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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Ja, @laserhotline war dort zu Gast. Man kennt ja die geschmäcklerischen Aussagen zu Bildgüten, siehe die "Gelbstichdebatte" der neueren 70mm-Kopien. Wenn Sie im 2k-Rollout die Zukunft sehen, dann bleibt es bei meiner These, daß ein gewaltiges Kinosterben ansteht. Das können wir beide dann beim Café (in Bradford?) 2012 überprüfen, aber staunen Sie nicht, wenn er Ihnen zum Halse wieder rausläuft. BLADE RUNNER hatte ich in 2k nie nötig. Dreißigmal die 70mm-Kopie auf der grössen Bildwand der Welt genossen, da empfinde ich eine digitale Konserve als -Verzeihung - "Hochverrat". :lol: Im übrigen hat auch der Blu ray-begeisterte Ridley Scott unlängst zugegeben, daß die fotochemische "Restaurierung" des BLADE RUNNER nach unbefriedigenden digitalen Verfahren die besten Resultate brachte. D.h.: neue 70mm-Kopie für Grossbildwände, anstelle DLP für lamellierte Kleinbildwände (Bradford). Ja klar. "Vielfältige" Interessen - und eine Vermarktung zunehmend an den ortsfesten Kinos vorbei. Nicht unbedingt bei diesen Filmen, aber immer öfter. Schauen wir mal!
  2. das es mit 35mm sehr schwer selber loesbar wird vermute ich - aber es kann ja sein das jemand zufaelligerweise spezialgeraet hat. . Oh je. Schon vor Jahrzehnten prakitiziert und auf den jüngsten 3-D-Retrospektiven in Los Angeles und in Oslo in perfekter 35mm-Darbietung vorexerziert! Aber hier wird ja pauschal alles niedergemacht, was nicht ins DCI-Konzept passt. Extrem peinlich, diese Vorturteile gegen die Filmtechnik. Das reinste "Steinzeit"-Seminar hier.
  3. Sehr richtig, die letzte Feststellung. Denn vollkommen unabhängig von verschiedenen Auffassungen zu Contents, Technologien oder Kinoformen ist die Frage der rasanten vertikalen Diversifizierung die alles übergreifende in der Kinobranche.
  4. Da sprechen Sie von amerikanischen Wellen, die nicht 1 : 1 in anderen Kontinenten übertragbar sind. Jeder Filmemacher produziert auch einmal für's Fersehen - oder jetzt auf 3-D, geschichtlich alles nichts Neues. Die kommenden Blockbuster aber sind 2D, filmed in 35mm Panavision (INDIANA JONES IV - auch auf 70mm kurioserweise). Über BEOWULF, dem Sie ein Riesenpotential zusagten, spricht keiner mehr. 3-D könnte das Kinogeschäft durchaus zeitweise animieren, aber es ist kein marktbeherrschendes Verfahren. Oder dies sollte erst einmal bewiesen werden - in U, S und America. Ein Kino der Zukunft sieht technologisch vermutlich anders aus und basiert nicht mehr auf Panel-Technologien wie DLP 2k. Das ist dann Industrieschrott von 2004, der schon seit 2006 quasi ausgestochen wurde. Sie selbst erwähnten im anderen Thread (IMAX) die Befürchtung, 3-D- würde "Massenmarkt". Dieser Auffassung kann ich mich nicht völlig verschliessen: immerhin wurde DLP 3D schon auf der Funkausstellung vorgestellt. Und ausserdem: die Verleiher der 3-D-Blockbuster wollen die DVD-Schien im gleichen Masse wie bisher bedienen. D.h. kürzere Auswertungsfenster für das Kino. 3-D-Brille in der Kassette und extended versions mit director's cuts. Damit wäre das Alleinstellungsmerkmal des Kinos a priori diskreditiert.
  5. cinerama

    10,000 BC

    Sie haben recht: zwischen V FOR VENDETTA und 300 liegen einige graduelle Unterschiede. Anders als Emmerich und die Warshowskis ergänzt Snyder "300" mit Ansprachen von Göring, die er den "Guten" oder den "Helden" in den Mund legt. Filme dürfen kritisiert werden, damit es bessere gibt. Aber hier werden ja keine Filme verboten. :wink: Einige der von Ihnen favorisierten neueren Filme sind nicht immer die Filme, mit denen Sie oder andere sich wünschen, ganz spezielle Produktionstechnologien mit künstlerischen Ambitionen ineins zu setzen. Das gilt auch für ältere Monumentalfilme, in denen mir aber Göring-Reden noch nicht zu Ohr gekommen sind (und in denen die Photographie zumindest noch perfekt ist!) Schmeissen Sie mal nicht so viel durcheinander, sondern schauen Sie genauer hin.
  6. Vergleichen Sie bitte die unterschiedlichen Stellungnahmen und Analysen beim HDF, der AG-Kino und in den führenden Branchenmagazinen BLICKPUNKT:FILM, FILMECHO, film-dienst oder epd-film. Teilweise digital- oder 3-D-euphorisch wie auch Sie - und nunmehr ernüchtert über die Unkosten und die ungewisse Publikumsakzeptanz. (Es gibt ja nicht nur 3-D - und selbst 3-D-Filme. Denn 3-D steht als "lästiges" Verfahren aufgrund seiner Shutterbrillen zunehmend in der Schusslinie. Kein Verfahren mit Zukunft, denke ich, so reizvoll es temporär auch sein mag.) Auch der VdF dringt nicht durch mit seiner Virtual Fee Print, da demnach tausende Kinos schliessen müssten. Kinos, die derzeit noch spielen und selbst schwierige Standorte mit Kultur, sozialer Sinnstiftung und wirtschaftlicher Ausstrahlung beleben. Ein Roll-out hätte ein so massives Kinosterben zurfolge, daß man die Landkarte nicht wiedererkennen würde. (Ganz zu schweigen von der technischen und inhaltlichen Gleichschaltung mit den Verwertern von fernseh-spezifischem "Content".) Steht alles in Wirtschaftsprognosen und auch in der Presse. Liest ja keiner hier, leider.
  7. Gar nicht. Weil sowohl das BKM als auch die FFA klar gestellt haben, daß die derzeitigen "Konzepte" nicht förderungsfähig sind. (Somit haben unsere Schreiben ans BKM auch gefruchtet).
  8. cinerama

    10,000 BC

    Absolut zutreffend. Zwar gibt es stets einen ästhetischen Eigenwert oder eine Tendenz zum künstlerischen Experiment / oder auch zur industriellen Varianzfülle unterhaltsamer Erfindungen. Aber der Grundwiderspruch, den die Produktion des Scheins und der Ablenkung produziert, besteht heute eben so wie in den 1920er Jahren und produziert am Fließband Phantasmagorien, zumal Märchen in einer entfremdeten Arbeitswelt viel eingängiger als die Wahrheit zu verkaufen sind. Welche Geschichte mit welchen Helden werden bis zum Abwinken wiedergekäut? : Die Scheinidylle der Familie als Hort der nationalen Festigkeit und der Reproduktion der Arbeitskraft (Pixar-, Disney- und Spielgberg-Filme) wird ebenso beschworen wie das Ideal des Retters vor äusserer Agression oder individal-rechtlicher Unterdrückung, und immer wieder nur in einer einzigen Variante: in dem einer Remilitarisierung und vor-zivilisatorischen Stammesgemeinschaft das Wort geredet wird. Zurück ins 19. Jhd., wenn nicht gar ins Mittelalter (oder wie bei Emmerich in die Steinzeit): das ist nachwievor die Botschaft des Mainstream-Films an der Schwelle des 3. Jahrtausends, der formal alle Mittel beherrscht, aber inhaltlich Zwerge gebiert. [Wie üblich bei schwachen und erfolglosen Filmen: die eingesetzten Kopien sind dafür um so besser.]
  9. Nachdem IMAX den Glauben an das Langzeit-Premium-Produkt (inhaltlich, erzählerisch, narrativ, technisch, distributiv, global) verloren hat, hetzt man den Kurzzeit-Events (Live- und HDTV-Übertragungen) hinterher. Unwarscheinlich, daß die Großbildwand mit ihren bis dato gepfefferten Eintrittspreisen mit einer solchen "Langzeitstrategie" überleben könnte. Der Text ist reines Marketing. Kein seriöser Bericht, sondern eine Auftrags-Prosa für unterbeschäftige Journalisten im Dienste zahlungskräftiger Produkthersteller.
  10. Der Artikel ist - entgegen früheren, völlig unkritischen SPIEGEL-Reportagen - m.E. ganz hervorragend erstellt. Es ist verwunderlich, in einer Welt des Marketing-Gebrülls plötzlich Ansätzen der Vernunft eine Geltung verschafft zu sehen, aber einige Passagen des Artikels sind herauszuheben: [...] Die Arbeitsabläufe beim Filmen sind dadurch aber nicht einfacher geworden. Im Gegenteil: Alles ist durch die Digitaltechnologie komplizierter geworden. Vor allem fehlen Standards. "Es gibt keinen Weg zurück zum Analogen", sagt Ulrich Weinberg, Programmdirektor der Branchenkonferenz, "aber den Weg zur vollen Digitalität hätte sich niemand so schwierig vorgestellt." [Hierin irrt der gute Mann. Beweise: zahllose Spielfilme ohne digitale Nachbearbeitung so ausserden Dokumentar- und Kurzfilm auf 16mm, die einen Boom erleben. Anm. @cinerama] Auch in der Welt der Televisionen ist das grosse Gelächter ausgebrochen: "Dem hochauflösenden Fernsehen reichen schon 1080 Bildpunkte. Und auch das ist hierzulande, nach dem Rückzug von ProSieben und Sat1 aus dem HDTV-Experiment, Zukunftsmusik für den Endverbraucher." Und zuguterletzt die Frage nach der "Ewigkeit" oder "Unsterblichkeit", die uns digitale PR-Kampagnen seit Jahrzehnten einzureden versuchten: "Schon jetzt allerdings zweifeln die Filmleute an den archivarischen Möglichkeiten der Digitaltechnologie. Worauf soll man Filme dauerhaft speichern, wenn ständig neue Formate und Lesegeräte entwickelt werden? Disney wagt gegenwärtig einen beherzten Schritt vorwärts in die Vergangenheit. Neue Filme werden, genauso wie die berühmten Zeichentrick-Klassiker, auf traditionellem Filmmaterial archiviert und in den Salzminen von Kansas gelagert. Dort sind sie vor Alterungsprozessen sicher - zumindest für die nächsten 80 Jahre." 300 Jahre, mit Verlaub! Vorzüglich geschrieben - und es kommt rechtzeitig, um irrwitzigen Entscheidungen (siehe etwa der EU-Intitiative zur vollständigen Digitalisierung des Filmerbes, die weder sinnvoll noch effizient ist) eine Botschaft der Fakten entgegenzusetzen. :)
  11. cinerama

    10,000 BC

    Dolby digital funktioniert akustisch auch in monowiedergabe. Ich finde sie sollten die kommenden 3D Filme alle 2D auf Filmprojektion anschauen. [Zu "U2" in 3-D]: Waren September letzten Jahres auf der internen Vorpremiere. Das ist Standardware. Wir haben am Vorabend gewettet das a) Bono auf den Zuschauer mit dem Zeigefinger zeigt (bingo), b) Kranfahrten komplett abreissen wegen zu langer brennweite ohne angepassten crop/randblende (treffer versenkt) c) mindestens 2787238478237482374823 millionen zillionen takes mit dem monitorlautsprecher / gitarrenstaender usw als 3D vordergrund drin sind (jawoll auch das) usw. Ach, und nicht vergessen, sie -muessen- den Film schlechtfinden. Ist HDCAM. Die wilden 3D Sachen kommen erst noch. Auf den Autor Drößler wurde nur verwiesen, der sich seit Jahren/Jahzehnten mit 3-D befaßt (Direktor eines Filmmuseums) und dem digitalen 3-D ein großes Potential zurechnet. Gleichzeitig aber auf die aufwendigen räumlichen Renderings der 2-D-Animationsfilme seit TOY STORY hinweist. Das ist interessant, weil dies die Gestaltung mit Mitteln des 2-D-Films direkt angeht und eine Trennung in Absolutheit vom 3-D-Film relativiert. Hinsichtlich Ihrer Anmerkung (im Ironiemodus verfasst) zu Dolby Digital "Dolby digital funktioniert akustisch auch in monowiedergabe", sollten sie die teils monaurale Schaltung dieses Verfahrens eigentlich kennen. Über "wilde 3-D-Sachen" kann man erst sprechen, wenn diese bundesweit angelaufen sind. Alles andere ist zunächst einmal Werbung. Wissen Sie, warum Emmerich eigentlich noch immer auf Film dreht?
  12. cinerama

    10,000 BC

    Also es gibt auch in John Waynes GREEN BERETS den "guten Vietnamesen", eben so in RAMBO II usw. Da brauchen wir nicht streiten, denn zum Kriegsfilm gibt es stapelweise Bücher. Sie listen zwar mit Vorliebe Filmtitel auf, aber scheitern regulär an der Filmanalyse. [bei Ihnen: große Namen = große Filme] Zu 3-D: Stefan Drössler (FMM) befürchtet in seinem Artikel zu 3-D (im aktuellen "film-dienst"), die 3-D Events könnten sich aufheben oder ernüchtern. Er betont das dreidimensionale Rendering vieler neuer Animationsfilme, die von vornerehin in 2-D im Schattenwurf, der Lichtführung und der kontrastierenden Vorder- und Hintergrundfarben (und in ihrer Bewegungsmotorik) auf dreimdimensionale Wirkungen konzipiert seien. Das trifft sogar zu. Ästhetisch funktionieren diese Filme in Manier des Bildstrudels also auch in 2-D, was durch das digitale Rendering fast olympinitisch in den letzten Jahren ausgereizt wurde. Warscheinlich meint @magentacine eine Überflutung stereotyper Effektmuster, die, weil hundertfach schon gesehen, zur Apathie führen könnten. Drössler hebt dagegen den aktuellen U2-Film als ästhetische Weiterentwicklung hervor, der sich vom Mainstream deutlich unterscheide.
  13. cinerama

    10,000 BC

    Widerspruch: konträr zum Comic-Action-Kino Emmerichs und seinen weichgebügelten TV-Schauspielern in weltabgründigen Verantwortungsgebärden hatte Produzent Allen in POSEIDON INFERNO sein erfahrenes Schauspielerensemble in ein zumindest psychologisches Korsett bringen können, nachdem amerikanische Leit- und Lebensbilder in erkennbar gebrochener Weise entmythologisiert wurden (und es passte zum Pessimismus der 70er Jahre). INDEPENCENCE DAY huldigt dem Mythos (I.D. 4): das magst so mancher als unterhaltsam erachten. Mir wurde schlecht (nicht nur wegen Super 35): er ist ein sehr böses Filmchen, welches man ganz ohne Umschweife als Werbefilm zur Mobilmachung einordnen darf. Beispiel: zunächst die Exposition mit anonymer Bedrohung, Entpersonifizierung von Feindbildern und dann due Euphorie des des Zurückschlagens mit natürlichem Atomschlag, der alles ins rechte Lot rückt - was vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit der arabischen Welt als Hohn interpretiert werden kann. Das nährt auch mediale Vorlagen für tatsächliche Angriffe und darf als Schund bezeichnet werden. Jenseits also einer spielerischen "Genre-Film"-Betrachtung (Science-Fiction-Fan?) zählen bei einem Film schauspielerische Fähigkeiten, ein bewegender Soundtrack, ein durchdachtes Drehbuch, eine originelle Kameraarbeit, eine Bezüglichkeit zu realen Herausforderungen und zu inneren Widersprüchen. Ebenso wie sein Kollege Peterson (AIRFORCE ONE) zeigte sich dieser Emmerich in den 90er Jahren wengier als Spaßregisseur, denn als verwirrt. Mit solcher "hintergründiger Ironie" (US-Flagge auf dem Mond) sollte man mal in andere Länder gehen: nach Iran, Irak, Cuba oder Venezuela. Die Einwohner dieser Länder finden es nicht zum Lachen, sondern empörend. Zurecht! Da fragt sich manchmal, in welche Richtung man eigentlich "zurückschlagen" müsste?
  14. cinerama

    10,000 BC

    So ist es. Und darum funtkionieren diese Filme erfreulicherweise in Europa zusehens weniger, boomen aber nachwievor in USA (was ebenfalls einer Erklärung bedürfte, da wir doch in einer internationalen und weitgehend identischen Medienwelt leben).
  15. Also SONY hatte das Ende des Films einst auf 1996 prophezeit und jetzt auf 2025 verschoben. (Ich persönlich hatte in der Aufnahme mit 2006 gerechnet und in der Projektion schon mit 2004). Ein Wettbewerb ungleichartiger Medien ist immer etwas Schönes und Bereicherndes. Es kommen sicher noch viele schöne Kameras auf den Markt :wink:
  16. Lieber @carstenK, Feindbilder (via Internet) an den Angesprochenen vorbei zu bedienen, führt gelegentlich zu Verzerrungen. Ansonsten haben Sie den Punkt getroffen: zur Auflösungswertigkeit muß an der Filmemulsion angesetzt werden, nicht an der Unschärfe einer Einstellung oder gar bei Schwenkszenen, die gern als Vorwand für Einsparungen in der Postproduktion herhalten müssen. Mit Vinyl hab' ich nichts zu tun, auch nicht mit Nostalgie, gerne aber mit Filmgeschichte und Prospektierung des Kinos von morgen. Das "zerfledderte Notizbuch" dürfen Sie Ihrem Grossvater schenken, hier wird es nicht gebraucht. Ganz ohne "8000-Zeilen"-Vorträge hat längst ein anderer die Sandkörner im (beschädigten und seit 1989 gedupten) Negativ von LAWRENCE OF ARABIA zu zählen versucht: http://www.jts2004.org/english/proceedings/Galt.html The film “Lawrence of Arabia” was chosen for this test since extreme care was taken in the design of the camera lens and film transport to produce images with outstanding quality. The film had a reputation for outstanding images in the theatre. Original negative was analyzed to see at what resolution the image information became buried in the film grain noise. The graph shown is the MTF performance of one of the lenses used in the photography of “Lawrence Of Arabia”. Despite the fact that this lens is over 40 years old its imaging performance rivals that of the most modern lens designs today. This is not because of poor performance of modern optics but because the large area of the 65mm negative means that the effective image performance is more than twice that of the smaller 35mm negative. Although the performance of the film emulsion used in “Lawrence”, (Eastman Color Negative Type 5250 with an exposure index of 50 in daylight and 32 in Tungsten illumination) is easily eclipsed by modern T grain emulsions, again we can see from the cascaded performance that the large negative still results in a final image performance that is not readily attainable with modern optics and 35mm format negative film. So what is the answer to the question, how many pixels in “Lawrence Of Arabia”? From the MTF characteristic of the negative it would appear that digitizing the negative at 6K pixels horizontally would capture all useful information. Considering the negative aspect ratio this would result in approximately 16 megapixels per color or 48 megapixels per frame. Running time is approximately 227 minutes. At 1440 frames per minute this would suggest about 16 million megapixels would be sufficient! Töten Sie mich jetzt für diese Lügen und Erfindungen? Aber im Ernst: Ihr Angriff gegen ältere Filme enttäuscht - denn von @oceanic hört man dies in der Regel nicht, da er auch künstlerische Momente gelten läßt. Da Sie aber ein historisches Kino erhalten und bewirtschaften, erscheint mir eine pauschale Aufspaltung in "Neu versus alt" oder umgekehrt so wenig erbaulich wie die FDP-Parole "Alte gebt die Löffel ab!" [vielleicht sind wir sogar gleichaltrig??]
  17. Auf @preston sturges zu antworten ist mir zu polemisch, solange man ungewollt geduzt wird. Wenn das "Du" gegen ein höflicheres "Sie" ersetzt würde, dann schicke ich Ihnen die Adressen der Filmhochschulen per PN. Abgemacht? Empfohlen hat es keiner für den Spielfilmdreh, aber als Alternative zum HD-Dreh: und dies überzeugt tausende weltweit. Ein allerletztes Mal: zwei Sender unter vielen. 16 Answer Prints sind peinlich für ein Kopierwerk. Aber das Grading ist auch nicht ohne. Trotzdem beschädigen 16 Kopien kein Negativ - der Lumet spinnt sich da einen ab. Richtig, die sind leider zunehmend immun. Gratulation! (Einige sind auch gegen anderes immun. Sie zum Beispiel). Was nichts am Comeback von 16mm nach den traumatischen Digitalerfahrungen ändert. Stand: 2008. Ich hatte einen Test mit der Arri D-20 - und war nur mäßig angetan. Sieben und Acht-stellig hingegegen sind zahlreiche Kamerakäufe bei Red, Sony, Thomson/Grass Valley usw. Sechstellige Beträge pro Akademie, währenddessen Ihre siebenstellige Angabe das Gesamtvolumen aller Hersteller meint. Derartige Propaganda dringt nicht durch - das mein Hinweis an Sie. Dann hier ein paar Zitate der ersten Testdrehs in Deutschland [kommt nicht von mir, denn ich kenne gar keine Red One): es fehle die Markierung am Auflagemaß, daß Meßgerät zur Justierung, ein Laufwerk für Raid- und Flashcards, und die Unmöglichkeit einer Verarbeitung im Schnitt über Final Cut Pro hatte zur Folge, daß die Daten in ein anderes Format konvertiert werden mußten. Das Sucherbild sei viel zu klein: "you don't see what you get". Die Blau- und Grünsektoren haben (oder hatten) einen hohen Rauschanteil. Das kann ja alles noch besser werden, aber beim 35mm-"Steinzeit"-Dreh treten diese Mankos nicht auf. Mich interessiert mehr das Resultat, und da sind die meisten der von Ihnen genannten Filmtitel anderer Digitaldrehs eine visuelle Katastrophe. Wären diese besser und eine echte Alternative zu vorherigen Medien und Trägern, dann würde dies jeder für einen aktuellen Dreh sofort befürworten. Es geht ja um Anforderungen der modernen Produktion und weniger um Archiv- oder Nostalgiedebatten. Es dreht sich also in unseren Diskussionen m.E. um einen Marketingkrieg.
  18. Die ganze Welt dreht in Super 16-Format und ist zunehmend begeistert. Die Abtastungen für HD-Ausstrahlung sind für die Filmemacher vollstens zufriedenstellend, nur Sie mögen sie nicht. Die MTF-Protokolle sind mir seit Jahren bekannt, Wiederholung unnötig. Die allermeisten HD-Enthusiasten haben seit Jahren nicht mehr oder noch nie mit Film gearbeitet. Einige Filmhochschulen, die seit Jahren Erfahrungen mit HD-Dreh sammeln konnten, rüsten jetzt auf, mit Super 16-Format. Einige Häuser investieren dabei deutlich mehr als sechsstellige Beträge in das Equipment! Die Arri 416 wird überall in USA, Europa und selbst Asien, der Wiege der HD-Technlogien, en masse geordert, wiederum Frühjahr 2008. Und: Zur Ihrer Red One gibt es so einige kritische Stimmen (und hier räume ich ein diese nicht zu kennen, allenfalls nur die DA-20 mal ausprobiert). Aber es heisst zur Red One u.a.: - Kein echter Filmersatz - "Bananenversion" (das heisst, ständige Modifizierungen für den Individualgebrauch mit hohem "Lehrgeld", d.h. das Gerät "reift in der Hand des Kunden") - Unhandliche Einstellmechanismen Das ist nicht meine Meinung, aber die Neugierde auf diese Kamera tendiert gegen Null, solange hier Fakten zur Filmtechnik verdreht und in ein schlechtes Licht gestellt werden. Zu SUPERMANN, MIAMI VICE, REVENGE OF THE SITH haben sich die Experten, Fachleute, Kritiker, Kinobetreiber und Ottonormalverbraucher millionenfach schon ausgelassen. Daher bin ich ganz happy, daß Sie sich so verzweifelt immer an diesen Beispielen festnageln. Demnächst kommt noch SPEED RACER dazu, na ja. Und dann erstmal Flaute. Im übrigen ist auch die Rückkehr zum 35-mm-Techniscope-Format voll angelaufen (2-Loch-Verfahren). Die Aufträge sind da und die Entwickler laufen auf vollen Touren! Schade, daß Sie davon zu wenig Kenntnis haben, ist wohl schon länger her Ihr letzter Kontakt mit 35mm-Produktion. Die Kameraleute sind begeistert von den neuen 16-mm- und 35mm-Angeboten!
  19. Unrichtig, diese Limitierung, wie in allen Fachmagazinen auch einleuchtend erörtert wurde. Den "typischen Zuschauer" gibt es nicht. Wer weit vorne sitzt, sollte ebenfalls in den "Genuss" der "perfekten Bilder" aus der Zukunft des Kinos kommen. Da dies weder weit vorne noch weit hinten der Fall ist, darf der typische Zuschauer das wahrnehmen, was ihm von der Industrie vorgesetzt wird, und nicht das, was sein Sehorgan umfänglich ausfüllt (DLP-Kontrast, Treppchenartefakte auch noch in der hintersten Reihe, blödsinnige Aspect Ratios wie u.a. "Errungenschaften" des Digitalbildes) Da sind Sie aber fast der einzige weltweit, der dies so sehen will. Defacto ist das Korn sehr gering, es stört die Auflösung in keiner Weise, und Schärfe und Kontrast sind exzellent. Sie leben noch immer in der Welt des Vision 1-Materials von vor 10 Jahren. Mittlerweile ist Vision 3 auf dem Markt und schlägt alles! Die Kunden waren der Meinung, dass eine solche Entwicklung besonders für Projekte, die im Super16-Format produziert werden, Vorteile brächte und zusammen mit der rasanten Entwicklung der digitalen Workflow-Prozesse in der Postproduktion von Nutzen wäre. Technologien, die bereits in den Filmen der KODAK VISION2 Familie zu finden sind, wurden verbessert, wie z.B. zwei Elektronensensibilisatoren und dreifach beschichtete Magenta- und Cyan-Schichten. Die Entwicklungsbeschleuniger in den empfindlichsten Schichten des VISION2-Films wurden durch neue Entwicklungsbeschleuniger und leistungsfähigere, hochaktive Koppler in den rotempfindlichen Unterschichten ersetzt. Zusätzlich wurde die Dye-Layering-Technologie (DLT) entwickelt, die in die grün- und rot-empfindliche Schicht des VISION3-Films integriert wurde. Diese Entwicklungen machen es der neuen Emulsion möglich, Licht effizienter aufzunehmen und zu verarbeiten. Der Vorteil besteht darin, das die DLT-sensibilisierten Negative Bilder mit einer sehr viel feineren Kornstruktur aufnehmen können, ohne etwas von der Lichtempfindlichkeit einbüßen zu müssen. Der neue Film enthält weniger als ein Mikrometer große Bildsensoren, die auf den Prinzipien der KODAK-Technologie, die ursprünglich für die Fotografie entwickelt worden war, beruhen. Diese Sensoren haben den Effekt, bei zunehmender Lichtintensität eine verbesserte Schärfe darzustellen, wobei die Bildeigenschaften erhalten bleiben. Die Verwendung der Dye-Layering-Technologie in Kombination mit den neuen verbesserten Entwicklungsbeschleunigern erlaubt den Kameraleuten, Film unterzubelichten, ohne Körnigkeit oder Rauschen merklich zu erhöhen. Daher erhalten sie sehr merklich bessere Ergebnisse in extrem schwach beleuchteten Umgebungen. Die spürbar geringere Körnigkeit in unterbelichteten Bereichen ermöglicht es, den neuen Film auf höhere Empfindlichkeitsstufen einzustellen. Die erhöhte Schärfe und der hohe Signal-Rausch-Abstand, die durch die weniger als ein Mikrometer großen Bildsensoren erzielt werden, resultieren auch in einem erweiterten Belichtungsspielraum für das Aufzeichnen von Details in extrem hellen Bereichen und führen zu weniger Bedenken hinsichtlich ausgefressener Spitzlichter im Bild. Filmschaffende können darüber hinaus dort während der Postproduktion mehr Bildinformationen herausholen, ohne Artefakte ins Bild zu bringen. Quelle: http://www.eubucoverlag.de/pp2/nphome/0...500T.shtml Das Wort mit *sch' ist daher wahrlich deplaziert: da auch ich ihn manchmal gebrauche, so bezieht er sich auf die von Ihnen genannten Filmbeispiele Kein Wunder bei 818 x 1920 pix "Letterbox-Scope". Bei SITH kaum Poren in der Haut mehr erkennbar, bei SUPERMAN etwas bessere Schärfe, aber "null Kontrast" und Farbdurchzeichnung, GHOST OF THE ABYSS sah selbst auf Imax "lau" aus. Was nicht der Fall ist. Die Bestellungen aus USA nehmen kein Ende... Zur Ihren Objektivvergleichen zur zivilereren Tageszeit noch einige Nachbemerkungen. Das kann so nicht stehenbleiben. Wünsche noch viel Vergnügen bei der Blu-ray-Sichtung von SUPERMAN (in allen Magazinen durch den Kakao gezogen) und empfehle mich freundlichst. Fröhliche Grüsse aus der recht stabilen Welt des Films!
  20. Originell - und m.E. kaum besser lösbar - ist u.a. diese Einstellung in AMADEUS: Es gibt hier einen Panorama-Shot mit einer Triade sich offenbar zueinander bewegender Darsteller. Um sie herum im Rondell des Rokoko-Raums die im hinteren Raumabschluß halb geöffneten Vorhänge, die mit Licht von außen den Innenraum perspektivisch durchfluten. Die nach oben gerichtete, kegelartige Lichtfläche hinter den Vorhängen setzt der horizontal bestimmten Beziehung der Schauspieler eine Vertikalbewegung hinzu. - Das ließe sich als auffälliges Arrangement in formaler Hinsicht aussagen. Es ästhethisch oder denn philosophisch auszulegen, ist vielleicht ein zweites Vorhaben. Die Kritik am zweiten Motiv, daß und warum die Schärfe zu den Rändern vermindert und vignettierend wirken könnte, müßte im Laufbild auf den Prüfstand gestellt werden. Eine weitere Szene entspricht einer absolut klassischen Scope-Kadrage: der fünfteiligen Raumgliederung (sowas hat David Bordwell irgendwo genauer untersucht, evtl. in "Film History"). Die Szene erinnert mich stark an LOLA MONTÈS, aber das kann keine Aussage über das künstlerische Konzept von Foremans Mozart-"Biographie" abgeben. Die Interview-Motive der Rückblendungen entfernen sich am stärksten von einer visuellen Adaption des Rokoko. Das hätte Kubrick zwar vermieden, aber hier folgt Foreman evtl. Vorbildern seiner Kollegen Arthur Penn (LITTLE BIG MAN). Mit diesem typischen Fernseh-Doku-Arrangement wird auch bewußt auf "Bruch" und Distanz zu einer reinen Geschichtsnachbildung gesetzt. Vermutlich war der Regisseur gewillt, sowohl mit diesem Stilmittel als auch mit der karikaturesken Überzeichnung der Hauptfigur eine "Brücke" zum amerikanischen Zuschauer zu bauen, der mit der europäischen Kultur wenig vertraut ist. Hier könnte also die Kritik ansetzen, ohne sich aber vor einer These zu flüchten, wie und mit welchen anderen Mitteln denn der Stoff für US-Zuschauer hätte transformiert werden können, wenn nicht eben auch durch geeignete Einbindung moderner Sichtweisen auch der amerikanischen Kultur. Ob Mozart so war (eine Art Rockstar?) und vor allem seine Stücke in einer oft abgehackten Kindergartenmanier herunterdirigierte, darf wohl angeweifelt werden. AMADEUS ist ein Stück der Popkultur der 1980er Jahre, aber mitnichten aus dem Geist und der Form des Fernsehens geboren. Hierin wollte ich zumindest teilweise widersprechen. Mozart aber kannte Bachs Musik. Die Bühnenarrangements des Films erinnerten mich an die letzte Vorstellung von FIGAROS HOCHZEIT in der kleiner Oper am Potsdamer Großen Palais von Mitte der 1980er Jahre. Große Unschärfen sind mir nicht in Erinnerung, den Film seinerzeit einige hundertmale vorgeführt, und die negativen Erinnerungen sind eher mit einem gelegentlichen Mangel an Ausleuchtung haften geblieben. Der Schnitt war gut. Zu SPARTACUS wäre noch etwas zu sagen - aber erst einmal hier das Gewitter wegen AMADEUS abregnen lassen... Ich verwahre mich aber höflich gegen den Vorwurf, alles gelobt zu haben, was auf 70mm erschienen ist - das obige Extrembeispiel von ALIENS zeugt vom Gegenteil. Die meisten 70mm-Filme sind m.E. großangelegte, gescheitertte Entwürfe. Auch SPARTACUS. Man ist ja nicht völlig verblödet, um die Ikonographie der Filmindustrie in eine reine Apotheose zu verklären.
  21. Die fangen gerade erst an. Und das ist gut so! Je mehr Konfrontation in dieser Richtung desto besser für die Kinos. (So, jetzt geht's ab an die See, ready for full real full hd: das bietet nur die Natur!)
  22. Im Filmvorführer- und Kinoforum ist alles von Interesse, was die Hintergründe der in den Kinos und auf Festivals eingesetzten Filme beleuchtet, oder nicht? Themenausgrenzung ist somit beliebig und könnte sich eben so auf den HD-Dreh beziehen - was schwerlich durchsetzbar wäre. Wenn Sie Ihre 16mm-Bildwerfer entfernten zugunsten einer HDTV-Übertragung, so ist auch dies Gegenstand von Diskussionen zur Zukunft des Kinos, ob diese Wende nun allen gefällt oder nicht. Aber es amüsiert mich, daß Sie die Bedürfnisse der Sendeanstalten verteidigen. :wink: Die "Themen" von Discovery Channel sind übrigens hier einsehbar: http://www.discovery.de/_listings/index.shtml Und dort die Eloge auf 1080i: http://www.discovery-hd.de/emea/was_ist_hd.htm
  23. Und auch dies wieder eine bewußt lancierte kleine Provokation: man zieht sich flott das Beispiel 500 ASA heran (das in völligem anderem Zusammenhang, dem der Körnung bei hochempfindlichem Negativ zitiert wurde) und weitet es aus auf die Gesamtpalette der Filmstocks. Aaach so? Bezieht sich das Alternative auch auf die 16mm-Produktionen? Entweder man ist alternativ oder nicht. Was im "Dunkeln besser aussieht" kann jeder deutlich an heutigen HDCAM-Drehs erkennen: absaufende Schatten, zerfressene und detaillose Lichter und ein ... sonniges RAUSCHEN. Das "Rauschen der zwei Millionen"? :lol:
  24. Das sind doch wieder einmal provokante Verdrehungen, und nur aus schelmischem Spaß am Verdrehen. Lesen Sie (per "Du" waren wie nie - ich finde das ein wenig "schlüpfrig") bitte die obigen Fakten: Comeback des 16-mm-Films als Alternative zum HD-Dreh. Super 16 hat eine höhere Auflösung und einen umfänglicheren Kontrast als HDCAM. Zufällig noch gerade gefunden: THOMAS BRESINSKY: Das Erstaunlichste für mich war der Sprung in der Auflösung und Detailzeichnung von Super 16 mit dem neuen Vision 2 Material. Man sieht kein Korn, auch bei 500 ASA ist das Korn nicht störend wahrnehmbar, selbst in der Schattenzeichnung. Es ist jetzt wirklich HD-fähig und vielleicht der einfachste Weg HD unkomprimiert zu bekommen. Aus: http://www.tomimages.com/HD_Formatvergl...ew_cut.htm Bitte die Kameraleute und Rohfilmhersteller befragen und die Trends in den mehr oder weniger objektiven Branchenmagazinen mal genauer verfolgen. Es heißt auch nicht "lumiere", sondern Lumière, Broadcast und nicht "Braodcast". Sie können das dann ja "in Frage stellen". Wundert mich, daß Sie das mit Ihren 70mm-Altfilmvorführungen noch nicht getan haben. Aber das Jahr 2008 ist ja noch lang. :) Übrigens ist Kodak Vision 3 ein neuer Durchbruch in der Evolution des photochemischen Films. Auch für die Filmkopierung tut sich einiges. Da geraten die HD-Anhänger mit Sicherheit in Erklärungsnöte.
  25. Ist im Anmarsch und wurde bereits in anderen Pavillons in Cannes so vorgeführt - ich rede nicht nur von einem bestimmtem Saal ... @oceanic: Ist wirklich sehr amüsant die Diskussion. Man muss ja nicht alles todernst ausarten, es soll schon ein bisschen Spaß machen. So kann ich mir nicht verkneifen, daß es marginal auch 35mm-Umkehrfilm gab (was aber kein Plädoyer für "56k-Scanns sein soll - Scherz muß sein :wink: Sehr lustig klingt auch, wie hier das Handicap der Bildsensoren der Digitalkameras schöngeredet wird, in dem der Verweis auf branchenfremde Detektoren verwiesen wird ("nicht für Filmproduktion im Einsatz"). Nach 20 Jahren der Computer-Electronic- Euphorie und Stagnation im Filmbereich scheint nun auf allen Ebenen Ernüchterung eingekehrt zu sein. (Das sehe und höre ich täglich.) Die Versprechen der Elektronik-Anbieter, die nie eingehalten wurden, werden skeptischer betrachtet. Und neuerdings selbst bei der unkritischen Zeitschrift “Kameramann” (die jede Novität bekanntlich hochjubelt) finden sich pragmatische Gedanken wie “Die Electronic-Industrie versucht mit immer neuen Geraete u. Produktlinien, die fast woechentlich upgedatet werden muessen, dahin zu kommen, wo die Filmindustrie schon vor 50 Jahren mit einem Bruchteil des heutigen Aufwandes laengst war....” (Fazit zur NAB 2008) Fakten 2008, dem Jahr des Roll-outs: Das Fernsehen dreht Mehrteiler wieder auf Film in S16mm oder 35mm. S16mm eignet sich nach Meinung von EBU-Experten optimal auch für die HDTV-Ausstrahlung. Aktuell wird wahnwitzig viel auf 16mm gedreht, und folgt man den Aussagen von JUJI- und KODAK- Verantwortlichen, so sind die Verkaufszahlen so hoch wie seit den 1970er-Jahren nicht mehr. Die Fa. ARRI entwickelt permanent neue Film-Kameramodelle: das heißt bedarfsorientiert! Von dem Roll-out der 416-Modelle wurden aus Europa, Asien und den USA soviel geordert, dass es Lieferengpaesse gibt, die Red One-Nachfrage in den Schatten stellen. Alle Rental-Firmen in den USA haben gleich mehrere Kameras geordert. Nach verschiedenseitigen Recherchen sind fast alle Kameraleute, die gutgläubig mit HD-Equipment - aus welchem Grund auch immer - gedreht haben, nach dieser bisweilen traumatischen Erfahrung wieder zum Medium Film zurückgekehrt. Das sei einschränkend festgestellt: es betrifft nur professionelle Drehs, wenig die der semiprofessionellen Einsätze. Die Profi-Kameraleute wissen genau, was man mit Film leicht erreichen kann und wo die Grenzen der Elektronik liegen. Generell reden Althasen der Branche und auch jüngere Profis nicht abfällig über das Medium Film oder das Medium Video, sondern gebrauchen selbstverständlich das eine wie andere Medium, je nach Bedarf (ich hab auch 'ne Digitalknipse hier für schöne Frauen rund um unseren Hauptbahnhof). Abfällige Äußerungen über das Medium Film kommen nur aus dem semiprofessionellen Bereich einiger weniger jüngerer Branchenteilnehmer, die sich im Überschuß des Testosterons eben "ihren" Weg freizukämpfen glauben. Und aus welcher Ecke kommt denn der Begriff “Filmlook”? Er ist eine Erfindung der Videopraktiker. Hier gibt es oft keinerlei Filmerfahrung und deshalb auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Leider finden sich inbesondere in deutschen Fachzeitschriften und Foren Darstellungen, die einer weiteren fachlichen Überpruefung nicht standhalten wuerden. Insofern ist das Internet-Forum www.cinematographer.com zielführender, wer eine ausgewogene Debatte erleben will. Hochqualitatives HD ist noch viel zu teuer, klobig, unausgereift und für Außendrehs ein Dauerproblem. Der Weltkonzern SONY hatte bereits für 1996 das Ende des Films verkündet. Jetzt wird das Jahr 2025 angepeilt. Das klingt wirklich verblüffend, zeigt aber zumindest klar, auf welchem hochwertigen Trägen noch in den nächsten paar Jahren auf der Profiseite produziert werden wird. Ein Bekannter mailte mir gerade Folgendes zu: Es gibt ein schönes Statement der Vereinigung der europäischen Kameraleute (kann ich Dir aus [xy] schicken). Anlaß war die Weigerung der BBC, im S16mm-Format gedrehtes Material als HDTV- geeignet anzuerkennen. Ein Kameramann brachte es auf den Punkt (sinngemäß wiedergegeben): Die BBC hbe das größte Filmarchiv der Welt und will nun ihr komplettes kulturhistorisches Erbe auf den Müllhaufen der Geschichte werfen – nur um mit aller Gewalt die äußerst mängelbehaftete Elektronik auf allen Produktionswegen einzuführen. Dazu könnte man nur sagen: Die BBC hat unglaublich viel auf dem verlässlichen Trägermedium Film produziert und weltweit erfolgreich vermarktet –aber die heutigen Entscheidungsträger hätten vom Film überhaupt keine Ahnung und versuchten nicht einmal, diese Unkenntnis zu kaschieren. Sie folgten einfach blind den Heilsversprechungen der diversen Anbieter ohne jemals überhaupt die Nachteile der verschiedenen uneinheitlichen Systeme hinterfragt zu haben. - - Nun ja, aber die Diskussion mit 4 Couterparts/Disputanten gleichzeitig hier ist nicht in der Balance, weil jeder seine "Privatabrechnung" zu begleichen glaubt (siehe @carstenk's seltsamer Post: dabei habe ich gar nichts gegen das 'Lindentheater', hier liegen sogar viele verschrabbte VHS-Videos über das Kino der 1980er Jahre, die jetzt endlich mal digitalisiert werden müssen! :)
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