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THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Genau: gegen den (nie völlig auszuschließenden) Untergang ankämpfen! Dies heißt: - neben der Grundversorung auch das mittlere Segment stärken - Alternativen auch jenseits des US-Hits (und Sequels) suchen - kleinere und unabhängige Verleiher unterstützen (anstatt kostenloses Marketing für Big Majors machen) - neue Kinoformen in USA - aber auch einmal in Europa! - vorstellen und diskutieren Ihr Kollege Schmidt von CinemaxX ist da bedeutend weiter als Sie: er wies oft genug auf die Verstopfung durch den Blockbuster hin. Auch, daß es noch anderer Filme bedürfe, um dauerhaft Kino zu machen. Leider propagiert @preston sturges hier scheinbar eine gegenteilige Auffassung, das alte Modell - da hilft auch kein Imax weiter - und daher die Kritik an solchen "Hit-Meldungen", die doch nur Scheindebatten auslösen. [siehe auch den @preston-Thread: "XDC erreicht Einigung für Europa"] -
THE DARK NIGHT setzt neue rekorde ...
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Was sollen solche Werbemeldungen? Sind die vom Verleih bezahlt? Werden damit Probleme, Herausforderungen und Chancen der deutschen Filmvorführer thematisiert? Wen berühren solche Erfolgsmeldungen, vorweggenommenen Box-office-Rekorde - wenn man den Film noch gar nicht gesehen hat? Wer zahlt für solche Topics? (Der Verleiher bedankt sich herzlich - für das kostenneutrale Marketing.):roll: -
IMAX will komplett von 70mm auf digital umstellen.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Zurück zum Thema: IMAX digital - Hausmannskost statt Highend: http://www.heise.de/ct/08/16/035/ [Zusammenfassend] Mein Kommentar: Das zeigt warscheinlich den jetzt sehr überschaubar gewordenen Niedergang. Filme wird es weiterhin geben, keine Frage, aber der Sektor Filmtheater wird von der produzierenden Branche seit Durchbruch von Multimedia in allen Lebensbereichen zunehmend unloyal behandelt. Im 21. Jahrhundert ist nun nicht mehr das Kino "die Kirche des 20. Jahrhunderts", alsbald aber ein elektronisches Joystick mit dem IMAX-Label drauf. Die Aushöhlung kinoeigener Formate und den Bedeutungsverlust des Kinobesuchs in einem Umfeld der Nivellierung beschreibt sehr erfahren und sachkundig ein Film- und Kinowissenschaftler: http://www.in70mm.com/workshop/departme.../index.htm Eine produzierende (!) Branche, die kein eigenes Kinoformat, keine arteigenen Zweckbauten verteidigt, träumt offenbar von einem anderen Absatzmarkt? Von dem des ortlos gewordenen Kinos - für jedermann, an jeder Ecke, in jedem Raum, online, on air? Mehr Filme in Zukunft allemal (das wäre natürlich ein Fortschritt) - und voraussichtlich weniger Lichtspielhäuser (das ist der unweigerliche Rückschritt). Leider verfügen die Kinoverbände weltweit heute weniger über die alte Macht, sich gegen eine Kaltstellung zur Wehr zu setzen. Und bald ist es dafür zu spät, wenn mit den Produzenten nicht sofort Verträge über Alleinstellungsmerkmale und die Exklusivität der Kinobranche abgeschlossen werden. Darum muß gekämpft werden, anstelle des bloßen Abnickens von nur neuen Geräten, die einem die TV-Branche ins Kino stellen möchte, um dieses "ans Netz" zu nehmen. -
Danke für die Beteiligung an den Fragestellungen. Klingt nach einer sehr bestimmten Antwort - fast der eines Zeitzeugen? Ich hätte nur eine Bitte: wegen notorischen Mangels an Material zur Sportpalast-Zeit hätte ich gerne nähere Informationen. Nachwievor glaube ich an W.J.'s Teilhabe als Sportpalast-Veranstalter, spätestens zur Zeit der 70mm-Reprisen (Sommerfestival mit West S. St., Porgy, Süd Pazifik - die Annoncen hätte ich noch). Mir erzählten auch immer wieder ältere Berliner von J's Teilhabe. Und angeblich von umgebauten, uralten Getriebeprojektoren der 30er Jahre, die für Cinemiracle eingesetzt wurden (anstellte der für die Wanderkinos der Deutschen Cinerama GmbH üblichen FP-20-S-Projekoren, modifiziert für 6-Perf). Es gibt auch ein Schriftstück, daß J. in Verbindung mit dem Sport-Palast bringt. Somit muß ich annehmen, daß er evtl. zusammen mit der Deutschen Cinerama (oder im Anschluß derer 3-Streifen-Betriebsweise) dort Veranstalter war? Ist das falsch? Die Deutsche Cinerama (W.D. Freiherr von Stein) hatte ja auch wenige Jahre später mit Travnicek von der M.C.S. KG den Royal-Palast und das City im Europacenter angemietet - als Betreiber und Veranstalter. Gibt es noch mehr Interessantes seitens der wenigen Zeitzeugen zu dieser Ära zu berichten? Kamen dort eigentlich nach der 3-Streifen-Periode Bauer U2 zum Einsatz? Bin gespannt mehr zu hören. Danke! :)
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Vielleicht sind wir heute schwächer (trotz der Addition des vereinten Dtls.!)
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GLORIA PALAST Berlin - 1988 bis 1999. Der einzige gute Bildstand auf DP 75, den ich je sah (ausgenommen ein weiteres Kino in Baden-Württemberg.) Wurde von Kinotone auf Sonderwunsch (!) gefertigt. Du darfst entzückt sein!
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Demnach hat ja auch der Besucherrückgang schon 1959 eingesetzt. 1958 das beste Jahr nach dem Kriege, aber aufgrund dieses Höchststandes wurden bis 1962 massiv neue Kinos gebaut, obwohl bereits die Rezession einsetzte. Beste Besucherzahlen: in den 1920er Jahren. Die schlechtesten? Was sagt die Statistik der FFA? Evtl. 1976? (In Berlin fand das letzte große Bezirkskinosterben 1978 statt. Und 1999-2004 kommt der abgerissene Kudamm zum Friedhof dazu.)
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Sprach ja nur von unserer Kino-Provinz (und würde mich hüten, externe Anlagen, d.h. aus der Ferne zu "diagnostizieren"). Im Auslieferungs- und Wartungszustand bestimmt so gut, wie es der verdiente (?) Oscar mutmaßen läßt. Folgende Plätze des Imperfekten (die unvollendete Form der Vergangenheit) erinnere ich leider nur zu gut: Potsdamer Platz, Rosa-Luxemburg-Platz, Marlene-Dietrich-Platz u.a. Stabilere, verschleissfreiere Kupplungsbuchse: anstelle Nylon aus Bronze gefertigt. Ein Geheimtip für alle, die ihre alte Kinotone-Maschine optimieren wollen (anstelle der Entsorgung wegen angeblich schlechten Bildstandes und des daraus folgenden Einbaus einer ruinösen DLP-Bahnhofsprojektion). Den mechanischen Erklärungen von @stefan2 kann ich gut folgen, hatte dem sehr ähnliche Beobachtungen machen müssen. Dito.
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Man könnte hinzufügen, daß die junge Dame vergaß, sich um 360 Grad zuzudröhnen: an jedem Ohr ein MP-3-Player, gleich noch anstelle der Brille einen CGI-Helm aufgesetzt - und man hat sich von der Realität komplett verabschiedet. Sehr besorgniserregend! Mein Traum einer kinematographischen Entwicklung bedarf so billiger Jahrmarktseffekte nicht: ein hervorragend scharfes, kontrastreiches, helles und großes Bild und eine Staffelung der Objektbeziehungen durch die 2-D-Photographie sind der beste Bildeindruck. Auch sind einige der jüngeren Filme (von MADAGASCAR bis KUNG FU PANDA) bereits im 2-D-Rendering mit einer Fülle raumbezogener Graphiken augestattet. "Stereoskopisches Sehen" ist nicht gleich "natürliches Sehen". Und eine Kulturtechnik, die auf die Vermittlung derartiger Prothesen angewiesen ist, wird mit Sicherheit nicht das Kino der Zukunft sein. :wink: Das Platz 2 der Kilatz 1 der Kinocharts USA für sie ein Flop sind, spricht Bände über ihre Auffassungsgabe. Wie gut Sie doch den deutschen Kinomarkt kennen, liebe Gruppe @oceanic. Gibt es weitere Forumskollegen, die BEOWULF bei uns als Großerfolg verzeichnet haben? Warten wir also getrost auf die Rettung der ortsfesten Theater durch das Prothesenkino! :lol:
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Schon beim Lesen des ersten Jubel-Links vergeht einem die Lust am Weiterlesen. 3-D ist immer eine interessante Sache, aber es nervt, dass nachweislich schlechte Filme wie BEOWULF - selbst nachdem sie in Dtl. gefloppt sind - neuerlich hochgejubelt werden. Und irgendwas stimmt am Menschenbild nicht, wenn ich mir die hübsche Frau im ersten Link anschaue, die ihre Augen verdeckt hält! Gibt es denn kein 3-D-Kino (oder plastisches Kino) OHNE Brille? Wie wär's mit 70mm? Nicht nur, daß man der jungen Dame nicht in die Augen schauen kann, nein: hier ißt sie auch noch schubkarrenweise stinkendes Popcorn. Nicht Mensch, aber Alien. Und ich dachte immer, es gäbe gesunde Ernährung, auch in good old Germany! :wink: Und dem Typen hier fehlt wohl etwas Schmalz in der Hirnrinde! Das facettenreiche Spiel von Mimik und Gestik war ja einmalig. Den gibt's bestimmt bald in 3-D auf DVD (wo er auch hingehört!)
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Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Das darf man gestrost auch umgekehrt sehen! Die CD ist ja nur ein ortlose, fast unsinnliche akustische Information ohne das Ambiente des Theater- und Konzertbesuchs, der Saalatmosphäre, der sozialen Begegnung und gesteigerten Erwartungshaltung: nicht zuletzt aber auch ohne den Eindruck eines Gesamtkunstwerks (aus Bühnenkunst, lieve-haftigen Darstellerleistungen und aus der Verschmelzung optischer, akustischer und haptischer Eindrücke.) Daher war die CD und die Erfindung des Radios nicht geeignet, die Kinematographien zu übertrumpfen. Anders sieht es heute aus mit Computer und Internet, den AV-Medien zu Hause und der technologischen Einebnung der Kinotheater auf die Vertriebsschiene der Home-Medien und Internetphänomene. Fazit: Die Digitalisierung des Kinospiels ist wie die Inkorporation eines Aliens: man kennt es aus den vielen "Body Snatcher"-Filmen der letzten 40 Jahre. Ich zitiere den Filmhistoriker und Filmtechnikexperten Rick Mitchell, der es auf den Punkt bringt - der herausragende Beitrag erschien in verschiedenen amerikanischen Fachmagazinen: 2K Digital Intermediates for anamorphic films have been a major pet peeve of mine, but today's executives and filmmakers rarely see the high image quality possible with even 35mm film, since even $300,000,000 films now do not print film dailies, so the filmmakers don't see a film image until they see the answer print. After watching the film on low resolution video for so long, even Super 8 film prints of the quality of some I've gotten from Derann in England would look good to them on a big screen! While I don't think cinema exhibition will last another 50 years, I was hopeful about it holding out for another ten years or so until the industry depression of 2005. My view is now quite bleak, for which I blame both production and exhibition, and my reason is in light of what we've been discussing. I don't see continued public support for theatrical moviegoing because it is no longer a unique experience worth the increasing admission costs being charged when they now have an ever increasing number of cheaper alternatives even for the films that were the reason for going to the theater in the past. This won't affect production that much, but will impact exhibition in a world where financial success rules and exhibitors are at the bottom of even the entertainment industry snake pit. Based on my study of the past 60 years, I think 3-D, Digital Cinema and other technologies will only be temporary solutions because they won't get enough people into theaters on a regular basis frequently enough to cover the costs of their operation, and once some studio releases a high profile $200+ film on video concurrent with theatrical release and makes back that cost in one night, it's over for theaters as far as the production-distribution companies are concerned, as they are now part of conglomerates who could care less about the traditional release pattern if it is no longer profitable. No one seems to have noticed that the theatrical presentation of motion pictures is actually an anomaly in terms technical entertainment inventions. All others since the dawn of the 19th Century were for use in the home; in fact that was Edison's intent in having Dickson develop a visual compliment for his phonograph. It's fortunate that the theatrical film became enough of a part of the life of 20th Century Americans and others to survive as long as it did. Aus: http://www.in70mm.com/workshop/departme.../index.htm -
Ach ja, stimmt. Aber die D-Version läuft hier definitiv besser als alle andere Geräte, bildstandsstabil seit 15 Jahren, sieht man ja täglich. Direktantrieb war ja ein Bauprinzip der 30er Jahre, das die Münchnerin wieder aufgegriffen hatte, Wäre froh, privat eine zu haben. Es gibt auch die Kupplungsbuchse aus anderem Material: vor 20 Jahren mal eingebaut in DP-75, die plötzlich sagenhaft ruhig stand (das Kino ist leider entkernt, die Maschine von Hans-Joachim Fl. mitgenommen und eingemottet worden). Die E-Version in den Berliner Häusern wackelt leider überall - fast ausnahmslos! Ich kenne leider keine einzige E-Version an der Spree, die einen wirklich tollen Bildstand hat oder hatte. :cry:
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Im kommenden Zeitalter des ausschließlich digitalen Contents wird es kaum noch ortsfeste Kinos geben, da das Kino für sich selbst "ortlos" wird: es ist universal digital aufrufbar und erspart dem User lange Wege, überlange Vorstellungen und teure Eintrittspreise. Also auch keine Verleiher mehr, weil online vermarktet wird. Ein Kunstkino aber wäre etwas sehr Schönes - und war es bereits im alten Sinne -, aber zur Kunst gehört auch eine neuartige Darstellungspalette, die im technisch-ästhetischen Sinne jedweden digital aufrufbaren Content überrundet. Sollten diese hochwertigen kreativen und technischen Möglichkeiten schwinden und kein Alternativformat für das Kino entwickelt (oder in Form des Filmbandes erhalten) werden, dann entbehrt auch ein ortsfestes Kino jedweder Grundlage und weicht anderen Geschäftseinrichtungen. Visionäre Künstler und Produzenten müssen sich also exklusive Kinobeiträge einfallen lassen, um attraktive Performanzen in öffentliche Räume zurückzubringen - Kinoereignisse also, die vom digitalen AV-Träger nicht übertragen und gespeichert werden (können), sondern ein kinospezifisches Format anbieten können.
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FP30-D erscheint mir als die beste 35mm-Maschine aus der Münchner Firma. Mit Direktantrieb und mit besserem Bildstand als die Vorgängertype mit Nylon-Kupplungsbuchse und langfristig im Bildstand auch besser als die FP 30-E-Version. B14 ist vielleicht nur in erstklassigem Zustand empfehlenswert oder bei alten, geschrumpften Archivkopien den Leichtbaumodellen der Münchner Firma vorzuziehen. Aber eine Bauer mit altem, vertikalem Lampenblock ohne korrektem Hilfsspiegel, mit verbogener Schaltwelle oder defektem Kreuzgetriebe oder gar leierndem Europa-Lichttongerät (an dem die Federung nie gewartet wird) wäre in diesem Zustand auch kein Vergnügen mehr, oder?. Dagegen könnte eine neue FP30-D mit erstklassigem Bildstand und optimaler Ausleuchtung im Vorteil sein, abgesehen vom unproblematischen Formatwechsel und der deutlich (!) besseren Randschärfe durch die gekrümmte Bildbahn. Ist nur die Frage, wie lange ein solcher "Neuzustand" anhält. Ansonsten lohnt sich jederzeit eine Aufrüstung und Sanierung der analogen Anlagen - auch und gerade, um kein Publikum zu verprellen! Leider ist in der Branche seit jeher Apathie zu beobachten, immer dann, wenn man entweder das Ende des Kinos erwartete (Motto: "die Videotheken werden uns ablösen") oder wenn man jetzt wie das Kaninchen auf einen Roll-out starrt, der 2008 und 2009 noch gar nicht zum Zuge kommen wird (falls er überhaupt je flächendeckend stattfindet). Sowas nervt, vor allem, wenn die 35-mm-Projektion langfristig und mehrheitlich weiterläuft - wonach es derzeit aussieht, was auch die Statistiken und Prognosen bis 2012 bestätigen.
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Geht ja gut los ... "Unsere Erde" gesucht
cinerama antwortete auf RobertS's Thema in Digitale Projektion
ARRI lebt bereits vom 35mm-Markt. Wer in der Welt baut und vertreibt mehr 35mm-Filmkameras? Sehr viel im Dreh im Moment und auch in der analogen Postproduktion. Rufen Sie an - man wird die hervorragende Auslastung gern bestätigen. :wink: -
Geht ja gut los ... "Unsere Erde" gesucht
cinerama antwortete auf RobertS's Thema in Digitale Projektion
Auffällig ist hier schon, daß Firmennamen nur von "genehmen" Vertragspartnern genannt werden. Die anderen schweigt man tot. Und über die Geschäftspartner hört man natürlich auch nie etwas Kritisches. Es wird von den Marketing-Anhängern nicht offen das Für und Wider verschiedener Anbieter evaluiert, sonst würde man ja einräumen, daß man nicht richtig investiert habe. "See the difference" - man liebt Labels und auch die eigenen Geräte. Dolby und XDC werden zu Ikonen des hier persönlich aufgebauten Außenbildes innerhalb der Internet-Community. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Lassen wir uns überraschen von den Strahlen. Manche Strahlen leben wirklich ewig, die auf dem Rongelap-Atoll (auf Ihrem Avatar) zum Beispiel. Das spricht natürlich für die Langlebigkeit und Unzerstörbarkeit strahlender Körper, da haben Sie 1000%-tig recht. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Statistik und Prognose. Berücksichtigen Sie bitte, bevor Sie auf mich einprügeln, dass wir 1958 rund 850 Mio. Kinobesucher allein in W-Dtl. hatten, 2007 in Gesamt-Dtl. sind es noch 125,4 Mio. Seit Anfang der 1990er Jahre haben sich allein in Berlin wiederum die Sitzplatzkapazitäten verdoppelt (der erste große Roll-out der Neuzeit). Es gibt eine wissenschaftliche Forschung zu den Kinoentwicklungen, auch zu den 1920er Jahren und auch zum Tonfilm. Man sollte dies nachlesen. Das elektronische Heimmedium spielt hierbei eine Rolle, nicht erst seit Aufkommen der DVD. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Vielleicht haben die Gewinner ein sehr kurzes Leben. Sie wissen es nur noch nicht. :wink: -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Herzliche Worte an einem sommerlichen Sonntagabend, vielen Dank. (Anekdote am Rande: ich war tatsächlich vor drei Std. am russischen Ehrenmal in Treptow. Das analoge 3-D-Panorama war schlichtweg atemberaubend: das überlebt uns noch alle. Erst recht den DCI-Standard. Die machten es halt mit "Hammer und Sichel". Und gewannen den Krieg. Auf dem Mausoleum steht ein 70 Tonnen schwerer Sowjetsoldat mit Kind und Schwert, im Inneren des Mausoleums ein "70mm"- 270-Grad-Panorama aus Mosaiksteinen. :wink: ) Bildquelle: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/u...ndex.shtml -
Umgekehrte Erfahrungen gemacht. Das Entfernen von Filmguard ist unkompliziert, und dessen Einwirkung macht auch Sinn, um das Material geschmeidig zu halten und vor weiterem Verzug zu bewahren. Zwei Tests an (weniger wertvollen, daher für Testzwecke geeigneten) Vinegare-Syndrome-Rollen um 1995 ergaben: die eine Rolle war schon 1997 nicht mehr spielbar, die andere ist es noch heute. Daher ist Isopropanol nicht ausreichend (mit dem auch ich kopierwerksseitig über die Jahre sehr gut reinigte: aber eine konservierende Wirkung und ein Mittel gegen Schrumpfung und Welligkeit wurde damit nicht gewährleistet). Du argumentierst (theoretisch) richtig: Auftragen mit Kelmar-Gerät ist die "sauberste" Empfehlung. Die Praxis eine andere: alte und verschmutzte Filme müssen angehalten werden oder stellenweise häufiger nachgeputzt werden. Schmutz verteilt der Kelmar nur. Wer wirklich sein Material kennt, große Übung mit dem Samtlappen hat und dabei keine Perfoeinrisse fabriziert, dem sei die vorsichtige Handreinigung empfohlen. Die sich abbildenen Seen bei Überdosierung sind kein Problem, sobald der Film zurückgerollt wird und beim Zweitdurchlauf durch einen Samtlappen alle Seen verschwinden. Der minimale Rest verteilt sich während der Projektion zur Nichtsichtbarkeit. Und wie erwähnt: erst kürzlich Filmguard-Seen auf einer 70mm-Kopie entdeckt, welche ich nach Abspiel um 2001 nicht mehr eingesetzt hatte: das nur einmalige Durchziehen durch den Samtlappen beseitigte alle Rückstände, und das Material ist 2008 geschmeidiger als 1998. (Allerdings füge ich hinzu: wir lagern auch bei Minusgraden und mit Kodak-Molekularsieben.) Bei weniger zur Welligkeit neigendem Material ist indessen Deine Empfehlung mit Isopropanol vorzuziehen. Aber auch dieses bildet Rückstände, die schlimmer anhaften als Filmguard. Ist der hier so oft zitierte Brad Miller auch Chemiker? :wink:
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Benutze ich seit etwa sechs Jahren. Damals (durch "unsachgemässe") Handreinigung verbliebene "Seen" ließen sich auch Jahre später noch durch frischeres Filmguard oder einfach durch Nachputzen mit Samtlappen entfernen. Allerdings lagerte ich bei 5 Grad plus, seit zwei Jahren und bei 5 Grad minus. Weder auf Schichtseite noch in den Magnetitpisten sicherbare oder hörbare Nachteile (bisher jedenfalls) aufgetreten. Auch der Magnetkopf verschmierte keineswegs, wie zunächst noch befürchtet. Langzeitwirkungen? I don't know - but possible. Allerdings wurden durch Filmguard manche Film wieder geschmeidig gemacht, die wenige Jahre später gänzlich tot gewesen wären. In dieser Relation hat es viel genutzt.
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Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Gerade noch eine ganz radikale Spitze gegen die Strahlen gefunden, von einem früheren Forumsmitglied (und jahrzehntelang branchenerfahrenen Meistervorführer): Aus: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...&start=120 Ich finde, daß er darin 2005 noch sehr optimistisch war, weil die Blu ray und HD OnDemand noch nicht absehbar waren. Würde schätzen wollen, daß 2012 weniger als ein Viertel der gewerblichen, heute spielenden Kinos noch existieren. Und 2015 kein einziges mehr. -
Der Film, den ich zur Hälfte sah, war schon sehr quirrlig und amüsant. Aber denkt man an die Münchner Tradeshow von Mr. Katzenberg, so hatte ich es (falsch) verstanden, daß hiermit das Kino mehrdimensional revolutioniert würde. Nichts bitte gegen gutes 3-D (ohne Brille wär's weniger anstrengend - solche Systeme gab und gibt es), das man ja nicht als den billigsten Kinoschund beschimpfen möchte. Aber allemal der Brüller des Jahres: da macht Dreamworks in München die Betreiber so heiss, daß sie schon nicht mehr wissen, ob sie Männchen oder Weibchen sind, wirbelt die Trommel für Umrüstung und Umsturz nebst Revolution, und dann ein so flacher PANDA? Man darf sich wundern: Katzenberg fordert erst totale Umrüstung und dann - vielleicht - beginnt er an, in 3-D zu produzieren. Wohl eine Bauchlandung. Nicht unbedingt ein visionärer und risikobereiter Künstler ist dieser Mann, sondern eher ein erstaunlich geiziger Magnat. Er will erst "lernen": http://satundkabel.magnus.de/medien/art...-kino.html Soll er nur...
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Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
War damals im Frühjahr 2000 genau so von der Sache elektrisiert wie Du, als für den zweitgrößten Kinosaal Dtlds. die landesweit erste Digitalprojektion mit Pauken und Trompeten beworben wurde: ging durch alle regionalen und überregionalen Zeitungen/Zeitschriften. Saß dann mehrmals drin bei FANTASIA 2000, FINAL FANTASY, DINOSAUR usw., und die Saalauslastung hatte kein Verhältnis zur Neuanschaffung. Wenig später wurde die Anlage auch deaktiviert, weil zu teuer und anfällig (man spielt heute wieder 35mm und die Arbeitsverhältnisse, auch mit dem Betriebsrat, blieben intakt). Gerade in den ersten Renommee-Veranstaltungen vor achteinhalb Jahren (FANTASIA 2000) saßen wir bisweilen mit nicht mehr als sechs oder acht Besuchern im 1070-Plätze-Saal. Gewinnsteigerungen sind also stark umstritten: einige sehr professionelle Statistiker und langjähirge Kinomacher bestreiten dies. Für etliche Betriebe wäre eine vorzeitige Umrüstung/Hypothek sogar das Aus oder ein Ausradieren von der Landkarte. Andere können es sich holterdipolter leisten und freuen sich (momentan) über zusätzlichen Content (Opern, Konzerte usw.). Aber diese Programmsegmente sind längst bedroht und schmelzen weg. Was konstant wichtig bleibt, hier hat KLK wohl recht, ist aber die kontinuierliche Programmsparte des Spielfilms, der breitflächig von Major Companies exklusiv für die Kinos beworben wird. Der Kuchen jedenfalls wird nicht größer: mit mehr kinofremdem "Content" besteht auch die Gefahr der Verunsicherung des Zuschauers. Und gerade Google ist es, die eine weltweit Online- (und sicher bald auch Film-)Bibliothek errichten möchte. Da wäre es doch sinnvoll. daß sich die Kinoauswertung signifikant vom Home Cinema und vom Online-Vertrieb unterscheidet, oder? Andererseits muß sich das Kino an Zeitströmungen anpassen. M.E. aber ist weniger ein modernes und revolutionäres Kino im Anrollen, als eines, daß sich als fünftes Rad am Wagen der globalen HD-Heimverwertung unterwirft: erst technologisch und alsbald auch inhaltlich. Das hat es noch nie zuvor in der über hunterjährigen Geschichte gegeben. Und genau darin liegt der relevante Wechsel der Kategorie oder dialektische Umschlag: weniger im Austausch eines 35mm-Bildfensters durch ein DLP-Fenster, was nur marginal den Zuschauer tangiert. Es geht ums Geld und um Monopolisierungs- und Rationalisierumgsversuche (siehe auch die schwächelnde IMAX Corporation). Und darin erweist sich der ortsfeste Filmtheaterbetrieb für einige Produzenten/Verleiher plötzlich "als zu teuer". Aber sollte man darüber jubilieren und daraus eine sagenumwobene Zukunft ableiten? Ist eine Umrüstung nicht vielmehr Ausdruck, daß die Margen im Kinobetrieb zurückgehen? Und daher auf HDTV (in DCI-Variante) ausgewichen wird? Es geht primär wohl um einen weltweiten Massenmarkt, der in der Filmrezeption nur noch zu einem Bruchteil irgendwelche Kinointeressen berücksichtigen soll. Somit fungiert das Digital Cinema ein wenig wie das "Trojanische Pferd" mächtiger Produzentenverbände, die den indertat etwas schläfrigen Filmtheaterbetreibern ihren Billig-Content als "Revolution" verkaufen. Man muß die Sache zwei- oder dreimal um die Ecke herumdenken, um den Bluff von der strahlenden Zukunft erst richtig zu erfassen: wenn Filmtheater heute film- und kinofremde Formate zu geringsten Kosten geliefert bekommen (auch wenn die HDTV-Technik auf höchstem Niveau angelangt ist), so zeigt es auch den Wertverlust des Kinos in den Augen einiger Produzenten und Verleiher, die in die Kinobranche nicht sehr gerne investieren (eine 35mm-Kopie birgt immerhin ein Risko, bindet aber die Verleiher andererseits auch an längere Fenster und Verträge, sprich an eine Partnerschaft mit den ortsfesten Kinos). Neben der Faszination an muiltimedialen Veranstaltungsmöglichkeiten durch elektronische Darbietungen, die ja recht schlagkräftig erkennbar ist, sollte man die Kehrseite der Medaille betrachten. Eine Quintessenz könnte daher lauten: das Faß der Pandora wurde geöffnet, und eine Zukunft des Kinos unter solchen Vertriebswegen und HDTV-Modellen ist vollkommen ausgeschlossen. Leider! Es ist Gegenwart seit einer Dekade. Und das Kino profitiert hiervon nicht unmittelbar, genau so wenig wie Theater, Opernhäuser oder Museen, wenn sich jeder alles runterladen kann. Und dorthin streben die Produzenten mit digitalem Content und HD2k als "Universalformat". Das ist ein ganz wichtiger Punkt in der Debatte, glaube ich! Also muß was anderes her, was dem Kino würdig ist.