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The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Die kam auch erst auf den Filmmarkt, als Sie ihm schon den Rücken gekehrt haben: http://www.arri.de/entry/416.htm Gebrauchtes Imax-Equipment? Ganz neue Meldungen. (Ich war auf der Versteigerung des Münchner Imax-Kinos vor drei Jahren und kann Ihre Erfahrungen bedauerlicherweise nicht bestätigen. Zu haben war nur Kleinkram.) Gemeint ist sicher Panavision Genesis. Seltsam, daß DARK KNIGHT von unser beider Betrachtungen ganz unberührt ist. Die von Ihnen erwähnten Kameras und D-Projektoren wurden dort nicht einmal im Ansatz diskutiert. Und dies ist doch das Thema dieses Threads, oder? -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Wie gut, daß Blockbuster-Regisseur wie Nolan und Spielberg erfolgreich widersprechen. Da kommt demnächst auch noch mehr... (Digitale Kameras werden immer gerne ausgeliefert. Haben hier auch eine - liegt nutzlos herum und geht laufend kaputt. Ausserdem ätzend teure Postproduktion. Seitdem Arri 16 plus. IMAX kann's gerne auch noch werden, kann man in Europa überall entwickeln und nachbearbeiten.) :) -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Schärfeverluste auch bei jedem Digitaldreh: nie wirkliche 2k oder 4k. :D Keine Träumerei, sondern erfreuliche Realität: Christopher Nolan hat die richtigen analogen Formate, die richtigen analogen Kameras eingesetzt. Das Ergebnis: ein ungewöhnlich erfolgreicher Blockbuster. Und die Bilder sehen schon ein wenig anders aus als in SUPERMAN RETURNS (2k digital, Panavision Genesis - ein Film, den sich die Leute selbst auf DVD / Blu ray nicht ansehen wollen.) :wink: Offenbar kaum Digitalprojektionen - wozu auch? Also: alles in allem erfreulich im 35mm- und 70mm-Kino. Weiter so und durchhalten. Geld sparen, gegebene Projektionspotentiale nutzen, nicht in die digitale Falle tappen. :idea: Und hier erläutern die BATMAN-Filmemacher Nolan & Co, welche Auflösung ihre analogen Filmformate haben (und nicht anders kenne ich es aus der Post): http://www.studiodaily.com/main/techniq.../9703.html Stimmen aus Amerika: Yeah, and growing number of directors (Spielberg on Indy 4, now Nolan on The Dark Knight) are becoming increasingly vocal about their displeasure at digital projection. The potential is great, but the current state of it is FAR from perfect. And on a really dark film the The Dark Knight, the digital projection will likely crush the blacks terribly and really won't look like it was intended. -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
2k nicht zwingend besser als 35mm: eine Frage der Kopiergüte resp. Ausbelichtung. Zu lesen war hier von tlws. schärferen, detailreicheren 35mm-Analog-Kopien gegenüber der digitalen DRM-Version, umkopiert auf 70-mm- IMAX. Ist zwar nicht der Sinne der Sache, aber vorstellbar. 35-mm-Daylight-Negativ löst mehr als 6k auf (abzgl. der evtl. Linsengüten und evtl. Greiferprobleme, die aber theoretisch und variabel sind, kn Gütewert für ein Filmmaterial). 35-mm-ZwiPo oder Printmaterial löst mehr als 12k auf: das ist der Grund, warum die IMAX-65-mm-Szenen gerade auf 35-mm-Kopie (!) und nicht DCI-2k-Kopie oder IMAX-DMR besonders brillant hervorstechen. 2k DCI hat dieses Potential nicht - und wird es nie haben. IMAX 65-Negativ hat nicht "satte 4k", wie hier gesagt wird, sondern ca. 18k. Simpelste Mathematik: Bildfeldbreite 35mm = 22 - 24 mm, Bildfeldbreite Imax-65-mm = 3x mehr, d.h. 69 mm Bildbreite. 3x 6k sind also 18k. Man sieht den Unterschied. Auch noch im kleinsten Kino, und auch im Vergleich hinterste Reihe bei Analog oder Digital. Hier das Wort des (nach Herrn Weber) radikalsten Roll-Out-Befürworters in Dtl. - erstaunlich differenziert. Und dem sollte man nachgehen: -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Etwa diese Predigten? Hm, anscheinend sind die Artikel die sich auf MPX beziehen falsch, denn bei genauerer Lektüre sind die beiden Systeme getrennt, da anscheinend IMAX digital als höherwertig positioniert werden soll als das klassische IMAX. Technisch klingts nach 2 * 2K oder 4K paralell geschaltet, die Projektoren selber scheinen Standardware zu sein. :roll: -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Ja, Du kannst ja gerne in einen Bollywood- oder Digital Cinema-Film ausweichen, wenn Dir die 15-perf 70mm-Örtlichkeiten nicht schmecken. :wink: Oder im hiesigen IMAX einen zweiten Bildwerferraum spendieren, damit die Überblendung neu erfunden werden kann. :D Aber ich kann Dir versichern, zu Zeiten, als ich noch keine zweite DP 70 besass, daß ich auch glücklich einzelaktig spielte. Und bevor ich mir eine Laserscheibe kaufte, würd' ich den 70mm-Film sogar rückwärts laufen lassen. -
The Dark Knight im IMAX Nürnberg nur als Digitale Projektion
cinerama antwortete auf Ollie's Thema in Digitale Projektion
Eine (gutgemachte) PAUSE (mit kunstvollem Titel) ist Kult! Welcher 70mm-Monumentalfilm, der i.d.R. fast immer ein "Kinofenster" von 20 Jahren hatte, wagte es schon, auf die standesgemässe Opernpause zu verzichten? Ich bitte Euch! So einer hätte es nicht einmal in die zweite Spielwoche geschafft! Schön, daß IMAX-Berlin eine Pause einlegt - ist nur die Frage, wie originell man sie den Kunden serviert. Ewiger Dank, dass wenígstens für die Hauptstadt das CineStar-(Imax)-Berlin das Werk der Produzenten und des Regisseurs würdigt. Und von einer DIGITALPROJEKTION provinzieller HDTV-Gaukler Abstand nimmt! Nur in 15perf-70mm-Vorführungen dürfen wir annehmen, dass sowohl große Teile des anamorphotischen 35mm-CinemaScope-Drehs, der auf IMAX-Kameras gedrehten Sequenzen wir auch der in 8k gerenderten Visual Effects eine adäquate Entsprechung finden - und die Zuschauer wieder dazu motiviert werden, NÄHER an die Bildwand zu rücken. Eine Unzahl an von spärlichen 2k Digital Intermediates ausbelichteten angeblichen "35mm-Kopien" der letzten Jahre (flankiert von schlechter Photographie, Super 35/1.85 oder Letterboxen) aber auch die "Glubschaugen"-Mimik endloser Werbevorprogramme sorgte für das Gegenteil: Flucht der Gäste in die hinteren Reihen des Parketts! In so einer "Kinokultur" konnten es die HDTV-Ausroller (sog. "Digital Cinema") weitaus leichter haben, von der "Mastering-Qualität" ihrer Videokonserven zu überzeugen, die sich schon nicht mehr mühsam an die arteigenen Projektionsgesetze des klassischen Kinos anzunähern versuchte, sondern das überall einheitliche HDTV-Consumer-Format als "Fortschritt" verkaufen konnte. Bitte mehr Premieren in 15perf-70mm! "Dafür werden Filme gemacht!" -
Guter Hinweis (zumal ich nur vier Titel miterleben durfte). Laut imdb.de noch weitere, mir unbekannte Titel: http://www.imdb.com/List?sound-mix=Sens...ensurround Interessant auch, wie da der Downmix auf DVD mit der Subwoofer-Frequenz harmoniert: man erahnt das Verfahren zwar, aber doch reichlich amputiert. MISSION GALACTICA - ANGRIFF DER ZYLONEN (1980) sah ich im "Bikino" CITY (neben ROYAL) Europacenter. Kann aber dennoch als Einzelkino mit ausreichend isolierten Sälen eingestuft werden. Allerdings lief KAMPFSTERN GALACTIA (1978) in der FILMBÜHNE WIEN 1 in Sensurround: dort neben dem großen Saal weitere sieben Schachtelsäle. Offenbar war das Equipment so selten nicht, wenn in Großstädten mitunter zwei Häuser zeitgleich in Senurround spielten.
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
@EIX: Wir haben uns im Leben doch noch nie gesehen oder gesprochen. Bleibt nur die Kenntnis Ihrer Beiträge, die "automatisch" Ihren Kollegen stützen. Und das ist für mich (vom Textverlauf her, nicht von der Person her) inakzeptabel. DARK KNIGHT-Betrachtungen: Weiteres Lob der Schauspieler / zum Wechsel des Formats / zur Straffung der Action-Regie (gegenüber Teil 1) und über Hans Zimmer & James Newton Howard: http://www.movie-infos.de/filmkritiken_...php?id=844 Weitere (auch für die Kinowerbung interessante) Werbung und Informationen zu den Filmemachern, Szenen am Set, Imax-Gründe (also keine RED- oder anderen Digital-Kameras im Einsatz): http://www.batmannews.de/gotham_city_ce...mera1.html http://www.metacafe.com/watch/1551140/c...ht_batman/ Auf http://german.imdb.com/title/tt0468569/technical ist wie bei BATMAN BEGINS nur für die IMAX-Version vom Digital Intermediate die Rede. Der Film wurde damals für die 35mm-Kinos aus Qualitätsgründen unter Verzicht des Digital Intermediates kopiert , d.h. konventionell vom Duplikatnegativ. Wäre interessant, ob das wieder der Fall ist, denn das D.I. hat sich immerhin verbessert. Vielleicht weiß es jemand? Gibt sicher noch interessante Links... -
3D ... 2k ... 4k ... 6k ... jetzt wirds schnelllebig
cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
Nostradamus, der Guru, hatte aber nicht so viel Humor wie sie. Vielleicht war der Bart zu lang, um schmunzeln zu können? :wink: Der ist klug, der über den Dummen nicht lacht. (Estland) Und für einen Roll-out gilt: Der ist einfältig, der sein Geld in fremde Kisten wirft, wozu er keinen Schlüssel hat. -
3D ... 2k ... 4k ... 6k ... jetzt wirds schnelllebig
cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
Zur Verteidigung der Rationalität der Industrie, die @Pudding dieser zubilligte, hier meine orthogonale These, die eine ganz andere Entwicklung anreißen möchte: Es sind durchaus Roll-out-Investitionen vorstellbar, die nur mittelfristig Löcher stopfen wollen und Übergangslösungen schaffen, und die somit betriebswirtschaftlich Sinn machen (Rationalisierungsinvestition, Desinvestition - allesamt auf einen schrumpfenden Markt weisend).. Für die ganz weite Zukunft zu investieren wäre ja vielleicht auch illusionär. Dazu keineswegs im Widersprich gibt es noch massive Investionen in die analoge Filmtechnik (Kamerahersteller, Kopierwerke, auch Projektorenhersteller [siehe Interview mit Renate Zoller über die Zweigleisigkeit]). Aber ganz heftig möchte ich abstreiten, daß alle unternehmerischen Entscheidungen auf einem "Wissen" oder auf ungebrochenem Zukunftsglauben beruhen: es gäbe zahllose Beispiele auf dem Finanz- und Kapitalmarkt, über die man später mit dem Kopf schüttelte. Es müssen also in der Film-Mainstream-Produktion nicht "allesamt" kompetent oder inkompetent sein, weil ein Teil-Roll-out im Moment stattfindet. Es gibt ja keine einheitliche Meinung. Auch die der deutschen Verleiher ist nicht einheitlich (und teils konträr zu einem Roll-out, mit dem eigentlich Geld gespart werden sollte.) Dann zur These, es hätte in der Vergangenheit immer wieder Versuche gegeben, die Starttermine gleichzuschalten (oder Ansätze, nur für's Fernsehen noch zu produzieren), und diese Vorhaben hätten sich nicht durchgesetzt. Da sollte man auf der Hut sein: Wir wissen nicht, ob es kurzfristig eben doch zum Zuge kommt: denn es läge im Wesen der Digitalisierung, Servicetätigkeiten und gerade auch AV-Produkte online abzuwickeln. Dieser Markt ist stärker geworden, der Kinomarkt hat dagegen einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Daß er nicht dramatischer ausfällt, spricht zugunsten der menschlichen Veranlagung, auch außerhalb der eigenen 4 Wände zu sehen und auch gesehen zu werden. Ob jedoch angesichts der ohnehin fragilen Lage der Kinowirtschaft diese wenigen verbliebenen "positiven Grundwerte" sich immer auch in eine "schwarze Zahl" (einer BWL-Statistik) ummünzen lassen, ist nicht gesichert. Mindestens zwei der vier Säulen der Kinowirtschaft sind bereits weggebrochen oder drohen wegzubrechen: a) der Produktionprotektionsimus exklusiv für's Kino ist seit Anfang der 60er Jahre ausgehebelt worden. In den 70er Jahren wurde der häusliche Spielfilmkonsum unabhängig von den Sendern durch VHS zum neuen Volkssport. Anfang der 80er Jahre folgten zahllose Privatsender, und die Quoten für die Öffentlich Rechtlichen Sender gingen zurück, die seitdem kein Massenmedium mehr sind, über das allenortes diskutiert wird. Ende der 1990er Jahre folgte die DVD und wurde von der produzierenden Filmindustrie und vielen "Filmkünstlern" (die auch keine Kinomacher sind) begeistert unterstützt. Schon mit der DVD kamen Fanzirkel und Internetforen auf, die randvoll sind mit hämischen Kommentaren über Kinovorführungen, und über die Herrlichkeiten des einsamen Home Cinema-Genusses. Da war mit Mühen gerade noch vermittelbar, daß man mit DVD keine Grossleinwände zufriedenstellend disponieren kann. b) Seit 1971 erkennt die produzierende Industrie kaum noch die Notwendigkeit, den Unterschied zwischen Home Cinema und Kino deutlicher herauszuarbeiten, ausgenommen den vorübergehenden Imax-Erfolg und den möglicherweise sehr kurzlebigen 3-D-Digital-Versuch, der bereits noch vor seiner Markteinführung in Europa vom Home Cinema aufgegriffen wurde. Nicht zuletzt sind auch die Bildgüten von Blu ray und DCI Cinema nicht weit voneinander entfernt; und mit einem anderen Kompressions-Codec wäre nämlich auch die Blu ray in Kürze DCI-fähig. Das Ende des DCI-Kinos ist vorgezeichnet. Somit spielt die Neuausrüstung der Projektionsart im Kino derzeit keine allzu große Rolle, weil damit die Home Cinema-Industrie nicht zu stoppen ist. Die sog. exogenen Faktoren nehmen die theaterbasierte Aufführung so massiv in die Zange, dass der Betreiber ohne Rückendeckung der Produktions-Companies es schwer haben wird, sich zu behaupten. Und trotzdem spielt die Projektionsart dennoch die relevante Rolle, wenn mit ihr entweder ein exklusives Produkt und ein theaterbasiertes technisches Verfahren imstande ist, die Contents nur für sich zu reservieren. Sind diese Alleinstellungsmerkmale nicht mehr gegeben, beginnt eine Degenerationsphase (ausgdrückt in der Sprache der Betriebswirtschaftler). Die scheinbare Lösung heisst nun (laut BWL-Einmaleins): "Marktanpassung". Einerseits ist das richtig, da ein Kino "mitten im Leben" zu stehen hat. Anderseits hat es auch Alternativen anzubieten: Alternativen zu den Massenmedien, zum Home Cinema, den überall verfügbaren AV-Technologien, den (mitunter) profanen Unterhaltungsangeboten der jeweiligen Region, den mitunter sozial ungünstigen Lebenlagen in Ballunggebieten oder in Provinzen, gegenüber dem Heimcomputer, dem Blu ray-Konsum und den Live-Übertragungen der Fernsehsender (deren Programme m.E. nicht zum ureigenen Programmauftrag der Kinos gehören, wenn diese nicht eine "Inflation" ihre Images riskieren möchten). Viele Jahrzehnte war war dieser Status unaufholbar. Die Implementierung digitaler Bildwerfer (egal welchen Formats, 1.3 k und 100 k in LCOS oder DLP) halte ich für ein "Trojanisches Pferd" (diese Losung kommt vom ehemaligen Chefvorführer der American Cinematheque, Paul Raython). Nicht wenige (auch einige skeptische Produzenten) sehen darin einen Versuch der Neuaufrichtung von Monopolen. Insgesamt wird die Flurbbereinigung unaufhaltsam sein und irreversiblen Schaden anrichten - und selbst die Digitalspieler nicht vor einer (immer und jederzeit möglichen) Insolvenz retten, sondern die Abwärtsspirrale beschleunigen. Es handelt sich zwar um moderne Technik, keineswegs aber um ein unschlagbares Projektionssystem (sage ich als Kopierwerksmensch). Es hatte steile Vorteile in einigen Aspekten, unter Inkaufnahme einer verhehrenden Anpassung an Multimedia-Content, eines Anschlusses an die Consumer-Medien. Persönliche Anm.: mich interessieren heute keine angeblich perfekten Projektionen mehr (nicht einmal auf Basis des analogen Films, nicht einmal mit dem vortrefflichen 35mm Full Format und 48 B/s), wenn durch einen Umrüstungszwang weltweit Standorte verbrennen und abgerissen werden. Diese Ablehnung hat somit soziale Gründe als auch kinoarchitektonische. Der HDF-Verband hat sicher nicht mehr die Kraft, sich gegen ungerechte äussere Diktate zu erwehren, da sehr viele Betreiber in den 1990er Jahren expandierten, obwohl die suboptimale Auslastung voraussehbar war. Etliche Komplexe hätte sogar schon längst schließen und abgerisssen/umgebaut werden müssen, wenn die Banken nicht Angst hätten vor dem Totalverlust ihre Kapitals. Wären es dagegen weniger Kinos, so könnte der HDF-Verband auch auf längere Auswertungsfenster und bessere Kopien pochen, oder sogar auf geschenkte DCI-Anlagen, falls dieser Standard denn "für 100 Jahre" Gültigkeit hätte. Das Gegenteil ist eingetreten. Natürlich nicht die digitale Projektion (oder die angeblich sintflutliche 35mm- oder Imax-Projektion) ist schuld am geänderten Konsumverhalten der Menschen, sondern die Vermarktung von Content in jenen Medien, die man mit nach Hause nimmt oder mit sich trägt. Und diejenigen Film-Produzenten oder "Künstler" sind daran schuldig geworden, die auf diesen Zug aufstiegen und den ortsfesten Filmtheatern in den Rücken fielen. Es wird dann wohl keine Qualitätssteigerung für Filmtheater mehr geben, die in dem Sinne gewollt wäre, als daß de produzierende Industrie mit der kinobasierten Industrie eine ewige Schicksalsgemeinschaft eingeht. Wenn sie dies täte, dann hätte es keine Blu ray-Vermarktung gegeben, es gäbe auch keinen 2k-Roll-out und keine Debatten um verkürzte Zeitfenster. Ich denke, es liegt an der Eigengesetzlichkeit des technischen Fortschritts, daß er diejenigen Kulturformen hervorbringt und zertrümmern möchte, die seinen Expansionsbestrebungen entsprechen resp. zuwiderlaufen. Dabei sind auch kulturelle und soziale Katastrophen nie auszuschließen. Kinos können dabei immer noch hin und wieder ein interessantes Premierenfenster abgeben, aber die Debatte um zu teure Kinoformate (etwa den weltweiten 35mm-Standard) wie auch um de Fensterverkürzung und day-for-date-Starts, um die Online-Vermarktung, um den privaten HD-Ready-Roll-outs legt jetzt nahe, daß die Industrie sich umorientiert. Dies bedeutet nun: eine Neu- oder eher Redefinition des Kinos. Als kulturelle Enklave und Trutzburg gegen digitalen Consumer-Content. Vereint im Kampf um ein spezifisches und unverwechselbares Kinoformat und um die Gunst derjenigen Produzenten, die sich an die Theater gerne exklusiv binden und mit ihrem kinowürdigen Angebot auch an einer Kino-Langzeitauswertung aus sozialen und kulturellen Gründen interessiert sind. Im Zuge eine ersten Roll-outs in Dtl. etwa in 2010 ist nicht nur die Flurbereinigung zu erwarten, sondern auch das Zusammenbrechen der traditionellen Kino-Verleihbeziehungen. Und schon jetzt werden diese einstmals stabilen Beziehungen dadurch zerrüttet, je mehr digitaler Live-Content (zu ungunsten der Kinofilm-Auswertung) ins Programm genommen werden. Auch sind bereits jetzt jährlich über 400 Kinostarts "zuviel" an Programm, um noch als Kuchen verdaut werden zu können. Mit Anbruch der Epoche aber unbegrenzter Programmfreiheit, in dem angeblich jeder frei über jeden Film verfügen könnte, erleben wir die entgegengesetzt negative Symptomatik zur "Blockbuster-Verstopfung": eine schier unübersehbare Content-Vermassung, die den Kinostandort unscheinbar werden läßt. Möglicherweise war die Situation Anfang der 1970er Jahre dennoch die vielseitigste in den Kategorien der Filmtheatertypen: Programmkinos, Bezirkskinos, Roadshowkinos und aufkommende kommunale Kinos. Die Verschlechterung der Standortsituation setze ich für Mitte der 1970er Jahre an. Den Wertverlust des Kinobesuchs mit Aufkommen der DVD, und den möglichen weltweiten Zusammenbruch kurz nach dem Roll-out und mit Durchdringung digitalen HD-Contents in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Die Optimisten: http://blog.rbb-online.de/roller/impala...t_das_kino Der "Gute" in der Runde wirkt etwas "bärbeissig" und altmodisch, aber sehr menschlich und ist kein BWL-Hardliner (diesen gehört auch die Zukunft der verbleibenen Kinos). Zur Rechten sitzt ihm einer, der ihm laufend "dazwischenfunkt" und von dem ich vermute, daß es der große Zwillingsbruder von @preston sturges sein könnte: konsziliant mit Bill-Gates-Charme, aber auch verehrt als Idol einer neuen Kinomarktwirtschaft. Der aber immerhin intelligent genug war, sich noch vor dem von ihm selbst lange Zeit propagierten Roll-out zu verabschieden, den er zuguterletzt nicht mehr für vertretbar hielt. -
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cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
O.K. Die @preston-"Argumente" bringen mir persönlich leider nichts. Man lernt nichts dazu, und warum sollte man das Spiel in die Länge treiben... -
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cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
Das meinte ich auch mit dem Differenzierungsversuch (s.o.): Ein erfreulicher BATMAN-Start also! Sehr kluge Filmemacher offenbar, die bei der Herstellung der Erstaufführungsversion zuletzt bei BATMAN BEGINS auf's Digital Intermediate verzichteten, um auf die Bedürfnisse einer optimalen 35mm-Kinoauswertung fokussieren!!! :) Und trotz dieses Special Effect-Films nicht auf "effizientem" Super 35, sondern in anamorphem 35mm-Scope drehten und produzierten - echte Kinoleistungen! Diesmal (2008) sind es Drehanteile in IMAX - - - Ihr Freund George Lucas hätte natürlich alles gleich auf Video gedreht. :wink: Warum so ungehalten, ist hier ein wunder Punkt tangiert worden? Sollte man die Welt durch Schönfärberei/Marketing "bessern" oder durch Aufklärung und Kritik? Mich überraschte ja auch, daß einige Majors ins Strudeln geraten (und für den Kinobeteiber soll dann gelten: "Mitgefangen - mitgehangen" - als daß sie freiwillig die HDTV-Konserve abnicken oder selbst eine sog. Umrüstung zahlen, abstatt ein ureigenes Kinoformat zu bestehen). Scheinbar geht es auch der Paramount nicht so gut, falls Sie die kritische Presse lesen... http://satundkabel.magnus.de/wirtschaft...offen.html Unklar derzeit, wie und wann Transformers II sowie STAR TREK finanziert werden können. In Anbetracht der vielen "neuen" Märkte, die sich die früheren, klassischen Kinoproduktionsfirmen zur "Refinanzierung" erschlossen haben, erstaunt diese plötzliche Finanzierungslücke allemal. [Vielleicht klappt es ja trotzdem: durch weitere Einsparung bei den Kinobetreibern - und die Verkürzung der Kinofenster!] :shock: -
Könnte das gleiche Gewicht haben wie 1300 m 70mm-Film (den ich immer wieder mal hebe, uneingedenk der Arbeitsverletzung eines früheren Kollegen, der sich nach einem 1/2 Jahr SCHIWAGO im Royal Palast eine Sehnenscheidenentzündung holte, was er später im C.P. erzählte... Westliche >Cinerama<-Vorführungen alle mit Pause, soweit ich weiß. Die russischen -Titel wurde in der SU mit sechs Projektoren im Überblendbetrieb gefahren. In Paris gab es ebenfalls ein Kinopanorama-Kino mit solchen Projektoren. 16mm-3-Streifen Vorführungen hat es in anderem Zusammenhang gegeben, aber unter dem Label Cinerama liefen streng nur 35-mm-Kopien in 3-Streifen. Heute Bilder vom Sportpalast bekommen: aber vom Saal aus wird der BWR wieder nicht gezeigt. Spiegelumlenkung ist zu sehen. Und die Lamellenbildwand im Capitol, allerdings allesamt in dürftiger Druck-Qualität. Vom Saal hätte ich noch hochauflösende Scans von Fotoabzügen. Bildwandlänge: 19 Meter. Breite muß man sich umrechen entsprechend 146 Grad. "Umbau auf Todd-AO" wie schon erwähnt zwar 1958, aber für 1959 wird nochmal von Umbau gesprochen: auf Cinerama; zu dieser Zeit vermutlich aber nur noch ein geringfügigerer Umbau: für die Lamellenbildwand und die Bildfwerfer. Auf alle Fälle wurde die 3-Streifen-Filme in ihrer Zeit nicht auf ein und derselben Bildwand gezeigt, sondern die zweite Bildwand war größer und auch etwas tiefer. "Wunderwelt der Gebrüder Grimm" sei dort die beste Vorführung gewesen (zwar mit bereits 24 B, aber gleichmässigerem Guß). Hätte noch die Annonce im Ordner. Beschwerden zur Projektion gab es erst nach Ausbau der Favorit 70 gegen die DP 70. Johannes B. galt nach interner Korrespondenz der Kinotetechnik-Firmen als sehr reserviert gegen Neuerungen teurer Projektionsanlagen. Die Realität steht dazu im Widerspruch. Wäre heute sicher das beste Kino in der Stadt (oder Republik) geworden, wenn man seit 1964 alles so belassen hätte.
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cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
Wenn Sie in dieser vorsichtigen Weise fragen, was "warscheinlicher" klingt (denn die absolut gewissen Antworten wird keiner geben können), so könnte man verschiedene Bewertungsmaßstäbe anlegen. Und selbst widerstreitende Konzepte werden "unter dem Strich" dennoch zu Veränderungen führen, die weder die Optimisten noch die Pessimisten erwartet hätten. Konkreter: Es gibt Produzenten und Regisseure, die tief an die Zukunft des Kinos glauben (oder dessen Rettung zumindest verbal propagieren ). Einige davon mehr, andere weniger: einige gehen ins Kino, andere betreiben ihre Geschäftigkeiten und und Versionsausgaben lieber auf DVD (von George Lucas bis Peter Greenaway, von Ridley Scott bis hin zu Filmuseen, und das gab es in der Vergangenheit in dieser Art der "Fahnenflucht" noch nie). Eine einheitliche Industrie gibt es also nicht, wohl aber Kennziffern der Marktlage. Es ist einigen Majors zu unterstellen, daß sie dort in einigen Jahren ihre Entertainmentgeschäft betreiben, wo die Margen am schnellsten fließen -ohne das Risiko eines Langzeitengagements in Filmtheatern (wie es zurzeit noch immer gesellschaftlicher Konsens ist - toi, toi, toi). Ich denke, man strebt zum Vertrieb ohne Zeitverzug, ohne primär lokale und theaterbasierte Gebundenheit, ohne ein Exklusivformat für doch nur einen einzige Nebenzweig der Filmverwertung (hier: Kino an dritter Stelle). Dazu im Widerspruch steht: daß Produzenten und Majors im Moment noch der Werbfenster der Filmtheater bedürfen, zumal auch die Medien über Premieren berichten. Daraus leitet sich eventuell ab: man geht zähneknirschend auf Zeitfenster ein, die einem Kinospiel gewisse Entwicklungsräume gibt, solange im öffentlichen Bewußtsein das Kinostandbein noch fest verankert ist (Kinobetreiber müssen also auf sich aufmerksam machen und den Medien die Gefahren verdeutlichen!). Das würde bedeuten, daß die Produzenten und Majors und auch Kleinverleiher mit einem Kinospiel auch noch in den kommenden Jahren rechnen. Aus dieser Kalkulation heraus wären geschenkte DLP-Anlagen für die Kinobanche eine erhoffte Sparmaßnahme, die von einer Investition für ein spezifisches Kinoformat in vierstelliger Höhe pro Filmeinsatz zu dispensieren hat. Daß die Geräte nicht verschenkt werden, zeigt, wie gering das Vertrauen einiger Majors in die Kinostandorte ist - gerade nachdem Kinoneubauten in irrationaler Weise zum Overscreening führten, was weniger von den Verleihern als den Kinobetreibern und Investmentgruppen zu verantworten ist. Die andere Variante: nicht wenige (technik- und medienbegeisterte) Produzenten, Kinomacher und (einige wenige) Besucher glauben ernsthaft an einen technischen Fortschritt durch den 2k-DLP-Rollout - eben doch täglich unbefriedigende 35mm-Kopien oder Lieferungsengpässe vor Augen [ich denke, daß dies Ihre Erfahrungen als "Early Adaptor" wiederspiegelt]. Den Kinobetreiber trifft in Sachen "Zwangs-Roll-out" weniger die Schuld, denn er hat seit den 1990er Jahren immer wieder in Verbesserungen der Filmtechnik investiert (die nachwievor auch Sinn macht, wenn man die Statistik für 2012 heranzieht, in der noch immer 50% der Theater 35mm spielen sollen). Weder aber ist eindeutig gesichert, ob es 50% sind, noch ob es ein 2012 gibt. Sollte eine 35mm-Belieferung (mit dem einzigen weltweit und wirtschaftlich stabilem Langzeitformat, dass die Kinobranche je hatte, um sich dorthin zu entwickeln, wo sie heute steht) durch eine Erpressung eingestellt werden, womit vorerst aber nicht zu rechnen ist, so bleibt dem Kinomacher als Dienstleister kaum eine Wahl als das zu spielen, was der Verleiher liefert (oder einen Eigenverleih zu gründen). Soweit sind wir noch lange nicht. Und - abgsehen vielleicht von Ihren speziellen und legitimen Anforderungen vor Ort, die ich aus der Ferne nicht beurteilen kann - macht das 35mm-Spiel für die allermeisten Kinos Sinn: für die Kinos der AG Kino wie auch für CinemaxX, CineStar, Cineplex u.a. Selbst wenn man also eine strahlende Zukunft prognostiziert, so wissen aber alle, daß diese nur über den Weg der Flurbereinigung zu erreichen ist. (Persönlich lehne ich diese Bereinigung ab, weil ich mich längere Zeit mit der Branchengeschichte seit der Tonfilmumstellung, der Breitwandeinführung, der Kinocenter und auch der Multiplexe und DVDs befaßt habe und leider ableiten muß: die Filmtheater wurden immer leerer und kleiner. Irgendwann kehren sie vielleicht sogar zurück, sowohl zum Jahrmarkt als auch zum Ladenkino, dank HDTV: für Fernsehen, Film und Kino. Anderen ist diese Flubereinigung egal, auch das ist zu konstatieren.) -
THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Kleiner Zusatz durch Edit: s.o.! Sind Sie also Gott oder Einstein geworden? :lol: -
THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Dito. Sie erheben sich: über die Wahrheit (und auch über Ihre anderen Kollegen in der Branche). Und völlig ungeniert: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=9817 Die Frage dreht sich auch ein ganz klein wenig um - sagen wir einmal - "Film und Gesellschaft": http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21689/1.html -
THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Jeder in seinem Bereich, einem jedem sein Freundeskreis. :) -
THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Der Film soll gerne Geld in die Kinokasse schwemmen, damit es allen besser geht. :) Auch regelmässige saisonale Zuwächse oder Langzeit-Blockbuster ("Titanic") erfreuen die Lichtspiellandschaft (zumindest die Kinos, welche ihn disponierten oder eine Zuschauerklientel dafür besitzen, was von der Kinoform abhängt). Im anderen Licht stehen wiederum für das Kino leidige Branchentendenzen, an denen - strukturell (!) - auch durch den DARK NIGHT-Start m.E. nichts geändert wurde (mit Ausnahme einer hoffentlich besseren Kopiengüte wegen Imax-Szenen, oder der gelobten Schauspielerleistungen). Also kinofreundliche Änderungen der Vertriebsstruktur, der Auswertungsfenster, der Garantien, der Kopienauflagen und Güten, der richtigen Programmmischung usw. Sie sind aber intelligent genug, als daß Sie sehr wohl um diese Faktoren wissen. Und dennoch Fragen prinzipiell verdrängen und Rekorde vermelden, die immer auch relativiert werden sollten, um die Langzeitentwicklungen nicht aus dem Auge zu verlieren. Deshalb finde ich Ihre "Rekorde" immer sehr hinterfragenswert. Andere User wie @EIX, die Ihnen blindlinks darin den Rücken stärken, verstehen leider diesen Zusammenhang nicht. Wenn der Film, obwohl es wünschenswert ist, nicht ganz so sensationell auf dem sommergeplagten Kontintent einschlüge, sondern "nur" normales gutes Geld brächte und nicht mehr: was sagen uns dann diese Rekord-Nachrichten, die Sie so gerne wie eine liturgische Gebetsmühle aufbauen? Es wird dann heißen: der Film war überragend, die Kopien waren gut, die Presseresonanz eben so, und dennoch konnte er sich "strukturell" nicht etablieren, wie es gewünscht war. Vielleicht auch, weil die Schauspieler weniger bekannt sind in Europe und BATMAN BEGINS schon damals nicht zünden wollte (weil eben auch die alte BATMAN-Reihe vermutlich eine "Sättigung" erreicht hatte). Man wird das sehen, aber ein US-"Rekord", das in aller Bescheidenheit angemerkt, ist nicht automatisch global übertragbar. Ihre Statistik zeigt das Startwochenende, aber nicht das Gesamteinspiel. So ist das eben mit Marketing oder Statistik: man schaue bitte zweimal hin. :) Hier geht es weiter (und zeigt leider einen "Knick", der 2001 einsetzte, als die DVD-Sättigung zum Zuge kam): http://www.insidekino.de/DBO.htm#JAHRES...ME_CHARTS_ [Ende des sog. "Geschmieres"] -
3D ... 2k ... 4k ... 6k ... jetzt wirds schnelllebig
cinerama antwortete auf iasi's Thema in Digitale Projektion
Dies klingt sehr schwarzseherisch und abgeklärt, wird aber durch Nennung der Schwachpunkte glaubhaft. Allerdings ist nicht nur die Nostalgie fragil, sondern auch der moderne Technik-Glaube. Das ist in den Passagen gut herausgekommen. Selbst wenn Digitalausrüstungen verschenkt würden, wird dies keine Hilfe für eine Neuausrichtung des Kinos darstellen. Es gibt im Moment kein nachhaltig überzeugendes "modernes" Konzept, das der Branche eine "Wiedergeburt" beschert. Nicht mit dieser Technologie, nicht in der neuen Vertriebsstruktur, nicht mit den derzeitigen Entscheidungsträgern großer Produktionsunternehmen, nicht mit "Filmtheatersälen" aus der Retorte. Dieses Dumping soll angeblich zu Entlastungen führen. Natürlich ein Trugschluß: wir koppeln uns vielmehr an große Netzwerke an, die auf die Filmtheaterbranchen immer weniger angewiesen sind: weil auf diese Weise nicht mehr traditionell die Menschen zum Kino kommen, sondern das Kino zu den Menschen (und das ist auch gewünscht, so der HFF-Direktor Wiedemann, der ein "Zuviel" an Kinos beklagte.). Das Digital Cinema kam ja nicht aus der Filmbranche selbst, sondern von Herstellern für HDTV-Produktion. Fazit: Gebunden an die Produktivkräfte der Telekommunikation erfolgt eine Angleichung: es werden dabei die Performativität des Kinomachers und der traditionell arteigenen Technologien offenbar auf dem Altar digitaler Verfügbarkeit ("gleicher Zugang für alle") funktionslos werden. Seien wir froh über jedem Tag einer verläßlichen 35mm-Belieferung, die den Verleiher und Produzenten zumindest über die Länge eines Zeitfensters an die Kinos bindet, damit die verauslagten Kopienkosten wieder eingespielt werden. Dieser Zwang beinhaltet, daß sich der Produzent für den Kinoeinsatz (und eine Langzeitauswertung) einsetzt. Mit "HD überall" und zu geringsten Beschaffungs- und Vermietungskosten erschließen sich eben andere Absatzmärkte. Der HD-Produzent ist nicht mehr existentiell an eine Kinoauswertung gebunden, er investiert nichts in die lokalen Einsätze, riskiert nichts und amortisiert nichts. An diesem Endpunkt gibt es auch keine "arteigene" Filmproduktion mehr. Mehr Filme als je zuvor sehen wir dann allemal und überall (ortloser Vertrieb), aber nur wenige Theater, in denen eine Auswertung noch Sinn machen würde und genügend Margen für den Kinopächter abwerfen. Leider sehe ich (ausgenommen das derzeitige 3-D-Phänomen und einige Arthouse-Reihen der Delikatessen-Belieferung) wenig neue vitale Kinoeinsätze. Und selbst diese Blüte dürfte sehr kurz sein: Delikatessen wandert ab ins Internet, und die 3-D- Filme sind über Home Cinema-Beamer abspielbar geworden (aktuelle neue Heimbeamer nach dem Dolby-Infitec-System: siehe aktuelle Ausg. der "Audiovision"). -
IT CAME FROM OUTER SPACE lief mal am K'damm, Kino Kuli in den Sommermonaten etwa 1980. Außer mir nur zwei weitere Gäste...
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Wohl leider nicht - eher der Tiefststand an Projektion. :cry: Aber doch eben ein Gag. Warscheinlich bleibt's ja dabei: der Film ist 2-D. Aber manchmal stolpert man über Kurioses. (Und ich dachte dabei an das Ausgangsmaterial.) [Ende der 1970er Jahre war er auch als Wiedereinsatz am Delphi plakatiert. Ob er wirklich anlief, weiß ich nicht mehr. Sicher ein Lückenfüller, da sonst in dem Jahr fast nur 70mm-Reprisen liefen und einer der Verleiher evtl. das Delphi vermutungsweise warten ließ.]
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Die Münchener Produktionsfirma war in folgender Schreibweise eingetragen: HIFI-Stereo-70 Filmvertrieb KG "Hexen bis aufs Blut gequält" war eine 35mm produktion der "HIFI-Stereo-70" Filmprofduktion, aber kein 3-D Film. Die 70mm 3-D Auswertung von "Liebe in Drei Dimensionen" wurde als "in70mm und Triarama" beworben, hauptsächlich wohl, weil "HIFI-Stereo-70" zu dem Zeitpunkt noch durch die o.a. Produktionsfirma geschützt war.. Die Schreibweise ist kurioserweise mit Bindestrich, so auch auf dem Verfahrenslogo. Was sollte also "noch geschützt" sein? Jedenfalls wirkte es sich nicht auf die Werbekampagnen aus: OPERATION TAIFUN lief nicht in "Triarama", sondern voll-annonciert in "HI-FI STEREO 70". (Hatte dies im Forum schon einmal als Bild eingestellt.) TRIARAMA erst später mit LIEBE IN DREI DIMENSIONEN und bei CHAMBER MAIDS (der aber sphärisch ist). Das Negativ von HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT kenne ich leider nicht. Daher nur eine These, daß man es finden sollte. Es gab zumindest eine elektronische 3-D-Variante. http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun...vid=109411 Mehr möchte ich dazu nicht äussern, da ich betreffs dieses Titels nicht kompetent wäre. Im Winter wird es eine weitere Publikation zum Breitwandfilm geben. Und später in 2009 ein mehrbändiges Standardwerk. Auch weitere Festivals in Dtl., die sicher besuchenswert sind.
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Erste dt. Produktion wäre EINE LIEBESGESCHICHTE (Normalbild, 4-Kanal-Magnetton). Herzlichen Dank für die Info mit der Ausgabe der "KinoTechnik"! Hatte die Seite stets "überblättert". Zwei Ausgaben früher steht auch ein Bericht über das Autokino Gravenbruch mit der legendären Bauer U2. Zum Sportpalast: eine Bildlegende behauptet, Cinemiracle sei vom 3. April bis 16. Mai. dort gelaufen, was eine sehr kurze Zeit wäre. Wundert mich sehr. Bei der Vorführung des plastisch wirkenden Cinemiracle - Films "Windjammer" im Berliner Sportpalast wurde ein Besucher seekrank. Sein Anzug wurde auf Kosten der Sportpalast-Direktion gereinigt, die sich gegen derartige Unfälle hatte versichern lassen Aus: http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen...op=SPIEGEL Hier noch ein Bild des Auditoriums: