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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Aha, die Personbilanz ist ausgezeichnet. Das hört ein jeder gern. Woher stammen diese profunden Angaben? Vom HDF? Von VERDI? Von der FFA oder den Betriebsräten? ... ist mir soweit nicht bekannt. Dann soll das Saallicht an die Leuchtdichte eines DCI-Projektors angepasst werden. Auch gut: für Filmbandwiedergabe also hat es demnach niet DCI "erfunden". Dann soll die Farbigkeit des Saallichtes plötzlich "angepaßt" werden. Da werden sich einige Betreiber freuen, die ihre Wandstrahler und die Tubelights wieder ausbauen dürfen. "Neue Auswertungsformen entstehen": Herrlich, dass so viel Fernsehware dabei anfällig wird. Für mich ebenso interessant der Tenor von Frau Tornow beim jüngsten Branchentreff in München: Die digitalen Märkte blühen auf und bilden gegenüber den bisherigen Vertriebswegen wie der Kaskadenauswertung ganz neue Vertriebsstrukturen. Und: sie wüßte gar nicht, ob man jeden Film unbedingt ins Kinos bringen sollte, da eine Übersättigung des Programmangebots bestünde. (Mit anderen Worten: für die Majorität der digitalen Anbieter ist Kino "ein alter Hut", den sie kaum noch brauchen.) Schön, daß durch DCI so viele neue Arbeitsplätze entstehen. Die entstehen natürlich immer, die Erde dreht sich ebenfalls weiter. Fragt sich nur, wie die "Bilanz" aussieht. Als Schröder & Co Agenda 2010 und andere Spar- und Streichprojekte verabschiedete, war das Versprechen groß, die Wirtschaft ziehe an und neue Arbeitsplätze entstünden. Alle wissen, was aus solchen Verheissungen wurde. Alle wissen auch, was aus den Prognosen Mitte der 1990er Jahre wurde, daß die Verdopplung der Kinplätze keine negativen Auswirkungen zeitigen würde. Schön allemal, daß mit einem DCI-Projektor erstmals im Kino die Projektions-Anlagen "kalibriert" werden können. Da weiss man endlich, was man 100 Jahre für einen Dreck betrieben hat, der ja - selbst 10 Jahre nach den ersten "Roll-out"-Versprechen von 1997 - nachwievor so verläßlich am Laufen ist. :wink:
  2. Schön, daß Sie "Jim" Camerons neuen Film - noch vor uns - gesehen haben. Seit 12 Jahren keinen Film mehr gedreht, so muss eben 2009 alles 12 x so gut werden. :wink: Vor kurzem schwärmten Sie für den kommenden BEOWULF. Nun laufen die Kunden davon, und Cameron muß her, als Zeuge für einen angeblichen Technologierückstand der deutschen Kinos gegenüber den amerikanischen. Na ja, mir sind einige US-Kinos und Kopierwerke und D.I.-Schmieden bekannt. Ich sehe keinen deutschen Rückstand, allenfalls eine mitunter klügere und bedachtere Investitionshaltung in Germany u.a. Ländern, die eine eigene Infrastruktur besitzen.
  3. Das letzte Thema - kurzum - war, dass eine Silberleinwand nicht "besser" leuchtet. Da einige User hier bereits seit den 70er Jahren in Kinos 3-D-Einrichtungen einbauten, ist das Erfahrungsspektrum nicht gering. Welche Sitzplätze belegen Sie eigentlich vorzugsweise, sobald Sie 3-D-Vorstellungen besuchen?
  4. Da ausdrücklich die (für HD-Verhältnisse) noch halbwegs gelungene 35mm-Ausbelichtung in der Branche immer wieder gelobt wurde (besser wäre natürlich immer ein 35mm- oder 16mm-Dreh gewesen!), verstehe ich Ihren guten Rat, besser eine DVD und VHS-Kassette als Maßstab zu nehmen, leider nicht ganz. Ich weiß, dass Sie diese bei sich während der Projektion natürlich kalibrieren können (währenddessen sich die 35mm-Kopie Ihres Erachtens - wortwörtlich - "destruktiv" kalibriert). Nehmen Sie mir bitte aber ab, daß ich mich auf die Aufnahmegüten, nicht auf die 35mm-Printqualitäten bezog.
  5. Nennt sich "Globalisierung": Machtkonzentration und Kontrolle in der Hand von wenigen. Angebliche Vielfalt, aber wie "Pay TV" per Knopfdruck. Und menschenleere Filmtheater(architekturen & -betriebe), in der Atmosphäre so steril wie die Media-Märkte (die wiederum hundertmal mehr Personal brauchen, aber sich zumindest nie "Theater" nannten). Berechnungen für - denkbare - Negativszenarios sind in der Spaßgesellschaft nicht ganz so populär (auch nicht im HDF), daher wird sich kaum jemand trauen, skeptische Prognosen zu erstellen, könnte ihn doch der Vorwurf mangelnder Loyalität zur Branche (und eine baldige Abwahl) ereilen. Wir werden darüber nichts hören! Ist also ähnlich wie in der Politik, da schweigt man auch bis zu dem Tag, wo es gar nicht mehr weitergeht. :lol:
  6. Hatte wenig Texturen und Feinzeichnungen im Schwarz, die Lichter überstrahlt. Schärfe fehlte. Und ästhethisch als Film-Noir- und Comic-Imitation nirgendwo sattelfest. Verweise zur weiteren Schwarz-weiß-Diskussion an Ihren Kollegen in K., der sich jedoch auf den genau umgekehrten Weg bezieht - vielleicht können Sie beide sich ja eher auf einen Kompromiß verständigen: Nun hatten wir umgekehrt hierzu SIN CITY in HD, ausbelichtet auf 35mm und alle waren beeeeeeeeeegeistert. :wink:
  7. :) Wann wurden in den letzten 10, 20, 30 Jahren 1500 Kinos 3D fähig? Viel, viel mehr als nur 1500: und zwar auf 35mm und dies weltweit schon in den 1950ern und 1970ern. Und einige seit den 1960ern auf 70mm Und ein paar auf Imax seit den 1990ern. Der Aufbruch der Menschheit fand nicht erst 2009 statt, im Jahre des Herrn und der Digital Cinema Initiatives... Sich verantwortlich verhalten, heißt, einen Bezug auch zur Gegenwart und zur Geschichte zu akzeptieren. Gerade jetzt, im November 2007, werden in Los Angeles einige 3-D-Filme auf 35mm neu kopiert. Schon gewusst? Mindestens 250 Millionen Euro würde die Umrüstung aller deutschen Kinos wohl kosten. Beileibe nicht alle Kinos werden auf 3D umrüsten, am wenigsten wohl die Programmkinos. Die Geschäftsführerin der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater, Eva Matlok: "Wir sehen in unserem Marktsegment relativ wenig Potenzial"
  8. Könnten derartige Fachveröffentlichungen aus USA zur DLP-Technik, zu 2k und DCI hier einmal vorgestellt werden? Man möchte ja die hiesigen Betreiber vor noch weiterem Unfug bewahren. :wink:
  9. DCI ist nicht schärfer als 99.9% klassische 35mm-Projektion. Das zu beurteilen ist Sache alter, wirklich sehr erfahrener Branchenhasen jenseits der 60, mußte ich immer wieder feststellen, auch der klassisch erfahrenen Kameraleute und Kopierwerksspezies. Die Betonung liegt auf a) Lebenserfahrung und b) Höchstmaß an Beschäftigung auch mit klassischen Filmverfahren und Filmen der letzten 50 (!!!) Jahre. Der Unterschied zwischen unserer beider Wahrnehmung: Sie würden explizit nur das aktuelle, ja, mehr noch, das übermorgen Mögliche als einzige Produktionspraxis zur Kenntnis und zum Maßstab nehmen wollen. Bei mir umgekehrt: die Zeit vor Digital Intermediates (also das gesamte 19. und 20. Jahrhundert) ist für mich reich an Ausbeute. Auch daran nehme ich Mass, wenn ich zu Bildgüten der Jetztzeit eine skeptische Auffassung vertrete. Hierfür gibt es SMPTE, ANSI, DIN, ISO u.a. Standards. Liest man Ihre These, so hätte es nie filmische Normen gegeben, sondern nur Chaos im Filmgewerbe. Jedenfalls kann ich für die Massenkopierungen, mit denen ich zu tun hatte, versichern, dass die hiesige Prozeßkontrolle es erlaubte, 500 Kopien oder mehr von einem Negativ bei gleichbleibender Güte zu ziehen. Das ist nicht immer und überall so gewesen, leider, aber zum Glück in meinem Umfeld so geschehen. Nach hundert Durchläufen ist ein Film nicht beschädigt, wenn gut vorgeführt wird. Für "10 ooo" Aufführungen eines Digital Masters kann ich leider keine Angabe machen. Manche erlebten schon beim dritten Abspiel (Berlinale, Cannes) ihre ersten Crachs: Umblendung auf 35mm-Kopie. Wir noch heute so gemacht bei großen Premieren, die 35mm Backup-Lösung. Und manche (etwas Zack Snyder bei seiner Weltpremiere im eigentlich voll digitalisierten Berlinale-Palast) zeigte dort persönlich "300" unbedingt auf 35mm-Kopie. Falsch. Aufloesung ist Aufloesung. Ohne Filmkorn keine Auflösung, @oceanic. Es ist eben so wenig wie das Pixel eine "Störung", sondern genuiner Bilderzeuger. Dann sage ich Ihnen gerne noch einmal, daß auflösungstechnisch ein Printfilm 8k und mehr erreicht. Die wievielte Generation es ist, beeinträchtigt diesen Faktor wenig. Und selbst wenn es ungünstigenfalls so wäre - so können Sie von einem derart ausbelichteten Film (Beispiel: 65mm-Imax-Dreh und anschliessende Verkleinerung auf 35mm-Normalformat) weit mehr erwarten, als von DCI 2k jpeg 2000-Vorführungen. Es interessiert nur niemanden zurzeit, leider. Das hat nichts mit DCI zu tun. Wenn man auf 35mm Film aufnimmt, kann natuerlich auch hier der Bildstand mau sein. Nicht wenn man digital dreht, dann ist der Bildstand perfekt, da DCI immer perfekten Bildstand hat - wenn da der Bild Eben: es hat mit DCI nichts zu tun, daher kann DCI keine perfekten Bildstand haben, da DCI auch kein Gerät ist. :wink: Jede elektronische Aufnahme hat mit Bildstandsfragen i.d.R. nichts zu tun. Daher kann auch DCI dieser Verdienst nicht zugesprochen werden. :wink: Mich wundert ein wenig Ihr Loblied auf DCI, da Sie vor noch 1 Jahre bemüht waren, diesem Standardvorschlag auszuweichen - ihn geradezu attackierten, um unabhängigen Produktionen keine Hürden in den Weg zu llegen. Da liegen Sie womöglich nicht einmal falsch. Wir werden schon sehen, wie weit deren Solidarität mit der Filmtheaterbranche geht. Die Änderungen sind so gewaltig, dass deren Folgen unabsehbar sind. Das sprengt ultimativ den Rahmen eines Forums für Kinoleute und Filmvorführer. Die Devise "Digitalprojektor eingebaut, alles wird gut" ist völlig unbewiesen. Es könnte eben so auch zu destruktiven Änderungen in der Filmtheaterbranche führen, wovon allemal ich fest überzeugt bin. Am Rande: mit VHS habe ich nichts zu tun, mit DVD ebenfalls nicht. 35mm-Negative und schöne Kopien erfreuen mein Auge. :)
  10. Der Vergleich hinkt: gerade SIN CITY ist wegen der Probleme und Defizite digitaler Bildaufnahme (und Einschränkungen im Schwarzweiss-Bereich) und sehr schwacher Gradmesser. Und auch nach Ausbelichtung für 35mm wird aus diesem "Experiment" kein Gold. :cry:
  11. Interessant, höre ich zum ersten Male. DLP scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. :roll:
  12. Liest sich ja wie ein "Räumungsbefehl" der Siegermächte nach einem Weltkrieg... :lol: DCI ist nicht schärfer als 35mm-Projektion, da es schlichtweg nicht "die" 35mm-Projektion gibt und 35mm-Filmpositive schon heute rund 8k-Auflösungen hätten - das muss nur entsprechend ausbelichtet werden. In Berlin verfügen wir sogar optional über die Ausbelichtung auf 35mm-Kopiernegativ in 6k, wenn es gewünscht wäre. Mit konstantem Lichtstrom bei Laufbildprojektion hatte ich nie ein Dauerproblem. Wohl aber mit reinen elektronischen 24p-Quellen, denen via Umlaufblende die "zweite Dunkelpause" des Laufbildfilms fehlt. Film war auch nach Zuschauerumfragen stets "entspannter" zu betrachten: man kann mit 35mm und 70mm schier endlos im Saal verbringen. Wenn Sie das filmprojektionsttechnische Leuchtmittel als maximal unbefriedigend empfinden, dann müssen Sie auch den Einsatz von Xenon-Lampen im Digital-Betrieb ausschliessen. Dann gäbe es aber auch dort kein Bild zu sehen. Selbstverständlich sind Farbfilmkopien "kalibrierbar" - dies schon seit 100 Jahren. Schmutz, Staub und Laufstreifen kann man vermeiden: im Filmkopierwerk haben sie erst recht nichts zu suchen. Ein filmisches Korn definiert die bildliche Auflösung ebensowie wie ein Pixel die digitale Auflösung. Die Wut, die über das Bewegtbildkorn grassiert, habe ich nie verstanden. Siehe menschlicher Körper: auch darin Bewegtkörperchen verschiedenster Coleur. That's Life... "Ein typisches 35mm Master ist 2K - wenn digital aufgeführt. 3 Kopien drunter wenn per Film aufgeführt.": Was sind 3 Kopien drunter? Ich kenne diese Bezeichnung aus der Kopierwerksszene eigentlich nicht. Das hört sich an wie "schlechter Fotokopierer" aus den 1980er Jahren. Nochmals: Es können die 35mm-Kopiernegative hochwertigst ausbelichtet werden: weit über 8k, wenn gewollt. Die Kopien werden dann alle von dieser Negativtype gezogen und sollten alle gleich aussehen, solange der Color-Positiv-Entwickler ordnungsgemäß überwacht wird und der Andruck am Printer kontrolliert wird. Ein "perfekter Bildstand" ist auch bei DCI von der filmischen Quelle abhängig und vom Greifersystem der Aufnahmekamera. Mitunter sieht man auch in DigCin-Vorführungen noch leichte "analoge" Schwankungen der Kameramechanik. Die neuen JVC-Beamer kenne ich als DCI-Projektoren kinoseitig noch gar nicht. Dort steht immer nur Christie, Barco, NEC. Meinen Sie die Heimkinobeamer? Auch in der Spezifizierung der JVC-Theaterbeamer http://www.jvcdig.com/digital_cinema.htm finde ich nichts über einen Kontrast von 30 000 : 1. Wie die frankfurter Umfragen (oder auch Festivals des 70mm-Films) zeigen, ist der große Aha-Effekt nur durch Wechsel des Verfahrens (zu 3-D- oder Todd-AO) vermittelbar. Die sicherlich erstaunlich fortgeschrittenen "Ersatzlösungen" des Digital Cinema-Branche für 35mm leisten dies nur bedingt, kaum wahrnehmbar und nicht im gesunden Verhältnis zu anfallenden Kapitaldiensten. Zugunsten einer derzeit flächendeckenden Stärkung der Kinoinfrastruktur (z.B. durch Verlängerung der Auswertungsfenster, somit auch längere und optimiertere Kopienauswertungen, durch sorgfältigere Wartung der erst jüngst erneuertern Laufbildwerferanlagen usf.), lassen sich kinoseitig deutlich höhere Einsparpotentiale erzielen, und sogar die Margen erhöhen. Kurzum: ein harter Kampf mit den Produzentenverbänden um längeres Kinosspiel ist das A und O, nicht ein Einknicken vor den Verleihern, diesen die Unkosten zu ersparen, indem Festplatten anstelle von 35mm-Kopien ausgeliefert werden - gleichzeitig aber die Einsparpotentiale des Verleihers nur selten das Kino beglücken dürften. Wie @brillo satirisch erkannte: Es kommen auf uns zu: Kinos als fünftes Rad der "Broadcastverwerter" (mit Brotkasten für entlassene Filmvorführer), sprich: ein Roll-out der HDTV-Industrie. - full ready, Sirs?
  13. Ist nicht von mir, sondern von einem Kollegen aus der neueren deutschen Autorenfilmszene spekulativ ins Feld geführt worden (zumal man zwei dortige Schachtelkinos mit je 60 oder 80 Plätzen kaum anders mehr hätte anbieten können, schon gar nicht gegen 7 Euro Eintritt) - und diese Site ist uralt, von 2003. Das Kokettieren mit Multimedia ist m.E. keine Lösung der nächstkommenden Kinokrise, selbst wenn sich gegenwärtige Lebenskulturen und neue Technologien in allen Bereichen durchdringen. Sie werden das kommende Standort-"disaster" vielleicht weniger spüren als andere, da Sie sich relativ leicht und gemütlich auf eine "Theatermischform" zurückziehen können (will heissen: wenn schon Filme nicht mehr das Gros einspielen, dann andere regionale kulturelle Events wie Sprechtheater, Vereinstreffen, Live-TV-Übertragung mit Sonderrechten usf.). Gut für Sie und einige wenige andere, schlecht für den Erhalt der bisherigen Kinoinfrastruktur in der bekannten Form (als es ein ausschliessliches FILMKINO und Spielfilmabspiel in Langzeitsauswertung mit Repertoire-Potential gab) - sofern man eine Infrastruktur in der Grösse und Verbindlichkeit der früheren denn überhaupt halten möchte ... Wir waren eigentlich noch nie per "Du" - dies wünsche ich mir sehr herzlich zu beachten - nur als eine leise Bitte nach K. Zitate des Mr. @ sturges: diese aussage bestätigt auch meine schon mehrfach geäußerte ansicht ... die (bisherige) digitale projektion bringt keine eklatante verbesserung gegenüber den seit jahrzehnten überall auf der welt als standard definierten 35mm kopien ... warum zur zeit dieser hype grassiert verstehe ich nicht. Und wer da glaubt, dass ein digitaler einbau die "kino-welt" wieder in ordnung bringt, verdrängt die suche nach tieferliegenden wurzeln der derzeitigen "misere" ... oh gott, was schreibe ich da, der @cinerama-virus hat mich erwischt :-) Wie recht sie haben. 8)
  14. Im Zweifelfall (und in einem anderen Format) das stattlichere Vergnügen: http://www.cinestar-imax.de/de/kinos-lo...-bln-imax/
  15. Handelt es sich vielleicht um eine Verkaufsvorführung? War es BEOWULF? Dann schöne Grüsse an die Veranstalter: sie sollten es vielleicht auf diese Weise versuchen: http://www.cinestar-imax.de/de/kinos-lo...-bln-imax/ Alles andere bekommen wir über kurz oder lang in unsere Wohnstuben hereingeschneit: siehe 3-D- DLP HDTV auf der Funkausstellung 2007. Das betrifft nicht nur 3-D-, sondern auch "Opernübertragungen". Nur eine sehr teure Verleihware, die sich langfristig amortisieren muss und inkompatibel zu Multi-Media-Vergnügungen und dem Home Cinema ist, sichert dem Kino (allerdings eines Tages auch wieder auf weniger, aber dafür grösseren Leinwänden) einen Vorsprung - nicht jedoch die nahezu identische Adaption von Produkten der Consumer- und Televisions-Branche.
  16. In letzter Zeit so einige deutsche 35mm-Filme in der Hand gehabt: die sind traditionell über phtochemisches Duplikat kopiert: kaum unterscheidbar von einer Originalkopie. Vor allem: davon profitierte selbst der Trailer: kontrastreicher, hochauflösender als jegliche 2k DLP-Projektion weit und breit. "Schlecht" wurde und wird 35mm immer dann, wenn Einflüsse digitaler Substandards das Potential dieses Formats (über die Nachbearbeitung über Digital Intermediates) kontaminierten. Die wahre Bildgüte wird auf diese Weise immer wieder vergewaltigt, wenn damit kein akzeptabler 35mm-Projektionsstandard verbunden ist, der noch in den nächsten Jahren das Gros der Kinoerträge garantieren dürfte. Aber auch infolge des Massenkopierung seit Ende der 1990er Jahre ergeben sich deuliche (diesmal analog verursachte) Verschlechterungen im Kontrast und Bildstand. Das bräuchte alles nicht sein und ist auch nicht die Schuld der herrschenden 35mm-Normen und Potentiale, so wie sie im Sinne des Erfinders sind - ganz im Gegenteil. Dies sind die wahren Fakten. Im analogen Bereich finden ebenfalls hier keine Diskussionen mehr statt. Alle starren auf den 2k-Roll-out wie das Kaninchen auf die Schlange (oder der Pfarrer auf die Bibel). Tatsächlich aber gab und gibt es bessere Kinobilder. Tatsächlich gab und gibt es auch bessere "Kinozeiten", sodaß das Überleben der Kinobranche an den Auswertungsfenstern zu hängen scheint und weniger an der Aufnahmekamera oder dem bestmöglichen Bildwerfer - so sehr ich dies persönlich auch (als 70mm-Enthusiast) bedauern mag.
  17. Da trage ich Dir als "Gegengift" die herzhafte Bekanntschaft mit einem kommunalen Kino (ganz berühmt) an, in dem "unbedingt" das gesamte Bild und notfalls auch Startband und Endallongen gezeigt werden müssen. In dieser noblen Stätte der Avantgarden wird 35mm-Repertoire mit größter Vorliebe im Autorenformat und der Nachprägung durch 16 Millimeter interpretiert: modern reduction print mit 1.85 : 1-Bildstrichen. Die Projektion erfolgt dann treu und regelmässig wie folgt: Projektion der 1.85-Kopie mit Maske und Objektiv für 1.37 : 1 - auf die klassische "Normalformat"-Bildwandkaschierung. Die übrigens nicht genützten Bildteile (die der Kamermann ebenfalls und absichtlich ungenutzt beließ), darf man als schwarze Balken bewundern. Ganz neue Welten tun sich dem Filmstudenten hier auf, die ihm alle "Freiheiten" der Exegese des Verdeckten belassen. Man darf das Unsichtbare ganz nach Geschmack ausfüllen: mit der Wundertüte unserer Imagination, die zum heutigen Rüstzeug der "Filmwissenschaftler" gehört und daher gerade im "Nichts" ganz neue Sphären und Leerstellen schwingender Raum-Zeit-Gefüge lokalisieren. (So ein Fazit eines der besuchten filmhistorischen Seminare) Hier ein Bild vom Kino der Zukunft (Bazin wäre begeistert), mit dem wir uns freundlichst anzufreunden haben:
  18. Warum so böse? V FOR VENDETTA ist ein grandioser Film: da haben wir etwas gemeinsam! 8)
  19. Ich schaue auch sehr interessiert Rodriguez: weniger indes wegen "blühender Fotolandschaften" (die kein Gegenstand seiner Dystopien sind), mehr wegen seiner Experimentiertfreudigkeit. Aber auf RED dreht auch er zurzeit noch nicht. Die Grundlagen phototechnischer Güten kann man niemals mit dem Modegeschmack zeitgenössischer Filmemacher in einen Topf werfen. Und weiters staunt allemal, dass Panavision von "35mm sized Sensor" spricht, ein geflügeltes Marketingwort der ausschliesslichen Digitalhersteller wie RED oder Phantom. Eine Firma solle ein Interesse daran haben, auch ihre Hauptmärkte begrifflich von Neueinsteigern nicht zu "kontamieren", um im Geschäft zu bleiben - so lange nachwievor unterschiedliche Medienträger produziert werden. Wie man ungestraft die Attribute des Hauptgeschäfts freimütig in ein neues, tödlich damit konkurrierendes Marktsegment importiert, hat sich mir geschäftlich noch nie erschlossen. Vor allem scheitern alle diese Versuche der Symbios immer wieder aufs Neue, wie die Erfahrung zeigt. Weiteres Beispiel: HDTV-Projektion "auf der Cinerama-Bildwand" - ein Alptraum. :lol: Es gibt ein freies Zitierrecht.
  20. Wirkt über lange Strecken wie eine Fortsetzung von "300", nur eben noch artifizieller und durch die Performance-Capture (bitte nicht verwechseln mit "Motion Cature", wie öfter im Forum zu lesen war) auf der Linie von FINAL FANTASY, IMMORTAL - Rückkehr der Götter oder POLAR EXPRESS liegend: dabei wurde die Zeichnung in den Physiognomien und in der physiologischen Motorik sichtlich verfeinert, gleichwohl die Künstlichkeit nie ganz abgestreift werden kann. Zum Ende ist der Kampf gegen den Drachen ein Highlight des Show-Downs. Die 3-D-Wirkungen sind dabei in das Kalkül der entfesselten "Kamera" von vorneherein strategisch eingebettet, die in Suspense-Manier durch den Raum wirbelt, um an vordergründigen Objekten innezuhalten, die dem Action-Plot zu immer neuen Überblendungen und Schockeffekten verhelfen. Zum Drehbuch ist wenig anzumerken.
  21. Na hoffentlich etwas, das besser wäre als alles Vorherige - ich warte ja sehnlichst seit 25 Jahren darauf... Aber aufgrund von Kopierwerkspraxis (Duplikatfertigung und ON-Kopierung) sowie Betreuung von Filmemachern habe ich eine relativ umfängliche Möglichkeit der Unterscheidung der verschiedenen Medien. Das ist (leider) nicht immer einfach und auch nicht für jedermann (auch nicht Presse) zugänglich, da die Betriebe nicht in dem Sinne "öffentlich besuchsfähig" sind. :oops:
  22. War sicher nicht meine Absicht, eine solches, diesmal auch hochwertigeres Projektionssystem mit Verachtung zu strafen. Wer hätte nicht gern solch' teures Equipment zur Verfügung, zumal es auch hierfür einiges optimiertes Quellmaterial in der Zuspielung gibt, das auf anderen Bild-/Tonträgern leider verlustbehaftet wäre. "Heilig" also waren mir nur die genuinen Begriffe wie "Imax" oder "Originalnegativ". Hier liebe ich - im sintflutlichen Sinne - die Direktkopie, aber auch nur in diesem Zusammenspiel. Ganz fraglos richtig: gespeist mit Abtastungen von Vista-Vision oder 65-mm-Material "geht" auf diesen Sony-R 220-Bildwerfern "die Sonne auf". Also wiederum ein Plädoyer für hochwertiges Quellmaterial, aber auch nichts gegen den upscale 2k -> 4k, wenn die frühen Probleme des (internen?) Scalers behoben werden konnten. Ich konnte bereits zweimal 4k-Vorführungen sehen, auch eine sog. "5k-Vorführung".
  23. Nicht so traumhaft. Zum Glück gibt es in Nürnberg, Sinsheim, Spexer und Berlin noch "echte" Imax-Kinos - und kein "down-rezz"-Produkt. Hier die "echten" Sensationen, auf 27 x 22 Metern, in 3-D und auf Filmbandoriginal: http://www.imax-sinsheim.de/
  24. War das treffende Stichwort, Dein Hinweis. Zitiere kurz aus der Diss. von T. E. Erffmeyer ("The History of Cinerama"): When Cinemiracle wad finalley displayed, critics still complained about the "jiggling blue-grey lines" [...] After Windjammer played a moderately successful run in limited theatres [er lief m.E. sensationell in Norwegen und auch in Deutschland, deutlich besser als alle anderen 3-Streifenfilme] (including a few Cinerama theaters), the film and the process were sold to Cinerama, Inc. in December 1961 [...]. S. 195 f GRINDEL wurde nun 1959 erbaut. Vermutlich bei Eröffnung bereits mit Cinemiracle (@Stefan2 weiss dies offenbar genau). Demnach könnte die Bildwand - verfahrensgetreu - so um die 90 Grad Wölbung besessen haben, und alle Bildwerfer befanden sich in einem BWR. Für die Premiere von "Das war der Wilde Westen" 02/1963 war vorher ein Umbau auf Cinerama angekündigt. Wilde Spekulation: die frühe Cinemiracle-Bildwand ist vielleicht ausgetauscht worden und gegen eine 120 / 146 Grad-Bildwand (wahlweise für 70mm-Cinerama und etwas breiter für 3-Streifen Cinerama) getauscht worden? Das Foto von Dieter Connemann (s.o.) ähnelt diesem Prinzip sehr. Diese Bildwand wurde mit Einbau von THX-Dämmwänden gegen eine Bildwand ausgetausch, die den Anforderungen geringerer Bildverzerrung Rechnung tragen sollte. Vor mir liegend noch der Artikel "Macht der Ton die Musik" (aus "SZENE Hamburg", 5/89): In einer fünftätigen Gewaltaktion ist das Grindel-Kino durch seinen Hausherrn Heinz Riech und die Leute von Lucasfilm auf Vordermann gebracht worden. Seither verfügt das Filmtheater an der Grindelallee über Hamburgs erstes THX-Sound-System. Das durch "schlechten Service vergraulte Publikum" wollte man angeblich auf diese Weise in das 721-Platz-Theater zurückholen. Erst zu dieser Zeit wurde die Curved Screen durch eine kleinere und nur leicht gebogene Bildwand ausgetauscht. Die Decke betreffend, die Ähnlichkeit zum Berliner ROYAL PALAST hat ( http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...&start=285 ), bringe ich diese moderne Form in Zusammenhang mit dem Umbau 1963, weil für einen Kinobau von 1958 sehr ungewohnt. Der streng geometrische, funktionale Stil wurde unter Nicolas Reisini eingeführt, der in dieser Weise den 'Cinerama Dome' in Los Angeles und den 'Royal Palast' im berliner Europa-Center entwerfen und bauen ließ - fast zeitgleich um 1963 auch den 'Europa-Palast' in Essen, dessen Ovalform sich aber wiederum einem konservativen italienischen Opernstil assimiliert. Wie sah das GRINDEL wohl 1959 aus??? 8) Es wäre sehr schön, wenn sich das Team des GRINDEL Hamburg hier einschalten würde, um seine Vorstellungen von Aktionen und Engagements, die das Haus noch stärker ins Rampenlicht stellen, zu erläutern.
  25. Antwort nach Kuckucksheim... die dt. Charts dieser Woche: Lissi und der wilde Kaiser (2.35) Ratatouille (2.35) Nach 7 Tagen – Ausgeflittert (2.35) Der Sternwanderer (2.35) Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme (1.85) Halloween (2.35) Könige der Wellen (1.85) Auf der anderen Seite (1.85) Operation: Kingdom (2.35) Stellungswechsel (1.85) http://www.br-online.de/bayern3/film/ch...rts/chart/ Eine Spur mehr Ernsthaftigkeit wäre indertat wünschenswert, oder?
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