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Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
"Abwarten und Teetrinken", sagt der Chinese. Wenn eine medizinische Apparatur nicht sicher ist, zur Abwanderung bewährter Fachkräfte führt, nachweislich den Krankenstand nicht reduziert und das Krankenhaus in die Insolvenz treibt, dann wartet man auf bessere Angebote. Und beim 3-D-Film werden brillenlose Filme derzeit diskutiert, NHK bastelt am 8k-Fernseher, SONY bringt 4k-Home-Cinema-Beamer 2009 auf den Markt und eine neuere Ausbelichtungstechnik bei Filmkopien beseitigt Wackeln, Staub und Schärfeverluste. Offensichtlicher Irrtum und Illusiion auf einigen Seiten: "wir sind endlich digitalisiert" (so wie wir einst 35mm-Techik auf Jahrzehnte hin eingebaut haben) und bleiben auch so. Da die Entwicklungen im Fluß sind (auch eher ohne viel Aufsehens in der Filmtechnik), ist eine "digitale Umstellung" etwas Endliches im Gegensatz zur ausbaufähigeren Filmtechnik. (Pluspunkte des Filmkinos: Saaltausch, hauseigener Service, stabilere Programmhoheit, niedrige Anschaffungs- und Wartungskosten, älteres Repertoire, internationale Austauschbarkeit des Filmträgers, Ausleichtungspotentiale auch für Freiluftkinos, enormer Kontrastumfang des Printmaterials, Suggererieren daß für das Publikum noch echte Handarbeit verrichtet wird, lange Abschreibungsfristen, langjährige Erfahrung mit der Technik, gleichfalls 3-D-Möglichkeiten, keine dringend erforderlichen Service- und Wartungsverträge, geringere Strom- und Betriebskosten, weniger verschleißanfällige bewegliche Teile, paarweiser Betrieb mit Teller als Ausfallgarantie usw. usf.) Sinnvolle Investitionsfelder: Service, Innenausstattung, größere Leinwand, Kinder- und Seniorenprogramme, Haus- und Online-Marketing, Bausubstanz und Fassadenverschönerung, Hausprogramme und Bücherecke, Gastronomie und Sanitäranlagen, Referenten und Prominente, Festivals und Theateraufführungen (hierfür mobile Leinwand). Erst 2012 könnte eventuell nach recht euphorischen Erwartungen einiger Verfechter auf der Produzentenseite alle sechs Wochen ein digitaler 3-D-Film starten. Die Sache lohnt demnach 2008 und 2009 wohl kaum. In den meisten Fällen ist hier niemand gezwungen, digital umzurüsten. Der 35mm-Betrieb ist am Rollen, und was sonst rollt, ist derzeit ohne Belang für die bestehende Umsatzstruktur des deutschen Kinomarktes. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
In Deutschland u.a. Ländern noch nicht. Hier zögern die Verbände - zurecht. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
JEDER KANN BUNDESSTART SPIELEN - gut möglich, oder auch nicht... Abgesehen von der Kurzlebigkeit des Formats und der Gerätehaltbarkeit sollten aber einige, m.E. weit gravierendere Handicaps einmal erörtert werden: Zur Ausweitung des Contents und zum Schrumpfen der Major Companies: Der jetzigen, tradionellen Lage der Filmverwertung als Angebotsoligopol (wenige relativ große Anbieter stehen einer Vielzahl von Nachfragern (Nachfrage) gegenüber), die zwar Ungleichartigkeiten, aber eine relativ flächendeckender Struktur und halbwegs stabile Bewirschaftungs- und Beschäftigungsgrundlage hervorgebracht hat, stünde nach einer Abkehr von der Filmband-Belieferung ein sog. Polypol gegenüber (viele Anbieter stehen viele Nachfrager gegenübern. In dieser Marktform soll intensiver Wettbewerb herrschen, es existieren keine "Machtpositionen" mehr. Die Anzahl der Marktteilnehmer ist groß und ihr Anteil am Markt entsprechend gering, so daß der einzelne Marktteilnehmer keinen Einfluß auf das Marktgeschehen hat. Insoweit folgt "polypolistisches Verhalten" aus der vorhandenen Marktstruktur. Beispiel: Ein Anbieter rechnet damit, daß sein Absatz von den (preislichen) Maßnahmen der übrigen Unternehmen abhängt, er aber nicht mit Rückwirkungen der Konkurrenten als Folge seiner (preislichen) Maßnahmen rechnet. Das Polypol setzt einen unvollkommenen Markt voraus, bei einem vollkommenen Markt spricht man von atomistischer Konkurrenz. Im Polypol werden die Produkte als heterogen, also nach der Ansicht der Nachfrager als unterschiedlich empfunden, d. h. es werden Präferenzen gebildet. Dies erlaubt in bestimmten Grenzen (reaktionsfreier Bereich) eine eigene Preispolitik der Anbieter. Ich folgere daraus: - Die großen deutschen Verleihunternehmen werden aufgelöst - Der HDF zerbricht - Das Aquisemedium diversifiziert in alle Richtungen bis zur Unverbindlichkeit und Unkenntlichkeit (gegenüber dem breitflächig beworbenen und in der Mehrzahl der Kinos ausgewertetetem bisherigen Premium-Filmangebot) - Selbst der Blockbuster versiegt zur Unkenntlichkeit und wandert ab ins OnDemand-Geschäft, in dem die Margen schneller abfließen - 95 % der Filmvorführer werden mittelfristig arbeitslos und sind für kommende Betriebsbedürfnisse auch nicht umschulbar - Die Bestellung von HD-Festplatten/Blu ray/HD-Downloads als ubiquitäres Einheitsformat der Kinopremieren kommt allen zugute: den Clubs, unabhängigen Regionalveranstaltern, Touristikunternehmen, Volkshochschulen, Vereinen, Universitäten, Casinos, Bahnhöfen, Videotheken, Supermärkten, Krankenhäusern, Heimen, Kongressen, Volksfesten, Haushalten, Internetverleihern usw. Der "Kuchen" wird kleiner: ortsfeste Filmtheater verlieren ihren Standortvorteil und die Programmhoheit (Multiplexe, Traditionshäuser, Programm- und Alternativkinos, Kinocenter, Megaplexe, provisorische Kinos, Filmfestivals nehmen an Bedeutung ab: das Alleinstellungsmerkmal wird digital atomisiert). Diese traditionellen, heute noch durch das Auswertungsmonopl eines reinen Kinoformats (35mm) abegsicherten Geschäftshäuser verlieren ihre Exklusivität - und eine Verleiher mindert sein Risiko, mit Risikokapital (d.h. eine auf Langzeitauswertung angewiesen Ware wie die Filmkopie) sich vornehmlich an die Kinoauswertung zu klammern. Dieser "Umtritt" ist aktuell noch nicht eingetreten, würde aber durch eine Umrüstung ausgelöst werden. Fazit: "Alles halb so schlimm" - könnten die Befürworter der Umrüster und derzeitigen Nutznießer eines digitalen Contents argumentieren. Aber erstens verändert sich die Marktlage mit Erreichen der kritischen Masse an Digitalbildwerfern in den Kinos (und fast identischen Systemen für kinoexterne Verbraucher), und zweitens ist auch "halb so schlimm" schlimm genug, um massive Marktbereinigung und ein Kinosterben auszulösen, dessen Ausmaß der Fantasie der Leser überlassen sei. :D -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
KLK ist ein Mann, der die Bereiche der BWL, der Filmwirtschaft und des Films sowie noch die kleinsten Details statistischer Erhebungen beherrscht. Darin ging er stets strikt neutral, unemotional und vorurteilsfrei vor. In seinen Funktionen konnte er es sich kaum leisten, subjektive oder parteiische Schlußfolgerungen herzuleiten. Er ist in seiner Materie sehr genau wie ein Mathematiker und dennoch ein engagierter Mann der Filmproduktion und des Kinos. Das sage ich, der selbst einmal mit bei Anforderung einer Standortanalyse von ihm eine zwar negative, aber ehrliche Darlegung erhielt. Die leider zutraf, selbst wenn die Wahrheit manchmal wehtut. FE ist nicht nur ein HDF-Blatt, sondern seine Redakteure sind durchaus in der Lage, unabhängige, manchmal auch kritische und schmerzhafte Themen anzusprechen. Und dies kann man von Herrn Dr. Negele weniger behaupten, der in einer sich spaltenden Branche gute Miene zum bösen Spiel macht. Das ist FE (habe alle Ausgaben seit 1949 gelesen) weit näher am kommerziellen Kino als BLICKPUNKT:FILM mit seinem völlig kinounkundigem Marketing-Getöse und der bedenkenlosen Schönfärberei jedweder Bewegung am Markt. [Meine Meinung, andere sehen es möglicherweise umgekehrt.] -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
schlecht (wenn überhaupt) recherchiert ... K.L. Koch (bis vor wenigen Wochen Geschäftsführer von Rincke Medien Consult) hat dazu klar stellung bezogen ... Kurzer Nachtrag (in Sachen Selbstentlastung): In FE Nr. 24, 2008, liest man im Artikel "Vorreiter der Digitalisierung" Folgendes: Das digitale Kino aus Hollywood ist noch kein ausgereiftes Geschäftsmodell - Michael Clement, Prof. für Medienmangement, "monierte, daß das Publikum keine legale Möglichkeit besitze, sich den Film zeitgleich downzuloaden. ... Der Konsument wolle den Day-and-Day-Release, wobei das Kino nur noch der Promoter ist" - Roßmann, AG-Kino: "Problematisch sei, dass die Lizenzhändler durch die Gründung neuer Verleihfirmen versuchten, ihre DVD-Produktionen im Kino zu veredeln. Dadurch würden Film im Kino landen, die dort nichts zu suchen hätten. Vor zehn Jahren hatten wir 250 Filmstarts pro Jahr in Deutschland, 2007 waren es 480. Ob ein Film analog oder digital vorgeführt werde, sei dem Publikum egal." - Wolfram Weber, Fantasia-Film/Cinecitta Nbg.: "Unsere jährlich 1.6 Mio. Besucher in Nürnberg reichen aus, um die komplette Digitalisierung zu finanzieren." - Dazu Roßmann: "Bei Opern funktionierten oft nur die ABC-Waffen 'Aida', 'Boheme' und 'Carmen'- Das Erlebnis-Konzept des Cinecitta sei jedoch keine Geschäftsmodell für die gesamte Republik. ... Viele Kinos mit Jahresumsätzen von 60000 Euro könnten sich keine teuren digitalen Projektionsanlagen leisten." - "Alternativer Content decke nur begrenzt die Kosten für die Digitalisierung", erläuterte Kim Ludolf Koch. "Das Kino ist in der Vermarktungsstrategie aufgestellt, Filme zu vermarkten. Events wie Konzerte oder Sportveranstaltungen sind singuläre Ereignisse, die solo beworben werden müssen - ohne die Unterstützung eines Verleihs. Daher sei es schwer, mit Hilfe von alternativem Content Deckungsbeiträge zu erwirtschaften, über die sich die digitale Investition refinanzieren lasse. .... Das digitale Kino aus Hollywood ist ein noch nicht ausgereiftes Geschäftsmodell. Die Vorreiter sind da, aber ein breiter Roll-out iost noch nicht absehbar". - Roßmann, AG Kino: "Die Digitalisierung der Kinos gleich einer Pokerpartie. Die Kinobetreiber sollten den Studios in Hollywood nicht zu schnell die Tür öffnen, weil sie sonst nur wenig damit verdienen werden". Diesen nüchternen Analysen ist fast nichts hinzuzufügen. Wer - verblendet von den Kampagnen der letzten Jahre - sich einbildet, den "Anschluss zu verpassen" und Russisch Roulette spielen möchte, den wird man kaum zurückhalten können. Das Geld für wenig lukrative 2k-Beamer mit kurzer Lebensspanne sollte man besser an den HDF und an die AG Kino spenden, damit diese für die Auswertungsfenster kämpfen und den Day-and-date-Starts entgegentreten. :wink: -
Star-Kameramann Michael Ballhaus zur digitalen Revolution
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Da hatte eine führende Filmzeitschrift alles leider komplett umgerührt und verkürzt: die Rede war von mehr als einem Dutzend HD-Kameras im Einsatz - keinem weiteren Format. Man könnte sich das ja ansehen, aber wenn, wie hier steht, das Master leider HDCAM-SR ist (zudem also mit Kompression arbeitend), ist es für mich reizlos, auf dieser Grundlage ein Ratespiel zu beginnen. Für solche Konzertaufnahmen in Räumen mit Available Light und synthetischem Bühnenlicht hätte ich ausschließlich HD-Kameras eingesetzt - verstehe den Sinn des 35mm-Drehs nicht. Vielleicht steht's im A.C. beschrieben. Nachlesen reicht in diesem Falle sicherlich, wenn man mit Stones' Musik nur wenig anfangen kann. Scorseses letzter vollends überzeugender Film mit sehr guter Super 35-Fotografie und ohne Digital Intermediate-Verfremdung (dafür aber mit einigen VistaVision-Background-Aufnahmen) war CASINO von 1996 (Eastman 5248 EXR) - und wäre einer Wiederaufführung würdig. -
Entspricht absolut meinen Erfahrungen. Sprach man noch in den 80ern wehmütig angesichts der Herausbringung von hochwertigen Ausstattungsfilmen von der "gottseidank" noch erlebten Kinodarbietung ("die war noch ein Ereignis"), hat sich die Mentalität seit 1996 gedreht. Mürrisch das Kino verlassene Filmfreaks, echte Kenner sämtlicher Mängel einer Kinodarbietung und geschnittener Szenen, sind sich nicht zu dumm, sich auf ein zweites Experiment auf DVD einzulassen, mit der die Filmindustrie den Betrug vom Vorjahr durch Edition 2.0 noch honoriert haben möchte. Da man das Risiko scheut, ein integrales Werk in voller Länge plus nachhaltiger Aussage in einer angeblich flüchtigen Kinoauswertung (weil ohne Fernseh- und Konsumpause) "an den Mann zu bringen", kalkuliert man neben der perfekten technischen Überwältigung einen leichten Unmut über inhaltliche Defizite des Kinospiels von vorneherein ein, um eine Special Edition für das Heimkino zu lancieren, welche alle Defizite aufarbeitet (extended version plus Bonusmaterial). Das ist Business: so sind auch alle Special-Effects im Blockbuster stets nur für Sekundenbruchteile zu erkennen, um das mehrmalige Anschauen eines Films zu evozieren. Zwar steigt durch wiederholtes Sehen nicht der Sinngehalt, wohl aber die stille Einbilodung, besonders wissend am Hype teilgenommen zu haben, d.h. "komplett" wie alle anderen Zeitgenossen "im Bilde" zu sein, - mit anderen Worten: sicher zu gehen, daß man nichts verpasst hat. (Ausgenommen natürlich das Verpassen einer sinnvollen Lebensaufgabe, als sich ausgerechnet solche Filme "mehrmals" anzutun.) Leute, die solche Film inszenieren und produzieren, sind auch keine seriösen Filmemacher. Einer der Vorreiter dieser Marketingskreisläufe waren Albert R. Broccoli sowie George Lucas.
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John Bailey, ASC, zum Thema Digital Intermediate
cinerama antwortete auf magentacine's Thema in Digitale Projektion
Die KODAK greift die Problematik der Langzeitarchivierung der DIs, die durch die AMPAS bereits reportiert wurden, wieder auf: http://motion.kodak.com/US/en/motion/hub/incam.htm Demnach "Russisch Roulette", was einige Majors mit ihrer Festlegung auf ein Digital Source Master als Endversion betreiben. -
Hancock startet in den USA in 4K DCI auf 20 Leinwänden
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Bin heute mal der hiesigen Empfehlung in diesem Forum für HANCOCK gefolgt und habe mir die Güten eines angeblichen 4k Digital Intermediates angeschaut. Es ist ja schön, wenn in USA 20 Spezialbildwerfer hierfür in Betrieb genommen wurden, aber leider ist die Wild-West-Fotografie dieses Films mit unscharfen Reißschwenks, tlws. hochempfindlichen und amateurhaft gepushtem Material (älteres Kodak Vision 2) und relativ unglaubwürdigen Special Effects (Verzeihung: "Visual Effects" soll ich hier nur noch sagen dürfen) ungeeignet für jedwede aufwendige Projektion. Derartigen Unfug hat es zwar schon zu 70mm-Blow-up-Zeiten gegeben, aber es bringt SONY einen Bärendienst ein, diesen Film zu promoten. Auch ist er in Dtl. offenbar nicht in Digital angelaufen, was auch kaum Verbesserungen brächte. Jedenfalls ist das DI von Technicolor und dessen Ausbelichtung farblich wieder derart entgleist, daß man weinend aus dem Saal laufen möchte. Gerade in Anbetracht auch einiger neuerer, optimierter Ausbelichtungen, die sich an der Güte und dem Charakter des 35mm-Printmaterials orientieren - was eigentlich Pflicht wäre! - ist diese Postproduktion in jeder Hinsicht "im Eimer". Warten wir auf die nächst 4k-Promotion; ich werde da langsam skeptisch. -
Star-Kameramann Michael Ballhaus zur digitalen Revolution
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
SHINE A LIGHT ist in HDCAM-SR-Format gedreht (und auf den IFB als Eröffnung gelaufen), das stimmt. DEPARTED ist in 35mm gedreht. Anschließend ein DI für die Post. Ich suche mal die Produktionsbilder raus: auf S. 11 der ARRI-News http://www.arri.de/infodown/news/2005_0...News_E.pdf gibt es ein Bild der verschiedenen 35mm-Kameras. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Seit einigen Monaten erinnern Sie den Ist-Zustand: "bei neuen Kinos DCI [haben] digitalprojektoren den kurzfristig billigeren mechanischen Projektoren den Rang abgelaufen." "Majorität" wurde genannt und hinzugefügt. In der Zahl installierter Anlagen konnte ich diese Majorität nicht finden und meine daher, daß man den von den Forschungsinstituten bis 2012 oder 2015 laufenden Regelbetrieb mit Film pflegen und nicht vernachlässigen sollte, weil man sonst mittellos dastünde. Dies wäre einigermaßen leichtsinnig, oder? (Und der Betrieb mit traditioneller Filmbandprojektion hatte und hat für einige Kinos so eben einigen Vorteile. :wink: ) -
Bin ich mir nicht so sicher. Diesmal schmilzt der Kuchen schneller weg als als je zuvor. Es könnte eine Endlichkeit der Entwicklung ortsfester Filmtheater ganz nüchtern in Betracht gezogen werden - so sehr man auch dagegen ankämpfen muss. Aber Bewegtbild-Entertainment: das wird es auf alle Fälle weiterhin geben. Evtl. mit Wachstumsraten. http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=10053
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Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Der Vergleich der Umstellung mit der des Tonfilms ist sehr verbreitet, auch in der Wissenschaft. Ich finde dennoch nicht, daß es genau dasselbe ist, da Ziele und wirtschaftliche Eckdaten, aber auch ästhetische Ansprüche ganz anders gelagert sind. Ähnlich ist nur die "Umfänglichkeit" der Umstellung. Eine Wiederholung in den Debatten sehe ich nicht, da kaum jemand gegen Digitalprojektion öffentlich wettert. (Mich ausgenommen.) Würde gerne einen weiteren Thread aufmachen, der die Symptome und Debatten um Tonfilmeinführung / Digital-Einführung mit Zitaten und Vergleichen behandelt. Liest dann aber wieder keiner. Und hört auch keiner gerne, wenn dargelegt wurde, was man aufgab und wie die ersten Jahre verliefen. Wenn technischer Fortschritt ausschließlich mit qualitativem Fortschritt gleichgesetzt wird, dann geht jeder Zweifel daran in Gelächter unter. :roll: Zum Gehör, das "verdorben" wird ... das Zitat war eine Folge von desaströsen Aufführungen mit frühen Tonfilmapparaturen, so weit ich mich erinnere, von denen wohl nur das Klangfilmsystem funktioniert, welches hernach aber die Kleinkinobetreiber kaputtmachte. Da fühlt man sich an XDC erinnert, obwohl: wir sagten ja eben, dass es NICHT dasselbe ist. :wink: Das entspräche meinem Kenntnisstand. Film hat eine unbegrenzte Auflösung, einen herausragenden Kontrastumfang und breiten Belichtungsspielraum. Kein anderes Medium ist so flexibel, weitläufig standardisiert und langzeitstabil. Farbfilm im Zweiband-Verfahren oder Projektion mit Sequential Exposure konnte sich seinerzeit in der Projektion noch weniger durchsetzen als der damit verwandte 3-D-Film. Die AG Dok ist die IG der Dokumentarfilme in Deutschland. Die AG Kino indessen die IG der Programmkinobetreiber (denen man unterstellten sollte, der Monokultur immer entgegengetreten zu sein). Allerdings ist es Konsens, daß der derzeitige Kinomarkt keine weiteren Titelaufstockungen verträgt - es sie denn, die Besucherzahlen verdoppeln sich. (Und somit auf den Stand der 70er Jahre.) Auch wird m.E. der Auf- und Untergang des Repertoire nicht entscheidend vom Distributionsformat mehr beeinflusst, sondern von exogenen Faktoren: konkret a) von der Absorption des Repertoires zur "Werbe-Ergängungskonserve" in der TV-Anstalten und b) von den Home-Cinema-Medien und ihren zyklischen Neuauflagen und Extended Versions. Auch wenn man das Repertoire dennoch immer wieder aufrichten muss (als Erbe unserer Kultur), so liegt die AG Kino mit Ihrer Feststellung leider genau am Puls der Jetztzeit. -
Star-Kameramann Michael Ballhaus zur digitalen Revolution
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
- doppelt geposted - -
Star-Kameramann Michael Ballhaus zur digitalen Revolution
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
DEPARTED ( http://german.imdb.com/title/tt0407887/technical ) ist aber doch 35mm (Kodak Vision-Negativ, Fujicolor-Kinokopien) - ich bitte Sie inständigst ... Es gab lediglich Abtastungen auf HDCAM SR für Dailies. Der absolute Normalfall heutzutage. Scorsese experimentiert eben, wie fast alle eine neue Technologie ausprobierten (und auch ich davon überzeugt bin). “The problem for me is figuring out what the tradeoff is in terms of how much it speeds us up and is cost-effective, compared to any possible loss of quality. I’m still a die-hard celluloid guy, but at a certain point, you have to say, if this is the way things are going to go, then you might have to try it. Depending on the subject matter, there are certain films it would make sense for. I recall back in the 1970s, for Taxi Driver, we talked about doing it on black-and-white [standard-def] video because of financing issues. We had some tests screened on a video projector, but the quality wasn’t very good in those days, and we pulled back on the idea. But the technology is far superior now, obviously, so I’m sure I’ll try. I just don’t want to be learning with new equipment on the set. That’s the real problem. I expect I’ll try something smaller first on high-def and we’ll see what happens.” Aus: "Millimeter" Er machte also was "Kleines". :wink: (Und manche bekommen auch Geld oder Rabatte für solche Aussagen - ein alter Hut!) Das bleiben sie gewiss nicht. Aber auch jüngere Aussagen laufen in die gleiche Richtung. -
Star-Kameramann Michael Ballhaus zur digitalen Revolution
cinerama erstellte Thema in Digitale Projektion
Nachdem Oscar-Preisträger Michael Ballhaus, der sich stets offen für neue Technologie zeigt, als erster Kameramann einen Dokumentarfilm auf HD24p drehte und weitere Erfahrungen mit digitalem Film sammelte, zieht er für seine Studenten und Kollegen ein Resumee von großer Tragweite. Einige Passagen daraus seien hier zur Diskussion vorgestellt: - Mit teuren Digitaleffekten betreibt Hollywood die systematische Verdummung des Publikums - Je komplizierter sich die digitale Technik jedoch entwickelt, desto mehr verbreitet sich meines Erachtens das Gefühl, dass man letztlich auch beim Zelluloidfilm bleiben könnte. - Zurzeit kann man davon ausgehen, dass Film etwa doppelt so viele Bildinformationen enthält wie ein digitales Medium – digital ausgedrückt: Ein Filmbild in Pixel zerlegt, enthält acht Kilobyte, ein digitales bisher maximal vier. Zudem kostet das Speichern dieser digitalen Daten enorm viel Geld. Um ein Beispiel zu nennen: Michael Mann hat bei der Arbeit an seinem Film Collateral mit einer hoch qualifizierten digitalen Kamera gearbeitet, wobei allein das Speichern der Daten ungefähr 50000 Dollar im Monat verschlang. Da Zelluloidbilder heute ohnehin problemlos für den Schnitt digitalisiert werden, stellt sich also die Frage, weshalb man ein Medium benutzen soll, das weder qualitative Fortschritte noch finanzielle Ersparnisse bringt. - Zudem birgt der Umgang mit solchen Datenmengen stets auch eine nicht zu unterschätzende Ungewissheit. Als ich einmal mit einer digitalen Viper drehte, mussten wir einen halben Tag nachdrehen, weil die Speicherung fehlerhaft war. - Man sollte allerdings nicht vergessen, dass das kostengünstige, von keinerlei Materialknappheit bedrohte digitale Drehen auch die Gefahr einer gewissen Beliebigkeit birgt. Wenn meine Studenten auf Film drehen, dann sind sie besser vorbereitet und überlegen die Kadrierung und die Ausleuchtung wesentlich sorgfältiger. - Ein entscheidender und sicherlich zentraler Nachteil der digitalen Technik liegt für mich in der ästhetischen Differenz zwischen den digitalen Pixeln und der Körnung des klassischen Filmmaterials. Die Körner des Zelluloidfilms sind untereinander beweglich, und dadurch entstehen im Bild, grob gesagt, weichere Übergänge und weniger scharfe Kanten. Die Pixel hingegen sind starr, was dem digitalen Bild eine klinische, kalte Oberfläche und eine gewisse Flachheit verleiht. - Es mag sein, dass die digitale Technik irgendwann in der Lage sein wird, die Ästhetik des Zelluloids perfekt zu imitieren. Zurzeit aber würde ich mir immer noch zutrauen, ein Zelluloidbild von einem digital erzeugten Bild zu unterscheiden. Auszugsweise zitiert aus: http://zeus.zeit.de/text/2005/07/K-Kadrieren -
Hancock startet in den USA in 4K DCI auf 20 Leinwänden
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
bitte löschen -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Und in einer Kulturlandschaft rein multimedialer Vernetzung über die Consumermedien (i-Pod, MP3-Player, OnDemand, day-of date-Starts für Kino plus Internet/Pay per view; über Silberscheiben, und den großen "Staubsauger" Internet) ist jede andere Kulturform der performativen Kategorie (Theater, Oper, Filmtheater, Ausstellungen, Clubs, Massen- und Protestbewegungen, Vereine usw.) in Dämmern. Entkoppeln wir einmal Fragen von Modernität, Fortschritt, Rückschritt, Stagnation und Gewinn einen Moment von der Frage der Güte des Medienträgers (analoge Studio-Magnettontechnik, Digitalsuites, photochemischer Film, sensorbasierte Panels, breitformatiges Todd-AO, fernsehkompatibles DLP) und betrachten ähnliche Entwicklungen in der Architektur, Literatur oder Musik, so wird eines deutlich, was Pasolini einmal hervorhob: die Massenkultur ist eine undemokratische. Und so, wie sie hergestellt wird (schon zu Zeiten des Kompatibilitätswahns beim Einsatz analoger Quellen wie Super-35 beim Film oder bei Kompaktkassetten in der HiFI-Technik) zerstört sie die sinnliche und erkenntnisbezogene Fähigkeit des Menschen, mehr und Besseres wahrzunehmen. Somit sind ein erhbelicher Teil der Wirtschaftsbewegungen und Digitalsysteme der letzten 20 Jahre von einigem Übel gewesen, gewissermassen ein Rückschritt und Ausdruck einer Nivellierung der Produktions-, Vermarktungs- und Rezeptionsbedingungen. Schon allein dieses "Einheitsformat" 2k / DLP für eine gesamte (Kino-)Branche ist eine Katastrophe für jeden Wettbewerb und eine technologische und performative Vielfalt. Da wird festgezurrt auf Jahre oder Jahrzehnte, was Grundlage der modernen Fernsehvertriebstechnik ist. D.h., aus dieser Perspektive für die Entwicklung der Kinobranche offensichtlich eine offekundige Sackgasse, ein "Anbschluß" und die Aufgabe der Autonomie. (Man siehst es ja auch am "Erfolg" der Multiplexe, der erst ein Hype war, und nun einem jeden klarmacht, daß man eben so ein Medienkaufhaus mit schicken Rolltreppen und Concession-Theques aufsuchen könnte, um Wunschfilme via Blu ray nachhause zu tragen und - das ist de Fortschritt des Computers - sich selbst ein Programm zu machen, dass sich in alle Richtungen manipulieren lässt, und den Begriff des "Autors" eines Kunstwerks außen vor läßt). Keiner ist vom Gesetz her gezwungen, sich hier und jetzt all dem zu unterwerfen. Auch funktioniert das derzeitige Verleih- und Filmträgersystem so einigermassen und große Insolvenzwellen und massenhaftes Kinosterben sind noch fern. Warum daran rütteln, um ein wenig DLP-Strahlemann zu spielen (übrigens Ronald Reagans und des Pentacons einstige Technologie bei der Entwicklung von Raketenabwehrsystemen)? Erscheint mir lächerlich. (Wer ganz scharf drauf ist, kann's ja zuhause ausprobieren. Es gibt ja auch viele Heimkinoforen.) -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Finde ich mäßig: 10 Jahre nach Beginn des Roll-outs bekommen 50% der Cineplexx-Kinos einen Digitalprojektor. Echt revolutionär, bahnbrechend wie der Tonfilm! :wink: Warum beantworten Sie keine Fragen und weichen aus? Sie sagten bei neuen Kinos DCI [haben] digitalprojektoren den kurzfristig billigeren mechanischen Projektoren den Rang abgelaufen. Was sagt dazu die NATO, der HDF und der VdF? Die würden sicher den Kopf schütteln. -
IMAX will komplett von 70mm auf digital umstellen.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Sie wissen unheimlich genau, was ich und andere machen. Oder auch nicht: daher platzen Sie vor Zornausbrüchen. Wie sähe das aus im Produzenten-Forum oder im Kameraboard, wenn Sie dort mitdiskutierten? Aber im Ernst: Es ist ihr Problem, was Sie sich da an HD eingekauft haben. Meine Darstellungen sind hieb- und stichfest, auf viele HD-Kameras anwendbar (und von Kunden wie Kameraleuten bestätigt). In 16mm gab es die Scans in 4k, die sie abstreiten, deren Ergebnisse ich gesehen habe: klarer Vorteil. Schwerer Nachteil für HD2k aller Formate und Umwandlungen. Die 416 plus wird fleissig geordert, auch bei Filmhochschulen. Aktuell gibt es sogar die Arri 416 plus HS. Das Negativ wird in 3k (oversamling) gescannt, Workscan bei 2k. Wußten Sie nicht? Ist praktischer und günstiger als HD oder RED Scarlett, falls sie denn noch auf den Markt kommt. Viele Kunden drängen auf 16mm, steigende Aufträge. Schauen Sie nur in die Schmalfilm-Rubrik dieses Forums, dann erahnen Sie die Marktanteile. Möchten Sie Listen von Fuji und Kodak? An welchen Produktionen sind Sie beteiligt? Möchte sher gerne daraus Bildbeispiele en detail zitieren. Dann werden wir endlich konkreter. Scorsese (Ihr neuer HD-Gott) hat durchaus Kenntnisse. Für seinen Rockfilm SHINE OF LIGHT aber (ein Riesenflop: http://www.zeit.de/online/2008/07/berli...t?from=rss ) wollte er vielleicht Material sparen und aus unterschiedlichen Perspektiven aufnehmen, zumal die Szenen nicht wiederholbar waren: daher überall HD. Für dieses Sujet würde ich auch nicht unbedingt das teuerste Material verwenden. Sonst dreht er fleissig auf Film (AVIATOR, toll aussehendes Super35!), ebenso wie Ballhaus - und liebt die Large Formats. Mögen Sie Super-8? Sehr natürliche Farben und hoher Kontrast. Haben Sie mal einen Super-8-Film geklammert und entwickelt und kennen die Sinnlichkeit des Materials? Betraut mit chemischen Ansätzen, der Sensi- und Densitometrie? Wer an diesen Standard gewöhnt ist, der fängt mit HD gar nicht erst an. Dagegen ist die RED numerisch ein Nischenprodukt. Wir kennen kaum Anwender der RED in Bln und DTl., also scheint im Profi-Bereich in Dtl. wenig am Laufen zu sein. Sie können das ja alles radikal ändern, wünsche Ihnen Erfolg! :lol: -
IMAX will komplett von 70mm auf digital umstellen.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Pardon, das ist zwei Jahre her, dass ich die SONY HD-Kamera in der Hand hatte (daher die versehentliche Vertauschung der Namen). Habe vorzugsweise mit Filmband zu tun und höre täglich Klagen über zu klobige und unzuverlässige Digi-Kamera mit sauteurem Workflow. Die letzte Digi war die D-20, die ich austestete. Demnächst mal eine andere. Bei HDW F-900 schien mir die Belichtung ungleichmässig nach oben und unten verteilt: ein Look wie beim Umkehrfilm. Entgegen der Fixierung auf die mittlere Arbeitsblende bei linear arbeitendem HD waren dann die Hauttöne verfälscht, oder die Lichter ausgefressen. Alles andere als "filmstyle". Es lohnt sich nicht für alle, und der Rückgriff auf die Arri 16-plus spricht halt Bände. (Deren Negative vorzugsweise von anspruchsvollen Filmemachern in 4k gescannt werden, dessen Vorteile ich neulich vorort konstatieren konnte.) Meine Entscheidung ist pro Filmband. Man schaue auf die professionellen Filmemacher und Firmen, und auch diese vertreten diesen Standpunkt mehrheitlich. Der HD-Dreh in dem Kinoproduktion ist absolut in der Minderheit. Und wenn damit jemand auch noch ins IMAX-Kino ziehen will, dann denke ich mir meinen Teil über so viel Selbstbewusstein. -
Hancock startet in den USA in 4K DCI auf 20 Leinwänden
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Widerspruch ! 1. ist die Problematik der Bildaufzeichnung für Großbild in keiner Weise mit der der Tonaufzeichnung gleichzusetzen. 2. sind in dem oben geschilderten Prozeß nicht die Kopien der Kopien das Problem, sondern der unzureichende Scan in zu niedriger Auflösung und Quantisierung sowie der 2K DI. wie sagt man so schön: wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose. Das ist vollauf korrekt und zeigt die Ursachen der Misere und der Destruierung in der Kinokultur.. Und man kann es fortsetzen dorthin, wo der Fisch vom Kopf her stinkt - in den Bereich der Filmproduktion: es ist - wer Kameraoriginale kennt und Scans mitverfolgt hat - der Verlust auf dem Wege des Tranfers des Filmnegativs zum D.I. in allen Auflösungsraten evident. Man lese "American Cinematograph" und lerne von den erfahrenen Kameraleuten. Einer von ihnen gab ein Inverview: er sehe sofort die Änderungen und Verluste nach einem Digital Intermediate: nicht nur in 2k, sondern auch in 4k! Er lassen sich nicht in ein Marketinggedöhn hineinziehen, in dem von interessierter Seite diese Fakten immer wieder verleugnet würden. Genauso habe auch ich es konstatieren müssen. Und hier wird wieder so getan als würde sich immer das qualitativ bessere System durchsetzen... Für den Massenmarkt immer das Schnellste und Billigste. Und da Kinos heute zumeist gleichförmig aussehen und disponiert sind, kann man einen echten Wettbewerb der hochwertigen Formate auch nicht mehr erwarten. Allenfalls (meiner Auffasung nach) noch den Anschluss an die HDTV-Verwertung. Schade, aber in 50 Jahren gibt es vielleicht wieder eine Renaissance des Besseren. :wink: Na ja. Schon ganz andere Kaliber auf Riesenleinwand und 5 Frontkanälen gesehen und gehört. Mit teils jahrelangen Laufzeiten (anstelle von "Kung Fu Panda", der bald wieder weg vom Fenster ist). Diese Kaliber haben schon vor 50 Jahre Furore gemacht und waren in der Publikumsbindung und Technik haushoch überlegen. :wink: Mit den neuen Systemen kommt die Revolution aber von TV-Branche, sie geht aber nicht von der FIlm- oder Kinoindustrie aus. Das ist ganz wichtig zu wissen: denn selbst SONY wollte HDTV-Kameras zunächst nur für die Broadcast-Industrie produzieren und war später völlig perplex, dass einige Kinoregisseure danach griffen. Bislang aber nur eine Minderheit. :) -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Nur zu ergänzen, daß die erste Welle bis 2009 stattfinden soll und 50% der CineplaxX-Säle umfassen soll. Diese werden "zugerüstet". (Von Umstellung weiß ich nichts). Quelle: BLICKPUNKT:FILM, aktuelle Ausgabe, Bericht von der Cinema Expo. Mehr als 50% werden also noch 2010 analoge Projektionen durchführen. Das ist relativ bescheiden für eine Mainstream-Kette, die fabrikartige Grundversorgung betreibt. Und vielleicht ein Ausdruck von Vorsicht. Herrjemine cinerama, entscheiden sie sich mal - sie haben doch darum gebeten, ihre wissenlücke hinsichtlich der standorte der tausenden digitalen kinos zu schliessen. Es kommt ja keine Anwort. Ich fragte, wo Ihre Beobachtung bei neuen Kinos DCI [haben] digitalprojektoren den kurzfristig billigeren mechanischen Projektoren den Rang abgelaufen. umgesetzt wird. Denn damit wird gesagt, in neuen Häusern stünden mehrheitlich digitale Bildwerfer. Was Sie als Telefonbuch auflisteten, sind Gesamtlisten ohne Relation. Die AG Kino besteht aus sehr klugen Köpfen. Mit teils jahrzehntelanger Verleih-, Kino-, Film- und Standorterfahrung. Ich würde mir nicht anmaßen wollen, der AG Kino Vernachlässigung von Aufgaben zu unterstellen - im Gegenteil. Zu 3-D- möchte ich keine abwertende Stellung mir anmaßen. Allerdings deutete auch Koch von rmc an, daß seiner Rechnung nach selbst die bisherigen 3-D-Abenteuer nicht für eine Amortisation reichten. Und in diesem Genre haben gerade Sie viel geworben: für BEOWULF, GHOSTS OF TITANIC, KUNG FU PANDA usw. Jedoch ist der AG Kino bemüht, jenseits des Blockbusters eine kulturelle Filmversorgung zu gewährleisten. Ähnlich den kommunalen Kinos. Hier können weder die Vorreiter schneller Digitalisierung (noch die Freaks perfekter analoger Projektionsweisen) einen Durchbruch erwirken. Da verwechseln Sie sicherlich die Firmen. Cineplexx ist eine österreichische Betreiberin: deren Geschäftspolitik tangiert die deutsche nur marginal. Sie denken sicher an die deutsche Cineplex (mit einem "x" geschrieben). Deren Geschäftsführer konstatierte aber auf der Grundlage sehr umfänglicher Statistiken, dem Gros der Kinozuschauer sei es vollkommen egal, ob analog odet digital projiziert würde, auch das technisch oder programmatisch anspruchsvolle. Ingesamt halten alle 4 gro0en Kinoketten an der Einheitsfront der vorhanden Projektionsweise fest - was sehr glaubhafte betriebswirtschaftliche und verleihpolitische Gründe hat. -
Cineplexx stellt alle 193 Kinos von Film auf DCI um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Würde hier gerne auch das Telefonbuch verzeichnet sehen. Am besten weltweit: wir brauchen das dringend, Zur überwältigenden Argumentation durch "Worte und Zahlen" hier die Aussagen der Kinobetreiber, die im Roll-out-Fall vor Standortschliessungen und Insolvenzen stünden: 1. Die Erwartung zur Erschließung neuer Besucherschichten durch die Digitalisierung der Projektion ist äußerst spekulativ. Durch technische Effekte im Kino werden vorwiegend partielle Interessen männlicher Jugendlicher angesprochen. Diese Publikumsschicht verzeichnet im Kino große Besucherrückgänge, die durch die Konkurrenz der Computer- und Spieleindustrie auch in Zukunft verstärkt werden wird. Vorstellbar erscheinen begrenzte Zusatzerlöse durch die 3 D-Projektion für einen bestimmten Zeitraum in geeigneten Theatern und mit geeigneter Filmware. Allerdings ist hier der Return on Investment auch schwieriger zu realisieren, da erheblich höhere Investitionskosten gegenüberstehen. 2. Völlig unrealistisch ist insbesondere auch das Versprechen einer neuen Programmvielfalt in den Kinos. Bereits jetzt sind in Deutschland und den westeuropäischen Ländern die ZZahlen der jährlich in die Filmtheater gebrachten Filmtitel viel zu hoch. Noch mehr Unübersichtlichkeit mit einer Vielzahl kleiner Filme überflutet die Kinos und überfordert ihr Publikum. Bei jährlich annähernd 500 Filmstarts in Deutschland ist eher eine Konzentration des Angebots geboten als eine Ausweitung. 3. Weiterhin werden die Möglichkeiten der Programmwahl durch die Kinobetreiber und das Publikum mit der Digitalisierung nicht entscheidend größer. Kinobetreiber sind nach wie vor auf eine dem Film angemessene Start- und Marketingkampagne der Verleiher angewiesen. Auch die Kernzeit des Kinobesuchs von nachmittags bis abends – mit in der Regel nur einer Hauptzeit – verlängert sich durch digitale Projektion nicht! 4. Das Repertoirekino ist bedauerlicherweise eine marginale Randerscheinung geworden. Mit dessen Wiederbelebung ist nicht zu rechnen. Heute lassen sich nur mit sehr hohem Werbeaufwand noch vereinzelte Ereignisse durchsetzen, z.B. Stummfilme, die durch Live-Musik begleitet werden. Februar 2008 Aus: http://www.agkino.de/downloads/dk_diskussion08.pdf Diese Problembeschreibungen stehen im Widerspruch zur kompletten Pallette Ihrer Argumente und Prognosen. Ich finde, Sie sollten umdenken und die realen Bedürfnisse ernster nehmen. Es ist damit nicht "erledigt", einfach holterdiepolter einen seit 110 Jahren stabil funktionierenden Projektions-Standard aus der Welt zu schaffen, von dem die allermeisten Kinos derzeit leben können. Mein Resumee: Weniger eine Flut von Werbeposts wäre daher hilfreich, sondern ein kritisches Ausloten der tatsächlichen, identitätsstiftenen Filminhalte einerseits und der betriebswirtschaftlichen Situation und Unabhängigkeit des klassischen Kinobetreibers andererseits. Ich begrüsse die sehr rationale und vernünftige Erklärung des Kinoverbands - in jeder Beziehung. -
Aber haargenau: Kino gehört in den Kiez, als sozialer und kultureller Anker zur Aufwertung der Lebens- und Wohnqualität! Kino, das zum Tourismus zwingt, hat bereits verloren. Und überrollen uns in naher Zukunft die day-and-date-Starts (Kinopremiere = DVD-Premiere = OnDemand = Roll-out), so werden auf ganzen Landstrichen Menschen zu Videoten und Internet-Junkies verdammt. Wer hat Schuld daran: inkompetente "Standortpolitiker" fast sämtlicher Parteien, die vor einer Dekade jedes Großbauprojekt "moderner Kinos" bewilligten. Diesen Kaufhausneubauten folgten Kahlschlag teils jahrhunderte alter Gebäude. Der Insolvenz von Kinokaufhäusern folgt der Kahlschlag ganzer Standorte: plötzlich kulturell kontaminierte, verbrannte Shopping Malls, in denen ausser Textil- und Kleinelektronik nichts anderes mehr absetzbar ist. "Filmstau" ist somit nur der Verlegenheitsausdruck für die Angst der Verleiher, mit einer kontinuierlichen Filmversorung auch in Zukunft den Kinopartnern die Stange zu halten.