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cinerama

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  1. 80-90 Prozent würde ich am gros nicht ansetzen. Die Scope-Fassungen im Mainstreamkino scheinen heute oder im Moment die Mehrheit abzugeben. Die 16mm-Praxis in der Projektion (ebenso wie die der 35mm-Praxis) ist natürlich überwiegend als schwach und sintflutlich zu beurteilen. Es gab und gibt aber die Kodak-Veranstaltungen, wenn diese Fa. neue Materialien vorstellt. Darunter auch Blow-ups von 16 auf 35. Das Ergbenis der "Musterkopierung" war erstaunlich und sah besser aus als der gänige Mainstreamfilm in Serienkopierung - obwohl 35mm-Negativ bis zum Vierfachen der Auflösung von 16mm speichern kann. Das sind eben die sehr weiten Qualitätsspannen in dem Business, egal ob analog oder digital. Kleiner Pluspunkt beim Film: zumindest liegt der Film noch einigermassen hochwertig auf Negativ vor (oder die für das D.I. benötigten Drehteile auf 35mm, die aufbewahrt werden.). Somit sind von i.d.R. gutem Ausgangsmaterial spätere, vielleicht sogar verbesserungsfähige Verleih-Versionen in digital oder analog herstellbar. So manche Restaurierung eines älteren Films zeigt die Fortschritte im Filmstock bei Intermediate-Material (Apocalypse Now, auch als Technicoor-Kopie neu herausgebracht) oder als 2k oder 4k Digitalversion ("Gone with the Wind", "Wizzard of Oz", demnächst "Quo Vadis?"), mit dem man Macken der Erstaufführungen nunmehr verbessern könnte. Beim Digitaldreh in 16 : 9 (z.B. RACHE DER SITH, schliesslich auf 21 : 9 als Letterbox projiziert) ist schon das Ausgangsmaterial nicht sehr befriedigend, wie von vielen kritisiert wurde. Also so ein Film hätte dann mehr "Schärfe" in 16 : 9-Projektion - scherzhaft angemerkt, denn die Studiokabel und Mikros will ja keiner im Bild haben. :wink:
  2. @AlbertK: Ach ja, ich muss auch noch unterschreiben - glatt vergessen und danke für die Erinnerung. Die Einrichtung mit "Cinemiracle" staunt mich halt sehr, weil darauf oft hingewiesen wird. Gibt es irgendwo noch weitere Literatur? (´Habe keine Ahnung von Hamburg). Das Haus wurde 1959 errichtet (Joachim C. Gluer als Architekt), und dann wird für den 1.2.1963 ein "Umbau" auf Cinerama erwähnt, da die dt. Premiere DAS WAR DER WILDE WESTEN dort abgehalten werden sollte. Dann las ich gestern, das Haus wurde als "Cinerama Grindel Theater" eröffnet. Aber war dies nicht eher der Name ab Februar 1963? Ich wüßte nur bisher von Cinemiracle-Vorführungen auf Cinerama-Anlagen. Aber war die Deutsche Cinerama GmbH damit einverstanden, auf einer Cinemiracle-Anlage zu spielen? Scheinbar ja. Wobei ich annehme, daß für Cinemiracle die geringere Wölbung der Bildwand typisch wäre. Die Bilder der 80er zeigen noch eine stark durchgebogene Bildwand, genaue Abschätzung mir nicht möglich. Ließe sich diese Frage irgendwann klären? (Das Kino ist schwer zu verteidigen, wenn die Politik es nicht halten will. Also eine Petition an solche Verantwortungsträger ist tatsächlich wohl der richtige Weg. Der Eigentümer jedenfalls scheint desinteressiert zu sein.)
  3. Zum Totlachen, @brillo. Sie können - und müssen - wesentlich mehr scannen, wenn Sie dem Negativ gerecht werden. Was Sie immer wieder propagieren, ist die Unterabtastung. Davon hat sich ein Großteil der Branche (zumindest moralisch) mitterweile distanziert. Wenn Sie das Korn stört, dann mich das Pixel. Zur Ihrem PDF-Link, den Sie zum hundertsten Male so freundlich zur Verfügung stellen, schon der Name des "Auftraggebers" solle einem die Augen öffnen: http://www.itu.int/net/home/index.aspx Das immerselbe. Der Kopierwerks-"Zustand" [Verzeihung!] wird nicht erwähnt, es werden die allgemeinen Mißstände der - gemessen an heutigen Möglichkeiten - schlecht gewarteten, heruntergefahrenen Printer oder Projektionseinrichtungen zum "realen" Maßstab erhoben. Das kann man machen, aber ebenso Kritik daran üben. Es heißt darin: "utilized existing state-of-the-art [...] in actual day-day-for day use [...] the practical 35mm cinema film resolution that is achieved in normal operation today." Wir allen kennen die heutige "Normalität" des 2k D.I., der Wartungsdefizite in Laboratorien und Filmtheatern zu genüge: dank des Overscreenings ist dieser Zustand erreicht worden! Und dann das gewählte 35mm-Format: 1.85 : 1! Die schlechteste Auflösung und der schlechteste Bildstand, der mit dem Material möglich ist. Und das Material 5274: http://translate.google.com/translate?h...DcountryDE (kein Kommentar). Da liegen Sie ebenfalls einem hartnäckigem Irrtum auf (oder machen Sie das aus Absicht?), entschuldigen Sie mal! Bildfeldgrösse 16mm-Negativ: 12.52 x 7.41 mm. (Schauen Sie bitte hier: http://en.wikipedia.org/wiki/16_mm_film ) Bildfeldgrösse 35mm-Negativ (Normalbild): 22 x Sie liegen dann komplett falsch gewickelt, wenn Sie für 35mm-Film 8k Auflösung ansetzen, nur weil ich als ersträgliches Minimum für 16mm 2k Scannen genannt wurde. Es wird die Anzahl der vertikalen Abtastlinien hierbei angesetzt. Danach ergibt sich bei doppelter Bildbreite des 35mm-Films gegenüber 16mm-Film eine Verdopplung (und nicht Verfierfachung, wie Sie unterstellen). Aber bittschön: Kodak und selbst diverse Postproduktionshäuser (die eigentlich "sparen" wollen) empfehlen dringend die 4k -Abtastung von 16mm-Negativ - es hätten sich darin Vorteile gezeigt. Somit wären wir bei 35mm-Negativ bei 8k - Abtastung, und hätten doch immer nur ein digitales Äqivalent, kein dupliziertes Original. KODAK schrieb mir Folgendes: ich habe Ihnen einige Unterlagen zusammengestellt, die morgen früh per Post an Sie raus gehen. Prinzipiell läßt sich die verwertbare Auflösung des Films aus der MTF ableiten. Mit angewandter Kantenschärfung/-anhebung reichen wenige Prozent aufgezeichneter Kontrast für die Linienpaare aus, um sie verwertbar zu machen. Sicher nachgewiesen sind 4K für 35mm und 2K für S16, was mit dem Format zusammenhängt, denn die Filmauflösung pro Millimeter bleibt ja gleich. Inzwischen verwenden jedoch einige Postproduktionshäuser 6K Scanner für 35mm oder z.B. den Spirit 4K für S16 und finden Vorteile im Endergebnis - insbesondere bei mehreren Zwischenstufen. Also das Auflösungspotenzial des Films, das ja auch von den Aufnahmegeräten, Objektiven etc... abhängt liegt sicher > 4K (35mm) bzw. > 2K die neuen KODAK VISION2 Filme sind natürlich verbessert u.a. im Bereich MTF, Körnigkeit und Schärfe (letzteres besonders beim 5212 / V2 100T); dennoch hängt die Auflösung hoher Ortsfrequenzen nicht so sehr von der Kantenschärfe (Schärfeeindruck) ab, sondern von den aufgelösten Linien (Perioden bzw. Linienpaaren) pro Millimeter. Für diese Fähigkeit ist auch die Körnigkeit und die Lichtdiffusion besonders in den tieferen Schichten verantwortlich. Hinzu kommt, daß sich die Kameraleute unter dem Elektronenmikroskop über die Bewertung der Farbwolkenstrukturverläufe streiten - abhängig wiederum von der Belichtung und vom Guß. So sprachen einige bereits von der theoretischen Notwendigkeit einer 8k-Auflösung beim Scannen eines 35mm-Negativs. Was wollen Sie sagen? Kritisieren oder korrigieren? Das Gerät heisst tatsächlich so, schaue er bitte hier: http://www.aboutprojectors.com/Sony-SRX...ector.html [sony SRX-R220 SXRD Projector Specifications] 2004 gabs noch nicht mal HD-DVD oder Blueray. Und unter 30.000 euro gabs da keine vernünftigen Beamer, anders als heute, wo man für ab 8.000 schon projektoren kriegt, die die meisten 35mm projektoren auf kleinen Leinwänden bequem ausstechen. Damals mit Qualia 004 und HD-Band. War wirklich nicht schön, ähnlich Blue-ray. Eben "nicht leinwandfähig" Da sind Sie aber der erste. Meinen wir eigentlich dasselbe? Ich meine eine 35mm-Nullkopie... Diese bewertet man (nach sensitometrischem Keil) densitometrisch - und per Augenmass. Die Nullkopie verfügt über keine ausreichende Filterung. Daher kann sie auch nicht "stimmen", auch wenn Sie daran glauben möchten. Umgekehrt wird ein Schuh draus! :wink: Bin gespannt, wie Sie das das digitale Rauschen der RED One-Kamera bei Nachtszenen, die angeblich volle 4k-Güte des Workflows und die einer gänigen Digital-Cinema-Vorführung von heute (mit üblichen Wartungsproblemen, Schräg- und Steilprojektionen, diffundierenden Kabinenfenstern, verstellten Optiken (oft genug bei 2k DLP-Projektionen in grossen Häuser erlebt!) und den Mastern, die eh unterhalb 2k fabriziert wurden, ansetzen würden. Oder Digital "Scope"-Cinema-Wiedergabe mit 1920 x 818 pix (von denen - der Kinopraxis entsprechend - auch "nur die Hälfte ankommen" dürfte, 960 x 414 pix), wenn ich Ihnen richtig folge. Traurig, so ein Projektionssyystem! Sicher vollkommen unproblematisch. Todsicher. :roll:
  4. So kehren sich die Verhältnisse um: in der Weltgeschichte wurden immer dann Bauwerke (Kirchen, Kolosseen, Pyramiden) und soziale Einrichtungen geschleift, wenn sich eine neue Diktatur erhob, die mehr Freiheiten als die alte versprach. In einer Wirtschaftordnung, deren Interessen von wenigen gesteuert und einer Mehrheit aufgepropft wird, bilden sich die Instrumente der Herrschaft ab entweder in monolithischen Denkmälern (Filmpaläste und filmische Sonderverfahren) oder im Rückzug der öffentlichen Kultur in die Privatsphäre und damit verknüpfte Konsumtion von Massengütern (erst die Schachtelkinos, dann die Black-Box- und MP-Säle, schließlich nur noch mittelgrosse UCI-Säle und Flachleinwände mit 2k-Projektion und am Ende die Verlagerung von 2k / HDTV /Flachleinwand ins Home Cinema und in die Clubs, Gasstätten und Institutionen, in denen dank des günstigen Digitalvertriebs auch der Filmgenuss nur noch wenige Cent-Beträge kostet und von performativem Aufwand und dem ortsfesten Filmtheater "befreit" ist. Entscheidend ist daher nicht allein die Frage der Bidgüten, sondern die der Vertriebswege! Zu einem gewissen Anteil schon, würde ich argumentieren. Die elektronischen Medien per se (seit Einführung des Rundfunks) haben die Gesellschaften und die Freitzeitverhalten verändert. Der Tonfilm tat dem Rundfunk bereits einigen Abbruch, gleichwohl es noch Rundfunk gibt. Dem Filmkino wird es leider ähnlich ergehen, obwohl die theaterbasiert Rezeption m.E. das eindringlichste Erlebnis darstellt, nicht immer mehr aber das "interaktivste" oder "komunikativste", zumal Menschen heute im "Multi-Tasking"-Modus miteinander verkehren bzw. Informationen aufnehmen und verarbeiten, sprich in die Rezeption "einzugreifen" wünschend, diese "steuern" möchten. Tatsächlich scheint der theaterbasierte Film (auch in Digitaldarbietung, in 3-D- oder in 70mm oder 35mm-Holographie usw.) dafür nicht prädestiniert... Ja klar: der Gesamtumsatz ist gestiegen, die Population insgesamt und auch der Konsum von audiovisuellen Datenträgen ... auf verschiedenen Medien. Für die Filmemacher der Welt ergeben sich heute vielfältigere Auswertungs- und Förderebenen als zu Zeiten des Strassenfegers "Gone with the Wind" (1939). Der Kinomarkt scheint indessen zu schrumpfen nach seiner Scheinblüte Anfang der 1990er Jahre (Multiplex-Bauboom). Gleichwohl wäre dort eine Revolution zu begrüssen, die sowohl Massen als auch feinfühlige Publika dauerhaft zu binden imstande wäre, d.h. aus den Wohnzimmern treibt. Das bewrkt m.E. mittelfristig aber kein 2k- oder 4k-Digital Cinema, auch nur in Grenzen 3-D, noch nicht einaml die Imax-Travelogues, auch keine Special Effect-Orgien (wer geht heute noch ins Kino, um "Jurassic Park", "T2" oder "Episode 1" noch einmal anzusehen? Weit eher sind es Nischenprogramme moderner oder filmkünstlerischer Garnitur, die sich als Festival verkaufen lassen). Das stellt sich (gottlos) zurzeit immer noch so dar, liegt auf der Linie der voluntaristischen Argumentation von @preston sturges, und entspräche m.E. seit Jahrzehnten üblichen, kulturellen Konventionen der modernen Industriegesellschaften, die für ihre Produkte eines "Boulevards" oder "Schaufensters" bedürfen. Man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass diese Konvention keine Eternalität beanspruchen kann. Sie kann durchaus, rascher als befürchtet, enden. Nicht wenige wünschen sich dies: dies Presse ist voll von deren Verlautbarungen. Das sehen wir um 180 Grad andersherum. Standard 35mm-Drehs mit professionellen Kameraleuten und optimaler Ausleuchten belichten Negative, deren digitale Äquivalenz mit 4-6 k umschrieben werden. Eine Kontaktkopierung auf Printmaterial ist bei einwandfreien Printern mit nur sehr geringen Verlusten behaftet, wir Schärfetests bewiesen haben. Mittlerweile ist auch das Kopierwerksequipment immer mehr verschlechtert und wartungsbedürftiger geworden, was einige schlechte "Testergebnisse" erklärt. Sowohl die Untersuchungen von Kodak, die der Kameraleute im ASC schon Anfang der 1990er Jahre (als ein neues Intermediate auf den Markt kam und eine Dupkopie, d.h. "die vierte Generation", in fast verlustfreier Güte möglich wurde - vergleichbar beinahen mit Originalkopien) zeigen, was möglich ist und bis Anfang des 3. Jahrtausends auch Standard war. Möchte man aber die Highlights des digitalen Drehs vorstellen, dann sind es m. E. die Titel Superman/MiamiVice/SinCity/StarWars, die ich vermeiden würde. Gerade an diesen entflammte die meiste Kritik. Übrigens: 16mm-Negativ erreicht nach jüngsten Test (MTF u.a. Schärfetests) das digitale Äquivalent "2k" und übertrifft es noch. Somit ist die 2k-Projektion (egal ob DLP oder SXRD) eine Äquivalenzform für 16mm. Und dennoch nur bedingt eine Äquivalent. Die Hauptzielgruppe des Mainstream-Kinos war in den 1980er Jahren der (pubertierende) Teenager. Die demographischen Kurven haben sich aber verändert: deutlich älteres und nachdenklicheres Publikum, zugunsten intelligenteren Mainstreams, aber auch der derzeit prosperierenden Programmkinoszene, sehr zuungunsten aber des Repertoires (aufgrund des Schattendaseins als TV-Konserve oder digitales Derivat auf Silberscheibe). Eines möchte ich mit Nachdruck einwerfen: es sind nicht nur neue Marktsegmente und Angebote hinzugekommen, wie Sie oder @preston sturges positiv deklarieren. Es gibt umgekerht auch Schrumpfungsprozesse, denn auch ein grösser Kuchen kann nachwievor nur in den gewohnte Häppchengrössen verteilt werden: die Aufnahefähigkeit des Konsumenten ist begrenzt. Konkret: das Überangebot audio-visueller Tonträger (im Konsum-Bereich perfektioniert durch digitale Revolutionen) hat die Bastion des Filmtheatergewerbes unterminiert. Nach der Periode der Schachtelkinos vermochten diese Spielstätten, eine neue Moderne zu suggerieren. In fast allen Punkten aber wurden sie von kinästhethische Errungenschaften früherer Epochen überboten, die aber längst geschleift waren (Großbildwände, Mehrkanalton, schicke Foyers, Service, Großformate, filmische Dauerbrenner usf.). Nirgendwo (mit Aufnahme der Vielzahl der Säle unter einem Dach) also eine epochale Neuerung - und darum gibt es nach ihnen vermutlich auch keine Kinos mehr, weil durch Overscreening und technische Nivellierung der Markt insgesamt ausgehebelt wurde. Die Phase (zuhause mit HD-Beamer und HD-Bändern) hatte ich schn vor drei Jahren durchgemacht - womit jetzt auch @stefan2 experimentiert. Sie war schnell verrauscht und kennzeichnet eben die Inkubation des digitalen Konsumfaktors im privaten Sektor. Sie zeigt auch die eigene Anfälligkeit, fortgeschrittene Sendertechnologie bereitwillig zu nutzen und auf die Kinorezeption zunehmend zu verzichten, da sie seit einigen Jahren nur noch wenig besser, aber deutlich teurer ist. Leider ist es mir bis heute nicht gelungen, via HD-DVD oder Blue-ray eine der 35mm-Massenkopie vergleichbare Auflösung herbeizuzaubern, ungeachtet der sonstigen Vorteile und Bequemlichkeiten dieses Mediums. Durch die digitale Prostproduktion (entfallender Negativschnitt und Arbeitskopie) werden die Prozesse auf dem Wege des D.I. und seiner Möglichkeiten, Potentiale aber auch Begrenzungen gesteuert. Plötzlich dann eine Überraschung, wenn man zurück auf 35mm geht, ein digitale Produkt zurück in die analoge Welt befördert, aber pltötzich die Null-Kopien nicht mehr stimmen! Für den analogen Kopierwerkstechniker leicht erklärlich und ärgerlich, da er hierfür die Ursachen berechtigt in der digitalen Post ausmacht, aber auch im Rückgang qualifizierte Kräfe im analogen Kopierwerksbereich. Für den reinen Digitaltechniker ein Unding überhaupt auf 35mm zu setzen, da dies eine "Kontaminierung" der digitalen Produktionskette darstellt, mit dessen Güte er zufrieden ist: das ist wie ein Verslumung in deren Augen. Aber es ist nicht der Maßstab der Errungenschaften photochemischer Bearbeitungsprozesse - die so manches in den Schatten stellen, so lange sie nicht so mittlemässig digitalisiert würden (Ausnahmen bestätigen die Regel: 6k Scans und 4k Ausbelichtungen usf., die aber selten sind). Sündige mal lieber nicht, sondern beschaue Dir die Manipulationen einmal bei Tage! Manche brillante Digi-Version widerspricht dem Originalcharakter eines Films in den Tonwerten, in der Farbbalance, der Gradation und Szenenkorrektur. In einigen Fällen aber kann sie auch authentischer aussehen, wenn ohne grössere Eingriffe vom Interpositiv abgetastet wird, und dies einer mißlungenen zeitgenössischen Serienkopie gegenübergestellt wird. Es helfen hier keine Verallgemeinerungen - und DVD (auch HD-DVD oder Blur-ray) sind nicht leinwandtauglich. Pixel und Rasterung sind genuin vorhanden. Es nützt auch nicht, durch noch so raffinierte Features in Schwärmerei zu versinken. Bei SXRD ist ebender Füllfaktor von 90% höher: daher stören die Pixel weniger, aber die Auflösung ist identisch mit den von Dir abgelehnten DLP-Bildwerfern. Und auch das Prinzip der adaptivien Irisblende ist strittig und stösst an Grenzen: etwa eine Zoomeinstellung im Weltraum auf einen wegrückenden weissen Planeten und im Hintergrund weisse Sterne würde trotz der automatischen Gammakorrektur diffundieren, weil das Gammaspektrum bei SXRD begrenzt ist. Bei sehr hellen Objekten wird der Gammaspielraum in Nähe stark komprimiert und löst die Halbtonwerte immer schlechter auf: die hellen, feingezeichneten Fixsterne im Hintergrund verschwinden. Plötzlich werden auch größere Objekte, etwa helle Planeten, die in den Hintergrund wandern und eigentlich durch die automatische Gammakorrektur in Abhängigkeit zur sich schliessenden Iris-Blende (die den Schwarzwert anheben will) zunehmend dunkler. Helle Objekte sind hier grenzwertig und können nur noch bedingt in der Helligkeit "adaptiv" angeglichenwerden. Photochemischer Film hat diese Probleme nicht. Darum halte ich es für zu enthusiastisch, wenn Du professionellen Filmtheater die Black-Pearl-Serie oder den SRX R 220 empfehlen möchtest, wo allemal das filmische Printmaterial deutlich höhere Reserven aufweist. Sie werden immer noch in 35mm gedreht! Ansonsten sieht man wenig vom angeblich akzeptierten 4k workflow. Siehe jüngst "Jesse James" u.a.: nachwievor durch 2k Digital Intermediates massiv beschädigte 35mm-Kopien (unscharf durch digitales D.I.), die ansonsten deutlich besser wären. Ja, ja. Die Ufo-Strahlen aus dem Jenseits. :lol: Ich warte lieber auf gute Filmbandvorführungen des indexikalischen Bildes: auf den Festivals und auch im Imax durchaus noch der Standard und weniger anstrengend als 24p-Wiedergabe. Zumindest wird man davon nicht verstrahlt. Nütze die Zeit lieber für die guten Projekte des Lebens, bevor Du zur dunklen Seite der Macht konvertierst. Manchmal lohnt dies mehr. :wink:
  5. Das mag durchaus die Realität widerspiegeln. Betrüblich bleibt aber, dass ma sich auf einen "mittelmässigen", jedoch "perfekt kalibrierten" (Digital-) Standard nunmehr einigt, zumal das Bildgüte-Potential des photochemischen Filmes noch in den 1990er Jahren deutlich höher lag. Es wird den Majors eben zu teuer, und es gibt zu viele Leinwände. Ergo: Einigung auf eine deutlich niedrigere Wareneinsatzquote (Harddisc für HD-[TV]). :wink:
  6. Die Freizeitverhalten ändern sich nun einmal - und sind nicht mehr zwingend an 2 Std. Kinobesuch gekoppelt. Dies zeigen auch demographische und soziologische Untersuchungen. Das passiert auch nicht schlagartig (Motto: "weltweite sofortige Kinoschliessung"), sondern es handelt sich um Prozesse, m.E. zuungunsten öffentlicher Kulturangebote. Sie umschreiben es selbst: ohne die einstigen "Nebenmärkte" (Video, OnDemand, Merchandising, Fernsehen) stünden die Einnahmen der Majors bei 33% - und deutlich noch darunter! Kino ist nicht mehr der erste Markt - und dies war früher (noch Anfang dieses Jahrtausends) nachweislich anders. Es sind wirtschaftliche, tektonische Verschiebungen - da läuft Kino nur noch "unter weiteres", als kurzzeitiges Werbefenster, und auch die Auswertungsfristen werden künftig immer kürzer und gnadenloser anstatt länger und exklusiver. Und weil dies so ist wie es ist, sind Companies bestrebt, HD(TV)-Content anstelle aufwendiger 35mm-Kopien in die Theater zu vermieten. Es geht um einen "Einspareffekt", wie alle schreiben. Nicht - wie einst in den 1950er Jahren - um eine Widescreen-Revolution, eine mehrheitlich freiwillige und überzeugte Umrüstung der Theaterbetreiber (damals auch nicht immer freiwillig) auf die Formate, die Filme länger in den Kinos halten sollten (Roadshow-Formate) und/oder dem Fernsehen Paroli bieten sollten. Diese Revolution verliefe heute in umgekehrter Richtung: diverse Produzenten haben den Glauben an Gewinne auf Basis der Filmtheater verloren. Ursache hierfür ist auch das von den Kinomachern eingeleitete Overscreeing und manglende Rentabilität der Betriebe resp. entsprechend geringe Margen, die für die Verleiher abfallen. Selbstverständlich werden auch in Zukunft Kinos mit der gewünschten Ware beliefert (egal ob Harddisc oder 35mm oder Imax-Kopie), die sie bestellen und bezahlen können. Aber sie werden nicht mehr der alleinige Ort von Erstaufführungen und Premieren sein. Genau darin liegt der Paradigmenwechsel - weniger in guten/bösen Filmband- oder Digitalversionen, die man technologisch sowieso nur im Detail und nicht pauschal bewerten kann. Daher sollten wir uns darauf einigen, daß eine Fortexistenz des heute bestehenden Theaterparks im Falle einer raschen "Umrüstung" nicht gewährleistet ist. Nach dem Video-Boom denr 1970er Jahre ist durchaus mit einem neuen Kinosterben zu rechnen. Allerdings würde ich keine Vorhersagen treffen, ob dieses primär nun ältere oder neuere Gebäude/Firmen trifft. Im Moment noch hält sich das Kinosterben nachwievor in Grenzen. Als stabilisierend erachte ich daher die Ausliefeurng des 35mm-Contens. Im Falle eines ausschliesslichen 2k-HD(TV)-Contents dürfte alsbald jede Eckkneipe, jeder Club, jeder öffentliche und nicht-öffentliche Raum imstande sein, zum "Erstaufführer" zu werden - was bei 35mm-Content mit seinen Sperrfristen (Kinofenster genannt) eben nur sehr schwer durchführbar ist. Ganz unemotional und unparteiisch würde ich prognostizieren, daß mit einem HD-Einheitsformat die Rückkehr der "Penny-Arcaden", oder besser gesagt: der "Nickelodeons" bevorstünde. Vielleicht verbinden sich damit auch günstigere Zutrittsbedingungen für die Gäste, vielleicht mehr Programmvielfalt, vielleicht mehr "Kommunikativität" als im Multiplexbetrieb ... alles durchaus auch im positiven Sinne denkbar. Aber von einem führt die Entwicklung weg: von Großraumtheatern (mit in den 1920er Jahren erstehenden Kapazitäten von 2000 oder mehr Sitzplätzen), weg von der Big-Screen-Projektion à la Imax (wo man ebenfalls diesertage bereits HD-Modelle einzuführen beschlossen hat), weg von den überdimensionalen Curved Screens der Cinerama- und Todd-AO-Epoche, weg von Langzeiteinstätzen und Wiedereinsätzen eines Repertoires, welches über Jahrzehnte immerhin ein wichtiger Garant für die Sozialisierung des Kinozuschauers gewesen war. Das wäre meine Vermutung, obwohl es Gegenstimmen gibt, die mit 3-D und BEOWULF oder Dreamworks-3-D-Produktionen glauben, die Kinobranche revolutionieren zu können. Das alles mag eine gute Absicht sein, nur ändert es nichts an den o.g. Tendenzen und Marktdifferenzierungen, die auf die "schnellen" Märkte zielen. Zu diesen schnellen Märkten gehören Fernsehen und Internet, nicht aber Filmtheater. Letztere bedürfen einer spezifischen, exklusiven Auswertung und Auswertungskultur, sonst zahlt doch keiner Geld für etwas, was es überall zu geben scheint. 2009 wird im Hemkinosektor 4k Home Cinema (u.a. von Sony) breitflächig eingeführt (auch in Populärzeitschriften wie "Audiovision" angekündigt). Das müssten Sie als Befürworter dieser Technologie alles besser wissen als ich. Am Datenträger jedenfalls sollte es nicht scheitern. :wink:
  7. Die Master liegen leider unter 4k, bswp. infolge von Unterabtastung bei 35mm usf. Auch und gerade im Digitalbereich nach dem 4k Dreh! Dazu morgen mehr. (Die Nacht ist kurz für Frühaufsteher)
  8. Das vermutlich schlimmste Unheil, dass je über die Branche hereinbrach. In fünf Jahren ist sie mausetot, wer weiss? Kino wird hier sozusagen "Parallel"-Station der TV-, HD-Spielfilm- und Videoverwerter, die zwar Kinos weiterhin beliefern, aber ohne Schutzfristen oder Technologievorsprung, den Kino immerhin 100 Jahre lang hatte. Das bittere Ende. Apropos "Digitale Scope-Projektion" mit 818 x 1980 pix: das ist quasi eine Letterboxversion aus 16 : 9 oder 1.98 : 1, wie es in der Weise in der Kinogeschichte noch keiner gewagt hatte, auf überbreite Bildwände zu projizieren. Man sieht beim Digi-Dreh die Mattscheibeneinzeichnungen für 16 : 9, und im Kino wird dann auf vollbreit gepixelt. Ausleuchtungstechnisch selbstverständlich eine Katastrophe, in der Bildschärfe ebenso, im Kontrast ohnehin - verglichen mit normalen 35mm-Standards noch der 1990er Jahre. Ab 2009 kommt 4k-Heimkino. Yeah! Jedweder Kino-Rollout derzeit ist daher überflüssig und für die Branche eine Geste der "Unterwerfung", und ein "alter Hut", der rasend schnell wieder eingestampft wird (zusammen dann aber mit den Kinogebäuden!). Die "Waffengleichheit" jedenfalls, die der HDF zwischen Home Cinema und Kino fordert, wird immer mehr zur Farce.
  9. Was nützt das alles, wenn bereits in Produktion, Workflow und nach dem Mastering fast nirgendwo echte 4k-Auflösungen am Ende herauskommen, sondern deutlich weniger. Der Beamer SRX-R 110/220 schafft es zwar (und dennoch weniger als ein spitze belichtetes 35-mm-Negativ, geschweige den 65mm oder Imax), aber nirgendwo das Source-Master. Und 3-D- klappt ja nicht mit dem SONY, hörte ich gerade wieder. :oops:
  10. Völlig unlogisch, daß es 3-D- auf IMAX gibt, aber das 35mm-Format dafür nicht gut genug sei. Ist eben die Schusseligkeit der Filmtheaterbranche, sich nicht rechtzeitig auf ihren "vorhandenen" Kapitalgüter zu besinnen und von den Verleihern kompatible 3-D-Ware auf 35mm einzufordern. Hat doch Jahrzehnte geklappt. Jetzt plötzlich ein neuer Nötigungshorizont: "Entweder ihr kauft Beamer, oder ihr sollt schliesen und bekommt keinen BEWOULF!" Leicht bescheuert, die Theaterverbände in Ost und West. Natürlich, die sehen alle unscharf oder flau aus. Daran wird sich wenig ändern. Jedenfalls habe ich bisher noch nichts an Digitalbildern gesehen, was mich überzeugte. (Ausgenommen einige Verdienste in der Filmrestaurierung bei beschädigtem Material.)
  11. War ich auch einmal. Bis die Wahrheit ans Licht kam... :lol: (Das Bild im GLORIA mit zehn Metern ist ja auch nicht die Ultima Ratio)
  12. Nicht falsch. Zurüstung ist schon etwas anderes als "Umrüstung" Die komplette (!) Umrüstung verlief beim Tonfilm relativ rasch: innerhalb nur von zwei Jahren in den meisten Ländern. Wie wenig der Digital Roll-out zu "ziehen" scheint, zeigen die Verzögerungen seit 1998 unaufhörlich - zehn Jahre Roll out und Umrüstung also, die ersten Systeme schon nicht mehr spielfähig (1.4 DLPs von TI). Scheint also nicht alle zu begeistern... Und so viele neue Säle werden in Kürze wohl nicht gebaut werden, nur um HDTV-fähig zu sein. Glücklicher (oder unglücklicherweise?) besitzen die meisten Bildwerferräume nur Platz für die dort mit Ach und Krach hindrängte 35mm-Vorrichtung - und für nur 1 Kabinenfenster. Das Betreiberrisiko besteht daher nachwievor und wird verschärft durch die Umsätze 2007. Selbst die Virtual print fee-Modelle ziehen in Deutschland nicht - diverse Verleiher stellten fest, besser vorerst beim 35mm-Standard zu bleiben, da es ihnen zu teuer wird. Dann hat sich auch noch herausgestellt, dass 3-D-HDTV auf der Funkausstellung technisch und in der Ausleuchtung mehr überzeugte als manche (dustere) Kinoinstallation. Und es kam auch im HDF und im Filmecho plötzlich sinngemäss die Frage auf: Eigentlich wurde uns von den Produzenten eine "Waffengleichheit", nein mehr: ein Alleinstellungsmerkmal zugunsten der Kinobranche angeboten. Jetzt läuft 3-D mit HD als auf dem Consumer Markt und der Funkausstellung? Was wurde bloß aus diesem Versprechen? Auch ich wundere mich allemal, dass sich die Kinobranche zum Anhängsel der Consumer-Medien machen möchte. Technik und Systeme also für das Home Cinema. Gute Nacht, Marie. :roll:
  13. Muß hier nachhaken: wenn die Raumtextilausstattung des SAVOY im Försterling-Stil war (die Eröffnungsfotos beeindrucken schliesslich ob ihrer Schlichtheit, Schlankheit und Linientreue!), so habe ich in den 1990er Jahren davon wenig mehr erkennen können: stark drapierte und knallrote Wandbespannung (extrem schallschluckend und mir für ältere Filme "zu trocken"), die Decke irgendwie abgehangen und provisorisch unterfüttert, der Vorhang zu stark gefaltet und in der Farbbeleuchtung divergent zu anno 1957, das 70mm-Bild (war für HAMLET und VERTIGO extra angereist!) viel zu dunkel, die Kaschierung stark zugefahren und der Bildeindruck weder sonderlich gross, noch geschwungen geschweige denn "umhüllend" (wrap around-Effect). Ton mittelmässig: für den gängigen CP-Prozessor auf "kompatibel" zusammengestrickt. 70mm-Optik steinalt (anstatt gefälligst von "Steinheil" geadelt), verwaschen und soßig bis zum Abwinken... Fragen zum Kino oder zum BWR konnte oder wollte dort niemand beantworten. Zur gleichen Zeit der Eindruck im GRINDEL deutlich equisiter, aber reinster Kulturschock, die sehnlichst erwartete Riesenbildwand dort nicht mehr anzutreffen. Eher als im SAVOY könnte man vielleicht im GRINDEL noch Kult- und Kulturkino betreiben, scheint mir, und die Bildwand liesse sich ja wieder vergrössern und könnte dann deutlich das SAVOY, die dortigen Multiplexe u.a. Kinos dieser Republik in den Schatten stellen. Die Erfahrung mit den Christenpolitikern (besonders fromm dubiosen Spendern und "Investoren" gegenüber, die bei Wahlen in Referenzlisten auftauchen und Zeugen für einen "Pseudo-Aktionismus" vorgaukeln) ist nicht neu. Sie plätten Kinos, Kirchen oder Kinder, wenn dabei ein neues Shopping-Center als hippiges Podium für ihre Wahlkämpfe ersteht. Gegen nicht-europäische Ballungsgebiete hätte ich gar nichts einzuwenden: immerhin sind indische Kinomacher derzeit der Rettung für das Berliner Kino CITY in Wedding, das offenbar weiterspielt. Wunderbar - und weitaus nützlicher als Overscreening mit dt. Synchronfassungen brutalstmöglicher Exploitationsstreifen. "Ethno-Kino" könnte also selbst in verwahrlosten Gebieten einen "Leuchtturm" der Vielfalt und Befruchtung darstellen - und den dortigen Agressionspotentialen das Wasser abgraben. Ich bin sehr dafür!!! Scheinbar funktioniert es auch hier wie dort. :D Bild: Hamburger Film- und Fernsehmuseum
  14. Nur zugerüstet ... was sonst. UCI Berlin hatte ja ab Mai 2000 einen Digitalprojektor von Texas Instruments und kaum betrieben. Seit Jahren nicht mehr in Betrieb und längst nicht mehr DCI-fähig. Lohnte sich auch weder vom Image her noch von der Rendite - das Publikum sah keinen Unterschied. Bei 3-D, neuerdings digitalisiert 60 Jahre nach Erfindung des Verfahrens, wollte man wohl Dreamworks entgegenkommen. Dann "hofft" man noch auf "Beowulf" in zwei Wochen, der die roten Zahlen in diesem Kinojahr kaum wettmachen dürfte (Umsatzminus bedingt durch die digitale Marktsättigung der überall zu leicht erhältlichen "Filmkonserven" auf Scheiben, OnDemand oder Flat-Screen). Jedenfalls nicht in Relation zum Investitionsrisiko der Kino bemessen, da ist die Ausbeute für die Kinos, die nachwievor "Grundversorung" betreiben, äussert mager und viel zu komplex in der Handhabung und im Betreiberrisiko.
  15. Rettet das GRINDEL! Dies auch der Name einer Unterstützerseite, die über recht erfolgreiche Kampagnen und interessante Informationen über den drohenden Abriß des einstmals renommierten Roadshow-Theaters von sich reden macht (3-streifige Deutschland-Premiere 1963 von DAS WAR DER WILDE WESTEN sowie zahllose 70mm-Screenings jeglicher Coleur): http://www.rettet-das-grindel.de/ Das Gebäude wurde offenbar zwangsversteigert, und trotz einer Besuchersteigerung von 30 Prozent steht ein Kampf bevor, das in den letzten Jahre auf THX umgebaute und zuletzt noch mit 2k-Digital-Cinema-Equipment veränderte Haus als herausragende Spielstätte des ehemaligen Meister-Kinoarchitekten Joachim Glüher (ebenfalls Architekt des SAVOY-Kinos, Hbg.) zu verteidigen. Originalfassungen und Familienfilme bilden derzeit die Basis des GRINDEL-Programms: http://www.ufa-grindel.de/
  16. ... bin zwar nicht der Angesprochene ( -> @magentacine), aber zu GRAND PRIX ein Quellenhinweis [würde man sich gelegentlich hier öfter wünschen...]: In "American Cinematographer", Ausg. Jan. 1967, Anm. v. John Stephens (Second Unit und Helicopter Cameraman): - For the opposite effect, Panavision developed a 1000mm telephoto lens with a speed of T/6.3 and a angle of 3 degrees. (S. 32) - Also included were 12 standard Super Panavision 65mm camera units (completely modified with fiber-gear controlled magazines, eliminating all belt drives), one Panaflex (likewise modified), three Mitchell AC cameras and three Mitchell BFC cameras. In addition to this 65mm equipment, there were three anamorphic 35mm Arriflex cameras. (S. [nicht mitkopiert]) [Leider wird der Einsatz einer M.C.S. 70-Kamera hier nicht erwähnt.] - I had been put in charge of all helicopter photography on "Grand Prix," and for these sequences we used the Panaflex 65mm reflex camera equipped with a 90mm-250mm zoom lens and mounted on The Nelson Tyler vibrationless helicopter mount. (S. [nicht mitkopiert]) - In order to get some of the extreme wide-angle shots which John Frankenheimer required, Panavision came up with its 17mm Hyper-wide, a lens of high-resolution and almost negligible distortion (Wo ich jedoch deutlichst widersprechen würde. Relativ schlecht im Bildstand und in der Randschärfe ist auch der Einsatz der Handheld-Camera. (S. [nicht mitkopiert]) Nur am Rande als Nachtrag, Info sozusagen "aus zweiter Hand".
  17. Implizit hiesse dies, die Verzeichnung kurzbrennweitiger Objektive sowohl bei Todd-AO als auch Super Panavision könnten auf bestimmten Bildwänden den Anschein erwecken, die Verzeichnung werde "passend" aufgehoben, dies seien aber Zufallsprodukte. Dies trifft ja deshalb nicht ganz zu, weil die Kissenverzeichnung bei Super Panavision 70 eben nicht durch die uns bekannten Konkavbildwände "aufgehoben" werden kann. Das betrifft lediglich das Todd-AO-Verfahren bei Einsatz der "bug-eye lens" und der allerersten Bildwandgeometrie dieses Verfahrens. Wenn Du aber die Randverzerrung weitwinkliger Super Panavision 70-Filme aufzuheben versucht wärest, so müßte schon eine Konvexbildwand installiert werden. Ich glaube aber, in diesen Genuß sind bislang nur wenige gekommen. :wink: Von PROJECT BRAINSTORM habe ich noch aus der Erstaufführung Bildwandshots der von Dir erfragten Szene. Für Super Panavision 70 existieren keine derartigen Weitwinkeloptiken, wie sie in dieser und anderen Szenen in BRAINSTORM zum Ausdruck kommen. Ähnlich einigen Einstellungen in "2001" (Blick durch HAL's Auge auf den Notizblock von David Bowman) scheint ein spezielles Fishe-Eye-Objektiv arretiert worden zu sein [Spekulatio "ein": vielleicht sogar wieder ein Fairchild-Objektiv wie in der MGM-Produktion von 1965-68? Speculatio "aus".] Douglas Trumbull lebt ja glücklicherweise noch ... :)
  18. Dank für diesen Nachtrag. Allerdings hätte ich mein Zitat gerne um zwei oder drei Worte "verlängert" gesehen: daran wäre auch ablesbar, dass die Frage eigentlich an den Autor Wolfram Hannemann/@laserhotline gerichtet war, der Intros für dieses Festival und die Website in70mm.com verfasste. Daß von dieser Seite keine Äußerung kommt, wundert in diesem Thread kaum mehr. Noch eine These im Widerspruch zu Die kurzbrennweitigen Verzeichnungen bei Todd-AO und Super Panavision 70 sind völlig unterschiedlich. Bitte nicht verkürzt von einer "Aufhebung" sprechen, die für beide Formate auch nicht generalisierbar wäre: Einerseits a) Tonnenverzerrung, andererseits b) auseinanderfliegende Bildränder (ähnlich Super 35-Weitwinkeloptiken). Daher entspringen auch die Verzerrungen an der Bildwandflanken unterschiedlichen Prägeprozessen der Aufnahmeoptiken. Konkret bei Todd-AO-Weitwinkel-Aufnahmeobjektiven sowie bei der BF-Objektiv-Serie von Philisp für die Wiedergabe würde ich aber eine frühe, von Todd A.O. konzipierte Bildwandkrümmung durchaus in ein nicht zufälliges Verhältnis setzen und von einem "Ausgleich" sprechen. Sämtliche Phänomene, zumeist auch kopiertechnische, lassen sich stets an den Originalkopien ablesen und lösen tausend Fragen, die sich aus Irritationen der sog. Fachliteratur ergeben. Daher würde ich niemals versuchen, die zeitgenössischen Reportagen "abzugleichen", noch weniger gar aktuelle Publikationen als Maßstab zu nehmen, sondern sich die Optikentwürfe, die Filmkopien und Sichtungen derselben vorzunehmen. Ein Beispiel: es gab hier eine aufgebauschte Diskussion über die geometrischen Abbildungseigenschaften von Todd-AO 35 aufgrund leicht mißverständlicher Werbetexte. Es stellte sich heraus, dass es sich um reine Spekulation handelte... Vor KHARTOUM würde ich bereits MUTINY ON THE BOUNTY anführen, wo der Bildraum tiefenwirksamer und weitwinkliger erfasst wird als in BEN HUR oder RAINTREE COUNTY. BOUNTY ist BEN HUR photographisch weit überlegen. Allerdings haben BEN HUR, KHARTOUM und BOUNTY unterschiedliche Grade des Color-Fadings erreicht, die subjektiv die Eindrücke "färben". Mein Bildeindruck einer etwas farbigeren BOUNTY-Kopie (jedoch mir bereits zu hell) und einer rötlichen (aber etwas dichteten) Kopie desselben Films im gleichen Format führte mir im epistemischen Schock vor Augen, dass selbst im Ursprungsformat eine, sagen wir einmal "Hermeneutik der photographischen Künste" außerhalb der zeitlichen Entstehung und Präsentation fehlschlagen muss. Eine Zeitreise wäre gewiss ein Wunsch, der unerfüllbar bleibt.
  19. cinerama

    16mm auf 16mm

    Guckt Du hier: http://www.filmboost.de/guide/rubrik/fi...rwerke.htm
  20. Interessant, daß ein Karlsruher, dessen Marketing aus "Schönrederei" besteht, sich unter der Maske konstruktiver Aufbaufhilfe den Nimbus des Versöhners und Problemlösers in Berlin zutraut.
  21. Volle Zustimmung für Jürgen Lossau. Es ist mir unbegreiflich, wie ein Karlsruher Betreiber, der selbst fast wöchentlich nach "Aushilfen" annnonciert, hier glaubt, Ratschläge erteilen zu können. Fakten sind weder verdrehbar noch frisierbar. Die Erfahrung mit solchen Mißständen ist nicht neu, und explizit die Bezugnahme von Jürgen Lossau auf Betriebsversagen stimmig in jedem Punkt. Nicht nur, daß der Veranstaltungspartner des NOMOS (ein hier ungenanntes Kino) fast nur noch Anlernkräfte und Aushilfen beschäftigt (unterste Lohngruppe dieser Republik konsekutiv zum unerlaubten Koppeln von Archivkopien und der prompten Reaktion der SDK), es ist auch in jüngster Zeit dort gängig geworden, Kino-Spielfilme zu annoncieren und unangekündigt DVDs einzusetzen. So hat sich Berlin den Kompromiss zwischen kommunaler Trägerschaft und einem Privatbetreiber jedenfalls nicht vorgestellt! Herrn Lossau gebührt Dank für seine engagierten und patenten Publikationen eben so wie für seine klare Sprache. Ob Herr @preston sturges aus Überzeugung Probleme/Defizite unter den Tisch kehrt oder nicht, wird an den Fakten und Notwendigkeiten nichts das Geringste ändern.
  22. Läßt es sich verlässlich sagen, dass Stereovision 70 immer identisch mit HiFi Stereo 70 (LIEBE IN 3 DIMENSIONEN, Kopien existieren noch) ist? HiFi Stereo 70 wurde von Jan Jacobsen entwickelt, die Patentschriften liegen vor. Unter Stereovision 70 wurden einige HiFi Stereo 70-Filme m.W. nur in Spanien vermarktet. StereoVision 70 bezeichnet regulär das amerikanische Verfahren auf 70mm-Kopie mit zwei Teilbildern Seite an Seite in der A.R. 1.33 : 1, aber auch das Präsentationsverfahren auf 10-perf 70mm (zwei Teilbilder übereinander auf 70mm-Film, auch StereoVision Tenperf 70 genannt). Triarama ist nur das Vermarktungslabel, nicht aber ein Aufnahme- oder Wiedergabeverfahren. Z.B. CHAMBER MAIDS (1974) wurde in Triarama beworben. Der Film ist jedoch auf 35mm anamorph aufgenommen, Seite an Seite, und beinhaltet in der Projektion die A.R: 1.33 : 1 - wiederum ganz entgegen den o.g. Verfahren und Systemen. STEREO-70 ist ein hervorragendes Verfahren des Ing. Vsesoyuzniy im Institut NIKFI und ist völlig anderes konzipiert als HiFi Stereo 70 oder gar "Triarama". Das Negativ von STEREO-70 ist 70mm breit, die Bildaufnahme und -wiedergabe erfolgt sphärisch, Seite an Seite, (also kein Anamorphot!), die A.R: beträgt 1.33 : 1, was einen stärkeren Bildstrich auf der 70mm-Kopie zur Folge hat. (Erster Film: NET I DA, 1968). Die Bildwiedergabe ist vorzüglich, Kopien existieren. In der Intro von Wolfram Hannemann ( http://www.in70mm.com/festival/2007/intro/index.htm ) ist zu lesen, daß THE KING AND I in 55mm-Kopien ausgewertet wurde. Leider gibt es hierfür keinen Hinweis. Knapp über dem Postermotiv von THE KING AND I ( http://www.in70mm.com/festival/2007/intro/index.htm ) wird das Zitat eines Kameramanns angeführt, um die bevorstehende verzeichnete Projektion eines Ultra-Panavision-Films zu erklären. M.W. hat es ein Verfahren, wie es der zitierte Kameramann von KHARTOUM zu erinnern glaubt, nie gegeben. Es gibt bei MGM Camera 65 rep. Ultra Panavision 70 wohl nur durchgehend komprimierte 65-mm-Photographie, und die stärkere Kompression der Bildränder auf einigen Ultra Panavision-70mm-Spezial-Kopien (Kompensationskopien) wurde über Reprooptiken der optischen Umkopierung bei Technicolor bewerkstelligt, sodass sich diese Verzeichnung an den Bildflanken über Projektion mit Super Cinerama-Objektiven auf tief gekrümmten Super Cinerama-Bildwänden (120 Grad) ganz automatisch kompensierte. Eine unverzerrte Projektion von Ultra Panavision-Filmen mit Kompensationskopien läßt sich somit leider (!) auch nicht durch die Nachfertigung einer Dimension-150-Optik auskorrigieren, sondern nur auf völlig anderem Wege lösen. Wolfram Hannemann begründete fernerhin im Vorjahr die Restaurierung des Films SPARTACUS mit einem Gelbstich im Negativ. Hat irgendjemand hiervon je etwas gesehen? Auch die Erwähnung eines ovalen Überblendzeichens der 70mm-Kopie THE KING AND I in diesem Thread würde ich nicht als letztgültigen Nachweis heranzuziehen, dass die Grandeur 70-Kopien dieses Films von einem ganz bestimmten Format gezogen worden seien. :wink: BEOWULF ist leider digital und hat mit 70mm m.E. nicht das Allermindeste zu tun. Zwei völlig unterschiedliche Welten. Ist aber heute Geschmackssache. 8)
  23. Für diese Kopie - die osloer - da wäre mir kein Weg zu weit! Das Warten steigert nur die Vorfreude! Ich poste demnächst einmal die Flugkosten... es lohnt sich dort allemal. :idea:
  24. Und hier noch einmal der Original-Link: http://cinerama.com/special_events.asp Eine Beschreibung der Ende der 1990er Jahre von Paul Allen geretteten und hervorragend restaurierten Spielstätte - mit einer Bildwand von über 27 Metern Breite in etwa vergleichbar mit dem früheren EUROPA PALAST in Essen: http://en.wikipedia.org/wiki/Seattle_Cinerama Zum Vergleich noch einmal andere Cinerama-Bildwandmasse des 20. Jhds.: http://wapedia.mobi/de/Cinerama#3. Die Wirkung der Bildwand im CINERAMA SEATTLE kommt auch in diesem Foto (Ausschnittsmotiv) zur Geltung und zeigt die Potentiale der kinematographischen "Umhüllung": http://cinematreasures.org/theater/360/ Und auf Thomas Hauerslevs Website sind natürlich alle Titel und Termine aufgeführt: http://www.in70mm.com/now_showing/index.htm Eine von mir zuletzt umgespulte TITANIC-Kopie (spreeseitiges Ufer) war wahrlich state-of-the-art für den Super-35-Aufnahmeprozess. Von einem kurzen Schaltfehler auf einem Akt abgesehen das Musterbeispiel eines Blow-up. Die Seattle-Kopie erweckt also höchste Erwartungen. Einige neuere Kopien der "klassischen" 65-mm-Filme scheinen aber auch Seattle zu denken gegeben haben. Einmal hatte man von uns eine Kopie entliehen und fand (trotz der Materialalterung) Bildreliefwirkung und Ambience-Sound ein wenig "präsenter" als Sound und Bildtiefe einiger neuer Prints. Dass auch in Seattle die Erfahrungen mit den frühen Restaurationskopien von LAWRENCE OF ARABIA und der jüngsten 2001-Kopie vielleicht nicht jeden überzeugt haben, kann man sich vorstellen. Der Rückgriff jetzt auf eine frühere 2001-Version (dann auch in "B"-Zustand deklariert) scheint das Ergebnis einer endlich kritischeren Bestandsaufnahme zu sein. Mit der positiven Folge hoffentlich, dass alle Restaurierungen der letzten Jahre hoffentlich bald wiederholt werden könnten, um sich wieder dem authentischen Look der Erstaufführungen anzunähern. :) Sebastian Rosaker aus Malmö, dessen Leistungen bereits auf den Vorseiten gewürdigt wurden, hat inzwischen den Termin der DOCTOR ZHIVAGO-Aufführung im ROYAL PALAST in Malmö mitgeteilt: Doctor Zhivago at the Royal in Malmö will take place on Saturday, April 5, at 12 o'clock next year. It would be so nice if you have the chance to come. Dort auf 20 Metern Bildbreite - in einem authentisch erhaltenen "Cinemiracle"-Auditorium. Es handelt sich im die meines Wissens nach derzeit weltbesterhaltene Original-Kopie, die wir bereits in Oslo bestaunen konnten. In englischer Originalfassung und in guter Dichte ein echter Event! Und zuguterletzt die grandiose Website zum ROYAL PALAST MALMÖ: http://www1.tripnet.se/~adler/windjammer/royal.html Zitat: Don't let the images fool you! The impact of the over 20 meter screen and the short auditorium was - and still is - breathtaking! Being constructed for Cinerama and Todd-AO, Royal has no compromises. It is almost the only cinema in Sweden with a zero projection angle, minimizing the distortion to a minimum. The flat gigantic beautiful silk curtain lifts to reveal yet another white curtain following the heavily curved screen.
  25. KÖNIG DER FREIBEUTER? 1953 leider, leider noch keine VistaVisionen... :cry: Aber immerhin höchst barock ausgestattet - nicht schlecht, oder? http://charltonhestonworld.homestead.co...sLady.html
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