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Zu den letzten 3 Filmvorstellungen des kommenden 70mm-Festival in Krnov eine Vorschau: ________________________________________- Exclusive Engagement -_________________________________________ Ein Juwel des 70mm-Festivals Krnov 2008 könnte WEST SIDE STORY werden. Geplant ist zwar eine Restaurierung des Films in nächster Zeit: vermutlich dann wieder eine Umkopierung von einem Zwischennegativ, aber keine Originalkopie in mehr. (Dank an Darren Briggs nach York für eine Erlaubnis zur Verwendung seines modernen Formatlogos!) _______________________________________________________________________________________________________ Die in Krnov gezeigte Version - die Vorstellung findet statt am 18.4.2008 um 20.00 Uhr - wäre somit das letzte kinotaugliche Zeugnis des 70mm-Todd-AO-Originals und geht danach zurück in die "Eiskammer": 1992 ließ Regisseur Robert Wise ein neues 70mm-Exemplar vom 65mm-Kameraoriginal ziehen und überwachte auch die Lichtbestimmung. Die Tonbespurung erfolgte - ganz ohne neuzeitliche „Mätzchen“ - von den den 6-Kanal-Masterbändern – ergo ohne Dolbysierung / Digitalisierung und ohne jede (hier auch gar nicht erforderliche) Rauschunterdrückung. - Zwischenzeitlich erfuhr die Kopie auch einige wenige Kratzer. - Alle Szenen leuchten nachwievor in sämtlichen „Regenbogenfarben", es gibt keinerlei Color-Fading. - Es gibt nur 1 Aufführung. In „Der unbestechliche Blick: Robert Wise und seine Filme“ (1996, http://www.buchhandel.de/detailansicht....29470-10-9 ) schreibt Lars-Olav-Beier: DAS JAHRZEHNT DER BLOCKBUSTER Rassenkonflikte, die tödlich enden, waren auch das Thema von Wises nächstem Projekt, doch ein größerer Gegensatz als der zwischen dem Film noir ODDS AGAINST TOMORROW und dem Musical WEST SIDE STORY ist wohl kaum denkbar. Bis 1960 hatte Robert Wise bereits jedes größere Genre mindestens einmal in Angriff genommen – mit Ausnahme des Musicals, dessen Glanzzeit zu diesem Zeitpunkt schon vorüber war. „Ich habe das Musical nicht für mich entdeckt, mir wurde einfach ein interessantes Projekt angeboten. Ich war in New York noch mit der post-production von ODDS AGAINST TOMORROW beschäftigt, als mir die Mirisch Company dieses Angebot unterbreitete. Aus heiterem Himmel rief Harold Mirisch eines Tages von L.A. aus an und fragte mich; >Hättest Du Interesse, WEST SIDE STORY zu inszenieren und zu produzieren?< Ich wußte zu diesem Zeitpunkt nicht, daß das Projekt bereits an eine andere Filmgesellschaft, Seven Arts, verkauft und dort entwickelt worden war. Dann gab es Komplikationen zwischen Seven Arts und United Artists. UA erhielt die Rechte an dem Projekt zurück und beauftragte die Mirisch Company, die für UA unter anderen die die ganzen Billy-Wilder-Filme (der Sechziger; Anm.) produziert hat, mit der Produktion des Films. Mir gefiel das Projekt auf Anhieb.“ Das Bühnenmusical „West Side Story“ (Musik: Leonard Bernstein; Buch Arthur Laurents; Liedtexte: Stephen Sondheim) hatte am 26. September 1957 im New Yorker Winter Garden Premiere gehabt und sich rasch als überragender Erfolg erwiesen. Jerome Robbins, der unter anderen diese Uraufführung und später die britische Erstaufführung choreographiert hatte, wurde auch mit der Verfilmung betraut, doch da er noch nie für das Kino gearbeitet hatte, wollte die Mirisch Company einen gestandenen Regisseur an seiner Seite wissen. Trotz einiger Bedenken, ob eine derartig aufwendige Produktion zu zweit inszeniert werden könne, ließ sich Wise auf dieses Arrangement ein. [1] (Siehe hierzu: Interview mit Wise, S. 144 f., 156 f.) Über ein Jahr dauerten die Vorbereitungen des Films, die nicht nur dadurch erschwert wurden, daß sich die beiden Co-Regisseure auf ein künstlerisches Konzept einigen mußten. Wise hatte es sich zudem in den Kopf gesetzt, teilweise auf den Straßen von New York zu drehen. Er wollte ein Genre, das im künstlichen Ambiente des Studios eine 25jährige Blütezeit erlebt hatte, in die Wirklichkeit verpflanzen. WEST SIDE STORY war ein Freilandversuch für das Musical. [2] Doch weil das Team bei den Dreharbeiten bald hinter den Zeitplan zurückfiel, wurde Robbins, der bis dahin den Prolog, die „America, America“, „Cool“- und „I Feel Pretty“-Nummern inszeniert hatte, entlassen, um das Arbeitstempo zu beschleunigen. Da er aber alle Nummern einstudiert, geprobt und das Gesamtkonzept entscheidend mitgestaltet hatte, teilte Wise – über 15 Jahre nach THE CURSE OF THE CAT PEOPLE – zum zweiten Mal in seiner Laufbahn den Regie-Credit. So wurden die beiden bei der triumphalen Oscar-Verleihung am 9. April 1962, die dem Film insgesamt zehn Oscar-Awards [3] einbrachten, gemeinsam für die beste Regie ausgezeichntet (bis heute das einzige Mal, daß zwei Regisseure für denselben Film die Triphäe erhielten). Als WEST SIDE STORY auch zum Film des Jahres gekürt wurde, stieg Wise in seiner Funktion als Produzent noch ein zweites Mal auf die Bühne. Bis dato war er überhaupt nur ein einziges Mal nominiert worden: für den Schnitt von CITIZEN KANE. - - - …
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Hotel Pepa Position: Stadtzentrum Erreichbarkeit: Bus 300 m, Zug 800 m Zimmeranzahl: 16 Bettanzahl: 31 Ausstattung: : Dusche und WC, TV, Radio, Internet, Radio Verpflegung: ganztägig Andere Dienste: Wechselstube, Waschen, Bügeln, Wir sprechen: deutsch, englisch, polen, italienisch, russisch Touristenmöglichkeiten in der Umgebung: Aussichtsturm Cvilín und Ježník, Burgruine Cvilín, Radfahrtstrecken, Sportanlagen (Hallenbad, Schwimmbad, Fitnesszentrum, Squash, Bowling, Eisstadion), Theater, Kino, Museum, Grenzübergang gegen Polen www: www.pepa.hotel-cz.com e-mail: pepa@hotel-cz.com die Adresse: Zámecké náměstí 7, 794 01 Krnov das Telefon: 554 611 005 das Fax: 554 610 716 Aus: http://deutsch.krnov.cz/_programs/Lodgi...ging=Krnov Verschiedene Stadtpläne finden sich im Internet: http://english.krnov.cz/_programs/Article.asp?sid=73 (Zámecké nám befindet sich in der Mitte der Karte) http://atlas.mapquest.com/maps/map.adp?...de=17.7166 http://mapy.turistik.cz/en/obec/krnov/ Es folgen aber noch weitere und "anschaulichere" Pläne in Kürze! Einige Aussen- und Innenansichten des Hotel Pepa, die der Erkennung sicherlich dienlich sind: Danke! Muss ich doch heute abend glatt auch einmal ausprobieren - zumindest, um den Bahnhof zu orten... :D
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Für INDI 4 hat Paramount - dabei den Willen des Regisseurs Spielberg brechend, der seine Filme nur auf Film projiziert und distribuiert sehen will - eine Digitalversion angekündigt. Zumindest für einige Länder oder USA.
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Gerade auch gegoogelt: http://auto.abacho.de/routenplaner/routenplaner.html Folgende "Autotourneen" nach Krnov / Jägerndorf: Erfurt: 620 km, 7:36 Std. Hannover: 739, 8:49 Std. Berlin: 489 km, 6:08 Std. München: 743 km, 9:07 Std. Hamburg: 772 km, 8:54 Std. Düsseldorf: 1009 km, 11:12 Leipzig: 514 km, 6:34 Std. Koblenz: 919 km, 10:51 Std. Stralsund: 758 km, 6:00 Std. Dresden: 411 km, 5:30 Std. Bayreuth: 634 km, 7:39 Std. Jakub hat zwei neuere Fotos eingestellt, zum einen nochmals der BWR und ein Abendfoto des Kinos MIR: Land- und Stadtkärtchen:
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Dann warscheinlich durch eine aufgebrachte Bürgerrechtsbewegung in den USA, die es leid gewesen wäre mit anzusehen, dass Bedrohungen der nationalen und sozialen Sicherheit mit noch mehr Aufrüstung, Abschottung, noch mehr Nationalismus, Bigotterie und Patriarchentum begegnet wird. Und darf man es Michael Moore verübeln, die Unwirksamkeit solcher Ideologeme entlarvt zu haben? Nein, man ist ihm dankbar. Und Charlton Heston für den Beistand für Martin Luther King und für Roadshowaufführungen. Die Londoner Erlebnisse klingen interessant! Ließ sich seinerzeit (obwohl im ehrwürdigen Theatersaal) ein kleiner Schnappschuss machen - oder das Programmheft aufbewahren?
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35mm technicolor kopie mit gekoppeltem synchron laufenden 6-spur tape der von 70mm abgenommenen tonfassung...wäre ein gangbares, aber aufwändiges projekt ... Oder wir warten evtl. auf eine digitale fassung...bei TANZ DER VAMPIRE ist die 2k fassung sehr gut gelungen ... Die Idee ist nicht ganz neu und bleibt interessant für Filme, die auch ausnahmslos nur auf 35mm erschienen. Die TC-Kopien von ZHIVAGO sind m.E. aber nur eingeschränkt empfehlenswert, es fehlt ihnen völlig die Raumtiefe, die selbst eine rötliche 70mm-Kopie (Malmö, Karlsruhe, Frankfurt/Main, Berlin, Oslo u.a.) noch vermittelt. Gut, daß Sie diese Probleme so offen ansprechen - aber manchmal stoßen die Mittel der Veranstalter, die nicht immer Weltrechteinhaber oder Millionäre sind, an Grenzen. Es kommt immer darauf an, für welchen Bedarf der Einsatz einer bestimmten Kopie und die Wahl eines bestimmten Kinos erfolgt. Zur elektronischen Variante: Eine Digital Cinema-Version wäre archivethisch in den Augen so einiger mit Filmkopierung oder ihren Erinnerungen an Erstaufführungen verbundene Menschen kein filmisches Original mehr, sondern auf dem Wege der Daten-Migration zustande gekommen, auch wenn die Sauberkeit der heutigen Abtastungen vielen anderen gefiele. In einem Thread der 70mm-Filme aber kann ich mit HDTV-Projektion weniger etwas anfangen und würde hierfür auch keinen Eintritt zahlen. (Dies ist aber eine rein subjektive und persönliche Auffassung. Man bleibt der 70mm-Sache daher treu. :) ) Deine Anfrage zielt vielleicht auf den Kern der Veranstaltung. Darum bin ich bemüht, zum Anfang dieser Woche eine "Versorgung" mit Informationen bereitzuhalten, denn gerade diese Filme zählen zu den Raritäten, die auf einer 70mm-Kopie nicht noch einmal herausgebracht werden. Ein wenig Geduld bitte, das Archiv wird am Montag auf diese Specials hin durchforstet! Im Vorgeschmack einige Poster aus Tschechien: Krnov spielt im dritten Jahr ein 70mm-Festival und beschränkt sich in diesen Tagen nur auf Aufführungen dieses Formats. Brandaktuell ist soeben die Seite zum Festival erweitert worden: http://www.in70mm.com/news/2008/krnov/index.htm Zu Deinen Detailfragen versuche ich eine Erläuterung: - Die Bildwandbreite beträgt etwa 14 Meter (vergleichbar mit dem berliner "Film-Palast") - Die Raum- und Vorhangfarbe erinnert ein wenig an den "Royal-P- im EC", die Saal-Proportion ähnelt dem Spandauer "Savoy-Filmtheater" (aus dunkler Erinnerung hervorgeholt. :?: ). - Die 14-Meter-Wand ist insofern "blickfüllend", weil die Kaschierung "formatgetreu" nach oben und unten ausfahrbar ist und ein unbeschnittenes und unverzerrtes Todd-AO-Bild gewährleistet! - Den Anteil der deutschen Besucher in Krnov schätze ich mit 10% - speziell für uns hat man dann auch auf die deutsch untertitelte Langversion von SPARTACUS zurückgegriffen - HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE ist natürlich ebenfalls in "Originalfassung" (unüberhörbar deutsch :wink:) - Von der Spree aus fahren die Besucher mit der Bahn: das Ticket ist derzeit für noch 110 Euro am Bahnschalter oder per Online-Buchung erhältlich. Eine Autofahrt wurde daher nicht organisiert, aber ich würde sie für interessierte Nachzügler nicht ausschliessen. Die Strecke kann ich schwer abschätzen: vielleicht fünf Stunden und rund 450 km? - Das Übernachtungsangebot ist im Hotel Pepa derzeit noch sehr sehr günstig im Angebot - für 37 Euro die Nacht. Hotel Pepa, Rezeption Tel. 00420554611005 (man spricht deutsch), das Hotel liegt 800 m vom Bahnhof entfernt, ca.15 Min. Fußweg. http://www.hotelpepa.cz/ - Der Festival-Paß für 9 Filme ist für 500 CZK (ca. 20 Euro) über Jakub Klima Jakub Klíma, eMail: mendez.klima@seznam.cz , Phone: +420775919059, reservierbar und natürlich auch an der Kinokasse erhältlich. Viel Glück! (Sind noch weitere organisatorische Fragen offen???
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Tot ist er ja gar nicht wirklich - was bei den Fans, die seit Kindheit die Filme immer und immer wieder sahen, allemal nachvollziehbar ist. Es kam für mich nicht überraschend, und ich frage mich, ob es daran liegt, das man ihn sowieso der "Moderne" nie zurechnen konnte: "I have a face that belongs in another century,'', soll er gesagt haben, und Kommentatoren zu Lebzeiten attestierten ihm: "zu groß für das 20. Jahrhundert". Währenddessen in anderen Historienfilmen immer ablesbar ist, das Schauspieler amerikanischer Coleur - oder bei späteren Produktionen wie GLADIATOR - der Neuzeit und den TV-Medien entstammen, war das "Mount Rushmore"-Gesicht Hestons für das Monumental-Genre ein einmaliger Glücksfall. Die obige Empfehlung des "Guardian" http://film.guardian.co.uk/apnews/story...56,00.html finde ich auch empfehlenswert. Nicht würdig sind die ersten deutschen Bilder der TV-Sender (n.tv), die nur marginale Nachrufe bringen, in denen monochrome, verwaschene und detaillose Ausschnitte aus ZEHN GEBOTE- und BEN HUR-Kopien des Kabel-Kanal-Repertoires reaktiviert wurden. Ein so schmuddeliges Aussehen haben die Filme nicht verdient! Auch als "Ikone" noch anderer Schau-Filme bleibt er "auf ewig" im Großformat erhalten: In VistaVision: “Buccaneer”, “Far Horizons”, “Lucy Gallant”, “Three Violant People”, “The Ten Commandments”, in Technirama "The Big Country". In 70mm im angloamerikanischen Raum auch "Anthony and Cleopatra" gelaufen. Heston -ganz irdisch - besuchte auch deutsche Bildwerferräume! :) Eine WA-Kopie von DIE ZEHN GEBOTE:
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Es war aber nach bestem Wissen und Gewissen gesagt worden. Somit hätte Sebastian doch noch auf die schwedische Kopie zurückgegriffen - denn die Osloer hatte den Laufstreifen nicht, aber auch keine Passaggen mit voller Farbe. Beide sind orginalsprachige Fassungen und die schwedische demnach mit einigen farblich fast ungetrübten Einstellungen, wie Thomas Hauerslev berichtet. Bessere Fassungen gibt es (meines Wissens nach - bitte diese Formulierung wörtlich nehmen) nicht: weder die Berliner noch die Karlsruher Kopie, denke ich. Oder man geht auf 35mm-Kopie von 1967 und verzichtet dabei auf den Raumton und die bombastiche Schärfe, und selbst wenn in 4-Kanal Magnetton kopiert wurde, waren gerade diese Kopien nicht immer einwandfrei und es fehlte die Todd-AO-Raumwirkung. Die letzten WA-Kopien mit Magnetton der 1980er Jahre waren giftgrün! Eine WA-Kopie der 1990er Jahre ist wiederum vom Dup kopiert und mit dts-Ton, angeblich mit der Lichtbestimmung von Freddie Young. Schlagen Sie bitte gerne eine bessere Vorführung als in Malmö vor? Ich fürchte, auf Film werden wir ZHIVAGO nie mehr in dem ungetrübten Eindruck erleben, den er in den Roadshow-Häusern 1967 anbieten konnte (einige Splices im Originalnegativ, von dem nie wieder jemand Serienkopien herstellt, könnte man annehmen)
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Weltweit 17 Produktion also mit Panavision Genesis in 2007. Interessanter Schnitt gegenüber 35mm Panavision Platinum/Millenium u.a. Wieviel A-Produktionen werden es bei RED in 2008 werden? (Bitte keine semiprofessionellen Produktionen aufzählen, die nie im Kino anlaufen). An welche Spitze? Die im internationalen Dreh, im europäischen, im amerikanischen oder im Dreh am Prenzlberg? Auch nett. Dass sie in diesem Modus nur noch in 2k aufnimmt, kehren Sie professionell unter den Tisch. 10 Bit bei RGB und 12 Bit bei RAW - dann liegt ja eine Dalsa Origin bei 16 Bit noch meilenweit vorne? Also mit High Speed-Drehs hätte eine Filmkamera nicht annähernd solche Probleme. Dieser hatte schlimme Shots drin, aber auch sehr, sehr viele gute. “They were all keen on the look of Michael Mann’s Heat for the airport portion of the film. We shot plates of the Miami skyline with a Panavision Genesis and used it for reference in creating our CG elements. Because of differences in color space, we were worried about combining Genesis material and 35mm in the same shot.” http://www.ascmag.com/magazine_dynamic/.../page2.php QUANTUM OF SOLACE (Bond in 2008) setzt daher dem Vernehmen nach 65mm-Kameras ein. So steigert man sich - einerseits auf Filmbasis, aber auch mit der Dalsa Origin für einen VFX-Shot. :wink:
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Nett gesagt. Denn "so" sieht man wirklich nicht! Eine Digitkamera erreicht daher nicht mal im Traum eine 16bit Farbtiefe im Charakter einer Arriflex 535 auf gängigem Fuji- oder Kodak Stock und deren Weicheit in den Übergängen, sodass im VFX-Sektor ja Standard ist, daß trotz voll-digital produzierten Filmen auch noch die FX-Plates in 35mm aufgenommen werden. Einfach deshalb, weil bei Farbtiefe und Kontrast in der Postproduktion letzlich mehr Spielraum gewonnen wird. Zur REDONE hört man dieses: Die Technik ist eine "Bananenversion", man zahlt rund 100 000 Euro für Komplettausstattung (erzählte mir ein Kamermamann aus München), auserdem traut sich kein Produktionsleiter, auf eine Backup-Version via HD-SDI aus Sicherheitsgründen zu verzichten. Kein Avid-Schnitt sei möglich und Frame Rates über 25 Bilder die Sek. "nicht machbar". Alles sehr umständlich demzufolge. Panavision Genesis gilt daher für Großproduktionen als populärer. Und auch diese Digitalkamera ist in der Leihe 50% teuer als 35mm Equipment. Nun zählen Sie doch mal auf, welche Filme bisher auf digitaler Panavision Genesis-Kamera gedreht wurden! Schon SUPERMAN RETURNS war eine Katastrophe. Möchte ich sehen, die Listen, da Sie anderenorts in "Telefonbuchlänge" die Roll-out-Statistiken von DCI-Beamern nicht müde werden zu "aktualisieren". Führen wir doch in Zukunft einmal die im Einsatz befindlichen Kinoproduktionen hinsichtlich ihrer Dreh- und Kopierformate auf, um die Realitäten zurückzuholen!
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Kleine Korrektur:RealD Verwendet keine Lein- sondern eine Metall- Bildwand. Das Bild kann höchstens 20 mtr. breit gewesen sein (mehr ist in dem angegebenen Veranstaltungsort nicht möglich.) Diagonale, nicht Breite. Aus der Kinopraxis kenne ich Angaben über Bildwandgrössen nur in Breiten (bisweilen auch Höhen) oder in Quadratmetern. Das jetzt wie im Home Cinema "digagonal" gemessen" wird, zeigt deutlich, welche "Quereinsteiger" das Kino bevölkert haben. Interessant, wie man betriebswirtschaftliches Versagen auf die Existenz des photochemischen Film zurückführen kann. @usergruppe oceanic verdient die Beförderung ins Ministerium für "Volksaufklärung". Interessant auch die "Verdopplung" der Säle. Solche Erfolge kennt man auch aus der Entstehungsphase der sogenannten Schachtelkinocenter. Beidermassen eine Abkehr vom exponierten Standort eines Film- oder Roadshow-Theaters: ab unter die Haube uniformer Multiplex-Areale, in denen IMAX nur noch eine Attraktion unter 25 anderen Sälen ist und im Zweifelfall auch wieder "rückbaubar" ist. Na, dann passen Sie mal auf, daß Sie und RED ONE nicht von Arri geschluckt werden. (Ich denke ARRI ist am Ende?) "teilweise überall" - ein weiterer Klassiker nach ihrer Kreation der "Zukunftsprognose". Wenn Sie möchten: überall. (Aktuelles "Vorwort" in "Film- und TV-Kameramann" - zumal Sie es nicht ertragen können, daß man Ihrer Prognose dort und überall nicht folgen mag. Deswegen sind es ja auch neue Produkte. Aber kaum jemand dreht mit ihnen Kinofilme. Seit 2001 warscheinlich weniger als 12 Filme! Solche zum Beispiel: 1. 21 (2008) Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses 2. 4: Rise of the Silver Surfer (2007) Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses 3. Before the Devil Knows You're Dead (2007) Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses 4. Lower Learning (2008) Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses 5. 2001: The Making of a Myth (2001) (TV) Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses 6. "All My Children" (1970) {(#1.7908)} Camera: Panavision Genesis HD Camera, Primo Lenses Natürlich abhängig vom Sensor, wovon denn sonst? Hier der schönfärberische Bericht eines Kameramanns: Clark maintains that his lighting for the D-20 did not differ from the lighting style had he shot film. “I wondered if I would have the latitude in the highlight areas that you would normally expect in film, but I absolutely did not light any differently with the D-20. From the shadow detail to the highlights – I would certainly say it was at least a 10-stop range. I may have another couple of stops potentially with film, but latitude although important, is not the only issue,” he says. Na ja, sah trotzdem dürftig aus. Aber RED ONE bringt es ja auf 11 Blenden. Wir werden sehen, ob danach Panavision und Arri ihre Filmkameras "einmotten". Sie selbst hatten KIRSCHBLÜTEN "heruntergemacht": Ich weiss nicht, welches Mitglied der Gruppe @oceanic dies schrieb, aber offenbar scheinen auch firmeninterne Dissensen vorzuherrschen. Sie schrieben ausserdem: So viel zur Merkbefreiung für die Komik-Avantgarde des Internets.
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Mag IMAX auch in einigen US-Plexen Neueinrichtungen vornehmen, das Minus im operativen Geschäft wird davon nicht getilgt, auch nicht durch Ankündigung einer DLP-Projektion anstelle von 70mm Imax. Es hilft übrigens sehr viel, in Mechanik Weltführer zu sein und zu bleiben, da der Löwenanteil der professionellen und auch semiprofessionellen Produktion (von Arri über Panavision und Moviecam bis hin zur Bolex) und die meisten auf Langzeitwirkung bedachten Filmemacher auch in Zukunft darauf kostengünstig zurückgreifen können. Ein aktuelles Resumee in den deutschen Fachverbänden lautete sinngemäss: teilweise überall "über 70 Jahre alte Industriemechanik im Einsatz". :) Digitalkameras: D20 und Nachfolger haben offenbar sehr wohl Piff und (halbwegs) auch Produktionsreife gegenüber der RED-Bananenversion, wie man sie vielerorts bezeichnet (ich kenne aber keine RED). Auch der CMOS-Sensor der D20 nähert sich der Filmkennlinie weit eher an als Panavision Genesis oder RED. Und trotzdem sieht das Bild der D20 (testweise mal mit aufgenommen) "schlecht" aus in meinen Augen. Nichts gegen das Inhaltliche der Produktion DER ROTE ELVIS oder KIRSCHBLÜTEN, aber diese "Filme" sind für das Auge anstrengende Pixelorgien voller Artefakte und Kompressionen. Ich meine, ein 8mm-Blow up auf 35mm hätte da mehr Atmosphäre, Bildruhe und Authentizität hergegeben. DigiBeta ist eine Schande für jede - auch noch so kleine - Leinwand. Und auch HDCAM fällt zurück auf ein Kontrastniveau von vor 1895. Das ist aber sonnig gesagt - wir haben ja auch bald Frühling. :wink: Das Gegenteil ist im digitalen Zeitalter das ABSOLUT bestimmende: der rasante Produktzyklus und das Auseinanderbrechen von verbindlichen Normungen in der Filmproduktion: hier herrscht seit einigen Jahren das totale Chaos, gelinde gesagt. Und - putzig genug - das überträgt sich dann sicher bald wie ein Virus auf die Filmtheaterbranche, wenn diese sich weiterhin von "Bananenversionen" hinter's Licht führen lässt. Glück auf! :drink:
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LEICA war mein erster 16mm-Projektor im gewerblichen Kinodienst. Der digitale Content wird IMAX kein Alleinstellungsmerkmal mehr verschaffen können, dazu drängt dieses Medium in ganz andere Verwertungswege und Märkte. Immer habe ich Spielfilmauswertungen im IMAX begrüsst, als andere darin nur eine Abwertung des 65mm-Contents sahen, was auch als Einwand seine Berechtigung hat. Trotz digitalem DMR und 4k waren die POTTERS und MATRIXs dort nicht das, was eine riesige Leinwand adäquat füllt, aber die späte Erkenntnis war unübersehbar, daß der Sektor der 70mm-Roadshow-Theater seit den 1950er Jahren eine überragend wichtige Bedeutung einnahm. Somit also Filmpremieren ins IMAX zogen, war dies nichts anderes, als der teilweise Versuch der Wiederaufnahme der Roadshow-Idee. Hoffentich kommt das nicht zu spät, denn dem digitalen Medium und dem 2k-Content und Roll-out ist es zu eigen, in Häusern mit bis zu 6- oder 8-Meter-Flachbildwänden zu genügen, eben so in sterilen Multiplexen mit Blackboxsälen, 1.85-Flachleinwand ohne Kasch und Vorhang, aber nicht "roadshow-fähig" zu sein. Roadshow wird sich mit digitalem Content niemals durchsetzen können - diese Umrüstungen sind daher vorübergehender Natur bis zur endgültigen Stillegung aller Kinos.
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Die Schliessung der IMAX-Objekte erfolgte nicht aufgrund nicht vorhandener Digitalisierung, sondern aufrgrund der hohen Gebäudeinvestments und des einsilbigen Programm-Contents. Eine neuerliche Invesition in bestehende IMAX-Kinos in Eurooa, etwa zur Entfernung des format 15-70 zugunsten der DLP-Dual-2k-Projektion wird hier keine erdbebenartige IMAX-Renaissance auslösen (aufgrund des Kontrast- und Schärfemangels fürche ich das Gegenteil - aber die mehrpersonige Usergruppe um @oceanic ist zweifelsfrei geschickt genug, Link mit Zuschauerumfragen so posten, nachdenen diesen das DLP-Bild besser gefallen habe.) Leica ist keine Filmfirma, liebe Gruppe @oceanic. Ernemann existiert seit 35 Jahren schon nicht mehr als Firma. Und Arri ist nachwievor im Weltmaßstab mit der führendste Filmproduktionsversorger und hat soeben seiner Berliner Betriebe massiv ausgebaut. Nach Film besteht eine grosse Nachfrage, und auf diese richten sich die Firmen auch programatisch ein, die ja keine unbedingt nur analoge oder unbedingt nur digitale Kunst betreiben, sondern Geld machen wollen. Von den "Milliarden-Umsätzen" dürfen Sie den deutschen Kinobetreibern gerne etwas abgeben, wenn Sie so gut (an der digitalen Aufbereitung von IMAX-Filmen?) verdienen. Daß nicht alle US-amerikanischen Konzepte die europäische Landschaft verschönert haben, sehen wir ja an der Schwemm mittelmässiger Multiplex-Kinos nebst der Verdrängung bisland rentabler Traditionskinos eben so wie am allgemeinen Overscreening und er Überschwemmung des Markte mit offenbar zu vielen Filmen. Mit der Digitalisierung vervielfältigt sich zwar das Konvolut schnell (?) greifbarer Titel, aber die Vervielfachungs des Programmangebots wird nach Auffassung des VdF und des HDF noch grössere Probleme in der Positionierung der Filmtheater in der Öffentlichkeit nach sich ziehen, als bislang befürchtet. Einfältig gesagt: es läuft alles auf Fernseh-"live"-Kino hinaus, auf Anschluss und Unterwerfung und Insolvenz. Aktuell hat ja das digitale Angebot eines süddeutschen Kinobetreibers in Hamburg der durchaus vermietungswilligen Hausverwaltung des GRINDEL-Kinos in keiner Weise eine Möglichkeit gelassen, von ihren Umbauplänen abgehen zu können. Es "reicht" also hinten und vorne nicht mit dem digitalen Content. Und darum engagieren Sie sich auch so stark in der angeblich "rückständigen" Filmteaterszene, um möglicherweise weiche Flanken ausspähen zu können. :) Davon ist aber in der Kinolandschaft noch wenig lukrativ verwertbar. Es laufen in 35mm gedrehte aufwendige Spielfilme und auch in 16mm gedrehte Autorenfilme neben einigem Content in HDCAM (umkopiert auf 35mm). So sieht nun einmal der Markt 2008 aus.
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In diesem Punkt ausnahmsweise also kein Dissens - gerne zur Kenntnis genommen.
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Davon sieht man in Deutschland und Europa aber wenig. Dort läuft alles verlässlich analog und mechanisch. :lol:
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Der fromme Wille und das Schönreden der Gegensätze befördert aber eine optimale Archivierung keineswegs. Daher ist dem Einwand von @pepu vollstens zuzustimmen, die auch mit Erkenntnissen der Filmtechnik und der führenden internationalen Archive übereinstimmmt. Es grenzt auch an Unverschämtheit, @preston sturges, anderen (oder @pepu?) "Scheuklappen" vorzuhalten. Zwar macht eine zweigleisige Archivierung/Präservation mittlerweile Sinn, nur gibt es leider einen Verdrängungskurs der neuen Markt-Entrepreneurs, der ein friedliches oder gar harmonisches Nebeneinander sinnvoller Produktionsansätze zunichte macht. Da hierbei zuoft mit diskreditierenden und auch fälschenden Argumenten gegen diejenige Technik gewettert wird, durch deren Abschaffung man sich erst neue "Marktanteile" verschafft (ohne die Situation nachweislich verbessert zu haben), ist es nicht glaubhaft, sich hinzustellen und von einer immer vernünftigen und pragmatischen Handhabung im Gebrauch vorhandener Filmtechnologie zu sprechen - da doch vielmehr von einem "Krieg" gegen alles Alte gesprochen werden müsste. :wink:
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Na wenn das das einzige "Sicherungspaket" ist - dann ist es ein Kapitalverbrechen.
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Freitag, 18.4.08: 14.15 BATTLE OF THE BULGE 16.45 JEMELJAN PUGACOV (Aufstand des Pugachov) 20.15 WEST SIDE STORY Samstag, 19.4.08: 09.45 HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE 13.15 KAZIMIR VELIKI 16.30 PREDNASKA O SIROKOULYSH (Film-Formate-Vortrag von Thomas Hauerslev) 17.30 LAWRENCE OF ARABIA 20.15 SEN NOCI SVATOJANSKE Sonntag, 20.4.08 10.00 SPARTACUS 14.00 AMADEUS - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - http://www.in70mm.com/news/2006/kino_mir_70/index.htm
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Ich spekuliere mal ins Blaue hinein... Imax... dlp... doppelprojektion... christie 2*2K... also ich wuerde mich nicht wundern wenn das der "Serien-Imax" ist. Aber alles Spekulation. EL CAPITAN hat kein IMAX. Aber zum Glück 70mm Todd-AO. :) http://disney.go.com/disneypictures/el_capitan/
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CIRCUS WORLD ließe sich im Samuel-Bronston-Doppel in Berlin nachholen. Das internationale 70mm-Festival Krnov wird 2008 ungeahnt farbig und bunt werden! Noch in den nächsten Tagen zu sehr drängend eine Programmänderung in Krnov zu bewirken (mit einem etwas rötlichen Abschlußfilm), ist etwas umständlich - aber ganz salopp kann ich gerne mal anfragen. :look: Eine Bahnkarte von Dtl. (Beispiel Berlin-Hauptbhf.) nach Krnov und zurück kostet im Sparpreis etwa 110 Euro pro Person (ohne Bahncard) - "solange der Vorrat reicht" allerdings. Es wird demnach zweimal umgestiegen: 1) in Pardubice und 2) in Olomouc. Abfahrtzeit z.B. Berlin Hauptbahnhof: am Donnerstag, 17.4.08 um 10.46 Uhr Ankunft in Krnov: 20.57 Uhr. Erste Vorstellung einen Tag später, am 18.4.08 Letzte Vorstellung: am 20.4.08 Rückfahrt am Montag, 21.4.08 um 11.10 Uhr Ankunft z.B. Berlin Hauptbahnhof: um 21.12 Uhr Diese Angaben sind ohne Gewähr für den Fall von Zugverspätungen und ausverkauften Spartickets. Eine Gruppenfahrt im Auto ist bis jetzt noch nicht ernsthaft vorgeschlagen worden. Wenn sich eine Möglichkeit aber anböte, so wäre es schön, wenn dies von einem Forumskollegen mit PKW noch rasch mitgeteilt würde. :D Hotel Steiger: http://www.hotelsteiger.cz/ Hotel Pepa: http://www.hotelpepa.cz/ Preise in Kürze! Noch einige Bilder aus der sehr zauberhaften tschechischen Stadt Krnov (ehemals Jägerndorf im früheren "Sudetenland"):
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Ja, Verzeihung, also hier die ersten Antworten: der Festival-Paß kostet nur etwa 20 Euro. Dafür besteht aber Gastronomie-"Freiheit", also die Selbstversorgung im Gastro- und Einkaufs-Umfeld des Kinos ist empfehlenswert. Die Anreisekosten sind aufgrund des sehr günstigen Festivalpasses hoffentlich verschmerzbar - genaue Kosten versuche ich in Kürze herauszufinden. Noch offen ist, ob eine Gruppenfahrt von Berlin nach Krnov und zurück arrangierbar ist. Hier warte ich noch auf Resonanz anderer Kollegen aus Berlin. Vielleicht ist es noch regelbar. Über den süddeutschen Raum hatte @preston sturges eine Gruppenfahrt angedacht - wie weit noch Plätze frei sind, wird er sicher mitteilen können. Wer über mich den Festivalpaß beantragen möchte, bitte PN. Die Anfrage leite ich weiter nach Krnov und der Festivalpass liegt dort reserviert zur Abholung bereit. Auch der Direktkontakt nach Krnov zum Festivalleiter ist eine Möglichkeit: Jakub Klíma mendez.klima@seznam.cz +420775919059 Jakub Klima schrieb, daß aber eventuell ein Frühstück arrangiert wird: There might be small breakfast in the morning,some biscuits,donuts and coffe,beer... Accomodation,I am capable of aranging accomodation, just let me know or your friends let me know and I will do it. Here are some links to the hotels: www.hotelpepa.cz www.hotelsteiger.cz Damit vorerst nur zwei von vielleicht (in Kürze) noch weiteren Hotelempfehlungen: www.hotelpepa.cz www.hotelsteiger.cz Die Bahnverbindungen werden noch genannt (habe auch noch kein Ticket bestellt). In Kürze! Ob - wie gewünscht wurde - am Sonntag noch ein Spätfilm (oder Überraschungsfilm) in Krnov zusätzlich arrangiert wird, weiss ich leider nicht. Werde es vorsichtig anregen, zumal offenbar CIRCUS WORLD gewünscht war???
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klug gesprochen...aber dann lege mir bitte doch einmal dar, wo in ZHIVAGO stereotype charaktere zu finden sind. die schablonisierung historischer abläufe in ZHIVAGO ist bereits in Pasternaks romanvorlage zu finden und gewollt so angelegt, denn die revolution ist weder thema des buches noch des filmes...die revolution ist nur der background, die arena des filmes oder wie Bolt schreibt, der "catalysm of nature" in dem die hauptfiguren agieren bzw. reagieren. Keinesfalls wollte ich negativ indoktrinieren, zu sehr hängt man vom Herzen und vom Auge her an allen Lean-Filmen. Aber man darf es schon mal erwähnen: auch die Umsetzung des Pasternak-Roman durch Robert Bolt und David Lean sowie Carlo Ponti (die nun einmal entscheidendste "Kraft" der ZHIVAGO-Filmproduktion) wird in der Literatur- und auch in der Filmszene hinterfragt. Wir sollten das nicht ausblenden, sondern versuchen damit dialogisch umzugehen, denn es gibt genügend Stärken eines Films, die ihn immer wieder sehenswert machen (ZHIVAGO hab' auch ich mehr als 50x gesehen, also kann er gar nicht "schlecht" sein.). :wink: Morgen, Samstag 5.4.08 im ROYAL PALAST in Malmö! In dieser Weise vielleicht ließe sich die künstlerische Gestaltung und das handwerkliche Können von Lean/Young gut würdigen - so könnten auch Uni-Seminare beschaffen sein, wenn diese Filme denn auf Gegenliebe stiessen: http://www.literaturschock.de/literatur..._next=prev
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Es gibt jedoch auch Gegenstimmen zu Robert Bolt. Die Kritik, die sich auffällig an einigen Narrationskonzepten der sechziger Jahre-Filme Leans entzündete, führt dies auf Robert Bolts Drehbücher zurück, insbesondere bei RYAN'S DAUGHTER, der fast gar keine Geschichte mehr erzähle, sondern entweder "Kitsch" oder bestenfalls, im "avantgardistischen" Sinne, ein nicht-narrativer Film sei. Bevor also die Pose von "Genie und Wahnsinn" wieder zu hoch gestaffelt würde, könnte man schon einen vorsichtigeren und auch prüfenderen Blick auf Stereotypen in der Charakterzeichnung eben so wie in die Schablonisierung historischer Abläufe bei David Lean werfen. "Eine Liebesgeschichte vor historisch bewegtem Hintergrund" war seinerzeit ein ähnlicher Vorwurf, wie später an George Lucas, "Schneewittchen auf die Milchstraße" geschickt zu haben. Aber darüber wären durchaus filmwissenschaftliche Seminare anzuregen, die bislang wie erwähnt nie stattfanden, zumal die meisten Filmwissenschaftler unter 50 die Objekte ihrer Analyse schon gar nicht mehr im Kino, sondern nur auf VHS gesehen haben. [Tatsachen, keine Übertreibung.] Es gab im Dezember 2007 im Berliner KINO ARSENAL eine nahezu komplette David-Lean-Retrospektive. Dies sei unparteiisch und ohne Wertung hier annotiert. Und war auch aufgrund von Beschwerden über die Vernachlässigung des Repertoires und der Kinogeschichte in den Museumshäusern am Potdamer Platz arrangiert worden. Hier die ARSENAL-Seite: http://www.fdk-berlin.de/arsenal/progra...5ebde84ecb
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Robert Bolt hatte jedoch nicht den einzigen "match cut" in Lean-Filmen beigesteuert, da dieses Stilmittel auch früheren Produktionen sowie der letzten Produktion (A PASSAGE TO INDIA) - also ohne Bolts Mitwirkung - zueigen ist. Ich würde da immer gerne - in Anlehnung an ein Buch von Lars Olav Beyer - vom "Teamwork in der Traumfabrik" sprechen. Kurze Abschweifung wegen der Fragen zur Buchung etc.: Festivalleiter Jakub Klima ist die richtige Adresse für so gut wie alle Festivalfragen, der eMail-Verkehr ist auf englisch [aber gerne nehme ich die deutschsprachigen Anfragen entgegen und regle das Organisatorische - falls vielleicht auch Bedarf sein sollte, von Berlin aus eine Fahrgemeinschaft zu bilden? Bitte darum, sich im Bedarfsfalle zu melden - ich versuche ein Arrangement zu erreichen). Jakub Klima informierte nun wie folgt: Accomodation,I am capable of aranging accomodation, just let me know or your friends let me know and I will do it. Here are some links to the hotels: www.hotelpepa.cz www.hotelsteiger.cz How to get to Krnov, we dont have an airport here,yet:) By car see following links: by car from Berlin: http://www.mapy.cz/#x=136201117@y=140320098@z=6@mm=ZP@sa=r@st=r@srq=route(fast,toll):Spolkov%C3%A1%20zem%C4%9B%20Berlin,%20N%C4%9Bmecko%3Eobec%20Krnov,%20okres%20Brunt%C3%A1l from Munchen: http://www.mapy.cz/#x=130957312@y=132038656@z=6@mm=ZP@sa=r@st=r@srq=route(fast,toll):Munchen%3Eobec%20Krnov,%20okres%20Brunt%C3%A1l Generally, go to Prague->Brno->Olomouc->Krnov Train, mostly the same, take train to Prague,from Prague to Olomouc,from Olomouc to Krnov. Weitere Fragen können auch hier gerne gestellt werden, die Probleme sind sicher alle rasch lösbar, die allermeisten hoffentlich. :) Einige Stimmungsbilder auf Krnov, die eventuell die Scheu vor einer noch neuen "Stadt des Wide Screen Cinemas" nehmen mögen: Zum "Rodeln" wird's im April wohl nicht mehr hinlangen - und auch der Badespass kommt noch etwas früh. :wink: Nun aber zurück - zur ernsten und nicht so ernsten Filmwissenschaft in Germanien...