekundärrohstofferfassung und auch mit Blick auf frühe Verfassungsmodelle - all dies wäre in USA undenkbar gewesen. Die Syndikalisten haben eigentlich recht wenig Böses auf dem Kerbholz. In der DDR verfolgt und gefürchtet - mehr als die Altnazis, NATO-Agenten oder maoistische Protestgruppen -, sollte man sich den Thesen im einzelnen stellen. Im Gegensatz zur Partei "Die Linke" gibt es da ganz andersartige Lebensmodelle, die nicht ins Fahrwasser dümpelnder Sozialromantik (SPDPDS) abgleiten, sondern mit dem Humanismus ernst machen wollen. Mit ähnlichen Forderungen geht es hier weiter: http://www.anarchie.de/main-5852.html Glaube nicht, daß in diesem Thread bereits Argumente gefallen sind, die die FAU als Irrläufer überführen konnten. Sofern hier nicht bedeutend stärkere Gründe aufgefahren werden, sieht es aus der nüchternen Warte so aus, als sei die FAU, die ja so einige Film- und Kinoleute gewinnen konnte, in ihrer Gerechtigkeitsforderung unwiderlegbar?
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IBC Stereo 3D Wireless Kamera / Brillenfreies 3D
cinerama antwortete auf 3dcg's Thema in Digitale Projektion
DCI 3D hat 99% Marktanteil, solches Gejaule ist von gestern. Mit solchen Heilsversprechen (restloser Marktanteil ... dass die Zukunft restlos uns gehört) haben auch Finanz- und Bankmagnaten die Weltwirtschaft ruiniert und Politiker damit schon Feuer und Flamme freigesetzt. Neoliberale Propaganda ohne Rücksicht auf Verluste und Werte. -
W. Becker und H. Weingärtner auf RED.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Auf den Punkt getroffen - und ein entkräftendes, widerlegendes Argument, das solche Wandlungen rechtfertigt, fällt mir leider schon nicht mehr ein. Glüklicherweise spielt IMAX Berlin noch auf 70 Millimetern, und höchst (!) erfolgreich mit DARK KNIGHT, dessen Regisseur sich Digitalvorführungen auf Imax-Bildwänden verbat: http://www.cinestar-imax.de/de/kinos-lo...6&prefix=0 2k- oder Red-One-Spirenzien sind da kein Thema, und das ist gut so. :) -
Mir unverständlich, daß führende Branchenfachzeitschriften der Kinobranche, deren Verbände deren Herausgeber sind, in diesem Zusammenhang als "ideologisch" tendentiös erachtet werden. Und demgegenüber eine Zeitschrift, die primär die Konsumenteninteressen der Bildschrim-User erörtert, über den Klee gelobt wird. Ich glaube, hier geht es nicht um kritische Debatten, sondern die Fortführung der Kleinkriege in diesem Forum zur Wahrung von Eigeninteressen. Na Gott sei Dank. Zumindest noch vorläufig. Die wissen sicherlich, daß sie sich zum Büttel der Multimedia-Branche machen, wenn sie sich in deren Vertriebstechnologie einreihen. FKT, SMPTE Journal, in camera, Film- und TV-Kameramann, schmalfilm, Filmecho, American Cinematographer usf. Es gibt in dieser Welt keine ideologiefreien Diskussionen, ebenso wenig "unpolitische" und nicht-gefärbte Standpunkte. Diese wären auch langweilig. Sobald wird uns darüber einig sind, kann hier ganz frei diskutiert werden. Im September 2007 las ich einen in Teilen etwas differenzierteren Artikel in der c't. In späteren Reportagen fiel dann alles zurück in die so beliebten Anti-Film-Kampagnen mit den stereotypen Anflügen des Konsum-Fetischismus.
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Da nehme ich höflich Abstand, da Kodak bereits billigend das Color Fading inkauf genommen hat. Kaufte dort desöfteren die Molekular-Sieves, aber das ist keine Dauerlösung, da sie 1x im Jahr gewechselt werden müssen und die Filmbehälter selten luftdicht sind. Man muss sich nicht mit Hahnenkämpfen aufhalten: es gibt immerhin ein paar tausend informative Threads hier, die bisweilen auch persönliche Kontakte einfädeln, die mehr wert sind als das geschriebene Wort. @Pathéfilm: Würde gerne mehr darüber hören, welche Erfahrungen beim Trennen der Materialien vorliegen. Auf gutem Grund hatte ich vor 15 Jahren etwa 50 Meter Essigfilm an einer noch nicht befallenden Rolle als "Musikouvertüre" drangelassen, mit Trockenklebestelle auf die gesunde Rolle aufgeiwckelt. Gegen alle Warnungen und wider hede Vernunft hat sich das gesunde Material bis jetzt nicht angesteckt. Ein interessanter Test. Trotzdem ist die Trennung sicher dringend geboten, man sollte damit nicht leichtsinnig umgehen. Dann besteht Uneinigkeit über die Frage, die befallene Rolle entweder luftdicht einzuschweissen oder "auslüften" zu lassen (im Freien, schattig und unterdacht, oder zumindest in Pappkartons anstelle von Weissblechdosen oder Metallkontainern (Ionisierung) aufzubewahren. Dann ist noch nicht klar beschrieben worden, welche Gegenmassnahmen erfolgen sollen, um verwelltes Material geschmeidiger zu machen und ggf. durch Aufquellen in der Maßhaltigkeit zu verbessern. Auch ist interessant auszuloten, welche Vorrichtungen an Printer oder Projektor getroffen werden sollen, um derart dünnes Material mit fast aufgelöstem Schichtträger dennoch für einen beschädigungsfreien Durchlauf vorzubereiten. Letztlich könnte man abwägen, wie die Langzeitlagerung erfolgt. Bei erner wichtigen Rolle, die nicht umkopierbar ist, empfiehlt sich der Kühlschrank, der den Verfallsprozess stoppt. Kostet aber teuren Strom. Welche "zweitbeste" Option würde sich für die Langzeitlagerung anbieten?
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Es gibt den Online-Verleikatalog von "Filmecho", das Abo kostet aber etwas. Ich finde darin meistens das, was ich suche. https://www.verleihkatalog-online.de/
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W. Becker und H. Weingärtner auf RED.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Interessante Format-Akrobatik. Vielleicht sollte man die Imax-Filmer aufklären, daß sie auf das schlechteste Format setzen, zumal es mit Firma Red ganz easy geht. Foren für Digitalfilmer sind sehr zahlreich und überaus fachkundig und auch sehr positiv besetzt: http://www.videotreffpunkt.com/ http://www.filmwelt.de/ http://www.vfx-forum.de/ http://www.digitales-filmen.de/ (Hollywood für Sparfüchse) http://www.kamera-board.de/wbb2/index.php http://forum.chip.de/digital-video-tv/e...06763.html Das Kino hat gegenüber dieser babylonischen Sprachverwirrung doch eine ganz beachtliche Formatkontinuität, sonst wäre es gar nicht überlebensfähig. -
Kino-Filme in Zukunft früher im Fernsehen
cinerama antwortete auf Womenzel's Thema in Allgemeines Board
Keiner hat "die Wahrheit verdreht". Fast alle deutschen Produktionen seit den 70' sind Koprodukionen mit den Sendern. Ein Produzent, der zunächst ausschließlich auf's Fernsehen zielt, sollte bitte vor Abschluss seiner nachgeschobenen Kinodeals schon im Vorfeld deutlich machen, was er mit der Ware abseits der Branchengepflogenheiten vorhat und die Theaterbetreiber rechtzeitig vorwarnen. "Ein Geschenk des TV an die Kinos"? - Ist das so? -
Für jenes, weitaus modernere und als pure Sehmaschine konzipierte Haus Royal-Palast gab es keine richtige Lobby, sondern nur noch Spaßbewerber - aber hätte man die mörderische Wahl zwischen beiden Gebäuden treffen müssen, überzeugt und erwärmt mich Zoo-Palast weit weniger. Es gibt aber für ihn eine Lobby, und weder die Denkmalbehörde, noch Senat und die IFB sind auf United Cinemas International angewiesen. Definitiv verloren ist hier nur das 'Atelier am Zoo', das sog. "Bi-Kino" unterhalb des grossen Saals, dessen unabwendbare Beseitung bereits Panorama-Sektions-Leiter Speck als "Verbrechen" brandmarkte: "eines der letzten Kinos in Berlin, das den Zuschauer umarmt".
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Die Aversion gegen den Altbau seitens von a) Betreiberin und b) Grundstückseigentümerin war in der Branche kein Geheimnis. Allerdings gibt es auch andere Betreiberinteressenten - und der "Krone der Kinoschöpfung" (Selbstzeugnis der UCI nach dem Neubeginn an diesem Standort 1993) weint hier keiner eine Träne nach, solche Berlin-Kämpfer erinnern mich täglich an Münteferings "Heuschrecken"-Plage. Immerhin gibt es ja noch den Landesdenkmalrat, der den Grundstücksspekulationen einen Riegel vorschieben kann. Abwarten und sich überraschen lassen. :wink:
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Es kommen in Kürze viele hervorragende Kopien, seitdem das Digital Intermediate in 2k nicht mehr der neueste Schrei ist. Mittlerweile haben viele Filme wieder die Schärfe auf dem Stand den 1990er Jahre. Durchaus ausbaufähig. Selbst schuld, wer da jetzt noch auf DLP 2k umrüstet.
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Schwer einordnungsfähige Umfrage mit ein wenig zielloser Kategorisierung. In Berlin überall digitale Projektion: Werbung über Media-Markt-Beamer mit stockdusterem, schauderhaftem Bild. Mind. 20 Säle...voller Roll-out. Die "c't" ist ja auch das Fachblatt mit engster Tuchfühlung zur Kinobranche. :wink:
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Kino-Filme in Zukunft früher im Fernsehen
cinerama antwortete auf Womenzel's Thema in Allgemeines Board
Danke, @womenzel, für den Hinweis. Falsche Kompromisse und ein gefährlicher Trend in Richtung Destabilisierung der Kinoauswertung. Von @Skaphod richtig interpretiert. Dass solche Kotaus (indirekte Ablösung der gesetzlich verankerten Beitragspflicht der Sender in eine freiwillige Business-as-usual-Lösung, bei der einige Sender mehr, einige weniger ein paar "Kinotrailer" ausstrahlen) salonfähig werden, zeigt, dass die FFA kaum mehr Interessenverband auch der Kinobetreiber als vielmehr Lobbyist der Sender zu werden scheint - mögen auch noch so viele gestandene Kinoleute im Vorstand residieren. Das "Sommermärchen" bereits nach kurzer Zeit für's TV verschoben werden sollte und auch "Baader-Meinhof" in aller Kürze in voller Länge ins TV kommen soll, wird wohl kein Einzelfall bleiben. Man darf bezweifeln, ob bei derart verkürzten Produktzyklen es dann überhaupt noch wahrgenommen wird, ob der ausgestrahle "Kinotrailer" tatsächlich Kinowerbung ist, oder TV-Vorankündigung. Die Trailer für Festtags-Events des Sender werden ja auch schon Wochen früher eingesetzt, und so verwässert die Kenntlichkeit zwischen TV- und Kinotrailer unausweichlich. Wieder einmal hat es Detlef Rossmann (AG Kino) auf den Punkt gebracht: Detlef Rossmann von der Gilde deutscher Filmkunsttheater kritisierte ebenfalls, dass die vermehrte Ausstrahlung von Kinowerbung "als Ersatz für höhere Bareinzahlungen" benutzt werde. -
Also wenn das legal ist....am besten über nix mehr wundern!!
cinerama antwortete auf Klebepresse's Thema in Talk
Vielleicht sollte ich relativieren: bestreikt werden würden nur Lieferanten, die ihre Auswertungsfenster verkürzen. Ausnahmsweise gibt es auch Verleiher, die sie verlängern wollen ("Kinowelt"). Es kann sein, dass ein längeres Auswertungsfenster dann auf mangelnde Akzeptanz der Kunden treffen würde, aber sind dies nicht primär DVD-Kunden und darunter viele, die aus Bequemlichkeit nicht mehr ins Kino gehen und schon vor jeder Kinopremiere auf dem Datum des DVD-Releases herumreiten? (Man kennt solche Äusserungen zu genüge, Motto: "Kino? Das war gestern. Ich warte auf die Blu ray") Da finde ich es doch nett, wenn man solchen Kunden einmal ein Schnäppchen schlägt, und ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als zuhause mal auf die "off-Taste" zu drücken. Dann wäre noch zu ergänzen, daß seit Anbeginn der Geschichte jeder Streikende ein hohes Eigenrisiko einging, zumal andererseits auch kein Fortschritt erreichbar wäre. Immerhin haben hier einige, überregional abgesicherte Unternehmen mit sinnvollen Boykotts begonnen, als der Film HULK u.a. Titel wegen zu hoher Leihmieten oder zu kurzer Fenster den Dammbruch einleiten sollte. Auch wenn nach wenigen Tagen die meisten einknickten, wurde allen klar, daß Kino nicht nur als für die Verleiher/Produzenten risikofreies Werbefenster für lukrativere Videomedien herhalten darf. Dass Erfolgsfilme wie HERR DER RINGE nach nur 6 Monaten auf Video erschienen und alsbald auch auf Free-TV herumgeisterten, ist für die einen ganz normal und für andere ein Sakrileg. Erinnere mich noch gut daran, was für ein Aufschrei 1983 durch die Kinobranche ging, als erstmals BEN HUR für die TV-Aussstrahlung freigegeben wurde, eben so VOM WINDE VERWEHT. Für die meisten kommerziellen Kinos waren dies "Brotfillme", von denen sie an der Feiertagen, in der Sommerflaute oder das ganze Jahr über lebten. Schaut man heute in die Feiertagsprogramme der Kinos, wird es schon schwierig einen Film zu finden, der spektakulär genug ist, um die ganze Familie inkl. der Enkelkinder dort hineinzuschleifen. Es fehlt einfach das Klassiker-Potential - nicht weil alle Filme per se schwach wären, sondern weil sie keine Entwicklungspotentiale mehr entfalten können. Zumindest glaube ich, daß eine Kinolandschaft, eben so wie der Theater- oder Opernbetrieb, von gewissen Repertoire- und Kultstücken profiitieren könnte. Also müssen einerseits die Serviceangebote und die Kundenzuwendung verstärkt werden, eben so aber die Auswertungsfenster wieder länger werden. Allein die Service-Optimierung (Herr Flebbe kündigt gerade ein neues "Premiumkino" an) reicht hinten und vorne nicht aus. Und zur Not ging es seinerzeit mit miesestem Service jahrelang gut (die alten UFA-Zeiten der 70er/80er): die Macht der Auswertungsfenster sorgte für eine stabile Auslastung und monatelange, manchmal jahrelange Prolongationen in den Kinocentern. Das Ambiente war zwar mies, aber der Film was wert. Das finde ich im Vergleich bemerkenswert. :wink: -
Warum zu spät? Derart hoch dekorierte Filme tauchen imme wieder auf, gerade "Lawrence" ist ein Evergreen. @Fabian hat keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben. Die Raritäten dieser Veranstaltung waren weit eher (und in dieser Reihenfolge): Frühe Todd-AO-Clips mit Einführung, "Der Kongress amüsiert sich", "Exodus". "The Last Valley". Den Herren Siegmund, Fromm und Hölscher wird gedankt für ihre Erläuterungen - warscheinlich die bestmögliche Gästeauswahl, gemessen an der Themenstellung. Allerdings gilt es auch auf gravierendste Veränderungen hinzuweisen, die sich in neuen Kopien darstellen. Das ist bei Filmen nicht anders als bei Denkmälern, Aufführungspraktiken alter Theater- oder Musikstücke oder im Städtebau. Dem sollte man nachgehen, rege ich hiermit an.
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Also wenn das legal ist....am besten über nix mehr wundern!!
cinerama antwortete auf Klebepresse's Thema in Talk
Im Moment will oder kann der Staat keine Wettbewerbsbeschränkungen durchführen, die - wie schon bei der französischen Auflage für den Marktanteil amerikanischer Filme bei Kinoeinsatz - regulierend eingreifen. Der freie Wettbewerb aber regelt alsbald gar nichts mehr, außer die schrankenlose Betätigungsfreiheit für das Heuschreckenunwesen weiterhin sakrosankt zu sprechen (sprich: Deregulierung der Märkte).. Ein Streik der Kinobetreiber zusammen mit den Mitarbeitern ist der einzige Weg - bei hohem Einsatzrisiko. Nicht wenige Companies könnten in Reaktion darauf ihre Erststarts auf den DVD-Betrieb oder Online-Bezug umstellen (was sie so oder so in Zukunft vorhaben). Völlig richtig ist daher: nicht etwa nur eine Verteidigung der völlig unzureichenden Auswertungsfenster, sondern eine drastische Verlängerung ist geboten. Durch diese Disziplinierungsmaßnahme würde sich auch der Respekt des Konsumenten dem Kinobetrieb gegenüber schlagartig wandeln, wo im Moment noch über angeblich zu "teure" Kinokarten gejammert wird. Alles das wäre sofort durchführbar - und hätte schon vor 10 Jahren stattfinden müssen. Denn Investitionen in bessere, wieder normgerechte Filmkopien und Wartungen gegebener Kinotechnik ebenso wie Renovierungen in Kino verhallen sonst vor dem Ansturm der Multimedia-Produkte. Einige Produzenten und Distributoren drängen ja bereits mit Multimediaprodukten in die Kinos, die geeignete Technik hierfür ist der Beamer. Ob aber Games und Live-Übertragungen oder andererseits die Verfielfältigung des Titelangebots zu "mehr" und "aufnahmefähigeren" Konszumenten führen, bezweilfe ich. Auch das Umschwenken auf Game- und Live-Kino könnte eine stabile Spielfilmauswertung noch weiter destablisieren, ist aus konservativer Sicht zu befürchten. Offenbar aber gibt es einen starken Grund für jenen "Point of no return" für die Produzentengilde und ihre Pläne, die Fenster von Kino, DVD, Ondemand und Bezahlfernsehen zusammenzulegen, und dieser lautet: eine exklusive Kinoauswertung, die die (einst "Ersatzmedien" genannten) Mitbewerber ausschließt, würde zur unkontrollerten Raubkopierung als Volkssport führen, der man auch gesetzlich nicht beikommen kann. Gelingt ist also nicht, a) die Kinofenster drastisch um Jahre zu verlängern und b) die Raubkopierung zu unterbinden, so wird der Kinokuchen mit der Durchsetzung von Blu ray und Ondemand ein Stückchen kleiner werden. Klein genug allemal, um die Betriebsfähigkeit zu verlieren. Am Streik der Kinobranchen weltweit führt kein Weg vorbei. Dies hat man nur noch nicht begriffen und glaubt, eine Einsparung von Filmkopien durch die elektronische Wiedergabe würde die Produzenten und die Kunden schon besänftigen und den Konflikt aufschieben. Das Gegenteil aber ist anzunehmen. -
auf Heise: Hollywood pumpt Millionenbetrag in 3D-Kinos ...
cinerama antwortete auf 3dcg's Thema in Digitale Projektion
Dies ist sehr offensichtlich, dass auch diese Branche endlich gerne die Kinobastion erobern möchte. (Jede Consumerwerbung ziert sich ja bereits heute in Werbeanzeigen mit dem einen oder anderen Attribut der "KINO"-Kultur, um Kunden für ein angeblich hochwertiges Produkt magnetisch anzuziehen, auch wenn es nur ein 16 : 9-Ferneher ist). Neben TV-Ausstrahlungen, Live-Übertragungen und Ondemand-Vertrieb eine von mehreren Varianten im Digital Cinema. Diskutiert wid aber auch heftig darüber, ob dieser Content langfristig das Kernpotential des Kinos stärkt (oder auch das Gegenteil bewirkt - keiner weiss es...). Die Debatten sind daher politischer und weniger technischer Natur. -
IBC Stereo 3D Wireless Kamera / Brillenfreies 3D
cinerama antwortete auf 3dcg's Thema in Digitale Projektion
In USA - die einige Boom-Jahre erlebten, auch ohne Roll-outs, sondern eher Titelbezogen - dürfte das dritte Quartal in diesem Jahr nur mit Mühe an das Vorjahreserbnis herangereicht haben. Ansonsten ist unser kritischer Ansatz einer, der nicht nur "DCI 3D 99% Marktanteil" hier besprechen möchte, sondern auch die Schattenseiten der Weltwirtschaft(skrise) beleuchten möchte. Dabei gilt es nicht nur die Heimtechnologie im Auge zu behalten. -
Die Verdrängung des Buchs und der Informationsfreiheit eben so wie des frei verfügbaren und universell nutzbaren "Filmbandes" ist ja geradezu ein Voraussetzung für die Lebensverlängerung des Neoliberalismus! Sie führt hochwarscheinlich in den Totalitarismus: oder in den denkbaren "informellen Faschismus" - siehe "Digital Right Management" (DRM), das ja auch die Lebensgrundlage für Digital Cinema ist. Zerbricht möglicherweise auch das DRM (z.B. an der Lebenswirklichkeit und dem Freiheitswillen), so stünde auch das Digital Cinema ohne Vertragspartner da. Man könnte diese These erheben: dies wäre das Ende der ortsfesten Filmtheater, dessen "Umrüstung" in, zugespitzt, eine Art "DMR"-Diktatur führt, die rasch zerfällt. Ohne Filmband als arteigenes Kinoformats aber und ohne die DMR-Diktatur, die ja das "vernetzte" Kino vor Raubkopierung schützen sollte, sind dann am Ende sämtliche Lebensgrundlagen eines Kinobetriebes infragegestellt. Filme suchen sich daraufhin andere und neue Wege zu den Konsumenten, und der 2k/HDTV-Träger als Universalformat, zeitweilig umgetauft in "Digital Cinema", bewirkt als technologische Innovation die totale Aufhebung der bisherigen Auswertungsfenster. Eine Umbenennung der Rubrik in "Film- und Kinohistorie" wäre wünschenswert. Das Thema ist zu ernst, um nur als "Schwärmer" rubriziert zu werden.
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auf Heise: Hollywood pumpt Millionenbetrag in 3D-Kinos ...
cinerama antwortete auf 3dcg's Thema in Digitale Projektion
Auf diesem Minimalkonsens ist das unterschreibbar. Selbst bei Punkt 4) unterschreibenswert, wo um jeden Preis Ticktes verkauft werden müssen, da dieser Forderung eine ganz bestimmte Voraussetzung beigefügt wurde. Die Kinos haben eine ganze Menge investiert in den letzten Jahren. Daher wären Maor Companies und kleinere Produktionsfirmen gefordert, Ihre Loyalität zum flächendeckenden Kino-Langeinsatz unter Beweis zu stellen. Deshalb war Dein Verweis auf die früher langfristiger anberaumten "Schonzeiten" eines Films (mit Entwicklungs- und sogar Repertoire-Potential) von Relevanz. Diejenige Verleih- und Vertriebsstruktur und dasjenige Kino-Auswertungsformat, die dies begünstigen, wären dann auch unterstützenswürdig. -
Also wenn das legal ist....am besten über nix mehr wundern!!
cinerama antwortete auf Klebepresse's Thema in Talk
Das ist der Kern aller Kinoprobleme. Wenn das nicht härtestens erkämpft wird, dann geht die Branche unter. -
Nicht alle fühlen sich mit dem Historismus verbunden - weit eher mit dem Ökonomismus. Es gibt eine starke Befürworterfront für die Beseitigung des filmbandbezogenen Kinos.Man befürchtet anderenfalls den Untergang oder ein "Hinterherhinken" bei neuen Konsumvorlieben, die durch durch elektronische Medien (auch "digital" genannt) unbarmherzig vorprogrammiert würden, sodaß hieraus ein Entrinnen unmöglich scheint. Und umgekehrt: das Argument für den "human factor", für einen an der personifizierbaren "Schaumann-Geste" festhaltenen "Sonderbetrieb" mit einem "arteigenen" Kinoformat, eben dem Filmband, hat insofern Überzeugungskraft, als daß die weltweite Kompatibilität des 35mm-Formats eine Sicherheit in der vorrangigen Kinoversorgung gewährleistet. Es sollte aber nicht gefordert werden, einige generell ältere Praktiken und Equipments als für alle verbindliches "Handwerk" im Kinobetrieb einzufordern, gerade wenn ältere Objektive, ungleichmässige Ausleuchtung, frequenzbeschnittener Ton oder allzu holprige Überblendungen eben KEINE Voraussetzung zum opitmalen Abspiel auch älterer Klassiker oder restaurierter Filme sein sollten, auch wenn sie chronistisch damit zusammenfallen. Ist indes eine strenge museale Aufführung erwünscht, so gehört sie in eine Rubrik "Filmgeschichte", "Kinogeschichte", oder eben "Nostalgie", um eine Differenzierbarkeit von den alltäglichen Nöten des aktuellen Spielbetriebs kenntlich zu machen. In der Vergangenheit gab es hier heftige Schlagabtauschs zwischen pragmatischen Akteuren des täglichen Spielbetriebs und Denjenigen, die die Misere der Moderne durch Tradition und das "Fundamentale" korrigieren wollten. Einige, die mit dem Traditionsverweis bewußt auch in tägliche Debatten eingriffen, fühlten sich zu unrecht als Nostalgiker einsortiert (hierunter @expert grouper oder auf der anderen Seite: @preston sturges. Einerseits nun half die Trennung in Rubriken ein Chaos der Interessen zu kanalisieren und den Unmut zu schlichten. Andererseits müßten die anderen Boards, wenn man schon das Schlagwort "Nostalgie" bedient, eben so umbenannt werden, etwa in "Kommerz" (= "Allgemeines Board") oder ""Klatsch" (= anstelle "Small Talk"). "Nostalgie" hat als Begriff mitunter auch etwas "Augenzwinkerndes" oder Abwertendes. Wenn die Rubrik "Nostalgie", mithin eine der informativsten der europäischen Internet--Film-Community, in ernsthafter Weise aufgewertet werden sollte, würde ich "Film- und Kinohistorie" vorschlagen. Klingt zwar trockener als "Nostalgie", wäre aber wertfrei. Ärgerlich wären hier allerdings weitere zusätzliche Rubriken, die letzlich keiner mehr überschauen kann. Es sind schon jetzt viel zu viele, sodaß man seltener hineinklickt - zum Beispiel: die Rubriken "Technik" sowie "Tricks & Tips" lassen sich zusammenfassen und werden auch gleich viel lesefreundlicher!